. Ar. 223. Plänumerationspl«»»: Im Lomptoll ganzj. fl. li, halbj, fi. L 50, stü» die ZnfieNunß ln» H»u« halbl. d« li, Vtil der P,ft ganz» fl. lö, halvj. st. ? 50. Samstag, 29. September. 3»l«,«l,n»««b«,: ylll Ntillt Ins«al, »l» ,» 4 Zellen »5 k.. glößtl« p« Zelle s ll. l bel ölt,»en Viebelholun««» v»r Zille 3 l». 1883. Mit 1. Oktober beginnt ein neues Abonnement auf die „Kubachcr Zeitung." . Der Pränumerations-Preis beträgt für "e Zeit vom 1. bis Ende Oktober: A" Post unter Schleifen.....1 fl. 25 kr. 8" «aibach ins Haus zugestellt. . . 1 „ — „ ^ln Comptoir abgeholt......— .. 92 .. Vom I.Oltober bis Ende Dezember: U Pojt unter Schleifen.....3 fl. 75 kr. U^aibach ins Haus zugestellt . . . 3 „ - „ ^Eomfttoir abgeholt......2 « 75 „ Amtlicher Theil. ,n Se. k. und k. Apostolifche Majestät geruhten """gnädigst .. ^n den Commandanten des 3. Coipz und comman' 'elenden General in Graz, Feldzeugmeister Franz ^k'herrn Kühn von Kuhnenfeld anlässlich seines bÄr^ährigen Dienstjubiläums das nachstehende Aller-^"Hste Handschreiben zu erlassen: Lieber Feldzeugmeister Freiherr von Kühn! Ein halbes Jahrhundert haben Sie Mir in jeder Stelluna, zu der Ich Sie berufen, hervorragende, un Frieden wie im Kriege gleich ausgezeichnete Dinste geleistet; waren Mir viele Jahre hindurch «>n bewährter Rachgeber. der Armee stets ein leuch. kndes Vorbild. . Dankbaren Herzens beglückwünsche Ich Sie bei °kln Anlasse Ihre« fünfzigjährige M'litär.Dienst. Jubiläums und spreche Ihnen für Ihre treu erge» Venen Dienste Meine volle Anerkennung mit dem ^bhaflen Wunfche au«, dass Sie Mir und Meiuer ^mee noch durch lange Zeit in ungetrübtem Wohl« >lln und ungebrochener Kraft erhalten bleiben mögen. Schönbrun am 22. September 1883. Franz Joseph m. p. . seiner: ft"°ln Feldmarschall - Lieutenant Albert Freiher, n Öl,.!^ v°n Treuenschwert. Präsidenten des ziaiÄ " Militär-Gerichtshofes. anläfslich seines fünf-^lllyrl^en Dienstjubiläum« ausnahmsweise den Cha< bet 5 ^"^ Feldzeugmeisters aä donoreä mit Nachsicht lelbe ^.ä" verleihen und anzubefehlen, dafs dem« Wiibs ^^ ^^" Gelegenheit in Anerkennung seiner ilend eines halben Jahrhunderts im Kriege und im __________ Frieden geleisteten hervorragenden Dienste der Aus« druck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekannt gegeben werde. ^^______ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. September d. I. den Privatdocentm Dr. August Sauer zum außer« ordentlichen Professur der deutschen Sprache und Lite« ratur an der Universität Graz allergnädigst zu ernennen geruht. Conrad-Eybesfeld m. p. Kaiserl. Verordnung vom 16. September 1883, betreffend die Befähigung zum Antritte von Vau- gewerben und den Umfang der Berechtigung dieser Gewerbe. Nachdem die im § 23, Alinea 2, des Gesetze« vom 15. März 1883, R. G. Bl. Nr. 39, betreffend die Abänderung und Ergänzung der Gewerbe-Ordnung, vorgesehenen gesetzlichen Bestimmungen in Hinsicht auf die Baugewerbe im verfassungsmäßigen Wege noch nicht zustande gekommen sind, finde Ich auf Grund des § 14 des Staatsgrundgesetze« vom 21. Dezember 1867, R. G. Bl. Nr. 141, unter Einschränkung der Bestimmung des Art. IV des Gesetzes vom 15. März 1883, R. G. Bl. Nr. 39. zu verordnen, dass die Be-stimmungen de« § 23 der Gewerbe-Ordnung vom 20. Dezember 1859, R. G. Bl. Nr. 227. sowie der Minifterialverordnung vom 20. Februar 1875, R.G. Bl. Nr. 16, betreffend den Nachweis der besonderen Be« fähigung zur Erlangung der Concession für das Baumeister», Vrunnenmeister«, Maurer-, Steinmetz» und Zimtnermannsgewerbe und den Aerechtigungsumfang der einzelnen Kategorien von Baugewerben, auch nach dem Beginne der Wirksamkeit des Gesetzes vom 15ten März 1883, R. G. Bl. Nr. 39. bis zur Erlassung der im § 23 dieses Gesetzes vorgesehenen gesetzlichen Bestimmungen, beziehungsweise bis zur Wirksamkeit derselben zu gelten haben. Diese Verordnung tritt mit dem Gesetze vom 15ten März 1883, R. G. Bl. Nr. 39, gleichzeitig in Wirk-samleit. Wien am 16. September 1883. Franz Joseph m. p. Taaffe m.p. Ziemialkowsti in. p. Falken« hayn m.p. Prazäk m.p. Conrad m.p. Wel< sersheimb in.p. Dunajewski m. p. Pinom.p. Erkenntnis. Das k. l. Ministerium des Innern hat unterm 22, Sep-tembcr 1883. Z. 4654M. I., der in Valtimore erscheinenden Zeitschrift „Der deutsche Correspondent", dann der in Vularest erscheinenden Zeitschrift „Ciuliuui" auf Grund des § 26 des Pressgesehcs den Postdcbit sür die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder entzogen. Nichtamtlicher Theil. Se. Majestät der Kaiser haben, wie da« ungarische Amtsblatt meldet, sür die von einem Hagel« schaden belroff nen Bewohner von Kraszna 400 fl. und der römisch-katholischen Gemeinde Kapuvür zu Kirchenbauzwecken 200 st. zu spenden geruht. Zur Lage. Die „Wiener Abendpost" vom 27. d. M. schreibt: Es scheint, als ob unsere oppositionelle Presse denn doch das Halt« und Geschmacklose ihrer Behauptung von dem angeblichen »Niedergange" Wien« einsehen würde. Wie vorgestern das „Neue Wiener Tagblatt", so bringt nun auch tie Prager «Bohemia" eine Schilderung der gegenwärtigen Zustände Wiens, die wohl auf alle« andere eher als auf einen „Verfall" unserer schönen Reichshauptstadt schließen lässt. E« heißt in dem bezüglichen Berichte: „Der Hauptmagnet ist natürlich gegenwärtig die elektrische Ausstellung, und eine solche Anziehungskraft wird uns freilich auf Jahre hinaus nicht fo bald wieder zur Verfügung stehen; aber e« zeigt sich, das« neben dem unVergleich, lichen Schauspiele m der Rotunde noch so vieles, was sür die bleibende Dauer geschaffen ist und im Laufe der nächsten Jahre noch die großartigsten Bereicherun« gen erfahren wird, die Fremden in der lebhaftesten Weise interessiert, und daran kann man mit Zuversicht die Hoffnung knüpfen, dass der Zufluss von Gästen nicht wieder spurlos versiegen, sondern auch in der Zukunft seine vortheilhasten Nachwirkungen haben wird. . . Deutsche, Franzosen, Engländer, Italiener und Amerikaner, die ursprünglich nur zum Besuche der elektrischen Ausstellung gekommen sind, finden sich geradezu überrascht, in den großen, der Vollendung nahen Monumentalbauten Objecte zu finden, welche allein schon die Reise nach Wien gelohnt hätten. Nicht minder al« zur Ausstellung ist der Zudrang der Fremden zum neuen Rathhause, dessen Neußere« ge« radezu überwältigend auf sie wirkt und in befsen In« nern sie bei der Betrachtung der historischen Ausfiel« lung, der Festsäle, der Prachttreppen, des Arcaden« Hofe« vor Erstaunen über die Fülle unvergleichlicher Sehenswürdigleiten sich kaum zu fassen vermögen. Selbst von Leuten, welche schon die ganze Welt durch, wandert haben, kann man das unumwundene Gestand« ni« hören, dass sie so etwas noch nie gesehen. Wenn dann die Fremden von den Loggien des Ralhhaus« saales au« vor sich den Bau des neuen Vurgtheaters mit seiner glänzenden Marmorplastil, rechts die parla. mentarische Alropoli«, links den Renaissancepalast der Universität erblicken, wenn sie an dem mächtigen Feuilleton. Internationale elektrische Ausstellung. ein ^ der russischen Abtheilung ist am 27. d. M. fink "Ahonophor" aufgestellt und von dem Er-untks ?^' R. v. Wreden vor geladenen Gästen, dar-lvo^ dle Vertreter der Presse, in Function geseht den nn' VW haben es hier mit einem laut schallen« diezi, .. "Phon zu thun. das auf dem Gebiete der bezei?Mchen Bestrebungen als ein großer Fortschritt tnan'^t werden muss. Aus einem Schallrohre hört ^lirriü mehrere Schritte Entfernung, ohne sich eines Ptusi,^ bedienen zu muffen, recht deutlich sowohl 'Vouclioneu als auch das gesprochene Wort. Dr N . dem Namen «Phonophor" bezeichnet Herr lvelck»« t" "" von ihn, ersundenes Mikrophon, für Italien ^ " England. OesterreichUngarn. Russland, tech. .'Frankreich, Belgien und Spanien das Patent« Phonn^ben hat. In der Ausstellung befinden sich Vhor.I. ?l'Vlal,chetten. Phosphor-Dosen und Phono, einen, 5^run. Da« Phonophor besteht wesentlich aus zontal-?