Whmwrottm - Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 k. Halbiihrlg . . 4 „ 80 „ «ferttliaWfl . 2 „ 10 „ Rvnatltch... - , 70 , Mit der Post •«"itifctg ..... 12 ff. 6 „ ««Mkljlthrig ..... 3 , 88t Zustellung in« Hau» ^ertetj. 36 k., nonatl. 9 ft. Wngtlne Kümmern 6 k. Laibacher TJ L^blatt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berückfiLtigt; Manuskripte nicht zariickgesendet._ Uetzaett««: vahnhofgaffe Nr. Ib. Extzedttionö-* Inserate«-Bureau: Kongreßplatz Nr. 2 (Buch. Handlung von Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg.) JnsertionSpreise: Kür die einspaltige Petitzeile t 4 tr., bei. wiederbolter Tin» , schaltung i 8 kr. Anzeigen biS 5 Zeilen 20 kr. Bei grStzeren Inseraten und Ssterer Einschaltung entsprx« chender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Lergülung. Nr. 156. Dienstag, 10. Juli 1877. — Morgen: Pius I. P. 10. Jahrgang. Wahlen der Städte und Miirlte. Die heutigen Wahlen der Städte und Märkte, deren Resultat bis auf die erst nachmittags statt» findende Wahl in Krainburg bereits vollständig bt« kannt ist, endeten mit einem vollständigen, glänzenden Siege der liberalen Partei. Diese Thatsache, ein Ergebnis der muster« hasten» über jedes Lob erhabenen Haltung der Wählerschaft der gesummten Städte und Märkte de« Lande», ist überdies deshalb eine besonder» erfreuliche, weil, wir die unten folgenden Wahlergebnisse Jtigtn, die Kandidaten der Verfassung-partei theil» einstimmig, theil« mit imposanten Majoritäten ge-wählt wurden. * i\' Bei der heutigen Landtagswahl in der Landeshauptstadt erschienen 628Wähler, und es erhielten Dr. Friedrich Ritter Von Kaltenegger 464, Dr. Robert von Schrey 460 Stimmen. Jdria, 10. Juli, 10 Uhr 30 Min. Gariboldi mit 58 von 61 Stimmen gewählt. Gottschee, 10. Juli, 11 Uhr 25Min. Bezirksrichter Julius Ledenig mit 75 von 76 Stimmen gewählt. Hoch die Verfassung! Ueberglücklich! Neumarktl, 10. Juli, 11 Uhr 45 Min. Sieg unser, Kecel gewählt mit 130 gegen 80 Stimmen. Großer Jubel hier! Adelsberg, 10. Juli, 11 Uhr 45 Min. Dr. Deu gewählt mit 72 gegen 57 Stimmen. Rudolfswerth, 10. Juli, 12 Uhr. Von 373 abgegebenen Stimmen erhielt Hotschewar 204. Vom Kriegsschauplätze. Bon «jela sind zweifelhafte Nachrichten ei», gelaufen, man spricht von sehr heftigen, unentschieden gebliebenen Zusammenstößen und größeren Be» lüften auf beiden Seiten; es werden daraus für die Russen ungünstige Schlüsse gezogen; es ist aber unmöglich, Genaues zu erfahren. Die Türken haben ihre alten Positionen bei Ljubovija und Klein-Zvornik an der Drina wieder besetzt und die aufgegebenen und verwüsteten Ber-fchanzungen frisch hergestellt. Bevor da» allgemeine Vorrücken der Russen statlfindet, werden in Zimnica neue Arangement-de» Heere» getroffen. @» wird eine Vorhut-Division gebildet. Die Division wird au» einer Brigade Schützen, der bulgarischen Legion und 4 Kavallerie-Brigaden bestehen. Die erste dieser Brigaden ist au» Dragonern unter dem Befehle de» Prinzen Eugen von Leuchtenberg zusammengesetzt; die zweite Brigade aus zwei Regimentern Don'scher Kosaken unter dem Befehl von General Cherka-s o f f; die dritte au» tscherkesfischen Kosaken, befehligt vom Obersten Jutolmin; die vierte au» einem Regimente Don'scher Kosaken und einem Hußaren» Rcgimente, befehligt vom Herzog Nikolaus von Leuchtend erg. Diese Brigaden sind gegenwärtig im Donau-Uebergange begriffen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Kaiser, wenn überhaupt, die Donau noch nicht bald überschreiten. Dir gesummte in Plojeschti zurückgelafsene Equipage de» Kaiserkam vor kurzem in Zimnica an. Da« elfte Corp» befindet sich in und bei Giurgiewo; e» wird durch eine Division von einem ändern Armeecorp« verstärkt werden. Reuter» „Office" meldet von Erzerum» 6. Juli, abend»: Der rechte türkische Flügel steht dem linken russischen Flügel bei Urfchkiltffa gegen, über, Fait Pascha befindet sich gegenüber 12,000 Russen bei Ardahan. Die Avantgarde Mukhtar Paschas ist 14 Meilen von Kar» entfernt. Jeuileton. Das österreichische Herzogthum Kram. Älpenser-Mdet. Bon Franz Titzentha.ler. (Fortsetzung.) Der bald vier Meilen langen, nur von der mit Seite bei Selbe« zugänglichen Wochein , m See gleichen Namens und dem am hin» bür? bt8 Thalkessel« befindlichen Savicafall Nen wir wol nicht unbeachtet vorübergehen. tin« kräftiger Krainer Bursche in seiner Ra» l , ® lro|6t, bestehend aus einer mit Silberknöpsen letzten Tuchjacke und bunten Weste, mit aus den ottnen Kniehosen herabhangendem und über die fallendem Unterbeinkleid, weißem, breit f.iiif* I fltncm Hemdkragen, den muskulösen Hal» h m Erlisten Winter völlig frei lastend; auf tintn wolligen Filzhut. im Ohr die nie lrnn,m,Ln,*6on. l^em Burschen und Mädchen ge» weikbe !L??W^-n Krainer Ohrgehänge, einen 7 —‘““P'lchen »rainer sugrgtgonge, einen !i» ü !" Mohrenkopf vorstellend (jedenfall-nn°ch au» den Türkenkämpfen stammende» Wahr-Erinnerungszeichen^ welche» sich von Geschlecht zu Geschlecht fortgeerbt haben mag), schaut mit seinen klugen Augen fröhlich in den heitern Morgen und lenkt