Aibacher ^V)v (i^)O Pränumtla tlon«pre ls: Im «omptoli «anzj. ^»-i.. <3»><» , """ dem biöher geführten Kampfe zwifchcn den Ä '°./"d der um den Besitz ihres Kindes ringen-drunae, ^ ^n Geräusch bis zu den Lauschern ge» hörba" " letzt wurde ein markerschütternder Schrei Die A,^l"sclben Moment wurde es draußen lebendig, streng" des Salons leisteten den vereinigten An-"ud hI ' >'' samten nur schwachen W.ders aud "" ihrV. ^^"zteii sie, Graf Bernhard und Verthold ""'chtswurdiger'." riefen sie wie aus emem Munde, ließ s'Z^'"id Teufel!" flnchte der Ueberraschte und ' " "vM los. „Gerettet!" stöhnte schwach die fast ohnmächtige Marie, aus welche Berthold zueilte uud sie iu seiue Arme schloss. „Wir kommen Sie zu rettcu, arme Frau, um Ihnen Ihren Sohn wiederzugeben nnd zugleich jenen Elenden der strafenden Gerechtigkeit zn überliefern!" rief Bernhard. „Mich?" höhnte Gratiano, seine Fassung wieder gewinnend. „Ich kenne dich jcht, Iaeobo Pocciolo, den ich cmst als Bettler in Nizza traf, um ein Asyl flehend, nnd den ich m München wicderfah, weqcn Fälschnng uud Dlcbstahls verfolgt -" u "7 ^ „Das ist nicht wahr!" .Hier," fuhr der Graf fort, ein Papier aus der Tafche ziehend, „hier ist die Abschrift deines Urtheils, vor dessen Vollstreckung du cutstoheu bist!" »Jetzt hat man Ihnen gesagt, wer Sie sind, mm will ich Ihnen sagen, was Sie noch gethan haben," hob Vcrthold an. „Um der Mann einer reichen jungen Frau zu werden, um eiuc Mutter zu betrügen, haben Sie einer andern ihr Kind gestohlen." „Beweise will ich sehen', Beweise!" Das hatte Bcithold erwartet. „Hören Sie also," sagte er. „Sie haben einem Manne, der uns die schriftliche Aufforderung von Ihrer Hand zeigte, für einen fchlechten Streich an. fänglich fünfzehnhundert Mark versprochen, wenn er Ihnen ein Kind verschaffte, dnrch welches Sie das todte Kind der Gräsin von Elmcnhorst ersetzen wollten. Einmal auf der Spur, eilte ich vorgestern in das Dorf, in dem jenes Kind längere Zeit war, forschte dort nach und entdeckte endlich' das Geheimnis. Hier der Beweis," fügte er hinzu, ein amtlich beglaubigtes Schreiben in die Höhe haltend, „der Todtenschein des jnngcn Grafen von Elmenhorst." Während der letzten Worte Vcrtholds waren die Gräsin wie anch der Notar, von dem Lärmen aufgeschreckt, herbeigeeilt. Der Eindruck der Worte Ber-tholds wirkte zermalmend auf die arme, getäuschte Gräfin. Sie sank ohnmächtig mit dem Ausrufe: „Mein Sohn, mein Sohn!" in einen Sessel. Graf Bernhard kniete an ihrer Seite und bemühte sich, sie durch die zärtlichsten Worte ins Leben zurückzurufen. Gratiano gab sich verloren, er sah keine Rettung mehr, denn als er den Versuch machte, sich nach dem Ansgange des Zimmers zn wenden, tönte ihm ein kräftiges „Halt!" des dort postierten Polizisten entgegen. „Im N -men des Gesetzes verhafte ich Sie hiermit, Iacobo Pocciolo, Sie sind mein Gefangener!" nahm jetzt der erste Eriminalbeamle das Wort und rief seinen Untergebenen zu: «Fesselt den Elenden und dann vorwärts!" ^,.„ , Gratiano süatc sich in sein Schicksal. Willenlos ließ er sich die Handschellen anlegen, und ohne noch einen Blick ans die Opfer feines Verbrechens zu werfen, °" H^' ^'V"«. S. mir »erM.,.. Lcbe,."^7w)^tt's,^,»l,i 5g°b°n. - aber »ein dm, »5,d wi^r hol.cn, M°ne ich gcke el d« zurück, al>er e„,iciße e« uui imi heule noch mcht, U«te, 2N4N Munde des Grafen Trautmannsdorf sprach die zweite Generation der Verfassung, zu welcher nun auch das Cabinet Taaffe gehören will. Den politischen Mittelpunkt der Woche bildete die Thronrede. Sie gibt der Befriedigung Ausdruck, dass durch den Eintritt der Czechen das Parlament nunmehr vollzählig geworden sei, und übergeht dann sofort zn den praktischen Aufgaben derselben. Eine Regierung, die ihre Mission darin erblickt, sich der materiellen Entwicklung des Reiches zu widmen, verweilt selbstverständlich mit größerer Ausführlichkeit bei der Aufzählung dieser Aufgaben, und dass sie, die vieles bringen will, auch jedem etwas bringt, ist natürlich. Die Thronrede enthält somit nach dieser Richtung hin in der That ein Programm, kein Programm der verfassungsmäßigen Phrase, sondern ein Programm der verfassungsmäßigen Arbeit. Uns bringt dasselbe keine Ueberraschung. Wir wussten, dass dem Grafen Taaffe die Aera der verfassungstreuen Beklemmungen und der schönen Reden vorüber sei, dass er vielmehr bestrebt ist, die infolge der zahlreichen staatsrechtlichen Streitigkeiten verzögerten Reformen in den materiellen Existenzbedingungen des Staates und seiner Bevölkerung endlich durchzusetzen, die Spuren der Krise, so weit die Autorität dieses vermag, zu verwischen, das Wohl der Einzelnen wie des ganzen Staatswesens zu fördern. Im gegnerischen Lager ist man über die Festigkeit verblüfft, mit welcher Graf Taaffe diesem Ziele zuwandert, und in schlecht verhüllter Form wirft man der Regierung vor, dass sie Reclame für sich mache und den Beifall der Masse suche, anstatt einen „höheren Standpunkt" einzunehmen. Als ob ein Ministerium etwas Besseres thun könnte, als die Zustimmung der Bevölkerung suchen! Worin soll denn der „höhere Standpunkt" bestehen? Etwa in der Sterilität, welche das gcsammte wirtschaftliche Walten der alten Verfassnngspartei zu so trauriger Berühmtheit gelangen ließ? oder in der Unfähigkeit, die mall in der Krife von 1873 bis 1879 offenbarte? oder in der