Laibacher Je ituna. »!< HHH. Samstag am ». October »8H» Die ..Valba^r ^>t»,>a" crM,.i»t, mit ?l,.s».,s,»,. dcr Ho»"- "»d^i.rt.i^ täglich. ,»>!' s„1,t f.,.....,< ^„ >».',''<»>,"' im (5 o m p to ir q a „ ,j ä hri g l, >i.. l» a ! b ,.', s, ria .'» ss 7.N fr ,»il Krc^l?.!' i». imm'tt'ir ^..,jäl,.,q 2 st l>"<^.l>r.^ .. st ^..r ... Z.^llm^ ...'s «m.z n«> h a l b j ä s. . i q W sr, m.l.r „.entricht,,.. M i t ic r 'llo st '° r 7ö' 'xoliq.' Einschaltn..., .'! s>^ snr ,^'..».a,.qc ^ fr n.r vrc»m>,,«.- 5 kr lö M Innrat. s'i, 12 .^i!c>, s.ft.» < st. ,.n 3 M.l. .^» s„ fs.r 2 il'l.,l ,,»» ^<» fr. f.'.r , Mil cin.'u chal Z» dicftn («.l'i!l)>.n ift »nch ^>>> „P^v,!M'!M'>. ^>'!'<)^ Von, «.. Nl'vcml'.r l«5<) s„r ^ns>rt!M!>)stä!»psl" »och !<» kr. für f.ns jrdrsiualiqe <,fi»schc,ll»ng hin^ii ^» ,schü,n. "Amtlicher Theil. HIeute wird das II. Stück, IV. Jahrgang 1862, des Laudesgesel)- und Regierungsblattes fur das Herzogthum Kraiu ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält nnter Nr. 29«. Erlaß des k. k. Finanzministeriums vom 3. August 1«.',2, betreffend die Aufhebung der Zwangscouröbestimmungen iu Absicht auf die im Verkehre befindlichen, zu ll Percent verzinslichen Neichsschanscheine uud deren Verwechslung. Nr. 2l)!1. Erlaß des k. k. Fiuauzministerinms vom t6. August 18Ü2. Befreiung des Gehaltsbetrages bis 300 ss. von der Diensttare. Nr. 300. Umlaufs - Verordnung der k. k. steierisch-illyrischeu Finanz-Laudesdirectiou vom ^li. Angust ^62. Ausdchnuug der Diensttar-Vegüustiguug der zu Accissisteu der Kriegsbuchhaltung eruanuteu k. f. Fouriere auf diejenigen Fouriere, welche bei der Agramer Staatöbuchhaltuug als Accessiste» oder Ingrossisten angestellt werden. Nr. 30l. Umlaufs - Verordnuug der k. k. stcierisch-illynschen Finanz-i'andesdirectio» vom Ili. August 18.^2. Ellallternng über die Berechnu.iss der Vesil;-dauer behufs der Beurtheilung des Gebilhrennach-lasses in jenen füllen, wo die Rechtsnrkuude innerhalb der gesenlichcn Frist zur Eintragung iu die öffentlichen Bücher bei einem Gerichte überreicht, uud nicht bei einem Steucramte angezeigt wurde. Nr. 302. Kuudmachuug des k. k. Statthalters iu Kram vom 3. September 16«2, betreffend das Verfahren bei zollfreiem Bezüge vou Getreide und Hülsenfrüchteu zum Hauebedarfe. Nr. 303. Kuudmachuug dcr k. k. Statthalterel iu Kram vom 7. September 18!l2, wegeu Erueueruug der Bewerbungsgesuche um Versorguugsstipendien a««s dem Haller Stiftnngsfonde. Laibach, am!>. October l8.^2. Vom k. k. Nedactiousbureau des Landesgeschblattes für Kraiu. Das Ministerium des Innern hat znm Kreis-commissar dritter Classe iu Dalmatien den Actuar erster blasse der Prätur iu Sebenico uud derzeit Administrator der Prätur iu Zara, Johann Tadich, ernauut. Der Minister für Cultus und Unterricht, von Sr. k. k. apostolischen Majestät ermächtigt, einem der von Allerhochstdemselben ernannten Professoren der Meisterschuleu an der Wiener Academic der bil-deudeu Künste die Direction derselben für die znr Durchführung ihrer ueueu Organisation erforderliche Zeit zu übertrageu, hat deu Professor Christian Ru-den zum Director der Academic auf die Dauer von sechs Jahren eruauut. Der k. k. Minister für Cultus und Uuterricht hat deu Lehramts-Candidateu Dr. Antou Schmid zum wirklichen Gymnasiallehrer am katholischen Gymnasium iu Preßburg cruanut. Nichtamtlicher Theil. Zur Hvllvereinüfragc. " Die Zollcoufereuz zn Berlin ist uutcr wenig rucksichtsvolleu Formen geschlosseu worden. Die iu München vereinbarte Erklärung konnte in derselben nicht mehr zur Vcrhaudluug gelangen, und die derselben beigetretenen Regierungen fühlen sich durch deu gauzen Vorgang tief vcrleftt. So ungünstig diese Sachlage erscheinen mag, so sehr wir bedaueru, daß den iu der Angelegenheit selbst liegenden Schwierigkeiten noch formelle Hindernisse hinzngefügt wurden, so hegen wir doch noch immer die Hoffuuug, daß damit uoch uicht alle Wege der Verstüudigung abgeschnitten seien. Wenn Preußen vou der Anficht ausging, daß anf dem nrsprünglich betretenen Wege der Zollcoufe-reuzeu eine Förderuug der Angelegenheit uicht mehr zu erwarte» stehe, so hat eS damit die zwischen be-freuudeteu Negierungeu bestehenden regelmäßigen Mittel der Verhaudluug weder aufgegebeu noch zurückgewiesen. Für Oesterreich aber erwächst aus der gegenwärtigen bedrohlichen Lage, in welche die commer-ciellen Verhältnisse der dcutscheu Vuudesstaateu geratheu sind, die gebieterische Pftlcht, die jeftt nöthig gewordenen Schritte mit allem Ernste iu's Auge zu fassei' uud mit allem Nachdrucke iu's Werk zu seyeu. Oesterreich kaun nicht zugeben, daß die Zersplitterung Deutschlands m,f dem handelspolitischen Gebiete überhandnehme. Es hat keine Anstleugnug gescheut, »m den Zollverein iu seiner bisherigen Ansdehmmg auf einer allseitig befriedigenden Grundlage u.,d mit Fest-haltnng der Tendenz einer allgemeinen deutscheu Zoll-einiguug zu erhalten, — eS ist jettt nach erfahreuer Zurückweisung aller dahin zielenden Vorschlüge seine Aufgabe, dafür thätig zu sein, daß selbst bei dem Ausscheiden Prenßens, wenn es wirklich dazu komme» sollte, ein organischer Verband zwische» den übrigen zolloerbündeteu Staaten uuter Feststellnug obiger Grundlagen gewahrt werde. Eorrespoudeuzcn. Krainbnrg, 6. October. /^ Bei nns will es nimmer schön werden, denn es regnet schon seit fünf Wochen sehr viel. Kanm zeigt sich die liebe Sonne und mit ihr die Sehnsucht uach endlich schönem Wetter, so thürmen sich schon wieder Wolken, und vom Neuen ergießt sich dcr Negen, als ob wir ihn noch uicht genug hätten, uud der mit der Einbringung des heurigeu Segeus besorgte Landwirth fühlt sich so oft mit seinem Hoffe» nach schöner Zeit getauscht. Am lebten Samstag war meist Sonnenschein, wahrend rings am Horizonte schwarze Gewitterwolken drohten. Der Abend brach «„ „nd der Regen t.at wteder cm, die ganze Nacht und noch den Sonntag hindurch anhaltend, öfter sogar einem Wolkeubrnche glelch. Man bangte uicht umsonst: die Bache schwollen an, die Flüsse wurden Ströme, unsere Kauker hatte eine seit Menschengedenkeu uicht erreichte Höhe, uud die Save strömte wildbrauseud einher. Vou mehrere» Seiteu liefen Nachrichteu über Brückenzelstöruugen, Scarpeu-, Erd. uud Straßeuabsipuugen ein. Am Sonntage Mittags war man auch schon wieder um unsere schöne Savebrücke besorgt: um '> Uhr Abeuds mußte sie fi',r Wageu und später selbst für Fußgeher gesperrt werden, nnd schon um 9'^ Uhr Nachts sind drei Joche derselben von der Wucht des immer gewalliger anstürmenden Wassers weggerissen worden. Der Montag darauf war wieder ein schöner 3ag, nnd wohl hofften wir, uach solchen Regengüssen endlich eine Weuduug des Wetters. Vergebeues Hoffen' schou der gestrige Tag gestaltete sich wieder immer trüber uud heute Nachts fing es neuerdings zu regnen au, und es regnet, mitunter wieder in Strömen, heute deu ganzen Tag, wobei leider zu besorgen steht, daß die schon gestern mit aller Energie begonnenen Ar« betten an der Savebrücke zur Wiederherstellung der abgebrochenen Joche, bei dem immer wieder steigenden Gewässer, abermals nnterbrochen werden milssen. Der Himmel bewahre uns vor größeren Cala. mitäten! Oesterreich Wien, 7. October. Nach der Modification, welche die Neiseronte Sr. Maj. des Kaisers gegen die frühereu Bestimmungen erhielt, wird die Rücksehr des Mouarcheu iu die Residenz vor dem 4. November nicht