geschickt das leichte Gefährt, welche- un-pfeilgeschwind über Seebach und die hinterliegende Höhe mit prachtvollem Rückblick auf die nun schnell verschwindende Veldeser Landschaft, an der ziemlich bedenklich steilen Absenkung hinunter der anfang« etwa« schaurigen Gebirgsschlucht, dem Eingang zum Wocheiner Thale zuträgt, durch welche die Savica sich schäumend entgegen wälzt. Noch oben, links der Fahrstraße, schaute ein zerrissenes Felsgebilde, der grottrske alte Weiberzahn (babji zob) zu uns herüber, während die rechte Seite von einem schroff abfallenden Terrain flankiert wird, welches, fortwährend an wilder Mächtigkeit und Steilheit zunehmend, schließlich al- gewaltiger, die Save einzwängender und jäh zu ihr abstürzender Felsenwall jede« Weiterkommen auf dieser Seite verhindert und somit die Straße zum Ueberschreiten de« Flusse« und fortan zum unmittelbaren Verweilen auf dem ändern Ufer zwingt, wo der dazu nöthige Raum mühsam dem Gestein abgerungen werden mußte. Dieser Engpaß ist in Kriegsgefahr wie geschaffen, da« große Wocheiner Thal völlig ab» zuschließen, denn wenige Mann würden genügen, die strategisch wichtige und absolut uneinnehmbare Stelle und die dadurch geschaffene große Natur, festung zu vertheidigen und zu behaupten — und tatsächlich hat wol auch noch kein Feind den Boden der Wochein betreten. Nahe dem soeben passierten ersten Savica-Uebergang (weiter im Thale überschreitet die Fahr-straße den Strom noch einige male) ist ein Ort Namen« Obrne, welche» gleichbedeutend ist mit: „er kehrt um", und findet sich hier in der steilen Bergwand ein eigenthümliche«, bisher nicht erklärtes Monogramm vom Jahre 1554 (?) ringrgraben, welche« die Bewohner der Umgegend in Beziehung zu einer hier erfolgten siegreichen Zurückweisung der Türkenhorden bringen wollen, obschon kein Umstand für solche Wahrscheinlichkeit spricht, da nachweisbar gerade in diesem Jahre keiu Einfall der Osmanen stattgefunden hat. Die vielfachen zum Strome niedersteigenden Böschungen und terraffenartigen Abhänge, die al« Produkt der Verwitterung an der Bast- der ziemlich senkrecht emporthürmenden Bergwände sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, sind jetzt angenehm mit schönen Buchen, Ahorn und dichtem Unterholz bedeckt und drängen, abwechselnd mit größeren nackten Steinblöcken und Geröll untermischt, in der engen Schlucht, die Bnkova dolina (Buchenthal) genannt Politische Rundschau. LaiLach, 10. Jul!. Jnla»-. Die vereinigte juridische und Eisenbahnkommission des Herrenhauses hat die Borberathung über den Gesetzentwurf, betreffend die Enteignung zum Zwecke der Herstellung und de» Betriebes von Eisenbahnen, beendet und den Bericht vorgelegt. Die Kommission hat den Regie-rungsentwurs in einigen Punkten amendiert, ins-besondere hat sie die Grundsätze der Enteignung, welch: bisher nur aus den einzelnen Verordnungen debütiert werden konnten, vervollständigt und mehr spezialisiert; die bisherigen UebelstSnde bei Ermittlung der Entschädigung hat sie dadurch zu beheben gesucht, daß die Sachverständigen nicht von den Parteien, sondern vom Gerichte bestellt und die Feststellung der Entschädigung nicht durch die Schätzung, sondern durch den Ausspruch de- Gerichtes erfolgen soll. Ferner wurde dem Enteigneten, im Falle der gerichtlich festgestellte oder verglichene Entschädigungsoder Sicherstillungsbetrag nicht binnen 14 Tagen bezahlt wird, die Execution zur Hereinbringung dieser Schuld sammt Verzugszinsen zugestanden. Endlich wurde für den Fall von Betriebsstörungen, welche die unverzügliche Occupierung eines Grundstückes nothwendig machen, rin besonders beschleunigtes Verfahren festgestellt. Von drei Mitgliedern der Kommission wurde zu vier Paragraphen ein Minoritäts-Votum eingebracht. Der ungarische Reichstag hielt am 7.d. feine letzte Sitzung vor den Ferien. Es wurden mehrere Gesetze, welche die königliche Sanction erhielten, promulgiert und das Gesetz über die Militär* grenzbahn eingebracht. Ausland. Der „Globe" schreibt: „Kein Verständiger innerhalb der Grenzen de» Vereinigten Königreich» Großbritannien wünscht Rußland Ursache zum Argwohn zu geben, so lange dies irg:ad vermieden werden kann. Aber unter allen Umständen ist eS Pflicht der englischen Regierung geworden, unverzüglich Schritte zu thun, damit nicht die ottomanische Hauptstadt in die Hände der stärksten, aggressivsten und ehrgeizigsten Macht Asiens falle. Die Entsendung der Floiie in die Besika-Bai ist ein guter Anfang der Action. Wir glauben und vertrauen, daß es nur ein Anfang ist und daß inkürze das Publikum durch Maßnahmen noch energischeren Charakters beruhigt werden wird. Fürst Gortschakoff hat freimüthig erklärt, daß der Hof von Petersburg die Occupation Konstantinopels unter die Kriegsmöglichkeiten zählt. Englands Volk würde, dessen find wir sicher, mit Befriedigung vernehmen, daß eine gleich freimtithige Antwort in dem Sinne ergangen wird, gegen die Fahrstraße und diese scharf zur Savica heran, welche mit ihrem, hier hell wie Kristall, dort dunkelblau wie Indigo, oder saftig wie Maiengrün