Prikmmenttt»«»- Pretie: Für Setbedb: GanzjLhrtg . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 » 20 „ «tertrltLhrig . 2 „ 10 , Monatlich... — „ 70 , Mit der Post Ga»»jihrtg...........12 fL HalbjLhrig........... « . Vierteljährig........ 3 , Für gnfkUung in« Hau« Mnteli- 86 k., monetl. S kr. «ietelee «»«»er« 6 kr. Laibacher TJ [ßgblßtt Anonyme Mittheilnngen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Rr-aett««: vahnhosgaffe Rr. 16. Erprdtti«uS-L Jnserateu-Burean: Kongreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. Klein-wahr & geb. Bamberg.) z»ftrtio«Spreift: ttr die einspaltige Petit,eile 4 kr-, bei wiederholter Einschaltung 4 3 tr. Anzeigen bi» S Zeilen Bei größeren Inseraten und ■<: < Öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt? '' j. Für complieierten Satz beson» feere Vergütung. "’'Ww" Nr. 279. Dienstag, 4. Dezember 1877. — Morgen: Sabbas A. 10. Jahrgang. Vom Tage. Die Delegationen von Oesterreich-Ungarn werden morgen in Wien zur verfassungsmäßigen Berathung zusammentreten; sie werden mit Rücksicht auf die heute noch ungelösten AuSglelchssragen und noch nicht votierten Budgets zur Deckung der Er-fordermfle pro 1878 einen Kredit zu bewilligen haben, damit die beiderseitigen Staat-Maschinen betriebsfähig bleiben können. Die „Nordd. Mg. Z'g." bespricht die Der. Handlungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland, betreffend den Handels vertrag, und drückt den Wunsch au-, daß die Beurlheilung der Schritte, welche die Regierungen beider Theile bis j»tzt in dem gemeinsamen Bestreben gethan, um den wlrthschaftlichen Interessen die Fortdauer der Begünstigungen zu sichern, welche das Vertrag«-Verhältnis gewähren kann, nicht blos eine gerechte, sondern auch eine wohlverstandene sei und bleibe. Die deutsche Regierung mußte den Vorschlag der vsterr.-ungar. auf Abschluß eines Vertrages auf Basis der meistbegünstigten Nationen ablehvcn, weil die feiten» Oesterreich-Ungarns vorgefchlagenen Zufiche, rungen mit Ausnahme de- BeredlungSverkehreS nur Fragen betrafen, deren vertragsmäßige Sicher stellung ausschließlich nur im Interesse Oesterreich Ungarns liegen würde, während die unabweislichen wlrthschaftlichen Interessen Deutschlands eine ent. sprechende Berücksichtigung nicht gefunden haben würden. Dir deutsche Regierung habe niemals be-absichtigt, einen Kongreß deutscher Industriellen zur , Berathung über dm Handelsvertrag rinzuberufen; sie habe in wichtigen Stadien der Verhandlungen die Rückäußerung auf die Vorschläge Oesterreich. Ungarns weder verzögert noch unterlassen. Die „Nordd. Bllg. Ztg." bemerkt am Schlüsse ihrer Betrachtungen: Als durch die im Laufe der Verhandlungen zugegebenen Aenderungen das äußerste Maß der österreichischen Zugeständnisse erreicht sei, standen die deutschen Kommissäre vor einem Ultimatum. ES handelte sich nicht mehr um Einholung neuer Instructionen, sondern um Annahme oder Ablehnung, und im letztem Falle um eine loyale Erklärung Über die Motive. Eine solche sei in der Schlußsitzung gegeben worden. England betritt in der Orient frage ganz andere, neue Wege; während es noch vor kurzem in drohender Flammenschrist der politischen Welt kund gab, daß es nicht dulden werde, daß auch nur Ein Zoll Breite türkischer Erde von Rußland in Besitz genommen werde, erklärt Lord Derby, daß man in England ein actloe» Auftreten Oesterreichs nicht erwarte; daß England, wenn Rußland Armenien in Besitz nehmen sollte, keine Hand rühren und sich damit begnügen werde, wenn Trapezunt von den Russen verschont bleibt; daß England den Seeweg nach Indien für die englischen Jnlereffen als aus-reichend erachte und auf den Landweg eigentlich verzichte. Nach diesen Erklärungen dürfte es einem Zweifel nicht unterliegen, daß England einen Schritt gegen Rußland nicht unternehmen werde, und e» dürfte außer Zweifel st'hen, daß auch Oesterreich nicht irgend einen Schritt thue. Offiziöse Stimmen betonen zu wiederholtenmalen, daß Rußland Eroberungen nicht suche und es ihm gleichgiltig sei, welcher Fürst an die Spitze der von der Türkei lo». zureißenden Provinzen gestellt werde (?), Rußland verlange nichts, als den Hafen von Batum, und werde Armenien nur so lange besetzt halten, bi» die Türkei die russischen KriegSkosten bezahlt haben werde. England soll vorliegenden Berichten zufolge an Serbien eine dringende Mahnung gerichtet haben, von einer Action gegen die Türkei abzustehen. Welche Früchte dieser wohlgemeinte Rath trug, beweisen die Nachrichten aus Belgrad, nach deren Inhalt die Action am Andreastage allen Ernstes beginnen soll. In Paris liebt man es, derzeit Komödie zu spielen. Heute meldet der elektrische Draht, Mac 1 Mahon sei bereit, ein parlamentarisches Mini« i flerium zu ernennen, morgen trifft die Meldung | ein, daß der Präsident der Republik die Wider» ! standspolitik nicht aufgeben könne. Deputierte deS Pariser Handelsstandes, Vertrauensmänner der Industrie und des Gewerbes richteten an Mac Mahon 1 die dringende Bitte, der politischen Krise ein Ende zu machen und Frankreich in den Hafen de» Frieden», der Ruhe und Sicherheit zurückzuführen; die Lage in