VrSuumerattsuS - Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . ü fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 „ 2«) „ Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich... — „ 70 „ Mit der Post: Ganzjährig............12 fl. Halbjährig............ 6 „ ^"tteljährig.......... 3 8ür Zustellung inS HauS intelj. 25 kr., monall. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher Anonyme Mittheilungen werden nickt berücksichtigt; Manuscripte nickt zurückgesendet. Redacttou Bahnhofgasse Nr. ISS. Expedittons- L Jnserate«-Vurea«: Tongreßplatz Nr. 81 (Buch. Handlung von Jg. v. «lein-mayr L Fed. Bamberg.) J«sertionsr>r> Für die einspaltige Pl L 4 kr, bei wiederholte? sckaltung L 3 kr. Anzeigen bis 5 Zeilen SO Bei größeren Inseraten und öfterer Einsckaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 217. Freitag, 22. September 1876. — Morgen: Thekla I. s. Jahrgang. Die veränderte Lage. Auf der europäischen politischen Bühne hat rin das gesammte europäische Publikum überraschender Decoralionswechsel stattgefunden. Durch Monate iahen wir auf der politischen Bühne Europa's ausschließlich Landschaften ausrollen, welche uns die ««ge der Türken in herrlichen Farben malten, Welche den Schutz der Türket durch die Mehrzahl ^ °"r°Päischcn Mächte im schönsten Lichte dar-i"Ulen, welche das Ableben Serbiens zur Schau rächten Der vor einigen Tagen stattgefundene ^v^Eriswechscl jeigt uns ein anderes Bild: nurst Milan hat die von der serbisch-türkischen Armee ihui votierte serbische Königskrone nicht angenommen; er verschmähte es, avs den Händen >einer Armee jenen Preis, den er angestrebt, anzunehmen ; dagegen wurde ihm ein Triumph zutheil, den er nicht geträumt haben mag, nemlich, die Vertreter der europäischen Mächte breiten nun über Serbien und seinen Fürsten ihre schützenden Fit. tige aus. Nebst diesem Decorationswechfcl hat sich auch ^n Wechsel in der Action des im serbisch-türkischen Drama engagierten diplomatischen Corps vollzogen. Staatsmänner, welche durch Mönate ihre Haut für die Türkei zu Markte trugen und für die Türkei Wort ergriffen, rufen der Türkei, welche die Fruchte ihrer Siege einernten wollte, heute ein donnerndes Halt z„. Die Türkei wurde in der letzten tagtäglich aus dem Gebiete ihrer Errungen« schäften verdrängt, sie mußte ihre ursprünglichen Friedensbedingungen wesentlich moderieren und redu-cieren, und siehe da, auch die bedeutend niedriger gestellten Forderungen der hohen Pforte wurden von den europäischen Mächten als unannehmbar erklärt. Die Pforte fügte sich den Beschlüssen der Di plomatie, sie dekretierte vorläufig eine zehntägige Waffenruhe, um der diplomatischen Küche Muße zu gönnen, den neue» Friedensbrei in Gemüthsruhe zu bereiten; es dürfte dieser Waffenruhe lin weiterer vierwöchentlicher Waffenstillstand folgen, um jeder Uebereilung bei Berathung der Friedensbedingungen vorzubeugen. Die Mächte, welche den pariser Vertrag unter-zeichneten, werden in die Lage kommen, auch die en glisch en Friedensvorschläge zu discutieren. England verlangt nichts geringere«, als den vollständigen status quo ants für Serbien und Montenegro, verlangt die Befreiung Serbiens von der Leistung einer Kriegsentschädigung an die Türkei, verlangt für Bosnien, Herzegowina und Bulgarien autonome Regierungen. Dieser Decoralionswechsel, welcher sich in England vollzog, wirkt insbesondere überraschend, denn England war es, welches das oswanische Reich bei Beginn des blutigen Dramas auf dem Kriegsschauplätze in Schutz nahm. Die Haltung Englands gestaltete sich in den zuletzt abgelaufenen Wochen gegenüber der Türkei zu einer drohenden; die englische Regierung ließ der hohen Pforte erklären, daß England, falls die Türkei ihre Hartnäckigkeit nicht aufgeben sollte, die Türkei ihrem Schicksale überlassen werde. Der Decoralionswechsel auf der politischen Bühne Europa's dürfte sich mit Rücksicht auf die Thatfache, daß Rußland fortrüstet und auf die passende Stunde zum Losschlagen wartet, vollzogen haben., England wartet die Action Rußlands ab. Wirft Rußland die Friedensmasse ob, dann wird England im Kriegsconcerte nicht die letzte Geige spielen. Vorläufig wird die Türkei infolge eingetre» tener ungünstiger Constellationen in dir Lage ver» setzt, dem Wunsche der Mächte Gehör zu geben und deren Beschlüsse abzuwarten.