HhrLuumeralions-Preise: Für Laibalt: ^»«zjährig - - 8 fl. 40 kr. Halbjährig • ■ 4 „ 20 „ vierteljährig - 2 « 10 « ^vriatlicb - - * ^0 » Mit der Post: ^»«zjahrig...............12 Halbjährig............... b " vierteljährig............ 3 " Laibachcr 'XcSöttiOH: Bahnhofgafse Nr. 132. Mr Zustellung ins Haus diertelj. 25 kr., monatl. 9 fr. Einzelne Nummern 6 kr. ir50. lagblatt Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Mittwoch, 3. März 1875. — Morgen: Kasimir. Expedition- & Inseraten-Bureau: Congreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. Klein-niayr & Fed. Bamberg.) Jnsertionspreise: Für die einspaltige Petitzeile ä 4 tr., bei wiederholter Ein-schallung ä 3 kr. Anzeigen bis 5 Zeilen 20Jr. Bei größeren Jnjxwre öfterer EinschaltuA.x ehender Rcchatt. Für complicierten dere Vergüt»' 8. Jahrgang. Die Triester Eisenbahnsrage. (Fortsetzung.) DaS Kapital drängte sich förmlich dazu, die ttftm jo Millionen der abgegebenen Aclien wurden httihäi übergezeichnet, die einzelnen Strecken ziemlich Ä gebaut, z B. der 13,50 Meilen lange Flügel Tarvis-Laibach in nicht ganz dre.zehn Monaten her-SkNellt- aber trotz alledem wurde nicht eine der Aiaeren Strecken gebaut, welche die Verbindung tw t dem Meere herzustellen vermöchte, bei aller DrSalickkeit auf Grund des von der Südbahn beim w£ritu6 des denkwürdigen Vertrages bezüglich des Wannten neuen Hafens vom 13. April 1807 er- d?r ^Generalversammlung der Rudofsbahn dvm 14 Dtt 1868 erkannte man die Dringlichkeit im Interesse des Staates sowohl als auch des ^lusblübrns der Bahnunternehmuug, dieselbe über ponteba binaus in südlicher Richtung fortzuführen, ^ s mit dem italienischen Netze zu verbinden, und es wurde der Verwaltungsrath eingeladen, alle ihm LXtc s'°h-"d->. 501UI.I aufsuwnta, »ra tirtt derartige Eoncession zu erlangen. Es wurde möglichste gethan, aber alles um,on,t. xjner darauf folgenden Generalversammlung w 29 November 1869 wurde der Verwaltungs-infnfae obgenannten Beschlusses neuerdings beauftragt und ermächtigt, alle jene Schritte zu befchleu-hiatn um die Bewilligung zu der Verbindung mit fcj* adriatifchen Meere zu erlangen. Man machte neuerdings dringende Vorstellungen, aber immer vergebens. Die energischesten Bemühungen führten zu keinem Ergebnisse, während seit Jahren der Streit zwischen Ponteba und Predil fortdauerte; und wiewohl es feststand, daß erstere Strecke bei weitem vorzuziehen sei, so brachte doch die Regierung am 3. März 1870 einen Entwurf für den Bau einer Linie von Tarois über den Predil bis Görz (nicht bis Trieft) auf Staatskosten im Reichsrathe ein, vielleicht darum, weil jene fremdes Gebiet durchziehen würde. Die Vertagung des Reichsrathes machte die Verhandlung unmöglich und die so wichtige Frage der Verbindung der Rudolfsbahn mit dem Meere kehrte wieder in Vergessenheit zurück. Die Opposition gegen die Predillinie erreichte inzwischen dnrch die zahlreichen Begründungen und besonders durch die technischen und militärischen Rücksichten einen solchen Grad, daß dieses Project von verschiedenen technischen und militärischen Autoritäten als eine technische Monstrosität bezeichnet wurde. Man war gezwungen, eine andere entsprechendere Richtung zu suchen, um die Rudolfsbahn mit Triest zu verbinden; und diese Richtung war in der Linie Lack-Prä wald-Triest gefunden, von der man der Regierung gleichzeitig einen Entwurf unterbreitete, der aber zurückgestellt wurde, um einige Berichtigungen und von der Regierung gewünschte Modifikationen daran vorzunehmen. Diese neue Linie wühlte dir alle, eingeschläferte Predilfrage wieder mächtig auf, so daß vonseite der Regierung am 22. März 1872 ein zweites mal das Project der Predilbahn von Tarvis nach Görz (noch nicht nach Triest!) dem Reichsrathe vorgelegt wurde, und zwar zugleich mit einigen Zusammenstellungen und Berechnungen einer von Regierungs» Organen ausgearbeiteten Trace der Lackerbahn, verschieden jedoch von dem am 27. Mai 1872 vom triester Consortium eingereichten Projecte und weitaus verschieden von jenem modificierten, welches sich gegenwärtig in Händen der Regierung befindet. Die Lack-Predilfrage wurde aufs wärmste von der Presse besprochen. Aus dem Schöße des ReichSrathes wurde eine Specialcommission für diese Angelegenheit ernannt, welche viele Sachver-ständige (Techniker, Militärs, Eisenbahndircctoren) einlud, um sich über den Werth dieser zwei Linien zu äußern. In einer eigens zu diesem Zwecke gehaltenen Sitzung am 27. Mai 1872 anerkannten alle Sachverständigen vollinhaltlich die Schwierig-keilen der Predilbahn und die Unmöglichkeit der Fortsetzung derselben von Görz bis Triest, und erklärten infolge dessen, daß die Linie Lack vorzuziehen sei; aber auch das fruchtete nichts und half die Frage nicht lösen. Indessen beschloß das italienische Parlament am 15. Juni 1872 den Bau der Linie Udine-Ponteba. Es übernimmt ihn die Südbahn, und nun fehlt nichts mehr als die Ausführung der Strecke von Tarvis nach Ponteba auf österreichischem