riNZELrnriS; iT0cI:cn{ag§ IC Hp? \^r ^1^^. m Samsta^-Sonxitaj« 13 Rp( Jnottittratr öntuno Amtliches Organ des Verlag und Schrittlcltung: Marburg a. d. Drau, Badgasse Nr. 6, Fernruf: 25-67, 25-68, 25-60, Ab 18.30 Uhr ist die bchriltlcitung nur aul Fernruf Nr, 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuach/iften werden mcht rückjjesandt. — Bei Antragen ist das Kückporto beizulegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.60a Steirischen Heimatbundes Erscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 einschl. Hostgebühr; bei Lieieruiig im Streifband zuzügl. Porto; bei Abholen m der (jcschäHsstelle KM 2.—, Altreich durch Post monatlich HM 2.10 zuzügl. 36 Kpf, Zustellgebühr 7tr. 133 !3B:ar&uro-g>rQu, Oltitttoocft, 13.51*011942 82. SaOrgang Angrüfsschlacht aal der Krim hat begonnen Deutsche und rumänische Truppen sind am 8. Mal auf der Halbinsel Kertsch xum Kampf angetreten Starice Kräfte der Luftwaffe im Einsatz ~ Kampfflugzeuge versenkten im Mittelmeer 3 britische Zerstörer Die Ostfront tritt an Führerhauptquartlcr, 12. Mai Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt; Au! 4er HalMtisel Kertsch sind deutecfie und rumänische Truppen, von starken Kräften der Luftwaffe unterstützt, am 8. Mai zum An^rrfff angetreten. Die Schlacht ist seitdem in vollem Gange. iPtfl-Uitunj SHüjifM J/lKrMUftm 'OfUttntinawkä Kiirio Archiv Bei der Bekämpfung von Schiffszielen '\ fU'ii Gewässern der Halbinsel Kertsch ind vor der Südostküste des Asowschen \ktTes versenkte die Luftwaffe zwei Transportschiffe mit zusammen 5000 brt jowie mehrere kleine Fahrzeuge. Ein Heiteres Handelsschiff wurde beschädigt. An der übrigen Ostfront scheiterten uTcinzelte Vorstöße des Feindes. An-riffs- imd _ Stoßtruppunternehmen deut-srhcr, kroatischer und rumänischer Truppen waren erfolgreich. In Lappland und an der A-^urmanfront v\urden vereinzelte Angriffe schwächerer i'indlicher Kräfte abgewiesen. Auf Malta bombardierten deutsche K'ampffliegerkräfte -trotz schiechter Wet-icrlage weiterhin mit guter Wirkung die ' lugplatzanlagen der Insel. Im Seegebiet südlich Kreta griffen Kampfflugzeuge In mehreren Weilen einen von Aufklärungsflugzeugen festgestellten Verband von vier t>rlti8chen Zerstörern an. Sie versenkten durch Bomben Volltreffer (Ire) der feindlichen Kriegsschiffe, während m Luftkämpfen zwei britische Flug-K'uge, die den Flottenverband sichern sollten; abmchossen wurden. Eigene f lugieuge gingen bei diesem Angriff nicht verloren. Vor der niederländischen Küste griffen f'iei britische Bomber vom Muster Hud-on ein deutsches Qeleit an. Alle drei cindlichen Flugzeuge wurden, ohne Bombentreffer erzielt zu haben, von den 02-'eitfahrzeugen der Kriegsmarine abge-'^hossen. In dfer Zeit vom 1. bis 10. Mai verlor fiie britische Luftwaffe 161 Flugzeuge, da-\on 32 über dem A\ittelme\jr und in Nord-Afrika. Während der gleichen Zeit gingen |ni Kampf gegen Großbritannien 42 eigene lugzeuge verlortMi. * Noch am Abend des 10. Mai erzählte liurchill im englischen Rundfunk: »Wann "e Hölle in Rußland losbricht, wissen •ir nicht, und es sind keine der üblichen iruppenkonzentrationen bemerkt worden, den deutschen Angriffen gewöhnlich f'jrausgchcn, Immerhin haben wir heute l den 10. Mai, und die Zeit vergeht so schnell.« Ein wenig aufmunternd sollte der letzte Satz klingen mit seiner Feststellung, daß immerhin bis jetzt noch nichts von dem drohenden Sturm zu bemerken sei, der wie ein Alpdruck die Gemüter unserer Gegner belastete. Volle zweieinhalb Tage bevor er seine Rede hielt, war die Hölle, auf die er so selbstsicher anspielte, schon losgebrochen. Während er seinen Hörern noch mit Hoffnungen schmeichelte, tobte das Gewitter deutscher Granaten und Bomben in den Reihen seiner bolschewistischen Freunde und bewies in denkbar drastischer Weise die Hohlheit britischer Phrasen und die nicht zu überbietende Verlogenheit und militärische Unwissenheit Churchillscher f*ropaganda. Einen Winter lang hielten unsere unvergleichlich tapferen Soldaten den Angriffen eines zahlenmäßig überlegenen Feindes stand. Sie wissen, daß er in diesen Monaten Gelegenheit hatte, seine Fronten mit Mannschaften und Material aufzufüllen. Gerade die Halbinsel Kertsch war ^voti den Sowjet;?, als Sprungbrett für weitere Operationen ausgebaut worden. Starke Befestigungsanlagen wurden zu Idiesem Zwecke besonders nach Beeinli-[gung der Schneeschmelze und der Aus-ti'ocknung des Geländes erstellt. Dazu besitzen die Bolschewisten den Vorteil zahlreicher Stützpunkte ihrer unseren Seestreitkräften überlegenen Schwarzineer-fK)tte. Für ihre Operationen hatte die sowjetische Luftwaffe zahlreiche neue Flugplätze geschaffen und erhebliche Bestände an Flugzeugen zusammengerafft. Genau in das Zentruni dieser Anstrengungen zielt der Stoß der deutschen Offensive, die wie immer auch den zähe-sten Widerstand niederzwingen wird. Von Bonlieii zerlelzt Berlin, \2. Mai Zu deni erPoilgreiclien Angriff deutscher Kampifluffzeuge auf einen britischen Kriegssciiiffsverbaiid südlich von Kreta teilt das Oberkommando der W'chrniacht weiter mit: In den Mittagsstunden des Montag wurde der aus vier Zerstörern bestehende britische Verband im östlichen Mittelmeer von deutschen Aufkläruiiss-flugzeugen ffemeldet. Deutsche Sturz-kampfilug/,euge vom Muster Ju 88 sichteten kurz nach 15 Uhr die britischen Zerstörer, die auf westlichem Kurs liefen, und setzten sofort init Sturzflügen auf den Verband an. Mit vier Bomben wurde einer der Zerstörer so schwer getroffen, daß er innerhalb weniger Minuten im Meer versank. Schifistrümmer mnf groBe Ölflecke wurden kurze Zeit darauf an der Untergangsstelle beobachtet. Zwei andere Zerstörer liattem Dooite ausgesetzt, um die Schiffsbrüchigen aufzunehmen. Eine . dritte deutsche Angriffswelle brachte dann den vollen Hrfo!,?. Der britische Verband hatte inzwischen seinen Kurs geändert und versuchte vor den deutschen Luftangriffen nacli Südosten zu fh'iclUen. Vier .lu 88 erzielten je zwei Volltreffer mit Bniniben schwerer Kaliber auf zwei Zerstörern. Feiner der schwer getroffenen Zerstörer wurde ge-.gen 19 Uhr iii sinkeirJeni Zustand beobachtet, während das andere britisciie Kriegsscliift zu eineuj grof,!en Teil unter Wasser lag und versank, l^er vierte cn.«-lische Zerstörer versuchte mehrmals vergeblich, sich diesem sinkenden Kriegsschiff zu nähern und lief dann ah. Trotz heftiger Abwehr durch Scliiffs-flak und trotz Sicherung des britischen Kriegssch!ffsverbandes durch britische Flugzeuge waren damit drei hri'tische Kriegsschiffe im Verlauf eines Nachmittags von den deutschen Sturzkanvpfflie-Kcrn Jicrniclitet worden. Die deutschen Maschhien kehrten ohne eigene Verluste zu ihren Einsatzhäfen zurück. 73 Zerstörer seit Krlccsbegimi Mit dem Verband dieser drei Zerstörer hat die britisciie Kriegsmarine nach bisherigen Feststellungen seit Kriegsbeginn bis jetzt 72 Zerstörer eingebüßt, während der (lesamtverlust Großbritanniens im ersten Weltkrieg sich auf nur 66 Zerstörer belief. lllierSQOOOOOlirl Tankschiffsraom versenkt Di* UindlkhMi Varlutt« vom S«ptemb«r 1M9 bis 10. Mai 1942 Berlin, 12. Mai Die Verknappung der dem Feinde zur Verfügung stehenden Welt-Tankerton-nage nimmt weiterhin zu. Unter den durch die deutschen Unterseeboote nach den letzten beiden'Sondermeldungen des Oberkommandos der Wehrmacht versenkten Schiffen befinden sich wiederum eine Reihe von großen Tankern. Eine Zusammenstellung über die seit dem ersten Auftreten deutscher Unterseeboote in nordamerikanischen Gewässern eingetretenen Tankerverluste wurde zuletzt am II. April 1042 ausgegeben. Bis zu diesem Tage waren seit Mitte Jänner dieses Jahres vor der USA-Küste und in anderen Seegebieten des Atlantik 81 Tanker mit 642 710 brt versenkt. Vier Wochen später hatte sich diese Zahl auf 105 Tanker mit 854 100 brt erhöht. Diese Tankerverluste treffen die feindliche Versorgung umso schwerer, als auch schon vor dem Eintritt der USA in den Krieg in mehr als zweijährigem Seekrieg die feindliche oder dem Feinde dienstbare Tankertonnage stark mitgenommen .wurde. Die letzten Versenkungen bringen die feindlichen Tankerverluste dieses Krieges, die seit September 1939 bis zum 10. Mai 1942 eintraten, auf insgesamt 3.1 Millionen brt. Dieser Gcsamtverlust der britischen, nordamerikanischen und dem l'ejnde nutzbaren Tankertonnage nähert sich damit dem Gesamtbestand an Tankschiffen, den die USA in Friedenszeiten besassen. Da das amerikanische Marinedepartement die Namen der verlorenen Schiffe dem Volke vorenthält, seien aus der großen Liste kürzlich versenkter Tankschiffe folgende namentlich aufgeführt: »British Splendour«, 7 138 brt (britisch); »San-dar«, 7 624 brt (norwegisch in USA-Charter); »Tamaulipas«, 7 500 brt (mexikanisch in USA-Charter); »Eugen Vr. Thayer«, 7 138 brt (USA); »Ben Brush« (Ex Carolina Mersk), 7 691 brt (Panama); »F. H. Bredford«, 10 844 brt (Panama); »Peter Hurll«, 10 871 brt (Panama). Die unter der Panamaflagge registrierten Tankschiffe führen ebenfalls im Dienst nordameiikanischer Reedereien. Von Kriegsberichter Herbert Raucbhaupt Nun geht es im Os^en wieder vorwärt.>. Unsere Soldaten sind zum Angrilf angetreten. Was die deutsche Ostfront während der Wintermoiiato hat aushalten müssen und was sie an Tapferkeit, Zähigkeit, Selbst Überwindung und Widerstandskraft geleistet hat, ist auch heule mit Worten noch nicht zu schildern. Heute erhebt sich nun die Frage: Wie ist der Träger dieses Ab-wehrkanipfes, der deutsche Soldat der Ostfront, aus. diesem unvergleichlich harten Monaten hervorgegangen und wie hat er sie überstanden? Eni neuer Soldatentyp Wie jeder Krieg und wie innerhalb eines Krieges jeder Fekizug, so haben diese Winternionate an der Ostfront einen fest uinrissenen Soldatcntyp geprägt, und zwar einen Typ, wie wir ihn in keinem der vorausgegangenen l''eldzüge auch nur entfernt kennengelernt haben. Dies empfindet man am deulliciisten, wenn man ilie von Wind und Wetter gebräunten (iesichter der Ostfrontkämpfer mit denen der jungen Soldaten vergleicht, die hier und da vor einigen Wochen als Ersatz frisch aus der Heimat gekommen sind. Zwrschen diesen sind die »Alten«, die oft nur ein ruler zwei Jahre älter sind, der ruhende Pol, ieiier Soldatentyp, dert im wahrsten Sinne des Wortes »nichts mehr erschiitlern kann«. Sie sind still und machen nicht viel Worte davon, was sie alles hinter sich haben. Zu den »Neuenar ist! So tritt die Ostfront nun zum Angriff an! PK lapans Aufmarsch an der Indischen Grenze An •inigan Stellen bereits in Indien eingedrungen — Flucht der Briten aus der „HÖIIe von Burma" — Verfotgung der geschlagenen Tschungking-Truppen Berlin, 12. Mai Die japanischen Streitkräfte marschieren, nachdem der letzte brit'sche Widerstand im Chindwin-Tal gebrochen wurde, in breiter Front an der indischen Grenze auf, die an einigen Stellen bereits erreicht und von schnellen iapanischen Truppen überschritten wurde. Im Kampfabschnitt Chittagong rücken japanische Truppen in Eilniärschon auf die Hafenstadt gleichen Namens vor. Chittagong hat besondere Bedeutung als Ausgangspunkt der Bahnlinie nach Sa-diya in Nnrd-Assain. Leichte japanische Seestreitkräfte haben die Küstenzone zwischen Akyab und Chiitagong in Kontrolle genommen und unterstützten das Vorgehen der in den südlichen HiÜ-Tracts marschierenden japanischen Truppen. Im Chindwin-Tal hat die Lage einen für die fliehenden Briten katastrophalen Verlauf genommen. Die britischen Truppenverbände, die in den letzten Tagen durch Kindat kamen, machten einen völlig abgekämpften, verhungerten und verdursteten Eindruck. Von Disziplin ist bei diesen vielfach geschlagenen Haufen keine Rede mehr. Sie kennen nur noch das eine Ziel, möglichst schnell aus der »Hölle von Burma« heraus zu kommen. Die Bevölkerung von Kindat, einer burmesischen Grenzstadt unweit der indischen Grenze, würde gezwungen, ihre letzten Vorräte an Lebensmitteln und Getränken abzugeben. Die britischen und zum Waffcnd'enst gepreßten indischen^ Truppen hatten zum Teil seit Tagen keine Verpflegung und kein Wasser mehr erhalten. Inzwischen geht die Verfolgung der bei Mandalay, Lashio und Myitkyina vernichtend geschlagenen tschungking-chi-nesischen Truppen tief auf chinesischem Boden weiter. Der Lu-Kiang, der Quellfluß des Salwin und Yuennaii, wurde von den Japanern überschritten, die sich im Vormarsch auf den Me-Kong befinden. Der Widerstand der Tschungking-Chi-nesen wurde überall gebrochen. Auch der japanische Vormarsch auf der Burmastraße westlich Yunk-Ping geht weiter. Reiche Innjiti'sclie Boiite Die enormen Mengen von Kriegsmaterial und Ausrüstung, die von den sich eilig zurückziehenden chinesischen Truppen längs iler Burma-Straße zurückgelassen wurilen, sind wie Doniei meldet, ein Beweis für den stürmischen Vormarsch der japanischen Truppen. Tau-sendc von Kanistern mit Benzin und Schmieröl, sowie Säcke mit Reis und Salz wurden von den japanischen Truppen gefunden. In Wangschi wurden Hunderte von Autos, Autoreifen und Munition erbeutet. In Lungling ließen die chinesischen Truppen 10 000 Sack Zement, ferner auch Kupfer, Wolfram und Autoreifen zurück. 