Nl. 55. Mittwoch, 9. März 1898. Jahrgang 117. Mbacher Zeitung. »°tuU.A ?."°"bp"iS: Mit Postveisenbuna: ganzjHhri« fl. 15, halbjährig fl. 750. Im Comptoir: uU u F'l"' halbjährig fl. 5'50. Für die gustellu»«, in» Haus nanzjührig fl. 1. - Insrrtionsatbür: Für "«me ^nserate bis zu 4 Zeilen 25 tr„ größere per gelle e tr,? bei öfteren Wiederholungen per gelle 3 lr. Die »Laib. gtg.» erscheint täglich, mit Nuinahme der Tonn- und Feiertage, Die «lbminlftratio» bestnbet stch Eongressplah Utr, 2, die «ebattixn «armherzigergasse Nr. 15. Sprechstunden der Redaction von » bi» ti Uhr v»r« mittag«. Unfranllerte Nriese weiden nicht angenommen, Manuscripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 26. Februar d. I. oem Gutsbesitzer Ernst Grafen von Thun und vohen stein in Söllheim das Ritterkreuz des "opold.Ordens mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. ^ Seine !. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 4. März d. I. dem ^ectlonsrathe des Finanzministeriums Dr. Alexander ^pltzmüller taxfrei den Titel und Charakter eines -"timsterialrathes allergnädigst zu verleihen geruht. Böhm m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 4. März d. I. den lnu dem Titel und Charakter eines Oberfinanzrathes ausgezeichneten Ministerial-Secretär im Finanzmini-'^'um Nicodem Aurel Smolin zum Oberfinanz« rathe für den Bereich der niederösterreichischen Finanz-^andesdirection allergnädigst zu ernennen geruht. Bühm m. p. y Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 4. März d. I. den ^tlnlstenal - Secretär Dr. Johann Nusko zum ^ectionsrath im Finanzministerium allergnädigst zu ^nennen und den Ministerial-Secretären in diesem "twlsterlum Dr. Adolf Carmine, Adolf Gersten-^°rfer und Dr. Wilhelm Edlen von Scheuchen-m"/^ den Titel und Charakter eines Scctionsrathes "" Nachsicht der Taxe huldvollst zu verleihen geruht. Böhm iu. p. 9M ^"'^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchste Entschließung vom 28. Februar d. I. dem «ahlmcister Seiner k. und k. Hoheit des durch-ulucytigstcn Herrn Erzherzogs Friedrich Karl Edlen ;" Anthoine taxfrei den Titel und Charakter üer ^ "^gierungsrathes allergnädigst zu verleihen Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^"Höchster Entschließung vom 23. Februar d. I. le -pfarrcooperatoren und Chorvicare in Sebenico "Mcenz Karadjole und Gregor Tambaca zu ^yrendomherren des Kathedralcapitels in Sebenico ^ergnäoigst zu ernennen geruht. Latour iu. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 26. Februar d. I. den Privatdocenten Dr. Alfons Dopsch zum außer« ordentlichen Professor der Geschichte an der Universität in Wien allergnädigst zu ernennen geruht. __________ Latour m. v. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben auf Grund eines vom Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Aeußern erstatteten allerunter-thänigsten Vortrages nut Allerhöchster Entschließung vom 10. Februar d. I. den Handelsmann Eugen Niethammer in Ancona zum Honorarconsul daselbst mit dem Rechte zum Vezuge der tarifmäßigen Consulargebüren allerguädigst zu ernennen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2. März d. I. dem Grundbesitzer und Mitgliede des Gemeindeausschusses in Lessach Matthäus Krug das silberne Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Der Ministerpräsident hat den Ministerial-Concipisten Dr. Alfred Ritter von Fries zum Ministerial-Vicesecretär im Ministerraths-Präsidium ernannt. Der Finanzminister hat den Finanz-Commissä'r der niederösterreichischen Finanz-Landes-Direction Georg Mayr, ferner die Ministerial-Concipisten Dr. Leopold Ioas und Dr. Oskar Ritter von Fleihner zu! Ministerial-Vicesecretären im Finanzministerium ernannt. Der Iustizminister hat den Staatsanwalt Doctor Karl CHersich in Rovigno nach Trieft verseht und den Landesgerichtsrath Dr. Josef Zencovich des Kreisgerichtes in Rovigno zum Staatsanwalte daselbst ernannt. Heute wirb das V. Stück des Lanbesgesehblatte» für Krain ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr, 8 die ttundmachung des lrainischen Landesausschusses vom 23. Februar 1898, Z. 2811, betreffend die Einreihung der im Strahenbezirle Umgebung Laibach gelegenen, bet Iezica von der Wiener Neichsstraßc abzweigenden, über Savlje, Klece und Vizmarje bis zu ihrer Einmlwdung ^ in die Loibler Reichsstraße beim Listanzzeichen km 7 400 führenden Gemeindestrahe in die Kategorie der Bezirls-straßen. Bon der Nebaction des Landesgesehblattes für Kram. Laibach am 9. März 1898. Nichtamtlicher Theil. Das Ministerium Thuu. Es liegen in der Presse bereits, allerdings nur hypothetische Aeußerungen über die Bedeutung der Berufung des Grafen Thun an die Spitze der Regierung vor. Gemeinsam ist allen diesen Kundgebungen die Ueberzeugung, dass man vom neuen Ministerpräsidenten eine klare und entschiedene Politik zu erwarten habe. Das «Fremdenblatt» betont zunächst, dass da2 Cabinet Gautsch durch die Erlassung der neuen Sprachenverordnungen und der Uebernahme der Verantwortung für dieselben der neuen Regierung zweifellos einen großen politischen Dienst erwiesen habe. In einer der schwierigsten innerpolitischen Fragen wesentlich entlastet, übernimmt so die Regierung des Grafen Thun die Führung der Geschäfte. Ihr Programm muss selbstverständlich zunächst wieder die beiden Cardinalpunkte enthalten: Wiederbelebung des Parlaments und Durchführung des ungarischen Ausgleiches. Ueber den Weg, den Graf Thun einschlagen will, um zu diesem Ziele ^u gelangen, verlautet in informierten Kreisen, dass oer neue Ministerpräsident bemüht sein will, eine «Cooperation» hervorragender Parteien des österreichischen Abgeordnetenhauses in dem Sinne durchzuführen, dass er Vertreter des verfassungstreuen Großgrundbesitzes, der Iungczechen und Polen in seinem Cabinete vereinigt. Man dürfe mit Recht aus diesem Umstände schließen, dass dem Grafen Thun jeder Gedanke an eine Sistierung der Vev fassung oder gar an einen Staatsstreich vollkommen ferne liegt. Die «Neue Freie Presse» hält es nicht für wahrscheinlich, dass die früheren Ereignisse aus dem Leben des Grafen Thun einen bestimmenden Einfluss auf die Zusammensetzung und das Programm seines Cabinets bilden werden. Er hat die Aufgabe, Oesterreich und die Monarchie aus der Verworrenheit des gegenwärtigen Provisoriums herauszuführen, in Oesterreich eine normale parlamentarische Thätigkeit und in der Monarchie ein dauerhaftes Verhältnis zwifchen beiden Reichshälften zu begründen. Das Cabinet, welches er zu bilden im Werte steht, soll eine Art von Coalitionsministerium werden, in welchem sowohl die slavische Majorität, als die deutsche Minorität ver-treten sein soll. Die Bildung eines derartigen Cabinets habe bessere Chancen, als unter dem Grafen Baden» Feuilleton. * Deutsche Bühne. aea^"^"" kurze Frist ist uns bis zu der Zeit W l - ^ Hallen des schönen Musentempels ver-n^ '!!" werden, und Thalia sich mit ihren Jüngern ^ den Strapazen des Winters in die Stille des "molebens und der Sommerbühnen flüchtet. Die H? 5l " pürschen nach neuen Kräften und die der W f- nach neuen Directoren. Auf den Hochschwang ,., Pfühle, nach den rauschenden Erfolgaccorden der !l?5 Theaterwochen folgte naturgemäß eine Art «laiermlttwoch-Stimmung, die hoffentlich bald wieder "er gesteigerten Theaterlüst weichen wird. ^l« ?