Laibacher M Zeitma. Nr. 54. Pranumeratlonsplei«: Im «lomptoir ganzj. si. Il, halbj. si, 5-5«, Nik die Zustellung in« hau« halbj. 50 lr. Mil d« Post ganzj, fi, l5>, halbj, ? 50. Donnerstag, 6. März. Instrlioneg«bür: ßiir Nelne Inserate bi» ,n « Zeilcn »ö k., «i-öhn-e p« Zcile 6 ll.; bei «fteitn lwitberholungen P« Zelle 3 lr. 1879. Amtlicher Theil. druck-?"''^5?."'ä ^^ wurden in der t, t. hos. und Staats- n lck, u"' A"' ^'^ italienische, böhinischc, polnische, rutl> ^'!«ie !lovcnlsche, troatische und romanische Ansgabc der am bl°8'« l. ^^'^"""^' 4- ""d 11. Febrnar 1879 vorläufis, VI! 1,^ 7v v"^"' '.'lusaabe erschienenen Stücke II, III. IV. uno IX des Reichsnesehblattcs alisgegeben lind versendet. („Wr. Ztg." Nr. 52 vom 4. März 1879.) iah,,; Heute, den (l. März 1879, wird das IV. Stück dcö dies-ve^H" lrmnischrn Landesgese^blatie^ ausgegeben und Dasselbe enthäll unter l U das Landrsgesei) vom 1(i. Februar 1879, betreffend die Vllltllug von Zuchtstieicn. _^°" ^er Redaction desLandesgcsetzblattes. 3iichta!lltlichel Theil. Die Occupationsdebatte in der österreichischen Delegation. . ^n der Sitzung des Budgetausschusseö ^^"'chsräthlichnl Delegation vom 3. d. M. wurde f^. "^uidluiig über die OccuPat i onsvorlagen "geatzt. Delegierter Sturm als Referent stellte bi is? ^wgen: I.) Inwiefern war dle letzte Mo- "imuug am 1. August 1878 nothwendig, und 90 <^! ,^'^!)eil nahmen die zuletzt mobilisierten Gulk "" ^" ^'""" ^lufwande von 2i) Millionen 2.) Nr "" ^^ Occnpauon der beiden Herzogthüuier? lM !^ ^^^ waren annäherungsweise die Streit-lH^ dn Insurgenten? 3.) Wie lommt es, daß der abw^ > '^ ^" dem streitbaren Stande so enorm buna ^ ^'^ ^" "'^ ^""" s'»d durch Vcrwun-wie », ^< ^ Krankheit dieilstuntauglich geworden, und die a ^^" '^' ^ben verlöre»? 0.) Wie glaubt des^"^""k Legierung angesichts der Bestimmung die sf^^^^^ über dle Entlassung der Reservisten ton»., >^? ^lnücthalluug derjelben rechtfertigen zu von itt >. ^ ^""" '""^^ b"' Bau der Ellenbahn Snaipm !'^ ^"'^' beziehungsweise auch nach Alw,!« ' ^schlössen, und wann wurde derfelbe in "MM genommen? Gras!u ^'^^ Fragen bemerkt Reichs-Kriegsminister War 'l^andt-Rheidt, daß er bereus bemüht türtün Nothwendigst der durchgeführten Ver-i^""5cll in der ursprünglichen Mooilcherung des über Ü barznthun — elll mathematischer Beweis Ird„s.^ Nothwendigkeit lasse sich »licht führen. "«"Ms waren das Hereinbrechen der schlechten Witterung, das Herannahen des Winters und die übrigen Momente — insbesondere die Nothwendigkeit einer schnellen Unterdrückung der Insurrection — entscheidende Momente; ein langes Hin- nnd Herziehen mit der Insurrection hätte das Ansehen der Monarchie tief geschädigt, und hier mußte etwas mehr, jedenfalls eher mehr Vorsicht als zu wenig, an, Platze sein. Redner glaubt, kein Hricgsmmister hatte hier die Verantwortung für eine Unterlassung auf sich nehmen tonnen. Inbctrcff der Frage über das Mih« Verhältnis des streitbaren Standes gegenüber den Mobilisierten glaubt der Kriegsminister hervorheben zu müssen, daß ja nebst den 145,000 Mann Streik barer, die ans bosnischem Boden standen, auch die Besatzungsttuppen in Dalmazim und die längs der Grenzen anfgestcllte Reserve und überdies die große Zahl der bn den TrailSportlrains Beschäftigten, die auch in Verpflegung stehen, mit ciübezogen werden müssen. Kampfunfähige Mannschaft war in großer Anzahl bei den Ersatz, und Besatznngstrnppen vor« Handen, welche aber auf bosnischen Boden nlcht über--getreten waren, und cs war doch unei läßlich, auch auf die nöthige Ersatzreserve, die Ergänzungskörper und die Grenzbcwachnng Rücksicht zu nchmen, welche eben in den erwähnten 145,000 Mann Streitbarer nicht iubegriffcn sind. Die erste Frage des Berichterstatters inbetreff des Eintreffens der lctztmobilificrten Trnpftcn« törpcr auf dem Kriegsschauplätze beantwortet der Minister dahin, daß diefelben zwischen dem 8. und 12. September dort eingetroffen nnd die gesummte Zahl dieser letztmobilisierlcn Truppen, mit Ausnahme emer einzigen Brigade, auch thatsächlich auf den Kriegsschanplatz einmarschiert ist. Betreffend den in der dritten Frage berührten Verlust an Mannschaft, hat der Minister seinerzeit genaue tabellarische Zu» sammcnstellungen anfertigen lassen, welche er jedoch für den Moment zu unterbreiten nicht in der Lage »st, aber seine Bereitwilligkeit erklärt, sie nachzutragen. Nach seiner Erinnerung beläuft sich der Verlust an Todten nnd in den Spitälern nntergebrachten Verwundeten auf etwas über 1000 Mann. Inbetreff der Frage der Entlaffnng der Reservisten muh der Reichs-Kriegsministkr erneuert betonen, daß die Kriegsvcrwal-tung vom ersten Beginne der Demobilisierung ihr Augenmerk darauf gerichtet hat, vor allem die mög-lichst rasche Entlassung der Reservisten zu berücksichtigen. Eine sofortige complettc Entlassung hätte jedoch eine vollständige Desorganisation der gefammtcn Truppen mit sich gebracht. Bei der Jäger- uud Genie« truppe ist man bereits bis auf das Aeutzerste gegangen, so daß man schon bis zum dritten Jahrgang in der Entlassung vorgeschritten ist. Bei der Verpflegsbranche ist dies, da ein Ersatz sofort nicht möglich ist, nicht so schnell geschehen. Heute sind, mit Ausnahme einzelner weniger, übrigens sämmtliche Verpflegst eser-visten bereits entlassen. Vom I. April an beabsichtigt die Kriegsucrwaltung durch die Zurückziehung einer ganzen Division die Möglichkeit einer weiteren Entlassung von Reservisten, und er glaubt die Versiche-rung aussprechen zu können, daß in dem letzten Quartal dieses Jahres oder noch früher sämmtliche Reservisten in den Fricdensstand zurückgeführt sein werden. Inbetreff der Zeitpunkte der Inangrlfsnuhme dr» Baues der Eifenbahn bemerkt der Reichs-Kriegsminister, daß die diesbezüglichen Verhandlungen mit den Con» trahenten noch vor oder unmittelbar nach dem Einmärsche angeknüpft wurden und der Bau mit