Mb ache r Se itmtg. .»"' »4» Montag am 3. Juli R8«4 Die ,Laibachcr Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und k.stct sammt den Bellagcn lm f°m^r «anz, ahrrg 1 i st.. ^ 1 Y ^, P,ss porto-Kreuzband im Comptoir ganzjährig 12 fl., halbjährig 6 fl. Für die Zustellung in'« Raum derselben, für ein-fr,i gannäbrig. untcr Kreuzband und gedruckter Adresse l5 fi.. halbjährig 7 ft. 3N fr. - In'erat,onsg'!'uh> i^ ^, ^'A^ °^^ ^ 1 ^ einzuschattm, malige Ein chaltunc, 3 kr., für zweimalige 4 lr., fnr dreimalige 5 lr. C. M. Inserate bis 12 Mcn fostcn t «' f«r » Mlll. ^/^,,^ *,.fial "v '"/" ,'"^ch^„ Z» diesen Gebühren ist nach dem „provisorischen Gesetze vom «. November 1650 f.r InserationMmptl" noch W kr. chr l,m )edrsmal'gc Umschaltung bmzu zu rccyncn. -------- Ginllltlmg M PrimummtM Ar tlN ll. Keineckr.1353 ml tlie.Illikllier geiiimss." Prämunerationspreis für Laibach, im Zeitungs-Comptoir abgeholt: halbjährig fl. 3 kr. 30. ins Haus zugestellt . - ' - > " " « " ...» mit Post portofrei zugesandt . „ /, ^ " ""- Um keine Störung in der Zusendung eintreten zu lassen, werden die answar lgen r. >. Abonnenten besonders aufmerksam gemacht, ihre Bestellung ungesäumt machen zu wollen, und va-her gebeten, die Pränumcratiousgelder im vollen Betrage portofrei emMnden. ",^"/wssum-lichc Pränumcrations-Ankündiguug ist in den Beilagen dieser Zeitung mcdcrhoit nbgedruM worden. ümMcher Thell. ^c k. k. apostolische Majestät haben mit allerhöch« ster Entschließung vom 27. Mai d. I. dcm Thürhüter bei dcr Statthalterci in Oesterreich ob der Enns, Anton Madlmay'er, in Anerkennung seiner langjährigen nnd trenen Dienste, ans Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand, das silberne Verdienst-krenz mit der Krone allcrgnädigst zu verleihen geruht. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung von: 46. Juni l. I. die Stelle der Vorsteherin im Mädchenkonviktc in Verona mit den systcmmäßigcn Bezügen dcr Vorsteherin der Privat . Lehranstalt vormals Nipamonti in Mailand, Amalia Alfieri, allergnädigst zu verleihen geruht. Se. f. k. apostol. Majestät haben mit allerhöch-höchster Entschließung vom 26. Juni l. I. die Uebernahme des Hofrathcs beim Armeeoberkommando, Franz Vrannihe r v. V r anntha l, in den wohlverdienten Ruhestand, unter Vczeignng dcr allerhöchsten Zufriedenheit über seine lange, gute Dienstlei» stung zu bewilligen und zum Hofrathe und Vorstande der vierten Abtheilung der dritten Sektion des Armee« Oberkommando's dcu Sektionsrath Ignaz Storch, dann znnl Hofratlic und Vorstande dcr ersten Abtheilung dieser Sektion den Hofsckrctär Vinccnz Anst allergnädigst zu ernennen geruht. Veränderungen in der k. k. Armee. Beförderung'. Dcr Hanptmann-Auditor Angnst Zimer des Infanterieregiments Großhcrzog von Hessen Nr. 14, zum Major-Auditor. P ensi o n i r u n g. Der Generalmajor und Direktor des Kriegsar-A"?' sranz Ritter v. Hannekart, als Fcldmar-schallllcntcuant. . <. ^ ^,,^I""'zwwisterium hat eine bei dem-^elben in EUcdlgung gckonm:cne Miuistcrial.Konzipi-stenstelle dcm Ka "erai-Vczirkskonunissär erster Klasse m Ungarn, Otto Ritter von Schwarz hub er, verliehen. Der Instizminister hat die bei dem Laudesgc-'richw in Lodi erledigte Rathsstcllc dcm Sekretär dcs^ LandesMichtcs in Vrescia, IMo Nova, zn vcrlei-, hen bcfnndcn. Der Iustizmiuistcr hat den Adulnkten dcr Pra< mr in Sarmco. Vassano Pictrabissa, zum Prätor in Viadana ernannt. Die k. k. Landesregierung hat die mncnichtcte und dcm Patronate des kraiilischen Religionsfondcs nntcrstchcndc Lokalie Unterdciltschau dem dortigen bls> hcrigcn Expositus Simo>, Vaivoda "verliehen. L.libach am 23. Juni 18Z4. XX. Verzeich'niß der ans Anlaß der allerhöchsten Vermälung Sr k.k. aposwl Majestät bei dcm k. k. Statthalterei-Prasidnnn in Laibach zur Gründnng der „Olisa bet heu, Stiftung" für hilflose Waisen cingeftossenen Beiträge. " Im Varen in Obligat , ft. kr. fi. kr. Hr. Josef Kordin, Handelsmann ^. " ^ H „ C. Hölzer, oto. . . 2d —^________ Summe . - - ^^ Hiezll die Summe aus dem XIX. Verzeichnisse pr. . 4696 24 10U0 - ergibt sich eine Totalsumme pr. 4726 24 1000 -II. Verzeichniß dcr k. k. Vezirkshanptmamychaft Gottschec em^l"! sen sind. ^ ^ Marie Ionkc ans Mosel, Hansnummcr 41 l0 — Maria Ionke daselbst, « ^ 1 ^. Johann Ionkc ^mwr das. " 48 ^ -^ Mathias Kostner M. das. " ' 24 1 -^ Margaretha Schcmiß das. . « 20 1 ^ Peter Ionke aus Nicdermoscl „ 2l l — Michael Maicrlc das. " ^ i __ Pcter Stonitsch aus Reinthal „ 2 1 — Mathias Mantel das. " 15 i __ Georg Lackncr das. " 25 1 — Michael Stcrbcnz das. " 2ä __ 30 Michacl Stcrbcnz, ^un. da,. "71 -^ Johann Lakncr aus Vcrdreng „ 7 ^ ^2 Gcorg Pctsche aus Verderb » g ^. 30 Georg Maicrle aus Durubach « Diese Beträge sind nebst der Summe von 8 von dem hochwürd. Pfarrer H "n JA Lobe in Mosel gesammelt und anher übcrgcbcn wordcn. n«^,.,^. Von den Pfarrinsassen der durch den hochwürd. Hm. Adnnmstrator ^ Jakob Kraschna . . - - - - " Fürttag: . 38 38 Von den Pfarrmsassen der Lokalie Morobitz durch den hochw. Hrn. Lokalkaplan Ioh. Krischc...........2 30 Von den Pfarrinsassen der Pfarre Mitterdorf durch den hochwürd. Herrn Pfarrer Stemcr . . / . ... . . . 17 — Von den Insassen der Gemeinde Schwar-zcnbach durch den Gemeindevorsteher . 