Nummer 41. 9christeu «erden nicht »urÄcktzchellt, «u?llndi^.i,g,» billigst «xrechnet. — Beitrag« find envtisch» »ich »»»«» Ungßen» bi» Anita, j«d«r Woche eingesandt »erden. . ! . ' 11 ) M 1 11 I II I. IJ J II | I I J Die Bezirksstraßenmisere in vielen Bezirken de« Lande« ist bereit« zu einer stehenden Befchwerderubrik in d»n Blättern geworden, lind da« ist wohl begreiflich wenn man ettdögt. daß in den meisten Bezirke» in«» besondere in der Ost- und Sädsteiermark die Bezirk«straßen die einzigen Verkehrswege zu den oft ftiiiidenmrt entfernten größeren Orten sind, in denen sich allein der Markt- und Handel«. verkehr abwickelt oder gar zu den noch entlegeneren Bahiistati>ne»i toelche e« der Landwirtschaft und Industrie vieler Bezirke aWii möglich niadwn, ihre Produkte nach din grSßeken Vertchr«ze»tre» und StapelMtzen zu bringen. Wenn nun die eiujiaen ZufahrlSwege, die de» Urproduzeuten zur Verfügung stehen, um nur, iTriAySs" >oayMtiw»t. zu veutAkN, zayire^hev >ve- schwLrdeu erweisen selbst iu der besseren Jahre«-zeit in einem so des»lat»5 Alst»«t« ftnd.'Haß e« für de» Produzenten allein schon ei« hohe« Risiko Arbeitet, sein «it Früchte» sei««« Fleiße« und harter Arbeit belade«?« Mihrwerk und seine davor gespannten Zugtiere «Mif' eine Straße hinmitzuMken. der et» elender Zustand ihm eher verbürgt, baß Fuhrwerk und Fracht verunglück«a. al« daß beide« heil an seinen Bestimmungsort 8langt, sy ist H höchst« A»<»,Xdab ba grtndlich lanoel geschaffen wird. Daß die Bezirke allein die Mittel dazu nicht anstringen können, sondern auch und zwar auf ausgiebige Subventionen seitens de« Landes rechnen müssen, ist selbstverständlich. Run wurden die Voranschläge str diese Subventionen nach dem Richiiu„g»abjchl>lß de« Lande«hauShalte« pro 1908 bereit« für die Bezirktzsträßen zweiter Klasse allein', schon um Aus aller tvelt. verschiedene „glaubwürdige' ^ Zeitung«. nachrichten behaupten. daß in Rußland Kavallerie»Office ouffjeswtJert »öurden, in die Marine einzutreten. Da nun au» Priei'Sbnrg vom s. Oktob^' berichtet wird, daß vO Kosaken neun japanische Barken mit Schießvorrat erbeuteten, die Barken i« die Lust sprepaien und zwei Japaner vollständig gefangen Uckhmen^o istdetVötibms, dnßliie niss'scheKav^llerie in diesem Kriege ihrer Aufgabe nicht im entferntesten gkwnchsen war. ganz ungerechtsertigt! Man kann doch von einem Dragonervbersien nicht ver-lange», daß er außer einein Reiterregiment auch eine» Ptinzerkrenzer kommandieren kann? Und wenn Kosaken Barken kapern, so muß man annehmen, daß sie auch tüchtige Seeleute sind, wenn die Japaner nicht etwa ihre kleinen Transportschiffe ans Räderu montieren und sie schlauerweise für „Über Land und Meer' branchbar machen. In den „Meggendorser Blättern" stand noch nicht« davon zu lesen, wohl aber dürste unser Kriegsminister demnächst wieder einige j hundert lnntpige Millionen, fordern um auch bei' uns die reilende Marine oder marinierte Reiter-regimentcr zur Kiisteiiverteidiguug auszustellen. 41 792 Kronen 90 Heller überschritten, ein Be-wei«. daß die vom Land« znr Berjiignng ge-stellte» Kredite zur Sanierung de« Bezirj»str«ßeu» elende« nicht im entferntesten genügen. Daher erscheint unter de» zahlreichen Aulräge» während der kurze» Zeit al« der steirische Landtag erst tagt, der in einer der letzte» Sitzungen von t>en Abgeordnet«» Dritig, Gliede, ^>pp (D. votk«P.) und Genvffen dicSbezitglich eingebrachte Autrag. .Der ^nde4au»schuß wird be«nsttagt. be-züglich der iu den nächst« zehn Jahren von Seite» der Bezirke in Aussicht genommenen, der Sub» ventionieriing au« dem LandeSfood« z» unlerzie-henden baulichen Herstellung,» von und an Be-zirksstraßen erster und zweiter Klosse unter au» »äherungSweiser Feststellung deS Gesaiptkrforder» niste« in geeigneter Weise die Erhebungen zn pfle-gen und »ach Maßgabe dieses Erfordernisse« bet Beichlnßsassungbezüglich der in Betracht kommenden ErsorderniSposlen de« Voranschläge« auf die er» höhte BeitragSleistung de« Landeäfond« au« Alt-laß der Subventionierung dieser Bauher strllungen Bedacht zu nehmen. In de» Voranschlag» für da« Jahr 1905 wird den erhöhten Anforderungen durch Srböhnng der bezüglichen Kredite Rechnung getragen." nicht bloß entschiedeo zeitgemäßer, al« mancher der anderen Anträge, sondern zur LD» fung einer, sowohl im Jnteresie der Landwirtschaft al« de« HandelSvehrkehre« liegende» brenneudeu Frage, besonder« dringend, wie die Begründung diese« Antrage« allein schon beweist. In der Begründung wird ausgeführt: .In den Bezirken Pettan, Windisch Feiftritz und t der j« Aussicht stehenden erhöhteu Bautätigkeit dem LaudeSanSstyusse ziveck« Sub? er nach dem sernen Osten trug, eine neue «schechisch« Uuiversität-verUulgru. ... Dem 235 000 Kronendieb Ienner ist man schon wieder auf der Spnr, dagegen hatte mau von dem Herr» Grasen MilewSki, der am 28. Immer de,t Bräutigam seiner ehemaligen Ge-liebten E. Barber am Nordbahnhofe in Wien ruhig niederschoß, uicht bloß die Spur, sondern den hochgräflichen Täter selbst beim Zipfel. Der Revolvergraf wurde am 3. Oktober in Wien freigeiprocheu, weil im kritischen Augenblicke ei.ie Sinneöverwirrung uicht ausgeschlossen ist, wenn sie auch nicht bewiesen wadei, könne, so könne sie immerhin als möglich angenommen werde». Sehr gut! Wen» der Herr Graf in seiner Sinnes-Verwirrung den Barber auch nicht getötet hat und auch nicht bewiese» werde» kan». daß er ihn töten wollte (denn so dumm ist selbst kein Graf, daß er da« ruhig eingestehe» würde) so kann doch immerhin augenommen werden, daß man einen Menschen ans wenige Schritte Ent-fernung mit einem Revolverschuß töten könnte. Die Prinzessin Kvburg hat mau wegen SinneSvtnvirrnng ins Sanatorium gesperrt, auS dem sie anständige Leute befreiten. Ihr Vater, der König von Belgien, hält ihr »nd ihrer Schwester Stefanie Erbteil nach deren verstorbener veutionierung der gegenständlichen Bauherstel langen ein weit höherer Kredit eingeräumt wer» den muß. al» wie die» dermalen, und zwar auch nach dem Voranschläge für da» Jahr 1905 txt Fall ist. E» flstigt wie Ironie, wenn «an noch bei-fslflt. daß der für BezirkSstrahe» zweiter Klasse pro 1903 eingeräumte Kredit per 120.000 X. der wie erwühnt. um 41.792 X SO k überschritten wurde, bestimmt ist. mit dem jeweilig erübrigten Betrage für Flüssigmachung der nach Maßgabe de» LandtagSbeschlusse» vom 3. Mai 1900 an jene Be zirte sflr die laufende Erhaltung der BezirkSstroße» zweiter Klasse zu gewährenden Subventionen Ver Wendung zu finden, welche jährlich mindesten» zehn Prozent der BezirkSnmlagen für die regel mäßige Erhaltung der Bezirk«straßen aufwenden müssen." DaF unnötige Parlament. Der