EnCZFf.PltEIS: wodMDlii^ Ii Hpt Dhitbuigtt 3ntuag Amtliches Organ des Stelrlschen Heimatbundes *• Badgasse Nr. 6, Fernruf; 25-67, F.rscheint wöchentlich sechsmal als A\orgenzeitiing (mit Ausnalinie der i^onn. und 294)8, 29<69. Ab 18.30 Uhf ist die Schriftleitung nur auf Fernruf Nr, 28-67 t'elertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 einschl Postgc-. effdchbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgesandt. — Bei bühr; bei Lieferung im Streifband zuzüri. Porto; bei Abholen in der Ucschäftssteüe 'Anfragen int das Rückporto beiiuiegwi. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. RM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuztigl. 36 Rpf. Zustellgebütir 72__TRor^uro 0.6. Drau, Sreftao, 13. !JWär» 1942 82. Soeraang 109.000 biHn Amerikas Bewässern versenkt U-Bool-Vorslott in den Innmhaf^n von Port Cattriot — Im östlkhon Mittelmoer fünf britische Kreuzer durch Torpedos und Bomben schwer beschädigt Aus dem Fährerhanptquartier, 12, März. Das Oberiiomtiiaiiclo der Wehrmaclit xftyt bekannt: Die Operetiofien deutscher Unterseeboote tn nord- und mittelamerlkanlsehen Gewässern haben nt neuen groOen Erfolgen geführt. 17 fdndllclie Handelsscliilfe mit zusammen 109.000 brt sowie ein groBer Bewadier tmd ein Unterseedoot-Jäser wurden versenkt Ein Unterseeboot drang bis In den Innenhafen von Port Castries auf der bdüsclien Insel Santa Luda vor. Es versenkte zwei groBe am Kai liegende ScMfle und elo «trittes Sohfff hn Seegieblet vor der InseL Aflch sestern blieben die an verschiedenen Abschnitten der Ostfront wiederholten Angriffe des Feindes erfoigfos. Bei eigsuen Angriffen und StoDtruppunter-fwhmunsen wurden mehrere Ortschaften genommen und dem Gegner hohe Ver* heü zuicefUgt. Am 10. Mftrz zerschlug das Infanterle-reglment 17 durch Angriff mehrfach überleKene febidHche Kräfte In der Be-rdtstething. Die Luftwaffe unterstützte erfalgreJch dfo Kämpfe auf der Frde, führte rollende Angriffe gegen den Nachschub der Sow-leti und bombardierte die ffafenanfagen von Sewastopol und Kertsch. In Noriairikji erlolgrelclie' Gefedrte mit britischen Spähtrupps im Gebiet ostwärts MeclilH. Im östlichen Mlttehneer erlitt ein britischer flottenverbaikl schwere Verluste. Italienische Torpedolhigzeuge erzielten Treffer auf drei, deutsche Kampf-IHegerkräfte auf einem britischen Kreuzer. Ein weiterer Kreuzer wurde durch zwei Torpedotreffer eines deutschen Unterseebootes schwer beschädigt. Im Kanal griffen Schneflboote einen stark gesicherten felndHälten Qeleitzug an und versiirttten zwei Datmpfer mit zusammen 5000 brt. Vor der sehottlicften Ostküste beschädigten KampffltigzeuKC ein Handelsschiff mittlerer OrOBe durch Bombenwurf. Del den Unternehmungen in amerikanischen (iewässern zeldineten sich die Unterseeboote unter Führung der Kapitänleutnante Achilles und Niko Clausen besonders aus. Port Castries, in dessen Imienhaien ein deutsches U-Boot eindrang, imd dort zwei große am Kai liegende Schiffe versenkte, liegt auf der britischen Insel Sairta Lucia. Diese gehört zu der Inselgruppe der kleinen Antillen. Santa Lucia ist 614 qikm groß und hat eine Bevöl-kenmg von über 50.000. Der Angriif auf den englisclien Flotlenvermind Rom, 12. März. Der italienische Wehrmachtbericht v,oni Donnerstag gibt bekannt: Ein rechtzeitig gesichteter und ununterbrochen durch Aufklärungsflugzeuge beobachteter starker englischer Flottenverband wurde gestern nachmittag im östlichen Mittelmeer in aufeinanderfolgenden Wellen von unseren Torpedoflugzeugen angegriffen. Der Angriff war von Erfolg gekrönt. Drei Kreuzer wurden schwer getroffen; einer davon ist wahrscheinlich gesunken. Später wiederholten deutsche Flugzeuge und U-Boote den Angriff und trafen mit Sicherheit zwei weitere feindliche Einheiten, lapans OanH an seine Truppen Der japanische Reichstag nahm heute einmütig die Rntschließung an, die den kaiserlichen Truppen für dlo Unterwer-funs: Holläadlsch-Indiens und für die Be- setzung von Rangun den Dank der Nation ausspricht. Ganz Jaipan feiert heute die Kapitula-tioti Holländisch-Indlens. Nach der Siegesfeier aus Anlaß der Übergabe Singapurs am 16. Februar hat Jaipan zum zweiten Male seit Kriegsausbruch stolzen Anlaß» seiner Freude über die hervorragenden Waffentaten seiner Frontkämpfer Ausdruck zu geben. Wiederum flattern von allen Dächern die Fahnen der aufgehenden Sonne, wiederum ziehen schon seit den frühen Morgenstunden ungezählte Tausende zu den nationalen Heiligtümern. lapanischer Vorsloss sBdwesIlich Rangnn Tokio, 12. AAarz. Die japanischen Truppen stoßen mit schnellen Verbänden den flüchtciulen britischen Streitkräften nach. Sie erreichten am Mütwoch westlich von Rangun einen Mündungsarm des Iravvada-Ücltas, ilcn sie mit Sturmbooten überquerten. Die Briten leisten an diesem rrciilah-schnitt nur noch geringen Widerstand. Ihr Hauptziel scheint darin zu bestellen, noch schnell genug Bassein zu erreichen, um sich dort nach Indien einzuschiffen. Die Japaner haben in wiederhollen Luftangriffen die Hafenanlagen von Bassein angegriffen und so nachhaltig zerstört, daß Ihre Benutzung für die l'luclit der Briten nicht mehr in I*rage kommt. Die Landungen auf Neu-Guiidsa Die am 8. März von den Japanern auf Neu-jt im einzelnen, daß japanische Truppeneinheiten am 8. Mär/ in der Morgendäinnieruiig in enger Zusanuuonarheit mit iMarinestreit-kräfteu diese eriolgreiclicn Landungen an den genannten Orten durchführten und jetzt üire Geländegewinnc rascli weiter ausbauen. Salanmua liegt im Ooli von lluon an der Nordküste d»3s östlichen Teiles von Britisch-Neu-(juinea. Lae ist ein kleiner Ort nahe der Mündung des Markliam-Flusses etwa 50 km nördlich von Sala-niaua. Der neue CroBerfolg der U-Boot-Waffe Torpedierungen im Hafen der insei Santa lucia Berlin, 12. März Das deutsche Unterseeboot, dessen Erfolge bei Santa Lucia im Wehnnachtbericht gemeldet werden, ist bis in den durch Molen geschützten Innenliafen von Port Castries eingedrungen. Es suchte sich von den dort liegenden Schiffen für einen blitzschnellen Angriff diu beiden größten aus, die am Kai lagen. Beide Schiffe wurden voii Torpedos getroffen. Das eine Schiff ging sofort mit dem Heck unter Wasser, während das brennende Vorschiff herausragte. Das andere Schiff legte sich auf die Seite. Dann folgte eine weitere Detonation. Offenbar war eine Münltionsladung in die Luft gegangen. Da die Wassertiefe im Hafen etwa IG Meter beträgt, ragten nach dem Untergang der beiden Schiffe die Aufbauten noch teilweise aus dem Wasser heraus. Vor dem Hafen gelang es dem Unterseeboot, noch einen dritten Dampfer zu versenken, der ebenfalls Munition geladen hatte. Das U-Boot von Land aus beschossen Als die beiden Dampfer am Kai explodierten, wurde das deutsche U-Boot von Land aus mit Maschinengewehren beschossen, wodurch das Auslaufen aus dem Hafen nicht gestört werden konnte. Die erfolgreiche Unternehmung von Santa Lucia ist ein neuer Beweis für die Findigkeit und Geschicklichkeit unserer U-Bootkommandanten, Jagdgebiet vom Äquator bis 7n den Nordatlantik Die Versenkungsorte, die der neuen Erfolgsmeldung zugrundeliegen, geben ein eindrucksvolles Bild von der Ausdehnung des Operationsgebietes unserer Unterseeboote. Die 17 Schiffe wurden bei gleichzeitigem Auftreten deutscher U-Doote in folgenden Seegebieten versenkt: Auf der Neufundland-Bank ^und vor Neufundland, vor Halifax (Neuschottland), dem Hauptsammelpunkt der nach England bestimmten Geleitzüge, vor New-yprk, vor der Delawaue-Bai (Einfahrt nach Philadelphia), vor der Floridastraße, im Karibischen Meer und vor Brltisli-Guayana. Das ergibt eine Luftlinien-Entfernung von rund 50(.)0 Kilometer. Neben der Versenkung von Handelsschiffen war wiederum der Kampf gegen Sicherungsstreilkräfto erfoljfreicli. Die Versenkung eines Hewacliers und eine? U-BüOf-Jägers erfolgte vor iler kanndi-schen Küste. Bisher ati der amerikanischen Küste 772.400 brt versenkt Unter den versenkten Schiffen befinden sich vier Tanker. Seit dem ersten Auftreten unserer Unterseeboote an der amerikanischen Küste belaufen sich damit die dortigen Tankerverluste, die den Feind besonders empfindlich treffen, auf 50 Einheiten mit zusammen 385.000 brt. Seit der ersten Erfolgsnieldung vom 24. Jänner 1042 sind von deutschen Unterseebooten in amerikanischen Gewässern 115 feindliche Handelsschiffe mit 772.400 brt versenkt worden. Hinzu kommen 50.700 brt als Erfolg italienischer U-Boote. Nach zwei Monaten U-Boot-Krieg werden die USA schweigsam Unter dem Eindruck dieses neuen Schlages hat der USA-Flottenbefehlshaber Admiral King angeordnet, daß die namentliche Veröffentlichung von Schiffs-vcriusten sofort eingestellt wird. In Zukunft sollen nur noch allgemein gehaltene Meldungen herausgegeben werden, wobei die Schiffsgrolien nur durch vage Zusätze, wie mittlere oder große Schiffe, angedeutet werden sollen. Zwei Monate U-Booikrieg in amerikanischen Gewässern haben also genügt, die amerikanische Schiffahrt so empfindlich zu treffen, daß die weiteren Verluste nun nach britischem Muster möglichst verheimlicht werden sollen. Der angekündigte Wechsel der amerikanischen Berichlerstattung enthält eine ungewollte Anerkennung der Leistungen der deutschen U-Botlwaffe. 9Copiami des JUiches /uiu Julirosiaji dt-r Seliafriiti'» d^s GroßIm Ansehen Ihres immer bL\v;1hrlcft Heldentums verleihe ich Ihnen anläßlicli Ihres 80. Luftsieges als achtem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eiclienlatil^ mit Schwertern zum Ritterkreuz des Li'' serncn Kreuzes. Adolf Hitler.