6 — Von den Insassen dcr Pfarre Fara bei Kostel durch den hochlvurd. Hrn. Pfarrer Ignaz Icrin .........7 — Von den Insassen der' Pfarre Altlak durch den hochw. Hrn. Pfarrer Ios. Kronckhol; 17 18 Von den Pfarrinjassln in Ofsiunitz ... 2 20 Dcr hochw. Hr. Pfarrer Ios. Zhernwiß . 2 40 Hr. Dr. Anton Zhesnik, k. k. Vczirksarzt . 3 — Summe 93 46 Hiezu die Summe aus dem I. Verzeichnisse pr...........136 40 ergibt sich eine Totalsumme von ... 230 26 Nichtamtlicher Theil. Die Volksschulen in Krain. Wenn der wohlthätige Einfluß der Volksschule auf die Förderung des Gemeinwohles nnd auf die Entwicklung des sozialen, staatlichen und kirchlichen Lebens allgemein anerkannt wird, so kann man nur mit freudigem Gefühle die Fortschritte begrüßen, wel« che in den lcktcrn Jahren in unserem Hcimatlande Kram ans dcm Gebiete dcs Volksschulwcscns gemacht , wurden. ^. c- ^ Faßt man zunächst den Zustand dcs Unterrich. tcs in's Auge, so kann man in demselben einen von Jahr zu Jahr sich steigernden Aufschwung nicht vcr> fcnnen. Während die Schüler nach einfacheren, ih. rcni Alter entsprechenderen Methoden zur Lcsefcrtig. kcit geführt wcroen, wird beim Lesen selbst durchgän« gig auch auf das Verständniß des Inhaltes hingewirkt, nnd es knüpfen sich an die Lesestückc Mittheilungen und Belehrungen an, die ganz geeignet sind, dem Leseunterrichte auch den ihm gebührenden erziehlichen Einfluß auf die Schuljugend zn sichern. Das frühere theoretische For« menwescn dcr Sprachlehre macht allmälig einem na> turgcmäßcn, praktisch bildenden Sprachunterrichte Platz. Allgemein gibt sich beim Unterrichte eine ersprießliche Vereinfachung nnd angemessene praktische Richtung kund. Auch wird in den meisten Schulen der Gc« sanguntcrricht, der noch unlängst für ein der Schule fremdes Element angesehen wnrdc, mit sehr günstigem Erfolge betrieben. Diese befricoigmden Resultate,md eben so sehr dcm cifrigcn Einwirken dcr Gcistllchkttt, als der gesteigerten Thätigkeit der Schullchrcr bcizu-messcn, welche im Allgemeinen cin reges Streben an den Tag legen, sich selbst in geeigneter Weise fortzu. bilden, und in den ihnen anvertrauten Schulen immer bessere Unterrichtsmethoden einzuführen. - «KH Es möge hier genügen, diese erfreulichen Erscheinungen in den inneren Zuständen der Schule nur kurz berührt zu haben; unsere Absicht ist es, insbesondere alls die Gestaltung der äußeren Schulverhält« nisse einen Rückblick zu werfen, und in gedrängten Umrissen anzuführen, welche namhaften Opfer einzelne Gemeinden theils znr Errichtung neuer Schulen, theils zur Erhöhung der Lebrcrsgehalte. theils auch :nr Anf-führung neuer Schnlgcbäudc bloß in den letzten drei Jahren größtcuthcils mit freudiger Bereitwilligkeit dargebracht haben. Mögen in der nachstehenden Aufzahlung der darauf bezüglichen Leistungen nicht nur diese Gemeinden selbst die verdiente Ancr-! kcnnung finden, sondern dadurch auch andere Gemeinden angespornt werden, zur Regelung ihrer Schulzu. stände mit dcrselbcu lobcnswerthcn Opfcrwilligkcit die Hand zu bieten. Im Bereiche der Vczirkshauptmannschaft Laibach verdient besonders die Pfarrgemcinde Bresoviz lobend erwähnt zu werden, welche aus eigenem Antriebe nicht nur cin neues Schulgebäude mit einem Kostcnaufwandc von nahe 3000 fl. aufführte, sondern auch die Lehrerdotation im jährlichen Reinerträge von 300 fi. 46 kr. sicherstellte. Ebenfalls neue Schulen wurden systemisirt in Dobrova mit dem Lehrersge-haltc von 306 ft. 11 kr. nnd in Prcßer mit 21:! ft. In der Vezirkshanptmannschaft Stein wurden drei neue Schulen gesichert, und zwar in Commcnda St. Peter, in Vodiz und in Zbemshenik. jede mit einer Lchrersdotation von 200 ft. In der Bczirkshanvtmannschaft K r ainb u r g ist für den Schuldienst in Zarz ein jährliches reines! Einkommen von 171 fi. ausgcmittclt worden, wegen dessen entsprechender Erhöhung jedoch ncnc Verhand-lungen eingeleitet wurden. Ucberdieß crhöhete die Pfarrgemeindc St. Martin bei Krambnrg die Dota« tion ihres Schnllehrcrs von 108 fl. «0 kr. auf 200 fl. Die erfolgreichste Thätigkeit in der Vcrvollkomm. nung der änßercn Schulzustände wnrde in der Be--zirkshanptmannschaft 3t a dlnannsdorf entwickelt. Es sind im Bereiche derselben sieben nenc Schulen mit nachstehenden Lebrcrsgehaltcn ins Leben getreten: in Maria Lanfcn mit 163 fl. 49^ kr., in Karner-vellach mit 202 ft. 4'/^ kr., in Obergörjach mit 300 fi., in Wocheinervcllach mit 187 fl. 4'/, kr., in Lengenfeld mit'203 fi. 16 kr., in Vrcsniz mit 290 ft. nnd in Wochciner-Feistrih mit 166 ft. 32 kr. Dic letztere Gemeinde stellte überdicß aus cigcncn Mitteln ein ncnes Schulgcbäildc her, dessen Kosten sich anf 2200^ fi. belaufen. Ferner wurden an folgenden Schulstationen die Lchrersgehalte erhöhet: in Möschnach von 461 fl. 36 kr. anf 200 fl.. in Aßling von 140 fi. 34 kr. anf 260 fl. in Ratschach von 131 fl. 24 kr. auf 200 ft., in Kropp von 199 fl. 26 kr. anf 226 fl. 6 kr., in Stcinbüchl von 148 fi. 27 kr. auf 260 fi., in Vigaun von 118 fl. 36 kr. anf 260 fl., endlich die Gehilfcudotation in Veldes von 101 fl. 24 kr. anf 171 fi. 24 kr. In der Bezirkshanptmannschaft Adelsberg hat die Pfarrgcmeindc Grafcnbrunn die Lehrcrsdotation im Betrage von 219 fi. 41 kr., und