österreichische Ministerpräsident hat auf der Versammlung de» Bunde» der Industriellen in Wien eine Rede gehalten, in der er klipp und klar sagte, daß e» nicht geschehe» darf, daß politische Krise» wirtschaftliche Katastrophe» herbkifulzren und die Regierung werde solche Katastrophen zu verhindern wissen. Da» heißt einfach: Wen» da» Parlament nicht arbeitsfähig wird, so wird die Regierung auf der ga»zen Linie einfach da« selber tun, wa» sie für zweckmäßig findet um Katastrophen zu verhindern. Damit ist gesagt, daß sie die Rechte, welche in verfaffuiig«mäßig regierten Staaten nur von den Parlamente« al» gesetzgebende Körverschaft,a ausgeübt werden kduneu und dürfen, nicht aber von den Regierungen, — selber ou»üben wird. Da« ist die offene Entmündigung de« öfter-reichischeu Parlamente« und die Selbsternennung der Regierung Körber zum Kurator de« Ler-fassungtstaate«? Österreich. Vi«her Hai die Regierung noch einige, wen« auch sehr platonische Achtung vor de» Verfassung«-mäßigen Rechien de« Abgeordneten Hause« gezeigt; «it de? fortschreitenden «»«Übung der Kuratel und der gewaltsamen Anwendung de« A 14 im Dieuste d>efer Kuratel, dält Herr von Körber auch da« bißchen platonischer Achtung vor dem Parlamente nicht mehr sür »ölig zur Regierung diese« Berfassungstaate« ? ? Eitle,thanien; da« Parlament überhaupt sür überflüssig. Eine größere Gelmqschöhuug der Bersassung und der auf Grund derselbe» gewühlten Volk»-Vertretung hat noch keine Regierung, anch keine österreichische so offen gezeigt al« die Regierung Körber. Mutter zurück und zahlt ihnen nicht einmal ihre gebühreude» Appanage» und der erzkatholische Prinz vou Koburg nimmt sich eine» jüdischen Advokaten al« Anwalt gegen seine eigene Frau auf. Hum Glücke leiden weder Bater »och Gatte au Sinne«verwirrung, weshalb ihr Gehabe» wenigste»« ohne wenn und aber verurteilt werde» kann. Am 7. d. M. sind e« 25 Jahre, daß da« österreichische Abgeordnetenhau« da« erstemal „vollzählig" war »»eil die Tscheche» die Abstinenz ausgaben. Diese« sünsundzwauzigjährig« Jubiläum feiern die Iungtscheche» schon seit längerer Zeit durch die Obstruktion, wodurch sie da« seither vollzählige Parlament arbeit«unsähig machen, während da« »icht vollzählige wenigsten« arbeitsfähig war. Wen» gewöhnliche Staat»-dürger, die durch ein Menschenalter hart gearbeitet haben endlich arbeitsunfähig werden, komme» sie in die Einlage oder erhalte» vionatlich 6 X Armengeld. Im arbeitsunfähigen Parlamente erhält eder Abgeordnete 20 K täglich und die Reisekoten »ach Wie», um sich diese täglichen 20 X durch Nichtstun zu verdiene». Einfacher wäre e«, sämtliche Mitglieder de« hohen Hanse« während der Dauer einer arbeitsunfähige I Da« ist nicht mehr verschämter, sondern unverschämter und die Volksvertretung verhöhnender Absol»tis««s. der etwaigen bescheidenen Ein-wevdunge» hohnlSchelnd de« ß 14 al« ein« Art Vexierspiegel hinhäl». au« dem d«r Parla»eutari»-mu» Österreich« als. verzerrte Fratze herausschaut. Die neue städtische Dampf-Waschanstalt ist bereits in Betrieb gesetzt und kann vom Pub-likum benützt werden. Um die verschiedene» im allgemeinen ganz irrige» Anschauung,» über die Arbeit dieser Anstalt richtig zu st,ll,u. sei eiuft-weilen bloß der Vorgang der Reinigung der Wä-sche jeder Art skizziert. Durch eine» eigene» Eingang in die Dampf-Waschanstalt geschieh! die Abgabe der Wäsche; di, Anstalt liefert den Parteien gedruckte Wäfchzetiel welche so eingerichtet sind, daß sie doppelt a»S-gefüllt werden uud die Partei den eine» Teil al« Kantrollzettel erhält, während der andere i« der Aiistalt verbleibt; dieser Teil gilt da»» al« Lieferschein und Rechnung. Nach der Überuah«« erfolgt die Sortierung im Sortierraum und zwar so daß die glatte, ohne Knöpfe und Falten (wie Leintücher, Handtücher, Sacktücher, Tischtücher «.) und die mit Knöpfen und Falten versehen« Wäsche (Hemden, Damen-röcke X.) getrennt zar Behandlung komme». Die firbige Wäsche wird auf d« Haltbarkeit der Farben geprobt, wa« iu zwei Probewanueu geschieht, damit uicht weiße Wäsche uud farbige zusammen in die Waschmaschine komme«. Die Waschmaschine ist ein Zylinder, in welchem die wüsche weder gerieben, gebürstet »och geklopft wird. Die Lange besteht bloß au« Waschseife und Soda uud wird in einem eigene« hiezu konstruierten Dampfapparat erjagt, von wo sie eimerweise in die Waschmaschine kommt die so eingerichtet ist, daß nach und nach da» Wasser von der Siedetemperatur bi« zur kalte« (Schwemmen der Wäsche) iu die Waschmaschine gelassen wird. Zum Auskoche» vo« Fett- oder Blutflecke« besteht ei« eigener Apparat. Atzende Stoffe werde» zur Herstellnng der Lauge nicht verwendet. Bon der Waschmaschine kommt die Wüsche in die Zentrifuge mit ru»d 1200 Umdrehungen in der Minute, so daß die Wüsche halb trockeu zur weitere» Behandlung fertig ist. Wäsche, welche sich, wie farbige Strümpfe i« Wie«. Zu einer Proteftkuudgebnng gegen dle slawische» ^.aradfIflaffrtt an der Lehrerbildungsanstalt i» Troppan ist Sonntag den >6 Oktober vormittags nach Wie« ei» deutscher volkstag einbernse» worden, an dem sich sämtlich« auf Grundlage der deutscheu Gge. ordnete» Wolf. La« de« s>l'chjvz>alen wurde bisher noch kein Redner nominiert. Für die Abhaltung dieser Versammlung wurde um über-lafsung der BolkShall» im neuen Rathause an-gesucht. Zur Affaire »er Prin^esßn L-nise ,-» Kodnrg wird von insormierier Seite gemeldet, daß eine Entscheidung in der Angelegenheit nahe bevorstehe, da der Recht»sreund der Prinzessin, £s- und GerichtSadvokat Dr. Stimmer, die it für gekommen sah. wo er e« unternehmen mir, der zuständigen GerichtSbehörd», dem Wiener Obersthosmeisteramte, da« Gesuch um Zu-laffung einer abenmliaen kommissionellen Unter-suchung de« Geisteszustände» der Prilijtssi» zum Zwecke der Aushebung der Kuratel zu unterbreiten. In diesem Gesnche soll frin bestimmter Antrag in bezug auf di» Art der Zusammensetzung «der deu Ort der Amtierung der betreffenden Kommission gestellt worden sein, da die Prinzessin in di»s«r Hinsicht auf da« Entgegenkommen de« Obersthos-me!,teramte« rechne!, vorläufig handelt e« sich bloß um die Feststellung der geistige» Zurechnung«-sähigkeit der Prinzessin. Ist diese Feststellung einmal erfolgt, woran kaum mehr gezweifelt werden kann, so wird auch die Aushebung der Kuratel nicht langer mehr auf sich warten lassen. Alle anderen Frag»» sind vorläufig in den Hintergrund gerückt; txiui »ist »ach Hufhrbung der Kuratel soll die Prinzessin ihre Forderungen stellen, welch letztere sich natürlich ja erster Linie nur auf materielle Fragen beziehe« können. In unterrichtkteu Kreisen wird e« al« höchst sonderbar