« ' welcher unterhalb einer Platte in hori. ber 5>»l,, a? befestigt wird. An dem einen Ende trägt belcken, s-!!"l" "°ch oben gerichteten Kohlenstift, über Wohlens,il.?/'" zweiter, an der Platte befestigter 'st cin«! bildet. An dem anderen Ende des Hebel« 2länd«s. 3'^l aufgeschraubt, dessen Lage durch Drehen " Werden kann. Es wird so eingestellt, dass gerade Gleichgewicht des Hebels stattfindet. Ein zweites hinzugefügtes Gewicht drückt die beiden Kohlenstifte aneinander. Wird der Strom eines Elementes durch die Contactstelle der beiden Stifte hindurchgeleitet und ein Telephon in den Stromkreis eingeschaltet, so wird man im Telephon Sprechen, Gesang und Musik hören, welche in der Nähe des Phonophors laut werden. Die Empfindlichkeit wird durch die Größe des zweiten Gewichtes bestimmt, welches in sech« Nummern, von 0,2 Gramm bi« 1 Gramm, variiert. Je kleiner das Uebergewicht, desto größer die Empfindlichkeit. Statt das Uebelgewicht zu ändern, kann man auch das ganze Gewicht durch Drehen verschieben; eine volle Drehung entspricht einer Aenderung der Empfindlichkeit um etwa zwei Nummern. Der einmal erzeugte Empfind« lichleitsgrad bleibt nun unverändert, und ist keinerlei Regulierung nothwendig, selbst wenn das Phonophor längere Zeit in Thätigkeit gewesen ist. Die Phonophor.Planchette enthält außer der horizontalen Platte mit dem Hebel auf der unteren Seite keine weiteren Theile. Horizontal eingeklemmt, überträgt die Planchette ausgezeichnet. Nur bei einigen wenigen Apparaten ist die Platte aus Kautschuk, bei den meisten aus Kork. welches da« vorzüglichste Ma« terial bei der Herstellung der Phonophore bildet. Planchetlen mit mehreren Hebelcontacten — bis zu sechs — sind ganz besonders zur Ueberlragung von Orchestermusik geeignet. Die Phonophor.Planchette mit Kautschulplatte kann auch im Wasser aufgehangen werden und überträgt hiebei ebenso gut wie in der Luft. Die Phonophor. Posen enthalten zuweilen außer dem Phonophor (von 1 bi» zu 12 Contacten) ein Nufrufsignal; sie sind natürlich viel bequemer als die Planchetten, so weit es sich um täglichen Gebrauch und Transportfähigkeit handelt. Eine von den Dosen ist hermetisch geschlossen und mit Bleigewicht versehen; sie kann im Wasser von den Tauchern benutzt werden. Die Phonophor. Stationen enthalten alle«, was zum Wechselgespräche zwischen zwei Stationen nöthig ist. Es sind Kasten, in deren Deckel sich das Phonophor befindet; inwendig sind ein bis drei Elemente vorhanden, und die Induclionsspirale mit Auf. rufsignal. Vier außen befindliche Klammern dienen zur Einschaltung von Telephon. Linie und Erbleitung. Herr Wreden legt großes Gewicht darauf, dass das Telephon in die Linie und nicht in die Erdleitung eingeschaltet werde. Ebenfalls an der Außenseite der Station befindet sich der Comutator. Steht er m der Miltellage. so ist der Strom der Statwn mcht go schlössen; durch das Telephon kann aber gehört wer« den. was auf der anderen Statwn gcfprochen oder musiciert wirb. Seite aedreht, so ertönt da« Aufrufslgnal. wlrd er nach der anderen gedreht, so geht der Strom der Station durch den Phonophor und durch die innere Spule der Inductionsrolle; die Station ist zum Gegen« reden fertig. Außer den erwähnten drei Arten von Instrumenten — Planchetten, Dosen und Stationen — hat Aaibachcr Zeitung Nr. 223 191« 29. September 1883. Doppelbaue der beiden Hufmuseen vorübergehen — dann hört man fast von allen Lippen die Frage, wann diese Prachtgebäudc vollendet und eröffnet fein werden, um auch ihnen wieder eine Reise nach Wien widmen zu können, Einen wesentlichen Vorschub erhielt auch die wachsende Bedeutung Wiens im Weltverkehre durch den Umstand, dass es gerade in diesen Tagen der Versammlungsort für die Mitglieder zahl« reicher internationaler Genossenschaften und Verbände Wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Charakters war." Ein Wiener Brief des „Pest er Lloyd" be« schäftigt sich auf Grund von statistischen Daten mit dem „politischen Besitzstande" der einzelnen Parteien in Oesterreich und gelangt hiebei zu folgender Conclusion: „Hinter den Abgeordneten, welche unbedingt die gegen» wärtige Regierung stützen, stehen 14302398 Seelen, während die Abgeordneten, welche dem Verbände der vereinigten Linken angehören, bloß 5 976 188 Seelen im Reichsrathe vertreten. Es geht weiter hervor, dass die Vertreter von über zwei Millionen Deutschen auf der Rechten des Abgeordnetenhauses ihren Platz haben, nämlich die Abgeordneten der Liechtenstein-Gruppe, welche sich bloß aus rein deutschen Provinzen rccru-tieren, dann die der Rechtspartei angehörenden Tiroler. Wenn man diese Deutschen, dann die Wiener Demo-kraten und die Schönerer'sche Zweimänner-Partei von der Gesammtsumme aller Deutschen abzieht, dann gelangt man zu dem Resultate, dass von den 8008 864 Deutschen (nach der Volkszählung vom Jahre 1880) bloß 5 547 157 der Fahne der vereinigten Linken folgen, wobei wir ganz davon abstrahieren, dass in Böhmen beispielsweise der Fürst Schwarzenberg auch noch an 100000 Deutsche vertritt. Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, dass die große parlamentarische Minorität der vereinigten Linken eine künstliche sei. . . . Aus der Zusammenstellung geht ferner hervor, dass, während im Lager der vereinigten Linken lein NichtDeutscher zu finden ist, im Lager der Regierung alle Nationalitäten vertreten sind." Von den Landtagen. Nm 27.d.M. waren der oberösterreichische, der mährische und der galizische Landtag versammelt. Auf der Tagesordnung des mährischen Landtages befanden sich vorwiegend formale Angelegenheiten, während im galizischen Landtage außer einer Reihe von Wahl-Verificationen auch der Antrag des Abg. Romanowicz, betreffend die Tilgung de> Grundentlastungsschuld, zur Verhandlung kam. Ueberdies gelangten sechs neue Anträge zur Verlesung, darunter: der Antrag Grocholski's, betreffend die Freitheilbarkeit der Grundstücke; eiu Antrag Pilats, betreffend die Abänderung der Wahlordnung behufs Herstellung der Congruenz zwischen den politischeu und den Wahlbezirken; ein Antrag Czartoryski's wegen Errichtung von Gewerbeschulen; serner ein Antrag, betreffend die Abänderung der Gemeinde'Ordnung, und ein Antrag, betreffend die Verlängerung der Mandatsdauer der Bezirks- und Gemeindevertretungen auf sechs Jahre. Vom Ausland. Dem deutschen Reichstage dürften in seiner nächsten Session von Seite der Reichsregierung wieder die Novelle zum Militär-Pensionsgesetze und das Mi-litär.Relictengesetz vorgelegt werden. Die erstere dürfte, Berliner Blättern zufolge, die Bestimmung enthalten, dass die nach dem alten Pensionsgesctze pensionierten Officiere, die während des Krieges l870/71 der Armee wieder angehörten, auch der Vergünstigung dieses Gesetzes theilhaftig werden. Das Militär-Nelictengesetz hofft die Neichsregierung dadnrch zur Annahme zu bringen, dass die Beiträge der Reichs- und Staats-diener, für die bekanntlich bereits ein solches Gesetz besteht, zur Witwen- und Waisencasse überhaupt in Wegfall gebracht und zu diefrm Zwecke die zunächst disponibel werdenden Mehreinnahmen verwendet werde». Wie der „Köln. Ztg." ans Bern gemeldet wild. ist die Frage, inwieweit das militärische Interesse der Schweiz durch die jüngsten Vorkommnisse auf dem favoyifchen Neutralitätsgebiete — Manöver französischer Truppen, Befestigung dcs Berges Vuache — verletzt ist, dem eidgenössischen Militär-Departement zur