« Eidienlaub zum Ritlerkreuz Der Führer verlieh das Eichenlaub zunt Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als 80. Soldaten der deutschen Wehrmacht au Hauptinami U b b e n , Griippenkomman-deur in einem Jagdgeschwader, anläßlich seines 67. Luftsieges und als 81. Solda-. ten an Oberleutnant (3 s t e r m a n n , Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, anläßlich seines 62. Luflsieges. Der Führer übersandte beiden Offizien ren nachstehendes Telegramm: »In dankbarer Würdigung Ihres IieKleii-haflen Einsatzes im Kampf für die Zn* Uunft^ unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Rilterkreuz des 1j^ serncn Kreuzes. Adolf Hitler«. l-erner verlieh der l'ülirer das Eichen-laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Eckerle, Gruppen-kommandcnr in einem Jagdgeschwader, als 82. Soldaten der deutschen Wehrmacht anläßlich seines 62. Luftsieges. Hauptmann Eckede ist von einem FeindlfUig nicht zurückgekehrt Atem erstickt werde, darauf waren wir gefaßt. Das Kind aber war von guten Eltern — ein Jahrtausend lang ward es ersehnt und im Schöße des Volkes gehütet, gehegt und gepflegt worden —%3 strampelte schon in der Wiege kräftig und tapfer, weil es leben wollte, leben mußte. Und es gedieh prächtig und wuchs unter weiser und mutiger Vor- und Fürsorge zusehends. Es war ein gesundes Kind. Es war uns Deutschen nicht vergönnt, unser neues Reich in Jahren friedlicher Aufbauarbeit zu vollenden. Seit seiner Begründung schreibt wieder eine gepanzerte Faust mit Blut und Eisen unsere Geschichte. Wir bedauern es auch nicht, daß uns das Schicksal das Reich nicht ohne Mühe und Plage, ohne Blut und Schweiß erstehen ließ; denn nichts zeigt und lehrt uns eindringlicher die Macht und die Kraft unseres Reiches, als dieser Krieg; nichts auch die Treue, die Unerschrockenheit und den ehernen Willen des Volkes, dieses Reich, komme was kotnmen mag, zu verteidigen und zu beschirmen, wie nur eine Mutter ihr unter langen, schwersten Wehen Seite 2 Marbur^er Zeitung« 13. März IW Nummer 73 »les l'iir ilcii und unsäRlichen Schmerzen geborenes Kind beschützen und verteidi};;en kann. Die Steiermark hat zur Schaffung des Tiroßdeutschen Reiches einen nicht iinjr-lieblichen Beitrag geleistet. Hier flammte in Österreich nach den langen Zeiten des Leides, der Unterdrückung und Hoffnungslosigkeit die Treihcitsfackel am schnellsten auf. L'Uniittelbar nach dem I*reiheitssig-nal der Berchtesgadener Unterredung des l'ührers mit Schuschnigg, schon a'n jenem denkwürdigen 19. Februar 1938, schüttelte die Steiermak die Fesseln ab und begann den Marsch in das Reich. >^Die Fimk-lion dieses Landes im Kampf um die Eingliederung in das Reich war eine zwangsläufige Folge dessen, was unsere Geschichte in Jahrhunderten und Jahrtausenden geschaffen hat'', hören wir den sagen, der diesen Kampf damals als Befehlshaber Oer steirischen SA führte, den heutigen Gauleiter. Und fürwahr, die Steiermark hat als »Hofzaun des Reiches<' ihre Reichs-Lreue mit Strömen von Blut und Schweiß unter Beweis gestellt. Die eherne Grenzmark befand sich seit ihrem Bestehen im kriegerischen Alarm-•/ustand. Sich und das* Reich verteidigend, Kämpften die Steirer über ein halbes Jahrtausend gegen die Feinde aus dem Osten und gegeu die Türken, die mordend und plündernd über den »Hofzaun« brachen und hier schier unheilbare Wunden schlugen. über ein Jahrzehnt, von 1797 bis 18(X>, standen die Steirer in erfolgreichem Kampf mit dem Frbfeind des alten Reiches, mit den Franzosen. Das Wahr/eichen d(fr Gauhauptsladt. der Schloßbcrg, blieb unbezwungcn, seine l-esiungsanla-gen mußten erst nach den Beslimniungon Wiener I'riedens geschleift werden. Deutschland kämpften sie auch in Befreiungskämpfen vcm 1813. Steiri-sches Blut netzte die oberitalienischen Schlachtleliier und half auch bei öv^rsee Mjit, lies Reiches Nordmark zu gewinnen. Auf allen Schlachtfeldern des Weltkrieges bringen die Steirer schwerste Blutopfer — imvergessen bleiben die Talen des bc-riUimteii Fisernen Korps^; — , hier schois Uli tiefsten Sinn für das Reich kämpfend. Im (ledanken an das Reich rebellierte die Steiermark auch gegen das Herrscherhaus Habsburg, wenn es reichsfeindliclien Kurs beschritt. Da dies oft und oft der 1-all war. galten sie als notorische Rebellen. Und folgerichtig mußten sie auch gegen Dullfuß-Schuschnigg rebellieren. .■>Auch wenn das ilanialige c)stcrreich sehr reich gewesen wäre und das Deutsche Reich sehr arm. so hätten wir dennoch gekämpft, um mit dem Reich arm zu u-erden -, erklärte der Gauleiter Jx'i einem I'resseempfang am »Tag der Steiermark im Deutschen Rundfunk« (1038). Das heim, daß sich ilieser Grenzgau auf Ge-lieih uml Verderb mit dem Reich verbunden weiß. Und wenn die Kriegseinpeitscher in London und Newyork meinen, daß die Finglieileruiig nicht von Jubel und Blumen begleitet gewesen wäre, wenn wir gewußt hätten, was uns bevor.siüiule, so gaben unsere Soklaten in den Feld/ü-gcn in Polen und Frankreich, in Nar\ik, Griecheniaiul und Kreta und jetzt in de.i harten Kämpfen in den Tundren des Nordens eine Antwort, wie sie deuilicher nicht sein" kann. Für das Reich ist jeiler gerne lu-reit, alles zu geben, so lautet iliese Antwort und sie wird täglich uiul stündliih mit dem Herzblut besiegelt. Antwort gibt ihnen auch ilie Leistung der Heimat, die ihre t-ältig und tausend- iind bekundet. Wir wissen, daß uns einander gekittet hätte als gerade dieser Krieg. Schneller als in Zeiten des Friedens sind wir in das Reich hineingewachsen und mit ihm verwachsen. Der Krieg ist ein harter, aber gewaltiger Schmied. Spröiles Filsen wird unter seinen Schlägen zu Stahl und was er schweißt, das schweißt er mir Blut. Aus diesem Krieg wird das deutsche Volk stärker und tnächtiger heraustreten, als es in ihm hinein-trat; denn hier wurde seine Finigkeit zurcchigehämmert schweißL Nichts wird uns mehr anfechten können. Den Beitrag der Steiermark zur Gründung des Reiches hat uns das Reich schon iii seinem vierten Jah"* des Bestehens herrlich gelolint: es brachte uns das Wunderschöne Unterland wieder, schenkte lins die größere Steiermark. Wieder ist des Reiches Hofzaun dort, wo er ein Jahrtausend stand. Nie wieder wird er eingedrückt werden, und wir sind seine Hülfe r. USA und Britenreich werden zersciimettert Tofo vor dam Reichstag Ub«r Japans KrIagszIvI« — latxta Warnung an Australien — Indien den Indern! — Engländer und Nordamerikaner konnten keine einzige Schlacht gewinnen unerhörte "reue viel-abertaiisendnial nichts üielir in- Finheit und und ge-in Zidvunfl Ceylons Hauplsladt wird evakuier! S t o e k h o Im, V2. März. Ceylon-^ Hauptstadt Colombo v.irti rvakuiert. F'rauen und Kinder srtwic nicht litaatlich angestellte Personen müssen die ütadt sofort verlassen. Tokio, 12. März. Dur japanische Reichstag trat heute zu seiner anläßlich der Kapitulation von Holländisch-Indien einberufenen Sondersitzung zusammen. Unter ungeheurem Beifall nahm er eine bedeutsame Erklärung des Premierministers entgegen. Anschließend erstatteten Tojo als Kriegsminister und IMarineminister Schimada Bericht über die militärischen Entwicklungen seit dem Fall von Singapur. Premierminister Tojo erklärte; Am 1. März landeten die japanischen Streitkräfte auf der Insel Java, dem letzten Bollwerk Niederländisch-Oslindieiis. Am 9. Mäfz ergab sich die Regierung Nieder-ländisch-Ostindiens bedingungslos unseren Streitkräften. Damit ist die Unterwerfung Niederländisch-Ostindiens nahezu vollendet. In Burma eroberten die über gefährliche Gebirgsgegenden und Flüsse vorgehenden kaiserlichen Streitkräfte die Ebene von Burma. Am 8. März nahmen sie Rangun, das bisher als das einzige Tor für die amerikanischen und britischen Hilfssendungen nach Tschungking diente. Dadurch ergibt sich der vollständige Zusammenbruch der sogenannten ihirma-Straße. An das indonesische und burmesische Volk Nun beschäftigt sich die Bevölkerung in Hongkong, Manila, Schönau und In verschiedenen anderen Plätzen, die von den kaiserlichen Streitkräften vom Joch der Vereinigten Staaten und Großbritanniens befreit wurden, bereits mit größtem TLifer mit dem W^iederaufbau-\A'erk, wobei sie ihr vollkommenes Vertrauen in die kaiserlichen Streitkräfte setzen —■ ein Umstand, der für uns außerordentlich ermutigem! ben würden, ist nur nutzloses Gold, tür das liiese A\äclite als Gegenleistung d.'.s l'leiscn und Blut des chinesischen Volkes fordern. Gegen die Rädelsführer in Tschungking, die immer noch nicht zur A'ernunft kommen w(»lle'i, obwohl sie vor ..... ^ ihren eigenen .^ugen die lebendigen l al- sein wird, sich gegen die Macht Lniserer ^,^^,,^^|^ Vereinigten Staate.i unbesiegbaren Streitkräfte zu verteuligen. Großbritannien die verschiedenen Iis liegt daher klar auf der Hand, welche , Täuschung und Schmeiche- Haltnng Australien einnehmen sollte, mn Nufopferung für die Sache der das Wohlergehen seines Volkes zu si- pjigiänds überreden und nacii ehern. Sollte Australien seine gegenwär- is^icderrin'ning der betreffenden Nationen tige Einstellung nicht berichtigen, so wifv!; keinerlei Beachtung mehr schen- ken, richtet sich meine begründete lint-Manchmal kann ich mich eines es unvermöidlich in die Fußstapfen Niederländisch-Ostindiens treten. rüstunti Ich holfe, daß Australien, unberührt i chinesische Volk nicht durch alle Beziehungen und andere Frwä- das In dieser .Morgenröte Groß- gungen, der vorherrschenden Lage Rech- ' ' • •• . - x nung tragen und sich rnit dem abfinden wird, was die Vorsehung diktierL In dieser Weise sollte es seine Einstellung in dem jetzigen, so wichtigen Augenblick entscheiden. Freiheit für Indien! Was ilas indische Volk betrifft, so hegt J d Ost-Asiens unnötigen Leiden ausgesetzt wird, indem es blind diesen Rädelsführern in nutzlosen Widerstand gegen Japan folgt. ' Utivermögen und Schamlosigkeit in London und Washington Die Ver»?inigten Staaten ^uid Großbri- ....... , . . o tannien sehen sich jetzt der Wirklichkeit apan natürlich nicht den geringsten Ge-j ^ ^eine Schlacht können sur lanken, ihm irgendwie feindlich gegen-, verloren ist, überzutreten. Ich bin der festen Überzeu- Stellung verteidigen, die ihnen gung, daß es jetzt an der Zeit ist, cui! entrissen wird. Wenn ich die Rr-ivlndien den Indern« zu schaffen, was seit i^j^rungen betrachte, mit denen die Lei-vielen Jahren der geheime Wunsch der amerikanischen und der briti- 400 Alillionen Inder ist. Großbritannien hat Regierung versuchen, ihre Vcant- seit langem seine unrechtmäßige Herr- '^^.^rtung für diesen Tatbestand abzutiin, schalt über Indien fortgesetzt und das jch ihre völlig verf.nischte Agi- ist. Bei dieser (ielcgeiiheit möchte ich dem indonesischen und burmesischen Volk, muß, davon bin ich überzeugt, die beide zahlreiche Generationen hindurch unter der tyrannischen Herrschaft Großbritanniens und Holland ächzten, unsere tiefgefühlte Sympathie aussprechen und gleichzeitig unsere f'este Hoffnung, dal) sie einen Anlauf nehmen und als neue Partner am Aufbau Groß-Ost-Asiens im Interesse ihres eigenen gesumlen Fortschritts und ihres Wohlstandes teilnehmen werden. Verteidigung Australiens unmöglich Infolge des Falles von Niederländiseh-Ostindien und von Rangun stehen jetzt Australien und Indien der Macht der kaiserlichen Streitkräfte unmittelbar gegenüber. Die Australier müssen sich selbst über die Tatsache im klaren sein, daß CS Australien mit seiner außcrordenilich dünnen BevCdkcrmig auf dem aiisgedelin dische Volk getäuscht. Die Realität der ]c\\ kaum Worte, britischen Versprechungen, die den Indern , (\e\\cn man diese Schamlosigkeit die-'m let-zteii Weltkrieg gegeben wurden, Regierungsbehörden ^ ser KCLneruncrsoenorcien kennzeichnen im dächtnis des indischen Volkes immer noch j amerikanische und die britische lebendig sein. Jetzt ist Großbritannien ^ hoffen schwach auf eine ferm; wieder dabei, Indien mit allen Arten von, prahlen mit ihren ausge- Schmeichelkünsten zu täuschen. W^enn ' jehnten Rüstungsprogramuien. Beide ReFührer Iniliens, irregeführt durch derartige jrjerungen schließen ihre Augen vor der britische Schmeicheleien, die langgeheg- Ausbildung, der wunderbareil ten Wünsche des indischen Volkes ver- Disziplin und der Tapfer- raten und damit diese vom Himmel Rc-1 kaiserlichen 'japanischen Streit- sandte Gelegenheit von sich werfen, ^".kräfte, sowie auch vor der eisernen Soliglaube ich, daß es keine Möglichkeit j ^lantüt unserer Nation, um dafür ihre ben wird, Indien jemals zu retten. steht jetzt vor der Entscheidung, Vergangenheit zu liquidieren. Tschungking-Regierung vereinsamt Das Tschungking-Regime steht jetzt, nachdem durch den Fall von Rangun seine Verbindung zu den Vereinigten Staaten und zu Großbritannien vollständig abgeschnitten worden ist, im wahren Sinne ten Gebiet wegen seiner großen Fntfer-! des Wortes vcillig vereinsamt da. nung von den Vereinigten Staaten und i Was die Vereinigtnn Staaten und GrolV Großbritanniens, vollständig unmöglich 1 brilannieii dem Tschungking-F^egimc ge~ Bisher 130 feindliche Kriegsschiffe versenid Darunter sieben Schlachtschiffe, drei .Warineminister Schimada gab dem ja-i panischen Reichstag den Rechenschafts-1 bcrieht über die Fioltenoperatioiien seit Kriegsbeginn. Fr erklärte dabei: ->Mit der Besetzung von Java und F^angiin ist die See- und Luftherrschaft im weilen südwestlichen Raum einschließlich des Indischen Ozeans errungen worden.