erfolgen. — Se. Maj. der Kaiser legte die Reise vou Wien nach Agram in nicht vollen 22 Stunden zurück. — Am 1. November wird hier die Prüfung jeuer Offiziere, welche um Zulheilung beim f. l. General-quartiermeisterstabe aSpirirten, durch eine eigene Prn-f.mgScommissic'll nach den dießsalls bestehenden Vorschriften abgehalten. Die Einbernfung der betreffenden Offiziere wild in Folge einer Eutschliesiung Sr. Maj. des Kaisers durch den k. k. Generalquartielmeisterstab eingeleitet. — Die Zöglinge iu den sämmtlichen Kadetten-schulen werde» jept durchaus gleich adMi,-,, «nd zn^r in weißen Waffemöckeu mit hellrothen Aufschlägen, gelben Knöpfen und blauen Pantalons, ganz nach Armeevorschrift. — Um die Ausbildung der Matrosen für die österr. Marine zu fördern, ist die Errichtung eiues eigenen Malroseudcpots beantragt, welches nach de« Grundsayen der Infanterie- und Cavalleriedepots eingerichtet und auf eiuer Fregatte placirt würde. Die Matrose» erhalte» daselbst jede» nöthigen Unterricht, so daß sie vollkommen ausgebildet und dienstfähig eingetheilt werden können. — Die Weinlese ist hier in, besten Gange, m,d findet der Wem guten Absaß, da alle Weinhaudler, welche früher iu Italien nnd Tirol ihren Bedarf anzukaufen pflegte», heuer auf hiesigem Plafte erschienen sind, da in jenen Gegenden die Rebenkrankheit. Tranbeu und Wein verdarb. Die Weinpreise sind so° mich fortwährend im Steigen. - Die Frage wegeu Neubaues eines Operu-Hauses für die italienische Oper ist uun definitiv ent» schieden. Der Ban ist im Allgemeine» genehmigt; über d«e Vauprojecte selbst aber wird erst daun ein Beschluß gefaßt werden, wenn die für öffentliche Baute» bestimmten Foude nicht mebr so start in An-spruch genommen sein werden, als dieß derzeit der Fall ist. Man rechnet bis dahin einen Zeitraum von drei bis vier Jahren. — Herr Oscar Freiherr v. Redwip, der Dichter der „Amaranth", hat einen ihm von Sr. k. k. apvst. Majestät allergnädigst bewilligten Urlanb von zwei Jahren bereits angetreten und Wien verlassen. Wenn wir denselben auch ungern für diese Zeit aus dvr Reibe der UuiversitätS.Professoren scheiden sehen. so müssen wir doch den Einfluß, welchen Herr v. N«t. wip als Dichter in weitem Kreise ausübt, hoher a». 988 schlagen, als seine nothwendigerweise beschränktere Lehrthätigkeit. Wir freuen uns daher, daß ihm durch die Gnade Sr. Majestät die Muse gegeben wurde, entfernt von den die dichterische Thätigkeit beirrenden Geschäften eines die gcwze Geisteskraft eines Mannes in Anspruch nehmenden Berufes, den Eingebungen feines Genius folgen zu können, welcher ihn zn nenen Hervorbriugungen drängt. — Nach längerer Unterbrechung ist der dritte Band von Appert's Werk über die „Gefängnisse» Spitäler, Schulen u. s. w." in Sommer's Verlags-haudlung erschienen. Dieser Band behandelt ausdrücklich österreichische Anstalten und enthält die nenesten Ergebnisse der Reisen des Verfassers, Berichte über die Vesserungs- und Hnmanitätsanstal-ten von Brück, Leoben, Graft, Marburg, Laibach, Triest, Capo d'Istria, Venedig, Mantua, Verona, Cremona, Pizzighettone, Lodi, Mailand, Brescia, Vicenza, Padua und Görz, ferner von Linz, Salzburg, Innsbruck, Hall, Kusstcin, endlich von Preßburg, Neuhäuscl, Tolna, Serard, Bouyhad, Füufkir-chen, Mohacs, Gran, Comorn, Czegled, Kecskemet, Felegyhaz, Szegedin, Arad, Temesvar, Peterwardein, Neusatz, Semlin, Iasz-Vereuy, Valassa-Gyarmath und andern ungarischen Städten und Märkten. Ein vierter, wie zu erwarten, ebenfalls nur österreichische Zustände abhandelnder Theil soll buld die Presse verlassen. — Jüngst hat wieder ein G l e t sch e rnnglück stattgehabt. Am 2. September, Abends halb neun Uhr, ging Herr Welf, Syudicns von Grosseney, im sardinischen Bezirke Aoste, in Gesellschaft mit Nico-laus Biler über den Cervingletscher, um sich nach dem Wallis zu begeben. .Herr Welf fiel in einen Gletscherspalt; sehr gewandt und stark am Körper konnte er sich jedoch im Fallen mit seinem Stocke halten, in der Art, dasi er über dem finstern Abgrunde hängen blieb. In dieser schrecklichen Lage rief er seinem Ve. gleiter hinauf, ihm die drei Stricke zuzuwerfen, an welche die mitgeführten Ziegen gebunden waren. Diese erstreckten sich jedoch nicht zn Welf hinnnter; er rief. andere Stricke zn holen; allein kaum hatte er diese Worte gesprochen, glitschte sein Stock aus, er rief: „Es ist nicht mehr Zeit, bete für mich!" lind rutschte in den Abgrund. Sein Gefährte eilte 6 Stunden weit in die nächsten Wohnnngen am Fnße des Monte Nosa. Sechzehn Männer kamen an den Ort des Unfalls. Einer wurde ungefähr 70 Klafter tief in den Gletscherspalt hinabgelassen; hier angekommen, fand dieser, daß der bisher senkrechte Spalt in einer schiefen Ebene sich fortsetze; eine Fackel wurde an einem Seile wieder über diese Ebene hinabgelassen, und es fand sich, daß ungefähr i>0 Klafter weiter der Spalt wieder senkrecht ward. Weitere Bemühungen zur Wiederauffindung des Unglücklichen mnß-ten deßhalb aufgegeben werden. — Das „Dublin University Magazine" contra-stirt Napoleon und Wellington durch zwei Anecdotcn. Die erste ist allgemein bekannt und bezieht sich auf den Tod Morean's bei Dresden, wo Napoleon, als er durch sein Fernglas einen uniformbesetzten Hügel erspähte, einer Batterie befohlen haben soll: „Geschwind! Schießt mir ein Dutzend Kugeln auf ein Mal dahin! Vielleicht trefft Ihr ein Paar kleine Generäle!" — Wellington dachte ganz anders. Bei Waterloo bemerkte der Oberst, welcher die britische Artillerie commandirte, zu ihm: „Ich habe den Punct, wo Vonaparte mit seinem Stab steht, gerade auf dem Korn. Wenn Ihre Gnaden mir erlauben wollten — ich denke, ein Paar von ihnen könnt' ich wegschießen. — „Nein, nein," eutgegnete der Herzog, „die Feldherren in einer großen Schlacht haben was Anders zu thun, als aufeinander zu schießen." * 3Vien, 7. October. Die rücksichtlich des Frei' gepäckes der Reisenden für die Fahrten im Inlaude mit der Verordnung vom 28. Juni 18!i2 festgesetz-ten Bestimmungen sind vom 16. October 18!!2 an auch auf alle mit dem Auslande, in directer Verbindung stehenden Fahrten, — soweit hiebei das Persc-ueugeld auf österreichische Rechnung eingehoben wird -— mit aUeimger Ausnahme der Mallefahrt Padua-Fevrava und Mailand-Lindau, ausgedehnt worden. Prag, 4. October. Die feierliche Installation des nenen Herrn Universitatödirectors wurde unter den Auspicien Sr. Erc. des Herrn Statthalters Freiherrn v. Mecs'i. Mai d. I. vorgelegten Entwürfe uud insbesondere den Entwurf eines Zoll- uud Handelsvertrages als Grundlagen der Verhandlung mit der k. k. österr. Regierung anzuerkennen, und in welcher Fassung sie deu erwähnten Zoll- und Handelsvertrag demnächst anzunehmen bereit sei. „Wenn nun die kön. prenßische Regierung bei der Beantwortung dieser Frage, von einer Erwähnung des vorgelegten Entwurfs eines Zolleinigungs-Vertrags Umgang geuommen hat, so glauben die von den Unterzeichneten vertretenen Regierungen bei diesem Stillschweigen, wenn es gleich einen erheblichen Theil ihrer Wünsche unbefriedigt läßt, sich doch beruhigen zu können, nnd zwar in Betracht der gleich« zeitig erfolgten Erklärung, daß die köuigl. preußische Regierung die künftige Herbeiführung einer allgemeinen Zolleinigung als leitenden Gesichtspunct für den abznschließenden Zoll- nnd Handelsvertrag anerkennt. „Sind aber die genannten Regierungen hiernach bereit, sich