80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage' Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68 25-69. Maribor. Kopališka ul. 6 Nr. 296 Senniag, den 29. Dezember 1940 Inseraten- und Abonnemcnts-Annaluue in der Verwaltung. Bezugspreis: Xbholcn oder durch die Post monatlich Din 23.—. bei Zustellung Din 24.—, dir das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. F^FGIU öffS 1*50 Weiteres Vordringen der Griechen Der Athener Bericht über die Lage / Der italienische Bombenangriff auf Korfu / Die Griechen rücken entlang des Ohri-da-Sees vor / Das schlechte Wetter behindert die Kriegsoperationen auf dem albanischen Kriegsschauplatz Athen, 28. Dez. (Avala-Reuter) Gestern abends wurde amtlich mitgeteilt, daß die griechischen Truppen an verschiedenen Abschnitten der Albanien-Front auch im Laufe des gestrigen Tages vorgeschritten sind. So wurden die griechischen Linien nordöstlich von Chimara vorgeschoben. Im Mittelsektor wurde eine Anzahl von Italienern gefangen genommen. An der Nordfront, wo der Schnee sehr hoch liegt, wurden die italienischen Angriffe zurückgewiesen und noch einige Dörfer besetzt. Athen, 28. Dez. (Agencc d’Athcnes-Wie aus dem amtlichen griechischen Koni muniquee Nr. 60 hervorgeht, haben italie- nische Bomber am ersten Weihnaehtstagc Korfu bombardiert. 21 Personen wurden hiebei getötet, gegen 30 hingegen verletzt. In dem Bericht heißt es weiter, das Korfu eine offene Stadt sei, in der sich keine militärischen Einrichtungen befänden. Dem Bericht Nr. 61 zufolge haben die Griechen einige neue Stellungen bezogen. In der Hauptsache wurden lokale Kämpfe ausgetragen. Der Bericht erwähnt die Gefangenahme einiger Italiener und einige Kriegsbeute. Die feindliche Luftwaffe unternahm keine Einflüge in griechischen Luftraum. Athen, 28. Dez. Nach Informationen aus griechischen amtlichen Quellen gelan- gen den griechischen Truppen bei Chimara bedeutende Erfolge. Die Griechen 'eroberten wichtige strategische Linien und Höhenzüge, die, wie es aussieht, für die weiteren Operationen wesentliche Bedeutung besitzen. Im Mittelsektor der Front sind geringere Kämpfe im Gange, aber auch hier gelang es den Griechen, einige kleinere Dörfer zu besetzen. Nach den hc:ßcn Kämpfen der letzten Wochen rük-ken die Griechen nunmehr entlang des Ufers des Ohrid-Sees vor. Nach letzten Berichten haben die griechischen Vortrupps das Dorf L i n erreicht, welches an einer strategisch wichtigen Straße liegt, die von Podgradec nach Elbassan führt. Die Griechen erhalten in diesem Frontabschnitt weitere Verstärkungen, die auf ein energischeres Vorgehen gegen Elbassan •schließen lassen. Bei Lin beherrschen die Griechen einige Positionen, vor, denen aus die beiden Takelten der Straße gegen Elbassan. kontrolliert werden können. Westlich des Ohrid-Sees wird meistenteils in den Bergen gekämpft. Das schlechte Weter behindert aber auch hier vielseitig den Lauf der Operationen, ln den letzten 48 Stunden konnte man an diesem kleinen Frontsektor heftiges Geschütz- und Maschinengewehrfeuer vernehmen. * 1 Blatt verweist auf den Aufbau eines ganzen Dorfes, welches für Matrosen bestimmt ist und das den Namen »Constanze Ciano« führen werde. Das von der Demokratie weit entfernte italienische Regime habe alle seine Kräfte angespannt, um den Feind auf allen Gebieten zu schlagen. Gleichzeitig gelte ein Teil der italienischen Arbeit Werken des Friedens. Rumänien und Deutschland Bukarest, 28. Dez. (Avala-DNB) Das offizielle Organ der rumänischen Legionär-Bewegung »Buna Vestire« bringt an sichtlicher Stelle eine historische Übersicht der Beziehungen zwischen dem rumänischen und dem deutschen Volke. Das Blatt bemerkt in diesem Zusammenhänge, daß das rumänische Volk immer und in allen Fällen Hand in Hand mit dem deutschen Volke geschritten sei. Diese deutsch-rumänischen Beziehungen können nach Ansicht des Blattes mit. ähnlichen Beziehungen Frankreichs oder Englands zum rumänischen Volke gar nicht verglichen werden. Vergleiche sind nach Meinung der »Buna Vestire« daher ausgeschlossen. Ungarische Weihnachtsspende für das deutsche Heer Budapest, 28. Dez. (Avala-Havas) Der ungarische Honvedminister hat der deutschen Wehrmacht 500.000 Stück Zigaretten, 250.000 Stück Zigarren und 200 Kisten Obst- und Fleischkonserven als Wcihnachtsgabe gespendet. Verbot eines Films von Charlie Chaplin in Argentinien. Buenos Aires, 28. Dez. (Avala-DNB). Der Bürgermeister von Buenos Aires hat die Aufführung des letzten Charlie Chaplin-Films »Der Diktator« mit der Motivierung verboten, daß dieser Film geeignet ist, die patriotischen Empfindungen eines Volkes zu verletzen, zu dem Argentinien freundschaftliche Beziehungen unterhält. Der Film des Juden Chaplin ist demnach für die Aufführung in Argentinien als ungeeignet verworfen worden. Furchtbare Zugskalaslrophe auf Formosa Tokio, 28. Dezember. ,Avala-DNB) Auf der Insel Formosa unweit von Takasa sHessen ein Personen- und ein Güterzug infolge falschen Wcichen-wechscls zusammen. Zweihundert Per-| sonen wurden teils getötet teils leicht i oder schwer verletzt. Amerikanischer Vetrolenm-Tanker versenkt DIE KATASTROPHE DES »CHARLES PRATT« — 22 MITGLIEDER DER BEMANNUNG ERTRUNKEN — DAS SCHIFF FUHR UNTER DER FLAGGE VON PANAMA New York, 28. Dez. (Avala-Reuter) Wie die Standard Oil Company aus New Yersey berichtet, ist der Zistemendamp-fer »Charles Pratt« versenkt worden. Der Tanker verdrängte 8982 Tonnen. Die Bemannung setzte sich aus amerikanischen Matrosen und Offizieren zusammen. Von den 42 Mitgliedern der Bemannung sind 22 Mann ertrunken. Die Einzelheiten über diese Katastrophe sind noch ausständig. Man weiß lediglich so viel, daß der ge- nannte Tanker unter der Flagge von Panama fuhr uhd Petroleumtransporte für die Filialen der Standard Oil Company in Panama besorgte. N e w y o r k, 28. Dezember. (Avala-Reuter) Wie die Standard Oil Company nachträglich mitteilt, ist der Tankdampfer »Charles Pratt« (8982 Tonnen) mit fünf Millionen Gallonen Petroleum in der Richtung auf Britisch-Westafrika versenkt worden. Englische Luftangriffe auf französische Gebiete London. 28. Dezember. (Avala«--Reuter. Wie an zuständiger Stelle erklärt wird, habeli britische Flugzeuge in der Nacht von Freitag zum Samstag Flugplätze. Halenanlagcn und Tauchboolbasen in Bordeaux, Lorient und Lc Havre bombardiert. Versenkung eines britischen Frachters. Newyork. 