« Schimada versicherte der Nation, dal'» die Ver-teiiligungskratl iler l'lolie unerschütterlich ist. In einer F»arlegung der (iesamlergeb-nisse des Krieges erklärte der .Warineminister, daß die kaiserliche Marine seit Kriegsbeginti insgesamt 130 feindlii'he Kriegsschiffe versenkt hat, und zwar sieben Schiachtschiffe, drei l'lugzeuglräner, zwölf Kreuzer, 22 ZerstCirer, 44 Unterseeboote und 42 andere Kriegsschiffe. Ferner wurden vier Schlachtschiffe und 72 andere Kriegsschiffe, darunter Kreuzer und Zerstörer, bescliädTgt. Schimada gab auch bekannt, d;)ß 12S Handelsschiffe mit insgesamt 680.000 brt Flugzeugträger und zwölf Kreuzer versenkt und 92 Schiffe mit 300.0(.Hj brt schwer beschädigt wurden. Weiterhin werden 502 größere und kleinere F'ahr-zeuge mit insgesamt 210.000 brt gekapert. Si'hini iila L'ab bekannt, daß von den .W'irinefliegern insgesamt lö54 feindliche F'higzeuge entweder abgeschossen oder am Böffni'ngsphase des Krieges große Siego errungen. Solche glänzenden Siege muß es weiter vollbringen. Die militärischen Operationen muß Japan aktiv fortführen, i:ni tlie Vereinigten Staaten und Großbritannien gründlich zu zerschmettern! weM^k Reiche Beute der lapa'^er seit Kriegsheginn 210.000 Gefangene — KiOO Flugzeuge vernichtet Dann gab Tojo als Kricgsniinistcr bekannt. dall die japanischen Truppen seit Kriegsausbruch bis zum 10. März iu?hr als JlO.liOO Krie.visgefangene machten. Aul.ierdein z'Jrst(">rte die japanisciie Welinnaclit am Boden oder durch Ab-scliul.) lf)00 riugzeuis'e und erbeutete 2100 (leschüt/e. PJO.OOO (iewelirc, *Ma-schinen^cwjhre und Revolver und J.S.OOO Panzer, Lastwagen und Llisen-balinwageii. T^^jo «w-rklärte, dall die Ergebnisse veiiie beträchtliche Steij^erung« erfahren werden, .sobald die Heute nach der Heselzung Rangnus bekannt w'rd. Der Minister stellte fest, dall die ver-hciiicd'^neii Indiistrieanlaueu und ande- ren lebenswichtigen Einrichtungen in Niederländisch - Ostindien verhältnis-niällig geri'ngen Schaden erlitten und dall jetzt die niederländisclieu Behörden sich zu einer vorbehaltlosen Zusammenarlxjit mit d«en Japanern für das Wiedcraufbau-werk verpflichtet haben. Zunehmende Ruhe und Ordnung in cbinesi^ciien Gebieten Tojo betonte ferner, dal! die Herstellung von Ruhe und Ordnnng in den verschiedenen Teilen Chinas Fortschritte mache und stellte fest. daf.l die strate.iii-sche Stellung Japans an der Nordgrenze gesichert ist. i (Mivor LvUolfon hrilischcr Frmtuklioiis* niintsti'i'. Laut liciilor wird in l/mdmi ' üiiitlich inilfichMli, diil.^ Olivri* Lyltcll"Ui I /um PrüduklioiisininisliT i'nuunil wjrdi'ii I isl. I HritlKcbcr MuKzeimträgcr zur Reparatur. ' In hcschädintcni Zustund liefen im Krlcj;.s-l.iiieii von Gibraltar der britische Flu^zeu«-trÜKcr llermcs.<, ein Kreuzer, zwei Zerstö-t rer und ein Unterseeboot ein. Diese Scliific sollen in Gibraltar repariert werden. \>ut' SIfufni für Rmixt'volJs Krlofj. Nach .Mrldung aus Wjisiüunlen wurde ih'in lü-naiizaus.sebul.^ des l{»'prä.s*M\l;uUi'nhausi^s <'in Plan vjr^cli'gl, der die KrhOhuiig lii'i* l'UnkommonsIrmT mn riiii' Vfilliarde Dollar sowie dii' Erhöhung von vier .^^illia^-dcn Dollar WarcuiimsalzsItMier v^irsii'hl. Frau Roosevelt als Stärkungsmittel. Wie lais Newj'ork berichtet wird.* beahsiclitiRt Frau Roosevelt. in Kürze t!nv:laud zu besuchen. Ihr Aufeutludt in England würde iiiieli amerikauisclier Ansicht zur Stürkun.vc der enKliscli-ainerikainschen ' Bezieluiiurcn wcsentlicli heitraisieM. WöIJe auf der Els-WynderuuK. In der Nähe \on SkaKcn, der iiör ■Hellsten Spitze .Hitlands. wurden auf dem Eis Wölfe benhach-tet, die uiisclieinend von Nurwei;en üher das Eis jiekoinuieii sind. pritck uiid Vcrluij: Mailjurßcr VctIuks. und Driickcrci-flcs. tn b. n. - Verlatislcitiinj:: l'tun naiiniK.irtiicr' Mauptüchrlftlcltcri Atiion (Icrxcluich; aiU hi Ma burr ti. (1, t>r:iii. niiclitasse fi. Zur Zeit für Aiticlcen die Preisliste Nr 1 voni I. Jiinl f-U (lilltic. Ausinll Jci I ick-rmiE des IJIattcs bei t'Jiherer Gewalt oder Heirlchs«i/iriiiic cibt keinen Aiisprucb liUekzalilune des DezucseelJus V Nummer 73 »MarlwrKer Ziiimne* t3. Ulini »4. freite 3 Oltürme im Dschungel Neu-Guineas Eine Tnsel mit wclBen Flecken Speisezettel der Papiuig ~ EisKletscfaer unter der Sonne des Xqiiators VertreibunK der Deutschen aus Rabaul Die y |yyT.. '^\ iJii, 'v Wenn man einem krausküptiüeti Hapua Vlarnia^flien könnte, cn. Australien vorffeiaserten Insel hat, sind heute noch seiir dürftig. Zwar finden wir Neu-üuineas Küstenlinic schon säuberlich in den alten Seekarten der Portugiesen und Holländer verzeichnet, die auch das Lotblei über die Bordwand hielten und die Meerestiefen ziemlich sienau vermalien, aber in den Hschungej Neu-Tjuincas sind erst einige wenifce modern ausKcrüstete Expeditionen gedrunKcn Von jlaxenden Papuas und rauchenden Frauen Was sie als wissenschaftliclie Awn-l)cutc in Tagcbuchschilderungeu und Pliotographien mitbrachten, waren mehr oder minder freundlich lächelnde Papuas, die auf zerbrechlichem Einbaum durch das Lanzengcwirr des wilden Zuckerrohrs paddelten, mit iPfeil und Bogen farbenfroh schwirrenden Paradiesvögeln nachrannten oder sich auf rot glinnnenden Holzfeuern gegenseitig rösteten und mit sichtlichem Behagen verspeisten. Die Forscher trafen zigarn^n-rauchende, nicht gerade sehr hübsche Frauen beim Jäten der Jamswurzel an, erlebten die orgiastischen Tänze grell bemalter Papuakrieger und zeichii'^ten alle Lebensäußerungen dieses auf steinzeitlicher Kulturstufe stehenden Volkes gewissenhaft auf. das tneist über den Rschreichen Sümpfen in hochstelzigen Bambushütten intnitten gackernder Hühner und grunzender Schweine wohnte, aber auch mit seinen pallisadenbewchr-ten Siedlungen bis zu 2(K)0 m die Hänge der gewaltigen Gebirge hinaupkbtterte. Höher gingen die Papuas nicht, denn in den Regionen der eisüberkrusteten Idenburg- und Carstenspitze (4800 und 5000 m) reichte der raschelnde Cirasschurz verständlicherwcise als al'pines Be^klei-dungsstück nicht aus. Arbeit deutscher Pflanzer und britische Raubgier sten Angriit euy-"r mit 1500 jMann anrückenden australischen Streitmacht ab, wurde später allerdings überwältigt und \92l auf üeheili der britischen Regierung des Landes vorwiesen, die Australien bekanntlich die Mandatsherrschaft übertrug. Da dio australische Regierung mit ihren schnell nach Neu-Quinea verfrachteten Siedlern gründlich Scltiffbruch erlitt, lockerte man bald das Kinreise-verbot und Jieß die deutschen I^flanzor wieder zu,' während man sich selbst der einträghcheren Beschäftigung zuwandte, mit Baggern und modernsten, über den Küstenplatz Salamaua per Flugzeug nach Kdic Creek transiportierten Maschinen die riesigen Qoldclaims auszubeuten, die die reichsten Vorkommen der Welt sein sollen. ...utid atich öl rund 90U.(HJ0 Papuas und Pygmäen bc-v-chnien Ins-el wurde sowohl aus Buta-vla als auch aus Camberra recht eindeutig die kalte Schulter gewiesen, obwonl man sich darüber klar war, dali der holländische und australisdie Atem nicht ausreichen^ würde, um Neu-Ouinea zu beleben. Kin Versuch des Niederländisch-Indischen (ieneralgouverneurs, javanische Kampongs und Reisfelder in Neu-Guinea anzulegen, um dem Bevöl-korungsüberschuLl Javas ein Ventil zu öffnen, endv'te mit weinerlichen Klends-schilderungen in den »Fingesands« der Zeitungen Batavias, Man hätte Neu-Guinea endgültig zu den Akten gelegt; wem: nicht Geologen auf ein paar trübe Öllachen aufmerksam gemacht hätten, die in Sümpfen und Scliluchten rieselten . . und in letzter das wirtschaftliche Le- Den japaniscl>en Bemühungen um die bensrlännnchen dieser arg vernacliläs-kolonisatorische Erschließung dieser von' sigten Insel speisten. Erich Winter Qroßer Stiller O^ean e>saii6w0 pMOftOTAI HALM AHE IRO % HOUTEN ^anda-See buton weher ADMIRAIITATS- » K^WIENG BISNAUCR- %^U-M€CIIL£N86 -"WiK , ^ BjpüOAlN yiüf iZZ tTMederUnflno») ^ Jira furo, 'jorres-Str7 LLt-J. . _ ,]HÜRS(MIT-JL .^«SEW II r Som«r*t JKorattcn-Uleer (Schcrl-nilJcrdionst-.M.) Zur Landuni: üapauischer Truppen auf Neti«Ou«nea Tankerjagd an der Kiste von Ranada Bei der Kriegsmarine, 12. März, Seit vielen Ta^en schon zieht »U . . .« unbeirrbar LVurch uberkoniincnde Seen, Bisher hatten Britannien und Holland j dureii hohe Düiuin^g, durch tobenden die Herrschaft über den unwegsamen, Sturm seinen Weg zur amerikanischen kulturfeindlichen Inselstreiten geteilt, d'Ji" Festinndküste. wenig Kokosnüsse abwarf und auch keine strategischen Zukunftshoifnungen rechtfertigte. Als aber deutsche Pflanzer in Neu-Guinea zu rod'^n begannen und die Kulturen um Fitapc, Stephansort, und Finsch-Hafen im Kaiscr-W'il-helm-Land eine erste vage Blüte zeigten. sali man aus dem britischen Port Moresby mit Mißgunst über den nachbarlichen Zaun und war vor allem darüber verstimmt, daß sich das deutsche X'erwaltnngs- und Handelszentrum Ra-banl auf Ncu-Ponnnern so über die Massen kräftig entwickelte. Große, auf deutschem Gebiet gemachte Goldfunde um |querab!<< Watut und Fdic weckten darüber hinaus! die Habgier der britischen Krämer, so' Schon fällt erste Dänimernng ein. Wie iinnier sucht der Ausguckposten rund um den Horizont, die Kimm, ab. Und nun ruft er; »Land voraus!