Nr. 149. Mittwoch, 3. Juli 1901. IllhlMg 120. Mbacher Zeitung. Pl«nnmtsatl!>n»pltl»: M« Pofivtilenbu»,: aanzl2hll» »N li, haibjabrlg ll ll. Im « o m p» »l r: «an,< lühr!« ,« «. halblühr«, l, ll, ssür die «ufttllun« in» Hau« «anzjübri» » « - I»seltto»«,»b»rl Füi New» 3ns,l»te b!» zu 4 Z»«l„> °^« b. «r«ß,« per Ze!l» lil b, bel «f»,»,» «m«5N p« Feill 5 b. Vl, ««aibachtl ^cltun«» tlschflnt «ägüch, m!t «„»nähme ber S°nn' und Feiertage D!e «>»««lßr»N,» befind«« fich <^ongrtl»pl»tz illl. », die »Xetzartll» Dalmali« »uss, ü/r, «, Gprechttunben bei Nebnltwn von « hl« »0 Uhr »or»ltt»g«. ünfrllnllerl, Urlese wtlden nlcht »nzenommen, Vlanulcrlple nlchl zurüi"t. E» ist ein stillem ^est der Arbeit, ein Tag rückschauenden Ablvägen» des Erstrebten und de» Erreichten, eine 7veier des Ge» denken» jener Zeit, da dem jnngen Bau unseres öffentlichen blechte» einer seiner Tragepfeiler ein-gefiigt lvnrde. Der österreichische Verwaltung» Gerichtshof leitet sein Dasein anf das Stnat»grnndgefetz iiber die richterliche Gewalt zurück. Dort war in Artikel 15> bestimmt, dass — abgefehen von den im ordentlichen Rechtswege anfechtbaren Eutscheidnngen einer Verwaltung^ Behörde über einander widerstreitende An-! sprüche von Privatpersonen — jeder, dor sich durch ^ eine Verwaltungs-Behörde in seinen Nechten verletzt ^ glaubt, seine Ansprüche vor dem Verwaltnngs-Gerichtshöfe im öffentlichen mündlichen Verfaliren wider einen Vertreter der Behörde geltend machen kann. Die nähere Aufführung diefer Vorschrift war einen» besonderen Geselle vorbehalten. Bald genug wurde die Negierung an die Auffüllung de» gründ» yl'sehlichen Blailkett» gemalmt. Eine Anfrage, mit welche der Abg. Dr. Hanifch am 15». März !"<>!> die Vorlage, des einschlägigen Gesetze» mgierle, »vurde seitens der Negierung mit der Versichernng beant-Wortet,.das5 sie auf das Zustandekommen de» (besetze» nlle Aufmertjamteil verlvenden werde; doch fei für die Regelung der Verwaltung» Gel'ichi»barkeit die Er-^digung der Vorlage iiber Organisation und Ver-fahren des Reichsgerichte» zeitliche und logische Vor-l'^dingnng. Nachdem die letztere mit dem Gesetze vom lk. April l^lüi gegebel, war, wiederholte der Abg. Hanisch s^ine Interpellation und wies darauf hin, das» bereits gerichtliche Eutscheidnngen aller Instan- zen auf die Zuständigkeit des nichtbestehenden Ver-lvaltnng».Gericht»hose» reflectierten und dasc- dieser vllsassung^lvidrige Zustand rücksichtlich der Entschei-dliugen aller Administrativ-, insbesondere aber der lvinanibehörden geradezu unerträglich geworden sei. Ein specieller, überaus crasser ivall veranlasste da:' Abgeoldnetenl>an^ am 7. März 1^71 zu dem Be^ schlusse: „dac' t. t. Ministerium sei aufzufordern, mit möglichster Beschleunigung eine Gesetz«Vorlage zur verfassungsmäßigen Bebandlnng einzubringen, welche die ^nsammensehnng des Verwaltung» Gericht5liofe5, die Beslimniung der ^välle, in welchen er zu entjchei« den hat, und do.5 Verfahren vor demselben mit Hin» blick auf den Artikel 15 deo StaatsgrundgeselM' vom 2l. Deceniber 1>>l>7 iiber die richterliche Gewalt feststellt". Znr selben Zeit richtete der Wiener Gemeinde-rath in gleicher Sache Petitionen an beide Häuser. )>m Herrenhause war Felder, im Abgeordnetenhaus Mlranda der ^iirsprecher diese» Wunsche». Doch I,aben diese Anregnngen unniittelbar keine aese^geberischc Action aufgelöst. Die politische Atmospbäre war hoch gespannt und die Erregung de» Alllag» der Lösung so wichtiger und schwieriger rechtspolitischer Probleine nicht günstig. Dem zweiten Eabinet Anersperg — es hat in der Wiener Gefellfchaft den Ehrentitel „Doctorenministe-rinn," geführt — blieb die wahrhaft historische That vorbehalten, da» österreichische Verfassung» - Gebäude durch die Einsührnng der Verwaltung»»Grricht»bar» leit zu krönen. Schon die Thronrede vom ^. De-^ cember 1^71 hatte eine Negierimg»'Vorlage, betref-^ fend Wirknngskrei» und Bildnng eines Venvaltung»-Gerichtshofe», angekündigt. Das» der letzte Anstos; au» einem rein administrativen Bedürfnifse lierau» erfolgte, ift innnerhin von Interesse unter dem Ge-sicht»pnnlte einer Schopfnngvgeschichte staatlicher In» stitntionen. Der Bedentnng der Einrichtung selbst kann e» leinen Abbrlich thun, das» sie einer EoM' pelenz-Schwierigkeit ihr Dasein dankt. Gestützt auf eine melndentige Zuständigkeit» > Vorschrift des Stant»grnndgesetzes, l,atte sich das Reichsgericht die Eompetenz znr Entfcheiduug übc'r verwaltnng»recht' liche Anspriiche an den Staat zuerkannt, eine Eom^ petenz, die grundgesetzlich uur dem Verwaltung»' Gerichtshöfe znstehen sollte. Hierin lag jür die ganze Ttant»verwaltnng eine Gefährdnng ihrer Belve-gnng»freiheit. lvlir die institutionelle Stellung de» österreichischen Verlvallung» Gericht»hofe» ist e» nicht gleichgiltig, das» seine Errichtnng unmittelbar auf ein Postulat der Verwnltuug zurückführt. Noch von einer anderen Seite her erfuhr der M?> danke einer allgemeinen Publicistischen M>> ; «install nachbaltige Förderung, und eim .^...... anschannng, die nicht blos; nach dem Wie, sondern anch nach dem Warum der Institutionen fragt, wird festzustellen haben, das» hier Erwägungen staatspoli-tischer Natur maßgebend gewesen sind, An diesem Punkte wird deutlich, wie fich auch das staatsrechtliche Detail nach der Gefammtansicht vom Staate richte nnd bestimmt. Ein Verwaltnngs - Gerichtshof in Oesterreich bot die Möglichkeit, die bi? dahin völlig uncontrollierte ^,nri»diction der obersten autonomen Organe znr Beachtuug uud Beobachtung der gelten-den Gesetze zu verhalten. Die Eigenart des geschicht» lichen Gefnges der N'eich»rath»Iänder bringt e» mil sich, das» hier zur Lösung der Verwultung»'Äusgul)r>» Organe verschiedener juristisch . politischer Herkunft berufen erscheinen. Angesichts de» engen Zusammen' hange» staatlicher und autonomer Administration -eine» Zusammenhange», der oft in den wichtigsten Verhältnissen die beiden Organisationen auf gegen» seilige Mitarbeit wei»l — mus»te die Unterwerfung der Tlaat»verwaltung unter die Nechtocontrole eines Gericht»hofe» ihre natürliche Nüclwirtung üben auf die Organe und ^nnctionen der Bandes-, Bezirls« und Gemeinde Verwaltung. Damit aber war für die nichtstaatliche Venvaltung ein Eorrectiv von dauern« der Wirksamkeit gewonnen. Es lag im Geiste un^ Zwecke der neuen Institution, das» sie nicht auf dl Stantsverwaltnng befchränll blieb. Ans Grund Allerhöchster Vorsanction vom 2. ^ brnar 1tt?:j wurde dem Neich^rathe in seiner siebenten Session, und zwar znerst dem Herrenliause in der Ä'i. Sitzung vom l!