28. Dez. (Avala-Associated Press). Der britische Frachtdampfer »Ardanhan« (5980 Tonnen) ist unweit der schottischen Küste versenkt worden. Hitler bei seinem Stabschef. Berlin, 28. Dez. (Avala-DNB). Adolf Hitler besuchte den Stabschef der SA Viktor Lutze und beglückwünschte ihn bei dieser Gelegenheit zu seinem 50. Geburtstag. Die heutigen Blätter veröffentlichen den Lebenslauf Lutzes und zahlreiche Aufsätze, in denen seine organisatorischen Verdienste gewürdigt werden. Deutscher Luftangriff auf London und eine Stadt in Ostengland. Newyork, 28. Dez. (Avala-DNB). Wie die Newyorker Abendzeitungen aus i Loir'on berichten, haben deutsche Flug-1 zeuge Freitag abends einen An. I griff auf London unternommen. Es wird I festgestellt, daß d;e außerordentlich zahl- ; reichen Flugzeuge die Stadt erfolgreich angegriffen haben. Gleichzeitig wurde ! auch eine Stadt in Osteng'and angegrif- i fen. ln den amerikanischen Berichten wird | betont, daß der Angriff auf London überaus heftig gewesen sei. In den Vereinigten Staaten leben 4.700.000 registrierte Ausländer Washington. 28. Dezember. (Avala—DNB) Gestern wurde die Registrierung der in den Vereinigten Staaten lebenden Ausländer beendigt. Das Zählungsergebnis erbrachte den Nachweis. dass in den Vereinigten Staaten 1,700.000 Ausländer leben. Da die Registrierung jedoch nichl definitiv beendet ist, dürfte die Zahl der Ausländer sich auf mindestens 5 Millionen beziffern. Allein in Washington leben 15.597 Ausländer. Die ägyptischen Reservisten Kairo. 28. Dezember. Avala-Reuter) Nach einem Dekret des Landesverteidigungsministeriums verbleiben die Offiziere und Unteroffiziere der ägyptischen Armee, die als Reservisten einberulen worden waren und im Jänner demobilisiert werden sollten, noch weitere sechs Monate unter den Fahnen. Irland von den englischen Exporteinschränkungen nicht betroffen. Newyork, 28. Dez. (Avala-DNB). Nach Meldungen aus Dublin wird in amtlichen Kreisen erklärt, daß die britischen Exporteinschränkungen im Verkehr mit Irland das Land keineswegs beachtlich tangieren. Irland ist ein Agrarland und braucht deshalb nicht vor dem Hunger zu zittern. Die Einschränkung der britischen Zufuhren sei eine Folge des schlechten Standes der britischen Handelsflotte. Man müsse deshalb infolge der britischen Schiffsverluste mit weiteren Einfuhrsbeschränkungen rechnen. Empfindlicher Rückgang in der amerikanischen Motorenausfuhr Newyork. 28. Dezember. (Avala-DNB) Wie „Christian Science Monito r“ aus gutinformierter Quelle erfährt, erfuhr im Monat November die für Kanada und Grossbritannien bestimmte Ausfuhr amerikam..eher Flugzeuge eine Beschränkung. Diese -Beschränkung ist im Hinblick auf die Ausfuhr der vorhergehenden Monate sehr fühlbar. Noch fühlbarer ist die Verringerung des Exportes amerikanischer Motoren. Schwere Hochwasscrkalaslrophc in der Provinz Smyrna Istanbul, 28. Dezember. (Avala-DNB) Im Gebiete von Smyrna sind die Flüsse Mendcrez und Gediscli neuerding aus den Ufern getreten und haben durch das Hochwasser grossc Schäden ungerichtet. In der Sladi Bergama wurden 37 Häuser durch das Hochwasser zum Einsturz gebracht. In Thrazien isl der Zugsverkehr aui der Strecke Istanbul—Adrianopel infolge Hochwassers nach wie vor unterbrochen. Das Leben in den kriegführenden Staaten Mailand, 28. Dez. (Avala-Stefani) »C o r r i e r e d e 11 a Sera« befaßt sich mit ('-i großen Unterschieden im Leben der einzelnen Staaten. Wie das Blatt schreibt, leidet das englische Volk mit Ausnahme einiger privilegierter Kasten außerordentlich infolge des Kriegsdramas und mußten die Engländer jegliche bürgerliche oder intellektuelle Akitvität einstellen bezw. in großem Ausmaße beschränken. Die Engländer verteidigen sich beharrlich, doch evrbrauche sich ihre Moral sehr rasch. Auch die im Laufe von Jahrhunderten aufgestapelten Materialien begännen zu verschwinden. Demgegenüber — so schreibt das Blatt — lebt das italienische Volk in einer Atmosphäre des Ernstes, die der großen Zeit entspricht, ohne gleichzeitig die In-| tensität des bürgerlichen Lebens bc-' schränkt zu haben Während einerseits Krieg geführt wird, geht das italienische 1 Volk auch friedlicher Arbeit nach. Das Ferngeschützdonner Im Kanal Berlin meldet wirkungsvollen Beschuh der englischen Kanalküste / Der gestrige OKW-Bericht / Die englischen Bombardements im besetzten Gebiet / Dichter Nebel über dem Kanal Berlin, 28. Dezember. (DNB) Wie der deutsche Rundfunk heute morgens meldete, ist die englische Kanalktistc gestern frühmorgens durch zweieinhalb Stunden hindurch sehr wirkungsvoll beschossen worden. Berlin, 28. Dezember. (DNB) Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht erließ mit gestrigem Datum den nachstehenden Bericht: Deutsche Luft- streitkräfte haben auch am zweiten Weihnachtstage die britische Insel nicht angegriffen. Englische Flugzeuge bombardierten am 25. und in der Nacht zum 26. d. M. Flugplätze, Hafenanlagen und verschiedene Städte im besetzten Gebiet Frankreichs. Unter der Zivilbevölkerung gab es einige Tote und Verwundete. Militärische Ziele wurden nicht beschädigt. Durch Flack wurde ein feindliches Flug- zeug abgeschossen. Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegsmarine eröff-neten am 27. Dezember das Feuer auf Schiffe im Kanal, Berlin, 28. Dezember (Avala-Stefa-ni). Ueber die englischen Kriegsoperationen, die der deutsche OKW-Bericht erwähnt, konnten die nachstehenden Einzelheiten in Erfahrung gebracht werden: Eine Gruppe englischer Bomber unternahm am 26. d. M. Angriffe auf eine Reihe von Orten an der franzcischen Kanalküste und im Atlantik. Am schwersten wurde Bordeaux mitgenommen, wo mehrere Wohnhäuser schwer durch Born benwürfe beschädigt wurden. Es gab in Bordeaux zahlreiche Tote und Verwundete. Deutsche Flak beschoß heftig die englischen Bomber, wobei festgesteilt werden konnte, daß mehrere Bomber beschädigt wurden. Ein Flugzeug des »Han dley-Page«-Typs wurde auf der Stelle abgeschossen. Ein Insasse versuchte sich durch Fallschirmabsprung zu retten, doch öffnete sich der Fallschirm nicht, so daß er sich erschlug. Die anderen drei Insassen, die sich auf diese Weise zu retten vermochten, wurden gefangen genommen.. Englische Bomber bombardierten ferner Saint Malo, Dinant und Lessay, wo ebenfalls mehrere Häuser getroffen Avurden. Die Engländer versuchten vor allem die Flugplätze zu treffen, auf denen die deutschen Flugzeuggruppen zum Feindflug nach England zu starten pflegen. Nach Feststellungen der Militärbehörden wurde jedoch keine einzige militärische Einrichtung in den besetzten Gebieten Frankreichs getroffen. Gestern um 4.30 Uhr morgens erdröhn ten wiederum die Fernkampfgeschütze der deutschen Marine und des Heeres, die entlang der französischen Küste Dover gegenüber aufgestellt sind. Stundenlang hindurch wurden einige englische Schiffe beschossen, die den Kanal zu passieren versuchten. Die Beschießung galt auch den Hafenanlagen von Dover. Erst um 7 Uhr morgens wurde das Feuer eingestellt. Die deutschen Geschütze feuerten trotz des dichten Nebels, der" sich auf die Kanalküste gelegt hatte, auf die gewählten Ziele. Infolge dieses Nebels war es nicht möglich, ganz genau die Wirkung der deutschen Granaten an den beschossenen englischen Objekten festzustellen. Amerikas Snaland-Kilfe wird erst Ende 1941 fühlbar werden EINE BEHAUPTUNG DES ENGLISCHEN WIRTSCHAFTSEXPERTEN SIR WALTER LAYTON — »WENN WIR BIS 1941 AUSHALTEN ...