« Iiin schmaler Nebclslreiien liegt breit in üer Ferne. Land! Küste Kanadas! Das Jagdgebiet ist erreicht. Schnell bricht jetzl die Nacht herein. Regen- uno Hagelböen fegen über das Boot. l>iL' Sicht wird immer schlecliter. Plötzlich schiebt sich ein dicker schwarzer Schatten von Backbord heran. :;^An Konmiaiulant: Schallen Backbord erstem reißt den Kommandanten aus Schlaf. Im Nu ist er hellwach, Zer>tr»rung der deutschen Funkstationen auf Jap und Rabaul große Dienste leisten,« Gold, viel Gold... Dieses' Telegramm besiegelte das; her dunkelrot auf: der Tanker s^-'hient! Schick^ial der blühenden PlIan/uiiKcn aml \yunnnni! l'^itape und Rabaul. Eine Handvoll deut- l'^ine schwere Granate haiii in die See. scher L'armcr schlug zunächst den cr-1 lig^'udwo steht eine hellweük' Lin'c. A'«'«Ssi- Torpedo nach dem AbschuU Von Kriegsberichter Herbert Sprang: Durch die schäumende Bug- uihi Hecksee ist »U . , .« verraten. »Ruder hart steuerbord!« »U . . ,« entzieht sich dem Beschuß. In kurzen Zick-Zack-Schlägen sucht der Tanker ins Lückengewirr der nahen Küste zu entkommen. »U . . .« folgt ihm dicht auf. Der Kommandant sucht immer mehr in die beste Schuß|"ic)vition zu kommen. Endlich ist es so weit. »Rohr .... fertig!« »Rohr .... los!« Bange Sekunden des Wartens vergehen. Der Sekuiulenzeiger auf der Stoppuhr will und will nicht weiter gehen. Endlich: »Treffer mittschiffs!« Eigenartigerweise aber explodiert der Tanker nicht. Mit m>ch fünf oder sechs .Xk'ilen Fahrt schlängelt er sich der Küste zu. PhUzlich rieht es überall nach Bon/.in. Fast betäubend wirkt der Dunst. Entweder pumpen sie da vorn aus .-Xngst vor einer Explosion ihre Ladung außenbords oLler der Torpedo hat doch ein Leck gerissen. aus dem jetzt üas kostbare Naß ruisströint. Noeh jagt Kapifänieiitnant H. hinter seinem Opfer her. Da aber wnchsen als unlieimliehe tieg-ner aus den Tiefen der See die Rocks, die Felsenklippen, auf und erheben si^'h li lohend mit dnnkelsch war/er Kuppel. M't der Fahrt muß heruntergegangen werden. Trot/deni bleibt es ein tollkiih-nes Spiel, iluri-h diese Klippen in der schäumenden See am Feind zu bleiben, der sich augenscheinlich durch Auflaufen auf tlie Küsti* vorm X'ersenktwerden reiten will. >Boie viM'ans! ^ 50 .V^eter voraus pendelt eine inanns-Intlie Hofe in der See. Nun geht es wir'- i^ •' nicht mehr. Jetzt könnte das Bo< ilrelit hart ab. >.'Bai'kbord querab Zerstörer!« .\^il mächtigem weißen Gischt-Schnurrbart ras| in hoher Fahrt ein Zersti'jrer, der die Gewässer Iiier genau kennen muß, heran. F.;s hilft nichts. »U . . .« mul^ dieses gefährliche Spiet aufgeben. Dreht nun endgültig ab. Immerhin, der Tanker kann i von den Yankees für lange Zeit nicht linehr gefahren werden. Und die Ladung i'K KricKsbcriciiicr Winkoimnim (Sein ist auch hin. Fun verheißungsvoller .An- folg vor sich. li)a! Was ist das? Hart dreht der Tanker al) und zeigt sein Heck. Plötzlicli glüht es von dort (Stticil-llildcrüieiisi M ) Luftige BehauSung^ Solclic Buumiiäuser .sind am' NcLi-(iui!ii.M lic-l)cn Pfahlhaiitcn noch häiifiK' /u 'selten. Der Airiel fälU nicht weit vom Siamm Unter den in Vicliy cingctroiicnen Telegrammen, die dem Staatschei l'eiain Antcihuihme an dein \ erbrcclicrisclien Mordausclilag der Hriicn auf die Pariser Zi \' i 11>L' vö l'k e r u n g a u s s p r a c Ii e n. 1} e f i n d c i sich auch eines, das den .Abscmiernaidcn trägt: Jolm Amery. Dieser junire .Mann — denn um einen solchen lumdelt es sicii da — ist der Sohn des gegcnw äriig .'u britischen Indienminisicr. der die .Autgabe liat, das indische N'olk unter dv i' Sklavenpeitsclie Englands /u lialiciu und der sich bei dieser Hcschättigung dcJi Namen »Henker lndiciis.< erwarb. Außerdem hat er sich im Laufe der Jahre aucli ein schönes VernviViicii .'r\v' wagt ntiii. Petain sein Beileid für die ()prer des bn-tischen Attentats auf Paris anszudrrik-ken! Clmrchill wird seine l'-reude an d l-'•er prächtigen f^liitokrateni)f!aiize Indjcn! fang der Anierikajagd de^ \\ K, \V;il OsU miil diM'i MVi ntu l'K.Krit'i;nju>richlcr v. Kiiyst-r Kopftücher gCKeu FhiKsand irond sich umscih* Soldiileu ;m «Ii* ront mul im liohcti Vörden inii Pely-zt'U uiu[ KoprselHil/erii j^egi n «lie mMd diT Wüsic Ki»4>llüclier Seite 4 ►Marburjer Zeltunt« hk M&fg 1942' Nummor 72 Die Heimkehr der Donaugaue Di« Mäntate 1938 — Tat« der Erinnerutif und VeroUlchtung I?. Märi: Deutsche Truppen tnartchleren, beeeistert begrüßt, in Österreich ein. I.l Märj?: r>er Führer proltlamicrt In Linz den Anschluß Österreichs an das Reich 14. März: Begeisterter Cmpfane des Führers in Wien. 16 März: LH« auswärtigen RegieninKen werden von der ReichsreKierunR von der vollzogenen Wiedervereiniiu ng Österreichs mit Deutschland amtlich be-nacbrichtift. IVluÄsolIni bekennt sich vor der italienischen Kammer zur Idee des deutschen Nationalstaates. März: In einer Kcwaltigen Rede vor dem Reichstag ordnet der Führer an, daß neben der Vollcsabstimmung im Lande Österreich auch Im übrigen Reichsgebiet eine Volksabstimmung stattfindet So hat die Bevölkerung der Donaugaue in jahrelangen Kämpfen den heiligen Glauben in ihren Herzen getraßen, bereit, wo und wann immer für den Führer und für Deutschland einzustehen, zu kämpfen und zu opfern. Und nun ist wieder ein Frühling da und wieder flattern unsere Fahnen im Winde, getragen von der ganzen Nation durch Kampf und Leid dem Endsieg entgegen.,. Was aber einmal »Vaterländische Front« geheißen, ist längst In den Schatten der Vergessenheit untergegangen, nur des Führer» treue Gefolgschaft Ist geblieben und marschiert weiter, die Reihen noch Zum vierten Male kehrt der Tag wie- Treue. Polen, Narwik, Westwall, Kreta, enger geschlossen, die Fäuste noch här-der, an dem die Donaugauen nach Jahren Ostfront und Afrika, sie alle zeugen da- |ter um den blanken Schaft der Fahne.,, des Kampfes heimfanden in die große Oe- von. | • Ordelt meinschaft der Nation. Es ist nur allzu menschlich und auch gut, daß in der Erinnerung manches verblaßte, was einst unerträglich schien und vieles Verzeihung fand, das die Vorkämpfer des Nationalsozialismus in den Tagen eines Dollfuß und Schuschnigg für unentschuldbar hielten. Alle Ungerechtigkeit VoJH und Kultur Das Unterland hat der Kunst die Tore weit geOffnet Das Michl-Quartett spielte In Cllli Gerade fUr eine Stadt wie Cilli ist das und Brutalität war daher von den Natio- Auftreten des Michl-Quartetts ein Erleb- nalsozialislen der l>onaugaue beinahe in nis von nachhaltiger Wirkung. Der Be- dem selben Augenblick vergessen, da sie such des Konzertes a,m Dienstagabend das Ziel des Kampfes erreicht sahen. bewies eindeutig, daß eine große Zahl Denn wer dachte eigentlich nach dem ^on musikalischen Kennern mit offenen Volksabstimmungserirebnis vom 10. April Herzen den meisterhaften Darbietungen ?P3S überhaupt noch jenes Gebildes, das des Quartetts lauschte. Wie weit das sich einmal t-Vaterländische Front« gc- Kunstverstehen geht, bewiesen die diszi- nan[it hatte? Neunundneunzig Ganze und pjinierte Aufmerksamkeit während des einige Zehntel von Hundert hatten sich V(Ertrages der Künstler und der hingeris-zum Führer bekannt — übriggebliebenen Beifall am Schulß jedes einzelnen waren 0,27 Prozent — )»der Realwert je- ^^'erkes. ner Front!« Geschichtsschreiber und For- besonderes Entgegenkommen .«scher werden einst, je nach Einstellung, daher auch von Selten des Quar- * i * j . i bewundernd oder unelMubii? ihre Kftr>fe t^tts der Zuhörerschaft zuteil, indem Mel- 'en erstrebenswert ist und nur wenigen In «schütteln wenn sie sich in diese Ruhmes- sich bereit erklärte, über den [der Musik zu erreichen möglich war. Aus blltter jeXh öS m seines gewöhnlichen Konzertpro- dieser reifen Lebenserfahrung ist nun sein Ichichle vertiefen sollten ein viertes Meister- Quartett geboren. Sturm und Drang in Was Seipel nach dem'Zusammenbruch einEufUgen die .Italienische Sere- den beWen ersten Sätzen, 191» erdacht und in der Retorte seiner po- « k i .1. Ml fiUat, «i^h IJaroMirtA?» Im nti,chen Versuche Rreifbar werden ließ, , Än S.W Hrm r>niifiifi rinrrh riio Auftreten m Cilli nach der Befreiung letzten Satz zu einem jauchzend dahm- fiem spdter Doiifuß durch die Schaffung stürmenden Allegro. Diese Komposition Artur Michls hat allen einen bleil)enden Eindruck hinterlassen und wir dürfen an dieser Stelle der Hoffnung Ausdruck geben, bei nächster Gelegenheit mehr aus sich aus einer harten strebsamen Jugend zu jenem vollendeten Musiker im umfassendsten Sinne emporgearbeitet hat, ist das Ergebnis unendlicher Zähigkeit und Ausdauer. Der Künstler, der jetzt auf dem Höhepunkte seines Lebens steht, vereinigt in sich neben persönlichen Humor und Geist einen glücklichen Zusammenklang tiefen deutschen Menschentums und sofiniger Lebensfreude. Aus diesen Gefühlen darf sich Michl mit Recht berufen fühlen, gerade unserem stelrischen Musikschulwerk bahnbrechende Aufbauldeen zu vermitteln, in dem er, selbst Innerlich kämpfend, ein Ziel erreicht hat, das vie- eines "i^ebulosen Oebildes, des ^österrei- T ben. daß Hugo Wolf der Sohn der be chischen Menschen«, den Odem der Ewig- tintoro4<>;ricption \\7\n keit eingehaucht zu haben vermeinte uiv' lias schließlich ein Schuschnigg der Welt als unüberwindlichen Block von .•^echs Millionen vorlog — war über Nacht */u Nichts zerstoben. Im befreienden l.achen eines ganzen Volkes zur mitternächtlichen Stunde ward es ausgel(>scht. zertreten und zerstampft zu dem. wns es in WirIer Oestaltung.s-kraft immer gewesen war: ein Nichts von 0,27 Prozent. Mit einer für uns damals vielleicht unverständlichen Nachsicht wurden so die Schuldigen nur dem Lachcn der Welt-nffcntlichkeit preisgegeben und damit allein aus der Geschichte getilgt. Im selben Augenblick aber, befreit von diesen winzigen Bruchteilen Schlacke, standen die deutschen .Menschen Österreichs da, überglücklich iind in einem Sturm der Elegeisterung. Aus tiefstem Herzen drang der Ruf eines ganzen Volkes: Wir danken unserem Führer! Und un-:'ähli(;e Beweise aufrichtiger Verehrung und Liebe wurden erbracht. In ilen ersten Jahren nach der Befreiung mit rnstloser Arbeit und dann im Kriege mit Hlut p nachbarten untersteirischen Stadt Windischgraz gerade in Cilli seine tiefsten Verehrer seit Jahrzehnten gefunden hat. Diese i^Italienische Serenade« ist wohl' dem Schaffen Meister Michls kennen zu ihrer äußerer Form nach in das Gewand italienischer Eigenart gekleidet, aber Tn-hnlt und Melodie, Geist und Sprühen, die in dieser schillernden Komposition aufleuchten. sind durchwirkt von jener warmen und satten untersteirischen Breite lernen. Das Quartett von Beethoven, op. 74., ist mit jener Tiefe gespielt worden, die die Wiedergabe einer so verlnnerlichten Komposition erfordert, einer Komposition, der inhaltlich nur berufene Künstler wie das und spiegeln letzten Endes den liebens-j Michl-Quartett gerecht werden können, würdig humorvollen Charakter unseres | da Beethoven gerade in diesem Quartett hiesigen Volkstums wieder. Daher