Hummer !W. '.tan. den W. ?»li IX'-,.".. > ll !• PettaucrZeitun erscheint jeden Fonnrag. PrtlS für Peüaii mit Zustelln»,, in» Ha»»: Bierteljühng fl. I.L'u, IjdUtjiifjria fl. kiM\ ^.,»«!>hrig fl 4.80. mit Postversendiing im Zulande: Bicr>elj.iliri,i sl >.!". Jj.iuiol>u,; s> 2.HU. gan.ijdfyrig fl. si.Gü. — Einzel»? Siilmmer» in fr. «chriftleitcr: J»srf FrlSucr, Bahnhofgafle - S'crivaltung u»d Verlag: W. it'tante, Biichhandli»i Tisch und brachte eine Schüssel mit Erdbeeren und vier kleine Tellerchen, die sie darum gruppiite. wie die Stuhle eben standen. Dann brachte sie Zucker, Sahne, Weiß-brod und Löffelche» und da»» sagte sie zu der ruhig dastehende» Dame: „Die Jause ist bereitet. gnädigrS Fräulein." Die Dame nickte, ivarf einrn Blick aus den gedeckten Tisch und stieg langsam über die Stnfen der Terrasse nieder. Jetzt, da sie sich den Kindern näherte, flog ein n?ar,»rs Lächeln über ihr ernstes, kaltes Gcsicht und mit einer seltsam tiefe», aber »»endlich wohlklingenden Stimme rief sie unter die kleine Schaar: .Nun ihr Comtessen- und Baronessenvolk. habt ihr noch nicht getollt genug? Kommt zur Jause!" — Die drei Größeren lachten, und sprangen weiter, die Kleinste trippelte, die Ärmchen ausgestreckt, aus die Dame zu. sah mit ihren großen Augen empor und sagte, das Mündchen zu einem süße» Lächeln rundend: „Ischen bav — Tante Feda, bitte, bitte," uud als sich die Dame tief herabneigt,. weil er noch über eine große Anzahl von Ja-sagern verfügen kann, die »ach den nächsten Wahlen von der politischen Bildfläche verschwunden sei» werde». Und mit diesem Faktor scheinen auch die Ungarn zu rechne» und sind unnachgiebig. Denn entweder, denken sie. wird der Ausgleich aus dcr damalige» Basis provisorisch verlängert werden müsse», wenn das österreichische Abgeordnetenhaus im letzten Augenblicke obstinat sein sollte. oder eS wird ein Machtwort der Krone entscheide». Und in beide» Fällen kommen sie besser iveg, als wenn sie sich nachgiebig zeigen. Nun, die beiderseitigen Regierungen sind nach den letzten Meldungen über daS AuSgleichsgeschäft in viele» Frage» zu einer Einigung gelangt, wobei ma» nicht sagen tan», dass diese Berein-barungen für CiSleithanien günstig seien. Mag sein und eS war ja die Pflicht der beiderseitigen Regierungen, zu Resultaten z» gelangen, welche die Abgeordneten nun zu prüfen haben werden. Alleii» so glatt wie die Offiziösen meine», wird die Sache sich denn doch nicht mache», denn kaum eine der heute noch bestehende» Parteien wird eS wagen, diese Vereinbarungen gut zu heißen, welche den berechtigte» Forderungen Osterreich« in der ganzen AuSgleichSfrage auch nicht im entferntesten entsprechen. Die Ungarn sind gerade infolge des Ans-gleiches von 1867 wirtschaftlich so stark n»d reich geworden, dass sie sich die viele Millionen tostciide MilleuiumSauSstrllnng leisten konnten. Aber sie sind auch gerade insolge dcr bisher durch den Ausgleich geschaffenen Verhältnisse. wie alle reichen (!mpvrtömnili»ge stolz nnb übermüthig geworbn. I So übermüthig, dass sie, dcr zu Beginn der -—-=— j »i» die Kleine ansziihebe», legte diese ihre volle» runde» Änliche» »>» ihren Hals und drückte de» ] Mund an? die Wange der Dame „D» Schmeichelkätzchen," flüsterte diese, die Kleine emporhebend. — .hast D» Taute Freda wirklich lieb? — „Biel, — viel. — lieb," — antwortetc das Kind, sich anschmicgend. — .Du 'iSchcn auch lieb, Tante Feda? — Eine warme Röt he quoll über das Gesicht dcr junge» Dame, als sic das liebliche Ding kosend an sich drückte und leise, als sollte e» niemand höre» als das Kind allein, sagte: „Ja HerzenSschatz, Tante Freda hat Dich lieb. Biel. viel lieb, hat sie ihr mischen!" — Dann z» den anderc» gewendet, rief sie: „Nnn wollt ihr nicht kommen? Erd-beere» gibt», ihr wildrt WeibSvolk! Ihr lärmt ja mehr als zehn Buben! Vorwärts!" — Dir Kleinste der drei bot ihr daS Händchen, die beiden Älteren sprangen voran, gefolgt von den Kindermädchen. „Wann kommt Papa? Tante Freda? frug die Brailiiköpsige. sich niedersetzend. „Und unsere Mama?" frug die Blonde, „Ja, unsere Mama?" echote die Dreijährige uud begann von den Beere» zn nasche». „Pfui Naschkätzchen! kannst Du nicht warten?" wehrte Tante Freda, „Wollt ihr Zucker oder Sahne dazn?" AuSgleichsära inferiore Theil der Doppelmonarchie nuumehr die Superiorilät an sich gerissen haben kuiz. dass sie. die blos M Perzeut ',» ?NI ge-meinsainen Kosten der Gesammtslaaicetbaltung beitragen, uns Österreicher, die wir mchr als doppelt soviel dazu zahle», bei j.der Gelege»-heit als den minderwertigen Theil betrachten und — auch behandeln. Das Budget Ungarn» ist in den letzten 2~> Jahren der für sie io gü> stige» Ausgleichspcriode von ruud 191) Millionen auf 500 Millionen gestiegen; die Steuerkrait Ungarns ist um «00 Millionen gewachsen. Wenn sich unsere Abgeordnete» ein wenig die VvlkswlUsctiastS< Statistik Ungarns diirchsehen und da» stetige Steigen der Ziffer» betrachten, welche die Z» »ahme der Zahluugsfähigkeit Ungarns i» Mllionen ausdrücke», dann dürfte der AnSgleich auf Grund der bisherige» Vereinbarungen der beiderseitige» Regierungen, weder in dieser, noch in der nächsten ReichStagSperiode zustande kommen, trotz aller offiziösen Versicherungen. ES ist wahr, ein Macht-wort der Krone kann daS Quotenverhältni» regeln, wenn ein anderer Ausweg nicht gefunden wird, aber der König von Ungarn ist auch Kaiser von Österreich. Wochenschau. Las russische Laiscrpaar soll den neueste» Nachrichten zufolge