5w. Montag, 4. Mai 1891. litt. Jahrgang. Aitmcher Zeitung. ^^'' haihj'z^l PostveIsendung: ganziöhrig ft. lb, halbjährig ft. ?'5!>. Im « vmptlllr: ». »ll h^ "«"»ft. 5bo. Mr die Zustellung in» Hau« ganzjährig fi, 1. - InsertionSnebür : Filr 1^^^^ ^ «eilen 25 lr.. gröhere ver Zeile 6 li,: de! österen Wiekerliolungen per Zeil« « lr. Dir «Uaibacher Zeitung» erscheint täglich mit «««nähme ber Tonn- und Feiertage, Die «ldmlnlftratto« befindet sich Congreftplah 2, die «eduction Nahnhosgassc 24. Sprechstunden der Redaction täglich von ll> hl« 111 Nhr vormittag«, — Unsranlierte Vliese n»erden nicht axgenomme« und Manuscripte nicht zurüclgtstellt. ^Amtlicher Hheil. ^ ^ l ,,' Apostolische Majestät geruhten aller« l»<.>'st" « !' ^"^" dem Herrn Erzherzog »,'l W°r ° Commandanten des Infanterie« U^r vin n Krieghammer Nr. 100, die Be-» "°" S cm ""b zum Tragen des höchst-Ü^ in? ?^°l^ät dem deutschen Kaiser und l^l, tttUlche" verliehenen schwarzen Adler- l>«, ^ ' ^____________________ My ^.Apostolische Majestät haben mit >MV^Leiben ^"' 27. April d. I. Aller» ll^n N.^^uenmeister. Feldmaischall-L'eute-^>lei?'"' bunyady deKsthely in li.? Gi.k, jährigen ausgezeichneten Dienst-^xe «^"uz des Leopold-Ordens mit Nach-N ^ """gtMgst zu verleihen geruht. ^>»t^?!,, Apostolische Majestät haben dem l^'5'kli q,^"""'Regiment Franz II König >N "käm ^ Karl Adamovich von l ^"""erswürde taxfrei allergnädigst zu ^ I ^ .________ Mt tz^- Apostolische Majestät haben mit «z M'eßung v7m 24. April d. I. den W< ""dEtns^ Maximilian Freiherrn von »»./'"ez^Ireiherrn Weber von Ebenhof U^l, "«".unssecretärs allergnädigst zu oec. ^ °^luligen des Reichsrathes. ^Hlu^ . ^ Wien, I.Mai. / .^ l>?ft^°er heutigen Sitzung des Abgeord« ?^,^clc>n,.. ^^ eine Regierungsvorlage, be« ^ >ch> der W 17 und 52 des Wehr- l /l den .?'. dass «"ch Reserue-Officiere des >^> lz?.^en Bedingungen wie Cadetten k^l^^,Landwehr übersetzt werden können, RV ^eber' ^."unasvorlage, betreffend den Ab« «ü!. bch, '^mmenz mit der Landesvertretung M > A «Regelung des Verhältnisses des W«, 'htitt c^'^nttastungsfonde von Butovina. W^E^'"°ann zur Tagesordnung und „ahm »^^°ayl ,n hen Gewerbe-Ausschuss vor. Abg. v. Plener stellte den Antrag, es möge der Ausschüsse bericht über den Antrag der Abg. Trojan und Genossen, wonach aus Nnlass der neuerlichen Ueberschwemmungen in Böhmen im März 1891 für die nothleidenden Ge-genden Staatsunterstützungen bewilligt werden sollen, sofort auf die Tagesordnung gestellt werden. Dies wurde genehmigt, und erstattete Vicepräsident Dr. Kath-rein namens des Vudgetausschusses den mündlichen Bericht, welcher darin gipfelt, die Regierung werde aufgefordert, die nöthigen Erhebungen zu pflegen und nach Maßgabe derselben eventuell Creditforderungen zur Ertheilung von Unterstützungen einzubringen. Dieser Antrag wurde vom Abgeordneten Kaizl unterstützt, welcher jedoch darüber Klage führt, dass die Regierungsorgane bei den letzten Erhebungen dem thatsächlich er» littenen Schaden zu geringe Aufmerksamkeit zugewendet hätten. Der Autrag des Budgetausschusses wurde hierauf angenommen. Abg Freiherr v. Schwegel berichtete namens des uollswirtjchafllichen Ausschusses über die von der Re« gierung vorgelegte, zwischen Oesterreich < Ungarn und Italien am 27. December 1890 ausgetauschte Erklä« rung, betreffend die einjährige Verlängerung der Kün« digungsfrist des Handels- und Schiffahrtsvertrages vom 7. December 1887, und beantragte, dieser Erklärung die verfassungsmäßige Zustimmung zu ertheilen. Abg. Ritter von Kozlowski begrüßt die in den mitteleuropäischen Zollverhältnissen immer mehr hervortretende Klarheit mit Freude. Für Oesterreich sei eine strenge Zoll-Liga schwer durchführbar, doch sei eine Annäherung der mitteleuropäischen Staaten wünschenswert. Redner hofft, dass der neue Vertrag größere Vortheile für Oester« reich haben werde, als der gegenwärtige, hebt aber die Nothwendigkeit einer gründlichen Reform der Frachten» tarife hervor, durch welche Oesterreich allein in den Stand gelangen kann, mit dem Ausland erfolgreich zu concurrieren. Auch müssen die Verkehrsmittel überhaupt vermehrt werden. (Beifall rechts.) Handelsminister Marquis Bacquehem bemerkte, dass gegen die Unterlassung der Kündigung gewichtige Momente sprechen. Der italienische Handelsvertrag sei vom österreichischen Standpunkte aus nicht das Ideal eines Handelsvertrages. Mehrere der wichtigsten Exporl-interrssen finden durch denselben nicht ihre Befriedi« gung. Italien hat bei dm damaligen Negociationen mehrere Artikel in der Gruppe der Rohstoffe und der Industrialien in der Texülbranche und in anderen Branchen für die damnls noch in Aussichl gestandenen Vertragsverhandlungen mit Frankreich vorbehalten. Die handelspolitische Verständigung zwischen Italien und Frankreich sei aber biiher noch nicht erfolgt, und mehrere österreichische Exportindustrien erscheinen somit als verkürzt. Der italienische Handelsvertrag ist aber verbesserungsfähig, und es dürfte daher der Eintritt der Kün« digungsfrist nicht übersehen werden. Durch