Nr. 236, Montag, 14 Oktober l 907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung A"''nm?ratillnbpreiö: Mir Postuersendung: ganzjähriq 3« K, hlllbjätiric, 15 li. Im Kontor: ganzMrig ^^ ^, kalkMrig 11 ii. F^i die Zustellung WL Hau« gaiizjährig 2 l(. — Institionbgebühr: ssür lleine Inseraie bis zu 4 Zeilcn 5«> k, „rohere per Zrile 1L ^: bei gieren Wiederholungen per Zeile « d. Nie »Laibacher Leiwng» erscheint täglich, mit «usnahme der Noim- und Feiertage. Tie Ndminlftvation befinolt sich Kongresplllh Nr. li, die Vicdattlon Talmatingasse Nr. l0. Sprechstunden der üicbaltioü von « bis w Uhr vor» mittag«. Unsranlierle Vriefc werden nicht angenommen, Manuskripte nichl znrüctgestellt. Amtlicher Heil. Tcr f. f. ^andcspräfident im Hcrzoqtuinc ^rain hat dom k. k. Vczirksoberticrarzte Thomas ^irgler in Gurkfcld di^ mit 'Alk'rhöchsk'm 'vandschr^bcn, vmn 1^. Auqiist 180« sscsnftcw ^ln».'iuucdaill^ für 4l)iähriqo trouc Ticln'tc zli-"kamü. ^^'r k. k. Landcöpräsidciü iin Hcrzogtunie '^mn hat dm Tierarzt in Vischoflack Potc^M i-llav^ic" zum Votcrinärassistcnt^'n in provisori-1"M Eigenschaft ernannt. MchwmMcher Heil. Mazedonien. In den politischen Kreisen Frankreichs wird, wie man aus Paris berichtet, die voraussichtliche (Hntwickluna. der Laqc in Mazedonien in der nächsten Znknnft unter den Gesichtspunkten des von Öslerreich-Unqarn und Rußland in Aiheu, Belqrad und Sofia unternommenen Schrittes, solvie der für das genannte türkische Gebiet durchzusetzenden Instizreform lebhaft erörtert. Tie Aktion der bei den Ententemächte hat in Paris eine m'mstisie Ve^ urteiluna, gefunden, da die Zweckmäsu'gfeit des Bestrebens, die bekannte irrige Auffassnnq der Nationalitäten in Mazedonien bezüglich eines Pnnktes des Mürzsteger Programmes, welche zn höchst be-klagenvwerten folgen führte, gründlich zu zerstreuen, anerkannt, werden muß. Vei der Prüfung der Aussichteu, die sich für den Erfolg der Neform-akiion darbieten, darf sedoch nie aus den Augen verloren werden, daß dao Festhalten einer entschlossenen nnd mit voller Eiumütigkeit geführten Politik seiten-ö der Mächte gegenüber der Pforte eine unerläßliche Vorbedinguug für die Erreichung dcs angestrebten ^iels, das heißt für die Herstellung verhältnismäßig ruhiger lind geordneter Znstände in dein genannten (Gebiete bildet. In den erlvähnten politischen .^reisen wird dies als der Knotenpunkt der ganzm Allgelegenheit betrachtet und die ilber-zeugung ausgedrückt, daß mau iu der jem'geu Phase der Reformation, »velche die Verbesserung dcr Rechtspflege zuin (Gegenstände hat, vor der Aufgabe stehe, die Einhelligkeit der Mächte in bezug auf die Forderung einer europäischen Kontrolle geltend zu machen. Falls die in einer solchen Kontrolle liegende Bürgschaft nicht erlangt würde, könnte allen einznführenden Reformen bloß ein prekärer Wert zn gemessen werden. Vatikan. Ter „Osservatore Romano" hat kürzlich eiue amtliche Mitteilung veröffentlicht, in welcher ein Iirknlar des katholischen Wählervereines, einer vom Vatikan anerkannten Körperschaft, desavouiert wird, dnrch das die italienischen Katholiken aufgefordert wurden, sich auf eine energische Wahl-uud Parlamentsaktion vorzubereiten. Tiese Kundgebung zeigt, wie man aus Rom schreibt, daß der Papst eutgegeu den Pestrebuugeu eines großen Teiles einer parlamentarischen katholischen Partei in, Italien widersetzt und eiue Vermehrung der Zahl der katholischen Abgeordneten in der Hammer durchans uicht wünscht. Ter Papst wird sich unzweifelhaft immer das Recht vorbehalteil, den Katholiken die Teilnahme an dcn Wahlen zu gestatten, aber er wird, ohne den katholischeil Kandidaturen ein absolutes Veto entgegenzusetzen, es vorziehen, daß die katholischen Wähler ihre Ttim-men eher gemäßigt liberalen oder konservativen Kandidaten, als streitbaren Katholiken, zuwenden. Man ist im Vatikan überzeugt, daß die Anwesenheit einer größeren Zahl katholischer Deputierter in der Kammer geeignet wäre, dem heiligen 3tuhle ernste Schwierigkeiten zu bereiteu und die kirchlichen Interessen eher zn schädigen, als ihnen zu uützeu. Der Papst ist daher eutschlosseu, sich mit ganzer Kraft allen auf die Bildung eiuer katholischen Gruppe iu, der Kmnmer abzielenden Versuchen zu widei-sehen. Politische Uebersicht. Laib ach, 12. Oktober. „Narodni Listy" melden anf Gruud direkter Iuformatiouen, daß der Miuisterpräsident im gegenwärtigen Moment nicht an eine Rekonstruktion des Kabinetts denke. Demselben Blatte znfolge wird das ordentliche Budget für 19l»^ in der Eröffuungssihuug des Abgeordnetenhauses uicht vorgelegt werden, weil an diesem Tage nur die, Kuudgebuug des österreichisch-ungarischeu Allsgleiches durch den Ministerpräsidenten erfolgt. Vom russischeil Finauzagenien für Deutschland und Österreich-Ungarn, Staatsrat Ritter von. Mil- DeuMewn. Die beiden Vorderzimmer. Von Oeorg H^cieMer. (Nachdruck verboln,.) ^ „Eine betriebsame Familie, sagen Sie? — 'vaben^ie die Meilitzenö gekannt? — Nee? — ^chen ^ic. das war eine betriebsame Familie! Der ^ater hatte sämtliche Todawasserbnden der Stadt .^pachtet; die Mutter vermietete möbliere Zimmer 'Uo hielt einen gutlm'rgerlichen Mittagstisch für <^.sünszig, natürlich vier Wochen voraus; Grete, > w älteste vou drei bildhübschen Schwestern, wurde ' ,'^ me seriöse Kuust gedrillt, Elly, die Zweite, für ^'.lr'chtgeschürzte-, Betty lernte anf der Schreib-"^'lnm> und andere uühliche Dinge. . >n'der hat die Pflicht, sein Talent zu fcheren, !^ Mit es eben geht, sagte der alte Meilitz immer. ^a5 mochte ja anch für ihn lind die andereil Mit-- neoer seines Stammes richtig gewesen sein. Was "ucr die Grete angeht, die hatte in dem ihr mch ^wungl.'1'en Beruf wirklich uichts zu scheren. Da-"" om allerliebstes Kerlchen. Ein frisches Gassen-^uven-Gcsicht, kecke graue Allgeil, in denen bestall-!.^.^lbe Flämmcheu tanzten, eine gertenschlanke, ^Nlcho Fi^iir, uiw so ein jnnges, lustiges Mädel "t es doch wahrhaftig leicht genug, zu gefallen, Wunders beim Theater. iell^ -."' ^'"'il die Grete alif die Viihne kam, und l "^" ^"^ Proben, da war es einfach alls vl.'i<-<'^ "^ ihrelll ganzen Tenlpcran^ent. ^ie war wi, - 1 ^"l wie ein Stock nnd schnitt Gesichter ^lnaud. dem alle Backenzähne wehtnn. Iinl nichts in der Welt hätte sie dem Publikum einmal eineil Blick zilgelvorfen. Das war uud blieb für sie das berüchtigte tansendköpfige Ungehener, mit dem mau sich am besten gar nicht näher einläßt. Sobald sie aber wieder hinter den Kulissen uud in Sicherheit war oder gar alif Steinwnrf-weite vomTheater weg, dann redete sie jeden, der es hören wollte, geradezu taub mit den Versichernn gen ihrer ^eidenschaft für ihren Beruf uud be teuerte cin über das andere Mal, daß inan eines Tages ihr großes Talent schon erkennen würde. Sie redete überhanpt ein bisse! viel, die gute Grete. Mau brauchte uur auzutivpen, so erzählte sie alle Familieugeheimnisse. Zn mir hatte sie eiu ganz besouderes Zutrauen. Ich hatte mich in einer schlvachen Stlmde bereit erklärt, die beideu Moilo-loge aus der Iuugfrali vou Orleans mit ihr lim zulernen. Sie betonte, nämlich so falsch, daß es einen Huud jammern kounte. Na, da mußte ich mm ihr Geplapper wie einen rechten Landregen über mich ergehen lassen. Der Vater verjnrte all sein Geld auf der Rennbahn- die Mntter war eine beschränkte Frau. die weder mit dem Lebeu, noch mit ihren Kindern irgend etwas anzufangen wnßte-, Elly fing trotz ihr^'r sechzehn Jahre allbereits an, die Pariser Gassenhauer, die mau ihr eiustudierte, ins ^eben zu übersetzen, und Betty war eine gutmütige, dumme, Gans. Die Seele der Häuslichkeit wurde durch Auguste, die Köchin, repräsentiert, eine freche, rechthaberische Person, die den ganzen Mechanik mus iu der haud hielt. Besonders, seit es ruchbar geworden war, daß Herr Knno Schombnrg an ihrer drallen Derbheit Gefallen gefunden hatte. Ich hatte Herrn Knno Schombnrg nie gesehen. Grete