^295. Montag am 23. Dezemller lM Die „Laibacher Zeitung" erscheint. mit Allsnahme der So»»-' nnt» Feiertag,, täglich, uuft soilel s^m!,.» den Neilagen im (iomptoir ganzjährig ll st.. halbjäl»rii,ä fi. KUlr.. mit .ssreuzban d im ljio>»l» toir ganzj. 12 fi.. halbj. 6 fl. Für eie 3',!,elll,»g in'« Hau« sind halbj. 50 fr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj.. unter Krenzba»? uns g,l>ru.tt,r «dr«ffe l5 z.. h al l> j. 7 il. ül) ti I»selt!on!r eine Varmond-Gpalten» zeile oder den Raxm delselbe», ifl ^ (il„» schallnng »alig« 8 lr., , IN lr u, s. >r. Z« vlfss« Gebühren in «och »,r ^»üeltion«, sltmptl l'sr 20 lr. für ,lNt jeoeslualige ^inichaltuxg l>>»j». zu rech»,». Inserate b>< ill Zeilen loften l ß. »U lr. fur il «l)i.il, l st. 40 lr. fur »! Mal u«l» i«^ !l. 'ul » Mai l Opfern durch die Staalsaugehörigeu zur Deckuug deS Staalsdefi^tö anvelaugt, so muß ich von veruhereiu mil aUer ltnl« schiedenhelt le»er gewisse» Thcorie entgegeülrell». welche uils über daS EinreiPen einer aUgeuieiüen Vcralmung in Oestcrieich btlthreu will. und ich ue» mag vielmehr die von allen Freunden und Kennern der Wlchrhc,! gewiß gelheilte Ueberzeugung auszu-sprechen, daß i>, den lcyten zwei Dc,ennicn die Produktion, der Wohlstand unv die Vcrmögenökrafl in Oesterreich emci, schr cifreullchen Alttschwung gei>om-meu. und daß die Fäbigleil volhanl^l! lsl. »tue erhöhte Sleurlleistuug bei zweckmäßiger Aulage uud gerechter Verihcilung zu vertragen. <^i)iule liuls uuo im Zeulrum: «ja" ) Ich wiU mich aber auch hier der Vetiachlung uichl verschließen, daß bei der Ulberoahme des zu be. deckenden Dlsi>its auf die Leistungen von Srlte der Staatsangehörigen l)a« erforderliche Maß gehallt» werden müsse uud daß insbesondere das für das Johl 1862 vorgelrageue Dtsi;!l eine solche Höhe erreicht hat. welche, wenn es in seiner Grenze lurch crhöhlc Sleutlleistungen gedeckt werden jollle. eine Uebeispai,-' nung der Kräfle und ein cheilweiseS Mißlüigen der darauf abzielenden Maßregeln zur Folge haben würbe. Die Äcsä'affeuheit orer vielmehr die Gliederung unseres Gesammllefizils m zweierlei Hauplrulirilei!. von denen die eine (mit 57.986.200 st) pic Überschreitung der Einüahmen durch die ordeülliche» Aliölligcu delriffl. die andere aber (mit ü2.Ul)0,00U ft) dmch dic nolhwrndig gewoldene Fürsorge sür außerordeut. licht Velhältilissc verursacht ward. aidt ui.S selbst de>, Fiiuierzeig u»d Anhaltepunkt über die Art der Vc, deckui'g. Wäbrend für sie erste Haliptrulnlk deS Abgan-aes c>dcr doch für flüs», aroge», Theil l>,rs,ll>en di. Alifl'lingung durch üeistungeu der Sleuerkrofl des Reiches angezeigt erschein!. lleUl sich für rie Vedeckung der zweilen Hauptrubril bei ihrer Emstrhung auö auLerorfelillichen und vorübergehenden Vcrl.'äll»issl» die Anspruchuavme >e« KredilS um so aiigezeigler dcir. nls die damit bezielte glückliche iUeseiNgmig der in de» außerordentlich,,, Verbällmssen begruuselen Gefahlei, d,S Reiches auch der Zukunft zu Güte kömmt und dicsc daber mit Necht zu den nothweudigcu ^'elNuugen herangezogen werden kann. Sofernc eS sich aber um die Vldecklilig deS Ab, gauges im Wege deS ^redils handelt, fingst hier die Vemllkung den PIal). dal! neue ztiedileopliauoncn. Auflegung »euer Ai-.Ichen iu giößllsn Summe» don wobl nicht angehen, wo von bereilS beslehensc» An« Irhen liamdafie Post»!» noch zu begeben sind u»d de-reu soforüge Vegcbllüg durch auderweillge Verhält-nisse geboien ist. li.dem man mit der gleichzciiigcn Ausbielung deS allen und deö neueil Iffcklrs nur sich selbst nachtbtlll^e ^olilurreuz machl» u»d über die Aufi'abmSsah'nleil deS Geldmarktes gar bald em. lauscht slin würee. In Oesterreich ist von der im Jahre 1889 in London emillilllu Anleihe von 6 Millionen Pf. St. ser btl weitem größere Tbeil »^ch linlisgede» ' 8 Millicmei! Pf. Sl. dieses Aulehelis c>ie»c» der N.ilio» »albalil als Unterpfand für die Silberfchuld von 2l> Millionen Gl.ldeu ö. W. Ebenso siüd von dem im Inhre 1860 aufgeleg. le:, l'ollo-A»lrhcn 123 M,Uionen »och u'cht begehe» u»d befinden sich in den Häildeu der N.Uloiuill'aiif U>r Vei>,ck»ng der von ibr axf daS Anlebs» vom 2!1 Apr,! 1840 gegebenen Vorschüsse im 3iestbel,ag, von !)9 Millionen. Ich bin a» js»sl Slelje mcines Vor» irages angtlaüsst, wo ich die Beziehung der Defizits, zur Pa»kfrage aufzunehmen und über die letztere mid t>ie damit zusammenhängende Valulafsoge Miltbeilun. gen zu »ü.ichen habe. (Allgemeine Vewegung.) Ich ergreife mit Vefriedigung diese Gelegeubli!, llm vor dem h. Hause die vollste Versicherung s,,be» zu löonen. daß die Negierung von der ^ic'lbweül'ig. keil der Vtegelung der Valulaverbällnisse und von de, Unllläßlichteil der A"wel,du»g eulscheirenoer Schlill. U> diesem Zwecke durchdrungen uu^ auch jest tlüichlossl» ist, bei ltll hiebel »om Slaate zu »'lachenden Anstreu' ^ gungeu bis au die äußere Grenze bissen zu aehen, was zu leisun. was zu erfülle« möglich iß. Es lst eine gerechte Forderung oer ungetheiiltu aügemeiue» Ueberzeugung, daß die Werlhe drs gfsan.nnen Güler-lebll.s. die Werioe der (t.iMung ell^e^lige»" Vel-biridilchltilc:,, die Nerlhe der )n re» Slaul ßsschehru-deu u»d der von Diesem c c» Z<ühlul!