möglichster Raschheit dmchgtführt werden soll. Er muh übrigens hervorheben, daß der Krlegsvelwaltung bei allen größeren Baulichkeiten oder sonstige Verpflichtungen betreffenden Verhandlungen eine Eonttolls-lommission zur Seite steht und auch hier gestanden ist, welche aus Vertretern der beiderseitige!! Regierungen, des Rcichs-Flnanzlnlnisteriunls, der Finanzprocuratur und des Obersten Rechnungshofes bestand, uud die unter Zuziehung von einzelnen hrroolrageilden Fachmännern als Experten wol die sicherste Grwähr bieten dürfte, daß bei ähnlichen Eontractabschlüssen mit der größten Sparsamkeit vorgegangen werde. Der Gau dieser Eisenbahn war für Alijang August vorbereitet, tonnte aber wegen der nöthigen Vorrinleltungen zur Slcherstellung und Unterbringung des Arbeiterpersonals, ferner wegen der vollständigen Inunspruchnahme der Straße durch die Operation der Trnppen, erst gegen Ende August thatsächlich in Angriff genommen werden. Dic Bahn sollte in emer Strecke von 135 Kilometern, das ist bis gegen Sjemca, m zwei Monate» aue-gebaut sein; die Hindernisse, die dies unmöglich machten, seien bereits erörtert worden. Inbetrefs der Frage über die Stärke der Insurgenten müsse der Kriegsminister nur bemerkt',!, dah man hier auf Schätzungen unmöglich eingehen tonne, da die Verhältnisse der dortigen Kämpfe nur Ver» muthungen aufstellen liehen. Eines müsse aber doch beachtet werden, daß die ganz unbestimmte Zahl der Insurgenten in dem ersten Momente, wo eine der Hceresabtheilungen >n Nachtheil oder die Insurgenten >n Vortheil gelangt wären, sich jedenfalls verdreifacht oder noch mehr vervielfacht hätte. Scharschmid fragt, ob es richtig ist, dah be, der ersten Enlwaffnung nur alte und jchlechle Waffen abgeliefert wurde», und ob die dem Vernehmen n.lch später eingeleitete Entwastliung ein besseres, der Quan- Feuilleton. Alera oder aus dunklen Wegen. Ronlnn von Ed. Wagner. (FortselMlg.) Mal ^^"dr) las den Brief aufmerksam zum zweiten S<4 . " gänzliche Mangel an Unterwürfigkeit nnd ^Mleichclei i„ dem Schreiben fiel ihr auf. Die uirnbrn,! war ohne Zweifel eine wirklich gebildete l^'^' Die Ausdruckswclfe, der Stolz, felbst die Hand-'"^lst gefiel ihr. Die„^^>" Vr"f' Felice," sagte sie, ihn der Uin I/". ^""'lchend. ..Du hast gewöhnlich ein gutes wa^l nber den Charakter der Menschen. Saae mir, ""s dn vun Miß Strange denkst?" "'" l"^ "5 dann warn. ..Ich bitte Sie. Mylady, sie zu sehen," sagte sie. "^le hat ein Gchcht wie ein Engel; nnd wenn sie so ei .n ^ ^lchickt ,st wie schön, so werden Mylady "men Schatz ;,, ^. finden." Mal s. .b'st euthnsiastisch. Felice. Aber da sie ein- ,ll,,5 ^ '" kmm ich sie wenigstens sehen; nnd ich "V doch eine Gesellschafterin haben. Führe sie hereiu." Al^ - " entfernte M), und eine Minute fpätcr trat ^" ws Zimmer. schlug heftig, das Blnt "ber d/. V^' «""' ^"'" ^'"'"' '^ p fchwinden; blacks stänke "" ihren Vater und lhre Sendung "Men ste wieder zn sich selbst. Wenn es anch noch in ihr stürmte, so sahte sie sich gewaltsam und ver^ neigte sich vor der stolzen Lady. welche sich erhoben hatte, nm sie zu empfangen. Da stand sie von Angesicht zn Angesicht vor der Fr«», welche ihren V^ter eines feigen nnd entsetzlichen Verbrechens fchuldig geglaubt uud ihn in der Stlinde der schwersten Piüsung herzlos veiwssc» hatte, vor drr Frau, die er noch liebte und verehrte, nach der er sich sehnte mit dem ganze» Feuer seines edle» Herzens; vor ihr, deren Arme sie in ihrer zartesten Kindheit behütet, an deren Herzen sie gernht, an dere» Vnist sie die ersten Thränen vergossen und zuerst gelächelt hatte, die sie geliebt haben mußte mit ganzer Zärtlichkeit, — vor ihrer Mutter! Und vor dieser stand das Kind ihres Herzens, fremd der eigenen Mntter, welcher sich ihre ganze Seele zuwendete. Vom Ueberfluh des Reichthums umgeben, lachte das Glück ans den Augen der schöne» Lady, während ihr Gatte im ferne» La»de, versannt und veriiriheilt vo» der Well, seme ttübcn Tage verlebte. Nur dieses einzigen Gedankens bedürfte es, um Alexa ihre Ruhe wiederzngcden; sie muhte unerkannt bleiben, wollte sie ihre Aufgabe erfülle». u»d es galt, alles daran zn scheu, das' fnrchtbare Dunkel zu lichten, welches jrm's Verbieche», nm dess.'ntwille» ihr Vater litt, einhüllte. Und doch zog cm kaum z» besiegendes n»d so erklärliches Gefühl Alexa hin z» ihrer Mutter, und sie bedürfte ihrer ganzen Kraft, um 'licht die Arme ansznsttccken nnd ..Mntter ich bi» Constanze, dein todtgcglaubtcs Kind!" zn rufen Lady Wolga war betroffen von des Mädchens Schönheit, dessen liebliches und so edles Gesicht einen wunderbaren Eindruck auf sie machte und von dem sie sich beim ersten Anblick angezogen fühlte, ohne daß ihr auch nur der leiseste Gedanke gesagt hätte, dah diese wundervolle Erscheinung ihre Tochter sei, welche sie sechzehn Jahre als todt betrauert hatle. Wol glaubte sie dieses goldene Haar, diese Saphiraugen schon irgendwo gesehen zu habe», und sie sann darüber n^ch, nMirmd sie sich im Anschauen verlor, aber keine Stimme des Herzens, kein instinltmäßiges Gefühl fühite sie aus die rechte Spur. Sie grüßte Alexa mit dem üblichen Anstand und bat sie, Pwtz zu nehme». Sie bemei kle, wie blaß das Mädchen war, und fchrieb diese Blässe anfangs deren Äengstllchkeit zu; als sie aber dem furchtlosen Blick der blauen Angen begegnete, wußle sie, dah Alexa »icht von »hrem hohen Rang eingeschüchtert war oder sich vor ihrer Gegeiiwlirt fürchtete. „Sie wünsche» mich zu sprechen inbetrefs der Stelle "ls Gesellschafterin, Miß Strange?" sagte Lady Wolga, sich wlmdernd, was ei» Mädchen wie dies's, welches als Liebling einer aristollatisch-n Fmmlie ae» boren zu sei» schic», getrieben habe» konnte, sich selbst sei» Blöd z» verdieoe». „Haben Sie schon eine ähnliche Stelle i»ne gehabt?" ..Nein. Mylady." antwortete Alexa. nnd ihre Stimme klang fest und llar, obwol ihr Herz keim's« wcgs ruhig war. „Ich bin stets