der kön. preußischen Ansicht in so weit anzuschließen, daß zu dem Zwecke der Herbeiführung einer späteren allgemeinen Zolleinigung für jetzt nur ein Zoll- und Handelsvertrag abgeschlossen werde, so wird die kön. prenß. Negierung billig genug sein, zu erwägen, daß jenes Einverstäudniß, welches als die Annahme des September-Vertrages nnd den Abschluß der neuen Zollverträge bedingend bezeichnet worden ist, erst daun als erreicht betrachtet werden kann, wenn das Zustandekommen deS Zoll- und Handels« Vertrages keiner Ungewißheit mehr unterliegt. „Nun hat aber die kön. preuß. Regierung nicht die Annahme deS zu Wien verabredeten Vertrags-Entwnrfs in Aussicht gestellt, soudern nur zugestimmt, daß derselbe den Verhaudlungeu mit der kaiserlich österreichischen Regiernng zum Grunde gelegt werde, nnd sie hat dabei schon im Voraus neben dem Aus« schlusse der a»f die Zolleinigung bezüglichen Bestimmungen wesentliche Säl)e des Entwurfs des Zoll-uud Handelsvertrages beanstandet, mid insbesondere die so wichtige Beilage >. im Ganzen späterer ^'"^ schließung vorbehalten. „Das Zustandekommen des Vertrags erscheint daher um so weniger gesichert, als, wie die königl. preußische Regierung nicht verkennen wird, Niemand es in seiner Hand hat, allen den Wechselfällen vor-zubeugen, welche zwischen dem Beginne von Verhandlungen und deren Abschluß eintreten können. „Die k. prenß. Regierung hat beim Beginne der gegenwärtigen Verhandlung die Frage der A»ll''lM''' des September - Vertrages vorangestellt. — Di^ Frage ist unter der Bedingung eines Einverständnis's in Bezug auf die handelspolitischen Verhältnisse z" Oesterreich bejaht wordeu. Zur Erlediqnng dieser letzteren Frage ist nunmehr von der königl. preußischen Regieruug der erste Schritt geschehen, und wenn die k. Negierungen von Preußen und Hannover sich z"-gleich für die Nothwendigkeit einer baldigen defmlt^ ven Entscheidung über Annahme und Ausführung des September-Vertrages anssprechen, fo dürfen d>e vc»l den Unterzeichneten vertretenen Regieruugen sich >"" so mehr zu der Erwartung berechtigt halten, dasi ^ kön. preuß. Regiernng keinen Anstand nehmen werde, die über den Zoll- nnd HaudelSvettrag dnrch l^ neueste Erklärung immitten der Couferenz bereits begonnenen Verhandlungen ihrem Abschlüsse zuzuführen, und damit die genannten Regierungen in den Stand zu setzen, zn dem Abschluß der Verträge über Erneuerung nnd Erweiterung des Zollvereines zn schreiten. „Die von den Unterzeichneten vertretenen Regierungen begeu ihrerseits keinen lebhafter» Vunju), als diese Verhandlungen beschleunigt zu sehen, ">'d sie werden auf alle Weise dazn beitragen, die^ll'en zu fördern uud zu erleichtern. Sie sind aber auch der Ueberzeugung, daß diese Verhandlungen bei er"' stem Angriff in kurzer Zeit zu Eude gebracht werde" können, uud eine Verzögerung der Zollvereinsrerträge um so weniger zur Folge haben werden, als dieses jedenfalls noch die Erledigung einiger wichtigen, l>e der Confelenz angebrachten Anträge vorauszugehen Hal» „Mit der Regulirnug der commerciellen ^' Hältnisse zu Oesterreich steht die Erklärung der fl'"' preußischen uud der k. hannover'sche» Regierung "' 30. v. M. berührte Frage der Dauer der >">'^" Zollvercins-Verträge in engem Znsammenhange. W^'" die Unterzeichneten, nach deren Vorlagen """"'' Mai d. I. die Dauer des jetzt zn schließenden 3""' vereinS auf eine weit kürzere Frist als 12 Iah^ beschrankt sein sollte, auf dem damaligen Antrags d" ! Verabrednng einer im Jahre 18Il0 beginnenden Zol' einigung mit Oesterreich in ihrer Erklärung vom 2 . <>8ft v- M. nicht mchr beharrten, so waren sie gerade deßhalb in der Lage, in eben dieser Eiklärnng die Nothwendigkeit einer noch zu treffenden Vestimmnng Über diesen Pnnct hervorzuheben. „Die Conferrnz wird sich daher mich mit dieser Frage allerdings noch zu beschäftigen haben, und die von den Unterzeichneten vertretenen Regierungen hoffen, das; zur Förderung dcr großen nationalen Aufgabe, um deren Losung eS sich Handell, auch die konigl. hannover'sche N'egiernng in dieser Beziehung ei" Zugeständnis; nicht wird verweigern wollen." S ch w e i l Die „N. 3 ü r i ch e r Ztg." theilt Folgendes mit: In Dättlikon — westlich am Irgel liegend — horte man am ü>. Sept. ein Tosen nnd Krachen, welches einen Erdschlipf zur Folge hatte. Wer die Nebberge besichtigt und die vielen Nisse, Senkungen nnd Erdschlipfe betrachtet; wer am Saume des Irchels steht, wie sich dcr ganze Abhang vom Berge löste, Nisse warf, sich seyte; wer beobachtet, wie Schwankungen eintraten, zumal au Stellen, wo sich bisher oberflächlich nie Wasser zeigte, der wild überzengt, daß im Innern dcs Berges ein Erdbeben Statt gefnnden haben must. Zuverlässige Leute in Reftenbach bc-hanpten anch, in derselben Nacht ein Gefühl verspürt zu haben, als ob sie gewiegt wurden. Schon am Mittwoch vorher sah man in den Thalern einen bläulichen Nebel, kaum 4 Fnß hoch, der eiuen unangenehmen Geruch verbreitete. Nach dem Negen wurde von einem dortigen Arbeiter unweit der Stadt ein starker Luftzug beobachtet, der so heiß, wie die Hitze vor einem Feuerloch war uud einen Schwefelgeruch verbreitete, der sich drei Mal erneuerte. Eine Frau wurde davou plönlich entkräftet. Dem Erdschlipf bei Teß ging cin Strom Erdmasse voran, worauf die Erde mit Waldung ganz gemächlich nachfolgte und wohl 8—40 Minuten Zeit brauchte. I r a n k r c i ch. Paris, 30. September. Der „Mointenr" mel» det die V^haftting emeS gewissen Gaillard, welcher bei Beschlagnahme der Hollenmaschine in Marseille entwischt war, mit folgenden Worten: „Ein gewisser Gaillard, Juwelier von Marseille, welcher eines Complots gegen die Sicherheit des Staates bezichtigt ist, wurde in St. Etienne mit einem gewissen Jean Loriot, Kupferarbeiter und iitter-lürt in Tours, verhaftet. Gaillard ist geständig, an der Fabrikation der Marseiller Höllenmaschine Theil genommen zu haben." Bis jcht sind in Marseille zwölf Verhaftungen in Folge des eindeckten Completes vorgenommen worden. Die „Patric" erzählt von dcr Flncht des erwähnten Gaillard, daß derselbe bei Ankunft der Polizeiagenten, welche an die Hausthüre klopften, znerst sein Licht auslöschte, welches sich neben der Höllenmaschine befand, hierauf vom Fenster dcs erstcn Stockes hiüabrief, wer da sei, und als er die Polizei er-blickte, sich durch einen Brunnen in das nächste Haus, mit welchem derselbe in Verbindnng stand, mit Lebensgefahr flüchtete, sohin die Dacher der weiteren Häuser überstieg nnd so entkam. Voecker, welcher schwerfälliger war, suchte vergebens nach einer Hinterthüre uud wurde verhaftet. Demselben Blatte zu F^lge hat der Appellhof von Air bereits die Untersuchung begonnen, so daß die Sache vor die Assisen, nicht vor den obersten Gerichtshof gebracht werden wird. „Morning Herald" läßt sich aus Marseille, 24 September, folgenden Details über das Complot belichten, welche freilich schon jcht zum Theil bedeutende Modlficationen erhalten haben: „Unser Prafect wnrde wr einigen Tagen iu Kenntniß gescht, daß sich im Var-Deparlement eine furchtbare Verschwörung behufs der Ermordung des Präsidenten gebildet habe. Die Verschwornen sind besonders französische und piemon-tesische Socialisten. Es wurde den Präfecten anempfohlen , in den Nhonemündungen uud besouders in Marseille eine besondere Wachsamkeit auszuüben. Die Polizei setzte sich sofort in Bewegung und, Dank