die vorliegende Declaration werde den Verhältnissen in keiner Weise präjudiciert, es bleibe die Möglichkeit der Kündigung offen, und es sei die Hoffnung nicht ausgeschlossen, dass es bei freundschaftlichem Einvernehmen gelingen werde, noch vor Ende 1891 zu einer Verständigung über eine Novation des italienischen Han« delsvertrages wenigstens in der Hauptsache zu gelangen, so dass von einer Kündigung ganz abgesehen werden könnte. Durch die Declaration werde auch die natürliche Reihenfolge in den handelspolitischen Verhand« lungen hergestellt. Der Minister weist darauf hin, dafs er bei der Erörterung der handelspolitischen Frage der internationalen Gepflogenheit gemäß sich Reserve auferlegen müsse, dass er sich aber doch genöthigt sche, einige Angriffe gegen die Handelspolitik der Regierung zu beantworten. Der Minister wendete sich gegen den Abg. Pattai, welcher der Handelspolitik der Regierung Mangel an Entschiedenheit vorgeworfen habe, und er» klärte, dass dies vollkommen unbegründet sei und dass die Regierung in den handelspolitischen Fragen mit allen Argumenten, mit aller Zähigkeit und Ausdauer vorgehe, selbstverständlich mit Wahrung der Formen, die im internationalen Verkehre üblich sind. Ebenso vertheidigte der Minister gegenüber einem Angriffe desselben Abgeordneten die Eisenbahnpolitik der Regierung, insbesondere den neuen Gütertarif der Staatsbahnen, durch welchen die Entwicklung der productive'.'. Thätig« keit nur gefördert werden könne. (Lebhaft?; Beifall.) — Nachdem noch Referent Freiherr von Schwegel das Schlusswort gehalten, wurde abgestimmt und der vorgelegten Declaration die verfassungsmäßige Zustimmung ertheilt. Das haus sehte hierauf die Verhandlung über die Anträge, betreffend die Einführung direcler Reichs-rathswahlen in den Landgemeinden, fort. Abg. v. Kraus trat für diese Wahlreform ein, worauf die Verhand» lung wieder abgebrochen wurde. Die Abg. Exner und Genossen beantragen die gesetzliche Regelung des Aus» stellungswesens. Die Abg. Exner, Menger und Genossen beantragen die Errichtung eines Donau - Odercanals. Die Abg. Dostal und Genusse» beantragen ein Gesetz, ^ Feuilleton. » ^'«enschünheit. R^ l> >. ^r 3,'^chönheit des Leibes ward der Seele ! ^ hlH "^'lerung vorgestellt. Hebbcl. lX^s^ungen. welche übcr die ältesten V" H" Ausschluss geben, finden wir ^i^H^r Form gestalteten Waffen und ^liz ' clllp" Dchmückgegenstände. und ebenso lebhafte, beinahe ^ ^2 lür Schmuck. D.ese Vorliebe >!! U^'s s !^e" Natur angeboren zu sein. ^"l»I^ Mdst ist aber nicht Endzweck, son« >Ht75h,t s Schönheit des Körpers zu er- M.^ . b'e z> >eyen wir zu allen Zeiten, bei fast von dem Wunsche beseelt, den U^^dte /^lcheinung zu vermehre,,, uud M^el "°" dem Antlitz die größte Sorg- MX.t EsM" uns von den Töchtern Hiobs, U^?w "kk bedienten, die Griechinnen M^lk. ^le ^'! en, ganzes Arsenal von Toilette- »>^ <^"'"us erzählt, dass die Untugend »^ il ' lim. " den Daten. Sarmaten und U^/,,l,ich" auch den Germanen der ältesten '' ,/VlF tt/"t> gewesen sein. Seit dem >.r Verwaltungsrath des Lloyd wird aus einem vom Kaifer ernannten Präsidenten und acht Mitgliedern besteben, von we/chen zwei durch den Handelsminister aus den industriellen, comlnvrciellen und Verkehrstreisen ernannt, die übrigen von der Generalversammlung der Lloyd«Gesellschaft gewählt werden. Sämmtliche Mitglieder des Verwaltungsrathes müssen österreichische- Staatsbürger sein und ihrei, Wohnsitz in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern haben Der S?tz der Gesellschaft verbleibt in Trieft, woselbst in der Regel die Sitzungen des VerwaltungSrathes stallfinden. In Triefö und Wien werden vierglieorige Comites, deren je eines der vom Handclsminister eroanntcn Mitglieder angehört, bestellt. Der Handelsminister übt die Controle über die gesummte Grschästsgebarung der Gesellschaft. Hinsichtlich des Vetriebsergebnisfes des Lloyd ist die Vestimmlmg getroffen, dass die Gesellschaft ohne Ge- die Erhaltung ihrer Schönheit Lebenszweck. Au manchem Verbrechen des Mannes ist die Putzsucht seiner Frau die unheilvolle Ursache. Das schöne Mädchen begehrt für sich als dem glänzenden Edelstein auch die kostbare Fassung. Sie verkauft sich dem Manne, der am meisten bietet, und folgt dem Ungeliebten zum Altar — die Ehe, die daraus nur entstehen kann, wir wollen sie nicht schildern. Aber selbst ein nach außen hin glänzendes Los wird dem schönen Mädchen nicht immer zutheil. An« fpruchsuoll und verwöhnt hat sie, wie die Prinzessin im Märchen König Drosselbart, an jedem Freier etwas zu tadeln oder gar zu verspotten. Der ist ihr zu Hass« lich, jener zu wenig vornehm. Der eine hat keinen Geschmack, der andere ein unangenehmes Olgan. Auf ihre Unwideistehlichleit pochend, schlägt sie jeden Be. Werber aus und wartet auf den «Prinzen», d. h. er braucht nicht gerade aus fürstlichem Hanse zu stammen, er muss nur jung, schön, reich, vornehm, kurz eine Musterkart,.' aller guten Eigenschaften sein. Allein der Erwünschte will nicht kommen. Dafür geht mit jedem Jahre unmerklich ein