P«im,«rratt»u» - prnlk i Kür Laidach G»u,iähr,g . . « fl. — k. Hal»ti»hr>g . - » » — , Viertcljayrig. . . I „ Lv . Monatlich . . . — „ L« . Mil der Post: «LllzMrig . . . s ft. — kr. Halbjährig . . . 4 ^ , «ierteliLhrig. . . , „ L> . KÜr Zuftellnng in» Hau» vierteljährig L5 kr., monatlich 8 kr. Sin,eine Nummern 5 kr. Laibacher blatt Auonime Mitthellungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Lr»»KIioii: «-hudolga«!- Nr. IS» Lr-rditio» und Zllsrratni-Sorrau: Kongretzplatz Nr 8l(Buchhanvl.:: z von I. v. Lleinmavr L F.BLvld rennen und des Spieles, endlich wandte es sich den Waffen zu, da die herrliche Sammlung dieser ehrenhafte» Mordinstrumente des Gastgebers in der That I nicht bald ihres Gleichen fand. Schul- und Unterrichtsstunden. Nach dem Entwürfe einer Schul- und Unterrichtsordnung für allgemeine Volksschulen wird an allen mehrklassigen Schulen während des ganzen Schuljahres ein ganztägiger Unterricht stattfinden, nur bei einklassigen Schulen darf in den gesetzlich vorgeschrie-benen Fällen ein Halbtagsunterricht eingerichtet werden. Anfang und Dauer der täglichen Schulzeit sind nach Verschiedenheit und Erforderniß der Umstände auf frühere oder spätere Stunden mit Beachtung der vorgeschriebenen Stundenzahl von der Ortsschulbehörde festzsetzeu. Um die Möglichkeit zu gewähren, daß die älteren Kinder ihren Eltern in ihren häuslichen und landwirthfchaftlichen Geschäften behilflich feien, kann in den Schulen auf dem Lande die Stundenzahl für hie schulpflichtige Jugend der letzten zwei Jahreskurse während der Sommermonate vermindert und auf geeignete Morgen- und Abendstunden verlegt werden. Jedenfalls ist daran festzuhalten, daß auch die Kinder der letzten beiden Schulstuseu mindestens zwei Stunden täglich die Schule zu besuchen haben. Während der ersten sechs Schuljahre ist streng darauf zu achten, daß die Kinder unausgesetzt die vorgeschriebenc Schulzeit einhalten. Die Ortsschulbehörden haben vor Beginn des Som-merhalbjabres ein Verzeichniß jener Kinder, deren Eltern eine Beschränkung des Unterrichtes während der Sommermonate wünschen, zu verfassen und der Bezirksschulbehörde vorzulegen, welche sodann zu entscheiden hat, ob die Gründe, welche ein derartiges Ansinnen veranlassen, Berücksichtigung verdienen. Die Entlastung aus der Schule erfolgt auf Grund cincr unter Leitung des Ortsschulinspetkors vorznnehmcnden Entlaffungsprü-fuug, welche darzulegen hat, ob das Kind die erforderlichen Kenntnisse besitzt. Kinder, welche bei dieser Prüfung die vom Gesetze geforderten nothwendigeu Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen nicht an den Tag legen, sind über das 14. Lebensjahr hinaus zum Schulbesuch verpflichtet, insbesondere dann, wenn der Mangel an Kenntnissen eine Folge des Unfleißes oder eines unregelmäßigen Schulbesuches ist. Mädchen sind jedoch jedenfalls zu entlasse», wenn die Pubertät eingetreten ist und sich im Orte keine selbständige, von der Knabenschule vollständig getrennte Lehranstalt für Mädchen befindet. Kinder, welche zu Hause oder in einer privaten Lehranstalt bis zum 14. Lebensjahre Unterricht erhalten haben, sind verpflichtet, am Ende ihres schulpflichtig, n Altcrs sich einer Prüfung an einer von der Bezirksschulbehördc zur Vornahme derselben zu bezeichnenden öffentlichen Schule zu unterziehen. Die Entlastung aus der Volksschule