Boden. Es verging noch ein Jahr, ohne daß etwas geschah! Im Jahre 1873 am 24. Juli wurde Ieuilleton. Las Testament eines Menschensrcimdes. (Schluß.) Wenn bei meinem Tode noch in den Häusern und Schlik in Triest oder Wien wie gegen» Vtärtia thötip, dann an Gustav Graberg 40,000 fl.; ^ Eduard Jeanrenaud 30,000 fl., wovon die feiner Frau, sollte er früher aus dem Haufe SLL und Schlik durch Tod geschieden sein; — Friedrich Rupnik 30,000 fl., und sollte er früher Hause Reyer und Schlik durch Tod ab- rÄ» d°°» «tat S..U 10000 fl ; Romuald Vielen 20,000 fl.; an Capovrefe fl . jedem anderen Mitarbeiter in Triest Lrvi rweiiShrigen Gehalt; an den Geschäftsleiter «rovuroführer Joseph Winter in Wien 150,000 AL an den Procurasührer von Partenau an Herrn Kwizka 30,000 fl.; an Josef 30,000 fl.; an v. Belofsovich 30,000 fl.; & Scontistrn Karl Stöckel und Josef Koller k? ° 5000 fl.; jedem anderen Mitarbeiter in Wien LrL zweijährigen Gehalt; alle, wie vorne gesagt, C«« Bei meinem Tod noch in den Häusern Reyer Ced» iWe- Das Wiener HauS zahlt gegenwärtig Pensionen an Lente unserer einstigen Industrie-Etablissements für meine Rechnung, die früher mein Bruder und ich gemeinschaftlich trugen. Ich zahle sie allein infolge des Testaments meines Bruders Baron Karl Ferdinand Reyer. Nach meinem Tode hat mein Universalerbe diese Pensionen fortzuzahlen bis die Pensionisten absterben, und der Theresia Vogthuber wird er jährlich 400 fl. zahlen, statt der in jenem Testamente bestimmten 200 Gulde«. Ueberdies an Theresia Vogthuber in Wiener-Neustadt ein für allemal 5000 fl. und ihrer Tochter Maly 2000 fl., an unsere HauSsacchine in Triest Anton Rebulla, Johann Staatmann, Josef Skabini, Franz Celolli, Franz PraStz, jedem 5000 fl. und an Mathias Zamper 3000 fl., aber nur wenn sie bei meinem Tode noch bei Reyer und Schlik als HauSsacchine arbeiten; andere HauSfacchine haben nur ihren zweijährigen Lohn zu bekommen. An meine Dienstleute ist zu zahlen an jene davon, die bei meinem Tode noch in meinen Diensten stehen und zwar: an Fanny Kleinbacher 20,000 fl., an Karoline Kaiser, an Anton Kunieditz, an Martin Procopovic, an Joses Brugger, an jeden 10,000 fl., an Karoline Bianchi 5000 fl., an AloiS Kralic 3000 fl., an den Mandrier Michael Schilka 5000 Gulden, an diejenigen, die, wie vorne gesagt, bet meinem Tode noch in meinem Dienste sind; da-Wasserweib in der Stadt und die regelmäßigen Büglerinnen in der Stadt, sowie Aushelfer im Stall, wenn solche vorhanden, sowie die regelmäßigen Wäscherinnen in der Eampagna soll jedes 100 fl. bekommen. Sind bei meinem Tode andere Dienstleute in meinem Hause als die Vorgenannten, so soll jedem solchem ein zweijähriger Lohn gegeben werden. Indem ich den Vorgenannten danke, empfehle ich Ihnen stets Gott ergeben und genügsam zu bleiben, den Damen aber noch, lieber gescheidt ledig zu bleiben als dumm zu heiraten. Dem Reitmeister Vanino hinterlasse ich 2000 Gulden. Mein Universalerbe wird 30,000 fl. als eine Stiftung für meine Pferde, Hunde, Vögel, Katzen u. f. w. anfehen, da ich ihnen auch gute Tage nach meinem Tode wünsche; ich kann daher nicht wünschen, daß sie verkauft werden, sondern daß cs Ihnen gut gehe, können übrigens lancettiert werden, wenn für sie gut, was mein Erbe zu bestimmen hat. An Bezirkshauptmann Franz Ritter v. Nadherny in Wiener-Neustadt 6000 fl. An Fe-derike v.^ Nadherny geborne Edlmann in Wien. Balenane Szirany geborne Baronesse Dickmann in Preßburg 20,000 fl. An Stabs. dem Ministerium das rectificierte Project der Lacker-Vahn, wie eS gewünscht worden, unterbreitet. Auch in dieser Parlamentsperiode wurde dieses Projrct dem ReichSrathe durchaus nicht vorgelegt und demnach auch keinerlei Entscheidung getroffen, obwohl zu fürchten stand, daß am 31. Dezember desselben Jahres das Recht, eine Linie bis zum Meere zu führen, kraft des mit der Südbahn abgeschlossenen Vertrages verloren gehe. Eine solche Verschleppung ist wohl unerhört und kann nur verhängnisvoll wirken. Die Verbindung der Rudolfsbahn mit Ponteba wie mit Triest muß als das wichtigste Jntereffe nicht nur für die Bahn selbst, ja fast noch mehr für den Staat an« gesehen werden. Die Rudolfsbahn umfaßt gegenwärtig ein Netz von 82,31 Meilen, welches fünf Arongebiete durchzieht. Dieser Complex kann natürlich nur passiiv sein, da die Südbahn mit ihren Frachtsätzen ihn für die Concurrenz mit ihr unfähig macht, daher ist der Verkehr nur ein beschränkter und der Nutzen für das Publicum fast ein geringer. Die Baukosten der Rudolfsbahn erreichten mit Ende des Jahres 1873 die enorme Summe von 107,590,000 fl. Dieses ungeheuere Kapital ist fast nutzlos geopfert und die armen Beitragleistenden haben die Lasten za tragen. Die Subvention, die der Staat auf Grund feiner übernommenen Garantie der Rudolfsbahn leisten muß, erreicht jetzt eine Höhe (4.5 Millionen für 1875) die von den Steuerträgern nicht unbeachtet bleiben kann. Man kann mit der größten Gewißheit behaupten, daß diese Summe sich nicht verringern