« London, 28. Dez. (Avala-Reuter) Der bekannte englische Wirtschaftssachverständige Sir Walter Lay ton erklärte nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten, wo er als Chef der britischen Wirtschaftsmission weifte, u. a. folgendes: ♦ »Wenn die amerikanische Hilfe einmal verwirklicht wird, so wird sie die Kraft einer Lawine haben. Diese Hilfe wird nicht gleich kommen. Man muß auch mit der Verteilung rechnen. Wenn wir bis 1941 aushalten können, werden die Vereinigten Staaten den Sieg Großbritanniens sichern.« Sir Walter Layton sprach ferner die Ansicht aus, daß die amerikanische Hilfe Ende 1941 zu spüren sein werde. Ihren Höhepunkt werde die Hilfe der Vereinigten Staaten im Winter des Jahres 1942 erreichen. Italienische Polemik mit Churchill »CHURCHILL VERSTEHT NICHT DIE FAKTISCHE BEDEUTUNG DIESES KRIEGES. — »IL GIORNALE D’ITALIA« ZUM JÜNGSTEN APPELL CHURCHILLS AN DIE ITALIENER. verteidigt. Churchills Rede beweist nur die ungenügende Macht Englands; Churchill würde sich mit dem italienischen Der Kampf um Bardia immer heißer SOWOHL DIE ENGLÄNDER ALS AUCH DIE ITALIENER ZIEHEN NEUE VERSTÄRKUNGEN ZUSAMMEN. R o in, 28. Dezember. Wie aus dem gestrigen Kommuniquee des italienischen Oberkommandos zu entnehmen ist, wurde an der Grenze der Cyrenaika das Artillerieduell, verbunden mit Fernaufklärung fortgesetzt. Die italienische Luftwaffe bombardierte inzwischen bei heftiger Aktivität feindliche Hafenanlagen, Batteriesteltungen und feindliche Kolonnen. Drei »Gloucester«-Maschinen wurden von italienischen Fliegern abgeschos- sen. Kairo, 28. Dezember. (United Preß). Die Kriegslage in Libyen hat während der Weihnachtsfeiertage keine wesentliche Veränderung erfahren. Die Belagerung Bardias wird fortgesetzt. Britische Artillerie, Luftwaffe und Flotte bombardieren heftig die italienischen Stellungen. Mittlerweile haben die Engländer auf der Straße, die von Marsa Matruch über Sol-lum nach. Bardia führt, starke Reserven herangezogen, ebenso auch die Italiener. Berlin, 28. Dez. Weihnachten sind in voll ger Ruhe verlaufen. Die deutschen Volke sicherlich nicht so viel befaßt ha- ; amtlichen Kreise kommentierten heute die ben, wenn er, wie er behauptet, seines l Reuter-Meldung, in der behauptet wurde, Sieges über Italien sicher wäre. Da Eng- i daß das Deutsche Oberkommando lan den Krieg im Mittelmeer nicht auszu- halten vermag, kehrt es zu den politischen Motiven des Krieges zurück Churchills Rede — so schließt das Blatt — ist ein neuer Beweis dafür, daß England nicht befähigt ist, den Lauf der Kriegsereignisse zu wenden.« zu Weihnachten eine militärische Aktion gegen England zu unternehmen beabsichtigte, diese jedoch wegen ungünstiger Witterung ausgefallen sei. In Berlin wird diese Behauptung dementiert und festgestellt, daß der Beschluß über Unterlassung einer militärischen Aktion zu Weih, nachten noch vor Weihnachten getroffen Englische Bomben auf den Berliner Dom Rom, 28. Dez. (Avala-DNB). »II Gior-nate d’Italia«:, das Organ Virginio Gay-das, pölemisietr mit dem bekannten Appell Churchills an das italienische Volk und stellt u. a. folgendes fest: »England hat Italien auf seinem Wege zur nationalen Einigung niemals unterstützt. England hat Italien immer als Mittel und Waffe für britische Ziele auszunützen versucht. Italien hat seine nationale Einigung ausschließlich mit eigenen Kräften erzielt. England verkaufte die italienischen Opfer des Weltkrieges seinen bisherigen Verbündeten auf der Friedenskonferenz. Im Abessinien-Kriege zeig tc sich die britische Politik der Sanktionen im wahren Lichte. Das alles genügte, um dem italienischen Volke die wahre Politik Englands aufzuzeigen. Churchill versteht vor allem nicht die faktische Bedeutung dieses Krieges. Er wollte diesen Krieg als einen Kampf der Demokratien gegen den preußischen Militarismus darstellen Churchills Behauptung ist lächerlich, denn sie wird weder vor der Geschichte, noch vor der Gegenwart halten. Dieser Krieg ist ein Aufstand der armen, aber gesunden Völker gegen das System der der imperialen und plutokratischen Hegemonie, die für sich die Macht und den Reichtum der Welt fordert und die Deutschland und Italien ins Elend stürzen möchten. Für Italien ist dieser Krieg ein Zerreißen der Keten und der Kampf für eine bessere Zukunft. Gerade deshalb aber ist dieser Krieg mehr als alle anderen Kriege ein Krieg der Volkstnassen, denn dieser Krieg dient gleichzeitig auch dem Schutze der Interessen des Einzelnen. Churchills Versuch, das Volk vom Duce zu trennen, ist geradezu lächerlich. Das italienische Volk weiß sehr wohl, Der Berliner Dom wuroc bekanntlich in daß der Duce die Interessen des itaüe'ni- j der Nacht zum 21. d. M. von englischen sehen Volkes jetzt und in der Zukunft I Fliegerbomben schwer beschädigt. Davon berichten die beiden Aufnahmen. Berlin wird Churchills Rede beantworten DIE ERWIDERUNG SOLL IN FORM EIN ER MILITÄRISCHEN AKTION DER ACHSE ERFOLGEN — WANN UND WO? IST GEHEIMNIS worden sei. In Berlin wird festgesteilt, daß diese Behauptung die Unobjektivität Londons beweise, das jede Gelegenheit auszunützen versuche, um Deutschland vor der englischen Öffentlichkeit in einem schlechten Licht darzustellen. Obwohl Weihnachten im Zeichen größerer oder kleinerer Ruhe verlaufen ist, wurde eine überaus leibhafte Polemik um die, an das italienische Volk gerichtete Erklärung Winston Churchills geführt. Diese Rede stieß in Berliner amtlichen Kreisen auf starken Widerhall. Alle Zeitungen brachten in ihren Weihnachtsaasgaben ausführliche politische Kommentare, in denen sie Churchill angriffen und sagten, daß er das Militärbündnis zwischen dem faschistischen Ialien und dem nationalsozialistischen Deutschland zu sprengen versuche. In diesem Zusammenhang, was besonders bedeutsam ist, wird in allen diesen Kommentaren hervorgehoben, daß gerade die Rede Churchills auf eine andere Erwiderung stoßen werde und zwar nicht auf eine