und tadelu«-wert bezeichnet, daß drr Gemahl der Prinzessin bis heute, und zwar feit der Flucht der Letzteren au« ihrer Gefangenschaft, auch nicht einen Heller für den Unterhalt seiner Gattin, der gegenüber er doch so energisch seine Gattenrechte vertritt, beigesteuert, ja nicht einmal gefragt hat, wovon die Prinzessin eigentlich lebe: von Unterstützungen oder Schuldenmache,,? Wie wir weiter« erfahren, erVärte der Vertreter de« Prinzen von Koburg über Aufforderung de« tberfthosmorschallonilet. daß sein Klient gegen eine steuerliche Untersuchung de« Geiste«zusta»,dk« der Prinzessin Louise nicht« einzuwenden habe uud auf die Zusammenstellung der ärztlichen Kommission keinen Einfluß au«-zuüben gedenke. E« wäre allerdings schon mehr al« merkwürdig, wenn de« Prinzen von Koburg irgend ein Recht auf die Zusammenstellung der ärztlichen Kommission eingeräumt würde. Übrigens wird der Abg. ViSzontay im ungarischen Reichs« tage eine die Skandalafplr» betreffende Interpel-laticn einbringen, in welcher besonder» die Afftre Koburg-Matlachich zur Sprach« gelangen soll. Jtidtlsche Badeanstalt. Die nunmehr eröffnete, mit der Vadeanftalt in Verbindung stehende städtisch» Dampfwäscherei er-möglicht »S nunmehr, neben Wannen- auch Dampsbödkr zu jeder Stunde ab-zugeben, worauf wir hiemit aufmerksam macheu. Marktbericht. Der Austrieb betrug 615 Stück Rinder, 401 Stück Schweine und 68 Pferde. Der Handel war gut. Der nächste viehmarkt wirdZam 19. d. M., wogegen der Schweinemast am 12. d. M, abgehalten werden. Eine besonder» zugkräftige Reklame haben diejenigen Narren dem „billigen Mann" verschafft, velchi 'eiu Firmaschild. da« allerding« nach Art der marktschreierische» Ausschrist»» auf den Bude» der ans den Jahrmärkten herum-ziehenden Ramschbazar-Iuden gehalten ist. mit Tinte oder ähnlichem besudelten. Sie haben mit dieser, gelinde gesagt, Dummheit bloß erreicht, daß sich die. die niemal« alle werde», vor dem Laden zu Häuf sammeln und da« ist eine ebenso billige al« zugkräftige Reklame sür solch» Konkurrenzgeschäfte. Unsere eingesessenen Ge« schäst«leute haben eine Schleuderkonkurrenz nicht zu scheuen und verurteilen solche kindische Narre-teie» noch schärser al« andere vernünftige Leut», die sür derlei Ulk durchaus kein verftändni« haben. — Anderseils aber mögen sie sich die-jenigei, gut merken, bei denen die völkischen Phrasen so billig sind wie Haselnüsse und die immer bereit sind, die hämischen deutschen Geschäftsleute dann kräftigst zu unterstütz»», wenn sie gerade nicht soviel Kleingeld habe», um beim billige» Manu gegen bar zu kaufen. Für die aber. w«lche niemal« Mangel au Kleingeld haben, gilt mindestens da«: Noblesse oblige; aber nicht bloß der Adel verpflichtete — sondern mich da« volkStnm! In dieser Hinsicht mit gntem Beispiel voron»ul»uchtrii, ist die Pflicht jeder deutschen HauSsrau. die nicht auf den Kreuzer zu schaue» braucht, wie die arme Taglöhnerin oder Magd. War«nng. Sine Reihe von in Berlin be-stehende» HeiratSvermittlungSunternehmungen. wie die Institute: Reform,! Reell, Fortuna. Glücksstern, LiebeSglück, Juno und andere mit ähnlichen symbolische» oder mytbologischen Be-zeichnungen. suchen mit Ersolg auch im Inland« einen regen Geschäftsbetrieb zu entwickeln. Wieder-holt vorgekommene Beschwerden lassen eS geboten erscheine». daS Publikum auf da« schwindelhafte Treihxn dieser Unlerinhmungen aufmerksam zu machen und vor denselben nachdrücklichst zu warnen. Der Geschäftsbetrieb der Institute voll-rieht sich ia nachfolgender Weise: Dieselben in-serieren in all»n Zeitungen und zwar entweder allgemein al» Heiratsvermittler «it de« Znsatze .für Dame» kostenfrei- um sich Bildnisse und nenn auch scherzhast gemeinte, salsche, erdichtet» Angebote von FrauenSperfonen zu verschaffen, oder spezitll unter besonders lockender Anpreisung »iner Dame, um Gesuche von Männern zu er-halten, auf die e» ihnen allein ankommt. Al» InserätionSorgane bevorzugen diese Institute Provinz- und Lokalzeitungen mit dem voraus-sichtlich am wenigste» urteilsfähigen Leserkreise im Iu- und Ausland. Meldet sich jemand auf so ei» Inserat, so bekommt er zunächst ein Druck-blatt. welche» Mitteilungen und Anpreisungen de» Institute» enthält, uud wenn er auf die Sache eingeht, so erhält er bald darauf eine Nachnahme-Sendung. Drr Rachnahmebetrag schwankt zwischen 10 und 60 Mark. Die Rachnahmesendung eut-hält außer einer langen Abhandlung mit Ge-meinplätzen über die Eh» »in Blatt m»t den .AuSsührungSbestimmungen", Danksagungen und BermählungSanzeige» von angeblich durch da« Institut zusammengebrachten Ehelenteu (nur mit Ziffern bezeichnet), di, sogenannte Da«e»liste und Frauenbildnisst. Die sogenannte Damenliste enthält ohn» Namen unter Nummern eine Art Rationale zahlreicher Frauenspersonen. Alter, Personsbeschreibung, Familienverhältniffe, Bil« dungSgang.vermögen.Ansprüche.Mit den Nummern der sogenannten Dainenlifte korrespondieren die Rummer» aus de» Frauenbildniffen. Diese sind offenbar mechanische Masseureproduktionen von Photogrammen. deren Aufnahmen, nach der Be-Äeidung tder dargestellten Frauenspersonen zu schließen, meist vor 7 oder 8 Jahre« und »och früher gemacht worden sei» müffen. In den Ausführungsbestimmungen erklärt da« Institut, daß eS jede Verantwortung ablehne uud nur Vermittlungsstelle sei. Der suchende Mann muß direkt mit der erwählten FranenSperson korrespon-dienn, ind»m»r d»n mit der betreffendenRummer d?r sogenannten Damenliste adressierte» verschlossen»» Bri»s dem Institute z»r Weiterbeförderung ein« schickt. Erfolgt hieraus keine Antwort und der Reflektant beschwert sich, so erklärt da» Institut, die Da«», deren Name natürlich nicht genannt wird, wolle von dem Suchenden eben nicht» wissen. Erstattet der Heiratslustig» nun Straf« anzeige, so gibt der Vermittler entweder eine im entferntesten Auslande wohnhafte, schwer oder gar nicht erreichbar« Person al« die betreffende Dame an oder will deren Angebote auch nur unter Scheinnamen erhalten hoben, so daß ihm die Merkmale de« Betrüge« nicht nachzuweisen sind. Die Höhe de« Nachnahmebetrage«, um welchen die einzelnen geschädigt erscheinen, wird «it den Unkosten de« Institute«: Inserate, Druck« sachen. Bilder. Personal, eigene Tätigkeit de« Inhaber«, motiviert. Eine schneidige Abfertigung hat »in« da« Grazer Wochenblatt aus unseren Aufsatz in der Nr. 39, »Wahlergebnis in Graz" zuteil werde» laste», weil wir nicht ganz genau wußten, daß Graz nicht die Hochburg der Schönerianer in Steiermark sei und in diesem verzeihlichen Irr« tume uii« wunderten, daß der dentsche freiheitlich gesinnte Wahlwerber Je»ko »och weniger Slimmen erhielt al« der Klerikale. Der Irrtum ist deshalb verzeihlich, weil doch das Hauptoraan der Schönerianer Steier« mark« in Graz erscheint und weil die führend»» Parteiblätter gewöhnlich auch am Sitze der Parteileitung, oder doch dort erscheinen, wo die betreffende Partei die meisten Anhänger hat. In diesem Irrtume befangen, «einten wir da« Recht zu haben, un« darüber zu verwunder», daß da» G.