Ni^1?0. Samstag, 26. Juli 1902. 121. Jahrgang. Macher Zeitung. Ar!« üi! x ,?n^> < ' ^ Post Versendung: ganzjährig »" «. halliMlig ll. ll, Im Koiüor: ganz. ^ "»,l«,e v!« zu 4 ^,j,s„ s,„ l, ^rüßere per Zeile l!i k; l'si ölülcn Wisdslhl»unl,e!> per Zelle « k. Die »Laibachi-r Zritung» er!chei»t lüallch, mit Nusnahme der Vonn- und ^eicrlage. Die Nbminiftration bsftndel sich Nungrrfiplav Nr, 2, die Medallion Dalmatm - Vnsse Nr, l>, Tvrechsluuben der >«edl>f!ii>n von « b!« l0 Uhr vormllwn^ Ulisranlieits Äriele werden nichl angenumiiici!, Manuslriple nicht zurüllgesltllt. Amtlicher Teil. Seme l. und k. Apostolische Majestät haben mii > lerhochsw- Entschließung vom 21. Juli d. I. dem -"nusterialrate im Ministerinn, des Innern Stanis lauc, Gmft>„ Pin in ski anläßlich der von ihn, er^ "eneil Uebernahme in den dauernden Nnhestand den ^tel lind Eharalter eines Sektionschiilo versendet. iq^V ^"' Amtsblatt« zur «Wien« Zeitung» vom 24. Juli erze « ^^^ ""^e die Welterverbreitung folgender Preß. Ar. 8687 «IV Inüopouäento. vom 17. Juli 1902. A- 197 «1^ I'rid'm»» ddto. Rom, I«. Juli 1902. 1903 ' Verlage der «oei«^ Dante ^üissliien ^nnn II, ^ ^ m Florenz erschienene Druckschrift «O»lonä»ria n»2>un»I«». Nichtamtlicher Teil. Verständigung in Böhmen. ^ln im böhmischen Landtage von Dr. Vaern° "' her gemachter Vorschlag, die Parteien sollten die ^Uioimlen Anfprüche ans ein Nebengeleife stellen. Mint sie den luirtschaftlickien fragen nicht im Weg^ '^"l nnd die, Bahn fiir den Ausgleich frei gemacht ""0^, findet in den Wiener Blättern ernste Be "chtünn. . ^ic „Neue i^reie Presse" sagt, Dr. Bnernreither ^.u^ aamit das Bedürfnis des AngmblickeS richtig '»!'!-, '"^"u er daran erinnert, das Geleise des '^"chvrateo bei Zeiten fiir die ungarische Ausgleichs^ >>!>!!^ ^^' ^" ninchen, nnd daß es allch eines Opfern ^'t ist, n,enl, dieses Ziel erreicht werden farm. Wie un".i andero die Verhandlnnqen mit Ungarn sich ge-unlten, wenn man in Budapest anch die Stimmn, dl^ t!^""chisch<.,i Polfsvertretnng hört, dao habe sich da^ ^''^«U'rmaf^en ge^eigi. Cc' fei abei' notwcmdig, . « »ian drüben die lleberzengllllg gewinnt, eine Ne» ^ung ohne Varlament sei fiir immer nnd nnter allen Umständen anogeschlossen. Dac< könne nur gesehen, loenn die parlameiitarifchc Beratung dcr künftigen ^lnogleichovorlage anher jeden Zweifel gestellt, die ^>nstri<"rnng derfelben im vornns anc'geschlossen ist. Dao „Nene Wiener Tagblatl" b^irteilt den Vor-fchlag deo Abgeordneten Baernreither alo einm Weg, der anci der Wirrnis führe und der Milderung der nationalen Gegenfätze vorarbeite. Eo nnisse sich nun zcigen, ob die Parteiführer den Mut halx-n werden, diesen Schritt zn Positiver Arbeit ,^n unternehmen. Das „lvremdenblalt" woist darauf hin, das; dao l>l,,in ^linisterpräfidenten Dr. v. .^oerbor im Z^mtral-Parlamente befolgte System feine Ausbreitung auch a»if die Bänder zu nehmen beginne. ^l.m böhmischen Landtage habe d<>r Abgeordnete Dr. ^ort den ü>i,n gefunden, auodrücklich auozllspreä^^, das> eo ein leichtes lvärc, die Finanzen des Neichcs und auch des ^'ande« zu regeln, lomn es in Böhmen zu einer billi-gen Verständigung unter den Nationen käme. Dieser bedanke habe dann dein Dr. BaernreitlK-r Vcinn» lajsnng geboten, dieo in einer Weise zu tun, dic dein ^»riedensgedanten neue Nahrung geben und ihm viel« leicht neue Wege ebnen kann. Die '„Nl>ichswel)r" bezeichnet den Porschlag als ein marlanteo Ereignis, dessen günstige Nückwirsumi ans die ^rage der Verständigung vielleicht bald zntage treten wcrde. Das „Nenc Wiener Journal" findet l-s besondere bemertenswert, das; es ein Parteimann, ein Deutscher von eilNvandfreier Besinnung ist, der den Mnt der Wahrheit gefunden habe, der fich von den» Dogma der historischen Methode lossagt nnd dem modernen Emp-finden eine Bahn zu brechen wagt. Nur die „Arbeiterzeitung" stimmt in die An ertennnng für den Baernreithersä)en Vorschlag nichl ein. Sie erblickt darin einen Widerfpruch gegen den Standpunkt, den dieser Abgeordnete im vorigen November eingenommen habe, und beznx'ifelt d<"n Ernst der Parteien, die nationalen Streitfragen znr Lösung bringen zu wollen. Von den Philippinen. Neber die amerikanische Herrschaft ans den Philippinen wird der „Franks. Ztg." ai,5 Newliorl geschrieben: Wie ans Manila gemeldet wird, hat allmthalben anf dm Philippine:, die vom Präsidenten proklamierte Amnestie nnd die gleichzeitig erw' Aufhebung der Militärregierung zn groben ^reu > demonstrationen gefühlt, ^.n Wafhington glaubt nian nnn, der Philippinenkrieg fei, abgesehen vom Gebiete der Moros, vollständig zn Ende, zumal in nener«", ^eit nicht mehr von >?nmpfen berichtet worden ist. Dafür mag indessen der Grnnd auch darin '.n such^i fein, daß gegenwärtig, während der ' Amerikaner fich fast nnr in den Ufei>,___^,.. .i^ halten, wo fie bekanntlich schon lange keine Schwierig» teiten mehr hatten. Unzweifelhaft halx'n die Aim''' taner einen grohen Teil der Tagalen und mn>, > Völkerschaften sich sreundliä^ zu stinnnen gewuf;!, alo die Spanier es je konnten, und dao Bekanni-werdeir der Grundzüge des neuen Philippinengeseves follte den Boden für weitere moralische Eroberungen ebnen. Die Bill enthält eine „Bill of Nights": mit w^-nigen, in der Hauptsache unbedeutenden Anonnhmen eine Gewährleistung der allgemeinen Mensct>enreäitc, wie sie die Verfassung der Vereinigten,Staaten gibt. Anf der gegebenen Grnndlage lasfen fich freiheitliche Institutionen wohl aufbauen. Die Amerikaner fnchen das Wort Mar^linlens „nnr wertx'n die Bewohn«'.' des (Philippinen-) Archipels an der Hand nehmen nnd fie freiheitliclien Staatseinrichtungen entgegen-führen" wahr zu machen. An ein Altschlachten der Philippinen für den heimischen Staatsschatz, wie es fo hänfig feilend europäischer ^lolonialftaalen ge> fchieht, denkt kein Mensch nnd an die Förderung ihrer Privatintereisen auf den Inseln nnr einige Politiker. Diesen ist indessen durch das neue Gesetz, weläies der Erwerbung größerer Grnndkomplere, Bergwerks» gerechtsame u. f. w. durch eine nnd dieselb> oder Korporation vorbengt, ein Niegel voi lvorden. Einen direkten wirllichlii Vorteil erivartei dci- Amerikaner nicht von den Philippinen. Die ge^ h(ime Triebfeder feinet' Tuns und Fassens auf den Infeln ist fein Bestreben, die amerikanisctie Nepnbli/ zu der grösztei, N'ntion zu mnä>en, die die Erde ie ge sehen hat. Dies Bestreben hat fich noch nicht zu einen« lx'stimmten Programm verdichtet, wmngleich seitens der fortgeschrittensten aller Grokam<>rilauer iiber die Annerion Canadas und ganz Westinoien^ Erörterun Feuilletoi:. An der Ostsee. Strandbilder von Ornft Jeldhern. (Fortsetzung) II. Vinz. ^urch die Granitz strebten zwei Wanderer den« Et> ?.^'"6 zu. Die Tonne meinte es so gut, daft ihre bra? ^'^ ^en Schatten des Buch^'^' ^lh nnttere tatfächlich schon Ceelltst." ^.s^lllich brachte ein Luftzug von der See her eine ^,^ 'K'"de Brife, uud die ersteu Häufer des ehemali ^'l^dorfes kamen in Sicht, ^tanl"^" ^"nhold Winller hatte nur ungern den ^NittoK- ^ Sludierstube von feinen Pantoffeln ge ^'McQ < '"^ ^ ^"^^' ^^ eindringlichstei, Znredens N,it v ^^^'^"l ^rancke bedurft, nm ihn zu belvegen. ihy, ^'' ^^'r Partie zu fein. Das Stubenhocken war H "' nhon znr zux'iten N'atur gelvorden . . . Hotel s - "^'' ^'^' ^"l'l'u mn Abei,d vor dy!'^^' l'"'' "in mit lnathematischer Sicherheit ^n c^!,''?