^. ,^ebrnar desselben sabres, ein Gesetzentwnrs, betreffend die Errichtnng eines Ver< U'altnngs - Gerichtshöfe», vorgelegt, zu dessen Vor> berathung auf Hafners Antrag noch in derselben Sitzung ein neungliedriger Au»schus» gewählt w"' Die Eommisfion, der u. a. Schmerling, ^iechberg, Hafner, Hizu — letzterer alo Referent — angehönei, erstattete a,n !il. März 1«7:j ihren Vericht: doch machte der Sessionsschlus» der weiterm Berathung ein Ende. Zu Beginn der achten Session wurde auf Grund Allerhöchster Genehmignng vom 1<>. i^ebrnal 1^74 in der fechsten Sitzung de» Herrenhauses nenerlich eine, denselben Gegenstand betreffende Regierungt« Feuilleton. Auf dem Rade nach Paris und znriick. Vom Landes.Wanderlehrer Ilvcinz Oombai in Laibach. (ifortsehung.) ^.n Novara, dieser schön gelegeneil Stadt, mit ihrer Prächtigen Kirche, hielten wir nn» nnr über Nacht al,f; am nächsten Morgen gieng unsere ^hrt über Vericelli und Ehmvasso nach Turin ll«>:'. kn»). Um Vericelli gegen Ehiavafso erstrecken sich schöne '>tel»fl>lder nnd Wiesen, die früher, aufzer in der Nähe von Novara, nirgends zu bemerken sind' dalier gestal-tete sich die ssahrt dnrch diese Gegenden viel an-genehmer. Auf der gcmzen Strecke von Mailand bis ^»llin fieht man fast leine Weingärten, anch der Obst-bau wird wenig cultiviert: ja in manchen Gegenden lchaut es damit ganz jämmerlich au». Die Bauernmädchcn tragen in diesen Gegenden nber dem ,^opfluche, noch einen Strohhut; jedoch be-merkten wir nur sonnverbrannte, sehr unsympathische Gesichter ganz im Gegensatze, zu jenen von Mailand l"s Novara. In Turin verweilten wir zwei Nachte und einen ^"g. weil m» nächsten Nachmittage, eben als wir ab-lahren wollten, ein starlerNegm nieder gieng. der fast o,r ganze Nacht anhielt. Wir wohnten im Albergo ^''0!aa. P,a ^Monge. nnd w lueift auch im Schatten, ^änn» der Straße fließt ein zum Zwecke der Bewaffnung von ^eldsrüchten zu< geleitete» ,^lus»wasser, in welchein znr heißen Tages-zeit ganze Hänfen von bindern und auch Erwachsenen baden. Sie springen anch ganz entblößt auf den Straßen hernm »nd belästigen die Passanten mit de> Bitte: Dttmi uu »o16n. Die Bevölkerung ist sowohl dein Benel'men al» anch dem An»sehen nach nicht gar sympathisch. Die Hunde sind wilde Bestien; sie bellen jedermann an und versolgen ihn, während sie sich in ^ Tirol, in der Lombardei und in ganz Hrcmkreich vollständig ruhig verhalten. (yortsttzunz folßt,z Laibacher Zeitung Nr. 149.________________________________1248_____________________________________ 3. Juli 1901. Vorlage eingebracht, welche, bis auf einen wichtigen Punkt — Beginn der Wirksamkeit des Gerichtshofes in Steuer» und Gebürenfachen — mit dem Entwürfe der Herrenhaus-Commission übereinstimmte. Noch in derselben Sitzung vom 4. März 1874 wurde die erste Lefung tagsdarauf die Wahl einer Neuner «Com-mission vorgenommen, in deren Namen Freiherr von Rizn den Bericht erstattete. In den Sitzungen vom 22. und 23. Jänner 1875 wurde der Entwurf in zweiter und dritter Lesung verhandelt. Die Debatte stand durchaus auf der Höhe der Ueberlieferungen des Hauses. Ten Bedenken gegen das dein EntWurfe zu-grundeliegende System gab eine großangelegte Rede Hyes Ausdruck, der den Verwaltungs-Gerichtshof vorläufig nur für Steuer» und Gebürensachen, und zwar nicht bloß als Cassations»Instanz actibieren, die übrigen staatsgnmdgesetzlich diesem Gerichtshofe vor-behaltenen Agenden aber dem Reichsgerichte zuweifen wollte. Mit Hye kreuzte Josef Unger die feine Klinge. Er, der „Sprechminister" des Cabinettes, hat die Vorlage in allen Entwickelungsphasen namens der Ne° gierung vertreten, ausgestattet mit dem Rüstzeuge umfassender theoretischer Bildung und mit jener schwer zu definierenden Begabung, welche man viel» leicht das gesetzgeberische Temperament nennen möchte. Auch ihm gilt das frohe Gedenken des gestri« gen Tages; die Erinnerung an Ereignisse, riorum p»r» luu^UH tllit. (Schlus« folgt.) Politische Uebersicht. ' Laibach, 2. Juli. Die „Montags'Revue" sagt, die Clericalen und ebenso die Alldeutschen, welche dem welfchtiroli« schen Autonomie > Projecte opponieren, stünden im Widersprüche mit ihrer sonstigen Haltung, denn an anderen Orten schwärmen die Clericalen für die nationale Autonomie, z. V. der Slovenen in Unter°Steiermarl, und die Alldeutschen fordern sonst die streng nationale Sonderung der Deutschen. Das swionomie>Project sei umso ungefährlicher, als es die Wirkungssphäre des Staates nicht im entferntesten berühren würde und von einer Gefahr für die Staats» einheit keine Rede sei. Im Gegentheile, der Staat gewinne durch die Autonomie an Einflufs, weil dann die Italiener wohl fühlen werden, dass sein Auge mit vermehrter Aufmerksamkeit auf ihnen ruht. Das in Prag abgehaltene Sokolfest ver« anlasst das „Extrablatt" zu der Bemerkung, man dürfe den Wert derartiger Verbrüderungsfeste nicht überschätzen und müsse sich vor allein hüten, ihnen eine hohe politische Bedeutung beilegen zu wollen. Was insbesondere den Besuch der französischen Gäste in Prag betrifft, so seien die Vertreter des Pariser Muni-cipalrathes und der Bürgermeister von Arras keines-Wegs die Vertreter der ganzen französischen Nation. — Die „Oesterreichische Vollszeitung" bespricht das Prager Sokolfest gleichzeitig mit der Enthüllung des Denkmales fiir den Staatsminister Grafen G o -Inchowski in Lemberg und erklärt beide Festlichkeiten für Ueberschwänglichkeiten, die gegen die politi» sche Fortentwickelung Oesterreichs und gegen die besten Triebkräfte Europas gerichtet feien. Denn man wisse, dass der Einheitsstaat Oesterreich nur darum bestehe und gedeihe, weil von dem October-Diplom kein Stein auf dem anderen geblieben sei, und das Sotolistenfest sei eine symbolische Veranstaltung gegen die Teutschen. Die Nachricht bulgarischer Blätter, dass Kürst Ferdinand sich gegen Ende dieses Jahres an der Spitze einer Abordnung des Eomit6s für das (5zar< befreier-Tenlmal nach St. Petersburg begeben werde, um dem ztaiser N itolaus II. ein Nationalgeschont zu überbringen und ihn zur Enthüllung des Tcnl-mals für Baiser Alexander II. in Sofia (1!X)3) einzuladen, wird an unterrichteter Stelle als vollständig unbegründet bezeichnet. Ein londoner Blatt meldete kürzlich, dass die Frage bezüglich des Verkaufes der dänis ch e n Ä n » tillen in eine neue Phase getreten sei, indem oio Union verlangt habe, dass die dänische Regierung, foils sie die Inseln nicht verlausen wolle, dieselben in einer den modernen Anforderungen entsprechenden Weise befestige. Eine Mittheilung aus Kopenhagen erklärt diese Nachricht als eine böswillige Erfindung, die aus derselben Quelle herrühre, aus welcher die vor einiger Zeit verbreitete, gleichfalls unwahre Behauptung stammte, dass das Washingtoner Cabinet der dänischen Regierung gegenüber Drohungen angewendet hat, um den Abschluss der