____________ Der Kampf um Gold und Silber. Die große Eontroverse in der Gold- und Silber-Währungsfrage dauert fort. Das Feuer, welches in den verschiedenen Fachkreisen und Fachblättern bei Besprechung dieser Frage angefacht wird, gründet sich auf volle Berechtigung, denn ohne DiScussion kann man nie zur Wahrheit gelangen. Eine mit „L" signierte Fachstimme läßt sich in „Schönbergers Handels- und Börsebericht" dahin vernehmen, daß in dem Disput, ob Gold- oder Silberwährung, die Disputanten, ohne Unterschied der PaUei, ein wenig die Rolle des Kapuziners und Rabbiners aus Heine's unsterblichem Poem spielen, beide duften nicht zum besten. Die große Frage der zukünftigen Währung liegt derzeit noch nicht so klar auf, daß man bereits zu einer definitiven Entscheidung Feuilleton. Coeur-Dame. Novelle von Fr. Willibald Wulfs. (Fortsetzung . Hochfels und Holleben waren die einzigen, die ne« Ar,thM an dem Gespräch genommen hatten. Unterhaltung war durch das Eintreten des Klieners unterbrochen worden, aber bald darauf d "n sie dieselbe mit erneutem Eifer wieder auf- »enommen. »Ich bezweifle, daß Waldheim überhaupt kom-..." wird," sagte Graf Holleben, indem er sich nach-a>stg in feinem Sessel zurücklehnte. « "Er wird kommen, sage ich Ihnen," entgegnete v»chfels in bestimmtem Tone, „obwol ich nicht begreife, weshalb er so länge zögert." ..Nun, die erwartete Silberflotte wird ausgeblieben sein," bemerkte der ersteri' achselzuckend. .''Waldheim ist nicht der Mann, der sich dadurch würde abhalten lassen." Sie, was ich befürchte, Herr von >hm.I« b-, sinA , ^ Tintorera den armen Baron voll-ständig ruiniert hat!" „Da täuschen Sie sich, Herr Graf. - Wald-heimS Credit " „Ist erschöpft," fiel ihm Holleben in die Rede. Hochfels lächelte sarkastisch. ,/Darf ich auf Ihre Verschwiegenheit bauen?" Der Graf bejahte. „So hören Sie denn. Waldheim wäre verloren gewesen, wenn Frau von Erbach ihm nicht ihre Kasse geöffnet haben würde." Holleben machte ein ungläubiges Gesicht. „Sie glauben mir nicht?" „Offen gestanden, diese Mittheilu-ng klingt Mythenhaft." „Ich verbürge mich mit meinem Wort für die Wahrheit meiner Behauptung," sagte Hochfels lebhaft. „Frau von Erbach selbst hat mir eingestanden, daß sie Waldheim vor dem Ruin bewahrt habe." „Unglaublich; woher datiert denn diese merkwürdige Freundschaft?" „Von der letzten Affaire mit dem Freiherrn von Asseburg." „Ah, ich erinnere mich. Hat die schöne Witwe noch immer die Hoffnung nicht aufgegeben, ihren ungetreuen Seladon zurück zu erobern?" „Wie es den Anschein'hat, nein. Sie ist verliebter als je." ^jUnd der Freiherr?" „Scheint ihre schmachtenden Blicke und ihre zärtlichen Seufzer nicht verstehen zu wollen, denn er weicht ihr überall aus und weist ihre Angriffe auf sein Herz hartnäckig zurück." Holleben hatte eine boshafte Bemerkung auf den Lippen und war im Begriff, sie auszusprechen, als eine laute, unruhige Bewegung in der Gesellschaft ihn daran verhinderte. Von ihrem Gespräch «bgezogen, hatten beide das Oeffnen der Thür und das Eintreten de« Dieners überhört, der jetzt mit lauter Stimme den Baron von Waldheim anmeldete. Wenige Minuten später erschien Waldheim in dem Gemache. Bei seinem Erscheinen stockte die Unterhaltung, und fämmtliche Blicke waren auf ihn gerichtet. Nach einer flüchtigen Entschuldigung gegen den Grafen Tintorera, der dieselbe mit einem leichten Neigen des Kopfes beantwortete, warf er sich ungestüm in einen Sessel und winkte Hochfels, welcher sich erhoben hatte, um ihn zu begrüßen, näher zu treten. Das Aenßere de» Barons zeigte eine fieberhafte Unruhe, fein sonst so blasses Antlitz war lebhaft geröthet, und obwol er sich Zwang anthat, um sein« Erregung zu verbergen, so konnte er doch nicht verhindern, daß seine Stimme bebte, als er Hoch--fels begrüßte. gelangen könnte; es fehlen noch wichtige Materialien zur Fällung eines vollkommen begründeten UrtheileS. Das Comittz, welches sich in England mit dieser Araze beschäftigte, halte mehr Materiale, mehr Tatsächliches zu seiner Disposition, als irgend jemand, undj doch erklärte es sich außerstande, zu irgend einem definitiven Resultate zu gelangen. Man sei außerstande, zu bestimmen, wie viel Silber in den letzten Jahren dem vorhandenen Silbervorrath zu> gewachsen sei; man habe keine Ahnung davon, wie viel aus den Minen von Nevada in den nächsten Jahren zuwachsen werde, und man könne auch noch nicht absehen, welchen Einfluß auf die commercielle Entwicklung und die ökonomischen Verhältnisse Indiens und China'S die enorme PreiSentwerthung des Silbers haben werde. Welchen Einfluß die Silberentwerthung auf Indien gehabt hat und noch hak, wisse man bereits, der Vicekönig in Calcutta und der Staatssecretär für Indien in London sind dadurch in fürchterliche Verlegenheit gesetzt; in Indien erlangte das Silber ein DiSagio von nahe an 20 Perzent. In Indien herrscht Silberwährung, aber alle Ausgaben, die Indien in England hat, für Pensionen, Armee-Anschaffungen u. s. w., müssen in Gold gezahlt werden, da in England das Gold der alleinige tsiiäsr« ist. Die indische Regierung hat in England immense