^n^________ Samstag, 21. Jänner 1899._______________Jahrgang 118. Mibacher W Zeitung. ^ll^»!?^'.ll. hlllbjüh^a'sl^n^cl^^ "b u "g: »a»zj« »u 4 »,' größere per geile 6 k,; bel öfteren Wlsdllhollingen per Zelle 3 lr. V mittag«, Unfranlierte «riefe werden nicht angenommen, Manuscripte nicht zurückgeftellt. Z Amtlicher Theil. Allerhöchste/'^ haben mit 0"m Dr L,ns V^^ung vom 20. December v. I. -"'^ngsvorstand >, , ""' Secretär und Abthei-.^loiidsqü er-^i^I «^"^ k- Privat- und Familieu- leralsecm^d' "" ^''" ^. P. und derMgen Ge-^r«^e Aewilliguna .n^k)^^!.^"' Gesellschaft iu Wien, ^ltterkreules Z^/.^'"'^"'e und zum Tragen des >»llergncidiM 2,. , ^".^ich schwedischen Wasa-Ordens "^ "' 6" ertheilen geruht. Majestät haben mit vom 16. Jänner 0. I. dem iwiherrn (5 « '.'" ^lnisterium des Innern August ^.°" hm erbewi.n n "° " Winstetten anlässlich der ^"d in ,, '. A Uebernahme in den dauernden Ruhe- 5 ?"" und vorH?^^''^''""^ seiner vieljährigen, ^Walter ein..? ^^"' Dienstleistung den Titel und "'hen geruht. ^ctlonschefs allergnädigst zu ver- ._________Thun m. p. l5llUllerhüchst^/E^, k,' Apostolische Majestät haben mit pensionierten ^s Vl^ung vom 5. Jänner d. I. dem „" Titel Adolf Reiser auergnädiast ,« ''" ^n Nathes mit Nachsicht der Taxe , U'l in verleihen geruht. ^Allerhöchst E"^k A^^^.^ Majestät haben mit Kanzlei-Off^"'I^Wng """ 14. Jänner d. I. dem !"Iauernig a,^^r Classe Johann Ullmann «"""den 3iu^.,^?" "betenen Versetzung in den den Titel und Charakter eines geruht. " ""2 erster Classe allergnädigst zu verleiheu , ^ . ——_____ Nuber m. ^. ^llerhüchst^ E "!'b k. Apostolische Majestät haben mit ' ^l'Uh?^ch^tsch ehun^ vom 11. Jänner d. I. dem ,?.'"«9 Kiner V""^ckhart " Wien in An- ? 1chlswrich7K^^llchen Dienstleistu,.gen bei den > °ll^ . das golk^"^"^" des Allerhöchsten Baiser-Allergnädigst Md n Verdiensttreuz mit der Krone < ü" verleihen geruht. !l' K?n^^er^"^k Apostolische Majestät haben mit " b^^"^fsi"aI ^ung vom 14. Jänner d. I. dem . d nV"Mich d^ in Stern« 1 ,""h,.stcm? dal?<^""' ^"'^""3 in den dauern-^ ö^e^^oas goldene Verd allergnädigst Verordnung des k. k. Finanzministeriums vom 18. Jänner 1898, womit für den Monat Februar 1899 das Aufgeld bestimmt wird, welches bei Verwendung von Silber zur Zahlung der Zullgebüren zu entrichten ist. Mit Vezug auf Artikel XIV des Gesetzes vom 25. Mai 1882 (R. G. Bl. Nr. 47) wird im Einvernehmen mit dem königl. ungarifchen Finanzministerium für den Geltungsbereich des erwähnten Gesetzes und für den Monat Februar 1899 festgesetzt, dass in denjenigen Fällen, in welchen bei Zahlung vun Zöllen und Nelicngebüren, dann bei Sicherstellung von Zollen statt des Goldes Silbermünzen zur Verwendung kommen, ein Aufgeld von neunzehneinhalu (19-5) pCt. in Silber zu entrichten ist. _________Kaizl m. p. Den 19. Jänner 189!) wurde in der l. l. Hof- und Staats» druckerei das 1.XXIV. Stück der polnischen, duö LXXXVI. Stück der kroatische»! und rumänischen und das X^. Stück der ruthe-nischen Ausgabe des ltteichSgejehblattes vom Jahre l«9«, das I. Stück der ruthenischcn und rumänischen und das II. Stück der rumänischen Ausgabe des Reichsgesetzvlattes vom Jahre 1699 ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Das kroatische Gymnasium in Pisiuo. Die «Wiener Abendpost» schreibt: Man ist es hierzulande längst gewohnt, so ziemlich jede Ver» waltungsfrage statt nach den Gesichtspunkten der Zweckmäßigkeit ausschließlich nach nationalen Erwägungen beurtheilt und erörtert zu sehen. So wird die Physiognomie der administrativen Angelegenheit gewaltsam entstellt und verzerrt; wo Thatsachen, Ziffern und Gründe das entscheidende Wort führen sollten, macht sich der betäubende Lärm der nationalen Phrase breit. Typisch für diese Erscheinung, welche der staatlichen Verwaltung in Oesterreich auf Schritt und Tritt peinliche Schwierigkeiten bereitet, ist die Art, wie die Frage der Errichtung eines kroatischen Gymnasiums in Pisino seitens der betheiligten Ve-völlcrungskreise beurtheilt und behandelt wird. Die italienische Presse diesseits wie jenseits der Grenze stellt die Gründung dieser Unterrichtsanstalt als ein boshaftes Attentat auf das italienische Voltsthum in Istrien hin, und die gleiche Auffafsung gelangt in stürmischen Protestversammlungen zum Ausdrucke. Die realen Verhältnisse aber, welche diesen Entschluss der Staatsverwaltung bestimmt haben, werden von denen, die sie kennen, weislich verschwiegen, denn diese That- sachen sind so beschaffen, dass sie die schlagendste Widerlegung der erhobenen Klagen bilden. Die Bevölkerung Istriens weist folgende nationale Vertheilung auf: 140.000 Kroaten, 44.000 Slovenen und 118.000 Italiener, denen somit im ganzen eine Majorität von 184.000 Slaven gegenübersteht. Nun ,ist zwar für die Bedürfnisse der italienischen Bevölkerung durch