am 26. August uud ,war mit großem Gefolge in Wien eintreffe» »nd da-selbst drei Tage verweile». Unter anderen Fest-lichkeiten zu Ehren des Care« und der Carm wird am 27 August eine Parade der gesammten Wiener Garnison aus dcr Schmelz abgehalten ui'b „Zncker!" „Sahne!" — Ja. Zucker und Sahne!" — „Na. wartet bis Litcheu auch am Tische sitzt" und sie setzte das Kind in einen der Armstilhle. band ihm eine Serviette vor und begann dann aiiSzuthcile». — „Du hast nicht ge-sagt, wann Papa kommt! — „Ja »nd wann Mama kommt!" frugen die zwei Größeren. — ..Ach seid ihr doch Plaudertajä)en! Papa ist inS Bad gesahren, Erna »nd wenn er Mama dort gesund findet, bringt er sie mit. Du Willy weißt doch, dass Mama mit Onkel Alfred reiste? Alio wenn er kommt, bringt er Eure Mama'S mit. So. jetzt gebt euch zufrieden." — Die Kleinste, von einem dcr Kindsmädchen gefüttert, faßte da» Löffelchen. welches ihr das Mädchen zum Munde brachte, nahm ein paar Beeren zwischen ihre Finger und hüll sie der Dame hin. — „D» auch. — Tante Feda! — Diese nahm dir Beeren mit den Lippe» und sagte dann, die dunklen Ringellöckchen küssend: „Iß nur Liiche», die anderen löffeln sonst alles allein weg." Jetzt wurde» auch die anderen frei' gebig «nd boten der Tante ihre Schüfselchen, bis sie von jeder genommen. Ei war ein liebliche» Bild, eine Kinderidylle, in welcher das ernste Gesicht Freda» von Kahregg sich ansah, wie eine einzige Wolke am tiefblauen, vom Sonmnglanze vergoldeten Frühsommerhimmel. Nur wenn ihre würd»», fi» würde» sie sich vielleicht elier -nr Einigkeit verstehe». Der Redner schillerte nun die schwierige Lage der Teutsche» des Unterlandes. An der Strecke Radkersburg-Luttenberg kämen mehr Attentate i»or als auf der ganzen Südbahu-strecke. Erst kürzlich sei ei» Zug mit Radker» burger Bildern in böswilliger W»iie «ittaqiiirt worden Die Steirer müßten zusammenhalten, liilli, Pett.i». Marburg, Radlersburg seit« oer-loren. wenn sie nicht eiteii starken Rückhalt liaben. Durch solche Debatte» wurde ei» Rückhalt nicht geschasfen. Redner sei selbst Antisemit, aber den obligatorischen Antisemit>4iunS al» Parteiprogramm lehne er ab. Die RadkerSbnrger l)aben durch eigene Mrcift eine» wesentlichen Erfolg errungen, mit ihrer Hilfe sei im benachbarten Lberradkersburg eine dentjchsreundliche Be.zirksvertretnug gewählt wurden. Künftig dürste diese Widerstandskraft noch nothwendiger sein, denn die Agitation in der nachbarlichen Bevölkerung sei eine ungeheure. Die Stadt werde förmlich boycottirt. Es müsse mehr deutsche Einigkeit herrschen, um die untersteirischen Städte nicht zugrunde gehe» zu lassen. Die meisten anwesenden Bürgermeister fühlen sich nicht com-pelent, die Einladungen seien zu spat gekommen, erst am 15. und lg. Juli, es sei häufig nicht möglich gewesen, sich mit andere» zu berathen, der Ausruf hätte gleichzeitig mit den Einladungen versendet werde» sollen. Der Redner stellte den Antrag: Die Versammlung beschließt, es sei ehestens ei» Parteilag einzuberufen. Auf die Ein-tvenduiig vo» Knaffl«. dass die Zeit für einen Parteitag ungünstig jei, weil die Leute in den Ferien giengen, entgegnete Herr Bürgermeister Reitter. das» er bedauere, dass die Deutsche» nichi soviel Opserwilligkeit besitzen, um in den Ferien auf einen Parteitag zu kommen. Schließlich wurde beschlossen, auf eine Abstimmung über den vor-gelegenen Wablausruf nicht einzugehen. Dieses Ende der Eonferenz war vorauszusehen und dass sie selbst bet einem weniger negativen Ergebnisse einen praktischen Nutzen nicht gehabt hätte und nicht Ijaben konnte, weil, wie die Wählerichast von Obdach gauz richtn, sagte, der Bürgermeister wohl der Vertrauensmann in Gemeindeangelegenheite» ist, nicht aber auch in Wah!aiigel>'genheiten sein muß, konnten die Eiuberuser wohl selbst sich au»-rechnen, das» die «Ferienzeit" zur Einberufung eineS Parteitages nicht die günstigste il'l, mag lvahr sein, aber selbst ein schwachbesuchter Partei-tag hätte den Herren ei» positivere» Bild des SiärkeveihältnisieS der Partei gegeben »nd die Herren hätten sich den Vorwuuf erspart, eine» Bruderzwist zu provoziere», ein Vorwurf, der, mag er berechtigt sein oder nicht, der »> dein Wahlaufrufe so scharf betonte» Einigung aller Deutschen sicher nicht förderlich ist. «kin tandlnysinandal ist z» hnlim Der im Prozesse Feichtiiiger ebenfalls an »eklagt gc> ivesene Landtagsabgeordnete Xr. Starkel hat an seinen Wahlbezirk Windischgraz ein Schreibe» ge. richtet, in weichen» er erklärt, bis zur Anstragnug der Prozeßaugelege»he,t nicht candidiren ,n wolle». Pettaner Wochenbericht. itjohrr UrsudiO Wie wir erfahren habe», wird Se. Exeellenz der Herr Statthalter Otivier Marquis von Bacquehem Montag Vornlittag in Pettau eintreffen. (Eine Äundgrbiiug öcd Genirinörralhrs.