darf nach vollendetem 14. Lebensjahr nur erfolgen, wenn bei der Prüfung mindestens folgende Kenntnisse an den Tag gelegt werden: 1. Kenntniß der wichtigen Lehrsätze der Religion; 2. Fertigkeit im richtigen Lesen und scichli- Welche Gattung von Waffen verstehen Sie Mylord Lamborough, am besten? fragte Graf Erdösi feinen Nebenmann. Die Pistolen. Haben Sic nicht Hechiimterricht genommen? Leider nicht! Ach! Ein Lord von England sollte doch etwas weniger Oekonom und FabrikShcrr sein, und sich mehr den ritterlichen Spielen zuwenden, als Sie thun. Hören Sie, Gentlemen, Mylord Lamborough hat keine Waffe sicher als die Pistole. Ist das n ich wunderlich? Allerdings, allerdings. Haben Sie noch keine Duelle gehabt? Duelle? Pure Dummheil! Kennen die Herrschaften die Kunst des Barons Eichhart im Pistolenschießen? fragte Graf Fowler. Bes andere Kunst? fragte Marquis Lin-gelton. Ja wohl, besondere Kunst. Ach, lieber Baron, Sic könnten uns davon etwas zum besten geben! Wenn cs Ihnen Vergnügen macht. Bravo! (Fortsetzung folgt.) ches Verständniß der im Lesebuche enthaltenen Stücke; 3. Fähigkeit im schriftlichen und mündlichen Nacherzählen von gehörten oder gelesenen Erzählungen, selbständige Anfertigung eines Briefes ohne grobe Verstöße gegen die Rechtschreibung; 4. Uebung im Kopf- und Zifferrechnen im Umfang der vier Spezies und der einfachsten bürgerlichen Rechnungsarten. Aus Paris. Paris hat aufgehört, momentan Gegenstand der allgemeinen Beunruhigung zu sein. Die Unruhen haben sich nicht mehr wiederholt. Der Putsch ist somit im Sande verlaufen, doch steht trotzdem «och eine ganze Serie aufregender Momente in Perspektive. Die Prozesse gegen die Jnhaftirten, die Bestattungen derjenigen, welche an den erhaltenen schweren Wunden etwa mit dem Tode abgehen könnten, dies alles dürste den Radikalen noch manche Gelegenheit bieten, die Boulevardszenen zu wiederholen. An irgend einen Erfolg ist aber auch dann um so weniger zu denken, als die beiden Häupter dieser Partei, Rochefort und Flonrens, vorderhand ungefährlich sind, da der eine im Gewahrsam, der andere aber außerhalb Frankreichs sich befindet. Die französischen Journale enthalten die minutiösesten Berichte über die Vorgänge in der Nacht vom 8. auf de« 9. d. M. Die meisten Berichte stellen die Unruhe», welche in dieser Nacht vorfielen, als sehr ernst dar. wiewohl ave die Ueberzeugung aussprechen, es werde zu einer größeren Erhebung nicht kommen. Die Haltung des Ministers Ollivier erregt in Paris die größten Bedenken und man trachtet, sich dieselbe auf die verschiedenste Art zu erklären. Der Korrespondent der „Ind. Belge" erklärt die Strenge des JustizministerS ans den Zwistigkeiten im Schöße des Kabimts und aus der Stellung desselben zum Hofe. Man beschuldigt den Hof. gegen das ganze Ministerium zu konspiriren, hingegen sollen zugleich die Orleanisten gegen den Bonapartisten Ollivier und seine Partei im Kabi-net intriguiren. Ollivier nun trachtet, um sich möglichst fest im Sattel zu erhalten, dem Kaiser den Beweis zu liefern, daß er Kraft genug habe, um seine Dinastie gegen die Demokraten als auch die Orleanisten zu schützen. Politische Rundschau. Laibach, !4. Februar. Graf Leo Thun und der bekannte pensionirte Statthaltcrcirath Ritter v. Grimm sind aus Prag in Wien «»gekommen, um hier A u S glc i ch S v e r-suche zu mache». Die