Nr. 196. Mittwoch, 27. August 1890. 109. Jahrgang. OMcher Mma. »°>,^ »"°"V«is: Mt Postveiienbuni, : °ai,,j«hi<<, fi. <5, hnlbjöhrig fl, 7»a. Im «omptoir: N,„'» N, II. hlllblählin ff. 5 50. Ml die Nustellun« in» Hau» gan,i«hr!« fi. ,. - Instrt«on««bür: sslir ^ '"° «Inleiale bi« z» 4 «riltn 25 tr,. „rohcie per «file « lr,: bs> ö!ter,n Wiederholung!, per Mle » lr. Die «Laibachlr Zeiwng» «Ichewt tH«lich mit «lu»nahmr der 3onn> und Felsllage. Die »dmwlftrotl», brfindrl sich Cong^zplah », die Medoctlon Vahnhosgnl^e 2<, Sprechstunden del Medaction «ä^Üch von >N bi« lL Uhr vormittag», — Unsranlirrtl Uriels werden nicht angenommen und ManlNlriple nich! zuiüllaeflellt. Umtuckei Hheil All ^ ^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit "rechst unterzeichnetem Diplome dem Major des "" anterleregiments Kaiser Franz Jusef Nr. 1 Johann mi! ». ^" Adelstand mit dem Ehrenworte .Edler» "o dem Prädicate « Telzheim . allergnädigst zu "lklyen geruht. Uss.^ k. u„d f Apostolische Majestät haben mit H".^U)ster Entschließung vom 17. August d. I. dem ^ z'Mhlluptmanne in Wiener-Neustadt Manfred Grafen Ioles l> ""^ ^ ldrinc, en das Ritterkreuz des Franz. ' I'^rdens allergnädigst zu verleihen geruht. Äll,^. ^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit Venn >^" Entschliehllng vom 12. August d. I. dem Und??" außerordentlichen Unioersitäts. Professor alla-^' °"^ der dritten chirurgischen Abtheilung des urmemen Kranleuhauses in Wien Dr. Leopold Ritter ^ "lttel den Titel eines Hofrathes mit Nachsicht ^"ke allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Slllltenstmlds- und Erntebericht. d,i , Nach dem officiellen Berichte des k. k. Ackerbau-leit 24 ü,"" nach dem Stande vom 18. August kamen Kur w. ^"^ entgegengesetzte Witterungscharaktere ^Gr ^' nämlich ziemlich anhaltende regnerische ienen Ü"6 l« den Gebirgsgegenden der Alpenläuder und ^ ' °er Westhälfte Böhmens, dagegen vorherrschende Flack ?'b ba auch vollständige — Trockenheit in dm In d)., Mieten, namentlich jenen der Nordostländer, schein I"" - "" Gebieten wechselten Regen und Sonnen-'linte V ^"" ^ür die Vegetation, nicht aber für die fetten erwünschten Weise, leicht.Niederschlage stellten sich. soweit die Berichte NtF ' ""gends als Landregen, sondern entweder — Htick. meistens — als Gewitterregen oder als ^ge?"' ""' Die Temperatur blieb selbst in jenen sten« „ ' "o es viel regnete, im allgemeinen mindert °, °l; "' den Flachlandsgebieten erreichte sie ^p'sck ^brrnormale Höhe, so dass nicht selten über ^?IHche geklagt wurde. Die oft wiederholten. obwohl meist nicht sehr ausgiebigen Niederschläge in der Mehrzahl der Gegenden störten die Getreide-Ernte sehr. weshalb sich dieselbe, obwohl zeitlich begonnen, doch in die Länge zog und beträchtliche Beschädigungen an der Qualität des Getreides, in ziemlich vielen Lagen auch das Auswachsen des Getreides auf dem Felde, sei es auf der Wilrzel oder in drn Mandeln, verursacht wurden. Die Strohmenge der Getreidc»Ernte befriedigt ziemlich allgemein, beträchtlich weniger aber die Schüt» tung, während bezüglich der Qualität die größten Ver-schiedenheiten sich zeigen. Galizim und die Bukovina sind diesmal durch die Gunst der Witterung, was die Fort» schritte, beziehungsweise die Beendigung der Getreide» Ernte betrifft, den Nordost« und selbst theilweise den Nlpenländern weit voraus. DieRoqgenernte wurde mit Ausnahme der höheren Gebirgslagen beendet und stellt sich in Beziehung auf die Körner, entsprechend der Schätzung im letzten Berichte, als eine gute in den Alpenländern und als rme gut mittlere in den Ländern der nördlichen Zone heraus. Abweichend von diesen Durchschuittsschiihungen, kann die Roggenernte Mährens als gut. dagegen jene von Tirol nur gut mittel geschäht werden. Sehr gute Ernten werden aus einzelnen Bezirken berichtet, so aut Kremsier in Mähren und Braunau in Oberösterreich. Die Qualität der Roggenkörner schwankt meist zwischen gut und mittet; sehr gute Qualität wird aus Saaz berichtet. Ausgewachsen ist vom Roggen sehr wenig. Weizen ist, wenn nur die eigentlichen Getreide« lagen ins Auge gefasst werden, beinahe überall bereits geschnitten, aber in Böhmen, Oberösterreich. Salzburg, Tirol und Obersteiermark gibt es >wch viel einzuheimsen. Das Körnerernte'Ergebnis erhebt sich jeden' falls über das Mittel und dürfte als gut mittet zu bezeichnen sein. Sehr qute Ernten werden berichtet aus Mistet in Mähreu. FMirch in Vorarlberg, Gottschee. Die Zahl der als gut bezeichneten Einten ist geringer als beim Roqgeu, doch kommen auch Ernten unter dem Mittel ziemlich selten vor. Ueber die Qualität der Körner liegen beträchtlich mehr Klagen vor als beim Roggen, dieselben betreffen namentlich die Beschädigung durch Rost. auch wird hie und da über Brand und über das Auswachsen auf dem Felde geklagt (in den Nlpenländern). Von der Gerste gilt in Beziehung auf die Ernte« fortschritte das Gleiche wie beim Weizen. Die Ernte kann im allgemeinen mindestens als eine gute Mittel« ernte, in Galizien und der Vukovina vielleicht sogar als eine gute gelten. Sehr gute Ernten wurden in den Bezirken Saaz und Wittingau in Böhmen. Mistel in Mähren, Czernowih. Brück a. d. Leitha und Vraunau erzielt. Die Qualität der Körner dürfte ebenfalls im großen Durchschnitte mindestens mittet, vielleicht gut mittet zu nennen sein, obwohl die Braufähigleit der Gerste in vielen Fällen durch den Verlust der Farbe beeinträchtigt wurde oder ganz verlorenqienq. und zwar auch in einigen von solchen Gegenden Mähren«, welche sonst gewöhnlich die gesuchteste Braugerste liefern; Klagen über leichtes Gewicht sind jedoch verhältnismäßig nicht zahlreich. Hafer, defsen Fechsung meist in vollem Zuge, in vielen Gegenden Galiziens, der Bukovina, der Steier-mark und Krams schon der Beendigung sehr nahe ist. liefert im großen Durchschnitte eine gut mittlere bis gute Ernte. Als gut können die Ernten in Böhmen, Mähren und der Vulovina gelten. Während der Ernte .rgab sich zwar in den Alpen» und Nordwestländern mancher Verlust durch Körnerausfall