ein k. k. Obergymnasium in Capodistria gesorgt, neben welchen, ein deutsches k. k. Obergymnasium in Pola besteht; die slavische Majorität des Landes jedoch verfügt bisher über keine Mittelschule. Unter solchen Umständen kann die Nothwendigkeit der Errichtung eines slavischen Gymnasiums in Istrien unmöglich bestritten werden und höchstens die Wahl des Ortes in Frage kommen. Für Pisino aber sprechen schwerwiegende Momente: Der politische Bezirk Pisino umfafst rund 41.000 Einwohner, wovon 34.000 Slaven und 7000 Italiener. In der Stadt felbst bilden die Slaven fast zwei Drittel der Bevölkerung (1900 Slaven gegen 1100 Italiener) — ein Verhältnis, das sich auch in der Zusammensetzung der Gemeindevertretung ausdrückt. Zieht man aber gar das nationale Kräfteverhältnis in der Gemeinde sammt den ihr angegliederten Ortschaften in Betracht, fo ergibt sich gegenüber 13.300 Slaven nur eine Ziffer von 1500 Italienern. Von der Errichtung der neuen Anstalt ist nicht bloß eine wohlthätige Entlastung des gegenwärtig überfüllten Gymnasiums in Trieft sowie desjenigen in Pola, sondern auch noch ein anderer beachtenswerter Erfolg zu erwarten. Dem Gymnasium in Pisino werden sich zweifelsohne jene vierzig Schüler zuwenden, die gegenwärtig am kroatischen Gymnasium in Susak (bei Fiume), also auf nichtösterreichischem Gebiete, studieren. Dieselben sind sonst gezwungen, entweder ihre Studien in Kroatien fortzusetzen oder unl die Notification ihrer Maturitätszeugnisse einzuschreiten, wobei bemerkt wird, dass ihre Semestral-zengnisse nicht nostrificiert werden. Für die Wahl Pisinos als Sitz des neuen Gymnasiums kam übrigens noch eine Reihe günstiger localer Umstände in Betracht: die vortheilhafte centrale Lage an der Eisenbahnlinie Divacca-Pola, der Bestand einer stark besuchten kroatischen Volksschule, günstige klimatische und hygienische Verhältnisse, das Vorhandensein brauchbarer, noch unbezogener Wohnungen aus der Zeit her, als in Pisino ein Gymnasium bestanden hatte, endlich ein bereits vorhandenes, allen Anforderungen hinlänglich entsprechendes AnstaltS« gebäude. Die gegnerische Agitation hat das Schlagwort ausgegeben, die neue Mittelschule solle nach Castua 5 Feuilleton. ' T>as k , "— "elige Friiuleinstift im Herzogthume n Kram. ! " ^afts.5ecre.«r ^se, Pfeifer. ! Eg N," (Fortsetzung,) ! H^^°°di° Ner2".^^''blungen gedacht «er- zithun?^udere durch d ^^^^ Dessert hatten durch An "«.5 ? «""" 6l""me, be-d°r ein "'^" betreffenden l- l «?. Ueberschuss ein^ ? ^""m und Münken-Über^?)aup^^sch7^ "en war, schritt die Errickw^llung der S NsH?^ ^' ^m 1793 ^n chm^°" "ier w3^^"'b"etenstelle um die V°M N «?ult>e zwar n t Al^, ?'?'" ""- Dieses ^ki? '^"" 1793 bs .3mV^ Entschließung " '" «bansen ; als ab r u iMerm ' ""' günstigerer "Mtlenuelle wieder mehrere Exnonnen von Michelstätten und Münkendorf gestorben und deren Pensionen heimgefallen waren, erneuerte der l. k. Landeshauptmann im Jahre 1800 den Antrag auf Vermehrung der Präbcnden, diesmal mit wesentlich günstigerem Erfolge. Nicht allein, dass damals sofort sieben weitere Stlftplä'tze errichtet wurden und zur Besetzung gelangten, wurde auch eine Anordnung getroffen, bei deren Einhaltung, wie kaum zu zweifeln, das Fräuleinstift längst zur vollen Anzahl von 36 Prallenden in den stiftbriefmäßig festgesetzten Abstufungen gelangt wäre. Der Wichtigkeit wegen folgt nachstehend der Wortlaut des an die k. t. Landcsstelle gelangten Präsioial-schrcibens des Landeshauptmannes Grafen von Wurm« brand, sowie des Hoftanzleidecretes vom 16. Jänner 1801, Z. 594,i welches die erwähnte günstige Wendung in der Sache herbeiführte. An den Herrn Grafen von Hochenwart' Excellenz lc. in Laibach. Hochgeborner Graf! In der Nebenlage erhalten Eure Excellenz eine Abschrift der an mich gelangten höchsten Hoftanzlei-Verordnung in Absicht des lrainerischen Fräulein-Stiftes. ' Archiv der k. l. «audesstelle, Z. 548, Fasc. 67. « Georg Ialob Graf von Hucheulvart, Obrister Erbland< Truchseß in Krain. InterlmsMsidirender landeshauptmann« schastllcher Rath in Laibach. Da vermög derselben von denen seit 1792 heim» gefallenen Pensionen verstorbener Exnonnen von Münkendorf und Michelstätten pr. 1550 st. neue Stift«, präbenden, jede mit jährlich 200 st. creirt, und die Candidatinnen hiezu in Vorfchlag gebracht werden sollen, so ersuche ich Cure Excellenz, diesen Vorschlag ehemöglichst an mich gelangen zu machen, übrigens aber den Inhalt obiger Hofverordnung auf das ge» naueste in Erfüllung zu bringen. Ich verharre mit vollkommenster Hochachtung Eurer Excellenz gehorsamer Diener Graf Wurmbrand m. p. Klagenfurt am 24. Jänner 1801. Z. 594. An den Landeshauptmann Herrn Grafen von Wurm« brand!' Seine Majestät haben allerhöchst zu befehlen geruhet, daß die bei dem dortläudigen Fräulein-Stifte bestehenden acht Präbendistinnen bei ihrem dermaligen Genuße jährlicher 200 fl. zu belassen, von jenen 1550 ft. aber, welche seit dem Jahre 1791 an den Pensionen verstorbener Exnonnen von Müntendorf und Michelstätten hcimficlen, neue dergleichen Präbenden, ' Frauz Joseph Graf von Wurmbrand Stuftpach, Obrist. Erblandlücheumelster in Steiermarl, Gouverneur in Westaallizien, laudesfüchlicher llommissär in Kämten und Kram, Präsident der t. l. Uandeshanfttmanuschaft in Kram. Laibacher Zeitung Nr. 17. 