Frankreich sei eine schlimme, die Krise habe einen acuten Charakter angenommen, die Jnlereffen de» Handels, der Industrie und des Gewerbes feien sehr gefährdet. Ganz Frankreich erhebt sich in einem kommerziellen, industriellen und wirtschaftlichen Adressensturm gegen das Sistern der Gewalt und Diktatur, verlangt, daß die in Staatsuniformen i und Talar den Marschall-PräsidenUn umschleichende Camarilla ohne Verzug beseitigt, daß das Szepter der Regierung dem Weiberrocke und der Pfaffen« ImÄeton. Die Herrin von Kirdy. Roman von Ed. Wagner. (Fortsetzung.) Ir mehr Buonarotti von der Sicherheit seines Gegner» überzeugt wurde, um so mehr fühlte er den Boden unter sich wanken. Wußte er doch nicht, J wie lange der lahme Smith sich in dem dichten Gebüsch des Hügels aufgehalten und ob er nicht (eine Unterredung mit der Lady Helene belauscht i I hatte. Oder sollte er ihn schon in Dublin erkannt y haben und jetzt nur gekommen sein, um sich zu vergewissern? War alle Veränderung, die er, um sich unkenntlich zu machen, mit sich vorgenommen, der lange, dichte Bart, die braune Gesichtsfarbe, die l8' Beilegung eines anderen Namens, die hohe Stel V [öng — war dies alle» nicht genügend, die Späher »ögtn feines frühem Mitgefangenen zu täuschen? Kalter Schweiß tret auf Buonarotti'» Stirn ein heftige» Zittern überfiel ihn. „Eilen Sie doch nicht so," rief er hastig, aber mit unsicherer Stimmt. «Durch Ihren kleinen Jrrthum haben Sie keinen Schaden angerichtet. Ich hielt Sie anfangs für einen Landstreicher, was durch Ihr plötzliches Erscheinen sich leicht erklären läßt, zweifle jetzt aber durchaus nicht, daß Sie ein ehrenwerther Mann sind —• „Danke, batikt," bemerkte Smith lächelnd; „Sir wissen das ja!" „Aber was Ihre Frage wegen meines Die« ner« betrifft," fuhr Buonarotti fort, ,fo fiel mir gerade ein, daß Sie vielleicht um die Stelle nach« suchen wollten?" Der lahme Smith kicherte und schüttelte heftig mit dem Kopfe. ,.O nein,“ antwortete er. „Ich habe kein Talent, Diener zu fein. Ich ziehe es vor, selbst den Herrn zu spielen. Ich strebe danach, mit einen Preis zu verdienen, welcher als Belohnung für die Entdeckung eines schweren Verbrechers ausgesetzt ist. Der Verbrecher ist derjenige, für den ich Sie hielt — entschuldigen Sie, Mr. Buonarotti. Und wenn ich diese», oder diese — denn es find zwei Männer, welche die Polizei sucht, und also auch zwei Preise, — wenn ich also diese Preise bekomme, bin ich ein gemachter Mann." „Das mag sein; aber vielleicht könnten Sie mehr erlangen, wenn Sie den Mund hielten," versetzte Buonarotti vorsichtig. In Smiths Augen zuckte eS plötzlich; er sah Buonarotti scharf an und überlegte. Sein Streben war, Geld zu gewinnen, und vor diesem Streben trat selbst sein Rachedurst zurück. Erst der Verdienst und dann die Rache, war sein Motto. Niemals erlaubte er seinen sonstigen persönlichen Wünschen, ihn da zurückzuhalten, wo ein sicherer Gewinn in Aussicht stand. „Wenn Sie mir in dieser Beziehung etwas zu sagen haben," erklärte er plötzlich, „so lassen Sie uns nicht wie die Katze um den heißen Brei gehen. Sie wissen, wer Sie find, und ich weiß es ebenso gut! Ich habt mich hier so lange verborgen gehalten, bi» jeder Zweifel Über Ihre Person in mir geschwunden war. Wenn Sie fvrtfahrtn, Komödie zu spielen, täuschen Sie damit niemanden, als sich selbst; treten Sie aber mit offtntm Vifier auf und f&hrtn Sit mir gegenüber eine Sprache, wie e» füllt entrissen und eine parlamentarische, republik-freundliche Regierung eingesetzt weide. Ganz Frank-reich verlangt die Einberufung eines Kongresse«, der ihm die verlorene rtriebensrut)t wieder bringen soll. Die Deputierteukammer hat sich durch ihre Entschlossenheit große Verdienste erworben, sie hat dadurch in der öffentlichen Meinung an Ansehen und Einfluß gewonnen, sie will unerschütterlich auf dem Boden der RechiSvMheidigung und der nationalen Nmhwchr verharren und den Einfluß der klerikalen Ohrenbläser zu beseitigen trachten. Ganz Frankreich hat nur einen Wunsch: Beseitigung der unerträglich gewordenen politischen, finanziellen und wirtschaftlichen Krise. Vom Kriegsschauplätze. Der Korrespondent des .GoloS" berichtet unterm 22. V. M.: „Die Telegramme betreffs der Einnahme von KarS bestätigen bloS daS nackte Factum, klären uns jedoch darüber nicht auf, wie so e« den Truppen möglich ward, die Attaque auf die Ciiad.'lle und zwölf FortS um 8 Uhr abends anzufangen, die ganze Nacht hindurch sich zu schlagen und zu stürmen und die Affaire am Morgen zu beenden, d. t. gerade bann, wenn der Sturm erst hätte beginnen sollen. Diesen Umstand hat kein Telegramm aufgeklärt, und doch wäre es äußerst interessant, zu erfahren, wie so es kam, daß diese nächtliche Attaque nicht etwa eines einzelnen FortS, son-dem eines ganzen Ensembles von Verteidigung«. werken, einen solch' glänzenden Erfolg hatte." Derselben Korrespondenz zufolge rief ein rumänischer Major bei der Nachricht von der Einnahme von KarS verwundert aus: „Was soll denn das heißen, haben denn die Russen eine neue Taklik erfunden ? Bi» j-tzt gibt es noch kein Beispiel in der Kriegsgeschichte, daß ganze Festungen in der Nacht erobert worden wären!