blinkenden, glatt dahinziehenden, dann wieder kochend und wirbelnd sich überstürzenden, weißschäumenden Wasser, bei der prachtvollen Färbung in Wald und Busch, der ganzen von Bergen eingeengten Landschaft reizende Bilder entlockt, welche in ununterbrochener Folge die Aufmerksamkeit gefangen nehmen. Weicht endlich diese Klamme dem schließlich wol l1/, Stunde Breite einnehmenden Thal, kommen wir gegen das große Dorf Neuring, so umlachen un« hier die herrlichsten Gefilde wohlbestellter Flächen ; fette Klee- und weißroth blühende Buchweizenäcker, hoch aufgeschossene grüne Mai«, ober Kukuruzplan-tagen wechseln ab mit golbglänzenden Korn- und in Ueppigkeit prangenden Hirsefeldern; unzählige Wall« nußbäumt wölben ihre schallenspendenden Kronen; und zwischen Acker und Wiesen erblicken wir überall jene eigenthümlichen Krainer Getreidehalter (Ge-treidthatpfen), feit Qahrhunberten dort im Gebrauch, aus einem mit Regendach versehenen hohen Latten-gerüft bestehend, welche dem Landmanne gestatten, da« gemähte Getreide sofort luftig und vollkommen vor Regen geschützt gleich auf dem Felde zu speichern, sei, der Hof von St. James weigere sich positiv, eine solche Möglichkeit einzuräumen, und sei bereit, ihren Eintritt zu verhindern, wenn nöthig, durch die Gewalt der Waffen." Viele Mitglieder der türkischen Deputiertenkammer haben, da die parlamentarische Session geschloffen ist, Konstantinopel wieder verlassen und die Heimreise angelreten. Die nächste Session soll gleich nach dem Ende des Ramazan-gastens (anfangs Oktober) wieder eröffnet werden. Der vierte Juli, der Jahrestag der Unabhän-gigkeitsetklärung der Vereinigten Staaten von Nordamerika, wurde in der ganzen Union, auch im Süden, mit großer Feierlichkeit begangen. Zur Tagesgeschichte. — Allgemeines direktes Wahlrecht. In Budapest wurde am 8. t. M. eine von 3000 Arbeitern besuchte Volksversammlung, welche über eine Resolution wegen Einführung des allgemeinen dir-lten Wahlrechtes beschließen sollte, infolge tumultuarischer Szenen bei der Präsidenten-Wahl behördlich aufgelöst. — Fortschritt auf demGebiete deSTele-grafenwesenS. Unter den für die Pariser Ausstellung angekltndigten Gegenständen befindet sich ein neuersundener Telegrafenapparat de« k. k. Telegrafen-Kontrollors Samberg in Linz. Der Apparat druckt eine Art telegrafischer Korrespondenzkarten mittelst fünf Tasten mit der Schnelligkeit von 200 bis 400 Buchstaben in der Minute. Bleich-zeitig reguliert er dm Gleichlauf mit dem Gegenapparate selbstthätig, wodurch es möglich wird, daß eine größere Anzahl von Stationen in einer Telegrafenlinie an einer und derselben Depesche theilnehmen können. Die Kosten für einen Apparat sollen 300 fl. kaum übersteigen. — Ueber Leichenverbrennung. Der @e-meinderath von Paris beschäftigte sich mit dem Problem der Leichenverbrennung. Er entschied im Prinzip, drei Preise, die vorläufig auf 25,000, 15,000 und 10,000 FraucS angesetzt sind, für die beste Art der Leichenverbrennung aus» zufchreiben, welche insbesondere folgenden Bedingungen zu genügen hätte : Die organischen Stoffe müssen ohne (fletuch,-Rauch ober schädliche Gase in Asche verwandelt werden, die Identität der festen Stoffe muß ohne jeden fremden Beisatz gesichert, das Verfahren endlich ein rasches, nicht zu kostspieliges sein und den geistlichen Ceremonien aller Bekennt-niffe leinen Eintrag thun. — Eine Ausstellung von Stofen wurde in voriger Woche in London eröffnet, zu der nahezu an 10,000 Exemplare der prächtigen Blumen eingefendet waren. Den Preis der Schönheit trug eine hellgelbe „Marfchall Niel" davon. um sogleich den Boden zu neuer Bearbeitung und Einsaat frei zu haben, da in der Regel zweimalige Ernte in einem Jahre erfolgt. Während der ganzen Fahrt bis zu der großen Ortschaft Feistriz haben wir das meilenlange, teilweise noch mit Urwald bedeckte Jelouzaplateau zu unserer Linken, auf dessen mehr südwestlicher Seite die wahrscheinlich um« Jahr 1283 vom Bischof zu Freising aus dem Pusterthale hierher verpflanzte deutsche Colonie Zarz sich befindet, gegenwärtig noch aus einigen zerstreut liegenden Weilern, ein, um eine freundliche Kirche gruppiertes Dorf bildend, bestehend, welche als „deutsche Sprachinsel" inmitten des Slovmenthums in letzter Zeit mehrfach von Reifenden besucht und genannt worden ist. Au« dem Wocheiner Thal gelangt man in vier guten Stunden über ein mühsam ersteigbare« Joch von circa 1380 bi« 1390 Meter Höhe zu der nicht uninteressanten kleinen Gemeinde. Das Jelouzaplateau ist eine noch zum wenigsten Theil erforschte Waldwildni«, wo zahlreiche Untiefen, schachtartige, oft unergründliche Schlünde zu Höhlen und Grotten führen, die das ganze dortige Kalkalpengebiet schwammartig durchsetzt und durchlöchert zu haben scheinen. Im ansehnlichen Orte Feistriz, wohin wir jetzt gelangen, befindet fich ein altes Eisenhüttenwerk, Lokal- und Proviuzial-Augelegeuheiteu. Driginal-KorrespondenM. Krainburg, 9. Juli. Ju der Nacht vom SamStag zum Sonntag um die Mitternachtsstunde schlug der Blitz in ein nächst dem Dorfe Safniz, Bezirk