^tl> wlt» der ei« feslcS und sicheres ^........^ölftillrl iu der öhll- relchijchen ^audeswa!>tU!lg tihtilleu müsjeu, uud daß iiese gleichberechtigt Ul>l.< glelchgeachtel lu tie Zlelhe ter Glll'z.'ichen l.noerer Slaaleu wilder eilürillu müsse. Die Valutasrage i» Oesterreich berührt ras Woyl Omzelner uichl mehr als die Inlcressen dev ganzen Neiii'ts, ulld eiue Ves,illgung der gegeuwärtig au lem Marke der Fmnnzen zehlllideu Kclla«uilät drs Bauknollu-Disagio wnd eie Klafl tes öslelltichlsche» Armes und das Ansehen u»d ble Viachl tes öslerrel-chische» Namens gegenüber seine» Feiüdl» l» achtuug« gebilleuder Weise wiedtl helfteUl«, Nei d«r Erwägilng der Mittel müs„n wir den Grund des Uebels >n« Ulrle»>. rühll vou der übergroßen Menge der emillirten Violen und vou der »ichl enliprechenden Ail ihrer Vedeckm^ ' eie ge- tzsnwarlige Gröiie ces Nolenumlausts wu:l>e nicht durch vollswillhlchafniche Gu>>lt>l . ».l^l l'Ulch d«e Be- dülfnissc des Verkehrs nach »luem so zahlreichen Zi» kulalio»« - Meolum, sonoern vielmehr durch die Be- .'ülfliissc der Fl»a»ze» berl,,lgefillil<; Ver Slaal war i» die Nothwendigkeit g-ralhen. Gelb im außerc'lteüt- licheu Wege sich veischnffe,, zu müssen. uol» ltall da,- seN'e im Wege von elhöhlen Steuer» c»ter mittelst Anlehen aus dem vorhandenen Uankulilenumloufe a« »'ich zu ziehen. <„ welchen ,s durch ble Aestreilung der Slaalsauelagel, alsbald wieder zurück^,lehrt würe. l>efa»d sich rie Finanz^elwaliling ,» oer lia»>r,g„! NolhlVsl!^igkee» ^a»a!en des Verkehrs zur Folge balle. u»o zu den Kalamllälen des VolulüübejS wlsentlich beitrug. W,»n auch d,„ geslieg,n,u Verkehr»- und I,,dust,ie- Bedürslnsscn in «elleff der Größe de« Zirkulalions, Mille!« di, volle Rechnung gl.ragen wi:d. ,o >v^r doch der ül'erwiegeno größte Tbeil der durch ti,- des SlaaleS bei der Aa»l helooiglrufetien i^...:..:.. Vermehrung vom Vedarfe des Oeldverkeht« „lchl ye. iorl-frt. es trat vielmehr eine UebelfüUung de« Geld- markles ein. welche sofort iu der «Hnxverlhung der ül'er die Nachfrage mehr a»gel)ol-»en Pauslipten. m dem Veslrehln. stcill und mittelst deiselb,» ,'jch ,,,,, iesle. sichere Valuta, »ämllch nliöl^ndische Devisen zu lilischaffe». over mil and»ren Worten: tn d,l Erschei- »ung der Valutaspekulation uud de« S'Iberagio's chreu Allsdluck gefundln hnt, dessen Z'sserhöhe nls einer der Hauplf^lioren für ,!,i- „mthemaüsche For- me! ül.,r die Giöße dcr i .„ «a„k„^e« und oer sofort »oihwtiillglü ^,,........ leis.Iben detrach- >el weiden la„». — W«s die Vedeckm.g der umlau-senden Vanknolo, belrifft. so hab, ich l,tl,itg ,„ „.^. »em. wal're»d der Velsm„m!»»g deS vltslär,le.u Ne.chs-ra,h,s om 3, September '6W,rsl„lelen aUerm.ler-tdämgsteu Vortrage dargclhau. daß d„s.,l>e„ a» sich gnwmmln quantitativ eine vollständige Vedecknnc: be-siyen. wc'rül'll ein Vlick in den Mo>m,a»5,ve.« über t'e» Stand d,r Naliona!b«»l t,e „äbere ^..folmalion will. — Nicht in dem Ma„a,el a» äquiv°l„.l,r ^rööe. sondern in der veschaffeiibe't eo.eS großen TbeilsS der Vedeckungsmitlel ber»dt die Inkonvertibi« l"äl ber Vauliioten. — Ge kann sich f,<,l?si .um Zwecke der Herstellung rer Val^la nur darum diüi-d,I>', dies, Deckilü^noüsl z» n l'b'Ilsir,». und sl'ferlie t'l'ß N. ,,, lR78 lien Plan für die in bestimmten Terminen so rasch als möglich fortschreitende Nealisirung d,r Deckungs-mittel festzustellen unft zur pünktliche» Ausführung zu bringen. — Es müssen von Seite des Staates hin» sichtlich seiner Schuld an die Vank zweierlei Gesichts-puukle in'« Auge gefaßt werden; der eiste betrifft dasjenige, was sogleich mil einem Male geschehen, oder doch in den kürzesten Terminen abgewickelt wer« den kann. Die Lelstung muß hierbei eine namhafte sein. um einer entscheidenden Wirkung auf die Besse-rung der Vanllage und auf die Mmdtlung des No-lenumlaufes sicher sein zu können. Der zweite Gesichtspunkt betrifft jene Leistungen, deren Erfüllung dem Staate zwar alisogleich nicht möglich, aber künftlg nicht mehr, wie es bisher der Fall gewesen ist. in Bezug auf die Zeitpunkte und Größe der erfolg,neen einzelnen Realisiruugen an keine Bestimmungen gebunden, nur vom Zufall abhängig und in unbestimmte Ferne gerückt bleiben darf. Diesel Zustand mus; geändert und eine Regelung des Schul« oenvelhältnlsseS deS Staates zur Vank geschaffen wer« den, welche nicht bloß die SicherNelluug. sondern viel« mehr die Bezahlung ln's Auge faßt. diese einer bestimmten Normirung unterwirft uno durch die fest» zustellenden Modalitäten geeignet ist, sich das Ver> trauen anf die sichere uno baldige Herstellung der Ordnung zu erwerben. So wie aber der Staat nach dem Ziele dcr Valulaherstellung nach seinen Kräften in die Altion tritt, so darf auch die Nalioualbanl ihrerseits nicht zurückbleiben. — Die Nationalbank hat auS dem mit der Finanzverwaltung am 26. Dezember 1868 und am 1. April I860 geschlossenen Uebereiu-kommln bedeutenoe Posten von Effekten aus Abschlag der Vanknolenschnlo des Staates erhalten, welche in