Begutachtung übergeben worden. Erst nachdem dasselbe sein Gutachten abgegeben, wird der Bundesrath über die gegenüber der französischen Negierung zu ergreifenden Schritte einen Beschluss fassen. Wie aus Paris unter dem 24. d. M. geschrieben wird. gilt es so gut wie sicher, dass die chinesische N ssiernng ans die Vorschläge der französischen Denkschrift nicht eingehen wird. Die Verstärkungen nach Tonkin gehen vor End? dieses Monates von Algerien ab. — Die französischen Landungscompagnien von Madagaskar werden, laut den neuesten Nachrichten des „Telcgraphe", durch die Fieber decimiert; die Kriegsoperationen können vor nächsten Mai oder Juni nicht wieder aufgenommen werden, und große Verstärkungen, die auf mehrere tausend Mann veranschlagt werden, müssen nach Madagaskar abgeschickt werden. Die Hovas haben nach Berichten aus Madagaskar, die bis zum 6. September reichcn. sämmtliche Stellungen auf dem Gebiete der Sakkalavas. die ihnen nach dem Bombardement von Majunga durch den Admiral Pierre entrissen waren, wieder besetzt. Ihrerseits haben die französischen Behörden in Tamatave den Capitän Iohnstone von dem englischen Kriegsschiffe „Dryard" benachrichtigt, dass demnächst die Häfen der Madagassen aufs neue bombardiert werden sollen. In der niederländischen zweiten Kam» mer erklärte am 26. d. M. der Minister des Auswärtigen , der holländische Generalconsul in Bern sei ermächtigt worden, den Beitritt Hollands zu der Verner Convention vom Jahre 1881 über die Phylloxera zu erklären. Hierauf wurde von der Kammer die in Beantwortung der Thronrede an den König zu richtende Adresse mit 49 gegen 28 Stimmen angenommen. Die Conservative«, welche gegen die Adresse stimmten, hatten etklä'rt, dass sie deren Kürze für einen Verstoß gegen den parlamentarischen Brauch, gegen die der Krone gebürende Achtung und als einen Angriff auf das Ministerium ansehen. Die Mitglieder der Adless'Commissiou erwiderten, sie hätten in der Adresse gar keine Gegnerschaft wider die Regierung markieren, sondern lediglich die Discussion über die Politik des Cabinets bis zur Budgetdebatte aufschieben wollen. Die Regierung gab sich mit dieser Erklärung zufrieden und fagte die Budgetvorlage für die nächsten Tage zu. Der Minister für die Colonien erklärte im Verlaufe der Debatte, er sehe keinen Grund, den Generalgouverueur von Niederländisch-Indien abzuberufen. Eine monteuegrinifche Commission zur endlichen Regulierung der Grenze zwischeu Montenegro und der Türkei hat sich am 24. d. M. an Ort und Stelle begeben. An der Spitze dieser Commission steht der Kriegminister Plamenac. Die Grundsähe, nach welchen die Regulierung zu erfolgen hat, sird bekanntlich während der Anwesenheit des Fürsten Nikolaus in Constantinopel festgestellt worden. — Einer der Adjutanten des Sultans überbringt eben dem 3"'^" von Montenegro einige Pferde als Geschenk des Sultans. Aus St. Petersburg wird unterm 27. d. M. gemeldet: Anlüsslich eines i« Sofia zu Ehren der Generale Sobolew und Kaul" bars veranstalteten Bankettes, welchem mehrere der neuen Minister anwohnten, bei dem der Metropolit einen Toast auf den Kaiser von NusZlaud ausbrachte u>w sämmtliche Redner die Anhänglichkeit der bulgarisch^ Nation an dns russische Volk hervorhoben, sagt da» „Iourual de St.-Pctersbourg": Diese Manifestation sei nicht unerwartet: jede,- Politiker, l^ Partei in Bulgarien strebe nach der Gunst Ruselands. das bulgarische Volk rufe den russischen Namen an-Solche Bande auferlegen eben so viele Pflichten w>e Rechte, insbesondere die Pflicht, sich nicht hinreiße" zu lassen und alle Folgen vorauszusehen in dem Ä^ streben, dieselben zu verhüten. Trotz de3 lebl^steM Interesses Russlands für das Gedeihen und di> friedliche Entwictlunq Bulgariens fehe es Russüiüd fi" eine moralische Pflicht an, jegliche Solidarität mit den neuesten Ereignissen resolut abzuweisen und seine M>"" billigung derselben auszusftrechen. Russland wilnM Bulgarien möge in Frieden seine durch russische WaW erfolgte Befreiung genießen; es möge keine Verluicl^ lungen hervorrufen, welche den eigenen Frieden url" den Frieden anderer gefährden würde»'. Wenn d>e Ralh^ber des Fürsten es vermögen, den, Lande eine Periode des friedlichen Gedeihens zu schaffe, werde" das Valk und die Negierung Nusslands glücklich se'"-Das jetzt in Sofia adoptierte Verfahre!» sei ^efahl" voll, es sei jedoch möglich, dass die Manifestation "" erstes Anzeichen dafür fei, dass die bulgarische Reg^ rung die Schwierigkeiten der Lage begreife. Es 1^ wünschenswert, dass Fürst und N,'gi?runa die M Beseitigung der Schwierigkeiten nöthige Krift, Mäh'' gung und Einigkeit finden. Nusslano wäre hocherfreut, wenn Bulgarien gegen neue Kosen geschützt bliebe-Die Zukunft werde lehren, ob die Real'sieruug diescl Wünsche möglich ist. _______________. Bauernfrage in Nusslaud. Man schreibt der „Pol. C^rr." aus St. Petersburg. 21. September: Bei der Erörterung des im R^sormprogramme der Kokhanow'schen Commission unter dem Namen P"> sem^lni Sa jus behandelten Bauernbundes ist sch^ erwähnt worden, dass es noch eine andere Form des Bauernbundes gebe, eine Art Association communists scher Natur: die sogenannte Pose müln aj a Obscy^ tschina. Sie ist nach der Definition des Reforms schlaa.es ein Verein von Persönlichkeiten, welche de' betreffenden Grund und Boden als Gemeingut, arm nicht als Eigenthum besitzen. Die Posemülnal" Obschtschina muss in der Wolost uuter einem , stimmten Namen eingetragen sein uud soll mit aue Rechteu und Verpflichtungen einer juridischen Per>o ausgestattet sein. Die Obschtschina ist einerseits bere^ tigt, sich durch neue Landstrecken und neue Mitgl^e zu erweitern und einen Antheil in mehrere llelliel Herr Dr. Wreden noch eine Reihe von Apparaten ausgestellt, welche zeigen, wie leicht sich dev Hebelcontact an die verschiedenartigsten Gegenstände anbringen lässt, welche dann als Empfänger bei der Lautübertragung dienen können. So befindet sich auf der Ausstellung ein Trinkglas, ein Osterei, ein drei« eckiges Prisma u. s. w.. welche Worte und Musik sehr «ut übertragen; an allen diesen Gegenständen ist der Hebel mit den Kuhlencontacteu angebracht. In der Rotunde der Ausstellung ist gegenwärtig eine specielle Leitung für Lautübertr'agung vermittelst der verschiedenen Phonophore hergestellt, und wird dieselbe auf besonderes Verlangen jederzeit, hauptsächlich um 12 Uhr mittags, vorgezeigt. Für Persouen. welche sich mit der Sache näher bekannt machen wollen, wer« den die verschiedenen Experimente, nach vorheriger Anmeldung, um 5 Uhr erklärt und gezeigt. Literatur. Unter denjenigen der Unterhaltung und Belehrung gewidmeten illustrierten Zeitschriften, welche zu emer weiten Verbreitung in Haus und Fannlle gelangt sind, steht der „Hausfreund" mit oben an. Der-selbe hat seine Geschichte. Vor 27 Jahren von dem allgemein beliebten Feuilletonists und Romancier Hans Wachenhnsen gegründet, war er jahrelang m ganz Deutschland hoch renommiert. Er hat nachher wechselvolle Schicksale erlebt. Seitdem er in den Besitz von S. Schottländer in Breslau, eine der hervorragendsten Firmen für belletristischen Verlag, übergegangen ist. erfreut derselbe sich unter sehr tüchtiger Redaction sichtlich eines neuen Aufschwunges, und die ersten Nummern des Jahrganges 1883—84 präsentieren sich auf den ersten Blick mit einem glänzenden Eindrucke, der sich auch bei näherer Prüfung durch gediegensten Inhalt und reicheu Bilderfchmuck als probchaltig erweist. Die beiden großen Romane, womit der Jahrgang beginnt: „Die Mondhexe" von A. Arndt und »Auf dem Watzmannshof" von A. Dom, mit fehr charakteristischen und malerischen Illustrationen von W. Busch, führen sich ganz