/ ^"s; sie besser nnd klüger getan hätten, hili- ni'. ^"bsch )" Hanfe geblieben wären. „Daß ich "leine Bequemlichkeit vermisse, daran ist nnr dein jugendliä^r Leichtsinn schnld", schloß er seine Strafpredigt, „denn es ist ein Leichtsinn sonder» gleichen, einem weiblichen Wesen nachzulaufen, da> man so oberflächlich kennt wie du diese Witwe Wilt.' kennst." Sein Neisegefährte errötete, eo war ihn, angen» scheinlich nicht lieb, an die Witwe Wilke erinnert zu werden. Und doch hatte der Professor recht: die hatte es ihm angetan: als er in Erfahrung gebracht hatte, daß fie einige Sommerwochen im Ostseebade Bin,', verbringen würde, liatte er eine fo schwärmerische Vo>-. liebe fiir Bin.', entwickelt, daß der Professor seine Be-gloitnng zugesagt hatte, um nnr der täglickien „Binz Vorträge" überhoben zn soin. „Na, nnd nun fitzen wir hier", begann dn Pro-lessor von nenem. „und es ist anch noch so. Wasser und Sand und Sand und Wasfc>r. Dazu braucht man doch nicht —" „Pst, Verehrlester, Pst", warnte sein Gegenüber nnd verabfolgte ihm einen sauften Tritt auf den linken Slrandschuh. Aber ehe der Professor mit seinem ,.Au, Dounerw . . ." noch fertig war, begrüßte sein freund eine Dame, die eben den Strandnx'g entlang kam i „^reut mich ausM ordentlich, gnädige ^ran . . . Wenn Sie nns die Ehre erweisen wollten, hier Platz zu nehmen . . . Gestatten Sie: mein Neisebegleiter Herr Professor Winller . . .", tiefe Verbeugung d.i. leichtes Kopfnicken dort. „Danke fehr. meilie Herren", ertönte eine klare, melodifche Stinnne, „ich nehme Ihre Einladung gern<' an", und die Dame ergriff den ihr gebotenen Stuhl, Sofort bemächtigte fie siä, anch der Unterhaltung. „Ja, wenn ich noch daran dente — e» war einfach sckMßlich. Nein, diefe Ueberfahrt! Und dann das heil lose Ausbooten! Das zweitemal maclie ich fo etwas in meinem Leben nicht mehr mit . . . dah ich heute hier noch gesunden Magens einlMwandle, kommt mir immer vor wie lin Wunder!" Der Profesfor mnsterte die Dame aufmerksamen Blickes. Hm, eine staatliche Erscheinung. Goldblonde?. Haar. in dein sich eben die letzten Strahlen d<»r unter, gehenden Sonne verfingen, große dunkle Augen, ein zart, aber immerhin energisch gesamittnier Mund und ein Teint, desfen zartes Not die Teeluft mit einem bräunlichen Haua>' überdeckt hatte. „Xoil ,i<'l»l!iln, wirklich nicht übel", brummte de> Professor vor sich hin, „nnd dabei chic und graziös. Hat leinen schlechteil Geschmack, mein ^rennd ^rancke." --------Dein ersten Zufammentreffen folgte au, nächsten Morgen ein zweit«', und bald tonnten sich die übrigen Badegäste lustig maä^ii über das schier unzertrennliche dreiblätterige Kleeblatt. Mit txin Professor war in der kürzesten >^it eine völlige Wand lung vor sich gegangen: er fühlte fich leichtl-r und lebenslustiger, die Sehnsucht nach feiner Ttudwrstube fchwand mehr und mehr dahin. Die Seeluft schien Wunder zu Wirten oder follte etwa der hnrmlo--zwanglose Umgang mit ?sran Erna . . .? 7vrau Erna — ja, er durste fie fchon mit dlin Vor-namen anreden, das herrliche, anbetnngsnnirdnn' <"<' fchöpf. „Halt, mein lieber Herr Professor", dozierte e,, „rnhig Blut. nur leine llebm'türzu»a." Aber N'eshalb dem, immer .'ulMi.BW ^ lr etwao dafür, nx-nn ilun fcnn Herz !^c'e^ Laibacher Zeitung Nr. 170. 1426 26. Juli 1902. gen gepflogen werden, welche den Rahmen de5 Aka-demisckM zu verlassen drohen. Vorlänfig ist die E>-richtung, beziehungsweise der Ausbau eines amerila-nischen ReiclM nn ferllen Osten die Nächstliegende Frage der praktischen Politik, nnd dieser widnlet sich nun der Amerikaner mit dein ganzen Tätigkeitsdrange seiner Natur. Politische Ueberftcht. Laibach. 25. Juli. Die „Slav. Korr." veröffentlicht eine Mitteilung zur ^age, worin es heißt, nian halte ans politischen Gründen die Herbsttagung der Landtag e für überflüssig. Tie Ezechen wollen der Negierung den Vorwand unmöglich macheu, daß für national'sprach« liche Verliandlnngen keine Zeit übrig bleibe. Man werde nicht alles auf einmal schlichten wollen, sondelii sich auf sehr wenige Punkte beschränken. Sollte ein Einvernehmen erzielt werden, so betrachte man es als Ausgangspunkt für weitere Verhandlungen. Erste Bedingung für das Aufhören der Krise sei, aber diV> Gewährung der inneren czechischen Amtssprache. Ter Monat Dezember dürfte für ganz Oesterreich ein sehr kritischer Monat werden. Dies glaubt wenigstens die , Slav. Korr." annehmen zu dürfen. Das „Deutscl)e Voltsblatt" erwartet, daß die Konferenzen über den Zolltarif sich rasch vollziehen werden. Wenn Ungarn die Verhandlnngen betreibt, so handle es damit auch in seinem Interesse, da jede weitere Verzögerung der Entsäjcidung übec die Zukunft der wirtschaftspolitisä>en Beziehungen zwisä>en beiden Reichshälften die Lage für Ungarn kritischer als für Oesterreich gestalten würde. Ueber die von Ungarn geforderten höheren Agrarzölle und die von Oesterreich vorgeschlagenen höheren Indu» strialzölle sei eine Verständigung unter der Voraussetzung möglich, das; die Vereinbarungen durch ein den österreichischen Forderungen entsp reckendes Ueberein-kommen hinsichtlich des Ausgleiches ergänzt werden. Ans Prag, 23. ^uli, wird gemeldet: Der ^ andtag verhandelte den L andesvoran» fchlag für das ^ahr 1!X>2. Der alldeutsche Abg. B r e h m erklärte, seine Partei spreche dem Landtage das Recht ab, über die sprachlichen Verhältnisse zu be» schließen, Abg. Dr. Baernreither lverfassungs» neuer Großgrundbesitz) sagte, Ministerpräsident Dr. v. Koerber habe mit Geschick die wirtschaftlichen fragen in den Vordergrund gerückt. Es handle sich js^,i in Sprachensachen Rechte deduzieren, sondern die Lösung ans modernem Wege, durch Prüfung der praktisclM Verhältnisse suchen. Der czechifch-radikale Abg. Kalina begehrte absolute Gleichstellung der beiden Polksstänune in Böhmen. Ter deutschfortschrittliche Abgeordnete Dr, S ch ücker trat für die nationale Abgrenzung ein. Das „Fremdenblatt" erfährt, die Ieitungsmel» dungeu von D e ni o n st r a tionen anläßlich der Durchfahrt des Königs von Italien durch Trient seien uurichtig. Der Vorfall beschränkte sich darauf, daß einige aus Italien stammende Arbeiter den Hofzug mit Evviva.Rufen begrüßten und einige Burfcl>en bengalische ZündhölzäMl abbrannten. Nach einer Meldung der „Frankfurter Zeitung" aus Konstantinopel haben England, Rußland und Frankreich je eineil Konsul nach Musch und dessen Hinterlunde entsendet, um authentische B» richte über die Lage in Armenien zu erhalten. Aus London, 24. Juli, wird berichtet: Der König hat der Einsetzung einer königlichen K ommissio n zugestimmt, die beauftragt wird, die Akten über die Urteilssprüche des Kriegsgerichtes in Südafrika zu prüfen und darüber zu berichten, ob es ersprießlich sei, die Urteile zu ändern oder auf« zuHeben. Tagesneuigleiten. — (Der Name „Fiale r.") Der heilige Fiacrius, ober wie es im Französischen heiht, Fiacre, aus einer hoch-adeligen Familie Irlands stammend, entsagte ums Jahr 620 allem, was die Nelt Glücl nennt, und siedelte sich zu Areuil bei der Stadt Meaux in Frankreich als Emcrit an. Er machte die Gegend urbar, baute nebeil seiner Zelle ein Spital, pflegte die itranten. teilte den Bedrängten Nat und Trost mit und wurde bald einer der verehrtesten und angesehensten Heiligen Frant^eichs. Er starb am c!0. August l)70. Viele itirchen wurden seinem Andenken zu Ehren erbaut, viele Tausende wallfahrteten zu seinen Gebeinen nach Meauz und Saint-Fiacre und Millionen riefen ihn in ihren Bedrängnissen um seine Fürbitte bei Gott an. Als z. B. an Rönig Ludwig XIV. eine gefährliche Operation vorgenommen werben muhte, veranstaltete der grohe Bofsuet, als Bi-schof von Meaux, einen neuntägigen Bittgang nach Saint-Fiacre. So ist es nicht zu verwundern, wenn der heilige Fiacre, als einer der Hauptheiligen Frankreichs, bei vielen Unternehmungen als Patron angerufen wurdc. Dies geschah nun auch von jenen Männern, welche zuerst zu Paris den Versuch mit Stellwägen und Stellchaisen gemacht haben. Sie baten den heiligen Fiacrius um seinen Schutz und hängten ihm zur Ehre sein Bildchen an ihre Chaisen. — („Vernachlässigung und Ungehor^ s a m".) Das Polizeigericht in Leeds war am Mittwoch der Schauplatz einer Szene, die selbst den gestrengen Richtern ein Lächeln ablockte. Eine wohlgetleidtte junge Frau hatte gegen ihren tauben Gatten eine Beschwerde eingebracht, die sich auf Vernachlässigung und Ungehorsam erstreckte. Unter anderem erzählte sie tränenden Auges, dah sich ihre „stärkere Hälfte" ihren Befehlen zuwider vor einigen Tagen den Schnurrbart habe abnehmen lassen, trotzdem sie ihm ausdrücklich die erforderlichen zwei Pence mit der Bestimmung gegeben habe, die Zierde „stehen" zu lassen. Den Gram, d:n sie ob dieser Ungehörigleit empfunden habe, könnte sie nicht beschreiben: sie habe ihren Gatten in seinem prächtigen Bartschmucke so gerne gesehen und an jenem Tage