Nr. 2«8. Prä numerali oüi!pl!.'is: Iui Coinptoll ganzj. fl. 11, halbj. st. 5..5». ffllr die Zustellung ini, Hau? halbj. 50 lr. Mit der Post ganzj.fi. 15, halbj. st. ?.00. Donnerstag, 2l. November Insert»onsgebü^r li« iu «eilen: imal Lo li 2m. »o lr., »m. i ft.; joust pi. Zeile, m.«sl., ^m.»lr »m. in fl. u. s. w. I!!. ^lovcmbcr d. I. den Obcr-"lllschnlprofcssor Dr. Robert Fclgcl zum ordentlichen ^lofcssur am t. t. technischen Institute in Brunn allcr-l>"ndigst zu ernennen geruht. s„ Das Ministcrimn fur Eultus und Unterricht hat sur die neu systcmisirtcu vier Lehrstellen «^!''-' ^>>>!'»> ""' Klciuscitner Gymnasium zu Prag den disponiblen -Mmasialprofcssor Dr. ssrauz Svobuda. den Gyin-^siallehrer zu Tcschen Franz Hübner, dann die ^»uiasialsupplenten zu Prag Dr. Karl Iananschct '"^ Joseph Waller ernannt. Das Niinistcrium für Cnltns und Unterricht hl^t ^'^ cmi K^niggrähcr Gyninasinm erledigte Lehrstellen, ^ ^>»c dein Gymnasialslipplcntcn Franz Vclissly, ^' andere dein Vchrcr am Tnborer Rcalschnlgymnasinn, ^guaz Masck verliehen. ., Das Ministerium für Enltns nnd Unterricht hat ^^ am Gymnasium zu Ncuhauö erledigte Vchrstclle dem Mniasialslipplenten Dr. Karl Matonöct verliehen. 3ilchtalntlichcr Theil. ifnibacs), 20. November. Die s rnuziisis ch c Thronrede wird allgemein "ls ciuc „cue Garantie für den Frieden aufgefaßt. DicBehaupluug, das? zwifchcu Oesterreich und Frank« cich eine volllommcuc Uebereinstimmung in den Au- Muungcn erzielt worden sei, erhält die glänzendste Bc< ^tlgnug dadurch, daß ill der französischen Thronrede die ^Mühuilg zu erkennen ist, dem Idcengangc zn folgen, " ln dem Rundschreiben des Frcihcrrii v. Bcnst aus-^'prochcn wurde. , Die Thronrede erklärt, daß Fraulrcich die Vcr- ''ucntugcn in Deutschland nuuimmt nnd sich nicht in ''"vcmdlungen mischen werde, welche alls dcn Wnnsch ^,^' Acvöllcrnngcn erfolgen werden. Indessen wird hier css/ ^^'"lNN'tt nlisgcsprochcn, nänilich daß die Inter' H " Und die Würde Frankreichs nicht bedroht sein dürfen. «Mi diese ^^cdingnng sich gellend machen wird, isl lein Kns' ""'^ insofern inan die Voransschnng gelten läßt, „ '! ^' Interessen Oesterreichs nnd Frankreichs l^ls ge-, ^nsaiii anerkannt wurden. Die Bedingnug besteht "'"«ch in der Ersüllnng des Präger Friedens. ^> . Die Rüstungen Frankreichs werden darnm als dem , ltdcu dienend bezeichnet, indem nnr das Gleichgewicht ^ ^n Vertheidignngsinitlelii dcil Krieg verhindert. Die ^)l'onredc betont es daher, daß Frankreich durch dic '^'^uischcn Rcformcu stärker als jemals sein wird. di> l'^^ Expedition nach Rom wird gerechtfertigt, nnd Konferenz als eine?iothwcudisskcit bezeichnet, insofern ^5 Europa bei der ^lcgclnng der Beziehungen Ita-tlll^ ^!^"' heiligen Stnhlc intcressirt ist. Die orietl» 9t, ^ 6^ngc wird in dem Sinne behandelt, wie sie das ""dschreibm des Baron Äcust bespricht. bct,'tt die zu crwartcildc Wirkung der Thronrede »ei,' ^ ^ ^"" .^lucifcl, daß fic dem Verkehr einen liil/" ^»fschwung verleihen wird, weil sie ihn von dem ^U'rndcn Alp der Kricg^befürchlnngen erlöst. Wir ha? ^'"^ bl'l europäischen Aörfrn eine allgemeine ^ "lie eröffnen scheu, nmsomchr, nlö in der Thronrede ' ^ciu Anlchcn nicht mehr die Rede ist. 52. Sitzung >cg Abgeorinctcnhmlsco vom 1U. Äiovcmbcr. M- "llif der Minislerbank: Ihre Excellenzen die Hcrrcn /"uNcr Freiherr v. Bcnst. Graf Ta äffe, Nlttcr ' .'he. ,<> ^rcisidciit Dr Oiskra crüsfnct die Sitz'Mg >»u ^' !">l) Minuten. ,-„ »,„. ^"" Protokoll der letzten Sitzung, wird vorgelesen '^ "cnehmiqt Präsident: Es ist, meine Herren, heute der Namenstag unserer allcrgniidi gstcn Kaiserin. (Die Versammlung erhebt sich.) Ich glaube nur einer Thatsache Ausdruck iu Wortcu zu geben, wenn ich sage, daß, so wie die Bevölkerung Oesterreichs, so auch die Vertreter dieser Bevölkerung, die hier in diesem Saale versammelt sind, die lebhaftesten Wünsche an diesem Tage durchziehen für das Wohlsein, die Gesundheit uud ein glückliches Leben uuscrcr allcrguädigstcu Kaiserin. (Bravo.) Ich schlage dem hohen Hanse vor, die Regierung, bc-zichnngswcisc Sc. Excellenz den Herrn Reichskanzler als Ministerpräsidenten zu ersuchen, diese Gefühle des Hanfes Ihrer Majestät chrfnrchtsuoll auöznsprcchcn, und ich ersuche die Herren um ihre Zustimmung zu diesem Vorschlage. (Vou allen Seiten dc/Hauscs lebhafte Bravo-uud Slaua-Nufc.) Die eingelaufenen Petitionen werden dcn betreffen dcn Ausschüssen zugewiesen. Darunter befindet sich eine Petition des allgemeinen österreichischen Bcamtcnvcrcins nin Erlassnug einer Dicnstcspragmatit für Staatsbeamte. Ferner eine Petition von l» Vereinen von Wien um Revision des Wuchcrgcsctzes. Dr. Noscr beantragt zur Acrathnng dieser Petition einen eigenen Ausschuß zu wähleu. Wird augcnommcu. Weiter N Pctitioucu um Aufhelmug des Concor. dates. Die bezügliche Petition vou 1^30 Studenten der Wiener Universität wird über Antrag dcö Dr. Mnhlfcld vollinhaltlich vorgelesen. Sc. Erc. Ritter u. Hyc: Sc. Majestät nnscr aller-gnädigster Kaiser habcn mit allerhöchster Entschließung vom 15). d. M. den beiden von dem RcichSrathc beschlossenen Gesetzen, vou denen das cine die Kelten- und Prü» gclstrafc, das andere die Form der «»!»il^lüniiil-Frcisprc-chung aufhebt, die allerhöchste Sauction M ertheilen geruht. Es ist zugleich die Anordnung getroffen worden, daß beide Gesetze an einem bestimmten Tage knndzuma« chcu und in Vollzng zu setzen seien. Es wurde aber auch, um dcu Iutcutionen des sanctiunirendcn Monarchen volle Rechnnng zn tragen, die Einleitung getroffen, daß zugleich mit der ^niidmachuug dieser Gesetze im Reichs-gesctzblaltc nach cincr entsprechenden kirchlichen Feier in allen Gefängnissen der in diesen, Hanse vertretenen linder sofort den unter der ^ast der Kelten seufzenden Sträflingen die Ketten abgenommen werden. Dazu wurde der heutige Tag auscrschcu, au welchem das im Hcrzcu eines jeden Ocstcrrcichcrs lebende Gefühl soeben ciucu fo wohlthuenden Ansdrnck gefnuden. Das heute auögcgcbcuc Rcichögcfctzblatt enthält die Kuud^ machuug der beiden Gesetze, nud hellte noch werden dieselben in allen Strafanstalten und gerichtlichen Gefängnissen in Anwendung gebracht. Es ist die Zahl der betreffenden Gefangenen nicht gering, es sind 4 bis 5>^>l). Ich kann aber diese Gelegenheit nicht vorübcrgchcu lasseu, ohuc zur Bcruhiguug jener Männer, welche in ernster nnd gewissenhafter Ueberzeugung