Zahlungen zu leisten, sie empfängt aber nur Silber. Indien hat, um sich zu helfen, alle Ausgaben, namentlich jene für öffentliche Arbeiten von nicht absolut nothwendiger Natur, reduciert und sistiert, darunter auch jene für Her-steOung von Schienenwegen. Indien müßte die Zinsen garantie an England in Gold leisten; nachdem In dien nur Silber bekömmt, wie könnte es diese Garantie leisten? In Fachkreisen gab man der Meinung Ausdruck, daß wenn der Staatssecretär für Indien den allwöchentlichen 'Verkauf der Silbertratten durch eine Zeitlang eingestellt hätte, die Silberpreise sich erholt haben würden. Man meinte, daß im Oktober, wo die großen Baumwoll-, Reis-, Zucker- und Farbstoff Exporte aus Indien, die großen Kaffee-Exporte aus Ceylon beginnen, die Silberpreise steigen würden, da sodann England Silberbedarf habe und nicht, wie jetzt, als Abgeber, sondern als Käufer von Silber auftreten müßte; jedoch nach den bisherigen Erfahrungen ist aus eine baldige Besserung der Silberpreise nicht zu hoffen. Die Währungsfrage regt zwei Welttheile ökonomisch bis in ihre Grundfesten auf, sie wird von nicht minder gewaltigen socialen Folgen begleitet sein, eine Lösung derselben dürfte jedoch noch lange nicht bevorstehen. Politische Rundschau. Laibach, 22. September. Julanv. Aus Wien wird der „Budap. Corr." mitgetheilt, daß auch das österreichische Cabinet Friedensbedingungen ausgestellt habe, welche von den Mächten einstimmig angenommen worden seien. Diese Bedingungen enthalten angeblich eine auf mehrere Jahre vertheilte hohe KriegScontribution seitens Serbiens und die Verfügung, daß Milan ohne nach Konstantinopel zu gehen, der Pforte besonders huldige. Der Tribut soll aufrechterhalten und eine Festung geschleift werden. „Kelet Nepe" berichtet, Graf Zichy, welcher in Konstantinopel die Friedensverhandlungen leitet, sei bezüglich Montenegros so weil vorgeschritten, daß er wahrscheinlich die Abtretung des Hafens von Spizza erwirken werde, nachdem schon sub titulo Arrondierung ähnliche Gebiete zu Montenegro geschlagen worden. In dem Friedens-pacte mit Montenegro wird besonders betont, daß dieses Fürstenthum unabhängig ist. Der „Pester Lloyd" meldet aus Wien: Es verlautet in diplomatischen Kreisen, Rußland mache von der Annahme seines Antrages auf eine formell erklärte weitere Waffenruhe seitens der Pforte seine weilere Mitwirkung bei der Friedens-Mediation abhängig. Das genannte Blatt erfährt, die Mächte wollen ihren Gegenvorschlag der Pforte erst dann mittheilen, wenn sie gleichzeitig die unbedingte Bereitwilligkeit Serbiens zur Annahme nolificieren können. Die ungarischen Minister Szell und Baron Wenckheim konferierten am 20. d. in Wien mit dem Finanzminister Freiherrn v. Pretis. Den Gegenstand der Verhandlung dürften wahrscheinlich Verzehrungssteuer-Fragen gebildet haben. Wie ungarische Blätter belonen, wird die ungarische Regierung unerschütterlich an der vollständigen Integrität der wiener Ausgleichs Stipulationen festhallen, welche nach ihrer festen Ueberzeugung ohnedies schon das Ase xlus ultrs. der ihr zu gewähren möglichen „Concessionen an Oesterreich" involvieren. Die „Budap. Corr." will wissen, daß jener Para graph des Entwurfes eines neuen Zoll- und Han delsbündnisses, welcher über das gemeinsame Consulatswesen verfügt, dahin erweitert werden wird, daß die beiderseitigen Handelsmini sterien die Ernennungen der Consuln beeinflussen können. Ausland. In berliner Kreisen verlautet, es sei russischerseits bereits eine Commission eingesetzt gewesen, welche alle erforderlichen Schritte ür die Verproviantierung der Armee auf Kriegsfuß zu machen hätte; gleichzeitig soll für die rasche Remontierung Vorsorge getroffen worden sein. Einer berliner Eorrrespondenz der „Schlesischen Presse" zufolge hätten diese Maßnahmen bereits in maßgebenden Kreisen des deutschen Reiches ernste Beachtung gefunden. Das rumänische Ministerium soll offen ausgesprochen haben, daß der einzige natürliche Alliierte Rumäniens gegen das slavische Uebergewicht Ungarn sei. Ungarn finde dagegen in Rumänien einen nicht zu verachtenden Bundesgenoffen. Es sei zu hoffen, daß noch ein Bündnis zwischen beiden Slaalen zustande kcmme, um der drohenden slavischen Sturmflut zu widerstehen. Die „Pol. Corr." empfing aus Belgrad folgenden Bericht: „Die eingetretene Waffenruhe wird als die Einleitung zum Frieden belrachtet. Trotz der Rodomontaden des „Jstok" ist es feststehende Thalsache daß in Serbien jedermann einen ehrenvollen Frieden herbeisehnt. Die wohlwollende Haltung aller großen Cabineite Serbien gegenüber verbürgt uns auch einen solchen Frieden. ES ist selbstverständlich, daß die russischen Elemente in der Armee dem Frieden abgeneigt