dem letzlcn Monatausweise der Vank mit 22.862.000 in GrunreutlastungS» Obligationen und 33.067,000 in Effekten des bcstaurenen TilgungSfonres aufgefühlt erschsiüen. — Der Staat >st damals nicht in der Lage gewesen, scinc Schuld in Banknoten abzutragen, er leistete die Rückzahlung statt in Banknoten in an« deren Wcrihen; wenn aber der Staat seine Zahlung damals in 'Banknoten an die Vank geleistet yälte, so wäre oicse vllpftichtct gewesen, die zurückerhaltenen Banknoten aus dem Vellihre zu ziehen, keineswegs ware sic aber zur Medcrherauögabe derselben bercch> llgt gewesen. Die vom Staate >n Werlheffclleu ge-ltlstete Zahlung hatte den gleichen Zweck, es solllen damit die durch die Staatsschuld erzeugten Aauknoten vermindert und das Verhältniß zwischen rem Noten» Umlauf zur melaUlschen Bedeckllug gebessert werden. Die vom Staate an die Bank gelangten Werthe wären demnach der Veräußerung zuzuführen uno ole lmrbci einfiilßenden Banknoten ebenso zu ver»ichlen. als tieß mit den vom Staate zur Tilgung seiner Schuld an tie Vank unmittelbar abzugebenden Vank« note» hätte geschehen müssen. Der Effekleubesiß uno der Bezug oer Eoupousinleressen zählt übrigens nicht zu den statutenmäßigen Bankgefchällen. Die National« bank wird. den Ernst der Lage erkennend und die Her» slellung der Valuta mit redlichem Willen anstrebend, in gleichem Verhältnisse wie der Staat zu dem gemein« schasillchen Zwecke zunächst durch die Veräußerung ihrer Essellen (wozu auch noch tle unbegebenen over w'erer an sich gebrachten Psaudbriefe (23.000.000) gehören) mitzuwirken haben. Es wlro aber nicht bloü fü: die Verminderung der gegenwärtig in zu großer Menge umlaufend,n Noleu gesorgt, nicht bloß jeeer Vermehrung der No-l,n aus A»laß von statuleuwidriger Anjpruchnahme von Seite res Staates gewehrt, sondern auch einer zu starken Nolcn»Emission in den statutenmäßigen elgenen Geschäften rer Bank selbst für alle Zukunft eine angemessene Schranke gesetzt werden müssen, welch, sich darlu finden läßt. raß o>e Zulässigkett der me-lallifchen Dri!telbed,ckung nnr bis zu elner bestimmten Grenze des Vanknolenumlaufes zugestanden, über diese Grenze hinaus jedoch zuerst eine vtlslärlle und weiierhin eine dem Banknoten-Mehrbelaufe vollkom« men gleiche melaUische Bedeckung zu sondern sem wird. (Forts^ung folgt.) Sitzung des Herrenhaus^ am 19. Dezember. Die Sitzung unler Vorsitz Sr. Durchlaucht des Fürsten Harl Anersperg wird um l l',, Uhr eröffnet. 3uf der Ministerbank rie Herren: Graf Rech« berg. v. Schmerling,. Freih. v. Mecsery. v. Lasser und Traf Degenfeld. Später v. Plener. Se. Erzcllenz rer Herr Staalsmi niste? macht dem h. Hause die Mittheilung über die Ein« bringung der Budgetvorlagen an den Neichsralh. Graf Hartig entwickelt in einer läugeren Rede die Gründe, welche für die dankbare Annabme dieses von Sr. Majestät dem Neichsralhe aUerguädigst er« theilte» Zugeständnisses sprechen. Graf Harlig wirft dabei einen Rückblick anf die Konstitutionen vou 1848 und 1849. indem er den Unterschied jener in, Stur« meSdrangt geschaffenen Verfassungen mit der j,tz>g,n au« freier Machtvollkommenheit Sr. Majestät den Völkern gewährten h,raushebt. SchlieLIich steUl Graf Harlig eiuen llntrag. der in vier Pnnlte zerfällt u. zw.: 1. Das h. Haus möge seinen Dank für de» hochherzigen Akt der kaiserlichen Großmnth. womit Se. Majestät den Reichsralh znr Mitwirkung in der wichtigsten Frage des StaaleS berufen, wie seine Be» reilwilligkeil. diesem Allerhöchsten Rufe zu folgen, in einer Adresse ausdrücken. 2. Das h. Haus möge zur Prüfung und Ve-richteistatlung der Finanzuorlagen die Kommission für finanzielle Angelegenheiten durch eine außerordentliche Wahl auf 20 Mitglieder vermehren, wovon 3. eie ständigen Ersahmänner ohne Wahl als Mitglieder in die Kommission emzutrelen haben, daher noch 12 neue Mitglieder in die finanzielle Kom» mission ausnahmsweise für diesen IaU zu wählen sind, und 4. das h. Haus möge bestimmen, daß nach §. 13 der Geschäftsordnung das Präsidium die Finanz» Vorlagen uno die vom Abgeoronetenhause l),rübcr-zukommenden Anträge der verstärkte» Finanzlommis-sion im kurzen Wege zur Berichterstattung übergeben möge. Graf Leo Thun stellt nach einer ebenfalls längeren, gegen dre Kompetenz des ReichSralbes in ver Finanzfrage gerichteten Rede den Antrag, ras b. Hans möge einen Ausschuß alls 7 Mitgliedern erwählen, der darüber Ber'chl zu erstatten habe, was das h. Haus nach der heuligen Mittheilung zu thnn beschließen wolle. Der Herr Slaatsminister widerlegt die vom Grafeo Leo Thun vorgebrachten Argumente und empfiehlt den Antrag des Grafen Hartig zur Annahme. Bei der Abstimmung bleibt der Antrag des Tra« fen Thun in der Minorität, dagegen wird der Antrag des Grafen Hallig in allen seinen Punkten angenommen. Es wlrd nun zur Wahl geschritten und die Siz« zuug auf einige Zeit unterbrochen. Die Wahl wiro angenommen und der Präsident konstalirt nach Zählung der Stimmzettel, daß 68 abgegeben wurden. Dann wird znm Sklutinium ge>-schrillen. welches folgendes Resultat gibt: gewäbll wurden: Kardinal