wird, bis die Rudolfsbahn nicht ganz unabhängig bis ans Meer verlängert fein wird. Die Regierung und der Reichsrath mögen endlich hierüber Nachdenken, wählen und beschließen, und zwar schnell; denn wenngleich eine irrige Ansicht sie abhalten sollte, gerechten Wünschen Gehör zu schenken, den Bedürfnissen entgegenzukommen, so sollte die Passivität der Rudolfsbahn allein sie zu einem schnellen Beschluß vermögen. Sie sollten bedenken, daß die fünf Jahre der Rechtsentsagung schnell dahin schwinden und daß, wenn in diesem Zeitabschnitte abermals nichts geschieht, ganz sicher nur auf Subventionen der Rudolfsbahn über 25 Millionen verloren gehen, welche, anstatt so hinaus» geworfen zu werden — wenn auch nur als bloßer Vorschuß für die Bahn — mehr als hinreichend sein würden, um selbe unabhängig über Lack bis aus Meer zu führen. Die Prcdilbahn, davon ist auch die Mehrheit des Abgeordnetenhauses überzeugt, würde nie die enormen Betriebsauslagen und die Zinsen des bedeutenden Anlagekapitals decken und demzufolge nie« arzt Dr. Gustav Mitterdorfer in Klagenfurt 10,000 Gulden. An Maria v. Groller 10,000 fl.; an ihren Gemal Linienschiffslieutenant Julius Ritter v. Groller 5000 fl. An Gräfin Adelheid Grotenegg in Graz 6000 fl., wovon sie auch ihre verwandten Gräfinnen bedenken kann, wenn sie selbst solches wünschen sollte. An meinen alten Leibschneider Alexander Alessandri, allen meinen Leuten wohlbekannt, 2000 fl. und seiner Tochter 1000 fl. Ist Dr. Cvmelli noch mein Arzt an meinem Tobtenbette, oantt zum Andenken an Sictransit u. s. w. ihm 4000 fl., wenn aber ein anderer Doctor anstatt ihm mein Seelenbeförderer nach Jenseits gewesen, d«nn diesem 2000 fl., an Sophie Ruda, jetzt im Hause der Clementine von Best, hinterlasse ich 5000 fl., wenn noch ledig, an Ferdinand Reyer in Keldkirchen 3000 fl., an Theresa Urditz, einst Kü-chenmädchen bei meiner unvergeßlichen Mutter 2000 (Salden, an Anton Zilli, Marineschmied in Via Grumula, 5000 fl., an Nicolic Curtovich in Casa Smadino 5000 fl., an Karotin a Klaus, Schwester btt Auguste Pazze, an Valentine, Tochter de» Re--irrungsrathe- Dr. Rabl, an Anna KloSman«, wenn «och i« Hause Poye, an Angelina Neef oder deren Tochter Virginia,, an Witwe Htatieto Gaddum, an Marietta Echollian, dir lange meiner guten mal- von praktischem Nutzen hinsichtlich der Frachten sein können. Nur wenn man im vornhinein bei zehn Millionen als Fond perdu opfern würde, um die Kosten dieser Bahn jenen der Lacker Linie gleich zu stellen, erst dann könnte vielleicht der Predil sich möglich machen. Solches wäre jedoch gewiß nicht im Interesse de- Staates und noch viel weniger in jenem der Steuerpflichtigen gelegen, und wäre nicht einmal logisch, indem durch Bewilligung der gleichen oberwähnten Summe zugunsten der Lacker Linie diese noch um so viel weniger kosten würde. __________________(Fortsetzung folgt.)__________________ Politische Rundschau. Laibach, 3. Mörz. Inland Die Solidarität des österreichischen Ministeriums bleibt aufrecht. In der „Presse" werden alle Gerüchte über eine Neubesetzung des Handelsministeriums in Abrede gestellt. Insbesondere entbehrt die Nachricht, daß der Finanzminister Baron de Pretis seine Portefeuille mit jenem des Handels vertauschen werde, jeder Begründung. Dagegen wird die Nachricht, daß man mit der Trennung des Departements für Communicationen von jenem des Handels ungehe, neuerdings bestätigt. Selbstverständlich bildet der Ausgang des Prozesses Ofenheim das Hauptthema der officieüen wie der nicht officiellen Presse. Wir geben in folgendem ein paar Urthcile wieder: Die „Tagespresse" faßt ihr Urtheil in das folgende Schluß-resume zusammen: „Das Gefühl der stillen, lediglich humanen Theilnahmc, der rein menschlicken Regungen kann um so mehr in seine Rechte treten, als die von allen angestrebte Purification des ökonomischen Treibens durch den soeben geschlossenen Riesen« proceß gewiß wesentlich gefördert wurde. Der „wirth-schastliche Aufschwung" wurde jämmerlich bloßgelegt. Man kennt die Wege, auf denen die einen zu Millionären werden, die anderen zu Bettlern. Die Geheimnisse der Geldmacherei werden publik. Man kennt die Kunst des „Reichwerdens.* Man weiß, welche Rolle der Moral und der Aufopferung bei den großen Unternehmungen zugewiesen ist, man weiß, welche Liebe und welche Sorgfalt von Ver-waltungsräthen für die Actionäre aufgewendet wird, man weiß, welche Stellung dem Aktionär eingeräumt ist — dies alles pfeifen die Spatzen aus den Dächern, und das Resultat des Prozesses ist ein lautes, durch ganz Oesterreich ertönendes: „Vor Gründern wird gewarnt." — Die „Vorstadt-Zeitung" sagt: „Soll denn der Prozeß Ofenheim wirklich zu nichts als zu Skandalen geführt haben ? Wir wollen es nicht hoffen, wir wollen hoffen, daß unsere maßgebenden Mutter freundlich gedient, an Frau von Volpi, an Josefine Gatard, an Makler Gactan Langcnmantcl oder dessen Frau oder deren Tochter, an Hauptmann Heinrich Baron Ronner, an Maestro Sinico, Lehrer