sind, eilten sie doch von weiter Ferne herbei, um Krieg zu führen und sich durch besondere Thaten auszuzeichnen I Allein diese Elemente sind nicht maßgebend, und lheilt die Miliz diese Ansichten und Neigungen der russischen Freiwilligen begreiflicherweise durchaus nicht. Wie ver. lautet, beabsichtigt der Krieg>»ministec, sobald die Friedens-Präliminarien unterzeichnet sind, die Milizen nach Hause zu entlassen und nur das kleine stehende Heer und zwei Brigaden erster Klasse vor. läufig noch unter den Fahnen zu behalten. Die Freiwilligen werden vor allem verabschiedet werden." Die Pforte soll nach Information der „Jn-i>6p. Belge" bereit sein, ihre ursprünglichen Friedensvorschläge auf folgende vier Friedensbedingungen zu ermäßigen: l. Verrheilung der von Serbien zu zahlenden Kriegsentschädigung auf zehn Jahre; 2. Besetzung zweier serbischer Festungen durch türkische Truppen bis zur vollständigen Zahlung der Kriegsentschädigung; 3. Anerkennung des Fürsten Milan ohne vorherige Investitur in Konstantinopel und 4. Bildung eines neuen serbischen Ministeriums. Zu diesen Propositionen bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg.": „Mit Ausnahme des zweiten Punktes sind die vorstehenden Bedingungen jedenfalls solche, welche wenigstens eine Discussion zulassen. Eine Besetzung serbischer Festungen dürfte Der letztere neigte sich zu ihm und flüsterte ihm einige Worte ins Ohr. „Seien Sie außer Sorge, ich habe die bestimmte Summe, um den verabredeten Schlag zu führen," entgegnete Baron Waldheim leise. „Heute soll Madame Fortuna mir nicht entfliehen." Dann stand er auf, trat dem Italiener gegenüber und sagte in leichtem Tone, indem er sich lächelnd verbeugte: „Ist es Ihnen gefällig, Herr Graf, so beginnen wir." Er wartete die Antwort des Italieners nicht ab, sondern setzte sich an den Spieltisch, auf wel-chem der Diener mittlerweile die zum Spiele bestimmten Karten geordnet hatte. ,Wir spielen die erste Partie Ecartö um hundert Dukaten," sagte er, als Tintorera ihm gegen-über Platz genommen hatte. In höflichem Tone gab dieser seine Zustimmung und das Spiel begann. Der Graf war ein vortrefflicher Ecartöspieler. Cr spielte mit Feinheit, Geschick und Glück. Bevor Waldheim drei Points angelegt hatte, deckte er die Partie, indem er das PropoS verweigerte, den König umschlug und sämmtliche Stiche machte. In dem darauf folgenden Spiele machte er wiederum zwei PointS. „Ich habe die erste Partie gewonnen,- war alles, was er sagte. Waldheim trocknete sich den Schweiß von der Stirn. „Gut — spielen wir eine zweite," rief er hastig, indem er die Karten, mit welchen sie gespielt hatten, beiseite legte und ein neues Spiel zur Hand nahm. „Wieder um hundert Dukaten?" fragte der Italiener mit vornehmer Gleichgiltigkeit. „Huiiäs ou äouble," entgegnete der Baron, welcher inzwischen die Karten gemischt hatte. Der Italiener neigte nachlässig das Haupt, zum Zeichen seiner Zustimmung. Zum erstenmale nach langem, vergeblichem Harren schien sich dem Baron das Glück zuzuwenden, denn er verweigerte das Propos, markierte den König, machte sämmtliche fünf Stiche und legte also drei Points an. Ueber sein Gesicht verbreitete sich ein kaum merklicher Schimmer der auftauchenden Hoffnung. In athemloser Spannung hatten sich die Mit> glieder des Spielclubs um die beiden Spieler gruppiert. Ein tiefes Schweigen herrschte in dem Ge mache, welches nur von Zeit zu Zeit von den schweren Athemzügen des Barons oder von dem trockenen Hüsteln des Italieners unterbrochen wurde. Hochfels stand dem Tische am nächsten; wenn Wald-Heim gab, waren seine Augen beständig auf die Karten gerichtet, und er schien zu hoffen, daß der Baron einen günstigen Zeitpunkt benützen würde, um durch einen geschickten Coup die Partie zu gewinnen. Herr von HochselS war WaldheimS würdi« ger Freund, ein Spieler von Profession und konnte mit jedem in der Kunst des Volteschlagens getrost wetteifern. Auf die erste Partie hatte er wenig acht gegeben, diese zweite vevursachte ihm ersichtlich keine geringe Aufregung; denn im Ecarlö ist, wenn man nicht mit gezeichneten Karten spielen kann, das „Corrigieren" des Glücks nur von der zweiten Partie an möglich. Jetzt gab Gras Tintorera und legte einen Point an. Als Waldheim die Karten in die Hand nahm, um zu mischen, warf er einen raschen Blick auf seinen Gegner. Mit Befremden gewahrte er, daß die Augen des Italieners auf seine Hände gerichtet waren, während sich derselbe den Anschein gab, als spiele er nur, um sich die Zeit zu vertreiben. (Fortsetzung folgt.) ^ndeß an drm entschiedenen Widerspruch mehrerer Großmächte und vor allem an der Erwägung scheitern, daß nach dem jetzt unter allen Leidenschaften des Hasses und des Fanatismus