Angelegenheit zu befchlennigen. Es lasse sich versichern, dass die Unter» Handlungen zwischen den beiden Regierungen stets in freundlichster Weise geführt worden sind und geführt werden und dass alle Anzeichen einen befrio« digendon Abschluss derselben in nicht ferner Zeit er-warten lassen. InParis ist man überzeugt, dass sich die ch i -nesische Regierung der von mehreren Mächten verlangten Erhöhung der zu leistenden Entschä« digung um die Occupationstosten für die Zeit über den 1. Mai hinaus nicht widersetzen werde. Tagesneuigleiten. — (Der unfehlbare Botaniker.) Erinnerungen an Meissonier. den berühmten Maler, veröffentlicht ein französisches Blatt. Sehr amüsant ist folgende Geschichte: Meissonier hatte in seinen Diensten eine Perle von einem Gärtner, einen Mann, der im Pfropfen der Bäume, in der Pflege der Blumen, in der Erhaltung des Obst- und Gemüsegartens nicht seinesgleichen hatte. Aber das war noch nicht alles: der Gärtner besaß vielmehr neben seinen praktischen Talenten auch wissenschaftliche Kenntnisse, die , jeden Botaniler neidisch machen mussten. Er kannte die verrücktesten Namen sämmtlicher Pflanzenfamilien besser als der gelehrteste Professor,- man konnte ihm exotische Pflanzen-sa.ilen aus den unglaublichsten Ländern des Erdballes zeigen, er wusste sofort den lateinischen Namen dafür. Die Freunde des Malers machten sich oft das Vergnügen, dem alten Gärtner die schwierigsten Fragen vorzulegen, aber sie bruchlen ihn niemals in Verlegenheit; er blieb leine Antwort schulblg. Msissoniet selbst war ob dieser Unfehlbarkeit eines alk Emile Augier, der Dramatiker, bei Meissonier zu Tische ganz gewöhnlichen Gärtners beinahe empört und beschloss, den Alten einmal gründlich „hineinzulegen." Eines Tages, als Emilie Augier. der Dramatiker, bei Meissonier zu Tische war, lieh der Maler den Gärtner rufen und nahm aus der Tasche ein graues Papierdiitchcn, das er schon vorhür vorbereitet hatte: in der Düte lag getrockneter Heringsrogen. „Kennen Sie diesen Samen?" fragte Meissonier mit unerschütterlichem Ernst. „Sehr gut," erwiderte der Gärtner, ohne zu zögern, und nannte einen ganz unmöglichen lateinischen Namen. „Wie lange dauert es wohl, bis er aufgeht?" „Vierzehn Tage!" „Schön, also streuen Sie ihn aus; ich möchte die Pflanze gern sehen." Augier erzählte später, er habe 14 Tage lang nicht schlafen können, so neugierig sei e? gewesen, das Ende dieser merkwürdigen (beschichte zu sehen. Nach 14 Tagen kam er pünktlich in die Villa Meissonier. Man aß und trcinl sehr gut; als man beim Nachtisch saß, meldete sich der Gärtner: „Wenn die Herren jetzt die Güte haben wollten, in den Garten zu kommen, der Samen ist aufgegangen." „Das ist aber stark," schrie Meissonier und sprang vom Stuhle auf. Ohne das Mahl zu beenden, folgte er mit seinen Gästen dem alten Gärtner. Von einem Treib' hausbeete entfernte der Gärtner vorsichtig eine Glasglocke. Meissonier und Augier beugten sich neugierig nieder, um sofort, laut auflachend, in die Höhe zu schnellen: aus dem sorgsam bewässerten und gedüngten Boden schauten in zwei Reihen zwölf Heringslöpfe hervor! — (Ein originelles Wettrennen) wurde, wie cius Paris berichtet wirb, am Donnerstag auf der Polo-bcchn im Aois de Boulogne veranstaltet. Die Herren und Damen des sehr exklusiven Poloclubs vereinigten sich auf ihrer Bahn und in dem dazugehörigen Restaurant zu einem Sommerfeste. Unter der Leitung des Duc de Lorge und des Comte Le Marois fanden allerhand Spiele und Wettrennen statt — ein Wettreiten, bei welchem die concurrierenden Herren sich im Galopp zu einer von ihnen gewählten Dame begeben, dort abspringen, sich einen Cravattenlnoten binden lassen und dann zurückreiten mussten — ein anderes Wettreiten, bei welchem die Reiter gleichfalls abspringen und einen in einem Wasserbecken schwimmenden Apfel mit den Zähnen fassen mussten, und ähnliches mehr. Aber der „Clou" war ein Handicap für Thiere aller Arten. Jede Dame hatte das Recht, ein Thier — das Thier, das sie in ihrem Hause bei sich hat und verhätschelt — an dem Rennen theilnehmen zu lassen. Die Comtesse de Seämaisons ließ ein indisches Schwein starten. Madame Louis de Bii^ ein junges Feitel. Die Comtesse de Ganay brachte einen männlichen Affen mit, Madame de Iturbe einen weiblichen. Madame Lejeune erschien mit einem russischen Kaninchen, die Duchesse be Noailles mit einem Goldfasan und die, Baronne de Barck-heim mit einer Schildkröte. Der weibliche Affe gewann; er trudelte, rollte, sprang und hopste zum Ziel. Die Schildkröte wurde Zweiter, der Goldfasan Dritter. Cs handelte sich, wohl verstanden, um ein Handicap, und das Tempo der Schildkröte wurde anders berechnet als das Tempo der beiden Affen. Dass die Pariser Damen bisweilen sonderbare Lieb-lmgt-there haben, constatiert man nebenbei. Die Schildkröte gchi noch an — aber das indische Schwein als Schoß-thierchen--------! — (Jagd auf einen Häftling.) Eine aufregende Scene spielte sich kürzlich auf dem zwischen Valassa-Gyarmat und üosoncz verkehrenden Zuge ab. Die Gefängniswärter Josef Marlner und Michael Pitol escor-tierten den gefährlichen Einbrecher Franz Sunlar nach Lo-soncz. Die Gesellschaft war in einem separaten Coup6 installiert; Sunlar schien zu schlafen, und auch die beiden Wächter schliefen ein. Als der Zug neben einem Walde da-hlnfuhr. riss plötzlich Sunlar die Coup^thüre auf und sprang hinaus. Marlner erwachte auf das Geräusch und griff nach dem schon in der Thür stehenden Sunlar. wobei er sich indes zu weit vorbeugte, das Gleichgewicht verlor und hinausstürzte. Im Fallen blieb er mit der Najonnett-scheibe hängen und gerieth unter die Räder des noch in voller Fahrt befindlichen Zuges, so dass er vollständig zermalmt Fas Keheimnis ö«r schwarzen Gräfin. slonum von v««ans» Sander. (50. Fortsetzung.) , Nach der Trauung speisten die vier in dem se-paraten Zimmer eines feinen Restaurants zu Mittag. Tas kleine Mahl verlief für eine Hochzeitsfeierlichkeit sehr still. Alice empfand die Thatsache, dass die Eltern ihres Mannes unter einem fadenscheinigen Vorwande ferngeblieben waren, als einen betrübenden Schatten, der über ihr junges Glück fiel, und der Gedanke, dass sie — wenn auch unschuldig und unabsichtlich — die Ursache zu einem Zerwürfnisse zwischen Georg und seinen Eltern geworden war, lastete ihr schwer auf dem Herzen und träufelte bitteren Wermuth in die ohnehin von wehmüthigen Gefühlen verschleierte Freude dec« Tages. Aber wie Thautropfon vor der Sonne, so versiegten ihre aufsteigenden Thränen vor dem Blicke inniger Liebe und leuchtenden Glückes, dem sie in den Augen ihres Gatten begegnete. Ein unendlich wohlthuendes, tröstliches Bewusstsein des Geborgenseins überkam sie