besonders die Mahlzeit kärger eingerichtet, um die zwei Pence erübrigen zu tonnen . . Merkwürdig, wie so oft in den englischen Gerichtshöfen, fiel auch diesmal der Beschluß der hohen Herren am grünen Tische aus. Dem Gatten wurde ein Ver-nxis erteilt und ihm der Befehl gegeben, sich den Schnurr-bart wieder wachsen zu lassen. — (Katze und Igel.) Ein stundenlanger Kampf zwischen einem Igel und einer Katze fand am Montag in Berlin in den Gartenanlagen um die Zionslirche stott. Das Stachelvieh war während der Nacht aus einem benachbarten Gemüseleller, wo es als Haustier zum Mäusefangen benutzt wirb. entwichen und mit der Katze, die gleichfalls auf Naub ausging, bald in Konlurrenzstreit geraten. Der Igel kugelte sich zusammen und schlug jeden Angriff seiner Feindin so geschickt ab. dah die Katze blutend den Rückzug antrat und sich eine Strecke von dem Igel entfernt auf die Lauer legte um günstige Momente zu neuen Angriffen abzuwarten, die aber stets denselben kläglichen Erfolg hatten. Schließlich wurde von der angesammelten Menge der Besitzer des Igels herbeigeholt, der die zur Wut „angestachelte" Katze mit vieler Mühe verjagte und sein eigenartiges Haustiel wieder in sichere Obhut nahm. - - (E in Kugcllili h.) Aus Petersburg wird ge schrieben: In Terijoli hat sich ein betrübender Vorfall ereignet. Es war sonniges, lllires Wetter, als zwei dort aus der Tatsche wohnende Gymnasiasten zum Angeln in emt>n Boote hinausfuhren. Plötzlich zeigte sich am Himmel eint kleine Wolle, aus der unter heftigem Donnerschlag ein Vlitz fuhr. Mehrere Fischer sahen vom Ufer, wie ein Kugelblitz auf dem Strande der See zurollte und verschwand. Ein' Sekunde darauf leuchtete es im Boote auf. Die beiden Gymnasiasten stürzten zu Beden. Einer von ihnen war auf der Stelle tot, der andere lag betäubt ans bem Boden bes Bootes. Der tödlich Getroffene ist ein Schüler des Gymnc-siums der Philanthropiscl)en Gesellschaft. Der Blitz hatte baZ Abzeichen des Gymnasiums an der Mütze getroffen und delN Jüngling zwei Vrandwnnden an der Stirn beigebracht Eine Brandwunde wurde ferner auf seiner Brust an der Stelle konstatiert, wo er das Halslreuz trug. — (Sonderbares Schreibpapie r.)Dic Post' beamten in Liverpool befanden sich kürzlich in einem an Vel> zweiflung grenzenden Zustande. Irgendeine närrische Person hatte in jener Stadt die neue Mode eingeführt, kleine ZellU' lcid-Bälle, deren »nan sich bei dein neuen englischen Spi^e Ping-Pong bedient, als Postkarte zu benutzen. Die Kugel» waren mit Marken versehe», unter lvelchen die Adresse stanb, und die Mitteilungen waren auf den übrigen Teil der Obel' fläche gekritzelt. Die Mode griff rapid um sich, und bald waren die Briefkasten mit solchen Kugeln gefüllt, die bi" unglücklichen Postbeamten eine enorme Mühe bereitete» Schließlich aber sahen sich die Behörden zum Einschreiten genötigt, und es ist nun nicht mehr gestattet, die kleine« Zelluloidlugeln zu Korrespondenzzwecken zu benutzen. "" Unter jenen bösen Leuten, welche ihre überflüssige Zeit da?,l> verwenden, die Geduld der Postbeamten auf eine harte Piobe zu stellen, befand sich ein Mann in Southampton, der w" Vorliebe seine Notschaften aus eine Briefmarke schrieb. 2>' er aber die Vorderseite der Marke für die Adresse benutz!'' so entschieb die Postbehördc. baß die Post nicht verpflichte' sei, eine solche Sendung zu bestellen. Vermutlich war es dieselbe Person, welche später ein vollständiges Spiel Karte" auf die Post aufgab. Jede dieser Karten war auf der 3iu^ seite sauber adressiert, während sie auf der Bildseite völN unbeschrieben war. — Ein anderer, höchst sonderbarer, voü „Tit-Bits" mitgeteilter Brief wurde vergangenen Herbst >» einem Briefkasten im Norden Londons gefunden. Es wol ein grüner Apfel, in welchen auf einer Seile eine Adlessl eingeschritten war, während dir andere Seite die einfach^' aber deutlichen Worte zeigte: „Sauer — wie du." Die eng' tischen säulenförmigen Postkästen haben natürlich weit gl0< here Einwurfsöffnungen als die unsrigen. — Banknoten s«^ öfter als einmal von extravaganten oder törichten Personen als Schreibpapier benützt worden. Unter der Hinterlassen schaft eines Geizhalses in Ezeter, welcher vor etwa 15 IatM starb, fand man eine Fünfpfundnole, auf welcher der Vtl-storbene Anweisungen über die Verwendung seines EiaM tums geschrieben hatte. In Hampstead lebte bis vor kurzen' ein reicher Junggeselle, von dem man sagte, er habe ein!< einen Heimtsantrag an eine Dame auf die Rückseite ein^ Fünfzigpfundnote geschrieben; da dieselbe ohne ein Wort del Erklärung von der Empfängerin zurückgesandt wurde, !^ wollte er von nun an nichts mehr mit dem schönen Gcschlech zu tun haben. — Im Kriege ist das Papier gewöhnlich Dl knapp. Im Burenlriege sandten die englischen Soldaten vie^ fach Mealieblätier (Blätter der Maispflanze) nach HaU<^ Dieselben haben im getrockneten Zustande eine blaßge^ Farbe und lassen sich dann ganz gut als Schreibpapier vel' wenden. — Von den Philippinen sind mehrere sonderbar Briefe von amerikanischen Soldaten an deren Freunde ^, langt. Ein sehr sinnreiches Couvert bestand in einem St«" Bambus von etwa einem Fuß Länge, auf welches mit einem Federmesser eine Adresse eingeschnitten war. Der Brief ^ fand sich in dieser hohlen Röhre und wurde durch holzet" Stifte in jedem Ende gehalten. Der Schreiber erklärte, ba^ Mann noch in den besten fahren, einträgliä)er Stel« lung und weit und breit geachtet. Freilich sein Freund Francke . . . Nun, das war ein Jüngling im Verhall-nisse zn ilun, dem stand die Welt noch offen, der konnte noch Partien maclM. so oft und so bald er nur wollte. Ter hatte ihu zudem Tag für Tag gehäufelt, wegen seines Interesses für die schöne Witlve, der tonnte es ihm also gar nicht verdenken, lvenn er aus dein Scherz Enist machte . . . To brachte er denn seinen Antrag vor. Zuerst stockend, mit unsicherer Stimme, dann aber schwnng-voll, mit Wärme und schließlich .... er wollte eben einen Fußfall riskieren, da stürzte ihn die Stimme der Madigen aus allen seinen Himmeln. „Halten Sie ein, mein Lieber", unterbrach sie seine Beteuerungen, „vor einer halben Stunde Hai mir Air Freuud Francke fast dasselbe gesagt und mich um mein Jawort gebeten." „Nnn . . ., und . . .?" fragte der Professor klop-senden Herzens. „Und dem habe ich's mit Freuden gegeben", gestand Fran Erna holdselig errötend. ---------Von dem dreiblätterigen Kleeblatte fehlte am nächsten Tage ein Blatt: Professor Neinhold Winkler Imtto alls Anraten des Arztes Gebirgslust aufsuchen müssen, der Salzgehalt des Meeres hatte ilun gar nicht zugesagt. Dafür schlössen sich aber die zwei noch übrig gebliebenen Kleeblätter umso inniger Meinander ... (Schluß folgt.) Der Schwiegersohn auf probe. Humoristischer Roman von Vupav «ehseld. (67. Fortsetzung.) Ter Rentier war in der letzten Zeit ein ganz an-derer geworden. Meist düster und in sich gelehrt, glich er nicht im entferntesten mehr dein alten fidelen Spießbürger, welä)er er früher gelvcsen — er war kaum wiederzuerkennen. Was ihn quälte und peinigte, war die Veränderung, die sichtliäie Veränderung, weläie mit seiner Tochter vorging. Er sah sie von Tag zu Tag trauriger werden, ohne ihr helfen zu können. Sie beklagte sich nicht, sie sprach zu ihm niemals von ihrem ehemaligen Verlobten, aber sie verlor ihre frühere Heiterkeit gänzlich, und ihre geröteten Augen redeten für den Vater eine gar deutliche Sprache. Mochte der Dicke verbohrt, egoistisch, rachsüchtig, übelnehmerisch, nachtragend sein — für seine Tochter trug er jedenfalls eine zwar verborgene, alier desto innigere Zärtlichkeit in feinem Herzen, ohne daß sie es ahnte. Es ihr inerten zu lassen, lag ihm fern; er hätte das für unverzeihliÄ)e Schwäche gehalteil. Um. somehr ging ihm Paulas stumme Verzweiflung zu Herzen. Wie oft hatte er sich Vorwürfe gemacht, daß er Mar Schulze im starren Eigensinn den Laufpaß gegeben — wie oft hatte er sich gesagt, daß er zu aufbrausend, zu empfindlich gewesen sei — jetzt war es zu spät! Was nun? Wenn aus der Heirat zwischen Anna Fimmel und Mar Schulze nichts wurde, dann war das wenig stens ein