schilderte mir den Jüngling aber mit einer so lapidaren Deutlichkeit, daß ich ihn hätte malen fönnen. Er wohnte seit drei Jahren bei Mitter Meilitz, hatte die beiden teuren Vorderzimmer inne, die or bei Tage meist zmn Schlafen, des Nachts fast gar nicht benutzte, da er sich zu dieser Zeit der Aufgabe, sein väterliches ansehnliches Erbteil zn verjubeln, mit ebenso viel Eifer als Erfolg hinzugeben pflegte. Grete nannte ihn mit einer Geste des Abschens, die ihr auf der Bühne eiueu "Applaus bei offeuer Szeue eingetragen haben würde, einen widerwärtigen Fresser. Eines.Tages kochte sie vollends über vor Empönmg. Kilno Schomburg hatte ihr eino Liebeserklärung gemacht. Er hatte sogar mii den Eltern gesprochen, nnd der betriebsame Herr Meilil^ hatte sich bei seiner Tochter für den Werber mächtig ins Zeug gelegt. „Sie haben ihm natürlich sofort den ^tar gestochen?" fragte ich. — „I wo!" gab Grete mir ',nr Antwol-t, „ich hab' nicht ja nnd nicht nein gesagt." — „Aber wärmn denn uicht, wenn er Ihnen so ekelhaft ist?" examinierte ich ill meiner weltfremden Unbefangenheit. Das kluge Mädchen legte den Zeigefinger all die Stirn nnd beschämte mich durch eiu mitleidiges lächeln mehr noch. als durch die schlichte Erläuterung: „Weil wir sonst die beiden teuren Vorderzimmer leer kriegen." Ich gestehe zu inenier Schande, daß ich erst eiuigeu Nachdenkens bedürfte, um deu Zusmnmen-hang dieses materiellen Mißgeschicks mit zAuws Brautwerbung zu ergrnnden. (Schluß folat.) h $en 11. DftoOer 1907 tonrbc in ber !. f. #of« uub Staat«* ?ru4«ci ba« LXI. nub XCIX. (Stört bcr floöciiifdjcii WuSQabe eö «leicfjägefefcblatteä ausgegeben ujib Derienbet. t ^flrf) bem SlmtSblatte fliir «©tenet ^ettung> uom 11. Dftober iyO7 fflx. 235) rourbe bie EBeiterDerbreitimg folgenber $rejj* ccÄ«iqniffe terbotcu: 3)ie 3citfci)viften: «Socialismo ed Anarchismo.» Studi di sociologia, definizione da A. Hamou, Milauo, Tip. della Uni-^ersitä Popolaro 1907 ; «Questioni urgeuti» da Luigi Fabbri, i^aterson N. I. (U. S. of A.), librcria sociologica 1907 ; Verso \ anarchia con lettera polemica da P. Kropotkino, Milano 1907, bibliotoca dolla «Protesta Umana», CaBella Postale ^1-12; L'Anarchia da Enrico Malatesta, Roma, 1907, Casa Editrice Librcria «11 Ponsiero»; «Gli anarchici ed il Regi-cidio di Monza>, autodifesa di Luigi Bertoni avanti la Corto Federale di Losanna con prefazione di Pietro Gori, Roma, Stab. Tip. R. Mentolla, Via Morgaua 12—1907; «II Pen-siero». Rivista quindicinale Roma, 16./VI. 1907 N. 12; «II Pensiero», ltiyista quiudicinalc Roma, l./VIII. 1907 N. 13; «II Peusien», Rivista quindicinale Roma, 16./VII. 1907 N. 14; «II Pensiero», Riviata quiudicinale Roma, l./VIII. 1907 N. 15; «II Penaien», Rivista quindicinale Roma, 16./VIII. 1907 N. 16. Sir. 40 tiom 3. Oftober 1907. 3lt. 64 «Korauna, drive Nova Omladina» Oom 5. Dftober 1907. Mr. 40 «Èoskè Pravo» oom 4. Dftober 1907. Sir. 30 «Naše Prävo» bom 4. Dftober 1907. ,9?r. 7, ridjtig 8, «Nase obrana» Dom 27. September, riM Kilometern auf dein Gebiete von Afghanistan gehören, Dnrch diesen Schienenweg soll eine Verknüpfung der russischen Bahnen in Zentralasien, die sich bis Kursk im Norden Afghanistans ausdehnen, mit der englischen Eisenbahn, die bis New Ehaman im Süden Kan-dahars reicht, geschaffen werden. Der Emir von Afghanistan soll, wie es heißt, den ihm vorgelegten Plan mit Beifall aufgenommen haben. Die neue Eisenbahnlinie würde den europäischen Erzeug-nissen in Afghanistan, wohin sie bisher nur mit Schwierigkeiten und in sehr langsamein Tempo gelangen konnten, einen wichtigen Markt eröffneil und die direkteste Verbindung zwischen Europa und Indien bilden. In Paris wird die Zuversicht gehegt, daß die nächsten Unterredungen, welche der Gesandte Negnanlt in Rabat nut dem legitimen Sultan Abd-el-Aziz Pflegen wird, geeignet sein, werden, die Lösung des marokkanischen Problems beträchtlich zu fördern. Das Zögern des Sultans in bezug anf die Einführung der Reformen, seine zweideutige Haltung gegenüber der Rolle, die Frankreich einznnebmen berufen ist, gehören zu den Momenten, welche den Stand der Dinge in Marokko verschlimmert habeil. Das scheint der Maghzen jetzt einzusehen. Der Sultan muß nun Beweise seiner Aufrichtigkeit liefern, und die Frage dieser Garantien dürfte einen der Gegenstände der Besprechungen in Rabat bilden. Es ist nicht zn besorgen, daß das Ansehen des Sultans durch dcu Abschluß eines derartigen Einvernehmens mit Frankreich bei den treugcbliebenen Stämmen Einbuße erleiden könnte; die Unterstützung, welche Frankreich dem Maghzen leihen wird, ist im Gegenteile geeignet, seine Autorität zu kräftigen. Tagesneuigteiten. — (Die Toiletten der Königin.) Auch Königinnen haben mit Dienstboten ihre liebe Not. Eine amüsante Geschichte, die von der Königin Margherita aus Nom berichtet wird, ist dafür ein bezeichnendes Beispiel. Vor etwa sechs Jahren fiel der Königin auf der Straße eine Dame auf, die ein Kleid trug, das der Königin gar sonderbar bekannt vorkam. Als sie später im Palaste Nachforschungen anstellen lieh, stellte sich heraus, daß dies Kleid ihr eigenes war; sie hatte es kürzlich abgelegt und hurtig hatte die Kammerzofe die Gelegenheit ergriffen, das Gewand zu Geld zu machen. Die Königin war damit sehr wenig einverstanden, das Mädchen wurde entlassen und eine neue engagiert. Sie war sehr fleißig, sehr geschickt, sehr aufmerksam, kurzum ein Wesen, wie sie nur selten in der Geschichte des Dienstbotenstandes vorkommen; die Königin war höchlichst zufrieden und betrachtete sie als „das Juwel der Dienstboten". Da aber geschah etwas Unerwartetes. Es war vor kurzem; wieder einmal fuhr die Königin durch die Straßen der ewigen Stadt und wieder fiel ihr eine Dame auf, die ein elegantes Kostüm trug, das der Königin bekannt vorkam. Diesmal war sie nicht lange erstaunt; als sie in den Palast kam, ließ sie ihre Garberobe revidieren und dabei zeigte es sich, daß „das Juwel eines Dienstboten" eigentlich auf einen ganz anderen Titel berechtigte Ansprüche hatte. Die ganzen Jahre über hatte sie einen schwunghaften Handel mit den Kleidern der Königin betrieben und sich dabei den leidlichen Nebenverdienst von jährlich 20.000 X zu verschaffen gewußt. Aber sie war vorsichtiger zu Werke gegangen, als ihre Vorgängerin, ihre Geschäfte geschahen immer nur unter der wohlerwogenen Bedingung, daß die Kleider niemals in Italien getragen werden dürften. Eine unvorsichtige Dame aus Buffalo aber brachte es nicht über sich, so lange zu warten; sie legte das Kleid an, ein Blick der Königin und das Geheimnis war am Tage. — (Kampf mit einem Kaiman,) Aus Amsterdam wird der „Neuen Freien Presse" geschrieben: Mit der neuesten Post aus Celebes hier eingetroffene Zeitungen berichten über folgendes entsetzliche Vorkommnis aus Noclc-comba: „Es wimmelt im Telofluh von Krokodilen, weshalb denn auch ein Teil dieses Stromes durch Holz und Bambus abgeschlossen ist, um der Bevölkerung als Badeplatz zu dienen. Eines Abends hatte sich nun eines der gefräßigen Ungeheuer, ein Kaiman, auf dem Landwege nach dem Vadeplahe geschlichen und sich dort auf dem Grunde versteckt, als er rinen Vuginesen sich nähern sah. Kaum hatte sich dieser ins Wasser begeben, als er an- gefallen und in die Tiefe gezogen wurde. Der sehr kräftige Auginese schlug aber so heftig auf den Kaiman ein. daß dieser ihn loslassen mußte. Schnell schwamm der Eingeborene dann wieder ans Ufer, hatte dieses aber kaum erreicht, als der ihn verfolgende Kaiman ihn wieder an einem Beine erfaßte und abermals mit ihm unter Waffer ging. Dieses entsetzliche Schauspiel wiederholte sich einigemal, ohne daß einige auf das Hilfegeschrei des Unglücklichen herbeigeeiltc holländische Beamte zu schießen wagten, aus Furcht, anstatt des Kaimans den Vuginesen zu treffen. Der Kampf wurde noch eine Weile fortgeführt, bis der Ermüdete, der aus zahlreichen Wunden