^ bisherige Spielzeit hat den Beweis erbracht, N,der Versuch, der Bühne durch Darstellung von "jungen der neuen Richtung, in denen das geistige uno gesellschaftliche Leben nach neuen Ausdrucksformcn "ngt, einen bestimmten literarischen Charakter auf-A^°gen, das vollste Verständnis seitens unserer knnst-Vnmgen Theaterfreunde gefunden hat. unl-v ^ps^ ^3 ' die, mit Begeisterung aufgenommen, die v,P, A°'j"""6 sür die Zukunft aufkeimen liehen, ja A"f> .""MM der ernsten Bestrebungen einer ihrer "UWve gewachsenen Pflegestätte der Kunst glaubten Md^3^t)° einer ganz in ihrem Sinne wahrhaft Mdenen Theaterzeit emporschimmern zu sehen! Nun so weit sind wir allerdings noch nicht, aber die Vorboten einer besseren Zukunft hat uns die bisherige Spielzeit zweifellos gebracht! Unter den besonderen Ereignissen heben wir hauptsächlich die Aufführung zweier Werke hervor, die dem grellen Gegensatz zwischen Proletariat und Besitzenden zu kräftiger Anschaulichkeit verhelfen und sich dadurch von ihrm Vorgängern auf diesem Gebiete der neueren Bühnendichtung vortheilhaft unterscheiden, dass sie nicht das Hauptgewicht auf das Crasse, Abstoßende, Ekelerregende legen, sich vielmehr strenge in natürlichen Linien bewegen und einem schönen Ziele zustreben, läuternd und erzieherisch zu wirken. Die Dichtungen «Die Mütter» und«Bartel Turascr» mussten inmitten unserer humanen Zeit-strümung, in der das Streben aller Menschenfreunde Anstalten schafft, welche alles menschliche Leid und Elend lindern oder beseitigen sollen, die das Böse, Schlechte, Verwerfliche, wie es aus den Tiefen der Menschennatur an die Oberfläche treibt, bekämpfen, die günstigste Aufnahme finden, denn es werden m ihnen die traurigsten Erscheinungen unserer socmlel, Zustände berührt, beide zeigen erschütternd den Fluch der bösen That, die Ahndung der Sunde! Den tic sten und nachhaltigsten Eindruck hat ent- l^i^n die Dichtuna « Bartel Turaser» von seine vortreffliche Darstellung bildete den Schwanengesang der hervorragendsten Kräfte unseres Schauspiels. „ «, ? , Nach den eingehenden und liebevollen Besprechungen, die dem Stücke von der Presse bereits gewidmet wnrden, Besprechungen, die in ihrem Urtheile über die hohe Begabung des Dichters, die überwiegenden Vorzüge der wirtsamen Komödie einig sind, können wir auf eine nochmalige nähere Besprechung füglich verzichten und wollen nur einige allgemeine Betrachtungen daran knüpfen. Der Wahrheit widersprechend wäre vor alle»! die Meinung, dass diese Richtung der neuen Literatur keine ernsten Gegner hätte, deren Warnungen jed? Bedeutung fehlte. Wir wollen nur emen der bedeutendsten sprechen lassen. In einer geistvollen Abhandlung über die Arenzel auf die Gefahren hm, die die elnseltlgc Schmeichelei von den Armen im Geist und den w der TlMmg der Erde zu ^rz Gekommenen m sich birat Ja er sieht in dem Bestreben, «die Gefühle der Genossen zu theilen, ihre Sprache zu reden., de» Niederaana der journalistischen und Buhnenliteratln, «Die Aufnahme der Massen in den Kreis dcr volitisch Berechtigten und des literarischen Publicums -. führt Frcnzel aus — hat alle früheren Ai" sichten und Grundsätze über die politische Thätigkeit, wie über die Eigenschaften des Schriftstellers um acstoßen. Es ist nicht allein das Princip des Natura lismus, die Gemeinheit und Erbärmlichkeit des Lebens in ihrer Breite darzulegen, das diese Umwandlung verschuldet hat, sondern der Wunsch, den Massen ent gegcnzukommen. Wie die Literatur früher den Vornehmen schmeichelte, so schweifwedelt sie jetzt den Arbeitern, den Enterbten und den Verlorenen. Nicht mehr mit dem Könige M der Dichter nach Schilwi. Laibacher Zeitung Nr. 55, 422 9. März 1898. da der deutsche Großgrundbesitz sich dem Grafen Thun willfährig zeigt und auch die katholische Volkspartei an der Regierung einen Antheil haben soll. Das Mini« sterium Thun tritt daher nicht unter ungünstigen Symptomen auf den Plan. Im «Neuen Wiener Tagblatt» wird Folgendes ausgeführt: Die Stellung des Ministeriums Thun ist aufgebaut auf die derzeitige Reichsrathsmajorität, auf Polen, Czechen und die katholische Volkspartei mit Hinzufügung sowohl des conservative!! als auch des verfassungstreuen Großgrundbesitzes. Das Programm des Grafen Thun lautet: Wiederherstellung der parlamentarischen Ordnung und Durchdringung des ungarischen Ausgleiches. Die «Reichswehr» sagt, man dürfe vom Grafen Thun, von welchem Parteistandpunkte immer beurtheilt, jedenfalls erwarten, dass er eine Politik der That und nicht eine Politik des Zauderns verkörpern werde. Graf Thun ist ein österreichischer Aristokrat deutschen Stammes, eine politische Individualität, ein Mann mit positiver staatsmännischer Auffassung und soldatischer Energie. Dass es diesen! Manne wohl gelingen könnte, der Schwierigkeiten und der Misere unserer innerpolitischen Lage Herr zu werden, steht wohl außer Frage; ob es ihm gelingen wird, das bleibt freilich abzuwarten. Das «Wiener Tagblatt» erblickt in der beabsichtigten Heranziehung eines Mitgliedes des verfassungstreuen deutschen Großgrundbesitzes in das neue Ministerium ein Symptom von besonderer Bedeutung, Es sei dies ein Beweis dafür, dass Graf Thun die volle Aufrechthaltung der Verfassung sowohl, als auch die Wiederherstellung geordneter parlamentarischer Verhältnisse an die Spitze seines Programmes gestellt hat. Das «Vaterland» schreibt: Mag Graf Thun welche Mittel und Wege immer anzuwenden und einzuschlagen gedenken, so kann man immer versichert sein, dass er dabei stets das conservative Programm mit den besten österreichischen Traditionen, das er verkörpert, unverrückt im Auge behalten wird und dass deshalb seine Actionen von allen Patrioten mit Vertrauen begleitet werden können. In der Provinzpresse liegen bereits in den Sonntagsblättern