>'lr !30.________ Samstass, ^8. Juni 1887. UM. Ialnssan«. Mitlacher Vl>1numc«aibn,, !,, li. !).,,dilihrig sl, s>,50. ssiir die Züslelluna lns Hau? ganzjährig fl. i. — Inserllonsgtliür: fflir slei,,? I>,^»a, Zeiluna" erscheint täglich mit Auönabme bei Sonn» und Feiertage. Die Ulbwiniftrlitio» befindet sich N.ihnhofgafse 15, diü Mednctlon Wienerftraße »5. — Ilnfranllerte Ärlcft wcrbcii nicht .in^ünouin^ü »nd ^i.niul^iple inchl zu»ü stehende Worte gesprochen (liest): «Ich habe immer ausgesprochen, dass es eine Ungerechtigkeit sei. einem Manne, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist. ein deutsches Urtheil, eiuen deutschen Bescheid 'zuzustellen. (Hört! rechts.) Ich habe immer an dem Gruben, an dem Gedanken festgehalten, dass die Cynvsur in Anwendung des Artikels XIX darin bestehen mnss. dass es jedem österreichischen Staatsbürger möglich sein müsse, die landesübliche Sprache zur Geltung zu bringen, dass er in der Lage sein müsst, in der landesüblichen Sprache sein Recht zu suchen und zn finden, d. h,, dass es ihm gestattet werden solle, seine Bitte, Beschwerde. Klage in der landesüblicheil Sprache ein-zubriugen. uud dass in dieser Sprache die Entscheidung zu geben sei.» Diese Worte, meine Herren, die das Um und Anf unserer Wünsche nnd Bestrebungen anf dem Gebiete der Justiz bezeichnen, sprach in der angedeuteten Sitzung des Herrenhauses bei der ersten Lesung des genugsam bekannten nnd auch früher angezogenen An« träges, betreffend den Sprachenerlass vom 23. September des verflossenen Jahres, nicht etwa Graf Taasfe. sondern in diesem Falle auch sein Gegner, Se. Excel-len; Ritter von Schmerling. (Hört! Hört! rechts.) Ich will nicht in Zweifel ziehen, dass Se. Excellenz richtig uud jederzeit dieser Ueberzengnng war, aber man wird doch die Einwendnng gerechtfertigt finden, dass im Jahre 1881. als ein' slovenisches Urtheil an den Obersten Gcrichtöhof anlangte und von diesem in Uebereinstimmung mit der zweiten Instanz, dem Oberlandes« qerichte in Graz, weil es slovenisch abgefasst war, als null und nichtig erklärt wurde (Hört! Hört! rechts), dass also im Jahre 1881 bei Sr. Excellenz dem greisen Lord Oberrichter diese Ueberzeugung nicht mit jener Intensität vorgewaltet hat wie jetzt, wo es sich darum handelt, die Gerichtssprache von der Sprache des inneren Dienstes scharf abzngrenzen. (Sehr gnt! rechts.) Wir sind den Gegnern der slovenischen Amtierung dankbar, dass sie den Versuch unternommen haben, die ssovmische Sprache aus den Gerichtssälen hinanszu« weisen; wir sind es ihnen dankbar, dass sie dieses Wagnis unternommen haben, denn dies hat einen solchen Unwillen unter dem sluvenischen Volke hervorgerufen, dass sich dessen Vertreter hier im hohen Hause erhoben und von der Justizverwaltung Maßnahmen verlangten , welche geeignet wären, diesen Schimpf von unserer uns überaus lieben Muttersprache hinwegzu-waschen; und die hohe Justizverwaltung hat in einer Verordnung im Jahre 1882 auch die Zulässigkeit der slovenischcn Sprache im Amte anerkannt. Ich habe es bedauert, dass die hohe Justizverwaltung damals nicht noch weiter gegangen ist. Ich glanbc aber. dass wir anf den Standpunkt der Unzulässigkeit uuserer Sprache im Amt nnd Gerichte nie mehr znriictkehren, wenn wir ihre Entwicklung nnd ihre erwiesene und von der Regierung anerkannte Verwendbarkeit für die Amtierung berücksichtigen. Die hohe Justizverwaltung hat mit der erwähnten Verordnung, also wesentlich nnr die Sprache als zulässig erklärt. Sie hat auch noch ältere, von gegnerischen Regierungen herausgegebene und der slovenischen Am-ticrnng nnd Sprache überans wohlwollende Verord- Feuilleton. Miidchcu-Typcu. Beginnen wir mit der Ingend und zeichnen wir ^erst die sogenannte doaulc» '" sein. , Leider fördert unsere Erzichnngsweise immer sel- !>r jene lieblichen Mädchengestalten zutage, welche ^ l)(nuiü cw <1illl)l> die Schöuheit der Uubefangeu- ^l.t besitzen. In nnserer stürmischen Zeitflut ist ste ?'y in Gefahr, unterzugehen. Ist sie aber einmal ent- funden, dann war es ein Entschwinden auf immer " keine Kosmetik der Welt verleiht mehr den Farbenschmelz der Natürlichkeit. Was natürlich sein will, ist nicht mehr im Bestreben, es zu sein. Wie bereits erwähnt, reicht oft eine Ballnacht hin, nm die Ii6au!6 6u dmd!6 zu zerstören. Mit den Bällen, den Blumcnspcudeu. deu bedeütungsreichen Wotteu galanter Tänzer, mit dem stürmischen Werben der Courmacher, verwaudrlt sich der zarte Schmetterling gar ost in den sclbstbew'.issten Adler, der stines SiegeZfluges sicher ist und leider nur zu oft zur vielumworbenen «Kokette» wird. Die elegante Mode- und Äallkönigin, wie verächtlich kräuseln sich ihre Lippen, weuu von einer K0aut6 cw ^ die N.'de ist? In der schwülen Gaöluft des Gesellschaftslebeus. auf dem spiegelglatten Parket der Eleganz, erscheint die deaulH lw <1in.l)w gernch- und farblos, nur die vollaufgeblühte Rose herrscht da, und das bescheidene Maßliebchen verschwindet. Die pikante Erfahrenheit der Kokette belächelt die Naivetät der dkautH cw äiadlo. bezeichnet sie mit dem Wörtchen «Dummheit». Und doch kommen im Leben dieser Balltöniginnen gar oft Momente, in denen sie sich unsäglich einsam fühlen. Sie werden gewahr, dass sie bewundert aber nicht geliebt werden. Die Bewerber und Courmacher einer Ko kette reihen sich zur unendlichen Zahl. Die Männer sind nun schon einmal so. Der pvikelude Witz und Sar-kasmus aus schönem Munde, der Kampf mit den Nebenbuhlern reizt sie an, sich ebenfalls an den Trinmphwagen einer Mudegüttin spannen zu lassen. Die Kokette verdrängt auf'eine Zeit das einfach bescheidene Mädchen, sei dieses nuch hübscher als die Kokette, denu eö gehört ja zum Win lmi der Männerwelt, nnr der Begehrtesten zn huldigen. Das bescheidene Mädchen fühlt sich in Gesellschaft' einer Kokette förmlich nn^ bcholfen nnd wird verwirrt über die staunenswerte Fer-tigkcit. mit der ihre Mitschwester einen Mann nach dem andern zn fesseln versteht. In den meisten Fällen besitzt die Kokette kein Ge» müth, kein Herz. Ich meine solche, die aus eigener An« läge zur Kokette wurden. Diesen däucht das Leben als endloser Trinmph. Jeder Tag bestärkt die Kokette mehr in der Macht ihrer Schönheit, die sie als Siegerin oft bis zum Uebermaß gebraucht. Was liegt ihr daran, wenn ein Mann ihrethalben die eigene Frau verlässt? Als willenloses Werkzeug gebraucht sie ihn eine Zeit laug und wirft ihn als ausgenütztes Spielzeug dann beiseite. Es gibt aber auch Koketten, die es erst mit der Zeit wurden, und diese sind dann besser als die ersteren, denn sie verfolgen zumeist nur einen bestimmten Zweck und ermüden bald in dem flatterhaften Spiel der scheinbaren Herzlosigkeit, zu welcher sie Täuschung oder Liebesgram gar