^ In der am Donnerstag abgehaltene» anßervrdent-licheu Gemeiuderaths Sitzung wurde der Beschluss gefasst, an die i» Graz tagende Versammlung der .Deutsche» Volkspartei" unter Vorsitz Dr. vo» Derschatta'S folgendes Telegramm abzusenden: „Der eben versammelte Öemeinderath der auto-iiumen Stadt Pet'au begrübt freudigst die heute in Graz tagende Versammlu'ig und erklärt ein-* stimmig, den Grundsätzen der deutschen Vvllspartei vollinhaltlich zuzustimmen." (Hr. tUokaun gestorben.) Donnerstag den 23. Juli starb der Landtagsabgeordnete Dr. Jof. Ein. Wofaun, einer der ivarmileu Vertreter d>» Deutschthum» in Eilli, sowohl i» nationaler, als volkswirtschaftlicher Beziehung, iin Bade Neuhau» bei Eilli. (Kaufmännische JsrtbiUmugefchiilr.) Am 12. d. M. schloss die obengenannte Anstalt mit einer öffentlichen Prüfung da« Schuljahr ab. Au der Prüfung, die mit einer Ausstellung sämmtlicher Schülerarbeiten verbunden war. nähme» theil Herr I. Kollenz als Obmann des Schulausschusses und Herr A. Sellinschegg als Mitglied desselben. Der Leiter der Schule, Johann Kasper. Sparkasse-buchhalter, richtete vor Beginn eine Ansprache an die Schüler und gedachte aller jener Faetore», die der Schule wesentliche Förderung «»gedeihen lassen, mit Worte» de» DankeS. Herr Josef Kollenz, der die Verkeilung der Zeugnisse selbst vornahm. ermähnte die abgehenden Schüler zn weiterer Fortbildung, die übrige» zu regem Fleiße und zur Anständigkeit und Dankbarkeit ihre» Lehrern gegenüber unter Hinweis ans die Nothwendigkeit einer tüchtigen Bildung, die zn vermitteln die Lehrer in« verabsäumt liaben. Er dankt dielen uameuS deS SchulauSschusseS, woraus zur Prusung geschritten wurde. Diese erstreckte sich aus Waren-kililde, Handels- »nd Wechielredji, doppelte Buch* Haltung, kauimäunücheS Rechne» (Effecte» und Devisen-Rechnung.) Die meisten Schüler zeigten in den einzelnen Gegenständen große Fertigkeit und Sicherheit. Nach Verkeilung der JahreS-zeugiiif'se erfolgt die Präiniiruiig de» Schülert 'ollen zn dieier Truvp.nscha» fünf Eavallerie» Regimenter in Wien zuiamminge.zvgeii werde». Veränderungen im polilischc» Vienlie. Wie das Amtsblatt meldet, ist der k. k Be?iif*lHiup'-mann in Eilli, Dr. Paul Wagner, zum Referenten bei der Landescommission sür die Revision des Grundsteuer-Ealasters in Sleiermark ernannt worden. An seine Stelle wurde der bisherige k. k. Bezirksh-uiptinaun, Heinrich Oirai Attem» mit der Leitung der Bezirkshauptiuannschaft Eilli be> tränt. Die Entfernung des BezirkshaupIinanneS Dr. Wagner ans Eilli war stet« ei» Lieblings-wuusch der di'rtigen Slovene», bei denen Dr. Wagnir nicht» nxniger al» eine |>en«>na gratn ivar. Die Verlralltugwänner Conserriij, welche am 19. d M. »ach Graz einberufen worden war, ist resultatlos verlausen, da die meisten der Embe-rufeueii (Bürgermeister der Städte und Märkte) erklärten, dass sie nicht in der Lage seien, den Wahlaufruf zu unterzeichne», weil sie der Kürze der Zeit tvegen nicht i» der Lage mutn, mit de» Wähler» Fühlung zu nehmen, übrigen» auch nicht als Mandatare der Wähler, die denn doch de» verschiedensten politischen Richtungen angehöre», auftreten könnten. Die meiste» erklärte», oder ließe» durch Vertreter erklären, dass sie deutschnntioiial seien »nd viele sagten, dais sie aus dem Boden des Programmes der „Deutschen Volkspartei" stünden. Vo» den Vertrauensmänner» aus Untersteier mark erklärte Herr Bürgermeister Stieger von Eilli. er sei selbst Mitglied des Eol-legiuinS. dessen Sitzungen er übrigens in der letzten Zeit nicht beiwohnen konnte, er sei aber nicht in der Lage, als Bürgeim ister diese» Wahlaufruf zu unterzeichne». I» Untersteiermark sei man zuerst national. Jede Au»eiuandersetzuiig unter den Wählern müsse vermieden iverde». Herr Bürgermeister Ornig vo» Petta» schloß sich de.n völlig an. Er habe keine Zeit gehabt, mit den Pettaner Wählern, die größtenthrilS ans nationalem Boden stehen. Fühlung zu nehmen, er könne sich heute sür gar kein Programm aussprechen Herr Bürgermeister Langer (Mahrenberg> sagte, der drittletzte und viertletzte Sah »iüßte noeh strenger antisemitisch gehalten sei». Die Mahrenberger seien bikauntlich stramm national, sie könnten sich nur erhalten, wenn sie antisemitisch sind. Er könne sich dem Programme nicht anschließen. Bemerkenswert war die Erklarun.i des Herr» BürgernieisterS Reiter an» tXadkerSburg Er sagte, er sei durch de» Verlauf der Versammlung enttäuscht Er habe geglaubt, es würde» praktische Maßnahmen wider de» gemeinsamen Gegner besprochen werden. Wir zersplittern uns aber immer mehr. Wen» die Herren an» Cberfteierniarf »»d theilweiie auch au» Mittelfteietmark an der Sprachgrenze leben große», braune» Auge» auf dem Kinde hafteten, welches sie von alle» Viere» am meisten liebkoste, dann flog ei» kurzes, sonniges Lächel» über dieses ernste, kalte Gesicht. Die stolze Baronesse Freda von Kahregg liebte dieieS ttind, dessen Dasein so bitteres Leid über sie gebracht, mit einer unendlichen Liebe und dieses kleine Weitn schien aus der ganzen Welt nichts schöner und süßer z» finden, als das ernste, kalte Gesicht der ..Tante Feda", vor dem die drei Anderen stets eine geheime Angst empfanden, sobald die große», braunen Augen dieses Gesichte» i»il dem ernsten Blicke auf ihnen ruhte». „Wir fahre» spaziere». Alois, lasse» Sie einspannen," sagte sie dem alten Diener, der ge-kommen war. um Tisch und Stühle vo» der Terrasse zu entfernen. „Laßt Euch waschen, Kinder. Lischen kle.de» Sie nun Kathi »nd Sie Resi ziehen Lora an. Die Heide» Große» werde ich besorgen, gebot die Baronesse und nahm ihre zwei älteren Nichten Erna uud Willh mit sich ins HauS. Eine halbe Stunde später fuhr ei» etwas altmodischer, aber bequemer viersiyigrr Wage» vor u»d die kleine Gesellschaft stieg jubelnd ein. Die beide» Kindermädchen mit den zwei Kleinsten saßen am Vordersitze. Freda mit ihren größereu Nichten am Rücksitze. .Nach Ebeukirche», Andres, wir wollen die Post abhole». Aber fahren Sie gemächlich, wir habe» Zeit und die Strasse im Thäte draußen ist staubig. Vorwärts!" — Der Wagen rollte davon. Zuerst giug» bergab, den» Finsterwald lag auf einem mäßigen Hügel, der. mit einem prächtigen Hochwald