zu Hause gewesen. Es war bis jetzt nicht nothwendig für mich, meinen Vater zn verlassen." , , l> ^ ..Ihre Hrimat ist nicht n. England?" f'Z'^Y Wolga, e.nen Blick auf de» Brief werfend. ,S,e sagen hier, bah Sie eine Fremde i" Onglmld smd. „Meine Heimat ist in G"^"'^^ Mylady. Ich bin erst seit ein paar Tagen m England, 462 titiit der gegen die Insurgenten verwendeten Waffen einigermaßen entsprechendes Resultat gehabt habe. Der Kriegsminister muß zugeben, daß die Waffenabliefcrung Infolge der ersten Aufforderung sowol ihrer Zahl als Qualität nach eine sehr geringe war. Darum mußten auch die Einwirkungen zur Waffenablieferung erneuert werden, und wurde diese ununterbrochen fortgesetzt. Man muß aber bei der Eintreibung der Waffen auch einige Rücksicht auf die Bevölkerung nehmen, welche in dem Besitze der Waffen eine gewisse Gewohnheitsehre erblickt und sich daher von dem gewohnten Besitze nur mit größter Schwierigkeit trennt. Die in neuerer Zeit abgelieferten Waffen sind Hinterlader neuester Construction nach dem Sisteme Snyder und Martini uud zum Theile amerikanische Fabricate. Ein großer Theil der Waffen dürfte übrigens von den Insurgenten auch über die Grenze Bosniens hinausgeschmuggelt und so der Ablieferung entzogen worden sein. Die abgelieferten Waffen werden durch Vertheilung au die Gendarmerie bestens ausgenützt. Ruß stellt Anfragen wegen des Ueberfalles von Aanjaluta, feruer wegeu der Bahu Sisset-Novi, in welcher Beziehuug der Kriegsminister zugibt, daß der Nachtheil der Unterbrechung der letzteren Bahnstrecke für die Bewegung und Verpflegserleichte-rung der Armee nicht geleugnet werden könnte; er habe aber schon gestern betont, daß es leichter zu ertragen war, da die Straße von Gradiska nnd von dort hinaus sich iu fehr gutem Zustande befand, daher eine Gefahr für die Verpflegung in diesem Punkte nicht vorhanden war und der Ausbau für die Kriegs-Verwaltung schon darum nicht große Vortheile hätte bringen können, weil ja die Bahnstrecke Novi-Aanja-luka bekanntlich mit Aufwand aller Kräfte erst im August in Betrieb gesetzt werden konnte. Die schleunige Herstellung der Brücke bei Brod war aber eiue unabänderliche Nothwendigkeit, weil eine gesicherte Verbindung über die Saue hinaus die erste Bedingung einer Sicheruug der in Bosnien operierenden Armee und ihrer Verpflegung war. Gegen den Aus-bau der Linie Sissek-Novi habeu sich eben Schwierigkeiten der verfassungsmäßigen Durchführung ergeben, welche nicht zu überwinden waren. Das berührte Angebot der Südbahn war an Vedinguugen geknüpft, welche aber nicht von der Regierung, sondern nur von dem ungarischen Parlamente, welches damals nicht versammelt war, hätten gewährt werden können. Einen Gewaltstreich könnte die Kriegsverwaltung, wo kein unabweisliches eminentes Erfordernis für dieselbe vorliege, nicht ausführen. Neuwirth urgiert ebenfalls die Frage Sissek» Novi. und Dumba meint, daß, wenn man beim Einmarsch in Bosnien keine constitutionellen Scrnpcln hatte, man dieselben in der Bahnfrage Sisfek-Novi wol noch leichter hätte überwinden können; wäre das betreffende Gebiet cis« österreichisch, dann würde man wol auch teiue Versasjungsbedenken gehabt haben. Graf Wldmann hofft, daß der Minister des Auswärtige» seinen Einfluß bei der ungarischen Regierung zur Lösung der Frage bezüglich des Bahn-vaues Sissck-Novi gebrauchen werde. Graf Andrassy fühlt sich in keiner Art be. rufen, in dieser Frage in irgend welcher Weise meri-torisch einzugreifen, nur müsse er gegenüber einer An- spielung des Vorredners bemerken, daß es für ihn unmöglich fei, in seiner Einwirkung nach der einen oder der anderen Seite hin seine Nationalität in« Gewicht zu legen. Dr. Stöhr fragt, aus welchen Gründen die Convention mit der Türkei bezüglich der Occupation Bosniens nicht abgeschlossen wurde. Graf Audrassy: Ich glaube in dieser Frage schon genügende Andeutungen gegeben zu haben, soweit dies der Sachlage nach möglich war, da ja heute die diesbezügliche» Verhandlungen noch im Zuge sind. Ich begreife die Berechtigung der Stellung einer solchen Frage, kann aber die entschiedene Antwort geben, daß das Nichtzustandekommen des rechtzeitigen Abschlusses dieser Convention, welches ausschließeuo den bekannten Verhältnissen, die in Konstantinopel zu jener Zeit maßgebend waren, zuzuschreiben war, in Bezug auf die Durchführung der Occupation uud die entstandenen Opfer an Gut und Blut absolut keinen Unterschied gemacht hat. Die türtischen Behörden, von dein Umsichgreifen der Anarchie selbst bedroht und machtlos, haben sich direkt an uns gewendet, um einen Ersatz der unverläßlichen Truppen durch verläßliche zu erwirken, was wir auch in Konstantinopel unterstützt haben. Die türkischen Offiziere uud Organe haben ebeu dringend unseren sofortigen Einmarsch gegen diese Anarchie gefordert, und die In-structionen der Pforte an ihre Functional« waren entfchiedenst friedlicher Natur und lauteten dahin, uns als Freunde mit voller Bereitwilligkeit zu empfaugen. Viele dieser Befehle wurden jedoch von den Iusur« genten intercipiert und dadurch werthlos gemacht, und sind daher die eingetretenen Ereignisse ausschließlich der iu Bosnien herrschende» Auarchie zuzuschreiben. Referent Sturm legt schließlich folgende Schlußau träge vor: Die hohe Delegation wolle beschließen.