czechische Opposition, in so weit sic den Adel und den Klerus betrifft, soll nun einer Verständigung geneigt sein. Das preußische Abgeordnetenhaus muß, da seine dreijährige Legislaturperiode bald zu Ende ist, nach Schluß dieser Session aufgelöst werden, daher geht es ziemlich energisch ins Zeug. Bei der Verhandlung über die Einnahmen und Ausgaben dcS Jahres 1868 ging nach langer Debatte der Kommissio»santrag auf N i ch t g c ne h m i g u ng eines Postens von 720.000 Thalcr. für Verzinsung einer vom damaligen Finanzministcr v. d. Heydt verfassungswidrig aufgenommenen Anleihe mit großer Majorität durch. Der zweite Antrag, die Staatsjchalden-Kommission zu beauftragen, aus deu Akten der Staatsschulden-Verwalung deren Stellung zu dem Vorgänge zu konslatiren, wurde bei Zählung mit 166 gegen 1b5 Stimmen angenommen. In Paris wurde am I I. Februar ein Si-chcrheitsagent, welcher mit einem Polizeikommissär einen der Verschwörung geaeu die Regierung angc-schuldeten Maschinisten verhaften wollte, von dem letzteren mit einem Revolver erschossen. Der Mörder wurde nach der Eonciergerie gebracht. Der türkischegiPtischeKonslikt zieht sich seeschlangenartig noch immer fort'. „Levant Herold" meldet wieder, der Khedive habe an seinen Kapou-Kiciya in Konstantinopel ein Schreiben ge- richtet, in welchem er seine Rüstungen mit dem Wunsche aufklärt, eine so wichtige Provinz wie Egipten in ein Verhältniß mit den jetzigen Fortschritten zu bringen. Die Anwesenheit der griechischen Offiziere klärt er durch das Verlangen der letzteren auf, in der egiptifchen Armee Verwendung zu finden. Da aber diese Offiziere zurückgewiesen wurden, werden sie nicht säumen, abzurcisen. Zur Tagesgeschichte. — In Anerkennung der besonders hervorragenden Verdienste um die Neubewaffnnng des Heeres, beziehungsweise in Anerkennung der damit verbundenen angestrengten Dienstleistungen hat der Kaiser dem Erzherzog Wilhelm in einem besonderen Handschreiben die allerhöchste Anerkennung ausgesprochen und an andere beiheiligte Offiziere eine Reihe Auszeichnungen verliehen. — Erzherzogin Gisela, welche am Tage der Abreise des Kronprinzen Rudolf erkrankte und auf Anrathen der Aerzte in Ofen Zurückbleiben mußte, befindet sich wieder vollkommen wohl, doch gestatten die Aerzte deren Abreise nach Wien nicht eher, als bis die strenge Kälte nachgelassen hat und bis auf zwei Grade über den Gefrierpunkt gesunken sein wird. — Am 15. d. M. beginnt im Handelsministerium eiue EnguLte betreffs Modifikation der Verordnungen über den Eisenbahnbetrieb. — In Folge der großen Kälte gesror am Donnerstag in Wien in Küchen, Werkstätten und ungeheizten Wohnungen das m Gesäßen befindliche Wasser. Mittwoch Nachts erfror in einem Einkehrwirths-hause zu Jedlcrfee ein Kalb im Stalle. Nachrichten aus Steiermark zufolge suchen in manchen Gegenden die Rehe die Bauernhöfe auf. Ter Schneefall war dort so bedeutend, daß manche Häuser fast bis zum Dache verschneit sind. — Anläßlich des von der „Linzer Tagespost" unter dem Titel: „Ein armer Bischof" gebrachten Artikels erschien der Kapuziner-Pater Leopold in der Wohnung der Rechnnngsrcvidentens-Witwe und legte ihr eine von ihm verfaßte Berichtigung an obiges Blatt vor, welche zn unterfertigen die arme kranke Frau auch so schwach war. Diese Berichtigung sollte offenbar zur Entlastung des Bischoses dienen, aber