Erwiderung in Worten, sondern in Form einer militärischen Aktion, die im Zeichen des völligen Einvernehmens und der Bündnistreue zwischen Italien und Deutschland stehen werde. Wo und wann diese Aktion erfolgen werde, dies ist militärisches Geheimnis. Zu den Meldungen über deutsche Truppenbewegungen gegen Süden und Südosten werden keine Kommentare und auch keine Erwiderungen gegeben, da dies eine Frage sei, wie in der Wilhelmstraße erklärt wird, die das militärische Oberkommando des Reiches betreffe. Gedenket der Äntituberkulojen-Liga! Enteignung deutscher und italienischer Schiffe zugunsten Englands DER REPUBLIKANER WOODROW WARNT IM REPRÄSENTANTENHAUS VOR EINER SOLCHEN MASSNAHME DER AMERIKANISCHEN REGIERUNG diesem Falle würde sich aber auch Japan in den Konflikt einschalten, so daß die Vereinigten Staaten plötzlich mit ihren Streitkräften und Finanzmitteln in einen Krieg gezerrt würden. Am Schlüsse seiner Ausführungen erhob Woodrow die Frage, ob die amerikanische Regierung den Vorschlag bezüglich der Übertragung dieser Schiffe nicht etwa aufgeblasen habe, um die miserablen Unterlassungen in der amerikanischen Aufrüstung zu vertuschen. Washington, 28. Dez. (DNB) Der republikanische Abgeordnete Woodrow erklärte im Repräsentantenhaus, daß die Enteignung deutscher und italienischer Handelsschiffe, die sich in amerikanischen Häfen befinden, und deren Übergabe an England einen Kriegsakt darstellen würde, der die schwersten Folgen nach sich ziehen würde. Deutschland und Italien würden wahrscheinlich nicht ohne Einspruch über diesen Akt hinweggehen und ihn auch entsprechend beantworten. In Neue Znvaflonspfychose in England ERHÖHTE WACHSAMKEIT DER ENGLISCHEN MILITÄRBEHÖRDEN — AUFMERKSAMKEIT AUF DIE KANALKÜSTE KONZENTRIERT DIE New York, 28. Dez. Der Korrespondent der »United Preß« meldet heute früh aie britischen Militärbehörden hätten die strengste Anordnung erlassen, längs der gesamten englischen Ostküste die Wachsamkeit gegen eine überraschende Invasion deutscher Truppen in England zu verdoppeln. Es seien zahlreiche Wachen an strategischen Punkten aufgestellt worden, deren Aufgabe es sei, mittels besonderer Vorrichtungen sofort das Alarmzeichen zu geben sobald sich die ersten Fallschirmjäger zeigten oder eine Landung deutscher Truppen auf dem Seewege bemerkbar würde. Der schwere Nebel und die ruhige See könnte das deutsche Oberkommando veranlassen, einen Blitz- Vergiss nicht Deine Zähne! In einer so wichtigen Frage wie es die der richtigen Zahnpflege ist. sollte es wirklich keinerlei Schwanken geben. Verwenden Sie regelmäßig Kalodonl-Zahncreme - und bleiben Sie dabei! Die Kalodonl- Zahnpflege verbindet die beiden wichtigsten Voraussetzungen für schöne, weiße und feste Zähne: gründliche, dabei schonende Zahnreinigung und gleichzeitige Bekämpfung des Zahnsteins. vor allem seiner Neubildung. Kein Morgen, kein Abend.ghae Zähnepulzen mil Kalodotit, krieg zu versuchen. Es werde behauptet, daß mit leichten Maschinengewehren bewaffnete Wachmannschaften die am weitesten vorgeschobenen und vereinsamt Hegenden Gegenden der englischen Küste besonders in dem Gebiete um Dover herum, wo in der letzten Zeitf mehrmals starke Artillerieduelle stattfanden kontrolliert hätten. Der gesamte Verkehr vor den ver- j barrikadierten Straßen uma' Küstenwegen sei vollkommen eingestellt. Spezielle militärische Abteilungen forderten sämtliche Passanten, ja selbst uniformierte Marine- j und Mititärpersonen zur Ausweisleistung | auf. Der Bericht schließt mit der Behaup tung, daß die Vorbereitungen gegen je de Überraschung fortgesetzt werden. SARGS KALODONT Sibirische Kälte am Balkan DER VORJÄHRIGE STRENGE WINTER WIEDERHOLT SICH — BEREITS DIE DRITTE DEKADE UNTER OEM NULLPUNKT — SCHWERE VERKEHRSSTÖRUNGEN IN GANZ JUGOSLAWIEN Während uns heuer in Slowenien die Natur zu Weihnachten mit der ersehnten Schneedecke beschert hat, brachte uns Stefani als unerwünschte Draufgabe Kältegrade, die uns zu allem Unglück, das über die Menschheit hereingebrochen ist, gerade noch gefehlt haben. Die Quecksilbersäule sinkt unaufhaltsam und hat in den meisten Gegenden unseres Banats die zweite Dekade unter dem Gefrierpunkt bereits überschritten. Kältegrade von mehr als 20 Grad sind in unserer Gegend schon ständig geworden. Die Nächte sind klar, aber bitterkalt. Über ganz Europa, vor allem aber über den Balkan, ist eine wahre sibirische Kälte hereingebrochen, 'die der vorjährigen und jener vor zwölf Jahren gleichkommt. Welcher Schaden durch die grimmige Kälte an den Kulturen heraufbeschworen wird, kann man sich ausmalen. Daß derartige Kältegrade sich auch im Verkehr sehr störend auswirken, braucht wohl nicht besonders betont zu werden. Die Schnee fälle haben in den südlichen und östlichen Teilen des Staates eine Höhe erreicht, die stellenweise drei Meter übersteigt. Die Straßen sind zu einem guten Teil unbefahrbar und eine Reihe von Fuhrwerken blieb im Schnee stek-ken. Aber auch Eisenbahnzüge können vielfach nicht weiter und müssen ausgeschaufelt werden, um wenigstens bis zur nächsten Station zu kommen. Wie im Vorjahre, so haben auch jetzt Süddalmatien und Süditalien Schneefälle zu verzeichnen. In der Lika, am Karst, in Bosnien usw. wüten schwere Schneestürme, d;e die Straßen und Eisenbahnen verwehen. Auf vielen Strecken mußte der Verkehr bereits eingestellt werden. Die Züge weisen vielfach mehrstündige Verspätungen auf, manche sind in der Bestimmungsstation bisher überhaupt noch nicht angekommen. Das Reisen ist jetzt fürwahr kein Ver- gnügen. Die Lokomotiven geben her, was sie geben können, und trotzdem ist es in wollte sagen, eine soweit als möglich erzielbare Wärme zu unterhalten. Du* gute. ist ein besonderer Vorteil des Abführmittels Darmol. Dabei wirkt Darmol mild u, anz ohne Beschwerden, rwachsene, Kinder und Kranke nehmen deshalb Darmol bekommen Sie io allen Apotheken Luslangriff aus eine australische Insel? Reuter berichtet von einem Angriff der Japaner auf Nauru Melbourne, 28. Dez. Reuter meldet: Am Freitag wurde im Morgengrauen den Waggons kalt. Die Dampfheizung ist' von einem fremden Flugzeug ein schwe infolge der grimmigen Kälte ihrer Aufga- rer Angriff auf die Insel Nauru durchgebe nicht mehr gewachsen. Es empfiehlt führt. Ministerpräsident Menzies, der dies sich daher, sich bei Fahrtantritt mit recht mitteilte, fügte hinzu, daß beträchtlicher warmer Kleidung zu versehen. Schaden angerichtet worden sei, jedoch Wer dies unterläßt, wird es am eigenen keine Opfer an Menschenleben zu bekla-Leibe mehr als deutlich zu spüren haben, gen wären. Menzies fügte noch