schwacher Trost für Paula, und wer weS was die Zukunft bringen konnte. Aber sicker würd etwas daraus, die waren ja alle entzückt von del" MensclM! Wohl hätte er nun zn Amandus Filius sagen können: Nachbar, sehen Sie sich mit dem 5lM' schell vor! Erst hat er meiner Tochter den Hof ^ macht, jetzt bewirbt er sich um die Ihrige! Geben S'^ ihm den 5/anfpasj!" Aber sicl>er hiitte dann Amcmd'l' den jungeil Mann znr Rede gestellt, nnd ebenso siA' hätte der gesagt: „Was wollen Sie? Müller wolU mich doch nicht zum Schwiegersohne haben! Soll '" deshalb im Zölibat leben?" — Und forschte der 3^' bar dann den Beweggründen nach, so würde er el' fahreil, daß der Vater Mar Schutzes ihm eine Oh ' feige gegeben hatte, man würde ihn für eineil F^' ling halten, der dieselbe stillschweidend eingest^ ohne Revanche zu fordern, alle, seine Bekannten ln" ' den ihn hänseln, und seine Tochter müßte sich se^ schämen. Das ging also nicht! Da stieg nach nnd nach ill Mullet's Hirn ^ tenflische Idee auf: Wie, wenn man den Vrauiwc^ in irgendein Abenteuer, am liebsten in ein lächerlich verstrickte, natürlich derart, daß er, Müller, keine ""'^ Rolle darin spielte? Und als nun Frau Adeline "' ihrer lächerlichen Vermutung bezüglich Aspasm-' '"' da war es geschehen, da war seine Idee reif, ba ^ er ihr mit grimmiger Schadenfreute jenen ^!', ?>i zur Ausführung zu bringm die edle Dame l^'.j. Augenblick zögerte. Mußte davon nun nicht d"' " ,^ wendige Folge sein, daß man Max Schulze l ___Laibacher Zeituna Nr. 170. 1427 26. Juli 1902. ode/ """"glich gewesen sei, ein Nriefcouvert zu erhalten. D°^ "l" Gummi, um sich selbst ein Couvert zu machen, sln!«'""""' " ^''" flucht zu diesem Ersatzmittel. -be> « - "'"^k hält man sicher nicht für eine zum Schrei-sta ^?? Fläche. Dennoch stellte es sich bei einem lürzlich "geyabten Prozeh in Tottenham heraus, daß eine Wirti» v° ikrü^^ "^ Geschäftsbuch zu benutzen pflegte. D> fa'l« ?. ^ " empfangenen Summen hatte sie — jeden-Merd-^ ^^lemlichleit halber — gewissenhaft an der Zim ^ s^"/ 2"ucht. Natürlich tonnte man dieses eigentümliche ein! s ^"^ "'6" ^'" Dichtern vorlegen, vielmehr muhte loeglaublgte Kopie von demselben 'hergestellt werden. ÜM. und Provinzial-Nachrichten. Bekämpfung der Tuberkulose. (Fortsetzung.) das> ^'?^ W'lb jedoch dafür vorgeforgt tverden müssen, belong Beobachtung der gebotenen Anstandsrüclsichten eia» » ".' ^"^ ^" Aufnahme des Spulums bestimmte und ge lm" ", Gefahe — z«r Hälfte mit feuchtem Desinfeltions-N^ -^ "^ Desinfeltions-Flüssigleit gefüllt und am Mi» - ^" 'n einer Höhe von 0:9 Meter angebracht und niitu."'"!. e"1s»"eclMden Aufschrift versehen — zur Be vung des Publikums dieser Ubilationen bereit gehalten t,.„ "'.^lbstvcrstänblich muh zuverlässig vorgesorgt wer- '. oah der Inhalt dieser Gefäße regelmäßig nach Des- 'lmon ,n unschädlicher Weise beseitigt, eventuell nach Ver-die ,!»^ '"'^ Torfmull oder Sägespanen verbrannt, und daß ^ss^'aße selbst durch Auslochung oder mittelst Karbol-wass!^ >'^ wässerige Lösung) oder des Lysilol. oder Lysol- '' m (2 ^ Lösung) gereinigt werben, fiil» ""'"" ^^ behandelnde Arzt bezüglich der Durch !^/n """'"gänglich notwendiger Mahnahmen zur Hint-H- ^'"ng der Verbreitung der Tuberkulose auf unbehebbare lale,. '^ ^°^' '^ " verpflichtet, die Mitwirkung der lo-h^s"' "entuell staatlichen Sanitätsbehörde anzurufen. Ins-^iondere >s< er jedoch verpflichtet, die Anzeige des Bestandes schasj "^ '" "'"'" Haushalte oder einer Wohngemein-lu'ns ^/ '""^"' ») im Falle des Ablebens eines tuber-l.'f'.". «ranlen. l.) beim Wechsel der Wohnung ober Unter« pslickl i" ^blebensanzeige ist auch der Totenbesck)auer ver- Tul„^ ^nzeigepflicht der Aerzte Über das Auftreten der H'tllen 5 - ""^" besonderen Verhältnissen wirb im spt- b) Spezieller Art. ^ Diese allgemeinen Grundsätze, deren Geltendmachung Pri^ Aerzten bei Ausübung ihrer ^ ' ° ° tenPraris zur besonderen Pflicht zu machen ist. »nbU^"^ besonderen Verhältnissen eine Spezialisierung ^.r, ^"zislerung erfahren müssen. Dies ist insbesondere der seien ^'"''chtlich der Heil- und Pflegeanstalten jeder Art. '" es „un öffentliche ober private. 1. In Heilanstalten. «nslan" ^ranlen-, Irren-, Gebär-. Findel- und Armen-Lloüe '' ^"chenhäusern u. dgl., wo Pflegebedürftige in sondV < ^°^ gemeinsam untergebracht sillb. wird der ge> beson!. ' ^^^^ ^" Tuberlellranlen in licht- und luftreichen. N'e>, ^ ^'" ^" haltenden, staubfrei zu reinigenden Rä'u-slellte ! s"^"ltigen Schulung des für solche Kranle be-^ebr" '"^rtepersonales, der Desinfektion aller infizierten bttlu? s ^'chänbe ""^ b" Unschädlichmachung der tu-Und " ^llrete die peinlichste Aufmerksamkeit zu widmen Etlbsn^be" alle Kranken und Pfleglinge zur hygienischen seitien p"" "a'nentlich '" ^ezug auf unMdliche Nt-!^^"Ndes Auswurfes in die ausreichend beizustellenden Spuclgefäße zu erziehen sein, Es ist darauf zu halten, dah alle zur Hintanhaltung der Verbreitung der Tuberkulose dienlichen Maßnahmen in allen kranken- und Pflege-Anstalten in musterhafter Weise zur Geltung gelangen, so bah die Kranken in denselben mit den betreffenden Verhaltungsmaßregeln vollständig vertraut werden und die Spitals-lranlenpflegc der Tuberkulösen zum Vorbilde der rationellen Plivaitrantenpflegr dienen könne. 2. In Kurorten und Sommerfrischen. Desgleichen werden diese allgemeinen Vorschriften m Ansehung der Kurorte und Sommerfrischen, alk Sammelstätten von Heilungs und Erholungs-Bedürf, tigen. eine besondere Verschärfung und Ausgestaltung erfahre» müssen, namentlich bezüglich solcher Orte. welche von Tubcrlulösen zur Wiedererlangung ober Besserung ihr*: Gesundheit aufgesucht werben. Insbesondere ist unbedingt notwendig, daß mit der Kurordnung oder in eigens zu ver lcutbarenben Kundmachungen alle jene sanitären Verhal tüngömaßregcln angeordnet werden, nach welchen sich sowohl die Kranken selbst als auch ihre Begleitung, ihre Wohnungs-geber und Wirte zum Zweäe der Vermeidung von Insel tions Ucbcrtragungen zu benehmen haben. Die Kurverwal tungen und Kurgcmeinden haben alle jene sanitären Vor lehrungen zu treffen, welche zur Beaufsichtigung und In standhaltung der Unterkünfte tuberkulöser Kurgäste und zur eckten Handhabung des Desinfettionsbicnstes erforderlich find. In Kurorten, in welchen rohe Milch ober Milchprodukte als Kurmittel verwendet werden, ist durch die zuständige politische Behörde eine strenge Ueberwachung sowohl dieser Genußmittel selbst als auch der Stätten ihrer Provenienz zu veranlassen, damit die Verwendung tuber lulöser Tiere von der Milchgewinnung sicher ausgeschlossen wcidc. 3. In Wohngemeinschaften aller Art. Auch in Wohngemeinschaftenund Pflege-Anstalten jeder anderen Art. in welchen eine größere Anzahl von Personen im gemeinsamen Haushalte leben, wie in Versorgungsanstalten, Asylen, Herbergen. Ar-blits-. Korreltions- und Gefangenhäusern :c.. insbesondere aber in Instituten und Konvilten für jüngere Personen, bann in geistlichen und lueltlichen Gemeinschaften u. dgl., wird eine sorgfältige Anpassung und Ausgestaltung der obigen allgemeinen Vorschriften platzzugreifen haben. Insbesondere dürfen zur Pflege der Kinder in Krippen und Kinderbewahr-cnstalten niemals tubcrlulöfe oder der Tuberkulose auch nur verdächtige Personen zugelassen werden. Dem Auftreten der Tuberkulose in derlei Gemeinschaften wird von dem mit der Besorgung des ärztlichen Dienstes betraute» Arzte die größte Aufmerksamkeit zuzulvenben sein, und ist derselbe verpflichtet, im Falle der Konstatierung einec' derartigen Erlranlungsfalles dem Anstaltsvorstande sofori die Anzeige zu erstatten und die Mittel darzulegen, loelchc gceignet sind, die Heilung des Kranken zu ermöglichen und jede Gefahr der Verbreitung der Tuberkulose abzuwehren. Der Hufsicht führenden Behörde ist über derartige Maß nahmen die Anzeige zu erstatten. (Schluß folgt.) Handels« und Oewerbekammer für Krain. ^ Die Handels und Gewerbelammer für Krain hieli gestern abends unter dem Vorsitze des Kammerpräsident:,'. Lenaröi? eine öffentliche Plenarsitzung ab. Nach Er öfsnung der Sitzung begrüßte der neuernannte landesfürs! liche Kommissär. Negierungsrat Gustav Kulavics. d^ Kammer in beiden Landessprachen und erklärte, daß er d'.