bedeckt, dem Gute den Namen gegeben haben mochte. Dann gieng es durch ein kurzes, breites Seitenthal, wohl eultivirt. Diese Felder. Wiesen, Kleebreiten und Hapfeugärte:'. gehörte» zum Gute. Dann bog der Fahrweg um eine weit vorspringende Bergnase in die weiße Landstraß-, die in gerader Linie das Hauptthal durchquerte uud in den Markt Ebenftnhen führte. Im Haupt-theile hatte die Heumahd begönne» und die Leute grüßten alle mit einer gewissen respektvolle» Vertraulichkeit, denn die Baronesse Freda vo» Kah« regg genoß als Gutshmiu vo» Finsterwald hoher Achtung »» ganzen Gau. Man rechnete es ihr IiikH an. dass sie, das junge Mädchen. Finster« tvald selbst bewirtschaftete und keinen Verwalter angestellt, sondern den alten Emminger sich als Beiratl» genommen hatte. Er war freilich auch Großgrundbesitzer, aber er war doch ein Bauer und das flößte Vertrauen ein. Es gab keine Neu-crutujr» und Experimente, wie sie Verwalter ge- wohnlich einführen; es war eine ganz vortrefflich geleitete, aber »ach altem Brau^ und Herkommen geführte Wirtschast auf Gut Finsterwald, dessen Erträgnis freilich auch keine kostspieligen Melio-rierungen gestattete. Die Frauen aber nnd nicht »ur die Bäuerinnen allein priesen die „Baronesse Freda". wie sie allenthalben genannt wurde, nm der Liebe willen, die sie dem Kinde der »nglück-liehen Elise Lindner erwies. Sie wußte» alle, dass es der Baronesse harte Kämpfe mit der ganze» Sippschaft derer von Kahregg. Riederegg und Rottenegg gekostet hatte, das Kind zu sich zu nehme» und es zu erziehen. AlleS war dagegeü gewesen. Der Skandal sei zu groß, hatte eS geheißen und der hartnäckigste Gegner war der alte Baro» selbst ge-wesen, bis Freda ihm eines Tage« kurzweg erklärte. sie würde ihre kleine „Halbschwester" gegen den Haß des eigenen Vaters z» schützen wissen und gieuge eS nicht ander«, die Frage der Ent-inündigung des Gutsherrn von Kahregg wegen zunehmender Geistesschwäche auswerfe». Sie hatte damit da» Tischtuch zwischen sich »nd dem alten Baro» zwar völlig entzweigeschnitten, aber ihre» Wille» durchgesetzt. Ihr Vater zog in die Haupt-stadt »»d ihr Bruder Alfred übernahm Kahregg in seine Verwaltung. (Sari Tschtch (Brüder iUioiircilcr). Derselbe erhielt die vom GJrnuiimi gespendete Prämie „ÜWnicr Rotichild'S Handbuch der Ha»delsivissc»schaste»." Xie Aitsialt besuchten im staiijc« .'i2 Schiller. Xouihi erhielten 2:1 die erste und die zweite ssmtgangsclasse. Der Nationalität »ach waien 22 Dnitsche, 9 Sloveue» und I (iroate, der Neligiou nach 31 römisch-katholisch »nd l isarelitisch. Die Lehrmittelsammlung erfuhr eine bedeutende Erweiterung durch Anschassuug einer sehr große», wcrthvollcn Warcnsammlung, die beim Unterrichte aus der Warenkunde eifrig be-niipl wurde. -Souimrrlikdtrtatcl ics ilftlaurr iHän»rr-grsangvrreinrs.) Die am 19. Jnli in deu Loca-liialen des „SchweizerhaujeS" abgchaltcue Sommer« Liedertafel dDols lauten Beifall hervor. Die Männer-chbre wurden durchwegs sehr gut gesungen, vo» denen einige auf stürmisches Verlangen der dank-baren Zuhörer wiederholt werden mußten. Hiebei »inß besonder« des Liedes „Der Einsiedler" von Engelsberg, nnd deS Liedes „Wenn alle Brünnlein fließen ".von Storch Erwähnung gethan werdcn. Letz-terer Chor, der zu de» Glanznummern deS AbcndeS gehörte, mußte auf stürmisches Bcrlangen wiederholt werden. Der machtvolle Ehor „Treuschwur", vom BereiuS^ Chormeister Herrn Suchsland. hat sehr ge-falle», ganz besonders aber der fintierst melodiöse Mittelsatz dieses Chores. Alles in aUcn, genomntr», dcr Pettaner Mäunergesangverein kann auf seine diesjährige Soinuierlicdcrtafel mit vollster Genug» thunug zurückblicke» uud werde» die Erfolge der-selbe» unserem wackere» Bereiue gewiß uur ei» Ansporn zu weiterem Warten und Pflegen des deutschen Liedes sein. Die Harmoniecapelle unter der Leitung deS Kapellmeisters Herr» Ernst Schmeißer spielte wie gewöhnlich sehr gut und ausdauernd, weshalb auch mit Lob uud Beifall nicht gekargt wurde. iärnten gehörendes Floß mit Ruud nnd Schnittholz die Trau herab gegen die hölzerne Dranbn'icke die es im Stronistrich ans der Rannerseite passire» wollte; das Fahrzeug, blos vo» 3 Flössern geführt, deren Krast zur Lenkung des Flvsses in der scharfen Strömung entschieden nicht ausreichte, stie'S mit einem Eck an das 3. Brückenjoch, und sofort legte eS sich quer au das 4. und I>. Joch, kenterte und zer-barst. Der Eigenthiinier Maröi,': und ein anderer Flößer hielten sich am Joche fest, an dem sie emporklommen, während dcr st4-jährige dritte Flößer A. Jariö ins Wasser fiel. Er klanimerte sich a« ein losgerissenes Holzstück, ward aber von der rapidcn Strömung sortgesührt und wäre sicher ertrunken, wenn nicht ans der Aukerwache der k. », f. Pionniere dcr Lärm gehört worden wäre. Dcr Pionnier-Gesreite Friedrich Pseisser und dcr Obcrpiouuicr Ljuboinir Tvdorovi0. bis 17. Jnli d. I. herrschen im politischen Bezirke Pettau: Schlveine rothlauf in den Gemeinden Donatiberg 3 Hose, St. Rochus Jurovetz je 1 Hof. Schivcimpest in der Gemeinde Monsberg 2 Höfe. i/enerbrreilschast der freiwillige» Feuerwehr.) Für die lausende Woche hält der ll. Zug Feuerbereitschast. ZugSsührer Laurrnlschilsch, Rott-sührer Prantner und 8 Mann. Feuermeldungen sind aus der Centralstati"« in der Sicherheit«-Wachstube im Rathaus zu machen. Vermischte Nachrichten. (Lahntmgliick in pragerhof.) In der Nacht vom vergangenen Sonntag auf Montag würd»' der Wagcukupplcr Joscf Skerbot bcim Berschiebcn einer