Stückchen Aumuth verloren. Mit Entsetzen gewahrt die Eitle in ihrem ver« trautesten Freum, dem Spiegel, dass ihr so viel gepriesener Teint nicht mehr so frisch, so rein ist wie einst, dass sich die schöne Linie «hres Ovals verzieht. Sie findet keinen Schlaf, da sie die feinen, feinen Fältchen unter den Augen, auf den Lidern wahrnimmt. «Nltwerden», davor hat die arme kokette Schönheit (in diesem Stadium ist auch die Kokette bedauernswert) die grüßte Äugst. Nun sie der Erkenntnis sich nicht mehr nehmigung eine höhere Dividende als vier Procent nicht vertheilen kann. Falls das Neinerträgnis des Lloyd in einem Jahre vier Procent des jeweiligen Actien-Capitals übersteigt, wird der sich ergebende Uebcrschuss zwischen der Staatsverwaltung und der Gesellschaft in der Weise getheilt, dass der Staatsverwaltung ein Drittheil und der Gesellschaft zwei Driltheile zugewieseil werden. Sämmtliche im In« und Auslande von der Gesellschaft mit fixer Besoldung Angestellten müssen österreichische Staatsangehörige sein. Die Statuten der Gesellschaft sind mit den Bestimmungen des neuen Vertrages in Einklang zn bringen und sollen gleichzeitig mit dem Vertiage in Wiil-samkeit treten. Ebenso ist der Verwaltungsrath beim Inslebentreten des neuen Vertrages neu zu constituieren. Politische Uebersicht. (Aus Graz) meldet mau uns unterm Vorgestrigen: Nach einem heute in der Domkirche ab« gehaltenen feierliche!, Gottesdienst leistete Dr. Portugal!, welcher nunmehr zmn drittenmal!.' zum Bürgermeister gewählt wurde, im Gemeinderathssaalrvor den Eemeixde-vertretern und dem Stadtrath sowie im Beisein des Landeshauptmanns und des Landesausschusses die eidliche Angelobung in die Hände des Statthalters. (Der Wehraussch uss) wies den Antrag Derschalta auf Reform des Militärtaxgesetzes dem Abgeordneten Dr. Krans als Referenten z,i, nahm die Regierungsvorlage, bctr>ffend die Ergänzungen der §8 17 und 52 des Wehrgesetzeii. an und ' bestellte Promber zum Berichterstatter. (Iustizbudgetpro 1892.) Der Herr Justiz, minister hat an sämmtliche Oberlai'desgerichlspräsidien und Oberstaatsanwaltschaften einen Erlas« gerichtet mit der Aufforderung, den Voranschlag über das Erfo» dernis und die Bedeckung für die Justizverwaltung und die Strafanstalten für das Jahr 1892 spätestens bis Ende Mai d, I. dem Justizministerium vorzulegen. Hieoei ist auf einen zweiprocentigen Intercalarabstrich Rücksicht zu nehmen. (Aus Wien) meldet man uns: Die VerHand, lungen über den österreichisch deutschen Handelsvertrag werden, nachdem gegenwärtig über alle Punkte eine Einigung erzielt wurde, heute zum Abschlüsse gelangen. — Die von allen Seiten einlaufenden Depeschen con» statieren den vollkommen ruhigen Verlauf des 1. Mai in ganz Oesterreich. Die Betheiligung an den Ver> sammlungen und Belustigungen war allgemein schwächer als im Vorjahrr. Vorgestern wurde die Arbrit normal aufgenommen. (Die Petition der Hil fsb ea m te n.) Unter den vielen berechtigten Klagen, welche im Wege von Petitionen an das Abgeordnetenhaus laut und öffentlich erhoben werden, befindet sich gegenwärtig zum drittenmal die Petition der österreichischen Hilfsbeamten. Die Lage derselben ist nach jeder Richtung eine recht bedauernswerte. Eine kaum die nothwendigsten Lebensbedürfnisse deckende gering»' Entlohimnq (fl. 28 bis fl.45 im Monate), keine Aussicht auf Besserung durch Erreichung besser besoldeter Beamtenstellen und dabei noch die fortwährende Gefahr, auch diese kümmerliche Stel-!'«ug plötzlich zu verlieren. Im Jahre 1884 und später im Jahr? 1887 hat der Abgeordnete Dr. Menger mit Wärme ,sjch des Loses dieser Veamteuparias angenom-men, im Jahre 1886 hat der jetzige Iustizminister Graf Schönbo>n als Abgeordneter dasselbe Thema erörtert. Leider ist bisher nichts geschehen, um diesem verschließen kann, dasH ihre Triumphe sich mindern müssen, ergreift sie bitterer Zorn, nur ist dieser Zorn vollständig ohnmächtig. Doch noch ist sie nicht ganz verblüht. Sie sucht den vollständigen Ruin so viel l?ls möglich fernzuhalten, kauft alle marktschreierisch angepriesenen Schönheit«' mittet, wäscht sich mit Milch, trägt.Puder und Schminke auf und setzt sich vorsichtig immer so, dass sie dem Sonnenlicht den Rücken zeigt. Dent'i die Sonne ist so grausam, sie enthüllt so unbarmherzig alle Fehler. Die arme Schönheit weiß, was sie zu verlieren, was sie zu gewinnen hat, und ergreist die erste rettende Hand, die sich ihr entgegenstreckt. So kommt es. dass manchem mit allen körperlichen Reizen ausgestattv'ten Mädchen ein viel bescheideneres Los bemessen wird, als mancher ihrer weit hässlicheren Schwestern. Dennoch bleibt Schönheit immer eine beneidenswerte Gabe der Natur, nur muss sich M ihr noch etwas anderes gesellen: Geist oder Oute. Die. Schönheit allein blendet, aber sie fesselt nicht. Wielan» sagt von den Frauen Abdera's: «Die Abderitinnen waren zwar schön, aber die gütige Natur hat ihnen die 'Dummheit zum Gegengift ihrer körperlichen Reizungen geqeben. Eine Adderitin war nur schön, bis si«. — s^ Mund auflhat. Leidenschaften von drei Tagen sparen das Aeußerste, was sie emem ehrlichen Manne einflößen konnte.» Von all den historischen gefeierten Schönheiten wissen wir auch. dass sie nicht blüh schönl. schern auch geistreich waren. Asftasia hiitte einen Mann wie Perikles niemals dauernd gefesselt. Kleopatra wäre niemals eines Mannes wle Antonius Verderben ge- Nothstande von Taufenden brauer und ^ s> amten abzuhelfen. Es wäre wünsche^ ^ 5 mehr dije Angelegenheit der G^echw^n^' nität entsprechend erledigt und die beW° dcr Hilfsveamten erfüllt werden. ^ '"v (Patriarch Brankovtt) "' ^', in Budapest. In einer Unterredung "n,^ „i>'< nalisten äußerte sich der Kirchenfest ^„!t>^„ endgiltige Organisation des serbischen ^ ?