oft gebracht hat. Die Kokette ist wählerisch bis zum Extrem nnd berechnend. Sie gibt jenem den Vorzug, der am meisten zu bieteu vermag, nnd die Neigung eines ehrlich den< keuden Mannez, dessen Lebensweg ein einfacher ist, wird mit einem spöttischen Lächeln abgelehnt. Die Triumphe einer Kokette berauschen, geben aber keine Lebensp^'ition. Mit dem Fältchen auf der Stirne erlischt der glänzende Himmel der Kokette und sie wird plötzlich gewahr, dass alle ihr dargebrachten Schmeicheleien als hohle Spren sich erweisen, denen der innere Kern fehlte. Das siegesbewnsste Lächeln der Ko« kette entschwindet mit den Jahren, mit den Verehrern, welche alle nach und nach ihren häuslichen Herd grün« dcten, da sie der uielnmworbenen Kokette wohl huldigten, dieselbe zu heiraten aber nie beabsichtigt hatten. üaibacher Zeitung Nr. 13«_________________^___^^ ^ ^ 18. Inni 18«?. nungen gewissermaßen der Vergessenheit entrissen. Doch alle diese Verordnungen — nnd ich gebe zn, dass das damals gerechtfertigt gewesen sein mag — stellten sich ans den Standpunkt, dass die slovenische Sprache im Amte nur nach Möglichkeit nnd Thunlichkeit zu verwenden sei. Ich glaube aber, dass die hohe Regierung diesen Standpunkt schon heute verlassen könnte und sollte. Ich bin vollkommen überzeugt, dass die Kenntnis der slovenischen Sprache unter dem Richterstande mehr ausgebreitet ist, als man annimmt. Ich bin sogar der Neberzeugung, dass, wenn die hohe Regierung die Verwendung der slovenischen Sprache bei Gericht imperativ fördern wiirde, sie keineswegs besorgen müsste, dass sie auf Schwierigkeiten stoßen würde, welche ihr diesen Schritt als verfrüht darstellen wurden. Ich sage, die slovenische Sprache ist nnter den Gerichtsbeamten mehr vertreten, mehr gekannt, als man annimmt, nur tritt das nicht zutage. Mancher der slo-venischcn Amtierung geneigte Beamte verbleibt bei der deutschen Amticrung. weil er sich nicht, wie dies in vielen Fällen eintreten würde, die Missgunst seiner Vorgesetzten zuziehen will und weil man es nicht von jedermann fordern kann, dass er für das, was er für zweckmäßig nnd gerecht ansieht, männlich eintrete. Wieder andere, der sloveuischen Amtierung sich entgegensehende Veamte üben oft im Stillen das Studium der slovenischen Sprache, lind ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich die Kenntnis derselben häufig dmt gefunden habe, wo ich fie am allerwenigsten uer-mnthete. Allein diese Beamten würden sich mit allen ihren Antecedentien in Widerspruch setzen, wenn sie auf einmal slovenisch zn amtieren anfangen würden. Diese Beamten suchen anch häufig allerlei Ausflüchte, um der Forderung nach slovenischer Amtiernng auszuweichen. Man sagt — damit ich Ihnen in der Justiz selbst erlebte Beispiele anführe — der Grundbüchsführer, früher mag er ein Feldwebel oder Wachtmeister gewesen sein, kann nicht sloveuisch, es können also anch die Grundbuchsgesuche nicht slovenisch erledigt und manipuliert werden. Man geht noch weiter nnd sagt, der Schriftführer, ein Diuruist, der eine Bezahlung von 25 bis 30 fl. monatlich erhält, könne nicht slovenisch schreiben, also könne man auch nicht sloveuisch protokollieren. Man bemüht sich aber nicht, sich einen des Slouenischen kundigen Diurnistcn zn verschaffen (Hört! rechts). Man sieht, dass ans diese Weise die slovenische Amticrung oft an den aus dem Militärdienste herübergenommenen Manipnlationsbeamten und an Diurnistcn scheitert. Es sei mir gestaltet, noch eines anderen Umstan-des Erwähnung zn thun. welcher eine entsprechende Entwicklung der slovenischen Amtieruna außerordentlich behindert. Es ist dies die Art nnd Weise der Ernennung der Anscnltanten. Das Oberlandesgcricht Prag ernennt die Anscultanten in jener Reihenfolge, in welcher dieselben in die Gerichtspraxis eingetreten sind. Es lässt sich nicht in Abrede stellen, dass das im allgemeinen ein richtiger Grundsah ist. Doch ist bei der Besetzung der nntersten Richterstellen für die Zwecke der Justiz anch auf andere Eigenschaften Rücksicht zn nehmen, welche die Petenten dereinst in die Lage setzen sollen, den Anforderungen, die man an sie stellt, Genüge zn thnn. Es ließe sich zum Beispiel für Steiermark ermitteln, welche Anzahl der in dem stcicrmärkiscln'n Status vorkommenden Auscnltanten der ssovenischen Sprache mächtig sein müssen. Da? ist eine Frage, die sich lediglich nach dem thatsächlichen Bedarf richtet. Wie man das ermittelt, ist einerlei. Wiird«' man zum Beispiel das Popnlationsverhältnis zur Grundlage nehmen, so stellt sich in runden Zahlen die Bevölke-rungs^iffer folgendermaßen: 700000 Deutsche gegen 400 000 Slovenen, also das Verhältnis wie 7 zn 4. Es müssten demnach uuter 11 Auscultanten 4 des Slovenischcn mächtig sein. Aber es ist nicht der Fall, die Erfahrung nnd der Status lehrt es, dass die hohe Regierung, wenn sie irgend einen Adjuucteupusten im slovenischen Theile Steiermarks besetzen soll. im Status sehr weit hinuntergreift, dass si> auf den fünfzehnten, zwanzigsten Adjuncten greifen muss. Warum? Weil die vorausgehenden neunzehn des Slovenischen nicht mächtig sind. (Hört! rechts.) Diese vorausgehenden neunzehn stehen aber doch im Gennsse des Ädjutnms, und thatsächlich besteht kein Bedarf im Lande für diese Anzahl nur des Deutschen kundiger Auscultanten. Infolge dessen gelangen Praktikanten, die des Slovenischen mächtig sind, spät zn einer Auscultantenstelle und noch später zu einem Ad-jiltum; sie avancieren allerdings früher zu Adjuncten als die anderen, allein fie müssen doch zwei bis drei Jahre warten, bevor sie in den Genuss des Adjntnms kommen, und nachdem sie zumeist der Landbevölkerung entstammen, so ist nicht zn erwarten, dass sie nach vollbrachten sechzehnjährigen Studien noch zwei bis drei Jahre dem Staate unentgeltliche Dienste leisten. Ich bin der Anschannng, dass, wenn man schon bei der Besetzung der Auscultantenstcllen auf die Sprachkenntnisse Rücksicht nehmen würde, diese Missstände, nnd zwar im Interesse der Sache, wenn man auf den Bedarf Rückficht nehmen würde, sich beheben würden. Ich werde mir erlauben, diesbezüglich eine Resolution anzutraben, und ich ersuche um die Unterstützung und seinerzeitige Annahme derselben. Dies habe ich mir im allgemeinen anzuführen erlanbt. Wie steht es nun aber bei uns mit der Sprache und der Gleichberechtigung in den Aemtern? Sehen Sie auf welches Gesetzblatt immer, greifen Sie anf F 13 der Gerichtsordnuug. welcher die landesübliche Sprache im Processe znlässt; sehen Sie auf ß 4 der Verordnnng über das außerstreitige Verfahren, welcher von den bei Gerichten üblichen Sprachen spricht; greifen Sie endlich auf tz 163 der Strafprocess-Ordnung, welche Gesetzesstelle die Sprachenfrage im Strafverfahren