Reserve-Locomotive i» der Stativ» Prager-Hof überfahren und getödtct. (Schweineeinfohrverbot.) Der Schweizer Bundesrath hat die Einfuhr von Schweinen vom 20. Jnli an verboten. Für Schweine über sechzig Kilogramm kau» die Einfnhr-Erlanbnis erwirkt werden, fall» sich die Cantons-Regiernng zur strengen Überwachung verpflichtet. Die Erlaubnis zur Einfuhr leichterer Zuchtschwciue wird uur anSuahmswcise unter der Bedingung des dreißig tägigen StallbanneS und der thlerärztlicheu Über> wachung ertheilt und sind Gesuche um Eiufuhrs-bewilligung unter Angabe des EiusuhrS Zollamtes an die zuständige CantouSbehörde zu richte,,. (Lieferung von Lettenstroh) Die Handels-nnd Gcwcrbekammer in Graz theilt uns mit, dass daS k. k. Landwehr-Stations-Commaudo in Eilli die Lieferung vo» 24t) Meter-Eent. Bettenstroh lSchabstroh) zur Ausschreibung gebracht hat. Die Ossertvcrhandlung findet am 28. Juli d. I. uni 9 Uhr vorniittagS i» der Landwehrtaserne in Eilli statt. Das Badinm beträgt 24 fl. Die betreffende Kundmachung ist an der AmtStafel der Handels- und Gewerbekammer in Graz. Neu-thorgassc Nr. 57, angeschlagen. Z 3441. Kundmachung. Zufolge Erlasse» der hohen k. (. Siailhatterei in Araz vom 10. Juli 1896 Z. 20.481 werden die sämmtlichen Besitzer von nutzbaren Hausthieren au« Anlas» der Ber-breitung der Schweiiieseuchc iSchweinepesti und des Wieder-au»bruche» der Maul- und Klauenseuche i» Steiermark aufgefordert, jeden Fall einet ansteckenden Thierlrantheit unverzüglich hicramt» zur Anzeige zu bringen. Die in den § § 15 uud li, de« allgemeinen Thierseuchengesttze« vom Jahre 1»80 begründete Anzeigepflichl tritt auch dann ein, wenn unter den Thieren eine« Sialle» oder einer Herd.' innerhalb acht Tagen ein zweiter Fall einer inner-liche» Erkrankung unter den gleichen Eifcheinungen vor-kommt. Tie Besitzer von HauSihieren werden de» weiteren in Durchflthrung deSg 14 des allgemeinen Thierseuchen-gesetze» aufmerksam gemacht, das» den ihierSrztlichen lknipirikern, dann Surpfuschern, tvährend der Dauer de» Bestehent der Aefahr einer Seuchenverschleppung da» Be-treten der Rinder- und Schweincstallunaen und Schweine» Höfe überhaupt, insbesondere aber der verseuchten Stallungen und Höfe uniersagt ist, und das» zufolge ß L4 de» allge-meinen Thierseuchengesetze», beziehungsweise de4 hohe» Statihaltereierlafle« vom 2. Mai 1881 Z 1576t, die Be-Handlung scuchentranker Schnxine. deren Einleitung bei Schweinepest allerdings dem Ermessen de» Thiertigeiilhuiner» überlassen bleibt, nur von einem diplomicten Thierarzte unter Überwachung de« k. k. Amtsthierarzte» ans Kosten de» Besitzer» der Thiere vorgenommen werden darf Ttadtamt Pettau, am 22. Juli HWi ta : 3. Vrnig. Rosegger's Werke zu haben bei W. BLANKE, Buchhandlung, Pettau. 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(iubahrungsbericht. •1 (■euehuiigiing des Merichles dsts Schiilliounrar betreffend. 6. Wald der Direction. (I. Anfällige Anlrilge. KKXKKXttXXXXXXXKXXXXX „Germania" Lebens-Versicherungs-Actien-Gesellschaft zu Stettin. In Österreich conceasionirt am 28. September 1873. Bureaux in Wien: (iermaniuhof I, Lugeck No. I und Sonnenfels- gasse Nr. I in den eigenen Häusern der (ienellschaft. Versiclieruugsbestaud Ende December 189;"»: 182.548 Policen mit Kr. 616.406,641. Jakreseinnalime au Prämien und Zinsen 1895: Kr. 35.0SU.049 Gewiunreserve zur Vertheilung an die mit Dividende Versicherten Kr. 14,9:13,640 Ausgezahlt« Kapitalien, Keilten et«, seit 1857: Kr. 184.765,902 Gesammtactiva Ende 1895: 212,629,419 Kronen. An Dividende erhalten, durch Abrechnung auf die im .Iniire 1897 fälligen Prämien, die nach Plan B Versicherten aus 1880: 51'/,. 1881:48®/,, 1882:45®/,, 1888:42®/,, 1884:39»,. 1885:36®,, 1886: 33®/, u. s. f. der 1895 gezahlten Jahresprämie. 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Vielleicht, denn schon machte sie eine Bewegung, als wolle fit ivrechen, als die Thüre ausging und Donald hereinstürmte. .Ethel, Papa wünscht Dich zu sprechen, er befindet sich in seinem eliidierzimmer." Und kaum hatte der wilde Junge ausgesprochen, so war er ich»» wieder auf und davon. Die Unterbrechung hatte den Zauber gebrochen, Ethel grüßte „raiiz mit freundlichem Lächeln und verlieh das Zimmer. Itd) tausend phantastische Kreise malte. Wohlgefällig erlabte» sich Witte Äugen an dem saftigen Grün der daS Ufer einfasfende» hohen ^lijche »nd der in der Ferne zauberhaft erglühenden Berge des Hochlands. Die seltsamsten Pläne kreuzten sich in seinen, ttopfe, Äimsche und Hoffnungen, die, wir er sich dann selbst sagte, nie müllt werden konnten, und immer wieder kehrten seine Gedanke» I» dem Mädchen zurück, deren Besitz ihm durch kein Opfer zu schwer «sauft schien. Da wurde er in seinem Sinnen plötzlich gestört — »Körte seinen Namen rufen. Erstaunt blickte er um sich, konnte mdkiien niemand entdecken. »Ich muß mich doch getäuscht haben," murmelte er. ^!um zweiten Male erscholl dcr Ruf feines Namens, doch dieses-so deutlich, daß er sich nicht länger täuschen konnte; auch be« ihn bald ein Rascheln im Gebüsche, daß er sich nicht geirrt totte. Die Ruder einziehend, beobachtete er scharf die Stelle, von d'r er das Geräusch vernommen und war sehr überrascht, als er ®)fn und dann die ganze Gestalt der sich durch das Wetmich windenden Nelly erblickte. _ sie winkte ihm mit der Hand und neugierig zu erfahre», was "k vo» ihm wolle, näherte er sich dem Ufer, auch konnte er sich W auf eine Unterhaltung im schottischen Dialekt