Rauscher. Fürst Lolloredo, Graf LanckoronSki. Graf Thun. Graf Harrach. Graf Kuef-Nein. FM. Heß. Superinleuoe»! Haasr. Fürstcrzdi' schof Tcnnoczy. Gras Houos. Gras Aulon AuerSperg und Fürst Schönl'urss. Es wird nn» zum zweilcn Gegenstand der Tagesordnung, nämlich zur ersten Lesung dcö Prcßgr« sehcS. geschritten. Der Schriftführer verliest die betreffende Zu> schrifl vom Abgeordnelenhause. Präsident: Da rie Gesetze bereits in den Händen der Herren MilgUeder sind und übrigens dl, Zeit sehr vorgerückt ist und die betreffenden Gesetzes-Vorlagen sehr ausgedehnter Alt sint». erlaube ich mir reu Antrag zu stcUen, von der Lesung derselben Umgang zu nehmen. lWird angenommen.) Der Gegenstand der Berathung, respektive Vor« berathung, umfaß: wohl belangreiche Fragen der inneren Politik, wie anch gewichtige Rechtsfragen, ich stelle t-aher den Antrag, rieses Preßgeseß sei dcr politischen und jubiziellen Kommission vereint znr Vor-beralhung zu überweisen. (Wird angenommen.) Es wird nun zum drilteu Gegenstand der Tagesordnung, zur dritten Lesung des Gesetzentwurfes, zum Schuhe res Hausrechtes, geschrilten. Das Gesetz wird verlesen und zum Beschlusse erhoben. Präsident. Die heutige Tagesordnung ist erschöpft. Der kommenden Feiertage wege» vertagt sich das Haus vorläufig bis znm 8. Jänner. Schluß der Sitzung 2 Uhr 30 Min. Oesterreich. Laibach. Vorigen Samstag bat Se. Majestät der Kaiser, auf der Reise uach Venedig begriffen, unsere Stadt passirt. Se. kaiserl. Hoheit der Herr Erzherzog Ernst uno der Herr Lanr,sch,f waren im Bahnhofe anwesend, nm Se. Majestät zu erwarten. Se. Majsstät geruhte den Waggon zu verlassen nno sich sowohl mit Sr. kaiserl. Hoheit als anch mit rem Herrn Landeschef zu unterhalt,n. Nach kurzem Auf» enthalte ward die Reise fortgesetzt. — Wie die Wi,»er Blätter berichten, wird die Rückkehr Sr. Majestät nach Wien in 10—12 Tagen erfolgen, wobei eS jetzt noch ungewiß ist. ob S,. Majestät über Verona durch Tirol oder wieder über hier reise», wird. Wien. Se. k. k. Apostolische Majestät haben der Pfairgemeiude Paternion znm Wiederaufbaue des Kirchenthurmes einen Veitrag von 1!>00 fi. aus dem kälntnischen Neligionsfondt allergnädigst zu bewilligen geruht. — Se. k. Hobeil der durchlauchtigste Herr Erz-verzog Franz Karl haben dem vom Dekan Dr. von VlSzanik gegründet,» Verein zur Uülerstühnnq mittelloser M,d. Dr,-Witwen uno Waisen 100 ss. zum Anlaufe eines Gewinngegenstandes. und S,- k. Hoheit der tnrchlanchtigste Herr Erzb,r;og Albrecht 18 Stück diverse Galanteriesachen und 30 große Lilho-graphien zu der von dem Vereine vorbereiteten Effekten-Lotterie huldvollst gespendet. — Der FinaxzanSschub des Abgeordnetenhauses bat. wie die «Oeit. Ztg." meldet. berellS beschloss,,,, sich in vier S'klionei, zu theilen, deren die eine die AnS^aben, die zweite die Einnahmen, die rr>tl, die Staatsschuld und die Bedeckung des Abganges, die vierte die Valulafrage in Angriff nehmen soll. Für alle Detailfragen nnd Nachweisu»g,n wird man von der Regierung mit den Geschäften belraule Personen verlangen, welche die Details kennen und darüber Aufschluß zu geb,,, vermögen. Ueber seine Sitzungen wird der Ausschuß konzis gefaßte Protokolle führen, aber sich nicht der Hilf, der Stenographen bedienen, weil man bloß übersichtliche Darstellungen der V,r-hanclungen. nicht zu Bergen anschw,ll,nres Material haben will. — In der Sitzung deS Triester StablrMes am 19. Dezember wurde lolgende Interpellation gestellt: Vor Kurzem würde von Seite res Mlüizipinms o,r hiesigln Bevölkerung oer Rath ertheilt, sich. da sich im T,rlilorinin Fälle von Rinderpest ergeben haben, deS Gcnnssls von Milch uno Butter z» enthalten. Diese Auffordernng brachte nicht nur die Bevöl» kernng in Aufregung, sondern auch Störung in, Hallshalte vieler Familien mit sich. wie nicht minder bedeutenden Scharen für viele Bewohner des Territoriums, welche auf den Ertrag der Mllch in rieser Jahreszeit allein angewiesen sino. Interpellant wünsche nun zu wissen, ob diese Verpflichtung unbedingt noly. wendig sei. und welche Maßregeln übrigens getroffen wurden, um der Seuche nach Möglichkeit Emhalt zu thun. Dcr Podestü erwiedert hierauf, das, vor etwa vier Tagen ihm die Anzeige zugekommen sei, die Rin> derpest wäre im Territorium ausgebrochen. und in der That ermittelte die zu diesem Behufe eiligst al>> gesendete Kommission, mit dem Herrn Stadtpbysikus an der Spitze, laß im Schlachtrufe 103 Ochsen mit dieser Seuche behaftet waren. Deß^leicheu zeigten sich Fälle im Territoriu,». wo die Seuche in sehr raschen Zunehmen begriffen war. Im Schllichlhause wurocn sogleich oie nölhigen Volsichlsniaßregsln, u. A. durch Absonderung d,s kraulen Viehes gclroffcn. so daß dem OsMlss» des Fle,scheS durchaus kein Ve» ocnkcn iin Wege slche. da ra<ür aesorgl lst. d.iß nur gesunde Thiere geschlachtet wlrden könlü'n. Auf A». rathen des SlavlphslülS wurde jedoch vor dein Ge« nussc der Mllch und der Butter gewarnt, welche Warnung luurzuinachen er (der Podest:'») als leiue Pftichl erachtete; deßgleichen wurden auch zwei Kommissionen nach