gcgcu diese Mildcruug Bedenken vorbrachten, bciznsügcn, 'daß sie sich deshalb einer Bcnnruhignng nicht hinzugeben branchcn. Es isl nicht nnr meine, sondern aller "neueren Gefängnißbeamten Ilebcrzcngnng, daß die Gcsänguißrcform auf dem Principe der Humanität und der Mmschcnsrenndlichleil durchzuführen sei. Nur durch sittlichen Ernst, gcpnrrt mit strenger Handhabung des Strafgesetzes, aber verbunden mit Menschenfreundlichkeit, könne auf die Besserung von Sträflingen hinge- wirkt werden. Man möge der hohen Politll gegenüber, setzt Sc. Excellenz hinzn, welche das h. Haus beschäftigt, dcu Werth dieser Gcscizc nicht nnlcrschätzcn, sie sind cm wesentlicher Schritt Oesterreichs vorwärts in die elviUstrtc Gcsetzgc. bung Europa's. Sc. Excellenz schließt, indem er beiden Walisern dcS Rcichsralhcs, insbesondere dem Abgeordne« ttnhanse, a>.:s dessen Initiative diese beiden Gesetze hervorgegangen, nicht nur im Namen der Regierung, sondern anch im Namen Aller, die von diesen Gesetzen bo troffen werden, jenen Dank ausspncht, der demselben gewiß vuu allcu zu Theil wird. Es wird zur Tagesordnung geschritten. Auf derselben steht die Fortsetzung der Sftccial-dcbattc über das Dclcg at i on s gcsc tz. Bericherstattcr Dr. Brcstl verliest dcn § 3 dcs AuSschußantragcs. Derselbe lantct: Dir Koslm dcr ^mciüsaxn'ü Aiigclcgcichcilcn (8 1) sind uc»i l'lidcii^tsich^lhrilcu ncich c'""» Vcrhiiltmssc ;n trasini, wülchcS durch rill uoin Kaiftr zu saii^ionin'iidl'i« Url)nm,l0!!i!!,m drr dri-dülsrilili,'!! Vnln'tii!!sst> Znl ftsi^cichl wnd^i wird. SülÜr yuisch^i dttdcn V^irriliügri! lcin lk'bcrmilomlimi crziclt wndcn, so bestimmt dcr Klllser d,esrs Verhältniß, jcduch nur fiir dic Daurr sincs Ialiri-S Die Nilfbrlnquüg brr auf jrdc drr bcidcil ReichSthcilc "himacli culfllllcudcii ^'eisliiiigm ist jedoch alisschlirßlich Sachc riucü jeden EZ kann jedoch auch znr Vcstrcitllug der Kosten der gemein-samen AngclrgmlMen ein gemeinsames Anlehcn llnsqcnommrn werden, wu dann anch alles, wak dcn Abschluß dr«« Anlehenö und die Modalitäten dcr Rückzahlung liclrifft, ^mrinsam :n lirhan dclli ist. " Die Lnlschcidnng nbcr die Frage, °l> ein ciemnnsamc? An-lchen ansznnehincn ist, dlcidl jedoch dcr Gesetzgelinnn jeder der beiden Reicht«hälstcn vorbehalten. Eingeschrieben sind: gegen: Dr. Hanisch und Dr. Rygcr. Dr. Hanisch. Der § 3 stehe in dem innigsten Zusammenhange mit tz C, er werde deshalb nicht umhin können, auch dcu letzteren Paragraph zugleich zu besprechen. Er gehe selbstverständlich von dem Satze ans, daß auch die gemeinsamen Angelegenheiten nur vou dcm Ncichsrathc behandelt werden können. Man warf seiner Partei vor, daß sie blos ncgire und nichts an die Stelle dcr Delegationen zu setzcu wisse. Dcm cntgcqnc er, daß er es ausgesprochen habe, die gemeinsamen Angelegenheit ten sollen von dcn beiden Parlamenten selbständig bo handelt werden mit Ausschluß jeder absoluten Behang lung. Er denke sich das so: Die Rcgicrnng bringe abwechselnd im Rcichsrathe oder im ungarischcn Reichstage ihre Vorlagc ein, oder in beiden zugleich beide berathen und beschließen und theilen sich gegenseitia die Beschlüsse mit. Ist auf dicfcm Wege eine Einiannq nicht möglich, so geschieht, was zwischen Abgeordneten uud Hcrrcuhnus zu g , lmden Sätze: ..Sollte zwischen" bis ..eines 2 ^"^ie wegzulassen. " 1^^ ThcilcS" Alinea 2 habe zu lauten - (5« f^.„, tuug dcr Kostcn dcr gemcinsam'c'n An. ^"' ^Wl-gcnlcinsamcs Anlchcu nach H? " ^ ^"^^ ^n beider Rcichshälften an cnow ^?"' ^'s'^cbung zi"l""g uud Rückzahllma d^ . "?^"' ^fftn Ber-dem festgestellten V ^i. . ^'. ^L")shälften nach Dr. Rygcr sein ^ . ^ ^'^t." Ferner bccmtrant lcnden dm AuMn,^ !^"<" ^ "'lc alle noch ,u stcl-iWird i Ä. ^ "°chmals zilrB.rathunn ;„;uweifcn. Szab l Nyg 7 """'U'^ '^ dafür Hauifch, Steffens, 1624 (Finanzmiuiftcr Freiherr v. Bccke erscheint auf der Ministerbant.) Abg. Wolfrum stellt den Antrag, in dem zweiten Alinea statt „Modalitäten der Rückzahlung" zu sagen: „Modalitäten der Verwendung und Rückzahlung." (Wird unterstützt.) Berichterstatter Dr. Brestl verzichtet auf eine detaillirte Widerlegung der Abgg. Hanisch und Ryger, indem er auf das verweist, was in der Generaldebatte seinen genügenden Ausdruck gcfuudeu. Er empfiehlt die Annahme des Auöschußantragcs. Sc. Exe. Reichskanzler ssreih. v. Benst ergreift das Wort, um die Annahme des § Z zu befürworten. Bei der Abstimmung wird tz Z „ach der Fassung des Ausschusses mit dem Amcndcment Wolfrum angenommen. Die Htz 4 und 5 werden ohne Debatte angenommen. Sie lanten.- 8 4. Du AcittagölcisNiün ;n dm i.'astl,'n der glgmwcn'tigcn Elaatsschlild wird durch ri>, zwischen beiden RcichslMftcn zu treffendes Uedercinlommeil geregelt. tz 5. Dlc Vcrwalluiig der czemeiüsanie» Ansseleqenhcitcn wird dnrch ein gemcinsanle« vemnOvortlichcö Ministeriun! liesorql, wcl> chein jrdoch nicht a/stlittct ist, uelist den gemcinsanicn AnffülclM-l,eilen anch die licsuiidrrcn NegierlinciZgeschäfte einrs der beiden Reich^thrilc -,n fliln^i. Die Änc>rdini!igeii in Vetreff der i'eitnuc;, Fiihrnnq und inneren OrgamslUion der gesainnilen Arm« ftehrn anßschließlich dem .^ilnser zn, (Schluß folgt.) Oesterreich. Wien, 19. Nov. (Der Clnb der linken) discutirte gestern Abends während inchrercr Stuudcn den Rcchbauer'schcu Antrag. Dem Vernehmen nach einigte man sich dahin, die dritte ^esuug dcs Dcleglltiousgcsetzcö erst uorznuchmcu, wcnn der finanzielle Ausgleich nut Ungarn vollzogen sciu wird. Damit wärc dem Antrag Dr. Rcchbaucr's die gcgen die Regierung gerichtete Spitze abgebrochen uud der Hoffnuug auf Sanctiouirnng der staatsrechtlichen und coufeffiouelleu Gesetze Ausdruck gegeben. Dem Antrag in dieser Form soll die überwiegende Majorität gesichert sein. "Pest, 1«. November. (Legislatorisches. — Görgcy.) Im Finanzministerium beschäftigt mau sich augenblicklich mit der Ausarbeitung von Gcsctzcsvorschlä» gen übcr Haus-, Einkommen- und Persoualstcucr so wie auch übe/ ciu Gesetz in Äctrcff dcs Ausmaßes der Grundcutlastungsuorschläge. Nach dem neuen Hausstcucr-gesctz sollen von jcdcm Hundert Gulden jährlichen Hans-zius'Einkommeus fünfzehn Gulden in Pest-Ofen bezahlt werden. In anderen Städten und Ortschaften sollcu uuter dem Titel ^Gebäude-Erhaltungskosten" zu Gun» steu der Hauscigcnthümcr dreißig Gnlden abgerechnet nnd von dciu bleibenden reinen Einkommen siebzehn Gulden von jedem