dem Scharfsinne eines der ans Paris entsendeten Azenten, gelang es, von einem jener Baude angeyöri- ^gen picmontesischen Republikaner vollkommene Ge-^ ständnlsse zu erhalten. In Folge der der Polizei zu-! gekommenen Nachrichten wurden zuerst Durchsuchungen in einem Hause der Straße Dragon gemacht, aber die Maschine dort nicht gefm'dcn; auch ein an-bereS Haus wurde, aber mit eben so wenig Erfolg, dnrchsucht. Die Polizei umzingelte endlich in der verflossenen Nacht ein von dem Buchdruckergehilfen Gaillard bewohntes unansehnliches HanS, wo die Hol-! lenmaschine in einem Keller aufgefunden wurde. Es gelang Gaillmd im bloßen Hemde zu entwischen: sen, Mitschuldiger, ein Deutscher, Namens Beckcr, wnrde verhaftet. Im Laufe deo heuligen Tageü wurde ^ die Verhaftung von mehr alo 100 Individuen vorgenommen, die sämmtlich eralmce Socialisten sind ^ und den untersten Stufen der Gesellschaft angehören. Es befinden sich unter ihnen Nichtswürdige, die nach ihren Attentaten der Jacquerie im verflossenen Monate December begnadigt worden waren. Man sagt jcht, aber ich weiß nicht, inwiefern mit Gruud, daß die Polizei Nachforschungen nach ei-i ner zweiten Höllenmaschine, die, wie sie vermuthet, in Marseille oder in der nächsten Umgebung verfertigt sein soll, anstelle Das znr Errichtung der in Beschlag genommenen Maschine angenommene System ist dem des Fieschi ähnlich, nur daß die Zahl der Flintenlanfe weit beträchtlicher ist und folglich die Wirkuug viel schrecklicher gewesen sein würde. Die Maschine des Fieschi bestand aus einer einzigen Neihe von Flin-teuläufeu, iudesseu die gegenwärtige ein Parallelogramm bildet, dessen Spiye aus 20 Flintenläufen zusammen-gescyt ist. Uuteu uud an jeder Seite befinden sich zwei Abtheilungen, in deren jeder vier Reihen von zwölf Flinteulaufen angebracht sind, was für jcde Abtheilung 48 Flintenläufe ausmacht. In der Mitte der Tiefe befiuden sich zwel Tromblons. Sämmtliche Fliutenläufe haben eine Länge von 30 — 36 Centimetres. Sie sind aus Pappe gemacht nnd mit Metall gefüttert. Die Abtheilungen sind durch Schrauben sehr fest miteinander verbünde». Ein Schwefeldraht ist so angebracht, daß sammcliche Flinteiiläufe gleichzeitig Feuer geben konnten. Diese Erplosion ware fürchterlich uud augenblicklich gewesen. Ich habe mit einem Manne gesprochen, der das Var^Departement in der verflossenen Nacht verlassen hat. Es besteht an der Gränze, wie er sagt, eine ausgebreitete Verschwörung, dereu Chefs französische und piemontesische Socialisten sind. Die piemontr-sischen Damagogen haben die Absicht, dir Gränze auf ein gegebenes Signal zu überschreiten, und mit den Unzufriedeuen des Var-DeparttmeutS nnd der Departements des Centrnms, die zu ihuen stoßen würden, sich des ganzen südlichen Frankreichs zu bemächtigen, nm alsdann geraden Weges nach Paris zu marschi-reu. Der Prinz, sagt man mir, betrachtet diese Pyg-mäenverschwöruug auf die verächtlichste Weise. Aber um im 'Nochfalle die Einwohner der Gränze zu be-schüyeu. hat mau uach Antibes und nach andern Städten des Var-Departemenls mehrere Regimenter entsendet." Die Nachricht von dem Complete hat in ganz Frankreich die tiefste Entrüstung hervorgerufen. Fast in den meisten Städten wurde freiwillig das Te Deum gesungen. Zahlreiche Adressen an den Prinz-Präsidenten werden in den Departements nncer-zcichnet. Mau hatte ans dem Umstände, daß das Com-plot der Nue Reine Blanche nur vor das Tribunal der Correctionspolizei gebracht wnrde, schließen wollen , daß dasselbe geringere Vedelttmig habe. Ein Pariser Correspondent der „Inde Velge" bemerkt hierüber, daß eben die Correctionspolizei genüge, um der Regierung die ausgedehntesten Strafmittel in die Haud zu geben. Es bedarf nur der Verurtheilnng von Seite desselben wegen Theilnahme an geheimen Gesellschaften, nm die Regierung auch zur Deporta-tiou der bezüglicheu Individuen zu ermächtigen, was nun bei den Theilnehmern am Complote der Rue Reine Manche der Fall ist. Man hat in Vincennes mit den Feuerröhren, welche in der Nue Reine Blanche gefunden wurden, Versnche angestellt uud gefnn, den, daß dieselben sehr scharfe Schüsse gestatteten, die daranS zusammengeschte Höllenmaschine hätte also große Wirkungen hervorbringen können. Die ebenfalls schlecht construirte Hollenmaschine Fieschi's hatte, obwohl von sieben Läufen nur füus sich entluden, <6 Personen getödtet nnd 34 schwer verwundet. Die Verheerungen, welche die Hollen« Maschine der Nue Reine Blanche und von Marseille gemacht hätten, wäre namentlich bei der leßteren und ihren 2i>0 Flintenläufen nnd 4 Tromblous viel größer gewesen. Die „Patrie" sagt: Die von der Polizei in Marseille entdeckte Höllenmaschine war mit vieler Kunst und Geschicklichkeit verfertigt. Die als Sachverständige befragten Artillerie-Officiere haben consta-tirt, daß sie so eingerichtet war, um eine furchtbare Erplosion hervorzubringen, ohne die Abschießenden nur im Geringsten zu beschädigen. Der „Moniteur" theilt einen ausführlichen Bericht über die Grundsteinlegung der neuen Cathedral« von Marseille mit, so wie die Antwort des Prinz-Präsidenten auf die Ansprache des hochw. Bischofs. Aus Roanne, derseben Stadt, wo der Prinz-Präsident vor wenigen Tagen mit so großem Enthn-siasmns empfangen worden, und wo ein Triumphbogen mit der Inschrift: „liounnc «,> c>I<>on.'" errichtet war, ist eine auffallende Nachricht eingegangen. Es haben dort die GemeinderathSwah-len stattgefunden, und die ganze Liste der Opposition hat dabei die Majorität erhalten; ja, nnter den Erwähnten ist ein Individuum, welches nach den Decemberereignissen zur Internirung verurtheilt worden war. In Demessargues (Gard - Departement) haben bei den Gemeindewahlen Unruhen stattgehabt. Der Maire wurde von mehreren Personen insultirt, als er die Wahl-Operationen präsidirte. Die Behörden von Alais begaben sich nach dem genannten Ort; mehrere Verhaftnngen wurden dort vorgenommen und eine gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet. Großbritannien und Irland London, 30. September. Gestern und vorgestern Abends witthlte ein furchtbarer Orcan im französischen und irischen Canal. In Holyhead blieb die irische, in Dover die ftanMsche Post ans, und die „Wave Queen," ei,, jüngst nach ganz nenen Principien gebauter, durch seine Länge auffallender Dampfer, zur Fahrt zwischen Dieppe nnd Nrwhafen bestimmt, lief vor dem Hafrn des leltteren Ortes anf den Strand. Wie dnrch ein Wunder wurden Mannschaft und sämmtliche Passagiere gerettet. Neues und Neuestes. Telegraphische Depesche vom k. k. Statthalter von Oberösterreich an Se. Er- cellenz den Herrn Minister des Innern in Wien. Linz, 7. October. Se. kaiserl. Hoheit der Hei r Erzherzog Carl Lndwig ist heute nm 7»/, Uhr mit dem Dampfbote uach Wien abgereist. Telegraphische Deves chen. — Darmstadt, 4. October. Der Antrag ans ein Tadelsvotum gegen die Darmstadter Ueberein-knnft ist von der Kammer der Abgeordneten mit 2lj gegen 22 Stimm." , ein fernerer Antrag anf Erhal. lung und Neugestaltung des Zollvereines mit 26 gegen 23 Stimmen angenommen worden. " Florenz, 4. October. Guerazzi hielt eine Vertheidigungsrede, womit er seine Tendenzen znr Wiederherstellung des monarchischen Princips in Toe> cana nachzuweisen suchte. * Turin, 4. October. Kürzlich wurbin zu Arona 200 Eremplare des Werkes von Victor Hngo gegen den Präsidenten confiscirt. Der franzosische