regelt. Sie werden finden, dass sowie vor hundert Jährn, nnd früher noch durch die Gerichtsordnung, ebenfo dnrch das Patent vom 9. August 1854 über das anßerstreitige Verfahren nnd desgleichen durch ß 163 der im Jahre 1873 promulgierten Strafprocess-Ord-nnng der slovenischcn Sprache die Thüren der Gerichtssäle geöffnet wnrden. Wenn in einem Lande eine geschlossene Volksmasse eine bestimmte Sprache spricht, so gilt diese hellte unbestritten als landesübliche Sprache, und das ist die slovenische für die Ihnen bekannten Gebiete. Wenn das Patent vom 9. August 1854 über das außerstreitige Verfahren fagt, dass die Eingaben in einer der bei Gericht üblichen Sprachen zn überreichen sind. so ist ja die slovenische mit Inbegriffen, und wenn es im Strafverfahren im tz 163 der Strafprocessordnung heißt, dass ein Zeuge oder ein Beschuldigter, der der Gerichtssprache nicht kundig ist, nur dann ohne Dol< metjch vrrhött werden kaun, wenn Richter und Schrift' führcr seiuer Sprache kundig sind. so ist da unter Gerichtssprache nicht bloß die deutsche, sondern die sl> venische mich verstanden, und es siud wie mit Deutsche» deutsche, mit den Slovenen slovenische Protokolle auf' znnehmen. denn die sloveuische Sprache ist ebenso Gerichtssprache wie die deutsche Sprache, ja in unserer Gegend noch mehr als diese. Es ist eine ganz willkürliche Annahme, dass nm di> vom Gerichte geschriebene Iprache und nicht auch die vom Gerichte im Verkehre mit den Parteien gc sprochene Sprache Gerichtssprache sei. Es ist allen slavischen Sprachen der Charakter der Gerichtssprache be-stritten wurden; es wäre sonst nicht nöthig a/w?sett, der polnischen und böhmischen Sprache durch Verordnungen diesen Charakter zu viudicicren nnd durch eiu Gesetz die kroatische Sprache iu Dalmatien als solche zn erklären. Hätte auch der Gesetzgeber das Gleiche thun nnd den slavischen Sprachen diesen Charakter be-streiteu wollen, so hätte er ja einfacher statt «landet übliche Sprache» oder statt «einer der bei Gericht üblichen Sprachen» nnd statt Gerichtssprache «deutsche Sprache» gesagt. Da er dies ader nicht gesagt bat, ^ i''t. glaube ich, richtig, dass vou vorneherein uud auf allen maßgebenden Gesetzesgebieten alle in Oesterreich vorhandenen und als landesüblich da oder dort anerkannten Sprachen Gerichtssprachen sind. Man bedarf alfo nicht einmal der Heranziehung des H 19 des Staatsgrundgesetzes, nm das Recht der slovenischeu Sprache nachzuweisen. Ich habe da vor mir ein altes, das Verfahren bei den Administrativbehörden regelndes Gesetz, welches auch in slovcnischcr Sprache erlasse» wurde. Es ist bemerkenswert, dass dieses Gesetz vom Kaiser Josef nnterschrieben ist. (Hört! Hört! rechts Dieses Gesetz ist genan vier Monate nach der allgrinei ncn Gerichtsordnung am 1. September 1781 el lasse» worden. Dass es von Kaiser Josef nnterschrieben ist, empfehle ich der gefälligen Beachtung besonders der Herren Collegen aus Küruteu, iusoferne dieselben im Landtage sitzen nnd dadurch Mitglieder eines gesetzgebenden Factors des Landes sind, ich empfehle es ihnen insbefondere deshalb, weil diese Herren es heute noch verwehren, dass das Landesgesetzblatt in Kärntei' für die slovenische Bevölkerung auch in slovenischer Sprache herausgegeben werde. (Hört! Hört! rechts.— Abgeordneter Ghon: Die Gemeinden selbst haben es nicht wollen! — Rufe rechts: Welche? — Abgeordneter GH on: Die kärntnerifchen flovenischen Gemein' den! — Abgeordneter Dr. Trojan: So mnss man halt mehr Verstand haben als die Gemeinden! Eine Gesetzgebung! Ein Landtag!) (Fovtschung folgt.) Politische Ueberlicht. (Die dentsche Sprache an slavischen Mittelschulen.) Wie ans Brunn gemeldet wird, hat Unterrichlsminister Dr. von Gautsch an den mäh' rischen Landesschulrath einen Erlass gerichtet, in welchem dieser aufgefordert wird. hervorragende Fach' manner mit der Ausarbeitung eines Planes für dc» systematischen Unterricht in der deutscheu Sprache cM den slavischen Mittelschulen zu betrauen. Der Landes- In solchen Augeublickcn gäbe sie dann gcruc alle Triumphe nnd Erinnerungeu dahin, um sie einzutauschen gegen die Thaufrische der einstigen ahunngölosen dennle Alles Uebermaß ermüdet. Selbst die berückendsten Erfolge im Mädchenleben verlieren ihren Reiz. wenn sie ihr eigentliches Ziel, die Ehe, verfehlen. Aus der strahlenden Kokette, die mit den Männcrherzen wie mit Feucrballen spielte, der ein Duell nm ihrer Person willen als Zeitvertreib diente, die mit stolzer Ueber-legenheit die weniger Umworbenen ihres Geschlechtes behandelte, wild nur zu oft ein «alterndes Mädchen». Man vertändelte fein Leben auf Bällen und Vergnügungen, gab Körbe über Köibc an die Männerwelt, die es ehrlich meinte, nnd sieht nun zu spät ein. dass ein solches Leben ein wertloses gewesen sei. Das schrecklichste Wort. der unfasslichste Begriff, das härteste Los, das man sich mit 18 Jahren als Schrcckbild vor Angcn hielt, ist zur That geworden, man ist unverheiratet geblieben, während weniger hübsche Freundinnen längst verheiratet sind. Eine alternde Kokette wird zur Qual für sich selbst und anderen. Jedes Wort der Ve» wunderung, von Männerlippcn anderen Mädchen go zollt, wird für die alternde Kokette zur Giftpflanze, mit der sie den R»f ihrer Schwestern vergiftet. Seht sie an, die armen verblühten Mädchcngcstalten, welche die rauscheuden Vergnügungen ter stillen Häuslichkeit vorzogen, für welch letztere sie nie Zeit hatten, schl sie an. mit welchem Neid sie lhre jüngeren Genossinnen messen, welch giftige Worte oft über dieses oder jenes Mädchen, über diese oder jeuc Frau, die sie oft nnr dem Namen nach kennen, von ihnen zn hören find. In der Maske des dnldendcn Lammes tauchen sie oft anf. drängen sich zwischen Freuudcsherzen, entzweien Liebende nnd Gatten, rütteln am Glauben und an der Achtung. Selbst an der Brandstätte ihres Lebens stehend nnd nichts vor sich sehend, als bodenlose Langweile uud Oede, lassen sie ihren Neid an anderen aus. Nicht immer aber ist das Unverheiratetbleiben von solch düsteren Erfolgen begleitet. Unter den alternden Mädchen gibt es anch helle Lichtgestalten, denen die Herzensgute auf den Zügen thront, denen man in verstohlenem Mitleid nachsieht, wenn man ihnen begegnet, denen man mit Wärme die Hände reicht und sich im Stillen bedanernd denkt: Wie seltsam, das« solch einem guteu Wesen die Bestimmung zufiel — allein zu bleiben. Es hätte gewiss einen Mann glücklich gemacht. Zerstörte Trälnne, geknickte Hoffnungen find es dann, welche das Lächeln der Entsagung anf die bleichen Lippen drückten, dem eilist schönen Blick nun jenen der sanften Ergebuug hinzufügten. Stets gibt es Kinder, welche Gouvcrumiteu bedürfen, Kranke, die Pflegerinnen benöthigen; wohl jenen