es wird durch dieselbe zugegeben, daß die Tochter der genannten Beamtenssrau in ihrer äußersten Noth sich wirklich in das bischöfliche Palais nm Unterstützung gewendet und dort die erwartete Hilfe nicht gefunden. Der Kapuziner-Pater gibt nämlich selbst zu, daß der Familie zwar nicht zwei Kreuzer, aber doch nicht mehr als zehn Kreuzer verabfolgt wurden. Merkwürdig, was die Zahl 10 bei den Ultramontanen für eine wichtige Bedeutung hat. Mit einem „Zehnerl" hoffte bekanntlich auch der Innsbrucker Professor Morriggl sein Vaterland Tirol zu retten. — B ank noten ra nb. Einem Kommis von Barnetts Bank in London sind in einer Depositenbank bei Hellem Tage über 10.000 Pfd. St. in Banknoten ans nngemein freche Weise geraubt worden. Der Betreffende stand in einem dichten Haufen anderer Kunden vor dem Schalter und hatte seine lederne Brief, tasche mit dem erwähnten Inhalte auf der Theke liegen. Da klopft ihm jemand auf die Schulter und sagt, er habe etwas fallen lassen. Er bückt sich, hebt das Blatt Papier auf, um zu sehen, daß es ihm nicht zugehört, und daß jemand in aller Gemüthsrnhe die Hand von seiner Brieftasche wegzüht. Beim Nachsehen ergab sich daun, daß der ganze werthvolle Inhalt verschwunden war. Lokal- und Promnzial-Angeleg eich eiten. Lokal-Chrom!. — (Die Abschiedsseicr), welche am verflossenen Samstage die Fachgenossen ihrem scheidenden Frcuude Wilhelm Ritter von Fritsch im Glassalon zum Stern gaben, gestaltete sich zu einem ungemein heiteren und gemüthlichen Festabende. Direktor Hinterhuber aus > Johannesthal begrüßte Herrn Fritsch in einer Ansprache ! und überreichte demselben zum Schluffe eine künstlerisch ansgesührte Adresse (von der Meisterhand Jurmaus), sowie ein prachtvolles Album mit den Fotografien der Frennde des Gefeierten. Nachdem der letztere in herzlicher Weise gedankt nnd mit einem Hoch auf den Bergmannsstand geantwortet, hielt Herr Adolf Gaudia eine Ansprache, an deren Schluffe ein meisterhaft ausgeführtes Transparent enthüllt wurde. Nachdem so die festliche Begrüßung unter lautem Beifall der Anwesenden (viele waren des Schneefalles wegen am Erscheinen gehindert und sendeten Telegramme) zu Ende war, wurde Direktor Hinterhuber zum Kueipvater proklamirt; dies war das Signal für ein heiteres, ungewöhnlich animirtes Leben, welches nun begann, die Klänge einer Abtheilung von der Musikkapelle des Regimentes Huyn wechselten mit Bergmanns-, Alpen- und Kommers-Gesängen, Gedichte und humoristische Deklamationen wurden vorgetragen und es ist selbstverständlich, daß da Toast aus Toast folgte. Finanzprokurator v. Kaltenegger sprach im Namen der anwesenden geladenen Gäste, welche nicht dem Bergmannsstande angehörten, und toastete auf die Wissenschaft, Professor v. Perger auf die Arbeit, Fritsch auf Kultur und Fortschritt, Deschmann und Keesbacher in humoristischer Form, ersterer auf die Thätigkeit Frilsch's im Lehrsache, letzterer auf den Korpsgeist, Dr. Eisl auf die Frauen der Bergmänner, insbesondere auf die Familie des heute Gefeierten. Die Stimmung des Abends ließ nichts zu wünschen übrig und konnte Herr Fritsch an der regen Theilnahme der Bergmänner Krains an diesem Abende einen sehr ehrenvollen Maßstab für die Simpathieu nehmen, deren er sich im Lande nnd insbefonders in seinem Stande erfreut. — (Kasseler Ausstellung.) Die Anmel» düngen zur