blutete, das Bewußtsein verlor und zum letztenmal in der Tiefe verschwand. Der Kampf hatte länger als eine Stunde gedauert. Im Auftrage des Assistenten des holländischen Residenten machte die inzwischen angesammelte Volksmenge Jagd auf das Tier, das mit seiner Beute davongcschwommen war. EZ wurde denn auch bald gefangen und getötet. In seinem Magen fand man unter anderem auch noch Armbänder, die einer eingeborenen Frau gehört hatten, die einige Tage vorher spurlos verschwunden war. — (Eine salomonische Antwort,) Bei einem Schiffsunglück wurde der geliebte Mann der Frau V . . . getötet und die tieftrauernde Witwe erhielt von der Schiffsgesellschaft 12,000 Kronen als „Schmerzensgeld" angeboten. Sie gab sich damit zufrieden. Kurz darauf verunglückte bei derselben Schiffsgesellschaft ein Maschinist dadurch, daß ihm ein Bein abgerissen wurde. Er erhielt 20.000 Kronen Entschädigung. Wütend lief nun die Frau V . . . zum Schiffsdirektor und schrie: „Diesem Manne wurde nur das eine Bein weggerissen und er erhielt 20,000 Kronen; ich aber verlor meinen heißgeliebten Gatten — und mir gibt man nur 15.000 Kronen." — Mit Ruhe hörte ihr der Direktor zu und sagte, als sie ausgetobt hatte, mit Gelassenheit: „Gute Frau, der arme Maschinist kann sich selbst mit seinen 20.000 Kronen lein neues Bein mehr kaufen. Sie aber können mit Ihren 15.000 Kronen ganz leicht wieder einen neuen Mann bekommen, der jünger und Ihnen vielleicht noch lieber ist als der erste." — (Indische Bankiers vor mehr als 2 3 00 Jahren.) Diese historische Feststellung ergibt sich aus unlängst entdeckten Urkunden, die der Zeit von 471 bis 411 v. Chr. angehören. Sie werden in einem Werk von Prof. A. H. Sayce und A. E. Cowley „Aramaic Papyri discovered at Assaan" veröffentlicht. Hier wird die Lage der Juden in Aegypten im 5. Jahrhundert v. Chr. interessant beleuchtet, und aus jenen datierten, gut erhaltenen Urkunden geht hervor, daß im Süden Aegyp'tens hundert Jahre nach dem Tode Ieremias', der ihre Groß-eltern in das Land geführt hatte, eine Siedelungsgenossen-schaft von Juden als Bankiers tätig war. Sie bildeten eine besondere Gemeinde mit einem eigenen Gerichtshof und einem eigenen Heiligtum. In diesem verehrten sie Iahawe; die Sitte, die später das Aussprechen seines Namens verbot, findet sich bei ihnen noch nicht. Sie wurden nicht für Bürger angesehen, doch befolgten sie wahrscheinlich das ägyptische Gesetz, in welchem die rechtmäßige Nachfolge nach der Mutter rechnet. Im übrigen lebten sie unter persischem Gesetz. Die Papyri gehören Herrn Robert Mond und Lady William Cecil. Der Fall Vasilijev. Roman von Paul vslar Höcker. (92. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Wischhusen zog Martha Speners Brief heraus nnd las: „Diese Truhe enthält Andenken meines Bruders an seine verstorbene Braut. Er hat sich von dem Schlüssel dazu ine getrennt, trägt ihn immer auf der Brust, und wäre unglücklich, wenn man ihn ilnn abverlangte. Sollte also die Auslieferung der Tnibe, dei-en harmloser Inhalt niemand lveiter interessieren wird, erfolgen, können, ohne daß wir dem Kranken eine Anfregung verursachen?" „Justus Spener ist gelähmt," sagte der Kri> minalkominissarins plötzlich, da er nnwillkürlich dein Geöankengang Wischhusens gefolgt war, „er konnte sich schon damals nicht einmal selbständig, und ohne Unterstützung auf die andere Seit? herumwälzen. Übrigens ist ia die Tat erst nach der Abreise der Geschwister erfolgt." „Hm. Das steht fo unverbrüchlich fest?" Benecke sah den Untersuchungsrichter überrascht an. „Sie zweifeln daran?" „Geheli Sie, bitte, unverzüglich zum, Gerichts" chemiker nnd bringen Sie ihm diese beiden Gegenstände zur Untersuchung. Die, Sache ist von solcher Wichtigkeit. — Ich werde auch lieber einmal gleich mit Dr. Dierstätter Rücksprache nehmen." Kaum eine halbe Stunde später traf Wischhuseu auf dem Landgericht ein. Der Staatsanwalt war aber nicht nnwesend. Wischhusen sprach darauf in seiner Prwa-rwohnnna. vor. Hier hieß es, Dr. Dierstätter sei znm N'rcilx't-ni von Eckhardt aofahren-. Unverdrossen solnw Wischhnsen dahin nach, trotzdem or bestimmt zu Wissen glaubte, daß der Referendar sich noch auf Urlaub befand. Der Staatsauwalt war schon da» gewesen ^- gleich ihm jedoch nnvcrrichteter Sache abgezogen, denn die Wirtin des jnnaen Mannes Wichte gar nichts davon, daß ihr Mieter Karlsruhe !.<'-rührt haben sollte. Dierstätter hatte aber angegeben, daß er durch einen Eilboten vom Freiherrn eine Zuschrift erhalten habe. Es war schon zn spät. Wischhusen stellte also seine Gänge für heute ein. In der Friibe des folgenden Tages erhielt er den Besuch Beileckes, der ihm das schriftliche Gut' achten des vereidigten Gerichtschemikers brachte. Nach dessen Aussage, war das Blut, das an der Waffe klebte, tatsächlich Menschenblut, und cs sei, soviel sich auf Grund von Analyse und Vergleichen feststellen lasse, imgefähr ein Vierteljahr alt. Mehr brauchte Wischhuscn nicht zu wissen. In Begleitung von Bedecke fuhr er sofort aufs Land-gericht. „Ich liörte, daß Sie mich bereits gestern auf» suchen wollten," empfing Dr. Dierstätter den Untersuchungsrichter, „ich befand mich aber inmitten einer so wichtigen Arbeit . . . Denken Sie, da schickt mir .Herr von Eckhardt einen Pack Manuskripte zu, die sich noch in seinem Besitz befanden von der ersten Untersuchung des Falles Vasilijev her ..." „Dieselbe Angelegenheit führt uns zu Ihnen!" sagte der Landgerichtorat. „Um so willkommener. Also hören Sie. Ick) nehme mir die, Manusknpte vor uud blättere das Zeug durch. Es schien mir ein wissenschaftliches Werk, für nn? ganz belanglos: da komme ich aber zu diesen Blättern am Schlüsse, die Eckhardt meiner besonderen Beachtung anempfahl. Ich Nmßte gar nicht, daß er russisch versteht. Er hat nämlich da eine Übersetzung anfertigen lassen und bemerkt ausdrücklich, daß sie wortgetreu sei. wovon er sich selbst überzeugt habe. Ich lese nnd lese. Anfangs nieine ich, man habe es mit den Aufzeichnungen eines Irrsinnigen zu tun. Denn was der Mann da behauptet, kommt auf nicht mehr und nicht weniger heraus, als den Leser seines Tagebuchs — so etwas Ähnliches stellt dieser Antrag zn dem Kapitel Hypnotische Erperimente an Gesunden und Kranken' dar — glauben zu machen, es sei ihm möglich, kraft Suggestion oder weiß der Teufel was sonst. Lahme gehen zu machen!" In wachsender Spannung waren die beiden Untersuchungsbeamten der Nede des Staatsanwalts gefolgt. Wischhusen warf dem Kommissar einen gewissermaßen triumphierenden Blick zu: dann sagte er zu Dierstätter: „Sie sehen uns. Hei-r Staatsanwalt schon beinahe als Glänbige der Lehre Vasilijevs!" „Inwiefern? Sie meinen doch nicht im Ernst, daß derlei Taschenspielerkunststiickcheu Glaube,: bei-zumessen sei?" Dr. Dierstätter breitete die Blätter aus und begann ein Paar Absätze vorzulesen. „Es steht ja fest, daß dieser Nilsse ein Mann von allgemeiner Vildnng, daß er auch ein verknöcherter Ge-lehrter war. Aber ich weiß nicht - ich !veiß nicht — sobald diese Herren über das Neale hinaus wolleil, dann verliereil sie sich immer gleich allznhoch in die Wolkeil. Uud die Russen, die Slaven überhaupt, haben nun einmal alle so den Zng znm Mystischen iil sich. Sie wollen an Hellseher glanben, an Gedankenleser, an Hypnotismus, Suggestion, wa<> weiß ich!" Laibacher Zeituna Nr. 236. 2193 14. Oktober 1907. — (Ein Roman als Predigt.) Das neueste Mittel, durch das man in Amerika zum Kirchenbesuche anregen will, hat, wie aus Newyork berichtet wird, der Rev, Iamieson, erster Prediger an der Epislopallirche von St. Stephan in Tottenville, erfunden. Rev. Iamieson hat einen Roman geschrieben, von dessen moralischen und künstlerischen Vorzügen er sich eine so große Wirlnng verspricht, daß er beschlossen hat, anstatt der allsonntäglichen Predigt ein Kapitel aus seinem Vuchc vorzulesen. Die erste Vorlesung hat unter allgemeinem Zulauf stattgefunden und ist mit Begeisterung und Rührung aufgenommen worden. Der Prediger-Dichter hielt zuerst eine Ansprache, in der er die Vorzüge seiner neuen Methode des Gottesdienstes auseinandersetzte und neben reicher Belehrung seinen Zu> Hörern die spannendste Unterhaltung versprach, Iamiesontz Roman ist ein temperamentvoller, ziemlich naturalistisch gehaltener Angriff auf Trinken und Spielen. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. — (Das Befinden des Kaisers.) Man telegraphiert uns aus Wien: Ueber das Befinden Seiner Majestät des Kaisers erfuhr das l, k. Telegraphen- und Korrcspondenzbureau gestern abend aus Schönbrunn: Die Temperatur ist nach Mittag gestiegen, ist jedoch nicht höher als an den vorhergehenden Tagen. Der Krankenzustand ist befriedigend, die Nahrungsaufnahme hinreichend. Der heutige Tag ist eher besser. — (Aus dem politischen Dienste.) Seine Exzellenz der Minister des Innern hat die Landesregie-rungsselretäre Karl Ekel und Johann Kresse Zu Vc-Zirlshaufttmännern in Krain ernannt. " (Staatssubvention.) Seine Exzellenz der Herr k. l. Acterbauminister hat für die Zisternenanlage in Zagolii- bei Col, politischer Bezirk Adelsberg, eine Staatssubvention von 2450 X bewilligt und die l. k. Landesregierung für Krain ermächtigt, die erste sür das Jahr 1907 entfallende Nate per 1225 X zn Handen der Gemeinde Col flüssig zu machen. —r. * (K. l. II. Staa tsgym n asiu m in Laibach.) Die Direktion des II. Staatsgymnasiums in Laibach hat zufolge Genehmigung des k. k. LandesschulrateZ für Krain für das Schuljahr 1907/1908 die Lehramtskandidaten Dr. Paul P e st o t n i l und Dr. Viktor Tiller als Supplenten für Geographie und Geschichte, Dr. Franz Oade^ als Supplenten, Leopold Andrüc als Hilfslehrer für Mathematik und Physik, Dr. Johann L o -lar, Paul Lokov^et und Franz Kralj als Sup-plcnten für klassische Philologie am k. l. II. StaatZgymna-sium bestellt. —''. — (Abschiedsfeier.) Gestern vor 11 Uhr bot das Innere des I. Staatsgymnasiums in Laibach einen ungewohnten Anblick: vom Eingangstor über das Vestibül und über das ganze Treppenhaus bis hinauf in das zweite Stockweil knapp vor dem Eingang in die Aula stand die quecksilberne Jugend der unteren Klassen — über vierhundert Köpfchen — Spalier, in ungewohnter ungezwungener Stille und Ruhe; die Festlichkeit des Anlasses schien auch auf die unruhigsten Iugendtemperamente besänftigend einzuwirken und nur die schalkhaften Augen ließen vermuten, daß der Iugendübermut diesmal nur vibriere; oder war diese feierliche Stille ein stummes Eingeständnis des Pflichtbewußtseins, man muffe dem ehemaligen Direktor, dessen stramme Disziplin noch in gar frischer Erinnerung steht, in der Abschiedsstunde zeigen, man schätze ihn hoch, indem man sich auch jetzt seinen Intentionen gemäß benehme? In der Aula waren die Schüler der oberen Klassen versammelt, auf dem Chor war die Sängerschar aufgestellt und beim Eingänge in die Aula wartete der Lehrkörper auf sein ehemaliges Oberhaupt. Knapp vor 11 Uhr erschien auch der Herr Landesschulinspeltor Franz Hubad und Punkt 11 Uhr betrat Negicrungsrat Sene -tovi 6 , am Eingänge vom vorbereitenden Komitee begrüßt, die Anstalt und wurde in die mit Blattpflanzen und Blumen, die die Kaiscrbüste umgaben, festlich ge-schmüäte Aula geleitet. Während sich der Lehrkörper um ihn gruppierte, erscholl vom Chore stimmungsvoll Ienlos Komposition „Strunam". — Hierauf ergriff der prov. Leiter des Gymnasiums, Prof. A. 5 tritof, das Wort, um in einer an den Gefeierten gerichteten Ansprache folgendes auszuführen: Ein wehmutsvoller Anlaß, das Scheiden, vereinige noch einmal die Anstalt mit dem Direktor, der er 17 Jahre vorgestanden; durch das Scheiden eines solchen Direktors sei in der Organisation des Gymnasiums eine Lücke entstanden, die sich nicht sobald werde ausfüllen lassen und die um so fühlbarer sei, als die große Anstalt noch jetzt verwaist dastehe. Doch stärler als die Sorge um die Zukunft sei in diesem festlichen Momente das Gefühl der Dankbarkeit für die Vergangenheit, Nas die Anstalt dem scheidenden Direktor schulde, lasse sich nicht in kurze Worte fassen; aber in deren Annalen werde ein ausführliches Kapitel nur die Ucberschrift „Senekovu?' führen. Redner habe Gelegenheit gehabt, die umsichtige, mustergültige Leitung aus eigener Anschauung so recht schätzen und von Tag zu Tag immer mehr bewundern zi» lernen; aus jeder Zeile, aus jedem Schritt ersehe man, hier sei jeder Zoll ein ganzer Mann tätig gewesen. Unter einer solchen Leitung konnte das I. Staatsgymnasium auch meritorisch das erste sein. Ein besonderes Verdienst des gewesenen Direktors sei sein Verhältnis zum Lehrkörper; indem sich der Direktor stets nur als Primus inter pares gefühlt und verhalten habe, begegnete ihm auch jedes Mitglied mit Liebe und Hochachtung. Besonders dankbar müsse ihm die studierende Jugend sein; für deren Wohl war er stets wie ein Vater, für jeden Schüler in gleicher Weist, nur als objektiver Schulmann besorgt. Hinter seiner Zucht fordernden Strenge barg sich ein Herz voll Liebe und bei den Schlußnoten habe er gar oft sein mildes Urteil in die Wagschale gelegt. Es sei eine Genugtuung für alle, daß die großen Verdienste des Direktors SenekoUi,'' auch von Seiucr Majestät durch die Verleihung des Titels eines Regierungsrates gewürdigt erscheinen. Indem der Redner im Namen der Anstalt den Gefeierten dazu beglückwünschte und ihm den Dank für alles aussprach, was er der Anstalt und jedem einzelnen Gutes erwiesen, schloß er mit der Bitte, der Herr Negierungsrat möge die Anstalt in angenehmer Erinnerung bewahren, und mit dem Wnnsche, er möge sich noch viele Jahre der verdienten Ehrung erfreuen. — Dann sprach im Namen des Lehrkörpers dessen Senior, Professor R. Peru 3 e k. Seine Ansprache war von um so größerer Herzlichkeit durchdrungen, als er durch eine günstige Fügung des Schicksals seit dem Jahre 1885, in welchem der jetzige Rcgicrungsrat den Direltorsposten in Ru-dolfswert angetreten hatte, mit ihm uud unter ihm Schul- Ter Untersuchllngsrichter hatte die AufZeichnun-NN! bis zur letzten Silbe mit peinlicher Aufmerkt samkeit gelesen. „Eines scheint zunächst daraus mit ziemlicher Gewißheit hervorzugehen — e-in Punkt, den ich selbst schon gerade gestern erneut in Erwägung gezogen lwbc: das; Vasilijev nicht ersi nach 11 Mr, wie die Nächtliche Tarstellung bisher annabm, sondern schon i»n s-l Uhr 12 Minuten seine Mansarde verlassen bat ^' und zwar ohne dorthin wieder zurückzukehren." ,.Wic stimmt das aber damit, daß bei Vasilijev u>n 11 Uhr noch Licht brannte? Und wer hat ^ Wnter ausgelöscht?" Wischhuscn berichtete, was er hierüber fest-Mellt hatte. «Und es ist dennoch unmöglich!" rief der Staats-anwalt. „Sie haben doch die Wärter gleichfalls ge-lwtt. Als ^ „,„ ^ uhr den Lahmen ans dem ^nniner heraustransporticrten, stieß der eine der ^'"nkenwärter an die Chaiselongue an, und zwar so "Mg, das; selbst Spener sich rührte, der doch eine "Misere Portion des Schlafmittels bekommen hatte, "^. d" Nüsse. Da würde Vasilijev also doch wohl lU"chfallö aufgewacht sein." . "Vasilijev war in dem Augenblick, als Justus ^'"ner zur Bahnstation gebracht wurde, bereits tot. ^ Trn^. ,^„,^ ^„ W^ durch den Alkoven ""seiner Leiche vorbei!" "^ie sagen das — mit solcher Bestimmtheit?" das (^' ^"^ einen nnumstößlichen Beweis dafür, 'U oer Tod Vasilijcvs eingetreten sein mnß, so lange ^ 'UU5 Tpener noch in der Wohnung weilte." '^05 wird mir immer rätselhafter. Sie bringcn also den unglücklichen Lahmen, der sich nicht rühren konnte — denn den romantischen Phantasien dieses Herrn Nusscn da über die nächtliche Wanderung Tpeners können wir doch keinen Glauben bcimessen - - in irgend eine Beziehung Zn dicser Mordsache?" „Herr Staatsanwalt, wir haben die Waffe gefunden, mit der der Nüsse hingemordet worden ist. Hir ist sie. Hier ist anch das