Gesandte Herr von Vutenval ist ans Südfrankreich zurückgekehrt. — Vriissel, 6. October. Man spricht von einem außerhalb der Kammermajoritat zu bildenden Ministen»!,, und bezeichnet die HH. Broucker«, ^i Aus den Höhlen des Karst. Von Dr. Adolph Schmidt. *) Schloß Lueg, 25. August 1852. «Vas wunderbare Lueg mit seinen drci Höhlen übereinander, in den beiden obern eine Burg in Nmnen und ein neueres Schloß; in der alten Burg die hartnäckige Vertheidigung von Erasmus Lueger gegen den Triester Landeshauptmann Rauber, bis er durch Verrath eines Dieners erlag u. s. w. — scit meinen Knabenjahren ein Ziel meiner WanderPhan-taste —endlich habe ich es auch erreicht und wiederholt gefunden, daß man von den Wundern des Karst nur eine höchst unvollkommene Vorstellung sich machen kann. Die vorhandenen Abbildungen heben ge^ wohnlich nur irgend einen Punct heraus und lassen den eigentlichen Charakter des Ganzen unberücksichtiget. Eine 84 Klafter (nach unserer Messung) hohe Felswand steigt aus einem tief eingcschnittencn Thal. gründ empör, in dessen Tiefe der Lokva-Bach ein Paar Sagemühlen treibt. Dieser stürzt sich am Füße der Wand über herabgestürzte Felsdlöcke in eine Höhle hinunter, aber die Decke senkt sich sehr rasch, so daß man eigentlich nur in der Eingangshalle etwa 10 Klafter abwärts steigen kann. Etwa l? Klafter über dieser Höhle ist der Eingang zu dcr großen Grotte durch eine alte Befcstigungsmauer von 2 Klaftern Höhe geschlossen. Vom rechten Bergab hange her führt ein Steg zu der schmalen Pforte hinüber. Etwa 20 Klafter höher steht Schl»ß Lueg, aber nicht in eine Höhle hinein gebaut, sondern mit großer Kühnheit auf den Felsklippen erbaut, ihren Aussprüngen und Eindugen folgend, so daß es nicht eine gerade Fronte darstellt, sondern sehr malerische Ecken und Winkel bildet. Drei Hauptstockwcrke stel lcn sich dar mit mehreren HalbNockwerken. Die Da-chung des Schlosses selbst ist ganz frei, nur die Dächer des Hintergebäudes werden vom Fclscn, der überhängt, überragt. Wenn man also hört, daß »Schloß Lueg kein Dach brauche," weil es durch die Decke der Höhle gegen den Negcn geschützt sei, so ist das nicht buchstäblich zu nchmem, Ja, im Gegentheile ist das von den Felswänden kommende Tropswasser ein eigenthümlicher, sehr lästiger Plage-geist der Bewohner, und alle Felswände sind mit eingemeißelten Ninnen versehen, um dieses bei Re-genwetter überHand nehmende Tropfwasser abzuleiten. Hinter dem Schlosse aber öffnet sich eine dritte, und zwar die größte Höhle, an l0 Klafter hoch und zwar sich auswärts in den Berg hineinziehend. Dieser Schlund gähnt den Ankommendcn, das Schloß l,och überragend, weithin entgegen, und von ferne sieht es allerdings aus, als stehe Letzteres in der Höhle. Durchwandert man das Schloß ganz, so kommt man am Fuße der Stiege in das zweite Stockwerk zu einer Thüre, durch welche getreten, man sich zwischen der Hinterwand des Schlusses und dem Felsen findet und hoch über dem Kopfe einen Steg gegen den Fels führend erblickt. Auf einer massiven Steintreppe hinaufgestiegen, stehen wir nun vor dem Eingänge der Höhle, der Nüt der Front, mauer der 5'ueger'fchcn Burg ii> der Höhe von 3 Klafter geschlossen ist. Nur 5 Fnß 4 Zoll hoch und 2'>2 Fuß breit ist das alte Spitzbogen.-Thlnchcn, welches in das Innere führt; noch sind die Auf-zugsrollen der ehemaligen Zugbrücke in ihren ^ö' chcrn vorhanden. Neben der Thüre ist ein 2 Fuß l l Zoll hohes, l Fuß l l Zoll breilcs viereckiges Fenster. In der Mitte zwischen Thüre und Fenher, I2< höher war das Fenster, welches durch den Schuß, der Luegcr das Leben kostete, getroffen und an der linken Seite sammt dem anstoßenden Felsen ausgesprengt wurde. Ein einfacherer, kunstloserer Bau läßt sich nicht lenken, zugleich wahrhaft unheimlicher Natur. Aber sicher, unvezwinglich war das Nest seiner Zeit gewiß. *) Aus dem Abcndblatte der Wiener Zeitung. Feuilleton. Man denke sich das jetzige Schloß hinweg, so hat man die 10 Klafter hohe Wand vor sich, deren etwa vorspringende Klippen nicht einmal Wartthürme und dgl. zu tragen brauchten, denn nur eine wilde Katzc mochte sie erklettern und selbst die nicht ohne Bewilligung der Besatzung. Wahrscheinlich führte die schmale Zugbrücke aus eine dieser vorspringenden Klippen und von dieser geleitete ein Steg, etwa 5 Klafter lang an dcr Wand rechts abwärts, wo sich im Felsen eine scdloltähnliche Höhlung befindet, in wclchcr ungesehen und geschützt an einer Leiter man weitere 6 .Klafter hinabsteigen konnte, und damit den practicable« Bcrgabhang gewann. (Dieser Schlolt mündet neben der jetzigen Gesindestube im zweiten Stockwerkt.) Betreten wir das Innere der alten Burg. Diesc befand sich wirklich vollständig in dcr Höhle, ohne Dach, außer den Wölbungen oder Decken der Gc-mächer, aber man findet nur cimn Gräuel dcr V»r. wüstung mehr vor. Rechts hinter dem erwähnten Fenster zeigt man einiges Maucrwerk als von Lne-gcrs Gemach herrührend. Sonst ist alles Trümmer-werk von hcrabgebröckcltem Gcstcin. 30 Schritte steigt man diesen Schntthügel hinan, da bildet die Höhle eine zweite Etage, auf welche 35 Stufen, tdcils von Holz, theils von Stein hinaufführen. Oben ist die noch im Gebrauch befindliche Zisterne, welche natürlich nur durch das Tropswasser gefüllt wird. Sic ist 3 Klafter tief, und halte 4 Fuß ! Zoll Wasser, als wir sie untersuchten Die Geschichte des Erasmus Lueger ist bekannt, welcher in dieser unbczwinglichen ,^ öhlenburq über den Winter hinaus dm, !eschützkugeln derselben — wie erwähnt — den Tod f^ind. Ohne uns cnis Valvasor's Gtwährschaft überGe bühr zu verlassen, ist es doch keineswegs unwahrscheinlich, daß ans dem Hintergrunde der Grotte ein Gang nach innen und aufwärts — zwar nicht in das Wippacher Thal hinüber — aber doch in den rückwärtigen Wäloer» zu Tage geführt haben mag, I<« demselben soll ja noch immer der Schatz Lueger'6 vergraben sein! Aber ich bedauere, den Schatz^rä-bern allen Erfolg absprechen zu müssen, so wcit wenigstens unsere Untersuchung der Höhle führt. Liüls neben der Eistcrne, wo auch noch etwas Maucrwcrk sich befindet, zieht sich in ciner Höhe von 3 Klafter, elwa 5 Klafter hoch eine Klult aufwärts, dann horizontal bergeinwärls etwa 3 Klafter, worauf eine schachtirtiqe Spalte folgt, 5 Klafter tief, am Giunde sich schließend. Im Hintergründe hat die Höhle noch eine drille Etage, welche in einer engen Kluft endet, die um nnrn Pfeiler herum in einem Loch gegen die Haupthöhle mündet. Das ist Alles, was wir über eine innere Verzweigung auffinden konnten. Sehr möglich indeß, daß ein Gang vorhanden, aber absichtlich oder im Verlanfe dcr Jahrhunderte — scit 1483 — vcrstürzt wurde. Daß cs aber gar keiner unterirdischen Wan.-derung bis in's Wippacher Thal bedürfte, um von diescr Höhlenburg unbemerkt und ungefährdet eine Verbindung mit dcr Außenwelt zu haben, werden wir aus der Untersuchung der mittleren großen Grotte entnehmen. Theater. Ueber zwanzig Vorstellungen hatten bereits die Bestimmung, die Abende dcs Thcatcrpnblitums zu erheitern; — ob wohl alle diese ihre Bestimmung erreicht haben? — Nach dem allgemeinen Urtheile zu schließen, läßt sich diese Frage durchaus nicht mit Ja oeantworlcn. Vor all»m dürfte daran das mangelhafte Personale, und eine consequent? Folge davon das ungenügende Rcpertoir die Schuld tragen. Possen folgten auf Possen, die dem einen Theile dcs Publikums zwar genügen, aber es gibt auch einen Theil im Publikum (und dieser dürste sicher, lich besonders berücksichtiget werden), der eine nahrhaftere Oeisteskost wünschet, als den alten Possenkram, dcr nicht selten eine öde (^eistcswüsic reprajentirt, in der banale oder triviale Phrasen als wenig einladende Oasen cmportauchen. Wir wollen dabei nicht über die Darsteller klagen, denn die Herren Scholz .