vorzüglich ein und versprechen eine ungemein spannende, dramatische Entwicklung von tiefem psychologischen Interesse. Einige kleinere Uuterhaltungsbeilräge: „Die Welle bringt es an den Tag", Criminalfall von Herbert Sternberg. Verfasser des illustrierten Criminal-romans „Die Giftmischerin", mit sehr packender Illu> stration. ..Eine Sternschnuppe" von St. Ange (fein geschrieben). „Vom Tode erwacht", historische Skizze mit ergreifender illustrativer Darstellung, sowie eine m Text und Illustrationen höchst belustigende „Salongeschichte": „Miezchens Freuden und Leiden", schließen sich würdig an. Ein besonderer Vorzug des Blattes sind, seil dessen Uebergang in Schottländers Verlag, seine schönen Porträts mit Biographien, und so exel-lieren auch diese ersten Nummern durch die prachtvollen Brustbilder von Rudolf Gottschall (der ein neues lyrisches Gedicht beisteuert). Peter von Cornelius (zu dessen 100jähligem Jubiläum), dem Kam-mergerichtspräsidenten Gustav Victor Meyer (auch ein verdieustvoller Jubilar) und Beethoven (mit wichtigen Streiflichtern auf nachgeborene Groben, Wagner lc.) Dr. Fr. Müller in Würzburg, welchem es bekanntlich gelungen ist. im Kreuzgange des M» miinsterstifteL daselbst den Sarkophag des großen de"' schen Sängers Walther von der Vogelnie'" wieder aufzufinden, liefert eine kurze Geschichte dle, hochinteressanten Aufgrabung und lebensvolle ^"^^„ teristik Walthers. Ein fernerer Aufsatz: „Lebend ^ graben", führt den Nachweis, dass es Mensche» 6" und gibt, welche nach langem Begraben wieder 5" Leben erstanden. Auch das Landschaftliche W. '^ weise mit historischen, reich vertreten durch H"^b" ' Schloss T»rol, Schloss Lichtenstein (die berühmte ^ schöpfung des Grafen Wilhelm von Württemberg« ' uralter Ruine in der schönsten Partie der Schwall'!^ Alp), Windbruch im Nadelwald :c. »>« Hervorstechend ist überdies der ..Hauss""' durch seine reich gefüllten Rubriken in allerlei 3^» tonistischem. Gemeinnützigem, Pikant Erheiterndem- "^ finden da unter anderem die Fragen des Studler ' der Stellung der Frauen in Haus und GeseUlY"'^ die übertriebene Strenge bei den Staatsprüfungen, . Geheimmiltel auf dem Forum der Polizeichem'e " vieles mehr anziehend und anregend erörtert. ^ ^ die Correspondenz, worin eingehende Anfragen i. gemäße Beantwortung finden, ist ein wertvoller ^^ des „Hausfreund", uud seine Preis-Räthsel 1> ^ den glücklichen Lösern Plachtwerke von über 1"" -" in Aussicht. Mattes Der Abonnementspreis dieses vorzüglichen -"^ ist ein ungemein billiger und beträgt bel allen , Handlungen und Postanst üteu nur 1 Mark ^" ^ piu Quartal.__________ ^libacher Zeitung Nr. 223 1917 29. September 1883. ö" ^lthellen (wenn z. B. in einer Familie Streit enlüeht, so dass eine gemeinsame Bearbeitung des der Knülle zugetheilten Bodens erschwert wird) und an-oelechllz ist sie berechtigt, sich mit anderen Obsch-licynw s zu vereinigen und gegebenen Falles sich als auf-»eiott zu erklären, wobei das Gemeingut des Bundes unter die Mitglieder als Privateigenthum vertheilt "ltd. Die Obschtschina kann Eigenthum für die Rech. nung der Association erwerben, verwaltet ihr Ver. "Wn, unterzeichnet Uebereinkünfte, übernimmt Ver« Mchtllngen, verkauft Theile von dem zur Association »eyMge,, Boden an Personen, die außerhalb der Asso< Mwn stehen u. s. w. . Alle Fragen, welche auf die Benützung des Vo- kns, die Vertheilung desselben u»d die Verlheilung der Steuerlasten Bezug haben, werden von der Obschtschina. Versammlung (Skhodt) geregelt. Um eine Stimme ^d'eserVersammlung zuhaben, muss dasObschlschina. a/w c wenigstens 25 Jahre alt und nie bestraft ^wesen und muss wenigstens seit zwei Jahren Mit« U led der Obschtschina sein. Die Namen aller stimm-^"chtigten Mitglieder müssen in den Büchern der ?. m" ^"aetragen sein, und jede Veränderung muss ^,^volost sofort mitgetheilt werden. Die Obschtschina, Nche filr die von ihren Mitgliedern zu entrichtenden feuern haftet, erhebt die Steuerbeiträge der Mit. A'eder und hat für die Erhaltung der in ihrem Um-M befindlichen Wege. Canäle, Brücken u. s. w. s?°lge zu tragen. In allen Fragen, welche die Auf« »Mrig her Association, neue Vertheilung des Bodens ^ neue Leistungen betreffen, welche die Association .^"Mitgliedern auflegt, um Associations-Ausgaben c" "kstreilen. werden zwei Drittel der Stimmen er» ^"oert, und der Beschluss muss zu Protokoll genom-fack ^"^"- I" allen anderen Fällen genügt die ein« '"He Majorität, um eine Lösung herbeizuführen, h Beschwerden von Mitgliedern der Association wer- " von dem Slhodt erledigt; wenn dieselben aber n^erer Natur sind, wenn es sich namentlich darum ^."delt, dass die Versammlung in einem bestimmten "°Ue nicht competent gewesen sei (z. V. dass dieselbe A von der gesetzlichen Anzahl von Mitgliedern be-'"Ht gewesen sei oder dass die Mitglieder «durch Geld ^kr Vrantwein" gewonnen worden seien), dann wer« °en die Beschwerden bei dem gewöhnlichen Gerichts« yofe eingereicht, welcher sie nach dem Usus zu erledi-3rn hat. Streitigkeiten zwischen der Association auf °«r einen Seite und außerhalb der Association stehen-"n Personen auf der anderen Seite werden selbst. llständlich dem ordentlichen Gerichtshöfe unterbreitet. ?., .!'"' dass die bäuerlichen Interessen darunter " lvnnen. ^schla " "^" ^' Aezug auf die Dorfgemeinden vor« ^lresf^en^ Neuerungen find die Bestimmungen in« besyH °er Dorfnersammlungen (Slhodt) von ganz ^chtun einschneidender Natur, aber in reactionärer lussisH n?^ltN"""' der weiß, wie eifersüchtig die ^sora»"ss ""' auf ihre Rechte sind. mufs ernste sie n^l!,^ ^egen, dafs die neuen Bestimmungen, wenn sl"nd ! V^'"ft erhalten follten. auf lebhaften Wider-^tten?- w ^" Bauern stoßen würden. Bis jetzt wann u !, ^"uern der Dorfgemeinde das Recht, sich A"ael?« t.w° s'e wollten zu versammeln, um ihre N'eind! - ""te" zu besprechen; alle Bauern der Ge-an dies.« n? ""^ °lt. ja selbst die Weiber konnten telen di? ..< ^chungen theilnehmen. Gewöhnlich lei« sinn ei, !'^" und gebildetsten Bauern die Discus, in der ei„ ^ """" wurde die betreffende Frage stimmig? ." ^r anderen Richtung hin mit Ein-Norway ^schlichtet. Im § 13 des Commissions« (^lsti K.s, V^ ^ dagegen : Die Dorfverfammlung ^iyodt) wird zu dem im (noch nicht aus« gearbeiteten) Gesetze bestimmten Zeitpunkte vom Dorf. ältesten zusammenberufen. Die Dorfversammlung kann auch zu einem anderen Zeitpunkte vom Dorfältesten zusammenberufen werden, wenn er es für zweckmäßig hält; ferner von dem Wolostel (Chef der Wolost« Versammlung) auf Verlangen einer bestimmten Anzahl von Mitgliedern der Dorfgemeinde, welche im Skhodt stimmberechtigt sind, doch müssen dieselben in diesem Falle einen gesetzmäßigen Grund zur Einberufung der außerordentlichen Dorfversammlung haben. In Verbindung hiermit muss des § 11 Erwäh« nung geschehen, so wie er von den Mitgliedern Kok« hanow, Kowalewski, Semenow. Mordwinow, Polowzew. Barykow und Durnowo abgefasst worden ist. Nach dem Vorschlage dieser Herren sind die Weiber von dem Slhodt ausgeschlossen; von den Männern der Dorfgemeinde haben nur diejenigen Zutritt, welche wenigstens 25 Jahre alt sind, welche seit wenigstens zwei Jahren festen Aufenthalt in der Dorfgemeinde haben und nie bestraft worden sind, welche endlich wirkliche Hausbesitzer, Geschäftsleute in der Gemeinde oder Pächter auf langes Zeitmaß sind. Dabei ist aber Folgendes zu bemerken: In einer Dorfgemeinde von z. B. 25 Höfen wird die Zahl der Bauern, welche mehr als 25 Jahre alt sind, wohl kaum mehr als die Hälfte der 25 Hauswirte betragen, sagen wir 13 oder 14. Von diesen sind nicht alle wirkliche Hausbesitzer, andere sind wegen kleiner Vergehen bestraft, so dass im ganzen