“ ftür die nächste Woche sind an der Ostgrenze von Siebenbürgen russische Garnisonen, für Palanka 3000 Mann, für den OitoS-Paß 3000, für die Stadt Okna 8000, für Oneschti 4000 Mann ungesagt. Politische Rundschau. Laibach, 4. Dezember. J«la«d. Die „MontagS-Revue" empfängt aus Berlin ein Schreiben, in welchem die russischen Friedensbedingungen kurz skizziert werden in folgenden Worten: Abtretung von Batum, KarS, Erzerum und Trapezunt. DaS genannte offiziöse Organ kündigt an, daß die kaiserliche Regierung die mit dem ungarischen Ministerium schwebenden Verhandlungen über eine provisorische Fortdauer des status quo in allen Ihnen geziemt, mögen wir zu einer Verständigung gelangen." Buonarotti zitterte vor Aufregung. Seine Augen spähten rastlos und wild umher. „Seid Ihr allein ?“ fragte er. „Für dieses mal — ja. Aber ich bin be- waffnet." Dabei schlug er seinen Rock zurück und ließ den Schaft einer Pistole sichtbar werden. „Nun, was verlangt Ihr für Euer Schweigen? ' Ein Schimmer überschwänglicher Freude über feinen vollständigen Triumph flog über des lahmen Smith Gesicht. „Ihr bekennt also, daß —" „Ich bekenne nichts mit Worten," fiel unwillig Buonarotti dem lahmen Smith ins Wort. „Ich frage einfach, was verlangt Ihr?" Smiih sah seinen Gegner eine Weile vom Kopse bis zum Fuße prüfend an und ließ dann feinen Blick über das Grundstück schweifen, so weit die Bäume das gestatteten. Offenbar schätzte er die Verhältnisse Buonarotti'S ab. »Laßt einmal sehen," sprach er bann gedanken- durch die Ausgleichsgesetze berührten Angelegenheiten in den nächsten Tagen zu Ende bringen und alsdann dem ReichSralhe die entsprechenden Gesetze zur verfassungsmäßigen Behandlung vorlegen werde. Die „Deutsche Zig." erfahrt, daß die Regierung in den nächsten Tagen im Abgeordnetenhause eine Vorlage bezüglich der Revision des Wehr-gesetzeS einbringen wird, welche, ohne die meuterische Frage zu berühren, vom Reichsrathe eine sechsmonailiche Verlängerung des bekanntlich am 7. b. ablaufenden Termins zur Einbringung der gesetzlich normierten Gesetzesvorlage verlangt. Im ungarischen Abgeordnetenhause wurde der Gesetzentwurf über daS Truppenkontingent pro 1878 eingebracht. In Ragusa verlautet, daß zwei österreichische Kriegsschiffe zur Kreuzung an die albani-s ch e Küste abgehen, um die Interessen der österreichischen Staatsbürger wahrzunehmen. Die „Drau" meldet, daß die kroatischen Abgeordneten des ungarischen Reichstages die Verhandlung über die auf die Jncorporierung der Grenzlande bezügliche Interpellation ab-warten und, falls die Interpellation refultatlos bleibt, corporativ aus bem ungarischen Abgeordneten-Hause austreten wollen. Ausland. Der „Gaulois" bringt folgende Ministerliste: Präsident: Dufaure; Innere«: 3Rarc6re; AeußereS: Duclerc; Justiz: Bardoux; Finanzen: Löon Say; Unterricht: L6on Renault; Handel und Ackerbau: Gerrnain ; öffentliche Arbeiten: Waddingion ; Krieg: du Baratt; Marine: Pothuau. Die „Rspubliqae Franyaise" fordert die konstitutionellen Mitglieder des Senats zu einer entschiedenen Manifestation auf, um die Beendigung der Krise zu erzwingen. DaS Ministerium beabsichtigt die Generale äthe auf den 10. d. M. ein« zuberufen. Man glaubt, die französische Deputiertenkammer werde über die direkten Steuern einen Beschluß fassen, welcher den Generalräthen gestaltet, die Repartitlon derselben vorzunehmen, ohne sie indeß zu ihrer Einhebung zu ermächtigen. Hafiz Pascha in Novl-Bazar (nach einer ändern Version Vely Pascha in Klein-Zwornik) soll als bevollmächtigter türkischer Kommissär die Weisung haben, nach der Kriegserklärung Serbiens die Verwaltung dieses Landes zu übernehmen. Zur Tagesgeschichte. — Zu den AuSgleichSfragen. Der Handels» minister Ritter u. Chlumecky hat an da« Ministerium de« Beugern und an den ungarischen Handelsminister eine Note folgenden Inhalte« gerichtet: „Schon bei den letzten Pester Konferenzen sei der Fall vorausgesehen worden, da|i eine Erledigung sämmtlicher Ausgleichsfragen bi« Ende Dezember d. I. nicht möglich sein »erbe. Man habe sich damals dahin geeinigt, in diesem Falle ein zweimonatliche« I voll. „Ihr seid ein reicher Mann, der Gatte einer reichen Ecbin, welche Euch rasend liebt, benn sonst ! würde sie nicht mit Euch nach Schottland gegangen sein. Romantisch, stolz, hochgeboren und vornehm erzogen und zärtlich liebend, würde sie alles opfern, - was sie hat, um einer schrecklichen Schmach zu entgehen. Die Belohnung, welche die Behörden für ; Eure Gefangennahme auSgesetzt haben, beträgt dreitausend Pfund, und eintausend Pfund, welche ' auf Newoille oder Filipp gesetzt sind und die mir, : da ich mit Euch auch zugleich ihn schonen müßte, i ebenfalls entginge. Ferner müßt Ihr bedenken, daß ich Euch keineswegs liebe, daß ich Euch im Gegen« (heil Rache geschworen habe; und die Befriedigung - dieses lange gehegten Wunsches ist wenigstens das . Doppelte werth. Nicht vergessen werden darf eine Extravergütung, eine Entschädigung für mein Schwei-i gen ober dergleichen — nun will ich die Sache kurz t machen. Zahlt mir in runder Summe zehntausend t Pfund — das ist