hat j bereits Pfade beschritten hat, deren Auf-diese Auffassung durch die Künstler, das, findung nur dem gelingt, der selbst schon nicht zu schnell genommene Tempo, gerade ienen Zauber hervorgebracht, der der wolfischen Eigenart am besten gerecht wurde. Zum ersten Mal hörten wir in Cilli Artur Michls Streichquartett, op. 15. Abgesehen von der Niedergabe durch die Künstler, die Licht und Schatten mit einer geradezu einmaligen Plastik auftrugen, hat dieses Werk jene seelische Tiefe und Reife, die dem Menschen Artur Mich! innewohnen. Ich möchte bei dieser Gelegenheit -nicht versäumen, zu erwähnen, daß dem ausübenden Künstler und Komponisten Ehrungen in vielen Weltstädten des Kontinents zuteil wurden. Dafi er in den Geist eines solchen Werkes hineingewachsen ist. Den Schluß des Konzertabends bildete die Wiedergabe von Mozarts Quartett, op. K. V. 575. Hier zeigte sich besonders jener märchenhafte Gleichklang der vier Instrumente. Forte und piano wechselten mit einer verblüffenden Präzision, Wenn man mit geschlossenen Augen der Darbietung gelauscht hat, so Ist man sich bewußt geworden, daß die Vier einen einzigen Klangkörper bildeten, als wären sie ein Instrument, das schluchzend und weinend Freude und Getragenheit in sich vereinigt, vom tiefen Baß bis zu den höchsten Tönen der Geige, Wir sind dem Michl-Quartett, Ml Chi, 1. Geige, T r u m l e r, 2. Geige, W i e d ^ ner, Bratsche, Knjascwsky, Violoncello, zu Dank verpflichtet, daß sie unserer Kunstgemeinde ein freudiges Erlebnis bereiteten und in uns den Wunsch erweckten, in Zukunft mehr, viel mehr voif dem Edelsten an deutschem Musikschaffen im Verein mit erstklassigem wiedergebenden Künstlertum zu erfahren, zum Segen und Gedeih unserer unterstelrlschert Heimat, der In den Jahren der Fremdherrschaft der Zutritt zum Kulturschaffen des deutschen Volkes verschlossen war. Ing. Unger-Ullmann Die iDRdertlahrleler der Wiener PMlIiamonlker Am 12. März jährt sich zum 100. MaK» der Tag, an dem das von Otto Nicolai gegründete Orchetser, das unter dem Namen Wiener Philharmoniker Weltruf erwarb, sein erstes Konzert im Redou-tensaal dpr Wiener Hofburg gab. Dieses Jubiläum bepsht das Orchester mit einer Reihe festlicher Veranstaltungen. die am 27. März mit einem Eröffnungsakt und musikalischen Darbietungen unter Wilhelm Furtwänglers Leitung beginnen Eine Gedenkstunde wird den Orch-sstergründer Otto Nicolai ehren. Ein Empfang im Redoutensaal wird den Charakter einer musikalischen Akademie tragen. Im Kammersaal der Gesellschaft der Musikfreunde soll eine Ausstellung die Geschichte des Orchesters in Bildern, Dokumenten und anderen Erinnerungsstücken lebendig werden lassen. Die Akademie der Wissenschaften veranstaltet eine Festsitzung. Die Wiener Philharmoniker selber beteiligen sich an den Feiern mit elf Orchesterkonzerten, Am Dirigentenpul# werden Wilhelm Furtwängler, Clemens Kraul Hans Knappertsbusch, Karl Böhm und Richard Strauß erscheinen. Kam-mermusikvereinlgungen aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniiker ergänzen das Programm durcli drei eigene Veranstaltungen. + Robert Botch {gestorben. Nach kurzer, schwerer Krarilfhelt Ist heute in deif frühen Morgenstunden der Gründer des Hauses Bosch, Dr. Ing. Dr. med. h. c. Ro* bert Bosch, Pionier der Arbelt, Ehrenmeister des Handwerks und Ehrenbürger def Stadt der Auslandsdeutschen, Stuttgart, Im 81. Lebensjahr gestorben. Von seiner restlosen Hingabe an die Lösungen def sozialen Fragen zeugt das Robert Bosch-Krankenhaus, das er der Arbeiterschaft der Robert Bosch A.-G. stiftete. + Deutsche Dichter lesen draußen. Im März und April werden eine Anzahl deutscher Dichter außerhalb Deutschlands lesen, ein Telf vor deutschen Soldaten. So liest Karl Bunje in Norwegen im Rahmen der Truppenbetreuung vom 15. März bis 20. April; Georg Brlttlng liest in Dänemark vom 15. bis 23. März u. a. in Sonderburg, Hadersleben, Aarhus, Odense und Kopenhagen; Paul Alverdes liest In Schweden — in Stockholm, Upsala, Malmö und wahrscheinlich Göteborg, In der Zelt vom 21. bis 30. März und schließlich H. E. Busse in den Niederlanden, voraussichtlich in Groningen, Utrecht, Harlen und Leyden, in der Zelt vom 12. bis 20. März. DIE FRAU m ANTILOPENMANTEL I ROMAN von BHÜNNHILDE IIOKMANN | Copyruhi by VerUe Ksorr tt Hirtb KonitiuitKilt-(ese1l$ch«tt. MQnches 1930 (37. Fortsetiung) PfDß ging hin, sprach kurz mit dem Dienstmädchen, das ihm schreckensbleich und stotternd versicherte, die Pensionsinhaberin sei ausgegangen, und schloß darauf die Tür, um wieder ins Zimmer zurückzukehren. »Man muß die Polizei verständigen«, wandte er sich an Jelena, die er als Inhaberin dieser Räuuie kannte. »Der Mann ist tot. lUnd zu Gontard, der bisher reglos und schweigend vor s'ch hing^'starrt hatte, sagte er: »Legen Sie die Waffe hierher«, er deutete auf den Schreibtisch, an dem er stanc, im Begriff, nach dem Telephon zu fassen. Gontard kam d'escr Aufford^frung sofort nach, und «ier Sanitätsrat wählte die Nummer der PoH/.ei Im Stadthnuse. Während er dem diensttuenden Beamten i'i kurzen urnl klaren Sätzen Über aas Vo -gefallene, s(>weit er es iibt'rsah, AVittei-lun^ machte im^l seinen Namen mnnte, Fat hinter loleiv» niso uUMchfalls vpm Schlatr'Mfii her. du- .'tllj Agr,*>ft«na cn. Sc kam d;il' uiaii nii'ht hörte, al>er PrOß, der mit dem Gesicht dorth'n stand, sah sie. Er sah außerdetn den BSick, den sie auf den Toten richtete, und daß sie ihn erkannte. Zweifellos erkannte sie ihn auf den ersten Blick, und dabei lächelte sie. Dieses Lächeln war voll von einer dtlsteren Genugtuung, und erschreckte den Arzt. Aber der Ausdruck des runzeligen Ges'chts wechselte rasch. Tränen traten in die Augen der APen und rannen über die falt'gen Wan'gen, während sie nach Jelenas herabhängender Hand griff, um sie zu küssen. Jelena war zusammengezuckt, Prfiß sah wie sie zitterte. Die alte Amme be-gann mit leiser Stimme, und in eineir Sprache, die für Prüß unverständlich war. auf Ihre Herrin einzureden. Sanft und liebevoll wie zu einem Kinde sprach sie. streichelte immerfort Jelenas Mnnd imji führte Ciie junge Frau bis zum Sofa, nuf das Jelena willenlos niedersank. Nach Beendigung oes Telephongesprächs wandte sich Prüß an Gontard: »Man hat angeordnet«, saete er zu ibm, fdaß hier alles bleiben soll wie Cv ist. Nichts verändern oder anrühren. Sie verstehen wohP Und daß n'emand der hier .Anwesenden den Raum verlassen darf. Ich habe — lim nie'n Fhrenwor gege ben.« Streni.^ aln.'! neu{^ erig befachtcte er Oontarci durch se'ne Bnl'e und als dieser nur nickte, wandte Prliß sich ab r^in" T'iim fiMistoi. w ml' "iumi (iort blieb er stehen und blickte auf die Strafte hinunter, vielleicht In Gedanken, vielleicht auch, um die ankommende Polizeiabordnung zu beobachten. Er soielte dabei mit der abgegriffenen Goldkette, die über se'ner Weste baumelte, und dann zog er die Uhr selbst heraus. Gontard hatte sich auf ehien Stuhl gesetzt und die Arme auf die Knie gestützt. Auch Jelena wagte es nicht, sich zu rühren. So blieben alle 'n ihren Stellungen und warteten — schwe'gend. Der Tote lag mitten im Zimmer, und' Agrafena, die sich in eine Ecke gedrückt hatte, murmelte Gebete bekreuzigte sich hin und wieder. Plötzlich stand Jelena auf. als ertrüge sie es nicht mehr. Sie trat hinter Herberts Stuhl, und er hob den Kopf, um zu ihr fiufzublicken. i »Ich werde alles sagen!« stieß sie hervor. »Allesl« Gontard rief bestürzt aus: »Nein! Nein! Nicht ietzt — nachher. Nachher werden wir Uber alles sprechen. Verlasse dich ganz auf m'ch.« Im gleichen Augenhl'ck kam es ihm zum Bewußtsein, daß er zu dieser Aus- j i Sprache »nachher« wahrscheinlich kaum jniehr kcMumen würde, und er senkte wie-j' '^r den Kopf. Jt'lena legte die Hände' um seine Stirn ' zuv sf'iii'ii Kt'pf an ihre Mrust. ' j .\cli, du rnejliickliclicr ^^ nut'mcllc sie, ^ verzweifelt aufschluchzend. »Aber ich allein — ich allein —« Pri'iß hatte sich von seinem Platz am Fenster ttmgedreht und sfih die be'den iun«en Menschen ernst an. Fr war ziemlich überzeugt davon, daß es sich um eine FJfersuchtstragöo'ie handelte. Es wunderte ihn kaum, denn er hatte schon immer die Hmnfinduntr gehabt, daß an Jelena Leskov das Unglück hafte. Nach seiner Erfahrung mußte eine Frau, die so hinreißend schön war wie lelena. un-glückl'ch w^Tiden. Er fühlte nlötz-lich ein brennendes Mitleid mit ihr. Du Unr^ück-licher — hatte sie zu dem jungen Mann gesagt. »Man kommt!« warnte er leise, n. Kapitel. Man hörte schwere Tritte die Treppe heraufkommen, leises Sprechen, die Tür wurde geöffnet und das Zimmer füllte sich mit Menschen. Die Mordkommission, Leute mit Photoanparat, Trf'^er mit einer Bahre, die jedoch vof der Tür auf dem Gange blieben. Krim'nalrat Köster persönlich mit seinem Stabe, sie alle waren in einem langen schwarzen Wagen gekommen. Dr. Köster warf einen bestürzten Blick auf Gontard. dann auf den Toten, ehe er sich kurz vor Jelena verne'gte und dann von Dr. Prüß die Vers'chenmg entgegennahm, daß nll "<; so geblTben war. wie er es vor e^v-n einer Vierti'l^tnnde vorge-fuiuicn h.ittc. Nummer 72 »Mirburjer Zefftmct 13. M5rx 1942 Seite 5 AUS STADT UND LAND iiiiHiiimunHiiinimiMiiHinitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Die Gesitiidite mit dem „PMizdieii*' Ja, n>aii muß es der Frau Müller lassen, was sie sich vornimmt, hat sie schon immer ausgeführt. Auch ihre große Sorge um ihren Sohn Josef wollte sie beseitigt wissen und am Donnerstag führte sie der Weg zur Berufsberatung des Arbeitsamtes. Die Frau Nachbarin, der ihr begegnete, um mit ihr ein Schwätzchert zu maclicti, fertigte sie schnell ab. »Schon gut, schon gut, Frau Nachbarin, was sie mir erzählen wollen, aber heute habe ich keine Zeit.« Sie grüßte freundlich und raschen Schrittes hatte sie mit ihrem Josef, der an ihrer Seite schritt, den Weg fortgesetzt. Vor dem Arbeitsamt angekommen, nahm sie vor der Tür des Berufsberaters ihren Sprößling noch einmal ernstlich vor. »Also, Junge, Du weißt, was uns der Herr kürzlich gesagt hat, nicht nach unseren Wünschen geht es immer, auch die Aufgaben der Volksgemeinschaft müssen gesehen werden.« Josef nickte nur, dann klopfte Frau Müller an und wurde von dem Berufsberater freundlich begrüßt. »Nun, Frau Müller, es freut mich, daß Sie mit ihrem Josef gekommen sind. Sehen Sie, viel wird falsch gemacht im Leben. \Vas manche Eltern an ihren Kindern schon gesündigt haben, weil sie der Meinljng waren, daß der mit guter Schulbildung ausgestattete Junge eben schon mit 14 Jahren recht viel verdientes Qeld nach Hause bringen muß, ist nicht wieder gut zu machen und hat sich oftmals bitter gerecht, den Eltern Not und Kummer bereitet und sie in ein frühes Grab gebracht.