Hnndcrt bezahlt werden. — Wie „Hon" zu melden weißl hat Arthur Görgey einigen seiner früheren Waffengcfährten gegenüber den Wunsch ausgesprochen, daß ein Kriegsgericht zusammcnberufcn werde, daS über seine Wasfenführung urtheile. — 18. November. (Deputirteutafel.) Das Ministerium wurde beauftragt, Ihrer Majestät zum Na< mcnsfestc die Glückwünsche des Reichstages darzubringen. Auf der Tagesordnung steht das Gesuch des königlichen FiScuö, gegen Böszörmcnyi einen Prcßproccß einleiten zn dürfen. Vor allem werdcu sämmtliche betreffende Actcnstückc verlesen. Der Antrag der Eommission, die Einleitung dcs Prcßproccsscö zu gestatten, wnrde nach einer kurzcu Debatte in namentlicher Abstimmung mit 18!i gegen Ah .Stimmen angcn onlinen. Osseft,,, 14. November. (Der Statthalter Barou Rauch), dessen Ankunft erst ant Mittwoch er» wartet wurde, langte nnvcrhoffterweisc schon Dienstag Abends hier an. Sc. Excellenz wurden im Casino°Hotcl von Sr. Excellenz dem Herrn Grafen Peter P ej a cö c-vich, sowie von dem hier anwesenden hohen Adel empfangen. Gestern am 13 Vormittags präsentirtcn sich dem Statthalter der VcamtcnstatuS, die Gcmcindever-tretuug. Handelskammer, Geistlichkeit :c. Sc. Excellenz empfing dic Deputationen mit Wohlwollen und sprach sich hierbei anch übcr die politische Situation in Prä« ciscr Wcisc aus. Er hob hervor, daß in wenigen Tagen ein die Rcgierungs« Intentionen klar darlegendes Pro« gramm erscheinen werde, zn dessen Durchführung er die patriotische Unterstützung der Anwesenden sich erbat. Abends veranstaltete die Bürgerschaft zu Ehreu Sr. Excellenz einen Fackelzug, welcher, begünstigt vom herrlichen Wetter, brillant ausfiel. Außer deu hervorragendsten Bürgern unserer Stadt betheiligtcn sich an dem Zuge noch die Liedertafel uud Militärcapcllc. Nach Ab-siugnng eines slavischen Ehors folgte eine Ansprache, gehalten von Herrn Advocatcn Marinovich. Derselbe gab in warmen Worten der Freude der Bürgerschaft über die Anwesenheit Sr. Excellenz in unserer Stadt Ausdruck. Beehrt mit dem Vertrauen dcs erhabenen Monarchen, sagte Ncdncr u. a., werde der Herr Statthalter gewiß alles aufbieten, um daö alte ehrwürdige Band, daS uns mit der heiligen Stcphanstronc verbindet, fester zu knüpfen, und schloß mit einem dreimaligen Hoch auf den König, das Vaterland und Se. Excellenz. Der Statthalter Mvicdcrte: Er hoffe, unsere Wünsche würden bald erfüllt werden, und brachte dann ein Hoch auf die Bürgerschaft Esseggs aus. Beide Reden waren von begeisterten Hwiurufcn begleitet. Zum Schlüsse wurde vou uuserer Liedertafel noch eiu Ehor von Abt abgesuugeu und unter den Klängen des Raloczymarschcs trat der imposante Zug den Rückweg au. Klauscnburss, 14. November. (Sta ndrecht.) Sicherem Vernehmen nach dürfte demnächst schou in An« betracht der im Stadtrayon überhandnehmenden Unsicher» heit das Standrecht publicirt werdeu. Ausland. München, Itt. November. (Die Militär-confcrcnz der Südstaatcu) tritt nach der „Südd. Pr." in Folge der Stuttgarter Vereinbarungen mit dem Anfange des lünftigcu Mouatcs zusammen. Hamburg, 18. November. (Anschluß dcs Südcus an den Nordbun d.) Der officiöse Vcr° liner Correspondent der „Börscnhallc" schreibt, es sei eine Pression von Seite Preußens auf Auschluß dcS deutschen Südens in seiner Gesammtheit an den Nord» buud undenkbar, weil dadurch der baierischc uud würt« tcmbcrgischc Antagonismus crncncrt würde; wahrschein» lich sei hingegen der Anschluß Badcus und Hessens. — Sachsen hat auf seine diplomatische Vertrctnng in Süd-dcutschland nicht verzichtet. Florenz. (Die Kammer.) Briefen aus Flo« renz znfolgc sieht das Eabinct Mcnabrea mit einiger Bcsorgniß der uuabwcislichcu Nothwendigkeit znr Ein» berufuug des Parlaments entgegen; bei der jetzigen Zu» sammcusctzung der Kammer kann es auf kciue Majorität, sondern auf höchstens l»0 Stimmen zählen. An eine Kammcranflösung will Mcnabrca nicht gehen, sondern, wenn sich die Majorität gegen ihu crklärcu würde, es vorzichcu, dem Könige seine Demission einzureichen. In diesem Falle soll als Nachfolger desselben bereits La« marmora auSerschen sciu, der ohnc Zögern die Kammer auflösen nnd vor einem neuen Appell an das Land nicht zurückschrecken dürfte. Madrid. (Der u cnc B o ts chaf tcr i n No m.) Herr Alexander v. Castro, ist am 4. d. M. von dem hl. Vater init der verbindlichsten Auszeichnung empfangen worden, und alle seine Anstrengungen, vereinigt mit jcucn Herzogs von Rivas, unseres Vertreters in Florenz, sind darauf gerichtet, zwischen dem Papstthum und dem Königreich Italien eine Aunähcrnng herbeizuführen, auf welche Frankreich schon soviel Mühe und soviel uueigeu» nützige Opfer verwendet hat. St. Peteröburst, 18. November. (N cfor m.) Die im vorigen Jahre ernannte Commission für die Ausarbeitung eines Planes zur Beseitigung des Deficits des Ncichsbudgets hat den, Kaiser als Resultat ihrer Verhandlungen die Einführung dcö auf ncueu Principien bcrnhcndcn Systems der Ausgabeu-Eoutrolc uud die Beschränkung der Äcamtcuzahl anempfohlen. Hagesneuistkeiten. — (So. Majestüt der Kaiser prämiirt.) Die internationale July der Pariser Ausstellung hat Seiner Majestät dem Kaiser den e i sten P r e is für die zur Hebung und Beförderung des Ackerbaues bestehenden Anstalten und Vereine zuerkannt. — ((5 in M onstrepro c e ß) findet gegenwärtig in Wien gegen eine große Diebs» und Hchlerbandc uon 67 Personen beiderlei Geschlechtes und in den verschiedensten Lebensjahren stehend, statt. Die Verhandlungsdaucr wurde auf nichl weniger als 16 Tage anberaumt. — (Die Neubauten für unsere Flotte) beschränken sich gegenwärtig auf zwei noch am Stapel be» findliche Schiffe: „Helgoland" und „Lissa". Die Propeller.