^ Kammer in ihrer ersprießlichen Tätigkeit, soviel es in seiner Macht steht, gerne unterstützen werbe. .Kammerpräsident Lenaröiü dankte den, lanbesfürs» lichen Kommissär für die zugesicherte Unterstützung, woraus >vnr^! "'^ Tchaildc m>5 Win Haust' Mik'V Denn "ichti^ ^' ""^' ^ Heirat mit Alma Himmel wnrdo Nen "'^ ^"'" ^lmla lerute ^" vielleicht verachten. 'Mt^ "^" '"?^ " ^^ ssraueuzilnlner sind ja mit-'Nun» '""^"ül'bia obstinat — nun, bann laa. ec' ^s^l ""^ "' seinem Belieben, ihni arosmnitia. zu ^)"l, ihln sein Hans wieder zu öffnen! ÄtMi ' " ^armn jetzt Viax aud dem Garten de» höh„'s?"'' heraustreteil sah. blieb er stehen und sagte ^ N .?' ^^^ '"6" nicht fragen, wann denn eigentlich Halm ^'"^ !"" wird? Sie sännen ja nlächtig lvas?""" ^"^e zu sein! Alle Probeil bestanden, ^rziel^ ^"^e!" erwiderte Max, ohne eine Miene zn hojf^ s^' "Üud was die Verlobung anbelangt — ich ''illnn. , . ^"", daß sie in den nächsten Tagen statt-" wlrd!" Tisf^°^.^a, >uiinsche viel Glnct dozu!" meinte der Ml)Nlsch ^g^?.!'^' bedarf aber auftel-den, auch noch ,>lire6 ^Nub?'^' ^^ ""ine" Sio das?" fragte Miller ^'ll^, ^ ..Me käme ich dazll. ^hnen meitlen ^chly^'^^ ^ebeir? Da wenden Sie sich nur an Ihren >^llist.i "5!?uter, an deu Iilnmel - lvenn er's U'iro, ^Unndlich!" ^lit^ ^ '""b natürlich auch seinen Segen geben!" >^>! ^ lM aus. „Nun. eillstnieilen aus Wieder. ^ ^iiUerl" ">vc>ll!" , 1u«t^n dlNNlUv - liiü liillü ^lnjl' ^hres Hierseino — es existierte hier in der :'läl)<> ein Ge heinlnis, und Sie könnten es enthüllen! Wie wäre e^ lnenn Sie das jetzt täten — ehe Sie ttrusau oe^ lassen?" „Sorgen Sie sich deshalb nicht. Herr ü'lüllcr, so schnell, wie Sie anzunehmen scheinen, verlasse ich ec nicht! Sobald aber die Zeit da ist — und das dürft.' mögliÄMweise morgen bereits der ^all sein — werden Sie in Kenntnio gesetzt werden! Ich sage Ihnen, Sic lnrden stauneil! Die nächste Zeit dürfte Ihnen übe, lianpt noch mehr des Staunenswerten bringen! Mu Wiedersehen, Herr Müller!" Der Dicke sah ihm verdutzt nach, dann letzte e, seinen Weg fort. ,«>.,, ^> . - Was er nur meinen mag! dachte er. „Da bm ich doch wirklich nengieria! ttebrigens - ein patenter Kerl ist er — das ums; ihm der Neid lassen! Habe ihn hier erst so recht kennen gelernt! -- Schade! - freilich — die Ohrfeige — und d,e ^chunpfreden seinem Vaters — und dao Dnell, an welches der verrückte Kerl denkt! 's ist zum Lachen - das Duell natürlich, das andere nicht! Das trennt lins vu-lmehr! Wenn der alte Schulze nicht schriftlich nm Vl-rzeihung luttel, so das; ich den Brief überall zeigen kaun, falls man davon erfahren Hai. dann wird nichts daraus! Freilich, rede da" so! Wer weis;, ob der junge Mansch will' Wenn der ahnte, das; ich m, Komplotte stecke wegc, der Asvasia heilte abends! Hahalia! Wird e.n Haup, späh! Fimmel wird schön skandalleren! Mar ^chut> lieat limaus - da gibt's loiter nichts, nnd schlichlic', lonnnl er von selbst zu Paula zurück! Wtten tu ich il,n jedenfalls nicht darum!" ' (Fortsetzung folgt.) zur Tagesordnung geschritten wurde. Der Vorsitzende gab zunächst bekannt, daß Herr Karl Mally in Neumarltl in Angelegenheit der Besteuerung der Kommissionslager in Ungarn an die Kammer eine Eingabe gerichtet l^abe, welche — von dieser wärmstens unterstützt — an das l. k. Handelv-Ministerium geleitet wurde. In Betreff des von der Firma M a j b i 6 in Krainburg gestellten Ansuchens, daß der Oberkrcnner Persoüs^ug, welcher um l/^12 Uhr in Laibach e, oie nicht vom Postantte abgefertigt und > , >>en sind. mitnehmen solle, da dies für Interessenlen, die vom Poftamte entfernt wohnen und die abzusendenden Briefschaften bab/.'i direkt zum Bahnhofe befördern, von großem Vorteile »oiir^, gab die l. t. Post- und Telegraphei^Direltion bekannt, daß sie dem Wunsche gerne Rechnung tragen werbe. Bei diesem Anlasse gab Kammerrat Luämann dem Wunsche Aus-druck, daß die l, l. Post- und Telegraphen-Direktion um entsprechende Veranlassung ersucht werbe, bah überhaupt von jedem Zuge Briefe mitgenommen weiden, welche in den etwa im Paclelwugen anzubringenden Briefkasten geworfen lverden. Ueber Antrag des Kammerrates Petri5 foll die t. l, Post- und Telegraphen'Direttion gleichzeitig ersucht loerdrn. die in' Brieftasten am Bahnhofe angesammelten Briefe wirtlich erst fünf Minuten vor Abgang eines jeden Postzuges ausheben zu lassen, da dieselben gegenwärtig an^ geblich viel früher ausgchoben werden. Kammcrselretär Dr. M ur n i l machte Mitteilung ü'r>l die Mitwirkung der Handels- und Gewerbelammern an drr soeben duräMführtcn gewerblichen Zählung. Da das a.?-sammelte Zählungsmaterial für die Kammer von großem Interesse sei, wäre es wünschenswert, zu Kammerzweclen ewr Abschrift der Zählungsbogen anfertigen zu lassen, Der bezügliche Antrag des Kammerselretärs wurde angeonimen und für die Besorgung der Abschrift ein entsprechender Kredit bewilligt. Nachdem über Antrag des Kammerrates Meja ö drr Kammer^Rechnungsabschluh pro l901 genehmigt worden, be richtete Kammerrat Äohrman über das Ansuchen der Gemeinde Ahling um Bewilligung eines Wochenmarttes an jeden. Dienstag. Der Induftrieort Ahling zählt an 7O)^ Einwohner, darunter zahlreiche Beamten- und Arbeiterfamilien, für welche die Beschaff Lebensmittel derzeit mit großen Una> nben ist. Durch Abhaltung von M> ,, luimle oicjem Uebel. stände abgeholfen werden, . ,,rr sprach sich ohne De batte für die Bewilligung der angestrebten Uochenmärkte aus. Desgleichen gab die Kammer ihre Zustimmung zu der an^ gesuchten Vermehrung der Jahr- und Viehmärlte in Sa,.tt Kantian, sowie zur Verlegung des Markte i>, P^s«, ^n,-, 8 auf den )5. Juni eines jeden Jahres. Kammeradiuntt Dr. Winbischer reftüelic uocr ooi Entwurf der Duichführungcverorbnung zum Gesetze vo!.> 25. Februar 1!»<)2. betreffend die Abänderung und Ergänzung der Gewerbeordnung. Nach den der^eitiqfli Bestimmun-gen der Gewerbeordnung ist es den G<- !>crn ge stattet, entweder persönlich ober durch Vl^ gte nicht nur im. Standorte dee Gewerbes, jondern auch buich Hand-lungsreisenbe bei Privaten und gewerblichen Parteien Warenbestellungen entgegenzunehmen. Auf diese Weise wirb dem mittleren und kleinen Gewerbsmanne von Grossisten und Produzenten empfindliche Konkurrenz c.emacht. da diefelbcn nicht nur gewerbliche Parteien, fondern auch die Konsumenten direkt aufsuchen. Diesem Uebelstanle soll durch Abänderung der tztz 59 und l'<» der Gewerbeordnung abgeholfen und den Produzenten künftighin nur das Auf^ suchen solcher P0 ,!tei werden, welche die angebotene Ware in ihrem ' 'riebe benötigen. Bestellungen bi Privatparteien enlgri n. ist in Betreff der Spt' zerei'. Kolonial- und ivaren überhaupt unstatthaft. Nüclsichtlich anderer Waren ist das Feilbieten selbsterzeugte'. Waren im Standorte des Gewerbes zulässig, außerhalb d!>5 Standortes aber nur gegen Legitimationslarten zulässig, welche auf bestimmte Waren zu lauten haben. "" '"^"dertz rüclsichtswürdigen Fällen ist das l. l, ini- sterinm nach Anhörung der Handels und Gtll."n,>l^">>mer und der betreffenden Genossenschaft berechtigt, für einzelne Bezirke, für einzelne Gewerbe und bestimmte Waren Begünstigungen in dem Sinne zu gewähren, daß die (intgegen-nähme von Bestellungen auch ohne ausdrückliche Bewilligung gestattet wird. Die Kammer sprach sich über Antrag de« Referenten dahin aus, daß folche Begünstigungen nur für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, für maschinelle Anlagen aller Art. für Motoren, Bauartilel, Nähmaschine:.. Schreibmaschinen. Fahrräder, Waren mit Patentschutz, lirch liche Utensilien, Jalousien und Korlplatten gewährt werden sollen. Ueber die restlichen Punkte der Tagesordnung berichtet? Kammerselretär Dr. M u r n i l. Ueber dessen Antrag wurde zur Unterstützung der Schüler aus Krain in dem im Jahre 1^03 an der Staatsgewerbeschule in Graz stattfindende Kurs zur .Heranbildung von Zeichenlehrern für gewerbliche Fcrtbilvunqsschulen ein Beitrag von 2s» li bewilligt, In den Ausschuß der gewerblichen Fortbildungsschule in Velds', nurde Handelsmann Will>lm 1< a p e als Kammervertretc.