- 1. Die Berathung und Beschlußfassung über das außerordentliche Heereserfordernis anläßlich der Occupation Bosniens uud der Herzegowina erfolgt unbeschadet des Rechtes der Rcichsvertrctung, bei Aedcclung dieses Erforderniffes die Gesetzeskraft und Kuudmachung des Berliner Vertrages vom l^ten Juli 1878 zu prüfen und zu beurtheilen. II. Die vom gemeinsamen Ministerium verfügte Ausfolguug des vom gemeinsamen Kriegsministerium anläßlich der orientalischen Ereignisse uud insbesondere anläßlich der Occupation Bosniens und der Herzegowina für Zwecke der Heeresverwaltung im Jahre 1878 über den mit den Allerh. sanctionierten Delegationsbeschlüssen vom A4. März 1878 bewilligten außerordentlichen Kredit von 60 Millionen Gulden in Anspruch genommenen Betrages von -N.720,000 fl. wird vorbehaltlich der seinerzeitigcn Schlußfassung über die Ergebnisse der Schlußrechnung nachträglich genehmigt. III. Die Delegation spricht ihr Bedauern aus, daß die Occupation Bosniens und der Herzegowina mit unzureichenden Vorbereitungen uuternommen, im weiteren Verlaufe aber mit einem allzugroßen, ganz un-verhältnismäßigen Aufwande ausgeführt wurde. Bei Aegründuug dieser Anträge erklart der Referent, daß er die Occupation von Bosnien und der Herzegowina für das größte Unglück halte, das Oesterreich seit vielen Jahren, vielleicht seit dem Jahre 1811 getroffen hat. Die Opposition könne aber nach der Genehmigung des Berliner Vertrages nicht grollend znr Seite stehen, sondern müsse sich bemühen, die „In Griechenland? Sind Sie nicht von englischer Geburt?" „Ja, Mylady, aber mein Vater ist — ich glaube, ist das, was man in England nut verarmt bezeichnet," erwiderte Alexa etwas zögernd. „Er lebt sehr bescheiden von einem Einkommen, welches hier wahrscheinlich als sehr unbedeuteud angesehen werden würde; es reichte jedoch hin, uns dort anständig zu ernähren." „Ich verstehe," sagte Lady Wolga, an die große Zahl verarmter Engländer denkend, welche sich nach dem Continent zurückgezogen haben, wo sie, da sie zu stolz oder unwissend zur Arbeit sind, von einer unbedeutenden Rente ein jammervolles Leben führen. „Aber Sie sind noch gar zu jung, Ihren Unterhalt selbst zu verdienen." „Ich bin älter, als ich vielleicht aussehen mag, — ich bin zwanzig Jahre alt," entgegnete Alexa. „Ich hatte eine geschickte französische Gouvernante, welche erklärte, mir nichts mehr lehren zu können. Wenn Sie meine Kenntnisse einer Prüfmlg uutcr-werfen wollen, denke ich, Sie werden mich zur Gesellschafterin befähigt finden uud einen Verfuch mit mir machen. Ich werde mich bestreben, Ihnen zu gefallen, „Theilen Sie mir etwas mehr über sich selbst mit," sagte die Lady freundlich. „Sie wurden in Griechenland von emer französischen Gouvernante erzogen?" Ja." "Ihr Vater lebt noch?" „Ja, Mylady." „Brachte er Sie nach England?" „Nein. Er übergab mich der Obhut des Schiffs-lapitäns, welcher mich dann an den Bahnhof brachte und den Schaffnern empfahl. So kam ich nach Paris zu meiner alten lieben Gonvernante ohne den geringsten Unfall." „Und Ihr Vater gestattete Ihnen, diese weite Reise ohne Begleitung zu machen?" „Er wollte mich anfangs nicht gehen lassen," sagte Alexa; „aber ich erkannte, daß es das Beste sowol für ihn wie für mich sei, und endlich gab er meinem Bitten und Drängen nach." „Und Ihre Mutter?" Das Gesicht des Mädchens wurde plötzlich hart wie Stein und in ihren Augen zuckte es wie Trotz und Herausforderung, als sie mit tonloser Stimme antwortete: „Ich habe keine Mutter." „Mutterlos uud noch so juug!" sagte Lady Wolga mitleidig. „Ist Ihre Mutter lange todt?" „Ich erinnere mich nicht, sie gekannt zu haben," erwiderte Alexa ausweichend. „Haben Sie Verwandte in England?" „Nein, Mylady. Ich habe niemanden außer meinem Vater," und des Mädchens Gesicht erröthete, „und es ist um seinetwegen, daß ich allein hinans ill die Welt gegangen bin." „Wie kamen Sie an diesen abgelegenen l'no wenig bekannten Küstenplatz?" „Ich habe schon vorher davon gehört. Eine Aran, welche mich auf Veranlassung meiner früheren Gouvernante in ihre Obhut nahm, brachte mich Hieher. Ich logiere im Gasthof zn Mont Heron, nnd da sagte mir eine Frau, daß Ihre Gesellschafterin krank fei, nnd so wagte ich es, mich um die Stelle der-felben zu bewerben." (Fortsetzung folgt.) üblen Folgen der Occupation nach Möglichkeit zu vtt-ringern. ^ Ueber die erste Resolution entspinnt sich hieraus eine längere Debatte, an welcher sich Ruh, Schm'saM Dunajewski, Neuwirh, Bareuther, Pirqnet, Wldmann uud Graf Andrassy betheiligen. Bei der AbstimmM wird zunächst die prinzipielle Frage aufgeworfen, ov eine Resolution ill dem Sinne, wie sie Sturm ^ geregt und Scharschimo amendiert habe, zu fassen st oder lllcht. Es sprechen sich sodann 11 StliniM gegen und 7 Stimmen für die Fassung einer ^ solution aus, daher diese Resolution abgelehnt >it> Hierauf erfolgt der Schluß der Sitzung. _______ Aus Bosnien. Aus Banjaluka wird geschriebell: „Se.it die Bahn verkehrt, seit mall hier alles zum europä'M" Lebcu Erforderliche bekommen kann, ist Vanjaluka w sehr angenehmer Garnijonsort geworden. Ich ^ gar nie geglaubt, daß ich mich jemals in diesem t)M den heimtückische» Ueberfall berüchtigte» Orte so h"' misch fühlen würde. Nur die Wohnungspreise M ungemein hoch, woran aber unsere hiehergekomme>m Geschäftsleute meist schuld sind, da sie einander w Abjagen von Lokaleil überboten, und nnsere BoM sind viel zu gute Rechenmeister, als daß sie sich, lM bewogen fühlen würden, sofort selbst die Preise hina»!' zuschrauben. Die meisten Straßen haben andc) Namen erhalten, weil die türtischen Aufschriften ^ mand von den Fremden lesen, noch weniger 1^ merken tonnte; so gibt es jetzt eine ElisabethW^ eine Kaiserstrahe, Herrengasse, Iosch'traße, eN'" Rudolfsplatz u. s. w. Die Gasthäuser sind wie P'A aus dem Boden gewachsen. Ehemals bestand '^ Äanjaluka nur das „Hotel de l'Europe", das ^ halbwegs europäisch eingerichtet war, aber auf 6^.