Negation, welche der Steuerreform entgegengebracht wnrde? Wir haben kein Verständnis für eine solche Höhe, und die Wahlen zeigten, dass auch die Bevölkerung davon nichts wissen will. Sie hat präcise praktische Interessen. Indem das Ministerium diese wahrnimmt, dient es ihr, und wenn die Regieruug von dem Parlamente verlangt, dass es mit der Berathung nicht allzu viel Zeit verbrauche, bringt sie vielleicht den innigsten Herzenswunsch des Volkes zum Ausdrucke. Auch der „Sonn- uud Feiertags - Courier", die „Souu- nnd Montags»Zeitung" und der „Osten" coustatieren den überaus güustigeu Eindruck der Thronrede. Des Kaisers Appell an die allgemeine Versöhnlichkeit habe in allen Kreisen der Bevölkerung die lebhafteste Znstimmuug gefunden. Das Arbeitsprogramm trage allen berechtigten Wünschen Rechnung. „Wenn die Abgeordneten der Linken", sagt der „Osten", „dic Punkte ihrer Programme aufrichtig und loyal zur Richtschnur ihrer parlamentarischen Thätigkeit machen, wenn die Worte, die sie auf den Lippen tragen, in Thaten umgewandelt werden sollen, dann kann man sich der Hoffnung hingeben, dass von dem in der abgelaufenen Woche eröffneten nenen Reichsrathe eine nene Aera für Oesterreich datieren wird, eine Aera des inneren Friedens und des einträchtigen Zusain-menwirkens aller Völker uuo Parteien, eine Aera der Kräftigung und Erstarkung im Innern wie nach Außen, eine Aera der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Wohlstandes." Von den Urtheilen der deutschen Blätter citieren wir nachstehend außer den von uns bereits mehrfach mitgetheilten noch folgende Stimmen. Die „Köl-nische Zeitung" schreibt: „Graf Taaffe hat mit der Thronrede, durch welche Kaiser Franz Josef die neue Session des Reichsrathcs eröffnete, einen glücklichen Wnrf gethan; dies geben anch zahlreiche Gegner des jetzigen Ministerpräsidenten zu. Keineswegs ausgeschlossen soll dabei bleiben, dass manche Punkte derselben nicht die allseitige Billigung finden und an manchen Orten sogar anf Tadel uud Widerspruch stoßen. Dass Lente, die monatelang dem Grafen Taaffe Misstrauen entgegengebracht haben, die von ihm geradezu Angriffe auf die Verfassuug befürchten, durch eine Thronrede uicht zu seiueu Freunden bekehrt worden sind oder bekehrt werden konnten, liegt auf der Hand; dennoch konnten auch sie sich nicht dem günstigen Eindruck eut-ziehen, deu die vom Throne gesprochenen Worte hervorriefen. Die Sätze, m denen der Kaiser sich über die Stellung der Nationalitäten, über die anzubahnende Verständigung uud Vereinigung derselben äußert, werden zunächst im Hervorrageildell Maße die öffentliche Mcinnng beschäftigen und deu Hauptgegenstand der pnblicistischen Erörterungen bilden. Lag doch in ihnen die Hauptschwierigkeit für das Cabiuet, uud hier hau-delt es sich uicht nur um den Sinn, sondern um jedes einzelne Wort. Sorgsam musste jeder Ausdruck vermieden werden, der zu gcfährlicheu Missdeutuugen oder zur Aufwerfung staatsrechtlicher Fragen oder Kritik Aulass hätte gebeu köuuen. Die Czcchen haben bekanntlich eine weitgehende Anschauung von ihren Rechten, die schwerlich von den übrigen Parteien des Neichs-rathes im vollen Umfange geachtet werden oder geachtet werden können, und gerade bei ihnen, den Czechen, ist deswegen der Appell des Kaisers an die Mäßigung nicht nur außerordentlich allgebracht, sondern geradezu dringend vonnö'theu. — Fast gewinnt es den Anschein, als ob die Czechen sich vorerst mit dieser grundsätzlichen Erklärung der Regierung znfrieoengebeu werden, da sie es doch gewesen, die ihren einstigen ablehnenden Standpunkt zuerst vollkommen aufgabeu uud am gestrigen Tage ohne jede Einschränkung, ohne jede Verwahrung die verfassnngsmäßige Angelobuug gleich allcu anderen Neichsraths-Äbgeordncten leisteten. Diese überaus wichtige Thalsache wird in ihrer hohen Be» deutung weder durch die Thronrede noch durch eine spätere Erklärung der Czechen abgeändert. Die Czcchen waren es, die zuerst den Standpunkt des Ministeriums uud auch den der Verfafsungspartei anerkannt haben: llxU'a. iml/liunontuln uulill, «M«! Es ist dies ein Erfolg, der den Monarchen zum Ausdrucke feiuer vollen herzlichen Befriedigung, die er mit so warmen Worten kuudgab, vollauf berechtigt." Die „Schlesischc Zeitung" bemerkt: „Thalsächlich sind die Czechen, Mczechen wie Iuugczcchen, vollzählig m den Neichsrath eingetreten uud haben das vorgeschriebene Gelöbnis auf die Verfassung geleistet. Somit haben die Czechen, welche bisher im Reichs-rathe nur erschienen, um gegen die gegellwältige Verfassung zu protestieren, für die „Länder der böhmischen Krone" „die verbrieften Rechte" zurückzufordcru und mit Eclat vor Ableistung des Gelöbnisses wieder aus- warte noch einige Tage," schluchzte Helene, die jetzt ali eine rauhe Wirklichkeit, die schreckliche Wahrheit erinnert wurde. „O, gern, gern, gnädige Frau," beruhigte sie Marie. „Helfen Sie mir nur »nein Kind zu erzieheil, und ich will Ihnen dankbar sein fürs ganze Leben." „Alles, alles will ich thun, was du arme Dulderin von mir verlangst. Es sei meine heiligste Pflicht, und du, Bernhard," wandte sie sich an den Grafen, „willst du mir beistehen, wieder gutzumachen, was ich uuwissentlich an dieser armen Mutter verschuldet habe?" Der Graf umschlang sie uud legte ihren Kopf an seine Brust. „Ich verspreche es dir unter einer