vielleicht 5 oder 6 als stimmberechtigt übrig bleiben. Von diesen sind aber wiederum mehrere nicht Bauern, sondern Geschäftsleute (Schenkwirte) und Pächter (in den meisten Fällen russische oder jüdische Kulaks), und man wird zu dem Resultat kommen, dass die Angelegenheiten der Bauern mitunter diesen letzteren preisgegeben werden. Gegen § 11 haben sich auch im Schoße der Commission selbst wichtige Stimmen er-hoben. Staatsrath Waganow will, dass allen un< bestraften Männern, welche über 30 Jahre alt sind und seit zwei Jahren in der Gemeinde leben, Zutritt zum Skhodt gestattet werde. Der berühmte liberale Rechtslehrer Andrejewski fordert für alle selbst, ständigen Männer, welche unbestraft sind und seit zwei Jahren in der Dorfgemeinde wohnen, das Zutritts« recht zum Skhodt. Nach § 21 hat der Dorfälteste volles Dispositionsrecht über die Geldmittel der Dorfgemeinde; nach § 18 wird er auf zwei Jahre erwählt. Wie wird aber eine Controle feiner Gebarung möglich fein, wenn die Mitglieder der Dorfgemeinde nichts ohne seine Erlaubnis besprechen dürfen, und wenn er während zweier Jahre jede Zusammenkunft der Bauern ver< hindern kann? Tagesneuigkeiten. — (Das Schloss Weinzierl) wurde am 25. d. M.. wie die „Wiener Abendpost" mittheilt, von dem Director der l. l. Familienfonds - Güterdirection, Herrn Baron Mayr, an den Verein zur Errichtung und Erhaltung des Franz.Ioseph-Iugend-Nsyles übergeben. Eine Commission des Wiener Gemeinderathes besichtigte das Schloss und nahm hierauf das hochherzige kaiserliche Geschenk mit dem Ausdrucke des wärmsten Dankes entgegen. Die kaiserliche Widmung umfasst daS Schloss mit sünfundvierzig Zimmern, ein Nebengebäude mit zwölf Zimmern, ein Gärtnerhaus mit fitnf Zim-mern, die Kapelle und da» Beneficiantenhaus mit zehn Zimmern, Es wird eine Urkunde über die Schenkung ausgefertigt, welche die Unterschrift Sr. Majestät des Kaisers erhält. Die Commission constatierte den außerordentlich guten Bauzustand sämmtlicher Realitäten und gewann die Ueberzeugung, dass die Unterbringung deS Asyles im Schlosse nur geringe Ndaptierungen nothwendig machen dürfte. Das Schloss, die Nebengebäude und der anderthalb Joch große Park, dann der Gemüse, garten sind von einer hohen Mauer umgeben. Ein» zelne Zimmer im Schlosse sind mit schönen und wohl. erhaltenen Fresken geschmückt. Von den rückwärtigen Zimmern deS Schlosses bietet sich eine schöne Aussicht auf den Oetscher. — (Neubau im Theresianum.) Ueber Ansuchen der Direction der Theresianischen Nitterakademie um Er« theilung des Consenses für die Erbauung eines dreistöckigen Hoftracles im sogenannten Wirtschaftshofe des Theresianums haben die commissionelleu Verhandlungen bereits stattgefunden. Nach der Vollendung dieseS Neu° baueS und nach der Uebersiedlung der orientalischen Akademie dorthin kann auch an die Regulierung der Stubenbastei durch Demolierung der noch dort befind« lichen alten Häuser und des Iakoberhofes geschritten werden. — (Ein Entfernungsmesser.) Dr. Klin« kerfues in Göttingen hat. wie man der „T. N." mittheilt, ein Patent auf einen akustischen Entfernungs-messer erhallen, Mit Hilfe desselben kann man z. V., wenn ein Schuss aufblitzt und man den dazu gehörigen Knall zu unterscheiden vermag, auf der Scala der GlaS» röhre des Apparates die Entfernung in Metern sofort ablesen. Der Apparat beruht auf der Anwendung des Magnetismus. — (Walfischfang.) Auf den Shetland-Inseln haben die armen Fischer einen glücklichen Fang gemacht. Am Freitag morgens sahen sie eine Herde von Walfischen im Meere ihr Spiel treiben. Die Fischer sehten in mehreren Booten aus, umzingelten die Herde und jagten sie dem Strande zu. Als bald darauf die Ebbe eintrat, blieben die Walfische im seichten Wasser zurück und konnten nicht mehr die hohe See gewinnen. Als« bald begann ein furchtbares Blutbad. Bis zum Gürtel im Wasser stehend, stachen und hieben die Fischer mit Speeren und Beilen auf die armen Thiere ein, von denen ihnen nicht weniger als 28 zur Beute fielen. — (Die Katastrophe von Ischia.) Die ersten Über die Katastrophe von Ischia publicierten Ziffern waren, wie sich nunmehr herausstellt, weitaus übertrieben. Au» der osficiellen Statistik ergibt sich, dass mit Inbegriff der Fremden, die während der Kata« strophe auf Ischia weilten, die Gesammtzahl der Todten 1990. jene der Verwundeten 304 beträgt, die sich folgendermaßen vertheilen: In Casamicciola wurden von Fremden 625 gelobtet, 79 verwundet. Mit Hinzurech' nung von 31 Fremden, von denen man bisher noch keine Nachricht hat, bleiben noch 847 Personen aus verschiedenen fremden Ländern, denen e3 gelungen ist. sich zu retten. Von Eingebornen wurden in Casamicciola 922 getödtet und 145 verwundet. In Forio waren 305 Todte. 63 Verwundete; in Baranc, 10 Todte und 15 Verwundete; in Lacco.Ameno 128 Todte. 72 Verwundete. — Die Uuterstützungssummen, die bis 16. d. an das Centralcomite und an die Bank von Neapel gelangt sind, belaufen sich im ganzen auf 2 682 571 Francs 79 Centimes. — (Ein Parterre von Geisteskranken.) Vor einem irrsinnigen Publicum zu spielen, diese traurige Aufgabe war den Mitgliedern einer französischen Operetten'Truppe zugefallen, welche vergangenen Freitag in dem Asyl St. Anne in Paris vor den männlichen und weiblichen Patienten deS Hauses den «Kleinen Herzog" spielten. Die pikanten Melodien Lecoq's übten zuerst auf die Kranken eine elektrisierende Wirkung aus. allmählich stellte sich aber bei den unglücklichen Iuh0r«-rn eine Art Ermüdung ein, und sie verfielen in Stumpf« sinn. Es ist jedenfalls das erstemal, dass eine ganze Operette vor einem Publicum von Irrsinnigen zur Aufführung gelangt ist. — (Friedrich Spielhagen als Geschworner.) Aus Berlin meldet daS „Berliner Tagblatt": «Friedrich Spielhagen hat gegenwärtig Gelegenheit er« halten, neue Menschenbeobachtungen aus erster Hand zu sammeln: er fungiert als Geschworner in dem Schwurgericht des hiesigen Landesgerichts 1 und hat gestern in einem Process, in welchem Rechtsanwalt Grabower die Vertheidigung führte, mit einem freisprechenden Urtheil debütiert. Sicherlich wird das gerichtliche Veobachtuna.8-feld, das dem gefeierten Romanschriftsteller hier geöffnet ist, sehr bald eine nouellistische Verwertung finden." — (Die Entgleisung des Blitzzuges.) Am 24. d. M. nachmittags entgleiste der normalmäßig von Orsova in der Richtung nach Turn'Seoerin abgegangene Orient-Expresszug zwischen Verciorova und Turn.Severin ungefähr an derselben Stelle, an welcher im Juni dieses Jahres ein Personenzug verunglückt war. Die Nahn führt in der erwähnten Strecke längs einer Berglehne, von welcher bei nur einigermaßen intensivem Regen daS Erdreich leicht abgeschwemmt wird, das dann den Bahnkörper überdeckt. So war e3 im Juni und auch am 24 d. M.. als der Expresszug mit voller Geschwindig, keit jene Stelle erreichte. Der Train bestand nebst der Locomotive auS zwei Gepäckswagen, und zwar eiuem rumänischen uud einem der französischen Ostbahn-Gesellschaft gehörigen, ferner aus dem Küchenwagen und zwei Schlafwaggons. Die letzteren drei Wagen gehören der Schlafwagen Gesellschaft. Iu dem Augenblicke, als die Entgleisung der Locomotive erfolgte, saßen die Passa« giere — 10 an der Zahl — eben beim Diner. Die beiden ersten Gepäckswagen wurden vollkommen zertrüm-mert, die drei anderen Wagen blieben merkwürdigerweise, wahrscheinlich infolge ihrer massiven Construction, nahezu vollkommen intact. Daher kam es auch. dass von deu Passagieren niemand verletzt wurde. Das Geschirr im Speisesalon wurde vollständig zertrümmert. Dem General Türr, der sich auf dem Zuge befand, wurde eine Flasche gegen den Kopf geschleudert, ohne ihn jedoch zu verletzen. Dagegen sind vom Zugspersonal leider zwei Personen verunglückt. Der Bremser blieb sosort todt, ein Conducteur wurde schwer verwundet, ein zweier Conducteur erlitt leichte Contusiouen. Locales. Kraimscher Landtag. 