dem Territorium abgeordnet, um eine strenge Ad« sond,rm,g des lrankcn Viehes vom gesunden zn be> weilstelligen. Die Hauptpunkte, wo die Seuche sich einstellte, wäre» Basooizza. Nozol uno die anliegen» den Orte längs dcr Straße, auf welcher die von aus« wärts lommcndsli Ochsen zur Stadt getrieben wer. reu: ein k!ar,r Beweis daß die Krankheit von Außen eingeschleppt wurde. In drei Tage», wenn sich wäh« reno dieser Zeit die Seuchenfälle nicht ucinuhls». boffl cr die Beoöllerung bcuuruhigen zu können und sieht sich vor der Ha»o daher genöthigt, die War» nung vor rcm Genusse von Milch uno Butler, be« sonoerS für kleine Kinder, aufrecht zu erhalten. Pest, 19. Dezember. «Korunl" schr,il't vom lll. d. M.: In der gestern abgehaltenen S'tzilng des königl. GuberninmS wurdell d,m Vernehmen nach zwei außerordentlich wichtige Verorr»unq,n verlesen. 5iach d,r Einen werren dle KommissionSsißungen der Jurisdiktionen eingestellt, und die Ol'ergespäne mit oer Ernennung des neuen Beamlenlölpers betraut; jetzl flingirende Beamte löonen nur nach ihrer Pu» rifikalio» in ihr,r Stclluug verbleiben; die Slener-nnd Rekrut,»frage, sowie die unverzügliche Vollzie« hung anderer Verordnungen ist den Obergespäne» zur strengen Pftichl a/macht. Die zweite Verordnung er-hel't das in M. Vas.nhelu zu lreirenre Bezirksgericht zur ersten Gerichtsbarkeit tu bezug auf Majestälsver-brechen für das Gebiet der Komilate uno Szekler« Nudle; im Sachsenlandc ist der Hrrmannstäoler Ma» qistrat für solche Angelegenhllten aufgestellt. Das Pläsirium in diescr intcressanl,,, S'tznng führte Se. Eizellenz. der Gouveroeur Graf Erenneoille selbst. Diesem Berichte fügt «ssorunk" hinzu, daß sammt» licht Obergtspäne bereits ans Einladung Sr. Erz. ktö Gouverneurs >n Klauseuburg erschienl-n siur. wo sie dllrch Se. Ellellenz uoi» den HllegielungSinaßregeln im Allgemein,» i» Kenxtniß gesetzt wurden. Lemberss, l8. Pezbr. Die Nummer 66 de« Lemberger .Dziennik PolSki" vom 17. d. M. wurde wegen des Artikels: «Zur Frage der Budgetvorlage im Reichsralh". im Auftrage des k. l. Landesgerichts in Slrassachen zu Lemberg lonfiszirt und gegen tit Redaktion ein Preßprozeß eingeieilet. tR7» Italienische Htaateu. Neapel, 17. Dezember. Die vor 12 Tagen, auf Befehl von oben, erfolgle Zertrümmerung der herrlichen Neilerstatuen Karl's lll. not» Ferdinands l. von Canova in der VorhaUe des Museums erregte fast aUgemeine Indignation, dele» Nachlvii kung < so oberfiachlich slch der ?ieapol!laner auch im AUgemei» nen zeigt, eine fortwährende ist. Frankreich. Einem Vriefe a»« Paris elllnimn'l die «Nie-ner Korresp.". daß der Kaiser eine liefe Verstimmung und Niedergeschlagenheit gar nlcht zli verhehlen sucht In del, Verührm'grn mil seine» Minislerl, sol! er nlchl mebr jene dartc Entscl'losseuheit zeigen. mit der er diSI'tl den unumschränkten Selbsllierrschcr zeigte, sonbeln uielmelir zur Nacligicbigleil geneigl s,,,, ^^. Kaiser schein! zu fühlen, daß t>,t hcißeu Kämpfe, i» deren Mill, er stehl. slch nlcht aulolralisch lösen Ins. sen. Die Herrn Fould zugesprochene umfassende Prärogative bat der Kaiser l>hue großeS Opfer ans der Hand gegeben, weil Herr Fould. was man im» mer dagegen einwenden mag. der Mann seines inli-men Verlraueus seit der Präsldenlschafl ist. Aber er hat auch gleichzeitig empfunden, daß seiner — des Kaisers __ Person gegenüber oUe andere Minister nnd Slaaisgewallen seildem eine bisher nicht einmal m Anspruch genommene Selbststcindigleil gewinnen muß< ten. welche dem Kaiser die Enlscheidung nach wie vor überlassen. ihn jedoch in einen formalen Ge. schäftsgaug hineinziehen wird. iUis l^hl war daS nichl der FaU. ViS jsßl Hal der Kaiser emschieden, ohne d>e (tnischeibung an irgend eine geschäftsmäßige Behandlung zu knüpfen. ^ Großbritannien. London, 17. Dezember. Die Königin ist noch immer i» Windsor. Wohl hauen die Aerzle ihie sofortige Abreise nach der I»sel Wight ang,rathen, doch wollle sie slch so rasch nichl uo» der Siäüe trennen, lvo der geliebte Oatte sein ^ebcn ausgehauchl. So wurde denn die Abreise anf morgen veischobrn-oli sie vor sich gehl. «st aber nlchlö weniger als aus-gemacht. Möglich, daß die Königin vor der Äegrab-uißfcier die Nähe deS Schlosses nichl unlaffen will. und lieber nach dem angrenzenden Frogmore über-siedelt. Die Holle grau soll sehr gebcugl sein, dabei aber ivundcrl'ar gcfaßl. Der Prinz von WaleS und die Prinzessin Alice kommen kaum von ihrer Seil,. Gehlere begleilel die Mutter jedenfaUs nach Oslwrne. der Throxerbc aber bleibt . um nxl den, Kionplinzei! von Pitlißlii, c>,r sich wahrscheinlich m,f o,r lönigl. Nacht «Viliona ano Albert" von Aullverpen ans e,n, schiffen wird. als Hanplllidiragender beim Pegrclbixh zu erscheinen. A»ch der König von Hannover wirl' in den nächsten Tagen erwartet nnd im Hannover', schen Gesandlschafls-Hotel abste,gen. Der K5»ig der Belgier dagegen fahrt wahrscheinlich von Oslende ans direkt nach Osdorue, wenn erst die Königin dahin gegangen ist. Ueber die lehlen Kranlheilslage beS selig E>,l« schlafcnen ersährl man des Verläßlichen nnr so viel. daß