-entsendet, während Präsident L e n a r f> i 5 als Vertreter der Kammer in der Zentrallommission für Angelegenheiten bet, gewerblichen Unterrichtes nominiert wurde. In Betreff des von, Tischlermeister Franz Vioal. i,< Laibach eingebrachten Gesuches um Verleihung der Non^ zession zum Betriebe einer aab die Kammer ihre Aeußerung in dem Sinne "' °"ß em lokales Bedürfnis für ein soläxs Unternehmen 'ch vo-Handen sei. da eine ^ichenksta"u''^U^ säm.liä>e Konfessionen bereits er.s.er. '''HH bcschäf, psarrämtliche Anstalten mit diesem ÄemfsMe« tiqen. .. .. ,,„ «slarsikenben Baum Ueber Antrag des prod'sor.schen ^VV" ^iert^ gartnrr wurde d,m vo.. Robert H 0 s. , a. Laibacher Zeitung Nr. 170. 1428 26. Juli 1902.^ „Tarif-Wegweiser" eine Subvention von 100 X zugesichert und soll an das t. l. Handelsministerium eine Eingabe in Betreff Ausgestaltung der Telephoneinrichtung in Krain, ii sbesondere in Netreff Errichtung einer Telephonverbinbung Zwischen Laibach und Tarvis mit Zwischenstationen, gerichtet werden. Desgleichen soll eine Telephonverbindung mit Un-gärn angestrebt werden. Kammerrat Tönnies beantragte eine Eingabe an die l. l. Finanzdireltion, baß das l. l. Hauptsteueramt nicht in das ehemalige Tchwurgerichtsgebäube in der Chröngasse verlegt, sondern im Zentrum der Stadt untergebracht werde. KammerratKregar brachte einen Dringlichkeit^, antrag auf Reformierung des Postdienstes in Laibach ein und wird denselben in der nächsten Plenarsitzung begründen. Sodann wurde die Sitzung um V28 Uhr abends geschlossen. — (Seine Exzellenz der Herr Landes-Präsident Aaron H e i n) ist, wie bereits gemeldet, gestern früh in Begleitung des Präsidialbureau-Vorstandes, Herrn Vezirlshauptmannes Haas, in Adelsberg eingetroffen uno begab sich sogleich in die t. t. Vezirishauptmann-schaft behufs Vornahme einer Amtsrevision. Im Laufe de5 Vormittag» empfing Seine Exzellenz den Herrn Bürger-meister Detleva, die Marltgemeindevertretung, die Beamten des Steueramtes, den Finanzwach-Kontrollbezirls-lciter und den Bezirls-Gendarmeiielommanbanten. Nach dem Diner, welches Seine Exzellenz im Hotel „Adelsbergerhof" einnahm, und zu welchem der Amtsleiter der Nezirlshaupt-mannschaft. Baron Rechbach, sowie die Bezirlslommissäre Elel und Graf Gi 0 vanelli geladen waren, sehte der Herr Landeschef die Amtsinspizierung fort und stattete sohin dem Stationslommandanten Herrn Obersten von Zim-burg und dem Bürgermeister seinen Besuch ab. Die Rückkehr nach Laibach erfolgte gestern abends. — (Militärisches.) Wie uns aus Gurlfeld be-richtet wird, ist gestern Seine Exzellenz der Herr Feldmarschall-Leutnant Rudolf Edler von Cha 0 anne. Kommandant der 28. Infanterie-Truppen-Division, zur Inspizierung des Dioisions-Artillerie-Regiments N. 7 bei dem htute stattfindenden lriegsmähigen Schießen bort eintreffen. — (Vogel schuh.) Zum Zwecke der Pflege ?es Vogelschuhes hat das l. l. Ackerbauministerium jene Grundsätze, nach welchen die Handhabung derselben wünschenswert erscheint, zusammenfassen und in Druck gelegte „Andeutungen" hierüber den unterstehenden Behörden zukommen lassen. Mit diefen Belehrunacn werben auch sämtliche Forstorganc beteilt. " ^". — (Entscheidung.) Der l. l. Verwaltungsgerichts-Hof hat über eine einschlägige Beschwerde die Entscheidung getroffen, daß als Gemeinbebeamte und Diener im Sinne des § 10 des Heimatsgesehes nur diejenigen Funktionäre der Gemeinde angesehen werden können, welche zur Dienstleistung ouf die Gebiete der ö f fe n t l i ch -1 e ch t l i ch e n Gemeindeverwaltung angestellt sind. —n. — (Vom P 0 st d i e n st e.) Die Stelle einer Postexpc-dirntin beim l. l. Postamte in Kreßnitz im Gerichtsbezirle Littai wurde der Postexpeditorin Fräulein Katharina Vil -har veiliehen. —ik. * (Errichtungeines Postamtes.) Laut einer Uns aus Wien zugekommenen Mitteilung wurde die Erricht tung eines Postamtes in Suhor. politischer Bezirk Tscher-nembl, bewilligt. —r. — (Effekten-Tombola.) Der Filiale Möschnach der t. l. Landwirtschaftsgesellschaft und der freiwilligen Feuerwehr in Nassenfuh wurde die Bewilligung erteilt, nn Laufe des heurigen Jahres zu Vereinszwecken Effekten-Tombolas, bei Ausschluß vonGewinsten in Geld. Geldeffeltet, und Monopolsgegenständen, zu veranstalten. —0. — (I. Hausbesitzer-Verein in Laibach.) Bis zum 31. August müssen alle Hausbesitzer ihre Zins-ertrags-Nelenntnisse bei der t. t. Steueradministration zum Zwecke der Steuerbemessung für die Jahre 1903 und 1904 einbringen. Um einerseits der Steuerbehörde die Arbeit zu erleichtern, anderseits aber die Parteien vor unnötigen Vorladungen zu bewahren, ist es dringend angezeigt. einheitliche, dem Gesetze entsprechende Eingaben zu machen, , Diesbezügliä)« Auskünfte erhalten die Vereinsmitglieder unentgeltlich im Vereinsbureau abends von 5'/2 bis 7 Uhr. Daselbst sind auch Hausordnungen in Büchelform erhältlich die an die einzelnen Parteien zum Zwecke der strikten Einhaltung derselben verteilt werden können. — (Au s de r Diözese.) Gestern wurde in der hiesigen Domlirche Herr Dr. Ferdinand l^elal auf das Ka-ncnilat Lamberg festlich installiert. * (Feue 1 we h 1 - Ve reinsb il du ng.) Der Ver-banbsausschuh der freiwilligen Feuerwehren in Kram hat die Bildung eines freiwilligen Feuenvehrvereines in Iexica. Umgebung Laibach, der Landesstelle unter Vorlage ber Ver-einsstatuten angezeigt. ' —i-. — (Ausflug in die Grotte von O t 0 t,) Der Abelsberger Turnverein „Solol" veranstaltet morgen einen Ausflug in die festlich beleuchtete Otoler Grotte bei Adelsberg, an welchen Ausflug sich ein Konzert der Adelsberger Musikkapelle und der Tamburaschen, wie auch ein öffentliches Schauturnen im Freien vor der Grotte anschließt. Der korporative Abmarsch zur Grotte erfolgt punlt 3>^ Uhr. Ein-trittsgcbühl sowohl für die Grotte als auch zum Schauturnen und Konzerte 1 X per Person. — Die Otoler Grotte ist eine schwache halbe Stunde von Abelsberg entfernt, ist wenig bekannt und wird selten geöffnet.Eine jüngereSchwester der Äbelsberger Grotte, wetteifert sie mit der Abeläberger an jugendlichem Reiz. an Weiße und Zartheit der Steine, sowie an Mannigfaltigkeit der Gebilde. Spat entdeckt und wenig besucht — weil wenig bekannt — litten die Gebilde fast gar nicht unter dem Rauche ber Kerzen, baher sind sie don einer blendenden Weihe. Die verschiebenariiasten Gebild« smd enizüclend w ih«r <3chönh«U und nhalxn m ihrer Form. Jedermann ist es daher zu scinem eigenen Nutzen uno Frommen bestens zu empfehlen, die seltene Gelegenheit, die sich morgen bietet, auszunützen, um die seltenen unterirdischen Wunder mit eigenen Augen zu schauen. Dies erscheint umso leichter, als die Bahnverbindung sowohl für die Her- wi: für die Hinfahrt sehr günstig ist. — Bei ungünstiger Witte-lung findet der Ausflug am 10. August statt. —oll. — (Der Zentralausschuß des Cyrill-und Methodvereines) hielt am 10. d. M. seine 138. Sitzung ab. Laut des erstatteten Kassa bei ichtes betrugen vom 1. Jänner bis zum 10. Juli die Einnahmen 19.236 X 9^, Ii, die Ausgaben 16.410 X 14 il, es ergibt sich also ein Ueberschuß von 2826 X 77 li. — Die Knabenvollsschule ii; Trieft wird mit Beginn des nächsten Schuljahres zu einer fünftlassigen, die Schule in St. Ruprecht bei Völtermarlt zu einer viertlassigen erweitert werbe». — Die Hauptversamm-lung findet Donnerstag, den 7. August in Illyrisch-Feistritz statt. — (Von ber Erdbebenwarte.) Gestein sind Professor L. P a l a z z 0 , Direktor der lönigl. Zentralanstall für Meteorologie und Eidbebenforschung, aus Rom und Dr. G. Vicentini aus Pabua hier eingetroffen, um die Einrichtungen der hiesigen Erdbebenwarte in allen Teilen kennen zu lernen. Prof. Vicentini ist bekanntlich der Erfinder dcr feinsten Erdbebenmesser, welche von der Krainischrn Sparkasse seinerzeit für unsere Warte angeschafft wurden. II. — (I m V e l dc se r K u r h au se) findet morgen zu (dunsten der armen Schuljugend der Kaiser Franz Josefe Volksschule in Grad ein Konzert mit Deklamationen statt. Zur Aufführung gelangen unter anderem „Die Jahreszeiten" ron Petz. Beginn 8 Uhr abends, Preise der Plätze ü 3 