^ keit nie besonderen Anspruch erheben konnte. ^. gibt eK Hotels in Menge, die wol manchmal ""1 nicht recht den Anspruch auf oiefe Bezeichnung ^, heben tonnen, aber doch erträgliche Unterkunft, " anständiges Essen und vorzügliches Agramer n>> Pilsener Bier zu freilich hohen Preisen bieten. ^. existiert jetzt ein Hotel „zum Kmser von Oesterreichs „zum König von Ungarn", „zur unganschen Krone, „Hotel National" und unzählige kleine Kneipe». „Die Sicherheit in der Umgebung war "N Zcitlang sehr schlecht bestellt. Es bildeten sich Ränder-banden in den Wäldern und Gebirgen. hauvtsaaM auch auf Prnjavor und Kobasch zu. Dies hat W gänzlich geändert, seit die Sereschaner hier instaMe» wurde». Täglich gingen starte Patrouillen auf Ränder lommando, uud es gelang denselben, so manchen l>" Spießgesellen einzubrmgen, wie auch die Entwaffnn»s der Bevölkerung in den versteckteren Gebirgsdörfer», die vom Militär früher nicht vorgenommen werd" tonnte, durchzuführen. — Zahlreiche kleinere Du^ stähle kommen zwar noch vor, aber man erwischt oi Thäter gewöhnlich nach wenigen Stuude». Unter oe eiuheimischen und europäischen Gauuern herrscht /l panischer Schrecken, sobald nur der Federhut eine» Sereschaners sichtbar wird. „Man spricht hier, daß noch in diesem Jahre ^ Eisenbahn von Banjaluta gegen Travnik in ^^ griff genommen werden foll. Ingenieure sind wol hl^' aber von den Arbeiten ist nichts Gewisses zu erfahr^ Dagegen wird an allen Straßen rüstig gearbeitet, " meisteu sind bereits in gutem Zustaudc uud der Ur lehr auf keinem Punkte gehemmt. Eine KuudmaclM der Novi>Prjedor-Aanjaluka-Eiseubahu gibt belang daß die Züge auf dieser Strecke uach Prjedor "> Äanjaluka nnr an den geraden Datumtageu des ^ uates erfolgen." Znr Situation im Orient. Wie ans Adria novel unter dem 3. d. M ^ meldet wird, herrscht dort noch immer eine so bed" tenoe Anfregnng, daß die Wohnung Reuf Pa^', und die Residenz des griechischen MetropH Dionysios Tag nnd Nacht von starten wsM' Militärdetachements bewacht werden müssen. ^",) ,^ Versuch bewaffneter Bulgaren, vor dem cngWI Konsulat zu demonstrieren, ist durch russische ^'!? , Patrouillen vereitelt worden. Die rnssischen Auto""' wurden durch anonyme Anzeigen von dem ^n " . Kreisen des bulgarischen Pöbels ventilierten Pla benachrichtigt, den griechischen Erzbischof unter " . Fenstern der Wohnung Renf Paschas aufknnpfe" s wollen. Ein dem General Tottleben direkt i"^g, genes Telegramm des Kaisers Alexander befiehlt oc selben, die an dem Attentate gegen den g"sch'D^ Erzbischof Schnldigen exemplarisch bestrafen Z",N^ Infolge desfen ist General Stolypin mit dem "w ^, Kriegsgerichtsprocurator Mordwinoff ill Adrian^ eingetroffen. Bisher sind 10 Theilnehmer an -^ Attentate eruiert und in Haft gebracht. Unter oic, sind aber der größere Theil Griechen. ^ Die Nachrichteil aus M ontenegro la" " ' j, weit es sich nm die Pacification der neuen "l"""^ scheu Grcnzdistrikte handelt, wider alles Erwa" günstig und befriedigend. Die Albanefen '",^„e I goriza, Spuj und in anderen Grenzdörferu, aucy > 1st3 21. .^"^^ubens, filaen sich in d°S Under, m 2 rm^"^?^".^ Befehlshabern der starken ^""'"" ""lig. Fürst Nikola war VeM^s^^^' '"r ^nauer Kenntnis der örtlichen M!,?^ ^ einem enropäischen Delegiertencomilc für uickt >!' ^e» Fumnzen vertietcn zu seiu, zu verzichten H^?eu sind. Andererseits ist es aber mehr als iftuae^ ?" d>e türkische Regierung diese Lösuug der die ^"horrescicvt. Es erscheint sonach plausibel, daß ziehen s^'' "^^ ?"s der schwierigen Lage zu diese N/Ä/ü I)""krelch allein gewendet habe nnd ctWn 2 .^'3 ^ s° "ichlige territormlc Con-einm'di3,..^^e Abtretung von Rhodus wäre, zu ^" direkten stnanziellenEingreifeu zu bewegen sucht" Hagesueuigkeiten. Irl^>^^^"lestät die Kaiserin in sich oucb i,. ^ ^ueewetter und der Frost, welche We2, c?^"'^. ""^stellt haben, sind den Par. War „^" sclbstucrstiindlich nicht zuträglich, »nd so Kais^! sc.?? ^"'' "s^' "ut welcher Ihre Majestät !i tte 5 ^'^eth ihre Hirschjagden in Irland inaug... wi. >.'' ""' 9'wstigenl Erfolge begleitet. Das Meet war. des ^ "3 ^ ^ " "l'ttheilt. an. 24. v. M. im Pari ton,, Wunders von Parsontown-Manor bei Paker. Iua^s"!^ ^ s'^ i" demselben eine sehr zahlreiche ^gdgesellschaft, wie dies selbst in Großbritannien. ei,«l "^ b" Parforcejagden, nnr selten der Fall ist. den «""^"' Man zählte über 150 Rothröcke, darunter ein-n >. Spencer, ehemaligen Statthalter von Irland, ber^» "fr,asten Hirschjägcr. der eigens von England vun ^"/"'"' '""' "'" ""igc Jagden mit der Kaiserin Nük^ . '^ "'ten z,l können. Ihre Majestät be-Nu^ ^' dieser ersten Jagd ein Pferd der Mrs. Ma. "8Y. der Gattin des Masters, welches dieselbe vor , öem zu ihrer vollsten Zufriedenheit selbst geritten '"o mm der Kaiserin zur Verfilgnny gestellt hatte, N ? ^ befolge der Kaiserin war brillant beritten, "l'lnnfig um 1 Uhr wurde iu der Nähe von Dun. ^"Nglm ciu Hirsch in Freiheit gesetzt und demselben ^'/'ursvrung von zehn Minuten gclasseu. Das Wetter t"^ stürmisch geworden, uud der Wind ging conträr. konnt " ^ '""'^ "^"' ""en frischen Scent, nnd man Wett. ?" "bcr den durch vorhergegangenes Regen-ein^ "^ i" stark anfgcweichtcll Boden klagen. Nach wa^ '^^' "^ "nstündigen Nnn wurde Hallali ge< ^. Her darauf folgende Tag (Dinstag, den 25stcn ,.,,, ^' an dem sich wieder Earl Spencer sowie eine de ?° Gesellschaft betheiligten, ergab einen Rnn ,nit sss,s»/ )"l Meath Hounds, der aber infolge des sehr flechten Wetters keinen Erfolg brachte. " zuval ^ic Tcplitzer Urquelle wieder sH.f?