einlösten. ,s Augen, als Franz sie nihlg und kalt betrachtete, und spielte wie beschämt an ihrem Busentuche. .Ich glaubte, Sie hätten mir etwas mitzuteilen," sagte Franz, dttrrmdet über diese neue Phase ihres Benehmens. »Ja, das habe ich," rief sie mit plötzlicher Energie, .und zwar galliges. Ich warne Sie — und hüten Sie sich, auf das, was ">> wge, nicht zu achten!' ..Und worin bestände diese Warnung?" fragte Franz mit zwe^el-Kaltem Lächeln. .Nähern Sie sich nicht noch mehr der Tochter des Laird, es wurde Ihr Tod sein!' .Wie dürfen Sie solche Worte gegen mich wagen?" rief Franz überrascht und erzürnt. ..Ich wage eö, weil sie meine Milchschwester ist und ich nicht haben will, daß Sie sie lieben," versetzte Nellh trotzig. „Und weshalb darf ich es nicht?" begann Franz »ach einer Pause wieder, während der die Augen deS Mädchens brennend auf ihm geruht hatten. „Weil es das Schicksal, das ich befragte, nicht gestattet," m»r-»leite die Hochländerin in dumpfem Tone. Obgleich Franz den Sinn dieser Rede nicht verstand »»d sich auch nicht die Mühe geben wollte, ihn sich enträtseln zn lasten, so war es ihm doch, als wehe ein kalter, »»heimlicher Hauch gegen sein Herz, als spreche ein böser Dämon ans dem Mädchen. Indessen bezwäng er sich nnd erwiderte mit beinahe spöttischem Tone: „Ich glaube weder an Ammenmärchen noch an zweite Gesichter!" „Sie werden daran glauben," sagte Nelly mit gleich dumpfer Stimme wie vorhin. ^ „Vielleicht!" rief Fra»z mit etwas erkünstelter Heiterkeit. „Könne» Sie mir indesten, da Sie alles zu wisten scheinen, vielleicht sagen, warum ich Fränlein Ethel nicht lieben darf?" „Weil — weil eine andere Sie liebt," sagte Nellh leise nnd zum zweite» Male die Augen senkend. Franz betrachtete daS Mädchen sprachlos. Sie war nnzweifel-haft schön in ihrer wilde» A»»l»t, mit de» feurigen Auge», der iipvigkn Gestalt, de» la»ge», auf dir vollen Schulter» herabfalle»-de« goldenen Haaren »nd diese» frische» Lippe», die zntn Kusse einzulade» schiene». Was konnte dieses seltsame Geschöpf meine» ? — Nur eine Frage, die letzte, wollte er noch an sie richten. „Und wer ist dieses Mädchen?" „Ich bin eS. nnd D» sollst mir oder reiner anderen gehören!" rief die Hochländerin, leidenschaftlich dir Arme nach ihm ans-breitend. „Laß »«ich. Unglückiiche!" rief er, „ich fürchte, Dn bist nicht bei Sinnen!" Das holde Antlitz Ethels schwebte ihm vor »nd er riß stch mit Gewalt ans den ihn nnistrickende» Armen los. Mit einem Satze sprang er in das Boot zurück, stieß vom Ufer ab und rief, immer »och stehend, mit erregter Stimme: „Ja, ich liebe ein edleS schönes Mädchen nnd gerne will ich für sie sterben, wen» es fei» muß!" Die Hochläuderi» betrachtete ihn mit fnnkclnden Auge»; sie drückte mit einer ungestümen Bewegung die Hände auf ihre Brust, stieb eine» wilden Schrei ans und sprang dann in das Gebüsch zurück. „Mein Gott," sagte Franz a»sat»ie»d, „dies ist doch wahrlich ei» seltsames Abenteuer!" I» seiner Ansregnng hatte er nicht das Rascheln im Gebüsch auf der andere» Seite des Sees vernommen, hatte nicht dir dort zusanlniettgekauerte Gestalt, das vor Wut u»d Eifersucht entstellte Gesicht des rothaarige» A»g»S be»>erkt, der die letzte See«? zwischen Franz und Nellti vo» dort aus beobachtet hatte. Franz lenkte das Boot de« See hiiuiiltrr und war froh, als er das Ufer erreicht, das Boot befestigt und den Park betrete» hatte. Als er der Lieblingslanbe Ethels nahe gekomnien, schlugen Stimmen au sei« Ohr; stillstehend begann er zn lansche». Er uuter-schied die sanfte Stimme Ethels »nd das scharfe schnarrende Or-gan des Rechtsgelehrte«. .Herr Dalbeith hat Sie ohne Zweifel benachrichtigt," sagte Herr Poptins, .weshalb es Sie nicht überraschen wird, daß ich, um keine Forme» — die ich allerdings nnnütz nennen niöchte z» verletze», auch Ihnen die Angelegenheit klar vorzutragen wünsche." Und PopkiiiS schwenkte mit oratorischer Bewegung die Hand in der Lust, als spräche er eine» hochweisen Richter nnd zwölf intelligente Geschworene an. Er schien eine Antwort erwartet jn huben, da iit&cficii feine erfolgte, so fuhr er mit einer ermutigenden Bewegung des Mopse« und einer neuen Sclnoenfuug fort: „Es handelt sirfi also darum, Jlllteu iiiitAHleürit — uud ich bitte 5ie. genau. sehr genau die Wichtigkeit der Sache zn ermäße» — das« ich, nachdem ich (fingere Zeit das Gluck, das irtiötzeuswcrte Glück gehabt, Sie näher keimen zu lernen — eine höchst wichtige Zache — de» Entschluß gesaßt, den Sie mir sicherlich erlauben werde», einen reiflich überlegten und wohldttrchdachtei« Eutschiu» zu »enne» — Ihnen, Aräuleiu Talbeilh, meine Hand anzittrage»!" llnd nachdem Herr Popkins geendet, ualu» er eine majestiitische, siegesgeivisse Haltung an, augenscheinlich fest tiberzeugt, eine von lebhaftem Tanke überströmende Einwilligung zu erhalten. »Herr Pops ins," veniahm Franz die klare ruhige Stimme Ethels, »»d sei» Herz schlug enoart»»gsvoll. „mein Vater hat mich aller dings vo» Ihre,» Antrage unterrichtet, anch sofort meine Ant-wort erhalten »nd da Sie mich hier ausgesucht, so —' »Run?" unterbrach sie sehr zur Unzeit der liebende Rechte-gelehrte. „So erlaube ich mir denselben mit Tank abzulehnen!" schloß Fräulein Talbeilh mit fester Stimme. Franz atmete unendlich erleichtert aus. Was Popkins betras, so schien er die Sprache verloren zu habe»? er sprang beinahe in die Höhe, betrachtete die junge Tanie mit unendlich verblüffter Miene und stielt endlich die Worte hervor: „Habe ich