« Frau Müller kamen die Tränen, sie dachte an ihre eigene Jugend, an ihren Bruder, der das Zeug hatte, etwas zu werden und, mit allem unzufrieden, dunkle Wege ging. »Feh sehe es erst jetzt ein, wie groß der Fehler gewesen wäre, hätte ich vor einigen Tagen den Weg nicht zu Ihnen genommen, doch nun bin ich froh, um Menschen zu wissen, die die Sorge um die Kinder mittragen helfen.« »Ihr Josef«, nieinte der Berufsberater, »macht doch einen aufgeweckten Eindruck, und, wie ich ersehe, hat er seinen Platz in der Schule ordentlich ausgefüllt. Und dann denken Sie immer, Frau Müller, ein gelernter Beruf, in dem man sich von Jahr zu Jahr vervollkommnet, in dem man nicht nur dem Namen nach sondern auch in der eigentlichsten Bedeutung des Wortes immer mehr zum Meister wird, bietet doch eine ganz andere Befriedigung an dem vollbrachten Werk als irgend eine unbeständige Hilfsarbeit. Hinzu kommt die rein materielle Seite der Angelegenheit. Selbst wenn wir von den selbständigen Handwerkern absehen, liegt das Einkommen des Facharbeiters beträchtlich über demjenigen des ungelernten Arbeiters. Nehmen wir an, der Lohnunterschied beträgt etwa 30 Rpf die Stunde, so macht das für ein Menschenleben den stattlichen üurch-schnittsbetrag von rund 30.000 RM aus, wie Sie das selber leicht nachrechnen können. Diesem Betrag gegenüber ist doch das anfängliche Mehreinkommen des jugendlichen Ausläufers, denn das sollte doch Ihr Josef werden, vollkommen unbedeutend.« Lange sprachen die drei noch miteinander. Als ich Frau Müller mit ihrem Jo.sef gestern 'Abend begegnete, rief mir ihr Sprößling freudig entgegen: »Wissen Sie schon das Neueste — und was Feines ist es auch; Maler werde ich!« Frau Müller nickte beglückt, sie weiß ihren Jungen in diesem schönen Beruf wohlgeborgen. R, K. Das Ideal des Mädels ist die kommende Mutler, das Ideal des Jungen Ist der soldatische Mann EHe ersten Namenssebuo leo hn Ki^ Marburg-Laiid ».....ihm ruhen noch Jni Zeitenschosse die schwarzen und die heitern Lose«, mit diesen Worten begleitet der Dichter ^'riedTich von Schiller das Kind ins Leben. Diese Klänge klangen auf an« läßlich der ersten Namensgebung, die in Marburg stattfand, altes Brauchtum, das vor Jahrhunderten künstlich aus dem Volke verdrängt, das nun auch in dei betreiten Untersteiermark: wieder seinen ehrenden Platz innerhalb der deutschen Vorksgenieinschaft einnimmt, denn feierlich soll stets die Stunde sein, In dor ein junges Menschenleben in die Obhut rieht nur des Elternhauses und der Paten, sondern der ganzen deutschen Volksgemeinschaft aufgenommen wird. Der Feierraum im Landratsamt in Marburg hatte aus Anlaß dieser ersten Namensgebung im Kreise Marburg-Land einen würdigen Schmuck erhalten. Im Hintergrund die Fahne der Bewegung nahm die reich mit Biumenranken ge-schmückto Genieinscliaftswiege den sdvönsten Platz ein. Mädel, Jungmädel und Jungvolk, umrahmten sie in ihrer schmucken Tracht. In dem Feierraum, der bis auf den letzten Platz besetzt waren, hatten die Eltern und Paten den Platz zu beiden Seiten der Wiege erhalten. Femer nahmen neben vielen Gästen Landrat Töscher, Kreisführer Do-boczky, als Vertreterin der Frauenschaft des Kreises Mureck die Kreis-frauenschaftsleitcrin. Frau Dirnböck sowie alle Bürgermeister und Standesbeamten des Kreises an der Feier teil. Unter dem Gesang eines Liedes durch eine Singgnippe der »Deutschen Jugend« wurde das Kind Horst der Eheleute Karl und Hildegard Qrötzel in den Saal getragen und das erste Licht im Ring des Lebens angesteckt. Gedichte und Chöre der Jugend folgten, ihnen schloU sich die feierliche Übernahme des Kindes in mütterliche Pflege und die Namensgebung an. Der Leiter des G emcindeaufsichts-amtes, Pg. Stadler, nahm mit sinnvollen Worten die Namensgebung vor und erinne-rte daran, daß schönstes Volks- und Brauchtum nun wied^'r Einzug gehalten haben in deutschen Landen. Jahrzehnte vorausblickend machte er es den Eltern und den Paten zur Pflicht, darum besorgt zu sein, dieses Kind zu erziehen zu treuem Gemeinschaftsgeist, vorzubereiten für die vielen Aufgaben, die einst von Ihm im Dienst für das ewige Deutschland gelöst werden müssen. Anschließend ergriff die Frauenschaftsleitcrin. Frau Dirnböck, das Wort, legte das Kind unter dem Gesang des »Wiegenliedes« durch einen Chor in die Gemeinschaftwiege und widmete den Eltern herzliche Worte der großen Bedeutung dieser Feier hi der ins Reich heimge-kehrten Untersteic- mark. So steht diese Wiege wieder auf deutschern Boden. Sie spracli den Wunsch aus, daß dieses neue Glied in der deutschen Volksgemeinschaft zu einem treuen Volksgenossen, immer bereit zum Dienst für das Reich, heranwächst. Landrat, Pg. Töscher, sprach gleichfalls über den Sinn und Zweck dteser Namensgebung und hob die Pflicht der Eltern hervor, ihre Kinder zu guten und aufrechten deutschen Menschen zu erziehen, immer eingedenk dessen, daß der Führer nicht nur jeden Toten dieses großen Krieges, sondern auch Jedes neue Menschenkind im Glied dieser deutschen Volksgemeinschaft in sein Herz geschlossen hat. Sich der großen Aufgabe würdig zu erweisen, dem Kind den Weg in dieses herrliche Deutschland zu weisen, ist die schönste Aufgabe, die den Eltern in der Erziehimg der Jugend gegeben ist. Dife Feier, die damit ihren Abschluß gefunden hat, war umrahmt von Liedern der Singschar der Jugend des Steiri-schen Heimatbundes und einem kleinen Chor von Gefolgschaftsmitgliedern des Landratsamtes und Sinnsprüchen, von Jungmädeln und Pimpfen gesprochen. Anschließend an di'sse erste Namensgebung schloß sich eine Feierstimde der Namensgebung für den Sohn Erwin-Heini der Eheleute Josef und Vilrtoria Spieß an, die gleichfalls feierlich abgestimmt war, wie dies auch bei allen künftigen Namensgebungen geschieht. Erflndnng des Rnltarringes in Cilli In Anwesenheit des Leiters des Amtes Kultur in der Bundesführung des Steiri-schen Heimatbundes, Petein, und des Kreisführers Dorfmeister kam am 10. März in Cilli der Kulturring des Kreises Cilli zur Gründung. Pg. Petein sprach einleitend über die politische Verantwortung der Kulturarbeit im allgemeinen und die Förderung der eigenständigen Kulturarbeit, die sich das Amt Kultur in erster Linie zum Ziel gesteckt hat. Größte Aufmerksamkeit werde der Kulturring der Aktivierung und Förderung der L')orfkul-tur und der Entfernung fremden Einflüssen schenken Leiter des KnJturringes in Cilli ist Pg. Dr. Herzog. in. Das Steirische Landestheat«r in ScHÖnsteln. Samstag, den 14. März, gibt das Steirische Landestheater in der Stadt Schönstein im Saal des Steirischen Heimatbundes ein Gastspiel. Zur Aufführung gelangt die in Marburg besonders gut aufgenommene Komödie »Das häßliche Ent-lein« von Alessandro Stefani. Weier eüei SMIt «eiier Der dritte SturmfOlireiielii'saitK in Lutten her s Die Ausbilduiigsarbeit der Welirniaui.-Schäften des Steirischen Heiniatbundes e-riiöht die Wchrhaftigkeit, den Geist na-tional.sozialistischer Einsatzbereitschaft und erwcckt den Sinn für soldatische Kameradschaft. Sonntag, den 8. März wurde in Luttenberg der dritte Sturmführerlefirgam: der Wehrmannscliaftsstandarte durchgeführt. In einem Ganztagesdiensi wurde den Wehrmannschaftsfülirern der Ausbildungsstoff für den nächsten Monat vermittelt, Richtlinien wurden ihnen erteilt. Neben körperlicher Ertüchtigung und Haltungsschulung wurden alle, den Aufbau der Wehrmannschaft betreffenden Fragen durchgesprochen. Vielfältig und umfangreich shid die Aufgaben, doch die Welirmannschafts-führer werden sio lösen. Dies kam aucli in der Ansprache des Kreisführers, Dipl. fng. Ncmetz, zum Ausdruck, der die hervorragende^ Arbeit der Wehrmannschaft des Steirischen Heiniatbundes hervorhob. In der Schlußansprache wies der F'üli-rcr der Standarte. Obersturmbannführer Kainpl, darauf hin. daß Hindernisse da sind, um von uns überwunden zu werden und mehr noch als bisher hat jeder seine ge?»amt»j Kraft einzusetzcTi und seine Pflicht zu erfüllen. Mit dem Gruß an den Führer wurde der Lehrgang geschlossen, im Bewußtsein in der Arbeit wieder ein Stück vorwärts gekonmien zu sein. Zwei WHW-RoDserle in TOIIer Die Ortsgruppe Tüffer des Steirischen Heimatbundes veranstaltete im Saal des Hotel »Sann« zwei Wunschkonzerte für das Winterhilfswerk. Die Konzerte standen im Zeichen einer einzigartigen bpendefreueispielgebenüen filtcrnahend-Aktion varcii CS die Oefolffscliaften 2 und 3 des Hannes MarhurK-StaUt, die am 11. Miirz f lirciivriistc, f.ltcrn und Jiiffendfiilircr zu ilifcni Abend Rcladcn Iiattcii. Der Fest-Saal des Stciri seilen llt'ifJKiti)inules war denn aiiL-lt bis zntn Ict/tcn bcsct/t. Nacli dem eröffnenden Med heffrüllte der f ii'foluscliaftsfiihrer Panlitsch die Krscliie-i'cneii. Mit Klareti Worten imiriß er den XwecK dieser Ahende, die den FJteni ein Hild vom Lebet) und Treiben der Jugend wäli-icnd ihrer |)ictist- und liciiiistiinden «eben '■nllen. in fester Kunieradscliaft uiid bei fiitliliclieni Sniel soll die Jii!3:ejid lieranwacli-sen. die in versanweiieii Jahren, sicli selbst ifberlasscn. nnr zu leicht nur scfiiefe Üalni tciiet. soll /n .straffen, KefestiRlcn Menschen j^cfornit ^\erdell. als ehernes Riickj;rat der iKneii (ieneratioii. Was in ilieseii .Monaten iniernii''dliclier Oc-ii;einscliaftsarbeit geleistet wurde, entrollten die luin folgenden narbietutisen, zugleich cniLMi licweis hrin;s'cnd. wie sehr die lleim-stundeti der .luvend im Dienste der deutscheu Kultur stehen. Altes lirauclitnin wird jje-|M'le'.ii. A'olkslieder uiul \'otkstäti/e erwachen zu neuem l.ebeu. l'riseh und dabei exakt führten die .Iuuk-niüüel die K'ei,i;entän/.e vor. Sechs aus ihrer Schar, begleitet von' einer auwiczeiclnicten Kleinen Xitlicrs))ielerin. erfreuten dnrcli stei-rische Lieder und (i'stanzcln. die viel An-Klaii.;; fanden. In froher Stiinnum« und flott hewejitem KMi.\ tl)nuis brachte der ijcuiisclite Chor der hentsclieii ,lu;,a'nd Ahnticder und andere hei-ttre Lieder /u ttelnir. flesonders frisch Klanji, zur Schiiferklavierbe^lcitunu: Blaue .luiiirs \on der Waterkanl mit dem bejieistert .?:c-sunyeneii Schlul!\ers: Wir \\ar'n im Osten, ^^'ir war'n im Westen, jedoch in Marburj;, da war's am iJestenl \'iel lieifail erjitete das mit un;.ie/.\vunKener Heiterkeit von drei Führern der Deutschen Jugend zur Laute vorgetragene launige: »I bin Soldat.