an der von mir subventionierten Sangschule, jeder 5000 fl., an Maria v. HubovSky geborne Baronin Kotz in Wien 4000 fl., an die älteste Tochter des Stipperger, der gegenwärtig Hotelier zur „Stadt Frankfurt" in Wien, und an Dr. Schüler in Sauerbrunn-Rohitsch jedem 3000 fl. An den früheren Director D. Coek, jetzt in Marburg und Graz, an OberlandeSgerichtSrath Dr. Rulitz in Graz und an seine älteste Tochter Friederike Rulitz, jedem 2000 fl. — wenn Orsola Man-zioly die Jntabulation auf ihr HauS in der Alt. stadt noch nicht ausgelöscht haben sollte, schenke ich dieselbe — an Emilie, Wirthschafterin bei meinem Vetter Julius Cäsar Reyer; an meinen gegenwärtigen Brougham-Kutschcr, den Karl Reinelt kennt, sollte er bei meinem Tod noch mein Kutscher sein, an meinen frühere« Bedienten Johann Anti, an meint frühere Köchin Karoline Döllinger, an den Saaldiener Kaspar Popich in Sauerbruun oder an dessen Frau, an die Witwe meines einstigen Berg-Verwalters Turnier bei Wiener-Neustadt, an deren Schwester Frau Pawlovitsch, an Reittier, wenn noch Factoren sich ermannen, daß man die Wucherpflanju in ihrer Entwicklung nicht noch durch die So»« der Gunst fördern, sondern daß man darangeh« werde, das Hebet mit der Wurzel auSzurotten, indem man im legislativen Wege dem schreiende» U* wesen, welches besonders mit Eisenbahnen getrieb# wird, ein Ende macht." Die ungarische Ministerkrise ist beend e t. Am 1. d. nach 9 Uhr abends konstituierte sty wie telegraphisch gemeldet wird, das neue Ci>> binet. Der Ministerpräsident Baron WenckheiL wird merkwürdigerweise zugleich auch den Posta eines Ministers am kaiserlichen Hoflager verfehet Koloman TiSza übernimmt das Ministerium dr> Innern, Koloman Szell das FinanzportefeuU Ludwig Simonyi den Handel, TomaS Pechy bit Communicationen; das Iustizportefeuille übernimm der bisherige Präsident des Unterhauses Bela PcrqtL Honvedminister Szende, Cultusminifter Tresort un) der Minster für Kroatien Graf Pcjacsevich bleibt im Amte. Das Präsidium des Unterhauses fi wieder an Bitto übertragen werden. Aus dem liM Centrum wurden also drei der wichtigsten Ministe Posten besetzt, der des Innern, des Handels und b« Communicationen. Ausland. Zur Bismarckfrage liegt ali neue Version nur die Mitteilung der „MorniK Post" vor, laut welcher Herr v. Bülow, bt Unterstaatssecretär im auswärtigen Amte, auf btr Punkte stehe, in bas preußische Ministerium ein}*1, treten und so eine Entlastung des Kanzlers zu fr wirken. Andererseits avisiert man den Wunsch 8i* marcks, in Preußen ein Ministerium zu schaff« welches nach seinen inneren Verhältnissen dem tff lichen Cabinet analog wäre. Die Herren Leonharü und Eulenburg seien ihm zu selbständig. Während die preußischen Bischöfe nei immer darüber terathen, ob die jüngste päpß' l i ch e Bulle eine hirtenamtliche Verkündigung uff trägt, haben zehn Mitglieder des preußische» D geordnetenbauses bereits einen Protest gegen pontisicale Rundschreiben erlassen, der in den stärkst» Ausdrücken gegen die Anmaßung des KirchenM Hauptes sich verwahrt. Es scheint, daß der preußit'i CpiScopat den Erlaß der famosen Bulle provocm hat. um einen Druck auf die niedere Geiftli4(i>l auszuüben, welche hie und da den Jesuiten den Vecchio, für die Jesuiten, für St. Just, 500 fl., und für die Kapuziner und St. ©iocM* für jede 300 fl. Einen Monat nach meinem I gräbnistage sollen dem Bürgermeister in Wien M Gulden übergeben werden für fromme wohlthv Zwecke nach seinem Ermessen und dem Pfarrer katholischen Kirche, wozu die Gaffe 6#rt; j?, »Reyer & Schlik" ihr Comptoir haben, für Messen und Unterstützungen nach feinem »I meffen. Zugleich an folgende: An den Vürgttow von Wiener-Neustadt 1500 fl. für fromme wq thätige Zwecke nach seinem Ermessen und der jwr: Pfarre 500 fl. für heilige Messen, — durch uw vruthlich darin bestehen dürfte, daß man die katholischen Beamten des Staates auffordern wird, Farbe lu bekennen. Der erwähnte Protest ist ein erster schritt zu dieser Scheidung der Wässer, welche sich allerdings angesichts der Haltung der jesuitischen ^reßorgane als unvermeidlich herausstellt. Man k»nn, ohne der Autorität des Staates zu vergeben, ft* nicht gut eine Sprache gefallen lassen, wie sie irr folgender Drohung der „Germania" sich mani-^stiert: „Betriebe der päpstliche Stuhl wirklich die Revolution, wären wir wirklich die Reichsfeinde, als die „Provinzial Korrespondenz" uns so oft geschildert hat, ständen wir wirklich, wie die Offiziösen behaupten, im Bunde mit der Social-Demo-ttatie confpirierten wir wirklich, roh man uns vor-vmst' mit dem Auslande — dann wehe dem beut, schm Reiche, wehe Preußen und wehe der Dynastie ix« Hohenzollern; ihre Tage wären gezählt und sie würden ein Ende mit Schrecken nehmen." Die Car listen haben im Norden Spaniens hie Offensive ergriffen und einen Angriff auf Bilbao tUtttrnommen. Die Zahl der Carlisten bei diesem ^oariffe auf Bilbao wächst mit jedem Telegramm, tzrsl ^ren es fünf, dann sieben, zuletzt zwölf Ba-tqiUont