128 21. Jänner 1A—7 verlegt werden. Ein Blick auf die Karte genügt, diesen Rath gebürcnd zu kennzeichnen. Castua liegt im östlichen Winkel des Landes, ganz an der Peripherie desselben, und abseits von der Bahn. Es ist eine kleine, unbedeutende Ortschaft, welche über die für eine größere Anzahl von Schülern nothwendigen Ubicationen nicht verfügt. In Castua selbst besteht jedenfalls kein Bedürfnis nach einer Mittelschule, da Fiume und SuZak in unmittelbarer Mhe liegen. So stellt sich also dem objectiven Beurtheiler die geplante Errichtung eines kroatischen Gymnasiums in Pisino als ein sachlich begründeter und wohlerwogener Verwaltuugsact dar, dem nichts ferner liegt als eine ungerechtfertigte Begünstigung oder Benachtheiligung irgend einer Nationalität. Politische Uebersicht. Laibach, 20. Jänner. Gegenüber den vorgestern im Abgeordnetenhause verbreiteten Gerüchte» von der unmittelbar bevorstehenden Vertagung oder Auflösung des Reichsrathes und von der Berufung hervorragender Parlamentarier der Rechten zu Sr. Majestät dem Kaiser wird, dem «Fremden-Blatt» zufolge, in informierten parlamentarifchen Kreisen versichert, dass die erwähnten Gerüchte vollkommen gruudlus seien. Es stehe weder eine Vertaguug oder gar Auflösung des Reichsrathes unmittelbar bevor, noch sei eine Berufung von Parlamentariern zu Sr. Majestät erfolgt oder in Aussicht genommen. In der gestrigen Sitzung der deutschen Fort-fchrittspartei berichtete der Vorstaud über das Ergebnis der vorgestrigen Besprechung der Obmänner der deutschen Oppositions-Parteicn. Der Club beschloss einhellig, der Entschließung der Parteivorstände beizutreten uud betraute deu Vorstand damit, namens des Clubs an den zu diesem Zwecke stattfindenden Be-rathuugen theilzunehmen. Die Vereinigung der verfassungstreuen Großgrundbesitzer hat in ihrer gestrigen Clubsitzung die Nothwendigkeit der gemeinsamen Feststellung und Vertretung der Forderungen der Deutschen in Oesterreich im Sinne der vorgestrigen Besprechung der deutscheu Partei-Obmänner einhellig anerkannt und zur Durchführung dieser Angelegenheit das Execntiv-Comits mit der Vertretung des Clubs betraut. Der Club der katholischen Volkspartei hielt vorgestern eine Sitzung ab; der Vorsitzende Dr. Kathrein berichtete über die Sitzung der parlamentarischen Commission der Rechten. Sodann entspann sich eine längere Debatte über die Situation. Im Handelsministerium werden, wie die «Neue Freie Presse» berichtet, seit Beginn des Jahres die Vorbereitungen für die Handelsverträge energisch in Angriff genommen. Zunächst wird die Statistik des Handelsverkehres mit den verschiedenen Staaten in eiuzelne Gruppen zusammengefasst. Außerdem werden die Vorarbeiten für den autonomen Zolltarif, welcher einer Revision unterzogen werden soll, getroffen. Anlässlich der Vorbereitung der Handelsverträge wird auch eine Consumstatistit der Monarchie ausgearbeitet werden. Das Handelsministerium be-, absichtigt eine Denkschrift auszuarbeiten, in welcher die, Refultate diefer Vorarbeiten zusammengefasst werden sollen. Das «Fremden-Blatt» bezeichnet die Anbahnung der Unterhandlungen mit der Opposition im unga-! rischen Reichstage als einen geschickten Schachzug, der hoffentlich auch politisch heilsam sein werde. Von dem patriotischen Ernste der Opposition sei zu erwarten, dass das Gefühl für die Aufrechthaltung der Verfassung sie bestimmen werde, zur Beseitigung der Krise beizutragen. Im Principe des Zweitammersystems sei es gelegen, dass auch das Magnatenhaus seine Stimme über die Verfassungskrise erheben musste. Das «Vaterland» beschäftigt sich gleichfalls mit den Verhandl uugeu iu Ungarn und der Stellung des Magnate nha uses und erörtert die Bedeutung des in dieser Körperschaft eingebrachten Adressantrages. Das Blatt hält die Adresse dieser «Adresse» für eine verfehlte. Nicht an die Krone, sondern an die obstruierende Opposition und ihre Frcuude hätten sich die Antragsteller wmden sollen. Das »Neue Wiener Journal» bespricht das Programm der A brüstungs - C 0 nferenz und sagt von demselben, dass es sich durchaus innerhalb der Schranken des Erreichbaren halte. Wenn es wahr sei, dass der Zar einen Ausflug uach der Riviera machen wolle, um dort mit mehreren Regenten die Friedensconferenz zu discutieren, so würde mau diese Reise als eine Mission der