Industrie-Ausstellung für das Gksammt-gebiet des Hauswesens haben in den letzter,, Wochen derart zugenommen, daß am Ausstellungsorte an eine Erweiterung der Räumlichkeiten gedacht werden mußte. Der Bau des Ausstellungsgebäudcs geht seiner Voll endnng baldigst entgegen und dürfte diese Exposition einen bedeutenden Umfang annehmcn, nachdem das Bundeskanzleramt sämmtlichen Vertretern die Weisung erlheilte, möglichst thatkräftig für das Unternehmen zu wirken. Zugleich hat das preußische Handelsmi nisterinm den freien Rücktransport der bei der Ausstellung unverkauft bleibenden Exp ositionsgegen-stände auf alle u Staatsbahnen desnord-dentfchen Bundes gewährt. — (Die fremde Ferse in Innsbruck.) Innsbruck besitzt einen Handelskammerpräsidenten Friedrich Wilhelm, welcher nach slavisch-klerikalen Begriffen das Unglück hat, ein Fremder, sogar ein Ausländer zu sein, ja noch mehr, er ist noch obendrein Protestant; dieses zweifache Unglück hinderte ihn nicht, 25 Jahre lang uuuuterbrochen im Gemeinde-rathe der Stadt thätig zu sein. Die Verdienste dieses Fremdlings für Tirol und Innsbruck (Novice behauptet, der Fremde könne kein Herz für Land und Volk haben) sind so groß, Laß Se. Majestät der Kaiser demselben früher schon den Franz Josefs-Orden nnd jetzt den eisernen Kronorden verliehen hat. Das war das Signal für eine ganze Reihe von Ovationen. Nachdem der Vielgeseierte (er ist der Schwager unseres Gemeinde-rathes Herrn And. Mallitsch) auch hier viele Freunde besitzt, so glauben wir dem Wunsche unserer Leser zu entsprechen, wenn wir denselben erzählen, wie Innsbruck und Tirol seine Patrioten ehrt: Am 21. Jänner Vormittags fand die feierliche Uebergabe des Ordens der eisernen Krone an Herrn Magistraterath und Handelskammerpräsidenten Friedrich Wilhelm, sowie ans Anlaß seiner 25jährigen Thätigkeit als Gemeinde-rath die Ueberreichung des Ehrenbürger-Diploms der Landeshauptstadt Innsbruck au denselben im festlich geschmückten Nathhanssaale statt. Die Mitglieder der Handels- und Gewerbelammer, sowie die Gemeinde-räthe waren beinahe vollzählig versammelt, als nach ! 11 Uhr in Vertretung der hohen Regierung der ^ Herr Statthaltereirath Johann Borhauser erschien und ^dem Gefeierten die Ordens-Insignien mit einer sehr ehrenvollen Ansprache überreichte, in welcher er der Thätigkeit des Präsidenten gedachte und auf welche der Gefeierte in tiefer Rührung dankle. Unmittelbar darauf folgte die Ueberreichung des Ehrenbürgerdiploms der Landeshauptstadt Innsbruck. Am 22. Jänner gaben die Stadtkommune und die Handelskammermitglieder «in großartiges Banket, wobei auch der Landeshauptmann von Gröbmer, der Landesgerichtspräsident Baron Creßieri und der Statthalterreirath von Vorhausen nebst vielen anderen Honoratioren anwesend waren und bei dem sehr sinnige Toaste ausgebracht wurden. Am Tage der Ordensverleihung hat der Gerichtshof in einer ehrenden Zuschrift seine Theilnahme ansge-drilckt und die Universität durch das Rektorat seine verdienstliche Anerkennung und Gratulation dargebracht. Die Handelskammer überreichte ihrem langjährigen Präsidenten durch den Vizepräsidenten zu Weihnachten ein prachtvolles und sehr werthvolles Album mit 22 großen Fotografien tirolischer Städte, als Anerkennung seiner Leistungen. — Mit dem Landeshauptmann von Tirol, der beim Bürgerbankete einen Toast ausbrachte, sagen auch