« lüfieii hübschen Beweis, wie viel Anmut und rliythmische Kraft in unseren Volkstänzen lieKt, erbrachte der Ländler, zu dem sieben fesclie Paare unter den vertrauten Klänjjen des Holzhacker-Marsches antraten. — Nicht vergessen darf das Ilarmonika-Trio werden, dessen kleine Künstler -in ninnnennüdem Spiel die Vorführungen begleiteten inid die kurzen Pausen angenehm füllten, Sport, das Mittel zur ErtüchtiKuug des Volkes, zur Krzieliung zu Kameradschaft und Disziplin bildet einen großen Projjrannn-punkt in der Heranbildung der Jugend. Bei den Keschickt und schneidig ausgeführten Übuiiften des Jungvolks zeigte sich bereits der Krfoltf, um in den akrobatischen Darbietungen und Gruppenbildern der Deutschen JuKend nanz beachtliche Leistungen aufzuweisen, denen stürmischer Beifall gezollt wurde. Lustig, lebendig, trotzdem in den Banden disziplinierter Zucht gehalten, spiel-ten^ich die Re'terkänipfe und die Boxscinile der Pimpfe ab. Dem Schluf'ilied folsten wieder innige Worte des Oefokschaftsführcrs, die in einem Appell an die Fitem gipfelten, mitzuarbeiten uiid initzubauen au dem großen Werke, an Deutschlands Zukunft. Marianne von Vesteneck. * » „Der Landgraf von den BHcbeln" Am Mittwoch, den 11. März hatte der »Land^craf von den • Büchein« zu einem edlen Wettstreit im Deutschen Haus in Pettau eingeladen. Viele üäste waren erschienen. l')er Krolle Saal war bis auf das letzte Plätzchen gefüllt. Alles war auf den Wettstreit unserer Juiik'cu und Mädel schon gespannt. Lndiich ■erschien der '»l'ührer dnrcli das Progiainni<. Hin Pimpf mit einer großen , . . '.v.'ivnv.v' Versatnmiungsplan des Sfeirlschen Helmatbondes I'reitag, den 13. März: Rohitscli, St, t'loriani, lö Uhr, Perlisk; .Arndorf, 17 Uhr, Pepurnik; Bischofsdorf, 17 Uhr, .l'aiLlasch; Marlnirjj: III, Dienststelle, 20 l'lir. OerliiL'r; .Warhur/^ III, Hotel »Aleran-J 20 Uhr, Karffcr; Marhiir;.r IV^, Lichtspicl-saal : Casinoc, 20 Uhr, P^jj. Sturm; Mar-bur^^f IV, .Miisiksaal, 20 Uhr, Pjf. Maresch; eltendorf, Gasthaus Luschnig;;, 10.30 l'hr, P,i>. I>r. Carstaiijeii; Zwettendurf, Suf.pan/.. l'.i.^O Uhr, LuschiiijLj{f; Zwctten-ilorl, Sat^adin, lO.IiO Uhr, Hauer; (jolldnrf, Kuni/^nnil, 17 Uhr, P^;. Scharner; Kraiiichs-fekl, 17 L'hr, P^;, Hauer, Kreisfülirci'; Kranit'hsfekl, .VL'irgaretliL'n, 19 Uhr, Pi;-. Schariier; KranirhsfeUl, l'uüus, 19 Ulir, I'k. Hauer; Wurmherfj;. (last. BerHi]y;er, 17 Uhr, Brandl; Wurmberj;, Krajina, lsi-!(j L'tir, P.ij;. (ioschni;^;^. • Samsti»g, den 14. März: Cilli, Dcu-tNoliL's Mau^, Ulir. P;H^ Hauer. Krcis-fiilircr; .Malia-iihcrg. ülir. Pg.'rrcinl: l'rcsLMi, P) Uhr. Pg. Petz; figidL Ka-nisclui. Jii Uhr. Pg. (iordoii; üonohitz, Tcpiiiadori, IS Uhr. Mcrkscha; Pkui-kciisieiii. liarih(Jlt)niäi, 16 Uhr. i-aiiricli: Windisclißraz. St. .loliaiiii, 15 Uhr, l\g. Kalteiiböck: Windischgraz, Panietscli, 1<) Ulir, P>j. Kaltenböck; Drauweilor, Liclits'pielsaal, 20 Ulir. Pg. Hackcl; Drauweiier, Gasthaus Riedl, 20 Uhr, Fasching; Bruniidorf. Theatersaal, iO Uhr, Pg. Hauer; Briniiidorr, Mras, 20 Uhr, Fg. Holzer; Briinndorf. Rechber-gcr, 20 Uhr. lY Florian; M-^interdorf, .Tanscliendorf. 17.30 Uhr. Pg. Reicli: Wiiiterdorf. Svetnitza. 17.30 Uhr, Dr. Wossely: W'iiiterdorf, .hivaiitzen. 17..30 Uhr. iv. Sclianior; (lairacii, 20 Uhr, l'g. 'rultcr. Weitere Elternabend« der Deulsclien lugend am 1.1. Mar/, in; lMlliii;{iMi PJ Uhr, Hoiinalbnnrmj[f !(/ riu"; Marburff, Gef. 1 lind 4 20 I hr. (lölz-saul; Marburjf, fiel. 17 (Nendorf) '20 T'hr „(liislbol' IJndc". Rolle, aus der er das Hofzerenioniell des Landgrafen vorlas. Fanfaren ertönten von allen Seiten des Saales. Die Gäste erhoben sich. Der Landgraf zog feierlich mit seinein Gefolge ein und begrüßte die Ehrengäste: Den Bundesiugendführer Oberstammführer Schilclier, Kreisleiter und Landrat Oberbannführer Fritz Bauer, die Madelführerin Traute Lorinser, den Bürgermeister der Stadt Pettau und viele andere Vertreter des Steirischen Heinuitbundes, des Staates und der Wehrmacht. Nun konnte der Wettstreit beginnen, l^er Landgraf und zwei weise Richter saßen zu Gericht. Doch die Wahl wurde ihnen schwer gemacliL Fin bunter Reigen von Liedern, Tänzen und Spielen wechselte ab, und die Jungen sangen dann ein schneidiges Soldatenlied. Das Mädel werk zeigte einen Tanz. Holzknechte, ja sogar Matrosen mit ihrer Harmonika. Alles wollte den Streit erringen. Doch nicht nur die Jugend, sondern auch alle Gäste des Landgrafen mußten zum Wettstreit antreten und bald sang der ganze Saal aus voller Kraft: »Und jetzt gang i an Peters Brüniiele«. Helle Begeisterung aber dienen. eiweckte der Fanfarenzug und die Singschar des Jungvolkes. Die Begeisterung stieg aber nocii, als der Landgraf verkündete, daß der Bundesiugendführer in Anerkennung dieser Leistung dem Jungstamin Pettau 100 m Uni-fornistoff gespendet hatte. Dann aber ging es im Wettstreit weiter: Das Märchenspiel von den Jungmädeln: »Der Gänsedieb« war ein unstreitbarer Heiterkeitserfolg. Da konnten wir den munteren Hansel sehen, wie er seine Gänse herumführt und sich die Prinzessin erwirbt. Unter größtem Beifall, verließ sein Hochzeitszug den Saal. Ferner kamen aber sogar zwei alte Römer, die aus ihrem 20t»0-iährigen steinernen Grab gestiegen sind, um auch zum Wettstreit anzutreten.Dann sanp dieMädetsingschar noch einmal einen Kanon und Volkslieder und als letztes tanzten Jungen und Mädel zwei Steirertänze. Sodann trat das Preisgericht zusammen. Nach langer Beratung überreichte der Landgraf den Siegern einen Lorbeerkranz. Nicht alle Gäste sagten seinem Urteil zu. Man konnte sich nicht einigen, wer nun am schönsten gesungen, gespielt und getanzt hatte. Denn alle hatten ihr Bestes gaben. Der Beifall der Gäste zeigte, daß die Pettauer Jungen und Mädel größtes Lob für ihre Arbelt verdient haben. Kleine Chronlh III. Todeslälte: Im Marburyer Krati-kenliaus verschied der 72-jährige Ober-revident der Reichsbahn i. R. Jakob Zy-drich aus Marburg, Rotweinerstraße. In Marburg, Josefistraße 5 ist im hohen Alter von 91 Jaliren die Workmeisters-witwe Gertrud Rottcr gestorben. Ferner starb in Potschgau bei Marburg die 81-jährige Winzerin Elisabeth Piiitscli. ni. Kinderauss|ieisujif(en in Lembach. In den Volksschulen Lei;nbach und Pikkern hat sich die Ausspeisung dsr bedürftigen Schulkinder, die oft einen langen und beschwerlichen Weg zur Schule zurücklegen müssen, bestens ausgewirkt. In jeder der beiden Schulen werden täglicii 60 bis 65 Kinder mit warmen Mittai^ssen versorj^t. ni. Postverkehr mit Belgien und dem besetzten französischen Gebiet. Mit deutschen Dienststellen, Körperschaften, Or-ßanisationen und Unternehmen, die in Belgien und dem besetzten französischen Gebiet tätig und von dem Armeefeldpostmeister in Brüssel oder Paris zum beschränkten Postverkehr durch deutscho* Feldpost zugelassen sind, kann jedes Unternehmen usw. in Deutschland ohne weiteres in geschäftlichen Briefverkehr treten. Es bedarf also keiner besonderen Zulassung des Absenders in Deutschland zu dem beschränkten Postverkehr. Die zu den Inlandsgebithren freigemachten Sendungen können auch durch den Briefkasten zur Post gegeben werden. Eine Prüfung, üb der Empfänger in Belgien oder dem besetzten französischen Gebiet zu dem beschränkten Postverkehr zugelassen ist, übernimmt die zuständige Feldpostdienststelle. Auf Sendungen nach dem besetzten französischen Gebiet soll der Absender stets das Departement angeben, in dem der Bestimmungsort liegt. Die häufige Nichtbeachtung dieser Vorschrift be- einträchtigt den Dienstablauf bei dai Postdienststellen empfindlich, weil die Lage des Ortes u. U. erst durch Nachschlagewerke ermittelt werden muß. Es wird daher die genaue Beachtung dieser Bestimmung durch alle Absender beansprucht Bei Sendungen nach den nur teilweise besetzten Departements ist es Sache des Absenders, zu ermitteln, ob der Bestimmungsort im besetzten Gebiet liegt. ni. Der Weg ins Arbeitshaus. Der schon wiederholt wegen Diebstahls vorbestrafte 25 Jahre alte Johann Grmek aus Brunndorf bei Cilli stand wieder einmal vor dem Richter, weil er seinem Dienstherrn eine silberne Uhr mit Kette und einen Steirerrock gestohlen hat. Er wurde in Anbetracht seiner vielen Vorstrafen zu einem Jahr schweren Kerker verurteilt, gleichzeitig wurde die Zulässigkeit seiner Überweisung in ein Arbeitshaus nach verbüßter Strafe ausgesprochen. An«kdoU Die Klingel. Früher war eine der Prüfungsmelhaden für Medizinstudenten, ein Messer auf schmalem, vorgezeichnetem Strich entlang zu führen, ohne links oder rechts abzuweichen. Beim geringsten ■ Fehler ertönte ein Klingelz^jchen: Fast alle chirurgischen Kandidaten versagten in diesem Punkt, »Können Sic das eigentlich, Herr Geheimrat?« erkundigte man sich nach einer derartigen Prüfung bei dem berühmten Leipziger Chirurgen Thiersch. »Keine Spur«, erklärte der lacherKl, »aber ich habe es Gott sei Dank auch nicht nötig.« »Warum nicht?-Gerade Sie als vielbeschäftigter Chirurg.« »Von meinen Patienten hatte zum Glück noch keiner eine Klingel auf dem Bauch! : iicl! ihn aber slillscliwei','end gewähren. Und bei (iott iiiul allen zwölf Aposteln, er bat imlLT den Dieben aufgeräumt! ■ Kriniiiutlkcimnissar rilich schlug sich an liic Stirnc: \ch, das ist die>er berühmtL* Asew aus Uel'ar;ibieii! Wir haiien oft in Herlin über stille Wethoile ,i;elaclit, 1 >ie Diebe haben vor iinn iiiehr Ausist als vor allen Richtern zusammen. Aber worin besteht ci;^entlich diese iWetliode? Genau lutlie ich es nie erfahren Kill nie II, .Iniicscn ver/dv: seinen Miiiul /u einem spritlisclicii (iriiisen: Als Amtsperson darf ich davmi nichts wissen, aber i)ri\'at Kami ich Ihnen das erzählen: 1'ie Taschendiebe kdimiieii zu iInn in är/.tliche Untersucliniig. 1-ine kleine Inick-iti<'nsspritze lie^t auf dem Tisch, hin kleiner Miicl'^iisticli mit der Nadel in die Hand-wur/.", ganz schmer/los, in den nächsten Taljen schon nicht mehi- zu sehen und der Hieb wird freigelassen. Lacht 'selbstver-siäiidlich die dummen lieliörden ans und erzählt allen seinen Kameraden M>n seinem Glück. Aber in einigen Tagen bildet sich an seiner 1 landw ur/.el ein für die Poli/ei sehr nüt/.liclies, langwieriges (iescliwiir, und wenn die llaiidwnr/el ansgesch wärt bat, siiul die zuckrigen niebsiingerchen lahm. Die Hände sind nur noch für schwere Arbeit zu geliraucheii. ht der Injektionsspritze war allerhand Teufels/eng. das ein (ielieiiiinis Dr. Asew bleibt. Was es ist. weil! ich also auch nicht. Ich weil! mir eines: Liiiige .Mo-mile nachdem Dr. Asew in .lassy aufijetauclit war. war i>eiii Bezirk uline Taschenditbc. Aufgaben des Mädelwerhes in der Untersfeiennark Alh' Kräflo, die hier in der Untersleioi-inarK Im üiensl-t' dil stehnii, situl ausijcrichk'l auf das eine große Ziel sie nicht nnr wieder er auch rden, Sport zu belreihiMi. Sie hesuc'heii die Arbeilsf«emeinseharien Tür ,,S]K)T"l luifl dyniiiaslik", von denen os 11 in der riilersleierniark gibl. und /.war vor allem in «li'ii Släilli'ii unil gröBeren ' Orlen. Dorl Itildii dii> Sporlin'beil einen [Aiisj^leieli tur ihre oll einseiliije körper- liche Hetätigung iu der Berufsarbeit. Die l^^wegujigsrornu'ii der neuen tlcutschen Gymnaslik und tler planinäliijLten Trai-ninj^ im Leistnnj(ss|>url f^fben die lie-walir für eine harniDiiisch'e korperliclnü Durehbildnng. .Sie lühreu zu Anmut und Krall. ^lelu' donn je winl von ji-d^'m Mädel heule verlangl, dali es auch in der llaus-wirlscJiaft beschlagen is(. Wieviel Verständnis die Mädel dieser Fordvrnng eulgegenhringen, gehl «lai'uus hervor, dali im «'rsteii .laln* unserer Aufbauarbeit in der rnlersleieniuu'k schon 171 haiiswirt-sehaltliehe .Xiin'itsffenH'inscharii^i iK'slelien. Je. 21) MiuU'.l sind in einer Arbeilsgeinciji-sehalt iH'isummen, die von einer Fachkraft aus der I"'raueiiscliall im Kochen und Nähen nnlerwieseu werden. Dio Krießsküche isl ja wohl ein ganz be-scjiideres Kapitel in d^'j* Koclikinist und gar tnaiiehe j^iilc neue liezeplc haben niistre Mädel aus diesen hauswüMschaftli-cheii .VrbeilSfjrineinsehafLeii naeli Hause l^ebraehl, tlie tieii Mülti-rii neue Anreyun-ffeu für ihren Knehen/etlel ge}»eben haben. Sie scliiekeii ihre Mädel aneli gerne dorthin, er aufgeschlossen sind und sie ihrer Arbeit zunutze raachen. Die Leiterin eaier solchen .Vrbeitsge-gemeiuschaft kaim sieh dort uicUt nnr auf Kochen und Nähen beschränken, soii-ih'rn da wii-d auch rfestrickt, gesponnen und gewebt, nichtige Obstverwertung, Mileli-verwertuug, Fleisch konservieren, Haus-Schlachtung, zweckmäfiige fiartenarbeit und noeh vieles andere muß da zur Sprache kommen. Aber auch deutsehe Kultur und denlsches Brauchtum werden hin* wieder zu neuen Loben crweckt, wenn sie dDas ist doch einfach«, erläuterte \^r-chow, »den Totenschein ausstellen, weil der Patient nunmehr an der falschen Kommastellung gestorben ist.