plötzlich,- sie empfand mit einemmale, dass mit diesen« Tage sich die Pforten ihrer bisherigen Welt hinter schlössen und dass die ihrer bisherigen Welt hinter ihr schlössen und dass die schönen, friedlichen, frühlingsfrohen Welt, in der die blaue Wunderblume des Glückes blühte. Vierzehn Tage später reiste das junge Ehepaar nach Deutschland. Weder den beiden Neuvermählten, noch Doctor Weiperts Bemühungen war es gelungen, einen wirklichen herzlichen Zusammenschluß mit den Kliern lMbeizuful»r?n. Wnhj Mr Lrau Professor Iorl zu klug, uni eine Feindseligkeit gegen die ihr im-willkommene Schwiegertochter an den Tag zu legen. An der einmal vollzogenen Thatsache ließ sich nichts ändern, aber sie begegnete Alice mit einer so erkälten-den Reserve, dass oiese selber froh war, dem unerquict-lichen Zusammensein mit der Mutter ihres Mannes so viel als möglich aus dem Wege gehen zu können. Herr Professor Iork aber war nur in seiner Wissen-schaft eine Größe; im Hause stand er ganz unter der Botmäßigkeit und der Beeinflussung seiner energische?, Gattin. Im Grunde war Frau Iork froh, dafs die beiden, Sohn und Schwiegertochter, nach Europa giengen. Nach dc-m Powell'schen Bankerott wäre es ihr schwer gefallen, ihrer Schwiegertochter eine erträgliche gesell schaftliche Stellung in Newyork zu schaffen: ja, es war fogar denkbar, dass bei diesem Bemühen ihre eigene Position in die Brüche gehen konnte. Das auszudcn-ten, war ihr aber unmöglich, lieber wollte sie ihren einzigen Sohn entbehren, als ihre dominierende Stellung in der Gesellschaft aufgeben. Mrs. Iorl war eine Frau, die Emotionen aller Art und insbesondere Genu'ithsbewegunaM hasste. Deshalb nahm sie schon am Tage vor der Abreise Ab« schied von dem jungen Paare; eine sentimentale Ab° fchiedsscene am Schiffe wäre ihr, wie sie sagte, un> erträglich gewesen. So war Doctor Wcipert der einzige, der die Abreisenden an Bord begleitete. Der Abschied der beiden jungen Eheleute von den: Freunde gestaltete sich überaus herzlich. „Ich wollte. Sie zögen auch nach Hamburg," weinte Alice mit treicherMer Naivität. ..da hätten wir doch einen freund in der sremden Etadi." „Wer weih! Was nicht ist, kann werden," sagte Weipert. „Ich habe, seitdem ich das letztemal dort war, oft Heimweh nach meiner Vaterstadt gehabt. Jedenfalls wollen wir anf.Wiedersehen' sagen — ,anf baldiges Wiedersehen'!" »Es thut mir nur leid, dass ich Ihrer Angelegen-heit nicht näher treten konnte!" Iork schüttelte dem Doctor die Hand. „In der Hast, mit der sich in letzter Zeit die Ereignisse überstürzten, war aber nichts zu ermöglichm." „v>ch gebe die Sache johl auch bald auf!" sagte der Doctor lachend. Ich habe nämlich absolut lein Zeug zum Detectiv in mir. Also nnw Fahrt und auf em fröhliches, gesundes Wiedersehen! Jedenfalls lomme ich nächsten Sommer wenigstens besuchsweise wicder nach Hamburg!" Weipert blieb am Landl», bis der Dampfer ab-M'ng. Solange das Schiff seinen Blicken noch ficht-linr wm-, erwiderte er das Taschcntuchwinte,, der Ab-fahrenden; dann machte er sich langsam auf den Heimweg. Wie nahe die beiden Liebenden ihm gestanden hatten, empfand er erst Tage und Wochen, nachdem sie fort waren; ihr Scheiden riss eine Lücke in sein Da-sem; das Interesse für das Geschick des Liebespaares hatte Licht und Leben in sein einförmiges Jung-gesellendasein gebracht; jetzt, da es erloschen war, fühlte er stch verstimmt und verdrossen, und in diesem Znstande seelischen Unbofriediqtseins erwachte von neuem der Wunsch in ihm, sich eine sympathische Le-benkgefährtin zu gewinnen. In dieser Zeit erhielt er Frau Helenens Antwort cins seinen Pries. Ihre Mittheilungen von dem Er« gehen seinem SchiiMM jjnnmw, chn nachbentljch, Laibacher Zeitung Nr. 149. 1249 3. Juli 1901 ward. Sunlar, der eine Zeit lang auf der Böschung gelegen war. sprang, als der Zug stehen blieb, auf und lief dem Walde zu, doch wurde er von dem ihm nacheilenden Pitol und einigen Passagieren bald eingeholt und dingfest gemacht. — (Eine „Schläferin".) Ein Seitenstück zum schlafenden Ulanen zu Gurs. ein Krankheitsfall, der vor Jahren in medicinischen Kreisen ganz besonderes Aufsehen machte, bildet eine Kranke, Marguerite Bouyenval, in der Stadt Thenelles bei St. Quent'in. Sie schläft nunmehr b^eits volle achtzehn Jahre. Sie ist weit und breit als die ..Echläferin" betannt und hat die medicinischen Größen durch die Beharrlichkeit ihres Zustandes in Erstaunen gesetzt. Jetzt heißt es. Marguerite Bouyenval. deren Zustand sich alljähr llch um diese Zeit verschlimmerte — sie verfiel am 31. Mai 1683 in Starrsucht — sei ihren, Tobe nahe. Die Augen sind ganz eingesunken, ein Arzt sagt. zerstört. Arme und Beine sind fast sleletartig abgemagert. Die Empfindlichkeit an einigen Körperstellen. die noch als Lebenszeichen galt. hat aufgehölt, doch athmet die Patientin noch leise, fast un-merllich. und die Mutter seht die künstliche Ernährung fort. Local- und Prouinzial-Nachrichten. -—(Militärisches.) Transferiert wird der Ober ueutenant Josef Zagorsli vom Divisions - Artillerie, ^eglmente Nr. 1 zum Divisions-Artilleric-Regimente Nr. 7. transferiert werden die Oberlieutenante Cyrill Dolenc Friedrich Berg des Landwehr-Inf.-Neg. Rzeszow Nr. 7 tMedruch Berg des Landwehr-Infanterie-Negiments Nr. 7 ymsichtlich ihrer Dienstleistung gegenseitig und Franz ^uka vom Landwchr-Infanterie'-Negiment Zara Nr. 2ü zum Landwehr-Infanterie-Äegimenl Klagensurt Nr. 4. "- (Vom Artillerie-Schießplätze in ^urlfeld.) Die heurigen Artillerie-Schießübungen bei Wurlfeld werden am 22.. 23.. 24., 25.. 2., das Divisions-Artillerie^Regiment Nr. k am ^>.. das Corps-Artillerie-Regiment Nr. 3 am 20. und das Divisions-Artillerie-Regiment Nr. 9 am 21. August. Die Kommission zur Aufnahme des Culturstandes'tritt an, ^- d. M. um 8 Uhr früh beim Mittermaierhofe in Zadovinel flammen. Die Aufnahme der Felbschäden und Vergütung des?ck" l"'^ "°" ^?" ^^'^"' Commission nach Neendiguug finden ^'^ "" """" ^"^" ^" bestimmenden Tage statte —^' n.iin>. , ^^uppen-I n spicieru ng.) Der Com-".anoant der 28. Insanterie-Truppendivision FML. Rudolf ^>er v. Chavannc traf gestern abends, von Laibach ^?nn ^'^ ^N'ppen-Inspicierung in Trieft ein. . lM, litär concert.) In Hafners Bierhalle an ^r ^etersstraße findet morgen abends ein Concert des "relchorchesters der hiesigen Militärkapelle statt. Beginn < Uyr. Näheres besagen die Placate. , , ^ (Ehrung.) Die Gemeinde Zirllach in Oberlrain ^l am 30. v. M. den hochwürdigsten .Herrn Fürstbischof "l> A. Ieglis'. Weilers die Herren Davorin Ienlo. Komponisten in Belgrad, Andreas Kalan, Domherrn und Leiter des Collegium Marianum in Laibach, Anton Koblar, Dechant in Krainburg, Dr. Ev. E. K r e l, Se-m'.nar-Professor in Laibach, und Martin P o g a sa r, Chrcndomherrn und fürstbischöflichen Kanzler in Laibach, zu Ehrenmitgliedern der Gemeinde ernannt. — (E h re na benb.) Der Lehrkörper der hiesigen l l. Lehrer- und Lehrerinnen-Äildungsanstalt veranstaltete gestern abends im Wintersalon zur „Stadt Wien" seinem scheidenden Director, Herrn Lanbesschulinspector Franz Hubad. einen Ehrenabend, an welchem sich 30 Personen belheiligten. Dem Herrn Lanbesschulinspeclor wurde bei dessen Erscheinen ein prächtiges Album mit den Photographien aller Mitglieder des Lehrkörpers verehrt, und hieraus vereinigte sich die Gesellschaft zu einer Festtafel, welche durch mehrere Trinlsprüche gewürzt wurde. Den ersten Toast biachte Herr Landesschulinspector Hu bad auf Seine Majestät den Baiser als den erhabenen Förderer des Schul-wrstns aus; die Versammlung nahm den Trinlspruch mit Begeisterung ans, und das fröhliche Aneinanderllingen der Gläser zeigte so recht, dass der Herr Landcsschulinspcctor au.