-W. vo» der Grazer Landtag«wahl überhaupt keine Notiz »ahm. vielwenigrr sich sür den deutschnatioiiale« Wahlwerber einsetzte, wie e« doch die Sozialdrnokrate« unaufgefordert bei der Stichwahl zwisch.n dem freiheitlich gesinnten wenn auch der deutschen volkspartei angehörigen und dem klerikalen Kandidaten in Marburg taten, um zu zeigen, daß ihm» ei» freiheitlich gesinnter, wenn auch der Gegenpartei angehbriger Wahlwerber doch noch lieber ist al« ein klerikaler. Daß ein» deutsche radikalnationale Partei in diesem Punkte anderer Anschauung huldigt, dielten wir nicht für möglich. Heute sind wir freilich darüber belehrt worden, wessen verbohrter deutschradikaler Parteihaß fähig ist. Wa« aber die.Fahne' anlangt, so meinten wir eben de» deutsche» Dreifarb, unter dem bei un« im Unterland« alle deutschen freiheitlichen Parteien, auch die A»hä»ger Schönerer«, gegen Slawen und Klerikale gemeinsam kämpfen, ohne auch nur ei« Iota ihre« eigenen Parteiprogramme« zu opfern. Wir kennen überhaupt nur eine Fahne aller deutschnationalgesinnter Parteien und da« ist der .deutsche Dreifarb." Unter diesem einzigen deutschen Banner, mag jeder sein Parteikouleurband mit Ehren tragen und heilig halten, da« ist sein Recht; seine Pflicht aber ist'S, die anderen nicht im Stiche zu laste». — Da« ist eben unsere Anschauung. Wen» fich aber eine einzige Partei oder ihr Organ sür unfehlbar dünkt uud alle andere» Deutsch« nationale,!, die ebenfall« auf de» dentsche» Drei« färb kiiigeschwore» sind, bei jeder Gelegenheit schulmeistern will, wie da» G.-W. eben wieder die Eillier .Deutsche Wacht" im Aufsatze .Durchaus nicht» zum Lachen" schulmeistert. so ist das eine Arroganz, die eben nicht jeder ver-trage» kau». nie Sl««»«» die Ohil>ethM| ««triftf ««»«di,» »ist» »irlcii bisher noch unbekannt gewesen fein. I« den «rarsten Lieferungen 64—KS der großen Publikation "»an» Kraemert .,Weltall »d Mr»schtz«tt" («er-in. Teutsche« Bkila>,«hau» vong 4 «o, Prei« pro Jlcstrung 60 J3fg.) finde« sich nun eine Farfimile-Nachbildung de« denkwürdigen Briefe« vom 14. viürz 1493, den Ehnftvbal Holen, der .Klbmiral der gloNe de« Ozean»", wie der amilich« Titel de« arv^n Seefahrer« lautete, an den .wobledlen Herr» Vabriel Ganri», Königlich spanischen Schapmeister- richtete, »olumbu« berichtet darin ohne jede »enntni» von der wahre« V«. deutung seiner Cntdedung über die .indischen Inseln, die »r kürzlich oberhalb »°n Gange« entdeck," hob«. Der von Professor Karl W e.u l e bearbeitcte Nbsch-ut» „Erforschung der (irdoberfliche" de» frfolQtr-cfcrn Werke« behandelt in den oben genannten Lieferungen die Geschichte der Er-sorschung von Nord- und Südamerika i« sesielndster, Weise, untechiltzt von zahlreichen historischen Bildern. Der heutige« Nummer liegt eine »ezn«»ei«. lad»», silr „Da« Blatt bet H-«»snm" Mi »ad wachen wir hie»it a«s dleseld« ««fwrrks»«. A» b«,i»hr« durch die Buchhandlung W. vla«ke in Petta«. 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Bestellungen sind bi« Snde Dezember 1904 an de» LandeS-AnSschnß in richten und habe» die Bestätigung de« Genieindevorsteher« darüber, daß der Besteller bäuerlicher Grnndbefider in der Gemeinde ist, zu enl-halte». Sollten die Bäume fflr die Herbstpflanzuug 1904 benötigt »»erden, so ist die« im Gesuche ausdrücklich zu bemerken nnd hat die Bestellung bi« Ende Oktober 1904 zu erfolgen. Die Gesuche werden, so lange der Gorrat reicht und zwar nach den, Zeitpunkte de« Einlangen« erledigt. Mehr al« 120 Stück werden an eine» Besitzer nicht abgegeben und Ist der Besitzer verpflichtet, die erhaltenen Bäunie auf eigenem Grund und Boden auszupflanzen. Die Bäume werdcu nur gegen Barbezahlung abgegeben. Verzeichnis. der an« der LaiideS-Odslbaumschule - Slelsdorf in der Pflanzperiode 1904/1905 z»r Abgabe gelangenden Äpfel» und Birnbäume. I. Apfettorlen s.Se .! Halbhoch-stimme /%- j -fx yiDfryi'Hiaj bäume . 1. Charlomovsty 320 ' .170 ' 80 2. Kardinal geflammter 275 140 — ö. Gravfusteiuer 235 200 175 4. Ribston« Peppiug 100 50 — 5. Belle Flenr gelber 1415 460 375 6. Canada Reinette V50 3130 475 7. Banmann« Reinette 90 — — 8. Kronprinz Rudols-Apfel 565 405 40 9. London Pepping 243 665 160 10. AnanaS Reinette 1050 950 365 11. Bohnapfel rheinisch großer 1115 1000 — 12. Maschanzker steirisch 2195 2620 — 13. Hnber'jch« Mostäpfel 355 500 — 14. Damaso» 1000 I 315 105 11. Slnten-Iorleu 1 1 1 Gute Louiie von Äora»che» 45 350 165 2. Lirgl's Butterbirn 35 215 60 3. Diel'« Butterbirn 50 315 250 4 Sterkmaiin'« Butterbirn 50 100 80 5. Forellenbirn 75 70 115 6. Iosefine von Mecheln 8 40 120 7. Hardenpout« Winter-Bnitetbiru 20 75 460 8. DechantSbir» Winter 30 730 205 9. Weiler'sche Mostbirn 160 825 — 10. Hirschbirn 25 140 — 1 11. , Rouucltrr 95 35 — Gra;, am 8. September 1904. Der fteierm. fandeoavoschuh. — e — Hydraulische Pressen Golden« Medaille Baegedln 1899 Goldene Medaille Budapest 1899 Goldene Medaille Presaburg 1902 ftir hydrau-llaohe M f J w : ' \| v y'l ' ' V'.WV > '' -\ " >T> V- \A'V\ .'\ v- X \ \ für ObStMMSt für 6ro«tbe trieb mit 2 ausfahrbaren Körben oder I Korb. Wein-, Obstwein- und Fruchtsaft-Pressen fflr Handbetrieb mit Herknleadrsckwerb mit Hel«-oder Eisenbist - Obst- and Trauban-MUhlan, Abbaar-maachlnan Obot-Dörrapparate fabrizieren und liefern unter Garantie ab Spezialität in neueaUr Konstruktion PH. MAYFARTH & Co., WIEN, II|, Spezialfabrik für O batverwert ungsmaachinen. Illustrierte Kataloge gratis und franko. Anfragen frühzeitig erbeten. : > o. I. • o < J, _L_- . J, -o. -c . . L* *-1 \i* *■-!!♦ -r~v jf'MlziitBintto •üjlmmtUr Midi! die Haus Klavier-Niederlage »»s Leihanstalt Ton Berta Volckmar staatlich geprüfte Musiklehrerin Murdur«. obere fferreagatst st, Pirterre-Eofcilitite« (gegenüber dem k. k. 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Ogriseg, form. H. Weiler, Marburg. Z. 35.536. Aundmachung. Seßelnagen ssf amerikanische Neben gegen 0eieblana vereiatea Staats- «ad Lanbesrebensnlsgen für bie Pßa> ans bes . . , län»perisbe 1V04/1WS. Vom Lande Steierrnark kommen im Frühjahr 1S05 folgende Mengm amerikanischer Reben unter nachbenannte« Bedingungen zur ent« geltlichen Nbqabe, u»d zwar: 1. 