Koschana von 260 ft. anfgeliracht. und letztere überdieß im Wege der Konkurrenz 2600 ft. zum Ankaufe und zur Adaptiruug eines Schulhauses gesichert. Auch wurden mehrere Dotationscrhö'hungen durchgeführt. So hat die Markt« gemeinde Adclsberg die Summe von 300 st., als den jäbrllchen Ertrag des neu eingeführten Schulgeldes, zur besseren Dotirung der dortigen Hauptschullchrer bestimmt; in Senosctsch wurden die Gehalte der Lehr« individuen jährlich um 130 ft. erhöht; die Pfarrge-mcindc Loitsch verbesserte die Dotation ihres Schul« lehrers von 1l4 fi. 36 kr. auf 312 fl/ 16 ^ kr., Urem von 113 fl. 62 kr. auf 261 fl., Oblak von 161 fl. 26l^ kr. auf 230 fl. 31 kr.; die Gehilfen, dotation in Zirkuiz wnrde von 70 fl. auf 160 fl. erhöht. In der Bczirkshauptmannschaft Wippach trat die nene Schule in Gozhe mit einer Lchrcrsdotation von 219 fi. 2l kr. in Wirksamkeit, und für den Schullchrer in Sturja wurde für die Zukunft der Iahresgebalt von 200 fl. sichergestellt. Eine ancrkennungswürdige Sorgfalt für die Er-richtnna. neuer Schulen ist auch in der Bezirkshauptmannschaft Treffen an den Tag gelegt worden. Neu eröffnet wnrden folgende Schulen i in Iohannis-thal mit einer Dotation von 20! fi. 36^ kr., in Mariathal mit 172 ft., in Hl. Kreuz dci Thurn-Gal» lcnstcin mit 167 fl. 7^ kr., in Saucnstein mit 200 fi., in Obernasscnfuß mit 161 fl. 662, ^ ^ in St. Kanzian bei Gutcnwerth nnt 308 fi. 30^ kr. Ferner erscheint durch das ans dem frommen Vermächtnisse des Michael Schivouz herrührende Kapital von 3363 fi. auch die Errichtung einer Schule in St. Lorenz an der Temcnitz gesichert, zn welchem Ende auch schon der Baugrund für ein Schulhaus um den Betrag von 660 fi. angekauft wurde. Außerdem verbesserte die Pfarrgemeinde St. Ruprecht den Gehalt ihres Schul» lehrcrs von 141 fi. 4ö kr. auf 286 fl. 21 kr., Neu-dcgg von 101 fi. 60 kr. auf 193 fl. 23'/, kr., und Ratschach von 63 fl. 32 kv. auf 2l3 fi. 64 kr. Für> einen Pcrfonalgchilfen in Weixelburg ist ein Gehali von 136 st. erzielt worden. Im Bereiche der Bezirkshauptmannschaft Neu« stadtl wurden in Pöllandl. welche Gemeinde aus eigenem Antriebe cin neues Schulhaus herstellte, 194 fl. 162/4 kr., in Stopizh 21 l fl. l8'/» kr. uud iil Hl. Kreuz bei Landstraß 202 fi. 11 ^ kr. als Lehrer« gehalt ansgcmittelt, und ncbstdem die Dotation des Schullchrcrs in Gurkfcld von 73 fl. 40 kr. auf 266 ft. 13 kr., jene des Schulgchilfcn in Zhermosch'niz von 70 fl. auf 120 st. erhöht, und von der Stadtgc-mcinde Nenstadtl der neu angestellten Industrielehrcrin nebst dem Bezüge des Schulgeldes eine jährliche Remuneration von 60 st. zugesichert. In der Vezirkshanptmannschast Tscherncmbl ist der Lchrcrsgchalt zu Mottling von 200 fl. auf 334 ft. 12 kr. erhöht, und für einen in Podscmcl anzustellenden Schullchrer eine Dotation von 164 ft. 42 kr. gesichert worden. In der Vczirkshauptmannschaft Gottschec wurde für die nenc Schule in Vanjaloka der Lchrcrsgchalt ! anf 200 fi., in St. Canzian bei Auersperg gleichfalls auf 200 fl., und für die Nothschulc in Unterlag auf l14 st. festgestellt. Ein besonders ehrendes Denkmal hat sich die Stadtgcmcinde Gottschec gesetzt, indem sie nicht nur die frühere Dotation des Tchullehrcrs von 160 ss. anf 384 ft. 16^ kr., und zene des Gehilfen von 70 ft. anf 200 ft. erhöhte, sondern auch zur Umwandlung der dortigen Trivialschnlc in eine Hanpt« schule noch einen weiteren jährlichen Beitrag von 600 ft. sicherstellte. Auch in Ncssclthal wnrdc das Einkommen des Schullchrers von 211 ft. anf 240 ft., und in Ricg von 140 fl. auf 200 ft. 63^ kr. verbessert. In diescr übersichtlichen Zusammenstellung ivur» dcn überall nnr die reinen jährlichen Einkünfte der Schuldienste angeführt. Bringt man auch die Beträge in Anschlag, welche in dcn betreffenden Dotationsfassionen für die Haltung des Meßncrkncchtcs, für die Schulsänbcrung und Kollcktureinbringungskosten in Abzug gebracht wurden, die sich für jeden einzelnen Schul-postcn auf 60 bis 100 ft. belaufen, so entziffert sich die Gcsammtsumme der jährlichen M eh raus» lagcn, welche dcn Gemeinden in den letzten drei Jahren durch die Errichtung neuer Schulen und durch die angeführten Dotationszubesseruugcn erwachsen sind. auf 11.096 ft. 10'/. kr.; während der für die Herstellung neuer, und für die Verbesserung schon bestandener Schulgcbäude cin für alle Mal bcstrittene Kosten« aufwano auf eine Total - Summe von wenigstens 16.400 ft. angescpt werden darf. Mit der Vermehrung der Volksschulen hat auch die Zahl der Schüler in gleich erfreulicher Weise zu-genommen. Es gab im I. I860 im I. 1863 Wcrktagsschulbesuchcnde . . 11.271 14.869 SonntagMulbesuchcnde. . 