aus den stark beregneten Mandeln, doch dürfte dieser die obige Schätzung kaum alterieren. Mais hat sich, Dank der hohen Temperatur während der Berichlsperiode noch weiter beträchtlich gebessert, und scheint die Er« reichung der vollen Reife, mit Ausnahme von Deutsch-Tirol und von einigen Gegenden in Galizien, kaum mehr gefährdet, dagegen ist der Mais im WippacherThale Krams uud im Rheinthale Vorarlbergs infolge an« haltender Hitze beinahe vertrocknet und kann dort ebenso wie in DeulschTirul wohl nur schlechte Ernten liefern. Sonst berechtigt derselbe zu den besten Hoffnungen, ganz besonders in der Vukovina. Die Ernte der Hülsenfrüchte hat in Galizien so» wie in den Südländern bereits begonnen. Der Stand derselben, beziehungsweise deren Ernte, befriedigt mit seltenen Ausnahmen. Es stehen für alle Länder der Reichshälfte gute Ernten von den Hülsenfrüchten bevor. Ueber den Stand der Hirse liegen gute Nachrichten aus Mähren und Oalizien vor. Buchweizen (als erste Frucht) verspricht in der Bulooina eine gute und zeit« liche Ernte, in Galizien aber im Durchschnitte nur eine mittlere. Buchweizen (als zweite Frucht) in den Alpen« und Karst.Ländern ist. mit Ausnahme einiger Bezirke in Steiermark, gut aufgegangen und steht theilweise schon in der Blüte. Der größtentheil« beendete Ab- Iieuilteton. Neilenotizen aus Krain. Von Dr. Albert I l g. laben, ^""istnthür ist gothisch gebildet und mit ge. befindet^ .bkiehen. An der linken Seite des Chores ^tlllne»,!? c!" ^ Mauer eingelassen ein steinernes lade«, Us.A^"2chen ^„ ^gothischer Arm M ge. bunden Ä^' "^ ""!"" Rande ein mit Ornament !^e Nf^ ^rnthiirchen ist rautenförmig durchbrochen, '"ste im ^ ^' Jahrhunderts. Die Sockel der Wand-"Nd solch „^" sind einfach cannelliert. Die Altäre derlei A" ^'""chl"ngKstücke des Gotteshauses bieten funden ,«V'e b"' "ur einen Gegenstand habe ich . ^kich^ ?" "wähnenswert ist. Das uoch heute Mreuz °s Ua"9"lsse" in Verwendung stehende Vor-^Hunderts "" """voller Bronzegegenstand des Ittten ^ bre'i N^°^"seite ist der Gekreuzigte plastisch. »M> Die a3n ^igt. das Haupt nach rechts ge. tt'"Pässe s "ö «lütten Kreuzarme enden in gothische ^ °"2aesckni/.""' b'e vier Evangelisten Zeichen in d."'"conw 3""/."7 Arbeit angebracht sind. Die ' ,^°lth7uz"^'"b dabei roh graviert. D.r Engel Merles 'st 8°nz besonders eine charakteristisch H. 'ch U b, '"Typus des 15. Jahrhunderts, ob- U '"' waa A °As das Kreuz dem folgenden an« e Rückseite?'« F^°lt hält ein leeres Spruchband. ^ Kreuze« ist ganz leer. Noch habe ich zweier kleiner Messingleuchter in der Kirche zu gedenken, welche auf drei Füßen stehen und mit roh geformten Köpfen aber sehr stilvoll gebildet sind; es sind Güsse des 16. Jahrhunderts. Der Markt Weißenfels zieht sich lang von der durch den Wrißenbach gebildeten Grenze zwischen Kärnten und Kram gegen das Ende des Thales hin. Durch eine erst vor wenigen Jahren staltgefundene Ueberschwemmung hat letztgenanntes Gewässer sein Bett näher gegen die kärntnerische Seite geworfen und ent-spricht somit nicht mehr der alten Grenzlinie. Wo die-selbe aber einsten« lief, erhebt sich noch auf eiltem kleinen Hügel gegen jenen Bach hin ein au« Bruch» steinen erbauter, etwa 3 bis 4 Meter hoher Pfeiler vou oblongem Grundriss ohne alle architektonische oder decorative Formen. Im Munde der Bevölkerung gilt dieser Ueberrest vergangener Zeiten als Galgen und Hochgericht des ehemaligen Herrjchaftsgerichtes, und es wird gesagt, dass in Ungarn ähnliche Galgen üblich gewesen sein sollen. Es wäre aber möglich, dass wir es nur mit einem gemauerten Orenzzeichen hier an der Marke zwischen Kram und Kärnten zu thun haben. Tiefer im Orte befindet sich auf einer Art Plätzchen unter uralten Lmden ein hervorragende« Herrenhaus, von Genierten umgebe». Es ist ein Reuaissauccbau aus der zweite», Hälfte des 16. Jahrhunderts, welcher mit seiner Anlage lebhaft an jene Hänser erinnert, wie sie damals in unseren österreichischen Alpen nach südlichen Vorbildern so häufig, besonders aber iu Gegenden der Eisenindustrie, entstanden. Ein freistehendes vierseitiges Haus, in der Facade mit einem architektonisch ausgezeichneten Renaissancefenster geschmückt, nach ober-ltalienifchem Muster, innen, dem Fenster entsprechend. rin durchgehender Flur im ersten Stockwerke. Das Fenster hat eine Theilungssäule jonischer Ordnung, darüber Bogen und Bekrönung. Hier in der unmittel. baren Nähe Italiens findet die Erscheinung ganz ein« fach ihre Erklärung. Das sogenannte Stückt, jetzt der Sitz der Gewerl-schaft am Ende des Ortes, ist ebenfalls ein folches altes Hau«, mit zwei Thürmchen ausgezeichnet, jeden» falls im 16. Jahrhundert schon bestanden, wenn auch nicht von architektonischer Bedeutung, abgesehen von einigen Gcwölben im ersten Stockwerke. Ferner wäre die jetzige Post zu erwähnen, als gleichfalls stattlicher Bau jener Zeit, mit einem Thürmchen und alten Gewölben im Erdgeschosse; in einem Vauernhause ober der Post sah ich auch noch einen im Spitzbogen con-struierteu Thoreingang. Einigermaßen bietet Johann Wrichard Freiherrn vou Valvasors «Ehre des Herzogthum« Krain. will« kommene Ausschlüsse und Ergänzungen. Er bringt z„. nächst ein Kupfer, welches einen Theil des Marktes, Kirche und Schloss von Süden darstellt. Letzteres erscheint als stattlicher hausartiger Bau ohne Ring. maueru, wahrscheinlich vou vielseitiger Anlage. Dem Thale zugekehrt ist eine feste Maurrpartie mit Zinnen uud nur einem Fenster, an der südöstlichen Ecke thurm-artig abgelimdet. Die sich daran schließende Ostseite, übrigens gleich hoch m,t der südlichen, ist bedacht und hat Fensterreihen in zwei Stockwerken, am nördlichen Eude erhebt sich ein kleiner viereckiger Thurm mit pyramidalem Dachc. Die Kirche unterscheidet sich durch nichts von dem heutigen Zustande, außer dass auch hier der Thurm ein Pyramideudach statt der Docke trägt. Sein oberstes Geschoss war aber auch damals Laibacher Zeitung Nr. 196. 