600.000 Stück Veredlungen (größtenteil« von Mo«ler gelb. Welschrie«ling, Burgunder weiß. Gutedel rot und weiß. Sylvauer grün. Trarniuer rot. Kletnrie«ling. Muskateller) auf Riparia Ponalis, Vitis Solonis und Rupestris Monticola. 2. 400.000 Stück Wurzelreben von Riparia Portalis, Vitis Solonis und Rupestris Monticola. 3. Eine größere Anzahl von Schnittrebeu von den vorgenannten brei Sorten. Die Preise der Reben per 1000 Stück sind folgende: I. Beredelte Reben sür wohlhabende Besitzer 240 Kronen, für alle übrigen Besitzer 160 Kronen. II. Äuierikanische Wurzelreben für wohlhabende Besitzer 24 Kronen, für alle übrigen Besitzer 16 Kronen. III. Schniitrebe» 10 Kronen. Bei Bestellungen von mehr al« 1000 Stück Veredlungen, 3000 Stück Wurzel» oder Schnittreben, durch eine Partei, behalten wir uns vor. die angesprochene Menge entsprechend dem allgemeinen Stande der Anmeldungen zu reduzieren. Die Bestellungen auf diese Reben sind direkt beim LandeSanSschusse oder durch die Gemeindeämter, bei welchen zu bleiern Behuf eigene Bestellscheine anflitgen, bis 31. Oktober I. J. einzubringeu. Die Gerne inbevorstehungen haben di« aalgrfftflttn Bestellscheine sofort dem LandeSauSschusse zu übermittetn. Die tK Ende Ottsber einlangnten Bestellungen «erbe« gtfsm» auft sab «Ntbcs bie »oetasteueu «eben, fast sie gar BefrtcMgaag aller nicht anlreichea ssllte«, verhältnismäßig aufgeteilt. Die Reben iverden nur an steirische Besitzer abgegeben und haben daher auch jene Parteien, welche die Reben unmittelbar beim Landes» ouSschusse bestellen, »ine gemeindeämtliche Bestätigung darüber, daß sie einen Weingarten in der Gemeinde besitzen, beizubringen. Die Preise verstehen sich ab Anlage und ist der betreffende Betrag bei übernehme der Reben zu erlegen, beziehungsweise, wenn sie «it der Bahn befördert werde«, wird derselbe samt den Verpackung«» und Zu-fuhrSkosten, welche zum Selbstkostenpreise berechnet werden, nachgenommen werde». Bei jeder Bestellung ist genau anzugeben: 1. Der Name, Wohn» ort und der Stand de« Besteller«; 2. die Steuergemeinde, in welcher der Weingarten liegt; 3. die gewünschte Rebensorte; 4. die letzte Bahn» und Poststation, wohin die Reben gesendet werden solle«. Wenn die gewünschte Sorte bereit« vergriffe» oder nicht in genll» gender Menge vorhanden sein sollte, wird dieselbe durch eine andere Ähnliche ersetzt. Die Reben sind von de» Bestellern womöglich selbst zu überneh» men. oder wenn sie per Bahn gesendet iverden sollen, sofort nach Erhalt zu besichtigen. Beschwerde« finb sofort an bie Rebschnlleitnug zu richte«. Spätere Beschwerde« werbeu nicht mehr berücksichtigt. Graz, am 15. September 1S04. Vom steicrmärkischen Lanbeö-AuSschufse. Edmund Graf Attems. Ali alle Frauen und jüädehenl Alle L&nder durcheilte es wie der elektrische F ■ n k • alt der Erfinder der Grolieh'»eben H«nMnm«n. Mist fslr »eine auftehenerrefende Erfindung »eilen» dar tMarreichiaahen Reaierung mit einem kaiserlichen und königliche# Privilegium autgezeichnet wurde und auch mit Rächt, denn Orolich's Hsublumanaelsa dient infolge Gehaltes an heilsamen Wiesenblumen und Waldkriutern in erster Reih« zur Hautpflege, indem iie mit geradezu augenscheinlicher Wirkung einen fleckenlosen, reinen und »aramt-weichen Teint erzielt und denselben bei ständigen Gebrauch vor Kiltchen und Runzeln ach atzt. — Das Haar, mit Orolloh'a Heu-blomenaelfe gewaschen, wird Qppig, schön und voll. — Die Zihae täglich mit Oroliob's Heublamanaeifa gareinigt, bleiben kräftig und weiß wie Elfenbein. Qroliah'a Hao-blumenseise kottat 90 kr. Bessere Droguan-handlungen und Apotheken halten dieselbe auf Lager. Verlangen Sie aber ausdrücklich Grolkh'a Heublumenseise aus Brünn, denn et bestehen Nachahmungen. Ja Pattau käuflich bei: F. C. Schwab Handlung, „zur goldenen Kugel," . Franz Hornig, Handlung, Jos. Kasimir, Handlung, Viktor Schul fing, Handlung. Wer liebt rtn »srtrl, reist« «esicht »Hae CsauR«r< (*r»f r». eh» »«ich» gtfchawiMgt «aal und risrn rasiges Trist? Der wasch« sich täglich mit d« U> fasstra »«dizisischea Lilienmilchßeiie iSchutzmarf«: 8 Vngataarr) » Bergmaas 4 Ca., ®rr«*n u. Tetschen s/V. ■anfttig ä St. 80 h b-«: F. C. Gchwsb i» Petta». WIWIWIW Epilepgl Wer au Fallsucht. Krämpsen u. and. nervösen Zustände« leid«, verlange Broschüre darüber. Erhältlich gratis und franko durch die Pri»!l. Ichwsnen APoiheKe, FrsaKfart s. M. Stellvnsuohvnd« jeder Krauche, welche sich mit dem Verkaufe eines überall begehrten Kon« som-Artikels befassen wollen, finden rasch Stellung gegen Monats*Fixum und hohe Provision. Offerten unter ,M. 6.1069" an Haaoenotein & Vogler, A.-S. MUnchen. ^ >/S Zar OxrbstplKitiiiitg sind 5 Ro$$ka$iaiticiibäume awd 30 schöne TiCbUll" bäume » verkaufen. Anzufragen: JJJ. BlAUkC. Pettll. 5 Vv ^ * VC VC 7v Keil-Laek vorzüglichster Anstrich für wstolM Fußböden. 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Mr. Sünder-kv. ist ein treuer, energischer Bursche, dem ich nicht «r ein im-«uitse« kousmäniiische» Talent, sondern auch die Fähigkeit, den wligen Brausekopf zu zügeln und recht glücklich zu inachen, zu-tt.ii». wogegen ich bei meinem Neffen >n punvto Liebe nicht allzu jmser Stetigkeit sicher bin. Denn al« ich ihn vor drei Iahren wn der Sarvard-llniverntät fortnahm, um hier in stiller Zurück-«c^genheit feine kaum allzu eifrig betriebenen Studie» »»vollend«,, r ichte ich bald die Entdeckung, daß er dort ebensoviel« Liebschaften ane »»bezahlte Rechnungen znrückgelasien hatte, obfchon er, dies stand er mir anläßlich seine« feierlichen «»träges na,verweise ritt, (fdith vor feiner Abreife unverbrüchliche Treue geschworen hatte. Da er aber damals noch kaum rechte Gegenliebe gesunden I>„l,en wird, so mögen jene Abfchweifungen - ischuldigt fein.' Mr. Meves mochte bemerkt haben, da« kicse» abfällige Urteil über seinen Neffen bei mir. der ich eine fo ganz andere Anschauung turn dem jungen Manne gewonnen hatte, einen hifen Zweifel an der Menschenkenntnis meines >' cgenüber» wachgernsen hatte, denn er schlug rövlich einen andern Ton an. .Ja. sehen Sie, Sie müffen mich recht ver« n hen Ich will dem guten Jungen keinen all-« mein gültige» Borwurf inachen, fondern nur I weife», daß ich Grund habe, in diesem sve-: iliollc nicht allzuviel Vertrauen in ihn zu h uen. John ist ein Tvv. wie Sie ihn im mo-t men Großstadtleben sehr, fehr selten finden, f un diese Art Leute ist für da« heutige Leben > lisach unbrauchbar. Er rechnet nicht; kann co nicht, und wird e« nie können sicher hat cr seltene Geistesgabe», aber >h,n fehlt die Zähigkeit, sie au«z»»«ve» ^«ine ganz« Ber-t iilaatttia ist die eine« Träumer«, «eine Sei-niat ist Utopia. Er steht n.it den Beine» nicht <»f der Erde. Roch kürzlich erklärte er mir, daß er sich keine schöner, Lebensaufgabe denken llinne. als da« Göttli^e. da« in jede», Men-ichen schlummere, zu erwecken — Run bitte >ch Sie, wa« bezahlen Sie dafür, wenn jemand m Ihnen etwa« Göttliche« weckt? — Und dem killte ich mein, in meinem langen Leben schwerer Arbeit hoch ge-.achte« Geschäft, dem Seelnifucher meiu einzige« Kind anvertraue». Edith ist vo» Grund ihre« verzen« ein praktische«, klarblicke» 5e« Geschöpf, diese Schwännerei sür John und ihre mit den mexi-ionischen Liedern cingeiogeiie Borliebe inr romantischen Unsinn m eine teuer holden Ingendcseleien. über die sie, al« rei,e« Weib. einmal lächeln wird. Sin Schwärmer kann ihr au, die Tauer uicht genüge», wie 3* »« (Jrtignififit i« Cfitfim: «tfofen dem Fetthtli-gfphe« achtet Sunderlav heute schon, ste wiro >yn lirorn 1« .