rrsi hatten sie nur zwei, dann zwölf Kanonen bag' erinnert stark an die steifleinenen Kerle, die Falstaff so heldenmüthig bekämpfte. Serrano soll tt, Madrid seine Dienste angeboken haben. Hat der Marschall wieder einmal eine Ueberzeugung ab-öwrnnprt oder wittert er bereits die Verwesung des Längen Königthums und spielt den Raben? Wer Wfc was den alten Jntrrguanten bewegen mag, sich oorrudrängen? Dagegen verlaute- au« dem ^arlistenlager, daß der alte Elio sich in das Privat- Kt .Me. « haben vrotestantifche Geistliche Spaniens an die Vertreter Deutschland«, England's, Nordamerikas', Schwedens Dänemarks und der Schweiz in Madrid ei« Eingabe um Schutz der durch das Decret der Manischen Regierung über die Eheschließung bedrohten WgLfrecheit gerichtet. Das Regiment Alfons Xll beaebt immer gröbere Tactlostgke.ten und die ^eit'der allgemeinen Begeisterung jür den jungen Monarchen scheint schon lange vorüber.____________________ l'ocal= und Provinzial-Angclegenheiten. (Die Sterblichkeit in Laibach) erreichte im cvafirc 1874 die ungewöhnlich hohe Ziffer von 1143 ^ressallen während im Borjabre 989 Personen, somit um W ' niaei starben. Bon obiger Total,„mme entfallen ^5 Mlle auf das biesige Spital nnd 758 aus die übrige Bevölkerung. Die höchste Sterblichkeit ergab sich im Monate Marz mit 122, die geringste im Monate September mit 78 Todten. Mit Rücksicht auf das Alter der Verstorbenen ist das Kindesalter am stärksten vertreten, und zwar starben 204 Kinder unter einem Jahre und 215 vom 1. bis 7. Lebensjahre. Im Alter von 7 bis 20 Jahren starben 92, von 20 bis 40 Jahren 193, von 40 bis 60 Jahren 219, von 60 bis 80 Jahren 171 und von 80 bis 100 Jahren 30 Personen. Der Rachenbräune erlagen im Laufe des Jahres 115 Erkrankte, den Blattern 99, dem Scharlach 15 und dem Typhus 16. Der Rest vertheilt sich auf die ändern Todesursachen. Wenn wir die Bevölkerung von Laibach rund mit 23,000 Einwohnern veranschlagen, so ergibt die Mortalität 49'7 Todesfälle von jedem Tausend derselben, eine im Verhältnis zu anderen Städten wie London mit 22, Wien mit 34, Berlin mit 35 von Tausend, jedenfalls enorme Sterblichkeitsziffer. Es wäre angesichts so erschreckender Ziffern hoch an der Zeit, daß Stadtmagistrat und Sanitätsbehörden endlich aus ihrem Schlafe erwachten und etwas für die Regelung der arg gefährdeten sanitären Zustände Laibachs, wie es ihre Pflicht ist, unternähmen. Wenn es ändern Städten gelingt, durch Zuleitung gesunden Trink waffers und sorgfältige Abfuhr der gesundheitschädlichen, Miasmen erzeugenden Stoffe, die Sterblichkeitsziffer auf 22, ja sogar auf 18 vom Tausend herabzudrücken, wie sollte ähnliches in dem schönen Laibach nicht auch möglich fern. Hier haben ein hochweifer Magistrat und eine wohllöbliche Sanitätsbehörde einmal nicht „leeres Zeitungsgeschwätz," mit welchem Stichwort man unbequeme Mahnrufe gewöhnlich abzuthun pflegt, sondern die furchtbare Beredtsamkeit der Zahlen, die sich nicht so leicht zum Schweigen bringen läßt. — (Todesfall.) Gestern nachmittags starb Frau Anna Schaffer, die Mutter unseres Reichsralhsabgeord-neten Dr. Adolf Schaffer und des k. k. Oberlieutenants im Regimente Belgien, Herrn Josef Schaffer, Frau Schwiegermutter des Landtags-Abgeordneten Anton Ritter v. Gari-boldi. Wer die bis in ihr hohes Alter rüstige Frau mit dem regen Geiste, dem klaren, durchdringenden Verstände und dem edlen Herzen kannte, die es außerdem wie wenige Frauen verstand, religiöses Gefühl mit liberaler Geistesrichtung zu verbinden, wird derselben gewiß ein immerwährendes freundliches Andenken bewahren. — (Staatspreife fürAuffor st ungen.) In Verfolg der Concursausfchreibung vom 4. Mai 1874, Zahl 3209, hat die k. k. Landesregierung mit Genehmigung des hohen k. k. Ackerbauministeriums nachstehende Staatspreise für hervorragende Leistungen im Aufforstungswesen zuerkannt, und zwar: a) für ausgeführte gelungene Kulturen: dem Forstmeister der Fideicommißherrschaft G o t t s ch e e, Herrn Ernst Faber, und dem Forstmeister des Gutes Ratschach, Herrn Moriz Scheier, je eine silberne Staatspreismedaille; b) für gelungene Kulturen und rationelle Waldwirthschast: dem Realitätenbesitzer Herrn Leopold Dekleva in Buje einen Staatspreis von 100 ft.; c) für rationelle Waldwirthschast: dem Gutsbesitzer von Ehtettau Herrn Otto Dettela eine silberne Staatspreismedaille und dem Gutsbesitzer Herrn Peter Roßmann in Unterduplach einen Staatspreis von 100 fl.; endlich d) für pflegliche Behandlung natürlicher Waldanflüge, Nachhilfe durch Kunst und dadurch bewirkte Umwandlung ertragloser Kulturen in Waldland: dem Grundbesitzer Herrn Anton Dekleva in Adelsberg einen Staats-Preis von 50 fl. — (LrbeitSmaterial für diekrainische Handels - und Gewerbekammer) Der heimischen Handels- und Gewerbekammer liegt, nachdem die Thätigkeit derselben durch Monate unterbrochen war, begreiflicherweise ein reichhaltiges Arbeitsmaterial vor, so z. B. soll dieselbe eine gutächtliche Äußerung über die neue