^ kehrt.) Ans Tevlitz wir) die Freudcnbot-?'t Uemeldet. daß die Urqnellc iu eiuer Tiefe von dies^ r "' gefunden wurde. Die näheren Details über 7 U lMMchtigc Ereignis lauten: Montag früh um Bm.?o r ^uu.ten erstattete Ingenieur Müuch dem soeb^ ""'/^^"icht. daß die Arbeiter im Schachte 45 Mi "7 Thermnlwasser gestoßen seien. Um 8 Uhr ""nuten ergaben die fortgesetzten Arbeiten mit Sicherheit, baß eine Hauptspalte der Stadtbab-Thermen blosgelegt ist. Die vorgenommenen Messungen zeigten, daß das Thermalwasser in einer Tiefe von 13 Metern unter dem Straßenpflaster blosgelegt worden ist. Die Temperatur desselben beträgt 37'/^ Grad Reaumur. Man erwartet nun bei Fortschreiten der Arbeiten um cm Meter auf den Wasserspiegel zu treffen. In der Bevölkerung herrscht unbeschreibliche Freude; das Telegrafenamt ist dicht besetzt. Das Ministerium, die Statt-haltcrei nnd die geologische Neichsanstalt in Wien wurden offiziell benachrichtigt. Ueber den Stand deS Wasser-spiegels der Urquelle meldet man: Der Wasserspiegel der Urquelle stand den 3, März um 8 Uhr srnh 13 pfangcn geruhen werden. Ein Allerhöchster Empfang von Depntationen anderer Stadt- und Landgemeinden sowie sonstiger Corporationen und Vereine kann mit Rücksicht ans die beschränkten Raum- und Zeitvcrhält-nisse nicht stattfinden; allfällige Beglückwünschnngs- und HnloMng5adresseu derselben wären daher entweder im Wege des LandcSPräsioiums nach Wu'n zn leiteil oder der Landl-sdeputation zu übergeben, um an den Stufen de« Allerhöchsten Thrones niedergelegt zu werden. — (Todesfall.) Am 3. d. M. verschied in Graz un 78. Lebensjahre Sc. Excellenz der Herr Oberlandes-Nerlchtöpräsident i. P. Dr. Franz Freiherr v. Ulm. Sr, Majestät wirtlicher geheimer Rath und Comthur des Ordens der eisernen Krone. — (Militär - Personaluachricht.) Der Utcservclientenant Franz Ialraischel des Infanteriereai-ments Freiherr v. Kühn Nr. 17 wurde als invalid in den Ruhestand verseht. — (PrüfungsergebniK.) In der sloveni« schen Abtheilung der Hebammen-Lehranstalt in Laibach wurde der halbjährige Hurs durch die am 27. und 28. v. M. abgehaltenen Prüfungen beendet. An dem Unterrichte hatten im ganzen 1b Schülerinnen, und zwar 13 aub Krain und je eine aub Steierm^rl und Kroazien, theilgenommen. Als Piüfungslommissäre fun« gierten die Herren: Landessanitätsreferent Dr, Ritter u. Stockt. Direktor Dr. Valenta und Primararzt Doktor Carl Blciweis. Von den PrüfungSlanoidatinnen haben, einer Mittheilung der „Novice" zufolge. 5 die Prüiung „sehr gut", 8 „gut" und 1 „genügend" bestanden. Eine Kandidatin wurde auf sechö Wochen reprobiert — (Bankfiliale Laibach.) Im Jahre !878 wurden bei der Laibacher Filiale der österreichisch-ungarischen Bank Bantanweisungen im Gesammtbetrage von 2.377.089 fl, ausgestellt, und nimmt Laibach in dieser Hinsicht unter den in beiden Neichshalften befindlichen 27 Bankanstalten den 10. Rang ein Geringer war die Oesammtsumme dcr ausgestellten Bankanweisungen bei den Filialen: Fiume (2.104.903 fl.). IimS« bruck (1.717,284 fl.). Olmüh (1,072.047 fl). Klagen« fürt (1.30^.282 fi.). Kronstadt (1,104.022 fl). Pilsen (945.212 fl.), Teplih (918,814 fl.), Hermannstadt (912.080 st.). Czernowitz (774.595 ft.), Kaschau (704.387 fl.) und Eger (447,005 fl.); — grvher bei deu Filialen: Troppau (2,421.207 fi.). Krakau (2,709.132 fl). Bielitz (2.940.709 st). Linz (3.090.270 Gulden). Temcsvar (3.120.890 si.). Neichenberg (3.522.852 fl.), Debrcczin (4.380.902 st). Lemberg (4.895.013 fl). Agcam (4,950.804 fl,). Graz (0.175.891 Gulden), Prag (7.942.105 fl.). Trieft (10.071.375 fl), Brunn (12.0!9.388 fl). Budapest (34.237.089 fl.) und beim Centrale in Wien (07.171,777 fi,). — Bei sämmtlichen Anstalten zusammen wurden Bankanweisungen ini Jahre 1878 im ganzen 58.288 Stück im Betrage von 184.830.284 ft. 10'/, kr. ausgestellt. 3008 Stück im Betrage von 15.405.080 fi. 69'/, kr. weniger als 1877. An Provisionen für ausgestellte Bankanweisungen wurden eingehoben, und zwar in Wien 18,108 sl. 99'/, lr.. bei den österreichischen Filialen 14,390 fl. 18 kr., in Budapest 8087 fl. 18 kr., bei den ungarische» Filialen 5507 fi. 21 kr., zusammen 40,093 fl. 57 kr. gegen 48.477 fi. 83 kr. im Jahre 1877. — (Gemeindewahl.) Bei der am 20. v. M. abgehaltenen Wahl wnrden Josef Supantik, Grundbesitzer in Kal. zum Gcmeindetiorsteher, sowie Johann Bervar, Grundbesitzer in Borje. und Martin Bcrvar, Grundbesitzer in Podlipovca, zu Gemeindcräthcn der Orts' gemeinde Kolovrat, im Gerichtöbezirte Littai. gewählt. — (Steckbrieflich verfolgt.) Gegen nach, stehende Personen wurde die steckbrieftiche Verfolgung eingeleitet: 1) Franziöta CelcZnil, ans Butujnova gebürtig, 24 Jahre alt. zuletzt in Obcrlaibach. von wo sie sich in der Richtung gegen Trieft entsernt haben soll, wegen Verbrechens der Kindesweglegung (Luibacher Landesgericht); 2.) Andreas Frantar. vulgo ,g; 10.) Johann Zupan, aus Lasenberg im Bezirke Gült-feld gebürtig. 28 Jahre alt, lcdig, beide letztere Train« foldatcn deS 2. FuhrwerkVrgänzungsescadrons in Graz, wegen Entwcichnng aus ihrer Heimat; I I.) Mathias Cevc. lediger GrnndbesiherSsohn. 24 Jahre alt, uns St. Martin im Bezirke Stein, wegen Verbrechens der fchweren körperlichen Beschädigung zu achtmonatlicher Kerlerstrafe oernrtheilt. hat sich vermuthlich nach Bosnien geflüchtet (Landesgericht Laibach); 12.) Mathias und Kaspar Gasperlin, Kaischlersjöhne. aus Posch""l. Gemeinde Zirllach, des Verbrechens des Dil-listahls dringend verdächtig und flüchtig (Bl'znlögrricht St» i»)! 13.) Johann Mohär, aus Kleinlack im Gerichtsb.z'rlc Rcijniz gebürtig, von Profession Schneider, zuweise jedoch auch Holzarbeiter oder Südfrüchten, Hausierer, wegen Verbrechens deS Betruges (Landesge"cht Lai, bach); 14) Lnlas Bergoi. 5l) I.chre alt. uet.h<-l,ch^r Grundbesitzer und W.rth in Batsch im V^rle I^'!«' Feistriz, und Jakob Fatur. vulgo Bal'»i,ov. ^ ^yre °lt. aus Zagorje im gleichen Vez.rle Gemeinded'ener in Batsch de.be sind deS Verbrechens des Betruges rechtlich ^schuldiget und habm sich vermuthlich nach Vosnie,. geflüchtet (LandeSgencht Lmbach). 