Ni. IK;. Pranumeiatic>n«pr«lei dm Lomptoir <>an,j. ft. 11, yald>. ft. 5 5<>. Für die Zustellun» in« Ha»« I',,lt>l, 5><> ll. Mit dn Pofi ssanzj, fi. l5>, hnldj, 7 5l». Mittwoch, 31. Mai. Ins«rtion«geblll: Für lleine Inserate bi» zu 4 Zeilen »5 lr., größere per Zeile »»^^,^________________________^^.^__________ Nichtamtlicher Theil. Die Bedeutung der Thro u rede. . In feierlicher Weise hat Sc. Majestät der Kaiser ocn österreichischen Reichsrath verabschiedet. 6s ist ein ^l aller Sachlichkeit m Inhalt nnd Form warmer ^Heidegrnß. welcher dcn Vertretern der österreichischen "ulter von der Krone dargebracht wllrde. Welches M) immer das Urtheil über Gang nnd Richtung ^ uffentlicheu Lebens in Oesterreich sein mag, die ^ Thatsache, daß es eine nachhaltige Befestigung der Mitntiunellen Begriffe, eine stelige Kräftigung der ,^ussi,ngsmäßigen Grundlage der Monarchie answeist, ?^ ttnbestiilten bleiben müssen. Gerade dieser Anfang gttl, die Thronrede geluichtigen Ausdruck. In ^^eluullug der Verdienste, welche sich das scheidende Mumeut nltt die Erueucrling der staatsrechtlichen kziehmigen in den Ländern der Stefanstrone er-^^bcu, liegt ihr innerer Schwerpunkt. Nicht dem Mgramm der Verfassungsänderungen, dem Programm "er Vertiefung und I.beudigcn Uebung der Vcrfafstlng M das kaiserliche Wort. Das dualistische Gruud-mnzip der staatlichen Ordnung der Monarchic und ble äußeren Foruicu dieser Ordnuug siud zu kräftig !,n das Nechtsbewußtseill der Völker Oestcrreich-Uugarus übergegangen, als daß die wechselnde Tagcsmeiunng ^er der Ünmuth einer augcublicklicheu Siluatiou darau iu NM^^ vermöchte. Mau wird sich darau gcwöhueu Mseu, sie als daucrude Kategorien uuscres staatlichen Daseins zu beWichten. Die specifische österreichische ^rcinslnst, Statutcu zu entwerfen, um sie alsbald wieder ciuer Revision zu nuterzieheu, wird sich wenig- stens vor der großen Frage unseres Verfassuugslcbens feru haltcu müssen. Die Thronrede hat aber auch anknüpfend an die inueren Verhältnisse uud im concreten Zusaminenhange mit denselben die äußere Politik Oesterreich»Ungarus in den Kreis ihrer Erörterungen gezogen. Daß die Stellnng der Monarchie nach äußeu so gefestet und geachtet erscheint, als sie in, Innern gesichert uud befestigt wordcu ist, muß als der Gruudg'cdauke der Rede be> trachtet werdeu. Sie erklärt iu nicht zu mißverstehcudcu Worten, daß die auswärtige Politik deu Interessen dcr Ehre uud dcr Machtstellung Oesterreichs entsprochen habe. Sie bezeichnet in klarer Weise die noch zn erfüllenden Aufgaben diefer Politik. Durch die Betonung des crustcu Willrus, die Beschlüsse des Congresses in ihrem ganzen Umfange zur Wahrheit werdcu zu lasfen, schafft sie neue moralische Garantien für die Verwirklichung der Absichten Europa's. Eiue Kuudgebung im Sinne der nen geschaffenen europäischen Vert'ragsrrchte, ist sie zugleich eine Kundgebung des Friedens und wahrhaft versöhnlichen Geistes. Iudcm die Thronrede die guten uud frcuudschaftlichru Beziehungen zu alleu Mächteu betont, weist sie der Monarchie' ihren Rang im Vordergründe der enropäischeu Friedeusmächtc an. Nicht leicht tonnte diese Kundgebung überdies zn geeigneterer Zeit erfolgen. Iu das ziemlich wüste Geschrei, welches aus Aulaß des Couvcutiousabfchluffes mil dcr Türkei cbcu jetzt erhobeu wurde, fällt sie alö ein beherrschender nnd die öffentliche Meinuug auf die richtigen Bahnen leitender Klang. Denn nicht die Interessen der Monarchie allein sollte die Convention preisgegeben haben, sondern vor allein ihre staatliche Würde, ihr staatliches Auschcn. Und welche Partei staud auf der Nachwacht der Wahrung dieser lostbarcu Güter des Staates! Die Partei, welche dcn Ucbcrsall vou Maglaj auf die Höhe der Katastrophe an der Beresina hinanfycschranbt, welche behauptet hatte, daß ein uie zu bändigender Volksaufstaud iu Bosnien und dcr Herzegowina als bleibendes Gebreche» deu Körper dcr Mouarchic vcrzchreu werde, welche die Zahl dcr Verwundeten uud Todten vou Hunderten anf ebenso viel Tausende übertrieb, deu Mufti von Taschlidscha mit den Ehren eines Volkshcros und die albanesifche Liga mit den militärischen uud nationalen Kräften eiucr Großmacht ausstattete. Die Partei, welche heute uoch darau festhält, daß sich die Occupation des San« dschaks von Novibazar nur durch einen großen, Millionen verschlingenden Feldzug werde erzwingen lassen. War nicht iu ihren Vorstelluugeu dcr Bcrliucr Ver- trag seit lange hinfällig, gestorben, bevor er gelebt hatte, war nicht die Verewigung Ostrumeliens mit Bulgarien eine vollbrachte Thatsache, die Räumung beider Provinzen seitens der russischen Truppen eine plumpe gouvcruemcntale Lüge, die Wahl Korsatoffs oder Ignatieffs anstatt des Prinzen von Battenberg ein durch nichts rückgäugig zu machendes russisches Manöver? Hatte nicht Europa, hatte nicht vor allem Oesterreich-Ungarn in jedem Zwischenfalle die Flagge des europäischen Vertragsrechtcs vor dem Andrängen Rußlauds gestrichen? Und war man wol mit allen diesen Unwahrheiten, Entdeckungen, pessimistischen Er-fiuduugcu, bewußlcu und uubcwuhteu Verdächtigungen für das Machtauseheu dcr Mouarchie, für den patrio-tischeu Gedanken eiugetrcteu? Diese Aufgabe wird wol andercu Händen überlassen bleiben müfseu. Nicht als ob wir gcgeu die augenblickliche Richtung der Oppositiou das Geringste einzuwenden hätten. Im Gegcuthcile, eine glänzendere Geuugthuuug für deu Grafeu Andrasfy war gar nicht denkbar, als wenn die Opposition, die ihm die auuexiouistische Tendenz so oft und mit fo viel Leidenschaft zum Vorwürfe gemacht hatte, jetzt plötzlich die Anklage erhebt, er habe es an Eifer uud Nachdruck iu dieser Richtung fehlen lassen. Deuu weuu auch nicht den augcublictlichen Aufgaben der politischen Situation, so doch vielleicht den letzten Conseqnenzen dcr Action Oesterreich-Uugarns wird die plötzliche Frontvcrändcrung zugute kommen. Wie iil England trotz dcr, der englischen Regierung weit geringere Vortheile darbietenden Convention mit Eyperu niemand an dem blcibcudeu Erwerbe dieser Iiisel für England zweifelt, fu ist man sich auch in dcr Türkei wohlbewlchl, daß dic Convention mit Oesterreich dcu Verzicht auf deu Wicdcicrwcrb Bosniens nud der Herzegowina cndgiltig besiegelt hat. Wenn heute die Anuexiou so wenig auf dcr Tagesordnung steht als zur Zeit dcr Delegationsertlärnngen des Grafeil Andrafsy, so sind Gründe politischer' Oppor« tnnilät dlc entscheidenden dafür. Aber steht die Au« nexion nicht auf der Tagesorduuug, so bleibt umso-mehr alles das auf letztere gesetzt, was Graf Au-drassy über