Gewerbeordnung, über das Zoll- und Handelsbündnis mit den Ländern der ungarischen Krone, über die Erneuerung des italienischen und des türkischen Handelsvertrages u. s. w. abgeben. Rückftchtlich der letzter» faßte die Kammer in ihrer Sitzung vom 26. v. M. über Antrag des Vicepräsidmten Karl Luckmann folgenden Beschluß: „Es fei unter Begründung der Verspätung an das hohe Handelsministerirm sofort die Aeußerung zu richten, die Kammer würde mit thunlicher Beschleunigung ihr motiviertes Gutachten abgeben, betrachte es jedoch im Interesse der Industrie und der Gewerbe dringend geboten, schon jetzt zu erklären, daß die einzelnen Handelsverträge keinesfalls erneuert werden und neue Verträge nur nach gründlicher Berathung mit Vertretern der einzelnen Industrie- und Gewerbszweige und mit möglichster Berücksichtigung der Wünsche derselben abgeschlossen werden mögen." Der Gegenwand selbst sowie die Abgabe eines Gutachtens über den Zolltarisentwurs vom Jahre 1868 wurden der dritten Sec-tion zur Berichterstattung zugewiesen. — (Zweite Schwurgerichtssitzung.) Aus Grund des § 301 der St. P. O. wurden für die zweite Schwurgerichtssitzung im Jahre 1875 bei dem k. k. Landesgerichte in Laibach als Vorsitzender des Geschwormngerichtes der k. k. Oberlandesgerichtsrath Joses Mahd und als dessen Vertreter der k. I. Landesgerichtsrath Vinzenz Jeuniker bestimmt. — (Fastenunterhaltung.) Die Direktion des Casinovereines veranstaltet statt des im Fasching ausgefallenen Balles eine Fastenuuterhaltung, welche, wie uns berichtet wird, aus einer Vorstellung lebender Bilder, welchen eine Tombola folgt, bestehen soll. Wir werden nächstens in der Lage sein, näheres über das Programm des Abendes zu berichten. — (Alpenverein.) Die Section Krain des deutschen und österreichischen Alpenvereines hält Samstag den 6ten März d. I. im Clnbzimnier der Casino-Restauration ihre erste diesjährige Sectionsversammlung ab. _ Herr Professor M. Wurner wird in derselben einen Bortrag über Kultur der Alpenpflanzen halten und soll hierauf eine Kneipe mit Swmnnhten in Lölkersdorf für die Armen der Ge- di-I» «‘Hü«. 000 fl, - für Pfarrer der Kirche, wozu BölkerSdorf gehört, 500 fl., ^ in Erinnerung an meine unvergeßliche Mutter ttl. ben Pfarrer in Malborghet für heilige Messen 2 ^ demselben 500 fl. für Verarmte nm fl — und demselben 500 fl. für Verarmte und Arme in Malborghet. - An den Direktor in Zuerbrunn 500 fl. zur Vertheilung an Verarmte knd Arme nach seinem Ermessen, - dem Pfarrer Hrovaiin in St. Antonio Nuovo hinterlasse ich 'EL roünfj,t, daß dem Aufseher im Kirchhof « «mm für besondere Aufmerksamkeit auf den aLri ein wirkliches und selten gelungenes Kunst-13 he« Kerrari. monatlich 5 fl. gegeben werden, ^ebensoviel dem am Kirchhof wohnenden Geist. XL «5 eine monatliche Messe für bas H-'l der Hinterbliebenen, und ich wünsche, daß mein Univer. fÄe in seinem Testamente eine Stiftung für da» iirtfttufen oben bestimmter Auszahlungen machen “ Sollte sich bei der sumpfigen Lage de» Grabe» w fßetitr eine Gelegenheit ergeben, durch einen »J S» b-ff-r !» f. H f.(he der Erwägung meine» Universalerben em-Er ««lle bei ober«ähnter Stiftung auch %h,ardfco, «a» zur Instandhaltung de» Grabe» jährlich erforderlich sein dürste. Alle meine Legate sind in österreichischer Papier-Valuta, wie schon gesagt, aus^uzahlen, alle zum vollen Werthe, dessen Erbsteuer mein Universalerbe bezahlen wird — die unter 5000 fl. einen Monat nach meinem Begräbnistage, die von 5000 fl. und nicht darüber 1 Monat später, alle zwischen 5000 fl. und nicht über 10,000 fl. 4 Monate nach meinem Begräbnistage, die zwischen 10,000 fl. und weniger als 50,000 fl. in 8 Monaten nach meinem Be-gräbniSlage, die von 50,000 fl. in 10 Monaten und die über 50,000 fl. die Hälfte in 12 und die andere Hälfte in 14 Monaten nach meinem Begräbnistage; alle ohne Zinsen, mit Ausnahme der Auszahlungen nach 14 Monaten, auf welche allein 3 Perzent per anno posticipando zu verzinsen sind, und keiner wer immer darf den Universalerben be> heiligen und hat nur nach dem Wortlaute dieses Testa> mente zu fordern oder auf sein Legat zu verzichten. Utbrigtn» bleiben meine besten Wünsche bei allen für Gesundheit, Zufriedenheit und Genügsam, fett, ferne vom Börsespiel. Den zwei Lock fischern von S Bortolo wolle aber mein Universal erbe nach meinem Tode ei« Geschenk mache«, und so auch dem Straßenbau-Invaliden in St. Öortolo nach seinem eigenen Belieben. Sech» Monate nach meinem Tode wird mein Universalerbe fibergeben: österreichische Papierrente im Nominal- oder Nennwerlh 100,000 fl. Papierrente dem hiesigen Armenhause zur Anlage für wohlthätige Zwecke, über welche sich die Directum mit meinem Universalerben beratheu wolle. 100.000 fl. Papierrente an die triefter Handelskammer, deren Zinsen Staatsbürgern Österreich*« scher Gesinnung aus den Kreisen des Handels und der Schiffahrt für Unterstützung oder Ausbildung zugute kommen sollen, worüber ich den Präsidenten bitte, mit meinem Universalerben zu berathen. 