Urtheile über den Cabinetswechsel vor. So meint der Prager «Hlas näroda», dass dic Berufung des Grafen Thun wohl der innerpolitischen Anarchie ein Ende machen soll. Das «Prager Tagblatt» constatiert, dass Graf Thun als Statthalter von Böhmen ein vorzügliches Landesregiment führte. Die «Bohemia» bespricht den Ministerwechsel an leitender Stelle und schließt den Artikel mit folgenden Worten: «So viel ist gewiss, dass in der Person des Grafen Thun ein energischer Charakter die Leitung der Negierung übernommen hat, der sich weder von Einflüsterungen geschäftiger Rathgebcr, noch von dem Wunsche, durch die Kunst des Lavierens am Ruder zu bleiben, bestimmen lassen wird. Graf Thun hat mit eigenen Augen sehen gelernt uud gehört zu den Persönlichkeiten, die mit einem Programm stehen und fallen. Er ist vor Irrthümern nicht gefeit, aber Täuschungen hat man von ihm nicht zu erwarten. Hr findet die Deutschen wohlgerüstet, einem etwaigen üerlä'nderungsprogranun mit ihrer gesammelten Volks» lraft entgegenzutreten, ebenso energisch wird ihm der deutsche Freisinn begegnen und ihm seine bekannten clericalen Neigungen zu reactionären Experimenten zu vereiteln suchen. Aber er begegnet keinem Misstrauen, das versteckte Absichten und schleicherische Pläne vermuthen lässt. Er ist in der That ein neuer Mann und sollte er sich als ein männlich selbständiger Kopf, der sich energisch für sein Wollen einsetzt, erweisen, dann wird man wissen, woran man ist. Die Klärung der Verhältnisse wird sich unter einem Ministerium Thun nicht mehr aufhalten lassen.» «Przeglond» rühmt die bisherige Wirksamkeit des neuen Ministerpräsidenten Grafen Thun, zu dessen wesentlichen Eigenschaften die Energie gehöre. Das Blatt fagt: Graf Thun werde keineswegs einer Opposition seitens der Czechen begegnen, anderseits dürfte er auch von den Deutschen, deren Interessen er sich als Statthalter warm annahm, nicht angefeindet werden. «Gazeta Narodowa» schreibt: Die Polen müssen die Berufung des Grafen Thun zum Ministerpräsidenten mit Genugthuung begrüßen; sie wollten nie, dass in Oesterreich gegen oder ohne die Deutschen regiert werde. Die neue Parteiconstellation könne den Polen nicht unlieb sein. Graf Thun bietet die Garantie, dass die radicalen Elemente nicht die Ober-Hand gewinnen werden und dass die bisherige Anarchie in dieser oder jener Weise werde unterdrückt werden. «Slowo Polskie» betont, dass die Polen in Ruhe den weiteren Verlauf der Ereignisse abwarten können, da ihre Stellung von den Fluctuations der Oppositionsparteien unabhängig sei. Das Blatt legt den Deutschen nahe, die Brücke, welche ihnen jetzt zum Rückzug vom Wege der Obstruction gebaut werde, zu benutzen; ein so günstiger Moment zur Umkehr werde werde wohl nicht mehr wiederkehren. Würden die Deutschen diese Möglichkeit auch jetzt nicht benutzen, so könnte man dies dahin deuten, dass sie für politische Raison ganz unzugänglich seien oder Oesterreich ins Verderben stürzen wollen. A r ch i v r a t h. Auszug aus dem Protokolle der 15. Sitzung des k. k. Archivrathes am 16. Februar 1898. Die Sitzung, zu welcher die ordentlichen Mitglieder des k. k. Archivrathes Se. Excellenz Dr. Eduard Gaston Graf Pöttickh von P e t t e n e g g, Sections-chef Dr. Anton Rezek, Hofrath Professor Dr. Alfons Hub er, Professor Dr. Alexander Budinszky, Professor Dr. Josef Constantin Iirecet und Professor Dr. Oswald Redlich, serner als Vertreter dcs k. k. Handelsministeriums Ministerialrath Josef An der Lan zu Hochbruuu, als Vertreter des t. k. Justizministeriums Sectionsrath Dr. Heinrich Beränek, endlich der Archivrcfercnt im k. k. Ministerium des Innern Scctionsrath Dr. Franz Ritter Mahl - Schedl von Alpenburg erschienen waren, wurde vom Vorsitzenden-Stellvertreter Sr. Excellenz Dr. Josef Alexander Freiherrn von Helfert um 10 Uhr 15 Minuten eröffnet. Se. Excellenz der Vorsitzende theilt mit, dass Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident Dr. Freiherr von Gautsch durch dringende Amtsgeschäfte verhindert sei, den Vorsitz in der heutigen Sitzung zu führeu, dass er sich aber vorbehalte, in einer der nächsten Sitzungen des Archivrathes zu erscheinen. Se. Excellenz der Vorsitzende hält sodann Sr. Excellenz dem dahingeschiedenen Vorstand-Stellvertreter Doctor Alfred Ritter von Arneth einen Nachruf, in welchem er die Verdienste des Verblichenen als warmen österreichischen Patrioten und Politiker, als Gelehrten und Schriftsteller und ganz besonders als Leiter des größten österreichischen Archives rühmend hervorhebt; die Versammelten erheben sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen. Hierauf theilt der Herr Archivreferent die folgende Verordnung dcs l. k. Justizministeriums, betreffend die Ueberprüfung ausgeschiedener Acten durch Archive, nnt (Z. 18.932 vom 28. October 1897): «Behufs der im § 299 der Verordnung vom 5. Mai 1897 (R. G. Bl. Nr. 112) vorgesehenen Ueberprüfung ausgeschiedener Acten durch Archive haben die Gerichte in jenen Ländern, in welchen ein Statthalterei- oder Landesregierungs - Archiv besteht, dasselbe von jeder Actenscartierung mit dem Beifügen zu verständigen, dass es demselben freisteht, die ausgeschiedenen Acten binnen einer bestimmten Frist, welche in der Regel mindestens sechs Wochen und höchstens drei Monate betragen soll, durch seine Organe revidieren oder sich einsenden zu lassen. In jenen Ländern, wo bisher bei der politischen Lanocsstelle kein Archiv errichtet wurde, kann das Obcrlanoesgerichts-Präsidium nach eingeholter Genehmigung des Justizministeriums den unterstehenden Gerichten ein anderes Archiv des betreffenden Landes bezeichnen, an welches bis zur Errichtung eines Statthalterei- oder Landesregierungs-Archives die gleiche Verständigung zu ergehen hat. Den genannten ArchiueN sind von den ausgeschiedenen Acten jene, die sie zur archivalischen Behandlung für geeignet halten, sofort gegen Empfangs-Bcstätigung zu übergeben oder ihnen auf ihr Ansuchen eine Frist zur Uebernahme derselben zu bestimmen. Die Ueberprüfung, beziehungsweise Ein- und Zurücksendung der Acten darf mit keinen Kosten fül die Justizverwaltung verbunden sein. Zur Ersparung der Zurücksendungskosten hat jedes am Sitze des Archives befindliche Gericht die Verwertung und Vernichtung der von anderen Gerichten an das Archiv eingesendeten Acten auf Ansuchen der letzteren Gerichte und auf deren Rechnung zu übernehmen. Nach dieser Verordnung und nach den Bestimmungen des § 299 der Verordnung vom 5. Mai 1897 (R. G. Bl. Nr. 112) ist anch bezüglich jener Acten vorzugehen, welche