^ Ungaru nunmehr dald vollendet se>" ^ ,„B ^ bische Volk werde der nationalen E"^^' erbitterten nutzlosen Fehden bald u»l ^ Myte gedenken. > a„ Dk"< (Oesterreich und Serbiens ^ heit der neuen serbischen Cousumst"^ ^ vor kurzem meldeten, unser Minist^'" ,, bei der serbischen Regierung Vorst^^, wrlche einige Bestimmungen der ,^Ziüj 1 betrafen. Wie verlautet, hat die ielb''^ ^'^ einigen Punkten dcn Wünschen Oe<" ^ bereits Rechnung getragen, bezüglich ^,1^,« derer Bestimmungen hat der serblW H^, ^ Herr Vuic bei seiuer Anwesenheit M B^ rücksichtigung der österreichischen Vew" „ ^ Bezüglich einiger weniger P""kte w" ,^'Ä Serbiens Erhebungen eingeleitet. Bei ^,l M tuna, welche Serbien in dieser A"g '« FU beobacht.t hat. ist wohl nicht die Frage der ncuen serbischen 6o-'^ ^ ^ Beziehung zu der österreichisch-!""'^,,^ conventiou ihre befriedigende Lösung V ,)t^ (Frankreich und die U'" „F^ Conflict zwischen Frankreich >'"?^hat^5< nischen Union ist beigelegt. D,e letz"" "^ ^ In der vorgestrigen Sitzung des '"'5 ^ü erklärte Minister Rilwt in Veantworlu H^,,ch.^ Isaacs über die Lage Haiti's, dass <, sM^zl abhänaiqteit Haiti's zu «chttn ">'d ° ^,l^ zu verschaffen gesonnen sei. Nach fr""°'^ ss,^ einandersehungen mit der RealerM'g ^ü> Staaten habe diese ihr Geschwader ^ gezogen. . m.lsla" ,/ (Die Ausländer :n ""'^,^ wärtig befasst sich eine besondere 6°" 5^ fischen Ministerium des Innern nw ^ ^ H stellung aller Vorschriften, weiche "»! .„^1 von Auiländern zum Vesitze von ^ii.,,i Russland Bezug haben. In dieser ^ ^ M/>1 Einleiluuq der schon seit längerer^' ^,ct<« stellten gesetzlichen Regelung tneser 6^ " l) /^ (Das dänische Könlgsp" 0«, Abreise nach Wien zum Besuche ° ,/^ß>^ Herzogin von Cumberland für ye M.,g!^l ^ König und die Königin werden b'S ^ A'^ .^ verweilen; fodann reist der «m'',9 ' Wg"' ^ nach Wiesbaden, während sich °" ^ H rzog«paare nach Gmunden besl'", jsH iH (Ein Scandal im ' t«»' ^ le>' M lamente.) Der Abgeordnete I"^ßelH I> italienischen Kammer M'geu s""" ^„. ° ^ Nie habe er die Armee beleidigen ' ^,F ^ die Ehre d.s Vaterlandes bedeulr^^' « Nudini erwiderte, er könne nur .^„W Kammer den Vorfall vergesse. ^ ? M (Aus der Schwelg ^d,HW Schwurqerichtöverhanolungen. v" ," j„^/ Revolution, beginnen am 29 ^^^«^.,5 ; wordenl^wenn 'nur körperlicher 2'^^,ec ' ^ hätte. Die wunderschöne Madame ^,^ geistvoll und liebenswürdig- ^^tb"l " ^ ,,' Welche auf ihren eigenen ^^t '^' möchte auch lediglich werden? Sie riskiert ja danm. h s,e da Krankheit oder schwindende ^^^ ., beraubt, einfach wie ein Stuck " stch ' <^ feite geschoben zu "erden ^ n,r^ ^' ein Weib zu sehen, das eb " 7>^ äußeren Vorzüge willen gew" "„M D« M heit. aus Selbsterhaltungsttiev. ^ "" ^M sagen, soll jede Frau tracht", ^his^ zu sei". s-ch mil d'^^< , Allerdings. Geist lasst st '" , ^Einedl^ drückt einem ganz rei^ Lieblichkeit auf. d.e Gesichtszüge übertrifft. M't « ^r gA ^', «Denn wie Fackeln "'06'^°^^ blas« und unscheinbar werd", ^jc^ „^ ^ und ebenfalls die Schönhe" " ^ ^ von der Güte des Herze»'«.' 827 4. Mai 1891. ^. ^->___________________________ ^-,3 wud aus zwölf Geschwornen und zwei ^ber Königin-Mutter Natalie.) : ^""» des Grafen Hunyaoy erwies sich als ^ll i,,,"'W'Ml,tter Natalie erklärte zu bleiben ^^uG^tvalt weichen. 5, Tagesneuigleiten. ajMt der Kaiser haben, wie der «Vote l 'Mo «s^"lberg. meldet, der Feuerwehr °" fi. zu spenden geruht. l'^ °" b°fe.) Ihre Majestät die Kaiserin ^ "" 8 Uhr auf dem Bahnhöfe in Ober. ^G ^" Herzogin Marie Valerie herz-'" zH. ss k kaiserliche Familie nimmt für die nächste ,^^°''° L°inz Aufenthalt. 5^<^eichische Bischöfe beim Papste.) l^nez c"^9s hatte der hochw. Fürsterzbischos M s,. V°"«r Audienz beim Heil. Vater. Seine !^in z??"