20 000 Mann kapitulierten auf Mln-danao und Visayas Im Zusammenhang mit der Kapitulation von Generalmajor Sharp ergaben sich auf Mindanao und auf der Inselgruppe Visayas, die zwischen Mindanao I und Luzon liegt, 20 000 Mann amerikanischer und philippinischer Truppen. Japaner vernichteten 163 feindliche Fluszeuge Das kaiserliche Hauptquartier meldet, tlaß die japanische Luftwaffe bei den Angriffen auf Port Moresby vom 21. April bis 10. Mai 112 Flugzeuge abschoß und 51 Flugzeuge am Boden zerstörte. Die Japaner verloren im gleichen Zeitraum 12 Maschinen. Die Säuberung von Schantunir Einheiten der japanischen Armee, die die Säuberung des südwestlichen Abschnittes der Provinz Schantung von Tschungking-Truppen fortsetzten, haben nach einem Domei-Bericht 2000 Mann feindlicher Truppen im äußersten Südwesten der Provinz Schantung eingekreist und vernichtet. Ferner wurden im Laufe des Säube-rungsfeldzuges seit Ende April bis 10. Mai 1803 Mann gefangen genommen. Die japanischen Truppen erbeuteten 2782 Gewehre, 3R schwere MGs und fünf Grabenmörser. Der Feind ließ außerdem 0207 Tote auf dem Schlachtfeld zurück. Das kaiserliche Haoplquartier Ober die Seeschlachl im Korallen-Meer Tokio, 12. Mai Das kaiserliche Hauptquartier gab um 16,30 einen zusammenfassenden Bericht über ilie Seeschlacht im Korallen-Meer am 7. Mai lieraus, in welcher die Effektivstärke der amerikanisch-englischen Flotte zerstört wurde. Das Kommunique lautet: Erstens: Ein Flugzeugträger der Vereinigten Staaten von der »Saratoga«-Klasse und ein anderer von cer »York-town«-Klasse wurden versenkt, vyährend ein amerikanisches Schlachtschiff der »California«.Klasse in kürzester Zeit sank. Ein britisches Schlachtschiff der »War-spite«-Klasse und ein britischer Kreuzer der »Canberra«-Klasse wurden aufs schwerste beschädigt, während ein nicht bekannter Kreuzer schwer beschädigt wurde. Es wurde auch ein Zerstörer versenkt und ein 20 000 t-Tafiker schwer be-schädigL Zweitens: Insgesamt wurden 98 Flugzeuge abgeschossen. Drittens: Unsere Verluste betragen: Ein kleiner Flugzeugträger, umgebauter Petroleum-Tanker, versenkt und 31 Flugzeuge vermißt. Der Sprecher der iapanischen Marine in Schanghai erklärte; Die Anzahl der Treffer auf den Flugzeugträger der »Sara-loga«-Klasse sei japanischerseits genau bekannt, nur über den Schaden an fünf oder sechs feindlichen Zerstörern sei man im unklaren. Auf japanischer Seite wird angenommen, daß das britische Schlachtschiff der »Warspite«-Klasse gesunken und, wenn es wider Erwarten nicht gesunken sein sollte, seien doch die Beschädigungen derart, daß es nur in England oder in den USA repariert werden könne. Nach Aussagen an der Schlacht beteiligter japanischer Marineflieger erreichen die Fähigkeiten der USA-Piloten ungefähr denselben Stand wie die chinesischen Piloten bei Ausbruch des chinesisch-japanischen Krieges. Nationaler Feiertag in Runänien Parade vor dem König und Antonescu —> Eine Ansprache des Marschalls an die lUngsten rumänischen Offlilere Bukarest, 12. Mai Rumänien beging am Sonntag seinen nationalen Feiertag mit der traditionellen Parade der Armee vor dem König und Marschall Antonescu. Der Führer hatte zu diesem Ehrentage der verbündeten rumänischen Nation und ihrer Armee Generalfeldmarschall List entsandt. Bukarest stand schon seit Tagen in einem reichen Schmuck von Flaggen, Blumen, Transparenten, die neben den Bildern des Königs und des Marschalls die Bilder des Führers und des Duce trugen. Neben den rumänischen Farben wellten überall Flaggen des Reiches, Italiens und Japans. Die Parade wurde eingeleitet von einem Feldgottesdienst und von der Beförderung des letzten Jahrganges der Kriegsschule zu Leutnanten. Die neu beffirderten Leut-folgten, immer wieder mit freudigem Heifall begrüßt, die Kolonen der einzelnen Waffengattungen. Der Vorbeimarsch löste immer wieder stürmische Beifallskundgebungen aus, die sich noch steigerten, als eine deutsch-rumänische Ehrenkompanie vobeimarschierte. Marschall Antonescu ging in seiner Rede an die jungen Offiziere vom Nationalfeiertag des vorigen Jahres aus. Er erinnerte daran, daß nur wenige Wochen nach diesem Nationalfeiertag die rumänische Armee zum Befreiun^^skampf im Osten angetreten ist, und daß seither die rumänische Armee die rumänische Fahne mit Ruhm und Ehre zum Siege getragen habe. Die Armee habe die Ordnung und die Einigkeit Rumäniens gesichert und die von den Bolschewisten verwüsteten Provinzen wieder erobert. Darum müsse das rumänische Volk heute der Armee seine Dankbarkeit versichern. Mit derselben Dankbarkeit, so sagte der Marschall, schließen wir die deutschen Helden in unsere Herzen, die gefallen sind, um uns in Kampf um die Wiederbringung unseres Bodens zu unterstützen, Der Marschall schloß seine Rede mit j der Feststellung, daß das rumänische ' Volk fest an den Sieg des neuen Europa glaube, das ein Europa der Einheit, der ; Ehre und der Gerechtigkeit sein wUrjde. Blückwiinscli des Ffihreis Berlin, 12. Mai Der Führer hat dem Präsidenten der chinesischen Nationalregierung, Wang Ching Wei, anläßlich seines Geburtstages ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm übermittelt. Briten verloren In vier Tagen 48 Flugzeoge Rom, 12. Mai Der Italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: Lebhafte Tätigkeit der Luftwaffe über Nordafrika und im Mittelmeer. Die rückwärtigen Stellungen des Feindes und die ' Ziele auf der Insel Malta wurden bom-■ bardiert. Jagdflugzeuge der Achsenmächte schössen vier Flugzeuge ab. Eines unserer ' Flugzeuge kehrte von einem Seeaufklärungsflug nicht zu seinem Stützpunkt zurück. Deutsche Kampfflugzeugverbände griffen im östlichen Mittelmeer nördlich des Golfes von Sollum in aufeinanderfolgenden Wellen eine aus vier Einheiten bestehende englische Zerstörerflottille an und versenkten drei der Zerstörer, von den zum Schutz der Zerstörer eingesetzten Flugzeuge wurden zwei abgeschossen. Die englische Luftwaffe verlor an den italienischen Kriegsschauplätzen in den letzten vier Tagen insgesamt 48 Flugzeuge, zu denen noch zahlreiche weitere, die mit Sicherheit vernichtet oder am Boden schwer beschädigt wurden, hinzukommen. Neues hervorragendes Ranill-llngieng der Nallener Rom, 12. Mai Zu dem jüngsten Angriff auf Malta hebt ein Sonderberichterstatter der Stefani die Äußerung italienischer Fliegeroffiziere über die außerordentliche Leistungsfähigkeit des neuen italienischen Flugzeuges »Macchi 202« hervor, daß sich auch clen modernsten feindlichen Maschinen gegenüber als vollkommen überlegen erwiesen hat. Bei der Bombardierung des Flugplatzes von La Venezia schössen die Macchi nacheinander vier Spitfires ab, ohne selbst Verluste zu erleiden. Dieses Ergebnis seit wie die Piloten erklärten, in erster Linie der außerordentlichen Wendigkeit der italienischen Maschinen zuzuschreiben. USA-Terror in Irland Lissabon, 12. Mai Die amerikanischen Truppen in Nordirland üben, wie aus amerikanischen Pressemeldungen selbst hervorgeht, in dem von ihnen besetzten Gebiet Nordirlands ein Schreckensregiment aus. Über einen der verschiedenen Zwischenfälle, die sich in der letzten Zeit zwischen der amerikanischen Besatzung und der Zivilbevölkerung ereignet haben, berichtet die »New York Times«: Der Fahrer eines irischen Landautobusses, Rodden, war am 17. April mit seinem Fahrzeug auf einer Landstraße in der Nähe von Belfast von einer amer'-' kanischen Panzerwagenkolonne überholt worden. Als er auf ein Hupensignal nicht , sofort die Straße freigab, hatte der Führer eines der amerikanischen Panzerwa-' gen, der Sergeant CIrtcham aus Pennsyl-vanien, sofort aus einem Maschinengo-wehr das Feuer auf den-Autobus eröffnet, der von der Straße herunterstützte und zertrümmert wurde. BeiderUntersuchungstellte es sich heraus, daß der Fahrer des Autobusses durch drei Kugeln in den Rücken getötet worden war. Obwohl es sich hier um einen glatten Mord handelt, wurde der amerikanische! Sergeant, wie das Newyorker Blatt meldet, von dem amerikanischen Truppen-1 gericht in Irland lediglich mit einem Verweis bestraft. Druck ond Verlair! Marburiser VerlaKS- ond Druckerei-Oes. m. b, H. — Vcrlasnleltuni!: Etoo BautnuarinerM Hauptscbrlftielter' Anton Qersdiack: aUe In Marburfj ____a. d. Drau. Rndpasse 6_ Zur Zell lUr Anzeiget) die Prflsllste Nr t vom I Juni l'^'l EÜltlK. Ausfall der Lleferuna des ßlaftes hei hÄheff'j Gewalt oder BetrlebsstRrunR «Ibt keinen Anspruch «»'1 Rücksabluns dt* BaiustialdM Der Eckpunkt bei Feodosia und Rertsch Hl«r hi«lt dU Front troti Trommelfeuer und Mossensturm — Sowjetische Schwarzmeerflotte operierte im Dunkel der Nacht — Vorttösse aus den Schlupfwiniceln Im Kaukasus — Nächtliche Beschiessungen ohne Elnfluss auf die Landoperationen Auf der Krim, im Mai Drei Wochen lang haben Stalin und seine Agitatoren mit dem Namen des Schwarz-meer>Hafens Feodosia auf der Krim einen tollen Rekiamezauber getrieben. Das war um die Jahreswende, als die Bolschewisten die Stadt vorübergehend besetzen konnten und diesen Erfolg mit 30 000 Mann Verluste, schweren Einbußen an Panzern, an Geschützen und Munition und unersetzbaren Ausfällen an kostbarer Schiffstonnage bezahlen mußten. Die Pläne der Bolschewisten waren hochgeschraubt Von hier aus wollten sie die Krim wieder in Besitz nehmen. Die in Sewastopol eingeschlossenen Truppen sollten entsetzt werden. Ja, man wollte von Feodosia aus die gesamte deutsche Südfront aufrollen, Was ist von diesen Wunschiräumen geblieben? Als deutsche und rumänische Verbände nach vier Ang'riffstagen die Stadt in kraftvollem Gegenstoß nahmen, verschwand plötzlich Feodosia wieder aus dem sowjetischen Lexikon. Seit 8. Mai stehen deutsche und rumänische Truppen hier im Angriff. Dfe letiten Wochen in Feodosia Ja, Feodosia ist nicht Ausgangspunkt bolschewistischer Angriffe auf die Krim oder gar auf den Südabschnitt der Ostfront geworden, wie es sich Stalin und seine Marschälle so schön ausgemalt und auch in die Welt hinausposaunt hatten. Stadt und Hafen bildeten einen Eckpfeiler im Südabschnitt der Ostfront. An der Küste hielten deutsche und rumänische Verbände Wacht. Sollten sich die Sowjets noch einmal an Feodosia herangewagt haben, es würde ihnen schlecht bekommen sein. Sie wußten das auch sehr genau. Drum hielten sie sich in respektvoller Entfernung. Selten wagte sich bei Tageslicht ein feindlicher Bomber über die Stadt. Sobald sich aber die Dunkelheit über die Stadt senkte, wurden die bolschewistischen Piloten kühn. Im Schutze tiefhängender Wolken schlichen sie sich von der Seeseite an die Stadt heran und versuchten ihre Bombenlast abzuwerfen. Ziele waren dabei natürlich nicht auszumachen. Blindlings luden sie nach dem Rezept ihrer englischen Lehrmeister ab. Nur hinaus mit den Bombenl Das waren sie ihrem Kommissar und damit ihrem Leben schuldig. Was scherte es diese Piloten schon, daß sie ihren einstigen Sowjet-Genossen noch die letzten Häuser kaputt werfenI Der deutschen Wehrmacht aber haben sie kaum Schaden zugefügt. Die Akttonen der Sowjetflotte Auch die Schwarzmeer-Flotte war zu irgendeiner entscheidenden Aktion gegen die Küste oder speziell gegen Feodosia nicht mehr in der Lage, schon gar nicht bei Tageslicht. Sie konnte sich nur noch unter den Augen der deutschen Aufklärer bewegen. Kam wirklich einmal eine Einheit in den Sichtbereich der Küste, dann entging sie unseren Küstenbeobachtungsstellen bestimmt nicht. Bald waren unsere Stukas zur Stelle. Und davor hatten die bolschewistischen Kapitäne einen höllischen Respekt. Seitdem sie hei den Landungsabenteuern in Feodosia und Kertsch so manchen Zentner Sprengstoff aus der Luft aufs Deck bekommen hatten, hielten sie sich tagsüber lieber in ihren Schlupfwinkeln im Kaukasus auf. Ging der Tag zur Neige, dann war für diese Dunkelmänner die Stunde zum Dampfmachen gekommen. Dann wagten sie sich hinaus und versuchten, den Landkampf zu beeinflussen. 10, 15 oder 20 Kilometer legten sie sich vor die Küste und schössen wähl- und planlos ins Gelände hinein. Won ige Minuten dauerte es nur, bis die deutschen Küstenbatterien die Position der Schiffe an den Mündungsfeuern ausgemacht hatten und deutsche Granaten aus den Langrohrgeschützen auf die See hinauspfiffen. Eiligst drehten die Sowjet-Schiffe dann ab. Kfassenangrlffe zu Land Von der Seeseite war für die Sowjets schlecht etwas zu machen. Also versuchten sie es vom Lande her, von Kertsch aus. Hier hatte die deutsche Führung für den Stellungskrieg eine Frontlinie bezogen, die nicht allein die kürzeste war, die unseren Truppen zugleich die günstigen Stellungen für den Winterkrieg bot. Wochenlang rannten die Bolschewisten gegen die Kertsch-Front an. Division auf Divisipn haben sie auf unsere Stellungen gejagt, haben ganze Panzer-Brigaden in den Kampf geschickt, haben nachts die Flotte Breitseiten auf die Front und unsere Nachschubstraßen feuern lassen, haben Dutzende von Batterien in Stellung gebracht und versucht, mit schweren Feuerüberfällen, die sich oft bis zum Trommelfeuer steigerten, die deutsche Kertsch-Front zu erschüttern. Doch keinen Meter sind die Sowjets vorangekommen! Aber unsere Infanterie hielt In einem entsagungsvollen, ungemein erbitterten Ringen hat die unvergleichliche deutsche Infanterie ihre Stellung gehalten. Gelang dem stur und ohne Rücksicht auf Verluste angreitenden Gegner wirklich einmal ein vorübergehender örtlicher Einbruch, im Gegenstoß wurde der alte Zustand wieder hergestellt. Artillerie und Sturmgeschütze waren den Infanteristen in ihren schweren Abwehrkämpfen wertvolle und treue Waffengefährten. Nicht zuletzt auch die Flieger, die manchesmal den massierten Gegner auseinanderschlugen und mit ihren Einsätzen den Erdtruppen Luft machten. Der Boden vor den Linien der deutschen Regimenter war blutgetränkt, Im Feuer aller deutschen Waffen sind Tausende von Sowjetarmisten hier gefallen, sinnlos von den Kommissaren vorgetrieben. Ausgebrannte und bewegungslose Panzer, Waffen aller Art, Ausrüstungsgeqen-stände, tote Pferde und zahlreiche abgeschossene Flugzeuge bedeckten das Niemandsland vor unserer Front. Täglich rollten die Angriffe gegen die deutschen Stellungen, nicht selten mehrmals am Tage. Der deutsche Infanterist hielt stand! Sein Wille zum Sieg, seine Härte, seine Erfahrung im Kampfe, seine Siegeszuversicht und das unbedingte Gefühl einer hohen Überlegenheit über den Gegner ließen ihn alles überwinden, was der Abwehrkampf in dem schwierigsten Gelände mit sich brachte. Aufrollung der deutschen Südfront, Rückeroberung der Krim, Befreiung der bei Sewastopol eingeschlossenen Genossen — das waren die Parolen, mit denen der Sowjetarmist von Kertsch aus in den Kampf geheizt wurde. Hier griffen nun unsere und rumänische Truppen an, schlugen