-Corvette „Helgoland", welche auf der Polaer Arsenals« werfte gebaut wird, ist ein Prachtschiff schlanker Bauart, vorzüglich geeignet zu tran'oceanischen Reisen; sie dürfte in ein bis zwei Monnlen vom Stapel laufen. Die Maschine dazu wird im Fiumaner Stadilimento tccnico construirt, wo belannllich auch die vortreffliche Maschine des Admiralschiffi im Seegefechte bei Lissa, „Ferdinand Max", gebaut wurde, und ist der Vollendung nahe. Auch die Arbeiten am gro» hcn Kasemattschiffe „Lissa", welches in Tiiest auf der Werfte des Hrn. Tonello gebaut wild, sind ziemlich vorgeschritten. Dasselbe wird als Kascmattschisf in der Nähe des Schiffskörpers zum Schutz der tausendpferdigen Maschine einen 6 Zoll vielen Eisenpanzcr erhalten, 5900 Tonncngehalt, 284 l/z Fuß Länge und 55'/, Fuß Breite haben. Dieses Schiff, welches außerdem mit 11 Krupp'schen Kanonen ver> sehen wird, ist bestimmt, unter unseren Panzerfahrzeugen den ersten Rang einzunehmen. Mit demselben wächst die Zahl unserer Panzerschiffe auf acht. — (Gemüthliche Zustünde.) Aus Stainz, 14. d., wird der „Tgpst." geschrieben: Die Unsicherheit im hiesigen Bezirlc nimmt vou Tag zu Tag an Ausdehnung zu. So lamen zum Grundbesitzer Derler in Sicharlsberg (Gemeinde Gleisdorf) den 12. d. Nachmittags sieben bewaffnete Räuber und verlangten Geld, Kleider und Victualicn, welche sie mit sich nahmen. Die ganze Vande wurde am Greim» und Rosenlogl gesehen und die Zahl der Bewaffneten aus 15 bis 20 angegeben: darunter sind auch einige in ungarischer Tracht. Es sind daher die armen Gebirgsbewohner in gro« hei Gefahr, umfomehr, da die Häuser oft stundenweit von einander entfernt sind, daher bei einem Uebelfalle an ein« Hilfe von Seite des Nachbars nickt zu denken ist und alles, auch da3 Leben, diesen Leuten preisgegeben werden muh. Man hofft, daß diesem Räuberunwesen durch Requlrirung von Gendarmerie und Militär ein Gnde gemacht wird. — (Die Kaiserin Charlotte) befindet sichln Tervucren unter fortwährender ärztlicher Beobachtung und Behandlung. Der körperliche Zustand ist besser als der geistige, der sich durch eine große Indifferenz für die äußeren Eindrücke kennzeichnet. Man hat bis jetzt noch leine Gelegenheit gesucht, der Kaiserin das Schicksal ihres Gatten mit' zutheilen, allein da man bedenkt, daß sie, bis jetzt gänzlich unterlassen hat, sich ernstlich um seinen Aufenthalt zu erkundigen oder nur das Ausbleiben uon Briefen auffällig z" finden, so wird vermuthet, daß selbst, wenn ihl dc>? Schlimmste bekannt würde, vielleicht nur ein ganz vorülicl« gehender und äußerlicher Eindruck die Folge sein würde. — (Nothwehr.) In Kieril; hat am 12. d. ein Escadrons - Quaitiermeister des 12. preußische» Uhlanen-Regiments in einem Wortwechsel mit seinem Escadrons« Commandanten, Rittmeister v. Woedtke, letzteren durch eincn Pistolenschuß niedergestreckt. Der Schuß ging dem Rittmei-stcr durch den Kopf: der Tod erfolgte in wenigen Stunden. Der Uuterofficicr hat feine That selbst angezeigt, gibt aber an, zur Nothwehr gezwungen gewesen zu sein. — (Das preußische Abgeordnetenhaus) hat unter seinen Mitgliedern: 4 Minister, 6 Minister a. D., 98 Verwaltungsbeamte (darunter 57 Landräthe), 60 Justiz« beamle, 6 Staatsanwälte, 8 Rcchtsanwälte, 30 Beamte a. D-, 4 Militärs a. D., 10 Geistliche, 0 Professoren, 20 Doctors, Schriftsteller, Gelehrte, Gymnasiallehrer, 2 Commnnalbcamlc, 125 Ritterguts, Guts», Hofbesitzer, Oclonomen, 22 Kauf' leule, Fabricanten, 2 Buchhändler, 5 Rentiers. — Daö Hau« Mt 1 Prinzen, 16 Grafen, 25 Freiherren, 110 Adelige, 262 Bürgerliche. — (Der preuß. Abg. Tweste n), belannllich türz< lich wegen cincr im Abgeordnetenhaus«: gehaltenen Rede ver' urtheilt, hat gegen das ihn vriutlheilendc Erkenntniß des Stadtgerichts bereits die Appellation angemeldet, und ist c»l' schlössen, falls das Kammcrgcticht gegen alles Erwarten jcm'6 Erkenntniß bestätigen oder die Staatsanwaltschaft gegen ei»e Freisprechung dcs Kammergerichls Berufung an das Ober« tribunal einlegen und dieseö das Unheil elfter Instanz wiederherstellen follte, die königliche Gnade in Bezug auf seine Rehabilitation alö Richter nicht anzurufen. — (Kurz und scharf.) Der Parifer „Monitor de l'Armec" zeigt die Dienstentlassung des Marquis de Gal-lifet und des Prinzen Murat, die sich kürzlich duellirl haltt", in einer Form an, die beweist, daß der Kriegsminister cl-forderlichen Falles wenig Umstände zu machen pflegt. Vo" beiden Herren, dem „Monsieur be Gallifel" und dem „Mo"» sieur Murat", heißt e2 einfach: durch Dienstentziehung auhec Actiuität geseht, »mi'5 <>n i,on li^livil«- s»l,i- r<>ll-:,i! i'l Leibarzt dadurch veranlaßt worden sei, ein Consilium übel ihn abhalten zu lassen. Die neuesten Nachrichten bestätige« die Gerüchte insoferne, als sie ein ernstliches Unwohlsein dcs Sultans melden. Locales. — (Für da« Concordat.) Nach Mittheilung der „Danica" haben neuerlich 17 Gemeinden Petitionen fi>l ^ Ausrechthaltung des Concordates an das Herrenhaus cibgc' ! sendet. Ebendahin hat auch verflossene Woche der lrainij^ Cleruö eine mit 510 Unterschriften versehene Petilio" abgeschickt. Unter denselben sollen sich auch viele Schul' Lehrer beftndcn. — (Der Verein zur Unterstützung dürs' tiger Realschüler) hat sich neu constituirt. Derselbe ! zählt schon eine nicht unbeträchtliche Mitglicderzahl. Der regelmäßige Beitrag beträgt nur 1 ft., und eg ist zu wlin' j schen, daß der angestrebte löbliche Zweck durch zahlreiche Äe< thciligung an dem Vereine um so mehr gefördert werde, als sür Realschüler bisher noch leine Stipendien bestehen un" ' für unser Land sicherlich die Realschulen, insbesondere n"^ ^Rücksicht auf den Zustand der Gewerbe, ein tief gefühlt > Bedürfniß sind. — (Heeresergünzung.) Mit den Vorarbeiten für die Heereöcrgänzung für das Jahr 1868 wird laut aMt' > licher Kundmachung bereits begonnen und werden die dlel Altersclasscn 1847, dann 1846 und 1845 dazu aufgcrufc"' -^ (Programm der am 24. 0. M. zu wob/' thätigen Zwecken stattfindenden Beseda) '" ^ der Citalnica: 1. l'ml oknmn, Quartett von F. Stroup! 2. !, Solo sür Clavier von 2l< ^Förster: 3. Melodien aus der Oper Faust uon Oo"< nod für Violoncell und Pianoforte, componirt von H' Rover: 4. X lwssom, Solo für das Piano von 3^' , Gerbec: 5. .Iluli'ln^kci llM!'j<>, großer Männerchor vo Winter. Sodann: „K^iilmnl", Lustspiel in 1 Act, ^ Novomescan übertragen. Nach der Bcseda Tanz. ^' Reinertrag ist zum Anlaufe von Stoffen zur Verfertig"^ von Winterlleidung für arme Schullinder bestimmt. ^' trittspreis 30 kr. Anfang 7 Uhr Abends. — (Wildenten) haben dieser Tage zu Tausch theils von der größeren Gattung (än:,5 ljl'olll'6 l>.), lye von der kleinern (^m,8 O<>oon !>.), bald in großen Tl"p^ bald in langen Reihen unsere Gegenden auf dem 3"^ " ^ Süden passirt. Nach Prof. Roßmühler wäre dieser ' Durchzug ein Anzeichen strenger Winter in den «0^ ' Gegenden und eineK späten und lühlen Frühjahrs. 