ö srisch und gesund aus, wie es eben '"'«Ich s» " nur möglich ist. Mit der größten ^>llt i^I°^ er von der zu errichtenden katholischen K» hatt bürg. Gleichzeitig mit dem Salzburger l°z, W« ? ^"dienz die hochwürdigsten Fürstbischöfe Hi« "U und Laibach. i ?r N,«I^i scher Sarkophag) von un-^^ «e wurde am 27. April in Cilli bloß-^^c>rm ^^^ einem einzigen Steine, einem Block l^ i> "'gemeißelt, 2'/, Meter lang, 1'/, Meter l^ dick er ^^' ^'^ Bodenplatte ist fast ein I^'belt >?' ^ beiden Längsseiten sind von außen ü^t'den^ ^ "knwände hingegen sind glatt; In« !v ^kt s-°" ^n bloßgelegten Längsseiten keine l ^»f. °^°phag wurde in dem Hause des ^ <^eines blohgelegt. »^ de«^ k des Tuberculins.) Das !l ^clsjch. ^"""" hnt den Amtsärzten eröffnet, k^"„. °"l die wesentliche Einschränkung, welche «l, ^lu««« Koch'schen Flüssigkeit und der frag. »,^8 <>? ethode erfahren hat, von der mit dem W^ttten m"b" 16W angeordneten ausführlichen M^I>ne^" Berichterstattung über die Ergebnisse «l^^NasH ^ genommen wird; nur die sum-»^ >viN»^richte, in welchen die Wahrnehmungen ^, '"N'chaftlich besprochen werden, sind noch ^'""« ll , ^' ° zioni Generali. .) Man « u« Trieft: In der heute abgehaltenen ^"3s°bds , "Nerven um 2,545.432 fl. die Gewähr» l fl " ^sellschaft von 40.758,238 fl. auf ''^ersi^l- P^ Stand der in Kraft beftnd- ^.^ be^"^" steigerte sich auf 124,121.441 ^r 8?^" Schäden betragen für das ab' ^ 23ü 7, ^^27 fl. und seit dem Bestehen der ^'llnter^l quer durch Indien.) Ein ^ »t "en^^."" gedenkt Herr Alexander VargeS, »H?"b'en '.""^"se dieses Sommers auszuführen, W^ltn ^, " Aombay bis Calcutta durchreiten M^'^Na ^ ^nannte Oificier diesen Ritt ohne W^ ^!eli » ^ wiener unternimmt, werden eines-Ml'!h ^?,"'ten. anderntheils die G. fahren der M«lb^ " 'k'»ert, und man darf auf den Aus» 1 ><^°nntsein. — (Petition der Kerkermeister.) Vor einiger Zeit richteten die Kerkermeister der Gefängnisse der diesseitigen Rcichshälfte eine Petition an das Justizministerium , in welcher sie um Gehaltserhöhung und Aenderung ihres Titels in «Verwalter» baten. Die Bitte betreffs des Titels stützt sich darauf, dafs seit einiger Zeit die Verköstigung der Häftlinge in den Gefängnissen mit eigener Regie eingeführt ist und die Kerkermeister mit der Durchführung und Berechnung betraut wurden, so dass sie factisch auch als Verwalter der Gefängnisse fungieren. — (Ein Irrfinniger im Herrenhause.) Jener Mann, welcher auf der Gallerie des Herrenhaufes nach Schluss der Sitzung durch eine Rede und das Aus» werfen von Flugblättern Aufsehen erregte, wurde als der Forstbeamte Ingenieur Theobor Prochaska. zu Zehrovic in Böhmen geboren, 40 Jahre alt, erkannt. Da er an der fixen Idee leidet, unerschöpfliche Erzlager entdeckt zu haben, und in allen ringsumher geschäftliche Gegner erblickt, wird er der Psychiatrischen Klinik übergeben werden. — (Eisenbahn-Unglück.) Aus Newyork wird berichtet: Unweit Gaithersburg collidirrte ein von Cincinnati kommender Schnellzug mit einem Güterzuge und entgleiste. Der Lokomotivführer, der Heizer und zwei Postbeamte wurden gelobtet, viele Passagiere fchwer ver« letzt. Die entgleisten Waggons, darunter die Post- und Gepäckwagen, geriethen in Brand und wurden gänzlich zerstört. — (Ein patriotischer Pole.) Aus Krakau wird telegraphisch gemeldet: Anlä'sslich der Centennarfeier der polnischen Constitution hat Josef Curzydlo, Schneider in Grünn, die Summe von 40.000 fl. an die hiesige Akademie der Wissenschaften zur Förderung der Forschungen im Gebiete der polnischen Geschichte vermacht. — (Die Influenza in England.) Die Influenza wüthet fortgefetzt in vielen englischen Städten, am heftigsten in Sheffield, woselbst ein Drittel der Bevölkerung erkrankt ist. In der Vorwoche sind 55 Personen der Krankheit erlegen. — (Barbara Ubryk.) Die Nonne Barbara Ubryl, welche im Jahre 1869 in Krakau eingemauert entdeckt wurde, was damals das größte Auffehen erregte, ist im Irrenhause gestorben. — (Zu guter Letzt.) Lehrer: «Geben Sie mir doch mal kurz an, was Sie von der alten Geschichte wissen!» — Höhere Tochter: »Sie bleibt ewig neu, und wem sie just passieret, dem bricht das Herz entzwei!» Local- und Provinzial-Nachrichten. * (Requiem.) Für weiland ihre Majestät die Kaiserin Maria Anna wurde vorgestern in der hie« sigen Domkirche vom hochw. Herrn Dompropst Dr. Leon» hard Klofutar ein feierlicher Seelengottesdienst abgehalten. Demfelben wohnten sämmtliche Civil- und Militärbehörden und zahlreiche Andächtige bei. — (Lehrbefähigungs» Prüfung.) Im Mai« Termine unterzogen sich der Lehrbefähigungs-Prüsung für allgemeine Volksschulen fünf Candidate«, und zwar die Herren Bernhard Andolsek, Johann Erker, Franz Kopitar, Karl Pikl und Franz Nazpotnik; ferner zwei Candidatinnen, und zwar Fräulein Ida von Langer und Victoria Praprotnik. Der Lehrbefähigungs-Prü-fung für Bürgerschulen unterzogen sich zwei Candidatinnen. die Fcäulein Hermine Edlinger und Schwester Benedicta Zupanöic. Von den fünf Kandidaten erhielt einer die Lchrbefähigung für allgemeine Volksschulen mit deutscher, drei für allgemeine Volksschulen mit deutscher und slove-nischer Unterrichtssprache, ein Candida! wurde reprobiert. Von den zwei Candidaliunen für Volksschulen erhielt eine die Lehrbefähigung mit deutscher, eine mit deutscher und slovemscher Unterrichtssprache. Von den zwei Can« didatinnen für Bürgerschulen erhielt erstere die Lehrbefähigung aus der sprachlich.historischen Fachgruppe mit deutscher, letztere aus der naturwissenschaftlichen Fach. gruppe mit deutscher und slovenifcher Unterrichtssprache. — (Musikalisch - beclamatorische Akademie.) Die musikalisch - deklamatorische Akademie zur Unterstützung