Familien, die danu in folch einem alternden Mädchen eine Stütze finden. Man spricht, spottet und witzelt so viel über die armen alt.'n Mädchen, nnd die Männer sind es zumeist, welche die Pfeile ihres Witzes au ihnen üben. Wer aber ist zumeist schuld daran, dass eine überwiegende Anzahl alleinstehender Mädchen vegetiert, als eben die Männer, welche die Ehe scheuen! Gar mancher Edel stein schimmert unter der unscheinbaren Hülle ciues alternden Mädchcns, manch großes, im Entsageu starkes Herz ist zur sti ien Ruhestätte geworden, das, wenn es in den großen Kreis der eigenen Häuslichkeit mit hineingezogen worden wäre, dcnslllun zur Stätte des Friedens gemacht haben würde und eben in zartA Pietät bloß der Erinneruug lebt. So bös die alternde sich selbst zur Last fallende herzlose Kokette durch die Welt schreitet, so friedlich wandeln jene alten Mädchc" dahin, die, wie gescheiterte Helden und in Resignation sich in ihr Alleinsein gefügt haben, nm in andere^' als der eigenen Häuslichkeit Pflichterfüllung ihr^ Beruf zn suchen. Unter den MädchenTypen gibt cs auch die !^ geuannten «Naiven». Es ist dies eine eigene GattnB So lieb und zart die Naive in ihrem jugendlich^ Alter sich kundgibt, so gibt es auch Naive, welche ihl ganzes Leben naiv bleiben wollen uud mit 30 Iah^ noch ebenso naiv unerfahren thun und sich i cl>'l". hinter ihren Fächer verbergen, als die sechszehüiähn^ es einst that. Diese Naivetät wird dann znr N i"^' uud widert ebenso an, wie das Schminken eines lütt">', den Gesichtes, dem keine Kosmetik die Jugend >"-" geben kann. Wer kennt unter den Mädchen uicht die tk'w Eitelkeit, die boshafte Spötterin, das Trotzköpfch"', "^ Phantastin, die stets nur die Welt in einem arm!' Z.mberspiegel sieht nnd mit der Gegenwart ^'^, ^ souniert. Soll ich den Mädchcn-Typen anch iwä) Zanksüchtige, die Klatschsüchtige nnd Boshafte h"^. füqeu? Nein — nein, denn deren gibt es lN ^ Minderzahl, und im großen nnd ganzen gleichen Mädchen einem schönem Vlumenbouquet. welche ^, Herz der Mäuuer erfreut, aus dem sie sich "1^ „ lingöblume wählen, um sie in den eigenen ^" der Häuslichkeit als «Frauenblume» zu pflanzen. dieser letzteren ein andermal mehr. ^.. „,. " E, Cres^eiN,- »achcr Zeitung Nr. 136 ____________________________1153 ______________________________________18. Juni 1^7. Mlrnth habe die bezüglichen Vorschläge zu ilber-"^'n lind dieselben sodann dem Unterrichtsminister ^ Genrhmigun^ umzulegen. In dem erwähnten Er-'">sr wird betont, dass die Nothwendigkeit der Erler-Nlüic; der deutschen Sprache an den slavischen Mittel-Mm iil, allaemeilien Interesse gelegen und unab- '"nzlich s.i. . (Amerikanische Gäste in Prag,) Aus präg berichtet man uus unterm Vorgestrigen: Die plinst der czechischcn Gäste aus Amerika erfolgte Mte inn 2 Uhr nachmittags, und zwar von Aodenbach ^ls mit Separating. Die Straßen Prags waren znm ^ßcn Theile beflaggt. Im Bahnhofe fanden sich zum . lnftfange der Gäste Bürgermeister Valis mit den gc-!?lnmten Stadtuertretnngen und Deputationen der umwenden Gemeinden und die meisten czcchischen Ver-^e ein. Als der Zug in den Perron einfuhr, in-Duette die Kapelle des Grenadiercorps das czechische "Ntionallied, worauf Bürgermeister Valis die Gäste ^lüens der Prager Stadtgemeiude mit einer Ansprache "Müßt?. «Seid uns willkommen,» rief er den amerika ^cheil Gästen zu. «Ihr Herolde des edlen nationalen Wankens. Seid uns willkommen, ihr strammen So-.,len, die Ihr über den weiten Ocean herübergeflogen ^,'d. um die Uusterblichkeit des czechischen Geistes und !^ Ställe des czechischen Arms zu bekuudeu. Das kö-^liche Prag heißt Euch Landsleutc ans dem Lande Washingtons, Lincolns und Franklins willkommen.» ^llte Slava-Rufe ertönten. Auf diese Ansprache eroberte der Obmann des «Sokuls» in Chicago Namens Armak, welcher für den Empfang dankte uud mit den gurten schloss: «Unsere Ankunft möge uns und Euch ^rken.» Sodann vertheilten Damen czechischcr Vereine °" die Gäste Vonqucts. worauf diese in beigestellten gränzten Wagen durch ein nach vielen Tausenden von ^Pfen zählendes Spalier in die czechische Turnhalle >uhren, wo ihnen Wohnungen angewiesen wurden. Im ^nzen trafen 2<>() Amerikaner, unter diesen 12l) Frauen Und v'ele Kinder, ein. (Der Abgeordnete Lienbacher) wird Nächstens Versammlungen des Salzburger Agrarvereines ^' verschiedenen Orten abhalten und über wirtschaft-"che und politische Fragen sprechen. (Die Wahlen in Kroatien.) Von 97 bisher bekannten Wahlen in Kroatien entfallen 80 Maulte auf die Nanonalpartei, acht auf die Rechts-, sechs U"f die uuabhängige Partei, eines auf die Centrums-partei. zwei auf Parteilose. Vorgestern fiel Dr. Anton ^arecvic in Buccari, Dr. Mazura in Klanjac durch, -vie Wat,l in Nuvi, wo der Exbainis Mazuranic (un< nbhängig) candidierte, musste wegen Mißbrauchen sistiert werden. Die Nationalpartei gewann fünf und verlor «inen, die Rechtspartei verlor drei Sitze und gewann e>nen Sitz, die unabhängige Partei verlor zwei Sitze. (Zur Lage in Serbien.) Wir haben bereits Mitgetheilt, dass ein königlicher Ukas die Auflösung drr serbischen Stupschtina vertagt hat. Die Neuwahlen Gerden erst in zwei oder drei Monaten stattfinden. Zs dahin hat Ristic Zeit. sich das ihm nicht günstige ^ahlfeld etwas zu bearbeiten und seine Chancen zu Essern. Garazaniu will sich für die neue Sknpschtina ^üdidieren. um iu derselben die Politik seines Cabinets ^gen voraussichtliche Angriffe vertheidigen zu können. . (Russlaud) richtete eine Note an die Mächte V>lfs Regelung der bulgarischen Frage, worin es cr- ült. weder das Sobranje noch die Regentschaft an- Meiümi. Russlaud verlaugt, die Pforte solle eine ?"r sitegentschaft ernennen, welche die Regierung iu 'k Hand zu nehmen hätte. (Der deutsche Reichstag) nahm ohne lä'n-^ Erörterung das Gesetz über Unfälle und über die Mallversicherung der Seeleute an. Staatssecretär Böt-Oer stellte sür die Wiutersession die Vorlage eines ^er- und Ilwaliden-Versorgungsgesetzes in Aussicht, ^ (Bnlgarien.) Aus Sofia wird der «Pol. i^r.' gemeldet, dass die bulgarische Regierung sich ^lgr der Volksstimmung nnd der allznweit ge-^w'kn Vorbereitungen für den Zusammentritt des ,., ^n Sobranje außerstande si^ht. den von Niza A>y ls b'ch'r Richtung erhobeneu Bedenken Rechnung zu 2^'n. uud dass es somit bei der Einberufung d.'ö ^cuije fur den !i. Juli d. I. seiu Bewenden liehä«. Ick, efs der dem Sobranje zu unterbreitenden Vor-l 1 "A' werden endgiltige Beschlüsse erst nach der Rück-«," d^s Instizmi»isters Stujlov gefasst werden. wel- ^ ^ür dir nächsten Tage entgegengesehen wird. n! (Obligatorischer Militärdienst in Bel-,^") B/üsseler Nachrichten zufolge hat eine Rede. y„ ^ der König der Belgier vergangenen Sonntag x.Mich der Revue der Brüsseler Bürgergardc hielt s>^ U' welcher er deutlich die Nothwendigkeit der Ein-l>^'">g des persönlichen obligatorischen Militärdienstes ü^'^' '" ganzen Lande großen Eindruck hervor-«^". Ni^aü erblickt dariu den Willen des Mon-!