Tuch, ans dem sie lag, das gleich dem Messer mit Blut bespritzt ist. Tas Blut ist untersucht worden. Hier ist das Gntachten des Gerichtschemikers." Dierstätter war anfs höchste überrascht. Er prüfte alles gewissenhaft und geriet dann in steigende Vr regung. „Und wo haben Sie das Zeug gesnnden? Das sollte nns bei dem Lokaltermin entgangen sein?" „Vielleicht gerade deswegen, weil man annahm, daß die Tat erst nach der Abreise Tpcners erfolgt sein müsse. Wir fanden diese Objekte in der Truhe, um deren AuZlieferunss die Schwester des angeblich Gelähmten bat. Diese Truhe war äußerlich ganz unbeschädigt. Der Sachverständige meint anch, daß ihre Öffnung mit einem Nachschlüssel allsgeschlossen sei. Es gibt aber nur einen Originalschlüssel - und den hat Justus Spener noch niemals aus der Hand gegeben — und trägt ihn Tag nnd Nacht auf der Brust," Dem Staatsanwalt perlte leichter Schweiß ans der Stirn. „Hören Sie, mir ist schon viel vorgekommen, aber eine so seltsame, rätselhafte Angelegenheit, Also mußte die Tat folgerichtig zwischen der Hcra» knnft Vasilijevs nnd der Abfahrt Speners geschehen sein?" „Zwischen acht Uhr zwölf Minuten — und zehn Uhr abends." lIorlsehung folgt.) ier ail Schulter gedient. So habe er Gelegenheit genug gehabt, in Senelovw einen ausgezeichneten Lehrer und Direktor schätzen zu lernen. Nachdrücklichst muffe hervorgehoben werden, daß in allen diesen Jahren zwischen Direktor und Lehrerschaft nie ein ernster Mißton erklungen sei; für die Laibacher Anstalt, an der stets so viele und so heterogene Lehrkräfte gewirkt haben, sei diese Harmonie noch ganz besonders bemerkenswert; nur eine ganze Persönlichkeit, voll Energie nnd voll Takt, vermochte diesen Erfolg zu erwirken. Nci der Schülerschaft wurde eine musterhafte Disziplin erstrebt und erreicht; und das be-dentc etwas bei einer Anstalt mit 18 Klassen und mit über 600 Jungen! Dazu gehöre eine volle Kraft des Geistes und des Körpers; und diese habe der Direktor mitgebracht und eingesetzt. Mit Stolz könne er also auf seine Tätigkeit zurückblicken und seine Auszeichnung sei eine vollauf verdiente. Nachdem der Redner noch der Verdienste des Gefeierten als Schulschriftstcllcr und seiner unermüdlichen und ersprießlichen Wirksamkeit außerhalb der Schule gedacht und auf dessen Tätigkeitsdrang hingewiesen, der ihn wohl seine cli^nit:,«, nicht aber das atiuin genießen lasse, brachte er zum Schlüsse ein „2ivio" und ein „Hoch" auf den Herrn Negierungsrat aus, in das alle Anwesenden einstimmten und das sich durch die ganze Anstalt fortpflanzte. — Daraufhin sprachen im Namen der studierenden Jugend die Oltavaner N. Ktritof (slovcnisch) und V. Moro (deutsch), die beide mit jugendfrischem Feuer dem gewesenen Direktor den Dank und ihre Wünsche darbrachten. Nun ergriff Negicrungsrat Senetovi 5 selbst das Wort zu einer längeren Rede. Seine Worte, gesprochen von der Hochwarte eines taten- und erfolgreichen Lebens und begleitet von den Untertönen einer mannhaft bekämpften Rührung, griffen allen Anwesenden ins Herz und lösten eine fast weihevolle Stimmnng aus, die so recht Zeugnis davon ablegte, wie innig, fast organisch das Band zwischen dem Leiter und der Anstalt gewesen war. Indem er in der Ansialt die letzten Händedrücke erteile, beseele ihn das Gefühl des Dankes gegenüber den Lehrern nnd hege er die herzlichsten Wünsche für das Glück der Jugend. Seine Verdienste seien zu sehr hervorgehoben worden; er habe getan, was er zu tun vermocht. Unter schwierigen Verhältnissen habe er am Ü4. September 1890 den Direltorsposten in Laibach angetreten, viele Stürme habe die Anstalt zu überstehen gehabt, aber sie habe widerstanden und sich stets zu neuer Blüte erhoben. Es sei zu schmeichelhaft, ihm allein dies als Verdienst zuzuschreiben: der gesamte Lehrkörper habe werktätig mitgewirkt, ein Lehrkörper, zusammengesetzt aus alterfahrenen Männern nnd Jünglingen Anfängern, aus Männern, verschieden in ihren Anschauungen, verschieden nach ihrem pädagogischen Glaubensbekenntnis, aber unbedingt einig in den notwendigen einigenden Punkten. Die Devise war der alte Spruch; in cluing 1id^n!-il« unitn«, 5od in ninnilm« oni-itns. Die Intentionen dieser Lehrerschaft seien nicht selten von auswärts Stehenden mißverstanden worden und nicht selten habe er den Standpunkt klarlcgen müssen. Im Gefühle der Solidarität sei er den Lehrern stets beigcstanden und habe deren Wünsche zu erfüllen gefucht; wenn ihm nicht alles gelungen sei, so liege das nicht an ihm; insbesondere sei es ihm stets ferne gestanden, jemand verletzen zu wollen. „Arbeiten Sie auch fernerhin mit Verufsfreudigleit, Lust und Liebe, namentlich mit Liebe zur Jugend; sind Sie davon durchdrungen, so wird die Anstalt fortblühen und würdig sein, die erste im Lande genannt zu werden!" Hierauf sprach der Herr Negierungsrat ergreifende Worte an dir Jugend. Sie genieße jetzt den goldenen Morgen und bald werde ihr der Mittag nahen, sein Weg neige sich dem Abend zu. Da müsse und könne er der Jugend zurufen: „Morgenstunde hat Gold im Munde." Aber dies Gold müsse erst gewonnen, erarbeitet werden; diese Anstalt sei der goldene Arbeitsmorgen, aber nur für diejenigen, die Arbeitsamkeit, Pünktlichkeit und Ordnungssinn mit-» bringen; auch hierin habe er ihnen als Beispiel voranzugehen gesucht. Wenn er je mit ihnen strenge gewesen, so sei dies stets in ihrem Interesse geschehen; in seiner Brust aber habe das Herz für alle gleich geschlagen. Der Wahlspruch ps>i- i^poi'n, acl il«t,l-n gelte für jeden Studenten, in erhöhtem Maße aber für die Schüler der slovenischen Parallelklassen; aber die erhöhten Schwierigkeiten mögen sich an der erhöhten Arbeitslust brechen, um auch eine erhöhte Freude über die überstandcnen Mühen zu zeitigen. So seien viele, viele bedeutende Männer durch Not und Arbeit aus dieser Anstalt hervorgegangen und so mögen noch viele hervorgehen! Mit einem „Glückauf" auf die studierende Jugend schloß der Herr Regierungsrat seine Rede, worauf die Sänger das Abschiedslied an die Schwalben (I.ll^tovki v «lovc») nnstimmtcn. — Nun noch die letzten Händedrücke, dann ließ sich die Jugend nicht mehr halten: sie bereitete dem seinerzcitigen Direktor stürmische Ovationen, wie sie die Räume des Gymnasiums wohl noch nicht gehört. —;^— — (Selbstmor d.) Am 7. d. M. früh wurde vom Besitzer und Gastwirt Matthias Zadu in Iur5i6e. Gerichts-bezirl Illyrisch-Fcistritz. dessen bei 70 Jahre alte Gattin im Gastzimmer erhängt aufgefunden. Sie soll den Selbstmord wegen Familienzwistigleiten begangen haben. —1. Laibachcr Zeitung Nr. 23N. 2194 14. Oktober 1907. '-'' (Mitteilungen aus der Praxis.) Zur Entscheidung über einen auf Artikel 8. St. G. G. vom 21. Dezember 1867, Nr. 142 (wegen gesetzwidriger Verhaftung) gestützten Schadenersatzanspruch sind die Zivilgerichte kompetent. — Das Tragen eines Taschenmessers mit zugespitzter Klinge macht nur dann nach Artikel I des kaiserlichen Patentes vom 18. Jänner 1818 verantwortlich, wenn der Träger das Messer weder zur Ausübung seines Gewerbes, noch zum häuslichen Gebrauche nötig hat. —i-. " (Vestellbezirksveränderungen.) Mit 1. d. M. wurde die der Ortsgemeindc Piauzbüchel gehörige Ortschaft GradiZöe aus dem Vestellbezirle des l. l. Postamtes in ölofeljm, bezw. der Postablage in Piauzbüchel ausgeschieden und jenem des k. l. Postamtes in Vrunndorf, bezw. der Postablage in Zelimlje zugewiesen. — Mit 13. d. M. wird die der Ortsgemeinde Videm gehörige Ortschaft Ponilve auZ dem Bestellbezirle des k. k. Postamtes Groß-Laschitz, bezw. der Postablage in Ra5ica ausgeschieden und jenem des k. k. Postamtes in Videm bei Gutenfeld Zugewiesen. . —r. — (V e r e i n s we se n.) Das k. k, Landespräsidium für Kram hat die Bildung des Vereines „V^a^inn« «tro-kovno <äi'U8tvo 1iräö»N8kiIi prsmo^nr^v V 2llF0rM «d 8avi" mit dem Sitze in Sagor an der Save, nach Inhalt der vorgelegten Statuten, im