-- dem Herzen aller Anwesenden gesprochen. Herr Professor Dl. I l e 5 i <' feierte in längerer Rebe die Verdienste deL Helrn Landesschulinspectors, indem er unter anderem die sieben Jahre dessen Thätigkeit an der Lehrer- und Lehrer-innen-Bildungsanstalt mit den fruchtbaren biblischen sieben Jahren verglich. Herr Lanbesschulinspector Hubad betonte in seiner Dantesrcde das einmiithige, collegiale Wirken des LehrtörperL auf dem Gebiete des Vollsschulwesens, welches auch fürderhin ungeä'ndert und ungeschwächt bestehen möge. — Eine ungezwungene Unterhaltung hielt sodann die Ge scllschaft bis in die späten Stunden beisammen. — (M a t u r i l ä l s p r ü f u n g.) Die mündliche Maturitätsprüfung an der Staats-Oberrealschule in Laibach wurde am 1. uud 2. d. M. unter den« Borsitze des Herrn l. t. Landesschulinsvcctors Peter K o n <" n i t abgehalten. Bon brii 20 öffentlichen Schülern meldeten sich 11 Schüler, ferner ein Privatist und ein Externist zur Prüfung. Für reif wurden erklärt: Aichhorn August, Äollsschllllehrer aus Wien (Privatist), <''er»e Johann auü laibach, Geinüperger Flanz aus Wolfsberg in Kärnten. Götzl Adolf aus Laibach. Kabiunig Emil aus Gottschee. Kos Karl aus Pontafel, Lcnar,'i,' Milan aus Oberlaibach (mit Auszeichuung), Pe-lov.^el Josef aus Rudolfswert, Riboli Josef aus Fiume, Turcl Aböls aus Laze bei Planina. Der erlerne Schüler lrai vor der Prüfung zurück; zwei Prüflinge erhielten die B'willigung. die Prüfung nach zwei Monaten aus je einem Gegenstände wiederholen zu dürseu. — (Feuerwerk.) Morgen abends wird auf der Drenilshöhe zu Ehren der HI. Cyrill und Methob ein Höhen-fcuer mit Kunstfeucrwerl abgebrannt werden. —Wir machen diesfalls auf die Annonce im heutigen Blatte aufmerksam. (Die Ortsgruppe Krainburg des sloven i s ch e n A l p e n v e r e i n e s) unternahm am 29. und 30. v. M. ihren zweiten diesjährigen Auöflug, dessen Mittelpunkt die Besteigung der bekannten <''rna Prst bildete. Mit dem Mittagezuge der Obrrlraincrbahn fuhr man nach Lces. um sich auf bereitstehenden Wagen, darunter zwei Breaks, zunächst, mit den Augen und Lungen gcießend, mitten in die schöne Wocheiner Bergwelt versetzen zu lassen. Es war eine Fahrt, die namentlich den sonst zwangsweise unter die Stubenhockerwelt versetzten Brust und Herz erweiterte. Der Himmel freilich schien zunächst zum guten Spiele eine böse Miene machen zu wollen: von der Pollula herüber krachte es ganz gebirgsmäßig, und schwarze Wollen leerten ihren Inhalt auf die Ausflügler aus. später aber lochte, wenigstens für eine kurze Zeit, den Ausflüglern der schönste blaue Himmel entgegen. Gangbedürftig langte man in Wocheiner Feistritz an. Bald stieg die Schar — 23 Per- H^M, die Ttndien da5 jedenfalls ungewölmlich ,M'tl> Kindchen anstrengten, sollte sie sie anfgeben; sie innate 1" mcht Lehrerin werden- e5 gab genug andere, bessere ^"'"^stellungen, für die nun, sie l'l-M'lu'i, l'oiinic. x'.n dicscnl Sinne schvn'd er ^l^'iä) noch Einpsling "on Hl'll'licnv ,1cill'!l dieser riin» lmi^'iv AntN'ort. tnss^ und Wochen Verdiensten. Tao Weihnachis-!^!l <>'a vorüber, mit, die ^'eniyorlot- Snisoil erreichte "M'N Höhepnnit. Weipert lehnie diesen Winter die "n chn eissehendeil Cinladmiaen zn Gesellschaften nnd "allen. Kostümfesten, Tiner^? nnd so ^'eiter fast Ml5 nalimsloc' ab. Eine neue kntdeclima. ans I,y^ienischeni ^eoiete roaw ihn zu mnqehenden Stndien an- seit ^ayren arbeiteto/er an einem wissenschaftlichen Werle. "^ nene .Marstellnnm'n iider dac, Geheiinnic' der "'"'ll'aannsi, von >lransheitc'bacillen bringen sollte >w ono l'r diesen Winter in sleisziger Arbeit fertig-^'stellen hoffte. nns ^""^ "^'Ü'chl' i,n >rl'schen Hanse hatte er bei "lie cmqestellt. Er hatte noch nach verschiedenen "'"", hin über den Verbleib der Piet van der 'vu ten'sch^ ,^j,^^ ^l'forscht. ohne dao nerinziste Ne-^lllal zn erzielen. Clani ,zilsüllist lernte er dann eine» blisf^' """' "u^lifchen Tetectiv tennen. Ä'.'r. Pitt ^vn -^" ""' ""'^' '"' ^^'"^'sahre znrnct. ^or Ecke-' ^"^'"' b"tte er zn den berühmtesten, seines Aerl !!"'"'"' '"^ l"""' ^l'riebenheit nn'^eil von den don ."" "'" ac'siirchtetsten Geheimagenten ^on-'Xcil^ ^ ' "^' ^'" "großer" Fang, den er vor fünfzehn eilil.."!,/'""^' ^ ^' handelte sich mn die EiW'Mnna dasi. '""Uwnenrmlberc' ^ brachte ihn, soviel ein, srz' " "ch vom „Geschäfte" zurückziehen und von Wnom !«""' ^'w' konnte. Geacnwärtia lvar er bei "' ^,'nder, der in Newyorl ein ^„zuswan'ii- Geschäft hatte, auf Besuch, »tolf Weipert hatte sich bald mit dem lluqen, vielerfahrenen Manne befreundet, und ai5 er ersulir, nielchen Berns Mr. Pitt ehemals iieliabl, zögerte er nicht, sich diesem anzuverirauen und ihn nm ^iatb in der jedenfalls sehr schnüerigen '^'ln aeleqenlieit zn bitten. Mr. Pitt hörte nnt gespannter ^'lusinerlsamleit zu. Er hatte noch immer ein Interesse für „,^alle" aller Art,- die ^assdhundnatur in ilnn ie>Uc' sill, plötzlich wieder. „Würden Sie mir diese Sache übertragen?" fragte er lurz. „Mit tausend Freuden!" rief Weiperl. „Wenn Sie für mich die Recherchen übernehmen wollen!" „Ta5 will ich! Und wenn die betresjniden Personen noch am Veben sind, werde ich sie sinden. Nur eines mus5 ich mir ausbitten. Von dem Augenblicke an, in welchen« ich die Sache in die Hand nelune, dürfen Sie absolut nicht5 mehr nach dieser Seite lnn ilnternelmien. Ein einziger ungeschickter Zng ^hler-seitt' tonnte alle meine Veinühungen vereiteln." „Ta^' glaube ich, ohne daso Sie ei> mir zu versichern brauchen," sagte Weipert. ,,^ch habe absolut lein diplomatischem Geschick, ','llso von jetit an arbeiten Sie für mich. Sie brauchen selbstverständlich leine An5lagen zn scheuen." 