1825 " (Neue Postkarte von Ocstcrreich.) Vom ^Moursbuieau im l'. k. Handelsministerium ist soeben in Äätlern eine neue Posllarte dor iisterrcichiscuen Monarchie und eiii^ Theiles der angrenzenden Länder bcranSgegebcn Worden. Dieselbe zeichnet sich durch Genauigkeit uno Reinheit w der Ausführung besonders aus, enthält nicht mir sämmtliche ^flotte, sondern auch mneie dedeutendere Ortschaften ocr Monarchie, die Grenzen ,'icht uur der Kronländer sondern auch der einzelnen iltcgierungsbezirte, ferner sämmtliche (5iscn> ahnen, mit der Unterscheidung ob vollendet oder »och im ^au begriffen, die Poslslrcchcn sogar mit dem unterlckciden-°en Merkmale, welcher Art die darauf uertcbrendc Post ist, endlich die genaue Angabe der Entfernung der einzelnen Ölte >" Posleu und Meilen. Der Preis dieser Karte, die uon mnmtlichen Postämtern bezogen werden taun, betrügt für t> k. Aemter 3 ft., für Privatpersonen 4 fl. — (Seltene Hunderace.) Der Herr Vergver-Waltcr Pogalschnig in Elofic besitzt ein templar (Män1l-HkN) von h^ immer seltener werdenden Race der Hunde Vom St. Bernhard (welche die durch Lavinen verunglückten ^"senden aus dem Schnee ausgraben). Dieses wurde mit «mer Newsoundländcr Hündin gepaart , welche unlängst ^/> I»nge warf. Ein einziges war todt, die anderen gc-^'chcn uud eines befindet sich gegenwärtig in Laibach. ^ (Progrn iu m deö z >u e l t c u Concertes de r philharmonischen Gesellschaft) in i.'ailiach, welche« Fnitaa, den 22. Noucmber d. I. im landschafllichen N^ontcn-s""le um halb 8 Uhr Abends stattfindet. I. Mlheilnng. ^'. uon Vmhovc»: Post oral - T y m phonic. 1. Mlcgro „Erwachen hcile-"r Empfiudnngcl! bei der Anlunft auf dem kande"; 2. Andante "Scene am Nach"; .'!. Allcgro ,/>'nstlgcöZnsalnn!cnsl'ii! dor Land-lmlc"; ? cinsainc Rüslcin im Thal," Mu>-'^^»arlclt, vorgetragen uon dm Herren Dr, F. Kecöbacher, A. ^°l>znl, M. Morauec nnd N. Wollnwa. 2. :>) N. Schnmcm: "^llvvllette," Op. 3) F. Chopin: V„I^« biü!,»,!^ ^p> 34 Nr. 1, für daS Pianofurle, uurliclmgen vc»i Herrn I, "^hrcr. >l. !.) N. Schnmunn: „Widmunn." !,)I. Feöca: „Wau-dcrcr," ^'i^sr, aesnngc.i uou Herrn Frrd. Podhorsty, Opcrnsmi-N'r und Mitglied des laudschafll. Theater«. 4. C. M, v. Weber: ^nvMnrc „Beherrscher der Geister," snr großcö Orchester. — ((5 in Protest.) In der „N. Fr. Pr." finden ^r unter den Mittheilungen aus dcm Publicnm uachstchcn-^°^ Schreiben: Herr Redacteur! Im Abcndblatte der n^eueu Freien Presse" vom 30. October erscheint unter den ^ Gemeinden in Kram, welche um Nichtaushebung des ^cvldcitö Petitionen an den Ncichsrath eingesendet haben ^'^"' nuch die Gemeinde Fcislriz mit 3!)2 Unterschriften ^treten, E,,,,. sMc Petition lunnte aber nur dann von ^r Gemeinde ausgehen, wenn sie das Resultat eines '"kschlussc^ gewesen wäre. Da dies hier der Fall nicht war, vielmehr in der Gemeinde Feisiriz allgemein der Wunjch "»geregt worden, eine Petition um Aushebung deö Eoncor-bates, als des Hemmschuhs unserer freiheitlichen Institution "'1>, demnächst einzubringen, so wird e« Icdcrmau llar, welches Gewicht auf die erwähnte Petition zu legen ist. . <5eistriz in Krain, den 16. Nouember 1807. ^iner im ^amen der Majorität. — (Die Feuer üb run st), welche am 7. October ^ I. Abends zuerst in der Ottschast Natlas und hierauf in "t'Mstau ausgebrochen ist, hat mit solcher Hrfligteit um sich ^griffe,,, dah in der erslern Ortschaft die Wohn- und Wilth, A°flsgebäude des Matthans Supan, Andreas .«enda und ^°rg Dacar, in PrimsllM aber die Wohn- und Wirth-^llftZgchäudc von zehn Gniudbesitzern und eines Kaischlerö ^^ Getreide.- und Fultcrvoträlhen ein Ranb der Flammen ^Worden sind. Der weitern Verheerung des Feuers ist Utch das rasche Eintreffen des Vürgclmcistcrs MnlllMs ^c aus .ssrainburg mit den Fenersvritzen, seine bei beiden u/uersblünslen cntwiäclte besondere Thäligleit, zugl.ich dnrch ^ umsichtig Leitung der Lösckanstalt in Nallaö oon Seite ^ ^anzlislen Walland, so wie durch die erfolgreiche Mit« ^"lung des von Htrainburc, mit Fuhrwerteu zum Zuführen ^ Wassers nacb Pmnötau herbeigcciltlN Rlalitatcnbtsitzers ""b Bierbrauers Peter Maur Einhalt geschehen. Aci der "stein Fcueröbrunsl ist die Rettung dreier Menschenleben ^°tn Tode der Erstickung der i5»tschlossenl>it und Umsicht ^t Gendarmen .Andreas Paltcrcr und Johann Lauerer, an,, der Bescher Johann Dcschmann von Slrohain, Johann ^larlun und Josef Matiau von Rallaö zu verdanken. Für le verdienstliche und erfolgreiche Mitwirkung bei Loschung ^ erwähnten Feuers wurde dem Aürgermeislcr uon zirain« "ly Herrn MatthäuZ Pirc, dem Nealitalenbcsikcr und Äicl' tliuer in Krainburg Herrn Peter Maicr und dem Kanzli-!.^. Herrn Anton Walland, sür die entschlossene und um> ^'ssc Haudlung der Lcbcnöreltung den Gendarmen A>,-«^a2 Pattercr und Johann Lauerer, ferner den Acschern Abann Deschman von Strohain, Johann Markun und Joses ^lian von NallaZ die belobende Nncilennung der Lande«-- tglerung ausgesprochen. ^ lTbeater.) Samstag wird Verdi's hier noch ^bekannte Oper „ Trauiata " oder: „Die Dame mit °l Camclie" aufgeführt. Wir brauchen zur Empfehlung ""«'s, ^ glücllichsten Nachfolgers Donizetti's wohl laum acn ^ °lgc, nachdem uns die l.<'.te Ausführung des „Faust" l>e- p^s bat, welch' vorzügliche Gcsangskräfte unser Opern« '""°le auszuweisen hat. Die FricdhgsölllMlMnhcit. Äczüglich des Artilclö in diesem Alattc Nr. 25? „Unfug uuf dcin Fricdhofc" crhaltcn wir von der Fried-hoföucrwliltnng cinc anfiihrlichc Aliftlärnng, wclchc nns dcr ^lnnin nicht gcstattct, iin vollen Uinfangc initzuthci-lcn, daher wir nnö auf das wesentliche beschranken: Bcschädia.NlifM nnd Diedstählc sind leider nie selten gewesen. Im Jahre 184); wnrden zweimal ganze Krenzc, !845> von drei Monnmcütcn die Blechdächer, 1801 von einem das Knftfcrdach gestohlen; fimf mul wnrdcn die Oftfcrtrngcln theils crlirochcn, theils ganz zerschlagen:c. — DaS Krciöamt und der Stadtmagistrat haben ans jedesmalige Anzeige den Thätern nachgeforscht, strenge Vorsichtsmaßregeln angeordnet, sich alicr iwcrzcugt, daß cs nnmüglich ist, dcm Nebel Einhalt zn thnn, außer wenn mail cinc Wache von 10 bis 20 Mann Tag und Nacht ans den Fricdhof stellt, weil die Diclic in der Nacht über die Man er stiegen nnd den Frevel ucrnbtcn. Solange ii bcrhaupt Diedstählc nnd Einbrüche nicht verhindert werden können, wird anch der Friedhof ihnen ausgesetzt sein, der einen Flächeninhalt von 10.000 Qnadrattlastcrn hat, nur von einer einfachen Mancr nmschlosscn ist, oft von mehreren tausend Menschen auf einmal desncht wird. Gegründet ist leider die Klage wegen hcrumlau-fens der Hnudc auf dcm Fricdhofc. Mit tiefer Betrübniß nnd gerechter Erbitterung mußte cs die Verwaltung uud jcocn crfüllcu, der noch cinc Pictüt für die Todten hat, zn schcn, wie manche Familien selbst odcr durch die Mägdc iyrc Hundc, da sie iu der Stadt uicht freigclasscu wcrdcu durftcu, bis zum Fricdhofc au der Schuur führten, da aber los-ließen, „damit sie sich anslanfcn" — über den oft mit thencrcn Blumen geschmückten Gräbern nnscrcr lieben! Seit Jahren hatte der Mcßucr den Anftrag, dies den Besuchern zn verbieten; am 22. Juni d. I. sind ihm vom l>)lil. Stadtmagistratc im Einverständnisse mit der Fricdhofövcrwallung diesbezüglich die strengsten Weisungen schriftlich gegeben, das Verbot ist in beiden Sprachen ans dic Tafel geschrieben worden.'