wir, daß die Bürgerschaft von Innsbruck durch diese Anerkennung der Verdienste des Präsidenten Wilhelm gezeigt hat, daß sie den wahren BUrgersinn bewahrt, der den Stempel der Freiheit in sich trägt und sich dadurch selbst ehrt." Unsere liebenswürdigen Tschernuchi aber mögen sich daran ein Beispiel nehmen, wie ihr Fremdenhaß dagegen sich auSuimmt. — (Zum heurigen Winter.) Der Frost in Galizien erreicht, wie berichtet wird, einen wahrhaft lebensgefährlichen Grad. Der grimmigen Kälte sind bereits Menschenleben zum Opfer geworden, ja dieser Tage wurde auf einer Station der Strecke Lem-berg-Czernowitz in einem Koupv eine Mutter mit ihrem Kinde zu Tode erstarrt aufgefunden — Den 9. Februar wollten zwei Eisfportömen auf der znge-frorenen Donau von Pest nach Promontor laufen, doch nur einer kehrte von dieser Partie zurück, der andere, Herr Gyurman, Lehrer in Ofen, brach ein und verschwand unter dem Eise. Ebenso verunglückte den 8. d. M. Nachts ein Unbekannter, welcher sich auf der Eisbahn von Pest nach Ofen begab. — Nach den telegrafischen Witternngsberichlen aus den verschiedenen Städten Europa's herrschte am 8. Februar, früh nm 6 Uhr, in Ratibor eine Kälte von 23'/z Grad 1i. In BreSlau zeigte um dieselbe Stunde das Thermometer 20, in Königsberg und Riga 16, in Memel 15 und in Dresdcn 14 Grad. Dagegen hatte man in dem hoch im Norden gelegenen Christiansund in Norwegen um dieselbe Zeit eine Temperatur von nicht ganz einem Grad Kälte. Auch in Brüssel war der Thermomcterstand nur — 0 5 Grad Reauinur. In Köln war in der Nacht zuvor Sturm, in Brüssel, Trier und St. Petersburg Schnee; von den meiste» übrigen Witterungs - Beobachtungs - Stationen wurde heiteres Wetter gemeldet. — Bon den verschiedensten Seiten lanfen Berichte über UnglückSfälle in Folge der großen Kälte ei». In Posen wurde ein Soldat,! der auf der äußerste» Euceiuie des Keruwerkes in der > Nacht vom Freitag aus Samstag Schitdwache stand, in Folge der Kälte todt gesunden, obzwar er, wie alle weit vorgeschobenen Posten, mit einem Pelze über dem Mantel und Slrohschuhen über den Stiesein versehen war. In Stettin wurde ebcnsaUs eine Schildwache ganz erstarrt gesunde», doch gelang es, den Mann wieder ins Leben zurückzubringen. Lottoziehung vom 12. Februar. Wien: 65 90 27 15 45. Graz: 86 62 90 79 10. Theater. Heute: Mutter und Sohn, Schauspiel in 5> Akten. Morgen: Zun, Benefize des Frl. Bondy: Blaubart. Pflicht jedes Gemeindebiirgers; ungeachtet sorgfältigster Zusammenstellung der Wahllisten ist nun der Fall möglich, daß ein Wahlberechtigter in dieselben gar nicht ausgenommen oder in einen unrichtigen Wahlkörper versetzt wurde. Die Wahlliste liegt beim Magistrate zur Einsichtnahme für jedermann auf. Jeder, der da zweifelt, ob er in dieselbe seinem Wahlrechte entsprechend ausgenommen wurde, versäume es demnach nicht, die Liste cinzuseheu, eventuell sein Wahlrecht und die Einreihung in den betreffenden Wahlkörper rechtzeitig zu reclamiren. Da es jedoch möglich ist, daß der eine oder der andere Wahlberechtigte nicht Zeit und Muße findet, die nöthigenSchritte zu machen, so erklärt sich das gefertigte Zentral-Wahlkomitee bereit, für jene Gesinnungsgenossen, welche von ihrer Ausnahme und richtigen Einreihung in die Wählerliste sich die Ueberzeugung zu verschaffen, eventuell ihr Wahlrecht zu reklamiren wünschen, das Nothige