5n Wirllichteit fiihlte er sich von einer großen !l/ast befreit, indem er seine Aufgabe einer zuverläs-sigen nnd bewährten Persönlichkeit übertrug. Er hatte e> von Anfang an mit dem Auftrage deo Sterbenden sehr gewissenhaft genommen nnd feine. Ohnmacht, den Willen drv Todten zn erfüllen, hatte ihm fchon manche schlaflose Nacht, manche knmmcrvolle Stunde bereitet. Nun endlich lonnle er ausathmen. (sso,»setzung solzt.) sor.en — über die leider aufgeweichten W bekannter Thäter in die Kirche in St. Peter, politifcher Ve zirt Adelsberg, und gelangte vom (5hore, auf einem Stricke kletternd, in das Innere der Kirche, wo er aus mehreren versperrten Behältnissen einzelne Theile von den zum Gottes dienste geweihten Gegenständen entwendete. So raubte ei aus dem gewaltsam erbrochenen Tabernakel vom Ziborium das silberne Miltelstücl (Griff), von den in der Sacristei im versperrt gewesenen Kasten aufbewahrten drei Kelchen die silbernen Bestandtheile, während er die nur vergoldeten zerbrochen zurückließ. Feruer erbrach der Thäter drei Sammelbüchsen unb entwendete aus denselben den Inhalt; einen Weihwebel und ein versilbertes Kreuz hat er verdösten und die geweihten Hostien aus dem Ciborium auLgestreut Der verursachte Schaben beläuft sich beiläufig auf 500 X Der That wird ein Wanderbursche, welcher tagsvorher in zudringlicher Weise gebettelt hatte, verdächtigt. —«. — (Sanitäres.) Im Sanilätsbezirle Littai heu schte die Diphtheritis in den Ortsgemeinden Mulau, Ober gurl und Themenitz. Der Gesammtlranlenftand betrug ii> Personen. Bvn diesen sind K genesen, 3 gestorben und <; befinden sich aus dem Wege der Besserung. In dei Orts' gemeinde St. Beit ereigneten sich einzelne Fälle von Disih' theritis in vier Ortschaften, 4 Perfonen genesen, während zwei wegen verspäteter Hrilseruminjection der Krankheit zum Opfer fielen. Die.Keuchhuftenepidemie in den Ortb-gemeinden Littai und St.Martin ist im Abnehmen begriffe,! Bon der Gesammtzahl der Erkrankten — 47 an bei Zahl -sind ,'i5, Kinder genesen, zwei sind gestorben, und 10 verbliebe» i» weiterer Behandlung. — In der Ortsgemeinbe Kotredesch kamen in letzlerer Zeit drei Typhussälle vor. Der Stand der Kranken betrug 2 Männer und 1 Weib; die beiden Erstgenannten befinden sich noch in ärztlicher Ne Handlung, während das Weib der tückischen Krankheit er legen ist. — Der aus dem Civilspitale in Laibach vor kurzem entlassene Bergmann Lulas Majdu' aus Sagor. welcher mit Trachom behaftet ist. wurde der ärztlichen Behandlung unb Beobachtung daselbst zugeführt. —ik. -------" (A e r e i n s b i l du n g.) In Laibach wuroe ein Berein zur Unterstützung kranker Südbahnbedienfteter (beS Heizhauses) gebildet. Die Statuten wurden bereits der ^andessttllc zur Genehmigung vorgelegt. —r. — (Pilgerzug.) Man schreibt uns aus Litta, unter dem 1. b. M.: Heute früh halb (! Uhr begaben sich elwn 400 Personen aus der Decanatepfarre St. Martin bei Littai mit einem Separatzuge zur Wallfahrt nach Vrezje. Der Pilgerzug langte am nämlichen Tage abends mit den Wall-fahrern wieder in Littai ein. —ill- — lWllfserstand der Save.) Die im Lauf. des Monates Juni an der Wasserstandsbeobachtungsstatioi, in Gurlfelb vorgenommenen Messungen des Wasserstcmdee der Save ergaben den höchsten Wasserstand am 20. Juni um halb 7 Uhr abends mit 2 87 Meter unb den niedrigsten an, 13. Juni um 7 Uhr früh mit 4 ,.>m ober Null. Der durchschnittliche Wasserstand im Monate Juni betrug 46 <>m ober Null. Die höchste Temperatur des Wassers war am 5. Juni mit 18 Grad und die niedrigste am 19. Juni mit 12 Grad Celsius. -^'- — (Nach Amerika.) Aus dem Verwaltungsbezirke schet die Diphtelitii in den OMgemeinben Mulau. Ober. nach Amtlila begeben, bezw. wurden soviel Person^ mit behördlich ausflsslettte" VteisefHssln bedacht, > Laibacher Ieitung^Nr. 149. _________________________1250__________________________ 3. Juli 1901. — (Platzmusil.) Programm für heute abends um 61/2 Uhr (Tiboli): 1.) Kral: Iubiläums-Marsch; 2.) Auber: Ouvertüre „Fra Diavolo"- 3.) Fahrbach: „Aus der Stadt der Lieder", Walzer; 4.) Marenco: „Excelsior", Fantasie; 5.) Christoph: „Tivoli", Polka fran?.; 6.) Meyerbeer: Große Fantasie aus der Oper „Die Afrilanerin." — (Ein böses Abenteuer.) Aus Raibl wirb geschrieben: Während der letzten Regengüsse irrte der 55jäh-rige I. Föhn abends bei Flitschl von der Straße ab und ge-rieth in die hochangeschwollene Schlitzn. Glücklicherweise gelang es ihm, sich an einen Felsblock zu llammern, auf den er hinauflletterte und auf dem er sitzen blieb, da er sich des brausenden und hochgehenden Wassers wegen weder zurück noch vorwärts wagte. So fanden ihn am nächsten Morgen ein Vorhäuer und dessen Sohn, welchen es gelang, den ganz erschöpften, burchnässten und geschwächten Mann mittelst Stricken aus seiner lebensgefährlichen Lage zu retten. Der Felsblock befand sich nämlich in der Mitte des wildschäumenden Baches. — (Wasserstand der Save.) Die im Laufe des Monates Juni beim Pegel der Littaier Savebrücke vorgenommenen Messungen des Wasserstandes der Save ergaben den höchsten Wasserstand am 16. Juni um 4 Uhr nachmittags mit 235 om (Hochwasser) und den niedrigsten am 10. und 12. Juni, an welch beiden Tagen derselbe um 8 Uhr morgens 53 oru ober Null betrug. Der durchschnittliche mittlere Wasserftand im Monate betrug 95 oiu. —ilc. "(Mit dem Messer.) Der Knecht Johann Iarc und der Besitzerssohn Johann Atnit. beide aus Schwarz-dorf, geriethen am Sonntag miteinander in einen Streit, der bald in eine Rauferei ausartete, wobei Iarc das Messer zag und seinem Gegner mehrere Messerstiche versetzte. " (Unfall.) Der Kuppler Valentin Vellavrh verunglückte am 30. v. M. bei der Kuppelung von Wagen. Es wurde ihm der rechte Unterarm zerquetscht. " (Ueberfahren) wurde am Sonntag nachmittags auf der Ziegelstraße von einem Nabfahrer der Arbeiter Rudolf SerKe. Er erlitt am linlen Fuhe leichte Quetschungen. — (DerGottscheerTurnberein), welcher sich am 9. südösterr. Gauturnfeste in Marburg mit einer Riege von 7 Mann betheiligte, hat zum erstenmale den schönen Erfolg zu verzeichnen, dass bei dem Wett-Turnen, bei dem 6> Wetturner in Wettbewerb traten, zwei seiner Vereins-Mitglieder für ihre Leistungen ehrenvolle Anerkennung erlangten, und zwar die Turner Iul. Fornbacher (45 2 P.) und Josef Hönigmann (451 P.). — Die Musterriege, welche der genannte Verein stellte und welche Barreniibungen unter der Leitung des Vorturners Kraus zur Vorführung brachte, erfreute sich seitens des Kampfgerichtes ebenfalls einer hohen Bewertung — ein ehrendes Zeugnis für die sorgfältige und ernste turnerische Arbeit im Vereine, in welcher sich dieser schon wiederholt, auch in Laibach gelegentlich des Bezirtsturnens bethätigte. * (Eingebrachte Zwänglinge.) Gestern