vor der Wirksamkeit der letzten Verordnung ausgeschieden, aber bis jetzt noch nicht verkauft oder vernichtet sind.» Der Inhalt der Iustizministerial-Verordnung wird mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Professor Dr. Redlich legt in feinem und im Namen des abwesenden Mitgliedes Professors Doctor Engelbert Mühlbacher ein Promemoria vor, das sich gegen die Einverleibung der böhmischen Grundbücher in das böhmische Landesarchiv statt in das Prager Statthalterei-Archiv wendet nno sich gegen den Vorgang bei der Scartierung von Acten der Prager Landeshaufttcasse ausspricht. In Bezug auf den ersten Punkt wird nach längerer Debatte mit Stimmenmehrheit beschlossen, die Uebertragung der Grundbücher an das Statthalterei-Archiv neuerlich zu beantragen; zum zweiten Punkte wird einhellig beschlossen, den erwähnten Vorgang bei der Prager Landeshauptcasse zur Kenntnis des l. k. Finanzministeriums zu bringen. (Schluss folgt.) Worte gehen, sondern mit der Armut, der körperlichen nno seelischen Verkommenheit, denn nicht auf die Höhen der Menschheit will er den Leser, den Zuhörer führen, sondern in den Schmutz und das Elend ...» «Wohl ist zu allen Zeiten die stille und kleine Gemeinde des Schönen von der zahlreichen und überlauten Gefolgschaft des Gemeinplatzes und der Trivialität überschrien worden, neben und über Goethe und Schiller hat Kotzebue oft den Sieg im Theater bei der Menge davongetragen, aber diese Gemeinde ist jetzt längst in der uferlosen Front der Gleichgiltigen und der Urtheilslosen verschwunden. Sie ist vielleicht nicht an ihren Idealen irre geworden, allein wie vermöchte sie dieselben auf dem Markte de« Lebens zu bekennen?» Manchem in den Betrachtungen Frenzels kann die Berechtigung nicht abgesprochen werden, im allgemeinen erscheint jedoch seine Anschauung viel zu einseitig und pessimistisch. Das traurige Los der Enterbten, Armen und Verfolgten hat neben den auf idealen Höhen wandeln« den Werken unserer Classiker jederzeit die Bühnen« dichter beschäftigt. Nur die Ausdrucksform ist eine andere und mit Freuden mag's jeder literarisch Gebildete zugestehen, unendlich bessere geworden und hat den ganzen dramatischen Schund, der unsern Vorgängern Thränen der Rührung oder Lachen der Freude entlockte, über Bord geworfen, ja unmöglich gemacht. Hegt vielleicht ein Theaterbesucher noch heute den Wunsch, eines der dramatisierten, albernen, un- wahren Rührstücke der seligen Birch-Pfeiffer, die einstens alle deutschen Bühnen nnsicher machten, wiederbelebt zu sehen? Mag man über die crasse Schilderung dieser oder jener Entartuug denken wie man will, dass dieselbe nicht sinnenreizend, lüstern uud verlockend wirkt, wird jedermann zugeben müssen. Die Mehrzahl der realistischen Stücke sind Predigten, die mit unerbittlicher Strenge Wahrheit künden, ihre Dichter Aerzte, die ihre Finger in die offenen Wunden der Gesellschaft legen. Vor allem dienen — und das ist trotz der gegentheiligen Anschauung des Herrn Frenzel sehr wichtig — die Bühuenwerte der neueren Richtung der ernsteren, geistigen Anregung der lernbegierigen unteren Massen, doch in höherem Maße als Operetten, Possen und dergleichen! Ebensowenig wie der Realismus die idealen Ziele der Poesie beirren wird, kann er eine Verfluchung und Vergrüberung der Geschmacksrichtung herbeiführen. Wir haben diese Beobachtung ja am klarsten in Laibach selbst gemacht. Die Aufnahme und Pflege der realistischen Dichtung in den Spielplan hat den Classikcrn nicht den mindesten Schaden zugefügt; die Werke unserer Dichterheroen prangten wie ehedem auf stolzen, lichten Höhen und mit ehrfurchtsvoller Begeisterung blickte der Theaterfreund unbeirrt, doch nicht unbeeinflusst, und zwar nicht zum Nachtheile der dramatischen Schöpfungen, in denen ihm nun manche psychologische Bewegung viel klarer ward, zu ihnen empor. ^. Mm seinetwillen Roman von M. Lichtenberg. (40. Fortsetzung) «Auch Mercedes war Mutter!» erwiderte Bruno bitter. ""r" "^ Sofia zugehenden Meldung leicki n ^""^rpräsident Dr. Stoilow von seiner bereita . "^ankung schon so weit erholt, dass er hat ^^ Ausfahrt unternehmen konnte. Dr. Stoilow der 3^'?. ^'"^ Unwohlseins aus allen Schichten uahm/e ls, l""a ^^"^ ^" Synipathie und Theil. G e o?^-"'"" °"? Athen meldet, hat König Nikul '" ^"^' eigenhändigen Schreiben dem Kaiser tiefaef^ " ^ ^ ""^ ber Königin Victoria seinen itte^?/l?,.^°"k für die Garantie der griechischen seitens Russlands und Kundq bn " ''^"^^ ^ König fühlte sich zu dieser dass ^,"""g msbewndere durch den Umstand gedrängt, geleaeliw't , -'^ ^" ersten Schritt in dieser An-uununp,, f. ..^ ^" genannteli Souveränen unter-seits in ^ ^'^ griechische Regierung werde ihrer« an die l? ?- "achst^" Tagen den Dank Griechenlands Mange« ltt^ ^°" Petersburg, London und Paris verlad ^'"^. melden aus Peking, Russland über ön^ che «Reichsanzeiger, meldet, die Gesandten in Peking mit dcr "bqesM^s "tegierung geführten Verhandlungen wurden wna a°F^. ^" ^"trag, welcher auch die in Schan-ist nm 6 ^" "utschaftlichcn Zugeständnisse umfasst, worden ^lmnk^ von beiden Theilen unterzeichnet Aus Teheran wird berichtet: Der Gouverneur der Provinz Kermau nahm auf dem Marsche gegen die Rebellen das Fort Fonoch. Die Führer der Rebellen flohen auf die Hügel von Geh. Ninth wurde gleichfalls geräumt. ES sind starte Hilfs-mannfchaften zurückgelassen worden. Man glaubt, dass die Mörder des Telegraphenbeamten Greaves mit den Rebellen in die Berge geflohen seien. Persische Truppen werden die letzteren binnen kurzem energisch angreifen. Am 22. Februar entstand bei Ham ad an infolge eines Streites zwischen Parteigängern zweier rivali» sierendrr Priester ein Tumult, bei welchen« 27 Personen getödtet worden sein sollen. Tagesueuigleiteu. — (Allerhöchste Genehmigung.) Seine Majestät der Kaiser hat auf die Bitte der Cur-uorstchuug in Me ran zu bewilligen geruht, dass die dort neugeschaffene, Curzwecken dienende Anlage nach Allerhüchstseinem Namen benannt werden dürfe. — (Kaiser - Jubiläums - Schießen.) Anlässlich des fünfzigjährigen Regieruugs - Jubiläums Seiner Majestät des Kaifers veranstaltet der M urauer Schützenverein am 29. und 30. Mai, dann vom 1. bis 5. Juni d. I. ciu großes Kaiser-Iubiläums-Schicßen. — (Ce nt ra lste ll e zur W a h r u u g d c r laud- und forstwirtschaftlichen Inter» essen.) In Wien fand am 7. d. M. vormittags die coustituierende Versammlung der österreichischem Central-stelle zur Wahrung der land- und forstwirtschaftlichen Interessen beim Abschlüsse von Handelsverträgen statt. Zu der