5. S i tz u n a. Laib ach, 25. September. (Fortsetzung ». Schluss,) Aba Dcu referiert für den Finanzausschuss über den Voranschlag der Slaper Obst- und Weinbauschule pro 1884 Gegenüber dcm Antrage des Landesausschusses. auch fernerhin nur den Vetrag für acht Stipentnen einzustelle», beantragt der Finanzausschuss die Einstellung von zehn Stipendien k 120 fl., zusammen 1200 fl. Der Finanzausschuss beantragt demnach, das Erfordernis mit 7630 st. 73 kr. und die Bedeckung «aibachcr Zeitung Nr. 223 1918 29. September l883. mit li080 st. sowie die Bedeckung des Abganges p-r lüüO fl. 73 kr. aus dem Landessonde anzunehmen. Abg. Deschmann beantragt, es bei den acht Stipendien zu belassen, da der Rechenschaftsbericht noch nicht vorgelegen habe. Dr. Vosnjak vertritt dem entgegen den Antrag auf Vermehrung der Stipendien von acht auf zehn, da man auch für die Söhne Minderbemittelter sorgen müsse. Der Antrag des Abgeordneten Deschmann wird abgelehnt und der Antrag des Finanzausschusses angenommen,' desgleichen werden die Positionen für Er» fordernis und Bedeckung ohne weitere Debatte angenommen. Abg. Murnik erstattet für den Finanzausschuss mündliche Berichte über die Voranschläge für die Stiftungsfonoe pro 1884, über die Rechnungsabschlüsse der Stiftungsfonde pro 1882 und über die Rechnungsabschlüsse der Landes'Wohlthätigkeitsfonde pro 1882; l's werden sämmtliche Anträge ohne Debatte ange-nommen. Abg. Kersnil erstattet mündlichen Bericht über den Voranschlag des Theaterfondes pro 1884 und dessen Rechuungsabschluss pro 1882; wird ohne De« batte angenommen. Desgleichen werden die Anträge des Finanz« ausschusses über die Petitionen a bis Ii und ^ bis 1 des Punktes 12 dee Tagesordnung (Referenten die Abgeordneten: Deschmann, v. Schrey, Detela, v. Bleiwels und Murnik) ohne Debatte angenommen, nach» dem lit. i von der Tagesordnung abgesetzt worden. — (D«r Gemeinderath) beschloss in seiner gestrigen Sitzung, die Zustimmung zum Verkaufe des Lycealgebäuoes unter der Bedingung zu geben, dass die Stadtgemeinde vom Lande eine Entschädigung per 8000 Gulden erhalte und ihr das Benützungsrecht der bisher innegehabten Localitäten bis Ende des Schuljahres 1885/86 gewahrt bleibe. Bezüglich Regelung der Ge< halte der städtischen Lehrer wurden folgende Anträge angenommen: 1.) Die Einnahmen der Schulleiter und der Schulleiterin bleiben auch künftighin unverändert dieselben. 2.) Die Stellen von Unterlehrern und Unterlehrerinnen werden abgeschafft und an ihrer Stelle Lehrerstellen I. und II Classe creiert. 3.) Die Lehrer I. Classe an den Knabenschulen haben 700 fl. Iahresgehalt mit Quinquennalzulagen zu 60 st. und außerdem erhalten sie einen Quartierbeitrag jährlicher 100 st. Die Lehrer II. Classe aber haben 600 st, IahreLgehalt mit Quinquennalznlagen zu 60 st. 4.) Lehrerstellen I. Classe werden für die Knaben« schulen so viele creiert, als es Classen gibt, und sollen als Lehrer I. Classe alle bisherigen Lehrer angestellt, in diese Kategorie aber auch die Stelle des Katecheten an den städtischen Knabenschulen eingereiht werden. Zu Lehrern II. Classe werden alle bisherigen Unterlehrer ernannt, für zwei neue Lehrerstellen I. Classe wird der Concurs ausgeschrieben. 5) Bezüglich der Lehrerinnen an der Mädchenschule hat das Princip zu gelten, dass für die Mädchenschule nur eine Lehrerinnen-Stelle I, Classe systemisiert wird, welche die Schulleiter«« einnimmt. Alle übrigen Stellen sind ausnahmslos solche II. Classe, mit einem Jahres-gehalte von 500ft. und Quinquenualzulagen Von 50st Alle Lehrerinnen und Unterlehrerinnen werden zu Lehrerinnen II. Classe ernannt. Ist der Gehalt einer Lehrerin jetzt grüßer als die Bezüge einer Lehrerin II. Classe, so bleibt es bei den früheren Bezügen. 6.) Die Gehalte der Allöhilfölehrer und -Lehrerinnen betragen 40 fl, für jeden Monat, in welchem sie Unterricht ertheilen. 7.) Der Stadtmagistrat wird beauftragt, alles Nöthige zu veranlassen, dass die Beschlüsse des Gemeinderathes wegen Regelung der Lehrergehalte mit 1. Jänner 1884 ausgeführt werden. x- — (Die Controlversammlung) für die sämmtliche in Laibach sich aushaltende dauernd beurlaubte sowie dem Reservestande ungehörige Mann-schaft des k. l, HeereS und der Kriegsmarine, zu welcher leine Einberufungskarten mehr ausgetheilt werden, findet am 11. Oktober d. I, um 9 Uhr srüh in der St, Peterskaserne statt. Für jene Mannschaft, welche der Control. Versammlung beizuwohnen verhindert ist oder verspätet erscheint, findet die Nachcontrolversammlung am 2ten November d. I. statt. -x- — (Eine Wette zu wohlthäti gem Zwecke.) Es wurde in unserer Stadt darüber, ob der unter der neuen Nesselstraße erbaute Nbzugscanal. welcher beim Südbahnhofe beginnt und am Lalbachstusse aus-mündet, schliefbar sei und ob sich jemand finden wurde, der diesen Canal in seiner ganzen Länge durchschliefen würde, schon seit längerem hin und her gestritten, dis es endlich dieserwegen zu einer namhaften Wette kam. In einer Versammlung von im Baufache kundigen Geschäftsmännern war dieser Canal nämlich wieder Gegenstand der Debatte, bis sich endlich Herr St. gegenüber Herrn N. bereit erklärte, den genannten Canal, vorausgeht, dass ihm überhaupt dazu die Bewllligung ertheilt !3: r'.^" ^"" ganzen Länge zu durchschliefen und den Winsnen. am 2. Oltvber um ? Uhr früh beim Süd- bahnhofe zu bewerkstelligen. Das Erträgnis d?r Wette, soll einem wohlthätigen Zwecke (der Laibacher Volts» lüche) zugewendet werden. — (Das Liliputaner Paar) — Impresario Herr I. A, Sedelmayer — das im Glassalou des Ca-sinogartens täglich von 10 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends zu sehen ist, verdient in der That angesehen zu werden. Nicht nur dass sich „Marquis Henri Wolge". 31 Jahre alt. 28 Zoll hoch und 9'/, Kilo schwer, und „Marquise Louise". 23 Jahre alt. 29 Zoll hoch und 10 Kilo schwer, als recht zierliche und vollkommen proportionierte „kleine Menschen" präsentieren, sondern es ist auch die Conversation mit denselben (in deutscher Sprache) recht amüsant. Dies so seltene Paar verweilt nur mehr wenige Tage in unserer Stadt, und sollte das Pnblicum sich den Besuch bei diesem „Liliputaner Paar" nicht gereuen lassen. — (Todesfall.) Am 27. d. M ist in Graz Herr Dr. Valentin Leopold Tanzer, Privatdocent für Zahnheillunde an der dortigen Universität, im 60, Lebens« jähre an Herzlähmung gestorben. — (Aus Klagenfurt) schreibt man: Unser „Neuer Plah" wird abermals eine Verschönerung er< fahren. Infolge eines Beschlusses des Gemeinderathes und der Einigung mit den Hausbesitzern wird das Plateau einbezüglich der Trottoirs an der Südseite des „Neuen Platzes" mit Neufchateler Asphalt gepflastert werden. Die Arbeiten werden schon in den nächsten Tagen durchgeführt werden. Nach dem Vorgehen an vielen anderen Orten soll nun auch inMaria - Sa al die so denkwürdige Kirche sammt Befestigung entsprechend restauriert werden. Und wahrlich, es ist nothwendig, denn sowohl der Zahn der Zeit wie auch der ebenso schlimme Ungeschmack der zwei vergangenen Jahrhunderte haben gar manches übel zugerichtet. Schm, im Vorjahre wurde bereits ein rühmenswerter Anfang mit Restaurationsarbeiten gemacht, Diese sollen nun fortgesetzt werden: Der neu ernannte hochw. Herr Dechant. Herr Martin Schafchl, hat sich in edler Begeisterung für alles Gute und Schöne entschlossen, hiefür ganz besondere Sorgfalt zu verwenden. Bei der hohen uud vielfachen Bedeutung dieses Ortes für Kärnten sei es hier vergönnt, einiges