dürftiger Studierender der beiden k. k. Gymnasien in Laibach, welche am vergangenen Samstag von Schülern dieser Anstalten im Redoutensaale aufgeführt wurde, fesselte das zahlreich erschienene Publicum durch ein reiches, interessantes und abwechslungsvolles Programm. DaS Hauptverdienst an dem Gelingen des genuss» reichen Abends muss in erster Linie den Probuctionen der jugendlichen Sängerschar zugeschrieben werden, welche in imposanter Stärke (der gemischte Chor zählte gegen 200 Sänger) unter der Leitung ihres Lehrers Herrn A. Foerst er eine bewunderungswürdige Sicherheit im Einsahe, in reiner Intonation und überhaupt eine vortreffliche Schulung aufwies. Besondere Anerkennung muss auch den feinen, bis in die kleinsten Details reichenden Tonschattierungen durch den Massenchor gezollt werden. Die beiden zweistimmigen Knabenchöre «Herbstlied» und «Käferhochzeit., von Herrn Foerster effeclvoll instru» mentiert, wurden ebenfalls von Schülern in vollkommen befriedigender Weise begleitet. Wir müssen es uns leider versagen, die einzelnen Chöre durch eine eingehende Besprechung nach Gebür zu würdigen, und beschränken uns darauf, zu betonen, dafs das Gehörte neuerlich erhärtete, in welchen guten Händen die Pflege des Gesangsunterrichtes an den hiesigen Mittelschulen ist. Die Wichtigkeit des Gesangsunterrichtes unterliegt keinem Zweifel; denn sowohl durch die Liedform als späterhin durch den Chorgesang lernt der Schüler musikalische Gedanken erfassen und bildet sich der Sinn für die poesieuollen Tongemälde der höheren Kunstformen. — Die Declamation des dramatischen Fragmentes «Hannibal» von Grillparzer wurde mit geistvollem Verständnis von drei Schülern ausgeführt. Die mit überzeugungsvoller Begeisterung deklamierten Zwiegespräche des Hannibal und Scipio zeugten von schöner Begabung der Vortragenden, Ein vielversprechendes Talent bekundete der Schüler Prahsler durch den mit gut entwickelter Technil geschmückten Vortrag einer Ballade und Polonaise von Vieuxtemps. Die Leistungen unserer heimischen Regi« mentskaftelle verdienten ebenfalls volles Lob. Trotz der geradezu tropischen Hitze und der «göttlichen» Länge der Akademie verblieben die Zuhörer mit regem Interesse bis zum Schlüsse derfelben und spendeten allen Nummern exotischen Beifall. 5^. — (Pulverexplosion.) Anlässlich des am 19. April bei der Filiallirche in Untergamling ftatt-gefundenen Kirchweihfestes wurde aus Pöllern gefchosfen, und e« wurden hiebet fünf Kilo Pulver erspart. Der Häuslerssohn Josef Kalis aus Untergamling bewahrte dieses Pulver in einer Truhe, welche sich in einem Zimmer des ersten Stockwerkes befand. Als der Bruder des ob» genannten Johann Kalis vor einigen Tagen diefes Pulver holen wollte und die Truhe öffnete, begiena, derfelbe die Unvorsichtigkeit, sich mittels eines Zündhölzchens das er» forderliche Licht zu verschaffen, wobei ein Funke auf das Pulver fiel, welches fohin explodierte und eine große Zerstörung verursachte. Es wurden nämlich zwei Wände des gedachten Zimmers nebst dem Plafond zerstört; auch zerbrachen im Hause sämmtliche Fensterscheiben. Johann Kalis erlitt hiebei bedeutende Brandwunden im Gesichte und an der rechten Hand. Die übrigen Bewohner des Hauses wurden nicht beschädiget. ^VA » «achviücl verboten, n°^' loll ich nicht? b°n Vlaz v. Weihenthurm. l46. Fortsetzung.) '^ H^ XVII. ?e,n f^lle — alter Gepflogenheit treu >l^ili°, kl der ihm mehr oder minder , Ate . " der Stadt eine Einladung zum ^,He!rUi3"ommen. Das lärmende Treiben W«en?5 l liebte er nicht an solchem Tage WU ez ^anulienkreise dünkte er sich zu viel. M^e dass er auch früher denn fönst !^»! ^ dan seinem ärztlichen Rundgange M>t, "> in tiefe Gedanken versunken, in Wjl""ei' Mündlich erleuchteten Studierstube ' ' 5? vo.? ""slk" Vergangenheit an seinem <'° s^'^" lassend- ' '!?'R? 5-'" sei" Sinnen vertieft, dass er ' > b'e Thu, ^f^ng. "!, ^ "Welkte Frauengestalt stand eine >X lieben — dann schlug sie den ^j ^ einl "b hefteten ihre Augen sich auf X> di?""" Mannes; lautlos schwebte sie ^ »^ Han " Teppich, welcher den Voden be-,». s^'tire Schote nicht; lautlott sank ä 'V dez? sie die weichen, vollen Arme. > ' th " -"iannes, der den Kopf auf die U "versunken am Tische saß Und erst jetzt ward er sich ihrer Gegenwart bewusst; er wollte aufspringen, sich frei machen, aber — sie hielt ihn zurück mit sanfter Gewalt. «Hugo, dein bin ich, nimm mich hin!» erscholl es leise von ihren Lippen. «Nicht fragen will ich — nicht dich, nicht das Schicksal, ob ich soll oder nicht. Ich weiß es, dasi ich uicht von dir lassen tann! Mit tausend Liebesfäden hast du meine Seele umsponnen — nenne es Ketten, wenn du willst, aber Ketten, von denen mich frei zu machen ich kein Verlangen habe, Ketten vielmehr, die ich tragen will mit jubelnder Seele! Nicht klügeln will ich, nicht fragen — sowie es ist, so ist es mir recht. Ich kann nicht anders, als dein sein für alle Zeit, mit jedem Pulsschlag meines Herzens, mit jedem Gedanken, mit jedem Gefühl, mit meinem ganzen Ich — dein, dein aus ewig!» Noch immer, wie