Lack, freistehende-hölzernes Häuschen, zündete es, und in weniger als einer Stunde war dasselbe trotz deS herabströmenden Regens bis auf den Brund niedergebrannt. Am Sonntag morgens zog man aus dem Schulte die verkohlten (Bebeine zweier erwachsener Personen (Later und Mutter) und zweier Kinder; andere zwei Kinder erlitten lebensgefährliche Brandwunden. Landttratz, 8. Juli. Der national-klerikale Kandidat Herr Brasselli beehrte auch uns mit feinem Besuche. Abends am 5. d. begann er sein Unternehmen, er wandelte von Haus zu HauS, von einer Thür zur ändern, ein förmlicher Maskenaufzug wurde improvisiert, den Kaplan an der Spitze; die Wähler wurden sogar in der Nachtruhe gestört. An einer HauSthür wurde der Wahlprozession der Bescheid zutheil: „Gebt uns doch bei Nacht Ruhe, die Zeit zur Pfarr-Lolleetur ist noch nicht da, wir haben die Frucht noch nicht ausgedroschen!" Die eifrigen Wahlagitatoren mußten mit langer Nase abziehen, Auch unsere Leute wurden eine! Besseren belehrt, daS klerikale Blendwerk, die klerikalen Nebelbilder haben auch hier ihren Reiz von ehedem eingebüßt. Die Klerisei ziehe fich vom politischen Schauplatze zurück in die Kirche, wohin fie gehört, dort ist ihr Platz! Weichselburg, 8. Juli. Der „Vater der Nation" sendete einen seiner getreuesten Anhänger nach Weichselburg ab, um seinen vielgeliebten Sohn, an dem er ein besonderes Wohlgefallen hat, in die Landtegfstube zu bringen. Ein gewesener Berwaltungsrath der verkrachten Bank „Slovenija" — VvlkSv'ertreter im krainischen Landtage? Sollen denn die Actien des Landes Krain und feiner Bewohner ebenso niedrig, beziehungsweise schlecht stehen, wie jene der Bank „Slovenija"? Der „Vater der Nation" scheint diesen Unglücksplan verwirklicht haben zu wollen. Ein Herr Srasselli erschien hier «U Apostrl; Pfarrer und Kaplan reichten ihm bei seiner Ankunft daS Aspergillum, gaben ihm aber trübe Hoffnungen mit auf den Heimweg. Nachdem tat Debüt alS LandtagSdeputierter verunglückte, steckte Herr »rasseil i den Freibrief deS Papa BleiweiS in die Tasche und präsentierte sich mit dem Patente alS Wein- und SssekutanzageiU. Srasselli mußte Weichselburg unverrichteter Sache verladen und das Angebinde mit nach Hause nehmen, daß e« ihm nicht gelungen ist, die Sympathien der Weichselburger Wähler zu erringen. — (Zu den LandtagSwahlen.) Der krainische Klerus hat bei den stattgesundeutn Landtagswahlen eine THStigkeit entwickelt, die einem besseren, dem materiellen Wohle des Landes und feiner Bewohner mehr entsprechenden Zwecke würdig gewesen wäre. In gewissen Kreisen g'vt welches die Erze der Wochein verarbeitet und daschon umS Jahr 1635 als einer Frau von Lamberg gehörend genannt wird. Hotel Mauritsch bietet ungastliche Unterkunft, und mit Verwunderung vernehmen wir von dem freundlichen Wirth, daß seit 1870 ein Landsmann von un«, Herr Löwig, jetziger Besitzer der chemischen Fabrik in Mügeln und einer Fabrik bei Golaberg in Schlesien, welche sich vor’ zugsweise mit Herstellung chemisch reiner £honet»e beschäftigt, wie solche zur Kattunfabrication nötW und unentbehrlich ist, da« passendste Rohmaterial dazu aus der Wochein, speziell aus Feistriz beziehe-und zwar den Bochit, eine Thoneisensteiuart, roeld)1 dort in oft mächtigen Adern auftritt, blasenartige Höhlenränme im Kalkstein ausfüllend, und den nton bisher nur im südlichen Frankreich gefunden habe" will. Es gibt weißen und rolhen Bochil, der letzt^ dient zur vorerwähnten Fabrikation, der w-iße ave wurde an eine Fabrik nach München v:rfrachlel, u dort zur «luminbereitung verwendet zu werde-Sonderbar ist der Glaube der dortigen Bewohne-daß die den Stein aufkaufenden Fremden , Gold zu machen verstünden — im gewissen ©» auch wol ganz richtig — und mit oft gar mcht hehltem Verdruß, bet fich schon bald einmal_bt« i gewaltsamen Widersetzlichkeit gegen die AuSsüh «nou der Ansicht Raum, Laß nach Inhalt der Bestimm«!» gen der StaatSgrnndgefetze die — zügellose — Action de» Klerus nicht zu beschränken war. Dieser Ansicht können wir nicht beipflichten, denn die persönliche Freibeit eineS Staatsbürgers hat sich in den gesetzlichen Grenzen zu bewegen und darf sich einer Ueberschreitung dieser Grenzlinie nitt schuldig machen. Die Staatsgrundgesetze gestatten jedem Staatsbürger die freie Ausübung der ihm zustehenden bür-9ttU*tn jKjßte. Jeder Wähler ist berechtigt, seiner Mei-”Un8. seinen Sympathien, seinem Votum Ausdruck zu geben. Aber 6it|( Berechtigung läßt eine aus dritte Personen sich •“^wilenbe verwerfliche Agitation und Wühlerei, eine förm-Vilksversührung nicht zu. Die Activn des tauilfifen Klerus war eine aus Grund der Staatsgrund» ^Iktze Unberechtigte. Die Action des krainischen Klents nn6 dieUedeveinstimmung mit derselben eonjeite der Jung« "»denen erfährt in der „Presse" solgende Zurechtweisung: "7et Nationale Klerus Krains hat diesmal mehr als seine ^Uldigkeit getban, er entwickelte geradezu riesige Anstrengungen zugunsten der nationalen Kandidaten. Eiwas merk-^uig nehmen sich in dieser Gesellschaft die Jungslovenen ®U6' die sich immer aus die