ll viel gel'llen Hal. BewuLllostgleil halle sich schon an, Samstag Nachmittags eingestelN, Bis dahin halle er für seine Umgebung ficundliche Worte; selten, daß sich seine Vlicke von der Königin abwen« deten. die von Freilag Nachmittags bis zum leplen Angenblick laum von seiner Seile gewichen war. und er selbst bernhigte die Seinigen, wenn er ihren Schmerz nnd ihre Vesorgniß gewahr wurde, mit tiüstenden Worlen. (ir selbst aber soU schon am Millwoch geälißer: liaben, daß er an seinem Wieder« aufkommen verzweifle. Scho» gestern waren die äußeren Zeichen der Trauer in ^'onl'on allgemein, alle Vergnügnngsorle jreiwi^ig geschlossen, die Vchansen-ster halb verhüllt, Tranerstöre überaU. Es wird eine allgemeine i.'a>idsSlra»er, wie sie keinem Könige »och geworden. Die feierliche Bestallung soll. wenn man mit den Volbereillluge,, fertig werden kann, am kom-lliendl» Montag slallfindlii, und zwar „icht bei Fackel-licht dts NachlS. sonder!,. wie die Herzogin von Kent, zwischen ll „nd 12 Uhr Mittags. Als Hauplleid» tragender erscheint der Prinz «.wn Wales, iln,, zlil Seile der Kronprinz von Preuße» und der Heizog von Cambridge. Die sterblichen Ulberl,sle kommen in der lönigl. Gruft — llw ro^ul vnull — zu liege», wo die allernächsten Angehörigen der regissfiipfn Souveräne ruhen. ES ist dieß ei» Grabgewölbe, das seit dem Tode vo» Wilhelm's lV. Gemalü! »ichl lviedtl geöffnet worden war. und dnrch drei Gilier-ldore abgegrenzt ist. deren Schlnsssl im Gewahrsam der Köüigin, des ^ord'Oberlämlnersrs und des Dechanten der königl. Kapellen sich befiiiden. Die Herzogin von Kent rul)t nichl ill diesen», sondern in einem anstoßcxden Gewölbe nlil andern Mitgliedern des lön. Hauses. Türkei. Antivari (Albanien). 7. Dezember. Troß d-r an die große Glocke gebäi^ll» Nsuiraliläl des pursten von Montenegro haben blunge Kämpfe zwischen oen Tüllen unt> Moüleneglineril slattgesunren. DaS tür-lischt Dorf 3lupzl wurc>e von 5cn Monleuc^linern ilberfaUen: Mainier. Fl.,ucu, Kinoer wnrden »>le-oerglmepc.'l. daS Dorf ausgeplündelt. I» einem andern Dorfe Mullki wurden nlir einige Häuzer verbrannt, — aber die Montenegriner wurden von dru Türken zurückgeli'eben. Um diese beidcu ElniäUe zu beschuhen, halle sich ciue starke Scharr Moulenegiluer auf di, Höhen deü lürkifchen DorftS Tugemilir b,-gcbeu. um dessrn Brwohncr zu verhindern, reu An-dern zu Hilfe zu tilcn. Sie wolile» sich duichschla« gen. nder sie vlimochten eS nicht, und zwei Türken verloren daS ^eben. Das Dorf Obei-Sceslam licü i>lm abgeschlossenen Vertrage zuwider die Montenegriner lurch sein Territorium passtren. Dagegen ve«» weigelle ihnen Unter - Sccstanl den Durchzug. Tie katholischen Einwolnier dieses Doifcs, obgleich uilr l^ au der Zalil. trieben eine Schaar von üO bis 6l) Mol,teu,gllnern zuiück, löoteleu dereu acht. nahmen llueu gefaugeu uud eloberlcn eine Fahne. Als uu» die Molileneglinel neuen ZuwachS erhlellen und mil Ucbermachl herbeikamen, verbrannten die Scestauolei, lbre eigenen Hülle» und schlössen sich in zwei Slein-Häuser ein. ln denen sie sich befestigte». Der lalho-llsche Pfarrer, die Weiber und Kinder flüchteten sich nach Aiilivari. Aber die Moi'tcnegriner wagte» es nicht, die Scestaoolen >n ihien improvisirlrn Horts anzngltisen und zogen ab, indem sie chne» fül ein anteres Mal 3iache schwolen. Der Pascha von Scu-lari hat 300 Paschl-Bozuks zum Schuhe dieser Ortschaften einsendet. Melkwursiger We>>e habe» wir uuler diese» Umständen nichl ein lürllsch.'S Krieg«, schiff hier im Hafen! slnßland. Warschau, 1«. Dezember, (is wurden muer- dinge verschitc?-ile Waffen- uud MuüilioüSdepols eut-teckl. Ganze Familien werden verhaftet und überall herrscht die giößle Bestürzung. Mehrere junge ^eule aus den augeieheüsltll Familien wurden unler daS Mililar gesteckl. Der Belagerungszustand herischl übirall mll äuß.rster Slreuge und Pässe uach dem Auslande rverdeu durchaus veiweigerl. Vermischte Nachrichten. Der «Köln. Zlg." meldet man ans Haiiiiol'el l'eu Too Hllürich M a r s ch » e r's. des Konlpoiiistt» des «Hans Hcilillg-, ^Templer lind Jüdin". „Der Vampyr" ?c. ?c. Er starb am 14. l>. Mlö. AblNds nach laugerer Kranlheil am Schlagfwß. Marichoer «liar seil IK32 an der Hofbühne in Hannover lhälig als Dirigext der KapeUe. und schied vor drei Jahren mil Penjion aus dieser SieUuug. — In l>er Gegend vou Freistadt in Ober-österrelch ergab sich vor we»!,iln Tagen ein nachah-mungSwürdigss Beispiel von Geist,sgegenw.'lt. Eülem Schiveinhändler. der eine bedcmeude Barschasl be» sich haile. wurde auf o,r StrnL, «l'u emem ihm de» Weg vcistsUlnder: Manul unler Vorhlilluiig ellier Pistole das Gllo abverlangt, Der Bedroh!, f^ßle flch augsi'.blicklich uud sagle dem Nmlblr <» verliciu-llchem Tone. daß er selbst ganz arm und auf das-selbe Geschäft augewlesen. ebeu jsßl , es wohl das Beste, bei diesem Raube ihre Kräfle z« vereinen u»d den Eil>ag biüoerlich zu lhelleu. Der Äaubcr giug in die Falle uno beg!lii,le be» schlaueu Schweinhändler, in welchem er einen ircueu Spieß« gesellen geiull^eu zn habeu glaubte, i» ein Willlis-haus, uiu