Menschlichkeit ansehen. Aus dem Pariser Senate: Chamaillard von der Rechten interpellierte über die Verzögerung, betreffend das Urtheil über Picquart, und wirst drin Caffationshofe vor, dass er Parteilichkeit für Picquart an den Tag gelegt habe. Girard verlangte, man möge den Caffationshof sein Wert in Ruhe fortsetze» lassen uud Beleidiguugeu des Richterstandes vermeiden. Justiz« minister Lebret erinnerte au den Grundsatz der Trennung der Gewalten und sagte, das Eingreifen der Regierung könnte nur die Verwirrung der Lage vermehren. Der Cafsationshof habe in den verschiedenen Phasen der Angelegenheit keine Verzögerung eintreten lassen und die Regierung müsse die Urtheilsfällung abwarten. Der Minister glaube, Beaurepaire habe aus dem Grunde demissioniert, weil man ihm nicht hinlänglich Willfährigkeit bezeigt habe. Der Redner habe ihn brieflich eingeladen, sich auszusprechcu, doch habe dies Aeaurepaire verweigert. Der Minister habe nichts anderes thuu können, als die Demission annehmen; denn durch energischere Maßregeln hätte er nur die Agitation vermehrt. Der Minister erklärte schließlich, man müsse der Sache ein Ende machen und forderte Achtung vor dem Principe der Trennung der Gewalten. Leydet beantragte eine Tagesordnung, welche die Erklärungen der Regierung billigt uud der Achtung vor dem Grundsätze der Trennung der Gewalten Ausdruck gibt. Der Iustizminister acceptierte diese Tagesordnung, welche hierauf mit 212 gegen 28 Stimmen angenommen wurde. Die italienische Negierung hat bereits ihre Zustimmung zu der seitens der egyptischen Regierung verlangten Verlängerung der Wirksamkeit der gemischten Gerichtshöfe in Egyp ten auf ein weiteres Jahr ertheilt. Nach Mittheilungen englischer Blätter sollte sich das bisher noch nicht veröffentlichte englisch-deutsche Abkommen, betreffend Südafrika, auf die dortigeu portugiesische u Besitzungen beziehen. Der portugiesische Gesaudte in Berlin hat nun erklärt, von einem englisch - deutsch«portugiesischen Abkommen, betreffend Mozambique und Sofala, die Portugal weder vertaufeu wolle noch verkaufen mnfse, sei nicht die Redc. Wenn sich fremde Gesellschaften dort niederlassen wollten, so sei das nicht nur statthaft, sondern der Regierung auch im hohen Grade erwünscht, immer aber werde dabei die Souveränität Portugals aufrecht er-halteu werdeu. Der Correspondent des «Standard» fügt diesen Angaben hinzu: «Das steht mit meinor früheren Behauptung, dass, wenn das Abkommen Englands mit Deutschland, betreffend Südafrika, in Kraft treten sollte, der nördliche Theil von Portugusisch-Ostasrita bis zum Zambesi an Deutschland, der süd- liche an England vermietet werden würde, "M Widerspruch. Die Vermietung oder Verpachtung le ! in ähnlicher Weise erfolgen wie in China.» »aa, --^'opf Tagesneuigteiten. U — (Die filberne Hochzeit) wird ili^n dieses Jahres in nicht weniger als drei regllM, Häusern Europas gefeiert werden. Am 23. Jänner M, der Herzog von Sachsen < Cobnrg und Gotha, dec^ Sohn der Königin von England, den 25. M'rde! seiner Vermählung mit der Großfürstin Maria ^M drowua, der Tochter des Zaren Alexander ^)at< 29. April feiert Herzog Karl Theodor in Äaie"N< berühmte Augenarzt und Menschenfreund, der Mmg Tode seiner ersten Gemahlin Sofie, der Sch>^lgt, gegenwärtigen Königs Albert von Sachsen, die Plfie Maria Iosefa von Braganza heiratete, seine !'M Hochzeit. Endlich werden, nach einem Berichte w Hh de^pendance Beige», am 28. August 25 Jahre velM sein, seit Großfürst Wladimir voll Russland die PAtti Maria Paulowna, die älteste Tochter des Äroff Friedrich Franz 11. von Mecklenburg-Schwerin, ^rc Diese ist die einzige Prinzessin, die bei ihrer M^st« «lit einem russischen Großfürsten ihre ConfesMte behalten hat. )"' — (Weltausstellung Paris lUCOlnl aus Paris gemeldet wird, hält der General - E<""^rr Sectionschef Dr. Wilhelm F. Exner, im oste"Me, Commissionshausc, 15, Avenue d'slntin, seit I^^e täglich seine Sprechstunden zwischen 3 und 4 UWl der Ocneral-Commissär noch nicht dauernd in /2tc bleiben kann, anderseits aber bereits viele OcM".8' mündliche Intervention beiden französischen Auss^"" BeHürden nothwendig erscheinen lassen, so besteht ^°c sicht, gleich allen übrigen Staaten von nun a» ^ " einen Vertreter des bis aus weiteres noch in ^" Handelsministerium, 1., Postgasse 6, amtierende»^' reichischen General-Commissariates nach Paris ^n< ponieren. ^" — (Eine erklärliche VerwechslA' In einem fränkischen Dorfe, dessen Name bess^,.^ genannt sei, hatte kürzlich ein Bäuerlein des O>^ viel gethan, so dass ihm rathsam schien, seinen '^ an Ort und Stelle auszuschlafen. Er bettete !