Bedingung, Helene, dass du den Traum unserer Jugend erfüllst und die Meine wirst." Helene antwortete mit einem Blick, in welchem ihre ganze Seele und ihre innige Liebe lag, während Berthold Marie an sich presste nnd ihr noch einmal die heiligste Versicherung gab, sich mc mehr von ihr und seinem wiedergefundenen Kinde abzuwenden. Glück und Frieden waren in der Stunde der höchsten Gefahr in alle Herzen eingekehrt und blieben darin heimisch. Wellige Monate später wurde Heleue Bernhards Gattin. Sie verließen gleich nach der Hochzeit Berlin und kehrten nach Schloss Elmenhorst zurück, wohin ihnen Marie und Berthold folgten, letzterer in der Eigenschaft eines Schlofsverwalters, da der alte Castellan inzwischen gestorben war. Gratiano wurde zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt und starb im Gefängnisse. Bis zu seinem letzten Augenblick leugnete er die Mitschuld an dem Morde des Grafen von Elmenhorst, obwohl die deutlichsteu Indicien vorlagen. Erst auf dem Sterbebette legte er ein umfassendes Gestäuduis ab. Er gestand, in Neapel die Äauditeu gedungen zu haben, um deu Grafen Waldemar zu ermorden, fowie auch ferner, dass er Mariens Kiud geraubt uud durch ätzende Mittel die Narbe hergestellt habe, welche die Gräfin lind Marie im ersten Moment irregeleitet hatte. Seine Helfershelfer, zu welchen auch Andreas, Bertholos früherer falscher Freund, gehörte, erlitten ihre gerechte Strafe. Andreas, erst nach Jahren aus dem Gefängnisse entlassen, nahm ein klägliches Ende. Cllies Morgens fand man seine Leiche 'in einer der Vorstädte Berlins. Er war in einer Rauferei von einem seiner Complicen erstochen worden. Dauerndes Glück herrschte fortan auf Schloss Elmenhorst, an welchem auch die aus Loudon zurückgekehrte Elfriede theilnahm. Die beiden schwergeprüfteil Dulderinnen, Marie nnd Heleue, umschlang ein festes Freundschaftsband, das auch die Geburt eines Sohnes, welcher nach seinem V^ter Bernhard getanft wurde, nicht lockerte. Mariens Sohn war der Spielgefährte des Erben von Elmenhorst und genoss die gleiche Erziehung. Trotz des Unterschiedes'der Stände blieb die Freundschaft, die Zuneigung der gräflichen Familie zu der Familie des Schlossverwalters eine innige uud vertraute. Das Uuglück hatte sie zusammengeführt und das Band, welches alle aneinander knüpfte, unauflöslich gemacht. Die Dämonen der Leidenschaft waren geflohen, für immer verbannt, und an ihre Stellt' war beseligender Friede getreten, welcher Schloss Elmenhorst fortan zu einer Stätte des reinsten und ungetrübtesten Glückes machte. zutreten, die Verfassung anerkannt. In den Organen des verfassungstreuen Liberalismus wird deshalb vielfach Triumph gerufen und das Ergebnis so behandelt, als hätten die Czechen, nunmehr besiegt, die Waffen gestreckt. Dies ist jedoch keineswegs der Fall. D«e Czechen haben nur den Kampfplatz gewechselt; sie sind, nachdem der Versuch, außerhalb der Verfassung beion' derc nationale Vorrechte zu erwerben und aus Koste» der gemeinsamen Volksvertretung und der gemeinsamen Legislatur für die Länder der ehemaligen WenzcslklMic eine Sonderstellung zu erlangen, nicht zum Ziele geführt hat, nunmehr entschlossen, ihre Forderungen innerhalb des Neichsrathes geltend zu machen und nacy Möglichkeit zu realisieren. Jedenfalls wird die w'-fassnngstreue Hälfte des neuen Abgeordnetenhauses gut thun, ihre consequent Ablehnung aller czechW" Desiderien, auch der billigen uud realisierbaren, au? zngcben und den Czechen auch ihrerseits entgegen' zukommen. Wenn andererseits auch die Gegner der Verfassung im neuen Hause über die Hälfte der Summen verfügen, so ist wider den WiUcn der Verfassung^" Partei doch keine Modification der Verfassung möglich, da hiezu eine Zweidrittel - Majorität erforderlich l .^ falle der Versammlung für seine Schlussworte, < welchen er dem Hause für die ihm bewiesene ^a^ sicht dankte, seinen Sitz verlassen, übernimmt der 1 gewählte Präsident Graf Coronini das PräsidinM "^ hält eine Ansprache, ill welcher er zunächst ft^ ^ ihn, erwiesene Ehre dankt, um das Vertrauen " die Uuterstützuug der Bersammluug bittet, seinem ^ ganger, Dr. v. Rech ban er, warmes Lob sp^,' die nach langjähriger Abwesenheit wieder in das ^ geordnetenhans eingetreteilen Czcchen sympathM, ,,-grüßt, ihren Forderungen, soweit sie mit den Wl l-bediugungen der Monarchie vereiubar sind, ^ fs^,,g lendc Berücksichtigung verspricht und die H^I^, ausspricht, sie werden ihrerseits die Rechte d" fassnug und die Errungenschaften der Staatsg ^ gesetze dem Reiche unuertümmelt erhalten. ^^ , hes Hinweise auf die friedlich vollzogene Occupatw' ^ Sandschaks Novibazar spricht er den Wunsch ""^„„g nicht wieder anflodernder hänslicher Zwist ^e ^^5 der dringenden wirtschaftlichen Aufgaben hinder",^ nnd daß die Voltsvertreter, wenn sie a" . ,, ^t tische Opferwilligkeit der Steuerträger "ppelllere"^ ^ vergessen mögen, welche Höhe die Lasten ber ^, reicht haben. Er schließt mit einem Hoch auf .^ ' ^, jestät den Kaiser, in welches das Hans bege'l^ stimmt. m.vevrä'sl' Es folgt hierauf die Wahl des ersten Wc^ dentcn. ^ Dr. Zum ersten Vicepräsidentcu '""Mr Smolka mit 180 von 33<1 Stimmen gew"yll' ^, (der Candidat der Vcrfassungspartei) er^^ka Stimmen. 