unter Brüdern nicht zu viel — : bar und bann alljährlich eine Rente von tausend Pfund. Dafür werdet Ihr mich verschwiegen finden < wie bas Grab." Provisorium einzusiibren. Da jedoch die Berathung de« allgemeinen Zolltarifes besonderen Schwierigkeiten begegne, o wünsche die Regierung bezüglich der Regelung de« aus-wLrtigen Handels die Einführung eines Provisoriums von echs Monaten, also bis Ende Juni 1878. Jedenfalls jedoch wäre ein dreimonatliches Provisorium, also bi« Ende MLrz 1878, erforderlich. Diese« Provisorium solle nicht aus Grund de« zwischen ben beiben Regierungen vereinbarten und nunmehr ben Parlamenten vorliegenden allgemeinen Zolltarifes, son-betn auf Brunb der bestehenden Verträge mit den europäischen Staaten festgestellt werden. Da hiezu die Zustimmung der Vertragsstaaten, nämlich Italiens, Frankreich« und Deutschland«, nöthig ist und diese noch vor Schlug de« Jahres eingeholt werben muß, so bittet bie österreichische Regierung ben Grasen Anbraffy, die Angelegenheit schleunigst zu bel'anbeln unb bie erforderlichen Schritte hiezu einzuleiten. — Ministerwechsel. In Frankreich wurden seit dem 4. September 1870 7 Ministerpräsidenten, 5 Minister des Aeußern, 19 Minister des Innern, 7 Kriegsminister, 8 Marineminister. 8 Justizminister, 10 Finanzminister. 9 Unterrichtsminister, 10 Arbeitsminister und 11 Minister für Handel und Ackerbau ernannt. Nur drei von diesen Ministern sind zwei Jahre und darüber im Amte geblieben, und zwar unter Thier« Dufaure als Justizminister und Simon als Unterrichtsminister vom Februar 1871 bi« Mai 1873; unter Mac Mahon der Herzog von Decaze« als Minister be« Auswärtigen vom November 1873 bis November 1877. — Inquisition, erscheine! Im „D. X. Sonn-tagSbl." lesen wir: »Für Wieberaufrichiung bet Inquisition ist bet spanische Professor Arti in einem besonberen Buche eingetreten, unb fein beutschet Kollege Wenig empfiehlt bas Buch allen frommen Katholiken. Unter anderem spricht et bas menschenfreunbliche Wort: „Da bie Häresie (Abweichung von ber Kirchenlehre) bas schlimmste Verbrechen gegen Gottes Majestät ist, fo kann sie nur burch bie Todesstrafe genügend gesühnt und mit Erfolg unschädlich gemacht werden." — Unglücksfälle auf hoher See. Während des letzten heftigen Sturmes im (Sanat (a Manche gingen 23 Schiffe zugrunde, 48 strandeten, 31 würben ernstlich beschädigt, 55 büßten bie Anker, Masten unb Ketten ein und circa 200 Menschen kamen um. Der Werth ber schiffbrüchigen Fahrzeuge wird aus sechs Millionen Francs geschätzt. Lokal- und Provinzial-Angelegenheitk». — (Aui den flovenifchen Blättern.) „Slo-venSki Narob" schreibt: „Ein offizielles russisches Telegramm berichtet über einen weniger wichtigen Kampf ber Sorbet* wachen, der aber ungemein wichtig deswegen ist, weil er lebendig nachweiset, wie unermeßlich, wunderbar tapfer der russische Soldat ist, bet im Kampfe gegen bie Uebermacht wol sterben, aber sich niemals ergeben kann. Wenn bach alle Stäben im Kampfe für die Wahrheit so wären I Au« einer solchen Nation muß noch etwas Großes werben, benn „Zehntausend Pfund!" rief Buonarotti erstaunt. „Sogleich unb dann alljährlich eintausend Pfund," fügte gedehnt der lahme Smith hinzu. „Ganz recht, das war et, was ich verlangte und wofür ich mich herbeilassen werde, Sie in Ihrer gegenwärtigen Stellung zu belassen." „Zehntausend Pfund!" rief Buonarotti nochmals. „Mensch, Ihr seid wahnsinnig!" „Keineswegs! Wenn Ihr selbst nicht so viel Geld habt, wird es Euch Eute romantische und zärtliche junge Frau geben. Wenn Euch aber meine Forderung zu hoch dünkt, braucht Ihr sie nicht za acceptieren." Buonarotti'S Augen flammten unb haftete» drohend auf seinem Feinde. „Ich habe nicht so viel Geld unb werde eS nie bekommen," sagte er. „Ihr werdet Eure Forderung ermäßigen müssen." „Nicht um einen Pfennig I" versetzte Smith. „Ich habe e» Euch soeben gesagt, daß Ihr nicht nöthig habt, meine Forderung zu acceptieren." _ „Es ist mir unmöglich, eine solche Summe aufzutreiben." (Fortsetzung folgt.) 1o tapfer und mnthig ist kein Soldat dieser Well! (Stolz lieb ich den Sp mter l) Auch die montenegrinischen slavischen Helden, kaum zum Meere gekommen, jagen schon die türkische eiserne Flotte am Meere herum." — (Landesarchiv in Krain.) Di« heutige „Laibacher Zeitung" meldet, daß die k. t. Sentraltom-miffioii in Wien für Kunst- und historische Denkmale, die ihre Thiiligkeit in hervorragender Weise auch der Erhaltung und zweckmäßigen Ordnung und Unterbringung der zahlreiche» in Oesterreich befindlichen öffentlichen und Privat-archive zuwindet, sich in einer ihrer letzten Sitzungen auch mit dem krainischen LandeSarchiv tu >. aibach beschäftigte. Hofrath Sickel trug als Referent der dritten Sektion einen Bericht llber den Zustand derselben vor und erklärte es ule sehr wünschenswert, daß da« Laibacher Archiv durch einen Fachmann in einen wissenschaftlich geordneten Zustand gebracht werde. Hierüber beschloß die Sektion, dem tiaiiierischen Lande»au»fchuffe einen hiezu geeigneten Fachmann ju empfehle». — (Konzert.) Heute abends konzertieren Fräulein Gabriele I o tz l und Herr Richard S ch m i d t l