mitten hinein in die zum Angriff bereitgestellten Massen des Gegners. Kriegsberichter Herbert Ladda, PK PK-Aiifn;ilinic: KriCRsberichtcr Tönnies (\Vb.) ' Maßarbeit unserer Stukas im Hafen von Feodosia Kurz ist der Frühling in Anatolien Salzkarawane aus dem Osten ~ Protest der Natur Kesen den Winter — Doppelte Arbeit auf den Feldern — Oefahren aus dem Norden I'K-Aufnalitnc; KriCKsbcrichtcr Kuhn IWb.) Das Gesicht unserer Front Die lanReii Kameikarawaneii, die auch heute noch wie vor Jahrtausenden üiier die alte Ayas-Paßstralie, mit Salz beladen, in die Hochebene von Ankara iiinunterschaukeln, stapfen auf der PaUhöhe iiiinier noch durch Reste verkrusteten Sclinces, Die Karawanenführer, die seit Jahrzehnten die salzlKe Last nach der Stadt geleiten, können sich niclit erinnern, auf ihren Wegen zwischen Höhen und Tälern Anatoliens in ihrem i.ebeii jemals einem solclien Winter beßeKnet zn sein, dessen Härte auch die anatolische Sonne nicht gewachsen war. Sie berichten mit dem be-wunderswerten Gleichmut, mit dem der anatolische Fiauer allem unabwendiiaren üc-sclielien gegenübersteht, von den Strapazen der Winterszeit, dem Leben in den durch die sclineeverwehten Wege und leisten von der Umwelt abgeschnittenen Dörfern und üe-höften, die — ganz auf sich selbst gestellt — PK-Aufnahme: Kriegsberichter Kipper tWb.) Wir fuücs«!? rüberl lange Tage, oft Wochan überstehen mußten, bis ihnen der hereinbrechende h'rühling den Weg zur Umwelt wieder frei machte. Hart und bescheiden wie diese Landschaft, deren Schönheit iti der endlosen Weite liegt, die das Auge und den Menschen fesselt, im Kleinen aber nur kämpfendes Leben I)irgt, sonnverkrusteten Hoden, der nach Wasser sclireit nnd sich jedes ürün in mühsamer Arbeit abringen läßt, sind auch die Menschen. Die Oenügsamkeit des anatülisciieii iiauern ist auch des Winters Herr geworden. Der anatolisciie Kriihling ist kurz. Kaum zwei, drei Wochen sind der Natur an Zeit gegeben, ihre i^racht zu entfalten, die Steppe tnit frischem Grün zu überziehen und die Spärlichkeit des Baumwuchses durch ein Übermaß an Dlüten wettzumaclien, i^ann beginnt bereits der Kampf der Vegetation gegen die sengende Glut der Soime. vor der die Steppe vergilbt, nnd nur dort Leben bleibt, wo ein Rimisal oder ein Flußlauf die Kraft behielt, Wasser zu führen In diesem Jahre ist dem Frühling noch weniger Zeit gelassen, F-s scheint, daß der Sonnuer ohne Übergang die Ablösung des Winters übernimmt. Fast über Nacht ist die grüne Pracht ausgebrochen, schössen die I^lüten hervor, wie ein Protest der Natur, die sich nicht um ihre schönste Zeit betrügen lassen will. Rs ist nicht wie sonst, wo die Landstriche an den Küsten den Anfang nwichten und das anatolische Hochland den Frühling nachträglich feierte, weim drunten an den Gestaden der Marmara und der Ägäis die Blüten schon zur Frucht wurden. Die Härte des Winters hat dem Frühling diese Zeitverschwendnng vorenthalten, ihn gezwungen, von den Niederungen Thraziens bis hinüber nach der Bcrgwelt Ostanatoliens, von den Ufern des Schwarzen Meeres über den Taurus hinweg bis hinunter an die Küste des Mittelmeers zugleich sein F'est zu halten, das nur nach Tagen zählt. Für den anatolischen Bauern hat diese Feststellung allerdings einen weniger lyrischen Charakter. Für ihn bedeutet das kur/.e Frühjahr nach dem harten Winter doppelte und dreifache Arbeit, Viele, die sonst bei seiner Arbeit Hilfe waren, haben den Pflug viM lassen und ihn mit dem Gewehr vertauscht. Sie stehen an den Grenzen des Lan- des Waclie, Auch ihnen hat der Früliling au-sätzliclie Aufgaben gebracht. r>eim im Nordosten des Landes hatte bisher der Winter mit seiner Härte in der unwegsamen BergweU im Vorgelände des Kaukasus natürliche Wälle gebaut, die jetzt durch Menschen ersetzt werden müssen. Der türkische Staat h:»t nicht gezögert, seinen dauern zur Seite zu stellen, um auch in kurzer Friilijahrs-spatme die anfallende Arbeit meistern zu können Durch einen l.andliilfedienst im Rdlime:! der besoldeten Arbeitsdienstpfliclit erhalten die B;\uern zusätzliclie Arbeitskräfte, sodal alle Vorsorge getroffen ist. da!.? die guten Aussichten, die der Stand der Wintersnaten er('tffnct, durch eine vollausg.jnntzte Früh-ialusaussaat erweitert werden. Wenn der anatolische Frühlirr? in seinem natjitliehen Lauf gestört wird, so sind dafür meist kalte und schneidende Winde ans dem Norden verantwortlich. Sie sind auch in diesen". Jahr niclit ausgeblieben. Auch auf politischem (iebiet ist es seit alters her so, daß \\olken aus dem Norden dem Türken am tr;ei«ten Sorgen bereitett. Daran wird man nicht nur bei einem Spaziergang auf den herrlichen Prinzeninseln vor der Bucht von Istanbul erinnert, die in dem rnssisch-Mi Stiitzpunktprogramm in Saciien Meerengen en>e wichtige Rolle spielen. Selbst inmitten des anatolischen Hnclilandes bcstüHgte sicli diese gescliiclitliche Regel vor den Sciinnken dr's Gerichts in Ankara, dem die "^owiet-ru;,sisc!ien Attentatsverbrechcr zur Aburteilung übergeben worden sind, ist deshpll' arrh kein Wunder, wenn di*: Türkische (ntrntliclikeit diesen Prozeß in der Hoffnung verfolgt, daß es gelingt, im Zuge; der früh-iähtliclien Säuberung auch mit den (iofahren rasch uiul gründlich aiif/uräume:!, die sicli in tÜf sem Prozeß wiuderspiegeln. Der Ordmmg halber nniß vermerkt wer-de'i. dal' der anatolische Friilili.ig offensicht-iii:': i^icli die Herren der englisciitn und amc^,l.rlnl^cllen Botschaft mit dem Bedürfnis zur Aktivität gesegnet hat. F:s vergeht kein Tag, ai: dem nicht aus den Hallen dieser Mi'suMieii Nachrichten verbreitet werden, von be\orstehenden -Bntsc'iafterixonfer'jn-zcn». die von den demokratisch-b.ilschjwisti-scnen Missionschefs abgehalten werden .m)I-lo'i, von neuen Zeitungen, die vo.i der erg-li-iclitr. IVopaganda in der 'l iirkei zu grüncl^r seier von neuen Konsulaten, die Ro isevelt in tüikisclien Landen errichten möclue, kurz vo-i der »diplomatischen FriililinjNof'ensive^, die. wie ein amerikanischer J..»urnalist wissen ließ von Seiten der Alliierten gegenüber der Ti'ikei angelanfeii sei. zeigt sich aiier daß man in Ankara für solc'ie pfHiti-schei'^ Saisonunternelmien wenig Verstämh'is hat. Zudem weiß maii. daß dir anatuliy^r'ie Frühling kurz, in diesem Jahre sogir besoii-d-,;rs kurz ist . , . Klaus von Mütilen. Ankara. SS-PK-KrlcKshcrlclitcr AuKustin (Seh.) MG-Schützen der Waffen-^/ auf der Krim and 3iidUu Wien ehrt Prolessor dr. losepli Marx Professor Dr. Joseph Marx wurde anläßlich seines 60. OcDurtstaRes in Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um die deutsche Tonkunst der Ehrenring der Stadt Wien gewidmet. Der Leiter des Kulturamtes der Stadt Wien, Stadtrat Blaschke, überreichte ihm den Ehrenring der Stadt. Er legte dar, wie sehr sich der (iefeierte zunächst als Liederkomponist lus der Steiermark in die Herzen der Wiener eingesungen habe und wie er dann als Lehrer und Rektor an der Hochschule für Musik zahlreiche Schüler, besonders viele auch aus dem Südosten Europas. in die Schönheiten musikalischen Schaffens eingeführt, als großer Meister der Safzkunst aber auch den Ruhm Wiens vergrößert habe. In Stellvertretung des Generalreferen-richf. -u Neue Staatsoper für Bukarest nach deutschem Entwurf. Die Direktion der runiäni->clien Staatsoper beabsichtigt, ihr seit langem /u klein gewordenes und durch das letzte h'rdbehen stark beschädigtes Gebäude durch iin neues Theater zu ersetzen. Der Entwurf /u dem Opernhaus stammt von dem bekannten deutschen Theaterarhitekten Paul Baum-sarten, der in diesen Tagen in Bukarest mit den maßgeblichen Stellen die endgültigen Baupläne erörtern wird. Hatten am gestrigen Dienstag alle Kulturschaffenden des Unterlandes die Möglichkeit, den 50 aus der nahen Wirklichkeit geschöpften Ausführungen des Leiters des Hauptkulturamtes in der Reichspropagandaleitung der NSDAP., Pg. Carl Cerff. zu folgen, so bildete die in zwei Räumen der Burg untergebrachte Schau des Führungsamtes II des Steirischen Heiniatbundes in Verbindung mit der Außenstelle Marburg des Reichspropa-gandaamtes Graz sozusagen die Brücke von der Theorie in die Wirklichkeit. Mit Umsicht und einem ungetrübten Weitblick für die in der Untersteiermark noch zu leistende Kulturarbeit hat der für diese Arbeit verant-woitliche Pg. Treml. Leiter des Führungsamtes II, die Arbeit in aller Klarheit aufgezeichnet und alle Abteilungen des kulturellen Schaffens zu Wort konunen lassen. Bewußt ging man in der kulturellen Arbeit in der Untersteiermark den geraden Weg, die kulturellen Einrichtungen, die geschaffen wurden und noch im Entstehen sind, nicht einer gewissen Schicht zuzuführen. Man sieht die schöne, vom Führer selbst klar gezeichnete Aufgabe, auch den letzten Volksgenossen im entlegensten Ort des Unterlandes heranzuholen, soll alles Kulturschaffen nicht an Blutleere zugrunde gehen. So steht über aller sinnvoll geleiteten Kulturarbeit der Untersteiermark der große Gemeinschafts-gedanke. der hier alle Kulturmittler mit den Volksgenossen verbindet und in den Stätten neuen deutschen Kulturscli^ffens zusammenführt. Hinweg über die kleinen Dinge wird dann der Erfolg kommen, denn über alle Nichtigkeiten gibt es etwas Größeres, und zwar: »Die Pflicht tun!« Daß sich in diesem Ringen um die Zurückgewinnung der deutschen Volksseele, die in den Kulturschöpfun-gen ihren Ausdruck findet, alle aufbauwilli-gen Kräfte zusammenfinden, ist die große Aufgabe, die in gemeinsamer Arbeit getan werden soll für unser deutsches Volk und sein Kulturleben. Die bereits ansehnliche Erfolge aufweisende Kulturarbeit in der Untersteiermark ist, wie die Sonderschau zeigte, von dem Gedanken getragen, daß alle Kultur nicht programmatisch geschaffen werden kann, sondern daß sie organisch wachsen muß. Auf vielfarbig gestaltetem Kartenmaterial, das die Wände des ersten Raumes zierte, konnte man einen Einblick gewinnen in die Arbeit des Kulturringes im Steirischen Heimatbund, in dem sich alle kulturschaffenden Organisationen und Einzelpersonen zusammenfinden, um hier wirkliche Gemeinschafts- und Breitenarbeit für das Volk zu leisten. Die Skizzen über die Veranstaltungen des Amtes Volkbilduiiß. die Schaffung von Gemein-schaftsräumen, Volksbüchereien, die Durchführung von Sprachkursen. Musikgemeinschaften, Filmveranstaltungen, Musik.schulen, die Arbeit in den Kindertagesstätten, den Schulen und den Veranstaltungen der Deutschen Jugend zeigten in aller Klarheit den raschen Fortschritt der Arbeit auf und wiesen die Wege weiter in konnnende große Arbeitsgebiete, die ihrer Erfüllung harren. Um die Dorfgemeinschaft selbst in diese Kulturarbeit einzubauen, fehlte es in der Schau nicht an den vielseitigen Anregungen der Aus^icv-idiluiiÄ von Gemelnschaftsfeiej^n^ in Fonfi vai alle Gemcien umfassendem Sclrif- icnniattr.al. da.s Vorschläge von dö't'ichen feiern n bunter Zah' aufweist. Auch d.e n.^i-vvi'?e d'T Auss" hmtickung von Fcierstäitsn und Veranstaltungsräumen sind hier nicht vergessen. Lichtbilder zeigten die Brauchbarke t al'er Anlegungen Um das Lied den genossen noch näher zu bringeii. sind die Liedblätter, die vom Steirischen Heunatbund herausgegeben wurden, eine wertvolle üe- ^ leicherung des Lehrstoffes auf wichtigen Gebiet. Auf das außen weisen die Ortsgruppen- und Zellen-kästen, diü in ihrer vorbildliclien Ausuesta -tung in der Schau gezeigt wurden. Zusammenfassend kann man hier von einer Lehrschau sprechen, die von hohem kulturellen vJ'ert getragen ist und den Blick mcht au dem Erreichten ruhen läßt, sondern mn neue Wege und Ziele aufzeigt, die erstrebt '"'imlweiten Raum sprachen ""tersteirische Künstler zu uns. Diese Schau erhebt ^cnier-lei Anspruch auf Vollständigkeit, sie hatte allein den Zweck, das Arbeitsgebiet der b -denden Kunst in der f' gemeinen aufzuzeigen. Aus den Reihen der Arbeiten nennen wir die » "L.g nahen Aquarelle unseres heunischen Meisters p'po Veteln: Drau be, Ankenstein, Winter m der Kolbs und das Stilleben Johann Hepperger weist »nt drei GroU-gemälden den Weg tief in das Volk, seine »Lesende Bäuerin« und »Der Bauer« sind wahr erschautes Leben, mit Würde j^stge-halten. Franz Stippes Gurkfelder Landschaften sind von eigenem Empfinden getragen, Konstanze Frohns ».Friedhofeingang«" atmet mit seinem ausstrahlenden Grünton tiefen Frieden. Erika Reiser, eine junge Künstlerin, ist mit ihrem Werk »Ostseeküste« vertreten. Jan Oeltjens Landschaften von Gmunden und ein Entwurf zu einem Fresko sind gereifte Arbeiten. Max von Formacher hat in seiner Arbeit »Indische Tänzerin« sein Kunstschaffen klar herausgestellt. Eigene Wege geht Karl Jirak mit seinem Dorfbildnis und seinen Landschaften. Otto Schltnik ist mit einem Aquarell »Blumen« vertreten. Eine wertvolle Bereicherung bilden die Plastiken »Frauenkopf« und »Kinderbüste«, ferner »Tai'zpaar«, ein prächtiges Werk der Holzschnittkunst, und die meisterhaft geformte Bronzebüste. Leo Wallners »Pettau im Schnee«, eine gut gesehene Landschaft, beschließt die Mal-kuiistschau Einen Ehrenplatz nehmen die Zeichnungen von August Seebacher »Heute Grafen von Cilli und nimmermehrc ein, die in unserem Blatt eine ausführliche Würdigung faiiiJcn. Was uns die sinnig zusiiiiiinengcstellte Schau, die durch wertvolle Buchhinweise auf dörfliche Feiergestaltung noch wesentlich bereichert ist. besonders anregend gestaltete, ist der Wille, daß man mit Leidenschaft dein Echten dienen will. Wir wollen dieses Echte nicht beRreifeii nach äußercu Gesichtspunkten, sondern in seiner ganzen Mannigfaltigkeit, denn es ist vielgestaltig als Spiegelbild der Zeit, vielgestaltig wie die Spannungen deutscher Volkheit. Abseits von aller faulen Objektivität und einer Staiidpunktlosigkeit wies diese Schau auf das Ziel hin, das sich die Knlturscliaffeiidcn der Untersteiermark Voi den Rfraatden ii den noderiKi Brossbinlei Eine Schau der deutÄchen Baulechnik in München In München wurde im Deutschen Museum die »Leistungsschau der deutschen Bautechnik« als ein Teil des auf dem Reichsparteitag 1938 gegründeten »Hauses der deutschen Technik e. V.