und 2X. — (Brandlegung.) Am 24. v. M. nachts kam auf der Dreschtenne des Ale^ovec in Tupali^e, Gerichtsbezirt Krainburg, ein Feuer zum Ausbruche. Durch dasselbe wurde das genannte Wirtschaftsgebäude samt einigen Geräten und Viehfutter, dann dem Besitzer Johann Valjavec das Haus samt denk Wirtschaftsgebäude und cxn darin aufbewahrten Objelten eingeäschert. Ale,^ovec erleidet einen Schaden von 7)000 X, Valjavec einen solchen von 3700 X. Da die Nach-barsleute des Valjavec im tiefsten Schlafe lagen, konnten sii kaum das Leben retten. Nur dem raschen Eingreifen der Feuerwehren von Höflein und St. Georgen, dann der Lösche Mannschaft von Lausach ist es zu verdanken, daß das Feuer nicht größere Dimensionen annahm. Als der Brandlegung dringend verdächtig wurde Ale^ovec selbst in Haft genommen. —l. — (Hage l fch lag.) Am 17. d. M. nachmittags ging. wie man uns aus Tschernembl mitteilt, in den Gemeinden Weinberg. Tribute, Adlern' und Lola ein Hagelschlag nieder, welcher an Feldfrüchten und insbesondere in den Weingärten einen nicht unbedeutenden Schaden verursachte. —r. * (Hage l sch l a g.) Ueber Vrh. Katarija, Germane, Qberprekar. Laze. Hrib, Untcrprelar, Log. Dcu'nil. Unter-sischern, teilweise Großdorf, Seno/.et, Weintal. Kamenca und Dolslo, politischer Bezirk Stein, ging am 22. d. M. ein heftiges, von einem starken Hagelschlage begleitetes Ge wittcr nieder, welches an Feldflüchten und Obstbäumen einen Schaden von zirka 24.000 X anrichtete. Besonders heftig wütete das Unwetter über Damüt, Ober- und Unter-fischern. wo das Getreide gänzlich vernichtet wurdc, —,. — (Hagelschla g.) Am 22. d. M. gegen 6 Uhr abends ging über die Ortsgemeinbe Iohannistal und teilweis.' über die Gemeinden Ratschach und Savenstein ein heftiges von starkem Hagelschlage begleitetes Gewitter nieder. Dcr Schaden in ber Gemeinde Iohannistal wird auf 60.000 X geschätzt. Die vom Hageltuetter heimgesuchten Teile dcr Gc-inmiden Ratschach und Savenstein sind umso empfindlicher getroffen, als sie in der Vorwoche von einem gleichen Ele-mentarereignisse ereilt wurden. — Wasser trinken. Da sie abends nicht nach Haufe kam. ging man sie suchen Sie würd? in einem Wassergraben, mit dem Gesichte nach abwärt» liegend, tot aufgefunden. —1. — (Totschlag.) Am 15. d. M. tranken ber Besitzer Josef Vulovnil. ber Schneider Franz Teran und der Ziegelarbeiter Johann Logar, alle aus Obervellach. vor einer Kaischc Spiritus - Branntwein. Wegen einer Viertelliter-flasche, die Logar beim Abholen dcs Spiritus zerbrach, kam ei, zwischen den Braimtweintrinlern zu einem Streite, der cndlich in ein Hangemenge ausartete. Logar holtc seine eiserne Schaufel herbei und verstzte dem ihm nachgegangenen Nu-lovnil damit zwei Schläge auf den Kopf. so daß sich Vulovnil blutend nach Hause begab und in der Nacht starb. Logar. welcher auch auf Teran losschlagen wollte, wurde vom legieren zu Boden geworfen und unschädlich gemacht. — Der Ziege lar be iter befindet sich beim Bezirksgerichte Krainburg in Haft. —,. " (Unfälle.) Der Friseuraehilfe Milo5 Lumina stürzte gestern nachmitlaab auf dem ltonglehplatze uom Rabe und zog sich mthntt Verletzungen zu. — Gestern vormiilagi. stürzte beim Neubaue ii, der Neugasse ber Arbeiter An<^ Garbeis vom Gerüste aus der Höhe bcs dritten Slocklvtll" in einen Keller und beschädigte sich am Kopfe, an be» Hände-! und am Unterleib?. — sDiebstähle.) Der Magd Agnes Koiar N>M in der Nacht vom 24. auf den 25. d. M. aus dem unve'-sperrten Zimmer ein Geldbetrag von 80 X entwendet, " Dem im Cas5 Elefant bediensteten Marqueur Johann Sebc< icl< ,it, choraliter, Offertoiiu^ I'oxuil,sl, Iloiniix' von Anton Foerster. Zn der Stadtpsarrüirch« St. Jakob. Sonntag, den 27. Juli (Heil. Panwleon), «"' i/M Uhr Pontifitalamt: ^ll,^n in konc^-l-in lil^ui n^uo-üiZ O. X. .1. (.'Ill-, mit Instrumentalbegleitung von FlüNj Gerbi«':, Graduale nach Nezitierung des vorgeschrieblN^ Textes .1u>!l,utt ul Mlinn tloi-^it von Fr. Ferjanö^ Qffertorium 1'o^ui^ti. 1)c,inilu: von Ant. Foerster. Geschäftszeitung. — (Lie fe ru n gsa u s sch re i bu ng.) Der Ha"' dels- und Gewerbelammer in Laibach wurde mitgeteilt, da? am 30. d. M. um 3 Uhr nachmittags in den Bürgerlich" Spitälern (I!o«i>j<^« civil«). Rue Saint-Eiienne Nr. 3,'" Lüttich die Offertverhandlung, betreffend die Lieferung vol>' Leder, Stiefelschäften und Schnürriemen, in 13 Losen stau' findet. — Nächstens werden an der Brüsseler Börse Off""" entgegengenommen für die Lieferung in 17 Losen von: 2»'' len. Radspeichen. Brettern, Kreuzstangen, PlattstüstN. Kreuzstücken (l-i-oix kuiiU-^ndl-i'-). Pfosten, Schenlcli! "l>° Sprossen für Leitern, aus Eichen- und Pitsch-Pine-b^' die von der Zugs- und Materialverwaltung der belgis^ Staatsbahnen (>^rvi<'<; ljs' ungarischen und den österreichischen Vertretern über die pt"' wnten Steuerfragcn wurden heute fortgesetzt und zum vo" läufigen Abschlüsse gebracht. Ueber di? der ungarischen ^ gierung bekanntgegebenen Beschwerden österreichischer Filwe" l,msichtlich ihrer Besteuerung in Budapest wurde seileüs t>el ungarischen Vertreter die eingehendste Prüfung zugesich^ Ueber die wechselseitige Behandlung ber Fabritsniederl^ ?e. werden die Verhandlungen in einem späteren Zeitpunl'' ibre Fortsetzung finden, da die ungarischen Vertreter beM' Stellungnahme zu den heute eingehend erörterten Grundla^ i.cch weitere Informationen einzuholen als nötig eracht b«,ben. Ein Kampf an der serbisch-türkischen Grenze Belgrad. 25. Juli. Wie bekannt, kam es an b" lrrbisch-türlischen Grenze zu einem blutigen Zusammenst^ zwischen Albanesen und türkischen Nizams einerseits U"° sirbischen Grenzwächtern und Feldarbcitern anderseits. ^ stere überschritten die Grenze und überfielen die Feldarbeit^ welch letzteren die Grenzwächter zu Hilfe kamen. Es entsp< sich hierauf ein Kampf, ber volle fünf Stunden währte. A"> serbischer Scitc sind zwei Korporale und zwei Feldarbeit' schwer, mehrere andere leicht verwundet worden. Die Durchführung des Vereinsgesetzes in Franks Pari 2 . 25. Juli. Aus den Departements, insbeson^" au6 Finist<>re einlangende Depeschen sagen, baß bie in >^, Muttertlöstern eingetroffenen Schulschlvcstern ber velsch'^ denen Kongregationen bie von ihnen geleiteten Schulen w>^ aktiviert und erklärt haben, daß sie nur der Gewalt NX'" werden. Paris. 25. Juli. Ministerpräsident Combes hat!'" Zirkular hinausgegeben, in welchem er die Präfelten a»^' jcne Kongregationöanstallen. welche den Charakter von O^ lälissleitsanftalten haben, oder sich im guten Glaube« )'., autorisiert erachten, oder Kraft einer behördlichen Vk»^' . gung zum Empfang« von Gaben berechtigt sinb, endlich 1^ öffentlichen Kongregationsschulen, denen eine sechsja^ Frist zur Verstaatlichung eingeräumt ist, nicht zu schl'^^ Der Ministerpräsident wird die Berichte der PräseNe" ?^ warten, um festzustellen, welcher diefer Kategorieen die < zclnen Anstalten angehören, bevor er die Schließung ?,^ crdnet. Die Antworien der Präfelten dürften in ungel"' drei Wochen einlangen. , .< Paris. 25. Juli. Im heutigen Ministerial «N^ zeichnete Präsident Loubel das erste Dekret, durch »vel^s Schließung von 26 vor dem 1, Juli 1!)02 gegründeten l^ aregationistischen Schulen in Paris unb im Seine'^Hl trment. bie entweder um bie Autorisation nicht angtl oder sich geiveigert haben, ihre Tättgleil einzustellen, "^., l.ibnet wirb. Das Dekret wird im morgigen Amtsbla"« scheinen unb sofort durchgeführt »uerdln. zs! Paris. 25. Juli. Die Herzogin von OrleaN» . gestern abends nach Wien abgereist, von wo sie s>ä> ^1 Älcsuth begibt. Gegenüber verschiedenen Zeitungsmelbun^ stellt die «Agence Hava«" fest. baß von einer Ausweisung Herzogin auö Franlreich niemals d w l,^ ^ebhardt Dr,, Del Rheumatismus, li. 1 44, Ki.7/^°ldt Dr., Die radikale .Heilung der Trunlsucht, lchmene»^ , ^^"bt ^' Cchlaslosigleit. Kops- und Zahn. Ki'N ^ " ^ Gebhardt Dr,. Magen.Darmleiden, Holst ^^"rcia Dr. F., Gllicl oder gusall, K2-64. — °uilchlü<,l> K i «?' ^"lkene und nasse Flechten und Haut« «°Vdler ^' ^7 <«Nl^ Jacques de St., Der puselte ^ ^»reoner, Xi-80, — O t. Dr. W,, Die Hämorryoiden, Divbtlieri^« ?