10.000 fl. Papierrente dem Bischof zur An» lagt, da die Zinsen jährlich dem jeweiligen Pfarrer von S. Antonio nuovo in Triest ausbezahlt werden sollen. Für arme Geistliche in seiner Diöcese dem hiesigen Bischof zur beliebigen Unterstützung 2000 fl. Staatsnoten. Dem Armenhause wolle mein Universalerbe kundgeben, daß eine Statue mich vor-stellend, weder angefertigt noch aufgestellt werden darf, bei Verlust de» Vermächtnisse«, denn ich will auch nach meinem Tode keine« Prunk. Existiert bei «einem Tode die Singschule unter Maestro Sinico noch unter meinem Patronate, dann wünsche ich, daß mein Universalerbe diese» Patronat fort-führt, fo lange er sie für nützlich hält, und wenn er sie fortführen sollte bis an seinen T,d. E« folgen nun nur für die Erben und nicht für die veffentlichlett bestimmte Verfügungen. heiterem Programme folgen. Dem Vernehmen nach hat das rühmlichst bekannte Quartett „Frohsinn" seine Mitwirkung zugesagt; jo steht also ein in jeder Beziehung genußreicher Abend in Aussicht, da der Ausschuß dafür sorgte, daß Original-Pilsner-Bier zum Ausschanke kommt. — (Handelskammertag.) Zu dem bevorstehenden Handelskammertage erklärten ohne weiteren Vorbehalt ihren Beitritt die Kammern in Brody, Brünn, Budweis, Graz, Görz, Krakau, Lemberg, Leoben, Olmiitz Pilsen, Reichenberg, Troppau, Triest und Wien. Die Kammer in Prag fügte ihrem Beitritte die Mittheilung mehrerer Punkte bei. Bestimmte Vorbehalte hinsichtlich des Beitrittes, die hauptsächlich die Reparation der Kosten des Handelskammertages zum Gegenstände haben, machten die Kammern in Klagen-surt und Salzburg, während die Laibacher Kammer sich vorbehielt, von Fall zn Fall sich über ihre Betheiligung an den Handelskammertagen zu entscheiden. Erklärungen, welche dm Beitritt gänzlich oder wenigstens vorläufig ablehnen, langten von den Kammern in Bozen, Czernowitz, Eger, Feldkirch, Innsbruck, Linz, Roveredo, Rovigno und Spalato ein. Der nächste Handelskammertag wird auf Grund der im November 1873 vom Delegirtentage provisorisch angenommenen Geschäftsordnung im Monate März einberufen werden. Als Verhandlungsgegenstände wurden in Vorschlag gebracht; a) die Reform der direkten Steuern b) Verhandlung über die Verzehrungssteuer in geschlossenen Städten und aus dem stachen Lande, c) Revision des allgemeinen österreichisch-ungarischen Zolltarifes und d) Beratung über den Entwurf der neuen Gewerbe-Ordnung. Die Vorlagen bezüglich dieser Programmspunkte hat die Wiener Kammer derart vorbereitet, daß deren Drucklegung und Versendung an die Schwesterkammern noch rechtzeitig und vor Eröffnung des nächsten Handelskammertages erfolgen konnte. Außer den vorgefchlagenen Berathnngsgegen-ständen werden auch andere Fragen von allgemeiner Bedeutung aus die Tagesordnung des bevorstehenden Handels-kammertages gesetzt werden und haben diesfalls mehrere von den Handelskammern auch bereits ihre Wünsche formuliert. So wird z. B. die Handelskammer in Brody die Errichtung eines k. und k. Geueralconfulates in Kiew, die Errichtung einer Filiale der österreichischen Nationalbank in Brody und auf den Freihandel in Brody bezugnehmende „Wünsche" in Antrag bringen. — (Ertheilung von Bauconsensen für Bergwerksbahnen.) In einem speciellen Falle hat das Handelsministerium seine Anschauung dahin ausgesprochen, daß die Ertheilung der Bauconsense für Bergwerksbahnen den politischen Landesstellen nur in jenen Fällen zusteht, in welchen weder eine directe noch eine indirecte Einmündung in die Geleise einer öffentlichen Bahn eintritt, noch der Rayon der letzter» auf irgend eine Weise durch die Schleppkahn-Anlage berührt wird. Es ist daher dort, wo eine Bergärerksbahn auf einer im Rayon einer öffentlichen Babn befindlichen Laderampe endet, die politische Landesstelle zur Ertheilung des Bauconsenscs nicht com-peten», während sie es allerdings sein würde, wenn die Bergwerksbahn auf Laderampen bestehender Schleppkähnen endet. — Das österreichische Handelsministerium hat es im Interesse de« Bahndienstes für gut befunden, anzuordnen, daß die Bahnverwaltungen in den Fahrplänen auch die Stationierung von Hilfszügen und Hilfsmaschinen bekanntgeben. Witterung. Laibach, 3. März. Trübe, Thauwetter, schwacher Südost. Tempera-t u r: morgens 6 Uhr -f- 0 2°, nachmittags 2 Uhr + 5 4» C. (1874, + 2 8*; 1873 + 88° C.) Barometer im Steigen 727.50 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Temperatur — 13' um 3 2° unter dem Normale; der ge> «riae Niederschlag 3 65 Millimeter Schnee. Theater. feule: Gastspiel der französischen Ballet-Gesellschast vom hatelet-Theater in Paris, unter Fllhruiw deö k. russischen Bolletmeisters Herrn Franz Weiß aus Moskau. „Meer-Nymphe it." Fantastisches Ballet in 1. Acte. Zum Schluß: „Ei ne v enetianiI » e Nach t." Nationales Ballet in 1 Acte vom Balletmeistcr Franz Weiß. Morgen: Gastspiel der französischen Ballet-Gesellschaft vom Chatelet-Theaier in Paris, unter Führung des k. in (fischen Ballttmeisters Franz Weiß „D er P i r a t v on L a n d i a." Griechisches Rational-BaUet in 2 Acten und 8 Tableaux vom Balle,weister Franz Weiß. Debüt der Lokalsängerin dd la Tour. Bor dem Eallet: „Die gebildete Köchin." Posse mit Gesang in 1 Auszug von Anton Bittner. Nach dein Ballet: „Eine Ver einssch wester." Poffe mit Gesang von Anton Langer. Musik von Brandt. Stadt Nr. 206, Racheubräuuc. — Frau Anna Schaffer, geb. Roder, Realitätenbesitzerin, 72 I., Kapuzinervorstidt Nr. 2, Herzlähmung. Telegramme. Budapest, 2. März. Das morgige Amtsblatt veröffentlicht die Enthebung des bisherigen und die Ernennung des neuen Ministeriums. Bitto und Pauler erhielten das Großkreuz des Leopoldordens. Ein königliches Handschreiben an Ghyczy hebt dessen aufopfernde Thätigleit hervor, ersucht um dessen fernere Mitwirkung und drückt Zichy, Szapary und Bartal die königliche Anerkennung aus. Wiener Börse vom; 2. Mar »♦ Staatsfonds. 5perc. Rente, Lst.Pap. bto. dto. oft. in Silb. Lose von 1854 .... Lose von 1860, ganze Lose von 1860, Fiinst. Priimiensch. ». 1864 . Grnndent.-Obl. eietcnfcärfl. Ungarn ▲ctien. Anglo-Bank . . . Cretitanstalt. . . Depositenbank. . Escomvte-Anstalt Franco - Bank . . Handelsbank. . . Nationalbank . . Oest. Bankgesell!. Nnirn-Bank . . . Geld i Ware 71 30 71-40 7f 85 76-9f 104'5 Münzen. Kais. Mimz-Ducalen 20-Francsftück .... "reut;. Kassenscheine. iittcr . . Geld Ware 96 35; 97-60 87 - | 87-60 95-7C» 95-90 86-80; 87.— »7 50j 98.— 95-701 95.90 77-75 78'25 142-75|143-— 109'7ö!ll0-— 223 - >24-- 167.5 13-75 U8-- 14-25 92-401 92'5C 54.15 54.25 54-2« I 54 30 111-25 111-40 44-IM 44 Io 5-24» 5-25-8-885 8-89-1-63'-' 1-64-10515I105-25 Telegraphischer Cursbrricht am 3. März. Papier-Rente 71 70 — Silber-Rente 75-90 — 1860er Staats-Anlehen 112 Bankactien 961.— Credit 218 75 — London 11135 — Silber 105-15. — K. k. Münz-ducaten 5-241/,. — LO-Francs Stücke 8 88. Berstorbene. D e n 2. M ä r z. Hermiue Repic. Maschinsührers-Kind, 6 Monate, St. Pcterscorstadt Nr. 84, acuter Gehirnhöhlen-Waffersncht. — Frau Anna Armik, Privatbeamters-Gattin, 66 I., Kapuzinervorstadt Nr. 72, Zehrfieber. — Anna Ja-neZiS, Inwohners-Witwe, 70 I., Civilspital, sterbend überbracht. — Maria «Kusterii, Londucteurs Kind, 2 I., 3 M., t Bon unsäglichem Schmerze gebeugt, geben die Unterzeichneten die sie aufs tieffie erschütternde Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen in feinem nnersorschlichtn Rathschluffe gefallen hat, die Frau Anna Schaffer geb. Iloder heute nachmittags 5 Uhr, versehen mit den heiligen Sakramenten der Sterbenden, nach längerem Leiden in ihrem 73. Lebensjahre sauft in ein besseres Jenseits abzuberusen. Die irdische Hülle der Berstorbinen wird Donnerstag den 4. d. M. nachmittags 4 Uhr im Trauerhause, Wienerstraße Nr. 2, gehoben und am Friedhof zu St. Christof in der eigenen Gruft zur Ruhe bestattet. Die heil. Seelmessen werden in verschiedenen Kirchen gelesen werden. Die theuere Verblichene wird dem frommen Andenken aller Freunde und Bekannte» empfohlen, Laibach, am 2. März 1875. Adolf Tchaffer, Doctor der Rechte und Reichs-ralhsabgevrdiieter, Josef Tchaffer, k. k. Ober-lieutenant im 27. Jns.-Req.. als Söhne. Pauline V. Mari&ol&i, geb. Schaffe»’, als Tochter. Anton Ritter U Garibaldi, ilmibtagäabgeottmetrr, als Schwiegeifohu. Paula, Betty, Adolf, <5uge« V. Garibaldi, als Enkel. Danksagung. Für die Beweise vielseitiger Theilnahme an dem schmerzlichen Verluste unserer Iheuren unvergeßlichen Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, der Frau Maria Magdalena Kaiser geb. Walcck, besonders aber für das zahlreiche Geleite zur letzten Ruhestätte sagen den aufrichtigsten Dank die traiierubeu Hinterbliebene«. Laibach, am 3. März. 1875. AngekommeneFremde am 3. März. Hotel Stadt Wie#. Tisch, Lehrer, Cilli. — Rnmjchot-tet, Dresden. — Kranz, Mannheim. — Weiß, Bal-let-Director, Moskau. — Martens, Glaser, Thomek und Buchwald, Reisende, Wien. — Dcmler, Kfm., Berlin. Hotel Elefant. Dobrin, Groß Kanija. — Strahl, Laibach. — Morscher, Säger. — Fleischenbansen, Graz. — Fnrlani, Triest. — De la Tour, Schauspielerin, Wien. — Tavkar, Psarrer, Watsch. Baierischer Hof. Pavli^, Triest. — Jaklik, Udine. Tternwarte. Majer, Priv., Riez. — Fürst, Oberpo-bcrg. Mohren.GusterÄi.Ralschach. Dußi, Edler v. Löwenthal. Ziwojnovit, Agent, Karl-stadt — Jlinkovik, Agram. — Mükerll, Pollane. — kl um er, Pnntigam. Well icli Geld brauche, so ist jedermann die Gelegenheit geboten, um Spottpreise zu kaufen bei meine* Ausverkäufe in Laibach im Malli’schen Hause, Eck der Hradeczkybrücke, folgende Artikel: Kinder-Sacktücber zu 5 kr. das Stück: Leinen-Sacktücher für 1 fl. das DutiefJ bis 3 fl. 50 kr. Farbige Sacktücher und Kopftücher von 15 kr. bis 25 kr. Cachnez- und Cachcmirtücher zu 35 kr., schwere Seidentücher zu 1 fl. 50 kr. Seidenbänder in allen Farben und Breiten von 5 kr. bis 25 kr. die Elle. Seidenschleifen, Angotbinden, Lavaliers von 20 kr. bis 25 kr. das Stück. 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