3 Stimmzettel waren leer. Dr. ^ eMie daukte mit welligen Worten für die auf lyn u Wahl. wird ge- Zum zweiten Vicepräsidentcn ' . vo" wählt Freiherr v. Gödel-Lannou nm 335 Stimmen. ^,., ^ «„t, ?" Es folgt die Wahl der Schrifchlhrer ' ^ <.H Ordner. Die Regierung bringt emen M'^ , Mt v" betreffend die Verlängeruug der Geburen,' Arroudieruugen von Grnndstncken. , hoh/'' Dr. Herbst und Genossen nnd G "/A^s" s wart nud Genossen haben Anträge M ^ d' einer Antwortsadresse auf die Thronrede " ^s Wahl eines aus 24 Mltglledern bestehenden ausschusses eiugebracht. 2041 ,;„ Der Antrag des Dr. Herbst lommt, als der früher fMbrachte, zuerst zur Abstimmung und wird em-'tlmnng angenommen ni.f ^'3"skl und Genossen bringen einen Antrag M Crlassung eines Gesetzmlwm.es, betreffend die N l's ^s Versicherungswesens, und einen Gcsetz-"llwuri. betreffend die Kunstweinfabrication, ein. ^ > ^^ ^indcrnnli des Nothstandes im Karstgebiete "no auf den Plarnerischen Inseln. ^ ^. ^ ^eumaycr und Genossen interpellieren den Mnoelsmmistcr wegeu der Grenzsperre gegen Deutsch-"no und wegen Beseitigung der hohen Virhzölle. Schluss der Sitzung 2'/, Uhr. Nächste Sitzung 'uorgen. Tagesordnuug: Wahl des Adressau«schusses. Vorgänge in Frankreich. f.. Der Candidat der „Unversöhnlichen", der amne-^ Ue Redacteur dcs „P.ne Duchcsuc", Huiubert, "Uwe am 12. d.M. in dem Stadtviertel Iavel in den -pariser Municipalrath gewählt. Der erbitterte Kampf, "er jelt Wochen zwischen den Nadicaleu nnd den ^pftortnmsten geführt wlirde, entschied sich also zn dunstender ersteren. Das Ergebnis dieser Wahl wird unen nicht geringen Einfluss ans die Haltung und die gegenseitigen Beziehungen der einzelnen rcvublikaui-ie zu macheu; Jules Ferry .^achtet noch eine gewisse Zurückhaltung; persönlich F ^ gegen die volle Amuestie, vom Standpnnkt seines al 6 7 bestndet er sich aber iu Verlegenheit. Die Ahmten Mütter haben übrigeus uur mit allem Und?^ '^"' abweichenden Standpuukt zu erkeuuen Ail^ "" ö« verstehen gegeben, dcss sie sich in die ist ,^"'Mcn des Herrn Grcvy fügen wcrdcu. Dieser daraus , ^ ^"' ^^"l Amuestie fcind, alles deutet stiln, ^'"' ^^ Hk"' Grcvy diesmal uoch die Zu-WelH ^. "^ ^''"st"' erwirleu wird; aber Personen, dass ^'"^ ^ Sachlage genan vertrant sind, erachten, dez (5 5 der letzte Erfolg der conservative!! Fractiou Herrn ml"''^ ^"" ""^ ^"^ spätestens im Iänuer sal ^ s"Uddiugtou uud seine Eollegen dasselbe Schick« v. M„ " wird, welches vor einigeu Mouaten Herrn ^"e betroffen hat." francs!" letzten Freitag hat ein anhcrgewöhnlichcr „U^'chn Miuisterrath stattgefunden. Wie die Der W^'" meldet, warru alle Minister anwesend, licht ^^"cminister erstattete einen müudlichen Be^ Oceane " ^"ien Besuch iu dcu Kriegshäfen des lvclr ni,' ^^ wichtigste Gegenstand der Berathnng bewss^I brr vom Fiuanzmiuister vorgelegte Entwnrf in d, ^ Vicinalwe g e. Es handelt sich darum, Vudn.l "^ der Viciualwege cincu Theil der im lassen p" ^7<) erzieltcu Ucberfchüffe fließeu zu ill eni '" ""eu Fonds vou wenigstens 70 M.llioucu haben ^"... D" Miuistcrrath zeigt sich diefem Vorder H!„U ""'N' uud die Miuister des Inuern uud vorlegt '^" werden in diefcm Sinllc einen Entwurf am u? ^""züsifchcu Miuisterium des Aeußeru ist !^nzö's''l?'^ Uebcreiutuuft. durch welche der ongiert U'Z^nglische Haudelsvertrag pro- chen G'N "on Herru Waddington und dem cngli- Nrlaub 's^^^ger Herrn Adams, welcher den auf """zeichnet /"d" ^"lchafter Lord Lyons vertritt, Oagesneuigkeiten. — (Der Kronprinz beim Fürsten Carlos Aucrsperg.) Samstag nachmittags ist Se. l. und k. Hoheit der durchlauchtigste Kronprinz Herr Erzherzog Rudolf in Veneschau angekommen uud hier von dem Fürsten Carlos Aucrspcrg. dc» Bczirlsbeamten, dcn verfchiedcnen Corporationcn und einer zahllosen Menschen« menge empfangen worden. Beneschau und die umliegenden Ortschaften waren festlich geschmückt. Der Kronprinz bestieg dcu sciuer harrenden Prachtvollen Viererzug des Fürsten und traf in dem reich bestatten Wlaschimcr Schlosse nach 0 Uhr ein. Dortselbst hattei, sich zur Ve-grüßmlg cingefnnden: Fürst Adolf Aucrsperg sammt Gemahlin. Sohn und Töchtern. Gras und Gmfin Mannsfeld und Oberst Gras Festetics. Die Herrschaften geleiteten Se. kaiserliche Huhcit in dic prunkoullen Gemächer, woselbst um 8 Uhr das Diner genommen wurde. Nach beendeter Tafel, gegen 9 Uhr. nahm dic Festvorstcllung ihren Anfang, mit deren Arrangement und Programms-entwnrf der Präger Schauspieler Herr Martinclli bc> auftragt worden war. Zur Aufführung gelangten mehrere einactige Schwante, beliebte Singspiele und Solopiccen, darnntcr: „Die beiden Gendarmen", „Hcyman Levy", „Mein Trompeter" und „Ebener Erd' und erster Stuck", welche von den Mitglieder» des deutsche« Landcstheatcrs Fräulein Sccberger. den Herren Martinclli und Schlc-singer wirtsam dargestellt wurden. Der Kronprinz und dic hohen Herrschaften nntcrhieltcn sich vortrefflich und zeichneten die Präger Künstler durch lebhafte Bcifalls-bezenguugen aus. Die Mufit besorgte die Capcllc dcs Zicmiecki - Regimentes. Z« der Theatervorstellung, die bis 11 Uhr nachts dauerte, wurden auch geladen: der Bezirksvorstand nebst den Beamten, die Hausbcamten dcs Fürsten sammt deren Frauen und der Dechant und C.wlan von Wlaschim. — Tagsdarauf wurde zu Ehren Sr. k, t, Hoheit eine Jagd im Wildpark auf Dammwild. .hicranf im Fasancnpart auf Fasanen und später auf Hnhncr veranstaltet. Abends fand eiu Diner statt, fo-dann wurde ein großartiges Feuerwerk abgebrannt Die Abreise des Kronprinzen aus Schloss Wlaschim erfolgte vur 8 Uhr.