Liberalen hiuauSspielten. Um ie ®etfafiung6partci niederzuhalten, cerleugneten sie ohne oaubetti ihre ganze Vergangenheit und gingen mit Sack ottd Pack ins klerikale altslovenische Lager über." — (Die kr ainische Handels- und @e■ ^rbeka m wer) nimmt heute abends um 6 Uhr im WRntn Rathause die Wahl zweier ,Abgeordneten für den "üinifchen Landtag vor. — (Zur Ministerkrise.) Infolge aufgetretener Gerüchte über einen angeblich in Eisleithanien bevorstehenden Ministerwechsel rührt auch „Slov. Narod" die Lärm-trommel und bespricht die alsbald (?) zu gewärtigende Beseitigung des Dualismus. „SRatod" schreibt unter anderm: . i ie maßgebenden «reise denken bereit« ernstlich Baron, wie da« ganze ©Wern zu ändern wäre. Jetzt kommen auch wir ®laBen an 6ie Reihe, «ras Hohenwart besitzt jetzt viel bessere (Shancen bei Hose als ehemals. Bei Hofe ist man sllr eine freundschaftliche Verbindung mit Rußland, auch dieser Umstand muß den Sistemwechsel fördern. Traf An-drafsy wirb nur so lange noch als Minister des Aeußrrn fungieren, bis Rußland die Türkei zertrümmert haben wird; dann kommt ein Mann nach dem Schlage eines Rodich an dessen Stelle. Dann werden die Magyaren und Juden (I?-emsehrn, datz sie vergeblich geschrieen haben." — Die oor-wende hochpolitische Eombination fordert uns zu dem Schmerzrnsrus au(; ^Verschone uns, o Herr!" Hohenwart Minister des Aeußern!? Dies wäre wahrlich dar «l e u ß e r st e, was Ocherreich geschehen könnte! . (3>ie städtische Musik-Vereinskapetle) morgen bei günstiger Witterung in den Abendstunden ® dis 8 Uhr nächst dem Schweizerhause im Tiooliparke. ^ Kapelle hat einige tüchtige neue Mitglieder erhalten. StoS 6aä Arrangement derartiger, zur Unterhaltung des me Publikums in Szene gefetzter unentgeltlicher Pro- ^demusiken während des Verlaufes der Sommersaison tetntt t ."» »»» 1 je« fit! damit ,^bult rum xianbt hinaus gehen, um andere dgz und glücklich zu machen. Möglich, daß fouVh1*1 unltt anderem Borwand, gesteigert haben trnn. S*6 str das ihrer Meinung nach höchst werth. bet j . drm weißen Bochit gewonnene Alumin zu lgen Auffassung den Grund gegeben hat. Stattet i öit^ mineralische Schätze mögen noch un< Ätoinec Boden verborgen ruhen! ftirinnti! auf der nahen Cernaperst ent» dtten «i (hier in die Savica mündend), ohne A??"*rfälle eine Stunde oberhalb des Ortes, rar sr»,#- ttoöt>nlid)C6 iu bieten, doch immerhin söenhft *Un8 des Aufenthalles befuchenswerth find, und h;mUC ^bendtafel ein überreichlich bemeffene« na* nut v bricht wohlschmeckender Forellen, und 4 uh8 °ut4Wafcner Nacht brechen wir früh gegen tei* c'fim? ^isekorb mit Speisen und Getränken ' btn um mit Hilfe unseres schon harren. ' Ä «X d>» °°« ein, @1,-6= 8*,.11 «WhSf* ®“ » -->-»»-»> d°r mlgllW Sruyrothschrin tttefAt f,in fotI. um in bet um , erreicht sei« soll, •”otQfn»a»>ieil a6etfa^r‘« zu werden, damit man ie'tig am Wasserfall der Savica eintrifit. Fortsetzung folgt.) erhält die herrlichste Anlage der Landeshauptstadt Krains höheren Reiz, die städtische Musikkapelle wird sich dadurch hier mehr und mehr einbürgern, in der Gunst des Publikum- festfetzen und dasselbe zur ausgiebigen Bereinsbeitrags-leistung einlaben. — (Wünsche und Beschwerden.) Gestern in der atten Abendstunde scheint ein muthiger Rosselenker (H ) in den belebtesten Straßen der Stadt und in den Vorstädten eine Wettfahrt unternommen zu haben, et ließ seinem flüchtigen Schimmel zügellosen Lauf. In der Nähe des Last Kasino und tefö Andreas Karl nahm diese Schnellfahrt so gefährlichen Charakter an, daß die Passanten jener Stellen jeden Augenblick den Wagensturz und UeberfaHrungen von Kindern besorgten. Wir möchten im Interesse der körperlichen Sicherheit des Publikums rathen, derlei Schnellsahrten außerhalb der Mauern der Stadt und Vorstädte zu unternehmen. — (Frischer Schneefall) Infolge am Sonntag eingetretenen heftigen Gewitterregens hat sich die Temperatur so abgekühlt, daß gestern morgen» die Steiner Alpen, unsere HochgebirgSspitzen in Oberkrain, die Villacher Alpe und andere Gebirge mit frischem Schnee bedeckt waren. — (Aufgefundene Leiche.) ImGariboldifchen Haufe an der Wienerstraße wurde in der zur Wohnung des Herrn LandesgerichtS-Präsidenten Bertfcher gehörigen Holz-legstätte hinter einem Holzstöße der Leichnam eines alten Mannes aufgefnnten, in welchem man den bei dieser Wohn-partei bediensteten Holzträger erkannte. Dieser Mann litt an epileptischen Anfällen; die Annahme eine» Verbrechens ist ausgeschlossen. — (Aus der V ühnenwel t.) Die Garderobe des TheaterdirektorS Herrn F r i t f ch e ist aus Kaschau in Laibach bereits eingelangt; Direktor Flitsche beabsichtigt bereits anfangs August in Laibach einzutreffen, um die nöthigen Anstalten in Bezug auf die nächste Theaterfaifon zu treffen. Wie wir vernehmen, wurde eine ausgezeichnete junge und hübsche erste Liebhaberin engagiert. — Die Gesellschaft des Wiener StadttheaterS wird am 20. d. auch im Grazer Stadttheater einen TykluS von Gastvorstellungen eröffnen. — (Vom Büchertische.) „Graphische Zeit-darstellnng zur Weltgeschichte. Nach den