dcn Eudtcrmiu dcr Occupation gesagt hat. Daß es nuu ein Oio« iiicorw« l^uuiiäu ist, au welchem Oesterreich » Ungarn die Bedingung für die Rückgabe der occupierteu Pvovinzen verwirklicht sehen könnte, bedarf lanin der Eiläuteruug. Dräugt die öffentliche Meinung zu beschleunigteren uud dcfi-iilliuereu Entfcheidllngen, zn solchen könnte Rath werden. Prinzipielle Schwierigkeiten wird sie dabei Jemlleton. Ältla «dtr auf dunklen Utgt». Nomcm von Ed. Wngner. (Forlschunn.) ^ , "Kann ich an diesem Mädchen zweifeln?" fragte ^,") Wolga fich selbst, als sie allein war. „Unmöglich! ^ ist i'^,i ,^d ilnfchllldig luie ein Engel. Irgend sie ^kommener Mensch hat sich ihr ausg'edräugt, lind ^j 1'lnhtct sich, es mir zn gestehen. Wenn ich sie ^r,ehe, will ich sie dräugeu, mir die Wahrheit zu !F"-, Ich will so sauft uud fo zärtlich fein, daß sic ^l „,i st^^. isi^ niir ihr Gchcinlüis länger vor "thalw,. Ich u'ill und muß es wissen." sh,,. jährend Lady Wolga mit solchen Gedanken bc-,^lugt iz^ j^.^.^ ^iminer nnrnhig hin- uud herging, ^,^,"id Kurd Kingsconrt sich dcii Kopf zerbrach,' eiue ^ "^'ung dcs Ereignisses an diesem Abend zn finden, sich i, ,^l(Di sich'ihrem Schmerz hingab, — spielte tz, '. cluem Zimmer dcs Schlosses Mout Hcron eine ^/^,ab, wclchc geciguct gcwcseu wäre, ctwas mehr >dcrs/" ^"^ Dunkel dcs Dramas vou Monthcron zu ^lllli?,^ ^üu^iiis vou Montheron war nach seiner ^o . ,^ ^un Elysfebonrne in die Bibliothek gegangen, ^iick^^""!le, bis alle Bewohner des Hauses sich ll'tt a^Men hatten. Danu suchte auch er sein Zim- ^istcv^ ^"^ rr eiu und langsam schritt er nach dem 'l"slrrc ^ ^'^le hluaus; aber er sah nichts als die ^ i„. ^- Schaudcrnd trat er zurück, ging einige ?^n ^,,")^'ucr ans nnd ab und warf sich dann m ^tcl^ ^luhl am Kamin. Seine finsteren Mienen "' daß ihn tciue angenehmen Gedanken be- schäftigten, iu die er bald so tief versunken war, daß er nicht hörte, daß langsam die Thür geöffnet wnrde, Pierre Renard hereinfchlich und mit tatzenartiger Geräuschlosigkeit sich seinem Herru uäherte, hiutcr welchem er stehcu blieb, mit fcllsamem Lächclu sich über ihn beugte und dann seine Hand schwer auf dcffcu Schultcr fallen ließ. Lord Montheron sprang auf, furchtbar erschreckt, daß er au alleu Gliedern zitterte, nnd bleichen Antlitzes starrte er den Diener mit entsetzten Angen au, als habe ihn dcr Tod gcpackt uud wolle ihu mit fich führcu in fein dunkles Reich. Pierre lachte höhnifch, eiue widerliche Grimasse schneidend. „Wie kannst du es wagen?" rief der Marquis drohend. „Wie kannst du es wage», mich anzmühreu, Pierre?" Dcr Diener lachte wieder, mit noch deutlicher hervortretendem Hohn?" „Machen Sie doch kein so entrüstetes Gesicht," erwiderte er. „Es war ciu weuig Vertraulichkeit, nichts weiter. Sie würdeu besser thuu, sich zu setzen und es ruhig hinznuchmeu." Der Marqnis warf fich auf feinen Stuhl zurück; feine Kniee fchlutterten fo heftig, daß er sich kaum halteu louute. Er stellte eiu klägliches Bild dar. „Sie siud so nervös wie eiuc Frau," spottete Pierre. „Es wundert mich, daß Sie nicht in Ohnmacht sallcu. Bah! Ich lobe mir eiueu Mann mit ge-suudeu Nerveu, Siuucn und Kräften; folchc sanfte, hinschmachleude Menschen gcfallcn mir nicht." In den Angen des Marquis zeigte sich eine ganz ungewöhnliche Heftigkeit uud Wuth. „Du erbärmlicher Wicht!" fchrie cr wülhcud. „Nur nicht so laut, meiu Freund," meinte gelassen der Diener. Der Marqnis biß sich auf die Lippen und fuhr mit nicht geringerem Aerger, aber doch gelassener als znvor fort: „Wenn du mir noch eiumal mit einer solchen Unverschämtheit lommst, werde ich dich entlassen, __ ich habe nnn genug davon! Tag um Tag, Monat um Moual, Jahr um Jahr! Es ist ein Wuuder, daß ich es so lauge ertrage» habe!" Dcr Diener lachte wieder. Er schien Gefallen an dem Zorn seine» Herrn zu fiudcu. „Bin ich vor dcu Leutcu nicht uutcrthänig genug?" fragte cr. „Wcuu es jemand sieht, vergesse ich nicht, daß Sie mein Herr sind, der stolze Mylord, dem ich diene, und daß ich nur ein Wurm unter Ihren Fühen bin. Ist es nicht so?" Der Marquis stieß ciuc Vcrwüuschuug aus. „Was sollen aber die Ceremonien, wenu wir allem sind?" fuhr dcr Dieucr höhnisch fort. „Wir find beide Menfchcn. — der Eine nicht schlechter und besser als der Andere, — ha! ha! ha! Wir sind wie zwei Brüder! Ich bin Communist in meinen Prinzipien: dcr nicdrlggcburenc Mensch ist nach meiner Meiuuug ebenso gut wie der hochgeborcue. Was Ihre Entrüstuug betrifft, fo können Sie diefclbe nnterlussen, denn öffentlich werde ich nie vergessen, daß Sie der Herr sind und daß ich der Diener bin." Der Marqnis schwieg. Um ciueu weiteren Strom seines Zornes zurückzuhalteu. biß cr aus die Unterlippe, daß sie blutete. All' die Milde und Freundlichkeit war aus seinem Gesicht verschwunden und hatte einem dämonischen Ausdruck Platz gemacht. Der Timer giug nachlässig im Zimmer umher, seine ihm zukommende Arbeit verrichtend. Dauu und wauu warf er ciuen Blick auf seincu Herrn und lächelte boshaft. Er Pile des Marquis Schuhe, zog ihm die Stiefel aus und die Schuhe an. Dann brachte 384 vonseite der Regierung schwerlich begegnen. Wie aber dies active Programm zu erreichen ist mit der gleichzeitig aufgestellten neutralen Passivität und der möglichsten Heeresreduction, dafür muß der Schlüssel erst gefunden werden. Die Richtungen und die Ergebnisse der auswärtigen Politik haben ihre formelle Anerkennung seitens der Krone gefunden. Wir wissen — so schließt die Wiener „Montags-Revue", der wir die vorstehende Betrachtung entnehmen, — daß letztere über den Streit der Tagesmeinungen erhaben dasteht, und daß cs nicht blos parlamentarisch unstatthaft ist. sie in die politische Discussion zu ziehen. Aber Millionen österreichischer Unterthanen wird es zu freudigster Genugthuung gereichen, sich in dem Bewußtsein, daß kein Interesse der Monarchie preisgegeben werde, daß die Ehre und das Machtanschen des österreichischen Namens so hell nach außen leuchte, als je zuvor, Eins zu wissen mit dem Herrscher dieser Lande. Das ist die große moralische als zugleich dynastische und volksthümliche Bedeutung dieser Thronrede. Vorgänge in Frankreich. Der Staatsprozeß gegen den Erzbisch of von A ix beschäftigt in Frankreich noch immer lebhaft die öffentliche Meinung. Die Sitznng des Staatsraths, in welcher über die Angelegenheit verhandelt wurde, dauerte nicht weniger als vier Stnnden. Der Vorsitzende, Herr Gronalle, und Herr Laferriüre, als Vertreter des Justizministeriums, plaidierten für den Regierungsantrag, wogegen derselbe von den Staatsräthen