nachmittags entwichen vom Baue der landschaftlichen Burg die Zwänglinge Peter Planl und Rudolf Espenberger. nachdem sie vorher zweien Arbeitern Kleidungsstücke entwendet und sich umgekleidet hatten. Die flüchtigen Zwänglinge wurden am Karolinengrunde von dem Oberwachmanne Jakob Kerian bemerlt und verfolgt. Die beiden ergriffen die Flucht, als jedoch der Wachmann einen Schreckschuss abgab, machten sie Halt und wurden vom genannten Qberwachmanne mit Hilfe eines Verzehrungssteuer - Bestellten eingefangen und verhaftet. * (Verhaftung.) Der vacierende Schneibergehilfe Leopold Spreitz aus Seisenberg wurde heute früh verhaftet. Derselbe entwendete am 30. Juni l. I. im Gasthause „Zur neuen Welt" dem Gärtner Franz Adamet einen Stock mit Silbergriff. * (Entwichen.) Am 1. d. M. sind von der in der landschaftlichen Rebschule am Codellischen Grunde beschäftigten Corrigenbenabtheilung der nach Mieger im politischen Bezirke Klagenfurt zuständige 16 Jahre alte Corrigenb Josef Sturm und der nach Watsch im politischen Bezirke Liltai zuständige 17 Jahre alte Corrigend Michael Tom^i entwichen. * (Gefunden) wurde gestern mittags in der Vlabt ein Vparcassebüchel der lralnischen Gparcafse mit einer Einlage von 1000 Kronen und ein Geldbetrag^von 140 Kronen. Der Finder, der Schullnabe Wilhelm Leben, gab da» Sparcassebüchel und das Geld beim Stadt-magistrate ab. * (Dlebftahl.) In der Nacht vom 1. auf den 2. d. M. schlich sich ein unbekannter Dieb durch ein offene« Fenster in die Küche der Gastwirtin Rosalia Kregar in der Martlnsstraße Nr. 36 und entwendete au« der Speisekammer Fleisch, Salami, Speck und Vrot. Die Polizei ist dem Thäter auf der Spur. Theater, Munst und Literatur. — (O 0 rnn ^ nlci n I n v ? 0 k.) Die „Glasbena Matica" in Laibach theilt ihren Mitgliedern mit. dass sie alö Prämie für die Vereinsjahre 1900/1901 und 1901/1W2 dl> slovenische Originaloper Ooron^ki «luvl-»;k von Anton F 0 erster. für Clavier arrangiert und mit scenischen Anmerkungen versehen, in zwei Theilen herausgeben wird. Der erste Theil der Oper befindet sich bereits in Druck und wird im Verlaufe dieses Sommers an die Mitglieder versandt werden. — („D ie österreichisch-ungarische Mon-archieinWortundNil d".) Inhalt der 375. Lieferung (Ungarn): 1.) Das SzolnolDobolaer Comitat. von Josef Kidür. 2.) Szamos-Ujvür und die Armenier, von Anton M 0 lnür. 3.) Das Bistritz«Naßüd«r Comilat. von Iullu« V««lnttony. " Illuslra«on»n von Karl Kß,, „ « unb Hulw» 3 H, y. — (Beamten-Zeitung.) Die am 30. v. M. zur Ausgabe gelangte Nummer 18 enthält u. a.: „Das allgemeine obligatorische Pensionsrecht der Privatbeamten", „Neuregelung der Dienstverhältnisse der bei der staatlichen Veterinärverwaltung in Verwendung stehenden Amts-Thier-inzte." „Die Aeförderungsverhältnisse der l. l. Steueramtsbeamten." „Zur Regulierung der Lehrergehalte"; Mittheilungen aus dem Beamtenvereine, dem Vereine der t. l. Steueramtsbeamten Oesterreichs, dem Vereine der pension nierten und quiescierten Staatsbeamten der im Reichsrathe ocrtretenen Königreiche und Länder; Bekanntgabe offener Stellen. — (G erhärt Haupt manns literarische Zulunftspläne.) Mun berichtet aus Berlin: Gerhart Hauptmann, den der Misserfolg seines Dramas „Michael Kramer" sehr arg verstimmt haven soll, hat sich, wie verlautet, entschlossen, einen längeren Stillstand in seiner dramatischen Production eintreten zu lassen und an einem Roman zu arbeiten. Auch der Roman wird unter schlesischen Vc.uern spielen. Die Arbeit ist schon recht weit gediehen, dürfte aber vor dem Winter nicht abgeschlossen werben. Hauptmann liebt bekanntlich die Unterbrechungen und da5 gleichzeitige Arbeiten an verschiedenen Werten. Die Arbeitspausen benutzt er zu verschiedenen Correcturen, auch völligen Neugestaltungen an seinem Schmerzenskind, dem „Florian Ecyer", mit dessen Schicksal er sich noch immer nicht befreunden kann. Er möchte dem Werte gern die Bühne zurückerobern. Die anderen dramatilschen Entwürfe, wie den „Armen Heinrich" und das „Hirtenlied", lässt er vorläufig ruhen. — (Dom in Svet.) In der 7. Nummer dieser illustrierten Familien-Zeitschrift finden sich Gedichte von Anton Medveb, Silvin Sardento, Leo L e v i l-, Ljudmila und Cvetlo Slavin, erzählende und unter-holtende Beiträge von I. Selan („Auf dem Herzogsstuhle"), F. S. Finiigar („Orangen und Citronen"), I. Mlalar („Auf den Triglav!"). Josef Oüaben („Zum Siege!"), F. S. Pavletov („Contouren"), Dr. Eugen Lampe („Die i'tunstausstellung in Agram"), I E. Rubin („Jäger-Roman"). Dr. K. k t r e t e I j („Ueber Ledinsliö Lieb liuxne putu"). — Die folgenden Rubriken bringen Literatur- und Musilberichte lc. — Die Nummer ist mit 10 Illustrationen (darunter von M.I a m a, Iv. Suüllil und F. Dobnilar) ausgestattet. — (Höitkl^ki '1'l> v u 1 l «.) Inhalt der 1^ Nummer: 1.) „Ein raffinierter Culturtampf." 2.) Die XIII. Versammlung der .Zaveza' in Veldes." :i.) Verschiedenes. 4.) Der Nechtöanwalt des Lehrers. 3.) Corresponden-zen. 6.) Vereinsmiltheilungen. 7.) Literatur und Kunst. 8.) Mittheilungen. 9.) Amtliche Lehrstellen-Ausschreibungen. — (Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik.) Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben v^»: Prof. Dr. Fr. Umlauft. XX1N. Jahrgang 1901 (A. Hartlebens Verlag in Wien, jährlich 12 Hefte zu 1 X 25 li. Pränumeration incl. Franco-Zusenbung 15 X.) Inhalt des 9. Heftes: Ladal oder West-Tibet. Nach den Berichten von Reisenden und protestantischen Missionären übersichtlich geschildert. Von G. Th. Rei-chelt. (Mit 3 Abb.) — Intercontinental oder Pan-Ameri-lcmischen Eisenbahn. Von I. Greger. (Mit 1 Teztlarte.) — Die projcctierten Wasserstraßen in Oesterreich-Ungarn. Von Friedrich Umlauft. (Mit 1 Karte.) — Kreuz- und Quer-züge in Dentsch-Südwest-Afrila. Von Kurt Dinter, Vorsteher der forstwirtschaftlichen Station Äralwater bei Windhoek in Deutsch-Südwest-Afrita. (Mit 3 Abb. Schluss.) — Astronomische und physikalische Geographie. Untersuchungen über die Unsichtbarleit der Kometen für denAequator und für höhere geographische Breiten. — Politische Geographie und Statistik. Die Bevölkerung des Deutschen Reiches am 1. December 1900. — Der Welthandel 1900. — Berühmte Geographen, Naturforscher und Reisende. Paul Langhaus. (Mit 1 Porträt.) — Geographische Nelrologie. Todesfälle. — Meine Mittheilungen aus allen Erdtheilen. — Geographische und verwandte Vereine. — Vom Vücher-tisch. — Kartenbeilage: Die projectierten Wasserstraßen in Oesterreich-Ungarn. Geschästszeitung. — (Enquvte über den börsen mäßigen Trrminhanbel mit landwirtschaftlichen Producten.) Die Commission, welche seinerzeit behufs Durchführung der Enquöte über den börsenmäßigen Termin-hundel mit