8778 11.249 Die Zahl der ersteren hat sich demnach in dcn lctztcn drei Iahrcn um nahe 32 <^, und jene der letzteren um mehr als 28 "/<. vermehrt. Dieser erhöhte Schulbesuch, so wie die angeführten bedeutenden Opfer, welche die Gemeinden zur Vervollkommnung ihres Schulwesens dargebracht haben nnd welche in Anbetracht der Ungunst der Zeitvcrhält-nisse. unter denen sie gebracht wurden, nur noch um so ancrkenncnswcrther erscheinen müssen, sind Thatsachen, welche am besten geeignet sind. zu zeigen, wie sehr sich der Sinn für einen geordneten Schulunterricht nnd für die sittlich-religiöse Erziehung der Jugend unter dem Volke immer allgemeiner nnd tiefer einwurzelt, nnd welche zu der gegründeten Hoffnung berechtigen, daß es dcn uercintcn eifrigen Bcmühnngcn der weltlichen und geistlichen Schulbchördcn. unterstützt von dem bereitwilligen Entgegenkommen der Gemeinden, gelingen werde,' in der nächsten Zukunft auch die an mehreren Kuratien noch abgängigen Volksschulen in's Leben zn rufen, und so der ,chulfäbigcn Jugend überall, wo cs die örtlichen Verhältnisse gestatten, die Wohlthat des öffentlichen Unterrichtes zugänglich zu machen. Kriegsschauplatz an der Douau und der griechische Aufstand. l.. /. ('. Von der untern Donau, 24. Juni. Die Belagerung von Silistria ist auf ausdrücklichen Befehl des Kaisers aufgehoben worden. Der Bote kam aber noch rechtzeitig genug an, um die Russen an Ort nnd Stelle zu treffen, denn schon seit dem 16. d. war das Lager von Nachrichten erfüllt, daß der türkische Entsatz herannahe, Turtukai bereits von dcn Türken genommen und die russische Besatzung des Ortes vom rechten Ufer wieder nach Oltenitza hinüber geworfen sei. Die nächsten Tage bestätigten diese Gerüchte, 6000 Mann türkischer Truppen drängten dcn linken Flügel der Belagerer. Unmittelbar nach dem Eintreffen des Kuriers aus St. Petersburg hat der Rückzug sofort unter Leitung des Fürsten Gortschakoff begonnen, der einzig von oen höhern Generalen ungeachtet der am 13. erhaltenen Kontu. sion, seinem Dienst vorsteht. Die ersten abmarschiren» den Kolonnen sind anf Belad in der Moldau, 12 Meilen hinter den: wohlbefcstigten Fokschan, dirigirt worden. Aber nicht von Silistria allein, auch aus dem ganzen südwestlichen Theile der großen Walachei geht das russische Militär in regelmäßigen Tagesmärschen nach dem Norden zurück. Die Bcsatznngen von Giurgewo, Simnitza und Turnn ziehen gegen Bnkarest, das Liprandi'schc Korps längs der sieben« bürgischen Gränze anf Plojcschti, wo das Gros bis zum 27. eingerückt sein soll. Die türkischen Truppen aus Widdin und der kleinen Walachei sammeln sich bei Nustschuk und scheinen das linke Donannfer absichtlich zu meiden, wo man mit jedem Tage dem Einrücken österreichischer Truppen entgegensieht. j Wie die sicbcnbürgischen Blätter melden, ward die Waffenruhe in den letzten Tagen nicht unterbrochen, nur die Bewegungen der russischen Truppen waren viel bedeutender als früher Während die Walachei verlassen wird, fassen die Russen in der Mol« dan um so festern Fuß und scheinen entschlossen, dort jeglichen Angriff abzuwarten. Am 20. hat ein rnssi-schcr Major mit dcm Isprawnik von Baken nnd einem fürstlichen Bojaren alle Hügel nnd Berge längs ocr Gränze gegen Ojtoß aufgenommen. Am 21. sollten 600 M. Kosaken bis hart an die siebenbürgischc Gränze rücken, waren aber bis zum 22. Nachmittags dort noch nicht eingetroffen. Dagegen sind längs der Gränze gegen die Bukowina mehrere russische Lager geschlagen worden und die Truppen daselbst eingerückt. Das der sicbcnbürgischen Gränze zunächst stehende russische Lager bei Großescht sollte in den nächsten Tagen bezogen wcrdcn. ^ In dcn crstcn Tagen des Monats Juli wird in Schumla ein großer Kriegsrath abgehalten werden, um wegen der bevorstehenden Kriegsoperationcn einen festen Endentschlnß ;n sasscn. Außer Omer Pascha wird von türkischer Seite auch Halil Pascha den Siz-zungen beiwohnen; von österreichischer Seite ist ein Oberst nach Schnmla entsendet worden, um über die eventuellen Operationen der Ocstcrreicher in der Wa< lachci die nöthigen Stipnlationen zu treffen. — Räch einem Tagserlassc von Omer Pascha an Semi Pascha, dcn Gouverneur der kleinen Walachei, vom 24., ist der Abzug der Russen vor Silistria erfolgt, weil Giretli Mchmcd Pascha, der nenc Kommandant von Silistria, die Nnssen mit großen Verlusten geschlagen hat und die letzteren zugleich Nachricht von dem Heranrücken der ganzen Armee von Schumla erhielten. Die Rus« sen hätten nicht nnr die Gegend bei Silistr»a gänzlich verlassen, sondern auch aus der Dobrndscha auf das linke Donanufcr sich zurückgezogen. Oesterreich. Wien. 30. Juni. Der kais. rnss. Gcheimrath Fürst Gortschakoff soll. nach einer hente hier einge« troffencn Nachricht, auf der Reise von St. Petersburg nach Wien am Sonntag in Warschau durchreisen. Wie cs hcißt, wird derselbe cin eigenhändiges Schreiben des Czaren an Sc. M. dcn Kaiser von Oesterreich überbringen. — Der zum Kommandanten der ersten Armee in Wien ernannte Herr FcldmarschalllieNtcnant Ba< ron von Csorich ist hcutc aus Graz hier angekommen. — Die Abreise des zum Kommandanten der vierten Armee ernannten Herrn Generals der Kavallerie Grafen Schlick ist vorläufig anf dcn 10. Juli festgesetzt. — Der erste Dolmetsch nnd Sekretär dcs Fe. stungskommandanten Izzet Pascha, Herr Achmct Ef> fendi, ist gestern mit Depeschen aus Belgrad hier an gekommen. Wien, 1. Juli. Die Allerhöchst angeordnete außerordentliche Nekrutirung hat hier am 23. b. M. begonnen uud wurde am 28. beendet. Das zu stellende Truppenkontigent belief sich anf 700 Mann nnd wurde theils durch die von Amtswegcn Gestellten, theils dnrch die freiwillig Asscntirtcn, endlich durch die der ersten Altersklasse, d. i. die im Jahre 1834 gebornen Militärpflichtigen aufgebracht. Der