v. Bellomayre und v. Segur bekämpft wurde. Nachdem noch mehrere andere Mitglieder an der Debatte theilgenommen hatten, erklärte der Staatsrath nlit 18 gegen 5 Stimmen, daß der Erzbischof von Air. sich eines Mißbrauches schuldig gemacht habe. Ursprünglich hatte die Section des Staatsraths, welcher der Fall zur Prüfung und Berichterstattung unterbreitet worden war, dem Erzbischof von Aix nur zur Last gelegt, daß er in .seinem Hirtenbriefe Maßnahmen der Regierung discntiert hätte; auf neue Vorstellungen der Regierung indeß erklärt die Entscheidung des Staatsraths, der Erzbischof von Aix hätte sich des Vergehens schuldig gemacht, Acte der öffentlichen Autorität zu kritisieren. Dieses Urtheil legt es in die Hand der Regierung, den Erzbischof Forcade auf Grund des Artikels 204 des Strafgefetzbuches strafrechtlich zu verfolgen. Dieser Artikel lautet: „Jedes Schriftstück, welches geistliche Instructionen, gleichviel in welcher Form, enthält und in dem ein Cnltusdicner sich unterfangen hat, die Regierung oder irgend einen Act der öffentlichen Behörde zu kriti-sieren oder zu rügen, zieht gegen den Cultusdiener, der das Schriftstück veröffentlicht hat, die Strafe der Verbannung nach sich." Der Prozeß müßte vor den Geschwornen geführt werden; die Regierung beabsichtigt indessen nicht, die Sache so weit kommen zu lassen. Wenn sie darauf drang, das Wort kritisieren an Stelle des Wortes discutieren gesetzt zu sehen, so geschah es, weil sie der Geistlichkeit eine besonnene und achtungsvolle Erörterung (Discussion) ihrer Acte keineswegs untersagen will. Es wird nun ein von dem Präsidenten der Re- er einen Schlafrock. Der Marquis stand auf, ließ sich den Leibrock ausziehen und mit dem Schlafrock betleiden. Endlich war Renard mit seiner Arbeit fertig, lehnte sich an den Kamin und blickte den Marquis mit ernster Miene an. „Wenn Ihre Wuth sich gelegt hat," sagte er trocken, „habe ich Ihnen etwas zu sagen." Der Marquis anwortete nicht, auch sah er nicht zu dein Diener auf; er stellte sich, als habe er dessen Worte gar nicht gehört. Es trat eine längere Pause ein, welche der Marquis endlich unterbrach, indem er fragte: „Was hatte die Affaire zu Clyffebourne heute Abcnd zu bedeuten?" „Welche Affaire?" „Miß Strange's Unfall in den Klippen. Die Geschichte, welche du erzähltest war erfunden. Ich kenne dich zu gut, als daß du mich täuschen könntest. Das junge Mädchen bestätigte deine Aussage uicht. Weshalb ist sie so lange draußen geblieben?" „Die Geschichte, welche ich erzählte, war allerdings erfnnden. — eine Nothlüge, und ich schmeichle mir zu glauben, eine sehr gelungene. Die Wahrheit ist, die junge Dame war auf dem Rasenplatze in Begleitung eines Mannes, und ich wollte sie vor lästigen Nachforschungen schützen." Der Marquis erhob seinen Kopf und runzelte die Stirn. „Ist das wieder eine Lüge?" ftagte er. „Es ist die Wahrheit. Hätte Lady Wolga Clyffe oder Mrs. Ingestre diese Wahrheit erfahren, würde Miß Strange gezwungen gewesen sein, sich in dieser Nacht ein anderes Obdach zu suchen." (Fortsetzung fslgt.) publik unterzeichnetes und von dem Cultusminister gegengezeichnetes Decret erscheinen, welches den Erzbischof von Aix des Mißbrauchs seiner Amtsgewalt für fchuldig erklärt. Der incriminierte Hirtenbrief wird, soweit dies jetzt noch möglich ist, mit Beschlag belegt und das Regierungsdecret in allen Pfarren der Diöcese Nix öffentlich angeschlagen werden. Der „Moniteur" erklärt sich in den Stand gesetzt, zu versichern, daß der Conseilspräsident Wad-dington eingewilligt habe, den Vorsitz im Ministerium niederzulegen, ohne zugleich auf das Portefeuille des Aeußern zu verzichten. Der „Moniteur" fügt hinzu, Lepöre werde das Ministerium des Innern verlassen, der bisherige Iustizminister Le Royer dagegen das erwähnte Ministerium mit der Präsidentschaft übernehmen. Der Generalprocurator Dauphin soll das Portefeuille des Justizministeriums erhalten. Wie der „Temps" gerüchtweise meldet, ist die französische Regierung schon jetzt entschlossen, die Direction der öffentlichen Sicherheit, welche vor einigen Jahren von der Polizeipräfectur losgetrennt und dem Ministerium des Innern zugetheilt worden war, der Polizeipräfectur wiederzugeben. Ferner soll die Direction der Presse nn Ministerium des Innern in ein einfaches Bnrean verwandelt werden und Herr Ana^ tolc dc la Forge mithin fein Amt niederlegen. Zur Orientfrage. Am 15. d. M. hat in Livadia Prinz von Bat-tenberg die Acte zu seiner Thronerhebnng von der bulgarischen Deputation übernommen und am selben Tage dem Zaren als Befreier des bulgarischen Volkes den Dank ausgesprochen. Wie bekannt, wird nun Fürst Alexander I. seine Rundreise an die enropäischen Höfe antreten. Die Räumung von Bulgarien wird mittlerweile fortgesetzt, und wie ans Bukarest gemeldet wird, hat man in Nustschuk im Sinne des Artikels 5)2 des Berliner Vertrages mit der Schleifung der dortigen Festungswerke bereits begonnen. Da die vollständige Schleifung der Donaufestungen ungeheure Summen verschlingen würde, für die Bulgarien kamn aufkommen könnte, so dürfte die Herbeiführung der militärischen Unbrauchbarkeit der befestigten Pnnkte vorläufig genügen. Der lokalen Entwicklung der Donan« städte wird dann die weitere und vollständige Schleifung der Festungswerke vorbehalten bleiben. Auch in Ostrumelien gestalten sich die Dinge einer friedlichen Entwicklung immer günstiger. Wie an den Grenzen Bulgariens, so wird auch an jenen Nu» meliens die Grenzregulierungs-Kommission ihre Arbeiten beginnen. Auch werden Vonseite der russischen Behörden Vorbereitungen getroffen, um die Stellung Aleko Paschas zu erleichtern. Wie der „Pol. Korr." gemeldet wird. haben die zwischen der Pforte, der russischen Votschaft und dem General Stolypin gepflogenen Verhandlungen wegen der Uebertragung der Verwaltung von Ostrumelien an den Generalgouvernenr Aleko Pascha zu einem befriedigenden Ergebnisse geführt. Es wurden in dieser Beziehung die rnssischcn Vorschläge acceptiert, wonach der Generalsekretär des neuen Generalgouverneurs sich zuerst nach Philipftopel begeben und anfänglich mit Unterstützung des russischen Gouverneurs und der russischen Beamten die Verwaltung übernehmen nnd nach und nach die letzteren durch eingeburne Beamte ersetzen wird. Erst nach Äe-werkstelligung dieses Ueberganges soll Aleko Pascha von seinem Posten Besitz ergreifen. Nach Berichten, welche der Pforte ill den letzten Tagen ans Ostrumclien und Bulgarien zukommen, soll sich die Lage der dortigen muhamedanischen Bevölkerung in diesen beiden