geführten Kriege die Besetzung obeiiein unbezwungener serbischer Festungen durch türkische Truppen eine Verewigung des Kriegszustandes in den (Aemüthern der serbischen Bevölkerung bedeuten müßte. Von dem Frieden mit Montenegro ist auch in diesem Telegramm keine Rede, ebensowenig von den Reformen, deren Gewährung allein eine Garantie für die Wiederkehr ruhiger Zustände im Südosten Europas zu bieten und die sonst unvermeidliche Eröffnung der orienta-lischen Frage zu hindern vermag. Hoffen wir, daß die Pforte auf dem anscheinend nunmehr von ihr betretenen Wege der Weisheit und Mäßigung be> harren und auch bezüglich der Reformfrage sich nicht länger solchen Rathschlägen zugänglich erweisen möge, welche seither zu so bedauerlichen Illusionen Anlaß gegeben haben, deren Fortdauer für die oSma-Nische Herrschaft verhängnisvoll werden müßte." Zur Tagesgerichte. » — Gegen den Ausgleich. Die Handels- und Gewerbelammer in Salzburg stimmte einem Anträge zu, an die beiden Häuser des Reichsrathes eine Petition zu richten des Inhalts, jede Mehrbelastung Cisleithaniens anläßlich des neuen Ausgleiches hintanzuhalten. — Weltausstellung in Philadelphia. In d« Zeit vom 10. Mai bis 20. August wurde dieselbe von 3-630.314 Personen besucht, von denen 1.100,015 Inhaber von Freikarten waren. Die Einnahmen beliesen sich bis zum 29. ». M. auf I.221,896'50 Dollars. ^ Lock pfeife. Aus Buenos-Ayres wird gemeldet, daß im Senat ein Gesetz durchgegangen ist, welches die Regierung ermächtigt, aus Europa einwandernden Landleuten ganz oder theilweise sreie Urbersahrt zu gewähren, dieselben mit Saatkorn und Biehsutter zu versehen und jeder Familie 100 Morgen Landes unentgeltlich und für eine Reihe von Jahren abgabenfrei anzuweisen. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiteu. — (NeuesSchulhaus.) Mit der Erbauung eines neuen Schulhauses zur Unterbringung der hiesigen Lehrerund Lehrerinnen-Bildungsanstalt dürfte es nun doch Ernst werden. Das Unterrichtsministerium hat sich, wie wir aus sicherer Quelle vernehmen, auf Grund sach- und fachkundiger commissioneller Erhebungen sllr die Erbauung des neuen Schulgebäudes aus denMaier - und Moli n'schen Grund-stücken ausgesprochen. Der hiesige Magistrat hat bereits den Lokalaugenschein eingenommen und die Herstellung einer breiten, aus der Petersvorstadt zum Slidbahnhose sührenden Straße in das Auge gefaßt. Das neue Schulgebäude nebst der herzustellenden Straße werden dem Vernehmen nach ein Flächenmaß von 2400 Quadratklafter in Anspruch nehmen. Der Ueberrest von den Maier- und Molin'schen Grundstücken wird zu weiteren Baustellen abgegeben werden, und e« ist mit Sicherheit anzunehmen, daß das neue Schulgebäude dort nicht vereinzelt dastehen wird. — (Promenade-Concert.) Die hiesige neu organisierte städtische Musikvereiuskapelle, deren Tüchtigkeit stch bereits im Salon und Theater bewährte, spielt Sonn-^8, den 24. d. M., um halb 12 Uhr vormittags im Musikpavillon in der Sternallee. Zur Production gelangen: Schwarzenberg-Marsch, von Stiasny. 2. Ouverture zur ^er, »Die Stumme von Portici", von Auber. 3. Ca-Slwstro-Walzer von Strauß. 4. „Aus dem Volke", großes Potpourri von Schreiner. 5. „Sängerlieb", Polka frantzaise von Schinzl. Die Musikvereinskapelle erfüllt durch derlei öffentliche Loncerte einen hervorragenden Theil ihrer Ausgabe, denn die Mitglieder des Musikvereines haben ein Anrecht aus öffentliche unentgeltliche Loncerte der Bereins-kapelle. Möge die Bevölkerung der Stadt Laibach den Werth der neuen Musikvereinskapelle, deren Mitglieder in unseren > Mauern ihre ständige Hütte aufgeschlagen haben und zu eil Unsrigen gehören, ersafsen und Lurch zahlreichen Vereins-«tritt den Fortbestand dieser in Laibach nothwendigen Civil-Musikkapelle sichern. — (Gesetzessammlung.) Der krainische Landesehrerverein hat eine Sammlung der sämmtlichen Reichs- nnd Landes - V o l ks s ch u l g e s e tz e, die für daS Herzogthum «ra in giltig sind, in beiden Landessprachen heran-, gegeben. Eine solche Sammlung, die schon lange ein dringendes Bedürfnis war, wird gewiß allen Mitgliedern der Bezirks- und OrtSschnlräthe, sowie den Lehrern- und Lehrerinnen willkommen sein, welche wir hiemit auf dieselbe auf-merksam gemacht haben wollen. Selbe ist um den Preis von 1 fl. 50 kr. in allen hiesigen Buchhandlungen zu haben. — (Der Herbst) rückt an, die Anzeichen nahm man in Oberkrain und Kärnten am Morgen des 21. d. M. wahr; in vielen Gegenden waren die Dächer mit Reif über-zogen, und am 12. und 13. d. M. waren die Karawanken bis herab beschneit. — (HerrA. Samassa) empfing für seine beim oberösterreichischen Feuerwehrtage ausgestellte und erprobte Feuerspritze ein Anerkennungsdiplom — (Alpenvereinausflug.) Morgen