«..J Diese"lange Rede schien den alten verrn fehr anlgeregt zu habe», nun lehnte er sich bequem »»rück und in dem Lächeln. Mit dem er mir eine Zigarre anbot, konnte ich deutlich lesen, wie »ehr er überzeugt war. da« Richtige mit seinen fl(KrUgminen aetnffei«u habe». Trovden, muß ich offen gestehe», daß ,«t» leise» Gefühl de« Brfferwiffeu» nicht unterdrücken konnte, Ich hatte beim (. ,en tu viel gefehe». uud für mich stand e« nnn einmal fest, das, Liebe wohl Blödsinn, aber nie und nimmer dle jionseculeiiz einer philo-sophischen Betrachtung sein könnte. Dabeiblieb ich itt meineniGe« danken auch, alt mir Mr. Meve«. nachdem er sich etwa« erholt hatte den (lharakter nnd die Fähigkeiten von Mr. Sunderlav an«, einandersevle. Da seine Auslaffnngen zum gronen Teile die ge-schäftliche» Großtaten seine» Prokuristen betrafen, so kann ich da» meiste al« sür nnfere Erzählung »inwichtig, fortlasien und brauche nur hervorzuheben, wa« ich auf diese Weise über Mr. «underlalsS Vorleben ersnhr. Gleich bemerken will ich. da» ich schon damals die Empfindnug hatte. daß dieser schlaue Geschäftsmann uch lifi seinen Unternehm,liigen wohl genau »ach ^ Ttrasgesetzbuche«. aber sicherlich nicht im mindesten nach den. diurti da« eigne Anstandsgesühl vorgeschriebenen Greiizen richtete. Mr. Snnderlav stammte von franzöilschen Eltern an« Xew Orleans nnd war schon seit fünfzehn Jahren ui derselben -nrma tätig öier hatte er sich au« feinen anfänglich armseligen Ber-8 Hältnissen, dank seiner Sparsamkeit. zn ziem- lichem Wohlstand emporgearbeitet, so daß er schon seit acht Iahren. so lange war der Baker tot seine Mutter in Renorlean« erhalten konnte. Obgleich alle« mit dem größten Wohl» wollen vorgetragen war. konnte mich Mr. Me-ve« in diesem Falle ebensowenig, wie in dem ersterwähnte», überzeiige». Da überdies meine Müdigkeit ständig znnahm, benutzte ich eine gelegentliche Banse in der Nnterhaltnng. um mich von dem Sausherrn für diesen Abend z„ verabschieden und mein Schlasgemach ant-zusnchen. Draußen ans dem Uorridor war alles dunkel und da ich de» Weg zu den mir angewiesenen Räumen erst einmal gemacht hatte, blieb ich stehen, um ein Streichholz anzuzünden, mtng« um mich her war alles totenstill Meine völz chen schienen bei dem laugen Ritt in dem am Morgen niederströmende» Rege» fencht gewor-den zn fein, denn verschiedene versagten. Ein leichter Funke. dann war wieder alles dunkel um mich her. Endlich fiug ri»s Neuer, mit leisem Zischen zncktr das gelbe Flämincheu au,. Da siog plötzlich vor mir ei» Fenster an,. Ein scharfer Windstoß löschte da« Zündholz an« nnd wieder stand ich in nndnrchdruigliche Finsterm« gehüllt. In demselben «»grnblicke glaubte ich eine Gestalt an mir vor ^'^ch'blieb wie angewnrzelt stehen nnd lauschte, doch die d'ckeu Treppenläuser nahmen jeden Schall au,< dazu kam, dan das onen Eiueu'«ugenbl?ck noch lauschte ich. ohne da« leiseste Geräusch, außer dein draußeu heulenden Sturm uud dem knarrenden '"«"cr. zn höre». Ich beruhigte mich selber mit dem Gedanken, da,. irt, 162 durch das pliHUirtie Aufspringen der Scheiben erschreckt. tuulil ciiu' wehende Gardine für einen Menschen gehalten habe, »ud machte mich daran, das Neuster zn schließe«, al» mein Fuß an einen Karte» Gegenstand stieß, der sich bei der Berührung auf dem Teppich be-wrate, ich bückte mich >»>d hielt »ach einigen« Umhertaste» ein kleine» Nläschche» in der Hand, das. als ich es auiliob. eine» penetrante» Geruch aus-strömte. Ich muß liier eiilschiebeu. daß ich meine kaufmännische Lehrzeit i» einem Hamburger Trogenhause absolviert hatte. daher bemerkte ich svsvrt an dem Gernch, da« dies Nläschchen — Blausäure enthalten hatte. Böller Entsetzen fnhr ich empor. Eine Schar unklarer Gedanke» »nd Bon'tellnngen von einem drohenden Unglück durchzuckte mein Sir». Eine» Augenblick überlegte ich. ob ich wieder umkehren und Mr. Me> ves meine Entdeckung mitteilen sollte. Doch ich fürchtete, de» alte» Herr», der, wie er mir gesagt hatte, noch einige Sorrespon-deuzen erledigen wollte, unnötigerweise in Ausregung zu versetze« »ud beschloß, meine Untersuchungen vorerst ans eigne »saust anzustellen. So schloß ich denn die Schei-be». zündete ein Streichholz an und sah mich auf dem Korridor genauer um, in der Hoffnung, irgend etwas zu entdecke», was a»f die Person des Verlierers Rückschlüsse zn ziehe» gestattete. Zu meinem großen Leidwesen bliebe» meine Untersuchungen ergebnislos. Der Korridor war klei» »nd stellte die Verbindung zwischen einer auf-nnd einer absteigenden Trevve dar. Seine beiden Zugange waren mit dicken Portieren verschlossen. Neben der Tür, die zu dem Arbeitszimmer des Sausherr» führte, stand ein niedriges Tischchen, aus welchem ich eine verschlossene Weinflasche, eine mit Wasser gefüllte Karaffe, fotoie zwei Gläser entdeckte. Langsam kam mir der Gedanke, licher Zufall als Werkzeug benutzte, um Hausherr» geplante» Anschlag z» vereiteln. Wer sich längere Zeit in dieser Gegend Nordamerikas anfge-halten hat »»d den brntalen nnd rachsüchtige» Charakter, der dort in großen Schare» «»gestellte» Mischlinge kennt, wird sich über diesen schnell bei mir anstanchenden Verdacht kaum wunder». Lese» ivir doch sast täglich i» den große» Ne»vorker Tageszeitungen von geplanten oder gar ausgeführte» Giftmorde», die gewöhnlich als einziges Motiv die Rache für eine oft dem zivilisierten Euro-päer kaum nennenswert erscheinende Beleidigung habe». Ehe ich jedoch so weit kam. Masche» und Gläser auf ihre» Gernch hin zu untersuchen, verlosch mein Hölzchen ansS neue, nnd da ich fürchtete, im Dunkel einen der aufge-stellte» Gegenstände nmzn-stoße» »»d d»rch das Ge-rä»sch die Hansbewohner zu alarmieren, wollte ich mich vorerst mit einem Lichte ausrüsten, das ich sicher war, ans meinem Zimmer zn finden. Vorsichtig ging ich die inS obere Stockwerk süh-re»de T eppe hinaus uud besa»d mich einer Tür ge genüber, durch deren Schlüsselloch eiu schmaler Licht streife» drang. Da ich über-dies im Zi»»»er eine Per fon ans- u»d abgehe« hörte. klopfte ich, i« der Hoffnunl», jemand zu finde», mit dem ich über mein webe» gehabtes Erlebnis sprechen konnte, schnell entschlossen an. An» sta»d ich nach einem lanten .Herein" vor Mr. Snnderlav. Ei» ichtteller Blick überzeugte mich, daß ich mich aller Wahr ittieinlichkeit «ach i» einer Art Privatkontor des Prokuristen befand, und da ich ans den ans feinem Schreibtisch aufgeschlagen herum- liegenden Papieren nnd Büchern ersah, daß ich den jungen ..