über die vielen vorzunehmenden Nestaurierungsarbeiten zu bemerken. Die Nestaurierungsarbeiten werden genau nach dem Muster d«s gefeierten DombaumeisterS Friedrich Schmidt in Wien gemacht werden. — (I. Storks kunstgewerbliche Vorlageblätter.) Soeben ist eine Publication zum Ab. schlusse gelangt, welche Oesterreich zu nicht geringer Ehre gereicht, es ist das große V?rlagewerk I. Storks: „Kunstgewerbliche Vorlageblätter für Real-, gewerbliche Fach- und Fortbild ungs-fchulen." Mit der eben erschienenen dreizehnten Liefe-rung ist der Titel und das Vorwort Storks tieröffent« licht worden. Es enthält 150 Blätter in Großfolio und ist aus der Kunstanstalt Nud. Waldheims mit Unter-stützung der k. k. Ministerien des Unterrichtes und des Handels hervorgegangen. Dies Werk war bahnbrechend für den ganzen kunstgewerblichen Unterricht nicht bloß in der österreichischen Monarchie, für welche es vorerst bestimmt ist. Es gibt keine einigermaßen gut eingerich-tete Kunst-, Gewerbe- oder Fortbildungsschule in ganz Mitteleuropa, in welcher es nicht mit Nutzen verwendet werden würbe. Aber auch Industrielle, welche sich mit Kunstgewerbe beschäftigen, benutzen dieses Werk mit Er. folg. Seit den Jahren, wo Stork es unternommen hat, für die neu auftretenden Kunstgeweibe und Kunstschulen zu sorgen, ist wohl manches verdienstliche Werk erschienen, das sich ein ähnliches Ziel geseht hat. aber keines kann sich rühmen, sich mit dem Stort'schen Werke zu messen, sei es in künstlerischer oder didaktischer Rücksicht. Bei dem Storl'schen Werke vereinigt sich der Künstler mit dem erfahrenen Lehrer. Das Vorlagewerk hat jetzt einen erhöhten Wert, weil sich in der ganzen Monarchie Strömungen bemerkbar machen, welche die gesunden Grundlagen des Zeichenunterrichtes beeinträchtigen. Der Einfluss der Malerschulen, welche coloristischen Principien huldigen, verleiten manche Zeichenlehrer in Mittel-und Gewerbeschulen, sogenannten malerischen Kunst» anschauungen zu huldigen, durch welche eine correcte Zeichnung gestört wird und Künstjünger und Kunst-industrielle angeleitet werden, auf eine flotte Darstel« lungsweise mehr Gewicht zu legen, als auf das Verständnis der Form und die richtige Linienführung. Aber zu allen Zeiten war es das Zeichen eineS sinkenden Geschmackes. wenn der Sinn für das Verständnis der Formenwelt in der Natur und Kunst verloren geht. Das Stork'sche Vorlagewerk, das auf den Grundlagen der Renaissance ruht. kann für sich das große Verdienst in Anspruch nehmen, mit großer Consequeuz und pädagogischem Tacte gesunden Principien gehuldigt zu haben und dieselben in die Schule und in dag Leben einzu» führen. Dass eine Ergänzung dieses Werkes durch ein ähnliches Unternehme», welches sich auf die Gefäße und Geräthe beschränkt, ein Bedürfnis für die Schule und das Gewerbeleben ist, wurde von mir jüngst au einem anderen Orte betont. Ich habe daher nicht nöthig, diese Frage hier nochmals zu erörtern. N. von Waldheims Kunstinstitut hat alles gethan, um das Werk glänzend auszustatten, bei welchem der Verleger mehr Ehre als Nutzen erntet. Das Werk hat einen bleibenden Wert »no wird in Icchrzehenten ebenso gesucht werben, als m der Gegenwart. ll. v. ^ ^ Neueste Post. Original-Tele gramme der „Laib. Zeitung' Wien, 28. Srpl^mbcr. Dcr König von Serbm', wllcher noch l>is Moxlaq hier verweilt, empficüs ^" Grafen Kalnoly und machte sodann einen emstilndige" Besuch beim Kaiser. Budapest, 28. September. In d»>r Conferenz kroa» tischer Deputierten, welcher auch Tisza beiwohnte, fan" nur ein Meinungsaustausch ohne Beschlußfassung statt; morgen werden die Berathungen fortgesetzt. ' Niideshcim, 28. September. Bei' EiltlMung des Gcrmanin-Di'l'kinals erwiderte der Kaiser auf dic A^' sprachen, das Denkmal sei geschaffen, um für die sp^ testen Zeiten Deutschlands Dank für die mit Voltes Hilfe erfochtenen Siege zum Ausdrucke zu bringen. Dublin, 28. September. Orangisten griffen geM" Abend den Abgeordneten O'Connor auf dem Bahnhöfe von Po:tlldown an. O'Connor entkam unversehrt. D^ Grundbesitzer Crotty wurde gestern Abend in der Gral' schaft Mayo meuchliügs erschossen. Wien, 28. September. Da bereits morg n das n eue Gewerbegesetz vom 15. März d. I. in Ow< samleit tritt, wurden heute von der „Wiener Zeitung' mehrere Durchführungsverordnungen publicist; eine Vcrotdmmg enthält die Bezeichnung der Handwerks' mäßigen Gewerbe, eine andere bestimmt die Zahl der Jahre, welche ein Bewerber um ein hanowelksmähigcs Gewerbe sich als Lehrling und als Gehilfe in dew' selben G^velbe oder eim'M dein bet»essenden Gewebe analogen Fabriksbettiebe verwendet haben muss; ei>n' dritte Verordnung zählt die gewerblichen Unterrichts anstalttn auf, deren Zeugnisse zmn Antritte von h^o-werksmähigen Gewerben berechtigen, und eine vierte Verordnung hM0?lt von dem Nachweise der besondern Befähigung. Weiters werden auch die von den be-theiligtcn Ministerien uusgearb.'it,tcn Normalstatute sin Genossenschaften, für die genossenschaftlichen Gehilfe Versammlungen, für die genossenschaftlichen Kranken-cafsen und für die schiedsgerichtlichen Ausschüsse nut" getheilt. Agram, 28. September. H^lte morgens UM 3 Uhr 16 Minuten fand eine von unterirdischem Rollen begleitete, vier Secunden währende Erdcrschütterung )N der Richtung Ost-Wrst statt, welche mit einem ziemlich heftigen Stoße endigte. Um 4'/z Uhr fand eine zweite, ebenso lange währende, jedoch schwächere Erd' bewegung statt. Fiume. 28. September. Die „Bilancia" dementiert kategorisch die Gerüchte über anlimagyarisch'' Agitationen. Die Gerüchte reducieren sich auf ein vo" mehreren Eltern dem Gemeinderathe unterbreitete» Gesuch gegen Einführung eines ungarischen Schul' buches am hiesigen Obergymnasium. . . London, 28. September. Die „Morning Po" erfährt, der französische Gesandte Tricou habe geste/n an die französische Negierung telegraphiert, dass Chum die Vorschläge Frankreichs abgelehnt habe.________ Handel und GMswirtschaMches Ocsterreichisch.ungarische Vanl. Stand vom 23, Septembers Banknoten-Umlauf 349 422 000 fl. (— 991000 ft.). S""" 122 533 000 st, s- 334 000 fl.). Gold 75 716 000 fl. (^ 87 000»!-' Devisen 3 «82 000 fl, (- 123 000 sl,). Portefeuille 143 6370"" '' (4- 298000 fl). Lombard 23 702000 fl. (—286 000 fl). v')p,s thekar-Darlehcn 87 471000 fl. (- 6000 fl.). Pfandbrief»'»"", 84 125 000 fl. O 6« 000 fl,) ______ Theater. heute (ungerader Tag) erstes Auftreten der Ofterettensäilge" Fräulein Mathilde Palme vom deutschen Theater Äudavcst: Apajunc. der Wassermann. Operette ' drei Acten von Fr. Zell und Richard Gcnee, — Mus" "" Karl Millöcker. Meteorologische Beobachtungen in LaibaH^ D " H ßyZ 3 Z " " r 5aZ 7U.Mg. 732.79 j- 9.8 O. schwach theilw.heiter ^00 28, 2 „ N. 730.92 -j-17.4 windstill bewölkt ssege" 9 „ Ab. 730,89 .^14.4 SW, schwach Regen .^ Vormittags ziemlich heiter, gegen Mittag 3tel,cn . Stunde anhaltend. Seit halb 6 Uhr Ncgcn, abends Mne ^'" Das Tagesmittel der Wärme -j- 13.9°, um 0,1° über dem male, —"" Verantwortlicher Redacteur: P. v. RadicS.____^ Depot der k. k. Generalstabs-Karten- Maßstab 1: 75.000, Preis per Älalt 5(1 lr.. m Tasche"for"« auf Leinwand gespannt 80 lr. Jg. u. MUMM H Fell. Oamwgz MMamMlNg in Aaibach. Laibacher Zeitung Nr. 223 IN19 29. September 1883. Course an der Wiener sörse vom 38. September 1NN3. M« d^ 0^^^ Cour«blatt.) ^»e!b »Wal? Staats.Aulrhe». tzux . -.....?«L ^«^ ^" 4«/„ Staat«°le '. «50 fl'. ,20 -1^ ^ ^»cr Etnatslos^ . . 100 , il>? - lev-Lc. °mo.Mentenlche«nc . perVt. »?-- 3» — 0?»?/^'.^°lblcute, steuerfret . 9b 95 10s,-io l'^r. ^totenrcute, fteueiftei . sz-8« >.'2'»5 °n» «olbrente «°/, . . . . nn _ 119 20 » «!^^^ ^° ' ' ' «« «5 b7 — ' Uav.enente k«/, , . . , «f. «k fts. »k ' 5>'Q"-Nnl, lüofl.