^' Viehstallc auf ein Strohlager und eine Minnies ertünte ein so mächtiges, rasselndes Schnarchen, ^ , Rinder erschreckt die Köpfe hoben. Den jW' ^ Stalles ergriff die Neugierde und es gelang i!B^ Schläfer so nahe zu kommen, dass er ihm mit der ^ Zunge über das Gesicht fahren konnte. Der gM^ erwehrte sich der Liebkosungen, ohne aufzuwachen«^ Stoßen mit den Händen und Füßen, und die > gekommenen Leute hurten ihn dem Ochsen ein^. . zurufen: «Langsam, Herr Müller, das Messer "^ Der Dorfdarbier, Herr Müller, soll über die!?^ wechslung noch heute entrüstet sein. .hel — (Ein schlagendes Beweismi ba. Der Militärattache einer Botschaft in London, ei",so von fürstlichem Range, hatte kürzlich von Salisb^h^ Einladung erhalten, von Samstag bis Montag ^bcl des Premier - Ministers auf dessen Schlosse Hatl>',^ verweilen. Der Zug war gerade im Begriffe, den 5^no< Bahnhof Kings Croß zu verlassen, als plötzlich <^'Ca elegant gekleidete Dame in das Coupe" einstieg,'.Hi der Prinz saß. Der Zug war noch leine fünf ^,,ro im Gange, da ließ die Dame ihr Taff^he, fallen und dann ihr Riechfläschchen und ^.Lt noch einige andere Mittel, um eine Unterhalt^«», dem Prinzen herbeizuführen. Indessen der ^ rauchte ruhig seine Cigarre weiter, als ob ^ Verlockungen gar nicht bemerke. Es war ci^ jede mit jährlichen 200 fl. zu creireu, sofort die Kau« didatiunen hierzu höchstdemselben zur Auswahl uud Bestätigung in Vorschlag zu bringen, und so von Jahr zu Jahr, wie eiue auf besagten zwei Klöstern haftende Pension heimfällt, und untereinst etwa auch der krai-nerische Religionsfond zu bessern Kräften gelanget, bis zur wörtliche« Erfüllung des Stiftbriefes fortzufahren sei. Wobei es sich von selbst verstehet, daß, wenn es nach vollbrachter Ergänzung der 24 Stiftplätze von 200 st. zur Herstellung jener acht zu zweihundert fünfzig Gulden, dann vier zu dreihundert fünfzig Gulden kommen wird, in die höheren allemal die dem Range nach ältesten Stistfräulein einzurücken haben werden. Die Allerhöchste Entschlicßuug wird dem Herrn Landeshauptmanue auf seine diesfällige Vorstellung vom 9. September 1800 mit dem Auftrage hiermit eröffnet, den Vorschlag zur Besetzung der neu zu errichtenden Stiftungsplätze chethunlichst auher zu begleiten. Wien den 16. Jänner 1801. Pr. Graf Lazanzty m. zi. Graf Dietrichskin m. p. (Fortsetzung solgt.j Z)er Doctor. Roman aus den» Leben uon L. Ideler. 15. Fortsetzung. «Betrüger oder Original?» fragte er sich felber. «Wer mir zu sagen vermöchte, was von den beiden dieser Mann ist, den — eine innere Stimme sagt mir das — ich heute nicht zuletzt gesehen habe!» Herbert Raueuthal wurde sehr krank. Die seelische Aufregung nnd das tiefe Leid, das ihn ergriffen hatte, die freiwillige Trennung von einem Beruf, der fein ganzes Glück gewcscu war, die selbstquälerischen Vorwürfe, die er sich uuablässig machte, und die ungeheure geistige Anstrengung, der er sich seit Wochen unterworfen hatte, — alles trng dazu bei, ein hitziges Fieber ausbrecheu zu lassen, das ihu mit jäher Gewalt auf das Krankenlager warf. Der junge Mann stand in Berlin allein, seine Eltern lebten nicht mehr; seine Geschwister, alle älter als er, waren in entlegenen Provinzen verheiratet und ansässig. Hätte Doctor Rauenthal nicht gute Freuude gehabt, so wäre es schlecht bestellt um ihu gewesen. Aber diese fehlten glücklicherweife uicht. Einer der ersten, der benachrichtigt wurde, war der Commerzieurath Grünau; der alte freundliche Herr kam sofort und ordnete mit verständiger Umsicht' die Uebersührung des Schwerleidenden in ein ^ ,^ haus au, wo der junge Mann die sorgsamst ^Ne lichste Pflege fand. Er war noch jung; die des Fiebers brach sich bald an dem gesunden ^.un nach einigen Wochen schon konnte Herbert W"Li das Bett verlassen und saß dann binnen tuckzu als genesender Rekonvalescent am offene» "daj seiner eigenen Wohnung. ^Nel Der Bankier hatte ihn im Krankenh^., täglich besucht. Einige Tage war er sehr bcj^ seinen jungen Freund gewesen. ^u «Du launst es glauben, Käthe», sag" jwci seiner Tochter, «die Frühlingslieder haben ")" we gemacht!» ^ ' Glücklicherweise gieug die Krisis schnell v^Mc uud ein Freudenstrahl leuchtete in den bleichem des Patienten auf, als auch Käthe Orüna" ^ ^a< gleitung ihres Vaters bei ihm eintrat und il)> ^ un der schöusten Noseu überbrachte. «Zugleich 'M^' herzlichen Gruß von Franz und den besten ^ me für Ihre Genesung!, setzte sie lächelnd lM"' O «Wie soll ich Ihnen und Ihrem llntliche Nube .,.^"" """' ^^ese außer- ftenbahnbeamten ^7?"^ ?"'"asste "elleicht die '°t"'' und r K /'"^ sögernng, ehe sie weiteres "es dem Prinzen zu: engste An "ich? f^.^u "widern?. OlM das ge« 'gte der P?"'^" °b 'hn die Sache etwas angienge. 'ie eine w^derba 7 "'^ "'^ auf seine Cigar?e ^ll «äng e ' 57' ^'^ "°" "ehr als einem ^ckte. leate r i>i. 1 ^er Stationsvorsteher die Asche ^ .1 ri ^ 'Ä °?k """he nnd saate rn ig: !"täuscht, i„ 2 ^'' ""d die Frau wurde, tranrig ^ — i w genommen. " ^aphen) Dass^^.