Versammlung, die sehr zahlreich besucht war, hatten die Landwirtschaftsgesellschaften und fast alle hervorragenden land- und forstwirtfchaftlichen Corpora-tionen Oesterreichs Delegierte entsendet. Miuisterialrath Schwarz wohnte ihr als Vertreter des Ministeriums des Innern bei. Fürst Karl Auersperg wurde zum Präsidenten, Graf Heinrich Attems zu dessen Stellvertreter gewählt. Der Referent Ritter von Hohenblum legte hierauf den Organisationsentwurf uebst dem Arbeits-programm vor. Er bemerkte, dass die Regierung der zu errichtenden Centralstelle eine Subvention von 10.000 st. zugesichert habe. In der folgenden Debatte betonte Professor Guttenberg, dass ein Schutzzoll für die Forstwirtschaft wertlos sei. Die Vertreter der Forstwirtschaft können sich daher an der gemeinsamen Arbeit nur dann betheiligen, wenn die forstwirtschaftlichen Interessen an der Centralstelle dadurch gewahrt werdcu, dass eine eigene Section für die Forstwirtschaft gebildet wird. Dr. Stein, Vertreter der Flachs- und Leinwandindustrie, trat dafür ein, dass auch eine landwirtschaftlich-gewerbliche Section gebildet werde. — In der Nachmittagssitzung referierte Graf Pass namens des zur Rcdigierung des Orgauisationsentwurfes eingesetzten Comite's und beantragte, die Beschlussfafsung darüber ber nächsten Plenar-verscnnmlung zu überlassen. Dann wurde unter lebhaftem Beifall einstimmig die Unterstützung der Centralstellc beschlossen. Dr. Urban vom Centralcollcgium des böhmischen Landesculturrathcs beantragte namens zahlreicher wirtschaftlicher Corporationen die Schaffung eines österreichischen Landwirtschaftsrathes. Eine Abstimmung über den Antrag Urban wurde nicht vorgenommen. Die Aeschlussfasslmg über den Organisationsentwurf und das Arbeitsprogramm erfolgt iu der nächsten Vollversammlung. — (Wiener Universität.) Am 7. d. M. begannen die Inskriptionen und Immatriculationcn der Studierenden für das Sommersemester; die Frist für dieselben dauert bis einschließlich 21. d. M. Auf dem schwarzen Brette wurde folgende Kundmachung angeschlagen: em"u Munde, während er Seraphincs wolle er?' - ^'9 an seine Lippen presste, als ihre tl^> '"emals mehr frei geben. Dann aber, in Augen blickend, ließ er ihre stürmte ^""'"Hmend, aus den seinen gleiten und und Tr^"^me eilte, als müsse sie dort Schutz Kindes ,',!"3?' "" d"s Bett ihres schlummernden deiche St?„ l ^ ^", ihr lockiges Haupt an die Elster l/s?. ^'^ klm'w Lieblings schmiegend, aus Bater im K^Hfle: ^ib ihm Glück und Frieden, einen^Bri.>f°^^' ^ae erhielt Baron Landsberg 'hm Leb w.s,, - .^" Steinfels, in welchem derselbe Zungen sei ^s.fV^ d" 'l infolge eines Duells ge-"°ch Spanien'iurücktZhr?^' "'^ '"" !""" tmahln, Bnron Landsberg freute sich von ganzer Seele über diese plötzliche Abreise, denn es war ihm eine wahre Herzenserleichterung, den gefährlichen Rival für immer aus Seraphines Nähe entfernt zu wissen. Das Duell des Grafen Steinfels mit dem Fürsten Putemkin sowie die plötzliche Abreise des Grafen Steinfels mit feiner fchünen Gemahlin erregten in der Gesellschaft großes Aufsehen. Und waren schon von vornherein die Sympathien aller ehrenhaft Denkenden angesichts des auffallenden und unpassenden Benehmens der fchönen Mercedes und des Fürsten dem beleidigten Gatten zugewandt, so erregte die Verwundung des anmaßenden Russen ungeschmälerte Begeisterung für den Grafen Steinfels. Denn Fürst Potemkin war ein fo enragierter Duellant, dafs er die Gelegenheit, Duelle zu provocieren, förmlich fuchte, um bei denselben seine Kunst und Unfehlbarkeit zu zeigen. Und wirklich hatte Fürst Potemkin bei all den vielen Duellen, welche er fchon bestanden, das seltene Glück gehabt, immer Sieger zu bleiben, so dass der hünenhafte Russe für unver« wund- und unbesiegbar galt. Diesmal aber hatte sich das Blatt gewendet. Der Fürst Potemkm, cm allcr« tchndeu Gegners streifend, über dessen Kopf hmweg in den nächsten Baum einschlug, traf wm zwctten Schuss die sichere Hand des Grafen Steinfels den Fürsten Potemtin so gut, dass die Kugel dessen rechten Arm schwer verletzte und der Fürst infolgedessen ohnmächtig zusammenbrach. Die Verwundung des Fürsten Potemkin war zwar eine bedeutende, aber durchaus keine lebensgefährliche. Graf Steinfels hatte absichtlich, statt auf einen edleren Theil zu zielen, den rechten Arm seines Gegners ins Auge gefafst, da er diesen 1« nicht todten, sondern nur seine beleidigte Ehre rächen u^ den Beleidiger unfähig machen wollte, dieselbe noch weiter anzutasten. 7. Capitel. Nierietm Jahre waren im Strome der Zeit dabinke H" seit nach den. Duell niit de." Msten "lit Mercedes nach Spamen zuruck-k'kch w^ Vierzehii Jahre eine endlos lange Ze.t, welche in ihrem Verlauf v.ele Schlchalsveranderungen hervo^gc^a ^H^ ^ feit einem Jahre todt und Semvliinc nach 17jähriger Sclaverci endlich wieder frei acworden. Mit unsäglicher Geduld und Pflichttreue hatte sie an der Seite des kranken Gatten aus» acharrt bis ans bittere Ende. In den letzten drei Jahren seines Lebens war Baron Landsberg infolge eines Schlaganfalls an Händen und Füheu völlig gelähmt und daher gezwungen gewesen, sein trauriges Dasein abwechselnd im Fahrstuhl nud im LehujeM zuzubringen. (Forts, jolgt.) Laibacher Zeitung Nr. 55. 424 9. März 1898. elektrische Ströme das unbefugte Oeffnen einer Thür und eines Fensters unmöglich machte, denn in dem Augenblick der Oeffnung verursachte der Apparat einen heillosen Lärm. Jetzt hat der Erfinder die Probe gemacht. In seiner Wohnung ist er nämlich von Dieben besucht wor-den, die den Inhalt seines Geldspindes mitsammt dem «automatischen Polizisten»—so nannte er die Erfindung — gestohlen haben. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Ernennung.) Der Landtag hat in der vertraulichen Sitzung vom 2U. v. M. den bisherigen Präparator am trainischen Landesmuseum Ferdinand Schulz zum Museal-Assistenten unter gleichzeitiger Einreihung in die sechste Gehaltclasse der landschaftlichen Beamten ernannt. — (Der neue Rathhaussaal.) In kurzer Zeit wird der stilvoll hergestellte Nathhaussaal vollendet sein und seiner Bestimmung übergeben werden. Nach dem Urtheile von Kellnern soll die Adaptierung sowohl in künstlerischer wie auch praktischer Beziehung vollkommen entsprechen. — (Rindfleisch-Preise.) Im abgelaufenen Monate betrug der Durchschnittspreis für ein Kilogramm Rindfleisch: in Radmannsdorf 50 kr., in Kronau 60 kr., in Assling 50 kr., in Mopp 48 tr.. in Veldes 54 tr., in Nudolfswert 52 tr., in Seisenberg 44 kr., in Treffen 44 kr., i,l Gurkfeld 52 tr., in Landstrah 40 tr., in Nassensuß 44 tr., in Natschach 48 kr., in St. Barthlmä 40 tr., in Großdolina 40 tr., w Stein 44 tr., in Mannsburg 44 tr., in Kraxen 44 kr., in Adelsberg 50 tr., in Illyrisch-Feistritz 52 tr., in Senosetsch 52 kr., in Wippach 48 kr., in Littai 48 tr., in Weixelburg 44 tr., in Sagor 48 tr., in St. Martin bei Littai 48 tr., in Krainburg 50 kr., in Bischoflack 46 kr., in Neumarktl 48 tr., in Loitsch 40 tr., in Idria 46 tr., in Altenmartt bei Laas 44 tr., in Zirtnitz 56 tr., in Planina 50 tr., in Gottschee 46 tr., in Reifnitz 44 tr., in Grohlaschitz 40 tr., in Tschernembl 40 tr., in Mött< ling 36 lr., in Oberlaibach 48 tr. —o. — (Wie wird der Sommer werden?) Bis jetzt haben alle Wetterprophezeiuugen, die einiger, maßen Anspruch auf Zuverlässigkeit machen tonnten, sich nur auf die allernächste Zukunft, meist fogar nur auf den folgenden Tag beschränken müssen. Wer mehr als diese turze Spanne Zeit zu übersehen behauptete, wurde, wie es Falb ergeht, von der Wissenschaft nicht ernstgenommen, da selbst die so trefflich bediente deutsche Seewarte nur etwa 60 Procent Treffer bei ihren Voraussagungen ausweist. Es silid jedoch in neuerer Zeit Resultate gewonnen worden, die, wie ein «wetterfester» Mann darlegt, auch für Prophezeiungen auf längere Zeit hinaus Erfolg versprechen. Schon 1788 hat ein Landsmann Falbs, der Ocsierreicher Pilgram, auf Grund vieljähriger Beobachtungen ein dickleibiges Buch veröffentlicht, in dem er den Satz aufstellt, dass sehr gelinde Winter die Wärme des Sommers vermehren. Obgleich nun viele der Beobachtungen, die dieser These zugrunde liegen, durchaus nicht einwandfrei sind, hat Professor Hellmann an 1? 8jährigen Berliner Beobachtungen jenen Satz bestätigt gefunden. Nach seinen Untersuchungen kaun man mit 55 Procent Wahrscheinlichkeit annehmen, dass wir in diesem Jahre einen warmen Sommer haben werden. Allerdings bleibt dabei zu berücksichtigen, dass der December und Jänner sehr trocken waren, während milde Winter feucht zu fein pflegen. Wenn aber das Frühjahr so reiche Niederschlage bringt, dass die Trockenheit des Winters einigermaßen ausgeglichen wird, so sei mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen warmen und ziemlich trockenen Sommer zu rechnen. Es sei ferner anzunehmen, dass noch eill oder zwei milde Winter folgen werden. — (Philharmonische Gesellschaft.) Die philharmonische Gesellschaft bereitet Hayons liebliches Werk «Die Jahreszeiten» vor. Für die Solopartien wurden hervorragende Künstler bereits gewonnen. Die Chorproben sind in vollem Zuge und bereits weit vorgeschritten. * (Ein altes Lied!) Es heißt eigentlich Eulen nach Athen tragen, wenn wir uns mit der alten Klage, dem elenden Zustande der Straßen und Gehsteige, befassen. Nur vielfache Beschwerden, die nns zugekommen sind, veranlassen uns neuerlich, das Augenmerk auf diesen Uebelstand zu lenken. Eine ausgiebige Abhilfe ist nun allerdings so lange ausgeschlossen, bis nicht eine gründliche Ausbesserung oder Neuanlage der Communicationen bewerkstelligt wird. Bei dieser Gelegenheit sei auch erwähnt, ^ass viele Dachrinnen schadhaft sind und das ablaufende »egenwasser den Fußgängern oft unangenehme Ueber-raschungen bereitet. — (Ein Kind ertrunken.) Sonntag, den ;, d. M., gegen 1 Uhr mittags ließ die Müllersgattin Maria Potokar aus Podlipoglav, Gemeinde Dobruinje Bezirk Laibach, ihren 2'/, Jahre alten Knaben Namens Michael vor der Mühle ohne Aufsicht herumgehen, während sie in« Hanse mit dem Ankleiden beschäftigt mr. Gleich darauf vermisste sie den Knaben und ver- Endigte ihren Mann, welcher zur selben Zeit im Stalle it der Fütterung des Viehes beschäftigt war. Die Ehe- leute suchten mit allem Eifer nach dem vermissten Kinde und eilten auch auf einer Seite des Rekabaches gegen Sodinjavas zu, wo der vermisste Knabe vom Vater 700 Schritte von der Mühle entfernt im Wasser bemerkt und als Leiche herausgezogen wurde. —I, — (Aus der Theatertanzlei,) Heute findet die Aufführung des Schwankes «Der kleine Mann» zum Vortheile des Cassiers Julius Bergmann statt. Am Freitag gelangt «Der Vogelhändler» zur Aufführung. Die Operette «Die kleinen Schäfchen», die ill Berlin einen sensationellen Erfolg erzielte Mld durch anderthalb Jahre den Spielplan beherrschte, feierte neuerdings ihren Einzug in Berlin und geht täglich vor dichtgefülltem Hause in Scene. Die Premiere dieses Werkes findet in Kürze statt. *(Aus demPolizeirapporte.) Vom 6. auf den 7. d. M. wurden fiedelt Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Verbrechens der Nothzucht, drei wegen Excesses, eine wegen Bcttelns und eine wegen Uebertretung der leichten körperlichen Beschädigung. — Vom 7. auf den 8. d. M, wurden siebzehn Verhaftungen vorgenommen, und zwar dreizehn wegen Excesses, drei wegen Vacierens und eine wegen Bettelns. —r. Hchwurgerichtsverhandlungen. Am 8. März fand unter dem Vorsitze des Herrn t. t. Landcsgerichtsrathes Karl Plesko die Verhandlung gegen Martin Zelenc, 15 Jahre alt, Besitzerssohn aus Sairachberg und gegen dessen Vater Johann Zelenc, Besitzer daselbst, wegen Brandlegung statt. Die Anklage besagt: Martin Zelenc hat im Auftrage und über Weisung seines Vaters Johann Zelenc am 21. November 18!)7, abends zwischen 5 und 6 Uhr, die leerstehende, baufällige, hölzerne Kaische mittelst eines Feuerschwammcs angezündet, um durch das Abbrennen der auf 300 st. bei der Assecuranzgesellschaft «Phönix» versicherten, beim gerichtlichen Localaugenscheine auf 15 fl. bewerteten Kaische, die Versicherungssumme zu bekommen. Der Wert der Kaische stand in keinem Verhältnisse zur Höhe der Versicherungssumme. Beide Angeklagte wurden gemäß § 334 St. P. O. (acht Stimmen nein, zwei Stimmen ja) freigesprochen. —!. Neueste Nachrichten. Auszeichnungen. Se. Majestät der Kaiser hat, wie die gestrige «Wiener Zeitung» verlautbart, an den bisherigen Ministerpräsidenten Dr. Freiherrn v. Gautsch ein überaus huldvolles Handschreiben gerichtet und demselben die Brillanten zum Großlreuze des Leupold-Ordcus verliehen; dem abtretenden Filianzmiuister Dr. Ritter Aühm von Äawert, deni abtretenden Unterrichtsmimster Grafen La tour und dem abtretenden Dr. v. Koerber wurden die Orden der Eisernen Krone erster Classe verliehen. Der abtretende Minister Freiherr von Löbl erhielt ein gnädiges Handschreiben unter neuerlicher Anerkennung seiner ausgezeichneten Dieuste. Das Allerhöchste Handschreiben an Dr. Freiherrn v. Gautsch lautet: Lieber Freiherr von Gautsch! Da Ich mit heutigem Tage Mein neues Ministerium für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder ernannt habc, enthebe Ich Sie in Würdigung der Mir von Ihnen dargelegten Gründe von dem Amte Meines Mmisterpräsideuteu, sowie uou der gleichzeitig geführten Leitung des Ministeriums des Innern und übersende Ihnen im Anschlüsse auch Meine Handschreiben wegen Enthebung der übrigen Minister zur weiteren Veranlassung. Sie haben unter deu schwierigsten Verhältnissen, mit patriotischer Hingebung und Treue Meinem Rufe bereitwilligst folgend, durch uucrmüdliche Pflichterfüllung sich um Krone und Staat neuerliche Verdienste erworben. Hafür und eingedenk der ausgezeichueteu Dienste, welche Sie fchon iu zwei früheren Ministerien durch eine lange Reihe von Iahreu geleistet habeu, spreche Ich Ihnen nunmehr Meine volle Anerkennung aus, versichere Sie der Fortdauer Meines Vertrauens und verleihe Ihnen als äußeres Kennzeichen dieser Meiner AncrlcmlUlig die Iusigliicu in Brillanten zu dem Ihnen mit Meiner Entschließung vom 25. April 1892 verliehenen Großkreuze Meines Leopold-Ordens. Zugleich behalte Ich Mir Ihre Wiederverwendung im Dienste vor. Wien am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie. (Origlnlll'Telcgrammt,) Wien, 8. März. Das vormittags ausgegebene Bulletin über das Befinden Ihrer t. und t. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Kronprinzessin-Witwe Erz« Herzogin Stefanie lautet: Nachts wieder mehrstündiger erquickender Schlaf. Elitzüubungserscheilumgen der rechten Lunge in weiterer Rückbildung. M d linken Seite keine Veränderung» Expectoration z friedcnstellend, ebenfo das allgemeine Befinden. " nächste Bulletin wird morgen vormittags ausg^ Wien, 8. März. Die finden der durchlauchtigsten Frau Kronprinzessin-^ Erzherzogin Stefanie hielt deu ganzen ^ag ' Die Aerzte sind mit dem Befinden und dcm ^u, zustande zufrieden. Abends erschien Se. MieMi. Kaiser in deu Appartements der Kronpnnzci Witwe, um sich von dem Stande der Kramv persönlich zu überzeugen. Das Ministerium Thun. (Original.Telegramm. > . WitN, s. Mlj' Vormittags legten die neu ernannten M/M»^ deu Eid in die Hände Seiner Majestät des K a'' ^ ab. Bei der Beeidigung des Ministerpräsidenten Ma, T h u l, intervenierte der Minister des Aeußern ^ Goluchowsti fowie der Oberstkäm merer ^, Abeusperg-Traun. Vei der Beeidigung " andereil Minister interueuierteu Ministerpräsident ^ > Thun und der Oberstkämmerer Abensperg. " Eidesformel verlas Ministerialrath Hauenjch' ^"' Gelegratnnre. Wien, 8. März. (Orig.-Tel.) Unter dem VH des Fürsten Karl Auersperg fand die erste "" Versammlung der österreichischen Zentralstelle g Wahrung der laud- uud forstwirtschaftlichen I"len>I^ beim Abschlüsse von Handelsverträgen statt, ö , Präsidenten wurde der gewesene Ackerbauminister ^ Ledcbur, zum Protector der Minister des AeM Graf Goluchowski. zu Ehrenpräsidenten ^ Karl Auersperg, Freiherr vo» Washing "' Fürst Ferdinand Lobkowitz und Fürst ^ Sapieha gewählt. Die Vollversammlung be>H ^ die Einsetzung eines ständigen Ausschusses ?^^ii Mitgliedern, proportioncll vertheilt auf die elnze Länder und Protectionsgruppen. Die VollversaMtM" u schloss mit begeistert aufgenommenen dreifachen V ^ auf Se. Majestät den Kaiser. ^ Wien, 8. März. (Orig.-Tel.) Der Gemeindtt^ beschloss, dem Papste aus Anlass desfen Jubiläums geeigneter Weise seine Glückwünsche zum Ausdrucke z bringen. ., .z ' Budapest, 8. März. (Orig-Tel.) Der IustizauM", stellte den Text der anlässlich der Feier der M"' vierziger legislatorischen «Schöpfungen an Se. ^^ den Kaiser zu richtenden Huldigungs-Adresse 1^ Dieselbe wurde von dem entsendeten Subcomitt v fasst und vom Ausschüsse genehmigt. . ,, Groß-Becskerek, 8. März. (Orig.-Tel.) Sett ^ stern wüthet hier cm großer Sturmwind; die ^" muuication ist in vielen Orten gestört. .. ,,« Berlin, 8. März. (Orig.-Tel.) Kaiser W"^' empfieug gestern den türtischen Botschafter Hu^ Pascha. . „, Berlin, 8. März. (Orig.-Tel.) In der heuW" Sitzung der Budgetkommission des Reichstages lvlno sämmtliche im Etat für das Jahr 1898 gefordenr Schiffsbauteu mit großer Majorität genehmigt. Berlin, 8. März. (Orig.-Tel.) Wic die «^" mania» erfährt, trat Cardinal Kopp gestern eme I vierzehn Tage berechnete Reise nach Rom an. Rom, 8. März. (Orig.-Tel.) In der heu"g" Kamlnersitzulig brachte die Socialistengruppe einen ^ sctzclltwurf gegen das Duell ein. ., , Parish 8. März. (Orig.-Tel.) Das Leiche" begängnis des serbischen Gesandten Milutin Oarasan» hat nachmittags in der russischen Kirche in der^V" Daru stattgcfundeu. Nach Schluss der kirchlichen F"c wurde die Leiche auf den Vorplatz der Kirche gebr^-wo die Truppen defilierten uud sodann nach dem "> bahnhofe überführt, um nach Belgrad transportiert z werden. London, 8. März. (Orig.-Tcl.) Lord Salisbmy ist heute nachmittags hier eingetroffen. ... Windsor, 8. März. (Orig.-Tel.) Wie es heißt, hat die Königin die Abreise nach Nizza wegen ei"" Unpässlichkeit auf morgen verschöbe». Die Kdn'gu unterließ gestern die gewohnte Ausfahrt und blieb " ihrem Wohnzimmer, wo sie abends speiste, ohne »n Familienkreise zu erscheinen. Eine amtliche Bestätignng liegt nicht vor. Die Unpässlichkcit wird nicht fu^ ernst gehalten. . Washington, 8. März. (Orig.-Tel.) Der fur die Credite eingesetzte Ausschuss des Repräsentantenhaus beschloss einstimmig, über den Antrag Cannon, luonacl) dem Präsidenten zu Zweckeu der nationalen Vcrtheldl-gung 5,000.000 Dollars zur Verfügung gesteh werden, in günstigem Sinne an das Haus zu "^ richteu. Washington, 8. März. (Orig.-Tel.) Der österreichisch-ungarische Dampfer «Kimon», von Trie" kommend, ist infolge Auffahrens und stürmisch" Ueberfahrt hier leck und mit Maschinenschaden eingelaufen. ^H^Ieitung Nr. 55. 42b 9. März 1898. Angekommene Fremde. «, H°m -! l>. Hotel Lloyd. Uenbuig I_V/ b März. Hofmann, Kfm., s. Frau, ?e. Nen I 3"," ?'' Kfm, Innsbruck. - Sidar, Kraus' »«^' Kfm A^Ä' Kfm,, Trieft. - Franlel, Kfm,, Graz. !^"' Kfm t.l Abelsberg. - Petrovöiö Kfm., Tressen. -^tnih,^^Z. ^ Saloler, Kfm,, Strug. - Pogacnil, 'üz^^^ ^ Ills, Null,sw,ter. Oberlaibach. ^"eorologijche Blobachtungeu in LaibachT" "^^.^^^^ Eeehühe 306 2 m. 7^^k«^ ^__«« 'z^lb. ?35^ ^« SW'schwach" dewöltt ^U7U^G^^2 SO. schwach^___Regen________ z t>°z z. ^ 2, SO. schwach, bewvllt ,1-4 ^'übtt bem^rinal ^ «estrigen Temperatur 4-9«, um "tllcher Redacteur: Julius Ohm.Ianuschowsty Wissehrad. 3t°? Und Nttv?« . "°:> ^^ Elches darf der als schmerzstillende, lt,b?^tllntwei'. ' ^"^ Einreibung bestbelannte «Molls ll!°^den°nd "^. ^°lz. gelten, der bei Glieder. '«Me Anwen?« "«^."' "°" Erlaltnngen allgemeinste und '-il,^!