<"' "ne ernste Mililärreform der Majorität der cl,,f "'N'rn aufznzwingen oder andernfalls die Kammern Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das «Prager Abendblatt» meldet, für die durch Brand Verunglückten zu Neustadll bei Haid 150(1 fl. zu spenden geruht. — (Uebungen des Pionnier-Regiments.) Laut der für das Pionnier - Regiment herabgelangten ^Ordre für die praktifchen Uebungen 1887» finden auf der Dräu bei Pettau größere Brückenschläge durch das vierte Bataillon sowie die Herstellung mehrerer Nothbrücken über die Donau bei Linz durch das zweite Bataillon statt. Den letzteren Uebungen wird Se. Majestät der Kaiser beiwohnen. — (Die Zerstörung von Vernij.) Wo liegt die unglückliche Stadt Vernij? Dass sie irgendwo in Asien zu suchen ist, hat schon das erste Telegramm angegeben. Aus Andeutungen russischer Blätter ist nun zu ersehen, dass die in den Atlanten als «Vjernoje» bezeichnete Stadt gemeint ist. Es ist eine Feslungsstadt im östlichsten Turkestan südlich des Balkasch-Sces. Der iu diesen See mündende Hauptfluss des genannten Gebietes ist der Ili, der aus dem Himmelsgebirge kommt, durch das seinerzeit vielgenannte Kuldschagebiet westlich fließt und im weiteren, sich schließlich nordwestlich wendenden Laufe auch das Gebiet Semiretschensk bewässert. An einem linken, also südlichen Nebenflüsse des Ili findet man die Festuugsstadt Vjernoje oder Vernij verzeichnet. Sie soll zuletzt etwa 18 000 Einwohner gehabt haben. Jetzt heißt es in den russischen Blättern: «Die Stadt existiert nicht mehr. Die im ersten Erdbeben verschonten Gebäude sind durch die letzteu Stöße ebenfalls zerstört worden. In den Nissen und Spalten ist Wasser vorhanden. Die Zahl der ums Leben Gekommenen belauft sich auf 800. Die Einwohner flohen nach allen Richtungen. In den Bergen haben sich ebenfalls Klüfte gebildet.» — (Die Cholera in Italien.) In einem Dorfe bei Narletta ist die Cholera wieder ausgebrochen. Barletta liegt an der Adria. Es ist daher leider zu befürchten, dass unsere adriatischen Häfen wie im vorigen Jahre auch in diesem Sommer zum großen Schaden uu-seres Handels vor der Choleragefahr isoliert und förmlich blockiert sein werden. — (Münzenfund im Gailthale.) Beim Schotterausheben im Vallachbachc unter Hermagor im Gailthale wurde jüngst eine Anzahl von Silbersolidi aus dein 13. nnd 14. Jahrhundert gefundeu. Eine kleine Anzahl meist wohlcrhaltener Stücke dieses Fundes wurde dem Geschichtsvereine in Klagenfurt zur Bestimmung eingesendet, wo eonstatiert wurde, dass die meisten der übersendeten Solidi den Grafen Albert II. und Heinrich II. von Görz. einzelne aber den Patriarchen von Aqmleja Naimnnd della Torre und Ottobonus de Nazzi, ein Stück dem Bischof Arlongus von Trieft angehören. — (Zu den Armee liefer un gen.) Das k. k. Reichslriegsministerium hat soeben angeordnet, dass die sogenannten Usance- und Vedingnishefte für die Natural-liefernngen, welche Drucksorten alle Geschäftsbedingungen für die Militärlicserungen enthalten, den Producenten, Konsortien und Gemeinden, falls sie darum ansuchen, zugesendet werden sollen. Mit der Ausführung dieser Anordnung wurden die Intendanzen und die Verpflegs-magazine betraut. Unter einem wurden die betreffenden Militärbehörden neuerdings angewiesen, bei den Offert-vcrhandlnngen den concurrierenden Großgrundbesitzern, landwirtschaftlichen Vereinen und Gemeinden das größtmögliche Entgegenkommen zuzuwenden. Die nächsten dies-fälligen Coucurrcnzverhandlungen finden schon im August statt. — (Eisenbahnunglück.) Auf der ungarischen Nordostbahn zwischen Czap nnd Vatyn hat vorgestern ein Eiseilbahnnnfall stattgefunden, bei welchem viele Personen schwer verwundet wurden. Das Unglück wurde dadurch herbeigeführt, dass der Locomotiuführer des von Czap abgehenden Zuges eine Verspätung einholen wollte und schnellen Dampf gab. Infolge dessen rissen die Koppelkette», und der Zng rollte getheilt weittr. Dies wurde eist spät bemertt, worauf die Maschine hielt. Infolge des großen Gefälles stieß nunmehr aber die zweite Hälfte deel Zuges mit solcher Kraft in die erste Hälfte, dass mehrere Waggons aus dein Geleise sprangen und viele Personen verwundet wurden. Die verletzten Passagiere wurden nach Cznp geführt. — (Fürstin Pignatelli als Blnm cn-mädchcn.) Die Stadt Wien besitzt seit Dienstag wieder um eine «Specialität» mehr. An diesem Tage debütierte die nun hinlänglich bekannte- Fürstin Pignatclli in einem der allcrgewöhnlichsten Nachtkasfeehänser als . . . Blumenmädchen. Der Inhaber jenes Kaffeehauses, iu welchem sich alle möglichen Herren und Damen allnächtlich Rendezvous geben, hat die Fürstin für so lange Zeit engagiert, als ihr Name Gäste herbeiziehen wird. Die Stimmung im Kaffeehause soll, zumal uach Mitternacht, eine sehr gemüthliche gewesen und die stolze Trägerin des alladeligen Namens der Pignatelli von den Gästen, die ihr fleißig zutranken, schließlich zur einfachen «Ma- l dame» degradiert worden sein. — (EinOpfer derMorphiophagie.) Eine junge Pariserin, Leonide Clomesnil, eine bekannte Schönheit, welche seit kurzer Zeit als Frenndin eines oft genannten Aristokraten im Wiener «Grand Hotel» wohnte, musste vorgestern wegen ausgebrochenen Wahnsinnes auf die psychiatrische Klinik gebracht werden. Der erwähnte Aristokrat opferte diesem Verhältnis große Snmnien, bis er kürzlich wegen Verschwendung unter Curatcl gestellt wurde. Die Pariserin wird von den Aerzten als Opfer der Morphio-phagie bezeichnet. — (Attentat gegen ein österreichisches Consulat.) Wie aus Florenz gemeldet wird, wurde das Hansthor des dortigen österreichisch-ungarischen Con-sulats znr Nachtzeit mit Petroleum bestricheu und in Brand gesteckt. Das Feuer konnte erst nach großen Anstrengungen gelöscht werden. Aphorismen. Wir gehen oft nicht an »ns^rcin eitirum/^smldrni an »'>m>m fremden verlorenen Leben ziMimde. Sich uur ElittäuschuilaM fürchten, heiht dem Gliick entsagen. Ein Gluck, daS, mit jeiilmidl'iü getheilt, genllgeli wiirde, ist fiir den Einzelnen oft unzineichl'tid. Es ist meist schwerer, Ileine als große Opfer zu lnin^e». Die Naivetät liegt oft >uc»iM in unsere,. Graulen, als in der Aufrichtigkeit uud Offenheit, mit welcher wir dirfell'en aussprecheu. Der Glaube allein befriedigt die Frauen selt.n, sie brauchen den Cultus. Die wahre Wertschätzung liegt mehr im Respectieren der Schwächen, als in der Aiierkemimig der Vorzitge. Principien sind meist eine morsche Brücke, die unter der üast des rcaleu Lebens zusammenbricht. Nicht nur mit dem Feuer lebender Leidenschaft, sondern auch mit der Asche der Erinnerung foll man nicht spielen: wie leicht birgt sich noch ein zündender Funke unter derselben. Das Leben trennt oft mehr als der Tod. Mas einen vor dem Tode am meisten zurückschreckt — ist das Sterben. Das beste Mittel, in uuferer Zeit noch originell zu erschein ueu, ist — natürlich zu sein. Die Männer liebe» oft nur mit dem Verstand, die ssrauen aber denken sogar mit dem Herzen. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Eine interessante Petition.) Wie unseren Lesern bereits bekannt, wird in der jüngsten Nummer des «Laibachcr Wochenblatt» in tendenziöser Weise Klage geführt über «die in der That außerordentlichen Errungenschaften der slovenischen Partei seit Beginn der Aera Taaffe und Winkler». Der Zufall spielte uns ein interessantes Document in die Hände. Es ist dies eine Petition der Wiener Slovene« aus dem Jahre 1848, gerichtet an die damalige trainische Landcsvertretung. In dieser Petition nun werden Petita aufgestellt, deren Tragweite bedeutend hinausgeht über die Orenze dessen, was den Slulicnen die gegenwärtige Regierung in richtiger Erkenntnis uud Würdigung der Bedürfnisse des Volkes in loyaler Weise gewährt hat. Es heißt in dieser Petition nach einer entsprechenden Einleitung: «Von dem heiligsten Pflichtgefühle gegen unfer Vaterland beseelt, haben wir ergebenst unterfertigte Slovene» uns erlaubt, Ihnen jene Bedürfnisse frei und offen anseinanderznfetzen, die wir nach unseren theoretischen lind praktischen Erfahrungen für die zunächst zu realisirenden hallen. Vor allem bitten wir Sie, zu erwägen, dass unser Voll ein slavisches ist, dass also dessen Glück nicht durch Ein pfropf ung fremdartiger Elemente, sondern nur durch Entwicklung und Kräftigung der vorhandenen — leider vernachlässigten — gedeihen kaun; wir bitten Sie, dahin zu wirken, dass der Vereinigung mit unscru zerstreuten slovenischen Brüdern durch Schrift uud Sprache leine Hemmnisse in den Weg gelegt werden. Nur auf diesem Wege können wir uns entwickeln, nur auf diese Art können wir ein würdiges Glied in der fchönen Kette der Provinzen des zu einem neuen, ruhmvollen Leben berufenen österreichifchen Kaiscrstaates werden. Ein Streben nach Entnationali-sirung aber, abgesehen davon, dass das erwachte Na-tionalbcwusstsein jedes kluge Hoffen auf einen günstigen Erfolg ersticken muss, ist entehrend für den Beförderer desselben und grausam sür die zum Opfer erlohrene Nation, weil man dieselbe zwingen will, sich mit Fremdartigem, Naturwidrigem zu vermischen, nnd sie dadurch hindert, jenen Grad der Entwicklung zu er reichen, den anzustreben sie durch die ihr von der Natur geschenkten Gaben befähiget und berechtiget ist; ja! eine Nation entnationalisiren, heißt dieselbe heimathlos machen, denn die eigentliche, von der Vorsehung ihr angewiesene Hcimath muss sie verlassen, die aufgedrungene ist und bleibt ihr immer die Fremde. Insbesondere bitten wir, folgende Wünsche bey unserm Vater, bey unsern« vielgeliebten Herrscher zn bevorworten: 1.) Sichcrstellung der slovenischen Nationalität in Kram, Küstenland und in den slovenischcn Distrikten Steyermarks und Kärntens. 2.) Vermehrung der Volksschulen, Einführung der slo-venischcu Sprache in denselben, gründliche Ausbildung, ausreichende und lohnende Dotation der Schullehrer, Kre> irung von Lehrkanzeln für slovenische wie slavische Sprache nnd Literatur. A.) Errichtung einer Realschnlc und einer Ackerbanschulc für Landleute. 4.) Gründung von Credit-anstallen zur Hebung der Industrie. 5.) Amtliche Ueber- Vaiwchcr Fettling Nr. 136 _______ ____________1154________________________________________________18. Juni MT^ setzung sämmtlicher Gesetze in slovenische Sprache. 6.) Besetzung der Aemter durch der Landessprache vollkommen kundige Männer. 7.) Regulirung bäuerlicher Verhältnisse und Vertretung des Bauernstandes. 8.) Ermäßigung der im Verhältnisse zu andern Provinzen allzuhuhen Grundsteuer. Wien den 29. März 1848.» Diese Petition, welche den krainischen Ständen vorgelegt und von denselben als «zeitgemäß» auch berücksichtigt wurde, trägt 44 Unterschriften, und zwar von Professoren, Juristen und anderen achtbaren Persönlichkeiten. Unter anderen haben die Petition unterschrieben: Dr. Mathias Dollcnz, Mitglied der juridischen Facultät; Ludwig Pcrona, Jurist; Peter Kosler, Nichteramts-Candidat; Franz von Gari-boldi, Jurist; Ienko, Professor; Dr. Anton Füster. Uni-versitäts-Professor; L. Toman, Jurist; Franz Miklosich, Doctor plnl. ot, ^un8; Dr. Josef Stedl; Dr. B. Supanz; August Ritter von Fichtenau; August Dimih, Jurist; Dr. Heinrich Martinak; Rudolf Freiherr von Rechbach; Ferdinand Ritter von Pagliarucci und Karl Dezman, Doetorand. Nebenbei bemerken wir, dass der «Doctoraud Karl Dezman» identisch ist mit dem heutigen Patron des «Laibacher Wochenblatt», Herrn Karl Dc schmann. — (Die Corpsmanöver im Iah re 18 8 7.) Laut der herabgelangten t)räro äo dawillo sinden im Laufe dieses Jahres die Corpsmarschmanöver nur in Mühren und in Ungarn statt. An diesen Corpsmano'vern wird Se. Majestät der Kaiser und auch der Kronprinz theilnchmen, und werden sämmtliche bei del» auswärtigen Gesandtschaften befindliche und in Wien accre-ditierte Militär-Attaches hiezn eingeladen. Die oberste Leitung übernimmt der General-Inspector des Heeres, Feldmarschall Erzherzog Albrecht. — (Besitzwechsel.) Das Hans der «Matica Slovenska» am Rain Nr. 8 hat der hiesige Advocat Dr. Tavcar käustich erworben. — (Personalnachrichte u.) Den in den dauernden Ruhestand tretenden Oberamtscontroloren des Haupt-zollamles in Trieft Anton Tramp us und Anton Gasparini wurde der Titel eines kaiserlichen Rathes verliehen. — (Das für dieAufnahme in dasGYm -nasium erforderliche Alter.) Das gestrige Neichs-gefetzblatt veröffentlicht das von Sr. Majestät dem Kaiser sanctionierte Gesetz, betreffend das für die Aufuahme in das Gymnasium erforderliche Alter. Der Haufttparagraph dieses Gesetzes lautet: «Zur Aufnahme in die erste Classe des Gymnasiums ist erforderlich, dafs der Aufzunehmende das zehnte Lebensjahr vor Beginn des Schuljahres, in welchem die Aufnahme erfolgen soll, vollendet hat oder noch in dem Kalenderjahre, in welches der Beginn des Schuljahres fällt, vollendet. Nach dieser Altersgrenze bestimmt sich auch das zur Aufnahme in alle folgenden Classen des Gymuasiums erforderliche Minimalalter.» Das Gesetz tritt zn Beginn des Schuljahres 1887/88 in Wirksamkeit. — (Saatenstand.) Wie man uns aus Unter-krain berichtet, ist der Saatenstand trotz des wetterwendischen Mai ein herrlicher. An Futter wird es dem Landmanne auch nicht fehlen, und die Weingärten vcr-fprechen wenigstens in Gegenden, die von der Reblaus