neuesten Werten und nach Prof. Straß' Methode frei bearbeitet von Jofef Sucher, Wien 1877, Verlag von Äorl fflräfer." Diese «eschichtskart- trägt den längst gehegten Wünschen der Lehrer und Lernenden, wie auch jenen der SeschichtSsreunde volle Rechnung, sie bringt in leicht faßlicher Form die Totalüberficht über die Völkergruppierung und Staatenentwicklung, umfassend einen Zeitraum von mehr als 4000 Jahren bi» auf die Gegenwart. Schulmänner haben diese neueste Erscheinung ans dem Büchertische als eine sehr nützliche erkannt und empfehlen dieselbe den Mittelschulen zur besonderen Beachtung. Bestellungen hierauf besorgt die hiesige Buchhandlung Jgn. v. Klein-mayr & Bamberg. — (AuS den Nachbarländern.) Das Tegethoff« Monument wird am 18. d. in Pola enthüllt werden, Erzherzog Feldmarfchall Albrecht wird an der Festfeiertheilnehmen. Das Monument passierte vor einigen Tagen die Südbahn-station Laibach. — Infolge eingetretener anhaltender schwerer Gewitterregen ist die Mur bedeutend gestiegen, nach Bericht der Grazer „Tagespost" bei Änittelfeld aus den Ufern getreten und hat großen Schaden »«gerichtet. — Der steiermärkische Landesschulrath hat, wie die „Marburger Zeitungberichtet, dem Peter R e s ch die Errichtung einer zwei« (lässigen Privat-Handelsschule in Marburg bewilligt. — In einem der Häuser in dem Seiteügraben von Mixnitz nächst Bruck an der Mur wurde eine Banknoten-fälscherbande aafgtgtifftn, die ihr trauriges Geschäft, ausgerüstet mit Pressen und sonstigem Zubehör, recht schwunghaft betrieb. Bier der gefährlichen Kerle wurden bereit» aufgegriffen und durch Bruck nach Leoben eScortiert. Am Sitz der Falschmünzer und in nächster Umgebung dauert die Nachforschung schon drei Tage, und hofft man noch des einen und ändern der versprengten Mitglieder habhaft zu werden. WaS das »uSfehen der Falsifikate anbelangt, wird behauptet, daß dieselben leider so gelungen feien, daß sie selbst ein kundiges Auge zu täuschen vermögen. — (Zur Karstkultnr.) In der »Agr. Presse" äußert fich eine volkSwirthschastliche Stimme unter dem Stichworte .Korkeiche und Karstkultur", wie folgt: „Von einigen Seiten wurde die Korkeiche für die Karstkultur empfohlen und eine Untersuchung darüber gewünscht, „ob deren Anbau in den österreichisch-ungarischen Karstländern möglich sei." Derartige Untersuchungen find nun bereit» angestellt worden, allerdings nicht im Karstgebiete selbst, aber immerhin unter Bedingungen, die einige Rückschlüsse gestatten. Die österreichische StaatSeisenbahn- Gesellschaft besitzt im ungarischen Banatgebiet große Landgüter Den obersten Machthabern dieser Gesellschaft, fast durchweg» Franzosen, war die große Nützlichkeit der Korkeiche geläufig, und der erste Lentraldirrktor Dubocque erwärmte fich für die Jdre, die Korkeiche auf den genannten Gütern heimisch zu machen. Er ließ in den Jahren 1858 biS 1861 Saateicheln aus Frankreich kommen, um den Anbauversuch zu wagen. Die Sicheln waren von vorzüglicher Qualität und wurden in den bestgelegenen (wärmsten) Saatschulen von Moldawa, Orawitza und Bogschan angebaut. Die Pflänzchen entwickelten sich allerdings im ersten Sommer ganz vortrefflich und erreichten eine ungewöhnliche Höhe; im nächsten Winter jedoch froren die Ende der Triebe bereits ab, die Pflanzen fingen zu kümmern an, wurden später infolge neuer Forstschäden Krüppel und in drei bis vier Jahren waren sie sammt und sonder» zugrunde gegangen. Näheres über die Sache ist von Herrn Wessely, dem General-Domänen - Inspektor der StaatSeisenbahn - Gesellschaft, im österreichischen Berichte über die Pariser Weltausstellung vom Jahre 1867, Band 7, Kapitel „Korkeichen und Kork» mdustrie", angegeben. Nach diesem ÄewährSmanne kann diese Baumart im Freien winterliche Kälte-Extreme Über 4 bis 8 Grad Maumur nicht wo! Überdauern. Unsere adriatische Küstenregion hat bis nach Dalmazien hinab winterliche Kälte-Extreme (absolute Wärmemimma) bis 9'/, und im Bereiche Dalmazieus von 41/« bis 6 Srad Reaumur. Daraus wäre zu schließen, daß die Korkeiche in Dalmazien in der untersten Küstenregion und im nördlicheren Theile unserer adriatischen Länder aus den besten vor Kälte cm meisten geschützten Küstenpnnkten auSdauern könne. Von einem Gedeihen der Korkeiche oberhalb des Küstenfaume» unserer Adria dürste dagegen keine Rede fein. Diefe Länder fallen mehr od-r weniger steil zum Meere ab, alles Innere derselben ist Hochland von meistens 1000 bis 2000 Fuß Sethöbe und besitzt ein Klima mit winterlichen Kältegraden von 12 bis 16 Graden Reaumur, gleich dem ungarischen Banat. In den Karst-Oedungen hätte die Korkeiche außer der klimatischen Ungunst auch noch die Kalksteinböden gegen *", welche dieser Siche, die Krumen liebt, die auS Thon-gesteinen hervvrgegangen find, sehr wenig znfagen möchten " — (Südbahn) Wie die „Deutsche Ztg." erfährt, sind die zwischen der italienischen Regierung und der Süd-bahu obschwebenden Differenzen noch immer nicht beglichen, doch ist Ausficht vorhanden, dieselben bald geebnet zu (eben. Vornehmlich handelt es sich hiebei um Ersatz mehrfacher