Rekru-tirungsakt selbst ging ruhig und in größter Ordnnng vor sich und war von zahlreichcn Bcwriscn dcs guten Geistes nnd der patriotischen Hingebung dcr Bcvöl-kcrung bcglcitct. Anderer Scits muß aber auch anerkannt werden, daß die Vorarbeiten zn diesem Akte von sämmtlichen dabei betheiligten öffentlichen Orga-nen mit aller Aufopferung an Zeit und Mühe mis« geführt wnrdcn, um solch cin bcfricdigcndes Ncftlltat zu erzielen. ft. Wicncr Ztg.) Wien, 1. Juli. Wir haben kürzlich dcr Nut-schnng einer Mauer gedacht, die auf der Bahn am Scminering zwischen der Station Klamm nnd jener von Vrcitenstcin erfolgt ist. Es i>t ,chon damals erwähnt worden daß dcr Warenverkehr hierdurch uicht unterbrochen wurde und wir können mm jcnc Depc« 'chc dahin ergänzen, daß an dieser stelle auch schon oas zwcitc Bahngeleise niedergelegt ^ Wie wir weiter vernehmen, durste die so sehnlichst gewünschte. Eröffnung der Semeringbahn für «HH den öffentlichen Verkehr zwischen den 16. und 17. Mi fallen. Bei dieser Gelegenheit können wir nicht die Bc-suchc unerwähnt lassen, deren sich die Bahn in letzter Zeit von höchsten und hohen Herrschaften zn erfreuen hatte. Am 17. Mai haben Seine königliche Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Ludwig auf der Durchreise nachGraz die Vahn benutzt uud hierbei die größeren Objekte mit höchster Aufmerksamkeit besichtigt. Am 19. Mai babcn Ihre Exzellenzen die sämmtlichen Herren Minister eine Scparatfahrt zur Besichtigung der Vautcu gemacht uud am 29. besuchte dieselbe Sc. königliche Hoheit der Herr Graf uon Chambord. Am 22. Juni endlich haben Se. k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Albrecht die Vahu im offenen Nagen befahren uud mit großem Iutcrcssc die Vautcu besichtigt. Ihre kais. Hoheiten die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Ludwig und Albrecht sind übrigens au mchrcreu Pnnkten ausgcsticgeu, um dic Werke uäher betrachten zn können. Alle diese hohen Rciscudcu haben die Bahn mit sichtlicher Befriedigung ucrlasscu. (k. Wiener Ztg.) Deutschland. Dic „Allgcm. Ztg." vom 27. d. M. bringt ans dcr?„Times" eine Nebersctznng des „Tcrtcs der königl. preußischen Note an die Höfe der Bambcrgcr Konferenz." Wir sind in der Lage, schreibt die «Ocstcrr. lais. Wiener Zcitnng" uuscrn Lesern dm authcuti-scheu Text der kais. ostcrrcichischcu Zirkular-Depesche vom Ili. d. M., welche mit jener des königl. preußischen Kabincts ganz gleichlautend ist, nachfolgend mit' theilen zu können: Wien, den 16. Juni 1854. Sr. dcs Herrn . Euer . . . habcu mittelst Berichts vom d. M. die Note eingesendet, womit die ... Regierung unsere Einladung zum Anschluß an das am 20. ^ April d. I. zwischen Oesterreich und Prcußcu abgeschlossene Schutz, und Trutzbüudniß beantwortet hat. Wir haben um so weuiger gcsänmt, die in dieser Note enthaltene Darlcgnng aufmerksam zu prüfen und uns darüber mit dem tönigl. preußischen Kabinete zu berathen, als eine gleiche Auffassung der Sachlage dcu Nückäusterungeu mehrerer anderer deutschen Regierungen zum Grunde liegt. Nachdem wir die Ge-nugthuuug gehabt habeu, uns uon der Ucbcinstim-mnng nnscrcr Ansichten mit denen Preußcus zu über-zeugeu^bin ich von Sr. Majestät dem Kaiser, unseren: allergnädigstcn Herrn, beauftragt. Euer,. . . die nachstehenden Bemerkungen mitznthcilen, um sie zur Kcunt-niß der . . . Regierung zu briugeu. Es hat Sr. Majestät zur aufrichtigsten Bestie« digung gereicht, nicht nur dcu Abschluß des Vertrages, m welchem die Einigkeit Oesterreichs nnd Preußens m einer so ernsten Verwickelung ihren Ansdrnck gefunden hat, von Ihren deutschen Vcrbüudctcu freudig begrüßt, sondern auch von denselben den Standpunkt gewürdigt zu sehen, wonach deutsche Interesse,! und Verpflichtungen auch über dic Bundcsgräuzc hinans geltend zu machcu siud. Wcnu in dieser Ueberzeugung die ... Regierung uns dcu Wuusch ausgcsvrochcu hat, daß durch eine au die Bundesversammlung zn richtende Eiula-, dung der Beitritt des gesammtcn Buudcs eingeleitet wcrdc, so ist die cvcntnellc Bereitwilligkeit hicrzn sowohl seitens Oesterreichs als Preußcus bereits iu unzweifelhafter Weise zu erkennen gegeben worden. Nach der übereinstimmenden Ansicht beider Allcrhöch' sten Höfe folgt jedoch aus dem Artikel 11 der Bundesakte das Recht auch für die ciuzclneu deutschen Negierungen, dem ihnen dargebotenen Bündnisse bci-zutreten uud die bcidcu Kabincte habcu sich deßhalb Machst an dicsc gewendet, theils um das Ergebniß einer späteren Vorlage am Bnnde im Voraus über» seheu zu können, theils um für dcu Fall, daß es zu einer solchen nicht käme, im Vereine mit denjenigen Staaten zn handeln, die sich für dcu Anschluß cnv scheiden würden, wie dieß ja seitens mehrerer Regic-nmgcu wirklich geschehen ist. k nniei >> X' ' Legierung wird hieraus eutnehmen uraftil'^ ^^'' ^^'"' f"n,ellen Seite der Frage eine nur d ^>,^^'"'"'^^t nicht zu liegcu und es daher d U b"Z!!