« zur allgemeinen Besichtigung freigegeben. Die Ausstellung selbst, in der in ihrer Art einmalige Spitzenleistungen der deutscl^n Bautechnik dargestellt sind, ist hn 14 Abteilungen gegliedert. Nach der einleitenden historischen Abteilung, die Darstellungen von Großbauten in früheren Zeiten in Modellen zeigt und mit den ägyptischen Pyramiden und dem babylonischen Turm beginnt, werden alle nur erdenklichen Zweige des modernen Bauwesens, wie Wehrbau, Wohnungsbau, Kriegsbauweise, Stahlbau, Erdhau, Tunnelbau, Wasserkraftwerksbau, Schleusen und Schiffshebewerke, Brückenbau und Hochbau vor Augen geführt, Unter den zahlreichen Modellen dürfte das eines großen Schiffshebewerkes, das betriebsfähig ist und die Funktionen eines solchen technischen Wunderwerkes veranschaulicht, besonderes Interesse finden. .Mit dieser Sonderschau erhält München eine neue großartige und höchst sehenswerte Ausstellung. iiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiuiiiliiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiuliiiiiiiiiiDiiiiHiiiin gestellt haben: in innerer Freiheit allen schöpferischen Kräften nachzuspüren, um zu einem Ganzen zu gelangen und das Wertvolle aufnehmen und pflegen zu können. Robert Kratzert. 4- Alteste Theaterlradltlon im Gau Oberdonau. In dem vom Generalbauinspektor der Reichshauptstadt, Reichsminister Prof. Dr. Speer, herausgegebenen Handbuch des Deutschen Theaters wird auch der Gau Ober-donau mit Lichtbildern vertreten sein. Die zwölf Theater des Gaues gehören zu deu '.n-teressantesten der Donau- und Alpengaue. So ist das Greiner Stadttheater das älteste im ursprünglichen Zustand erhaltene überhaupt, das Lambacher Stiftstheater die einzige in de' Ostmark bestehende Klosterbühne, das Schloßiheater in Kruimnau eine der intercs-santestcpi Schloßbiihnen des Reiches und das Linzer Landestheater einer der ältesten Gvoßtheaterbauten der Ostmark. (- Gobelln-Wcberel blüht wieder aul. In dem Dorfe Oberweid in der thüringischen Rhön befindet sich eine der wenigen Webereien. in denen Wandteppiche und Qobellns gewebt werden. An sehr breiten Webstühlen sitzen zahlreiche junge Mädchcn oder Frauen, die getreu der farbigen Bildvorlage in langwieriger Arbeit die Bilder weben. Es steht ihnen zu diesem Zweck eine Sammlung von Garnen in fast 1100 Farbtönungen zur Verfügung. Die Entwürfe für die großen Gobelins stammen von deutschen Malern, die sich besonders auf diese Webtepplche spezialisiert haben. Wir nennen nur Karl Ürieß. dessen Bildteppich »Gustav Adolf vor den Toren Würzburgs« bei der vorjährigen großen Deutschen Kunstau-s-stellung in München ausgestellt war. Dieser Teppich ebenso wie die großen Bild Webereien für die neue Reichskanzlei stammen aus der üobeiine-Weberei in Oberweid DAS SUMPFORGELWEIB Roman von Maria Bcrchtenbreiter L'ihfber-Kcchts^L-huii durch Vcrjac 0. Meister, Werdau (2.1. Fortsetzung) •Ein guter Nebel ~ brav, brav!« flu-' Sterte die Rake und kentete den trockenen Wied an, der sogleich zu knistern begann. Steffen Weidacher wußte später nie, w.is eigentlich los gewesen war. Seine! i'ntzündeten .^ngen, die krampfhaft den ' Weg im Ni'bcl suchten, sahen plötzlich linkerhand ein Aufblitzen. Dann kam ein feuriger Vogel geflogen, zischte durch das herabgelassene Fenster und . streifte ihm Wange und Haar. ^ j Heiser aufbrüllend ließ er das Steuer i lahren. Nur einen Augenblick. Aber da j .sackte das rechte Vorderrad schon in den j .Moorgraben, tief in den Schlamm. Und | obwohl er sofort wieder nach dem | Steuer griff, gehorchte der Wagen nicht mehr. Das rechte Hin'^-rad glitt gemflch-1 lieh hinterdrein, der Wa^en neigte sich, dann lag er, fast behaglich schnaubend, zeitlich an der Böschung. Das Schmale, Dunkle, Huschende, das • lig 'm Nebel verschwand, sah der Steffen n'cht. Er hatte seine liebe Not. den brennenden Hevenbesen ans dem Wagen /u schleiuiern, den Ict/Ien roti-n blinken I"' \\;ir so N'crh'iill'l, <':iB '.t das riuchcn vergaß. Seine Wange brannte, sein Haar war versengt. Dann | kletterte er steif heraus und besah sich ' den Schaden. i Da war nicht vie! zu machen. Bis über, die Hälfte staken die Räder im weichen Grund. Ohne Hilfe brachte er den Wa-j gen nicht mehr aus dem Graben. Jetzt | erst überkam ihn die Wut, eine beschämte, sinnlose, schäumende Wut. Und weil nichts da war. diese Wut dran auszulassen, zertrampelte er den immer noch glimmenden Hexenbesen. »Das zahl' ich dir heim!« knurrte er heiser. i»Das ist dir nicht geschenkt. Das sollst mir büßen, du!« Mit rot unterlaufenen .Augen suchte er den Nebel zu durchdringen. Doch h^hn-voll und gelassen hatte das Moor einen dichten Schleier vorgezogen, drin der ferne Steinwnrfel des Moorhofes ruhen mochte. Und Steffen, der es immer scheute, einen ordentlichen Weg unter die Füße zu nehmen, mußte drei Stiinden durch das nächtliche Moor zurückwandern, bis endlich in der Ferne die Lichter eines Bahnhofes auftnuchten. Der Nebel kühlte wie ein feuchter Umschlag seine Wange. Aber er dankte es ihm nicht. Es war nun doch bt-'nahc /uvie' ge-wi>rden für Rakes alte Heine. Als sie die Treppe wieder hinanfschlich, mußte öfters nach dem Geländer tasten. Ihr schwindelte, sie frf>r, iind immer noch l.'in/ten kleine rolc l'l:u'k''rfläiiiiiichen auf der Nel/.haiil ilircr Augen, Hei! Wie das aufgeblakt hatte, grell und zischend! Der Hexenbuschen hatte seine Schuldigkeit getan. Leise kicherte die .Mte. Da streifte ihre Hand in der Dunkelheit des obersten Treppenwinkels plötzlich wieder gegen eine warme Hand, sirj spürte einen rauhen Joppenärmel und schrie hell hinaus. Aber noch während sie schrie, hatte sie den nächtlichen Schleier an einer unbestimmbaren Eigenheit "erkannt, vielleicht an seinem Atem, der nach einem scharfgewürzten Branntwein roch, »Hartl!« Und gleichzeitig fuhr Rakes kleine, harte, rasche entschlossene Hand schon sausend durch das Dunkel und traf mit unheimlicher Sicherheit in das Gesicnt des Burschen; denn Rakes scharfe Augen hatten den grau schimmernden Spalt g^.'-sehen, den Türspalt zu Walps Schlafzimmer, der halb aufgestoßen klaffte. . »Was hast du an dieser Tür zu suchen? Warum hast sie aufg'niacht"-' Warum, frag ich? Warum?« Die .Mte war ganz außer sich, Sie hätte den Frcchen schütteln mögen, der sich an Walps Ruhe heranwagte. Aber jetzt regte sich etwas drinnen in der knmnier, schlaftrunkene Worte, ein Ker-zenstiimpen flammte auf. Dann hörte man das Tappen nackter Füße. Die Walp stand unter der Tür, das Licht mit der Hand behütend. Und in den verräterischen Lichtschein hün/elte der Knecht, irmnle die Angen iiintiner voll aufschlagen und hatte Ra- kes Fingerspuren auf cjer Wange. Sein Mund war seltsam vergröbert, die gedrungene Kraft seines Nackens zwischen die Schultern gezogen. Und wie seine Augen aus den sackartigen Wülsten stachen, erinnerte er an ein heimtückisches, gefährliches Tier. Die Walp wußte nicht, warum ihr kalt wurde von innen heraus. Aber da war Rakes Stimme plötzlich hallend im gewölbten Flur. »Schnaps hast g'soffen, Kerl! Sonst hast du keinen Mut für die Schlechtigkeit. Schäm dich!« Da zeigte es sich, daß dieser stierhaft kräftige Mensch doch einen inwendigen Bruch hatte, daß er nicht fest auf den Beinen und seiner selbst nicht sicher war. Seine Schultern bebten plötzlich. Haltlos verzog sich sein Gesiebt, Er schien jeden Augenblick in Schluchzen ausbrechen zu wollen. Aber die Rake machte wenig Umstände, schob ihn quer über den Flur in seine Kammer, riß innen den Schlüssel ab und versperrte die Tür von außen. ! »Kommst mir nimmer heraus bis morgen früh.« Dann mußte die Rake sich auf die alte Truhe niederhocken, die windschief an de- Wand lehnte. Naß und rot schauten ihre bloßen Füße unter dem Rocksaum hervor, ihr kleiner, weißer Kopf sank gegen die Mauer zurück. »Wo bist denn g'wescn?'' Strafend und l-.onfsehültelnd sehautc die Walp auf di«* Alte. Aus SuuU und £(md Sei hOllidi — auch aadi UilteniadrtI Mensch, du hast eine Mordsstinune, nicht schön, aber laut. Und du wilUt sie natürlich zuweilen ausprobieren. Gut. Damit »ollst du aber nicht allwöchentlich warten, bis du am Samstag oder Sonntag nach Mitternacht vom Goldenen Ochsen oder von der Schwarzen Katze heimzuwanderst. Sondern eile — jetzt, da es in der Natur so herrlich und außerdem Frühling ist — allein oder mit anderen glcich dir StimmbegnadeJen dorthin, wo du ungestört durch mißgünstige Mitmenschen deinem Organ so richtig freien Lauf lassen kannst. Steige z. B. hinauf zur steilen Feiglwand, in die das alte Schatzgräberloch hineinführt, das Platz hat für etliche Dutzend Sänger. Heiß den Fcrdl, den Seppl und den Hans mitgehn, mit denen du die vorige Samstagnacht von eins bis drei so unermüdlich durch die Stadl gesungen hast. Alle vier auf einmal und jeder ein anderes Liedl: Heut gemma neamma ham — Ich weiß nicht, was soll es bedeuten — Still ruht der See — Im tiefen Keller... Es war schon eine Primaleistung. Und es hat weiter nichts gemacht, daß der Ferdl bei jedem dritten Wort vor lauter Schnackerlstoßen ausgerutscht ist, mit der Stimme, und daß den Seppl, gerade wie er zum zwölften Mal so schön tief „bei a—i—ne—em Faß vo— oll Re—e—bön" war, die Füße im Stich gelassen haben und er gegen die Apothekertür gefallen ist und die graugestreifte Sonntags-hosc zerriß. Dazu hat dann freilich die dicke Bäckerswitwe vom Nachbarhaus was herab-geschüttet, und es ist daraufhin auch allen das Singen und die Luft ausgegangen, aber nur für ein paar Minuten, gottlob ... Und du, Mitzi, wenn du mit dem Gustl, den du soviel gern heiraten möchtest, aus dem Kaffeehaus kommst, schrei nicht immer: Da habt's mei letztes Kranl...! Denn das giftet den Gustl, der ein Sparmeister ist, der schon, kaum daß er die Kaffeehaustür hinter sich zumacht, nachrechnet, wieso die Zeche so groß geworden ist, und der eine Frau will, wie sie der Schiller in der Glocke beschreibt, die weise im häuslichen Kreise herrschen soll und die nicht mitten in der Nacht auf der Straße justament ihr letztes Geld wegschmeißen will... Und du, Resi, laß um viertel zwei die nrme Lilli Marlen doch lieber schlafen und setz dir deinen neuen Frühjahrshut gerade. Glaub mirs, dem Maxi, der dich diesmal ausgeführt hat, bleibt dein Laternengesang im Ohr bis zum nächsten Morgen, und wenn er dann ganz munter und nüchtern ist, beutelt er sich noch beim Zähneputzen ab| denn er hört es ganz deutlich in der Erinnerung, daß deine Stimme ziemlich — du mußt schon entschuldigen, aber was wahr ist, ist wahr! — versoffen geklungen hat. Pfui Teufl, denkt sich da der Maxi und am nächsten Sonntag geht er mit der Klara, dem scheinheiligen stillen Wasser... Und wenn dir, Steffi, der fesche Michl einen Kuß gibt, dann quietsch nicht gleich so laut und herzdurchdringend in die Nacht hinein, daß drei Straßen weiter ums Eck der alte krumme Schusternaz mitten aus seinem schönsten Traum gerissen wird, wie er da gerade aus einem Rindslederfleck, so groß wie der Marktplatz, lauter echte Sohlen schneidet. Denk daran, daß die Lizzi, die vor dir mit dem langweiligen Franzi im Mondenschein dahergeht und noch nicht bis zum Bußin gekommen ist, ohnedies wie ein Hdftlmacher aufpaßt und auch dann grün und gelb vor Neid wird, wenn du nicht gar so jämmerlich schreist. Und laß den Schu-sterndz bei seiner freudevollen Traumarbeit mit den hunderttausend Rindssohlen, weck ihn nicht auf — sei höflich auch nach Mitternacht. A. G. Bauer Niklas Erzlhlung von Heinrich Zerkauten Der Bauer Niklas Einsiedel steht vor seinem Hof, pumpt sich die Lungen voll Luit und schaut zu den dahinziehenden Wolken hinauf. Der Bauer Niklas lacht. Es hilft den hitzigen Wolken doch nichts. Jede von ihnen ertrinkt am Ende in diesem schäumenden, blauen Himmelsee. Gottsdonner, es ist heiß. Bauer Niklas Einsiedel zieht den Rock aus und wirft ihn seitlich auf den Holzstoß. Achtundsechzig Jahre alt ist der Bauer. Achtundsechzigmal sind Frühling und Sommer hier vor ihm aus Herbst und Winter neu geworden. So eilig wie in diesem Jahr aber haben Frühling und ■•mmer es selten gehabt Die Erde rauscht im Frühglast der Sonne, in die blauschwarze Decke hoher Tannen sticken Birken und der Jungwald lichte, maigrüne Ranken. Der Hund an der Kette wütet wie toll. ,,Kusch!" Spürt auch der Hund den keimenden Sommer schon? Der Wind fährt dem Niklas durch das offene Herad. Der Bauer kümmert sich nicht darum. Es ist nicht der sommerliche Frühling, der ihn so früh aus dem Haus getrieben hat. Es ist nicht die Sonne, die ihm die Jacke zu heiß macht. Etwas anderes will in diesem Jahr ebenfalls nicht mehr warten: das Amt. Das Amt will, daß das Schindeldach des Schafhofes endlich neu gedeckt wird. Nun ja, dagegen laßt sich nichts sagen, Ciezögert haben sie auf beiden Seiten lange genug, der Bauer Einsiedel und das Amt. Einmal muß das nun werden. Und mit dem neuen Dat h kommen dfinn ein paar neue Ktimmem da/u. Es wirrl fUilgestockt. Die ^'lanr liegen ierlig. Eiyentiich — seit einem Alles RolliirscIiaRen helsst: Gärtier seil Pjl^. Cerff, Berlin, sprach anläßlich einer Kulturtai^ung des Sieirischen Heimatbundes in Marbursf Marburg, 12. Mai | der uns aufgezwungen wurde, nicht nur Nachdem der Leiter des Hauptkultur- auf den Schlachtfeldern, sondern auch amtes in der Reichspropagandaleitung der Breite der Heimatfront mit all der NSDAP, Pg, Karl Cerff, am Montag '•r'em werktätigen imd kulturellen Schaf-an der Kulturtaguiig der NSDAP des gewonnen wird. Neben dem deut-Gaues Steiermark teilgenommen und am ^^hcn Volk hat unser Verblindeter Japan Abend desselben Tages zur Erzieher-1 kulturelle Mission erkannt und und Lehrerschaft von Graz gesprochen, zei.gt, was eine Nation vermag, wenn hatte, kam Pg. Cerff heute nach Mar-'sich neben einer soldatischen eine tief re- burg, um anläßlich der ersten Kulturtagung des Stcirisclien Heimatbundes zu den Kulturschaffenden und Kulturbeauftragten des Steirischen Heimatbundes und des Staates zu sprechen. ligiös-geistige Haltung auswirkt. In eingehender Weise setzte sich der Redner mit den verschiedenen Kulturauffassungen auseinander und wies besonders auf die Arbeit in der Untersteier- Vormittags um 10.30 Uhr traf Pg. Imark hin, die auf kulturellem Gebiet viele Cerff, begleitet vom Bundesführer Steindl i neue Wege gehl, die auf Erfahrungen und Landrat und Oberbürgermeister Pg.' aufgebaut sind. Der Weg aller Kultur, Knaus, in der festlich geschmückten Mar- so betonte der Redner unter dem Beifall burger Burg ein. Nach einer feierlichen Musik fand der Ftlhrungsamtsleiter, Pg. Siegfried Treml, Worte der Begrüßung und zeigte die Zielsetzung des Steirischen Heimatbundes auf kulturellem Gebiet in kurzen Worten auf. Anschließend ergriff Pg. Cerff das Wort und führte die gespannt lauschen- der Hörer, muß nicht nur in die grof^e Masse des Volkes, sondern vor allen Dingen in den kleinen Kreis der deutschen Familie führen. Die Hausmusik, das Volks, und Brauchtum, die T-iterntur in Form einer erlesenen Hausbibliothek sind die Stationen, die gegangen werden müssen, will man das Ziel erreichen. Zu den Hörer tief ein in das aktive kuitu-1 ihnen gesellt sich das Gemeinschaftslied relle Schaffen unserer Zeit, das selbst durch den Krieg keinen Stillstand findet und besonders in den neuerworbenen Gebieten, deren vollständige Rückgewinnung erst mit der Erfassung des einzelnen Menschen und dessen innerer Bindung an die deutsche Kultur ihre Krönung findet, wirksam sein soll. Wir wis- und die stete Förderung des deutschen Sprachgutes, das die wertvollen Quellen der Kultur überhaupt erschließt, .