Sinne des Vereinsgesetzes zur Kenntnis genommen. —l;. * (Schadenfeue r.) Vorgestern gegen Mitternacht entstand an der Schlachthansstraße in der Heuschupfe des Realitä'tcnbcsitzers und Viehhändlers Elias Predovu" ein Feuer, das so rasch um sich griff, daß die gegen das Gasthaus Kalan an der Poljanastraße und längs des Pferde-marttes befindlichen Schupfen eingeäschert wurden. Welters fielen dem Vrande die unter diesen Schupfen untergebrachten Wirtschaftswagen, mehrere dem Händler Josef Preskar gehörige Vichhäute, Stroh- und Hcuvorräte, ein amerikanischer Eiskeller mit Selchfleifchvorrälen sowie die unter dem Dache untergebrachten Gasthaustische und Stühle zum Opfer. Das Feuer, das an mehreren Stellen zum Ausbruche kam, wurde zuerst im Predovi^schen Zinshausc an der Poljanastrahe bemerkt, worauf von der in diesem Hause befindlichen Sicherheitswachtstube die Zentralwacht-stnbe telephonisch benachrichtigt wurde. Der Sichcrheitswach-manil Pcrmc eilte aus der Machtstube in den Hof und trieb mit Hilfe von Zivilpersonen die unter der Schupfe untergebrachten Widder und Schweine heraus; die der Wirtin Maria Dolin^ek gehörigen fünf Schweine konnten nicht mehr gerettet werden. Dem Gastwirte Kalan brannte die «n die Heuschupfe anstoßende Holzlege ab, doch konnte das darin aufgespeicherte Holz geborgen werden. — Auf dem Brandplatze erschien Herr Bürgermeister Hribar nebst anderen Funktionären sowie militärische Feuerbereitschaft. die den Vrandplatz besetzte und gemeinsam mit dem unter Kommando des Herrn Branddirektors Ktricclj herbei-geeilten Feuerwehr- und Rettungsverein, die Löfchungs-arbeiten in Angriff nahm. Mit rühmenswertem Eifer beteiligten sich hieran auch verschiedene Herren Offiziere von der Landwehr, der Artillerie und dem 27. Infanterieregimente. Der Schaden beläuft sich auf 80.000 bis 100,000 Kronen und ist durch die Versicherung bei der Assicurazioni Generali nur teilweise gedeckt. — Gestern wanderten Tausende von Personen auf den durch die Sicherheitswachc besetzten Branbftlatz, wo durch die zurückgelassene Brandwache des Feuerwehr- und Nettungsvereines die noch glimmenden Gerüststücte gelöscht wurden. — Es ist nur der raschen Löschung zu verdanken, daß sich das Feuer nicht auf die mit Heu, Stroh und sonstigen feuergefährlichen Sachen belegten Häuser ausbreitete; in diesem Falle wären wohl alle Objekte bis zur Landwehrlaserne vernichtet worden. Die Ursache des Brandes konnte vorläufig noch nicht ermittelt werden; einige verdächtige Personen, die unmittcl^ bar nach dem Ausbruche des Feuers um den Vranbftlatz herumstrichen, wurden von der Polizei in Haft genomm.'n. * (Sanitäres.) Wie man uns berichtet, sind in der Ortschaft Mala Vas, Gemeinde Podgora, politischer Bezirk Gotischee, ein Mann, und in der Ortschaft Kreßnitz-Poljane, Gemeinde Kreßnitz, politischer Bezirk Littai, zwei Frauen und ein Kind an Typhus erkrankt. Behufs Hintanhaltung der Weiterverbreitung der Krankheit wurden sanitätspolizeilichc Vorkehrungen getroffen. —i-, — (Geflügelzüchter-Versammlung.) Auf den 27. d. M. um 10 Uhr vormittags wird im großen Saale des „Mestni Dom" eine vom I. slovenischen Ge-flügclzüchtervcrcin in Nenmarltl einberufene Versammlung aller slovenischcn Geflügelzüchter und Züchter aller Kleinhaustiere mit folgender Tagesordnung einberufen: 1.) Eröffnung der Versammlung. 2.) Mitteilungen des Präsidiums. 3.) Zweck des Vereines (Referent Herr Vereins-Präses Anton L e h r m a n n). 4,) Vorträge: u) Die wirtschaftliche Bedeutung der Geflügelzucht für die slovenischen Gebiete (Referent Herr Direktor Gustav Pirc); d) die Hygiene in der Geflügelzucht (Referent Herr Tierarzt Peter M itlavQi <-); ?) die Einträglichkeit der Geflügel- sowie dei Kleuwiehzuchi (Referent Herr Anton L e h r m a n n). 5,) Aussprache der Teilnehmer an der Versammlung untereinander; Beratung über verschiedene Anfragen; AllfäUigeL. — (Ein Markt für Tafelobst,) verbunden mit einer Obstprämiierung wird von der l. k. Landwirt-schaftsgesellschaft für Krain in der Zeit vom 30. November bis 2. Dezember im großen Saale des „Mestni Dom" veranstaltet werden. Näheres darüber werden wir demnächst berichten. — (Einen diplomierten Tierarzt) beabsichtigt die l. l. LandwirtschaftZgestllschaft in Laibach provisorisch gegen Dienstvcrtrag anzustellen. Der Tierarzt hätte die Aufgabe, die Hufbeschlagschule zu leiten, sie modern zu organisieren, in der Haushaltungsschule Unterricht zu erteilen, beim „Kmetovalec" mitzuarbeiten, die mit Staatssubvention angekauften Zuchttiere Zu beaufsichtigen, die in Angriff genommene Organisation der Viehversiche> rungsstellen zu Ende zu führen sowie Viehzuchtgenossenschaften zu gründen und zu beaufsichtigen. Die Stelle wird nur an einen jungen diplomierten Tierarzt vergeben, der beider Landessprachen mächtig ist und selbständig Fachartikel und Kanzlcilonzcpte zu verfassen imstande ist. Reflektanten wollen sich bei der t, k. Landwirtschaftsgesellschaft melden. — (Schadenfeuer.) Am 6. d. M. um 8V2 Uhr früh schlug der Blitz in den Weinkeller des Besitzers Josef Maver aus (^njica, Gemeinde Zagradec, nnd eine halbe Stunde darauf in den Heuboden des Besitzers Franz Üavri« aus Seisenbcrg ein und zündete. Neide Objekte brannten total nieder. Der Gesamtschaden beträgt 1300 X und ist durch leine Versicherung gedeckt. Die Inwohnerin Maria Sadar, die in einem Zimmer oberhalb des Weinkellers wohnte, wurde vom Blitze betäubt, kam aber bald zu sich. II. — (Im Idrijcafluß ertrunken.) Am 10. d. M. wurde im Idrijcaflusse die Leiche des 76jährigen Leopold Logar aufgefunden. Leopold Logar hatte seinerzeit bei der Gendarmerie gedient, wurde dann beim Vcrg-wcrke in Idria als Aufseher angestellt. Infolge Vernachlässigung seines Dienstes verlor er die letztgenannte Anstellung, arbeitete dann beim Kohlenbergwerke in Trifail und lebte in der letzten Zeit in Idria als Pensionist. Es ist unbekannt, ob es sich um einen Selbstmord oder um einen Unglüssfall handelt. —l?> — (Ertrunlc n,) Der drei Jahre alte Bartholomäus Mesojedec aus Tschetschendorf. Gemeinde Pre^na, ist am 9. d. M. nachmittags, als sich dessen Mutter auf einen Moment in die Küche begab und der das .Kind beaufsichtigende zwölf Jahre alte Bruder im Vorhause spielte, in einer 50 Zentimeter tiefen Negenpfütze ertrunleu. II. — (A b e n d u n t e r h a l t u n g,) Man schreibt uns aus Rudolfswert: In den ^italnica-Lolalitäten veranstalteten am verflossenen Samstag die Damen der hiesigen Ortsgruppe des Cyrill- und Methodvereines eine Abendunterhaltung mit einem Konzert sowie mit der Aufführung dcs Lustspieles „IV^xiM in pro/n", woran sich ein Tanz anschloß. Die beiden Konzertnummern „Undine", Ouvertüre von Lortzing und „V toiiii^oin xsli'avili.