1618 27. August 1890. drusch des Rapses bestätigt die Schätzung dieser Ernte als einer guten bis sehr guten. Der Anbau desselben ist bereits größtentheils beendet, und sind die Saaten meist gut, in manchen Gegenden aber, wo Dürre herrschte, z. V. bei Kralau und im westlichen Theile Schlesiens, schlecht aufgegangen. Ueber Flachs sowie über Hanf liegen verhältnismäßig viele sehr erfreuliche und nur sehr wenige ungünstige Nachrichten vor. Die Kartoffeln stehen fast überall schön oder schr schön, soweit sie nicht von der Peronospora angegriffen sind. Diese aber greift weiter um sich, und nur verhältnismäßig wenige Gegenden sind bisher verschont geblieben. Zu letzteren gehören namentlich solche in den beiden Gebieten Böhmens: unteres und oberes Eger'Land. dann jene von Zastavna in der Bulooina. St. Paul im Lavant Thale. Gottschce, Fcldkirch und Lavalese. In Tirol wurden viele Kartoffelsaaten mit Kupfervitriol bespritzt; die so behandelten sind bisher zwar nicht durchgehend«, aber größtentheils gesund geblieben, währelid in denselben Gegenden die nicht be« spritzte», Kartoffeln der Fäule bereits verfielen. Sehr erfreulich ist der Stand der Zuckerrüben, sowie der Rüben überhaupt und beinahe ebenso jener des Kopf' trautes. Letzterem hat indessen in manchen Gegenden der Raupenfraß, im Wippacher Thale Krains die Dürre geschadet. Die gröhtentheils in die Berichtsperiode fallende Ernte des Bergheues in Tirol und Vorarlberg ist quantitativ gut ausgefallen, hat aber durch die un günstige Wilterunq während der Bergung meist sehr an Qualität eingebüßt. Der Nachwuchs auf Kleefelder», welcher größtentheils bereits gemäht wird, sowie jener auf den Wiesen verspricht zumeist viel Grummet, doch wurden allerdings manche Wiesen verschlämmt, während in Oalizien wieder auf vielen Wiesen der Graswuchb beinahe verdorrte. Ueber den Stoppelklee liegen meist nur sehr ungünstige Nachrichten vor. Die Hopfenpflücke ist bereits im Zuge. Ueber Saazer Bezirlshopfen liegen theils günstige, theils auch ziemlich ungünstige Nach' richten vor, über Saazer Nreishopfen lauten sie aber durchwegs wenig erfreulich, da dort der Hopfen vom Schimmel und Schwärze befallen wurde. Aus anderen Theilen Böhmens liegen theils günstige, theils ungünstige, aus Galizien und Steiermark nur ungünstige, beziehungiweise sehr ungünstige Berichte vor. Für die Entwicklung des Weines war die Witterung der Berichtspcriode überwiegend sehr günstig. In Weingärten Böhmens überragen die Gipfel weit d,e Stangen, und wird die Entwicklung der Traube gelobt. Nicht nur in den Südländern, sondern anch in Nieder Oesterreich zeigen sich manche Sorten schon reif, in Böhmen färbt sich der Burgunder. Die Peronospora hat sich im allgemeinen wenig oder gar nicht weiter verbreitet. Namentlich dort. wo eine Bespritzung der Reben mit Kupfervitriol.Lösung vorgenommen wurde, hat die Peronospora nicht an Ausdehnung gewonnen. Die Folgen der erlittenen Beschädigung, namentlich das Ausreihrn der Beeren, dauert in manchen Weingärten zwar fort. doch sind auch die diesbezüglichen Klagen nicht zahlreich. Ueber die Schäden durch die Reblaus wird besonders aus dem Wippacher Thale geklagt. Die Hoffnung auf eine gute oder doch gut mittlere Weinlese und auf ein gutes Product hat sich in den meisten Gegenden der Reichshälfte — abgesehen von Dalmatien, von wo leine Nachrichten vorliegen — erhalten. Was die Aussichten bezüglich der Obsternte betrifft, so liegen nun auch einige erfreulichere Nach« richten als die bisherigen vor, so aus Brüx und Hohenelbe in Böhmeu, aus verschiedenen Gegenden der Aukovina, aus deu Bezirken Gleisdorf und Mur ck in Steiermarl, aus dem Bezirke Klagenfurt, Hall, Primiero und Nogaredo in Tirol. Diesen Berichten zufolge sind in den genannten Gegenden mittlere bis sehr gute Obsternten zu erwarten, wogegen im übrigen die bisherige Annahme sehr schlechter Obsternten, namentlich v^»n Aepfeln und Birnen, bestätigt wird. Politische Ueberficht. (Landtagswahlen in Kärnten.) Vorgestern fanden in Kärnten die Landtagsmahlen in der Gruppe der Städte und Märkte statt. Die Stadt Kla-genfurt wählte den Bürgermeister Glöckner mit 158 und Dr. Hicbler mit 164 von 168 Stimmen, der Städteb zirt Sp'ttal Dr. Steinwender mit 141 von 142 Stimmen zu Landtagsabqeordneten. Die Wahlen hatten weiter folgendes Ergebnis: Die Handelskammer wählte die bisherigen Abgeordneten. Präsidenten Hillin-ger. Vergrath Hinterhuber und SecreläcCanaual, wieder. Im Städtebezirke Villach wurde Karl Ohon gewählt; in St. Veit Dr. Prettner, in Wolssberg Herbert-Kerch-nawe. in Hermagor-Tarvis Cajetan Schnablegger (gegen Hans Gaffer), in Friesach Dr. Tränn, in Völkermarkt Ingenieur Jakob Plaweh gegen den bisherigen Abg. Dr. Josef Luggin, der im Großgrundbesitze gewählt werden dürfte. (Der Unterrichts min ist er) hat auf Grund einer kaiserlichen Entschließung anq ordnet, da^s die Bestimmung des 8 1 des Gesehes rom 5. Juni 1890, betreffend die Bezüge der der bewaffneten Macht an» gehörigen Supplenteu an den vom Staate erhaltenen Mittelschulen, Lehrer« und Lehrerinn n-Äildnugsanstalten und nautischen Schulen mit Bezug auf deren Ver» pflichtung z»r acliven Dienstleistung im stehenden Heere, in dcr Kriegsmarine, in der Landwehr oder im Landsturme, auf die Supplenten der Staats'Gewerbeschulen in analoger Weise angewendet werde. (Istrien.) Der Triester Redacteur Mandic. welcher bei den allgemeinen Landtagswahlen vor einem Jahre im Landbezirle Volosca einstimmig gewählt worden w^r. dessen Wahl aber von der italienischen Majorität des istrischen Landtages nicht verificierl wurde, erhielt bei der vorgestern in demselben Wahl« bezirke vollzogenen Ergänzungswahl abermals die Stimmen sämmtlicher Nahlmäuner. Auch Herr Ienko. welcher wegen des Vorgehens der Italiener im istrischen Landtage sein Mandat freiwillig niedergelegt hatte, wurde einstimmig wiedergewählt. (Zur Volkszählung.) Das vorgest>rn ausgegebene Reichsgesehblatt enthält eine Verordnung de« Ministeriums des Innern vom 4. August, betreffend die Vornahme der Volkszählung im Jahre 1891. Das Reichsgesetzblalt enthält die Formularien, welche in Verwendung zu kommen