« bei einer Arbeit gestört habe» »lochte, w»rde es mir leicht, ich mein Eintrete« mit »leine», Fund entschuldigte, gleich zur »u kommen. In kurzen Worten erzählte ich. wa« sich foebni .. eignet hatte »nd hielt ihm gleichzeitig das Iläschchen mit. Nase mit der Nrage. ob Mr. Cm mir wohl sagen könnte, was der ^itfcl des Fläschchens gewesen sei?' Glaubte ich aber damit irgend»»it« Erstaunen oder gar Erschrecken in ihr >-vorzurufen, so hatte ich mich gründlich* täuscht. Linie eine Miene zn ve> erwiderte er: .Blausäure! Nehme, : sich iu acht, es ist eins der schärfste» die wir kennen. Waschen Sie sich mM he gründlich Ihre Hände, ehe Sie etwas anderes anfassen." Diese Antwort kam so trocken, »d, jede Erregung heraus, daß uuumel» v> Erstaunen tatsächlich ans tnei»er - war. Ich fragte daher, ob ih» den» iie Generalmajor Zutushima, W bcr M.I.I.I,Verwaltung in 0 l'anb(«lri(cn bet Manblehnrei. Photogriiplilr von It. ? t dieser Fund erscheint, ist er den» dock „i»t Leider besitze» wir eine ziemlich vollstä»? Äollektip» sämtlicher bekannten Giste. ist ei» Überbleibsel ans der Zeit, wo .l'r Irving zur Abwechslung einmal Met^ : studierte. We«n Sie das Fläschcheu U Lichte betrachten, werden Sie ans !> Etikette nicht tntr die lateinische Be;. nung, sondern auch den Name» sei ' Besitzers entdecken." Einigermaßen überrascht trat ich näher die Lampe heran nnd bemerkte aus dem Fläschche» ein Etikett, rv seinen Inhalt allerding« sehr genan angab. Der Umstand, das: m Etikette schwarz nnd die Schrift weiß war. mochte daz» beigeir»,!!. habe», daß ich bei der schwachen Beleuchtung des Zimmers iu» eher die Aufschrift gesehen hatte. Ans drei weiße Kreuze. ' unter einem sorgfältig gezeichneten Totenkvpf standen, folg: Name: Aridurn hydrocynatum C. N. H. I. Irving IWß. Diese Entdeckung nnd der rnhige Ton, in dem Mr. Sunde von einem mir so unheimlich erschienenen Nunde sprach, r. sicher geeignet, die »0 in mir aufgetauchten < danken als mindestens Hausbewohnern gegen >' leichtsinnige Gebilde » ausgeregten Phantasie scheinen zn lasieu. Ii»! hin blieb »och die ß offen: Wie kam dieses stallfläschchen, das vor kurzem einen so fährlichen Inhalt ge: hatte, ans den Flur in die Nähr eines a Anscheine nach für Hausherrn bestimn Abendtrunkes? Ich i:> diesen Gedanken Mr -derlay gegenüber an». d> Antwort auch meine le! Bedenken hätte zerrn können Daß dies nickt sckah, schob ich an je-' Abend auf eiue, wie vielen Menschen, so « bei mir stark ansgevnin Ereignisien mit Vorliebe kl. Neigung, an« ungewöhnlichen Abenteuer zu konstruieren. Ans meine Frage, wie die Phiole an jenen Platz gekoim sein mochte, erwiderte mir Mr. Snnderlav. daß John Irvini, i aller gegenteilige« Ermahnungen leider immer noch recht uit\ sichtig mit den in seinem Besitze befindlichen Gistmengen uingil ■+ 103 irr (liest es weiter fflr leicht iiioglid), das: Wir. Irving, der kürz. John Irving sei. Einige Minuten blieb alle» still, dann ver »ahmen wir in der Ferne den önsschlag eines Pferdes, das an-scheinend dem jenseitige» User zutrabte. Als auch das leiseste Geräusch verstnmmt war, trat Mr. Sonder-lat» vom Fenster zurück und zündete die Lampe wieder an. Ich glaubte in seine» Zügen ei» flüchtiges Lächeln der Befriedigung zu entdecken, als er da»» nach der Uhr sah. Lhue mir über den ich einen Alligator gcsangen »nd schon verschiedentlich davon ge wrvchen hatte, ihn mit Vlansänre tüten zu wolle», um die Wirkung ivo Gistes anf eine solche Ricsenridechse zu erproben, diesen Plan .»» Nachmittage ausgeführt habe und später die allerdings geleerte .^laiche iu dem Flurfeuster habe stehen lassen, von wo sie dann der Windstoh, »ach dem Ansspringen deS Fensters, auf den Teppich vor mei«e Füße gewor-ie» habe. Diese Erklärung er« ichien mir so plausibel, van tatsächlich jederBer> dacht in mir schwand und ich in der mir eben »och so unheimliche» Phiole kaum mehr als ei» leeres Fläfchchen sah. Trotzde», behielt ich sie ittstiuktiv bei mir. be-ganu aber gleichzeitig, wohl in einem Gefühl der Reue, über de» vor-her, wenn anch noch so flüchtig gegen Mr. Sunderlav in Gedanken gehegten Verdacht. ab-sichtlich von andern Din-gen zn plaudern. Wir spräche« eiuige Zeit vou seiuen Aussichten für die Zukunft und der große» Arbeitslast, die ihn an-scheinend zwang, noch zu später Rachtstnnde iiber den Büchern zu sitze«. Da bemerkte ich plötzlich, daß das daukle Auge des jungen Man-nes häufig, als suche eS etwas, durch das Fenster iu die Rächt hinaussah. Ich fronte ihu. ob er noch jemand erwarte? Statt aller Antwort löschte Thomas Suuder-Iah die Lampe aus. winkte mich zu sich heran und zeigte in die Rächt hinaus. Ich trat näher und bemerkte, daß da« Neu-fter gerade dem Tor ge-genüberlag, durch wel« ches ich am Morgen ein-geritten war. Der Sturm hatte nachgelassen. Ritt hin und wieder schür-leite ein Windstoß große Regentropseu vou den Blättern der großen Parkbänme. .Sehen Sie? Dort vorm Tore!" Erstaunt über den hastigen Flüsterton, in dem Mr. Stntderlal» diese Worte hervorstieß. blickte ich angestreng: w die Rächt hinans. Eben brach der Mond sür einen Momeut durch die Wolken tmd beschien Die M,»s. «ach dem «emittd« v«n H. «»»tbach «Mit lejt) bas mit Arabesken ver- Mi>1i>«r>'i'I>>>' »«» Pr,tn„ »0» Fra«, vaniftarnftt in Manch««. -,ierte eiserne Parktor. Da konnte ich deutlich eine Gestalt erkenne», die mit hastige» Schritte» Zweck Rechenschaft abzulegen, tat ich dasselbe: eS war ein Viertel dem Eiitgaiig zneilte. Gleich daran? hörte» wir etwas etitferurer »ach elf Uhr. das Wiehern eine» Pferdes. Die Gestalt blieb stehen »»d schien Lffe» gestanden, war diese Erscheinung wohl geeignet, mich a»ss neue i» Erregung zu versetze», aber durch meine» kurz vorher ge-taue» Mißgriff klug geworden, suchte ich mich zu beherrsche» und »ach unserem Fenster hinaufzusehen. Da schob sich eine schwere Wolke vor den Mond und entzog die Silhouette des nächtliche» Besuchers unsere» Blicke». Da es draußen ziemlich still geworden war. lauschten wir beide noch eine Weile in die Rächt hinaus in der Hoffnung, daß die Person der mit Miß Edith heimkehrende fragte de» Buchhalter mit gut geheucheltem Gleichmut nach seiner Vermutung über die Persönlichkeit des Reiters. Mr. Eunderlay, dessen Züge wieder de» gewöhnlichen, gleich 164 mähigen Ausdruck angenommen hatte», zündete sich bedächtig eine Zigarette an und erwiderte, als weuu es sich um etwas ganz Selbst-verständliches handle: „Wahrscheinlich war es ein Bote, der sich verspätet hat und nun, da er hier alle« in Tnukelheit gehiillt findet, zum Fnhrmaun TvmmN »nriickkehrt und bei ihm übernachtet. will«) BILDER Generalmajor Aukushima. Generalmajor Fukufhima. der im Juli mit bem FelbmarschaU Oyama nach ber Manbschurel abgereist ist, um dort voran»-sichtlich, wie zur ,'jcit de» Kriege« mit (Xljina 1804 bi« IN»;., Lhef der miti. tÄrischen Verwaltung der von den Ja-Dauern besetzte» Länder zu werden, hat für Teutsche insofern Interesse, al» er vier Jahre lang. 18S7 bi« >«!