hinzu, daß Die Bahnverwaltung ersucht das reisende Publikum, die Wagentüren nur so lange offenzuhalten, als dies unumgänglich notwendig ist, die Fenster sind streng geschlossen zu halten. Nur unter Mitwirkung der Bahnverwaltung und der Fahrgäste wird es möglich sein, in den Waggons eine helbwegs erträgliche Kälte, pardon, der Angreifer unter japanischer Flagge und mit japanischen Bezeichnungen geflogen sei. London, 28. Dez. Reuter meldet: Die bombardierte Insel Nauru gehörte Deutschland, das sie im Jahre 1914 der gemeinsamen Mandatsverwaltung Australiens und Neuseelands übergab. Sie hat Die erste Orloinalaufnafime des britischen Hilfskreuzers „Earnarvon Eastie" in Montevideo Unser Bild zeigt das Publikum Montevideos bei der Besichtigung der Treffer, die der englische Hilfskreuzer im Gefecht mit einem deutschen Hilfskreuzer erhielt eine Oberfläche von neun Quadrafmeilen und 3000 Einwohner, von (jenen 200 Europäer sind. Marschall Vetain in Toulon Der französische Staätschef Marschall Petain fbegibt sich mit Admiral Darlan auf die »Strassbourg« und läßt sich eine Geschoßspur zeigen, die das Schiff bei dem englischen Überfall von Mers el Ke-bir erhielt Eisenbahnermäßigungen für italienische W interspor tplätze. (S.A.P.E., Rom): Zur Begünstigung des Wintersportverkehrs werden die italienischen Staatsbahnen Einzel-, Hin- u. Rückfahrkarten zu ermäßigten Preisen ausgeben. Die vorläufigen Ermäßigungen, die vom 1. Dezember 1940 bis zum 20. Feber 1941 in Kraft sind, gelten nur für einige Strecken, wie zum Beispiel Bozen—Brenner-Brescia. Für die Zeit vom 1. Jänner bis zum 20. Feber treten Ermäßigungen für die anderen Wintersportplätze in Kraft. Aus Stadl und Umgebung Maribor, Gamsiag, den 28. Dezember Epilog der Feiertage Weihnachten ist vorüber. Das Wetter war so, wie Kinder und Wintersportler es sich wünschen. Man freute sich an den beiden Feiertagen an der weißen, glänzenden Pracht, die uns umgibt. In der Christnacht schneite es noch einmal. Leise knisternd fielen die weißen Flocken von sehr ferne her, fielen wie ausgestreut von einer sanften, gütigen Hand. Die Heilige Nacht und die beiden Feiertage boten ein piächtiges Winterbild; Schlittschuhe, Schlitten und Skibretter kamen zu ihrem Recht. So viel vom Wetter., das ' auch viel Möglichkeit ließ, alle neuen Stieferl, Mäntelchen, Pelzchen und dergleichen, wie gewohnt,, am ersten Tage der staunenden und neidvollen Mitwelt vorzuführen. Bis in die späten Nachmittagsstunden des 24. Dezember hastete der Betrieb der Stadt durch alle Straßen, die letzten, meist auch die unbesonnensten Einkäufe wurden gemacht, dann aber war’s, als würde aus goldenen Hörnern daš Halali geblasen. Jedermann strebte seinem Haus und seiner Familie zu, und all die Großeltern, Onkel u. Tanten, die daheim keine Weihnachten hatten, eilten zu den Ihren, um im Kreise gläubig-froher Kinder das schönste Fest zu feiern. In den glitzernden Auslagen der Geschäfte löschen mehr und mehr die Lichter. dafür ging das goldene Licht der Kerzen auf in tausend Zimmern, die Stunde der Bescherung war gekommen. Das alte Wunder geschah mit ewig neuer Macht und Pracht. Nicht ohne weiteres war dort das Fest auch am glücklichsten, wo es am reichsten war; denn nicht jeder Weihnachtswunsch ist mit Geld zu erfüllen, und das wirklich strahlende Entzücken, das auch bescheidene Gaben jubelnd hinnimmt, ist nicht zu kaufen. Der Weihnachtsschmaus fand allenthalben frohe Geselligkeit und die noch ungebrochene Eßlust des ersten Festmahls.* Gegen Mitternacht riefen die hallenden Glocken zur Christmette. Der erste Feiertag brachte uns ein »Paradies in Weiß«. Die Wintersportler wunderten zur Stadt hinaus oder auf den Eislaufplatz, wo die Eisfläche ein glattes Schachbrett war, auf dem allerlei bunte Figuren hin und her glitten, in plumpen Bauernschritt, im zackigen Rösselsprung, in der schnittigen Fahrt der Königin. Hier purzelte eine Figur, dort erhob sich eine nach dem Sturz; das ganze Feld stand in Bewegung. Andere wieder blieben daheim, trödelten, faulenzten und aßen gut. Abends hatten die Kinos und Gaststätten natürlich volle Häuser. Nicht viel anders verlief der zweite Feiertag, der eine neue Überraschung brachte: Vorn leuchtend blauen Himmel sandte die Sonne ihre goldenen Strahlen und ließ sie funkeln und gleißen in Millionen feinster Schneekristalle und eine Farbenpracht hervorzaubern, die schier überwältigte und blendete. Dennoch aber zwickten uns beim Ausgehen 10 bis 20 Minusgrade in Finger und Zehen, in die Ohrläppchen und in die Nasenspitze. Frommes Gedenken hatet, wie alljährlich, auch der Toten gedacht, manches Grab war mit Blumen und brennenden Bäumchen geziert worden. Das herrliche Winterwetter, das die Weihnachtsfeiertage so stimmungsvoll verschönerte, legte auch über die Friedhöfe seine weichen weißen Schleier und schuf damit ein echt weihnachtliches Bild. So ist also auch dieses Weihnachten friedlich und schön zu Ende gegangen. Rings auf der Welt ist Unruhe und Not; um so heller hat uns der Stern gestrahlt. Das wollen wir nicht vergessen, auch wenn nicht jedem jeder Wunsch erfüllt worden ist. Helfried Patz. Auch die Armen feierten Weihnacht DIE BESCHERUNG DER NOTLEIDENDEN SEITENS DER STADTGEMEINDE UNTER DEM CHRISTBAUM. — MEHR ALS EINE VIERTELMILLION DINAR ALS WEIHNACH TSGESCHENK. Die Fürsorge, die die Stadtgemeinde Maribor für die Notleidenden aufbringt, ist allgemein bekannt und wird auch in der Oeffentlichkeit entsprechend gewürdigt. Heuer ist die Notlage besonders groß, und deshalb sind auch die Erfordernisse, die an die Gemeinde gestellt werden, bedeutend größer als in den früheren Jahren. Die Stadtväter haben es auch diesmal nicht unterlassen, den not-leidenden Mitbürgern, die vom Schicksal besonders schwer geprüft werden, vor allem den Kindern, halbwegs menschenwürdige Weihnachten zu ermöglichen. Es wurden Vorkehrungen getroffen, um den Notleidenden unter dem Christbaum die übliche Bescherung zuteil werden zu lassen. Die erste Weihnachtsfeier wurde vergangenen Samstag im städtischen Kinder hort in der Magdalenenvorstadt veranstaltet. Außer den dort untergebrachten Kindern waren auch deren Eltern fast vollzählig erschienen, die mit sichtlichem Interesse den Vorführungen ihrer Kleinen folgten. Das Programm umfaßte unter der Leitung des Lehrers Herrn Jakopcc ein Krippenspiel, ' Deklamationen und Chorvorführungen. Das zweite Christbaumfest fand Montag im städtischen Jugendheim statt. Auch dieser Veranstaltung wohnten Vertreter der Stadtgemeinde bei, ferner die Vorsitzende des Vereines für Unterstützung armer Schulkinder