^icni 5!il<»ini" von G. Höfner wurden vom Orchester vortrefflich vorgetragen und die dramatische Vorstellung erzielte einen durchschlagenden Erfolg. Während der animierten Tanzunterhaltung arrangierten die Damen ein Vüfett zugunsten des Vereines, das, sehr fein gewählt und von den Gästen zahlreich in Anspruch genommen, ein bedeutendes Erträgnis abwarf. Der Besuch der Unterhaltung ließ leider Zu wünschen übrig. —^— — (Allgemeiner österreichischer Werkmeister- und Industriebeamtenverband, Reichender g.) Das dritte Vierteljahr 1907 schließt sich würdig seinen Vorgängern an. Die Unterstützungstätigt^it ist eine steigende, was mit der steten Erhöhung der Mitgliederrechte im Einklänge steht. In den drei Verichts-mouaten kamen zur Auszahlung bei der Sterbelasse 15.164 Kronen, an invalide Mitglieder 11.836 Kronen und bei der Notfallskasse 2760 Kronen, zusammen 29.760 Kronen. Daß diese steigenden Auszahlungen keinerlei Gefahr für den Fortbestand der geschaffenen Wohlfahrtscinrichtungm bedeuten, geht daraus hervor, daß bei völlig gleichbleibenden Zahlungen von X 2'80 pro Monat und Mitglied die Kapitalsvermehrung in dem abgelaufenen Vierteljahre 77.621 Kronen beträgt, so daß das Verbandsvermögen nunmehr die Höhe von 1,411.577 Kronen erreicht hat. Welche Bedeutung dir Einrichtungen für die Mitglieder besitzen, läßt sich daraus erkennen, daß die ausbezahlte Unterstützung bei der Sterbekasse im Laufe des Vierteljahres die halbe Million überstieg und bei 2107 Sterbefällen geleistet wurde. Im Monate September starb der am längsten unterstützte Invalid, der aus dieser Kasse den Betrag von 3414 Kronen empfangen hatte. — Anmeldungen nimmt die Vereins-leitung in Neumarktl jederzeit entgegen, wo auch Auskünfte gern erteilt werden. — (Neue Fohlen markte in P e t t a u.) Der am 2. d. M. abgehaltene dritte Fohlenmarlt war ebenfalls recht gut beschickt. Es wurden 49 Fohlen, also weit mehr als die Hälfte der aufgetriebenen Fohlen, bei guten Preisen verkauft. Die aus Obersteiermark. Kärnten, Krain und Ungarn erschienenen Fohlenhändler überließen einen Teil der gekauften Fohlen den Verkäufern, während sie auch einen großen Teil gleich zum Versand brachten. Am gleichen Tage fand auch der Rinder- und Schweinemarlt statt. Der Auftrieb betrug 1240 Rinder und 870 SckMine. Der Handel war im allgemeinen recht gut. — Der nächste Fohlen-. Pferde-, Rinder- und Schwcinemarlt wird am 16. d. M. stattfinden. — (Gin 15jähriger Vatermörder.) Au3 Marburg, 12. b.. wird berichtet: In Oliö bei Pettau er> eignete sich ein schreckliches Familiendrama. Der Kutscher Krajnc, der seine Frau in der rohesten Weise mißhandelte, traktierte sie, als er gestern nachmittag nach Hause kam, wieder mit Faustschlägen, warf sie zu Boden und würgte sie. Da sprang sein 15jahriger Sohn hinzu und hieb mit eincr schweren Hacke auf den Vater los. Krajnc erlag den fürchterlichen Verletzungen, die ihm sein Sohn am Kopfe und dein Unterlcibe beibrachte. * (Gefunden) wurde ein goldener Ring und ein silbernes Kettchen mit mehreren Anhängseln. " (Verlören) wurde: ein Zwanzigkronen-Goldstück, ein Geldtäschchen mit 19 X, ein in ein Taschentuch eingewickelter Geldbetrag von 40 X und eine gestickte Pompa-dourtafche. Theater, Zunft und Literatur. *" (Deutsche V ü h n c.) Bei nahezu ausverlauftem Hause fand gestern eine Wiederholung des dramatisierten Raubmordes „Am Telephon" und der lustigen Operette „Wien bei Nacht" statt. Der Zweck, den die Schauerszenen des ersten Stückes verfolgen, wurde gerade so wenig wie das letztemal erreicht, woran einerseits die Aufführung, anderseits das holprige Telephon Schuld trug. Die lustigen Szenen aus dem Wiener Nachtleben schlugen wieder kräftig ein und es teilten sich in erster Linie in die Ehren des Abends: Fräulein Kurt und Herr Steiner, Frau Urban und Herr Walter sowie die Herren Hermann. Engl und Nedl. — (Philharmonische Gesellschaft) Die philharmonischen Gesellschaftskonzerte der diesjährigen Saison werden an folgenden Tagen stattfinden,, und Zwar am 20. Oktober. 17. November, 15. Dezember, 9. Februar und 22. März. Das Programm der Konzerte verspricht überaus interessant und abwechslungsreich zu werden; namentlich sollen die neueren Meister der Instrumcntallompo-sition Berücksichtigung finden. So sind Werke von Grieg. Ignaz Brüll, Soeneken, Bruckner und eventuell auch Mahler in Aussicht genommen. Das Dezcmberlonzert wird der Erinnerung an Beethoven gewidmet sein und es wird hiebei außer anderen Werken dieses Großmeisters die heuer auch vom Verein der Musikfreunde in Wien ins Programm aufgenommene Chorphantasie zur Aufführung gelangen. An Solisten werden die GcsellschciftZmitglieder eine Sängerin und eine Geigerin sowie einen Cellisten und einen Pianisten zu hören bekommen, die aller Voraussicht nach Vorzügliches bieten werden. Etwas ganz Besonderes wird für das außerordentliche Konzert geplant, das im April oder Mai gegeben und ein musikalisches Ereignis ersten Ranges werden soll. — („D ieFlagg e.") Die soeben erschienene Oktober-Nummer dieser vom Oesterreichischen Flottenverein herausgegebenen Zeitung zeichnet sich durch einen besonders reichen Inhalt aus. Sie enthält u. a, einen Artikel über die Auswahl der Lektüre über die Biologie und Naturgeschichte des Meeres von Professor C. I. Cori, Direktor der k. k. Zoologischen Station in Trieft, einen Artikel über das Jubiläum des Dampfschisfes von Kapitän von RXiha, eine eingehende Besprechung des neu errichteten Institutes des Museums für Meereskunde in Berlin von dem Assistenten desselben, Dr. Vogel, einen Bericht über die schwimmende Ausstellung auf den österreichischen Argentiniendampfern und einen sehr instruktiven Artikel Erprobungsergebnisse von Unterseeboots - Vcrgleichsfahrten. Die Nummer ist mit zahlreichen Illustrationen ausgestattet. — („ZV on «et.") Das 10. Heft dieser illustrierten Jugendzeitschrift enthält Gedichte von Cvetko Starin. Sotolov, Vorisov und E. Gangl. weiters erzählende und belehrende Beiträge von Ivo Tro«t. Lad. Ogorcl, Augustin Kabec, Silvester K,, Fedor Hrastnii-an und Ludwig 5 i j a n e c. In der Rubrik „Belehrung und Unterhaltung" findet sich ein dreistimmiger Chor von Fr. X. Schneider nebst Nätselaufgaben. Briefkasten-Antworten ?c. Telegramme iles l. l. MMltN'sMsMlnz. Means. Wien,..13. Oktober. Die am Mittwoch im Ministerium dcs Äußern begonnenen Konferenzen über die mit dein Ausgleiche zusammenhängenden staatsrechtlichen Fragen wnrdcn hente befriedigend abgeschlossen. Petersburg, 12. Oktober. (Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur.) Morgen erscheint in der «Handels- nnd Indnstriezcitnng» eine antori-tative Aufklärung über die Annahme einer Notenemission der Staatsbank. Das Anwachsen dcs Notenumlaufs wird fowohl in einigen russischen als auch in ausländischeu Zeitungen mit den Bedürfnissen des Laibacher Zeitung Nr. 236. 2195 14 Oktober 1907 Staatsschatzes in Verbindung gebracht. Dem gegenüber erbringt das offizielle Blatt den Nachweis, daß der alleinige Grund des Anschwcllens der Notenemission der legitime Bedarf der Erntebewegnng ist. Wenn auch der Export noch nicht mit voller Kraft eingesetzt habe, so übe doch die Preissteigerung vollen Einfluß auf das Festlegen flüssiger Mittel aus. Der Wunsch nach einem Goldbestande bei gleichzeitiger Vermehrung der Notenemission erkläre sich dadurch, daß die Staatsbank ausländische Kredite, welche Privatbanken eröffnet wurden, übernehme und den Privatbanken den Betrag in Rubeln auszahle. Durch diese Operation werde der Geldmarkt stark erleichtert. Der Artikel weist ferner nach, daß der gesamte Geldunilauf gegen das Jahr 190^ nnd das Vorjahr nicht vermehrt, sondern verringert ist, Niomit bewiesen sei, daß ein großer Betrag an Nu-beln nicht zur Verstärkung der Geldmittel, sondern gegen Gold emittiert wird, das aus dem Verkehre zurückströmt. Trotz aller Bemühungen der Staats« baut ziehe das Publikum Kreditbillette dem Golde vor. Lottoziehungen am 12. Oktober 1907. Trieft: 17 13 18 30 37 Linz: 17 1 11 10 12 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe W6 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. Z 5Z W kl ^ °"5^.e.«W 1^Ni"U. !it, T42-5 i 1« 4OSO. schwach, hesser "^ ^'^U^?Ib^ 742^9^12 .^NO, schwach^ » ^ 7N. F. 7413 N 1 SSO7schwach Nebel "3 2U.3i, ^38 U! 181 S. schwach ! heiter ^00 ^ 9U.?lb. ,738 3, 13 2 O. schwach j . !___ ^4.> 7 U. <-, , , 3^ - 8 , 8 0, NNO. maßiss ! » j 0 0 Das Tas>ci verwandten allen Freunden und Bekannten und den Herren Sängern für die ergreifenden Trauer« chöre den ausrichtigsten, tiefstgefühlten Daul aus» zusprechen. Laib ach, am 14. Oktober 1907. Leopold Epreitzer Lokomotivführer der l. l. Staatsbahn. Wer die Strömungen und Bestrebungen unseres modernen Kunst- und Geisteslebens in einem humoristisch - satirischen Zeitspiegel betrachten und verfolgen will, der lese jeden JYUntag die neueste summer der jYlünchner mm. €inzelverkauf und Abonnements bei lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach. Kongressplatz Jfr. 2 und Südbahnhof (Kiosk) sowie in Steinbrüok, Südbahnho/ (Kiosk). ^' Filiale der K K. priv. Oesterreichisclien Credit- Aktienknpitnl Iv 120,000.000- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach Siivasse IV «•• 9* Reserveiond K. 63,000.000'— (1713) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Wechselstube. Kursc an der Wiener Dorle (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 12. Oktober 1W7. Die notierten «uise »erstehen sich in Nroi,cnwäl,rul!