^.burch den Phono-""wde gekom^ durch das Telephon '"eratur v "ww ^'/" ^^nnt und auch in der Humorist Mark ^w 7' ^° ^t der amerikanische 1"h°lte eincr sein^^.^ Heirat Per Telephon zum 7Nlmgcnsch,c/"" lleinen Erzählungen gemacht. Diese ^"rnmpft !H "'^Nlen Zeitalters ist aber bereits ?ie kennen ber^ ^ "^urlich von den Amerikanern. mit Hilfe des ""dt Hnitoo?' ^"Barclay, welcher in der kleinen ' ngeniösen Erfindung s.^"""^ "^"^ ha"e von der ^m Nutzen a.2^'^ ^^" ""d beschloss, sie zu ?5 we?^^uten. Er lieh sich einen Apparat '^"ndeteu Fried"^/""'^" und bat den ihm be« '"" Schalltrich er ^^'^ ^' Eheschließungsformeln in '""tete U, Job,, N "'^lprechen. Einige Tage darauf '""geladenen V' ^""^ "' Gegenwart von zahlreich !"PW. welch""""' und. ""hlgemerkt. des Phono« ^"utrage, Ane ^.?^ "bergab. Miss Lillian ^ ^"" We u2 ^"?^ ^°'" brateten sich S'NUer den «/.Mis ^na Clayerton. welche A'^' U"d s k^'^k^" befanden, auf dieselbe H'eKunczsformeln " t^ Monograph mit der die Ehe-"ls^Ttande^eam er "^ ""'^"^"ze «°ch vielen Paaren ^"äten beim s2'?/'''.da i« bekanntlich die For-'^' »"ingfiigig s-^ufs emes Ehebundes in Amerika ^ ^wyAw^!^°2e "ber Nordamerika.) ''>^°rdan,e?,^'u l2. Jänner berichtet: Ueber 3,/" "'"kwürdia"n G' ^"'""'" prescht Eiseskälte, ^a "' '°'l den?I^^^e steht zu dem milden ,? ?'" früh ein.ee, ! ^"'"p° ^«n. Der Winter S'^ ^liz V^Sch" e.^°" "'^f^ hatten wir ^ Meldet und ^«stürme wurden aus Nord und dad )^ ^ Grad «v '^ ^ "2" als je. Wir haben ° eÄ"' "iN. a ßerd , 7" ^"lte. Da das Wetter die °3"' es nns n-l7 ^uhlelider Sonnenschein war. a , ^eren Or?',''« ^rgleiche zn den Ziffern bur 8 'lhionable ^ad Z^" """en. So hat das nock si.^"d Kiilte ^^""^»° ^ Grad. Pitts- 2l?"""'"e Zal e5^" «nd aus Manitoba werden D SZ, ,"" den A,/emeldet. Winnipeg hatte 43. 1> en ^" sind gesck^" " ^"d Reaumur Kälte. Wr^ Viele Personen sind er- 2Men s"7 den A,"^lsen nmgelommen, Natürlich ^"5" derben viele ^c. ""^bliche ^"th und in den ,, ""'"r aber lässt der Winter am L^st^"'«U,H?"mder. d»« «erbitte» wir "' H,"' ^!" d°ch ''^, '^°r,«i!,°n Sie, Doctor, °3' 7'" h°^^m. »u.. d»,s Sie !eine zwei.. T>°ch "5 >u„ge Dame „M ,""«^"«' i« p>"«>, M»ch!e 1. °'"ne „uch Iew?n7' ^"^ "ich! wollte, l°" .^"^">««»ch', 3 '"''5, °n,st werdend, »nd sie ,,^ «rsten« .„«F,'°.''?» >ch°„ d°ra„ qe^ Niagarafall Wunder sehen. Der Wasserfall ist in seiner ganzen Nreite zugefroren und unter der wunderbar geformten Eisbrucke drängt sich gurgelnd die Flut den Wirbeln zu, die allein noch dem Banne des Frostes Widerstand bieten. In Niagara, wohin nach Aufhören des allzu großen Frostes Extrazüge gehen werden, ist man dabei, ein Eisschloss zu bauen. Auch in Montreal ist ein Eispalast im Bau begriffen mit Rutschbahn und Tobogganing-Gerüsten. — (Das Jubiläum des Muffs.) Ein für die gesammte Frauenwelt sehr interessantes, wichtiges Jubiläum ist in diesem Winter zu feiern. Es ist dies das vierhundertjährige Jubiläum des Muffs, welcher Ende des XV. Jahrhunderts zuerst ganz vereinzelt in Venedig getragen wurde und welcher im Laufe dieser Zeit eines der wichtigsten Stücke der Confection, beziehungsweise der Pelzconfection, geworden ist. Ursprünglich aus Seide, Brocat oder Sammt angefertigt und mit Pelz gefüttert, werden diese «Handwärmer» heute gerade umgekehrt meist aus Pelz hergestellt und mit einem entsprechenden Futter versehen. Nur die kleinen sogenannten < Phantasies», die mehr als Luxus- oder Ziergegenstand denn als wirkliche praktische Gebrauchsgegenstände anzusehen sind, erscheinen noch heute aus leichtem Material hergestellt, womöglich mit Bändern, Spitzen oder auch Blumen geschmückt. — (Amerikanische Reclame.) Man schreibt aus London: Der Pianist Monz Rosenthal, der eil« Tour durch die Vereinigten Staaten machen wird, wird im westlichen Amerika mit folgendem Neclame-Po-saunenstoß angekündigt: «Der Musilheld, mit der Gewandtheit des Taschenspielers, der Stärke eines Schmiedes, der Zartheit eines Weibes und der Aufrichtigkeit eines treuen und demüthigen Kunstapostels, der an seinem Instrumente mit der Wildheit eines Tigers und dem Fleiße eines Bibers gearbeitet hat, der die zähe Bestie, das Piano, gezähmt und sie gelehrt hat, ihren Meister zu kennen, unter seinem Griffe zu zittern und auf seinen Befehl zu brüllen lc.