recht gehört, sagten Sie abzulehnen?" Statt jeder Antwort neigte Ethel ihren schönen Kopf. Popkins schien wie aus deu Wolken gefallen: ihn, Popkins. den reichen, den gewandten, den elegante«, gesuchten Popkins abzuweisen, ihn, der eine »»endlich lange Zeit zur Ueberleguug gebraucht, ob er dieses Mädchen überhaupt zu seiner Gattin erlieben sollte — ihn abzuweisen, schien unerhört, unglaubhaft. Tiefer Gedanke beeinflusse ihn, als er ganz erusthast rief: „Ist es Ihnen unbekannt. das; es zwanzig junge Tarnen giebt, die sich glücklich schaben wurden, mich zu heiraten?" Ethel verbeugte sich. „Pin ich Ihnen nicht reich genug, oder mißsällt Ihnen meine Person?" eiferte Popkins, sich gewaltig in die Brust werfend. „Reichtum würde mich niemals bei der Wahl eine» Gatten beeinflusse»," sagte die j»»ge Tarne mit fester Stimme, ihm in dieser Weise ziemlich deutlich seine zweite Frage beantwortend. „Aber Herr Talbeith willigt ein." rief Popkins,„>md das Gesetz—" „Ich erkenne uur mein Herz als Gesetz iu dieser Cache a» uud m»s> Sie bitte», mich jetzt z» verlassen!" „Mich, Iofiah Popkins, so z» behandeln!" «»»niielte wütend der würdige Mann, als er aus der Laube stürzte. In Franzens Prust regte sich eine neue goldene Hoffnung. Tie „wilde Nellh" aber und ihre düstere Prophezeihung hatte er vergessen. st. Am nächsten Morgen erschien der Baroiiet feit langer Zeit wieder zum erstenmal beim Familieusri'ihstiick. Seine Miene war düster, seine Stirne bewölkt. Franz bemerkte, da» auch auf Ethels Antlitz die Schatte» des Kummers lagen. Ei» wahrhaft bedrücken-des Schweiße» herrschte während des Morge»l»ahles, »nd Franz war sroh, als der Baron sich erhob, und nachdem er seiner Tochter mitgeteilt, daß Herr Popkins abgereist sei nnd daß er selbst eben-salls ans vierzehn Tage das Gut verlassen werde, hinausging. Vo» Tounld erful» Franz nach der Stunde, das, sei» Papa Ethel am gestrigen Abende einen Besuch abgestattet und so böse und zornige Worte gebraucht, das» seine liebe, arme Ethel sehr geweint habe. Franz kam jetzt wieder häufiger iu Ethels Gesellschaft: er half ihr Rechnungen durchzusehen, er las ihr vor, er bemühte sich, wen» sie traurig erschien, die Wolken von ihrer Stirn z» scheuche» und obgleich ihre Auge» oft sinnend uud freundlich aus ihm ruhten, vergas; er sich doch nie wieder und unterdrückte mauuliaft jede Aufwallung. Er wollte alles vermeid?», was eine gewaltsame Uata-stropbe herbeiführe» könnte. Zuweilen, wen» er sie aus eine fchwie-rige Stelle i» Milto», Slwkespeare oder Elmiicer of Csnnterüurl) aufmerksam machte »nd sie sich aus das Buch hinunterneigtr, be rührten sich ihre Haare, oder ihre Hände begegneten sich zutraulich. Ethel wurde weniger zurückhaltend und oft flog ein sonniges Lächeln bei feinen Worten über ihr Antlitz, das tief in fei» Herz drang. Ter Herbst kam heran und nichts hatte sich in Erombie Hall verändert: der Warnt jagte, trank »nd spielte iu der alte» Weise, Tonald amüsierte sich wie gewöhnlich, lernte jedoch etwas eifriger, und Ethel verbrachte ihre Tage mit der Anflicht über Hans nnd Hof, der Lektüre ihrer Lieblingsschriftsteller nnd gelegentlichen Sva-yerflöitgen im Park. Franz unterrichtete Tonald. spielte Karten mit dem Baronet. begleitete ihn anch einige Male ans die Jagd und lebte sich mehr nnd mehr in diese Veschränkttng hinein Ethel w:.r sich ihm gegenüber immer gleich geblieben: sie sprach srenndlich zn ihn«, fragte ihn um Nat und sang ihm zuweilen hii sche schottische Balladen vor, deren melancholische Melodien in, düstere Worte sehr mit ihrer GemiitSstimmtmg zu harmonier schienen. Toch nicht blos, aus das Zimmer blieb der Verkehr iv inngeu Leute beschränkt. Ethel sowohl als Tonald besaßen eiln SHetlaud-PouH. Tiere von jener schönen senrigen Nasse, die si. so ausgezeichnet iiir das sichere Betreten der Haideu mit ihm Gestrüpp uud Geröll und für den Ülitt aus die Berge des Hrni lande» eignen. Ter Baronet stellte auch Franz einen hiibsch. Poitt» zur Verfügung, und diese Gunst wurde dankbar angetwi" nie». Tonald war »»geachtet seiner Jugend kein schlechter Fiil», nnd iu seiner Begleitung hatte Franz die Umgegend nach all Nichtuugeu durchzogen, sich bis hoch ins Gebirge gewagt und oi mals die kaltblütige Kühnheit des Knabe» bewimdert, der übn lange zu überlegen über eine schmale Schlucht setzte, sei» Piei einen steile» Abhang hernutertrieb, oder im gestreckte» Galopp übt die Haide jagte. Franz hatte sich an diese Tiuge gewöhnt »» blieb nicht hinter seinem Schüler zurück. .Ethel wird uns hem begleite». Mr. Fraueis," sagte Tonald eines Tages, als sie bei, Frühstück einen Pla» entwarfen, i» die Berge zu reiten. iSurlfctunit futfll > Hapoloon I. und der Grenadier. ^n. j. tfpifüdc Uon önvt (Jaffa u. (flartjürurt ixtfcci, «MM an hat vielfach den Eharakter Napoleons I. angegriffen iu mancher Beziehung nicht ohne Grititd: neuerdings ii • man auch Geschichten iu Umlauf gesetzt, welche sei» aunerordriti liches Gedächtnis herabsetzen wolle». Dem entgegen soll hier eine Episode vorgeführt werde», die dem geniale» Manne nach beidu Seiten l)i» volle Gerechtigkeit widenähre» lässt. AIs junger General mit dem Oberbefehl über die italieniiV Armee betraut, faud Napoleon Bouaparte ein gänzlich demora! siertes Heer vor, welches schlecht gekleidet, schlecht genährt schlecht bewaffnet war. Ter Eorpsgeist kehlte gänzlich, der Siegt mnt. ohne den eine Armee von Poniherein übel daran ist, ging , Soldaten vollständig ab. Ei» jeder