>>, Attache bei der japanisch?« Gesandtschaft in Berlin >oar. von dort an« trat er zu Pserde seine Heimreis« durch Ruhland nnd Sibirien an, wodurch er damal« viel von sich reden machte; vom Kaiser von Japan wurde er noch vor feiner An-fünften der Heimat zum Oberst besvr-dert. ffiikushlma zeichnet sich durch ein hervorragende« Spracht.,!»»! an«, er be» herrscht Deutsch, Englisch, Franziilich, Russisch und llhinesisch. Über letzter» Sprach« hat er sogar ein Fachwelt ge. schrieben, da» in hohem Ansehen steht. Wege» ber Vielseitigkeit feiner Sprach. tenutnisfe war ihm im Bureau de» Gene-ralftab» da« Amt zugefallen, die immer lauter werdenden »lagen ber in Tokio zurückgehaltenen Srieg«kolrespondenten entgegenzunehmen. Da» gelehrte Pferd deS Herr«__ l». Cfien. Der Besitzer de» Tiere» ist der Rentier V. Osten, der au» Liebhaberei schon seit längerer Zeit .versuche über die lkntwicklnng»sähigkelt der Tierseele' anstellt und nun nach jahrelangem Unterricht seinen .Han»' so weit gebracht hat, daß die Berichte über ihn geradezu — märchenhaft klinge». Dabei ist jedoch zu bemerke», baß e« sich nicht um mechanische Dressur handeln soll, oder »m jene gewisien Künste, durch welche die Täuschung erweckt wirb, al» kbnnte da» betreffende Tier lesen, rechnen usw. Herr v. Osten soll nach eriilthasten geitung«berichten s«g»Q sehr vorteilhafte Anttäge von Zlrkutbirektoren usw. abgelehnt haben. Bei seinen vor-südruugen unterstsitzt ihn ber Zoologe »nd Reisend« Pros. Schilling», «der wa» kann der Han« eigentlich? Run e» ist wirklich nicht wenig und er beschämt gar manche» Menschenkind. Er rechnet mit dem Zahlensystem von l —100, addiert, multipliziert, dividiert, subtrahiert, erhebt in» Qnadrat, rechnet mit Brüchen »nd Dezimalbrüchen usw.. wobei er die Resultate mit Hus» schlügen angibt. Räch einem System, da» Herr v. Osten mit großem Geschick ausgebaut hat. und da» di« «inzelnen Buchstabe» durch Hufschläge «rs«tzi, buchstabiert Hon« Worte, die man ihm ausschreibt ober vorspricht, er zählt unter den Hüten der Anwesende» bi« Strohhüt« und Filzhüte. er unterscheidet die Farbe», «r kennt verschieden« Daten «. dgl. m. St ist nicht nur, wie alle Pferde, „musikalisch', er gibt — so heißt e» — von einem Ton die lonhih« an, und .sagt", welche? Ion von einer Di»harmonie fortgelassen werben m-jfl, damit man «in« Harmoni« erhält, (fr erkennt endlich selbst nach einer schlechten Photograph!« au« d«r Menge fremder Leute, die ihn umstehen, da» Urbild. Die BtauS. Hermann «aulbach, der unermüdlich an» heiterem Sinne schaffend« Maler fröhlicher Kinderszenen, bietet un» in unserem vorstehenden Bilde ein neue« lieben»würdig«» Geschichtchen au« der Welt der Kleinen dar. Im K«ller eine» kinderreichen Hanse» ist'« nicht geheuer. Sine Mau« hat ber Speisekammer mehrfach schlimme Besuche abgestattet. Sie haust unter ber Stiege, bie in den Keller führt. Nun gilt'«, der kleinen Gaunerin aufzulauern. Mi« allerhand Dinge» soll dem arme» Graupelz der Garau« gemacht werde», wenn er au» dem Loch h«rvorkommt. Die hübsche Gruppe atmet Humor »nd zeigt un» im einzelne» prächtige kleine Gesellen, die mit Lieb« beobachte! nnb mit seiner Kunst wiedergegeben sind. der Rede folgend« >»nnd«rl!ch« Wendung vor: .Mdg« der Allmächtige Hur: Majestät einsalzen bi« zum linde der Welt.' Der Dolmetscher hatt« nämlin. da« lateinische Wort consorvare (erhalten) nicht gekannt, in einem üfritir da»selbe aufgeschlagen und al« Übersetzung ». a „einsalze»' gefunden. St Angewandtes Sprichwort. Pikant« Dam« jährlicher Mensch, al« Revolutionär, wurde er zunächst ausgegriffen nnd Vv> den Präsekten de» Gr«nzd»part«inent» g«sührt, um sich über s«in« Person n»5 seine Absichten au»zuweisen. Sr war damal« ebenso wie i» seinem ganzen späteren Leben nngewiihnlich mager, so daß er fast schwächlich au»fah. De, Präsekt besah sich diese» schmächtigen jungen Mann, bem der Ruf eine» gc. jährlichen Revolutionär» voraulging. kopsschütteliib von oben bi» unt«n. und schließlich entfloh«» dem Gehege seiner Zähne die klassisch«» Worte: „Und Sir haben Throne stürzen wollen?" S«. » r~ .R>>. wie findest bu e» In unserem C'Oltl ?" „soweit «um flut, nur alle« zu wenig flelntirn!" ,.91o. warte nur, da« wird die Rechnung schon desto mehr sein!" it (Hn»nerl)itmor. Verteidiger (zum v«rurt«ilte» Gaun«r>: „Warum legen Sie gegen da» Urteil noch Beriiiung ein?" — Gauner: .Mir hat d«r Doktor die sitzende Leb«n»weise verboten!" Xai Wichtigere. Graf (al« Frei«»): .Ich habe siebzig Ahnen.- — Protz: „De gehen mich nix an: ab«r wi«vi«l haben Se Gläubiger?' Ander» nicht möglich, Wirt: „Hat der Fremd« g«Ichimpst, al« Sie ihm di« Rechnung brachten?' — Kellner: .»ein Wort hat er gesagt!" — Wirt (nachdcnktiil)): .Hm, sollte ich da etwa« »erges!«» haben?' Tie eiitgesalzene Piajestät. Während der Regierung «aller Joses II. kam eine marokkanische (»elanbtschast nach Wien. Der Führer derselben redete den Kaiser nach einem Texte, den ih«t ein marokkanischer Dolmetscher in« Deutsche übersetzt halte, in deutscher Sprache an. Dabei kam am Schlüsse Teitenslechc» ist nicht immer Shmp. tom der Brnstfellcnlzündnng, sonder» e« tritt auch ohne Fieber und Husten an! «nd ist dann Folge von Blähungen oder verdorbenem Magen. Diese Art de« Sei. tenltechen« wird bekämpft durch Kilminel-oder Pfefferminztee, Reiben der Magen-gegenb, Spazier«ng«hen.. Der Ottoberfchnitt wird häufig In der Weis« in Anwendung gebracht, das, man die Fruchtzweige sämtlich im Herbst sch«eid«t, während di« Lritjweige «rst im Ftiihjahtt geschnitten werden. Die» t> , . geschieht besonder» bei mäßigem Triebe, um die Tätigkeit ber Fruchtzweige zu steigern, während der Holztrieb der Leitzweige einer ble von «ttlntr & <8ltlf|tr in wntt|j«rt.