— Wenn dies alles nicht beachtet wird, dann trifft die Schuld das Publicnm, und der löbl. Magistrat wird die Maßregeln verschärfen müssen. Einc Nachahmnng der strengen Ordnnng in Trieft, auf welche der Artikel hiuwcist, wo jeder Fremde bemerkt nnd überwacht, sogar die Stöcke abgenommen werden, ist bei nns unmöglich. In Trieft gehen die ^cichcnzügc uur bis St. Just, nie ans den Fricdhof, die deichen werden dann Abends ohne Begleitung dahin geführt nnd beerdigt. Wer ist aber bei nns im Stande, die Fremden zu bcmerlcu nnd zn überwachen, bei großen Vcichcnzngcn, oder bci Begräbnissen von Militürftcrsoncn, welche die Mnsikbande bis zum Grabe begleitet, wo mehrere tausend Menschen ans allen Ständen, anch Proletarier nnd Gassenbuben, anf einmal den Fricdhof bctrctcn? Gcgcn dic Anschuldigung um Schlnssc des Artikels, worin cs heißt: „Eö wird nns ferner mitgetheilt, daß Grabsteine von Familien, von dcrcu Angehörigen niemand mehr sich hier befindet, wir wissen nicht auf wessen Veranlassung, uon den Gräbern entfernt und au den Steinmetz abgegeben werden. Da Grabsteine jedenfalls cinc blcibmdc Bcstimmuug haben, da cs ferner nicht leicht ist, zn bestimmen, wann dcr Fall eintritt, daß niemand mehr au einem Grabe Interesse hat, fo wünschten wir darüber uon Seile dcr FricdhofSverwaltnng ciuc Aufklärung." — mögen die nachstehenden dicsfälligc Vorschriften als Vertheidigung nnd Rechtfertigung dienen: Für Trieft besteht laut Zuschrift des hochwürd. Neustadt-Pfarramtes vom 27. November 18C,^ folgende Anordnung: „Es ist erlaubt anf die uicht cigcucn Gräber Krcnzc und monnmcntalc Steine (gewöhnlich die Breite 5> bis pflichtet, znr cigcncn Rechtfertigung wic zur Beruhigung dcr Stadtbewohner jene Auschuldiguug mit aller Entschiedenheit znrückznwcifcn und hicmit öffentlich zu erklären, daß bis jetzt nicmalswcdcr durch ihrc Veranlassung, noch vom Meßncr zu St. EhristopH Grabsteine von Familien, deren Angehörige sich nicht mchr hicr bcfindcu, an dic Stciu mctzc abgcgcbcn worden sind. Ebenso bestätigen dic Stein-metzmcistcr, daß sie nie solche Grabsteine übernommen haben. Handels- und Gewerbekannner für Kram. Protokoll über die Sitzung, welche am 8. November 1867 Nachmittags 5 Uhr im Saale des GrnnindcratheS unter dem Vorsike des Herrn Kammer-Präsidenten V. C. Supan und in Anwesenheit dc5 l. f. Commissars l. t. Negicrungöralhes Sr. Durchlaucht Herrn Lothar Fürsten v. Mette, nich-Winncburg abgehalten wurde. Gegenwärtige: Von Seile der Mitglieder und Ersatzmänner die Herren-Josef Nlasnit, Vittor Nucar, Josef Debeoec, Johann Fabian Johann Nep. Horal, Johann Iamsek, Franz Malli Josef Schwcnlner, Franz Nöhmarm, Paul Stale, Vlas Verhovec, Johann Vec. — Schriftführer: Dcr Sccrelttrö-Substitul I. Murnil. Der Herr Präsident eröffnet die Sitzung und stellt den l. f. Commissar Se. Durchlaucht Herrn Lothar Fürsten u. Metternich.Winneburg, l. l. Negierungsralb, den Herren Kammermitgliedeln vor m>d richtet zugleich cin Hochdcnselben die Älllc, bei der hohen l. l. Landc«rrgierung dahin wirlen zu wollen, das; von Seile derselben der Kammer diesige Unterstützung zu Theil werde, mit der allein es ihr möglich wird, ersprießlich in ihrem verarmten Kammerdezirle wirtrn zu lönnen. Se. Durchlaucht versicherten hieraus, die Kammer in chrcm Wirlen bei der l. l. Regierung bereitwilligst unter, stutzen zu wollen, sür die Hebung deS Handels und der Gewerbe und insbesondere auch sür die Verbesserung der Gewerbeschulen und (5rlichlur.g neuer stelS besorgt zu sein und das Wohl der Kammer »ie aus dem Auge zu lassen. 1. Das bereits durch den Druck veröffentlichte Prolololi der letzten Sitzung wurde genehmig«!. 2. Der Srcrelärs-Substilut I. Murnil «HM die seit der letzten Sitzung an die Kammer eingelangten ('"'schaftsstücte mit und an verschiedenen Corrrespondenzen unter andern: ») Schrei» ben des VerwaltungöralheS der sleiennärtischen Gseompte« bant ddo. Graz, 7. October l. I., womit derselbe der Kammer den Dant sur die Wahl deö Verlrauenscomil«.''« aussprichl — Aescdluß: Zur Kenntniß: !i) das hohe l. l. Landesprü. sioium theilt mit Beziehung auf das Gutachten der Kammer vom 8. August l. I,, Nr. 292, mit, daß das hohe l. f. Handelsministerium mit Eilah vom 10. September l. ^ Nr. 15.837, gestattet, daß dort, wo bisher bei dem Vel^ lehre mit Kohle Mahgejähe von drn Wiener Mchen Inhalt im Gcbiauchc waren, dieselben noch ferner« benützt we,den dürfen. — Nl'schllch.- Zur Kenntniß; l) Zuschriften der l t Gcniedirection in Laibach ddo. 29. September, 3., 5 13 und 15.October l. I., Z. 700, 714, 719, 750 und 09o' mit Ucbeinnttlung der Prcislarife über verschiedene Werlm'eister. ardeilen. — (Wurden entsprechend erlediget): . Maschinen.-Nagchabril. ^ Beschluß: Zur Kenntniß und l"i"« tragung im Fiimenprolololle; <>) das l s " >" ^) Einberufung des Herrn Dr. Nicolaus Nrcher an dic Stelle des freiwillig ausgetretenen Mitgliedes der Handtlssection Herrn Andreas Schreyer: >') Schreiben de? Herrn Dr. Nicolaus Necher ddo. 7. November l. I. mit der Anzeige, d°h er die durch Austritt des Herrn Andreas Schreyer erledigte Stelle nicht annehmen könne. — Beschluß: Zur Kenntniß. 