__ auch außer der Posse ein denkender, beliebter Schauspieler, - Ney und Frl, Hybl, als Träger dcr Posse, sind sehr befriedigend und erfreuen sich dcs Beifalles dcs Publikums; adcr d,,s Reper.-toir ist es, womit man unmöglich zufrieden sein kann. Einem circulirenden Gerüchte zu Folge haben wir zwar noch eine »Anstandsoame« und eincn »Vater« zu erwarten (die erste Liebhaberin und Heldin ist dieser Tage bereits eingetroffen); nur dann wollen wir auf Besseres hoffen! Unter den dicßjährigen Produktionen hatte sich «das Gefängniß« von R. Benedix des un« getheiltcstcn Beifalles zu erfreuen Für die Treff« llchkeit des Stückes selbst ist dcr Name Nenedix ein hinreichender Bürge, und die Darstcllling war in manchen Stellen wirklich vortrefflich, Hr, Buch' wald gab den Alchivwüyler Dr. Hage» mit wal)< rer Meisterschaft, und bis in die kleinsten Nuancen war sein Spiel durchdacht, naturgetreu und lcbcns-frisch; überhaupt bemerken wir an Hrn, B u ch w a l d einen großen Fortschritt — besonders in Co>" versalionsstückcn — seil seiner letzten Anwesenheit n, ^aibacl). Auch Hr. Grau be («ar. Wallbek) zeich, nelc sich durch richtiges Aussassen des ^Matters, durch Leichtigkeit und Wärme dcs Spieles aus, und verdiente den ihm gespendeten Beifall. Frl. Alt< oorf (Mathilde) gewinnt bei jedem neuen Auftreten; sie entspricht sehr lind ist überhaupt eine freundliche Ellcheinuna,; ebenso gab Frl. Hybl (Aoelgunde v. Delmeuhorst) ihre Parthie zur Befriedigung, Hr. ,'iiichter (Frieohcim) und Hr. S cho lz (Günther) trugen znm gnten Gelingen des Ganzen wesentlich bei. Frl. Schütz d. ä. kann in solchen Parthien nicht genügen, ,ü'r 3te Parthicn wäre sie vielleicht hinreichend? Woran es aber Itti keinen Satz im ZusammcM)ange spiicht, und !ast bei jedem zweiten Worte eine Panse macht, ist nns nicht bekannt; das aber ist gewiß, daß er mit diesem seinem Vortrage unmöglich b friedigen kan". — Die Wiederholung dieses Stückes war ferners nnscrer Ansicht nach zu rasch auf die erste Vorstc'l-lnug desselben gefolgt. In Birch. Pfeiffers »Pfarrhcrr« wurde uns die erste Liebhaberin Frl. V u ch c n a u vorgeführt. Sie erfreute sich des Beifalls, und wurde ei" Paar Mal gerufen; jedenfalls ein aufmunternder Empfang. Ein wciteres Urtheil über die Lcistnngssähigkeiten werden wir erst dann fällen, wenn wir sie in mehreren Patthicn gesehen haben, sicherlich aber ist durcl) ihr Erscheinen einen, fühlbaren Broülsnissc Rechnung getragen worden. Hr. B u ch w a l d gab die Titelrolle mit großer Meisterschaft, Declamation nnd Sp^l licßcn nichts zn wünschen übrig. Auch Hr. Richly (Graf Wardek) wußte durch wohldurchdachtes, "cs1' liches Spiel sich den Beifall zu erwerben Lodens' werthe Heivorhebung verdienen überdies) Fr. Pa l l-mann (Apollonia >, Frl. Altdorf (Katharina) und Hr. Scholz (Martin); wie aber Frl. Schütz d. ä. zn der Rolle der Baronin »Julie« kam, das ist uns «in Räthsel; von einer richtigen Auffassung und einigermaßen knnstgemä'ßen Darstellung war w^hl keine leise Spur. — Das Haus war gut besucht. Von Opern bekamen wir .,l,,l<->-«xil» ljm'^>»" bereits vier Mal zu hören. Frl. S e c b n rg ist de>« Theaterpublikum vom vorigen Jahre als tüchtig g" schulte Bravour - Sängerin bekannt; Hr, Fr^ (Bassist) ebenfalls schon bekannt, hat bedeut Fortschritte in Spiel und Vortra^ gemächt, se^ Stimme ist kräitig nnd metallvoll, überhaupt ^ friedigt er jederzeit. Hr. EHIert (Tenor) verbindet mit ciner angenehmen Stimme sehr gnte Schule und feines, gerundetes Spiel, wc.s il),n zu wiederholte« Malen bauschenden Beifall erwarb. Frl. Hybl w" als Orsino in Gesang und Spiel brav. Die Chöle genügten, und das Publikum gab durch oftmalig gespendeten Beifall scine Zufriedenheit zu erkennen. — Mit dem „N achtlager in G r a n a d a« wurde ein äußerst mißlungener Wurf gethan. Die zweite ^ängciin, Frl. Brunclli, und dcr Bariton H"r He n ke n b e rg er, wurden nns vorgeführt; — das war zn viel auf ein Mal! Bedecken wir mir dem Schleier der Nächstenliebe dcs Vergcssens nnd M^' gebens dieses Wagniß der jugendlichen Anfänge'', doch wünschten wir dafür das Zuqeständniß, dasi >^ nicht noch ein Mal aus die Nachsicht und Oll't des Publikums sündigend, zu solch' kühncr Tl?'' sich entschließen. Das Orchester war auch thälig/" diese Niederlage. Hr. Eh ler t verdient wegen s""»,, Strcbens, die Oper aufrecht zn erhallen, l»^'' werthe Auszeichnung, und st ine Parlhic bÜ^/ die einzige Lichtseite. Das zahlreich anwesende ^ blikum verließ das Theater mißgestimmt; ware»',, die „Mißstimmungen« an der Tages, oder viel"' an der Ab, cndordnnng. Wie wir überigens vernehmen, hat Hr. D'^^ tor Ealliano sich bereits nm eine zweite Sänge und einen Bariton umgesehen, und so wollen ' auch in der Oper ' I),-. K l u n. Druck und Verlag von I. v. Kleinmayr und F. Vamber« in vaibach. Verantwortliche Herausgeber und Redacteure: I. v. Kleinmayr und F. 2'am ' T lc^aphisck»'s <5o,,rH« Bericht dl> Slaatöpapicre vom 8. October l852, s!.!«!>«jch,!!!>vn1c!,'!e!!>!»qe!l <„ <» »><«!.<>!> U»M.) «5s»/ll» dlll^' ' „ ^ l/2 , „ 84 5/" Na.'lehen >» il Vnlosi»^ v. I. «8!»», si» ii.'tt il. l^? 7/^ fm <<><> ft-,' '>te»ts Nulrl,.'» l.iN.!s!. ^........ "5 7/N. ^tt, l.i,I.-.-. N. ..... ">^ !/2 '»„»s^lctil». vr. Stii.l l»!l? fi. m Ui M. <» >U<»0 st. »«>. wi. ^e.l'sri. (j,'u>s von, «, Octol'cr >«52. "".stnd.,.,.. sin ,<»<» N)../^ <«», Monat. «e.... s... H nenc ^!....w..<, Vi.c. O,.,t>. ,!i6 1/^ Vs. i M.n.l. i»ivm!!l'. s"l :«»<» Tuacamsche «i>f, Gll,t>. l l ^ 1/l !t Mm,a>. Lo»do». für l Pfund Stnliu, Gulden i ".'^^ 2 Mmat. Mnilaud, fi,r.'lUU O.stcrr.ich. Lirc, G„!d, 116 2 Mou^t. M.nseills, sliv :lN0Franft!!. . Guld. 137 Bf. «Muimt. Vmis, ssll »0tt Frm,feu . . W,,lb, Is? Vf. 2 Mmial. Vxfarest sur 1 Guldti, . . . pcm, 234 31 T.Sicht. Ooldc llnd Sil l'»'l-(5 >,,!! se „!?!» 7. Oct. 1852. Vn,f. Geld. ssais. Münz'Ducats ^io .... -^ «31/4 dettu Nand- dto „ . . . . 23 (ic>lcl »l lullrcc» „ . . . . — 22 l/2 Napolco»Sd'or's „ . . . . — 9.16 Sl'uu»ra!!>sd'ol'S ...... — I6,lll N»ß. I»U'»ri«l „ . . . . — 9.36 tfried» ichsd'or'S „ . . . . — 9.3t< Ängl. Sovcraixgs „ . . . . — N.Ili', Sill'tt-agiu ' . . „ .... — 15 <' nächste äiehunq w.rd am ltt. October in l852 Trlest gehalten wer en. Getreid - Durchschnitts - Preise >" ^'l'ach am a. Octoder l852. Marl!vr.ise. !! Magazins. <5i,l Wieitrr Mctzon l ^">se. ^^^ ^^^^^__'^ ^^fi.^s kr. ^ flT^j ss Weizen ... 4 29°^ 4 38 Kllkurlltz . , . — — ' 3 20 Hall'smcht , . — — 4 .Norn .... lt 54 I 50 Gerste .... 2 38 2 50 Hirse .... — — 2 50 Heiden ...-?- — 3 — Hafer .... , 3?«^ l 42 Wer.teichnijj der hier Verstorbenen. Dei, l. Octobcr l832. D.IN Hen» Fiaiiz Maschiy, k. l'. Fmanz Com.-M'ssai-, s»>i!, Kind Rosa, alt l Jahr m,d 7 Monate, ii, der Stadt N,'. 