ö.W.S. „8 50 ,8» - ^,'lbahn^rjontlil > !»« 50 !>I — ' «-taate^bl. (^.ng. Oftb.) 1,2 — 113- «. . ,» vom I. lU7« 96 5l> 97 5» t^i^^°"^'«nl.kI0Nfi,ö.w. 112 2.^112 75 ' ""n..^os« 4^ ,W fi. . . ,09- ILSA-. ^""dentt.. Obligationen b — l'/»«/,, '''« «nlcyen d. Stlldtqemcind« Wien (Silber rt-cr. Gold) . . . . - — —-— Pia'mien»«ul.d.O<,Hbtgcm,Witn 125 — IÜLL0 Pfandbriefe /,°/o G°Ib 11»-— 118 50 btV. in 50 , , <>/,"/» ».'>-><', »5 7K bto. ln 50 . „ 4"/u . »18h 9« 30 bto. Prä,nien^SchuIbverschi.3<>/o 97 >',n 98- - Oest, Hftpctbclenbnnl lüj. b>/,°/<> 100-b» n,i 30 Oeft.»ung. Vanl Verl. 5°/« . - 10» 8c, I«l — dto. „ «'/,°/o. . 97'N« »8 Kl btl>. „ 4°/^ . . »230 92-45 Unss, allg.Nobenclcbtt-Nctienges. in Pest w 34 I. verl. 5>/,(1oses-Bahn.....103-10 in«-«o H>i!!,ische «arl» Ludwig.Vahn Lni, i««i »no n. S. 4>/,«/n . . 9« zo »» eo lDeftcrr. lltorbwestbahn . . . . 101 80 is,2 >0 Eiebentllrger......81 n«! 91 »u «ttei» Ware Gtaatsb»hn 1. Emission . . . I81 5k «82-50 VUbbahn i» 8"/,......,87-f.o l8L— » 5 5°/,......»zc-li^ lio s.o Ung.'l,»»,. Nahn . . . , !»4-- «4 50 Diverse Lose (per Glück), Erebitiosc ION fl......,e«< __ ,«875 «llary.Seft <0 fl.......»8 ?5> 37 2l) 4°/« DonaUoDamVfsch. IW N. , Ih9 — i,y- Laibacher Prämien.Nnlchcn »0 sl. 21— 24 — Osener Lose 4N st. . /. .'. z, _ ^^ Palfst>-S°se 40 fl...... 3550 ,<;._ Nöthen ssreuz. öst. Ges. v. 1« si. 11 90 l« 15 «ilbolf.liose in fl...... ,9.^0 zo__ Salm.Uose V«ns-GcseNschi,ft. WicnerLa»fl. —-- ____ «anlvcrvw, Mener, iuo fl. . . ,04-50 ,05 00 Bbncr.>Ansl., Oeft.800ft. S^nn/o _._! ^„. Llbt,'«nst. f. Hand u, G. i«o ft. 2s<0 —2NU 25 i3rbt.<«nst., «llss. UN«, zoa fi. . va? 7s.!««» «5 Depositen!',, «llg. 2>w fl. . . .>/ai'—20» — EöcomptcMll., Nicberöft. «na fl. »<55 - »sin — Hypothel'Mb., öft. 200 fl. 25°/„ H. «0 —! »!< — Länderbanl öst. 2«o ft. G. 50"/«0l 50 1o< 75 Oesterr.'Ung. Vanl.....«,»^«4,^ Unionbanl 100 ft......1105,:!'. 0 75 Äellebrsl'ant H,l>,. K0 !l. . 14«-^. i^y'li« Geld Wai^ Nctien von Transport« Unternehmungen (pe: Stilck). Albrecht-Nahn »na fl. Silber . 73 - 7« — ^llfow.Fium^^Hhn zaoN.Silb. 1«5 75 16L 25 !s, Ocfterr, 500 ff. H'M.....<;<;^ _ 5^,7 ^ Dra>i'liis,(Vat..DH..Z.)200N.O ic« --1«,-— Duz,-'BodcnI'achciV..B,2nasI.G.--------> — «tlisabeth'Äahn 200 fl. HM. . , 223-«b!22!l s.o „ ßinz-Gubwei« 200 st. ... i«? 50 19« — „Slzb,«Tirol.III.E.i873L0l>fl,S. i87-s.u luk> — sscrbinands'Norbb. 1000 !l. 3 ifranz-Ii'lef.Vahn 200 fl. Sil!> 20150 20l-?''' ,f»rcser«!s.«N0ff.S, 2,2 - 2l4 — Oalz.«arl^'udw!g— »aschau IN« 25, Hoyb, öft,»ung., Trief» 5N0ff.HV:. «39 - « 192 25 bto. (!it. N> 200 fl. Tilber . 202 — 2«2 50 ^iag'L>ur« «öisenb. lbass.Tilb, ni>ün 82 — Rudolf» Äahn 200 fl. Silber , 1N8 Ll>!i«« 75 Liebenbürqer Hlsenb. 200 ff. S, ißi s,o!iK2-5o Vwa<«els«nb,)bu 200 fl. 8, W, . 31/-—!gi7 5» Silbbahn «no fl, Silber , 153 s,0 I53?5 Büb>N?rbd. Vcrb,<«. 200ss.TM, I4C-— 11« oa Iheiß'Vahn «00 N. ö. W, . . 2t» 50^2^,0 ky Iramway»O«s.,Wr. 170 f>. ö'.W, 288 75 22725 , Dr., neue ?a fl. . . «0— »,- — Traneport'l^csellschlist 100 fl. . —>— —- — lurnau-ssralup 20?°, fl. S. W. . — — —.— Ung..«!,:!',. Tifend, »0N fl. 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II Or8olh lgl ^as ^a*ulu Mli °hno dass | M8°üdor° VorSoschoben worden müsste, ¦ fifl^hrwn1! °8 wisd auch diosor Zoigor vom I 1 Bi °i1wtriobo»- fi l^Umlo, a°rt°wnd abermals Hunderte von ||8el(atiff'i w°lche dieso Uhr gosohen und J M^ioeoj. 'lahon, waren wio bozaubort von | ra Oc'1 nio dagewesenen 1 1 glaublichen Billigkeit. I ff ^"c])tlr .orilchton os ausnordom als unsere | H^U öla ', J°don Loser darauf aufmerksam [ ¦H^PtnA daas- aoitdom Uhren übor-|tis<:ho8 , ron» l>twas Aohnlichos, Prak-|j'1icht',i.1Un wolcho nur gegen Nach-1 I °tra{?oa «n- v:orh°rigo Einsondung dos BRftüif°J(1!fl°ctuiort worden, zu richton l^dient - Penfleluhren - Fatritsflepöt ^^S^J ' Sclliffamtagasae 20. Dmlitscil-Mchncn und Hängebalinen, billigstes Transportmittel, über <»«<><>«» Wleter in Betrieb nud Au^» sührung. Maschincüfnbrit uo» IK. llback, Vineau: Wien, IV., Gchwindaasse 1». — Ausssrstcllt in der elektrischen «usstelluua in Wien. 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Dcr unbrlllüilt wo b^fiildliche» Ainia Klcmenc von Ialodovice wird hicmit lirlcnmt gemacht, dass derselben Herr Karl Puppis von Loilsch als Enrator n,d n.0t,um bestclll und diesem der für dieselbe bestimmlc Realfeilblctungslicscheid ddto. 20. Mal ^883, Z. 4306, zngefer-tiget worden ist. K. k. Bezirksgericht Loitsch, am 13ten September 1883. (4109—2) Nr. 3427. Ucbertragung dritter erec. Fellbictung. Ueber Ansuchen der nnnderjähilgen Josef Altazi'ichen Erben uun Zirkniz (du>ch Dr. Den in Adclsberg) wird die nnt dem Bescheide vom 28. Jänner 188^l, Z. 52, ans den 19. April angeordnet gewesene dritte executive Feilbietnng der dem Mathias ökof von Niederdorf Haus-Nr. 37 gehörigen Realität «ud Rectf.' 2'/z ad Suticher Karstergilt mit dem früheren Anhange anf den 20. Oktober 1883, vormittags 10 Uhr, Hiergerichts übertragen. K. k. Bezirksgericht Loitsch, am 20sten April 1883. (4077^3) Nr. 4735. Ncassumierung exccutiver Feilbietungcn. Die lant Bescheides vom I I. Angnst 1882, Z. 5270, bewilligt gewesene executive Feilbictnng der Realität Vd. V, folio N'Ij :ul Frendenthal, des Johann Doimis von Paku, im Schätzwerte Prr 197.^ si., wird anf den 23. Oktober, 23. November und 22. Dezember 1883, vormitlags 11 Uhr, Hiergerichts reassu-miert. K. k. Bezirksgericht Oberlaibach am 3l.Inli 1883. (4228—1) Nr. 8594. Erinnerung. Den nnbekan'.'len Erben nnd Rechts« Nachfolgern des Georg Kozjan von Helcbej Nr. 12 wird erinnert, dass ihnen znr Wahrung ihrer Intcresseil in der Execu-tionbsache des l. ?. Stcneramtes Mottling gcgcn Georg Ko^j^.n Franz Zalolar von Mältling zum Cnrator kä licwm bestellt wurde. K. l. Bezirksgericht Mottling, am 3. August 1883. MI'llly ' Nr. 9772. Bekanntmachung. Den unbekannten Erben und Rechtsnachfolgern des Georg nnd der Bara Slobodiiil aus Slanavas Nr. 24 wnrde Herr Fritz Sapolnlk von Mottling zum Curator aä a,et,um bestellt und demselben der Bescheid vum 20. August 18^3, Z. 8IL5, zugestellt. K. l. Bezirksgericht Mottling, am 13. September 1883.________________ (4230-1) Nr. 10060. Bekanntmachung. Den unlielamlten Eiben nnd Rechls-nachfulaeri, dl's Marsn Reba ooi, Draga Nr. 3 wnrde Herr Ialoli Snedic von Selll znnl Cnrator ad nctum bestellt und demselben der Bescheid vom 6. Juli 1883, Z. 7387. zugestellt. K. l, Bezirksgericht Möltllng, am 13 September 1883. (4229—1) Nr. 9873. Bekanntmachung. Den unbekannten Erben nnd Rechtsnachfolgern des Franz Dciningcr von Schwadcnmiwcher wurde Herr Friedrich Saftolnil »on Mottling zum Curator u.c1 .Tctlnn bestellt nnd denlselben der Bescheid vom 13. August 1883, Z. 8638. zugestellt. K. l. Bezirksgericht Mottling, am 13. September 1883._________^ ___ -(4227-1) Nr. 10047. Bekanntmachung. Den nnbclaunten Erben und Rechtsnachfolgern des Martin Nemaniö von Bozjalovo Nr. 21 wurde Herr Friedrich Sapotnil von Mottling zum Cnrator iiü n.ewm bestclll, decreliert und dcinselben der Bescheid vom 20. August 1883, Z. 8950, zugestellt. K. t. Bezirksgericht Möllliug, am 14. September 1883._____________—— (4226-1) Nr. 9799. Bekanntmachung. Den unbekannten Erben u"d Rechts Nachfolgern des Jakob Pctriö von Dr«, gom ls orf Nr. 24, des Ialob Smerelar «u Selo bei öackm. des Johann Kofalt von Blutsberg und des Iuro Vrv.ö.'ar ,.„ Bcretschrndo'f reclc «rovc wmde c>ttlia!'u Amlirozc- von Berelschendorf Nr 20 zum Curator act acwm bestellt und demselben die für obige bestimmten Neschcitie vom 23. Juni 1883, Z. 70'.13. zugestellt. it. l. Bezirksgericht Mottling, am l3, September l«83.