zu veranlassen. Jene Wahlberechtigten, welche von dieser Vermittlung Gebrauch zu machen gesonnen sind, werden demnach eingeladen, ihre Äramen (Stand und Beschäftigung) brieflich an das gefertigte Wahlkomitee zu Händen der Administration des „Tagblatt" (Bamberg'fche Buchhandlung) bis längstens 18. l. M. abzugebcn, wornach dieses Komitee durch Einsicht der Wahllisten die richtige Eintheilnng der Betreffenden in die Wahlkörper prüfen und die nöthigen Reklamationen im Namen derselben veranlassen wird. Laibach, 13. Februar 1870. Das Zeutralwahlkomitee für die Gemeiude-raths-Wahleu. Witterung. Laibach, 11. Februar. Seil vorgestern die Wolkendecke geschlossen. Heute schwache Anschauung. Warme; Morgens l> Uhr — 1.8"; Nach mittags 2 Ul,r -s- 2.0" (1869 5.7", 1868 -s- 6.0") B a rometer 32Ü.02"'. Das vorgestrige LageSmitiel der Wärme — 4.0", »ui 2.7", das gestrige — 1,3", um 1.0" unter dcul Normale. Der vorgestrige Niederschlag 1.40'". Allgekomuieue Fremde. Äm 13. Februar. Sindl Heinrich, Wien. Br. loch, .«lagensurt. - Br. Apsaltrer, Grilnhvf. Lanlhieri, Wippach. - . . , S > Mitzky, Handels»!., jianischa. — Graf v. Or-j heilt brieflich der Lpezialarzt für Epilepsie sah, Marburg. — tÄraf v. Mebelverg, 'Marburg. Neumauu David, Äfui., Ziosok. — Rndo iism., Briest.! strafte 6. — Bereits über Hundert geheilt. "WC — Schmid Clerminc, Prag. — Lio Caroline, Monfalcone.! ^ Lailmcher A Turnverein. Die zu Ehren deS Herrn v. unseres bisherigen verdienstvollen Vorstand» Mitgliedes, abznhaltende 'Abschie-Skneipe findet nicht, wie anfänglich bestimmt, am Dienstag, sondern am Donuerstan den 17. Februar, Abends halb 9 Uhr. im Klubzimmer der Kasinorestauratio» statt. Die Herren Vereinsmitglieder werden zu recht vollzäb ligem Erscheinen eingeladen vom Turnrathe. ?oiriMour - I'Lcksr in allen Farben o eben an gekommen bei ^ . «L. „zur Brieftaube" Nr. 240. (55) Cnob- tziras kine Wolmung, bestehend ans 3 Zimmern, Küche, Keller, Holzlege und Dach kammer, dann mit einer netten Ausficht, ist für kommenden 1 Georgi zu vermiethen. <54) ^ Näheres aus (Gefälligkeit im Zeitungskomptoir. Unübertreffliche russische krost-romLäv von (56—1) 1 rol ln I»08kt»u. Depot bei H. 1. iLnasokowiir, , „zur Brieftaube" in Laibach. S: Epileptische Krämpfe S ÄE7 (Fallsucht) (16-31) Geld Ware _____ An die Wahlberechtigten Laibach's! Im März l. I. werden die Ergäuznngswahleu in den Gemeiuderaih stallfinden. Die Wahllisten find bereits aufgelegt und Rellamalioiieu dagegen bis 20ien > d. M. zulässig. Soll das Prinzip verfassungsmäßiger Autonomie der Gemeinden gedeihen, soll cs wirklich jenen Nutzen bringen, de» es zu bringen beslimml nud geeignet ist, so muß der einzelne Bürger an dein össenl-lichen Leben mit demselben Eijer cheilue'hiue», den er der Vertretung seiner eigenen Jnieressen widinel. In erster! Linie geschieht dies durch die Ausübung des Wahl, rechtes, des wichl gsleu potuijcheu Rech.es,' auf Gruud dessen die Gemeindegenossen Männern ihres Be iran-enö die Berireinng ihre» Reäue und Wünsche i,Furagen. — Währung seines Wahlrechts t,i also die Verstorbene. > Den l l. Februar. Frau Maria Hein, bürgl. Sattler ^ sxerc. öftere. Wäbr. . mei,lerSgattin, alt 77 Satire, in der jtratauvorjladc Nr.30> ^ ^ ^ , au der xungenlähmung. — Dem Franz Jaucar, Laglbhuer,! iiose'v°n'i°8S4".^! «<1^5! «Ä sein Kind Jvhann, all 1 Jahr nnd 11 Monate, in der Stavl Lose von i8«o, q-une S7.