habl». Sämmtliche Anzeige-zetlel und Aufnahmsbö^en. dann die Umschlagbögen für die Anzeigezettel und dtt Sammelvisen, suwie die Orts« und Geiueinde.Uebersichten sind nach Abschluss der Zählung und Herstellung der durch die Volks» zählungsvorschiift vorgezeichneten Uebersichten an die k. k. statistische Central Commission zu leiten. Der Zeitpunkt hüfiir sowie die näheren Bestimmungen über die Einsendung der gedachten Volkszählungs'Papiere werde« vom Ministerium des Innern seinerzeit festgestellt werden. (A us dem jungczechischen Lager) An» gesichts d?r Meldungen, dass unter einem Theile dtt jungczechischen Partei eine mildere Auffassung bezilglich des Ausgleiches Raum zu gewinnen beginnt, mag ^ Herr Couard Gre^r als a/boten angesehen hab.n, ^n Hetzereien der «Narodni Listy» Succurs zu bieten. Uno so erschien er vorgestern in Chohen und harangllierte in verwegenster Weise die naiven Zuhörer und -- ö^ hörennnen gegen die Altczechen und a/gen den Ausgleich. Deu Schluss bildete eine Apotheose des völM ichen Staatsrechtes, für welches derselbe Herr Origr, der es vor gar nicht langer Zeit mit einer Pn>e Tabaks bewertete, in flammenden Worten eintrat. Au^ H.rr Trojan sprach in Smichow geqen den Ausgle^ und wurde aufgefordert, dem jungczechischen Club, desstn Führer er einst war, wieder beizutrcten. (Oberöster reich.) In den Landgemeinde Oberösterreichs haben vorgestern die Landtagswahlen slaltg funden. Die Landgemeinden wählten wieder ^ clericale Abgeordnete. Gegenüber den Vm schlagen des clericalen Wahlcomitis trat insofern eine Acnderm'ß em. dass in Vöcklabruck statt des Postmeisters 5M Kaiser in Regau der Wirt Johann Lachinqer in M' ling und in Ried statt des Pfarrers Georg Sch°' chinger in Peterskirchen der Bauer Johann AalM" gartxer gewählt wurde. (Von unserer M a r i n e.) Aus Kiel. 25sten August, wird telegraphiert: Prinzessin Heinrich .^' pfieug gestern den Commandanten des österreichl!^ ungarische» Panzerschiffes «Kronprinz Rudolf». welch" mit mehreren Officieren sodann zur Tafel gel«^ wurde. , (Abranyi und Bismarck.) E.ml AbraM richtete aus Nürnberg ein Schreiben an Bismarck l Kissingen, aus dem hervorgeht, dass letzterer gegemloe allen Annäherungsversuchen Abranyi's sich ablehnen verhielt, was Abranyi mit leidenschaftlichen Anklage" und gehässigen Ausfällen gegen Bismarck beantwoltt' (Kroatischer Landtag.) Die bevorstehe^ Herbsts(ssil)n des kroatischen Landtages wird durchweg wirtichaftlichen Fiag.n gewidmet seln. Auf die Tag^' orduung gelangen Gesetzentwürfe über das Wassers' die Fischerei, die Jagd, die Cummassationrn und Sear qaliunen. die Organisation des Sanitätswesens und o Errichtung einer Hypothekenbank. Nach ErlebM« dieser Vorlagen wird das Budget sowie der Ä^? der Regnicolar.Deputation über di> Frage des ^^ entlastungsfondes berathen. Der Landtag tritt M October zusammen, die Session wird über WeihnaH" hinaus währen. (Der Zar) soll sehr erfreut sein über den "^ gestörten Verlauf, welchen die Feste zu EH"N ^ deutschen Kaisers genommen haben. Als äußeres A'^ seiuer Befriedigung erachtet man in Berlin die ficirrung ohne Beiwohnen des Weißen» felser Herrschaftsverwallers vornehmen tonnten. Sollte das oben besprochene Object wirklich ein Valgenpfeiler fein. so ist es eine Reminiscenz dieser weitreichenden Gerechtsame des Verwalters. Das Wapp n des Markteö Weihenfels ist ein natürlicher fpitzer Fels, über wel chem ein sechsstrahliger Stern steht. Sonst bietet der Ort wenig Interessantes. An einigen Häusern sind barocke Heiligenbilder al trkscn gcmalt, am besten in dieser A,t die Geschichte bei ^N. Iohannei Nep. in einer kleinen Kapelle unter der «nche; au dieser sowie an einer größeren Barock- «3? ^."^". d»'m beschriebenen Herrenhause befinden ^z"v3/^'^ 6'W'gitter aus jener Periode, übri genK von z,«ml,ch roher Z'ichnung. Nachdruck verboten Derstoßen nnö verlassen. Roman von Emile Mchebourg. (89. Fortsetzung.) Eine halbe Stunde später betrat der Commissionäl das Haus des Fabrikanten Lionnet. «Ich muss jeue beiden Briefe abgeben, ich kann den Lauf der Diuge nicht ändern, aber mag der Herr Baron von Verboise immerhin seine dunklen Pfade wandeln, im entscheidenden Augenblicke wird der arme Dienstmann da s in, um dem Mörder von Pierre Daraß ein entschiedenes Halt zu gebieten!» Vater Ansclm übergab zuerst Herru Lionnet den für ihn bestimmten Brief; dann bat er einen Diener, ihn zu Fräulein Genevieoe zu führen. Das junge Mädch n war ihm noch nie zuvor fo reizend erschienen als heute. Nach einer tiefen Verbeugung reichte er demselben das Schreiben des jungen Architekten. «VonHerrn Merson? Wo haben Sie ihn gesehen?» fragte Geneviev', lieblich errölhenb. «Bei sich zu Hause; Herr Lionnet halte mich hingeschickt, um dort ein Palet Schriften abzugeben. Ich fürchte, gnädiges Fräulein dass ich Ihnen eine schmerzliche Nachricht bringe; ich kenne den Inhalt des Echreibms nicht, aber w^s es auch sei, was immer man Ihnen auch sagen möge, willigen Sie memals darein, den Baron von Verboise zu heiraten!» Und ohne die Antwort des jungen Mädchens abzuwarten, entfernte sich der alte Mann. Mit zittern» den Fmgern löste Genevieue jetzt erst das Convert und zog da« Billet, welches dasselbe enthielt, hervor es Ihre Augen verschlangen gleichsam die Zeilen, b> ^ trug. Im nächsten Momente entrang sich ein 6^".? te Schrei ihren Lippen und mit ermattenden Knie» !" sie in das Nrbe>ticabinet ihres Vaters. ^^ «Vater., rief sie, indem sie ihm das Schr ^ Heinrichs hinreichte, «lies dies und sage ""^lt! Gottes Barmherzigkeit willen, um was es sich h?" .,! Welch ein fürchterliches Geheimnis liegt Y>" Grunde?» . h<,e Herr Lionnet war nicht weniger bewegt, al» ^ junge Mädchen. Schweigend, überlegend stand e Endlich sprach er: a'im>^ «Ja, du musst es erfahren, jenes G^' ^ EH ist das Beste, du weiht allrs. So höre dem'- ^ Vater Heinrichs nannte sich Friedrich Lap""' war Iagdhüter. wurde als solcher des Mordes ^, ziehen und zu lebenslänglicher Galeeren strafe theilt!» . .H<, «O. Allbarmherziger! Armer, armer H""" flüsterte Genevieoe völlig gebrochen. ^,, hell «Ja, es ist ein furchtbares Unglück l^M. Aermsten.» fuhr Herr Lionnet fort. «aver. ^"sH^ld'g mein Kind. Der V >ter Heinrichs, der fiir !