e r im land-schastliLen Redouteusaale. Die Kritik ist voll des LobeS über beide Kunstcelebritälen, beide errangen in den letzten Tagen in Innsbruck und Linz großen Beifall. Die Pianistin Joel verfügt über immense Technik, weichen Anschlag, zeichnet sich durch richtige Auffassung der Lompofitionen, stilvollen korrekten Vortrag auS, wirkt bestrickend und hinreißend, entfaltet nach Erfordernis Kraft und Ausdauer, spielt Meisterhaften Triller; das ganze Spiel verlaust in niedlichen graziösen Formen. Der bestrenommierte L'edersünger Schmidtler glänzt mit seinem Tenorbariton noch immer, besitzt einschmeichelnde Weichheit und Biegsamkeit, musterhafte, wohlverständliche Textaussprache, seelenvollen Vortrag; sein Gesang fließt «ns dem Hetzen und dringt in« Herz, fein Ton ist sympathisch, kurz, Herr Schmidtler zeigt eine vortreffliche Schule, verbindet mit wunderschönem Gesang wohl nuancierte Deklamation, er ist ein Schubert-Liedersänger ersten Ranges. — (Schadenfeuer.) Am 14. v. M. brach im Orte Pangergerm, Bezirk Rudolfswerth, in einer Streu-schupfe angeblich aus Unvorsichtigkeit ein Brand aus, der zwei Wohnhäuser nebst Wirtschaftsgebäuden verzehrte und einen Schaden von 1100 fl. anrichtete. — Am 22. v. M. brach in einem Kleinhanfe zu Doll, Bezirk (Butkfeld, Feuer aus, welchem dieses Gebäude zum Opfer siel. Der Schade beträgt 300 fl. D,r Brand soll gelegt worden sein. — (Landschaftliches Theater.) I. Mosens bleiartiger Schwank „Größenwahn" gelangte gestern zur ersten Wiederholung und errang vor nahezu ausverkaustem Hause durchschlagenden Erfolg. In Schulangelegenheiten. Es liegen uns aus Böhmen, Oberösterreich und Tirol Stimmen ans Fachkreisen vor, die konstatieren, daß die Geistlichkeit die Bestrebungen der neuen Schule nichts weniger als sympathisch begrüßt. Ein großer Theil der PsarrgeisUichkeit auf dem flachen Lande sehnt sich nach jener Aera zurück, in der die Schule eine Domäne der „Kirche" war; er kann den Gedanken gar nicht fassen, daß die Oberaufsicht über die Volksschulen In weltlichen Händen ruhe. Die Landgeistlichkeit will in dem Schullehrer noch immer ihren Diener, Rauchfaßträger und Schleppträger wahrnehmen ; die Psarrerköchin möchte len Schullehrer noch immer -als Holzspalter, Holzträger und „Erbland-Taselvorfchneider und Mundschenk" bei psarrherrlichen Gelagen, als den Blitzableiter ihrer üblen oder guten Laune anfehen. Die Landgeistlichkeit sieht mit Neid und Eifersucht auf die selbständig gewordene Stellung des VolksschullehrerS hin und wendet ihr Auge von der neuen Schule ab; sie verschmäht eS hier und dort, die ihr vorbehaltene Stellung im Landes-, Bezirks» und Ortsschnlrathe einzunehmen, um mitzuwirken an der großen Ausgabe, welche die neue Volksschule zu erfüllen berufen ist. Die Regierung hat die Theilnahme der Geistlichkeit an den Schulangelegenheiten geregelt, sie hat zu erkennen gegeben, daß es ihr willkommen ist, wenn die Geistlichkeit an den Sitzungen des Landes-, Bezirks- und OrtSfchulrathes theilnimmt und ihre Erfahrungen zum Wohle der Schule verwertet. Die Regierung hat auch auf dem Gebiete der Schule den Frieden zwifchen Staat und Kirche vor Augen gehalten. Leider treten in verschiedenen Gauen der Mon- archie Fälle ein, die Zeugnis geben, daß es die Geistlichkeit verschmäht, die dargereichte Hand des Einverständnisses, den Ruf zur Mitwirkung an dem Gedeihen der Schule an zu nehmen. Entzieht sich ein Theil der Geistlichkeit dieser Aktion in Schulsachen, so wird man sich über diese Abstinenz endlich und schließlich beruhigen und trösten müssen. Auf eines jedoch möchten wir die Geistlichkeit aufmerksam machen, es liegt nicht so sehr im staatlichen, weltlichen, als im geistlichen, kirchlichen Interesse, daß die Geistlichkeit an den Berathungen des Landes-, Bezirks- und Ortsschnlrathe- theilnimmt. ES ist endlich an der Zeit, daß auch dieser in geistlichen Kreisen sich kundgebende Widerstand gegen die Tätigkeit und das Gedeihen der neuen Schule gebrochen werde. Der wohltätige Einfluß der Geistlichkeit auf das Volksschul» wesen ist namentlich in Gemeinden des flachen Lande? nicht zu unterschätzen, denn dort steht die geistliche Würde noch immer im nngeschwächten Ansehen, der Pfarrhof ist noch immer, wie vor hundert Jahren, jene Stätte, wo sich der schlichte Sandmann in kritischen Fällen Rath holt. Der liberalen Partei kann es an uud für sich gleichgiltig fein, ob die Geistlichkeit die ihr im Landes-, Bezirks- und Orts-fchulrathe reservierten Plätze einnimmt oder nicht, vielleicht würde der liberalen Sache besser gedient sein, wenn die Geistlichkeit den Landes-, Bezirks- und OrtsschnlrathS-sitzungen fernbleibt, aber vom Rechtsstandpunkte müssen wir daraus bringen, daß auch die Geistlichkeit den Bestimmungen der neuen Volksschulgejetze sich füge und diese Gesetze überall tiefe Wurzel schlagen Die Opposition vonseite der Geistlichkeit in Schulsachen muß entschieden verurteilt werden. Aus dem Schwurgerichtssaale. Laibach, 3. Dezember. Der Gerichtshof besteht aus dem Vorsitzenden Landes» gerichts-Präsidenten Gertscher und den LGNR. Ritz i t s ch und Tomschiz als Votanten; die