^"'"u ^iut. iu der Sache selbst zu w^e:^^3^e^^» -^ gierung, die in dem Zusatz-Artikel v.rqeschene'Änf' fordcrung zur Räumung dcr chnstcnthümcr durch die Voraussetzung gleichzeitiger Einstellung d^. I^,^,-^ ligkeiten zu Land nnd Wasser nnd des entsprecht deu Rückzuges der anderen Mächte zn vewollstäudi-gen wäre. Die ... Regierung wird gewiß überzeug sein, daß die Eventualität eines allseitigen Znrück- gehcns vom Schanplatze dcs Krieges den Wünschen uud Bemühungen der beiden deutschen Mächte entsprechen würde und daher auch, so viel es zur Zcü zulässig erschien, von ihnen ms Auge gefaßt worden ist, als die beidcu abschriftlich anlicgcndcn Depeschen nach Maßgabe dcr Bestimmung des Zusatzartikcls, die eine von Oesterreich, uno die andere, zur Uutcrstuz-zuug dcrsclbcn, vou Preußcu nach St. Petersburg gerichtet wurden. Wir halten an der Hoffnung fest, daß Se. Majestät dcr Kaiser von Rußland in Seiner Weisheit die ans tiefer Ucberzcuguug hcrvorgcgangeuc Sprache Seiucr alten Verbündeten würdigen und dieselben dnrch eine eingehende Antwort in dcu Stano setzen wird eine friedliche Verständigung dcr kricgfuhrcndcn Mächte anznbahncn, und es bedarf wohl kaum der Bcmerkuug, daß dicsc Antwort im Hinblick aus dieses Ziel von dcn Kabinctcn von Wien und Berlin nicht nur dcr gewisscuhaftestcu Prüfung uutcrzogcu wcrdcu wird, sondern daß dieselben es sich auch zur Pflicht machen werden, alsdann darüber auch mtt denjenigen deutschen Regierungen, die ihrem Bünomffc beigem» tcn scin wcrocn, cvcntucll mit dcr Buudcsvcrsamm-lung, insofern auch diese ihren Beitritt erklärt hat, in vertrauensvolles Einvernehmen zn treten. ^ Was die von dcr . . . Rcgicrnng im Zusam-mcnhangc hiermit ansgesprochcuc Voraussetzung betrifft, daß der Vnnd bei den fcrncrcn ihn als Thm-nehmcr an dem Bünduissc augchcudcu Verhandlungen in gehöriger Form vertreten scin wcrdc, so werden d:c beiden Höfe dieser allerdings nicht von ihnen allein uubcdingt zu vcrwirklicheudcn Erwartung gewiß, st' >veit es die Umstände irgend gestatten, zu entsprechen sich gern angelegen scin lassen und jedenfalls aus die genaue Vollziehung dcr Vorschrift dcs Art. 49 dcr Wicucr Schlußakte achtcu. Das kaiserliche Kabinct darf sich der Hoffnuug hingeben, daß die ... Rcgicrnng sich dnrch die vor> stehend gegebenen Erläutcruugen bestimmt finden wcrdc, durch cincu rückhaltlosen und vollständigen Beitritt zu dem Schutz- und Truhbüuduisse zwiichcn Oesterreich uud Preußen zugleich ihr oft bewährtes Vertrauen zu diesen beideu Mächtcu und ihre Hingebung fur die von ihr selbst anerkannten vaterländischen Interessen zn bethätigen. In ihrer Note bezeichnet die . . . Rcgicrnng nähcr die Zwcclc, die sie von Dcuychlaud erreicht zu schcu wünscht, und wozu sie dic vollständige Freiheit dcs Handels uud dcr Schifffahrt ailf der Donau uud ciucu wirksainen allseitig verbürgten Schuß der unter dcr türkischen Herrschaft lebenden christlichen Bevölkerungen rechnet. Dic ... Regierung wird sich gewiß selbst der Ueberzeugung uicht verschließen, baß Dcutschlaud um so sicherere Aussicht aus ^Erreichung dieser Zwecke Yat, je schleimiger cmmuchlge n d kräftiger die Mitglieder des deutschen Bundes ch zn deren Förderung aneinander sch.cßcn ^" Daß die ... Regierung zugleich ^lebhaftes Interesse au der Erhaltung dcs Königreiches Guc-cheuland in scincm vertragsmäßigen Bestände bezeugt hat, konnte Seiner Majestät dem Kaiser, unserem allergnädigsten Herrn, nnr um so erfreulicher sein, als Mcrhöchstdiesclben dieses Interesse aufrichtig thel« lcu und von dcr Fürsorge für die Erhaltung dcr territorialen Verhältnisse dcs Orients uicht zu trennen vermögen. Es wird uns zur bcsoudcrn Genugthuung gereichen, durch die Rückäußernng der . . . Negu-nmg aus die gegenwärtige Mittheilung recht bald vergewissert zu werocu, daß deren Vertrctcr in der Bugdcsvn-saunulung sich ermächtigt finden werde, fur dcn Aw schlnß dcs Bundes an dcn Vertrag vom 20 April ohne Vorbehalt zu stimmen, da wir nnr nut dem lebhaftesten Bedauern auf dicHoffming verzichten wu^en durch cincu bundesvcrfassungömäßigcn Beschluß das Eiuiguugswcrk vollcndct und dcr dadurch gcdlldctcn lnächtigcn Gesammtheit dcn ihr gcbuhreudcn EulsiW gesichert zu scheu. Müßteu wir denuoch dicsc HoN-nung anfgcdcn, so würde die Vorlage dcs Bündnisses im Schooßc dcr Buudcsvcrsammlung naturlich ganz uuterblcibcu, uud Oesterreich und Preußen wurden sich dann in dcr Lage befinden, sich uur 'wch , den einzelnen Regiemngen weiter zu "rsmn gcn welche ihren. Bündnisse als Theilnehmer e v r schon l'inzugetrctcu sind, odcr noch hinzutrcren werden. ' Eucr . . sind crmächtigt, dem Hcm - - -Abschrift des gegenwärtigen Empfangen dieselben d,c VM'")""^ °,VN'. Sch,°ß 2ch,ciz, 2°, Ium °, ^'., " ^ i'M H fcste wird uon dem neuen ^"^^)c m mc ecn^ Vcrsicheruua ertheilt, daß die Ncg'cruug m S nnc des vcrsNme.? Vorgänger/ treu /''w^Menhaft werde geführt werden uno das Wol'! alle: Unterthanen den ^ ?.". ^"' unausgesetzten Vestrcbuugcn Sr. Durchlaucht bilden solle. Alle angestellten Beamteten und Diener wcrden m ihren Acmtcrn umcr Erwartung dcs schuldlgeu Gehorsams und der pfiichtnläßiqcn Treue brftattgt und den Uuterthancu geqcn die Erfüllung der gleichen Obliegenheiten die lanocsberrliche Gnn>'e zugesichert. Der nuumehr regicreuoc Fürst, gcborcn dcn 20. Oktobcr 1789, königlich preußischer General-Lieutenant u la ^iule, ist seit dem 18/April ^20 mit I. Durchl. der Fürstin Sophie Adelheidc Hcn-riette, des verewigten Fürsten Heinrich i.l. zu Ebersdorf Tochter, vermalt, auf deren im Leipziger Kreise