^ ^i, erkannte Lapr.te, ist trotz des Scheines, der "'"^ell spücht. schuldlos; ec ist das Opfer eines ^"/^il^ V rhängnissetz geworden. Ich muss dir auch "',^1, da''s kürzlich Frau Mersou von einem "Nv"" ^„ F c„nde einen Brief erhalten hat. in welchem ^, ,hr mittheilte, dass untrügliche Beweise von "b ^ schuld »hres Gatten zutage'getreten seien. V's "' ^ sich aber au die Oeffentlichteit bringen lasjH^ her unser junger Freund in den Augen der "> ^aibllchn Zeitung Nr. 196. 1619 27. August 1890. . (Deutschland.) In einer Auflage von einer yaiben Million wird am 1. October eine Broschüre Memen unter dem Titel: «An die Arbeiter Deutsch-7s 2!».welche die gesummten Fragen der Social-tsorm in lurzer, gemeinverständlicher Form, und zwar UN Tlnne der kaiserlichen Erlässe vom 4. Februar d. I. handeln soll. Der Inhalt dieser Broschüre, deren Ausser geheim gehalten wird. soll dem deutschen Mel zur Ansicht vorgelegen haben und auch die Men der Drucklegung sollen zum Theil aus staat. Mn Mitteln bestritten werden. Der Preis der Vro. Wre soll auf zehn Pfennige berechnet sein und die ^maufer derselben sollen am 1. October vor allen Mmen der bedeutendsten Industriestädte Deutschlands ""Mellung nehmen. ».(Die bulgarische Regierung) scheint in "en lehten Tagen ihren Frieden mit der dynastischen ^PMtlon gemacht zu haben. Zwischen Stambulou N? s.x Atchiwgern Radoslauovs ist eine vollkommene "rr,landlgunq erzielt worden. Auf Grund dieses Com-Misses soll Radoslaoou den Sitz eines Vicepräsi-"Mten des Sobranje erhalten. Was Cankoo betrifft, eit >-^ Illtrauen feiner ohnehin wenigen Freunde ' ^tambuluos Sieg in der macedonischen Bischofs. ' "»e sehr ,„ Uhnahme begriffen nnd für die Negierung oen Wahlen von dieser Seite nichts zu fürchten. Ni^ ""^ Situation.) Die «St. Peterburgskija ^°"°sti. heben die Bedeutung der Verleihung des AMeil russischen Orden«, des Andreas-Orden«. an h^"" beivor, woraus zu schließen sei. dass Eaprioi ^ russischen Hufe einen angenehmen Eindruck hinter. ben«s ^ ^apllui sich auch von der offenherzigen Frie-au« l^. ^"sslands überzeugen konnte. Somit sei l.V "'^lmich der Boden für das friedliche Zusammen« "en zwrier mächtiger Nachbarn vorbereitet. Kit >,,", Frankreich) fand vorgestern ein Versuch Um s n "/brrmittlung der Mobilisierung« Ordres statt, welko . ^"' in wie viel Zeit die Ordres abgesendet M,/«"c ""' Alle Telegraphen Anstalten, ungefähr Nser <5 ' """" "'^ .^" Generalstabe durch die Pa-^z ^egraphen.Direction in Verbindung gesetzt. Jede denN?l.?"^ genau berichten, wann sie den betreffen. «Win ^ "h°lten habe. Das Ergebnis war. dass nicht iebl >. ^'. "oe" nöthig waren, um sämmtliche Be i "ach den entferntesten Orten Frankreichs hinzusenden. Cllli^ l Naumung Egyptelig.) Marquis ginun ^ beantwortete die Note der ottomanischen Ne-"l»ck./^^en der Räumung Eqyptens dahin. England KliA.. ^vk"s Zustände noch nicht genügend con- '^ um selne Truppen zurückziehen zu können. ^ße^^^pL"^en) hat jüngst das llbe?l^ v^'^r zahlende armenische Dorf Hop tress«, ""d ausgeplündert. Zum Schutze des beiden ü, ^'tkes.wie ^,^ h^^^ Züchtigung der bitigiett " ^" schleunigst ein Bataillon N>zams Tagesneuigleiten. ""gllr^^^ ber Kaiser haben, wie das ""ldet. filr die römisch-katholische l^"^ "" unmöglich sein. Heinrich mehr M. unk ' ^bt "^" '^ meine Zärtlichkeit noch gewach, strde " ?"" <"n Vater auch ein Mörder wäre. so '""' als -l "'^ aufhören, mir eben so theuer zu Uleine Li,?, ?" letzt ist. Ich klammere mich an ^lzen zu ' ü"b nlchts vermag mir dieselbe aus dem <. c>" reißen I» ^egt"n.^""" blickte das junge Mädchen tief H>"^^ dann. .ich weih. was t. "e der ^« ^ ,a. lch werde zu ihm gehen und 'pichen!, ^"ung zu dem armen Verzweifelnden ^virve. '^ "it ?^e standen "lü"^ H"l" ^'onnet auf das innigste. ^ wnhrnat.m° ^" -^" Gefühle verfunken. dass fie ^u Lionntt^ Urtieren M theilten und "^tbl,ckend .^f^ch 'ns Zimmer fah. Die Situation sick. .'S" kann ,!" gleich zurück. V ^"' 'U"d so^l?'^ l°"gehen.. flüstert« sie vor fu^ Wahret s. ^ "'^ fortgehen! Ich werde '"^tbare V^ett^ sage„ - rückhaltlos, die ganze Gortjehung folgt.) — (Kaciö-Feier.) Wie sich die Leser erinnern, wurde die Enthüllung des dem Dichter Kacic-Miosic gewidmeten Denkmales in Makarska von der Behörde verboten, weil unter den zahlreichen Wappen, welche aus demselben angebracht waren, das österreichische fehlte. Jetzt, nachdem der Bildhauer, wie es scheint, die gewünschten Veränderungen vorgenommen hat und eine passende Bedenkzeit herangerückt ist, fand gestern die Enthüllung statt und gestaltete sich zu einem großen nationalen Feste. Andreas Kacic'-Miosic, einem alten kroatischen Geschlechte entstammend, wurde im Jahre 1690 geboren; er war es, welcher im Norden Dalmatiens eine Wiedergeburt der kroatischen Poesie aus den Keimen der Volksdichtung an» bahnte, nachdem im Süden die Ragusaner Kunstdichtung allmählich in Verfall gerathen war. Von seinem Oheim, dem gelehrten Franciscaner Lucas Tomasovic, im Kloster gaostrog erzogen, trat er selbst in diesen Orden und wurde Professor der Philosophie im Kloster zu Makarsla, wo er das Werk NlomsutH poriMkiea iult.il msntsm 3iidt,ilig3imi doctors ^oauuig vliU8 8coti verfasste. Zum apostolischen Legaten in Dalmatien, Bosnien und Her-cegovina ernannt, hatte er Gelegenheit, die Lieder und Erinnerungen des Volkes aus dessen heldenhafter Vergangenheit kennen zu lernen. In dem Geiste dieser Volks» poesie dichtete er nun selbst; in seiner I^ozmÄlio» sind unter dem Volke gesammelte und eigene Dichtungen Kacii' enthalten. — (Eine Junggesellen st euer — in Oesterreich) Die schon vor längerer Ieit und mehrfach angeregte Frage der Einführung einer Junggesellen-steuer ist durchaus nicht eingeschlafen; im Gegentheile: diese Frage wurde in mehreren Wählerkreisen des dritten und achten Wiener Bezirkes seither besprochen, und ist eine einschlägige