Auslagen, welche in dem bezüglich der Erwerbung der ober-italienischen Eisenbahnen abgeschlossenen Vertrage nicht berücksichtigt worden waren; wie z. v. die Acquirierung des Palais Litte in Mailand, die Beitragsleistnng zur Gotthard-bahn k Außerdem handelt es fich noch um anderweitige Auslagen, die nach Ansicht der italieitischen Regierung in die Betriebsrechnungen einzustellen wären, während die Süd-bahngefellfchaft dieselben als außerordentliche, und somit als rückzahlbare Spesen betrachtet. Nach langwierigen Erörterungen, und nachdem auch in die Bücher und Rechnungen der Südbahnzesellschast in den Bnreanx derselben zu Mai-land Einsicht genommen worden war, wurde betreffs der wichtigeren strittigen Posten eine Einigung erzielt und erklärte der Minister Depreti», daß er sofort nach feiner Rück, kehr aus Pavia der Südbahnzesellschast einen Ausgleichsantrag stellen werde, von dessen Annehmbarkeit seitens der Gesellschaft er überzeugt sei. 68 heißt auch, daß die österreichische Regierung zugunsten der Südbahngesellschaft vermittelt hat. Der Verein österr.-uugarischer Geschäftsreisender in Wien, dessen Zweck zunächst die Förderung und Wahrung der Interessen der »efchüstSreisenden Oesterreich-Ungarn« ist, hat hierbei zugleich da« Ziel im Auge, unserem Handel und unserer Industrie nützliche Dienste zu leisten und hierdurch auf die Hebung und Belebung des Verkehr» im allgemeinen fördernd einzuwirken. Bekanntlich wird von allen Fachmän • nern stet» betont, daß die Zukunft des Handel«, der Ge* werbe und der Industrie Oesterreich-UngarnS in erster Reihe von der Erweiterung unseres Absatzmarktes sowie von der Schaffung neuer Absatzgebiete für unsere Jndustrie-Erzeng-niffe abhängt. Wenn nun irgend ein Stand dazu berufen ist, nach dieser Richtung hin thätig zu sein, so ist es gewiß der der lAeschäftsreisenden. Diese find gleichsam die modernen Pionniere unsere- Handels und BerkehrS, die Vermittler zwischen Angebot und Nachfrage, zwischen Production und Lonsumtion. Lin Verein, der es sich nun zum Ziele setzt, die sachliche Ausbildung der Angehörigen dieses Standes kräftig zu fördern fowie deren Interessen nach jeder Richtung hin «ahrzunehmen, ist gewiß ebensosehr im Inter-effe unserer Kaufleute und Industriellen, wie in dem der GeschLstSreisenden gelegen. In der That ist denn auch schon eine größere Anzahl der achtbarsten Firmen der Monarchie diesem Vereine, theils alS gründende, tHeils als ordentliche Mitglieder beigetreten, so daß die Sesammtzahl »er Mitglieder desselben, welche noch täglich iw Zunehmen begriffen iS, schon heute nahezu 400 beträgt. Seit 1. b. M. ist im Lokale des BereinS (I, Fleischmarkt 14) auch ein EtellenvermittlungS-Bureau für Geschäftsreisende eingerichtet, auf welches die Herren Kaufleule und Industriellen fowol, als auch stellensuchendr Vereinsmitglieder besonder» aufmerksam gemacht werden. Industrielle, «ewerbetreibende und Kaufleute, welche für gewisse Handels» und Industrie-Artikel raschen und bedeutenden Absatz suchen, wollen sich diesbezüglich au das Bureau des Vereins (I, Fleischmarkt 14) wenden und zugleich ein oder mehrere Musterexemplare der betreffenden Artikel, behufs Hinterlegung in daS Musterlager des Vereines, einfenden. Den Herren Mitgliedern wird zugleich bekannt gegeben, daß eine größt« Anzahl der hervorragendsten Hotelbesitzer der Monarchie den VereinSmitgliedern bedeutende venesizien zugestanden hat, worüber demnächst in einem eigenen Sit-eulär näheres mitgetheilt werden wird, MS unterstützende Mitglieder der Latbacher sreiw. Feuerwehr leisteten den Jahresbeitrag pro 1877: Herr Äoümann Franz . . . 5 fl. Seemann Ignaz . . . 1U „ Perme Anton 5 n Piller Joses & n Bamberg Dttomar . . . io , Hengthaler Franz . . . 2 * „ Pirker Franz 10 „ H Ranth M 3 » H Tschinkel Söhne .... 15 .. Tauier ftatl, 10 .. „ volza Gras 10 „ Bürger Leopold .... 5 H n «oltsch Franz .... . . . „ 5 n 9 Halbensteiner H. ... 3 , Kapsch Jakob 5 » Laßnik Peter . . . „ b . Müller Johann .... 5 » „ Mahr Ferdinand.... ... ^ b » (Wird fortgesetzt.) Witterung. Laibach, 10. Juli. Angenehmer, sonniger Tag, schwacher SW. Wärme: morgens 7 Uhr + 12 0«, nachmittags 2 Uhr + 212« C. (1876 + 21 7»; 1875 + 19 6« 6.) Barometer im Fallen, 740 02 mm. Da» gestrige TageSmittel der Wärme -f-15 4°, um 3 4° unter dem »totmale; der gestrige Niederschlag 010 mm. Regen. Verstorbene. Den 8. Juli. Anna Pellaus, Inwohners Tochter, 16 I., Zivilfpital, und Johann Lerer, Inwohner, 58 I., Filialspital, Polattastraße Nr. 42, beide an Lungentuberkulose. Angekommene Fremde am 10. Juli. Hirtel Stadt Wie«. Fr. «. v. Vranyczany Dobrinovic. k. k. SectionSrath; Fr. v. Sittel, Oberstlieutenants Gattin; E. A. Hartung, Vertreter des heraldischen Instituts; EiSler und Schuch, Kflte, Wien. — Deutsch, Kaufmann, Fünfkirchen. — Victor Ferrel, pens. Hauptmann, sarnrnt Bemalin, Preßburg. — Finger, Kärnten. — Hütfel, Hutfabrikant, Neutitschein. — Vogler, Steinmetzmeister, Slagensurt. Bairischer Hof. Benjamin, Handelsmann, und ftilsheimer, SönigSdach. — Amalie Jahn sammt Söhnen, Himberg. — Koppel, HdlSm., «retten. Wahren. JusLak, Schweinhändler, Knittelfeld. — Oberndorfer, RealiiätenbesitzerS Sohn, Reichenau. — Maria Paulin. Helfer von Oesterreich. Wagrntrutz, Arzt, Kirchheim. — Tscherne, Tooperator, Kofchitz. Hotel Elefant. Stare, Mannsburg Kuhn sammt Frau, und Piotti, Triest. Gedenttasel über die am 13. Juli 1877 stattfindenden Lici-totionen. 