dcs Königreichs Sachsen bclcgcncm Nittergutc Tball-witz Sc. Durchlaucht früher wesentlich, wenigstens während dcr Sommermonate, seine Residenz nahm. In jüngerer Zeit befand sich aber der ncnc Landes-hcrr stcts in Begleitung seines hohen entschlafenen Bruders, bei dcn Rcgkrungsgcschäftcn berathend mitwirkend, wie dcnn die Lage und Bedürfnisse drs Landes von jeher dcr Gegenstand der cindringensten Beobachtungen Sr. Durchlaucht demselben sehr genau bekannt sind. — Vorgestern fand in Schleiz das Vc-gräbniß des verstorbcucu Fürsten Statt, dcr in der Bcrgkirche dasclbst beigesetzt wurde. Der „Mouitcur" theilt heute nach der »Ind. Vclgc" «die wcscutlichsteu Punkte" dcr zwischen Oesterreich und der Pforte bezüglich dcr Vrsctzung dcr Donaufürftcnthümcr am 14. Juni abgeschlossenen Konvention mit. Frankreich. Paris, 23. Juni. Dcr neu ernannte Minister dcs Innern, Hcrr Billault, hat hente in Gegenwart des Staatsministcrs und dcs Großkämmcrers in.die Hände Sr. Majestät dcs Kaiscrs den vorgeschriebenen Eid abgelegt. Telegraphische Depeschen. " Stettin, 3U. Juni. Der „Nordstern", von Stockholm kommend, brachte die Nachricht: 3 englische Dampffrcgatten. unter dem Kommando des Kapitän Hall, haben das Fort Vormarsund bombardirt, dic Maaazinc und Warenvorräthc zerstört. Die Fc-^ stung bräunte mehrere Stunden. Ein Theil dcs Geschwaders Plumridge wurde zu Napier berufen, um nach dcr Vcrciuiguug die Expedition nach Kronstadt zn unternehmen. Kapitän Hall bleibt zur Blokirnng dcr Häfen im bothnischen Meerbusen zurück. " Telegraphischer Nachricht aus Hermanustadt vom 30. zu Folge sind die Velagerungstrnp-pcn bei Silistria fortwährend im Abzüge begriffen und begeben sich in Eilmärschen nach Plojcschti, wo iwic bereits vor Kuczem gemeldet wurde) ein Lager abgesteckt werdeu soll, uud wohin auch schon bedeutende Proviantvorräthc geschafft wcrden. " Trieft, 30. Iuui. Nachrichten aus Venedig vom 29. zu Folge ist nener Weizen an, Markte; die Qualität befriedigt, ein erheblicher Abschlag steht in Aussicht. Mais wird, um die noch bestehende Zollbefreiung zu benutzen, sehr uicl für das Innere" gekauft. Da indcß dic Eisenbahn zu dcn starkcn Transporten nicht ausreicht, sind die Preise deßhalb wcnig weichend. Erntcaussichten allenthalben günstig; deß-glcichen in Frianl, wo jedoch die Eoconsausbcute ct-was spärlich ist, und die Traubcnkrankhcit zunimmt. " Turin. 27. Juni. Sir H Vulwer. außerordentlicher britischer Botschafter beim toscanischcn Hofe, ist nach Florenz durchgereist. " Genua. 26. Juni. Trotz vieler Käufer aus dem Innern, suchen die Besitzer ihre Getreide loszuschlagen. Seide heute wegen starker Zufuhr weichend. " Malta/22. Die Ankunft französischer und englischer Dbmpfcr und Trausportschiffe mit Truppen währt fort. Der „Vesuoius" gcricth auf der Rückkehr uon Odessa auf ein russisches Kanonenboot, welches auf ihn Jagd machte und ihn nahe dcr Donau-ml'mdung auf dcn Strand jagt, worauf er aber wieder fiott'ward. London, 28. Juni. Mr. Layard hat im Un> tcrhallse das von ihm beautragte Mißtraurnsvotum (gegru Lord Aberdeen) zurückgeuommen. (Wahrschcin» lich iu Folge der uon Aberdeen im Oberhausc am 27. Imu abgegebenen Erklärung, die wir Morgen ihrem vollcn Inhalte nach mittheilen werden. D. Red.) London, 29. Juni. Lord Ivhn Rüssel beant> wortetc eine Interpellation des Lord Dudley Stuart: Eine Konvention sei zwischen Oesterreich und der Pforte unterzeichnet worden, wonach Oesterreich die Fürstenthümer besetzt, wenn Rußland dieselben freiwillig ränmt, falls nicht, würden österreichische Truppen dessen ungeachtet einrücken:. Man habe übrigens krine offizielle Mittheilung erhalten, daß Nußland d«c österreichische Aufforderungsnotc angenommen habe. Lord Aberdeen erklärte in dcr Dinstagsttzung oes Oberhaufes die in England l«ud auswärts ve^tttte Nachricht in Vetreff einer vom gcblich ausgearbeiteten und vom cngk.chm Kabmcte licccptirteu Denkschrift für rrftlnoc^ ^rM^ssd^N^örTI. v. Meinmayr /^__90'/^ Vanco-Obligationcn zu 2'/,«/^ 57-58 Obligat. deS L. V. ?lnl. v. 1.1550 zu 5 7, 101 '/,—101 7. Bank-Aktien mit Bezug pr. Stück 1274—1276 dctto ohne Bezug 1080—1082 detto neuer Emission 990—992 Gscomptebank-Aktien 96—96 7, Kaiser Ferdinands-Nordbahn 2»4 7.—215 Wien-Raaber 82 7.-83 Bilbweis-Linz-Gmundner 275—278 Preßb. Tyru. Tiscnb. 1. Emission 15—18 2. „ mit Priorit. 30-35 Oedenburg-Wien-Neustädter Z5 7,-56 Dampfschiff-Aktien 570—572 detto 11. Emission — — detto 12. do. 558—559 detto des Lloyd 538—590 Wiencr-Dampflmihl-Ncticu 433—134 kloyd Prior. Oblig. (in Silber) 5 7«, 100-100 7. Nordbahn detto 5 7« 92—92 7, Gloggniher dctto 5 7« 83-84 Donau-Dampfschiff dctto 6 7« 88—88 7, Como Rentscheine 13 7.—13 7. Gstcrhäzy 40 ff. Lose 82—82 7, Windischgrätz-Lose 29—29'/ Waldftein'sche ., 30 7.—30 7, Keglevich'sche „ 10 7.—10'/, Kaiserl. vollwichtige Dukatcn-Agio 34—34 7. Telegraphischer Kurs - Bericht der Staatspapiere vom l. Juli 1854. StaatZschuldverschreibnna.cn . zn 5 pCt. (in CM.) 85 9/16 Obligationen deS lombard. vmct. Anlehens vom I. 1850 zu 5 7,..... 101 ss. in C. M. Anleihe vom Jahre »854..... 90 1/8 st. in C. M. Äank-Actien ftr. Stück ohne Dividende . 1252 st. in C. M. Aktien der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu 1000 st. C. M. getheilt .... 