4«4 — (Alpines.) Die in Wien unter der Rebaction des bekannten Alpinisten Richard Ihler erscheinende „Neue deutsche Alpenzeitmig", welche sich auch schon wiederholt die Interessenvertretung des krainischen Al-pengebietes angelegen sein ließ, ist unstreitig eine3 der besten alpinen Journale. In seinen letzten Nummern brachte dasselbe mehrere sehr lesenswerthe Artikel, so unter anderein eine ausgezeichnete Abhandlung: „Ueber Touristenkarten", von dem berühmten Kartographen Anton Steinhäuser, und in der jüngst erschienenen Nummer einen Artikel: „Die Gletscherkunde und die Alpenvereine", von dem bewährten Geologen Prof. Hans Höfer (dem Begleiter des Grafen Hans Wilczet auf dessen Fahrt in die Polargegeuden). Die Zahl der Mitarbeiter dieser wöchentlich erscheinenden alpinen Zeitschrift ist sehr beträchtlich. Allen Natur- und Alpen-freunden kann die Lecture dieser Zeitschrift bestens empfohlen werden. Danksagung. Der löbl. Verein dcr trainischen Sparkasse hat in der am 27. v. M. abgehaltenen Generalversammlung als Beitrag für das hiesige Armeninstitut dcn Vctrag von 2500 fl. und für Unterstützung bedürftiger, aus dcm Zwilspitale entlassener Re-couvalcsccnten 200 fl. votiert. Die Armeninstituts-Kommission fühlt sich verpflichtet, diese ausgiebigen Spenden des löbl. Eparlassevcrcins mit dcm Aus drucke des wärmsten Dantes zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Von der Armen i n st i tu ts - Komm iss i on Laibach am 3. März 1879. Der Vorsitzende: Laschan m. p. Danksagung. Die löbl. Epartassedircction hat der hiesigen Arbeiter-Kranken» und Irwalidcntasse den Vctrag per 100 fl. gespendet, wofür der löbl. Spartassedirection vom Ausschusse des Vereins der öffentliche Dank ausgesprochen wird. Der Ausschuß. Neueste Post. (Origi nal«Telegl l^llllie der „Laib.Zeitung.") Budapest, 5i. März. Der Ausschuß der österreichischen Delegation uahm mit allen gegen zwei Stimme» den Antrag Sturms an, das außerordentliche Heereserforderms für die ocmpierten Provinzen in 1879 statt mit 34'/, mit 30 Millionen feststellend, und mit 11 gegen 8 Stimmen den weiteren Antrag Sturms, womit die Regierung aufgefordert wird, die Occupationstruppen unter die für das vierte Quartal 1879 in Aussicht genommene Anzahl zu vermindern und dieselben auf den Friedensstand zurückzuführen. Minister Hofmann gab ein ausführliches Expose über die Verhältnisse in den olcupierteu Provinzen. Früher beantwortete Graf Andrassy verschiedene Fragen: Die staatsrechtliche Stellung der ocmpierten Länder werde, wenn der Zeitpunkt herangetreten, von den beiderseitigen Legislativen bestimmt werden - heute wäre eine Discussion hierüber abträglich. Betreffs Nooibazari handle es sich uicht um eme Occupation, sonoem um bloßes Garnisonsrecht in einzelnen Orten unter Aufrechterhaltung der türkischen Herrschaft; von einem Aufgeben dieses Rechts sei keine Rede, aber die Regierung habe auch gegenwärtig keine Veranlassung, die Ausübung dieses Rechtes zu beschleunigen, das in voller Freundschaft mit der Türkei ohne wesentliche Opfer vollzogen werden full. Rußland forderte die Mächte auf, betreffs der Grenzfrage au die Dflimitatiouskomlilissioliell detaillierte Instructionen zu erlassen, doch sei eine Revision des Berliner Vertrages keinerseits angeregt, würde auch keinerseits angenommen. In der Arab-Tabia-Frage sei allerdings die definitive Lösung durch eine Vot-schafterkonferenz in Aussicht genommen, worüber verhandelt wird. Ein positiver Antrag wegen Aufhebung der Beschränkung, daß der Gouverneur von Ostrume-lien ein Christ sein müsse, wurde uicht gestellt. Die Bulgaren verlangen auch die Balkanabhänge zur Sicherung ihrer Defensiostellung; diese Frage sei dem Studium der Delimitalionskommission vorbehalten. Eine Botschafterkonferenz in Berlin wurde keinerseits angeregt. Verlin, 5. März. Der Reichstag lehnte mit großer Majorität die Verweifung dcr Strafgewaltsvorlage an die Kommission ab. Konftantinopel, 5. März. 500 Griechen überschritten die Grenze Thessaliens und zerstörten ein Dorf. Alexandrien, 5. März. Nnbar Pascha ist in das Ministerium wieder eingetreten. Teplitz, 4. März. (Presse) Aus Dublin langte auf die seitens der Stadt Ihrer Majestät der Kaiserin erstattete freudige Nachricht hin an den Bürgermeister folgendes, von Baron Nopcsa unterzeichnetes Telegramm an: „Ihre Majestät die Kaiserin sind hocherfreut ob der guten Nachricht, danken für die Mittheilung und wünschen weiter Glückauf." Tepl'ih. 4. März. (N. fr. Pr.) Das Wasser m der blosqelegten Spalte hatte mittags eine Temperatur von 38 Grad Recmmm. Die Arbeit schreitet rüstig fort. Um 6 Uhr abends waren nach einer nnmittelbar vorhergegangenen Sprengung über 13 Meter abgeteuft. Während des Tages herrschte andaue,nd Festjubel, im Theater fand eine neuerliche Festvorstellung statt. Die ganze Stadt ist illuminiert. Gegenwärtig versammeln sich unter Mnsiktlängen sämmtliche Vereine von Teplih und Scho'nau anf dem in der Mitte der Stadt gelegenen geräumigen Schulplatze, von wo ans ein Fackelzug die Straßen durchziehen wird. Pest, 4. März. Der Heeresausschuß der ungarischen Delegation zog in seiner gestern abgehaltenen Sitzung die Armeevorlagen in Verhandlung. Die bis 9 Uhr nachts währende Sitzung wurde durch das zwei Stunden in Ansprnch nehmende Expose dcs Kriegsministers und durch die Antworten, die derselbe auf einzelne Fragen von allgemeinem Interesse ertheilte, ausgefüllt. Die Antworten des Kriegsministers bewegten sich in demselben Kreife, wie die im Aus-schnsse der österreichischen Delegation ertheilten Aufklärungen. Die meritorische Verhandlung übcr die Vorlagen wird erst in einigen Tagen beginnen, sobald Referent Markus die detaillierte Prüfung derselben beendet haben wird. Wahrscheinlich wird Donnerstag eine Sitzung stattfinden. P e st, 4. März. (Presse.) Die Innndationsberichte häufen sich in erschreckender Weise; im ganzen Theiß« gebiete drohen Gefahren. Im Pester Comitate hatten die Schuhdämme auf der Szolnoker und Csongrader Linie keine Widerstandsfähigkeit. Bei Monyadomb erfolgte ein Dammbruch, desgleichen bei Alnar. In Szeqedin und Cfongrao ist der Wasserstand höher als im Jahre 1876, und falls Wind eintritt, sind große Unglücksfälle zu gewärtigen. Darmstadt, 5. März. Heute nachts brach Feuer in dem vom Großherzoge bewohnten Theile des Schlosse« aus. Das Feuer blieb auf den Dachstuhl beschränkt. Rom, 3. März. Folgende Prälaten wurden von ihrer bevorstehenden Beförderung zur Kardinals-würde verständigt: Dr. Newman in London, Mon-seigneur Fieppel in Angers, Mfgr. Pie in Poitiers und ei» Professor in Würzburg. Weitere Verständigungen noch anderer Persönlichkeiten werden noch im Laufe dieser Woche abgehen. Das Conststorium wurde für den 4. April festgesetzt. Petersburg, 4. März. (Presse.) Professor Aotkin dringt infolge des Gegensatzes, in welchem das Gutachten dn Sanilätstomlnission zu seiner Diagnose steht, auf die Enthebung von feinen Aemtern nnd will auch seine Stelle als Leibarzt des Kaisers niederlegen. Tirnovo. 