3. Tarauf nimmt der Herr Präsident das Wort, um der Kammer die Mittheilung zu machen, daß die Tracnung der Laibach-Villacher Eisenbahn beendet sci, wobei er nicht Unterlasten könne, der Herren Ingenieure lobend zu erwähnen, welche dieses Wcrl mit seltener Gewandtheit und Tl)ä-tigl.it in kurzer Zeit von Laibach bis Aßling, 9 Meilen, und bi«hin von kärntmscher Seite ausgeführt haben. Der Herr Präsident bespricht ausführlich die Terrain« und Steigungen Verhältnisse, welche nicht ungünstig sind, und bemerkt, daß die Herren Ingenieure sich in den nächsten Tagen nach Wien begeben werden, um unter der Leitung des Inspectors der l. t. priv. Kronprinz-Äudolfsbahn, Herrn Franz Kazda, das Tracirungsvperat zu vollenden, worauf das Eisenbahn-ComiU' alle diejenigen Schritte einleiten wird, welche es zur Verwirklichung dieser Bahn als nothwendig und zwesmaßig erachten wird. Der Herr Präsident spricht weiter seine be> sondere Freude aus, daß dieser für unser Land hochwichtige Gegenstand, wozu die Kammer die Initiative ergriff, mit Hilfe ihres wackeren Secrclärs Herrn Dr. To man wenigstens soweit gldichcn sei. Weilers spricht der Herr Prä-' sidcnt die Absicht aus, dah dic Brcnncrdahn ohne Ergänzung durch vie Linien Vlircn-Villach, Villach-Laibach und Et. Pctec-Fiume Oesterreich keinen Vortheil bringen werde. Nur durch die Herstellung dieser Linien, wodurch das adna-tischc Meer mit dem Wcltuerkehr in Verbindung gebracht wird, kann Oesterreich aus der kostspieligen Brennerbahn einen Vortheil ziehen. Fecncr berust sich der Herr Präsident auf die Eiscnbahnsludien in der „N. Fr. Pr." vom 20. September r>. I., in welchen diefelbe Ansicht entwickelt werde. Nachdem er noch der k. k. prio. Kronprinz-Rudolssbahn mit Bezug auf das Project Laibach-Villach erwähnt und be-mcrlt hatte, daß das Project über Pontcba-Udine gegen» wältig selbstverständlich ganz entfällt, obgleich es sich nicht bestreiten läßt, daß diese die kürzeste Linie wäre und dieselbe gewih auch später die italienische Regierung ins Leben rufen dürfte, allein es liege im allgemeinen österreichischen Staats« intercsse auf österreichischem Territorium zum Meere zu gelangen, führt er fort: Was endlich die projcclirte Predil'Vahn anbelangt, kann ich für heute sonst nichts sagen, als dah ich zuvetsichtlich hoffe, Oesterreich werde doch endlich aufhole», über hohe Alpen Eisenbahnen zu bauen, wo sich eben so wenig Fabriken und Städte anlegen lassen, wie am Moor» gründe und Karst. Ja! meine Herren, wenn man bedenkt, daß wir jetzt eine Bahn über den Semmering, über den Morast und Karst, über die Brenner« Alpen bercitZ hergestellt haben, u»d jetzt soll noch eine Eisenbahn über den Prcdil gebaut werden, ja um Gottes Willen, welche Aus« sicdt und Zukunft gewinnt die Industrie, nämlich die staats-wirthschaftliche Production? Und doch ist deren Ausblühen ein Hauvtcrfoldcrniß zur Verbesserung unserer finanziellen Lage. Die Eisenbahnen sind, meine Herren, heutzutage der wichtigste Factor am uollswnlhschaftlichen Gehißte, sie befördern die materielle und sociale Arbeit, und nicht blos für die bestehende Industrie sind sie nothwendig, sondern für das Aufblühen neuer vermehrter Industriezweige. Wo soll aber die Iodusliie am Eemmering, Moorgrund, Karst, Brenner und scdlichlich am Preoil, wo die sterilsten Theile des Reiches sind, wo lein Wasser und lnn Holz vorhanden, ihre Etablissements anlegend Doch genug, heute ist nicht der Tag, um über das Project der Bahn über den Prrdil mehr zu sagen. Es dürste sicb jedoch bald die Gelegenheit finde», sich darüber näher auszusprcchen. Schließlich habe ich nur noch zu bemerken, dah die ganze Bevölkerung von Obertrain sehr rationell über unser Project Laibach-Villach denkt und der Beginn der weiteren Arbeit mit Freuden erwartet wird. * (Schluß folgt) * So viel wir an« ganz verläßlicher Quelle erfahren, soll sich ein Besitzer de« Grundes, wo jetzt bcr Bahnhof bestimmt sci, geäußert halieu, daß er, eher a!ö der Bahnhos erlegt werden sollte, den ganzen Grund und B.)dc» für dm Bahnhof Hinsollst hergeben würde Anm. d. Red. Ou« absendet. Auf das „Eingesendet" in der „Lalbacher Zeitung" vom I 8. Novcmder l. I. Nr. 2 6 5. Der „Freund alter Naudenlmale" lann den hochwüt' digen Herrn Pfarrer von Jauchen versichern, daß er die Uebcrtünchung der Filialkirche St. Cunigundac zu Tabor nicht nur als „Weitsichtiger" aus den Fenstern des Schlosses Krcutberg, sondern auch in nächster Nähe angesehen hat, jo wie er auch die Ueliertünchung an der Eingangssronte dieses Schlosses als „Blinder", leider aber schon vor mehr alö 20 Jahren recht gut gesehen hat. Dieser letztere eben nicht sein angebrachte Stich wäre nicht übel, wenn er nur den rechten Mann getroffen hätte, aber jo gibt er kein Blut, da diese Uebertünchung der Eingangssronte schon vor mehr als 40 Jahren vorgenommen worden ist, aber nicht aus dem Grunde, um dadurch die an derselben vorgenommenen Aus' bcsserungcn unlennllich zu machen, sondern nur um dem Ungeziefer das Herauskriechen in die Zimmer an der nur roh angeworfenen Wand zu ci schweren. Doch — I^v«»! pill li'llliuül, fagt ein aller lateinischer Spruch, aber »ichl immer wird derselbe richtig und gut angewendet; dies zeigt nun eben auch das weiße .Mrchlcin St. Eunigundac zu Tabor, an dem übrigens die vorgenommenen Ausbessrrungce mit einem bloßen Anwurf von grauem Mörtel auch hatten un» kenntlich gemacht werden können, wozu endlich leine größern Kosten als zur Ucbertünchung nöthig gewesen wären. Um die Streillhürme (von denen einer noch unter Dach steht) und die Ringmauer zu sehen, braucht man auf Ehcc gar leine Phantasie und nur der, der selbe nicht sieht, muh blind, aber schon sloctblind sein: stehen sie auch nicht mehr in ihrer ursprünglichen Höhe da, so sind sie doch noch voll< kommen sichtbar, da solche, wie es der Herr Pfarrer selbst zugibt, nur thnllvcise wegen Aausälligleit bis zur Höhe von beiläufig einer Klafter abgetragen worden sind, daher also eine Klafter Höhe immerhin auch ohne Phantasie noch saltsam ersichtlich ist. Ueberdics war mcin Artittl vom 2. November I. I. Nr. 252 niemals zu cine, ZcilungSpolrmil, sondern nur für den historischen Verein bestimmt und es ist derselbe auch ohne mein Wissen und Willen i„ die „Laihacher Zeitung" gekommen, übrigens: „Wenn ein Werk frei da steht auf offener Straßen, „So muß sich solches auch frei besprechen lassen — !" Dies als letztes Wort von dem Freunde alter Baudenkmals. Telegramme. Pest, 19. November. Anläßlich des Namensfestes Ihrer Majestät wurde heute in der Fcstungslirchc ein feierliches Hochamt gehalten, welchem die Spitzen der Civil- und Militärbehörden, Vertreter der Schwestcr-städte und ein zahlreiches Pnblicum beiwohnten. — In sämmtlichen Theatern finden