die Ausfühluug ihres Vorbabeus zu be. soreche». Dort wuroe er jedoch vom Schwemhändler enl!a,vl Uno unler Milhilse des Wirlycö ui>0 elniget Gaste überwältigt, gebunden uno in da« Beznlsamt Frelstadl abgeführt, Nachtrag. Wien, 2l. Dezemblr. Die lier a,'wlse»dc!,, Müglitder des Fina!,zaus,ch»sseS vsssammelle» sich! heule Miüag >m allen Zeughause, mn die Frage der Oigauisaiion des Ausschusses zu ventilircn. Man diskulirte nameullich darüber, ob der Ausschuß sich in acht ol>,r sechs Sektionen Weilen, und welche Gegen» stände jede Sektion z» bearbeiten haben soll. — Wie die «Konsl, Oesl, Z," vernimmt. dl>b,n sich die Unislhal'dlungen wegen de» Elntrms Dl. Hein's in daS Iusti^sliilüsterium z,sschlas,e!,. Eu>ie a/meldele Demonslralion gelichtet war, ist gestern NachmitlagS abgereist. Nluestc Ullchrichlcn uud Tcieglmnmc. Verlin, 2l. Dezember. DaS gestern allgemein vrrl'reüeie Böisenl>erüchl in Velress rines Müüsler-wechsels, wlld beliie in so<,sl steis gul uülerrichlele»» Kltlsen demel'lirl, Von d,r polnischen Grenze wild unterm heutigen gemeldet: Das Walschauel 3leglerul'g«i'lalt enthält t>rei Ukase, welche die Eullossung Wielo^olöli'«. die Olueunung de^ Senators Hübe zum KulluSminister nub des SlaatSralheS DembowSki zum Iustizmimster melden. Hannover, 2i. Dezbr. Der Kultusminister Bolbillsl ist nach läxgerer Kraulbeil gestorben. Van bezeichnet den Ellullusluinister Bergmaü» als seinen Nachfolger. Turin, 20. Dezember. (Ueber Paris) Ra-lazzi llat aus Gesundbeilerücksschl,», seiue Dclnisüon als Kaiumerpräsieelil gegeben. Die Kammer l^t ren Wunsch ausgedrückl, daß Iialazzi bis zum Ende der Session bleiben möge. Turin, 20. Dezember. Die »Vazzella di To. rino" bemerki: Ratazzi bestehe lroß des Ersnchens der Kaulmer a»e Grnenmmg Po»za di Sai, Marline's zum Minister des Inuer,, scheiol gewiß Lvndon, 1U. Dezember. (Abends.) Die Kö-nigin ist Mittags nach Osborn, gegangen. London, 21. Dezember, Die lieutige „Mor-lling Post" laua.net. daß der amerikanische Gesandte eine friedliche Depesche erdalten l>c»be Die Depesche ^ord ^'yons sei in einem sehr geeräßiglen Tone al>-gefal?< Belgrad, 20 Dez. Garaschanin wnrde zum Predstawnik nnv Minister des Neußern ernanul; rer bisherig, Prerstawmk. Philipp Chlist>tjch. tritt wieder in den Senal. Belgrad, 20. Dezember. Der Se,mlspräsl-dent Sleoischa Mlchailoviisch wurde lu den Ruhestand vilssp, - desss,, Stelle erbiell e,r Senator Iovau Mariliovitsch. Aeuesse senlmlmische Post. Hronstantinopel, 14. Dezember Der „eue ei'glisil'.lüllische uiil) französisch.luskisch, Zolllarif. auf l'en ueuen HandelSverlrä^e» bernde»!'. würle» «„ler» zeichnet. Die e»g!ischf„ Konüxissar, Hobart l,,!t» Fc>,-sttl si,ld nach ^oi'doil abgereisl. D>e P.'last - Schul-den ous der Negitlliugsperiode Abl>nl-Medschll)'S sollen l0'/. Mill. Pfo. Sl,,l. belrage». In mehrere» Provinzen, wie i» Vagbad u»d Smyrna, wird d>, Annaome von Kaimes verwl!g,lt, )» Tnllscha wurden nuhrere fremde l^missäie nue-gcwiesen. Smyrna, 13. Dez. N'za Pascha geht worge« uach Koiual). Athen, 14. Dez. D,r Unterosfizier. welcher beschuldig» war, er l»abe Dosio« besroen woUen. ivlirde zu lljävriger Feslungshafi verurtheilt, (Vetrcid - Dnrcbschnitts - Preise in ^ail'ach am 2>, I,zs,iibsl l>6». Marltpreise l Maaazm«-(fiu Wiener Mctze.» l ^"''° in ftss^r. Nähr. l^ ^ ^ fl. sV Wf>,e>>..... <, .'.5 <<',"!! , , ,, :; 87 "''"^!....... . ^ ,0 Vc,d«eh!ung ,/.°"' "' "ach N^un». ^ , nd W ,' t t,, „ n a i'i.m,«^ E,unt<„ m _________—--------------.----------------- ' ------------------------. l____________ V«l,l,, i>i,,„„ "Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Z. Bamberg in ^ibach. — Vermilwmllichi-r Nrdallsul ^ .>. Vamberu.'...... An!)cmq;ur Iai!iacl)erSeitmm. ?ün^pnl»pn^f 2Uien,''Vss (Mittags l Uhs.) (Wr. Ztg. Abbbl.) In, Ganzen bit Haltung etwas blffer. der Verlauf des Geschäftes jedoch nicht ohnt Schwanfungtl, nach°Maß der AlVlflllUluU/!. z>. D,zen!ber.H»trschitdcuartlc,en Gerüchte über den Stand des englisch amerilanischen Konftiltes. Fremde Valuten anfangs auOgeboten, dann gesucht, bleiben schließlich wieder beiläufig '//, billiger als gellern. Kredit-Nltien begehrt, dann fiau. schließen um anderthalb Oulbe« über der gestrigen Notiz. Orundentlaünngsi Obliliationen, Vanl»3sti,n und dte meisten EtaatSpapiere fest, Konvertirtt in österreichischer Wählung und Vlordbahn-Aftitn unbedeutend billiger. Gelb gt« _________________ gen ullilüo luapp sowohl im Vssllnwte als im Ütilia/schäfte. Oeffentliche Hchuld. ^^l> Wa>. H».N0 ss. (70°/. j Mnz, l« 28.— ^."/Nerr Wahrung . zn 5'/. ^" "2.20 Ungarn .... „5. «7,- . 20 „ „ . 2N.äN 2l-o/. Hnleh. von 1«Nl nnt «uclz. 87.«0 «».—^m. Van, Kro. u. Slav. ^ 5 , ««,?« «7-Wien. Dampfm.-Alt.-Ves. "?'H Z87- »Uü—Walbftcin „ 2« „ . . 22,25 22.7H ^latlonal ' ?l»l,htn mit («alizien.....^ b „ 66.4" Pefther Kettentrüclen . . . 3»?.— 3»» sseqlevich . lN . ., . lä.i.» lü.bU ^annel,(5°up .... 5 „ 8l 70 8180 Ziebenb. u. Vukow.. . ^ 5 . 65.- «l.v.-lU Vühm. Westbahn zu 200 ft. . ltU.— ls^.- ' Wechsel. «. "? ' Anlchen mit Venelianisch.