^n die Stelle der Betriebsamkeit muß hier die Gründlichkeit aller Arbeit treten, denn gerade auf kulturellem Gebiet entscheidet allein die Tat. So heißt alles Kulturschaffen: Gärtner gen heute, daß dieser gewaltige Krieg, sein. Doch nicht allein die Blumenbeete . A%^V.V.V. VA/- Windlscligraz im Dienst fflr den Näclisten Feierliche VereidiKuntc von Helfern und Helferinnen — BeschleuniKunK des Aufbauwerkes des Deutschen Roten Kreuzes — Elnfifelliine eines Sanitätsaustos — Errichtung einer Unfallstation Die am Westrand der herreiten Unter-1 die zahlreich er.scliicncneii Festgäste, vk orauf Steiermark gelegene liebliche Stadt Wiii-j W'aclitführer Hans 'I'schertsclic aus MarhuiR dischyraz geht mit raschen Schritten daran, t den Antritt der zur \'ercldißnng erschienenen sich dem Aufbauwerk des Deutschen Roten . Bereitschaft meldete. Kreuzes in den neuen Gebieten Großdeutscli- Hierauf vereidigteMcdizinalratÜr. Tollicli als Uuids tatkräftig anzureihen. Dieser Tage ' Kreisführer-Stellvertreter des DRK die neuen wurde der erste OrundausbildunKSkurs des j Helfer und Helferinnen. f:r richtete an diu Deutschen Roten Kreuzes abgeschlossen und Anwesenden und vor alletn an die neuen eine beachtenswerte Anzahl voti ersten Bereitschaftsinitglieder eine Ansprache, in Helfern und Helferinnen ICRte die Priituiiß der er Sinn und Zweck des Deutschen Roten mit restlos befriedigendeni Erfolg ab. Ver-jfangenen Sonntag wurde die feierliche Vereidigung der neuen Bereitschaft vorgenommen. An dieser Stelle darf nicht unerwähnt bleiben, daQ der Ausbildungskurs vom Arzt Dr. Korschitz in vorbildlicher Weise geleitet wurde, wofür ihm der Dank der Volksgenossen gebührt. Am Samstag abend wurde das von der Kreisstelle Marburg des DRK beigestellte sauber und neuzeitliche Sanitätsauto der Wache Windischgraz seiner Bestimmung übergeben. Künftighin werden die Verun-glückten und Erkrankten am Lande rasche-stens das Krankenhaus in VVindischgraz aulsuchen können. Die festliche Vereidigung wurde Sonntag vormittag um 10 Uhr im schön geschmück- Kreuzes darlegte. Fanfarenklünge der Deutschen Jugend verschönten und die .Anwesenheit einer Fahnenabordnung der Kreisstellc Marburg des Deutschen Roten Kreuzes vertieften den Findruck der Feier. Nach der Vereidigung verteilte die Bereitschaftsfiilnc-rin DRK-Wachtfülirerin Lotte Pircfian die Broschen an die vereidigten weiblichen Be-reitschaftsmitglieder. Die riienststellc der Wache des Deutschen Roten Kreuzes in Windischgraz, die der .V\ar-burger Kreisstelle angegliedert ist, verfügt über sehr schöne und zweckmäßige f^äume. Das \'erdienst um die f^inrichtung und Unterbringung der Dienststelle gebührt vor allem dem Leiter der AuRcndienststelle Pg. Dr. Bauer. Nach der Vereidigung besichtigte die Ah' ten lleiinatbundsaal vorgenommen. Der;Ordnung aus Marburg das üeburtsliaus des schlichten, aber eindrucksvollen Feier wohnte eine überaus große Menschenmenge bei, ein Beweis dafür, wie tief die Idee des Dienstes am Nächsten bei unserer Landbevölkerung bereits Wurzel gefaßt hat. Vor der Vereidigung begrüßte Dr. Bauer i die Räume, großen deutschen Tondichters Hugo Wolf, in dessen Qeburtszimmer jetzt ein Museum mit den Werken des großen Komponisten eingerichtet ist. Der Neffe des Tondichters, der Arzt Dr. Korschitz. führte die Gäste durch sind heute ausschlaggebend, allos Schaffen muß sich sinnvoll in die Belange unserer Zeit einfügen, wenn alle Kunst auch zeitlos ist und zeitlos wirken soll. Nur s« vermag jeder Kulturschaffende seelische* Betreuer zu sein, denn wer die .Meiv sehen zu höchster Kultur führen wili muß selbst die feste Stellung zur Kultu* gefunden haben. Nicht nur der Beifall ii den Konzertsälen ist hier der Gradmesser des Wertes der Arbeit, sondern das cigeiu Heim, die eigene Familie müssen dieser Kulturwillen ausstrahlen. In klaren Worten zeichnete der Redn« die Aufgr.bt des Künstlers, der berufer ist, immer neuen Nährboden zu scnaffen,. auf dem Wertvolles gedeihen kann. Aulgabe in der Untersteiermark ist es, die Kulturarbeit in diesem Sinne zu formen. Anerkennende Worte fand Pg. Cerff für alles, was auf diesem Gebiet im L'nler-land schon geleistet ist. Im Hinblick airf das Ziel aller künstlerischen und kulturellen Arbeit überhaupt ist es immer notwendig, auf die innere Formung des Menschen zu wirken, den ileutschcn Menschoi als den Bezwinger des Lebens zu gestalten. .\uch der Mensch des Unterlandes niuß innerlich für die Hochziele der deutschen Kultur gewonnen werden. In eingehenden Worten streifte 1-^. Cerff die Ziele aller kulturellen Dorfarbeit. Hier ist es die Dorfgemeinschafl. rii2 die Quellen des Volksliedes, des Volk■^-und Brauchtums, der dörflichen Feiergf-staltung zu erschließen und sich als wcri-vollster Kulturfaktor /.i' erweisen hat. Eine verstärkte Aktivierung des knlüi-rcllen f.ebens wird nur durch die Pflege einer organisch gewachsenen, aus der Gesamtheit des deutschen Volkes kommenden Kultur ermöglicht. I.andschaftsvcrbundcrt, wird sie immer wieder neue Kräfte aus der Heimat ziehen. Pg. Cerff wies eindringlich auf die Notwendigkeit hin, dem Dorf seine Eigenheit zu lassen, im Bniicri ein stolzes Gefühl des bäuerlichen Eigenwertes zu erwecken und immer stärker zil festigen. Vor allenf muß eine Verstädte« rung des Kulturschalfens am Dorf vermieden werden. Es sollen nicht »städtisch« Vergnügungen« ins Dorf getragen werden, sondern die schlummernden Kräfte der Lwigkeitswerte umfassenden Volkskiiitiir gilt es wieder zu wecken inid das Dorf zur SeiHstgestaltung und eigener kultureU Icr Tätigkeit zu führen. I.etztes und höchstes Ziel aller Kuitur-i arbeit aber ist es, die seelisclic Einheit im Volk herzustellen, eine Aufgabe, al der mitzuarbeiten jeder berufen ist. Mit den besten Wünschen für eine ge-» deihliche Fortsetzung der begonnenen .Ar-, beit schloß der Reilner seine mit tiefi'f Begeisterinig aufgenommenen richtunggebenden .Ausführungen, Nach den Schluß- und Dankesworteii des Pg. Treml erklangen die Lieder der Nation als festes Gelöbni«;, alle Kräfttj zur Verwirklichung der großen Ziele deutscher Kulturarbeit zur Verfügung zu stoN len. Jahr liegen sie fertig. Wenn man nur gewollt — wenn man nur innerlich gekonnt hätte! Es packt einen die heiße Wut. Und darum (log die Jacke auf den Holzstoß. 240 Jahre gehört der Schafhof den Einsiedels, so, wie er da steht, mit dem Scliindeldach, ohne Kammern und ohne Obergeschoß. Wenn dds Dach jetzt fortkommt, wenn das Haus neu gedeckt wird, wie es sich gehört, dann mag das wohl in Ordnung gehen, gewiß, aber der Schafhof ist es nicht mehr. Der Bauer Niklas ateht leicht gebückt da, als habe er eine große Antwort zu sagen. Aber er kann nicht sprechen, es schnürt ihm die Kehle zu. Der Sohn ist fiir den Umbau. Hm. Der Sohn ist jung, erst dreiundzwanzig .lährlein alt. Der Bauer hat spät geheiratet. Und auf den Sohn kann er sich verlassen, wenn er selber nicht mehr ist. Alles richtig. Dej Sohn wird auch auf seine fünf kleinen Geschwister achtgeben. Doch was bedeuten dreiundzwanzig Jährlein gegen 240 Jahre? Keiner der Väter hat an dem Schafhof etwas geändert. Nur dip Mauer, die gewaltige Mauer rings um den Hof ist gefallen. Wann, daß weiß der Bauer nicht. Und die Schale «ind längst fort. Nur der Hof und sein Name sind geblieben. Und das alte Schindeldach, Der Baiier Niklas qeht im Kreise herum. Er fühlt genau, er kommt nicht vom Fleck. Schindeldach — Srhieferdach, alter Hof-neuer Hof. Und alles hat seine Richtirikoil: Rite Zeit — neue Zeit rler Bauer Niklas und «ein Sohn Steffen. Die Mauer um den Hof ist längst gefallen, und die Schafe sind fort. Aber die Erde ist die gleiche gebliehen, der ! Name ist der gleiche qebliebon. Schafliof, j immer Schafhof. \ Also tort mit dem Schindeldach? : Man mvißte ganz nackt hier stehen können, | fco heiß ma< hen dir Crdanken und der frühe i Sommer, fühlt der Bauer. Er spürt nichts vom kühlenden Wind, er spürt zum erstenmal in «einem Leben eine unbekannte Hilflosigkeit. Sein Herz ist müde an diesem Morgen. Der Bauer fährt langsam mit dem Handrücken über die Stirn. Die Hand wird naß davon. Sie werden ihn auslachen aut dem Amt, wenn er nochmals um Aufschub bittet. Es hat auch keinen Zweck mehr, das Schindeldach muß neu gedeckt werden. 240 Jahre ist alt genug. Das Dach geht mit jedem Jahr mehr m die Erde, wie ein Baum auch. Herrcjott — Niklas Einsiedel will sah einmal ordentlich recken. Da knackt etwas in ihm, ganz leise. In die Stille hinein hört der Bauer Schritte, üb sie vom Amt schon hier sind? Zu solcher Frühe? Und plötzlich fallt ihm die Antwort ein, die er ihnen sagen will: ,,Ich bin es zufrieden mit dem neuen Dach. Was sein muß, soll geschehen. Aber wartet noch eine Weile. Bis ich noch einmal die Frucht sehe .luf dem Halm. Wenn die in die Scheuet kommt, dann komme auch ich. — Ich meine: was zur Erde will, soll man gehen lassen. Ich habe in meinem Leben noch kei* nen Doktor gebraucht. Und ich habe einmal unter dem gleichen Dach sterben wollen, unter dem ich geboren bin. Es bleibt mein letztes Wort. Also, wartet noch die Weile —" Eine lange Rede. Der Bauer Niklas kann sich nicht entsinnen, so viel auf einmal geredet zu haben. Uberhaupt bleibt das seltsam mit den Schritten, fir hört sie genau, und keiner kommt Abu - jetzt lächelt der Hauer, jetzt weib ei t's; ebensoviel Schritte sind es, wie aul dem Schalhof in 240 Jahren gegangen smd. Aber was wollen sie? Kommen sie zu dem Bauer Niklas? Er wendet sich jäh um, er fällt Ifinnsfim in rlir Knie, sein Kopi ruht huI der Eidr. iiiLiUi. .,Vater!" mit deV Sohn aus der Kammer, Mit einem Sprung ist er bei ihm ,,Wa<; ict denn?' „Die Schritte — borst du die Schritte;' Si« sind es, Stellen." „Wer?" ,,Sie —" ,Aber Vater, der Briettrager ist es Und bringt einen Btiel —" Stellen und der Briefträger heben den ten Bauer sorgsam in die Höhe. „Den hat's erwischt, und so sauber. Dff lächelt und hat keine Schmerzen mehr. uns ein Amen sprechen Steifen." Die Bäuerin und der Sohn betten ihn auf, den lächelnden Heimkehrer. Der Briettrager hillt dabei. Und vergißt fast, den Brief vom Amt abzugeben. In drei Tagen soll mit dem Abbruch des Daches begonnen werden. Drei Tage noch liegt der Bauer Nikia« friedlich unter seinem alten Schindeldach. Ihm zu Ehren jubilieren dm Morgen und am Abond die Lerchen, ihm zu Ehren flammen in den Nächten die Sterne auf. Das gan/p Dorf geleitet ihn zu Grabe. Die Schritte der Dorfbewohner klingen im Jubel des Frühlings seltsam gedämpit, schwere, leise all«» und junge Schritte. Und dann geben sie Hon Bauer Niklas der Erde zurück, in der schon neue Frucht keimt. Glückliches Lachen Im Ciefängnishof W dl Icr /uiu neuen Kollegen- „Sieh mal -« da dtubcii die Lielangene, ilie hat hier schon zwanzig Jahte hinter sich gebracht! „Nanu — mir hat sie gestern erzählt, sia \\äre seil zehn Jahren hier!" „Da hast du s, so sind die Frauen stfi müssen sich immei junger machen! Manuela del Rio lanxi in UarlMri und Cillt Durch die Verpflichtung der gefeierten spanischen Tänzerin Manuela del Rio wird das Amt Volkbildung im Steirischen Heimatbund den Freunden klassischer Tanzkunst ebenso wie jenen des nation"a-len Volkstanzes ein ganz außergewöhnliches Erlebnis vermitteln. In Manuela del Rio hat die unvergeßliche Argentina eine ebenbürtige Nachfolgerin gefunden. In ihren Tanzschöpfungen bricht sich die angeborene Tanzleidenschaft des spani- Nur einen Schritt zum — Dorfmuseum Eine Oemeinschaftsleistung für die ZiAunH Mitten im kulturellen Aufbau der Untersteiermark, in der vielfaltigen Entwicklung, die bewußt ein Ziel verfolgt, den Menschen des Unterlandes hinzuführen zu Kulturgütern, die ihm nahe stehen, bilden die Sammlungen aus der Geschichte der Dorfgemeinschaft von einst einen wertvollen Faktor, schlagen sie doch die Brücke zu unseren Ahnen und ihrem alten Volks- und Brauchtum. Der Weg zu die sehen Volkes in elementarem Strome sem Ziel führt über das Dorfmuslum, das Bahn und enthüllt in Stolz und Leiden- aHes jn sich aufnimmt, was an Geschichte, schüft, Grandezza und Schwermut, Gemessenheit und Wildheit alle Tiefen der spanischen Seele. Manuela del Rio wird mit ihrem Ensemble in der Zeit vom 19. bis 24. Mai in Marburg, Cilli und einigen Orten der Steiermark zu sehen