heute aus dem gleichen Anlasse Fesworstellungcu statt. — Der Viccftrüsidcnt der Dcputirtcntafcl, Alexius Dozsa, ist heute gestorben. Astram, 19, November. (Dcli.) Die ^andtags-wahlcn sind im uinonistischeu Sinne in ganz Slavonien und Syrmicn gesichert. Auch in Agram selbst ist ein gleicher Erfolg zu gewärtigen. "Assran», 19. November. Hier eingetroffeue verläßliche Nachrichten kündigen bestimmt den Znsammentritt des croatischcu ^andtagcö für die ersten Tage des Jänner an. VsseNst, 19. Noucmber. Hier sind Graf LadiSlaus Pcjacseuic uud Herr von Stojanovic zu Dcftutirten für den croatisch-slavunischeu Landtag gewühlt wordcu. Beide Wahlen, entschieden ausglcichsfrcundlich, constatircn den glücklichen Erfolg der Mission des Baron Ranch. Semlin, 19. November. sWr. Tgbl.) Auf einen Bericht iibcr die großen serbischen Rüstungen gegen die Tin'-fei, welchen der englische Oencralconsul in Belgrad an scmc Regierung abstattete, hat ^ord Stanley denselben bwch tragt, der serbischen Regierung die Vcrmiltlnng England in dem scrbisch-türkischcu Conflict anzubieten. Die scr bische Regierung hat dankend erwidert, eiu Ancrbictcn russischer Vermittlung liege ihr bereits vor. Paris, 19. November.'Der gesetzgebende Kö'N'"' wurde ohne Präsidcntcnrcdc eröffnet. Julius Favrc leg! drei Intcrftcllations-Fordcrungcu vor: Ueber die äuß^c Politik, die innere Politik, namentlich die Frage der pcv söulichen Freiheit, und die zweite Expedition nach No»',. — Dic „Patric" glaubt zu wissen, das französische s^ binct habe ein neues Eircularschrcibcn bezüglich der CoN' fcrcnz vorbereitet. London, 19. November. Eine Deputation von 8l) Arbeitern, welche nin Begnadigung der Fcnicr bat. wnrdc vom Minister Hardy nicht empfangen. Die Deputation verblieb dcsscuuugcachtct im Ministerium dcs Innern, faßte gegen das Ministerium feindliche Beschlüsse nnd stieß Drohnngcn aus, wenn die Fcnicr gchcws>l würden. New-Aork, 19. November. Ein mexikanische Commissär wurde wegen Uutcrhandlung eines Zwölfmil' lioncu'Anlchens nach Washington gesendet. Telegraphisch? Wechsclcoursr vom 2'). November. 5p?rc. MrtaManes 5,7. — 5perc. MetalliqucS mit Mai- mil> Hlovcmber-Züise» 59.10. — 5perc Mtionol.Anlchsu 66.50, — Wcu>l< actim 658."—lircdiwctic» !8^.l0. — 1860er Tlaalsaillehei'83W. Silber 120. - l'ondoii 12^,25. — K. l, Dncalc» 5.19. cheschasts-Zeitung. Tchlcsisch böhmische VerbindmlaMalin. Vom pmi suscheu Handelsministerium ist an dic obcrschlcsijchc Aah» dic 6o»-ccssiu» für cine Bahn uo» Areölmi über Slrchlen, ^ra»lc»slei!!, Glatz nach Miitt'lwaldc, rcspntiur Wildenschwerdl, crlhcill n»d hicdlirch gleichzeitig auch dcm Staaleucrtragc zwischm Prcusn'U und Ocstcrn'ich wcczcu Hcrstclln»g der schksisch-bühmischcn Mi' bindnncMllhn a,cnila,t wordcu. Das Fr'ancssystem in Preuße». Wic die Pcrli»" Borssnzcilunc; mcldct, ist die prcnhischc Ztsnicrnnq a»a.csichlö dtt in» Fcbrnar l. I. in Paris znsamniclNrclt'üdcn Viitnzconfcrciiz z>> dcm EiUschlnssc gclcnisst, dc>u Nurddcutschm Vnndc dic AuSprä' ssung rincr für dcn inlcrnatlonalru Vcrlchr tcniglichcn, an dns Francssystcin sich cng anschlicsicndcn Goldinnuzc zu cinpfchll'», dagclM anf rinc uollsländigc llnificirnug dcr nnr silr drn i»ncn> Vcrlchr bcstiinintcn tlcincrcn Miiiizcn init dcn srcmdlmidisch^ nicht cinzu^chcu, Dic Miguna. Prcuszeuij zur Gold>r,äl>rnil.'n 3l,!icn. — Sartori, Renlitätcuurs,, vo» Stciubruck, — Sponcr, Tclcgraphcninspcclur, uon Tricst Elephant. Dic Herrcu: Grahcc,, Vcrw., von Ncumach. ' Vümchcö, Iiiciciiicur, uo» Wic», — Hämisch, Bccimttr, uo» Scssana, - Victcn, von Trieft, - Hirsch, uoil Zobel. ! 325.Z7 '4 '-4 O,schwach ^lhcil.qelichtct! ^li TrUlicr, finsterer Taa.. Schiuarzei« Kcwijlle, laqilber alls OSO. ziehend, mit einem lnrzeu Nen,c!ic,„sse Vorinillassi«. D>c Alpen L>ormiüaqi! wuttmfrci, schUn 'l'clcnchlct. Gegcn W llhl' Ndcndö thcilwcisc Anflicitcriü'g. Veranlwurtlicher Ncdaclcnr: Inna, u. Kleiumau r. Wll^lttli^lluil. Wien, 19. Noucinber, Wenig Geschäft bei geringer Cursuera'ndcruna, im Efftcteuverlehr. Devisen und Valuten weichend, Geld minder flllssla. Veffentliche Tchult». ^. des Staates (für 100 si) Geld Waare In o. W. ;u 5pEl. filr 100 si. 5^.70 l,3 80 In üsterr, Währung steuerfrei l>7 70 57.80 *', Stcncranl. in ö. W. u. I. ^l8>i4 zu bpLt. rückzahlbar . 88,— ft».25 Silber-Anlehen von 18 " ^ " "^^ ««-" Geld Waare Salzburg .... zu 5'/. 86.5.' 87.50 Böhmen .... „5 „ 89.50 90.- Mähren .... „ 5 „ ft?.?'0 ««.50 Schlesien .... „ 5 „ 88.— 89.- Stelermarl . . . „ 5 „ 89.50 l»0.— Uugarn.....„ 5 „ 71.5'» 72.-- Tcmeser - Banat . . „5 „ 70.— 71.— Ernatlcu uud Slauouieu „ 5 „ 71.50 72.50 Galizicn .... „ 5 „ 65.25 65.75 Siebenbürgen ... „ 5 „ 64.75 65».-.zu1000si. E.M. 1737.- 17zt> — Kredit-Anstalt zu 200 fl, ö. W, 1«2.60 1^2.80 N.iz,Escom.-Gcs.zu500si.ü.W. 614.- 61«.— S.-E.-G,zu200st.EM,°.5c>0Fr. 237 30 237,40 Kais. Elif. Bahn zu 200 si. 2M. 138.— 158.50 Süd,-nordb,Ver.-B.200 „ „ 124.50 l25— SUd.St.-,l.-ven.u.z.-i.L.200si. 169.70 170.— Gal. K°rl-l!ub.-N. z. 200 si. LM. 208.50 208.75 Geld Waare Vöhm. Westbahn zu 200 si. . 140.— 140 50 Ocst.Don.-Dampfsch.-Gcs.D^ 478.- 480.— Oesterreich. 5!loyd iu Trich Z n 182.— 185.— Wien.Dllnipfm.-Actg.500si.ö.W. 460.— 470.- Pcstcr Kettenbrücke .... 376.— 38".— Anglo-Austria-Bank zu 20>)fl. 107. ^ 107.50 ^'cmbcrgcr Ccruowitzer Acticn . 170.- - 171.— Pfandbriefe (fltr 100 si.) National- 1 baut auf > verloöbar zu 5"/. 97.30 97.50 C. M. j Nationalb. llufü.Wverloöb.5,, 92.65 92.80 Ung. Bod.-Lreb.-Nnst. zu 5'/. „ 89.75 W.-Allg. üsi. Bodcii-Crcdit'?tnstall verloöbar zu 5°/. in Silber 104.— 105 — Uose (pr. Stllck.) 5() :;i.5s> Pallffy ^ 40 « ^ . 22.50 23.- Geld Ma" Elary zu 40 fl. EM. 24- 85." St. Genoiö „ 40 „ „ . 23.25 24.^7 Windischgrätz „ 20 „ „ . 19.25 19" Waldstcin „ 20 „ „ . 19.50 2"."" Keglevich „ 10 „ „ . 12.50 1^' Rudolf-Sliftuna 10 „ „ . 11.75 12-^ Wechsel. (3 Monat?) Angsbnrg für 100 si slidd. W. 101.75 M-^ Fraulfilrta.M,100si. dctto 101.90 1"^ Hamburg, für 100 Mark Vanlo 90.-- ^" London für 10 Pf, Sterling . 122,- ^'A Paris für 100 Franlö . . . 48.45 4^' VourS der Geldsorte», Geld W«°" K. Münz-Ducaten 5 fl. 79 Ir. 5 sl. "" ' NapolconSd'or . . 9 „ 75 „ 9 „ ^ „ Nuss. Imperials . 10 „ -. „ 10 5 ^, ,, Vereinöthalcr . . 1 „ 79' „ 1 ",« „ Silber . . 120 „ 25 „ 120 „ ^ --------- Pr>^ Krainische GrundentlaNnngg-Obligationen, ^ vatnotlrung: 87 Geld, 93 Waare.