Provinzen ziemlich bedaue» lich gestalteu. Die Tendenz der Aulgaren tritt uuver< kennbar hervor, die Muhamedancr theils durch Bedrückungen, theils durch Drohungen zur Auswanderung zu zwiugen. Der russische „Regierungsbote" vom 15. d. enthält die Pr oclamation en des Zaren an die Bulgareu des Fürstenthums wie Ostrumelicns; beide beginnen mit einer Berufung auf die Ausführung des Berliner Vertrages. In der ersten vom 23. v. M. dankt der Zar zuerst dem bulgarischen Volke für die dem russischen Heere gebotene Unterstützung und die geduldig ertragenen Opfer. Hierauf drückt der Kaifer seine Vefriedignng über die Beweise der Anhänglichkeit und Erkenntlichkeit des bulgarischen Volkes aus, welche dasselbe für das selbstlose Vefreiungswerk dem Zaren dargebracht hat. Der Kaiser erinnert hierauf an fein Versprechen vor Ansbnich des Krieges, dem bulgarischen Volke ein menschenwürdiges Dasein zu verschaffen. Der Berliner Vertrag habe das Fürsten-thum Bulgarien geschaffen — den Bulgaren die wei-tere Entwicklung ihrer Nationalität überlassend. Die Bulgaren werden nun aufgefordert, das begonnene Werk ihrer Auferstehung durch kluges und politisch reifes Handeln glücklich 'fortzusetzen. Einen etwas ernsteren Ton schlägt die kaiserliche Proclamation vom 22. v. M. an die Bnlgaren Ost« rumeliens an. Der Zar erwartet mit Bestimmtheit von den Bulgaren, daß sie nicht Anlaß zu Klagen geben werden, als ob sie die Ruhe und den Frieden l wie die Zukunft des benachbarten Fürstenthums gefährden wollten. Hierauf wird auf die den ^, rumeliern gewordene, bisher unbekannte ansgedeyme Autonomie hingewiesen und die Mißbilligung allen unzufriedenen und revolutionären Elementen am' gesprochen, welche auf ungesetzlichem oder gewaltsamem Wege nur neues Mißgeschick über das Land brmge" könnten. , Die infolge dessen von General Ob rutsche, an die Bulgareu Ostrmneliens gerichtete ProclanuUw' sucht dieselben durch das Versprechen des Sultans i" trösten, daß die türkischen Truppen vorläufig den -U"» tan nicht besetzen werden. Sollten die MuhmnedaM an Greuel- nnd Gewaltthaten denken, so erlnnert oe Generaladjutant des Zaren an die Waffen, die l" '» Händen haben. Im übrigen mögen sie qemäft vc Berliner Vertrages handeln; denn weder Rußland nM Europa werden einen Tropfen Blutes mehr fur o Bulgaren vergießen. Die Bulgaren mögen also ruW bleiben und ihren Arbeiten nachgehen. Hagesneuigkeiten. — (Freiherr v. Scholl f.) Der Landes vertheidigungs-Minister der Aera Hohenwart ist ^ 15, Mai d. I. in Görz im 65. Lebensjahre gestoriM Freiherr v. Scholl begann seine militärische LaufbaY^ im Geniecorps und trat als Generalmajor in das ^'^'" Ministerium ein, von wo er im Februar 1871 an Spitze des llaudesvertheidiguugs-Ministeriums berus" wurde, dem er jedoch nur einige Monate angeht ' Das Hauptfeld der Thätigkeit des Verstorbenen lag ""> fortificatorischcm und bautechuischem Gebiete, wo er " ^ Autorität galt. Viel genannt wurde der Name ^' Generals, als die Wiener-Neustadter Akademie mnaM^ werden sollte; sein Projekt wurde, nachdem große Sun>' mcn darauf verwendet worden waren, fallen gclas!^' Die Idee der sogenannten „Befestigung der Ennslin'e > welche zu Beginn des dentsch-franMschen Krieges a«^ tauchte, faild in Freiherrn v. Scholl einen eifrigen 3^ ' derer. Der General war ferner Präsident der Dlin""' Negulierungskommission und Mitglied der Komm'!!"' zur Ueberwachung militärischer Bauten. Der Verstorben besaß eine Reihe hoher Orden; er war Ritter des ^ dens der eisernen Krone zweiter Klasse, des LeoP"^ Ordens uud Commandeur des Ordens der Oh""' legion. — (Die Gesammtsumme) der für die A' gediuer Ueberschwemmten beim königlich ungaN!^ Ministerium eingeflosscncn Spenden belauft sich '^ dem letzten Ausweise auf 1 Million und 81ttM'' 10 kr. — (Kassenscheine.) Die Kreditanstalt '"d ^ niederösterreichische Escompte'Gesellschaft haben be" ^ ^ formen Beschluß gefaßt, den Zinsfuß ihrer im Ü^,^ befindlichen Kassenscheine, welche einer dreinwnatl>H Kündigung unterliegen, vom 15. August d. I. angesät von 4"/li auf 3l/,"/^ zu ermäßigen uud bis auf "> teres dreimonatlich kündbare Kasseschcine nicht ">-zugeben. ^. — (Kleine Ka belbewohue r.) Die M"^ parasitischer Geschöpfe, welche sich au einem Kabel kurzer Zeit einfindeu. schreibt das „Telegr. 3""""^ ist erstaunlich, Vor einiger Zeit wurde das Para-Oc>^>' ,^ tabel behufs Ausbesserung aufgenommen, und zwal der Mündung des Amazoueustromes. Da3 Kabel y"^ nur einen Mouat iu See gelegen, uud doch ^^.^ stellenweife schou mit lleiueu Muscheln buchstäblich "^ zogen oder mit unterseeischen Pflanze», Krabben , merkwürdigen Schalthieren, zum Theil vou großclo ,^ heit und Schönheit, bedeckt. Das See-Unkraut wa^. reicher Auswahl vertreten; hie und da hingt" Büschel rother nnd gelber Algen au dem Kabel, schlankes, durchsichtiges Federgras, rother, M"" "„d Tang und Büschel amethystfarbiger Moose. Ma" >,^ daran Korallenvflanzen vou einem Fuß Hiihe, das > ^. Gerüst mit einer fleischigeu Haut, gewöhnlich lion d» ^ Oraugefarbe, umgeben. Manchmal fand sich "^^,l Schwamm zwischen den Wurzeln der Korallen, """ cn, Stämme waren überlleidet von zarten ^"^^ ,lg welche ihuen sowol zum Schinucke als zur Üllterst"v dienten. Die Schmarotzer scheinen iu dem weichen, ^ men Wasser dieser Gegend ebenso hänsig zu sein, " ^^ den benachbarten Küste» der Tropenländer. M"Nll)c ,^^ der waren hie uud da tief tupasbraun gefleckt, ly ^ so spitz wie eine Nadel, war tief scharlachrott), ) .^ eckiger Kürper orangegelb, ihre Augen grün winzigen Scheeren amethystblau. 98» fokales. Aus der Handels- und Gewerbekammer sür Krain. (Schluß.) ,. !/' ^" Obmann der zweiten Section, Kammcr- ^ Würger, trägt vor den Bericht über das Ge-W der Vorstehung' der Untergemeinde Nadlest um ^ .^theilun^ der Concession zur Abhaltung zweier W- und Viehmärtte am 17. März und 16. Mm b? Jahres. Die Section halt das Ansuchen nicht Mndet und beantragt in Erwägung, daß in der "ye mehrere, Märkte abgehalten' werden, daß der HV«, den diese haben sollen, durch die neu angestrebten ""Ute nicht erreicht wird: Die Kammer wolle sich >, MrAmßerung an die t. k. Landcsregicrnng gegen augchlchtc Ma'rktconccssiuns-Orthcilung anssprechen. ^... Der Antrag wird von der Kammer stimmcin- ^"lg angenommen. VU. Der Vizepräsident C. Luckmann bemerkt ler Hcrnfung alls cine ihm vom Präsidenten mit-Meille Aensierung des Herrn Handclsministers über H?, ^ntgcgentominen des neuen Generaldirektors der m> ,?"l)u, daß Krain eine sehr alte und bedeutende ^Wenindustrie halte, bevor noch die Eisenbahn das U"d durchzog. Es zählt 1500 Mühle»,, während .