^ und kehrte derselbe abermals mit Separat, zug »ach Prag znrück. In Begleitung Sr. kaiserlichen vohclt bcfandcn s.ch der Obersthofmeister Graf Bom-belles. d.e beiden Flügeladjutauten Balaloviö und Eschenbacher und sieben Diener. — (Polnifches Nationalmuseum,) Das großmüthige Geschenk, welches der Maler Sicmiradzki nut seinen „lebenden Fackeln" der Stadt Kralau gemacht hat. hat in dcn bei der Kraszcwsli-Fcicr Versammelten polnischen Künstlern den Gedanken an die Errichtung eines polnischen Nationalmuseums in Krakau wachgerufen. Wie der „Ezas" meldet, sind bereits viele Kunst er dem Ae.,piclc Siemiradzkis gefolgt und haben der Krakauer Sammlnng Schenkungen gemacht. Vicrzia der auwesendcu polnischen Künstler habcn sich durch Untersertiauug eines feierlichen Actes verpflichtet, „das Nationalmuscum ,n Krakau durch Beiträge zu bereichern " sowie die Ausstellungen, welche veranstaltet werden sollen, zu beschicken. — Iu Lemberg werden große Vorberci-, tungen getroffen, um Siemiraozki. der längstens am 17. d. M. dort eintreffen soll. zu empfangen. Dcr Gc-mcinocrath entsendete eiuc Deputation nach Krakau, welche den aus Wien kommenden Künstler dort abholen und nach Lcmbcrg geleiten wird. — (Schönbrunn.) Im botanischen Garten in Schiwbrunu wird ein großartiges neues Gewächshaus errichtet. — (Siebeuunddrcißig Personen verbrannt.) Ueber ein Brandnnglück in Wolodarot. Gouvernement Kiew, bringt dcr „Russische Conricr" folgende Einzclnheitcn: Am 21. September um 8 Uhr abends erhielt ein Iudent»abe von seinem Vater den Anftrag. aus dem im Vorhausc stehenden Fasse Kerusm zu holen. Im Fasse befanden sich 20 Wedru dieses gefährlichen Stoffrs. Nachdem der Knabe sein Gefäß gefüllt, wollte er mit dem Lrnchter, in welchem ein brennendes Talglicht steckte, deu Spund des Fasses wieder zuschlagen. Das Licht fiel aus dem Leuchter, unglücklicherweise m das eben gefüllte Gesäß, uud daS Kerosin entzündete sich. Der erschrockene Knabe ergriff die Flucht, stich dabei jedoch mit dem Fuß das brennende Gefäß nm. Die Flamme erfasste alsbald das Gebinde, und cs liefen Menschen herbei, um zu helfen. Einige bemühten sich. das mit Kerosin gefüllte Fass ins Freie zu fchaffen. als Plühlich eine Explosion erfolgte nnd alle in dcr Nähe befindlichen Pcrsunen mit brennendem Kerosiu übergössen wurden. Diese Unglücklichen stürzten sich in ihrer Verzweiflung mitten in die dichtgedrängten Mcnschcumassen. die sich draußen versammelt hatten, die Klciocr vieler anderer entzündend. Im ganzen wnrdcu 37 Personen verletzt, von denen 18 bereits gestorben sind; dic übrigcn gcbc» wenig Hoffnung auf Genesung. Um das brennende Haus hatte sich uicmand gekümmert; Dank der herr-schcndcn Windstille erlosch das Fcucr schließlich von felbsi. Locales. -^- (Belohnung.) Der Herr Laudcspräsident hat sich bestimmt gefunden, dem Hufbeschlagschmiede Johann Mandel in Ustje, im Bezirke Littai, welcher die! erste Anzeige über einen vorgekommenen Rinderpeftfall im Lande an die Behörde erstattet hat, eine Gelbprämie zukommen zu lassen. — (Schriftführer) Unter den in der vorgestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses gewählten zwölf Schriftführern befinden sich auch zwei ReichsrathS-abgeoroncte aus Kram, nämlich die Herren Bruno Baron Tauffcrcr und Dr. Poklukar, von denen jeder mit 316 unter 323 abgegebenen Stimmen gewählt wurde. — (Vermählung) Uebcrmorgen findet in der hiesigen Domkirchc die Vermählung des Fräuleins Her-minc Schöppl von Sonnwalden, Tochter des Herrn Hof-rathcs Dr. Anton Ritter v. Schbppl.SonnWalden, mit Herrn Edmund Lustig, Bergingenieur und Bcrgwerls-besitzer, statt. — (Philharmonische Gesellschaft.) Die diesjährige ordentliche Generalversammlung der philharmonischen Gesellschaft findet Sonntag dcn 2. November um 10 Uhr vormittags im Vereinslotale (Herrengasse, Fiirstcnhof. 2. Stock) statt. Außer dcr Vorlage des üblichen Jahresberichtes, des Rechnungsabschlusses und dcs Präliminarcs für das nächste Vereinsjahr wirb hicbci auch die Neuwahl der Gcscllschaftsdircction vor« genommen werden. — (Bauübcr nähme.) Die Firmen Tönnies in Laibach, Körösi iu Graz und Nagles in Trieft haben, einer Mittheilung der „Tgpst," zufolge, den Bau der in Trieft demnächst zur Errichtung gelangenden großen Lagerhäuser in Offcrtwege erstanden. — (Gewitter mit Schneefall.) Heute nachts zog über Laibach und Umgebung ein zwar schwaches, aber ungewöhnlich lange anhaltendes Ge? Witter hin. das vor 8 Uhr abends mit einem heftigen Sturmwinde begann, der dcn Regenschauer prasselnd an die Fensterscheiben trieb, während dumpf rollende Donnerschläge sich iu lnnggedchnten Zwischenränmen ununter« brochcn bis uach 2 Uhr nachts hören ließen. Der Gewitterregen, der die Temperatur merklich abgekühlt hatte, gieng gegen Morgcu in einen ziemlich ausgiebigen Schneesall über. dcr Laibach heute früh, wohl zur peinliche» Urberraschung so manchen ahnungslosen Stadt-bürgcrs. unter weißer Dcckc erwachen ließ. Ein traurigfrostiger Anblick für deu — 10. Oktober 1 — (Wasfcr noth im kleinen.) Die ungewöhnlich laugc rcgenlose Zeit, welche in Laibach mit Ausnahme vereinzelter, ganz kurzer Unterbrechungen von Mitte Juli an bis zum gestrigen Tage. somit durch volle drei Monate anhielt, hat den Erdboden fast völlig ausgetrocknet, und