SamStag, den 23., veranstaltet die hiesige Section des deutschen und österreichischen Alpenvereines einen Ausflug aus den Mangart. Die Abfahrt von Laibach erfolgt Samstag vormittags halb 11 Uhr, die Rückkunft Sonntag nachmittags 6 Uhr. Den Theilnehmern an der Partie wurde vonseite der RudolsS-bahn eine 33'/,perzentige Fahrpreisermäßigung zugestanden. — (In das nationale Lager) ist der „Krach" eingezogen. Endlich ist die Zeit gekommen, wo der besonnenere Theil der slovenischen Bevölkerung von der Unhalt-barkeit überspannter nationaler Ideen, von der Unerreichbarkeit separatistischer politischer Zwecke, von der Nichtigkeit hirngespinnstischer Projecte volle Ueberzeugung gewonnen hat. Anstelle hitziger Gefechte ist Ruhe, ja Gleichgiltigkeit getreten; daß Zetergeschrei erhitzter nationaler Agitatoren dringt allmälig zu tauben Ohren, eine lobenswcrthe Nüchternheit folgt dem nationalen Taumel und Katzenjammer. Zur näheren Bklenchtung der angeführten Thatfache wollen wir mittheilen, daß sich bei der für den 14. d. M. in Görz einberufenen Generalversammlung der drei nationalen Bruderschaften „Gorica", „Sloga« und „sota" nur eine winzige Zahl von Theilnehmern einfand. Obgleich die nationalen Blätter wegen zahlreichen Besuches dieser Versammlung alle ihre Posaunen und Trommeln ertönen ließen; obgleich die nationalen Blätter sür diesen Tag eifrige und großmäulige Propaganda machten; obgleich die Frage der Haltung d-r Nationalen bei den nächsten Landlagswahlen aus die Tagesordnung dieser Versammlung gesetzt wurde, fanden sich die lieben Getreuen beim Brudertage in Görz doch nicht ein; sie zogen es vor, daS Reisegeld in den Taschen zu behalten und es nicht unfruchtbaren Sachen zu opfern. Line neuerliche Generalversammlung der genannten drei Vereine wurde nun auf den 28. d. M. ausgeschrieben. Weiteren Gegenstand der Tagesordnung soll auch der Antrag auf Auflösung der beiden Vereine „Gorica" und „Soia" bilden. Aus diesen kurzen Miltheilungen ist zu entnehmen, daß der politische Boden, in welchem daS Trifolium „Go-rica", „Sloga" und „Soca" zum Leben erwachte, trocken und unsruchtbar geworden ist und erfreuliche Früchte für die nationale Partei aus demselben nicht mehr anzuhoffen sind. Der „Krach" mußte auch im nationalen Lager Einzug halten, die Wogen gingen bereits zu hoch. Im gegnerischen Lager wird der Eintritt dieser politischen Katastrophe kaum bedauert werden! — (Besteuerung der Hausierer.) Das Finanzministerium hat bezüglich der Besteuerung der Hausierer aus Gottschee und Reifniz dahin enlfchieden, daß der ihnen mit dem allerhöchsten Patente vom Jahre 1818 bewilligte niedere Steuersatz vou 1 fl. 33 kr. an Erwerbsteuer nur für ihre Heimat Giltigkeit hat. Gehen sie außer Landes, so haben sie de» höher» Steuersatz des betreffenden Kron-landes, in Wien z. B. 5 fl. 25 kr. und mit den Zuschlägen 8 fl. 89'/, kr., zu bezahlen. — (Landschaftliches Theater.) „Neuestes Lustspiel und Repertoirestück des k. k. Burgtheaters in Wien" — mit diesen am Kopse des Theaterzettels prangenden Zeilen vermeinte sicherlich unsere Theaterdirection dem gestern gegebenen Sardon'schen Lustspiele „F l a t t e r s u ch t" die beste Empfehlung vorausgeschickt zu habe», und zweiselsohne war sie überzeugt, das „Repertoirestück" werde auch hier seine Zugkraft bewähren. Das war jedoch ein arger Jrrthum: das Haus war nur schwach besucht, das französische Lustspiel hatte nicht gar viele Verehrer anzulocken vermocht. -Und gestehen wir es nur: die Ferngebliebenen brauchen sich über den entgangenen Hochgenuß gerade nicht z« grämen, wie ind im Gegentheil überzeugt, auch die wenigen Erschienene» ind von dem, was gestern geboten wurde, nicht übermäßig ntzückt. Mag sein (?), daß dem Geschmacke des «nrgtheater-Publikums wie der leichtlebigen Wiener überhaupt dergleichen stark gewürzte Kost zusagt, in Laibach mundet sie nicht, abgesehen davon, daß der Rothstift der Lensur und der Regie wahrscheinlich noch ein übriges gethan haben, um den eigentlichen Grundstoff nur noch ungenießbarer erscheinen zu lassen. Unser Publikum hat zu öfteren malen in unzweideutigster Weise bekundet, daß es den neueren französischen Bühnen-producten, trotz mancher glänzenden Außenseite, nicht hold ist, und auch das neueste „Flattersucht" dürste abgethan fein, es wird wol kaum eine Wiederholung erleben. Die Schuld trifft, wie wir mit Vergnügen bemerken, unsere Darsteller nicht, ihrer können wir ohne Rückhalt lobend erwähnen. Die Repräsentanten der beiden Hauptpersonen — Frau Schubert - Barbieri und Hr. Direktor Fritzsche — errangen sich wiederholte und wohlverdiente Anerkennung, und auch die Nebenrollen waren so besetzt, daß wir mit der Aufführung an und für