°"H stiihcr sehr viele für den Export arbeiteten, Mi dies jetzt nur sehr wenige. Ja, es herrscht in U ^Ziehung jetzt fast vollständiger Stillstand, den !^> ennge nicht recht erklären können und sich mit .?l Abwarten besserer Zeiten für die Mühlcnindnstrie Mm. Den Stillstand crzeugteu: die ungleiche Ve-M'dlung uci der Verfrachtung ans der Bahn, die /M)uug der sehr bedeutenden Mühlen industne in ^"Pch, die Errichtung grußer Mühlen in Trieft, !„?^.' Fiume lc. So lange die hierländigc Mühlen-Mric nicht dieselbe Behandlnng in Tarifsachen er-!» ' ^^ fu> die eben erwähnten Städte haben, kann "/'" Beheben des Stillstandes im Exporte nicht ^""cht werden, ja, bei langer Daner des gegcnwär-„3 ^'lstandrs muß dieser' einst sehr blühende und h^tmmie Industriezweig gerade so zngrnnde gehen, ^ "cr Getreidehandcl, der vor Eröffnung der Vahn H°!> durch Jahrhunderte blühte, rninicrt wurde. Hl ^ustaud veraulaßte die Kaminer, schon damals t^lMt Abhilfe anznstreben, als nur Differential- ^t>ic Industrie drückten. Es halten sich einzelne h,Mncllc lind Abgeordnete schon bemüht, zu rr- «l'Ai, daß das Unrecht beseitigt, daß Laibach eine ^Hc Behandlung rücksichtlich der Tarife erhalte, als H^re Orte; allein bisher tonnte kein wesentlicher c Mg erzielt werden, ubwol es einmal allen Anschein Mc, als ob man in den leitenden Kreisen zur Uebcr- Mgung getomlncn wäre, daß die Bemühuugen der dinner gerechtfertigt sind. Budapest, Sissek haben ^Nl Beispiel für Getreide bedeutende Tarifermäßi- ^"gen bei Vcrfrachtnng nach Trieft. Diese Ermäßi» ^grn bewirken, daß das Getreide von den genannten ^dtcn nach Trieft nahezu ganz dieselbe Fracht zahlt ?" "ach Laibach. Auch Görz hat Ermäßigung, nur Lai- M kann dieselbe nicht erwirken. Dasselbe ist bei Ml der Fall, welches von Budapest uach Trieft per i?l ^'"w"' 1 sl. 40 kr. zahlt. An eine Eoncnrrcnz fas. "lchl zli denken, wenn man erwägt, daß man U gerade so viel an Fracht für Getreide von Buda- ^ nach ^ilmch zahlen innß. ^. Redner bemerkt, daß die Differentialtarife auch ^uteiidc Begünstigungen einzelnen Orten gewähren, gln / ^lM'c lassen sich wenigstens begründen. Ncdner h^ ^ daher nicht, daß man' sich über zu hohe Tarife ^,,^?/' fl)"dc>.ll unr, daß man Gleichstellung anstre- ^ lvur, weil es nicht gerechtfertigt ist, daß einzelne kij° ' l" füllst einzelne Firincil Begünstiguugeu habeu, ttri^' ^- dies bei Schenler ck EomP. in Sissek für Ge- g^,^n Sissck nach Trieft der Fall ist. Redner hält, daf^l "lf die Mittheilung des Herrn Präsidenten, bey«' daß man sich dicsfalls an die Generaldircction 'st !.' s ^uv. Südbahn wenden solle, weil er überzengt ^lliis ^^ ""lc Herr Generaldirektor den Gegenstand >6 " reifliche Erwägnng ziehen und das Unrecht, ü„M dem Getreidchandel sehr enge Grenzen zog s»y,^' Mühleiiiiidlistrie nahezu zum gänzlichen Still' ^ ""chtc, beseitigen werde. Er empfiehlt der ^lle? Agenden Antrag gur Annahme: Dieselbe ^>'h in der Tarifsache, betreffend Getreide uud ^e,ch.' "" die Gcncraldirection der k. k. priv. Südbahn ^Kanimer nahm diesen Antrag stimmeinhcllig aii. ^ ^1. D^. Ai^äsl'dc„t ^llll Luck manu fpricht ^ili^'^un Präsidenten Alexander Drco in warmen ^lakV,'"l die würdiac Vcrlretuug der Kammer aus '^. , ^ ^""' der silbernen Hochzeit Ihrer Ma-l»ilV ^ ""l vnbiildlichsten Dank namens der Kammer ^ti',1,,?" fälnintlichc anwesende Kämmen äthe freudig !§'l di, ?' T^ev Prä sideut erwiderte hierauf, daß ^tiak,. "kennnng, die die geehrte Kammer seiner ^ stets l ^^e, freue, nnd er versichere dieselbe, daß Zus?'!"^ sein werde, das ihm übertragene Mandat '"^enheit der Kammer auszuüben. «ns dem Gemeinderathe. Laibach. 20. Mai. Vorsitzender: Bürgermeister Laschan; Schriftführer G. Mihaliö. Anwesend 29 Gemeinderäthe. Zn Verificatorcn des heutigen Sitzungsprotokolles nominiert der Bürgermeister die Gemeinderäthe Regali und Peter ca. Der Bürgermeister ergreift das Wort, indem sich die Versammlung von den Sitzen erhebt, und theilt dein Gemeinderathe mit, daß er, entsprechend dem gefaßten Beschlusse, in Begleitung dreier Herren Ge-meinderäthe Ihren Majestäten die Adresse des Ge-meinderathes überreicht habe, und bringt die von Sr. Majestät hieranf ertheilte (unseren Lesern bereits bekannte) Antwort zur Kenntnis der Versammlung, desgleichen anch das Allerhöchste Handschreiben Sr. Ma» jestät anläßlich dieses Ereignisses. Der Bürgermeister schließt mit dreimaligem „Hoch" auf Ihre Majestäten, in welchen Ruf die Versammlung begeistert einstimmt. Der Bürgermeister verliest weiters eine Zu« schrift des Herru k. k. Laudespräsidenten Ritter von Kallina, in welcher der Bevölkerung der Landeshauptstadt sowie des ganzen Landes für die patriotische und mnsterhafte Haltung auläßlich des Festes der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten der Dank und die volle Anertennuug ausgesprochen wird. Schließlich berichtet der Bürgermeister, daß er sich gelegentlich der Anwesenheit der Huldigungsdepntatiou in Wien auch zum t. k. Reichs-Kriegsmimsterium begeben habe, um die Vcrmehruug der Laibacher Garnison dnrch ein Infanterieregiment zu erbitten. Es wurde ihm die freundliche Znsicheruug zuthcil, daß diesbezüglich auf Laibach, soferu e3 nur immer möglich sein wird, Rücksicht werde genommen werden, daß jedoch momentan line Vcrmehruug der Garnison ebcnfowenig wie m Graz, Klagcnsnrt und anderen Städten, welche gleiche Petitionen an das Reichs'KriegSministerimn gerichtet haben, nicht möglich sei. I. Bericht der Rechtssection. GR. Dr. Ritter v. Kalten egg er referiert über das Ergebnis der Gcmcinderathswahlen in den drei Wahlkörpern nnd beantragt, da leine Reclamationen eingelangt seien, sämmtliche Wahlen zu geuehmigeu. — Der Antrag wird ohne Debatte angenommen. Der Bürgermeister begrüßt nun die gewählten Gemeinderäthe und ladet sie ein, ihre Plätze einzunehmen, indem er uuter einem an sie die Bitte richtet, einträchtig und mit Eifer im Interesse der Gemeinde zu wirken. Schließlich erbittet sich der Bürgermeister di- Zustimmung des Gemeinderathes. den ausscheidenden Gemeinderäthen sür ihre Mühewaltung den Dank des Gemeinderathes aussprechen zu dürfen. (Allgemeine Zustimnmug.) II. Wahl des Vizebürgermeisters. Von 28 abgegebenen Stimmzetteln erhielten die Gemcinderäthe: Bürger 18, Dr. Zarnit 0, Dr. Aha-zhizh, Potoönik und Drro je 1 Stimme. Es erscheint sonach GR. Bürger zum Vizebürgermeister gewählt. GR. Bürger erklärt, die ehrenvolle Wahl anzunehmen, nnd versichert, allen an ihn durch das neile Ehrenamt herantretenden Anforderungen mit bester Kraft entsprechen zu wollen. Der Bürgermeister begrüßt den neu gewählte» Vizebürgermeister als eine altbewährlc Kraft, die er sehr häufig im Interesse der Eommnnc werde in An-sprnch nehmen müssen, nnd beantragt, die Versamm-lnng möge dem bisherigen hochverehrten Vizebürger-nili'ster Dr. v. Schrey für dessen mehrjährige Mühewaltung den Dank aussprcchcu. (Geschieht.) IU.Wahl der acht Sectionen desGemeinde- r a t h e s. Es wurden gewählt: 1.) Magistratssection. Obmann: der Bürgermeister; Mitglieder die Gcmeinderäthc: Doberlet,Laßnik, Petrii-i?, Dr. Pfeffercr nnd Ziegler. 