>i. Die «otieiung säuitlicher Mtien und der „Diversen Lose" versteht sich per StM. Veld ware Nllgrwelne Staatsschuld. Einheitliche «ente- lonv. steuerfrei, Kronen (Mai-Nov,) per ttassc. , 9« H5 W^ii 4 2° « W"''^"U) per K«sse Pf. ^ y« 4! ^ 0lt.) >°» p"ttas>e......88,l l»i,-,'!< l»nn 2l«°t«l°se 5U0 fl. 4«/«!4S Ll ldl8i l«»I« " l«0 sl. . '< ib» b< ^"«.-Pfanbbi. ll i2u fl. 5°/,^a-- 2»i - Staatsschuld d. i. «eilhö. "lc vertretenen König. reiche und Lander. ^lterr. V<,ibir„t<>, st^.. Gold ^'«"- Rente in Nlonenw. stfr., 0s< ^..^.Ul'w.0 . . 4«/« W'«5 9ö ö.' '' ^"vcstltions..gienle, ftfr. «^. per nasse . 8'/,"/„ 86^e bö ö!> «ll»u!>n!,n.z««!ll!,sch«l>. »»l>ch«Uungtn. ^"^"^" '« G.. steuerfrei. 7di?^'«ahn' in Silb/r Siü ^udwia-Vahn ^v. «^ ^ "' ttronenwöhrlmg. <°ci,,cr Bahn, stenerfrei. «° ttrunen , .' . '4°/', 95 l, 97 ^5 »'"'»pel«. bisn,b°l)».AK«len «Üsabetli-V, 2> U^burg Tirol LlX) >^-^_^^n . . . 42l^ ,^z- Geld Ware Po» finale zu» Z«hlnng üdll» no«««nl Gllenbahu»Pr,4 Lb Eliillbetbbahn 400 und «000 M 4^,..........'»<'- llb- ssranz Josef-Bahn Tm. 1884 (biv. Lt.) Eilb, 4°/« . . «."'1' l'8'li, Galizischc llcrl «nbwill-Valü! (dlv. St,) Silb. 4°/« . . «?' ss'-Ung,-galiz, Vahn Loo fl, S. ö°<» l<,ei>0 w?b' Borarlberger Bahn ili0 4"/^ una. Rente in Kionew währ. stlrei per Naiie . . »31: »3 «5 4 »/0 detto per Mtimr »3ü, ü8'4^ 3'/,«/„ detto per »assc . 82 4, K2'6li Una. Prämien-Unl. i» 100 fl. , ,»4 ö« l°>^ l>> delto k b» sl, . ,uz?5l<.? ?5 Thciü-Reg,.Lof^ 4°/, . , . ,44 ?i> >4« ungar, Vrunbentl.-obllg »« 2l °4 2b 4"/° troat, u. llav. Orunbentl. ObUg........P3'2!> 9^'2?> «ndere öffentliche Nnlehcn. Bo«n. Uandsl'Anl, (dtv.) 4«/° 92 2 ?« 2' Uoin. - herccg, Eiseitt'.-Landeü. Nnlehen (div.) 4>/."/„, 9^ b' «I°ü öl/« 3onau Mca.-Nnlelhe 1«7x ,03- l<^ - Wiener «crlehrs-Änleihc 4"„ 9« 5, ft7?,s detto 19W 4°/,, «>'5« t,?^ «inlehen der Stadt Wien . . ,01 25 !<>2 ?.' brttu (S. od. V.) . , . l<«-?5 ,^> 7^ detto (1894) .... «5— »ö-octto (18»8> . , . . >e^! U7 8' detto (1W0) ... 865- »?-^5, detl« Iiw.'A.) ino» . »7 , !^s ,f> BörjebauÄnlehen verlosb. 5°/>, 8ö-?>'> z'u '/.-Bulg. Ntaatseilenb.-HyP.'Anl, 1889 Gold , , . . «°,'^ ,20ß! >2l i« Bulg. Staat«. Hypothelat »nl ,892.....«"^,?>',b ll» il> Geld Ware Pfandbriefe ,c. B°dr»l7.,aNa.0st.il,b0I.»l.4''/« »5't»< 9« «b Bühm, Hypolhclenbanl vcrl. 4"/o 8? U^ 9t« e Zenlral-Vod.-Nreb.-Ut., tzfterr.. 4b I. verl. 4 >/,«,« . . . 101'5l> —>-Zentral Boo.^ttred.Hl,, österr., «z I. verl. 4"/° . , . , 9? ?t 9K'?5 Krrb..Inft.,österr,, s. «er«,.Unt, u.üffenll,Nrb,Nat.^.vl.4"/» g^,o S?'1U i!anbe«b. d. Nön. «ali^eil und Lodom, b?'/l I. ruckz. 4"/„ 9^ ^ yg_ Viähr, Hupotdelcnb. «erl, 4°/, 8« ß5 l>?-ü5 «,'österr. ^anoez.Ht^.'Anst.^/,, 9??l> 98?« belt» inll. 2°/»Pl. vcrI.3»/2°/« 88^» ««üs detto »»..Vchuldsch, uerl. 3'/,°/° «8 2.°> b«-^ detto verl. 4°/« y?>s5 ss 65 Osterr.'ungnr. Banl bN jähr. Verl. 4°/u 3. W.....88 25 9Ä 25 detto 4°'l> ^r.....8«^b 9U 35 Vparl. I. öst., U0 I. veil. 4°/,, «9- ico- Gisenbabn.Prioritäts« Obligationen. sserdinanbi'Nordbllhn «m. 188« — - -- drtlo Em, IS04 — .. — - Osterr. Nordwestb, ü00 sl. K. io»'75 K'4'?i> Staatebahn b4-- 40i« — Lübbahn n. 3°/« Jänner »Juli bvo Fr. (per St.) , . . 29» üs 23 -25 Lüdvllhn ^ 5°/«..... 121 se, !22>9b Diverse Los« (per CUill). fftrzlmllch» fole. »°/« Vudenlredlt.Losc Em. ,88V 2745« ^8N ^0 dett» Em. !«89 L70-- '' - Eerb. Prain,.Anl. v.iNl'Fl.2»/« 98?^ 1>»4 ?ü ßn»»zw»llch« z,,'«. Budap,.Vastlil<: (Toml-au! 5 fl, 2,>^c 22 4l l5'— -^21 — PalftU'Lose 4li sl, N, M. . . lS5> - ici- 9>u«cn »rc»,,, öst. Or!, v., 10 fl. -!« ö> 4» «s ü.oli» ttreuz, una. Ges, t>., b fl. 26 ?f 28'7b Nudols.Luie IU sl......S5-— ?3 - Naln'.Lose 4U fi. ». M. . . «28- ^l Geld Ware lilrl. G..«..«lnl. Präm..0blig. 400 yr. per Kasse . . . I8l sn 182 so delto per M. . , . 18! 8« 185>'8» Wiener Komm..Lust v. I. 1N74 484 — 4°4 — «ew.'Vch.b. 3°/«Pränl..3chuldv. ».Vokenlr..«»st. «m. 188» «6— 70- Nltien. Hran»pnll'Inteinth»nngni. «ussla.3tpl. Eisenb. 500 sl. , ^2, - -^20 - Äöhm. Nordbahn l50 fl. . . »4« — »4^ - dulchtitlirader ^isb,5,n> fl. KM. 584" — 2«<« — detto (M, !!,) ü!)U sl, per Ult, W5!»'— il'SH -Donau . Damvsschisfahrt«. Ges., ,., l. l. priv,, 5uu s!, KM, 10,0 — ,0,8-- Dux.Äodenbachri Eisb. 400 Kr, 5kü — ."en-— .^erdlnands.Nordb, louu sl.nM. iiuo - K122'-^emb..y. Eisenbahn» Gesellschaft. 20« fl. V . 5as' - 5.la-5») Uloyd,osterr..Trieft..öcxM.ttM. 4,9— 425 - Lsterr. Nordwestdahn 20» fl. N. 4«b- 43?-- delto (lit, «.)2U0fl,O.P.Mt. 4«?'- 428-80 hraa.Durer I4»'2ö vüdnorddrutschr Verblnbungib, «00 fl. «M...... 396 - 339 — Tran!wll>i»Ves., neue Wiener, Prlorität?>Nlticn 1W jl. . —— —-— Ungar. Westbahn (Naab'Hraz) 2UU fl, 0....... 402'— 40b'— Wr. Lolalb..«Men.Ves, »00 fl. z^.. 24»»— Vllulen. «naIo.Österr, «anl, 12» fl. . . 28« - 28? - Vanlverei«, Wiener, per ltasse —— — — dctto per Ultimo . . . 58« 7b 25l 2i, Äobenlr.Nüst. bslerr.,«00sl.3, ,0l4- l0,»-- »euti.'Bod..ttredb. sst,, 200 sl. 580 - 522-Kreditanstalt sür Handel und Gewerbe, ,60 fl., per Kasse -- -.-- bett, per Ultimo «3« - K8? - Kreditbanl all«, ung., 2<«> fl, . ?^b — 74S - Depnsitenbanl, alla., i!00 fl. , 461'^ 483 - Vslompte. WcseNschaft, nieder» üslcrr., 400 Kronen . . . üü9 — ü«>'-^iro« »no llassenverein, Wiener, 2l,0 fl........ 448 - ^«!i — Hypotheleüban!, üsterrelchische, 200 li ü'/<> E...... 28« - 2sd - üändcrbanl, ölterr., 20a fl. per «lasse....... -- --. detto per Ultimo . . , . «4 b 425 5,! ..«irrtur", Wechielft.Ntrien» Gelellscha,.-, Auo fl. , . . nc2'— 6N4 — Veld >Kalt österr.'ung. Vanl 1400 Nronen l?»« — i^cn ü,) Unionbanl »00 fl...... !>»« üü 534 za Lerlehr«b«nl, allg., 140 ft. »23 5l> .^30 5ü indnftiit'Dnllrnlhmnngr». 'öauges, allg, öfterr., 10» fl. . ,19— 12 z bll Äri>lerNohlenbeigb.°ef.100sl. 724— 72« - tisenvalni!o,.!.'cil!ll,, erste. ,0«fl. zg« - .197-5!) .,<3lbemuhl", Papiers, u. V'O. »88- <«»-- tleNr,.Ges., alia, öfterr,, 200 sl. 4«2-> ^«- - detto internal., 200 fl. l»^z— 5,«? -Hirtenbersser Patr.>, Zilnbh, u, Met.sfabril 4aa »r. . . 8»0— 9^6- Ui>-st»aer Brauerei ,0» sl. . . «S« - »?2 — Mun!a».Ge!ell!ch,, üsterr..alpine S00 2!» Sl>, i5 „Polbi.Hütte". TlegelgußNahl. ss..Ä..«, !i00 sl, ... 4tS-- «2 — Präger Glscn.Iud.'Aes. Vm. 1905, 200 fl...... 2s15 — 2627 — ^imn'Murany. Salgo.Larlaner 83 50 540 b0 2algo.Tari. Steinluhlen Ion fl. 562- - 562 öo ..Lchloglmühl". Papiers.,20Ssl. 33!«- 387 — „Ochodnlca", «,-<». f. Petrol.' Inb,. 5U0 »r..... 4W — 4ss — „Steyrermühl", Paplersabril und V..A...... 4!»» — <«a — Trifailer «ohlenw.»», ?n,l. . 260 — 2«3' — Türl. tabalrezie.Ge! 2»0 Fr. per Kalle . —-—------- dett, per Ultimo 4>>2 — <» l-» Wasscns..Oes., »sterr., l» «ien. 100 sl........ «Si — 4»3 — Wagaon.ljeihHnstalt, allaem., in Pest, 40U Kr..... ^ — ^-- Wr. Vauaesellschast 100 fl. . . l^i- l«-- Wieneiberger g»» Dchlck». «wsterdam....... 18952 1S»?z Deutsch« PläKe...... 117 4,» ««>-«<) iiondon........ 84l»'Z2 24U-z« Italienische Aanlplähe . . sä»» S61« ^ari«........i »5 «7 95 ^>, Zilrlch und Vasel . . , , . 95 5, t»5-«zz Valuten. Dulaten ...... li 8? »,>it ^a^^ranleN'Etücle..... ,3 l« '921 liu.Marl-Stücke...... 23-4« ^».z Deutsche Neichsdanlnoten . . 1,74^ n?-6» Italienische Äaulnoten . . . 9z hl, sg,,) Rubel-Notn, , , . . ^.H4 2^47» Von b Elaa.- ~u.aa.cL "V"arlci»."va.f " «enicn, I>l'»ii-j||>rlfSVu, ITUtrittiUu, Aktien, •-Ösen etc., Itevirwii iiim! Valuten. ¦mb-^^^1^^ Los-Versicherung. «V. C^. 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