°ndt?"nN^b"' ^"is einerFlasch.Wlr. Täg< ^°d «^il'cferant 9«^ ^°^"°l)me durch Apotheker A. Moll, i HÜ^°Ng ma^ ". I" den Depots der !<üb°>arle und N« ^sdrucllich Molls Präparat mit dessen ^^^^NlMchnft. ,27^ 7^2 Eine Bö ~"------------------------------------------------- fa!tmten"UnifOrm Sammt Mantel WAn2llf'agenel!L-]SibUllB Bu verk*«fe*-*\!&***e Wr 2 nZ Jeloönlk> Schneidermeister- Aerztlich geprüft und anempfohlen gegen Blutarmut. Eisenhaltiger Wein des Apotheken; **lccoli in Laitoacli. Dieser Wein ist sehr angezeigt für Blutarme, Nervöse oner «lurch Krankheiten geschwächte Personen, für blasse, schmachtige und kränkliche Kinder. (459) io—6 Preis einer Halbliter-Flasche 1 fl. Auswärtige Aufträge werden prompt ausgeführt. warnung! pui,iicum Wird aufmerksam gemacht, «ass in den Handel auf ge-wasenlose Weise China-c.i«en-Wein gebracht wird, «er kein Eisen enthält und mit Cochenille gefärbt ist. Eiu solcher Wein hat keinen thera-4nT"*^sssB Seutl8chen Wert und wird ^ *n keinem Zusatz der Cochenille ^^ii5i^i:i__J^on^eren diätetischen Mittel. ff: O. FIHX ^ üexrerugrasse LTx. ©, IFartezie xeclrts. Erstes und ältestes Wohnungs-, Dienst- und Stellen-Vermittelungs-Bureau (behördlich bewilligt) empfiehlt und placiert Dienst- und Stellensuchende aller Art für Laibach und auswärts. Gewissenhafte, mögliohst rasohe Besorgung zugesichert. (856) 25—5 Röiiieirstrasse IXr. 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Ende 10 Uhr. 96. Vorstellung. Gerade. Freitag, den 11. März Der Vogelhändler. Operette m drei Acten von M. West und Leo Held. — Musik von C. geller. Hdtel „Elefant". Heute Mittwoch und morgen Donnerstag S Auftreten des bestbekannten und beliebtesten Wiener Gesangkomikers Josef teiöler aus Danzers Orpheum. Anfang 8 Uhr. Entree 40 kr. Seine ergebenste Einladung macht (913) Orsti». sFs*ISllolm* Karolina Brilej porojena Cerne javlja v svojem in v imenu svojih nedoraslih otrok Linice, Juli ja in Ernest a vsem sorodnikom, prijateljem in znancem pretužno vest, da je nje nepozabni, nenadomeslljivi soprog, odnosno oèe, sin, brat, zet, strijc in svak, gospod Martin Brilej trgovec in posestnik na Vrhniki danes ob 1. uri popoldne, po dolgi in muöni bolezni, previden s sv. zakramenti za umirajoèe, v 40. letu svoje starosti mirno v Gospodu zaspal. Zerneljski ostanki predragega pokojnika prenesli se bodo v èetrtek, dnö 10. marca, ob polu 5. uri popoldne, iz hiše žalosti na domaèe pokopališèe. Svete maše zadušnice služile se bodo v farni cerkvi sv. Pavla na Vrhniki. Bodi blagi pokojnik vsem sorodnikom, prijateljem in znancem priporoèan v blag spomin in molitev. Na Vrhniki, dn6 8. marca 1898. Course an der Wiener Börse vom 8. März 1898. n°ch dem oMenm Comsbiane. ———. X. ^ '''" ^°« «l. Velb Ware <»« staate zur Zahlung Aberniimmene ..Prlo»^ Obligaliuntn. UMabethbahi, W0 «. «!»00 Vt. 4«/„ lll, 10»/« E, St. , . . !1N'65 li? «allzilchr Karl-Ludw<»»Bahn, diverse SNick? 4°/„ , , . . idU'IN INI n, Vmailbergtl Bah», Em. »884, 4°/,(dlv.St.)«L,.f. 100 fl.N. 10N'2010I2U Nng. «oldrenle 4"/„ pei llasse 122 w 122 »u bto. bto, per UKimo .... 122 IU 122 30 dto, Rente i» Kronenwähr,, 4°/^ steuerfrei für!i0» Kronen N«m. 99 50 997« 4°/» dto. dlo, her Ultimo , , iw üU 99 ?U dto,St, il,, 4'/,"/, I»X»'«0 1l>1 UU dto, Stllals'Oblil,, (Ung, Os»b.) V, I, l»?6, b"/„..... 122 10 12^ 10 bto, 4>/,"/nöchanlrcgal «bl'vbl. 1<)0'Nü!101 !>!> »to, Präm,°A»l, ^ 1NN fl, 0, W. 159 — 160 - bto, dlo. k b«fl. «. W. 15850 159 50 thtih.Neg,.2°_ no ^ «nlehen der Llad! Vor» . . 112 5a — — «n elien d, Stad!ss>>nie!»oe Wien i»4'25^05 25 «»Iche» b, Ltabtssfineind!- Wien lBllber ^ber Gold, . . . .127 50 128 2b Uü'N't" Anl, b, Lwbtam. Wien 1L8 75 16» 7k Ur>ebau'Anl«hen, uerlosb. b°/. 100?5 101^5 » /» Klainer Lanbe^Nnlehen . ss l>o wo l,s» Veld ware ßftndbritft (fill icx» si.). ««dci, aNg,«st,«n50I.v«rl.««/, 99 10 ino — bto, Prsm -Schlbv. »<>/«, I. Vm. 11» 50 lLU 50 b!ll, dto. ««/«11, «km. 1l7'75 11U5U N österr, Ucmdee-byP.-Allst. 4°/, 99^80 100 uu Oest, »,!g. Van! Verl. 4«/„ . . 10040 101 40 dlo, dlo, 50jäl,r, „ 4°/, . . 100-4« 101'4« Epllrcasse.l.üst.. 5U I, b»/,°/,vl. 10I 5« — — ßrlorltäls.Vbligallonen (für 100 st.). ss«bllhn Vm, 18»« ion 75 101 75 Oestrrr, Nordwcstbnhn . . . lll^« 112 40 Llaa»?bah»!l"/„ilFrcs,5»op,St. -..^ —>— Sudvali» »"/„ K <^rc«, 5>«0 ft, St. i«? ^5 — — blo. 5"/z,^200sl, P, 10U sl. l2«'5» !28'— Una^aaliz. Äah»..... 109— —' - 4si/o Unttlllllin« Nah«» . . 99 50 100 — ßank»Actt»» Vmitverem, Wiener. KW fl. . 2«!»-.- 860-50 Budcr, VI»st,,Oesl,,20(isl,2,40 fl.------^'^ bto, l»o, ver Ultimo Seplbr. »«3 75»"^ «lrebi!l,a„l.?lNg, u»!,. 2,^N. . 88N-50»»15» N rba,.l, 0'st. 20« fl. . . 2,7-25 217 75 0sslerr.'M'«ar, «anl. K<» »l. . 888 - 932 Unlonbanl l<«u N. . - - - «»«-«, »«1 - Vtllehilbonl, «ll»,, t« l»' > l?h H0 l?7 5U <»«lb Ware Altien von Hr«n»parl» Dniernehmungen (per Stück). «ufsig-Tepl, Eisenb. 3N0 fl. . i«42 l64U Vützm. ^lordbahn 150 fl, , . «00 — 2«2 —^ »uschtiehraber Eis. 500 sl, TM. 1534 158?- dto, bto, lüt, M 20N fl. . 569 50 571-— Donau - Dampsschlssnyl'!« - «es., Oesterr,, 500 — Ferbinanba ^l^rbb, UV»sl,l5Ät. '3455- d4La> Lemb'Czernow, IM» Eisenb,» Vesellschast 2>x> sl, <2, , . 3«l'—3U2-— Lloyd, Oest,, Xrirst. 5>!>a fl, CM. 4IN'— 4l7- veslerr. Äordwcstb, 2»<» sl. 2. 247 — 248-— dto. bto, (lit. U) 200 fl. «2. 261 — 262-- Praa Duzer Clsenb. 150 fl, O.. »6 — 06-85 Staatsellenbayn 200 fl, 3, . 342 — »4» 50 Südbahn 2Nl> fl, 3..... ?»-— «0 — Siidnordd, Verb,'«. 200 fl, «M. «l Silber 2,275 21375 Un» Westb,(«aal> Eraz»Ä> st. - . 12l'— 122-50 Ellybier Vifen, unb Vtahl'Inl». In Wie» ,00 fl..... 84'50 86 — Vifenblllinw'üelha , Vrfte, «Nsl. ,8550 18650 „Elbemllhl", Papierf, », ».'«. y?.- 97 75 LirsnMr Vraner,»! ,N.» fl, , . 45^. 147^ Mlliilan'Veselllch, Oesl,.alvl>« «I52L5 153 15 PlNNcr Eiltn^Ind-Ge,, 2M ll. .208— 21«-- „Lteyl««/'. Pich!»!, u,«.-«. !i?2-.. 174.^ Gtlb Ware Irisaller ttul>lei»»..««s. ?o sl. 182 50 183 — W»fftnf.°,.0«st.inWlen,i00 ^^^«Hf^fl,««.- 1 I ^ V'Ä'w'fl'^, , ' ! «523,^ No l'r'l^ocsl.Ges,»',,^^ 2010 2060 ValmVose lU sl, «M, . . . 82- 84- I< «e,,nii! ^°K "' »,i,!stsch, d ,^/. Vr.-Schul». b Vobemlsditonstal«, l, ««. 1? 50 18 ÜN dtu, d!ü, N, itm, ,«»« - - 25 50 26 50 Lolbacher Lose...... 2» 75 28 75 Henisen. «msterd,m....... 99 55 9S-7U Deutsche Plive...... 5875 5885 Londun.......> 120-25 ,2N »5 Pari« ........ 47-55 47S0 At, Petersburg . . . , , —- - — — Daluten. vucalen........ 588 57U LN'ssrancH Ltnilc ..... y-zz gz^ Deutsche Neich^banlnut«» . , 55.75 ^g.^ Illllltnischt Ä»utn«t«n . . . 4515 45 25 «apler-«u5tl ...:., i z?.. ^2?^'