« Wie üblich Der Modewareiihändler wurde zu fünfzig Mark Strafe verurteilt. Dem Modewarenhändler war es viel. »Fünfzig: Mark! Welcher Betrag!« ^>Was sind Sie von De ruf?« ^>lcli habe ein Geschäft mit Damen 'Ociderii.« Der Richter nickte: »Gut. Dann neun uudvierzig Mark und fiinfundncunzis:!« zu vorbei, da galt es, oiin; ^^rolie. Anzahl voll Eisenbalmerji in die besctzleu Gcbieti^ zu sehiken, und dort den Eisenhahnbetrieb wieder in Gang zu bringen, Iftleich-zeitig arbeiteten unsere lüsenbahner in den zurückgewoimenen iiolniscben Clebic-ten, um das dortige. Eisenbahnetz für höchste Leistungsfähigkeit auszubauen. SchliefMieh mußten 1040 nach Abschluß der Kämpfe im Westen erhebliche Massicn an Truppen von der Front in ihre ost-tleulsehen Standorte zurückgebracht werden. Das Jahr 194t brachte eine erneule SltM«{erung des Kriegspontentials. Die. An-forderungon der Wehrniaehl und Kriegs-wirtseball sehwolleui weiter an. Die Trans-[lorle g«gen Osten liefen unverniinderl fort und niitleu in dieser Bewegimg enL-spanu sich der Kampf auf dem Balkan, t'nerwarlet und völlig nnvorl>ereilet mußte die Heiehsbahii ihren Verkehrsstrom nach j .Süden ablenken und ihn daiui s|>äle.r I wieder in die große Marschriehtung nach i »lern Osten fließen lasse.tu Kaum halten die I Kami>fhandlungen gegen den Ilnlschewis-I mus iK'goinien, da hieß es, den Elsenbahn-; betrieb in den russischen Baum hineni ; vorzutrtüben uiut zwar auf Xonnalspur. ' Wiederum mußte i-ine «»roße .Vnzalü von ; Eisenbahnern in die. Kami>fgebiete ! sehiekt werden, um den Betrieh diort wie-I der in Gang zu setzen. Riesige Menge an j Waffen und Lokomotiven mußten aus dem j deuTschen Gerätepark an die neuen Ge-I biete abgegeben werden. Das ims von Frankreich und Belgien hergegebene Gerät brachte nur einen l>egrenzfcen Ausgleich, zumal es den deutseheji Verliält-nisseji nicht völlig angepaßt war. Zu all diesen Schwierigkeiten kam noch die aul^rgewulmlieb strenge Kälte in den Win. termonali'u, die Iwsonders in den Ost^-bieten liöchste Anforderungen an Material und Personal stellte. Aher trotzdem war es dank der Zähigkeit und der EijisalT^-beixMlsebaft der deutschen Eisenbahner mößlirb, .sowohl im Jahre 1910 wie auch 1911 ilie Traiisportbedfirfnisse der Wehrmacht zu befriedigen. Dabei darf nicht vergesseji werden, daß uel>en den rein inilitiu'ischen Aufgal>en noch im Inneren des T.,andes der Verkehr mit deu kriogs- und lebenswichtigen Wirl-sehaflszweigen Ix-dient werden ^ mußte. Auch liier waren lx>i dem verminderten Personal- und Geräleluvsland erhebliche Be-laslungeii zu überwinden, die bekannlHch in den Herbsimonaten besonders groß sind, wenn die Knite eingebracht und die Kohle für den Hausbrand herangefahren werden muß. Zahlen, die aus begreiflichen Gründen heute nicht genannt werden kön-neu, werden später einmal Zeugnis able-uen für den Fleiß und die auß^M-ordentliehe Kraftanslrengung der deutschen Eisen-baluier. Schließlieh kam Sfaalssekretär Dr. Kleinmann Tiiieli auf den Reiseverkehr, von dem der gn'>ßte Teil des deutschen Volkes in erster Tänie l)erübrt wird, zu sprechen. T'm den vordringliehen Nachschub- inid Gütervi'rkehr bewältigen zu könnerj, waren Einsehränkungen im Reisezugdienst unvermeidlich, was naturgemäß zn einer Cber-füllung der noch verkehrenden Züge führen mußte. Der Redner schloß mit einem Appell an alle Volksgenossen: I^nterlaßt imnötige Trlaubs- und Vergnügungsreisen zugtmsten des unbedingt wichtigen Berufsverkehrs! X Griechische Arbeiter für Deutschland. füll erster Transport griechischer Arbeiter ist am Sonutajr nach Deutschland ahRefahren. Rs sind S50 Männer und Frauen, die in Rayern und der Ostmark eingesetzt sollen. o. Bedeutsame Bücherspende der Reichs-reflerufiK für Uniarn. Der deutsche Gesandte von Jagow überreichte am Donnerstaj; dem ungarischen Kulturminister Homan eine große Bücherspende der RetchsreKierunc. Sie tfin-faßt etwa ^^'erke, die im Rahmen der deutschen BucliaustellunKcn in Budapest und in der ungarischen Proviuf im vergangenen Jahr gezeigt wurden. Der Wert der Bücher beträgt rund 30,000 RM.-Neben dieser Stillung aus den Beständen des Ausstellungs-inaterials tritt eine weitere Stiftnng in der Fortr. dr.ß unransche Bibliotheken und Um-versitätsinstitate tu der Hauptstadt nnd ni der j'rovinz deutsche Rücher 5ii Wci^ vci tS.ODO RM nach eigenen vViMiSchi.ii hc-si'.*''en konn'en. o. Der Dank des Reiches aa die Deutsch« Volksxrutype Rumäniens. Der deutsche Gesandte in Bukarest, Freiherr von Kiliinger, übermittelte dem Führer der Deutschen Volksgruppe, Andreas Schmidt, den Dank und die Anerkennung des Reiches für den bisherigen Kriegseinsatz der Volksgruppe. Insbesondere erwähnte der deutsche Gesandte das hohe Lob des Reichsaußetunini-sters v. Ribbentrop und des Reichsführers für die Haltung der Deutschen Volksgruppe. In dem Schreiben des Gesandten heißt es wörtlich: »Sie haben alle das große Opfer gebracht, das sowohl Marschall Antonescu und Rtiniänien, dessen treue Staatsbürger Sie sind, wie der Führer »nd auch Ihr Mutterland Deutschland erwarteten. Sie könneii stolz daran! sein.c 0. Wiederaufnahme der Rexolierungsarbei- te« an der Save, Die Regulierungstrbeiten aa der Save bei Agram wurden nadi der durch den Winter bedingten Unterbrechun,: wieder aufgenommen. Man rechnet damit, bis zum Fnde dieses Jahres 10.000 ha fruchtbaren Ackerlandes in diesem Abschnitt neu gewonnen zu haben. Aus aitee lüeit a. Der Hornist von St. Privat feist ftoch, ?M den zahln-ichen Militärmärschen, die heute bei Front und Heimat gleichermaßen beliebt sind, gehört der Marsch des Infanterieregimetits 107. Fr erinnert an den berühmten Stiinii der Sachsen auf St. Privat am 18. August 1870 und an den Hornisten, der damah das Angriffssignal bli'ss. Der Zeuge dieses denkwürdigen Tages, der »Hornist von St. Privat«, Moritz Hingst, lebt heute noch als Brennmeister im Ruhestande in Seelingstedt bei Grimma. Fr konnte dieser Tage seinen 95. Geburtstag feiern. a. Auf einer Eisscholle von Arö nach Kiel. Vor einigen Tagen fuhren zwei junge Leute von der südöstlich von Alsen liegenden Insel Ärö mit einem kleinen Prahm zum Dorschfang aus. Da sie nicht zurückkehrten, nahm man an, daß sie ertrunken seien und das Boot von den Eisschollen zermalmt wurde. Jetzt sind sie plötzlich wieder auf Ärö angekommen. Sic waren auf einer Scholle nach Süden ins offene Meer getrieben und schließlich bei Kiel gelandet. Drei Tage und Nachtc hatten sie sich auf dem Flis aufgehalten, teils im Prahm, teils auf einer Eisscholle. Ihre Nahrung bestand in dieser Zeit aus rohem Dorsch. Schließlich wurde die Eisscholle bei Kiel an Land getrieben, riio beiden Eisfahrer, die der Meinunj; w.^ren, eine Ärö benachbarte Insel erreicht zu haben, fuhren über Pattburg wieder in die Heimat. miiinMiiinnnniiiifltimiiittiiiiimiHtniiiiiiiHimmittiiniittiiiHiiii X Di« ZentralnotenbaMk in der llcrainc. Die neue ukrainische Zentrahiotenbank. deren vorläufiger Sitz Rowno sein wird, dient der SicIieTstellung des Wertes der Währung und der Regelung des Geld- und Zahlungsver-kehrs in der Ukraine. Sie hat das ausschließliche Recht, auf Karbowanez lautende Banknoten auszugeben. Der Geschäftskreis der L , allgemein noten- bankublichen Geschäfte. Auch ist die Bank berechtigt, der Verwaltung der Ukraine bis zu einem bestimmten Höchstbetrag Betriebskredite zu gewähren. Die ausgegebenen No-ten werden ;n der üblichen Form, sowie außerdem durch eine Gnmdlast gedeckt, die an den in der Ukraine gelegenen Gnmd-stucken zu Gunsten der Bank bestellt wird. Die Bank ist verpflichtet, sänUliclfc die Reichsverwaltung und die Verwaltung der Ukraine betreffenden Bank- und Kassengeschäfte zu führen, .sowie den Zahlungsverkehr zwischen^den öffentlichen Kassen innerhalb der Ukrame zu vermitteln. X Eine unxarischc Handeisilotte. Die Ungarische ponau-Seeschiffahrts-A. 0. hat vor ^niger Zeit den Bau von drei seetüchtigen Donaumotorschiffen in Auftrag gegeben. Nach jp*" Kürze erfolgenden Indieust-Stelhmg dieser Schiffe wird sich die ungarische Handelstonnage auf etwa 10.000 Tonnen belaufen. Sabotage in Nordamerika. Die Stahl-uesellschaft der Vereinigten Staaten hat. nach einer Meldung des englischen Nachrichtendienstes aus Newy-ork, ihre Industrieanlagen mit einer Summe von einer Mil-larde Dollar gegen Sabotage versichern lassen. SeHe 8 xWaT^hirger Zcltmict 13. Märt Nmnmer 72 Die Herkunft der Alpenbewohner Neue interessante Forschunsserjiretmlsse Oer Mensch ist sclion in vonpaschiclit-liclier Zeit in die uiiwirtliclien Bergpe vorgedrungen, wie die Pfaiiibauten an den Rand Seen der Alpen und Höhlensiedlun-«:cn am Säntls beweisen. Von Hallstatt Uli SalzkaninierRUt liat die ältere Eiseu-/•jit iliren Nanieiu doch gab es tiber die 'l'rHKer dieser Kultur trotz der Frellc-Kuiij; von insgesamt 2500 Oräbeni mit icichcti Heiijaben bisher noch Meinunjts-versciiicdeiilieiten. in den letzten Jahren wurde nun bei AusÄrabungen am Hall-stätter Salzberg eine Reihe neuer Skelette aufÄCiuiideii, die Privatdozent Dr. M.uincs Scliiieider einteilend untersucht hat. Der Befund war interessant. Der fielelirte berichtete hierüber kürzlich in eiu-ctn Vortrag der Deutschen Alpenuni-versität Innsbruck. Besonders aufgefallen ist Dr. Schneider die große Zalil von Langschädeln unter den Menschen der Hallstattzeit, die \