Staatsanwaltschaft repräsentiert Staatsanwalt OLBR. Persche, als Schriftführer fungiert Auskultant Sebwentner. Die Geschwomen nehmen ihre Plätze ein. Auf der Anklagebank : Ferdinand Pevec, Steindrucker in der Blasnik'schen Druckerei, verantwortlicher Redakteur der in Laibach in flovenifcher Sprache erscheinenden politischen Zeitschrift „Slovenek", angeklagt deS Vergehens der Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung (§ 302 St. G.), begangen durch Zulassung der Veröffentlichung eines in der Nummer 78 des „©lovenec" am 17. Juli I. I. enthaltenen SchmähartikelS, gerichtet gegen die deutsche Verfassung®* Partei aus Anlaß des von ihr errungenen Landtagswahlsteges. Der Angeklagte gesteht, diesen Artikel vor der Jndtuckleguug gelesen und darin nichts Anstoßerregendes gefunden zu haben. Der Vorsitzende teilt eine Zuschrift be3 hiesigen StadtmagistrateS mit, in welcher Ferdinand Pevec als ein rechtschaffener Mann geschildert und unter einem erwähnt wird, daß derselbe nur nominell verantwortlicher Redacteur des „Slooenec" sei, denn die eigentlichen Redacteure sind I. Alesovec, St. Klnn und Monsignore getan. Der Angeklagte wurde bereits einmal wegen eines PreßvergehenS mit Arrest bestraft. Der Staatsanwalt legt den Sefchwotnen die Anklageschrift klar, betont, daß in diesem Falle das subjektive Verfahren dekhalb eingeleitet wurde, weil der beanständete Artikel ein Hetz-artilel ersten Ranges fei, der zu einem förmlichen Straßen-kämpfe gegen die deutsche verfassungstreue Partei aufforderte, und konstatiert, daß, so lange solche Artikel in die Welt geschleudert werden, von einer Ruhe im Lande gar nicht die Rede fein könne. Die Staatsbehörde beantragt den Gefchtvornen gegenüber die Schuldigsprechung. Advokat Dr. A. M o schi, als Verteidiger des Angeklagten, stellt in Abrede, daß durch diesen Hetzartikel die öffentliche Ruhe in dem Maße gestört wurde, wie von der Staatsanwaltschaft geschildert wurde, und bemerkt, dieser Kampf, zu dem auf« gefordert wurde, Bedeute nichts anders, als einen Kampf mit der Feder, die verfassungstreue Partei fei gar nicht angegriffen worden und es gebe auch verfassungstreue Slovenen; dieser Artikel sei nur gegen die NemSkntarji gerichtet worden. Der Verteidiger schließt mit der Bemerkung, er wolle sich in eine weitere Erörterung dieses beanständeten Artikels nicht einlassen, die ganze Sache werde ohnehin im krainischen Landtage besprochen werden. Der Verteidiger erlaubt sich Ausfälle auf das „Laib. Tagbl.", wird jedoch vom Vorsitzenden ermahnt, sich stricte an die SaLe zu halten. Nach einem kurze» Resumt des Gerichtshof-Präsidenten ziehen sich die Geschwornen zur Beratung zurück. Nach halbstündiger Beratung beantworteten die Geschwornen die an sie gestellten zwei Hauptfragen: Ist der Angeklagte Pevec des Vergehens der Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung, begangen dadurch, daß er als verantwortlicher Redacteur der in Laibach erschienenen flvvenischen politischen Zeitschrift „Slovenec* einen nach voraus gegangener Durchlesung zum Kampfe gegen die Deutschen und (in der zweiten Hauptfrage) gegen die verfassungstreue Partei im Lande auffordcrnlen, aneifernden und verleitenden Artikel in der Nummer 78 vom 17. Juli 1877 zum Drucke beförderte, schuldig oder nicht schuldig? mit „Nein", wornach der Gerichtshof ein freisprechendes Urteil fällte. Vom Büchertische. Die ersten vier Hefte des neuen (dritten) Jahrganges des illustrierten Familienblattes:„Die Heimat" (Wien, Verlag der Manz'schen Hos-Verlags- und Universitätsbuchhandlung liegen uns vor. Was das so rasch beliebt gewordene Blatt beim Beginne versprochen, hat eS im vollsten Sinne des Wortes gehalten: es ist ein österreichisches Blatt, gesund und ohne jede Aufdringlichkeit in der vaterländischen Tendenz, alle @:&mmc berücksichtigend und keinen vernachlässigend, reichhaltig, gediegen und bei populärer Haltung von einet literarischen Vornehmheit, welche jeden Österreicher mit Stolz berührt. Der dritte Jahrgang gibt ein neues Zeugnis von der hoch erfreulichen Fortentwickelung bet „Heimat", welche nunmehr au» ihre Holzschnitte — sie find vorzüglich — nur von heimischrn Kräften im Atelier der „Heimat" Herstellen läßt. Diesbezüglich ist denn auch der Fortschritt ein ganz außerordentlicher. Im Texte reiht sich Interessantes an Interessantes. Der so knapp geschriebene, bandlungS-reiche Roman, AuerbachS: „Landolin von ReuterShöfen", ist ein äußerst glücklicher Griff gewesen. Die spannende und anmuthige Novelle von Aglaja v.EndereS: „Drei Kameraden", kann eine Zierde für ein Familienblatt genannt werden. Viele der im Programme angekünbigten Aufsätze pikanten und belehrenden Inhaltes von Anzengruber, Schlögl, Jäger, Langer, Hevesi, Goldbaum, Gauster und anderen find bereits erschienen, und gerade die letzte Nummer (Nummer 8) kann in textlicher wie illustrativer Beziehung als eine Musterleistung gelten, wobei wir nur auf das von Friedrich Schlögls unvergleichlicher Feder mit einem erschöpfenden Artikel pikantest auSgestattete, prachtvolle Doppelbild deS „Wiener Grabens* nach dem berühmten Gemälde deS OesterreicherS Karl Karger uns hinzuweisen erlauben. Die „Heimat" bietet für den dritten Jahrgang auch eine Prämie. Dieselbe trägt die Signatur des in der heimischen Kunst höchst populären Namens: Enter, ein Name, welcher Oesterreich drei Maler geben hat. „Das Briefgeheimnis" von Eduard Endet ist ein „Prämienblatt," höchst anmutig im Entwurf und von großer Sorgfalt in der künstlerischen Ausführung. Fügen wir hinzu, daß das Heft der „Heimat", ä 4—6 Bogen, mit vielen prachtvollen Originalillustrationen nur 20 tr. L. W. kostet, so glauben wir damit genug gesagt zu haben. Erstaunliche Billigkeit, vaterländische Tendenz und tüchtige Leistung verbinden sich hier zum besten Ganzen. Witterung. 