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Militärisches.) Vom I.Februar 1699 angefangen werden in den im Reichsrathe vertretenen ^ Königreichen und Ländern allen im Beznge einer Pension (Wartcgebüc, Provision, Gnadengehalt :c.) aus Militär-Eassen (-Zahlstellen), dann im Genusse emer militärischen Stiftung stehenden Personen, welche nicht im Orte einer Militär-Casse (-Zahlstelle) domicilieren, die Versorgungs-^ lc. (Stiftungs-) Genüsse ausnahmslos aus der im Domicile oder zunächst demselben befindlichen Finanz- (Steueramts-) Casse ausbezahlt werden. Die Bezugsberechtigten haben, soferne sich im Domicil ein Platz« oder Ergänzungsbezirks-Commando befindet, ihre Quittungen bis längstens 18. eines jeden Monats den» Platz« (Ergänzungsbezirks-) Commando zu übergeben, welches dieselben nach Beisetzung der Lebens- und Aufenthalts - Bestätigung gesammelt — unter Schleife mit Angabe der Stückzahl — bis zum 20. desselben Monats an die zuständige Militär-Territorial-Intendanz einzusenden hat. Befindet sich in dem Domicile lein Platz- (Ergänzungsbezirks-) Tommando, so haben die Bezugsberechtigten die mit den vorgeschriebenen Lebens- und Aufenthalts- lc. Bestätigungen versehenen Quittungen bis längstens 20. eines jeden Monats mittels Post, frankiert an jene Militär-Territorial-Intendanz direct einzusenden, bei welcher ihre Gebüren (Genüsse) in Vorschreibung stehen. Die Gebüren-Anweisungsbücher bleiben znr Legitimation bei der Fassung in Händen der Bezugsberechtigten, wogegen die auszahlenden Civil-Eassen die volle Verantwortlichkeit und Haftung für die richtige Eintragung Fremde eine interessante Bekanntschaft machten, die am Ende zu dem ersehnten Ziele führte!» Mit freundlichem Gruß verließen Vater und Tochter den Patienten, dessen Herz sich trotz der körperlichen Genesung immer mehr mit Schwermuth zu verdunkeln drohte. Der Juni näherte sich seinem Ende. Herbert Rauenthal war nunmehr ganz gesund geworden, ob< gleich er immer noch sehr bleich aussah und es schien, als sei aller Lcbensmuth von ihm gewichen. Dei Commerzienrath versuchte auf alle mögliche Art, ihn aus seinem Trübsinn herauszureißen, aber es gelang ihm nur schlecht. An einem schönen Sommernachmittage trat del freundliche alte Herr wiederum bei seinem jungen, von ihm so hoch geschätzten und so tief bedauerten Freunde ein. «Was sitzen Sie hier noch in der Hitze in Berlin, Doctor?» rief er in seiner raschen, fröhlichen Weise. «Sie müssten nach Ihrer Krankheit längst über alle Berge sein! Nichts da!» commandierte er energisch nnd schob des Doctors Manuscript«: zusammen. «Heute machen wir Reisepläne, und in drei Tagen reisen Sie! Verstanden? Haben Sie keinen Wunsch, wohin Sie möchten? Ins Gebirge oder an die See?» «In die Stille!» sagte Rauenthal bestimmt. «In ein Bad nun schon gar nicht!» aus Aulass der Auflosung des Grazcr Gemeinde^ ! diesen durch eine Sumpathiezustimmung zu begl Die Publication des Urtheils erfolgt Montag. ^ * Lembcrg, 20. Jänner. (Orig.-Tcl.) DeM ">> blatte zufolge befand sich heute die hiesige Sl^M«. insulge des unbegründeten, alarmierenden Oel". das Institut hätte einen Verlust von 1 Millio^ den gehabt, in einem förmlichen Bclagernngsz!''^ Viele, insbesondcrs kleine Einleger zogen ihre E", zurück, Gläubiger verkauften sogar ihre Büchel',. Verlust. Die Rückzahlung vollzog sich prompt. ,^ ^ Berlin, 20. Jänner. (Orig.-Tel.) Der ^Mj ^ setzte die Berathung des Etats des Innern fol^-treffs der Durchführung der Socialreform ^ Posadowski, gegen die Mifsstände der Kind^ innerhalb des Familienlebens Abhilfe zu !^, Hierauf wurde die Fortsetzung der BerathU^ morgen vertagt. Kc Rom, 20. Jänner (Orig.-Tel.) Der Pap! ^, ße! chcr in den letzten Tagen an einer leichten ^„^ lung litt, hütet über Anrathm des Leibarztes ^ wr Lapponi das Zimmer und ertheilte auch l)^F»>k! und dass der Papst morgen bereits aufstehe^Hl«," Am 2«. d. M. wird der Papst zahlreiche ">.'.!3 Adelsfamilien in gemeinsamer Audienz cmpfalls Paris, 20. Jänner. (Orig.-Tel.) Im l)^ Ministerrath unterbreitete Ministerpräsident ^? ^ dem Präsidenten Faure einen Gesetzentwurf Z^,^ schrift, welcher von nun an den in Algier "^^ sierten das Wahlrecht erst nach dreißig I"^,, gesteht und die französischen Algierer zu dccl) Dienstzeit verpflichtet. ^ Paris, 20. Jänner. (Orig.-Tel.) Fill ^,^ an welchem die Berathung des Budgets des s steriums des Aeußern beginnen dürfte, n)" Darlegung der politischen Lage erwartet. __^^^ 17. 131 21. Jänner 1899. G° ........""u^r oroualytungeu in Laibach. M.__^^^^^^Sechühc 306-2 m ^ ^I^Z^---"----'---------- " ! ^Ii^ ' ^V des Himmels H«Z ''2i,l7^^j^-^^^^SW. malllc, , heiter ^''wle?";.^^'U't°el der g,stn«en Temperatur 7 8 °, Nor- '""------ ,n li Verstorbene. l"f Am 17 c,..N"' 6'^e"l)ause. "°'Marasmus. ^°"""' ^gneö Peöe. Inwohnerin, 76 I., I J^^^*^»^^—- ----------'------------------ — -__— I"':l ^ ** II II il II ii ii ...... L q, -Allein eclitsr Ätose-Äraft"Wein C I Vollknn, 6 mcdlCl feinsteri Mal«ßa 5 g Somatosc. 1 '8 ^JaTZ-V'6*1' «—trtioh geschützt. >l3 Aschen'inSfr1 UIltor der Conlrole clos physk>- ) instates d<«r chemischen Fabrik in #> Orin-i,, i ElberfUd. > - '«'Prei. eine,. Viertelliter.Flasche I II. 60 kr 5 Stück 30 kr. &'¦¦ 0rÖaato8 LSBe lf neten der Fleischhauertrücke. Dtl agor allor bewährtesten Haua- '# Täöli«v Heilmittel. 1 such umgehender Postversandt. lätf^ataö-M^^Telephon Nr. 68. Aandsstysclter in Aaivach. 