machte sich dieser Umstand zuletzt be-souders dadurch in unangenehmer Weise fühlbar, dass bereits ein namhafter Theil unfrrcr Brunnen theils schon seit Wochen, theils erst in letzterer Zeit, ganz oder nahezu versiegt ist. Die Bewohner so manchen Hauses in Laibach, die sich schon seit Jahren nicht erinnern, ihr Trinlwasser je wo anders als vom eigenen Haus-brunnen geholt zu haben, müssen sich jetzt dazu bequemen, ihren Bedarf au dicscm unentbehrlichen Nass bei cinem freundlichen, wenn auch oft weit entfernten Nachbar zu decken, während andererseits die Besitzer jener Häuser, deren Brunnen noch Wasser liefern, sich — um der gleichen Calamität zu entgehen — schon in vielen Fällen veranlasst gefühlt haben, die Pumpe unter Schloss und Riegel zu setzen und deren Benützung nur den eigenen Wuhnpartcicn, mit Ausschluss aller fremden Kiebitze, zu gestatten. Hoffentlich wird also die dem Anscheine nach mit dem gestrigen Tage alles Ernstes inaugurierte Herbst-rcgenzcit diesmal von genügender Ausgiebigkeit sein, um dieser Laibachcr Wassernoth im kleinen rasch ein gründliches Ende zu machen. Es wäre dies auch vom sanitären Staudpunkte ans in hohem Grade wünschenswert, denn abgesehen davon, dass das aus der untersten Brunncntiefe geschöpfte Wasser nicht selten schon einen sumpfigen Charakter trägt, liegen infolge des abnorm seichten Wassrrstaudcs des Laibachflusses auch die meisten in denselben mündenden Kanäle schon seit längerer Zeit offen zutage und verbreiten eine keineswegs gesundheits» zuträgliche Ausdünstung. Die Vermuthung liegt daher nicht so ferne, dass die in Laibach in letzterer Zeit hie und da aufgrtauchteu Erkranlnngcu typhösen Charakters mit den gcilanntcn Uebclstandrn in engerem Znsammen-hangc stl-hcn. Jedenfalls Grund genug, um den Wunsch nach mehreren recht ausgiebigen Regentagen, so un-angcnchm derselbe vielleicht auch manchem unserer Spaziergänger iu die Ohren klingen mag, berechtigt erscheinen zu lassen, — (Staats. Forstprüfung.) Die zufolge Anordnung des l, l. Ackerbauministeriums heuer in Lai-bach abzuhaltende» öffentlichen und mündlichen Staats-Forstprüfungcn für selbständige Forstwirte und für das Forstschutz- und technische Hilfspersonale beginnen am 28. d. M. um <.1 Uhr früh im Rathssaale der hiesigen k. k. Landesregierung. — (Gemeinderathssihungeu.) Der Lai- bacher Gemeinderath hält morgen und Montag den 20. d. M., jedesmal um 5 Uhr nachmittags im stadt,-fchen Rathssaale öffentliche S.tzunge» ab. D.e Tagesordnung für die morgige Sitzung lautet: I. Bcr'chte der Personal- und Ncchlssect.on: 1.) Ueber o,e Vorruckung ciuce maaistratlichcn Amtsdieners aus der minderen in die höhere Gehaltsstufe und über die Besetzung der dadurch frei werdenden AlMdienerMelle der minderen 2U42 Gebür; 2.) über die Verwendung eines Theiles des vun dcr Stadtgcmeinde verwalteten Waisenstiftungs-ucrmögcns zu Stiftungsstiftendien in der Freiin von Lichtcnthurn'schen Waisenaustalt. II. Bericht der Bau-scction: Ucbcr die Verlängerung der städtischen Schwarz» dorfcrstraßc bis zur Pumörialgrcnzc am Langen Graben iln Moorgrunde. III. Berichte der Finanzsection: 1.) Ueber die angesuchte Passierung der bei den Neu» bauten am städtischen Bade „Kolesia" stattgehabten Ueber-schrcitnngen der genehmigten Kostenvoranschläge; 2.) über dic Widmung der gemmerten städtischen Marktbuden auf dem Kaiser-Iuses-P atze zu Depositoricn der von den Landwäschereien angesammelten Wäsche. IV. Bericht der Schulsection: Ueber die Kustenftassierung für die Eröffnung einer Parallelabtheilnng in der dritten Klasse der ersten städtischen Knabenvolksschule. — Nach Schluss der öffentlichen folgt in Personalangelegenheiten eine geheime Sitzung. — (Zur Einsicht.) Vom gestrigen Tage an bis inclusive 31. d. M. liegen im Expedite des Laibacher Stadtmagistrates die für das Jahr 1880 verfafsten Voranschläge über die Einnahmenund Ansgabcn der Stadt-kassc, des Volksschulen-, Arincninstituts-, Bürgcrspitals« ,uid allgemeinen Stiftungsfondcs znr öffentlichen Einsicht anf. Den Gemcindegliedern steht es frei, daselbst alifälligc Erinnerungen darüber zu Protokoll zu geben. —ä. (Theater.) Angclys Lustspiel. „Von Sieben die Hässlichste" ist im Gegensatze zu den sonstigen guten Stücken des Verfassers leicht gearbeitet und entbehrt der dramatischen Spannung, indem es seinen epischen Ur-sprnng nicht verleugnet. Immerhin aber ist es ergötzlich nn' vermag bei guter Darstellung, wie vorgestern, einen Abend passabel auszufüllen. T)as Theater war wieder leer, wie bei allen unmusikalischen Production?,,, und das spärlich versammelte Publicum hielt sich reserviert, wurde aber dennoch durch die vorzüglichen Lcistungcu des Frl. Bcllan und des Herrn Frederigk zu Beifallsbezeugungen hingerissen. Desto lebhafter gieng es gestern zu. Gences „See-cadct" füllte trotz des strömenden Regens das Haus in allen seinen Räumen. Die Aufführung dieses Meisterstückes in seiner Art war aber auch in der That gelungen und befriedigte alle durch die früheren brillanten Sccnicrungen höher gespannten Erwartungen des Auditoriums im hohen Grade. Sie kann denselben würdig angereiht werden, und wir gratulicreu der Direction zu diesem neuerliche» Erfolge, welcher die schönsten Hoff-nnngen für die heurige Saison wachruft und den Beweis liefert, dafs jene bestrebt ist, dem Geschmacke der hiesigen