bisher noch verschont geblieben sind, endlich wieder einmal einen anständigen Ertrag abzuwerfen, wenn nicht ein heimtückifcher Hagelschlag alle schönen Hoffnungen in wenigen Augenblicken vernichtet. — (Sträflinge bei Wildba ch Verba nu n-gen.) Aus der Männer-Strafanstalt am Laibacher Castell sind gestern wieder 34 Sträflinge nach Kärnten abgegangen, um dortselbst bei Wildbachverbmmugen verwendet zu werden. Wie wir bereits mitgetheilt, hat der kärntnerische Landcsauschuss sich über die Thätigkeit der Sträflinge sehr lobend ausgesprochen. — (Eine arge Rauferei) entstand, wie uns aus Kraiuburg berichtet wird, am 12. d. M, gegen 10 Uhr nachts im Orte Heil. Kreuz bei Ncumarktl. Der Raufexcess war leider von den übelsten Folgen begleitet, indem zwei Burfche, und zwar Anton Doln ans Stenicuo und Martiu Mali aus Gallenfels, todt auf dem Platze blieben uud ein Mann (Michael Hladnik) schwer verwundet wurde. Auf die beiden ersteren sind Nevolverschüsse abgefeuert worden. Der Thäter konnte bisher nicht eruiert werden. Mehrere der am Excesse Betheiligteu sind von der Gendarmerie verhaftet und dem Gerichte eingeliefert worden. — (Zapfenstreich.) Heute um 8 Uhr abends findet ein militärischer Zapfenstreich statt; desgleichen Samstag den 25. Inni. — (Unglücksfall.) Auf der Karlstädterstraße in Laibach wurde gestern nachmittags ein Kind, welches wahrscheinlich die Kleinkinder Bewahranstalt besuchen wollte, von einem bäuerlichen Wagen überfahren und lebensgefährlich verletzt. Das Kind wurde in das Spital übertragen und gegen den betreffenden Fuhrmann die Anzeige erstattet. — (Ausflug nach Podutik.) Der Sängerchor dcr Laibacher Citalnica unternimmt im Falle günstiger Witterung morgen nachmittags einen Ausflug nach Pod-util. Die Sängerinnen nnd Sänger versammeln sich um 2 Uhr in dcr Citalnica. — (Process gegen einen Frauenarzt.) Im August dieses Jahres findet in Graz eine höchst interessante Verhandlung gegen den dortigen Frauenarzt Dr. I. v. Waldhäusel statt, welckier sich seit November vorigen Jahres in Haft befindet. Die Unterfuchungsacten bezüglich feiner Behandlung von weiblichen Krankheiten wurden der medicinifchen Facultät in Wien zur Prüfung übergeben, nachdem dies sowohl der Verhaftete als auch dessen Vertreter, Herr Dr, Heinrich Posencr, selbst verlaugt hatten. Das höchst umfangreiche Gutachten der Wiener medicinischen Facultät soll nächstertage in Gra; einlangen, worauf der Formulierung der Anklage kein Hindernis mehr entgegensteht. Der Fall macht in Graz schon deshalb uugcmein großes Aufsehen, weil eine große Zahl von Zeuginuen zur Verhandlung vorgeladen werden wird. — (Ein Unfug.) Wir erhalten folgende Zufchrift: Es ist mehrseitig die Wahrnehmung gemacht worden, dass beschäftigungslose Buben auf dem hiesigen Fricdhofe herumstreifen und von den blühenden Rosenstöcken oft die schönsten Blüten abzwicken uud die Gräber ihres Schmuckes berauben, um die Blumen wahrscheinlich in Gastlocalitälcn zu verkaufen. Die öffentlichen Sichcrheitsorgane follten auf diefen den Cultus der Todten verletzenden Unfug aufmerksam gemacht werden, damit sie solchen glaubeus» losen Burschen das diebische Handwerk legen, — (Ein Grundbesitzer als Defrauoant.) Der Grundbesitzer Karl Suppan in Drachenburg wurde uach Veruntreuung von Sparcassegeldern im Betrage von 600N fl. flüchtig. — (Eiu Luchs.) Der Luchs, der schon vor einigen Wochen die Gegend von Obcrburg im Sannthale unsicher gemacht und zahlreiche Schafe zerrissen hat, stattete dieser Ortschaft nunmehr seinen neuerlichen Besuch ab, nachdem er einige Wochen in Kram zugebracht hat. Auch diesmal hat er ein Schaf uud einen starken Rehbock zerrissen. Die Bezirkshauptmannschaft Cilli hat auf feinen Abschuss eine Prämie von 20 fl. gesetzt. Hoffentlich wird sich bald ein Nimrod finden, der dem Unhold das Lebenslicht ausbläst. — (Von den Alpen.) Wie man uns ans Klagenfurt berichtet, findet Ende nächster Woche die Eröffnung des Glocknerhauses, der Salmhütte und des See-bichlhauscs statt._________________________________ Annst und Aiteratur. — (Die Erde in Karten und Bilder n.) Hand' atlas in 60 Karten nebst 125 Bogen Text mit 8U0 Illustra» tioucu. In 50 Lieferungen, Groß^Folioformat, ii. Lieferung 50 kr. A. Hartlebens Verlag in Wien. Die Erwartungen, welche man an den Fortgang dieses nützlichen und eigenartigen Werkes knüpfen durfte, sind nicht getäuscht worden. Es liegen von demselben nun vier Lieferungen vor, d. i. an Karten die Blätter: Physikalische Erdkarte, Schweden nnd Norwegen, Japan, das Mittelmcer, Dänemark, die Vereinigten Staaten uon Nord-amerika, Egypten, Deutsches Reich. Blatt 2, vom Texte die ge-sammte phyfikalichc Geographie, reich ausgestattet mit einer großen Zahl von Illustrationen, welche n'it ihrer sachlichen Ve< dentung als bildliche Text «Erläuterungen den nicht zn unterschätzenden Vortheil künstlerischer Auffassung und trefflicher technischer Ausführung verbinden. Die Reichhaltigkeit des Werkes >! einem Kilo Gedichte — für die wir ja ohnehin keine Verw^' dung haben — beehren, su wolleu Sie diese wertvolle Selidu^ wenigstens genügend frankiercu. Herrn I. T. in R.: Verlässliche Berichte uu? W" Gegend werden uns stets willkommen sein. Angekommene Fremde. Am 10. Juni. Hotel Stadt Wicn. Höule, Kfm., Augsburg. — Aengstl, S^ lmngscommissär; Paulin, Raumau und Blaschla, Kaufle»^ Wieu. — Schwarz, Kfm., Bade». — Fabcr, Ksm., s. F"^ Iuusbruck. — Fürst, Kfm., Budapest. — Puchcr, Ka»^" s. Frau. Fünfkirchcn. — Oblak, l. k. Lieutenant, Klagend Hotel Elefant. Falle, Reisender, Leipzig. — Winter, Reisen^ Frankfurt, — Weiß, Blau und Kraus, Kaufleute, Wie», ^ Gomperz. Reifender, Budapest. — Deutfch, Reisender, M'' — Mussi. Kaufm., Klagenfurt. — Iellenc. Apotheker, ^, stadt. — Ritter vou Nadamlensly, k. k. Staatsanwalt, sa^ Familie, Trieft, — Thorfch, Kaufm., Pola. — Sposito, ^ mauic und Karbencetti, Private, Isola. Hotel Allirischer Hof. Mcindinger, Reisender, s. Frau, PouM' (ijasthof Siidliahllhof. Müller, Reifcuder. Leipzig. ~ Ur^ Xtaufm,, Linz. — Negri, Privatier, Cilli. — Bregar, Na'lA Rob, — Kapla, Privatier, Laibach. — Gueic, Privat s. Frau, Stagno. ^ Meteorologische Beobachtungen in ^aibach^ ? Ü. ilW"735,62 16Z 'O. schwäch 3leßÄ ^, 17.2 » N. 737.32 1«,« O. schwach bewölkt ^ 9 . Ab. ! 