Frau Stupca und Schulinspektor Lavrič. Unter der Leitung der Fachlehrerin Frl. Serajnik brachten 7/v-v.... der Ar.cf-1* „in - -•m-.'jp;U mit Deklamationen, Tamburiea-Orehester und Gesang zur Aufführung. Am selben Tag wurde eine Weihnacht-; feier in den Räumen der Volksküche für die bei den öffentlichen Arbeiten aus den Mitteln des Winterhilfswerks. beschäftigten Stellenlosen veranstaltet, am Weihnachtsabend jedoch in den beiden Versorgungshäusern für die Siechen. Im städtischen Jugendheim, hielt Stadtrat Direktor Dr. Sušnik an die Versammelten eine eindrucksvolle Ansprache, während bei den übrigen drei Feiern der Leiter des städtischen sozialipolitischen Amtes Brandncr die Erschienenen herzlich begrüßte', worauf die Unterstützungsbedürftigen beschenkt wurden. Außerdem wurden auch in den Unterrichtsanstalten und im städtischen Sozialpolitischen Amt Weihnachtsgäben iii Form von Anweisungen zum Bezug verschiedener Bedarfsartikel verteilt. Selbstredend wurde auch auf die in fremden Anstalten Untergebrachten, für die die Stadtgemeinde Herrenwäsche lertig und nach Meß Eigene Erzeugung #. Babii Gosposka ulica 24 Maribor zu sorgen hat, nicht vergessen und auch ihnen wurden ansehnliche Geschenke zuteil. Insgesamt wurden. zu Weihnachten seitens der Stadtgemeinde 987 Kinder u. 635 Erwachsene, zusammen somit 1622 Personen beschenkt. Der Wert der eingehändigten Gaben beläuft sich auf nicht weniger als 261.500 Dinar, davon in Bargeld 53.000 Dinar, während der Rest der Geschenke Kleider, Wäsche,' Schuhe, Nahrungsmittel, Brennstoffe usw. umfaßten. dann gibt ihnen MedizinälSladm, das beste Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Grippe, ap-petiterregend, gegen Blutarmut, gegen Magerkeit. - Ärztlich empfohlen! Dose zu. 1 kg fco. Din 40— liefert TOVARNA S LADOV, CELJE Meldet den Mehrbetrag an! Verlautbarung des Steueramtes. Um dem Steueramt im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen Gelegenheit zu geben, den Wehr beitrag für das Jahr 1941 richtig zu bemessen, werden die Steuerpflichtigen aufgefordert, dem Steueramt im Laufe des, Monates j ä m n fe r n. J. den Farn i l.ie'h stand am 1. Jänner 1941 anzumelden. Die Anmeldung, haben- vorzufegen: 1. alle ledigen Steuerpflichtigen, die mehr als 30 Jahre alt sind, die Witwer ohne Kinder oder Verheiratete ohne Kinder (die Anmeldung ist-taxfrei); 2.-alle Steuerpflichtigen, die drei oder mehr, minderjährige Kinder (im Alter bis 21 J?hre) besitzen (die Anmeldung ist mit 10 Dinar zu stempeln-und von der zuständigen Gemeinde zu bestätigen). Die Formulare sind in Maribor beim Steueramt für Ma-ribor-Stadt auf Zimmer 6 erhältlich. Ungenaue Angaben oder die Unterlassung der Anmeldung wird als Steuerhinterziehung angesehen und dementsprechend geahndet. Gchmeberichte des „Uufmf" Der »Putnikc erhielt nachstehende Schneeberichte:, »Mariborska koča«: —15 Grad, sonnen klar, 25 cm Pulverschnee auf 20 cm hoher Unterlage. »Pohorski dom«: —15 Grad, sonnenklar, 25 ein Pulverschnee auf 20 cm hoher .Unterlage. | »Sokolski dom«: —15 Grad, sonnen-! klar, 25 cm Pulverschnee auf 20 cm hoher | Unterlage. »Poštarski dom«: —15 Grad, heiter, | 25 cm Pulverschnee auf fester Unterlage. Sv. Lovrenc n. Poh.: —14 Grad, heiter, Mysteriöser Sinbruchsdiebstobl 60.000 DINAR AUS EINER WERTHEIMKASSE ENTWENDET Der Inhaber der hiesigen Musikalienhandlung Me inel & Herold. Herr Franz Golec. erlebte Freitag morgens eine sehr unangenehme Überraschung. Als er nämlich um jene Zeit in üblicher Weise die Wertheimkasse öffnete, bemerkte er zu seiner größten Überraschung, daß er bestohlen worden war. Die sofort eingelertete polizeiliche Untersuchung ergab, daß der abgefeimte Einbrecher, mit Handschuhen und mit sämtlichen Duplikaten der Tür- und Kassen-seh-lüssel gearbeitet hatte. Aus der Kasse verschwand der ansclmVche Betrag von | 60.000 D'nar. Wie dtc Untersuchung wei-i iers ergab, waren die Schlüsseldupiikate genauestens ausgearbeitet, sodaß der Täter die denkbar leichteste »Arbeit« hatte. Nach den Umständen zu urteilen, ähnelt dieser Einbruch dem seinerzeitigen Einbruch in die hiesige Filiale der »Zadružna gospodarska banka«, wo vor einigen Jahren die Kasse und der Tresor mit nachgeahmten Schlüsseln auf gern acht- wurden, worauf der Täter mit 70.000 Dinar spurlos verschwand. Die Polizei steht vor einem mysteriösen Fall, dessen Klärung geeignet wäre, gewisse Hinweise auf die Urheber des zuletzt erwähnten Verbrechens-zu liefern. Die Po-' zci fahndet fieberhaft nach den Tätern. 20 cm Pulverschnee auf 1 cm hoher Unterlage. Logar-Tal: —24 Grad, sonnenklar, 10 cm Harsch auf 6 cm hoher Unterlage. Pesek: —14 Grad, klar, 70 cm Pulverschnee auf 50 cm hoher Unterlage. Ribnica n. Poh.: —15 Grad, 20 cm Pulverschnee auf 3 cm hoher Unterlage. »Senjorjev dom«: —15 Grad, sonnenklar, 20 cm Pulverschnee auf 35 cm hoher Unterlage. Rimski vrelec: —21 Grad, sonnenklar, 35 cm Pulverschnee. Peca: —18 Grad, sonnenklar, 15 cm Pulverschnee auf 20 cm hoher Unterlage. Koča na Smrekovcu: —5 Grad, leichte Bewölkung, 30 cm Pulverschnee auf 20 cm hoher Ünterlage. Die Ski'Siportmöglichkeiten sind überall ideal. Mehlmangel in Maribor Die Bäckermeisterinnung hielt gestern eine Zusammenkunft ab, in der die unerfreuliche Feststellung gemacht wurde, daß nur noch einige Betriebe für wenige Tage mit Mehl versorgt sind, während die anderen die Arbeit werden -einstellen müssen, da sie kein Mehl mehr erhalten können. Es wurde der Beschluß gefaßt, bei der Stadtgemeinde und den Bezirks-hauiptmannschaften dahin zu intervenieren, daß unverzüglich entsprechende Schritte eingeleitet werden, damit Maribor nicht ohne Brot bleibe. Soll Ln der Brot’erzeugumg keine Störung eintreten. dann sind den Bäckereien ohne Aufschub sofort die erforderlichen Mehlmengen zur Verfügung zu stellen. Wie in der Stadt, so beginnt es auch am flachen Lande an Mehl zu mangeln. Es ist zu erwarten, daß die Behörden alles verkehren werden, um die Bevölkerung, vor allem die Bäckereien, mit genügenden Mehlmengen zu versorgen. Gin Vorschlag an die Leitung des AulobusverkeHrs Mit Rücksicht auf den immer größeren Andrang im überlands-Autobusverkehr, vor allem auf der Strecke Märibor-SIo-ven-ska Bistrica, werden bei Bedarf Reservewagen eingeschaltet und solche insbesondere an Feiertagen nachmittags und abends auch schon ab Zg. Polskava für die Fahrt nach Maribor bereitgestellt. Die Richtigkeit dieser Maßnahme erscheint durch die vollbesetzten einlaufenden Wagen bestätigt. Nun hat cs sich schon ci-nigemale gezeigt, daß bei Verspätungen der fahrplanmäßigen Wagen der Fahrer des Reservewagens