Petition an die beiden Häuser des Neichsrathes sowie an die Regierung bereits ausgearbeitet. Die Motive sind die bekannten: Hinweis darauf, wie schwer die Familienväter durch die Kosten für die Erziehung der Kinder belastet sind; welche Sorgen ihnen hieraus erwachsen; wie so manche Entbehrungen sie sich diesfalls auferlegen müssen u. s. w. Ferner wird ausgeführt, dass die herangewachsenen Söhne, wenn sie eine Stütze der Familie sein könnten, die Blutsteuer entrichten müssen und die jungen Leute zur Fahne herangezogen werden. Dass die Sorge für die Töchter gleichfalls eine schwere ist, wird unter Hinweis auf die höchst ungün-.stigen Verhältnisse des Frauenerwerbes besonders betont. Da es doch zumeist egoistische Gründe sind, welche die heiratsfähigen jungen Leute abhalten, eine Familie zu gründen, so sagen die Petenten, sei es nicht mehr als billig, dass sie zu einer dem allgemeinen Besten zugute kommenden besonderen Veitragsleistung herangezogen werden. Die Steuer soll nicht drückend sein; als Minimal» Einkommen wird der Betrag von 1500 fl. ins Auge gefasst. Die Steuer soll progressiv sein und das Erträgnis derselben zur Errichtung und Erhaltung von Waisenhäusern, unentgeltlichen Fortbildungs« und Fachschulen verwendet werden. Auch könnte das Erträgnis dieser pro» jectierten Stener. die in manchen Ländern bereits ein« geführt ist und im alten Rom schon bestanden hat, zum Ersähe für andere etwa drückende Steuern oder für das Lotto dienen. — (Auf dem Seile.) Der auch in Laibach bekannte Thurmseilkilnstler Strohschneider verlor in Baden beim Hinübertragen eines Bindergesellen über das Seil das Gleichgewicht und wäre beinahe abgestürzt. Ein Augenzeuge schildert den Vorfall folgendermaßen: Der Nindcrgeselle meldete sich bri dem Thurmseillünstler, dass er bereit sei, sich gegen Entlohnung über das Seil tragen zu lassen. Als nun Herr Strohschneider mit ihm schon ein Drittel des Weges zurückgelegt hatte, bekam der Äindergeselle Angst und ließ den Nacken des Seil« lünstlers los. so dass er an einer Seite herabhieng, da er mit ihm durch einen Strick verbunden war. Herr Strohschneider erfasste mit größter Geistesgegenwart die Situation, er ließ sich in dieser großen Höhe äugen« blicklich am Seile nieder und hielt den Binoergesellen mit aller Kraft so lange fest, bis dieser sich auf einem Seile herablassen konnte. Für diese That erntete er auch den lautesten Beifall des zahlreichen Publicums. Gleich darnach trug Herr Strohschneider ein Mitglied seiner Truppe aus dem Rücken über das Seil hinüber. — (Der Kaiser als Taufpathe.) Wie die «Gazcta Przemyska» berichtet, hat sich ein Bauer aus der dortigen Gegend, welchem am Geburtslage Seiner Majestät des Kaisers ein Sohn geboren wurde, tele« graphisch an den Kaiser gewendet mit der Bitte um Uebernahme der Pathenstelle. Am nächsten Tage kam eine telegraphische Anweisung auf 100 Gulden und an den Vezirkshauplmann die Ordre, den Kaifer bei der Taufe zu vertreten. — (Ein heiterer Zwischen fall) hat sich während des Ausfluges des Präsidenten der französischen Republik auf der Insel Ri bei La Rochelle zugetragen. In La Couarde traf Herr Car not ein, als der Maire eben die letzten Phrasen seiner schwungvollen Ansprache zu Papier bringen wollte. «Sie kommen um 10 Minuten zu früh.» meinte der Maire, «meine Rede ist noch nicht fertig; aber ich werde Ihnen doch das lesen, was schon geschrieben steht.» Herr Carnot war so genügsam, die halbfertige Rebe anzuhören und dem Maire für die unterdrückte Hälfte zu danken. — (Brände in Ungarn.) Aus Tokaj wird telegraphiert: Fast die ganze Stadt ist abgebrannt. Kirchen und öffentliche Gebäude sind eingeäschert; nur 12 Häuser blieben verschont.—In der Gemeinde Kaba des Hajduer Comitates in Ungarn brach gestern Feuer aus. welches bei dem herrschenden Sturmwinde rasch um sich griff und 40 Häuser, zahlreiche Mobilien und viel Getreide einäscherte. Der Ortsschullehrer und dessen Magd. die in das brennende Haus zurückeilten, um etwas von ihren Habseligleiten zu retten, fanden in den Flammen den Tob. — (Kampf in einem Ei senbahn Waggon.) Aus Newyorl vom 19. d.M. wird berichtet: Fürchter« liche Scenen spielten sich gestern in einem vollbesetzten Ausflüglerzuge etwa 1b Meilen westlich von Cincinnati ab. Einige berauschte Arbeiter stiegen ein und begannen einen Streit. Revolver wurden gezogen, und der Zaul artete in einen Kampf aus, während dessen Schul« auf Schuss in rascher Reihenfolge fiel. Als endlich Ruhe ein» lehrte und der Pulverrauch sich verzog, wurden sechs Personen tobt auf dem Boden liegend vorgefunden, darunter zwei Passagiere, die mit dem Streit nichts zu thun hatten. Einer derselben, eine Frau, die einen Schuss durch den Kopf erhalten hatte, hielt ein Kind in den Armen, das unverfehrt geblieben war. — (Die Messung der P ferd elr aft.) Wie aus Paris gemeldet wird, liegt dem französischen Kriegs-Ministerium eine neue Erfindung vor, wonach die Pferde-kraft sowohl betreffs der Trag- als der Zugfähigkeit gemessen werden kann. Der betreffende Apparat soll bei der Assentierung der Pferde für Militärzwecke Verwendung finden können. — (Eine Rabenmutter.) Das Bezirksgericht Brück an der Mur Verlautbart folgenden Steckbrief: «Amalia Neuger, 1859 zu Brück an der Mur geboren, mittelgroß, schlank, mit grauen Augen, blonden Haaren, einer Warze auf einer Gesichtsseite (folgt Beschreibung der Kleidung) hat am 4. d. M. ihre außerehelichen drei Kinder hier vergiftet und sich mit dem vierten entfernt. Sie ist anher einzuliefern.» — (Zurückgewiesenes Geschenk.) Das Departement Finistere hat das Geschenk der Prinzessin Ehauveau'Narischkine, welches aus dem prachtvollen Schlosse und Parl Chauveau sowie den herrlichen Sammlungen besteht, zurückgewiesen, da es zu arm sei, um die Kosten der Instandhaltung zu tragen. — (Die Cholera.) Der englische Dampfer «Congrlla» ist vorigen Montag mit Einwanderern aus Madras und Durban in Südafrika eingetroffen. An Bord sind acht Personen an Cholera gestorben, sechs erkrankt. Die Commission