69. Vorstellung. Ungerade. Sonntag den 22. Jänner Neu infceniert! Vine tolle Nacht. Ausslattungsposse mit Gesaiiss und Tanz in fünf Bildern von Freund und Mmmstädt, bearbeitet von L. Kren« und C. Lindau. Vinsil von Einödshoser und Leo Held. Anfang halb U Uhr. Ende 10 Ubr. lleinliell llenilz, l.z'l!lzl:!> (2539) 30 rort.^^rouü (3rav«>tt«Q - Vonboiton. Z ». ^vir6 van li,r^tlicii«r 8eilk «,!» wegen «einer milden 3 L Wirkung iuelür kelzonävrL ßssi^net,: ZZ----------'^ bzNAAZKV^A ^, ^ mit Vorlieke vei-o!-<1net: dei ^Itt^«ll»llnro, 8er0- 2^, edenl,0 !)«> Ivn,tn,lills« I^ulirökro unä Xsuell- 3 ^ lnl»ton. (Iic>tru.lk von I^ü8clinei-8 ^lonoßraplne über «^ (IV) UiL88liü!)I Zauerlirunn.) (257)1 > I» I^uil>ul:Ii ?.u doiiulion «lullll, a!Io ^polliolcon, ßs uuä von Lecll« ^ ^v ^u88»- ?l«H Hlll«!i >t«^ ,l!gatio»r». 4?»lid!» Hüial'l'Nchalm, 4u^ u. 2N0U M !i«0 M, 4»/ ilS?b —'— «"»z'lchc Narl ^ Ludwig ° Aahn, dwcrlr Slüctc 4"/« . . , ! W 50 l00'5(! ^unnldl'rgor Äali„, (lm. l«,''^ 4"/„ (div, Ll.) S., s. 100 fl. N, ^'40 ^0l1 !.'U ^'U- O'ldrente 4"/„ per Lall» l19'75 K» 9° ow, dto, prr Ullimu . . Nv 75 11« »^ m^, Nmtr i!i Klm,n!währ,.4"/.. »/<,d!o, t>!li. per Ultimi) . . »?'«!fl,.4>/"^ «64ö X« 6', 0 >,', dto, Lilb« 100 fl,, 4l/,,"/. 12U' 120 80 "° S>aa,s.Obl!g. (U»8,Oslb. V I- '«7.^, ^/„ . . , , 12!' !3l ?' ° "^ >'',"/„ 5cha,!ln'ttl!l '.'Ilil, Odl N,<)'!» 10 fl, ö, 'l> ^",. „dlo, i^ üüfl. i), W 10k>^'1>i<ö» 4«"„ l)n-2,.llust 4"/, 1! ^ Et«l>!>,enl mt^ Win, 1U4 d» iNä »>' Prämie ^>,^"^F" - - - 12!. b<1 1«N b^> "^ K»iu« Ä"' ""^l. »"/. 100 50 1l)l !i > Geld Warr ysandlnlts« (fiil 100 fl.). Vodcr, c>Ng,«sl.wü0I verl.4»/^ «,,311 9».,,, blu. Pnim,'Sch!dv, »"/,» l. li«'. l2l?5 I2ü 5» d:c>, l)!u. »"/», Il»i!» 1l?ü0lli,p,Anft, l'V, 98UU 100 ,,0 Ocst, lülg. B.nil vcrl. 4"/„ . . 100iu 10110 btu. d!u, s.üjliyl!. „ -l"/n . . 100-10 lOI'10 Splli«.affe,i.üst.. 20I.ü>/,°/..vl, lliü'bu — - Prionlnt^ Vliligationen (ftir u>0 fl.). Ferdinands Nlndbai),, Em, ,I88U lui^ - lui g<> ^cslcvr, Vl!)ldwlstl>a!,» . . . 1l Lildbahl! « V„ ä ffrce,, 500 p. St, i8>) »i. ,8V — d»1. 5"/nil^U0i!, p. 1U0sl lli^-üU ll!ü k!< Uüss'Na!^, Bal,!i , . . , IN'<'30 ing Z-' 4"/« Uilttllraiüer Bahne» . . ) - ßnilll-gcUen (per Stücl). slüsslo Oesl. Vanl 200 fl. ey»/<, E, lbö'75 154 7ü «'a^lverrin. 3izu'»l>r, 100 fl, , ^8 — 268 bU V"Xr,.Anst,,Orsl,.Ä'»f!,2,>!<>"/o 480 — 4«l>" - Cv,,! Änsl. f, Hn»d, », (N, l!i(> fl -»-^ —'— v!» d!» per Ullimu Scplvr. ^t>U"/ö »«<» 2ü Civbilbaiil, A!!>1, »»ss., ^<>" »- - ^> — 38« .->u Tnwsilrülianl, Äs>>,,. .iU0 fl, . »^> - li2< ÜU »MnU„Wir„«, Äwfl. »^U - L«0 °>^ Hyp«!!,.ll>„ Ors!,. ^M' fl,^>/.. !t. «« <5 «4'7» ÜMdcV'a,,!. Orst,. ^'0 fl. . . 288'50 ^»l, - Ocstrlr.-»„8as, Ämtt, li fi. . S«b — 9Ü» - UüilMva»! liO" !<..... 205 25 28k'?i> V«cl«,rl) fl, . >6l5 ,!!20' «Mm, N0ldbal),l 150 fl, . . >"« - »50 - lUüiäüilliradcr Eif, 500 fl, LM. l7üü 17«^ d!u, d!u, (lit, !l) 200 fl. . «44 —«4« — Dona» . Dampfichisfalil!«! Ges., Orstlrr.. 500 fl, CM, . . 454 — 456 — Dux ^od?,lI>nchN'E, V,li0»fl,T. 7i-- ?z>— Fl'idixaiids'.!>'l>rdl', l»0»f!,CM, 3225' »535 Lc»ch, (i,;cr!luw,l Iasjy. Eisl'iib.» «>'i>'!II>!,a« Ä0l> fl, 2, . . ^2 50!2».>,5 fl, CM. 4li« — 430 - Oeftl'ir, Nurdwlsll,, i!0,> fl. S. 24 '2i U46 »5 dtl,, dlu, (lit, U) !i0» fl. O. »z^ 5,» 25i> - Prag D»xl'r (tilciib. <5>o fl. E. . w' !,o!i!>l'^' 2!aa!^isl>»bali» 200 fl, S. . 360 35 36» «5, Tüdval»! 200 fl. S..... «3^5 Ü4 2 »ildi'ordb, Vrrb,-V, LU0 fl, CM. 20» 75 ÄU9 7si Tramwal, Ol's,,Wr,, l7«fl,K,W. -»'-- -^ dto, Eül, !«87, ^00 fl. , . iöS —5?U'— IraiüwiU, Ocs,, '^>',i!'Wr., Pr!»» Vitäls ÄrlisN U>0 fl, . . . «Ü7 20 12«'?5> U,!,i, anüz, Eik'üli, !i<»osl, Silber s'l»"?ü 216-75 U„a Wtsll,,(Naab Gr»z)2lwsl,S. -!l^'5« »13-0-, Wiener «acalbahnen'«tt.-Ves. — — ^'^ Inl>ustrle.Alt fl.....»l»'40 »4— ali,»!i, Ll-iya,. Erste, «0 fl. I4>) — l4lb0 „Elbemllhl", Papierf, u. V--<». L2- 92 5» Lil-si,!aer Vraurrri U>0 fl. . . «82 — 185 - Moiüll» OcseUic»,, Ol'st.-alpine !i«1 0l> 211 55 Präger Vi!l-„ Iud, <^ci. 200 fl. 1005- lW7- Oalau larj, Sts'üluPr» 6U fl. ,',50'— 655 — „Schlhlmühl", Pap,er1. «00 fl. ^>—!u«8 — „««»«««,", Hl«pl«f. ». «.^. 164'—!i,'>5 — oo fl. . .' ^.H.nu H Wientllxraer Mael Actien-Gef. »«»- !>91 — ßiuerst xuse — ü'n'düll.'j!' >«'<> fl...... 198 25 INS--- VIar» Lusl' 40 sl, i!M, . . . «i>- 82 — ^/„Twiiaü'LaüMch, n>«fl,CM. 170 — l8«-— Oii'üer Losr ->o fl..... yz-b» —-— PMt, Lose !<> sl, LM. . . . «»-— «z>»,» !!il'e,!«!V!,z,Oss!,W!'I,U,,<<'ll, 20- »070 <>il'thrn jireiiz, U„!,, Gej, -»., üsl, ,1 »>', k' !0 f!, CM - - 84 b« «H'lO kt <'!l'!!l,lse 4« sl CM, . «4-25 85-25 «K!c!!ds!,'M Lu!<- 20 fl, CM, . . «0-— 64'— V.'wmstsch, d, !<"/„ Pr, Ech'ildv, d z!wdeiicrcb>!a»s!alt. I, Cm. ,«-^ ,7-— bto, dtv, II. 444k Papier Uubcl . . . ^ . . 12?, "?"