2.) Perfonal- und Rechtssectiou. Obmann: GR. Dr. Ritter v. Kaltenegger. Obmaunstellvertretcr: GR. von Zhnber; Mitglieder die Gememderäthe: Dr. Ahazhizh, Franz Ritter v. Gariboldi, Dr. Pfefferer, Dr. Snppau und Dr. Suppantfchitsch. 3.) Finanzsection. Obmann: GR.Dr.Sup-pan, Obmannstellvertreter: GR. Dr. v. Schrey; Mit-glieder: Vizebürgermeister Bürger, die Gcmeinderäthe Deschmann, Drco, Anton Ritter v. Gariboldi, Leslovic, Lnckmann nnd Dr. Zarnik. 4.)Äausectivu. Obmaun: GR. Ziegler, dessen Stellvertreter: Vizebürgermeister Bürger; Mitglieder die Gemeinderathe: Potoinik, Doberlet, Dr. Kres-bachcr, Laßnik, Leslovic, Luckmaun uud Dr. vou Schrey. s>.) Armen section. Obmann: der Bürgermeister; Mitglieder die Gcmeindcmthe: Deschmann, Dreo, Gorsic, Hvrak, Laßnik, Lcskovic uud Pirker. 6.) Polizeisection. Obmann: GR. Dr. Kees-bacher, dessen Stellvertreter: GR. v. Zhuber; Mit-glieder die Gemeinderäthe: Dr. Bleiweiö, Doberlet, Anton Ritter v. Gariboldi, Franz Ritter v. Gariboldi, Leslovic, Pirker und Dr. Schaffer. 7.) Schul section. Obmann: VR. Pirker, dessen Stellvertreter: GR. Dr. Suppan; Mitglieder die Gemeinderäthc: Horak, Deschmann, Dr. Ritter v. Kaltenegger, Dr. Keesbachcr, Dr. Schaffer und v. Zhuber. 8.) Tivolicomite. Obmann: G3l. Dr. von Schrey, dessen Stellvertreter: GR. Laßnil; Mitglieder die Gemeinderäthe: Potocmk, Luckmann und Ziegler. IV. Berichte der Personalsection. 1.) GR. Dr. Ritter v. Kalt en egger beantragt die Wahl zweier Mitglieder des Stadtschulrathes. In denselben werden mit Majorität gewählt die Gemeinderäthe Dr. Keesbacher und Leskovic. 2.) GR. Dr. Ritter v. Kaltenegger beantragt die Wahl eines Mitgliedes in den k. k. Landesschul« rath. In denselben wird mit Majorität Herr Ferdinand Mahr gewählt. GR. Dr. v. Schrey beantragt, den bisherigen Fumtionüren im nunmehr aufgelösten Orts- und Stadtbezirksschulrathe für ihre aufopferungsvolle Mühe-waltuug, insbesondere den Herren Mahr und Belar, den Dank und die Anerkennung des Gemeinderathes auszusprechen. GR. Inriic erklärt sich namens seiner Gesinnungsgenossen gegen diesen Antrag, da die Tendenz des Herrn Mahr, dessen persönlichen Charakter er sonst hochachte, auf dem Gebiete des Schulwesens stets eine germanisatorifche gewesen sei. Bei der Abstimmnng wird der Antrag des OR. Dr. v. Schrey angenommen. 3.) GR. Dr. Ritter v. Kaltenegger beantragt die Definitivernennung des provisorischen unentgeltlichen Alntsprakticanten Friedrich Koschier. GR. Regali bemerkt. da§ er gegen die Defini« tivernennung eines unentgeltlichen Pralticanten nicht« einzuwenden habe, daß er sich jedoch aus Sparsam-keitsrücksichten gegeu jede Vermehrung des bezahlten Magistratk-Amtspersonales erklären müsse. GR. Dr. Ritter v. Kaltenegger erwidert, es sei im Interesse der Gemeinde, einen Nachwuchs der Beamtenschaft heranzuziehen. Sollte eine Kraft entbehrlich werden, so würde ein Diurnist entlassen werden. Bei der Abstimmung wird der Antrag angenommen. (Fortsetzung folgt.) — (Aus dem Landesausschusse.) Der krainische LandeSausschuß hat in seiner Sitzung vom 17. d. M. über folgende Gegenstände verhandelt: Das vom Landespräsidium intimierte Allerhöchste Handschreiben vom 27. v. M. über die Feier der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten wird in den Rechenschaftsbericht des Landesausschusses aufgenommen werden. — Die Verfügungen brtreffs der Vorstellungen Caperta im Theater und des Konzertes Dengremont w landschaftliche« Re« doutensaale werden genehmigt. — Klagen gegen den Strahrnzusttind i,n Bezirke Lack veranlassen eindring, lichc Weisung an den Bezirlsstrahenausschuß und Ein» vernehmen mit den politischen Behörden. — Zwei Klankcn werden Unterstützungen zum Badegebrauche in Töpliz und i„ Baden gewährt. — Das von der Schul» direction in Slap pro I«80 vorgelegte Präliminare wird mit Ausscheidung der beantragten Neuinveftierungen der Buchhaltung zur ziffermäßigen Adjustierung zugewiesen. - Die Kostenermäßigung für Lister'schen Verbandstoff wird der Spitalsbirection aufaetragen. die Ab' fuhr der Todtenbcschreibtaxe bei Zahlungsfähigen nebst Todtfallsanmeldlmgcli geregelt, — wegeil Aufnahme der il> Feldhof bci Graz verpflegten Irren uus ttrain in die hiesige Anstalt Einleitung getroffen, — und der. fchiedenc Verpstegslostenangelegenhciten erledigt. — Einem Beamten wird eine Kranlheitslostenaushilfe mit 40 st. gewährt, — über zwei lttemunerationsgcsuche eine Vorerhebung und eine Abweisung beschlossen. — Die ilOfte Partialbaurcchnung für die Studcnzer Irrenanstalt mit 1708 st. 51 lr. wird der Firma Tünnies zahlbar angewiesen. — Dem l. k. Landrsschulrathe wird die Zu-stimmung zu einer Iahresremuneration von je 300 st für die Aushilfslehrer an den Volksschulen in OlKevl und Zarz mitgetheilt. — Der Stadtg^minde Stein wird die Einheblmg einer 25verz. Gemeinde-Umlage auf die direkten Steuern pro 1879 unter Abweisung zweier dagegen vorgelegter Recurse bewilligt, — ähnliche Unttäae der Gemeinde Kroftp zu einer 25perz. und Gurlfeld zu einer iilperz., beziehnngsweise 28perz. Steuerumlage zur gesetzmäßigen Ergänzung rückgesendet. — Einem Schubführer wird eine KrankheitslostenauShilfe mit 15 fl bewilligt. — (Aus der GemeinderathKsihunn)Im weiteren Verlaufe der gestrigen GemeinderathMxng, über deren ersten Theil wir an anderer Stelle unseres Blattes berichten, wurden die Anträge der Vausection aus Erwerbung und Abtretung von Terrain zur Her-stellung eines Fußweges zur l. k. Hcmpttabnlfabril, auf Erweiterung des Bassins in der städtischen Kolesia-Badcanstalt und auf Erweiterung der Danipfmühlgasse angenommen. Das Gefuch deS Turnvereins „Solol" auf unentgeltliche Benützung deS TurnsaaleS im Realschul-gebäude wurde abschlägig beschieden. Dem städtischen Lehrer Herrn Kummer wurde eine Quinquennalzulage 99« zuerkannt. Um 8 Uhr stellte GR. Dr. Süppan wegen vorgeschrittener Zeit den Antrag auf Schluß der öffentlichen Sitzung, welcher angenommen wurde. Es folgte nun