Bevölkerung zu huldigen nnd die den Laibachcrn ans Herz gewachsene Operette so gut, wie wir sie billigcrweise besser nicht fordern können, auszustatten. Die Solisten waren insgesammt tadellos und wurden vom Cadettenchor auf das trefflichste unterstützt. Letzterer brachte noch niemals eine so günstige Wirkung hervor als diesmal und zeichnete sich auch durch sein exactes, anf gnter Schulung beruhendes Auftreten aus. Hiugegen machten die rauhen Männerstimmen im Ensemble einen minder angenehmen Eindruck. Fräulein Heißig (Königin) und Fräuleiu Widemann (Fanchette) überboten sich gegenseitig in ihren prächtigen Leistungen und wurden mit Applaus überschüttet. Nicht minder verdient um das Gelingen der Vorstellung machten sich die Herren Mondheim (Don Dumingos), Endtresscr (Lambert) nnd Weitz (Don Iannario), welch' letzterer sich von den bisherigen Darstellern dieser Partie durch sein schönes, klangvolles Organ auf das Vortheil-, hafteste unterschied. Nicht unerwähnt bleiben darf auch der „Mungo" des Herrn Bernthal, der im Vereine mit dem kurzsichtigen Ccrcmonicnmeister die Erheiterung des Pudlicuuis recht wirksam besorgte. Von Frl. Roßmann, deren Name gestern das erstemal am Theaterzettel erschien, können wir nur so viel sagen, dass sie sich als „Donna Antonia" an dem excellent vorgetragenen Qnar-tette des ersten Actes betheiligte. Besonders bemerken müssen wir aber, dass durchgehends ausdrucksvoller ge- ^ spielt wurde, als wir es bisher bei Operetten zu beobachten die Gelegenheit hatten, und dass diesfalls namentlich Frl. Widemanu mit Anerkennung genannt zu werden verdient. Auch Herr Weitz war ein sehr charakteristischer „Ianuario". Die im letzten Acte über „Don Mauricio" klageführenden Bürger und Bürgerinnen hätten in diesem Costüme und nicht als Offtcierc und Cadetten erscheinen sollen, da letzteres sehr störend wirkte, überdies aber zum Kostümwechsel Zeit genug vorhanden war._____________________________ Neueste Post. Oriq i na l - Tel eu. ramnie ^ r r „Laib. Zeitung." Wien, 15. Oktober. Im österreichischen und im ungarischen Unterhause wurden Geschenlwurfc übcr die Verwaltung Bosniens und der Herzegowina und betreffs Verlängerung des Wehrgesctzes bis Ende 1889 vorgelegt. Abgeordnetenhaus. In den Adressausschuss wurden gewühlt: Huhenwart, Giovamlli, Klaiö, Fürst Liechtenstein, Schund, Nicger, ClaM'Martinih, Schroin, Zeithammcr, Gudcnau, Grocholski, Dmiajcwski, Czar-tmyski, Smarzewski, Eusebius Czerkawsli, Köpft, Sturm, Eduard Süß, Tomaszczut, Demel, Nechbauer, Werber, Scharschmid, Herbst. — Promber beantragt eine Dienstespragmatit für Staatsbeamte; Miero-ßowski interpelliert wegen Geldes für Linderung des Nothstandes in Galizkn. Athen, 15. Oktober. Nachdem die Pforte das dreizehnte Protokoll des Berliner Congrches als Grundlage der Verhandlungen acceptierte. so hat die griechische Regierung ihre Coinmissäre angewiesen, betreffende Verhandlungen mit den Türken einzuteilen. Simla, 14. Otlober. Gruße Stritt, äste der benachbarten eingeborenen Stämme griffen das britische Lager bei Alithayl an, die britischen Truppen schlugen den Angriff ab, machten einen Ausfall und zerstreuten den Feind, der 23 Todte zurückließ. Die Briten hatten 5 Verwundete. __________ Wien, 14. Oktober. Nach einer Meldung der „Politischen Corresponds" aus Konstantinoprl soll der Botschafter Zichy hrntt mit einem kurzen Urlaube nach Wien reisen. Prag. 14. Oktober. (Presse.) Der „Bohemia" wird aus Wien geschrieben: Bei der gegenwärtigen Lage der Dinge sei die Complettierung des Cabinets fiir den Angenblick in den Hintergrund gedrängt worden. Unisoweniger könne daher von dem Ausscheiden eines im Amte befindlichen, bewährten Ministers anch nur im geringsten die Rede sein. Auf Grund autoritativer Versicherungen könne daher dieses Gerücht als ab' sosut grnndlos erklärt werden. Lemberg, 14. Oktober. (N. fr. Pr.) Dr. Smolka wird mit Rücksicht auf seiue heute erfolgte Wahl zum Viccpräsidenten des Abgeordnetenhauses sein Lande5-ausschuss-Mandat noch im Laufe dieses Monats niederlegen. Pest, 14. Oktober. Nach der «Bud. Correspon-denz" werden die beiderseitigen Regierungen morgen in den Parlamenten eine größere Anzahl identischer Gesetzentwürfe uuterbreiten. Paris, 14. Oktober. Bei dem Wiederzusammentritte der Kammer wird in derselben ein Antrag auf völlige Amnestie eingebracht werden. Brüssel. 14. Oktober. In Brügge kamen an-lässlich der Scnatorwahl Ruhestörungen vor. Die Wahlaufrufe der Liberalen wurden zerrissen, eine Person wurde verwundet; Verhaftungen mussten vorgenommen werden. London, 13. Oktober. „Reuters Office" meldet aus Simla vom 13. o.: „General Roberts hielt gc< sterns mittags, von dem Emir begleitet, in Kabul seinen Einzug; britische Truppen bildeten Spalier. Beim Hissen der Flagge am Eingänge der Stadt gab die britische Artillerie Salutschüsse ab. Zwei Regimenter besetzten die Anhöhe von Balahissar." Telegraphischer Wechselcurs. vom 15. Oktober. „. ,. Papier - Nente 88 45. — Silber. Rente 69'Sö. — G"!°' Rente 81 60. - 1860er Staats-Anlchen 126 75. - Vanl'Mlen 885. — Credit«Actien 265 70. — London 117 30. — Sllm — —. K. k. Münz. Ducalcn 5 58. — 20 - Franken - Stuse 9 33. -- 100'ReichSmart 5790. Handel und Wolkswirtschastliches. Laibach, 15. Oktober. Auf dem hentigrn Marlte sind tt< schienen: 6 Wagen mit Getreide. !! Wagen mit Heu UN? Stroh, 18 Wagen und 2 Schiffe mit holz (22 Kubikmeter). _____________Du r ch s chnittS ° P r eise. __.