diesen abwartet und dadurch selbst schon bei der Abfahrt Verspätungen von einer halben Stunde und mehr verursacht. Würde dieser Reservewagen zur fahrplanmäßigen Abfahrtszeit des normalen Wagens automatisch starten, so könnte er alle Fahrgäste von Fram bis Hoče aufnehmen, ohne daß diese unnötigerweise in der Kälte warten müßten. Viel Sinn hat das Warten auf den fahrplanmäßigen Wagen ohnedies nicht, weil die Überlastung meist erst vor Polskava einsetzt. Hingegen wäre die Entlastung auf dieser Strecke auch zeitlich vom Vorteil, weil dieser Wagen nicht mehr zu warten brauchte und infolge der ununterbrochenen Fahrt bis Maribor auch von der Verspätung viel einbringen könnte. Jetzt muß er überall halten und die enttäuschten Fah-rgäste aufmerksam machen, daß noch ein zweiter Wagen nachkommt. Durch diese kleine Änderung wäre also beiden Teilen gedient. m. Todesfall. In Studenci bei Maribor ist der Lokomotivführer i. R. Herr Josel Seneko witsch am Freitag, den 27. d. M. nach langem, schweren Leiden im Alter von 59 Jahren entschlafen. Die Beisetzung des Verstorbenen, der zeitlebens in allen Freundes- und Bekanntenkreisen allseits geschätzt worden war, findet am Sonntag, den 29. Dezember um 15.39 (halb 4 Uhr nachmittags) von der Aufbahrungshalle des städtischen Friedhofes in Pobrežje aus statt. Friede seiner Asche! Den schwer getroffenen Hinterbliebenen unser innigstes Beileid! m. Verstorbene der Vorwoche. In der vorigen Woche sind in Maribor gestorben: Andreas Pfeifer, 82 Jahre alt; Marie Krois, 71 J.: Vinzenz Duh, 61 J.: Mirko Kovačič, 27 J.: Franz Midi?!, SO ).; Michael Jodl, 54 j.; Josefine Košer, 20 J.; Ivan Štok, 56 J.; Ingrid Gottlieb, 6 Monate; Josef Koritnik. — R. i. p.! m. Vermählung. Am Stefanitag wurde in der Marienbasilika der Inhaber des Speditions- und Handelsunternehmens »Balkan« Herr Stanko Kocbek mit Frl. Rosa Kamnik, Besitzerstochter aus Kopriva, getraut. Den Neuvermählten auch unsere herzlichsten Glückwünsche! m. Die Geschäfte bleiben am Silvestertag, d. i. am 31. Dezember laut Mitteilung der Kaufleuteinnung über Mittag geöffnet. m. In Graz ist der Senatspräsident i. R. Rudolf Roger verschieden. Der Verstorbene entstammte einer in Ljubljana altan-sässigen Familie. m. 20 Grad unter Null. Heute frühmorgens sank das Quecksilber erstmalig in diesem Winter auf 20 Grad unter Null. Um 9 Uhr wurde folgender Wetterbericht bekanntgegeben: Temperatur minus 14.5 Grad, Luftfeuchtigkeit 95%, Luftdruck 747.11 nun, windstill. Gestrige Maximaltemperatur minus 7.4, heutige Minimaltemperatur minus 20.6 Grad. m. Diplomiert wurde, an der landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Zagreb Herr Paul Žan cer aus Selnica a. Dr. und verließ die Anstalt als Agraringenieur. Wir gratulieren! m. In Ljubljana erlitt der Bürgerschui- ev. der Ausrufpreis herabgesetzt werden wird. Umgehende Informationen können auch bei der Bezirkshauptmannschaft Maribor, rechtes Drauufer eingeholt werden. * Alle Zeitungen, in- und ausländische, bei Hinko Sax, Grajski trg. 10136 m. Die ärztliche Inspektion versieht für die Mitglieder des Kreisamtes für Arbeiterversicherung und deren Angehörige in dringenden Fällen am morgigen Sonntag, den 29. d. in Abwesenheit des zuständigen Rayonarztes der Arzt Dr. Stanko P o-grujc in Maribor, Tyrseva ulica 14-1. » Es ist Pflicht einer jeden Frau, durTi täglichen Gebrauch einer kleinen Menge natürlichen »Franz-Josef«-Bitterwassers, für regelmäßigen Stuhlgang zu sorgen. Das echte Franz Josef-Was*=er wirkt mild und angenehm, prompt und sicher. Reg S. br. 30.47435. m. Auf der Straße vom Tode ereilt. In Pobrežje brach der Werkführer Josef S t u p a n plötzlich zusammen und erlag kurz darauf dem erlittenen Herzschlag. mit neuzeitlichen TUNGSRAM KRYPTON Lampen! Sie werden zufrieden sein, weil die Beleuchtung besser und Ihr Stromverbrauch geringer wird. BESSERES LICHT, KLEINERE SPESEN! Das WeWachiSWaOMm M PROF. STUPAN ÜBERNIMMT DIE FÜHRUNG. Das Schachturnier um den vom Tag- hielt sicher die Oberhand. Gerželj zer- .............. __ blaff »V e č e r n i k« ausgesetzten Weih- brach alsbald den Widerstand Marvms direktor Rudolf Pečjak beim Besteigen j nachtspreis nähert sich seinem Abschluß, und feierte den verdienten Sieg. De Par . . - - e Y"> • I 1 . 1 - I _ .1 _ .. I. . 1 . ,1 A i 1-1 , A il A T") — L. ! X . X A ! X.. «1/1 \ f « ,1 Ai Ä TIM/ der Straßenbahn einen Schlaganfall und i Bisher wurden acht Runden absolviert, die tien Bab:č:Mišura, Kuster:Vidovič und Uhr: »Habakuk« war in wenigen Augenblicken tot. Friede ] eine Reihe .von Überraschungen brachten. Knechtl :Lobkov wurden abgebrochen. o D I » . j . _i. t* l__tl_ , 4 ..t. I Di-ofoecru* \!„t. —.. 1.. ..... A ,11 Do Mmttusm Theater YlfWWr—....................... Samstag, 28. Dezember um 20 Uhr: »Ein gewöhnlicher Mensch«. Ermäßigte Preise. Zum letzten Mal. Sonntag, 29. Dezember um 15 Uhr: »Peterchens letzter Traum«. Aufführung , der Mädchenbürgerschule I. — Um 20 seiner Asche! * Kanzlei-Bedarfsartikel, Drucksorten 10138 bei Hinko Sax, Grajski trg. m. ln Sv. Lenart in den Slovenske gorice verschied der ehemalige Bürgermeister der Marktgemeinde Franz Reccr im Alter von 63 Jahren. Der Verstorbene genoß weit und breit die größte Wertschätzung. Friede seiner Asche! m. Die Kraftwagenbesitzer werden darauf aufmerksam gemacht, daß das Fahrtverbot für den Neujahrstag nicht gHt, da dieser auf einen Wochentag fällt Die Giltigkeit der Bewilligungen für Ausnahmsfahrten für Kraftwagen, die am Neujahr abläuft, wurde bis Ende Februar 194! verlängert. DIE KUNST DER KOSMETIK Der sehnlichste Wunsch für jede Uame Drogerie Kanc m. Trauungen, ln den letzten lagen wurden in Maribor getraut: Konrad černčec, Kellner, mit Frl. Christine Rauer; Martin Medved, Maurer, mit Frl. Leopoldine Mlakar; Josef Goljevšček, Maurer, mit Frl. Antonie Ml ikar. — Wir gratulieren! * Inserate für alle Zeitungen bei Hinko Sax, Grajski trg. ‘ 10137 m. Das Wochenende im Theater. Heute, Samstag wird Senečič’ interessantes Lustspiel »E:n gewöhnlicher Mensch« bei ermäßigten Preisen zum letzten Mal in der Saison zur Aufführung gebracht. — Morgen Sonntag, den 29. d. wird nachmittags zugunsten der Schülerküche von den Mädchen der Bürgerschule I das Märchen spiel »Peterchens letzter Traum« zur Aufführung gebracht. — Abends geht Dobo-višek-Gobec’ Posse mit Gesang »Habakuk«, die zu Weihnachten zweimal volles Haus gebracht hat, als zweite Reprise in Szene. m. ln schwerer Wintersnot wendet s:ch ein kranker und arbeitsloser Fami''en. vat°r mit fünf Kinoer,. an ed'c Menschenherzen mit dbr innigen Bitte > m kleinere Spenden die die Sehr ftleMung der .Ma-rihorer Zeitung« übernimmt. Verg’ii’s Got* im Voraus! * Dr. čenrč ist zurückgekehrt und ordiniert regelmäßig im Sanatorium, Tyrseva 19. 