sein. Wachsende VolkswoMlahrtsarbeil im Kreis Trilail Im vergangenen Monat wurden im Kreis Trifail durch das Hilfswerk »Mutter und Kind-^c 534 Personen betreut, während die Zahl der Besucher in den Hilfsstellen 680 betrug, 250 werdende Mütter und Wöchnerinnen wurden von den Hilfsstellenleiterinnen in ihren Heimen aufgesucht. In Zusammenarbeit mit c.em Gesundheitsamt wurden in 8 Mütterberatungen 367 Säuglinge und Kleinkinder ärztlich untersucht, wobei auch in Bezug auf Reinlichkeit und bessere Pflege der Untersuchten schöne Fortschritte feststellbar waren. Nach den letzten Eröffnungen ist die Zahl der Dauerkindergärten nunmehr auf sechs gestiegen, während mit der Inbetriebnahme der Erntekindergärten im Laufe (jCs Monats Mai gerechnet werden kann. Der Bau weiterer 3 Dauerkindergärten für je 60 Kinder schreitet vorwärts. Für die Kindergärten zeigt nicht nur die Bevölkerung reges Interesse, sie werden nuch von den Kindern sehr gern besucht. Die Schulausspeisungen dauerten während des Berichtsmonats noch an und kamen 1360 Kindern aes Kreisgebietes zugute, m. Vom Stadttheater Marburg. Wegen eines Krankheitsfalles kann morgen Mittwoch, den 13. Mai, die Operette 5>0raf von Luxemburg« nicht zur Aufführung gelangen. An ihrer Stelle geht morgen die Operette »M o n i k a« in Szene. Volks- und Brauchtum wichtig genug ist, der Nachwelt erhalten zu bleiben. Was gehört nun in so ein Dorfmuseum? Alles, was von Bedeutung für das Dorf ist. Sollten Urkunden über die Gründung des Dorfes zugänglich sein, dann gehört ein Lichtbild davon und eine hochdeutsche Reinschrift an einen besonderen Ehrenplatz, ebenso alte Urkunden im Original und im Lichtbild. Dazu gehören auch Schriftstücke und Pechnungen über den Bau der Kirche, der Schule und des Gemeindehauses. Aber auch charakteristische Giebelformen, alte Hauszeichen, alte Dorfbrunnen, Mühlen, ehrwürdige Grabsteine, alte Bildstöcke, Sühn- und Erinnerungskreuze, malerische Brücken und Stege müssen im Lichtbild festgehalten werden. Mit alten Volkstrachten sind möglichst geschnitzte Holzpuppen zu bekleiden und entsprechend aufzustellen, altertümliche Ackergeräte, alter Hausrat, Leuchter, gemalte Truhen, Bauernschmuck, alte Feuerlöschgeräte, bäuerlicher Hausrat werden, wenn nicht anders möglich, in guten Nachbildungen einen besonderen Platz einnehmen. Besonders frute handwerkliche Erzeugnisse aus dem Dorf — vom Schmied, Wagner oder Tischler — bilden wertvolle Stücke für das Dorfmuseum. Den breitestem Raum wird natürlich der Mensch einnehmen bei der Arbeit, am Festtag und bei den Volks- und Lebensfeiern, die im Lichtbild festgehalten und mit einem kurzen erläuternden Text versehen werden. Hervorzuheben sind besondere Leistungen der Dorfgemeinschaft in Krieg und Frieden z. B. bei der Wollsachensammlung und der Gemeinschaftsarbeiten der Dorfgemeinschaft wie Schaffung eines Sportplatzes, eines Dorfbades, Bau einer Turnhalle, usw. Wichtig sind Mitteilungen und Bilder von Elementarereignissen, Hagelwetter, Überschwemmungen, Bränden, Wirbelstürmen, Bergstürze, Seuchen, die Menschen und Vieh heimsuchen, Mißernten. Ein Ehrenplatz gebührt den Gefallenen der Kriege und verdienten Volksgenossen und berühmten Heimatsöhnen, die es in der Fremde weit gebracht oder sich um die Heimat besonders verdient gemacht haben. In jeder Gegend finden sich geschichtliche Erinnerungen wie Funde aus alten Burgen, und seien es auch nur alte Topfscherben, Knochen, Schlüssel, metallene Türbeschläge und Pfeilspitzen. Sie gehören, wenn sie nicht ins nächste Kreis- oder Landesmuseum müssen, nicht in die Stube oder Lade eines Privatmannes, sondern mit Angabe des Fundortes und der Zeit versehen, ins Dorfmuseum. Mögen auch diese kurzen Anregungen dazu dienen, daß der Weg zu diesen Arbeiten, die natürlich eines langen und pflegsamen Aufbaues bedürfen, gefunden werden, unsere Kinder und Kindeskinder werden für dieses Geschenk, daß ihnen die Dorfgemeinschaft dieser großen Zeit geschaffen hat und weiterreicht, dankbar sein und sie selbst werden es als Ansporn finden, an diesem Dorfmuseum weiterzuarbeiten. iDgendlQbrer in Marlnnii Gestern trafen sich die Bannführer und Bannmädelführerinnen der Deutschen Jugend zu einer Arbeitstagung in Marburg. Nach der geschlossenen Teilnahme an der Kulturtagung des Steirischen Heimatbundes, waren am Nachmittag zwei Arbeitsbesprechungen, in denen die Arbeit für den kommenden Monat festgelegt wurde. Zum Abschluß der Tagung sprach der llnters!eirisclie MM werden Arbelfsmaiden Reichsarbeitsdienst ist Ehrendienst In allen deutschen Gauen wehen die Fahnen des Reichsarbeitsdienstes der weibli-rhen Jugend. Hoch oben im norddeutschen Küstenland, in den Berggegenden der Ostmark und Bayerns, wie auf Thüringens grünen Höhen, an den Ufern der großen deutschen Ströme und in den fruchtbaren Ebenen des deutschen Ostens. Jeder kennt das feierliche Symbol der beiden Ähren, zwischen denen das Hakenkreuz steht. Als Not und Verzweiflung im deutschen Volke am größten waren, zogen neben den Jungen auch die besten Mädels hinaus, um in der Hoffnungslosigkeit der Großstädte nicht unterzugehen. Zehn Jahre sind seitdem vergangen. Aus dem freiwilligen Arbeitsdienst von 1932 ist eine festgefügte nationalsozialistische Organisation geworden. Am 26. Juni 1935 wurde der freiwillige Arbeitsdienst in Deutschland durch Reichsgesetz zur Reichsarbeitsdienstpflicht erklärt. Diese Einrichtung wurde zur Pflicht für die ganze heranwachsende Generation. Zum ersten Mal in der Geschichte der Völker hat sich ein Staat die Aufgabe gestellt, die heranwachsende weibliche Jugend für ein bewußtes Leben in der Gemeinschaft 7ü erziehen. So wurden die Bestimmungen des ersten Artikels des RAD-Gesetzes sinngebend für den Reichsarbeitsdienst überhaupt: „Der Reichsarbeitsdienst ist Ehrendienst. Der Reichsarbeitsdienst soll die deutsche Ju-nend im Sinne des Nationalsozialismus zur Volksgemeinschaft und zur wahren Arbeits-fluffassung, vor allem zur gebührenden Achtung der Handarbeit erziehen. Der Reichsarbeitsdienst ist zur Durchführung gemeinnütziger Arbeiten bestimmt." Diese Satze enthalten den Kern der nationalsozialistist hen Haltung, angewandt auf die politische Erziehung einer Altersstufe der 18—25-jährigen. Erziehung durch Arbeit für die Gemeinschaft. Durch die Arbeit bei den Bauern, in der Kindergärten oder kinderrei-rhnn Landarbeiterfamilien sollen die Arbeitsmaiden lernen, daß das deutsche Volk keine Modepuppen braucht, keine ich-süchtigen Weibchen oder ,,Nur-Haui)frauen" mit engem Horizont. In über 2000 Lagern Großdeutschlands arbeiten 100 000 Arbeitsmaiden. Ihre Zahl wird in Kürze auf 130 000 erhöht. In siebenstündi-qer Arbeitszeit helfen sie auf Bauernhöfen und bei Neusiedlern. In den ersten Wochen der Dienstzeit bleiben Hie Maiden im Lager, geleitet von der Liinr ithro in. Sie lernen von Grund auf die soll die hauswirtschaftliche Arbeit vertraut werden, Sie werden zugleich auf die Arbeit in den Familien vorbereitet, die das Lager zu betreuen hat. Die Maiden werden vom Staat für ein halbes Jahr einberufen Sie kommen aus verschiedenen Landschaften in einem Lager zusammen. Mädchen aus der Ostmark leben ein halbes Jahr in der nordischen Landschaft; die Rheinländerin lernt schlesisches Land und seine Menschen kennen, Oberdeutsche arbeiten zwischen der sächsischen Industriebevölkerung. Ebenso finden sich Angehörige aller Stände zu engster Lebensgemeinschaft zusammen: die Abiturientin steht neben der Fabriksarbeiterin, die Hausangestellte neben der Jungbäuerin, die Kindergärtnerin neben der Stenotypistin. Es werden nur körperlich, geistig und sittlich gesunde Menschen einberufen. Der Grundsatz der zu leistenden Ehrenpflicht schließt jeden anderen aus. Der Tag im Lager hat ungefähr folgenden Ablauf: 5,50 Uhr, Wecken, Frühsport, Ankleiden und Zimmerordnen, 6.50 Uhr, Fahnengruß, 7—7.20 Uhr, Frühstück, 7.20—7.50 Uhr, Singen, 8—16 Uhr, praktische Arbeit im Lager und Außendienst, 16—16.45 Uhr, Säubern, 16.45 Uhr, Kaffeetrinken, 17—18.30, Unterricht, 18.30—19 Uhr, Abendbrot, 19.30 bis 20.30 Uhr, Feierabend, 21 Uhr, Lagerschluß. Den Maiden müssen täglich 9 Stunden Schlafenszeit gesichert sein. Ihre Gesundheit steht unter besonderem Schutz des Reichsar-beitsführers. Die ärztliche Aufsicht ist immer gewährleistet. Die gesamte Bekleidung der Arbeitsmaiden wird vom Reichsarbeitsdienst zur Verfügung gestellt. Außerdem bekommen sie ein tägliches Taschengeld. Es gibt fast keinen schöneren und stichhaltigeren Frauenberuf, als den der Reichsar-beitsdienstführerin und es soll eine stolze Bewährungsprobe für jedes befähigte deutsche Mädchen sein, eine Zeitlang an dieser verantwortungsvollen Arbeit unseres Volkes mitgeholfen zu haben. Der RAD wJ, hat sich seit Kriegsbeginn auf Befehl des Führers verdoppelt und wird noch ständig vergrößert. Seit fast einem Jahr ist dem Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend eine neue große Aufgabe gestellt worden. Durch einen neuerlichen Führererlaß werden die Arbeitsmaiden nach ihrer halbjährigen Arbeitsdienstzeit zu weiteren sechs Monaten Kriegshilfsdienst verpflichtet. Durch ihren Einsatz sollen sie männliche Kräfte freimachen. Auch an dieser Arbeit wächst der Siegj daran mitzu^-irken ist schönste Freude und wichtigsten häuslichen Verrichtungen. Allen höchste Ehre. Führer der Deutschen Jugend im Steiri-sehen Heimatbund Oberstammführer Scbilcher zu den Führern und Flihrerinnen der Deutschen Jugend. Das Ufldelverk in Marlmrg-Laiid itislete relAe ilrlieit »Der Winter ist vergangen —« und die Arbeitsgemeinschaften »Kochen und Nähen« des Mädelwerkes der »Deutschen Jugend« beschlossen in Weitenstein, Rast und Jakobstal in der vergangenen Woche ihre Arbeit. Frohe Lieder, Spiele und Musik umrahmten die Abschlußfeiern, zu denen viele Gäste und vor allem die Eltern eingeladen waren, Kostproben zeigten das tüchtige Können der Mädel und somit den Erfolg der Winterarbeit. Eine Arbeit ist zu Ende, die andere beginnt — Gemüse — und Kräutergärten werden bebaut. So bereiten sich die Mädel viel^ seitig für ihre zukünftigen Aufgaben vor. lagend schreilil am den landdinsl Schon treffen die ersten Briefe der un-tersteirischen Landdienstjungen, die im Reich eingesetzt sind, ein. Ersichtlich schnell haben sie sich in die neue Umgebung gefunden und stolz sind die Eltern, deren Jungen im Landdiensteinsatz der Hitlerjugend weit von der Untersteiermark entfernt stehen. Ein Junge schreibt: »Ich habe mich nicht getäuscht, es ist sehr schön hier, ich bin bei einem guten Bauern mit einem großen Hof und auch in das Scharleben werde ich mich finden, wenn es jetzt auch etwas Schwierigkeiten macht . . .« Rteine Chronik m. Todesfälle. In der Gerichtshofgasse 14 in Marburg verschied der Gemeindebeamte i. R. Gottfried Laßbacher im hohen Alter von 88 Jahren. In Thesen bei Marburg, Klopstockgasse 7 ist der 56jährige Schlossergehilfe Franz Jeunik gestorben. m. Unfälle. Die bei der Oberfinanzkasse in Graz bedienstete 31jährige Beamtin Friedl Kauworski, wohnhaft in Graz, Schönaugasse 43, kehrte Dienstag mittag aus Pettau in Richtung Marburg mit einem dreirädrigen Lieferkraftwagen heim. An der Einmündung der Pettauerstraße in die Zufahrtsstraße zum Bahnhof in Thesen kippte der Wagen in der scharfen Kurve plötzlich um. Während o'er Wagenlenker und eine Mitfahrerin mit dem bloßen Schrecken davonkamen, wurde Friedl Kauworski, die auf dem Plateau des Wagens Platz genommen hatte, vom Fahrzeug geschleudert und bFeb auf der Fahrbahn der Straße bewußtlos liegen. Sie erlitt eine leichte Gehirnerschütterung, eine Prellung des linken Oberschenkels und Hautabschürfungen im Gesicht. Das Dn. he Rote Kreuz war sofort zur Stelle, leistete ihr die erste Hilfe und Dir Erfolg uniarir Aufklirungi-Wtrbung S«it Krl«ftb«ginn Hat Chlererfont In Aiii*ig«n. Pltkitt« unrf nifiwn umlingrticha AiAlirung üb*f di« Wlchtig-ktii 4»r Zihn|Mtindh«it und dtr rlchctnn Zahn^fltg« (igtban. In groiar Anuhl wurd« dt« ftrocchOr« ,.G«-tundhalt >ti kalM ZufiN" angaferdart und «anandc. Dar Crfolg taigt (IcK In 4ar wachündan ErkanntnlifUr richilg« Zahn^flaga In braitattan Volkskraisan. Erhtthta Nac^ 'riia nach Chloredont >it abanfalh «Ina Folga unurar Aurkllrungtarkali. Dia Enaugung von Chloredont wir4 nach dan laitbadingtan Möglichkaitan noch g««taigart. Wir kittan um Ihr Vtrttlndnii, wann Sla Chloredont In Ihram SummgaichKt nicht Immar arhaltan kAnnan. brachte sie dann ins Marburger Krankenhaus. — In der Nähe des Friedhofes in Drauweiler bei Marburg ereignete s'cli^ Montag abends ein schwerer Unfall. Der 47jährige, bei einem Großbetrieb in Thesen beschäftigte Magazinsarbeiter Josef Scherks fuhr mit seinem Fahrrad durch die Fraustaudnerstraße und wurde unweit des Friedhofes von einem Lastkraftwagen überholt. Scherks wurde dabei von dem Auto erfaßt und zu Boden gestoßen. Er erlitt einen gefährlichen Bruch des rechten Unterschenkels. Nur dem Zufall war es zu daniken, daß Scherks nicht un. ter die Räder des schwerbeladenen Lastkraftwagens gekommen war, dessen Lenker nach dem Unfall unbehelligt weiterfuhr. Scherks wurde vom Deutschen Roten Kreuz ins Marburger Krankenhaus überführt. Die Gendarmerie von Drauweiler leitete eine Untersuchung ein, deren fiffBbfijs die Frage der Schuld an diesem Tragischen Straßenunfall lösen wird. m. Ein Hfihnerdieb verhaftet. Am 7. V. 1942 wurden beim Besitzet Adolf Bernhard in Potschgau fünf Hühner gestohlen. Aber nicht nur bei diesem Besitzer fand der Hühnerliebhaber seine Beute, schon seit längerer Zeit verschwanden dort und da Hühner, die heute besonders als Zubuße zu den Fleischratlonen begehrt sind. Der Krug geht aber solange zum Brunnen bis er bricht. Der Gendarmerie In Marburg ist es gelungen, den Hühnerdieb in der Person des Hilfsarbeiters Josef Danko aus Roßbach auszuforschen, ihm des Hühnerdiebstahles bei Bernhard zu überführen und bei ihm noch zwei Hühner, die aus dem Gehöft des Bernhard stammten, vorzufinden. Er wurde verhaftet und dem Kreisgerichte in Marburg eingeliefert. m. Diebstähle. In der Nacht zum 7. Mai wurde der Kleinbesitzerin Antonia Lösch in Dobreng 32, aus dem unversperrten Rinderstall ein ca. 40 Kilogramm schweres Schwein im Werte von ca. 50 RM gestohlen. Die Täter dürften bei Ausübung des Diebstahles mit Fahrrädern ausgerüstet gewesen sein, da man Radspuren feststellen konnte, die in Richtung Marburg gingen. Kurz vorher wurden der Besitzerin Mule aus Blintenbach, Gemeinde Kunigund, aus versperrt gewesenem Rinderstall ein Hahn und sechs Leghühner gestohlen, die der Täter im Stalle schlachtete. Auch bei diesem Diebstahl handelte es sich um einen Täter, der ein Fahrrad mit sich führt. HStidk mach SudasteH 0. Deutsch-kroatisch-slowakisches Juxend-lager. Im Juli wird in einer der schönsten Gebenden der Slowakei ein deutsch-kroa-tisch-slowakisches Jugendlager abgehalten werden. Der Oberkommandant der Hlinka-jugend Macek übersandte an Reichsjugend, führer Axmann eine Einladung, in diesem Lager zu sprechen. 