^ 'Ml't,-."Vinz^--------------------------M> W^ fl.,lr, sl,"l7, 5! ti. ^!L. Weizen pr.Hcktolit. 9 75 loM Äutter pr. Kilo . - ?b "!^ Korn „ 5 52 6 30! Eier pr. Stiicl. . — 2j - ^ Gerste (neu) „ 4 3!) 5 —! Milch pr. Liter . — 8 - ^ Hafer „ 2 7« «^Rindfleisch pr.Kilo —!5ö ^ Halbsrucht „ ------ 7 50! Kalbfleisch „ — 66^" Heiden „ 5 4 5 20' Schweinefleisch „ — 62 - -" Hirse „ 4 39 4 45i2chöpsenslcisch ., -32-^^ Kukurich „ 6 — 5 80 Hähndcl pr. Stuck — 30 " Erdäpfel 100 Kilo 2 40-------Tauben ., — 18 - ^ Linsen pr. Hcltolit, 8-----------heu 100 Kilo . . 151 " Erbsen „ 8 50-------Stroh „ . . 125 ^ Fisolen „ 8 80-------Holz. hart., pr. vier litmdsschmalz Kilo 84 - Q-Metcr-------?" Schweineschmalz,, ^74- -weiches, „ . - b^-Spccl, frisch „ - 5« — Wcin. roth,. 100 Lit.--------2^ — geräuchert,, — «0 — wciszer ^ --------lo- )lustekomnl0!li Fremde. Am 15. Ottobcr. Hotel Stadt Wien. Smola, l. k. Major. Trieft. — SalanM Wien. — Braune, Kausni,, Guttschce. — Gürtler, KaUsM. Vöhmen, Hotel Elephant. Otto. Gntsbeschcrin, Wcinegg. — M^ Fabrikant. Vigann. — Ko^clj, Seelsorger, Dobrova. — "^. rcuh, Knuslnnnllsgatti». Rndolfswcrt. — Kellner, Assecuranz Inspector. Wien, — Klcmrnc, Pfarrer. Mauniz. Mohren. Selan. Privat, Rudolfslucrt. — Wilson, Krainbul»' — Icschc. Strasifch. — Kalllln, Lack. Kaiser vou Oesterreich. Gregore, Würzen. ^ Verstorbene. Den 14. Olt 0 ber. Franz Kasch. KanfmannsM 7 Mon.. Iudcngasse Nr. I. Fraisen. Im Civil fpitale: ,<, « Den 14. Ottobcr. Valentin Kustar. Bäcker, ^^' Blntsturz bei Lnngcntuberculosc. ^. Theater. .c Hcnte (gerader Tag): Doctor Klaus. Lustspiel in I" Acten von L'Arrongc. ^^^! Meteurlilujiljche Beobachtungen in Laibach^ ^ -ß 'RN ZA " ^" 5>z Z ^ W n ^ ^.k Z 7N.Ma, 731-21 ^12-0 SW. schwach! Regen ^, 15. 2 „ ^i. 730 02 >14« SW, schwach vewöllt ^^ 9 „ Ab. 729 99 -^ ?" NO. heftin Regen ""' ^, Tagsüber wechselnd Regen, gegen Abend heftige M güsse. Nettersturz, um 7V, Uhr Gewitter mit grellen^ >? bis Mitternacht noch anhaltend, rasche Abnahme der A"^ ratur. Den 16. früh Tchncrsall. Das Tagcsmittel der <">" ^. 113", um 0 3" unter dem Normale. Verantwortlicher Neoncteur: Ott0 mnr Vamberg-^^ W Mit ticsbctriibtcm Herzen geben wir die M M traurige Nachricht, dass unser innigstaclievteo ^ ^> Söhnchcn W > Iranz > M gestern nachmittags um halb 6 Uhr nach säM^ W M vollen Leiden im Alter von 7 Monaten selig "" ^ ^ Herrn entschlafen ist, W >> Laibach den 15. Oktober 1879. W > Franz und Antonie Kasch^ > ^ Eltern. Vl)1'MV(NU)t. Wien. 14. Oktober. (1 Uhr.) Dic Nörsc war im ganzen ziemlich fcst, doch infolge knappen Geldes wenig belebt. «elb Ware Papicrrcntc........6855 6865 Silberrenie........69 70 69 80 Goldrcnte.........8160 8170 üose, 1354........ 12 l - 12150 . 1860........ 12650 12675 „ 1860 (zu 100 st.) - - 128 75 129 - . 1864........ 15775 158- ^Ing. Prämien-AnI..... 105 25 105 50 Crcoit.L.......... 168— 16850 Nudolss'L.........1750 18 — Prämienanl. der Stadt Wien 113 25 113 50 Donau-Regulierungs-Lose . . 109 25 109 50 Domänen. Pfandbcicfe . . . 143 90 144 — Ocstcrr. Echalzscheine 1881 rück» zahlbar......... 101' - 101 50 Oestcrr. Schahschcinc 1832 rückzahlbar ...... 101 - 10150 Unganschc Goldrente .... 95 70 95 80 Ungarische Eisenbahn^lnleihe . 11550 116 — Ungarische Eiscnbahn>Anleihe, Cumulativstücke...... 114 25 114 7o Ungarische Schaßanw. vom I. 1874..........- - — — Anleben der Stadtgemeinde Wien in Ä. V...... 100 - 10025 tkrundenllaftungs-vbllglltlsnen. Vöhmen.........102 75 103 75 Niederösterrcich......104 75 W5 25 Galizien.........93 75 94 25 Siebenbürgen.......87— 87 50 Temeser Äanat......88 25 88 75 Ungarn..........8975 9l>50 Actieu von Vanlen. Gelb Wai< Anglo.östcrr. Vank..... 18560 l3580 Kreditanstalt ....... 26580 266- Depositenbank....... 213 50 214 50 Ereditanslalt. unqar..... 255 50 25« — Oesterreichisch-ungarische Nanl 836 - 838 Unionliank ... . . 9370 9390 Vcrlehrsbanl . . . . 120 25 12)75 Wiener Äantuerein..... 139 75 140'— Actien von Transport Unterneb» mungen. ««lb w«« Alfäld-Bahn .......13650 13675 Donllu.DllnlpfsctM..Gesellschaft 589- 590 -Elisabcth.Weftbahn . . ... 17325 17350 «eld Wal« sserdinands'Nordbahn. . . .2265 —2270 — Franz.Iosevh.Äahn .... 14775 148' Galizische Carl-Ludwig« Nahn 240 50 241' -Kaschau.Odcrberger Bahn . . 114— 114 50 üemberg«Czernowiher Nahn . 138— 138 50 Lloyd . Gesellschaft.....585 — 586 — Oesterr. Nordwestbahn . . . . 1:W75 131 — Rudolfs-Nahn.......Ui6— 186 50 Staatsbahn........266— 26650 Sitdbahn.........81— 8150 Theiß.Nahn........20? 25 207 50 Ungar.»galiz. Verbindungsbahn 11150 112 — Ungarische Nordostbahn . . 12950 130 — Wiener Tramway-Gesellschaft. 202 75 203 — Pfandbriefe. Ma.öst.Vobencrcditanst.(i.Go.) N7- 11750 ^ .. . »i, Ä-V.) 100 - 100 50 Oestcrreichisch - ungarische Banl 100 90 101 — Ung. Alloenccedit^Inst. (Ä..V.) 100 50 101 - Prlorit2tsvbli«ationen. Elisabeth.N. 1. Em.....95 75 96 - Ferd.'Nordb. in Silber . . . 105 50 105 75 Franz Joseph. Bahn .... 96" 96 25 Gal. Earl-Ludwig-V, 1. Em. 102'^ 1^,70 Oestcrr. N«rdwest.Vahn . - ^°^" 74b" Sielirnbürger Vahn .... ^h,„. zös'-^ Staatsbahn 1. Em..... '«/«> ^l>40 Südbahn ü 3°/....... AA ^2^ Nus dentschc Plätte..... '^H U?4" London, lurze Ächt ...» "< ^?»i5 London, lange Sicht .... ll< ^ 4