—j S7.«5 Vir. 1.-6 au der Gchirnlnverlulose. — Agnes Tomasic, Ar ! kose von i8«o, Künst.iros.—zu,s so beiterin, alt 6u Jahre, in der Polanavvrstadt vir. 31 an> ^Eiensch. o. . Asttnna. — Maria Jllova, Anfseherswitwe, alt 50 Jahre, in! »rauSslitr.-or-:. der PvlanavorftaVt vir. 77 am Zehrfieber. — «arl^ «lii,; Laglohner, alt 49 Jahre, ini Zivilspital au der Lunge» lähmung. Den 12. Februar. Dem Herrn Franz Harrer, k. t. Telegraseuamts-Oiiiztal, sein Rind Maria, all 1 Jahr uud 5 Vlivnale, >u der «Lladt Nr. 207 »ud Herr Valentin G.lli, ^iinmermeister nnd Hausbesitzer, alt "63 Jahre, in der Pvlauavvlftairt Vir. :»4, beide an der Lungeulahuinng. Dem Jvses Veibic, Heizer, und l>> ^ivuaie, in der brandigen Halsbräune ^uiiaiui, all 2 Jahre, in der ^ralauvorstadt Vir. 24 au der ls»el,irutuhu,„,,g. — Äiiwii Tobias, LiliUerluccht, all 50 Jahre, im ^lvnspilal au Letauus. Len l.x Februar. Maihias Jelleue, Strästiug, alt 54 Iabre, un ^nqu>>llioushauie Nr am Blniiiurze. — Dein >^crui ^^l)ann Mehl, Bautbeamier, sein »ilnd Elisabeth, a,l Lie>uaie und ^4 Tage, >u der i8raviicl>avor>lavt Uir. au r>'.al>eu. — Her, Lvilheli» ^iaicei, k. k. Per meijn. gs...bju„k>, all 40 ^ayre, »n Zwilspilal an der Lnn- Wiener Börse vom 12. Februar. Kärnten. Kram u. Küstenland 5> Ungarn. . zu5> Icroat. u. Slav.5 Siebendürg. „ 5 Lra!ionalban? . Lreditanftalt . ö. Lscouiplc-Gc »2.50 86. 79.3ö 83.L0 75.50 <53. ?>39.- Kais. Ferd. Nordb. . sun Südbahn-Gesellsch. . W Elisabetb-Bahn. i84, 2arl-Llltwig-Badn LS8.5V Siebend. Elsenbahn .166.^5 !kais. Franz-2osefSb.. 185.50 jZünft.-Barcser E.-B. ikw.— «lföld-Fium. Bahn . ^ 71.85 l?5a.vüvrlOks. Nation. ö.W. verloSb. 3.L0 83.50 94.— 79 6-84.-76.- 725. r-ü4.8ü s'42.— 328. 310.— 1' 3. L5<).-> 2142 2,680 185.25 239.— 167 — 186 -180.50 171.75 ^coeuttasei uvei ^>ic un» Iü. Acbruar 1870 NjiitUwllM. 3 Fenb., Sailer sche Real, / Senvieijül. i!. oeiib., Pvzan'iaie ^envi,t^a>. ........ „ . S3.IV ang.Bod.-CredUanft.so.5N .... Mg.öft.Lod.-Credit. iv7.ssjltt7.is dto. in SS I. rückz. ^ tzg.ävj zu. SS. 20 St.— «Seid W-i! Oest. Hypolh. -Bank88.— s».— kr1oi^tLts-0dUb. Südb.-GeI.,»SV0jsr. 1L0.5V rsi.— d:°. Bon« » pEl. i47.iL «48— Nordb. iioo fl. CM.) »s.— ss so Sieb.-B..z S».7L Rudolssb.tsvvfl.ö.W.) ea sz — Franz-Jos. ^ SS.SV »».'rv I-oss. Sredil 100 ft. ö. W. .!ies.rs 1SL.50 Lon.-Dampskch.-Ges.! i ^ M IVO fl. CM. . .l8S.- t00.-Lkjeker Ivo ft. CM. . dto. 50 ft. ö.W. . Ofener . 40 ft. ö.W. Salm . „ -io „ Palssy . „ 10 „ C'aru . „ 40 „ St.GenoiS^ 40 „ Mndischgrätz 2ü „ Waldstein . so , Leglevich . io -RudolsSstist. loö.W. Vvok»sl lS Mon.) AugSb. lvoft.Iüdd.W. IM S» Franks. 100 ft. , „ i,,zzv ondon io PI. Sierl. »2.1 8» Pari» 100 Francs . 49.15 IlliiHLS». Kail.Münz-Ducaten.! LSI > S.87 .! 1 8ü jrrv.sb IS«.- «r.— ss.— 4».— 2tt.50 SV.— so..-» sr.- I7.5V i5.ro so Krancsftllck . BereinSthaler Silber . . lü« -SS.— S4.-tl.— Sl.— 31.— Sl^— ss.rc> is so re.- ins.ro ins so iss ss 4S.1S 5.8^ S87- I.8S> 1SI.5-) slartfindenden Sperz. Telegrafischer Wechselkurs vom 14 Februar. Reute österr. Papier 60 60. — 5perz. Rente Berleq°i unk 'in vera^lwviilich : t t 0 m a > L a u, b e r g Aeal., -bukuie, 48^4 ft., tzankaktieu 72?,. — Kreditaktien 260.09. London IL K. k. Dukaten ü.84'/,. Silber '21 50. 124 20. L.ruck vuu Jj,«. v. «le»nmao.r L Keb. E>aw berg In Latba»