0. PreBburger Messe Im Zeichen der Volkskunst. Während der Preßburger Messe, die in der ersten Septemberwoche dieses Jahres stattfinden wird, wird auch eine große volkskundliche Veranstaltung abgehalten. Ein Trachtenfest wird zum ersten Mal einen genauen Überblick über die slowakischen und deutschen Trachten in der Slowakei vermitteln. 0. Kroatische Preistreiber im Konzentrationslager. Die Wirtschaftspolizeistelle schickte einen Agramer Rechtsanwalt ins Kciizentrationslager und belegte ihn außerdem mit einer Geldstrafe von 100 000 Kuna, weil er einem bei ihn Ratsuchenden den hohen Betrag von 90 000 Kunas für seine Beratung in Anrechnung brachte. o. Bisamrattengefahr In Serbien. Die Bi« samratte tritt in Serbien in großen Mengen auf und sucht besonders das Banat heim. Um sich des gefährlichen Nagers zu erwehren, sind von einzelnen Bezirkshauptmannschaften bereits Belohnungen bis zu 50 Dinar für jede getötete Bisamratte ausgesetzt worden. Der Rattenschwanz verbleibt, wie verlautet, als Kontrolle bei der Behörde, während das Fell dem Überbringer überlassen wird. Wer sich an der Aktion der Vernichtung der Bisamratte nicht beteiligt, hat strenge Strafen zu gewärtigen. von 21 > bit Uht Aus ailee V}eU Witriscßaft Sparen schafft Kapital 45 Milliarden Reichsmark Einlagen der öffentlichen Sparkassen a. Der letzte Kommandant des QroBkampf-' Schiffes »Prinz Eugen« gestorben. Linienschiffskapitän a, D. Adolf Schmidt der ehe- ^ maiigen Österreichisch-Ungarischen -Kriegs- [ Jahre 1941 hat sich das deutsche Volks-mariiie ist am Sonntag nach schwerem Lei- einkommen erneut um etwa 15 bit 20 Milliarden gestorben. Tm Weltkriege 1914/18 befeh- ' den Reichsmark gegenüber dem Vorjahr erliste er zwei Jahre lang den Kreuzer »Szi- höht. Diese Leistungsziffer zeugt von der er jjetvar«, der bei einer Bescliießung von Aoti-vari die ersten Schüsse des Seekrieges in der Adria abgab. Schmidt war später in der Fl äsidialkanzlei der Marine tätig und übernahm im März 1918 das Kommando des Ijrnßkampfschiffes »Prinz Eugen«, das er bis zum Zusammenbruch führtr. Schmidt war iiir vorbildliche Dienstleistung wiederholt Mielobigt und ausgezeichnet worden. Er war tir. sehr fälliger Seeoffizier von ruhigem, aiisueglichenem Charakter und vornehmen Auftreten, der sich bei seinen Kameraden (illiremeiner Wertschätzung und Beliebtheit erfreute. a. Stratosphäre und Sonnenstrahlung. Früher herrschte die Ansicht vor, die Temperatur in höheren Luftschichten verringere sich umso mehr, je weiter man nach oben vorstoße. Durch die Erforschung der höheren Luftschichten ergab sich aber genau die ge-(jenteilige Beobachtung. In einer Höhe von ungefähr zehn Kilometer ist eine durch-bchnittliche Temperatur von minus fünfzig Grad anzutreffen, über diese Höhe hinaus jedoch hat sich ein allmählicher Anstieg der Temperatur feststellen lassen. Bei dem Stratosphärenflug, den der Schweizer Physiker Alfonse Piccard im selbstkonstruierten Ballon im Jahre 1931 unternahm, trat in etwa !6 000 Meter Höhe eine Erwärmung der Gondel fast bis zur Unerträglichkeit ein. Durch weitere Ermittlungen gelangte man zu der Feststellung, daß in fünfzig Kilometer Lufthöhe plus 37 Grad anzutreffen sind, eine Temperatur also, die sich bereits für die Erde als abnorm warm bezeichnen läÄt. Wie CS heißt, sollen in noch größeren Höhen Temperaturen üblich sein, wie sie auf der Erde selber auch im Rekordhitzsommer nicht cuiftreten. Die Erklärung hierfür soll darin zu suchen sein, daß in der Stratosphäre die Sonnenstrahlungskraft auf die dort anzutreffenden reineren Gase eine weit nachhalti-(|ore Wirkung hat. Außerdem hat man auch die chemischen Umsetzungen infolge Sonneneinstrahlung und Einstrahlung aus dem Weltraum in Betracht zu ziehen, die der Temperatursteigerung förderlich sind. neut gestiegenen Produktivität der nationalen Arbeft. Arbeiten und Sparen gehören seit jeher zusammen. Es nimmt daher nicht wunder, daß auch die Spartätigkeit des deutschen Volkes im vergangenen Jahr einen weiteren sehr erfreulichen Aufschwung genommen hat. Dies bestätigt in eindringlicher Weise ein Überblick über die Entwicklung der öffentlichen Sparkassen im Jahre 1941, den der Deutsche Sparkassen- und Giroverein veröffentlicht. Wie wir dem Bericht entnehmen, hat sich im abgelaufenen Jahr bemerkenswerterweise der Anteil der reinen Sparkapitalhildung an der Geldkapitalbildung insgesamt erhöht. Das Sparen der breitesten Bevölkerungs- schichten ist zunehmend zu einer der ergii bigsten Kapitalquellen geworden. Im Jahre 1941 konnten die Sparkassen einen Einlagezuwachs vo in/2 Milliarden Reichsmark verzeichnen. Das Rekordergebnis des Vorjahres ist damit noch um mehrere Milliarden Reichsmark übertroffen worden und gegenüber 1938, dem letzten vollen Friedensjahr, läßt sich sogar eine Verfünffachung des Einlagen-Zuwachses feststellen. Am 31. Dezember 1941 waren den öffentlichen Sparkassen danach an Spareinlagen und kurzfristigen Betriebsgeldern, den sogenannten »Sonstigen Einlagen«, rund 45 Milliarden Reichsmark anvertraut. Im Sparvor-kehr wurde der so erfreuliche Einlagenzuwachs entscheidend durch das außergewölm-liche Ansteigen der Einzahlungstätigkeit getragen, während die Rückzahlungen unverändert auf niedrigem Stande verharren. Kleine verbunden gung von Alpengras, das zur Deckung des kriegswirtschaftlichen Bedarfs an Polstermaterial verwendet wird, können denjenigen Waldeigentümern, bzw. -nutzungsberechtigten, die vorhandene Alpengrasflächen der Nutzung vorenthalten, Auflagen erteilt werden. Der Alpengrasanfbringung dienende Auflagen sind: a) Gebot zur Bereitstellung von Waldflächen zwecks Gewinnung von Alpengras; b) sonstige die Alpengrasaufbringung fördernde Maßnahmen. Die Auflagen werden durch die von den zuständigen Forst- und Holzwirtschaftsämtern beauftragten Forstdienststellen ausgesprochen und den Wald-eigjentümern, bzw. -nutzungsberechtigten schriftlich mitgeteilt. Jeder Waldeigentümer bzw. -nutzungsberechtigte ist verpflichtet, dem zuständigen Forst- und Holzwirtschaftsamt bzw. der von diesem hierzu ermächtigten Forstdienststelle auf Aufforderung innerhalb der gesetzten Frist Angaben über das Vorkommen, über die Gewinnungsmöglich-keiten und den Verkauf von Alpengras zu machen und sonst erforderliche Auskünfte zu erteilen. X Ausbau des landwirtschaftlichen Forschungswesens In Serbien. Die Neuorganisa-tivn der serbischen Landwirtschaft und die mm endlich in Schwung kommende Modernisierung und betriebswirtschaftliche Verbesserung der serbischen Bauernwirtschaften • X Die Aufbringung und Verwertung von ^ macht eine gründliche Reorganisation des Alpengras 1942. Zur Sicherung der Aufbrin- i landwirtschaftlichen Forschungswesens nötig. Sporl und Turnen Die Heimat — leistungsstark, gesund und lebensbejahend Sportappell der Betriebe 1942 — Aufruf des Reichsorganisatiotisleiters Dr. Ley Nach dem großen Erfolg des Sportappells der Betriebe 1941, .'ui dem sich 3.7 Millionen Schaffeinle beteiligten, hat Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley /um Sportappell der Betriebe 1942 folgenden Aufruf erlassen: Das Rückgrat der ktimpfenden Front ist lind bleibt die schaffende Heimat. Sie lei-Mungsstark, gesund und lebensbejahend u erhalten, ist unt ihrer selbst willen ebenso unerläßlich, wie es Pflicht gegen-iber unseren itn Hcldenkampf stehenden Soldaten »st. Mit diesen Problemen hat sich ein Ausschuß zu beschäftigen, der kürzlich seine erste Sitzung abhielt. Ein nener Plan für das Forschungswesen sieht verschiedene Maßnahmen auf dem Forschungsgebiet vor. Für die praktische Forschung stehen künftighin neben der landwirtschaftlichen Muster- und Kontrollstation in Topschider und dem landwirtschaftlichen Versuchsinstitut in Kruschewatz noch vier Versuchsstationen in Leskovatz, Schabatz. Kragujevatz und Zajetschar zur Verfügung. Fischereilehrkurse für donauländische Karpfen- und Forellenzüchter. Vom 8. bis 13. Juni findet in Gratzen (Oberdonau) ein Lehrkurs für Karpfenzüchter statt und vom 15. bis 20. Juni wird in l.unz am See (Niederdonau) ein Fischereilehrkurs für Forellenzüchter abgehalten. Der Reichsnährstand macht die Fischzüchter auf diese beiden Kurse besonders aufmerksam. X Deutsche Hengste für die ukrainische Pferdezucht. I")ie Bemühungen imi die Wie-derauffüllung des Viehbestandes in der-Ukra-ine werden intensiv und erfolgreich durchgeführt. Eine große Zahl von Jungtieren ist inzwischen aus Deutschland 1 angekommen. Auih die Schäden, die die ukrainische Pferdezucht d»jrch die Bolschewisten erlitten hat, werden nach dem Willen der deutschen Be-satzungsbehörden beseitigt. Es wird eine größere Anzahl von Hengsten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern eingeführt, von denen die erste Teilsendung bereits eingetroffen ist. Mit ihrer Hilfe unter Minzunahme der noch vorhandenen Hengste hofft man, den größten Teil der tauglichen Stuten decken zu künneti und auf diese Weise den ukrainischen Pferdebestand wieder aufzufüllen. X Gründung der Kroatischen Fiuilschlff-fahrLs-;\Ci. fn .Vgram wurde die Kroatische Flußs(iiiri'ahr(s-.\<} (Ifribrod) mit Der Vorjahrserfolg der größten sportlichen Leistungsprüfung der Schaffenden, des Sportappells der Betriebe, hat mit j Kai)ilal von 1(K) Millionen Knna ge, seltener Eindringlichkeit aufgezeigt, daß firiindel. (iegnislaml des UnUMMiehnu-ns isl «ler lielriel) der l^lußschiflahrl mi In- und Ausland, hauplsäehlich a«if der Save und Donau. Die (iesellsehaft wird fVrMinen-scliiffahrl .sowie I'^raclit- und Schleppsrliiff-fahrt l)etreilHMi. .\n der Gründung ist der kroülisehe Slaat niaßgeblieh lieleiligl. lerner wurde ein Teil des .Vklienkapitals von deutschen Stelleu übernommen. der deutsche Mensch in den Betrieben den hohen sittlichen und gesundheitlichen Wert einer regelmäßigen l.eibeserziehung erkannt hat. Ich erwarte deshalb von allen Betriebsführern und Gefolgschaftsmitgliedern, daß sie beim Sportappell der Betriebe 1942 dieses Bekenntnis zu Gesundheit und Leistungskraft wiederholen und noch großartiger gestalten. Handball in Pellan Sonntag traf die ncuaufgestollte Pettauer Hdndbdllmannschaft der Deutschen Jugend ?u ihrem ersten Spiel an. Obwohl sie von der eingespielten und daher weil überlege-non Mannschaft des Bciunes Pettau eine hohe Niederlage von 22:2 hinnehmen mußten, f^pieltcn die Peltauer mit großem Kampfgeist, fier für die Zukunft das beste hoffen läßt. In Friedau fand ein Fußballkampf der Mannschaft Friedau gegen Pettau statt. Pet-Itiu siegte dabei mit 6:2 (Halbzeit 2:2). : Klagenfurter Niederlagen. Zwei Klagen-furter Niederlagen gab es in der Kärntner Fußball-Meisterschaft. In Klagenfurt konnte sich Rapid überraschenderweise gegen DSG Krainburq nicht behaupten und unterlag 2:4 (0:1) und im zweiten Spiel bezog der Klagenfurter AC durch den Villacher SV mit 0:3 |0;2) eine unerwartete Schlappe. : Auch der Pörtschacher Tennisturnier. Als nrößte Tennisveranstaltung im Gebiet des Donau- und Alpenlandes gelangt auch 1942 dtis reichsoffene Turnier in Pörtschach, das sich in allen Tenniskreisen größter Beliebtheit erfreut, zur Austragung, Voraussichtlich wird das Turnier im Anschluß an die Braun-S'hweiger Meisterschaftstage Mitte August Veranstaltet werden. : Deutscher Frauen-Schwimmrekord. Im Leipziger Westbad stellte Gisela Graß (Poseidon Leipzig) im 100 m-Brustschwimmen Hit 1:21 1 eine neue deutsche Höchstleistung äuf. Die. junge Rekordschwimmerin zählt noch nicht 16 Jahre : Deutscher Sport In Athen. Der zweite Maisonntag sah Athen Im Zeichen eines von ''er deutschen Wehrmacht veranstalteten '^laffeliaufps mitten im Herz der griechischen Hauptstadt 71 Mannschaften, gebildet aus f^ormationen des Heeres, der Marine und der Luftwaffe beteiligten sich daran. Die über 5 km führende Staffel sah eine Mannschaft der Luftwaffe in 12:08 erfolgreich. Ein zu gleicher Zeit veranstalteter Marathonlauf sah den Pionier dieser schweren Prüfung, Kapitänleutnant Kreglinger erfolgreich. Der Kieler Offizier gewann diesen seinen 38. Marathonlauf in 3:02 und wurde vom General der Flieger Meyer mit einer goldenen Medaille ausgezeichnet. : Kroatenringer in Budapest besiegt. Ungarn und Kroatien trafen sich mit ihren Amateurringern in Budapest und trugen dort einen Länderkampf im klassischen Stil aus. Die Gastgeber siegten überlegen mit 7:0 und durch Siege von Bcnce, Toth, Ferenc, Sovari, Somorjai, Kovacs und Bobis vom Bantam-zum Schwergewicht aufwärts. : Bei den Poensgen-Splelen vertreten den Bereich Donau-Alpenland die Tennisspielerinnen Hilde Doleschell, die Bereichsfachwar-tin Trude Wolf und Helga Wehle-Wallner. ; Deutschlands Turnerinnen nach Venedig. Die Plane, ein Zusammentreffen der besten Turnerinnen Deutschlands, Italiens und Ungarns noch in diesem Sommer zustande zu iDringen, gehen der Verwirklichung entgegen. Der Beschluß einer Teilnahme der deutschen Turnerinnen an diesem Großereignis, das