constatierte die Cholera als Todesursache. Port Natal ist als inficiert erklärt worden. — (Streik in Australien.) Die Rheber von Melbourne erklärten in einer Zuschrift an die Vereinigung der Seeleute, keinen Officier anzustellen, welcher ber Vereinigung angehört, und lediglich aus Rücksichten des allgemeinen Wohles eine fünfprocentige Gehaltserhöhung zu bewilligen. — (Ein Gendarm als Mörder.) Wie aus Pressburg geschrieben wird, ist der Gendarm Me-szacfik wegen Ermordung seiner Schwiegermutter, der greisen Mutter des Vedröder Pfarrers Mai d i nlovi c, verhaftet und dem Gerichte in Tyrnau eingeliefert worden. Meszacsik hat den Mord bereits gestanden. — (Ein großer Münzendieb stahl) ist in der Bibliothek der Stadt Rouen verübt worden. Der bislang unbekannte Dieb hat aus der Mebaillen-Samm-lung zweihundert alte, seltene Goldmünzen gestohlen. Ueberdies hat er drei überaus wertvolle Manuscripte entwendet. — (Ein edler Mann.) Principal: «Sind Sie mit Ihrem Gehalte zufrieden, Müller? . . . Sagen Sie's nur offen — mehr bekommen Sie doch nicht!» Vocal- und Provinzial-Nachrichten. — (Der neue Sübbahntaris,) Osftciell wirb gemeldet, dass vom 1. September 1690 ab auf den Linien der Südbahn-Gesellschaft der im Personen-, Gepäcks- und Eilgutverlkhre bisher berechnete fiinszehn-procentige Agiozuschlag hinsichtlich des Personenverlehres gänzlich aufgelassen, dagegen im Reisegepäck- und Eilgutverlehre (ermäßigte Eilgüter ausgenommen), somit auch bei Beförderung von Pretiosen und Barschaften, von Wagen und Fuhrwerkn, von Leichen und Thieren aller Art als Eilgut, auf zehn Procent herabgesetzt wird. — (Perfonalnachricht.) Herr Nikolaus Lencel, k. l. Notar in Großlafchitz, wurde als folcher nach Bischoflack übersetzt. — (Lanbtagswahl im Tolmeiner Be-zirke.) Der Landbezirk Tolmein wählt in den Görzer Landlag zwei Abgeordnete, als welche bei den letzten all» gemeinen Landtagswahlen die Herren Nikolaus Tonlli und Dr. Anton Gregorcic entsendet wurden. Wegen Misshelligleiten mit der Sloga - Partei, an deren Spitze Abgeordneter Dr. Joses Ritter von Tonlli steht. legte jedoch Dr. Grogorcic das Mandat nieder in der ausgesprochenen Absicht, die Wähler entscheiden zu lassen. Mdacher Zeitung 3tr. 196. 1620 27. August 1890. In der «Nova So?a», dem Trutzblatte des ToM'schen Organes il, Advocat, Adelsberg. — Schirmatm. Waidhofen. -^ V^M-Tschernembl. — Eppenauer und Ruch, Augsburg. ""Hi, cales und Sterle sammt Familie, Trieft. — Piamzew Priester, Nussdorf. Verstorbene. ^ Den 25. August: Felix Poljansrl. Schüler. 12 I ^ Vrühl, ist im Laibachflusse erlrunlen; wird gerichtlich vei^ I »n Sv ' taIe: ^ W' Den 26. August: Alex Oselj. Kaischler, ?4 I-rasmus.______ ^^-^ Meteorologische VcobachwlMN in LaibaH^ " ^ÜMg" 726^! 11^8 ^WT^stig' bewM^I.gg 26 2 . N. 730 5 16 8 SW. schwach heiter 9 » A. 731 2 14 0 windstill heiter Morgens bewölkt, gegen Mittag völlige Aufhell" ^ schöner Nachmittag, sternenhelle Nacht. Merkliche Mlut)!"'^ Luft; Barometer im raschen Steigen. In den HochalpcN U ^.g Schnein«. — Das Tagesmittel der Wärme 14'9°, «" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. Ausweis über den l<ü»eMlchc «ente w Noten «>, «n P8 l„ M>«^°^°°'«°'e'. «°st. ,8? 3° 18? 75 2 ^ ..' »ünftel 10« st. 14?-,47^ °°«l Li»al«°«t . , 1NU st. ,77 — ,77 40 0t?t^,^°^""le, steuerfrei . ,o« 90 „'?'«' ^5""»«« lkl<«nbahn. «.. st. «. N. ^^0 A'"' lll..,^' .'^ !°l "'" fl 0. W. l!,8— „ft - »K,»^/"" Marl 4"/„. . . I,»..-,,!,.. """«!,« ^« <^,ss, ,«»< «^^ »/^ >,, "«,^„ ^ ,^,, ^ ^ «eld wars Gründen tl.-Obligllttoneu (für INl, fi, «M.). l°/, °aliz,!che...... itt4 — l04 en 5°/„ mübrlfche...... ,,»9^<, — - 5"/« «>ra ,s,« _ Plüm..«nl. d. Vlabtaem. Wien ,.« .. ,.« ^ ^«llenbol, «„lehfu verlo», 5°/» 99hn,<,y._. Pfandbriefe Ml ,»»», fi,), U°t>,,.sr. »lll,. «s». 4°/„ « ,,«75 118 50 bt°. » 4»/». 101-101^ dt°.' Prüm.'^chuldverfchl.'»«^ l"ß ^ ,""'.7^ Oest. Hypolhelenbanl loj. 5N°/° z„?.^ '!l.^ i.>ft,.u»«. UllNl vtll. 4'/,°/» . ,!»(, KN ,<„ __ detto 50Mr. . 4«/. . , ^.A;^o Prloritäts-Obligatiouen (für il»u fi.). Ferdinand« Utordbahn n »s, «alizilche »arl.Uubwia.Vahn Em. 18«, »!><» ß, L. 4'/,°/» , 99 95 99 50 Gelb Wars Oesterr, Nordweftbahn . . . «N5. 8N <0N 4« Ktaatsliabn.......1«7 bi — — Tüdbahn il ««/<......l»0 75 151-5l> » ^ 5°/,.....— — ,16-40 Ung.aall,. Vuhn.....1tt0 — 100 «> Viverfe Lose fprr EtNck), - Palfsy'Losr 4<1 fi...... 58 »!i f» — ««then Kreuz, «ft. Vef. v., 10 fl, ,970 zn - «udolpd'llole 10 fl..... L" - «, >. Salm Lose 4« fl...... N1 ,. ßL — Kl,'«c,!l!<«'llo!e 4» st, , , , N1-— «,- — WlllbstriN'Uo!!' »0 fi. , , 88'bl> 89 Kft Windl»N0N, U<1"/,», ,«5^ ,z« -Vanlvcrci», Wlciirr 1(«> N, . . ,,9 '.« ,zu — «dncl..«lns<, »st. 2<»(, fi. E. 4tt°/, «4? „ »4» -Lldt.'Unst, f, Hand, u. <«.i85, — DepoNlenbanl, «Hg, xou ft. , ,^,. ,(,,.. !t«comptrGe<.,Nt>rust. 5uu fl. , zgz,^ 595 — «!ro- ». «aüeod,, Wiener xuofl z,,-^. ««4 - Velb Ware (»Wothrltüb., l>N.L0l»ll. »5"^' 85 Verlehiibanl. »llg. 140 ff, lg, 51, 1S8 b» Nctien von Transporl» Unternehmungen. (p« Vtü«l), «llbrecht.Vahn 800 fi. Gilber . 77 __ 75 . NÜölb-ssiuman, «ahn 2<«fl. 3, ,oi — «o»'— V»hm, Nordbahn l50 ss.. . j,,^ . „« — » Westbahn »0fi. , 47^ _ 47z - Donau»Pampflchiffillhll - Gej., Oesterr. 50» fl, de!ib, «is,»«. 2l»<> fl. G, ^.^ ^. ^. Fcldi«anb^'1iorl>b. WOU fl.TM, ,77^ ,7ß<» «al. «larl.^ud».'«. l,00ft. «Vl. zyj^ ,l>ü 5» Unnb.' «zerno».»Ialsy - »ljcn- bahn.Gefellsch, »W ft, O. . . zzg 59 «87'5<» llloyb,»ft..un«.,Tri»ft5(>Nst.«Vl »y» ^ 87, -oefteri.Noroweslb. »0« fl. Silb, „g 50 819 - bto. (M. U.) 800 fl, E. , . „4 75885 25 Hrag'Duier Gilmb, 150fl. Hllb, 7«^. 79 — slaat«e>!rnba!ii> ^«<» ft, stldet 289 5N 84<<'__ Küdbahll ilN« fi, Bilder . . , ,5^75 158 »5 Vüd'Nordb,Verb,.«,«!»fl.e. W, 819 — 8l9 6« » neu« Hr., Pliorltät«' llctien 10» fi......97 ^ 9« — Un«.»a»llz, »ilenb. 800 fl. Vilb« 195 —>195 b« «<>l>> Ware Ung, Nordollbahn »00 II. NNber 19^. 50 «es bl» lln«,WtNb,s«allb.»ra,)8!»«II,3, „z^_ 19« — Indnllrle.Actlen sver 3tü und Ttahl'Iib. ff...... 78 - 81 — tOrnbahüw'Ueil,«,, erste, »nfl. 9v— 97.. ««Ibemühl». Vapierf. u. N.'V 5« 5^, ^,;.