8 a i 6 a 4 , 4. Dezember. Heute Regen mit Schnee, schwacher NW. Temperatur: morgens 7 Uhr + 4 6°, nachmittags 2 Uhr -f-12'6. (1876 + 140»; 1875 + 2 4* C.) Barometer im Steigen, 73158 mm. Das gestrige Tagesmittel der Temperatur, + 5 7', um 4 7' über dem Normale; der gestrige Nieder-schlag 5 00 mm. Regen. Gedenktafel über die am 7. Dezember 1877 stattfindenden Licitationen. 3. Feilt., Jagodnig'sche SÜeal , Dornegg, BG. Feisttiz. 3. Feilb., Skok'sche Real., Topolz, BW. Feisttiz. - 3. F'ilb,, Ftank'sche Real., Prem, BG. Fetsttiz. — 3. Feilb., Biz-jak'sche Real.. Orechouza, BG. Wippach. — 8. Feilb., Sute'sche Real., Votnschloß, BG. Tschetnernbl. — 3. Feilb., Kapj'sche «cal., Gereuth, BG. Tschetnernbl. — 3. Feilb., Adam'sche Real., Döblits», BG. Tschetnernbl. — 2. Feilb., Magaj'sche Real., Tschetnernbl, BG. Tschetnernbl. - 2. Feilb., Kan-«i'sche Real., St. Anna, BG. Neumarktl. — 2. Feilb.. Ktinc'sche Real., Otklouz, BG. RudolfSwerth. — 2. Feilb., Rolich'fche Real., Gmajnca, BG. Rudolfswerth. — 2. Feilb., Sklauder'sche Real., Schalawi», BG. RudolfSwerth. -8. Feilb., Radovan'sche Real., Prapreie, BG RudolfSwerth. — 2. Feilb., »reiovit’fche Real., Unterberg, BG. Rudolfs, wert. — 2. Feilb., $e|man’sche Real , ©trelat, BG. Ru-dolfSwerth. - 2. Feilb., Kasteiiz'sche Real., Froschdorf, BG. RudolfSwerth. — 2. Feilb., Euk'fche Real., Lome, BG. Jdria. - 2. Feilb., Klepec'sche Real., «erkviSe, «G. Möttling. Angekommene Fremde am 4. Dezember. Hstel ttalt toten. Wassermann, Oser, Schüller und Walter, »fite., Wien. H«tel Elefant, «urtmann, Kfm., Wien. — Tomazetik, feiern., Sunja. — Sporn, Beamter, Lack. — Diehl, fm., Triest. H»tel Vurava. «anziani, Sigou, Lenafsi, Architekten, und Pfeiffer. Äfm., Triest. W«hre«. Baron Scheder, Hauptmann, Wien. — Lieben» wein, Besitzer, TarviS. Verstorbene. Den 3. Dezember. Aloifia Orel, k k. Notars», Witwe, 70 3-, Brubergaffe Nr. 1, organischer Herzfehler. Wiener Börse vom 3. Dezember. Mmtd. Verlosung. 1864er Lose Bk» d-r am 1. d M. vorgenommknkn 65. Bkrlvsung wurden nachflehendc Serien gnogen : Nr. 376 404 492 560 864 1067 1306 1404 1514 1617 2497 8058 3356 und 3836. Der Haupttreffer mit 200,000 fl. fiel aus Serie 560 9ir. 80, der zweite Treffer mit 20,000 fl. ous S. 3836 Nr. 60, der dritte Trifs.-r mit 15,000 fl. aus @. 3058 Nr. 63 und der vierte Treffer mit 10,000 fl. auf ©. 3058 Nr. 68; ferner gewannen jt 3000 fl.: S. 1067 Nr.35 und S. 1617Nr. 24; je 2000 fl.: S 1067 Nr. 95, S. 1404 Nr. 12 und S. 3836 Nr. 48; je 1000 fl.: S. 376 Nr. 79, S. 492 Nr. 92 und 94, S. 1306 Nr. 53, S. 1514 Nr. 6 und S. 1617 Nr. 15; je 500 fl.: S. 404 Nr. 48, S. 560 Nr. 56 und 64, S. 864 Nr. 7 und 41, ©. 1306 Nr. 24 44 und 73, S. 1404 Nr. 62, S. 1514 Nr. 48. S. 2497 Nc. 55 und 88 S. 3356 Nr. 61 und S. 3836 Nr 77 und 97, und endlich gewannen je 400 fl.: S. 376 Nr. 1 und 11; S. 404 Nr. 9«; S. 492 Nr. 26; S. 864 Nr. 6, 40 und Nr. 96; S. 1067 Nr. 6 und 66; S. 1306 Nr. 1, 2 und 56; 6. 1404Nr 41; 1514 Nr. 17; S. 1617 Nr. 98; S. 2497 Nr. 6; S. 3356 Nr. 34 nnd 91 und endlich S. 3836 Nr. 54 und 55. Auf alle übrigen in den verlosten 14 Serien enthaltenen 1350 Gewinn-Num mtrn fällt der geringste Gewinn von je 200 fl. Telegramme. Wie», 3. Dezember. Da« Abgeordnetenhaus rückverwieS über Antrag DürnbergerS, dem auch der Finanzminister beifümmte, den Artikel betreffs Ueber-einkommens zwischen den beiden Finanzminiftern und der Bank an den Ausschuß, um die Frage des Beitrages beider ReichshiUsten zur Tilgung der Achtzig-Millionen-Schuld endgiltig zu lösen. — Die Interpellation Rosers beantwortend, erklärte der Handels-minister, die französische Regierung halte an dem vorbestimmten Tage der Ausstelluiigseröffmmg fest. Die „Politische Korrespondenz" berichtet aus Belgrad, der serbische Agent in Konstantinopel sei angewiesen, wegen fortwährender Grenzverletzung durch türkische Truppen Genugthuung zu verlangen. Wegen Concrntrierung türkischer Truppen an der Drina wurde die Milizbrigade von Schabaz und Baljevo dorthin beordert. Wien, 3. Dezember. In der letzten Schlacht vor Orhanje haben die Russen 2000 Mann, vier Geschütze und eine Fahne verloren und retirierten aus der ganzen Linie. Pari«, 3. Dezember. Dem „Moniteur" zw folge ntüigte Dufaure ein, als vermittelnder Unter Händler zwischen der Linken und dem Marschall zu dienen. Dufaure gab die Zugeständnisse an, welche die Kammer fordern könnte. Der Marschall nahm selbe ohneweiterr an. Bogot, 2. Dezember, offiziell. De Türken verließen kampflos die starken Befestigungen bei Wratesch und Lukaischewo und zogen sich gegen Sofia zurück. Die Russen besetzten am 29. Rovern ber die von den Türken verlassenen Positionen und verfolgten die Türken am 30. bi« Arabkonak jenseits des Engpasses. Die Russen besetzten am 30sten November Kriwina am Cibra Flusse und Kutilowiza auf der Chaussee Lom-Palanka-Berkowaz. Telegrafischer Kursbericht am 4 Dezember. Papier-Reute 63 70. — Silber-Reute 66 90. — Sold-Rente 74 65. — 1860er Staat-.Anlehen 112 75. — Bank actien 807. — kkredüactien 210 60. — London 118 95. — Silber 106 45. — St. I. Münzdukaten 5 63. — 20-Franc-Stücke 9 54. — 100 Reichsmark 58 70. lefcietrente ... iilBerrente ... «Botbrentc .... 