landwirtschaftlichen Producten konstituiert worden war. hat am 27. und 2«. v. M. im Ackerbaumini-stliium neuerlich getagt. Gegenstand der Berathungen bil-dttt eine Anzahl von Referaten, die von einigen Mitgliedern der Commission über das Ergebnis der Enquete hinsichtlich der einzelnen der letzteren zugrunde gelegten Gruppen von Fragen erstattet worden sind. Auf Grund der nunmehrigen Verhandlungen der Commission wird der Entwurf des über da^ Ergebnis der Enam-te von der Commission an die Regierung zu erstattenden Berichtes fertiggestellt und sodann zum Gegenstande der endgiltigen Äeschlussfassuna der Commission gemacht werden. Dieser Bericht soll sodann mit den Anträgen des Ministerialcomit5s der Regierung vorgelegt wcrden. — tPostsparcasse.) Im Monate Juni betrugen l>, Krain die Einlagen im Sparvertehre 01.11820 X, im Checkveilehie 3.620.522 04 iv. die Rückzahlungen im Sparvertehre 49.480 97 X, im Checkverlehre 1,419.177 X 72 k. — (Leylam-Iosefslh al.) Das Brultoerträgnis der gesellschaftlichen Fabriken im Jahre 1900 beziffert sich laut des Gewinn- und Verlustkontos mit 2.227,737 (> 164.768) «> Hievon waren abzurechnen 156.527 k fik S<«u0. - Geßmann G. W, Katechismus der Handflächenlunde, li 4 80, — liaß8»l-ä », Niäer. l.ynl>ß!li. 2 volü. il lv 1 ^2. — Moderne Essays zur Kunst und «il» ratur, Heft 7, Klein, Arnold Wcllin, X —00. —Das große Nnch der Winmachelunst, eine gründliche Anleitung zum Einlege,, von Fnlchle», Geniiisen ?c., zur Herstellung von Gele>S. Compoti, Marmeladen, Pasten, Fruchtjästen und dergl. von G. Gärtner, ist soeben im Verlage von Hugo Steinih, Berlin SW, ei schiene». Da^ auf Wrund langjähriger eigener Erfahrung versasste, von einem guten Hani«<.), gebunden K 2 70, und bars mil Rücksicht auf das darin Gebotene ein immerhin wohlfeiler ge» nannt werden. Vorräthig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr 6 »ed. Bambrrg in Laibach. Congressplah 2. Verstorbene. Am 2«. Juni. Lewis Wainwyght, Banquier, 84 I.. 'Nanz Josef-Straße 1, Ua^muu «sn,l.8. Am !!0, Iuui, Maria Selan, Tagldhnersgattin, 5l I.. Hnesterstraße 24, ^poplexia cerel.ri. Am 2. Juli. Johann Ooen, Besiherssohn, 9 T,, Stadt, walbstrahe 4, Ut-dili<08 v.t^e. ''"'"' „ ^lm 2. Juli. Anton lttovacic, Eisenbahnconbucteur, t»4 I,, Martinsstrahe 24, Gaumenmuslcllähmung. Im Eivilspitale. ^..n?!'" ««?"««'' Josef Brezovar, Tagwhner, 52 I., p««um^ "^^""' ^schier ?6I,5>»ctus» vertekr, ^neumoma. - Anton Ieraja, Inwohner 79 I„ pneumonm 11/ cv )..^. Juni. Matthäus Vester. Taglöhuerssohn, ^., ^ ^"^.' -Iohllnn Rogelj, Grundbesitzerssohn, 3 I.. Scharlach. - Eli,abeth Remc. Taglühner^attin 32 I., ^!>er. c»w». pulm. -. Josef Oiinsel, Reoident, 41 I.. Tuberculose. 17. lf'anz Prosenc, Kaischler, 57 I., Magenlrebs. — Maria ^"cherl, Taglöhnerin, 35 I,, ^lss»8mi,8 pr. Am Z0. Juni. Maria Sajn, Kaischlerstochler, !'/, I-, l^eerLlio peäi» et letanu«. Im Siechenhause. Am I. Juli. Elisabeth Sluga, Köchin, !N I., 0<. Wl llßs l(. u. !i. LllMillzM'XzM. Maßstab 1 : 75 000. Preis per Vlatt b0 lr., in Taschensorm» aus Leinwand gespannt 80 lr. 3g. u.Kleinmayr K Fed. ßambergs Zuchhandlunl< in laibach. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-L m. Mittl. Luftdruck 786-0 mm ? ^ t: ^ 3 " t- Z ^ ,D ß «.....«"'M yl ^ » N. ?W"5"^2? 4 S. mäßig thessw. bew. » » «b. 729 4 212 windstill fast vewöllt______ 3>l 7 U.F j 728 2 j 19-^ SW. schwach shall, bewöllt s 0 0 Da« Tagesmittel der gestrigen Temperatur 22 1", Noi« male: 19 2 «. Vlonatsübersichi. Der vergangene Monat Juni war anfangs und am Ende sehr warm, um die Mitte herum aber fehr lühl. — Die Beobachtungen am Thermometer lii-fern 19 0" als niiMsle Lufttemperatur de; Monates, um 12° über dem lliolmale. — Die Beobachtungen am Barometer ergeben 73k> 0 mm als mittleren Luftdruck des Monats, um 1 l) mm unter dem Normale. — Nasse Tage gab es 13, und eS fielen im ganzen 194 l5 mm Regen. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. «utschen., Gestell, und Schleiflacke, Marle >V" Harland H Sohn, London, Unter allen Lacken, die in England fabriciert werden, wird diese Marle einstimmig als die beste bezeichnet, weil diese Lacke im Sommer wie im Winter gut trocknen, einen prachtvollen Glanz haben und ganz unverwüstlich sind, auch nicht fleckcn oder weih werden. Zu OriginalPrcilen zu haben bei Vrüder Obrrl, kaibach, Franciscaner» gasse. Nach auswärts mit Nachnahme, <923) 11-4 7 &c^Äw££OttVy ";ifj''nr *'£% r j5^^weiss.welcnu.zapt. q« jb^r"Y A SarfifB Sohn & Co, In Wiön Soeben erschien: O diese Dackel! Allerlei Lüstiges aus dem Leben unserer kleinen krummbeinigen Freunde. Gewidmet allen Dackelbesitzern. Mit ICO Abbildungen von E. Harburger, Th. Th. Heine, A. Oberlander, E. Relnloke, A. Röseler. Preis: K 180. fV Au» dem Inhalt: *^g Kennst du den Hund? 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Heute Mittwoch, den 3. Juli grosses Concert der nngarlsohen Hoskapelle Jonai Janoil, Hos-musiker Sr. k. u. k. Hoheit des Erzherzogs Josef. Anfang 6 Uhr. Eintritt frei. Um zahlreichen Besuch bittet (2459) hochachtungsvoll Fritz Novak Restaurateur. Morgen Donnerstag, den 4. Juli im Gasthause „zur Weintraube" Tli. Weiser, Triesterstrasse 21 grosses Concert der ungartsoben Hofkapelle Jonai Janosl aui Fttnfklrohen, Hofaiusiker Sr. k. u. k. Hoheit des Ers-berzogs Joaef. (2400; Anfang 8 Uhr. Eintritt frei. Heus ^P* Humor,-$afirische Bibliothek. Die Berliner Range. Preis K 1-20. Bawl Vlll. Vorräthig in (2416) 2—2 /ff, v. Kleinmayr £ Fed. ßambergs Buchhandlung in Laibach. Course an der Wiener Börse vom 2. Ilnli WM. «««ve« 0^^ «o«l«blatt. Dlt no««»»« «iouli, versi^en fich Nb Iü,!.'Iul«pr,»,4l!"/,, 98 0b »8,5. '"^' ktaa,«l°I, »50 N. L »«/, ,ttz. ,^._ ltaal.schulb d»l lm l»lch». »>lh» »,llr»l,n»n Aon«,» "lch, und »:, , . , .«^ „.^ ^.^ Elüllbtlhdab,, «W ft, zU, »»/,»/„ l l»»sl.Uuw»..<» 9W sl. « 50 l,4l»0 «lllllbtthbahn, 4 u, »000 «t. 4'/°......... »l»»z l>8 7b sr«n,Io!es.«., »«. l»»4, (»!v. Gt) Lttb., »»/,... . b« »l. 97 ii^» G«lizl»»(> dt«. blo. per m»»«o . . . ll» '. n» »u <°/. dlo, N,nte in KlonennM» , st,uelfr,i, per ss 9» »ü »»/„ b»o. blo, dto, p,l Nlt!»« »» l^ l»!l »t> Un«. kl.'»!I,.»n>, <»°Ib >«'„. »»!—»««« d»„. bl,, VUdei »00 l> - , llXl »0 <0l «0 dlo, k«?6...... ,,«'!'«bl0!-Obü« , ,u»- ><»" l»0 d!o,«<»<>»! Xl>'Nl, 17» - >74 - dlv, bl«, k i^Il. —>0l!«>. ,75— „4- «,»ih.»<»ll 'U°!r «-/» . . . . l4z - ,4» »!» «»»/, «,!««l, »runbenll 'Ubll«. 9!l ll» »» ^ 4°/, ll««!. »nb »«!, «>«0 94 5N Andll« Vfflnll. Anl»h»n. li'/, Donau Ä«.'«n>,ch, »e<7« . ,ob30<0«»0 «n,tb,n der sladl »l>r^ , , — - - - xlnllhe» b ktab« Wien . . . lv» «U lV4 «< b<°, dl» tOilV, 0d, »ulk» ><» «> —' bto. blo. 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