4. März. (N. fr. Pr.) Ans guter Quelle verlautet, daß Unterhandlungen im Zuge sind, um die russische Occupation Bulgariens vom 3. Mai ab auf weitere sechs Monate zu verlängern. Die Kandidatur des Fürsten Reuß für den bulganW Thron wird ernstlich erörtert. Der Agent des FuN.en Bibesco ist nach Bukarest abgereist, von wo er!'y demnächst nach Serbien begeben soll. Telegrafischer Wechselkurs. vom 5. März. a,.,!,, Papier-Rente 6-5-. — Silber. Rente 63 70. --«"" Rente 75 75, 1860er Staats.Anlehen 115 75. - Vant'Mnc" 790. — Kredit-Acticn 232 60. — London 116 60. - AU --—. K. l. Münz. Dukaten 5 52. — 20«Franken - VtUst° 9-23. - 100-Reichsmark 5785. Wien. 5. März, 2'/. Uhr nachmittags. (Schl"hlH Kreditactien 232 60. 1860er Lose 115 80. 1864er Lose 1"^. österreichische Rente in Papier 62 97. Staatsbahu "" . ' Nordbahn 20850. 20°Frankenstücke 9 29. ungar. Kredi acc>° 22630, österreichische Francubank — —. österreichische AnM«» 99 25. Lombarden 64 50, Unionbanl 68 50. Lluydactien ^w ' türkische Lose 22 50, Communal-Anlehen 94 90. EgYPNM ' Goldrente 75 7b. ungarische Goldrente —'—. Vcsser._______. Handel und GolkswirthschaMches. Vraunschweiger Lose. Bei der am 1. d. M. voraeno"' menen 41, Terienucrlosnng der Braunschweiger Lose "»uro nachstehende Eeriennnmmern gehoben: 530 605) 617 69" ,. 899 1021 1143 1330 1484 1508 2191 2503 2752 276s A» 3466 :>.587 3719 3879 4923 4972 5347 5785 5817 6484 VU 7471 7852 8427 «457 8467 9267 9323 9697 und 9939. "" Verlosung der Nummern findet am 30. April l. I statt- Nudolfswerty, 3, März. Die Durchschnitts-Prelse ste^" sich ans dem heutigen Martte, wie folgt: Weizen pr. Hektoliter 6 90 Eier pr. Stiicl . . " g Korn ., — ^ , Milch pr. Liter . . ^" ^ «erste „ 3 90 Rindfleisch pr. Kilo . ^ «9 Hafrr „ 2 30 ! Kalbfleisch „ ^^ Halbfrucht „ — —, Schweinefleisch „ ^ ^, Heiden „ 3 90 Schöpsen fleisch' „ " 70 Hirse „ — —> Hähnocl pr. Stück . "" ^. Knluruh „ 3 90 Tauben ,. . " ^. Erdäpfel pr.Meter-Ztr. — — heu pr, 100 Kilo . "" ^ Linsen pr. Hektoliter — — Stroh 100 „ . "" Erbsen „ — .- holz, hartes, pr.Knbil- „ «< Fisolen „---------Meter .... ^ !, Nindsschmalz ftr.Kilo — 90 — weiches, „ "I ^. Schweineschmalz „ — 80 Wein, roth, pr.Heltolit. < ^. Spect, jrisch, „ — 5« > — weiher, „ ' Speck, geräuchert, „ — — Angekommene Fremde. Am 5. März. Hotel Stadt Wien. Pein, Ksm.. Berlin. - Roeßinger sssw' Alten, - Hampel. Reis.. Schönlinde. - Neuhaus und Nau^ Kaufleute. Wien. ~ Globoknil, Gewerksvesihcr, Elsnern. v. Netzerich. Graz, . _^ Hotel Elefant. Rllter v. Fädranöperg, Eteueramts'AdllM^ Treffen. — Ribnilar, Lehrer. Loilsch. — Mihcliii. KauA' Sagor. - Obcrsohn. Kfm., Essegg. - Miller, Kfm.- f '< Nuscha Butze, Schauspielerin, und Kraupa, Ingenieur, ""^ - Ortmah, Ingenieur, Ried. - Nastopil, Kfm., Brunn. Vaierifcher Hof. Ncrger, Tirol. - Kocijanöie, Trieft. ^- S""'' Kram. Kaiser von Oesterreich. Mataic und Kregar, Laibach. Mohren. Makel Lorenz und Malet Franz, Krain,______. Theater. ^ Heute (ungerader Tag) dritte uud Abschiedsvorstellung" Fräuleins Nuscha Buftc vom l. l. priv. Theater au der»^^ Der Pariser Taugenichts. Lustspiel in 4 Acten von "" Töpfer. Meteorologische Beobachtungen in Laibach> ß ^i ch 3^ Z ?^ 55Z ___^^?^^ ,____«^^-55 TÜ.Mg, 739 07^'^^2'NW'schwllch^'leichtbew. ...g 5. 2 ., N. 738 88 ^-7 4 O. schwach leicht bew. "" 9 ., Ab. 741 65 ^. 12 NNW. schw. mondhell ^ Anhaltend schönes Wetter, Das Tagesnn'ttel der 23"l ^. 2 8«, um 03» über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottom«r Vamberg^, ^l^i'^N!)?^!^^ '^'tn, 4. März <1 Uhr.> Der Verwaltmigsrath der Kreditanstalt hat heute beschlossen, dcr Generalversammlung vorzuschlagen, für das Jahr 1373 eine 2),!" /^es ><, l. ! ^»»vv».!^l. vo,l 14 fl. per Actie zur Verthcilunq zu bringen und den Reservefonds mit 20 Pcrzcnt des Reinacwinnrs, d, i. mit circa 42<), 82 Actlen »on Vaulen «eld war« Anglo.österr. Vanl.....9975 100 — Kreditanstalt .......23325 23050 Deftositenbanl.......160 162 Kreditanstalt, nnssar.....225 75 226 25 Oesterreichisch'ungarische Bank 790 791 Unionbanl ........68 75 69 25 Verlehrsbanl.......10925 109-75 Wiener Bankverein.....N0 25 110 75 «ctlen vsn trausport Unterneh muugcn. G«ld W>,rc Nlföld.Nahn .......l 19-50 l20- Donau.Dampfschiff'Gcscllschaft 514 - 515 Elisalieth'Wcstbalm.....167 50 168 — Ferdinands. Nordbahn . . 2092—2097 — Franz.Iosevh.Bahn .... 13250 13350 allzische Karl.Ludwig-Bahn 22150 22l 75 KaschaN'Odcrberger Babn . . 103 25 103 75 Lembcrg'Czcrnowitzer Bahn . l23— 123 50 Lloyd . Gesellschaft.....595 - 59? - Oesterr. Nordwestbahn . . . 115- - 11550 Rudolfs'Nahn.......119- 119 50 Ztaatsbahn........24550 24650 Züdbahn.........65— 6550 Theiß-Nahn........190 190 50 Ungar.»galiz, Verbindungsbahn 85 85 50 Ungarische Nordostbahn . . , 115 75 116 25 Wiener Tramway«Gesellsch. . 168 16350 Pfandbriefe. Ullg.öst.Bodentreditanst.(i.Gd.) 110 75 111 - „ « « 3°/,......1l2— ""^ 5°/.......93-' "" Vevlien. Aus deutsche Plätze..... 56^ 5 ^ London, kurze Sicht .... Hs^ ,ia?O London, lauge Sicht .... N660 l ^ Paris ... ..... 4610 " weldssrten. «- Noten .... 57 „ 25 „ 5? « ^ , Silbcrgulden . . 100 ^ — ^ l0U ^ Krainische Grundentlastungs.Obligatlol^.^ Privatnoticrung: Geld 9150, Alarc Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrentc 63'- bis S3 10. Tilberrente «3W bis 64'-. Goldrente 75 70 bis 7580, Kredit 233— bis 23325. Anglo !" 99 75. London i lt» 50 bis 116 70. Napoleons 9'2ü bis S'26^,. Silber 100.—bis 10U.