« Anl. 1859 „ 5 . U4 50--------Theißbah» - «lt. 20 ft C. M. 3 Monate Apr. 'Coup...... 5 . ««,^0 8,,ä0 «,. ,40 ff (?«'/.) Tinz. «^7- ,47.- Welk Vrif, ^'ll.ques . „ 5 . «6..« «6 20 Akt.en (pr. Stuck). Pfandbriefe (f..r lno st.) «uq.burss. für »00 fl.sndd. N. . l<9«0 ,l9-5 dctto nnt ^lal/lioup. , i, « «l».<0 «W.2«'Ylatienalbanf......74».— 7ä0-National-lajüh. V.I, <»ü? j. ä°/. !N2.äN l 02.7.) Fransfurt a. Vi.. detto . ,19.75 l«0 W . .,, , - ' ' ^ ' „".."' ^ ^ '^ ^ Kredit-Anst. f. Handel u. Gew. zu l>anl aus ! ,0 .. dctto „ ä ^ U5./.0 Uung ». I, l«3» . . l2,.2^ l2l.7« 2<^0 ft. i. W. (ehne Div.) . <78,2« l?8 30 ll. M. j verlosbarc „ 5, 8^75 «^>. - ^'ndon. für «0 Pf. Sterling . l4>,— «4, 15 . , 18^4. . 8«,?H »7,25N. ü. (tscom.-Ges. z. öOUfi.ö. W. 5U4— «!»l,- Nationalb. ( ... „ ü. »4,60 84.^U Pari«, für 100 Fraol« . . . 55S5 üü?ü " ' )».?"«^" c....« c.« ^' ^'" ''^°"b. j. 1000 fl. (lM. 2U»!>. ,100,- auf öft. N. ( """«bar. «our« der Geldserten. u«l5. 17 8<» 18..-Kais. lilis.'Aahn zu 200 st. C. M. '^.t,- ,53 .'><» zu ,0.» ,1. ^. W.....,22,40 ,22.,^ ssvmnn . ..,».. 40 , 11, , 43 . U. der Hronländer (sür iUU ft.) Slid-nordb.Verb.,Ä.200^ ^ 12>,25 Kl.7.) D°»,,Da»,pfs,-W, z, 10»st.l5M. V6 2.', N«,75 !)l.ipo!,o»«d'or . 11 „2? „ 1» „ 2l» ^ Orlmdeiltlastunge-Obligationen. Südl. Staats.-.Iomb.-ven.«. Lent. Stl.dtgcm, Ofen zu40,l.ü. W. . 35— 35 5<> Ruff. Imperiale . N .. ü4 „ 1 l ^ 56 « »lleder-Oefterrelch . . zu 5'/. 8».5»> 80.50 ltal. (5is. 200 ft. 5. W. 5^ sit. 'ifterliaz,, , 40 „ (5!Dt. . ,00— 101.— Vtleinsthal« 2 10 . 2 „,<»'/, ^ Ob. Ocft. und Sa!<, . ^ « .. tt«.- 5«.5<1 m. ,40 il, <70"/^) Ei»stit» . . 7«S— K. l. Dulaten S.S8 Kreditaltien ,78.— Lottoziehungen vom 21. Dez. Wien: »2 4» »3 tttt 44. Graz: H«__74 37 ^» ^4«. F rel« de »l A uzeige. Den 20. Dezember l8lll. Hr. Krcmalln, l. k. Gllllidstsllel'Neviftoüs« Sekretär. von Hermmillstadt. — Hr. Müblboftl. HerlschaftSpächttr. vo>: Pisal. — Hr. Frrupelithaler. Plluatirr. von Linz. — Hr. Hoch. Privatier, uon Wie». — Hr. Mizll. HatldelSmai'n, von Kanischci. Z 2l84. (l) ' ' Nr^ ö2ll. Edikt. Von dem k. k. Veznksamte Neifniz, als Gericht, wird l'iemit dellinnt gemacht: (55 sei über 5a5 "'.^ncheil dcö Josef Petrich uon Zerschoß, gegen Iohani' Pemzh '.'on Sodersäiz. wegen lins dem Slraflirlucilc Dt>o. 2l. Jänner l8-')8, schllloi^i. 478 st. 18 kr. (5. M.. c. ^. l,.. in di, erekn-liuc öffentliche Versteigernng der. dem Leylcrn geböri-gen. ini Ornndliliche der uormals l'tstandenen Htrr> säiast Ncifniz «ud Konsk. Nr. 16 zu Soderschi; vor> kommenden Nealilät. im a/iichlllch erhobenen Schal« znn^werlhe von ltw0 fi. 40 kr. C. M.. gewilligct uuo zur Vornahme derselben die Neal . Feüdieinngstass. saßuug auf re„ 2l. Dezember 186l. auf den 20. Jänner und auf den 22. Februar 1862. jedesmal Vormittags um 10 Uhr im Orte Soderschiz mit dem Anhange bestimmt worbrn. daö die feilzubietende Realität nur bei der legten Feill'ielung auch unter ren, SchäyilngSwcrlhe an den Mcislbietcndcn yintangege« den werde. Das Schäßungsprolokoll. der Grundl'uchsertrakl und dic Lizitalionsbedingnisse können bei diesem Gc< richte in den gewöhnlichen AmlSstundcn eingesehen »erden. K. k. Vezlrksamt Neifniz, als Gericht, am l8. November 1861. ___________ 5 1 «89. " (7) Der Nr. 234 der „Neueste Nachrichten" eutnelimen wir folgende Notiz: Schönes Haar ist der schönste Schmuck beö Menschen. Wer also dieß durch SchicksalSlanne, Krankbcit oder bolies Alter fnihzeilig ueilorcn. der versuche Vlzil^'z erprobte M e d i tr ina < H a arwu ch S-Kra ft p on» a d e und gleichnamiges Wasser, welches, wie bekannt, das Wachs« thum des Haares befördert, das Ergrauen und AuS-falien desselbeu verblnderl. Hier ist kcme Chorlatanerie. wie bei anderen derartigen Mittel», es ist dicse Er-ftnduüg allseits anerkannt und beliebt. Das Zlacon hieven kostet uur t fi. 8V kr. öst. W. und ist in der Wohnung des Erfinders lll. Nail?, Alle Wieden. Hauptstraße Nr. 33!). l. Siock stets frisch, echt und un» velfalscht zu haben. 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Ja wir dllrfeu es lllhn aussprechen, das; unsere Muster-Ztitnnq srit ihrem vieljährissen Vesteheil ein »„cnll'chllicher Valh^litr in weiblichen Hrbti-tcn und Moden gewordcn ist, und nur werden uns auch fcrnerhi» demilheu, ihr diesen wohl erworbenen Ruf zu bewahren. Die VcwisscnhafliIkcil und Deutlichkeit im Beschreiben der Arbeiten, die Jorstsnlt in der Auswahl der Heichmm-gen Schnitte u:?d anderer Vorlagen, das ,lil«emns,e /oilschreile» und Verbessern wird, wie bisher, unsere strenge Ausgabe sein, und wir werden damit das Vertrauen, daö anj unsrem Blatte rnht, zu erhalte» und nach iträftcn zu steigeru suchen. Außer allen den «UorMen, deren uuftre Mnster»Zeituna sich erfreut, diirfte noch be' sonders hervorzuheben sein, dast sie die wohlfeilste aller ähnliche» Journale war «nd trotz aller Vermehrungen und Verbesserungen geblieben ist. Zu Aufträgen empfehlen sich: Joh. Giontini. Ign. v. Kleinmayr und Fedor Bamberg. Georg Lercher. Z. 2241/(2) .....' ' "' '.........' 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