sich uns wol zufrieden erkläre« können. — Das Orchester erntete sür das im Zwischenacte aufgeführte Potpourri „Aus dem Volk" wohlverdiente« Lob. — Die schon längere Zeit angekündigte Novität: „Fürst Emil", Sensationsstück in fünf Acten, wird morgen auf hiesiger Bühne zur Aufführung gebracht. Daß demselben vonleite des theaterbesuchenden Publikums große Theilnahme und Spannung entgegengebracht wird, beweisen die zahl-reichen Nachfragen um den Aufführungsabend. Es ist daS Stück auch einer solchen Theilnahme würdig, denn abgesehen von der sorgfältigsten Besetzung dieses Stückes „Fürst Emil« (Director Fritzsche), „Prinz Ernst, sein Bruder* (Hr. Rieger), „Prinzessin Melanie" (Frl. Pischek), „Mig-non' (Frl. Arensdorf), ist der Gang der Handlung ein so spannender, daß das Publikum bis zum letzten Augen-blicke demselben mit größtem Interesse folgen wird, daher „Fürst Emil" am Victoriatheater in Berlin das beliebteste Zug- und Kassenstück wurde. Die Versammlung der kärutuer Forstmänner ln Villach. (Schluß.) Hiernach folgte die.Berichterstattung über die Betheiligung des Vereines bei dem im März d. I. in Wien tagenden Forstcongreß durch Forstverwalter Julius Kanitsch Der genannte Delegierte des Vereines sprach in äußerst umfassender und den Stofs des Themas ganz erschöpfender Weise über die Resormfrage des Forstgesetzes und brachte besonders jene Abhandlungen des LongreffeS zur eingehenden Erörterung, welche für Alpenländer von Wichtigkeit sind. Es wurde, nachdem durch den Vereinsdirector-Stell-vertreter dem Delegierten Julius Kanitsch der Dank deS Vereines dargebracht wurde, der Beschluß gefaßt, den Lyn-greß auch fernerhin mit Delegierten zu beschicken. Der Programmspunkt V. fand seine Erledigung, indem als Vereinsdirector Forstinspector Karl Fercher einstimmig, als vereinsdirector.Stellvertreter Forstinspector Franz Pögl und als Ausschüsse Paul Jnzinger, k. k. Obersörster, und Josef Sternhart, Forstverwalter, bestimmt wurden. Nachdem sich zum Programmspunkte VI. niemand zum Worte gemeldet, fand die Bekanntgabe des Resultate-der Jury über die Waldpflanzenprämiierung, über die Vertheilung der Medaillen durch den Vereinsdirector statt. Es erhielten die Verdienstmedaille: Leopold Karl, k. k. Oberförster zu Arnoldstein, Franz Kofsler, Förster der Hüttenberger Eisenwerksgesellschast zu Wimmitz, Paul Jnzinger, k. k. Obersörster zu Obervellach, Ernst Haas, Forstverwalter der Hüttenberger Eisenwerksgesellschaft zu Möllbriicken, Peter Merluzzi, Forstwart der hüttenberger Eisenwerksgesellschaft zu Villach, Joses Sternhart, Forstverwalter der hüttenberger Elfenwerksgesellschaft zu Kla» genfurt. Die besondere Belobung mittelst Diplom wurden zuerkannt: Julius Kanitsch, Forstverwalter der hüttenberger Eisemverksgesellschaft zu Treibach, Johann Ettl, Realitätenbesitzer zu Wimmitz, Ignaz Frei, Garteninspector in Ehrenhausen. > Der Ve«in»d>rektor rrinmrte die Versammlung auf 'dM iin Jahre 1874 zu Spittal an der Drau gefaßten Beschluß, daß gelungene Aufforstungen holzleerer WalLeS» stachen primiiert werden. Die Kulture« find im Jahre 1876 auSzuführenund werdenim Jahre1879 durch ein bei der Generalversammlung 1878 zu wShlenSde« Schiedsgericht beurtheilt OtrdM. Bits diesen Auftuf meldet die Stadtgemeinde St. Veit und Johann Ettk in Wimmitz solche «Ukturflächen zur veuttheilxng und PrSmiiernng an. Zum Schluffe spricht der BereinSdirector seinen Dank für die Wahl und diezahl-teiche Betheiligung an der Versammlung und erklärt die Sitzung für geschloffen, nachdem mittelst Stimmzetteln als nächster Versammlungsort Bleidurg bestimmt wurde. Witteruna W. September. MorgenS trübe, dann Aufheiterung, Sonnenschein, sehr schwacher SO. Wärme: morgens 7 Uhr -j- I 11», nachmittags 2 M-j-14 9« 6. (1875 4-18 7«; 1874-f- 23 4° 0.) Barometer 738 92 mm. Das gestrige Tage-mittel der Wärme -I- l2 3», um 1.5' unter dem Normale. Telegramm. Wie«, 21. September. Die „Politische Corre« pondenz" meldet officiell, der Fürst von Serbien habe der Deputation, welche heute dessen Procla-mierung zum Könige nach Belgrad überbringen ollte, verboten, «bereisen, überhaupt angeordnet, )aß einer weiteren Entwicklung deö betreffenden Zwischenfalles energisch entgegengewirkt werde. relescas bischer Lursderichl am 22. September. Papier-Rente 66 70 — Silber-Rente 69 75 - 186<> r Staats-Snlehen 112'—. — Vankactien 862. — Lredit 15140 — London 121' -. - Silber 101-70. — «. k. Mü,i , vukaren 5 77. - S0.FrancS Stücke 9 67'/,. — IM Reich» mark 59 40 Lugelorumeue Fremde am 22. Skptember. Hotel Stadt Wien. Dr. IeNzl, k. k. RegiernngSrath und Professor; Korzistka, Buchhändler; Staiber, Prof.; Pe-terka, Reis.; Bergstein, Ledenig und Manert Anna, Wien. — Ritter v. Finetti, k. k. Postbeamter, sammt Familie, Görz. — Seeder, Kfm., Graz. — Batzler Liaria, Private, Sissek. — Pseffel, Gntsbes., Gallenfels. — Ka ljanec, Katechet, Mannsburg. — Homann, Kfm., Rad mannSdors. — Braune, Lieut-, Brünn. Hotel Elefant, de Prol, Heu. — Dr. Nev, Wien. -Raunicher, Littai. -- Demscher und Samsek Anna, Di-gnano. — WenzeiS, Beamtensgattin, Wippach. — Goed sche "Fabrikant, Meißen. — Dr. Jenko, Jdria. Hotel Europa. Samek, Baumeister, sammt Frau, und Dr. Welwitsch, Klagenfurt. — Zuppan, Prof., Fiume. Mohre«. Pajk, Marburg. — Horwath, Reis., Wien. Lombardo, Marine-Com.