^ t/ielingsr «Uraurrei ><»<> fl, , . »z-zz 98 75 Vtnntan-Gfifll,, östrrr.-alpine 99 — 9950 Zraaer ltile« Int», »r!, „00 st. 4«, ^ 418 - - 3»lgo^Iarj, Lteinloylen «>> st. 44l>-- 445'— >Vchl«!ofl. «83 - 488 — waaaon'llelhanft., «llla, in Pest »0 st......... 8»'— 89 .. Nr. VlluaeleMchaft I0N fi. . . 78__ 77 ._ ü»ienerbelaelZle«el<«ct8, lb l?, Uondon . . 1<8 35 »l« S5 !«»r<» 44 47. 44 »ü Valuten. Dmaten........ 5 8^ 537, 8O.Fi»nc»«Vtu Proti ??z o r:Metiiki ***-206 v, lo^ene Lr ,JUllJa in 23- avK«sta S W S6 dražb* *emljisè me Metliu m 56° kataslralne 2o llka na dneva 22 nkt0brain Sludn, ,Vembra 18 90.1. l6-iu%°189J)no sodiä^ v Metiiki dne (3607) 3-1 Nr. 4870. Erinnerung. Vom k. k. Bezirksgerichte Adelsberg wird dem Georg Vovk von Suhotje. resp. defsen unbekannten Rechtsnachfolgern, eröffnet: Es habe Anton Vovk von Suhorje Hs..Nr. 4 gegen Georg Vovk, resp. dessen unbekannte Rechtsnachfolger, die Klage 66 PI-N63. 28. Juni 1890. Z. 4870. auf Ersitzung der Realität Einlage Nr. 6 »6 Catastralgemeinde Suhorje hiergerichts eingebracht, und wird im ordentlichen mündlichen Verfahren die Tagsahung auf den 2. September 1890. vormittags um 9 Uhr Hiergerichts, mit dem Anhange des § 29. a. G. O. an-geordnet. Nachdem der Aufenthalt der Geklagten unbekannt ist. wurde ihnen Herr Paul Veseljak, l. k. Notar in Abelsberg. zum Curator 26 aetum bestellt. K. k. Bezirksgericht Adelsberg. am 29. Juni 1890. (3450) 3—1 St. 6230. Oklie. V eksekut.ivni zadevi Antonije Hess (poAntonu Froseniku iz Metlike) proti Juretu Matjašièu iz Rakovca se z od-lokom z dne 3. maja 1890, št. 3628, na 26. juüja 1890 doloöena druga iz-vrsilna dražba na 1101 gold. 20 kr. cenjenega zemljišèa vložna Stev. 74 katastralne obèine Božjakovo na dan 2 5. o k 1. o b r a 1 8 9 0. 1. dopoludne od 11. do 12. ure pri lu-kajšnjem sodišèi s poprejšnjim pri-stavkom prestavi. C. kr. okrajno sodišèe v Metiiki dne 22. julija 1890. (3592) 3—1 ftt. 18.176. Razglas. Pri c. kr. za mesto deleg. okrajnem sodišèi Ljubljanskem vršila se bode dne 3. septembral89 0.1. ob 10. uri dopoludne druga izvršilna prodaja Francetu Kušarju iz Notranjih (Joric lastnih, s pritiklinami vred sodno na 5115 gold, cenjenih zemljišè vložne St. 502, 503, 504 in 506 katastralne obèine Brezovica, ki se bodo ludi pod cenilno vrednostjo oddala. V Ljubljani dne 12. avgusla 1890. (3596) 3—1 St. 19.38l7 Oklic. Neznano kje bivajoèemu tabular-nemu upniku Frideriku vilezu pl. Ga-sparini, oziroma njegovim neznanim pravnim naslednikom iz Kranja, ime-novan je gosp. dr. pl. Schöppl, odvelnik v Ljubljani, kuratorjem ad actum, ter mu je bil vroèen tusodni odlok z dne 3. julija 1890, št. 15.347. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-dišèe v Ljubljani dne 18. avg. 1890. (3562)~3^I St. 7149. Razglas. Neznano kje bivajoèemu Janezu Petrièu iz Dragomlje Vasi imenuje se skrbnikom na èin gosp. Leopold Gangl v Metiiki, ter se mu vroèi dotièni odlok št. 6229. C. kr. okrajno sodišèe v Metiiki dne 23. avgusta 1890. (3563) 3—1 St. 7066. Razglas. Neznano kje v Ameriki bivajo-èemu eksekutu Martinu Simonièu iz Drašèic St. 16 imenuje se skrbnikom na èin gosp. Leopold Gangl v Metiiki, ter se mu vroèi dotièni odlok št. 6633. C. kr. okrajno sodisèe v Metiiki dne 21. avgusta 1890. (3566) 3—1 Št. 6530, 6826, 6828. Razglas. Neznano kje v Ameriki odsotnim Mihi StarašiniÈu iz Krivoglavec št. 31, Matiji Panianu iz Rozalnic st. 12 in Alojziji Ksehler, rojeni Burghardt, iz Metlike, imenuje se gospod Leopold Gangl v Metiiki skrbnikom na èin, ter se mu vroèijo zemljeknjižni od-loki st. 3733, 5031, 4852 de 1890. C. kr. okrajno sodisèe v Metiiki dne 31. julija 1890.____________________ "(3564) 3-1 St. 6933. Razglas. Dne 18. septembra 189 0. 1. dopoludne od 11. do 12. ure vrSila se bode pri tern sodteèi druga ekseku-tivna dražba zapušèine Juro Crnièa iz Broda, sodno na 1220 goldinarjev cenjenega nepremakljivega posestva vložna št.ev. 420 katastralne obèine Drašèice, in sicer s prejšnjim dodatkom. G. kr. okrajno sodišèe v Metiiki dne 14. avgusta 1890. Gesicnerte Existenz für einen Schneider! Auf sehr gutem Posten für den Verkauf ordinärer fertiger Kleider ist ein neu eingerichtetes, billiges Gewölbe • ogleloh za haben. — Auskunft in der Expedition dieser Zeitung. (3630 2—1 (3606) 3—1 Nr. 5663. Zweite executive Feilbictnng. Am 2. September 1890 um 10 Uhr vormittags wird hiergerichts die zweite executive Feilbietung der Realität des Ialub Kristan von Nussdorf Einlage Z. 21 der Catastralgemeinde Nussdorf stattfinden. K. k. Bezirksgericht Ndelsberg, am 5. August 1890. (3369) 3—2 Nr. 4531. Uebertragnnff zweiter exec. Feilbietung. Die mit dem Bescheide vom 22ften April 1890. Z. 2450. auf den 9. Juli 1890 angeordnete zweite executive Feil« bietung der Realitäten Einlagen Nrn. 31 und 32 der Eatastralgemeinde Metulje im Schätzwerte von 2350 fl. und 100 si. wirb auf den 10. September 1890, vormittags von 10 bis 12 Uhr. hiergerichts mit dem frühern Anhange über» tragen. K. k. Bezirksgericht Laas. am lOten Juli 1890. (3072) 3—3 St. 5824. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Kamniku naznani v nasledje k oklicu z dne 25. junija 1890, Stev. 5257, da se je postavil umrli tabulirani upnici Ma-rijani Bizjat iz Utika, oziroma njenim neznanim pravnim naslednikom, Blaž Keržiè iz Vodic kuratorjem ad actum, in da se je temu prodajalni odlok vrocil. C. kr. okrajno sodisèe v Kamniku dne 15. julija 1890. (3571) 3—1 St. 6465. Razglas. Radi neizpolnitve dražbenih po-gojev vrsila se bode na.prosnjo An-tona Hünigsmana iz Semièa proti Katarini Hönigsman iz Semièa st. 27 v izterjanje terjatve 36 gold. 50 kr. s pr. relicitaeija sodno na 130 gold, cenjenega nepremakljivega posestva vlozna st. 199 katastralne obèine Perbise dne 13. septembra 18 90.1. dopoludne od 11. do 12. ure pri tem sodišèi z dodatkom, da se bode to zemljišèe na nevarnost in tro&ke za-mudne kupovalke Katarine Hönigsman iz Semièa tudi pod cenilno vrednostjo prodalo. C. kr. okrajno sodišèe v Metiiki dne 8. avgusta 1890.