6teet«loje, 1839. 1854. „ 1860. „ 1860(6t „ 1864. •r#nil«etle|tang»-•Higatioe«. Galizien........... Siebenbürgen . . Temeser Banat . Ungarn ............ flnitt« iffentti*« AottBte. Donau-Regul.» Lose ttng. Prämienanlehi Wiener Anlehen . . Actien o. Hanken. Kreditanstalt f.H.u.G 68comt>tc«<8ef.,tt.S. Nationalbant. . . . flclien e. Stamperl Vnlernelimungen. «lsöld-Bahn.... Donau - Dampsschiss Llisabrlh-Wcstbah» ^erbi»a»b«-Norbb. Franz- >igl oitz Geld Ware 63-65 66*70 7455 ros- - 10910 118-60 122*25 135 50 63 70 66 8 7465 304 — 109-25 11275 1*2-75 13575 86— 76 — 77-50 7830 8626 76-50 78 — 78-80 104-25 80-25 89-5 104-75 80'5> 89 75 2 0-50 210-76 80;-- 809 — . 113 — 342 — . 160-50 . 1945 . 128 — - 247 — *120-25 113 5V 343 — 161— 1950 128-50 247 50 120-75 $fan4Briefe. lobenlrebitanjtaU in Gold .... in öfterr. Währ. Prioritä$»-®Uig. 104-50 I 8Ü-25 9760 n, 1.6m erb.-Norbo. i. Silber timuciu « ejtiiiorom * 1ZU ZO 1ZU <0 1UU 0. Lloyb-GeseNschast . .[393 —| —>Silber ranz-Joseph-Bahn. aliz.K-Lubwigb.l.L. Siebenbürger Bahn Staat«bahn, l. 6m. Südbah» & 3 Perz. „ k 5 „ . Prionthfe. Ävebitonjtalt .... RubolsSstistung. . . Devisen. London ............. ®«M[ort«a. Dukaten............. 20 Franc« .......... 100 b. Reichsmark . Geld Ware 107 — 107-50 116-26 116 75 261-60 262 — 76-50 77'— 109-50 110 — 92-15 106*5 85-75 101-50 86‘; 5 64-75 15250 i 10750 92-20 164-50 1 13-50 118-95 U910 Herren-Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehlt C. J. Hamann, Hauptplatz Nr. 17. Auch wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch angefertigt und nur beslpafseudc Hemden verabfolgt (341) 63 Pariser ®tas -^Photographien (Kunst-Ausstellung). Born 2. bis 5. Dezember ist ausgestellt: XII. Serie: Moment-Ausnahme von Paris. Zu sehen im Hause der Handels-Lehr-anstalt am Kaiser Josefsplatz Nr. 12. Geöffnet von 10 Uhr vorm. bis 8 Uhr abenbS. Eintritt 20 kr. (537) 34 Eine Partie Glasbilder ist zu verlausen, auch einzeln. 5-6» 9-531,, 58-75 ü o4 »•5*1/ 56-80 105*65 1 5.7 Danksagung. Für die während der Krankheit seiner Gattin zugekouimenen vielfältigen Beweise liebevoller Theilnahme und für das ehrenvolle zahlreiche Geleite bei ihrer Bestattung spricht in tiefster Rührung seinen lebhaftesten Dank hieniit aus Josef Mer. Laibach am 4. Dezember 1877. Condilor, Laibach, Kongreßplatz. empfiehlt dem geehrten P. T. Publikum seine große Auswahl von Konditorei-Waren für (599) 8-3 Nikol» und Weihnachten. CO CO Hauptgewinn ev. 375,000 Mk. mm Die Gewinne garant. d. Staat. Erste Ziehung: 12. u. 13. Dez. Einladung zur Betheiligung an den Gewinn-Chancen der vom Staate Hamburg garantierten grossen Geldlotterie, In welcher Uber 8 Millionen Mark sicher gewonnen werden müssen. Die Gewinne dieser vorthcilhaften Geld-Lotterie, welche plangemäss nur 85,500 Lose enthält , sind folgende: nämlich I Gewinn event. 375,000 Mark, speciell Mark 250,000, >23,000, 80.000, 60,000, 30,000, 40,000, 30,000, Ü mal 30.00« und 25,000, 10 mal 20,000 und 15,000, 24 mal 12,000 und 10,tiQ0,31 mal 8000, «000 und 5000, 5« mal 4000, 3000 nnd 2500, 20« mal 2400, 2000 und 1500, 412 mal 1200 und 1000, 1304 mal 500, 300 und 250, 2824« mal 200, 175, 150, 138, 124 und 120, 15839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark, und kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abteilungen zur sichern Entscheidung. Die erste Gewinn-Ziehung ist amtlich auf den 12. und 13. Dezember d. J. festgestellt, und kostet hierzu das ganze Original-Los nui 3 fl. 40 kr. das halbe dto. nur 1 fl. 70 kr. das viertel dto. nur — fl. 85 kr. und werden diese vom Staate garantierten Or Igl nal-IiOSe (keine verbotenen Promessen) gegen frankierte Einsendung des Be träges oder gegen Postvorschuss selbst nach den entferntesten tiegenden von mir versandt. (553) 12—10 Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-Lose auch den mit dem Staatswappen versehenen Originalplan gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder erfolgt von mir direkt an die Interessenten prompt und unter strengster Verschwiegenheit. Jede Bestellung kann man einfach »uf eine Posteinzahlungskarte oder per reeommandlerten Brief machen. Man wende sieh daher mit WWM den Aufträgen vertrauensvoll an Samuel Heckscher sen., Banqmier and Wechsel-Comptoir 1» Hamburg Druck von Jg. #. Äl«thme»r k geb. Samberg. Verleger: Dttomar Bamberg. Kür die Redaction verantwortlich: Franj Müller.