-«djuuct, Triest. Baronin Bourgwgnön. vaierischer Hof. Kristan, Kropp. — Giarola, Italien. A und. B. Bidic, Unterkrain. Lternwarte. Dimitrije, Billichgraz. — Wittmann, Mostar — Kozels. Lehrer, Tschermoschniz. — Mausner, Kfm., Lmz. Stadt Laibach. Urbak. Ungarn.__________________________ § er Correspondent im „Slvveiisli 4!arod" vom 13. d. M.. Nr. 209, »cs Artikels: „Ir kost^ne« wird ersucht, den Besuchern der Apotheke in Adels-berg bekannt geben zu wollen, um wie viele Millimeter er größer sei als der gedachte „mvLiöek" in besagter Apotheke. (509) Mehrere Lesucher der Apotheke Adelsbergs. Vllvon leb kenn' einen »Ibernen Lerl, Linen blöderen tind'st du nickt, Und sobsust du in den Spiegel — Siebst du sein Lngesiebt I Nein 6uter, die sctwnen Würden, Nit denen du rnisb beiebust, > Lebalte sie dock nur selber — 8t»tt der, die du verxedlieb erseknst. I's.rbsursibsr. Unterricht. Unterfertigte kündigt hiemit an, daß sie den Unterricht in der französischen Sprache mit 1. Oktober wieder beginnt. LIeonnre 81tzrkkrmer, (497) 8—3 Theatergafse Nr. 18. Eine viertel Loge, ebenerdig Nr. 6, ist zu vergeben. Näheres in der Buchhandlung v. Klein-mayr L Bamberg. „ , , (503) 3-3 Verstorbene. Den 19. September. AgneS Velaj, Inwohnerin, 66 I., Civilspital, Eiterungsfieber. Den 20. September. Frau Nurelia v. Tomaffy, geb. v. Gromadzky, k. k. Hauptmannswitwe, 49 I., Kapu-zinervorstadt Nr. 56, Lnngentuberculose. " Den 21September. Christine Elisabeth» Mayr, Slldbahn.BmtSdienerskind, 1 I., 10 M., Kapnzinervorstadt Nr. 82, Diphtheritis. — Frau Anna Martina!, k. k. Pro-sessorswiiwe, 74 I., Stadt Nr. 262. Entartung der Unter-leibsorgane. — Thomas Zontar, Sträfling, 26 I., Castellberg Nr. 57, Lungenschwindsucht. — Anton Sterle, Ableber, 67 A, Moorgrund Nr. 39, Brustwassersucht. — Johann Äorjanc, Schmiedswitwenkind, 4 I., Hühnerdors Nr. II, Scharlach._________________________________________ Theater. Heute: Mit durchaus neuer Ausstattung, siiinmtliche Lo» stüme nach den wiener Originalen : Gtroslö-Giros Komische Oper in 3 Acten von Albert Vanloo und Eugen Leterrier. Morgen: Fürst Emil. Sensationsstück in 5 Acten. Wterrer Mrsr vom 21. September. kverc. Rente, oft.Pap dt°. dto. ö». in Silb. Lo18 i5 1Z1-L5I81'»» -/»-rs 71-50 74-rs> 7b'Si> 79 10 7S Z0 1S1'10 lkl 30 Devositcnbank. .. SrcomVle-Anstalt Franc» - Banl . . Handel»»»«! . . . Nationalbaiil . . O,st. B.nkg-,slls. Union-Bank . . . Bcr7ihr»ban!. . . «Nld-«»hn .. ««l iudwi-Sabn «ail. MI.-»aba «ail. yr, I°sks»b . . is, LN >S»-— «taatSbahn...........isv.7!i!,8l-»b «üdbabn..............! 71-bv 7S-— 870 - 875- 881'---88» 58 75 59 -84.d0 85-1VS — 1»1 »07 — »07 5V 155-^I55-Lo Allg. oft. Bod.-Lredit. dto. in SS I, ... - Nation, ö. W........ Nng, Pod.-Sreditanst. kri.orttii.t»-OKI. Fra.,, 4oseI«-Babn . Oeft. Nordwestbahn . Eiebenbürger .... "taalSdahn.......... üdkahn L 5 Perz. dto. BonS Credit - Lose , , > . -Rudols« - Loft .... ^vok».(3Mon.) «ugsl-nrg 100 Marl ffran«. 10c Mark. .ondo» lo Pft.Sterl Paris lvv Franc» . Laii. Münz-Ducateu rn.ffrancSNÜck . . . Deutsche Reichibank Silber . 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Feilb., Snklj?sche Real., Oberloquiz, «G. Möttliug!- - 2. Feilb., Lesnik'scke Real, Grasenbrunn, BG. Feistriz,, - Reass. 3. Feilb, Penko'sche Real., Parje, BG Feistriz. Losbeii dsi IK. v )> «L? ! - «>. ersekionen und durcd »Ile Luciilisndlungen dorieden: kosiavs in uks.2'123. kranMo IjuäLlio ZolLtvo.' Ee^e unä lileronlmmgen lle8 !iram. RsrLMA6§6dM vorn krsini80ksn >.skrsfvvl-vinv. 414 Leiten, kreis ti. 150. Dieses Rsudlnieli der krsinisolien VoliLSsekuIgesetiie entd8.lt den autlien-ti sollen Lext der sLinmnitlieken Leieks-u. I,s.nde8-Voillssc1iul8e88tr6, LrlLsse, Verordnunxen und Xundmaekungen etc., die kür drrs Ilerrogtliuw Krsin xiltix sind, nebst einem ^lllmnZ, entliiilteud das 6ssotr, lietreü'glld den Seirutr der kür die Lodenkultur nütrlieden Vö^ei und d»s 6es«tr, betreffend den 8o1>utr der Lodenkultur ^sgen Verlievrung dnrod Rklupen sto, und einem g.Ipd».1>6tisen geordneten Register in beiden I^LndessprLeiien. 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