andere als der ehrgeizige Nur lernt würde verzagt geworden sei», diese Kämpfer zn tüchtigen Sri date» umzubilden; nicht so Napoleon. Es ist bekannt, wie sehn der aufierorbrutlirflc Man« diese Umwandlung in eine schlagsern ie Armee erzielte, wie er seine Soldaten von Sieg zu Sieg führte ui^ wie schnell die Armee in dem junge» Oberbefehlshaber ihre» Abg. u gesunden hatte. Besonders waren es die Grenadiere, der Kern fein spätere» Warde, die mit Leib und Seele an dem General hingen Tiefes ward des allzu Stürmischen Rettung bei Lodi, wo il • sein kriegerisches Ungestüm trieb, einem Fahnenträger die Tiit. iore zu entreißen, um dem schon mehrere Male mißinugene» Stn it aus die Addabrücke stärkere» Nachdruck zu gebe». Fast wäre im Feuer in deu Strom geraten, wenn ihn nicht ein Grenad r am Frack sestgehalten und gerufen hätte: .Rettet den Genera. '• Tie Brücke ward genommen, der Sieg enfchiede», uud Rat leou hielt nach der Entscheidung große Heerschau ab. Am Flügel der Grenadiere hielt e» auf feinem arabischen Sch mel. Da entdeckt sein Falkenange in dem Flügelmann seinen Net r aus der Brücke. »Tritt vor!" gebot der General. Ter Grenadier gehorchte klopsenden Herzeus. »Wie heißest Tu?" »Iaeaues Armand!" »Wv bist Tu gebore»?' »In Nauel>!" »Ich ernenne Dich zum Korporal!' Er wandte das Roß nnd ritt weiter. • * Es war während der butigeu Schlacht bei Aspern. Napoleon, jetzt Kaiser von Frankreich, stand an der Leiche sei * Freundes, des Marfcha» Laune?. Ein Unteroffizier wickelte > Entseelte» i» eine zersetzte Fahne, während oer Kaiser düster ' dem Rosse i» der Nähe hielt. Plötzlich belebte sich des Tran, den Auge: .Bist Tu nicht Iaeanes Armand, der Brave von Lodi fragte er den Korporal, der die Leiche saust aus die Erde gebet , ,'iu Befehl, Sire!" war die Autwort. „Schon g»t." gab Napoleon zurück, „Du bist Sergeant! Brii ' den Tote» i» Sicherheit!" Dani nickte er dem Adjutanten: „Zum Rückzug!" Finster er zurück. Hätte der tapfere Mafien« nicht da» Städtchen Eßl gehalten, so wäre Napoleon 011 diesem Tage oeritichtet gewesen * * In St. Eloud nahm Napoleon Pou seiner alten Garde v • schied, ehe sie den Manch »ach Rußland antrat. Bei dem narbenreichen Sergeante» Jaegnes Armand stand . Kaiser still: „Nun. mein Tapierer! Geht es gut?" —f 119 Der Wirtin Töchterlein. v"n M. Nonncnbruch. «Mit Xc;t.) 120 „Au Befehl, Sirc! Mei»e Brüder Baptist »nd EharleS dienen »eben mir!" l „Und Ihr fochtet?" Iacanes Armand »annte die «chlachten, in denrn.'sic nekänivft. Stillfchweigrnd nahm der Uaiser da» tirenz der'Ehrenlegion von der Brust, heftete es dem Sergeanten a» »ndlagte: „Mit Gott, mein Tapferer!" „Es lebe der Kaiser!" riefen die Gardisten nnd der kleine „ttor- poral" verschwand. * • Es war an der schreckliche» Be-resiua. Napoleons Schütte» jagte über Leiche» die erste Brücke entlang; nichts ward verschont. was sich i» de» Weg stellte. Dicht an« rettende» Ufer hielt plötzlich dcr Schlitten. „Was giebt's?" fragte Napoleon finster. Der Adjutant kehrte zurück: „Die Gardisten Baptist und Charles Ar-maud tragen ihren verwundeten Brnder Jacques Armand ans dein Gefecht in Sicherheit!" „Armaud?" fragte Napoleon. „Halten!" Ma» hielt die dampfe»den Roste an, wohl fünf Minute». Driiben schlugen die Truppe» eine Attacke der Kosaken ab. „Ist der Weg frei?" fragte der Allgewaltige. „Zu Befehl, Sire!" „Dann weiter! Borwärt»!" Und fort fauste der Schlitten. • « Die alte Garde hatte bei Water» lov den letzten Angriff, der die e»g-liichen Glieder erschüttern sollte, ge-macht, und war von der englischen Reiterei in die Flanke genommen, znsanimengehanen »nd znrückgetrie-be» worden. In ihrem Flnchtstrom wurde auch Napoleon mit sortge» risse». Noch ritt er seinen Araber, da hielt das Rof> plötzlich an: ans dem Wege lagen zwei tote Grena-diere, der dritte sas> halb aufgerichtet bei ihnen. Es waren die drei Brüder Armand. Napoleon blickte zürnend zum Himmel ans und sagte düster: „Die Sonne lachte keinem Glück, mein Tapserer!" „Es lebe dcr Kaiser!" rief Jacques Armand. „Sire, Sie werden wieder sie—gen!" Er neigte sich tiefer und fiel auf die Trikolore, die er gerettet. „Wer doch auch so glücklich wäre!" murmelte der Kaiser und blickte in den Trubel der Flucht. Ta nahte eine Kutsche. Neh. barhaupt und pulvergeichwärzt, rief: „Hinein, Sire. die Prnsstens sind uns aus der Ferse!" Der Kaiser blickte aus und ninnnclte: „Adieu, Träume vo» Glück!" Und dahin sauste die Kalesche. Er mukte sie bald wieder ver-lassen, um zn Pferde die französifchc Grenze zn erreiche». Ffi Sonderbare? (Wcfc?. I» Tiam hat man gegen Raubmord folgendes tvefetz Wird irgenbwo bis Sticht »ine« Erschlagenen ohne «eitere Anzeige »der Spur de« Ihäter» ausgefunben, I« wird nach alle» Richtungen eine Linie von 3000 fju(n gegen die benachbarten Ortschaften da« der Leiche au» gezogen und die Bewohner zah-len je nach gräßem oder geringerer 8»t. fernung von der Leiche eine Geldbuße. Auf diese Weise sucht man Achtsamkeit und Sicherheit der Heerstraßen zu erwecke». Kurz abgefertigt. Hin Schwätzer hatte sich im Arbeitszimmer von Laplaee nieder-gelassen, der sortsuhr, zu arbeiten. Räch einer «eile sagte der Besuche .Sie Nnd beschäftigt. Herr Marquis, ich störe Sie vielleicht?" — .Richt im mindeste». Sprechen Sie nur weiter, ich höre nicht daraus" itaihederbliite »Die Parsen bürsten »hren König nur ansehen, wenn sie sich mit dem Besicht aus die llrde legten!' ZUnsiraii»»»» zu »eulscheu Waflitrri. ?a« ist der ,>luit) der d»s|