^' ^' ^' ^^ ellrnnt man rechtzeitig die ll ^./^"" und wie betampst man sie am zuverlässigsten? Üebenam«'« ^ lieber I., Jedermann Heilmagnetiseur oder «°d°V ^''lemus als «ollsmittel, l( 1 50. - ltfreb. - 5>al- Schutzengel, unsere »nsichlbaren Helser. K 1 20. ^ N,^ ^ ^' ^"ei Evai.gelirn deil Monismus, K — 9«. ^roonber?« ^. ^ph«l»gie, li ^-. - Muschil-«inde.^ ^' Nlt bie Hypnose gefährlich? li -4«. -"yr°,f ^''" ^-' Mehr Licht, 10 Viinde. ^ X 1-20. -Nitkl^ ^ Adolf. Ueber den Ex,stcuzdegr,ff. X 2 40. -der M„^/ "^'' I"'s"ts von Out uud Äijse. Zur Genealogie ^rath2.^^ " «irhsche Fr,. Also sprach - S^ l ^ ^'^ " Koupmann K,, «osen, K 1 44. Niolinfi?°',^^^- Der «°«urliche gmgrrsav chromalischrr ^chul ^^»«'^ - LantzTh.. Fortbildung und «°ll2 ^" Mädchen. X^^. - Eichhorn Dr. A., ^ 'l> '"« ausaesuhrle plunimelrische Schiilerarbeitcn, li 2-»«. lnit der « ^/ ^^ I-' Ucber dir Verbindung der sprachlichen Hnfluh '^^chen VelehlUlig, lv 1 20. - Reichenau von. lnalerinl« < ^''^ °"f die Enlwiltelung dei» Feldailillrrie» ^Dffpr/??"^Ul. X 1 ^. - Mlein F. slm°ent.ung Vatzi»- w ° ""^ Inlrgralrechnung au! O.omell!s, K!2 —. ^lait, s? ' ^^e>a>ianiemlis in der Vidcl, X 1 20. — Hr. zt ^t ll ft C., Die Nolil der Pferde, k - 96. - M rili der Tt,e'°? lnteinationale Zivil« u».d Hnndclirecht auf Grund ^olb^»'.'. Hebung und Praxis, 2 Vände, X24-—. — Tt. K ^ ' ^"^ Beichtqehnmn'S. li - 72. — Gr ünb erg iu den 'i«« ^ ^ndelepolitlschen Beziehungen O.sterreich-Ungarns Tt. Ud "^"" "" ^" unteren Donau, li 7 U2. — Weber ^Kürn ^pusitenbllnlen u»d Spclulationsbanlen, X 6 1«. 5)r. <2«n," ^. K., Die Templcrregel, X6 -. - Krauß ^Iö». 'c?" ^ben Jesu nach jüdischen Quellen, X U 60. ^ Vri "vs., itulturbilder aus dem Rheinland. X 6 —. l(4 82 i "<- ""b Weck lein N.. (turipides Fabulae, ^lschtin'..« ^ arwin G. H,, Ebbe und Flu», sowie verwandte ^"m"n?" "" Sonnensystem, X 8 ,6. - Ällseld Dr. Ph., li 10 80 ^" ^" Gesehen, betr.ffcnd das Ulhebenecht ,c.. tzeb 3""llg in der Vuchhandlung Jg. d. «lein mähr ck ^^«a«berg in Laibach, ltongrehplah «. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. -^^Vhe 30«-2 m. Mittl. Lusldruck 736 0 mm. ^ ßZ" ^ "'"" be«H!mmtl« 3«^ ^ 3 " »^ ^' 'W^NL. MaA^alb bewölkt l^^ 2^^^ M-ii 169 SO.mähig heiter___ »' > ?39 7 , 189, SO. schwach ! Nebel s 6-6 """«: i"9^^"'"el der gestrigen Temperatur 17 b°. Nor« -^^«ttwortlich«« Mbatteur: Anton Fu »tel. Hotel Lloyd, Petersstrasse. Heute Samstag, den 26. Juli KOMZERT des berühmten Damenorchesters „Austria". -A.xif«iaeT S TJixz a,"teo».cLs. Sonntag, den 27. Juli, ebenfalls im Hotel Lloyd Frühschoppen-Konzert Anfang 10 Uhr vormittag!. (2879) Soeben erschien: Die Eflektemunsatzsteuer, das Taxwesen und der Spielkartenstempel samt den dazu erflosseoen Nachtragsvorschriften und der einschlägigen Judikatur 17. ^Vullage bearbeitet von Hr. Stefan Koezynski. Zu beziehen von (2874) 2—1 lg. v. Kleinmayr & Fed. Bambergs Buohhandlung In Lalbaoh. In der heissen Jahreszeit kann als das beste und zuträglichste Erfrischungs- und Tischgetränk, welches auch zur Mischung mit Wein, Cognac oder Fruchtsäften besonders geeignet ist, ^P alkalischer --------------SMiE^B*\JW* empfohlen werden. Derselbe wirkt kühlend und belebend, regt den Appetit an und befördert die Verdauung. Im Sommer ein wahrer Labetrunk. Niederlage bei den Herren Miohaol Kastner und Feter L&ssnik la Laibftoh. (WM) ^f^r^^^ Ueberall »n haben. -r> un«ntb»hrlloh« Zahn-CrAm» erhält die Zähne rein, wein» und gesund. Schwarze und farbige SoidoEstoffe in grösster Auswahl empfiehlt (U5fl)*7 Alois PerSChÖ, Domplatz 21. H nerpö/e un3jc^wache Personen. ^» (»9??, 39 Allen lieben Freunden, die unserer teuersten Zda das letzte Geleite gegeben, sowie allen, die uns in diesen bitteren Stunden Trost gespendet haben, unsern imngstl'N Dans. Insbesondere schulden wir tausendfachen Danl dem Direltor der höheren Mädchenschule in i/aibach, Herrn Dr. L, Pozar, der Lei» term der höheren Mädchenschule, Frl. Wehner, und den Mitschülerinnen der unvergeßlichen Verblichenen, sowie Herrn Oberlehrer Rus und seinen liebenswürdigen Herren Kollegen für die herrlichen Grab« grsänge, die den namenlosen Schmerz unseres tief betrübten Hrrzrns linderten. Schließlich sagen wir allen Lpendern der schönen Kränze und Vlumen» gewindt den herzlichsten Danl, Vergelt's Vott! Velbes am 24. Juli 1902. (2871) Familie Ravnihar. Kurse an der Wiener Dorfe vom 25. Juli 1902. «»«»»°isi.'.°°> »»a»,««. Die nolinltn ltur,e derfithen fill» «n Kronmwährung. Di, Notierung »ämMch« Nllien und der .Diverftn «o,e. versteht ftch p« Gtll«. ^ unl!^nigr,«ch. ^^«<.«>?N°.-^ ««7« »«-«. ^'Nb,,,,' ' ' - "^" ww »lll! V«lb war« V«n G<»nte z»r Zahl«»« llber»o««t»e Nahn (div. El,)L»Ib. 4°/, . . . W«!»»0o z!l. Vorallbeigti Uah», Em. l»»4 '»(» l»l ^0 4°/, dto. Rente lu Kronenwähr., sttuersiei, per Kasse . . . »? »b »N'lü 4"/« dto, dt«. bto, per Ultimo . »? w l»» X» üng.V«, El!,.«nl. «old l»u sl. ll»— »l« »V dt°. bto. Kilber lW >l. . . . i«, — lW uu dt». V,aa!« 0l>ll«, (Una. Ostb.) v. I, l»7«....... l,»KU!'!il> dlo. PrüM'NkliX)«.'^ «!UX z«ü — >«<»? - bto. dt,. k bU fl, i-IW ll Wb — ">7 ^ Iheih'Rf«,.U°le 4°/» .... l»« - >b» - 4«/» unaar, »rundenll, Obllg. «?-«> »«'«<> 4«/, lrool, und sl«von. bett» 9» — »>.-^ Ander« 3ff»nll. Hnlthen. b"/<>Donau«eg,.«nle!he l»7» . io?« — — «nlehe« der Stadt Vürz . . 9««t» ^ ^ «nlehen der Otadt Nien . . . ,0« — «u? ^ dto. bto. (silber ob. Gold) l»3 Ll. »" >i° bto. bto. (l«S4), . . . W»« !" »" bto. bto. (l«S8). . . . S8lN>"0'" V°rlebau.«nl«hen, »erl°»b. ü°/, iou — l«' bu 4«/» Kra »7 Sü 9« uz N..»steir, liande« Hl»p.'«nfi, 4°/° 99 — ,uy.^ oest.un«. «»«! 40'/»jHhl. verl. 4«/»......... »«>'»b lNl lll» dto. dto. liojilhr, veil, «"/« l» 4« lU9 40 Vtaallbahn....... 445 -^ — — Vüdbahn ^ »«/»»er,.I«nn.'I"l! »9, lü ,9z ,5 dto. kt»°/»...... li« — ,un - Un,,.«»li,. »ahn..... l0S'20 ,UU !<(, 4°/, Untellrainer »ahnen . . 99 l» »cxi — IlV»ls» los, (per Ltüll). «erzluellch« »»f«. 3'/» Vl»denl>ed<«'«°!e Um, l»»U »«? - HN« - U<7° „ „ i tX» »»4--. 4°/. Donau DllMpllch, ll«> fl. - ^--^ —— ü"/° Do«au°«so.»l,.ilojc , . - »»« — »»» — Unv«rzl»»llch« i!«s«. «ubap,-«al!llla (Vombau) b fl. l»1b »o,^ «Lebitlose l0UV« — Palsty.ll°!e 40 1l, »VU - 19» — «oten Kreuz, Oesl. «es., v.lOfl. « 4« b«.u ., ., un«. ., „ bfl. «»— »9 — «ub°l!-- Lalm.^se 40 fl...... »" - »»»— L<,.^»°^ii°j» « l> - > - »"'»»74— Wiener «lomm.-Uole v, I. !«< 4L4 - 4»« -Gewinsljch. d, »"/»Pr.» schuld». b. «»oenttebitanst. psll«zlnl»» nehmung«« «luffig-Tepl. Ei!enb, «« fl. . . »?»' »7?ü »au. u, Velrieb«.«?!, »ür ftüb». «traßenb. in Wien l!«,. X . »04 — »0« — dlo. dto, dto. lit, L . 304 — 3l>« — »ehm. Nordbahn lb« enb,» «efelllchaft »0U fl, «, . , . 6U9 - ö?l - Lloyd.oest,. Iriest. liO0fl,»Vl. «l«l. - «30 — Oeflerr. Norbweftbabn 9N0fl. V. 4SU — 40» »>' dlo, dl°. (lit, ll)z«(»o fl,V. 4«?-—^e« — Prag Dürer ll,llbll»l. 193 — l»4 — Vtaat»e!lenbahn »0« fl. V., . 70l 75 70« 7ü büdbahn i»00 fl. 8.....»7 bl> «» - Sübnolbd.«n-b..V, »voflTVt. 400 — 4<» — Tlllmn»»v°«sl„ Neue«»r,,Prl0' rital« Nltien l(X> fl. . . . lbl,-— ,S« — Ung..aal!z - dto. blo per Ultimo . . »7» — S79 — Krebitbanl, Nll« »mg, «U0 fl, . ?!»—7,8- Deposttenbanl, «llg,, »UN fl. . 4l«< —4li> — »«lompte.Vef., «bröst,. bW fl. «,— 4«i — Viio'U.Kassenv, Wiener «)U fl. 4t»» — 4?«— H»W°thttb.. vest. »00fl.30°/»« «93 - ,»»— «»ld »,l, «änderbanl. Oest.. XX) fl. . . 4»?«4lt<»5 0ssterr.'unaar, Vanl. «X» sl. . l«07 l»l0 Unilmbonl «X) N.....Ul—l»3« — »eilehr«,anl. «llla., l4« fl, . U? — «« — Znbustril.zlnt«' »»hmung»«. Naugef., «ll«, «st,, l«> fl. . . l3l» — ,4» — l> Pr»«er lrilen.Hno,»«?!,. »00 N. 1«,« ,«0 V»l!»o.Darj. Gitinlohlen l«»«l. ü«'—Ui — „Vchloglmühl", Papierf ,00 sl. «« — «0 -^Steyrer«.", Papierf. u. V .». »44 — »4? — lrlfoiler Kohlen»,.«esell, 70 fl. »9b — »»7 — «assenf >« ,0,st.tnWi,n,l<»0fl. »3» — »»»bo Vagaon'Ütlhanst, ,«ll«,, in Pest, 4«, X........7>X» - ?«l> — Wiener Uau«e<,ll!ch »» ^ ^ „ Italienilche Vanlnoten . - » , ,,^, Rubel.N°«n...... ' " ^^^^ " «"Ms., l>«*uen und Valuten. jf. C Mayer l.»ifci>cli, 3pitalga>ige. Privat-Depot» (Safe-Depo»it8) »wiIhhi »M UrElilim !¦ 0«m O*rnU- II« lit Hn-ftnU,