traumbefangen, blickte er zu ihr nieder, als wage er kaum, an das Glück zu glauben, welches ihm da fo unerwartet geworden; doch dann wie ein Feuerstrom durchflutete es ihn, >ind überwältigt zog er sie jubelnd in seine Arme. «Mein, endlich mein!» stammelte er lief bewegt. «Du gibst dich mir aus eigenen, freien Stück-n und sollst es nimmer bereuen!» Und die Thränen, welche in seinen Augen glänzten, der Kuss, mit welchem er ihre Lippen berührte, sie sagten ihr alles; — zwei Seelen hatten sich gefunden, die Gott selbst für einander bestimmt hatte. Nachdem du ersten Augenblicke wortlosen Glückes und seliger Weihe vorüber waren, gieng es an ein Fragen und Erzählen, ein Plänemachen und Zukunfts-bilderentrollen. in dem eins das andere überbot. Hugo holte weit ans; er sprach von jener ersten Begegnung im Postwagen, er zeigte Hilda das Büchlein mit jener inhaltsreichen Schicksalsfrage, deren Lö« sung so unheilvoll für sie geworden war; er sprach von dem Zufall, welcher ihn erst nach Jahren wieder mit der Baronin zusammengeführt, ohne dass eine innere Stimme ihm zugeflüstert, wer sie sei. Er erzählte ihr von dem Kommen und Wachsen seiner Liebe, die zu unterdrücken und zu verbergen er sich selbst gelobt — ein Gelübde, das zu halten ihm absolut unmöglich geworden war angesichts ihrer Offenbarungen nach Keltens Tode. «Oft und bitter habe ich seither die in der Ver> zweiflung mir entschlüpften Worte bereut,» sprach er ernst, «und mir selbst als Buße auferlegt, nie mehr deine Schwelle zu überschreiten, nie mehr in dein liebes Antlitz zu schauen, wenn nicht du selbst es bist. die mir entgegenkommt. Gottlob, ich bin meines Gelöbnisses entbunden!» fügte er, tief aufathmend hinzu, indem er die Gestalt des theuren Weibes inniger an sich zog, als fürchtete er immer noch. es fei alles nur eiu Gaukelspiel seiner erregten Phantasie und er werde erwachen, um wieder einsam und liebeleer dazustehen, wie vorher. Doch wie sie ihn ansah, das war kein Traum. (Fortsetzung folgt.) Laibncher Zeitung Nr. l00. 828 4F55> — lStreik in Sa gor.) Im Kohlenbergwerke Sagor streit/n 600 Bergarbeiter und 100 Zinkschmelzer. Die Streitenden fordern achtstündige Arbeitszeit, allgemeines directes Wahlrecht und Abänderung der Statuten der Vruderlade. Die Ruhe wurde bisher nicht gestört. Von Laibach ist eine Compagnie Militär nach Sagor abgegangen. — Wie uns aus Sagor telegraphisch gemeldet wird, haben die Zinkschmelzer gestern die Arbeit wieder aufgenommen. Es ist Ausficht vorhanden, dafs die Bergarbeiter heute vollzählig anfahren. — (Der Kaiser in Fiume.) Wie die «Vi« lancia» erfährt, wird Se. Majestät der Kaifer am 22. Juni in Fiume eintreffen mid dafelbst wahrscheinlich zweitägigen Aufenthalt nehmen. Der Monarch reist dann mit der l. und k. Kriegsflotte, welche aus diesem Anlasse auf der Rhede von Fiume eintrifft, ab, um den Manövern der Kriegsmarine an der dalmatinischen Küste beizuwohnen. — (Im wunderschönen Monat Mai) gibt es diesmal nicht weniger als wunderschöne acht Feiertage, die Sonntage natürlich mit inbegriffen. Der Kalender zeigt sie folgendermaßen an: 3. Sonntag, ?. Christi Himmelfahrt, 10. Sonntag, 17. Pfingstsonntag, 16. Pfingstmontag, 24. Sonntag, 28. Frohnleichnamstag, 31. Sonntag — ein bisschen viel für einen Monat und nur dann von wirklichem Wert, wenn der Mai gutmachen wollte, was sein Vorgänger an elendem Wetter verbrochen hat. -(Kaufmännischer Kranken- undUnter-stühungsverein.) Im hiesigen Rathhaussaale fand gestern vormittags die zahlreich besuchte diesjährige Generalversammlung des kaufmännischen Kranken- und Unterstützungsvereines in Laibach statt. Bei d^r Wahl der Directionsmitglieder wurden die Herren Emerich Mayer, Matthäus Treun, Alois Kajzel, August Skaberne, Friedrich Soß, Franz Schantel, Emil Randhartinger und Paul Drahsler wieder, Herr Michael Lavric (a^, Stelle des verstorbenen Directionsmitgliedes Ludwig Iäsch) neugewählt. Ein ausführlicher Bericht folgt morgen. — (Schwere körperliche Beschädigung.) Am vergangenen Donnerstag wurden die Bursche Alois, Anton, Franz und Josef Per me aus Unterschleinih von dem Forsthüter der Herrschaft Wcißenstein, Karl Ma-za roll, beim Krebsen fange im Schleinitzbache betreten. Als der Forsthüter den Burschen sechs bereits gefangene Krebse confiscierte, fielen dieselben, mit Stei, ____^.- hcil" " 7 U. Mg,! , he>"' 2. 6 . N. ! 735-2 ! 22-4 SW. maM. heit^" _ ^ ' Ab.! ?34 7 ! 15 8 SW^^^^M ^ 7U,Mg 753-5 15(1 j NO. Mvacb ! hel^" i 3. 2 . N. 7318 24-8 windM hM ..