737.68 14.8 wiudstill zieml. heiter Morgens Nebel, dann trübe, etwas windig, gegeu 5 U Aufheiterung. Das Tagesmittel der Wärme 1l!,7", u>» l' unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. Wohl der erste Beweis für ihre Güte. Trieft. Ew. Wohlgeboreu! Den Empfang Ihres V^ bestätigend, kann ich nicht umhin, Sie zu verficheru, dafs/> Ihre Apotheker R. Braudts Schwcizerpillcu mir im allgeütt^ und insbesondere als Abführmittel am bcsteu bewähre». .,< Beweis bitte ich Sie, mir uoch eiu Dlcheud vou Ihren ^ Schwcizerpillru unter Postnachnahmc gefälligst einzusenden ^ dieser Erwartung habe ich die Ehre zu zeichucu als ihr er^, ster C. Lcvi, St. Nikolaigasse 13. Apotheker R. Vraudts Sch>"^ Pillen sind ä Schachtel 13 kr. in den Apotheken erhältlich, H, achte mau auf das weiße Kreuz im rothen Grunde mit de>n?' menszua, R. Vraudts. (16/ Eingesendet. ^j Kcm >uerichs Fl ei sch'Extract macht ncileÄ viel von sich reden, uud nicht mit Unrecht, denn derselbe ^ der That das vorzüglichste Präparat dieser Art, wie dies / nur von Männern der Wissenschaft anerkannt, sondern cn^ den Hausfrauen voll und ganz bestätigt wird. Letztere l« hauptsächlich deu feinen Gefchmack U7.d die große Ausgi^ge des Kemmcrich'schcu Extractcs im Vergleich mit den f»^^ bräuchlichen Marken. Kemmerichs Fleisch»Extract ist z» ^ in deu Colonial- und Dclicatessen-Gcschäflcu sowie bei Dro^ uud Apotheker». (^>> D Oine D V sclione Kealiliit ß ^o iü Laibach, iu freier Lage, nur 15 Miuuten V!"N M «l>,,^ <°/„ Sl°a!«oft ' 250 fi, 129 2s.,2!»7b ^"'l 2«/» nan,t 50N „ ,»« ^,3? < >«o-.8icnteu!ch^ne . , per E«.---------- - '°/° Vlst. Goldrente. fteucrfl?i , ,«'70,,?90 l-c!ielr. Noieürrntc Neuersiei , !'ß'v!> !>? ib ""g, ^olbrenle 4°/„ . , , I01'90!'!.N5 ' 52 - lü-lb ' El^.i,t"i7bI.^l,'!,) '!l)0 fl !i -M,) ^ °/° döhunschc....... IU9-!—- "/° galizNchc....... 104 4N 105'- ^°'° Uicil^riich«....... lv? i,'5 - — ^ /° nlet«ö0 WU'50 ° /« kroatische und slauomlche . ,(,4 .',N !><«, - ^ „ Nebrnbill^illbe . . . Iu4«oi<,ll0 5°/„ Temeser «anat . . . . 104'bl, 10k - 5"'« „Nssaiillde...... !04,«0105 10 Andere öficntl. Nnlehen. ^onau-Rest.-l'ose 5°/„ 100 sl. . lIS5«»17 — dto. Anleihe 1878, fte»er --'— ^rämicn«?!«!, l- Et. dt^cni, Wien 120 bc> IÜ9 — Pfnndliriefe
    lou fi.) 5od«lx',. aUg. öftürr, 4°/<, Gold. 12« »u1«? — d,e. in 50 .. , 4>/, °/° «l' >",«o tto. !>! 5'l> „ « 4"/o . 9ti«<>, 87 8U .tc>. Prnmicn'Echuldvelscvr.»»/« l0l 15 !!>!':,'> c lii.HVpolhclendanl ,uj. !>>/,°/» n,l !,0 >u2 5c, c,«,,',mg. Bart v«I. 5°/„ . - —-! - - »ll>, „ 4V,°/, , 102-81«»,8 ll! dlc, „ 4"/» . . 8« 70 !»325 l»„^. a<:.., L'odeücl!di«-!li!.t>eng«<. ,, >l^s, i„ I. u:^ v^>I, b'/,«/o —---------- Priorilötc»^ lligationen ^,<> s>,) «!l!ndelhlll>cs!bHhr. i, Emission------—— Hcidmalcbe-Noltbla»z.>^>.!>!'D>»h» ... . .----------^ Lm. IK»I Uul» s! k. .»>/,«/« . 101 <^I0l 70 ^esievr. ^or^k^slbüt)!! ll« 40 l<.« 7u Gele !tv<". Staal«bahn 1. «mission . . 188 ?s, — — Eüdbahn <^ «°/,.....K« ?t> I4!1'25, 5 5°/,.....ll«7 51,12»-— Ur,«,.!,al!,. Nahn , . . , u9 ?u 9» 50 Diverse Lose (per Etull). Ereblllose 1NN fi......I7«'50I?7- Llarl>.^o!>,' <« ft...... 4 —>ib — Vaillichrl PlamicN'ÄnIeh.zn fi, 20 ?b ü''2b O!e>,n Voe 4« ft..... 45 00 46 — Nolhe» «lcuz, ofi. Ge!.r, I(>f>. 14 »5 1b l0 NudoK-^osl 10 ft..... 1» f.«, l» — Lalm-t'oje 4o ft «u . Al.s,I>.'»l)esieli. H,a»l «00 si. I05-— 105 2^ V.llitv«!,!!!, W 50 ^id!.'^nl>,s,Hanb.u,G, !Uos> 2«!< ?0l!8» 9» «iieditdanl, '!»l, ÄNg.2^u jl. .-------—'— ^» >,.mpl«5<Äes.Me!>elöft.5(>ull. s.^g — bb7 -..l^olyelrnb., öft.»!0u!l.«5"/«». —-— — — »,,!»r^b., »si, Ol/sl. V.5u°,»»2«U — ll e!lcli.'U»u. Baul . . b^» — »8? - uU^c!il«I! ,!v», ,!, . ^11 2'^!11 ?!> ?.etlen von Transport» Nnt-rnehmnngen. sv« Slitil), Nlblrchl.Vahn LU0 fl. Silber , —--------'— «Uölt' i>!ii!!,,»Vahn L00 fl. Silb 18« —18» ^K Äussig'T^pl. «tifenb. l»nofl,CM---------------- Vöhn, Norbbadi, ^5y sl, . 179--<8N- ,, Wcstbahn ^00 tt, . . ,280 —231 5U «uschtiehra»'« Eisb, 500 sl, >j.)LUNfl.S. 174 — l"« — Dur Vodelibacher E.»V.üU0sl,S, —'—------- Elisabeth.Vahn »o« fl. CM. , — — —'— ., ^luz-Vudwei«! ^0« sl. . — — —-— ,Sl,b.'Tir.I2l. O. i8?«i!N0sl.S, — — —'- ssc>t>!i,a!id«'l. 100« fl. liM. «592^ 25»5 ^ianz-Iosef.^ahu »00 fl. Silbe»---------------- §ünMchcn»Darcfclslsb.2l)u!I.V-------—'— «allz^all.i'udwig^O^oufl'lM »07'50««7 7,>> Hla».«öslach>:> 6,.B,«s.0fl.ö.W.-------— — »ablcndcrg.Eisendclh» III» fl. .------------'— tschau, Ob«b.V!!cnb,^uufl.K. —'— — -/embcr«-ih»^c>sly H^^„. bcchn^Ocfcllfchall 2yu sl. ö, W.^21 75 22', »!, vloub. öst..u»g.. TrieslöW fl.'iM.^iju ^!^, . Oeslcrr. Norbweftb, ^>o sl. Silv'i<;l eo i«H-> bll>. (lit. U) !iuu n, silver 1«» — l«8 «5 Praü^Duic» «i»jeui>. lö^ fl. Vilv.j z «iluduls» .^» ÜO0 fl. Sud« i»7'!i5 1U? ü < z-levcildui»^, «^e«l>. ^00 s!,____i — - ->a^,l>^ ,. , 0 llv zll»4.02l5»l» «e!l> ! war« Sübbahn «>a fl. Silber . . . 8« 50 8? — Vüb.N°rbd,.Verb..^.2nosl.«M, 156 —15« 5, Theiß.^'ahn «na 0fl.S. ig«5<, 1^7 — Induftrie.Nctien (per Stuck), «tgybi iii!t> Äiüdberg. ltifen» und «-lahl-Iilb, >n Wien 100 fl. . —-^. —.^ «illcnbabnw^^eih^, I, «0 sl.40°/« 7« _ 77-__ „Hlde»üll)l", P^pi.rf. u. H..«. «,.h<, 55 75 H)ionl>,!l«(KcIell!ch., öft.'l. ^00 sl. . 19^, 7»; l9«- — — Trifa,ler ilohlellw,««es, 70 fl. , -.-— —>— Waffeuf..«.. Ocst, ln W. !U0 fl, --_____,— Devisen. Dmlsche Plätze......«, ,» «»40 Üimdou.........l,««ai!l6g5 Pari« .........,(.^z 5030 Peteriibulg .......^_1 — — Valuten. ^ucaten........ 537 59g <0l!luci».Sti!y u8 -,ld«......... ^... __ ^ ,ltsche Meichsbanlnoten . , »l» 20 «2 27. Hofmanns tt p. Clavier-Fatoik Wien. V., Franzensgasse 23. Specialität: Mignonflügel u. Pianinos. la- und Auslaud preisgekrönt, alleinige Erzeugung. Drei überführte Kaleschen, zwei Fuhrwagen und ein Paar englische Kummetgeschirre sind preiswiirdig <*u07) 3~2 1 z:ii verlcaniHen : Burgstallgasse Nr. 4. litssiMl wird gesucht. Antrüge an «lie Administration dieses Blattes. ' (2598) 2—2 In unserem Commissionsverlage ist erschienen: Die wohllöbl.landesfürstl. Hauptstadt Laibach. kulturhistorische Bilder aus Laibachs Vergangenheit. Nach ardiivalischen Quellen bearbeitet von J. Vrhovec, k. k. Gymnasialprofessor. Preis II. 1,10. Das Werk hat für jeden Bewohner unserer Stadt Inleresse. Statt jeder weiteren Empfehlung weisen wir auf die eingehende Be-?prechiinK des Buches in Nr. 57 dieses Blattes hin. (2640) 1 lg. y. Kleinniayr & Bed. Bamberg in Laibach. Wil'dcruerlunlser erhalten Rabatt. Zimmcr-Schmuct Gilbert Anycr in Wien, VII., Sicl'cnstrriisscissl' »2, «schi^l^'e Oelfarbclldriilldild Tr. Majestät dcs Kaisers Imnz Zosefl. Hiihe 69 cm., Breite 5« cm, "ls lrl'ensawß^ Vnistdild in dcr Cmn-^N'U' Uuiforin nach dcr OnqinalphutU' ^"Phil' um, Prof. Llickhcirdt zuin Prnse "°" si. 2,— , in hochfein",, Nahmen '^ 5,— inclusive Porto und Verpuckmig ^gen Vorhereinsenduiiss des Betrages .^u beziehen. (2()«4) 20-13 ^»rdervnkäusrv erhalten Ualmtt. «I hat eine Anzahl von Personen von ihrem Magenleiden geheilt, darunter befindet sich auch eine Frau, welche seit 15 Jahren an den entsetzlichsten Schmerzen gelitten, ohne jede Hoffnung auf Genesung preisgegeben. 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