213, an B^uchsciophelü. Den 2. Lucio Pais, Färbei-geselle, alt 18 Iah, e, im Civilspital N>'. l, an der ^'»ligensucht. Den 3. Dcm Herrn Michael Dimitz, Schuhlna-chcrim'ister und Hausbesitzer, s.in Kind Johann, alt 3 Jahre, in dei St. Peters-Vorstadt Nr. 103, an Oehirnlahlmmg. — Anton Turk. Polizei Gemeiner, alt 41 Jahre, im Civilspital Nr. l, an der Lungen-sucht. — Johann Sarto, Ledei Händler, alt 50 Jahre, im Civilspital Nr. l, am Zeh,fieber. — Dem Mi-chael Valel„'-i5, Taqlöhner, sem Kind Michael, alt « Wochc» , in der Stadt Nr. 5H, an der AuSzehrnng. Den 6. Johann Mercher, Sattler, al5 30Iahie, in, Cioilspital N.-. I, am serösen Schlagflnß. —Mathias Elbeschliia, Spinufabliksarbeiter, alt 57 Jahre, in der Polana, Vorstadt Nr. 80, - nnd Marianna Lapein, Magd, alt 36 Jahre, im Civilspital Nr. 1, beide an der Lnngensucht. Den 7. Dem wohlgebornen Herrn Johann Ritter von Eiberg, k. k. Hauprmann vom Prinz Hohen-lohe Iuf.-Neg Nr. 17, sein Kind Theodor, alt 3 Monate und 8 Tage, in der Stadt Nr. 223, an F'aisen. Anmerkung. Im Monate September 1852 sind 46 Personen gestorben. Z »408. (!) ^ ^ « UK «> »R k S. Ein gewölbter Kellcr in oer Stadt Rann, ganz nahe am Savestrom gei> gen, eingerichtet mit Wemgeschirr i>n Anhalte von beiläufig ,000 Eimer, ist auf eln oder mehrere Jahre zu vermiethen-Anfrage unter der Adresse: l. >" ln Rann. (3. Laib. Zeit. Nr. 2N2 v. 9. Oct. I852.) Bekanntmachung. Der Pilfsverein fnr die Witwen und Waisen der in, jüngsten Biirgerkiiege gebliebenen sndslavijchen m,t» romanilchen Gränz- und ^Zational - Wehrmanner g'bt hiemit bekannt, dasi mit hoher Bewiliigung eine Ve, sainnllnna selner Mitalicder zmi, Behufe einer definitiven Coostitllirnng fnr den 2c,. October dieseS Jahres um 5 Uhr Nachmittags im Tril'unelisaale der niede>österreichischen Herren bandstand,', in der Herrngasse Nr 3ft anberaumt wurde, n»d „lacht h.e,^» se.ne Cinladüüg mit dem bemerken, dasi bei dieser GeleqentM d.e B,^ stim.nungen se.ner künftigen Leit.mg, die Art se.uer Wirksamkeit festgesetzt, und die Wahl der mit .ener V,i tung zu betrauenden Vorstehnug l'orgenomn,en »l'crden soll. s, ^^ ""den demnach alle verchrten Vereinsmitglieder, welchen ans Unkenntnis) ihres deimaligen ?lufent Haltes oder auss Vei-sehen keine specielle Einladung zugekommen sein sollte, geziemend gebeten, sich .u dem <.,we del oben gedachter VersamnMma, einfinde» zn wollen, in diesen, Falie «edoch ihr persönliches Erschemen ^l 0,5 /«Cage zln'or >., den, (^.schaflslocale des Vereines, obere Schenkenstraße, im Gebäude deS hohen ^e.chsrathes (vormal.aen ungarischen Hofka'.zlei) von 9 bis 2 llhr anmelden zu lassen. Wien am 28. September 1852. Im Namen des Hilfsveiemes für die Witwen und Waisen der im jüngsten Bürgerkriege gebliebenen südslavischen und romanischen Glänz ^ und National - Wchrmänner. Der prov. Vice - Director -------------------______„_^____„. Dr. Kluckn. 3. ««54. (8) "" ^ ^. U^/ Z/ Vam 15. Juni ,653: ^^H^D st. K. priv. Oesterreichs Apollokerzen der Centner nm »<ß ft. GM., «no K. K. priv. Oesterreichs Apolloseife - der Cmtner uin « fl. (5Ä1t. billiger. ----- Preise in österreichischen Vanknoten gWbnah^^^P^ um 2 kr. theurer), Zahlung Optant, der UeberschM: ^»r den ^^W^.."^ schweres (Aewlcht" — i^i« NVl«.... ,»<„«,, '""""^ Giu Wiener Rentner dieser Kerzen . ^«. »" l^,. ^^«. Gin Pfund feinstes Raffinad Stearinsäure - Kerzen, 'benannt- *" " " "^, ^ "'^^ ««8<«,roi<>>« U,.«u<^<,«<,z" __ mit der Ueberschnft: „Manufactur fnr den Welthandel" — Gin Ventner Gnftlifch dieser Kerzen ?? »« ^ „ ^ltto Pfund von.der berühmt bekannten «l. j^. „.-tv TB.^^.,. " ^" " " ^^_ Iedernlann ist von jetzt berechtig auch nnfer" «>.«,^.^« Wien, im Juni l852. Grstc nstrrr. Seisenstedrr.Gewerks-Grsrllschaft, als Besitzer der k k priv. österr. Apollokerzen- «nd Seifen »abriken sn und bei Wien Die Direction. 3. I4ll. ------------------------- Anzeige. Großes The at e i d^ ü!»,,^^.. Vlll^ ""6 Paris, givt hiermit dem verchrlmgswürdlgen > W^D ^ « Publikum die ergtbe»ste U ^s ^__________ » Anzeige, daß er Morgen, letzte Vorstellung um 6 c Z l35l. (3) Anzeige. Das Haus Nr. 15, in der Polcma-Vorstadt, das sich im besten Bauzustande befindet, für mehrere Jahre gegen Brandschaden versichert ist, sonn-seitig und nntten in Gärten liegt, trockene und freundliche Wohnungen hat, und einen jährlichen Zinsertrag von 330 fi. C.M. abwirft, lst gegen dle billigsten Zahlungsbedingmsse aus freler Hand zu verkaufen. Nähere Auskunft wird am Raan Nr. 187 ^im3ten Stocke, ertheilt. ^ 992 Z. 1406. (I) Nr: 4007. Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte «sN8»!aäii:, als Realinstanz, wild hiemit bekannt gemacht: Es sei in der Erecutionssache des Mathias Sheushek von Podgora, gcgm Matthäus Badizh von Vruhana-vaß, wegen aus dem gerichtl. Vergleiche «llin. ^2, Juli, erecut. intab. :n. December l85l, Z. 2575, schuldigen 3l si. 3 kr. <-. «. <:., die execulive Feil» bietunq der, dem Letztern gehörigen, inBruhanavaß Nr. 27 liegenden, im Gruudbuche ^odelsberg 8„l, Reltf. Nr. ll9'/, volkommendeil, gerichtlich auf l02l st. 30 kr. bewertheten Halbhube bewilligt, und es seyen zu deren Vvlnahme drei Feilbietungs« tagsatzungc», als: auf den 8. November, dcn 7. De» cember d. I. und den 7. Jänner k. I., jedesmal Vormittag', von 9 bis l2 Uhr in loco der Realität mit dlm Beisätze angeordnet worden, daß solche bei der ersten und zweiten Feilbietung nur um oder ,'iber den Schätzungswert!), bei der dritten aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. Das Schätzungsprotocoll, der Grunvbuchscx-tract und die LicitationSbeoingnisse können täglich lueramts eingesehen werden. K.k. Bezirksgericht«l-n»«l»«i^ am3«.August »852 Der k. k. Bezirksrichter: P a n i a n. 3. l407. (2) Nr 7980. Edict. Nachdem in der Erecutionssache des Caspar Zhuk von Kirchdorf, wider Johann Kunz von dort, bei den in Folge Besch. v. 5. Ap il l. I, Z. 3«32, auf den »4. August und 14. September l. I. anberaumten erec. Feilbietungstcrminen ob der auf 566 si. 5U kr. bewertheten, im Grundbuche Loitsch »ul» Rectf. Nr. 5Hl vorkommenden Kaische kein Anbot erfolgte, wird am l4. October l. I. der 3. Termin vor sich gehen, bei dem die Realität auch nntec dem Schätzungswerthe hintangegeben werden wird. K. k. Bezirksgericht Planina den 14. September ,852. Z. »393. (2) Nr. 3385. Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte l. blasse zu Tscher-nembl wilv bekannt gemacht. Es sei über Ansuchen des Nr. Joseph Rosina, gegen Georg und Mathe Heßnik aus Ogolin, die executive Feilbielung der, dem Letzteren gehörigen, im Grundbuche der Herrschaft Gradatz Nr. »65'/,., und Rett. Nr. 113'/^ vorkommenden, gerichtlich auf 65 st. geschätzten 3 Aecker v lil-agi u poputolii, wegen schuldigen 47 st. 40 tr. bewilliget, und hiezu die Tagsatzungen auf den l. October, 3. November und l. December d. I., jedesmal früh 9 Uhr in dieser Gerichtskanzlei angeordnet worden, mit dem Anhange, daß diese Grundstücke nur bei der dritten Feilbietung auch unter dem Schatzwerthe hintangegeben werden würden. Der Glundbuchsertract, die liicitationsbedingnisse und das Schätzungsprotucoll tonnen täglich eilige« sehen werden. l Tschernembl am 12. August 1852. _____ ö. »394. (2) Nl. 3075. Edict. Von dem k. k. Bcznkägerichle 5t- Merlin wird den Elben und Rechtsnachfolgern dcä zu 3t. Mal' lil, bei Liltay H. Nr. 4l velftorbenen Johann Pre-leSnik durch gegenwärtiges Edici bekanilt g. Ma>-,i» »ub Don». Nr. 7, llrb. Fol. lü9 die»,U'al gc« wes»!'er!, im Grundbuche dieses Gutes »ul, Fol. 25 volkommenden Dominicall)>'Uses s^mmt.Gältche» in November 1846 «l <647 verfallenen Dominical' Gaben.lickstandes pr. 4l st. 28 kr. <'. ». c , hierü^ »ichls eingebracht, wonlber zur ,ummar>,chen Ver-Handlung tiefer Rechtssache die Tagl^ung au< den 30. November lU52, Früh 9 Uhr ^or d,r,.m Gerichte angeordnet worden ist. DaS Gericht, dem die Erben und Nechlsnach-folger des Johann Preleönik unbekannt au, ihre Gefahr und Kosten den Herrn Franz Ada-mio von 8». Martin zu ihrem läuralor aufgestelll, mil welchem die angebrachie Rechtssache nach den bestehenden Gesetzen ausgeführt und entschieden werten wird. Dieselben werden daher dessen durch diefes öffentliche Vdict zu dem Ende «lnmelt, daß sie allenfalls zu rechter Zelt selbst zu erscheinen, oder.dem bestimmte,» Vertreter ihre Nechlsvehelse an die Hand zu geben, oder aber auä> sich selbst einen andern Sachwalter zu bestellen und diesem Gerichie nahm hast zu machen, und üde-haupl im rechtlichen o,d> nungtzmahigen Wege einzusch>eitc» wisse», mögen; widrigens sie sich die aus ihrer Veradftumung ent' stchenden Folgen selbst dcizumessen haben »vcrde». 