8. Feilb., Stipanii'sche Real., Grabaz, BD. Möttling. 3. Feilb., Drobnit'stbe Real., versli», BL. Ruvolss-werth. — 3. Feilb., Rauber'sLe Real., RudotsSwerth, KG. Ruvolfsweith. — 3. Feilb., löagooiii’fche Real., Breganskv-selo, BB. Landstraß — 3. Feilb., ffovaiii’sche Real., «Simsch, BL. Landstraß. — 3. Feilb., Meierle'sche Real., Bornschloß, 8®. Tschernembl. — 3. Feilb., Starasinii'sche Real., Krasinc, BS. Möttling. — 3. Feilb., (Bros Lauthieri'sche Real., Wtp-pach, 8(8. Wtppach. — 3. Feilb., Homar'sche Real., Horn, ©@. Stein. — 3. Feilb., ffirilz’fche tfieal., Jdria, BL. Jdria. — 3. Feilb., Erenhart'fche Real, RuhavaS, 8®. Rudolfswerth. — 3. Feilb., Lblak'sche Real., Jeltlschenverh, B®. Jbria. — 2. Feilb., ®orenc'sche Real., Oberfeld, 8®. Landstraß. — 2. Feilb, Lajanskt'sche Real., Laze, 8®. Land- straß. — 2. Feilb., Mikulanz'sche Real., Laze, B®. Landstraß. — 2. Feilb., Hokeoar'sche Real., Bery, B®. Land- straß. — 2. Feilb., Sma>z's»e Real, Drama, B®. Land- straß. — 2. Feilb., ®lobo{ntt’)che Real., Poscheuk, 8®. Krain-burg. — 2. Feilb., (Lorischel'sche Real., Oberfelb, BG. Land-straß. — 2. Feilb., Tejak'sche Real., Obeilokwiz, 8®. Möttling. — 2. Feilb., Premern'sche Real., DbetfelC, 8®. Wtppach. — 2. Feilb., Tomc'sche Real., Knvoglavec, B®. Möttling. — 2. Feilb., Poznii'sche Real., Pievoje, B®. Egg. — Reaff. 3. Feilb., Sterk'sche Real., Lola, 8®. Tjcher-ntmbl. Telegramme. Wien, 10. Juli. Die heutige „Wiener Zei-lung" veröffentlich! ein katjerlicheS PaienI, weiches den Landlag von Galizien aus den 8. August in Lemberg einberuft. Mittelst kaiserlicher lLmschiießung wird der Laodlagsabgeordncter Gras Ludwig Wod< zicky zum Landmarschall von Galizien und der Bischof Slupnicki zum Stellvertreter deS>eiben in der Landtagsleitung ernannt. Berlin, 9. Juli. Der „ReichSanzeiger" veröffentlicht das Pferde-Ausfuhrvrrbot. Ein geschickter, eventuell als Lollicitator verwendbarer Dwrnijt wird in einer hiesigen Advokaturskarizlel sofort aus. genommen. Anträge übernimmt F. Mittlers Annoncen« Bureau in Laibach. (355) 2—1 Herren-Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehlt C. J. Hamann, Hauptplatz Nr. 17. Auch wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch an-gefertigt und nur bestpaffende Hemden verabfolgt. (341) 2 Zahnarzt Paichels Mmtdwassereffm), daS vorzüglichste ZahnreinigungS- und Sonferoierungsmittel, findet noch besondere Anwendung gegen Zahnschmerz jeder Art, leicht blutendes Zahnfleisch, lockere Zähne, verhindert die Zahnsteinbildung, wirkt gcschmackverbeffernd, vertilgt vorhandenen Üblen Geruch gänzlich. Zu haben außer im Ordinationslvkale an der Hradetzky-brücke im Mally'schen Hause, ersten Stock, noch bei Herrn Karlnger und den Herren Apothekern Mayr und Svo-boda am Preschernplatz. Preis pr. Flacon 1 fl. (291) 11 Men-Schilder für Kaufleute stets vvrräthig bei Kleinmayr K Bamberg, Kongreßplatz. Sahnhos-Garteil. (Bei günstiger Witterung) Morgen Mittwoch den 11. Juli Ülititär-Üon^ert der ütegimentslapeffe des 53. inf.~£eg. Erz!l. £topofi unter persönlicher Leitung deS Kapellmeisters Herrn Czansky. Ansang halb 8 Uhr abends. Eintritt 15 kr. Um gütigen Zuspruch bittet (354) M. Fleischmann. IVB. Im Falle ungünstiger Witterung findet das fftmyrt am darauffolgenden Tage bei günstiger Witterung statt. > 5 22? » S 0 SZL e» .S te= o s c 2.5 «L « S .s3 5 s § vo o '©•S-r- 5 füllt ihm £■3-s «Sh .Z ^39 ■6s.'e S = _ ®«-Iss •er> «a s <5 69 yO * °Ä s* i"E#SS° ° — A. •* F „.2= = «es «.E ® '■* S ** «b bSOs g g “»»“’S -S 2 S a“ •§ iSflfl c u Wiener Börse vom S. Jnli. Staatsfonds. ip«,. «rate, öft. Pap. Mo. dt«, öft. in 6Üb. jofe een 1864 . . . . iote sos 1860, ganie iofe eon 1860, Fünf Prämien!*, v. 1864 Orandent.-Obl. 6iebenb#tg. Ungar» Aotien. IngIo»8ant . . . Depositenbank. . . Hcomvle-Hnftett , ijtanco - Bant . . . nanbetetanf . . . «ationatbent . . , Oeft. SasIgefeOI. Union - Baut . . . 8cttc6r»bant. . . . illföld-Bahn . . , Kart *eif. Stil. »Bahn , itaif. Kr. Oefefeb , StaalSbahu . . . ettbbabn.......... •elb 61 — 66 70 109 US 111-16 121*76 151 86 73*70 74*80 76*86 75*76 wa« Pfandbriefe, 67*76 68*— 146*40 146*60 184 — 185*-670— 6»0*— 788*- 800*- 47-76 48 85 79.5U 80 .101*76 108*86 . 818*76 814 — . 148*60148— .1181*50 188— . 836*76 837*86 6l*iol«ng. öft. 8ob.-$tebit. 66*86 bto. in 88 3........ 109*60, Mation. ö. 80...... 118 -0 Ung. $ob.»6tebitanft 188*86 131*60 PrlorltäU-Obl. Stonj Josef«-Bahn . Oeft. Norbwestbahn . Ciebcnbütget . . . . Etaatlbahn........... Eübbahn 4 6 Per,, bto. Bon« Lose. Kredit« tose......... Rllbolf« - Lose . . . . Wechs. (3Mon.) Augsburg 100 Mark Franks. 100 Mark. . 8onbon io"®fb. fetetl. Pari» 100 Franc« Münzen. Lais. Münz-Ducaten 8«.Franc»ftü