cine Reihe von Interpellationen, und zwar: seitens des GR. Dr. Nleiweis wegen schlechter Behandlung der trn»tcn Pfründner im städtischen Armenhause, seitens dc5 GR. Regali wegen Erhöhung der Zinse bei den städtischen Buden am Kaiser Ioscfsplatze, wegen Erbauung der Verkaufslolale hiuter dem bischöflichen Palais für die Mehlhändler und wegen der Erbauung der Straße zum Bahnhose hinter dem Urbas'scheu Gebäude. GR. Horak befürwortete die Reinigung der Seitenkanäle aus sanitären Rücksichten. Der Bürgermeister sagte die Bcmltwortllng sämmtlicher Interpellationen in der nächsten Sitzung zu. — (Sammlungsergebnis.) Für die durch Brau) beschädigten Inwohner von Dragoweinsdorf sind durch Herrn Bezirksvorsteher Math. Gerber 81 fl. uud durch Herrn Bezirksvorsteher Fr. Schusterschitz 1 fl. 30 kr. in Laibach gesammelt worden. — Militär » Personalveränderungen.) Dcr Assistenzarzt in der Reserve des Laibacher Garni sunsspitalcö Nr. 8, Dr. Friedrich Neumann, wurde zum Oberärzte in der Reserve befördert. — Die Ne-serve-Uuterthicrärzte Ferdinand Gaöpari des 12. Artillerieregiments und Josef Ncßl dcr Tragthier - Escadron Nr. 1^) wurden, ersterer iu die nicht active Reserve der Fuhrwcsens'Ergänzungs-Escadron Nr. 2 in Graz, letzterer zur Batteriedivifton IV des 12. Ar-tillcricrcgiments übersetzt. — (Vom schönen Mai.) Der Wonnemonat, dcr uns heuer, trotzdem er bereits seit wohlgezähltcn drei Wochen ins Land guckt, noch mit keinem einzigen entschieden schönen, wol aber mit mehr als einem Dutzend completter Regentage beglückt hat, bedachte uns gestern um 2 Uhr nachmittags mit einem starken Gewitter — d^'in ersten diesjährigen Sommergewitter, wenn wir es so nennen dürfen, — in dessen Gefolge ein äußerst heftiger, mit kurzen Unterbrechungen bis zum Abende andauernder Gußrcgcn auftrat. Die Wirkung desselben war eine radicale, insofcrne nämlich, als sich fast nie» mand ohnc zwingenden Grund vor die Thüre wagte und die Straßen Laibachs daher durch eine halbe Stunde wie ausgcstorbcn aussahen, bis das prasselnde Naß sich etwas gelegt hatte. Leider läßt die schon seit Monaten andauernde, abnorm regnerische Witterung, soferne nicht bald eine entschiedene Aenderung zum Besseren eintritt, für die Entwicklung der Saaten und Bäume wenig Ersprießliches erwarten, und ist die Kultur infolge dessen gegenüber anderen Iahreu bereits um mehrere Wochen zurück. — (Theater.) Herr Caperta schließt seinen Vor-stcllungscyclus im hiesigen landschaftlichen Theater morgen durch zwei Abschiedsvorstellungen, von denen die erstere — für die jüngere Welt berechnet — um 4 Uhr nach-mittags, die zweite um 8 Uhr abends stattfindet. — (Unglückifall während des gestrigen Gewitters.) Ein Knecht des hiesigen Fleischhauers Josef Cernc fuhr gestern nachmittags mit einem einspännigen Wirthschaftswagen, vom fürstbischöflichen Maier-hofe nächst der St. Peterskirche links abbiegend, in der Richtung gegen Amartno, als ein Blitzstrahl des eben losbrechenden Gewitters unmittelbar vor dem Gefährte einschlug und das Pferd sofort tödtete. Auch der Knecht wurde — vermuthlich schwer — verletzt und später im bewußtlosen Zustande aufgefunden. Knapp an der Un-glückvstclle befindet sich eine gemanerte kleine Kapelle, unter dcr sich zu jeucr Zeit mchrerc vor dem Regen Schutz suchende Kinder befanden; von denselben wurde glücklicherweise keines verletzt. Danksagung. Die lobl. Direction dcr p hil h a rm o ni sch en A ese ll -schast in Laibach hat aus dem Reinertrag nissc des zur Feier der silbernen Hochzeit Ihrer l. und k. Majestäten veranstalteten Festkonzertes die Hälfte im Betrage von 14« fl. 47 lr. der unterzclchnetcn Anstalt zugewendet. Die Anstalt fühlt sich tief verpflichtet, diesen Act des Patriotismus und der Grohmuth hiemit zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Haiseein-Glisabetll.Hinäerspitul in Laiback. Obmann: Lnschan m. n. Ntneftt Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Wien, 20. Mai. Prinz Battenberg ist in Wien eingetroffen. Berlin, 20. Mai. Reichstag. Forckenbeck zeigt fchriftlich an, daß er das Präsidium aus Gesundheitsrücksichten und wegen des Gegensatzes, in welchem er sich zur Majorität des Hauses befinde, nied< lege. Der Vizepräsident theilt mit, daß jeder Versuch, Forckenbeck zur Rücknahme seiner Demission zu bewegen, erfolglos blieb. Morgen Präsidentenwahl. Paris, 20. Mai. Kammer. Der Unterrichts, minister brachte einen Gesetzentwurf ein über die Befähigung zum Elementarunterricht. Der Gesetzentwurf hebt die Bestimmung auf, welche den Mitgliedern der Cougregationen die Ermächtigung zum Elementarunterrichte verlieh. Gambetta verlangt namens des Iustizministers die Ermächtigung zur gerichtlichen Verfolgung Paul de Eassagnacs. Petersburg, 20. Mai. In Petropawlowsk (Sibirien) ist eine Feuersbmust ausgebrochen; mehrere Stadtviertel stehen in Flammen. Pest, 19. Mai. (Presse.) Ans Alt-Becse wird gemeldet: „Die Dämme des Anglo-Austlianbmik-Con-sortiums sind in der zweiten und dritten Buchtmig gebrochen; infolge dessen sind 18,000 Joch überschwemmt. Das Inundationswasser hat heute nachts mehrere Straßendämme durchgerissen und mchrerc angrenzende Gemeinden überschwemmt. Vorgestern wurde der Damm der Ieglicsa geöffnet, wodurch die Csuniger erste Buch-tung mit 18,000 Joch der schönsten Saaten überschwemmt wurde." Berlin, 19. Mai. (Presse.) Der Rücktritt Forckenbecks vom Präsidium des Reichstages ist nahe bevorstehend; seine Freund? sind zwar eifrig bemüht, ihm den Verzicht ans fein Ehrenamt zu widerrathcn, bisher jedoch vergeblich. Bern. 19. Mai. Das schweizerische Volk geneh. migte gestern mit 180,041 gegen 175,1<)4 Stimmen die Revision der Bundesverfassung zur Wiedergestattimg der Todesstrafe. Die Resultate der Abstimmung umi ganz Wallis, sowie von einem großen Theile von Tessin und Graubündten fehlen noch; die Abstimmung Tessins ist zweifelhaft, die Resultate von Wallis und Graubündten aber werden voraussichtlich die Mehrheit vergrößern. Zürich, Bern, Basel - Stadt und Ba^cl-Land, Thurgau, Neueriurg und Genf verwarfen oen Antrag. Belgrad, 19. Mai. (Pol. Korr.) Morgen trifft der für Serbien neu ernannte türtische Gesandte Sermet Efendi sammt dem Gesandtschaftspersonale in Belgrad ein. Eine Deputation serbischer Bürger ist demselben bis Aazias entgegrngereist, nnd die Stadt Belgrad bereitet ihm einen festlichen Empfang, da seit 500 Jahren kein ottomanischer Vertreter beim serbischen Hofe beglaubigt war. Konstantinop el, 19. Mai. (Frobl.) Nachdem die Sanctioniernng des organischen Statuts für Ostrumelien erfolgt ist und die Verhandlungen mit General Stolypin beendet sind, steht der Installierung des Gouvernements für Ostrumelien nichts mehr im Wege. Aleko Pascha begibt sich denn auch noch im Laufe dieser Woche nach Philippopel. Telegrafischer Wechselkurs vom 20. Mai. Papier» Rente 68 70. — Silber» Rente 69 40. — Oold» Rente 8d <»0, 1860er Staals-Anlehen 125 50. - Aank'Actien 850. — Kredit»Actien 265 80. — London 117 35. - Silber — —. K. t. Münz »Dukaten 5 55. — 20 . Franken - Stücke v-36'/,. — lOO.Neichsmarl 57 75. Wlen. 20. Mai. 2'/. Uhr nachmittags. (SchlnM ttreditactien 965 80. 