5t. Mirlin am 3. Sepltmber 1652. Dec k. t. Bezirks ' Richter: Zhu der- Z. 1388. (2) Nr. 4552. Edict. 3^om k. k. Bcznkogerichte ^qg wird bek.nmt gemacht: Es sei in der Execuü'cmssache der Laibachei Sparcasse, durch Herrn Dr. Burger, wider )..>clb Sever von Prcuoje, die erecmivc Feilbielung det' in Crccmioll gezogene,, Mvdil.ns u,d dei n.'.chbenan»-teil,al«f 6387 st. 35 kl. qescha^lenMealltatcn, alo : de> Ganzhube, im Grundbuchc Kreutberg «u!»R.-Nr. IN; dcb Fleisaßenackers «u ulieam, im Grundbuche Kreut lclg »ul) R..'^r. 4; des Ackc-ö pl^lo^ ^r-i ^o^oli^, im Grulldkuche .ttreulderg «»!, R.-Nr. 17'/,; des Acke>v ps<;«6n«» im Grundbuche der F.iliallirche Sl. iUlill) «»ll» Url'. N>. 1 ; der Wiese .^u«ll>l'1l.-Nr. 57^,^; der >m Grulldbllche (^erlachsleml-Schflodnig «ul, Urd.-")ir. ^ ä, U l, 2, 3 lind l) 2 vorkommenden .Neali-läten, mit dem l- i»l»l>>«nli8, wegen aus dem gerichtlichen Vergleiche vmn 1U. Mäiz l. I. Z. 1068, »chulvlger 16(1 st. <-. ». <-, , in die exccuNve ßeilbielung der, dem Letztern gehö.i^eil, in 8t. Bartlielma gelegenen ur.H im vormallglN G.und. buch»' der Pfarrgült ^t- ivarihelmä «uli Usl'. Nr. 143'/^ volkommenden, gelichllich auf 300 st. gc-schätzilN Haus- u„d Gartenrealltat gewilligt, und es seien zu diesem Ende 3 Feilbieluligslermine, aus den l8. Ollober, 17. November und 17. December l. I., jedesmal Fluh 9 Uhr in lvco der Realität mit dem angeordnet, daß dieselbe nur bei der dnl-ten Heildielungstagsatzung unter ihnm Schätzungs werihe hinlangegeben werden würde. Das Schätzungsprotocoll, der Grundbuchsex> ll^.cl und die Lilltalionsbeoingnisse können täglich hieraintä eingesehen weiden. K. k. Beziltsgeticht Landstraß am 27. Ecpiem« der 1852. Z. 1367. (3) »<1 Nr. 4520. (5 d i c t. Von dem k. k. Bezirksgerichte Wippach wird allgemein kund gemacht: Es sei auf Ansuchen des Hrn. Ioh. Nep. Dollenz von Wiftpach, in die executive Feilbietung der, dem Anton Skamperle von Pristava Nr. l4 gehörigen, und laut Schäz-zungsprotocolles vom 8 Juli 1852, Z. 38l9, auf »5l9 st. 55 kr. dewertheten, im Grundbuche der Herrschaft 8<;lln5«5 «,»l, Urb. 498^14 vorkommenden '/,» Hübe, wegen dem Executionsfü'hrer schuldigen «0» st. 27 kr. gewilliget, und es seien zu deren Vornahme die Tagsatzungen a»f den l l. November l852, dann den 16. December 1852, und den 20. Jänner 1853, jedesmal Vormittag um 10 Uhr im Hause des Execute» mit dem Beisatze angeordnet, daß obige Feilbietungsobjecle bei der letzten Tagsaz. zung auch unter dem Schätzungswerthe hintangege» ben werden. Der Grundbuchsertract, das Schatzungsproto. coll und die Licitationsbedingnisse können Hieramts zu dcn gewöhnlichen Amtsstunden eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Wippach den 1. Septem. der 1852. Z. ,368. (3) Nr. 3599. Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte Wildon werden die gesetzlichen Erben dcS am 27. November l85l ver. storbinen Anton Moßhammer, Taferner bei der Herrschaft Herbersdorf nächst Wildon, aufgefordert, binnen einem Jahre, von dem unten angesetzten Tage an gerechnet, sich bei diesem Bezirksgerichte zu melden, und unter Ausweisung ihres gesetzlichen Erbrechtes ihre Erbserklärung anzubringen, widri» gens die Verlassenschaft mit Jenen, die sich erbser» klart haben, verhandelt und ihnen eingeanlwortet, der nicht angetretene Theil aber vom Staate als erblos eingezogen würde, und den sich allfällig spater meldenden Erben ihre Erdsansprüche nur so lange vorbehalten bleiben, als sie durch Verjährung nicht erloschen wären. K. k. Bezirksgericht Wildoll am l6. Seplem» ber l852. Der k. k. Bezirkslichter: H u ß a k. Z. 1390 (3) Bitte zu lesen. Ein practisch gebildeter Kaufmann, der über einige Tausend Gulden zu verfügen hat, wünscht als Gesellschafter in ein größeres Geschäft zu treten. Näheres ertheilt auf frankirte Anfragen der befugte öffentliche Agent Joseph Babnigg, in der Theatergasse Nr. 16 zu Laibach. —————— Licitations - Anzeige. Am lt. laufenden Monates wer? den im Hause Nr. 112 in der Koth-gaffe, zu den gewöhnlichen Licita-tions-Stunden, mehrere gut erhaltene Möbeln, Uhren, Kücheneinrichtungsstücke, verschiedene Wägen, Pferdegeschirre, nebst andern unein-getheilten Gegenständen, gegen gleich bare Bezahlung an den Meistbietenden veräußert werden. Z. 1377. (I) In der I. A Kienreich'schen Verlastsbuckhandlung ist so eben erschiene» , ud bi bf. F,e5^/«e^, «F. 6li»F«ttF»e be^Hs in Laibach zu haben: Neuester Schreibkalend er auf das Jahr ll»I«, fm- die I'. I. Herrn Advocaton, Bezirks Com miffare, Notare, Amtsvorsteher »d andere Beamte, Kaufleute, Oeconomcn, Hauö' wirthschaften und alle anderen Geschästsmämiel. Mit seperatem Ein schl ei b lau m e flir jede» Tag des Jahres zur Vormerkung der Eilmahme" und Ausgaben, der Commissionen, der Ta^ satzungen und sonstigen Bemerkungen. 62. Jahrgang, 4. ganz auf Maschinpapier, '" Umschlag stelf geb. 48 kr. CM. Ein Blick in den Inhalt dieses Jahrbuches >">l'b lehren, dasi auch heuer i„ denselben den täglich höher steigenden Anforderlmgen Genüge geleistet ist. DeM', außei den, eigenllichen Kalender — welcher a» lh die Kalendel Angaben ll ll d einen llebe >' sich tSka!e nder fül das Geme ine I"hl l^^'^ enthalt — findet man in streng alphabetischer Ordnung'. Die Angabe der Hof' u. Gerichts' advocate,, in Wien, Gray n n d Steier Nl ark, der k. k. Notare in Wien u. i»'Steier mark, ein Verzeichniß der Doctor en der Med>' cin u. allsübenden Aerzte in Wien u. Gral), l»e Fahr- u. Frachtpreise sämmtlicher Eisenbahn/" bis Dresden, Leipzig, Berlin, C'üln, Br>'!' sel, London und Paris; die Genealogie beS österreichischen Kaiserhauses und der übrigen europäische" Regenten; die Messen und Märkte; Auszug deS «,"!?" Stämpelpatentes mit der Stämpelscalen - Tabelle, ei»^" allgemeinen Tarif der Stämpelgebnhren; Briefpo'^ Tarif; Gerichts- nnd Agio-Tabellen über Gold- "" Silbermünzen. Gezogene Serien d»r k. k. Anleihe»''' > Verlosung der Jahre »U34 und l839. Interessen'^ rechnnngstabellen zu l'^, 2, 2'/», s, 3'^«'^ 4'^, b und 0"^„ Münzen Werth; Tabelle über" wicht des österr. Gold nnd Sllbergeldes; Fren'd^' fühl er in Gray; Presiordnung laut tais»''. Patent l852. Rathgeber i» Prozeß Angeleg"''^. ten; Bezirks und Collegialgerlchte für Graß "' Umgebuung; Verzeichn.ß der zollfreien Oegenlla''" und noch VieleS, was in, gesellschaftlichen Verleg Jedermann von .ausgezeichnetem sllutzen ist.