1660 st. in C. M. Actien der Oedmburg-Wr.-Ncustädtcr Eisenbahn zu 200 fl. C. M. ... 116 j/2 st. in C. M. Aktien der Aubweis-Linz-Gmundner Bahn zu 250 fl. C. M....... 2?9 fl. in C. M. Aktien der östcrr. Donau-Dampfschiffahrt zu 500 fl. C. M....... 572 fl. in C. M. Wechsel-Kurs vom I. Juli I8ö4. Augsburg, für 100 Gulden Cur. Guld. 127 Ufo. Frankfurt a. M. (für 120 ft. südd.Ver-) eins Währ. im241/2 ff. Fuß, Guld.) 126 Vf. 3 Monat. Hamburg, für inn Mark Banco Gulden 93 3/4 2 Monat, «worno, füc 300 TosccmischeLire Gnld. 123 i/4 2 Monat. London, für 1 Pfund Sterling. Gulden 12-20 Bf. 3 Monat. Mailand, für 300 Oesterr. Lire, Gulden 125 Af 2 Monat. Paris für 300 Franken . . Guld. 143 1/2 Vf. 2 Monat. Getreid - Durchschnitts - Preise in Laibach am I. Juli !854. Marktpreise. Magazins. Ein Wiener Metzen PM'«- "> j kr. Illfl. j kr. Weizen ... — — 8 l6 Hukuruh . , . — — 5 — Halbfrucht . . — — 6 40 Korn .... — — 6 30 Gerste .... 4 35 3 46 Hirse .... - — 5 — Heiden ... ^ ^ 4 46 Hafer .... — — 3 IS Fremdelt - Anzeige der hier Angekommenen und Abgereisten. Den 29. Juni 1854. Hr. Sigmund Baron Königsbi'unn, k. k. Asses-sor; __ Hr. Nikolaus Ci-aigher, k. belgischer Konsul — und Hr. Moriz Endlicher, Apotheker, alle 3 von Trieft nach Graß. — Hr. Friedrich Blümke, preußischer Kaufmann; — Hr. John Rollins Filto», nord-amerikanischer Privatier; — Hr. Mandolin Romano, jonischer Privatier — und Hr. Franz Csaszka, Ar-chitekt, alle 4 von Tiiest nach Wi.l,. — Fr. Baronin Ward, Private; — Hr. Richard Caroay, englischer Prioarier; — Hr. Ernst Kammel — und Hr. Anton Rußo, beide Handelsleute, alle 4 von Wien nach Trieft. Nebst 190 andern Passagieren. Z. 379. 3 (2) Nr. 382. Kundmachung. Nach §. 14 des allerhöchsten Gesetzes vom 26. März i860 hat alljährlich ein Drittheil der Mitglieder der Handels- und Gcwerbckammcr auszutrcten, welches durch neue Berufungen erseht wird. Für das Ial,r 1864 erscheinen als nach der Reihenfolge des Dicnstaltcrs zum Austritte bestimmt, die Herren: Lambert C. Lukmanu, Johann N, Müh leisen, Konrad Locker, Johann Ianesch, Igna; v. Klcinmayr, Viktor Ruard; d. i. 2 Mitglieder der Handelsscktion, 1 Mitglied und 2 Ersatzmänner der Gewcrbesektion, und 1 Mitglied für die Montan-Indnstrie. Die Ergänzungswahl für das laufende Jahr findet am 1V. Juli d. I. Statt. Die Stimmzettel ,vcr« den von 8—12 Uhr Vormittags im Kammer-Lokale (Elcphantcngassc Nr. 64, 1. Stock) entgegen gcnom« men; auf später einlangende Stimmzettel wird keine Rücksicht genommen. Dieß wird unter Berufung auf die, in den Legi-timationskartcn zitirten M 7 und 12 der definitiven Wahlvorschrift zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Von der k. k. Wahlkommission für die Handels- und Gcwerbekammer. Laib ach, am 24. Juni 1864. Aufnahme eines Lehrlings in eine Buchoruckerei, welcder mit oen erforderlichen Schulkenntnissen sich ausweisen kann uno von untadelhaftem sittlichen Betragen ist. Die Beomgnisse sind im Zenungs-Comptoir zu erfragen. g. 1048. (I) Edmund Terpilt's Papier- und Schreibmaterilllien-Handlung in Laibach, Hauptplatz Nr. 23tt, empfiehlt zu Fabriks < Preise,,, das reich assortirte Laqer all.r Schreib« Neqm'siten von in- und ausländischen Fabrikaten, namentlich: Federkiele, Stahl-federll, Vleistiften, Siestellack, Oblaten tc. :c., von feinster bis zur ordinärsten Qualität. Daftldst wird auck das Papier der k. k. privil. Iosefsthaler ^Papier-Fabrik zu Original-Fabrikspreisen verkauft) dci Abnahme einer größerrn Quantität wird ein ge» maßigt^r Sconto d.'willigl't. Pappendeckel im Formate 32 Zoll Höhe, 23 Zoll Brcite, in jeder beliebigen Starke, von fcster Qualität, :« Zentner IU fl. 40 kr., »st stets in Vorrath. K. k. ausschließendes Privilegium auf das neuerfundene iWVM»MW allgemein beliebte des«I«^. ^ ^ V HV ^ MWWWDW^ praktischer Zahnarzt und Privilegnli. Inhaber in Wien. «DDMDD^DN Dieses Mundwasser, von der Mtdicmischen Facultät geprüft llnd durch W»»M»WW«! eigene Erfahrung erprobt, v.wahrt sich vorzüglich gegen üblen Geruch aus dem Munde, bei vernachlässigter Reinigung sowohl künstlicher als hohler WlßWllVIl^ Zähne und Wurzeln, und gcgen den Tabakgeruch; es bewahrt sich aber auch als cin vorzügliches Mittel g^'gen leicht blut^ndls Zahusi^isch , bei Schwinden desselben, und dadurch Lockerwerden der Zähne, indem cs das Zahnfleisch WWWWWWW stärkt. Dieses Mundwuss^r ist als das erprobt beste Mittel zur Erhaltung der Zähne und des Zahnfleisches bekannt. Ein Flacon sammt Gebrauchs-Anweisung kostet st. I. 2U kr. C. M. Vegetabilisches Zahnpulver von «ss. tl. H?«z»l,) 25nl„»»i«t u Piv l Inhab des U«»t«>< » l>»-VInn«ZHHn»8O5 in Wie», Stadt, Goldschmidgasse Nr. 604. Es reinigt die Zähne der Art, daß durch dessen täglichen Gebrauch nicht nur der gewöhnlich so lästige Zahnstein entfernt wird, sondern auch die Glasur der Zahne an Weiße und Zartheit immer zunimmt. I Schachtel kostet 36 kr. Die Niederlage von obigen beiden Artikeln ist in Laib ach bei Alois KaiseU, »zum Feldmarschall Grafen R a d e tz k y.« ______ _______ Z. 94 9. (?2) " der galvanische« Sonne und Demonstration über Elsktro-Magnetismus v"" Henry Mar. Kassa«Eröffnung um halb 8 Uhr. Das Nähere die große Affiche!