1860er Lose 12550. l«64er Lose lm österreichische Rente !n Papier 68 70. StaatMhn " ^ Nordbahn 224 , 20-Franlcnstückc U36'/,. ungar- «"°, h , 244 75. österreichische Frcmcobank -'—. östcrrelch'sä,c A"!i" 119-80. Lombarden 81 50. Unimibanl ^ .. türkische Lose 21 50. Commnnal-Anlehen 117-50 EMM^ j Goldrente 80 62. ungarische Goldrente 95 05. Sehr M^^ Kandel und VolkswlrthschastliHes Per letzte Wochenausweis der ,. l. priv. bfterreich'^ ungarischen Banl weist im Verhältnisse zu dein der Vorwo^^ gende Veränderungen auf: Melallschcch fl. 162,5?o,UH^^ nähme fl. 181.851; in Metall zahlbare Abnahme fl. 150,221; escomptierte Wechsel «»d Elftlten ^ 84.035.840. Abnahme fl.I.008.5I9; Darlehen gegen vano^ fl. 23.8U9.300. Abnahme fl. 47.000; Staatsnoten >!-^75, g, Zunahme sl. 2,234.679; Hypothekar-Darlehen sl- 1U^ ^ Abnahme fl. 6.641; börsenmähig Banl fl. 6.736.7!' 1-. Abnahme sl. 2.223; Effekten d^ ^ , ,^f > fonds fl. 17.165.664. Abnahme fl. 277.07!); Äanlnot num^ sl.283.483.250. Abnahme fl.2,559.860; Giro-Einlagen l>."' ^ Abnahme fl. 1.268.920; Pfandbriefe im Umlaufe fl.iO«,,«"». Abnahme fl. 35.000. ___________ Rudolfswerth, 19, Mai. Die Durchschnitts-Preise st^"' ^ ^ sich aus dem heutigen Markte wie folgt: ______> Weizen pr. Hektoliter 6 l ), Eier pr. Stück . - ^ y Korn ., -- l Milch pr. Liter .- ^^ Gerste „ ^ ^ ! Rindfleisch ftr. Kilo . ^ Hafer ., 2 30 Kalbfleisch „ ^ Halbfrucht ., — — ! Schweinefleisch „ ^ ^. Hndcn „ 4 20 Schöpsenfleisch „ ^ 5g Hirse „ - — Hähüdel pr. Sliicl - "" ,^ Kukilnch „ 3 70 l Tauben „ - ^ ^ Erdäpscl pr.Mcter.Ztr. - — Heu pr. 100 Kilo . ^ . Linsen pr. Heltoliter — — !Stroh 100 „ Erbsen „ — — holz, harlcs. pr.Kub'l« ^, Fisolen „ — — Meter ... - Rindsschmalzpr.Kilo — 90 — weiches, „ 7 ^ Schweineschmalz „ — 84 Wein, roth., pr.Heltoltt. ^ Speck, sri,ch. „ .- - — weiher, „ Speck, geräuchert, „ — 70 Angekommene Fremde Am 20. Mai, Hotel Stadt Wien. Dr. Viccntim. Tricst, — Sabctini, Oberlandesgerichts-Präsidcut. 0""' ^ Landeckcr. Kansm,. München, — Müllncr, Kausm-, ^'" Schlenter, Salzblliss. .. M,< Hotel Elefant. Varon Knhn, sseldzeliameister; Edler 0«°'^ tschitsch. Oberst, nnd Tornado. Hanptmann, Graz.-^,^^! Doltorsgllttin, AdelSbcrss. — Äaralo. Kallfmannsa,a>tin.'B> stadt. — Brcsansich. Görz — Vcck nnd Rößlcr, M"'' Wien, Mcl' Mohren. Lipunschcl, Cilli. — Germ. Podgoro. -- Ausc^ij! train. ^ Hauornig, Obcrlaibach. — Schimel.l, Roter, " Alois und Schmch Anton, Äcrgoina. ^^-<^ Verstorbene. . ^ Den l!). M a i. Maria Scliälar, Maurcrstochte^ Karlstädterstraße Nr. 22. Fraisen. Im Zivilspitale: ^I, Den 1«. Mai. Johann Mcle, Schiescrdccterlehrling' Pyämie. 211. Den 19. Mai. Rudolf Rcbolj, Assecuranzbcamtcr, Lungentuberkulose. ^^^- Meteorologische ^ ^ 3 8Z«i 3 " " « L ^" 7 U.'Mg, 733 43 ^.110 O schwäch "halbhcitcr 23^ 20. 2 „ N. 734 23 ^-12'4 SW. schwach Regen gieg^ 9 ., Ab. 735 27 4-10-4 NW. schwach theilw.heitcr A, Vormittags thcilwcisc heiter, nachiniltags halb 2 "^ ^, <)M>cttvcNM. Bahnen. ^^7< Veld Vail Papicrrcntc........6820 6830 Eilberrcntc........69- 6910 Voldrcnte.........80 55 80 65 Lose. 1854........11750 118 — » I860........125 75 126 „ 1860 (zu 100 fl.) . . . 130 25 130 75 , 1864........161 25 161 75 Ung. Prämien««nl.....10720 107 40 Kredit'L..........173— 173 50 Rndolfs-L.........1650 i7__ ^ramienllnl. d« Stadt Wien 117 75 118 — ^onau R^ulierungs.Lose . . 109 109 25 Domänen - Pfandbriefe . . , 14225 142 75 Kcsterr. Schayschein« 1881 rücl» zahlbar . .... ... . . 101... ^0125 Oesterr. Schatzscheine 1882 rück« zahlbar . .......10025 100 50 Unganjchc Goldrentc - . . . 94 60 94 80 U!:z,ansche Eisenbahn-Anleche . 111 50 112 -Ungarische Eisenbahn-Anleihe, Cnmulativstückc.....- N120 m üy Ungarische Schatzanw. vom I. 1874.........!192ü ^350 sllileyen dcr Stadtgemeinde Wien in B. V......99 40 99 70 Veld War« GrundentlaftnngsDbllgatlsnen. Vöhmen.........102— 103 — Niederösterreich......104 75 — Galizien.........89 50 90 — Siebenbürgen.......81— 8l'b0 Temeser Nanat......8150 82 Ungarn..........84 50 85- Vlctleu vou Vanleu Nnglo.österr. Vant..... 118 N8 25 Kreditanstalt ....... 261 70 261 80 Depositenbank....... 166 168 - Kreditanstalt, unaar..... 242 25 242'5(» Oesterrcichisch' ungarische Vanl 848 - 850 — Unionbank ........7875 79- Verlehrsbanl....... 11s - 119 50 Wiener Vankverein..... 126 50 127' - Uctleu osu Transport Nnterneh-mungen. Aljöld.Vahn .......13650 137— Donau.Dampfschiff.'Gesellschaft 560 562 EUsllbeth.Wcstbalm.....1?s— 17950 ««Id U>a« Ferdinands. Nordbahn . . 2232-2237 — Franz.Ioseph.Bahn .... 146 - 147'- Walizische Karl»Ludwig. Nahn 2?.» 50 239 75 Kaschllu-Oderberger Äahn . . 11425 114 5t) Lcmberg'Czernowitzcr Bahn . 136— 137-- Lloyd . Gesellschaft.....579- 580 — Oesterr. Nordwestbahn . . . 12950 130 — Rudolss'Vahn.......133-75 1342l. Staatsbahn........26» - 269 50 Zttbbahn.........7975 60 - Lheih.Nahll........201- 20150 llngar.'galiz. Verbindungsbahn 103 103 l.0 Ungarische Noroostbahn . . . 127 25 127 75 Wiener Tramwalj-Gcsellschaft 182 - 18!) 50 Pfandbriefe. Mg.ost.Vodenlreditanst.li.Gd.) 114 30 115 10 .. « . ii.B.V.) 99- 99 25 Ocsterrcichlsch. ungarische Vant 101 15 101 30 Ung. Vodenlredit.Inst. (Ä..V.) W 50 98 75 PrisrltLts Vbliaatlsnen. Tlisabcth.V. 1. Em.....95 50 !)«' Ferd.-Nordb. in Silber . . . 10350 104' F^anz.Ioscph.Nabn .... 93— 9!i 25 Gal. Karl.Ludwlg N, 1. Em, l02'?b 1^,^ Oesterr. Nordwesl-Pahn . . ^^ '71^ Siebenbürger Bah» ... 7>'"" ^7^ Staatsbahn i. Em..... s" 7^ ^ 2i'dbah" ä 3«/....... ^3 20 I-" Devisen. ^ Aus de.Xschc Plätze..... "f" ,',?" London, kurze Ächt . ^.'H tl?^ London, lange Sicht .... ll>^ ^l.d Paris.......... ^eldsorteu. .755 "' Dukaten . . - . 5 fl. 54 ^ ^ si ^, , Napolconsd'or . 9 „ 3? ., " " Dentsche Reichs- ^ .» 80 ' Noten .... 57 „ ?5 « " « ,^ < Silbcrauldcn . . 100 ^ - . l»" . Krainische Grundctttlastu»gs-Obligat""le Held 9150, Ware ^^' g.„, bis Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papicrrente S8'30 bis «340. Silberrente ^9 15 bis