Anfang oder Mitte August in Venedig vor sich gehen soll, liegt nunmehr vor, so daß die Durchführung dieses Dreiländerkampfes gesichert ist. : Sport der Deutschen in Japan. Trotz des Krieges geht das Sportleben in Japan weiter, und auch der Sport der in Japan lebenden Deutschen hat keinerlei Einbuße erlitten. So fanden am vergangenen Sonntag in Kobe Städtespiele zwischen Kobe und Yokohama im Hockey und Handball statt, die beide von Yokohama gewonnen wurden. Die Treffen waren gleichzeitig ein Ausscheidungsspiel der Deutschen für den demnächst zur Durchführung gelangenden Rückkampf gegen die japanische Handballnationalmannschaft. MaitsqpJ^ 9(iet spticht dec Mst Kopfhaar inid Krebs Recht bemerkenswert sind die Beziehungen, welche die ärztliche Wissenschaft zwischen Kopfhaar und Krebs fest-ff2ste1it hat. Man fand nämlich, daß Krebskranke bis ins hohe Alter nicht ergrauen, während Leute, die z. B. an gutartigen Magengeschwüren leiden, meist schon in jüngeren Jahren graue Kopihaare bekommen. Dies soll so ausgeprägt s»3in, daß man im Zweifelsfall das Vorliegen eines Magenkrebses auszuschließen berechtigt sei. wenn der Kranke im Alter von vierzig bis fünfzig Jahren bereits ergraut war. Das zeigte sich deutlich innerhalb einer Fatnili«3. So war eine 48-jährige Frau, die an Magengeschwüren litt, schon vollständig ergraut, ihre siebzigjährige Mutter, eine Krebskranke, hingegen noch fast schwarzhaarig. Auch sieht man nicht selten, daß jüngere Geschwister und Kinder viel mehr weiße Haare hab:n als der alte Vater, sofern dieser Krebsträger ist. Man erklärt sich diese merkwürdige Erscheinung auf folgende Weise: Der Zeitpunkt des Crgraw^ns der Haare ist zum Teil vom Zustand des Nervensystems abhängig. Frühzeitiges Rrgrauen findet man lici nervösen, empfindlichen, erregbaren ^Menschen. Für Krebskranke ist aber die gewisse Okichgültigkeit, die »dicke Haut«, charakteristisch. Darin soll der Orund für die Tatsache liegen, daß die Krebskranken oft zu spät zum Arzt kommen. Sie leiden ja verhältnismäßig nur wenig, ihr (jemüt ist so ausgeglichen, daß sie ihre Krankhpit bis in ein weit vorgerücktes Stadium beschwerdenfrei ertragen können. Die Gleichgültigkeit der Krebskranken bedingt übrigens auch eine große Schwierigkeit der Kpwbsaufklärung. Die Aufklä-rungsfeldzüge über die Frühzeichen des Krebses und über die Notwendigkeit rechtzeitiger ärztlicher Behandlung pflegen nämlich das große Heer der Hypo-chond'Or und Ncurastheniker aufzuscheuchen und lassen die Krebskranken selbst, also die, die es angeht, »kalt^. Suchen doch selbst von den krebskranken Ärzten niciir als die Hälfte die Klinik erst auf. wenn eine radikale Operation nicht mehr möglich ist. Für die Krebskranken scheint es eben bezeichnend zu sein, daß sie sich keine grauen Haare wachsen lassen, auch wegen ihrer Krebsbeschwerden nicht. W. F. Die »Thres« und ihr »Franzi« Maria Theresia - die Landesmutter. / Zu Ihrem 225. GeburtstaK. Fs war eine Liebesheirat gewesen — eine an den Höfen und iföfcheii Furopas seltene Möglichkeit —, die die schöne Wiener Kal-sertochter mit dem Herzog Franz von Lothringen eingegangen war, der in Wien nur der »schöne Franzos« hieß. Nach Wiener Hofart war es eine sehr zeremonielle Verlobung und würdige f^rautzeit gewesen. Aber die beiden Liebesleute haben in ihren Herzensangelegenheiten gern den »steifen Hof-stilff der Wiener Burg und Rokokozeit lächelnd durchbrochen und statt französisch und italieniFch gut deutsch mit einander gespro-cii'Mi. Köst'icli schon sind ih;e wenigen Brjutbriefe. Da bricht durch den Zwang dtr f'^epidiMi spracht» immer wieder schön ratür-lieh und r.riginell die Wiener Mundart und das etwas unbeholfene »Hochdeutsch« durcli, und die deutsche Prinzessin nennt ihren Verlobten nach der ehrsamen Anschrift »Dein durchlauchtigsten FürstenFranzisko,Herzogen zu Lothringen, meinem vielgeliebten Bräutigam« mit zärtlicher Seele nur ihr »Mäusl«, und er sie nach der Anrede »Durchlauchtigste Frtzherzogin!« nur seine »Thres« (Therese). Sie haben sich allzeit gut verstanden, die zwei. Beide haben im Anfang nicht wissen können, dali sie dereinst den Kaiserthron zieren sollten: als aber nach fünf Jahren Maria Theresia die Kaiserkrone von Ungarn, Böhmen und Österreich aufgesetzt bekam, da hatte sie nicht eher Reruht, als bis der Widerstand der Fürsten gebrochen war und ihr Franzi, den sie zum Mitregenten ernannt hatte, nach ein paar Jahren endlich zum f)eutschen Kaiser gekrönt wurde. Sie aber blieb die Kaiserin. Die Regentin. f)enn sie war eine geborene Herrscherin. Sie hatte kluge Ratgeber: die Minister Bartenstein. Oraf iiauchwitz und Graf Kaunitz; aber zuletzt und oft eigenwillig entschied sie. Und auch im Familienhaushalte hatte die Ober- hofmeisterin Gräfin Fuchs nicht, wie an anderen Höfen, das groBe Wort. Als ihr Gemahl, der Kaiser, selber Anteil mit an den Kriegen haben wollte, und ein Kommando beanspruchte, widersetzte sie sich dem mit ihrer ganzen Fnergie; denn sie kannte ihn und verhinderte ein majestätisches Scheinkommando, wie es in der Kriegsgeschichte le'der so oft schuldvoll üblich gewesen ist. Ihre Selbstherrlichkeit war nicht Fitelkeit uad Ruhms,ucht. sondern Pflichtgefühl. Unermüdlich war ihre Sorge für ihre Länder wie für ihre Familie. Diese Monarchin war eine I.andesmutter, Fine mütterliche Fr-zteherin der Prinzen und Prinzessinnen und ihres Volkes. Voll praktischer Weisheit und Anleitung. Das ist ihre historische Größe, die sie von ihren gekrönten Schwestern unterscheidet, der F.lisabeth von England und der Katharina von Rußland: daß sie, die deutsche Österreicherin, als Herrscherin auch Mutter blieb. Zeiten der Erholung waren für sie die Stunden des Familienlebens und die Tage in Schönbrunn. Sie ist die eigentliche Schöpferin dieses Schloß-Rokokomärchens. Für seine Verschönerung und Erweiterung hat sie nicht gespart; da war sie die »splendite« Kaiserin. Die Rechnungen aber dafür hat sie ver-biannt. Als sie alt und müde wurde, hat sie gewünscht, man solle sie wach erhalten; denn sie wolle vom Tode nicht überfallen werden, sondern wolle ihn sehen. In den braunen Schlafrock ihres Gatten gehüllt, ihres Franzi, den sie um 15 Jahre überlebt hat. saß sie am offenen Fenster und ist im Angesichte des gestirnten Himmels gestorben. Sie hat gesagt: »Ich hab' alleweil gearbeitet, so zu sterben; aber ich hab' mich geforchten. es möchte mir nicht geraten, jetzo sehe ich, daß man mit der Qnad' Gottes alles kann.« y...................................y StadtthMtei Marl>urg/Drau Mittwoch, den 13. Mai, M Uhr MONIKA Operette in 3 Akten von Nico Dostal Doimcrstaf, des 14. Mai, 20 Uhr Qttcklossea« VortteUiini für di« Dcutscbe Jusood Rlgoletto Oper In 4 Akten v^n GiuSeppt Verdi Kein Kartenverkauf f&t Müsta MtHfi/fifttiit Isvchen wir dringend 4098 9ut mdbllertes Zimmer £ilAiif«b«te w di« V»rk»|«l«ttui|f dv Ztg^. Amtliche Bekanntmachungen Der Ot>erbürgermcister der Stadt Marburg a. d. Dna Gesundheitsamt Marburg a. d. Drau, den 13. Mai 1942. Oetffliflidie Oipiiflieriesdiolziiiipfiiiig Die zweite Einspritzung erfolgt in der Zeit vom 18. bis einschliesslich 25. Mai 1942 Alle Kinder, welche der ersten Einspritzunj? unterzogen wurden, müssen auch zur zweiten Einspritzung erscheinen. Gesonderte AuHord«rungslStadt> mitte oder Parknähe« an die Verwaltung. 431A Habe mich als praktischer Arzt in Widern bei Garkftld niedergelassen. OrdinatkMi mir an Werktagen von halb 9 bia 11 und von 15 bis II Uhr. Dr. ned. GEORO RÖTHEL. Zu allen Kassen zugelassen! MMN FORM fQr teM«D(}e Beine der Fraoen, dSe v» i(«Imd und 9«hca, 1« vwachiedeacn Pr«wlag«ik BorataQjristell««: ZUM INOIAIKR, 0»i, HerrengaM« H oebcD CaM Herrenhof, GUMMMOF, Gras, Sporgatf# 4 ocbeo Luejq[g. sowi« F8AUCNNCII. Grai, Albrechlgati« f V«>rian«i«n St« AtldUk^! kfitfitif! Soeben erschienen: Verordnangs- and AntsbUitl des Chefs der Zivilvcrwaltuns In der Untersteiermark Nr. 80 vem 1. Mal 1942 Einzelpreie 15 Rpf. rrhältiicb bcltn Schalter der Marburgwywlag»- u. Drutkwh Ge$. m. b. ff. . Marbur§/Drau, ••tffeas« • bei den Ocscliüftsstellen der »Marburacr Zeitunst IN ClLLI, Adolf-Hitler-Platz 17, Buchliandlung der Cillier Druckcrci IN PEITAU, Herr Georg Picliler, Ungartorgasse und bei den sonstigen Verkaufsstellen. bezugsprcis: Alonatlich KM 1.25 (stets im voraus zahlbar). ßezucsbcstcllinieen werdeu bei den Ücschäftsstellen der ».Marburger Zeltiinct und im \'erlaz, Marburg-Drau, Bad-jasse 6. angenommen. leitender Architekt Bauaeichner und Baubuchhalter für dringendi: Bauarbeiten In der Untersteiermark ab sofort gesucht. Angebote mit Lichtbild, Zeugnis-.scn und handgeschriebenem Lebenslauf unter »Landwirtschaftliches Bauwesen« an die Verwaltung. 4273 Bu€hhalier('ln} bilanzfähig, zum sofortigen Eintritt gesucht. Anzufragen bei J. & R. Pfrimer, Weingroßhandlung, Marburg/Drau, Tegetthoffstr. 41. 4114 Jhmett- ftisßiidkiMt werden aufgenommen: Salon Sakreischck, Marburg, Dom-gasse 1. 4287 MentaeauMttMM Ronlorisliii eventuell auch tüchtige Anfängerin. wird aufgenommen bei C. Büdefeldt, Marburg, Herrengasse 4—(>. 4320 ••••••••••••••••••• Kleiner Bnzeiger JedH Wort (tostet lu Rpt da* fcttc« TauAChe Küche und Zimmer für ebensolche llindenburg-straße 12, Tür 9, im Hof. 4291-1 Neuen Fotoapparat mit Leder-tasche, Messingstaliv tauschc für guterhaltenen Feldstecher. Angebote Telefon 2706, Marburg. 4[?06-l Torf streu, gepreßt und ungepreßt, bei sofortiger Abnahme hat noch abzugeben an Landwirte und sonstige Vieh-halter: Anton Hirgmayer, Marburg. Tegetthoffstraßc 74, Telefon 24-97. 4321-1 w uad wai tinbt^enkl Eier, die in Garontol einQeiaQt woran, plotien bei-»» Kochen nicht, wenn man vorm Kochen mit einer Nodoi die Ciichole an der itumpfen Seite dwrchiticht. Dai Eiweift kocht e ber auch niciit heraus,we nn die Eitr in Seidan-papier (oder Cellophan) g«wiek«H od«r M passende leinensöckchen ir^Wauer kommen. k wichtig UW die Eier höenen |«##riei»A i«h «nlnominii» «nd sugaUol w»rdenl J In tiefem Schmers geben wir die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, Verlobter und Bruder, Herr Kajetan GrUndInger Unteroffizier in einem Gebirgsjäger-Regiment im 23. i.cbcnslalir am 7. April 1942 an der Ostfront sein Leben für l'ührer und Volk geopfert hat. Wir gedenken seiner in stolzer Trauer. Waldkirclien, Cilli, am 11. A\ai 1942. 431K) Theresia und Kajetan Griindinger, Eltern. Maria Juritsch, Verlobte. Hans Gründinger, zur Zeit an der Ostfront, Bruder. Möbliertes Zimmer, 6X6, mit Klavier, in üraz, auch gegen kleineres, möbliertes Zimmer III taur.hen. Anträge unter »12604; an die Vcrw. 4319-1 Dreiiintmerwohnyng (B^i-dezimmer, Dicnsthotenziin-mer, Parketten), schöne Wohnlage, mit ebensolcher, eventuell kleinerer zu tauschen gesucht. Anträge unter »Nur südseitigt an die Verwaltung. 4193-1 Haben Sic schon die BÄder-ausstellung des Kimst- und Kunstgewerbegeschäftes Kar-beutz, llerrengasse 3, besichtigt^___3814-1 Tüchtieem Mechaniker wird modern einsericlitete mechanische Werkstatte. einschließlich Wasserkraft, StroiM, Material und Daueraufträgen in schöucr (ie-Kcnd Süd Westdeutschlands zur VerfüKuna gestellt. An-cebotc unter »4444« an die Verwaltung. 4i?2i-i Frischgeackertes Feld abzugeben. Anfragen: ürillparzer-12 Ml 7-2 Landwirtschaft, zirka 5 bis 10 Joch, Umgebung Marburg zu pachten gesucht. Anträge unter >Nr. 125« an Anzcigcn-stelle H. Sax, Marburg. 4296-2 Haus, womöglich mit Oarten, bis zu .30000 RM zu kaufen gesucht. Kaufbewitligung vorhanden. Alleinauftrag Realkanzlei Hmil Kieslinger, Graz, Mariahilfersitraße 3. 4310-2 Rundfuflkempfänger, 4—öröh-rig, zu kaufen gesucht. Anträge unter »Rundfunkempfänger« an die Verw. 4288-3 Eine Lampe 1D6 für Radiobell oder prima Rundfunkempfänger zu kaufen gcsucht. ü. 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Villen-kolonie gegen Garns, Zna« mergasse 9. 4284-8 Brave, ehrliche Kellnerin so wie ein Küchenmädchen werden aufgenommen bei VolU luJge gruber, Hindenburgstraße 17 4239^^ Verläßliche Köchin ' für alles wird aufgenommen. Anzufragen bei Büdefeldt, Herren-gaasc 14/L 4294-s Wirtschafterin sucht alleinstehenden Herrn. Adresse in der Verw. 4297-S Magd für landwirtschaftlichem Haushalt wird aufgenommen Koruiaun, Weinbaugasse 1. 4TO3-8 KorrespcMidentin sowie eine Buchhalterin werden bei größerem Geldinstitut aufgenommen. Anträge mit Angabe der Schulbiluung und bii^-heriger Tätigkeit sind zu rieh-ten an die »Marburger Zeit unter »Tüchtig und verläßlich«. 4091-1'^ Für besetztes Gebiet werden dringendst gesucht: kaulm. uiid tecluu Angestellte. An träge an Bauunterneliniun'.: .losef Takacs & Co., Tüffci bei Cilli^__4234-^ Friseurgehilfe, tüchtig unci flink, wird für ständig aufgenommen. Damen- und Herren* friseur Tautz Richard, Mar-bürg, Snphienplatz 5. 4255-ii Fräulein mit Kenntnissen dci Buchhaltung, des Maschin-schreibens. womöglich aucli Stenographic, wird sofort gesucht. Vorzustellen: .To-hann Legat, Marburg, Vik^ tringliofgasse 3f), Ruf 24-31. 422.VX Kinderliebendc Hausgehilfin gesucht. — Vorzustellen bei Frau Gertha Deutsch, Mar bürg, Kepplergassc 3. 4227-^ huult ' (ftäusU Verloren wurde eine Kleider' karte auf den Namen Sawer-schek Thomas, Cilli, Laisberi: Nr. ,34. 4307-'» Damenhandschuh in derOber-rotweinerstraße — Lilienfckl-gasse verloren. Ehrlicher Fni-der wird gebeten, gegen Finderlohn am Fundamt, Dom-platz, abzugeben. 432ti- Am 10. wurde in Sachse Ilfeld vor dem Geschäft Kr.i schetz eine kleine Daraenarni' bandubr verloren. Abzugeben gegen Belohnung beim Biii-gernieisteranit Sachsenfcld 4308-'.^ HktfTtitht Suche für Volksschülerin der 3. Klasse Fräulein, die ihr nn Rechnen behilflich wäre. Anträge unter »Kinderliebend, an die Verw. 4282-1' Englisch • Konversation tn Marburg gesucht. Ludwii; Lebernegg, Wuchern-Drau. _ ___ 4298-1 Bei Benutzung von Landstraßen nicht in Reihen nebeneinander gehen, wenn dadurch der Fahrverkehr behiti-dert werden kann. ledor Untersteirer liest die „Marburoer Zehung"