^ 9 . Ab. 732-2 16-4 0-^'"° ^A^' ' An, 2. heiter, windig. — Am 3. heit". ^, i; 7' i mittcl der Temprrutur i?'7" und 18'<» ' über dem Normale. __^. ,^ ! Nerant'.lwrtlicher Redacteur: ^^-^""^ Austritts - Anleise- .,> M undmerzig Jahre anS"'^,^! Vcrzichtlristung >ms den ?" « der Pensisn ausgetreten-^ nntel'z^ '>' Ticfdetrübien Herzens gebe" d>e ^^, g'^,,, Nachricht vou dem Tode der "U.gs^ ^,^ beziehungsweise Mutter, Schwieg"' Frau ., Marie Gav°a^ welche heute vormittags um ^'b,^ ^„,, lurzem, srhr schwerem Lelde». e6> heiligen Sterliesacramcnten, w v ,,,, j^hre verschieden ist. . ,e„ ^. r> > Die irdische Hülle der t U'^>, U ^„ > wird Montaq. dei, 4, d, M-, 's' s-c ^, '^' >l mittags im Trauerhcu.se W.en' str^ FrF^ lichst eingesegnet uud sodann au ^ l..hte" « St. Christoph in der Families"»! ^ ^ « kirche zu Maria Verlilndiguug g" » Laibach am 2. Mai 1891. ^l. "5 > Lucas Tavöar, Gatte, - "' ^51. "',^> > Tavüar, Tochter, - Jean ""°^i^^ril ^ > Dr.VduardDeu undIaulo." ^,t!, ^, » Wne. - Marlene, H""'""« 50"^,.. > Elsa Dcu und Ianko, ^^»5""' > > und im Namen ihrer zwel u " hie"'lt "^l" H,s ! dem aller übrigen Verwa'd ' ^.,zen ^ ^ ^ ! deu und Velanuteu tiesbet^bM^ ^,,,.! > Nachricht, dass ihr inn'M"" ^n° > Gatte, beziehungsweise «ater, Eduard K5,il- , ! k, k. Postmeister und ^ ^', „ > nach langem, schwerem Lc'd". ' , jw v ,, j um 1 Uhr nach Mitternacht 1 ^^g. , > schlafen ist. . .» findet ^ 5c<^ ! Das LeicheubegängmS ' „w ^ ! 3. d. M,. um 5 Uhr ",""' „n st«"' ., d' ! auf deu Friedhof zn Dr"pf« lgt, ^„ MntA.t > setzung in: Familiengrabe "I ' ^n ^fott' ! Die heiligen Seeleniu ' ^ in "l ! 4. d, M.. um 9 Uhr vo"'tlag l zu Mottling gelesen werd "' 1 ^^ss Mottling a" 2^^^M»> > ! Danksag °^ Todes meines innigstgcl'edtt » ssremiden des Verstorbew' ^ SlN'^ gefilhlteu D°nl aus. ^^e^ng Nr. 100. 829 4. Mai 1891. Course an der Wiener Börse vom 2. Mai 1891. ^ dem oMellen Coursblatte. . /^'N Noten 88«'» 9285 l ''"til^- , . 92 70 92-9« 'Me ^3- «3 25 133 25 ,'Mn!tl<"'L- "l,-. 14035 ^M,^, ' ^3' l8225l83- '- ^ill«>sl^sl, 182 25 183- ,, ^ ^ "st, . . 145.^. ,4g.., '"ltni,' "'"rftei. iln>5 I11>»5 l't<^ ' ^ "1,05 102 25 ,,-' ,1 ss^ber , Inz-üo 10850 ' ' '"„^- - 843-24?'- ^l,»"»^/ " ' 109-109 50 !»Hn i^. - "5 25 115 75 ^^, '" ««,, 97- ^MVtl K>, ' > . . ll>5 .^ Iy5,g(, ^M"'W°ssg . . 10145 INI,.5 ^M>„. ""Nui ^Z' "t>üu 117-50 WV^Ori'ä.^"^ 99- . 1«U,. M-l» »«,!L ««Li!«« Gelb Ware Grundentl.'GbligationtN (für ,00 fl, CM.), 5"/„ aalizische......-'---------'- 5«/., mährische...... —'— "-'— 5"/n Krai» und Küstenland . . — — ^'— 5"/„ nicderösterrelchlsche . . . l09 «> 1l0 25 5"/o steirische...... -»^- ^ ^ ü"/„ lroatischc und slavonische . 104 75 l«5 — 5°/n siebrnbürgischc . , . . — — —-^ 5°/« Temesei Vanat .... —'— ^ ^ 5°/« ungarische...... 92'16 93 15 Andere Lssenll. Anlehen. Dona>l°»lc«.-Lose 5,"/., 100 fl. . 12U75 121 25 bto. Anleihe 1»7« . , l0« — 106 75 Nulchen der Stadt Görz . . lii — — — «ulehen d. Stllbtnemeinbe Wien 105 50 1U6 50 Präm, Anl. d, Ttadtgem, Wie» 148 75 14Nli5 Börsciiba,! Änlehen verlos, ü°/„ 98— 99 — Pfandblieft (für 100 fl.). Bobeucr. ally. öst. 4"/„ O, . . 11« - 1160' blo. dto. 4>/,"/„. . , 100 <>0 101 «0 bto. dto. 4"/„ . . . 97-30 9780 bto. Präm-Schuldverschr. 3°/o 1N9L5 109^75 Oest. Hypotheleübanl ioj. 50»/2 98?c «9^30 Oest.-ung. Vanl Verl. 4'/2°/<> - 1U1 5" 1«li — dctto » 4"/„ . . 99-70 100-10 detto 50jähr. » 4°/„ . . 9970 100-10 Vrioritäte»Gl>ligationen (filr 10« fi,), sserdiüllüds-Nordbah» Em, 1886 100— 10070 Galizischr Karl. Ludwig-Allhn Ein. 1«»l 300 st, S. 4> 57-50 4°/p Donau Dampfsch, 100 si. . 125— I2l> — Llllbacher Präm.-Anleh. 20 fl. 2150 2250 Ofener Lose 40 fl..... 5,1-50 59t>» Palffy-Lose 40 fl...... 55 75 5^25 Rothen Kreuz, öst. Ges. v.. 10 fi, l8'?5 19it> «»dolhh Lose 10 fl..... 2050 2150 Salm Lose 40 fl...... 59-4,, gy. _ St, Genois Lose 40 fi. , . . «1> - L2'_ WaldsteinLose 20 fl, ... 8L'b0 3?>— Winbilch Grätz-Lose 20 fl. . . 51 — 51>?5 Gew.'Sch, d. 3»/., Präm.-Schuld- verschr, der Nodencreditllnstalt 27— 29-— Kank.Httien (per Stück), «nglo-Üst. Ban! 200 fi. K0"/„V. . 161'- - 16150 Nanlvereln, Wiener. 100 fi. . 113 liU 112-6N Vdcr,Änst, üst,. 20» fl. S.40"/« 3^.3 5N 35.b — Crdt.-slns!, f. Hand. u. 0.1«W st, 3<»I'25 »NI 75 Lreditbanl, ?lllg, ung,, 20» fl, . 34575 34« 25 Depositeiibanl, Allg,, 200 fl, . 20«- 2U5-— Eöcompte Ges,. Ndrüst,, 500 fl. «K, — 614 — Giro- u. Cassenv., Wiener 200fl, 2i3 — ^15-. - Gelb Ware Hypotlielciib.,öst,2«0fl, 25°/a 50 Nlföld ssiilman. Nahn LN0 fi. S. 203 — 204- - Bühm, Norbbahn 150 fl. . . 201 — 203— » Wcstbahn 200 fl. . . . 859 — 361 — Auschtichrader Eis. 500 fl. EM, 1345 1L58 dto, (lit, 8.) 200^1. . 493 — 455- - Donau - Dampfschiffahrt - Ges., Oesterr. 500 fl. CM, , . . 307 — 309 — Dräu Eis. (V.-Db.-Z.)200fl. S, 2l,o-50 «02 — Dux'Vode»b.-i0 — 20U 50 Gelb Ware Ung. Nordostbllhn 200 fi. Silber 19U — 19825 Una.Westb.(«aab'Graz)200fi.V. 199'95 2(X/ — Industrie'Actien sper Stück). Vauges., Ullg, Oest,, 10« fl, . 11U — tiz — Egybter Eisen» unb Stahl'Inb. in Wien 100 fl..... 85 - 86'— Eisenbahnw.-Leiha., erste, 80 fl. 1s,3 — 10«-. - «Elbemühl» Paplerf. u. B.'G, 51'— 52 — Liesinger Brauerei 100 fl. . . 9250 93' Montan Gesell., österr.-alpine 96— 96 50 Präger Cisen.Iud.-Ges. 200 fl. 403-405 — Talao-Tarj. Steinluhlen 80 fi. 5^8'— 511-- «Vchlügelmühl», Papiers. 200 fl. 199 — 20 < 50 »Etet,rermühl».Pllplerf.u,V,-G, 129 — 130'- lriflliler Kohlenw^Ges, 70 fl. . 168 — 169 - Waffenf.'G,,Oest,inWien10»fl, 493-— 49?-— WaggoN'Leihanst,, Nllg. in Pest 80 fl......... 8725 8K-50 Wr. Ballgesellschaft 100 fl. . . 8550 K7-5N Wienerbergerg