19126 m. Spende. Für den armen Inval den mit fünf kleinen Kindern spendete »Ungenannt« 10 Dinar. Herzlichen Danki m. Jagdversteigerung. Die Gemeinde Makole hält am 15. Jänner um 10.30 Uhr in der Gemeindekanzlei eine Jagdver-stc:gcrung für. die Periode 1941 —1952 ab. Das Revier umfaßt 3500 Hektar. Der Ausrufpreis beträgt 300 Dinar. Sollte die erste Versteigerung kein Ergebnis zeitigen, so wird am 23. Jänner zur selben Stunde eine zweite Lizitation abgchalten, wobei An der Spitze der Tabelle steht Professor Nachzutragen sind die Resultate der s i c. Stupan mit 6Vs Punkten. Ihm folgen benten Runde, und zwar siegten Küster - .................«n Mišura mit 5 (2), Kukovec mit 4 (1), über Kukovec und Mišura über Knechtl, I Burg-Tonkino. Der mitreißende Lust-Babič und Vidovič mit je 37- (1), Gerželj ein Reims ergaben d e Partien Stupan— spielschlager »Der Falstaff von Wien« mit 3 (1), Küster mit 27s (1), Lubkov Babič und Marvin—Vi’oviö, während die (Adieu Wien). In den Hauptrollen dieser mit 2 (3), Marotti mit 2, Marvin mit V/a ■ Partie Lobkov—Gerželj nochmals unter- ausgezeichneten Filmoperette Paul Hörbi-und Knechtl mit 7- (1) Punkt. _ | brochen wurde, čertalič ist krankheits- ger, Wolf Albach-Retty, Lizzi Holzschuh, In der gestern abends gespielten ach- halber ausgeschieden. | Gusti Wolff, Gretl Theimer, Hans Nielsen t e n Runde fiel die erste Entscheidung in j Die nächste Runde wird kommenden und Paul Otto sowie die bekannte Sänge- der Partie Marotti—Stupan. Letzterer be- Montag, den 30. d. gespielt werden. rin Erna Berger. Dieser einzigartige Glanz film erntete in Wien einen bisher noch nicht dagewesenen Bombenerfolg. Der Film, dessen Vorführung immer wieder verlängert werden mußte, zeigt uns vor allem Paul Hörbiger in einer nicht mehr ENTSTEHUNG, VERLAUF, VERHÜTUNG, BEHANDLUNG zu übertreffenden Glanzrolle. Paul Hörbi- Die jetzige Grippeepidemie mahnt dar- len lutschen, den Mund öfter spülen, und 8er zieht in der Rolk: des Hofschneider- die Hände vor dem Essen waschen. Im- meisters Sturm alle Register seiner einzig Hierhin sollte man sich, so leicht die Grip- artigen Darstellungskunst. Da der i m pe diesmal verläuft, doch bei Fieber so- »ur bis Montag gezeigt wird und jede fort legen und zuhause bleiben. Um sich Prolongierung unmöglich ist, empfiehlt es selbst und seiner Mitmenschen zuliebe. | sich, die Karten im Vorverkau. zu losen. | — Es folgt als Srlvesterprogranun »Das m. Karam bol. An der Kreuzung der unsterbliche Herz«, ein deutscher Spitzen- m ... ... i it.: , U z~* ,, _ —... F* U «», a 4 im . . Die ©rippe mW um... an, daß oie »Influenza« — so nannte man sie, so lange man sie als Ergebnis des Einflusses höherer Mächte ansah — in regelmäßigen Abständen uns und ganz Europa heimsucht. Die letzte schwere Epidemie ging 1918 von Spanien aus und breitete sich 1919 bis 1920 über den größten Teil Europas aus. Seit 1926 haben wir wiederholt Epidemien verschiedener Schwere, deren Bild von einfachen Erkältungskatarrhen bis zu schwersten Erkrankungen mit Komplikationen (Lungenentzündungen, schweren Darmkatarrhen) und an den Nerven (die sogenannte »Kopfgrippe«, Gehirnentzündung) wechselte. Wenn auch 1892 der Influenza Bazillus durch Pfeiffer entdeckt wurde, ist nicht sicher, ob jede Grippe durch ihn bedingt wird. Oft tritt sie im Anschluß an eine Erkältung, oft aber auch plötzlich durch direkte Infektion auf. Abgeschlagenheit, Kopfschmerz, Glieder- und Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, trockener Schnupfen und Husten sind die Hauptzeichen der Grippe, deren Verlauf wir in zwei Hauptformen beobachten: als Grippe der Atemorgane (Luftröhrenkatarrh, Bronchialkatarrh, eventuell Lun-generkrankungen) und als Magen-Darm-grippe, bei der es zu schweren Darmkatarrhen kommt. Während viele Grippe-Epidemien der letzten Zeit einen sehr schweren Verlauf hatten und Lungenentzündungen, schwere Erkrankungen des Ohrs, der Nebenhöhlen und der Hirnhaut nach sich zogen, hat die jetzige Epidemie, wie wir auf Grund von Rückfragen, glücklicherweise einen leichten Charakter. Zumeist handelt es sich fast durchwegs um kurzdauernde Fälle, welche mit hohem Fieber, Abgeschlagenheit und Muskelschmerz beginnen und rasch zu einem heftigen Katarrh der Nase, des Rachens und der Bronchien führen, ohne aber ernstere Komplikationen im Gefolge zu haben. Die beste Methode zur Verhütung ergibt sich aus der Art der Infektion: die Gripne wird vor allem durch »Tröpfcheninfektion« übertragen, also: sich von anderen nicht annießen, nicht anhusten lassen, eventuell desinfizierende Mundpastil- filrn mit Heinrich George und Christine Söderbaum. Was die »Meistersinger« Richard Wagners auf der Bühne sind, das wird jetzt »Das unsterbliche Herz« auf der tönenden Leinwand sein. Ein einzigartiges Filmereignis! Esplanade-Tonkino. Bis einschließlich Sonntag das unterhaltende Weinnachts- Črtom rova und Studenška ulica stieß cin Personenauto in den Autobus, wobei an beiden Fahnzeugen ein ziemlicher Materialschaden verursacht wurde. Verletzt wurde niemand. m. Diebstähle. Der Kellnerin Marie Gajšek kam in der Aleksandrova cesta aus einem versperrten Schrank ein Geldbetrag von 300 D;nar abhanden. Der in Programm »Herr im Hause« mit Hans der Vojašniška ulica wohnhaften Fabriks- Moser, Leo Slezak und Maria Andergast, arbeiterin Marie Čelofiga kam e:ne Hand- ln Vorbereitung der wertvollste und lasche mit einer Armbanduhr sowie mit schönste Film des Jahres »Ihr Leben lang« einem kleineren Geldbetrag abhanden. * Hornhaut und Hühneraugen entfernt mit Paula Wessely. schmerzlos Bata«. Das können Sie nicht! Union-Tonkino. Bis Montag »Der letz-9345 te Gangster«, cm Gangsterdrama voll •____| Temperament, Tempo, Ränke- und Liebes Szenen. Die Hauptrolle liegt in den bewährten Händen Edward Robinsons, des besten Charakteristikers Amerikas. Der Inhalt zeigt uns ein erschütterndes Stück Leben des letzten Gangsters. — Als Silvesterprogramm bringen wir diesmal den großen amerikanischen Schlager: Ist es Ihnen möglich, am Neujahrstag; allen Bekannten, Kunden und Geschäfts- j freunden persönlich Ihre Glückwünsche »Das Lied des fernen Westen«. (Das Mäd „ clien vom goldenen Westen) mit Jeanette zu sagen, bo gerne -ne es auch wollten, Donald und Eddy Nelson. nein! Auch hrer hilft Ihnen, wie in fast j .. ____ I Tonkino Pobrežje. Samstag und Sonn- allen sonstigen Lagen, eine Anzeige in jag »»er Roman eines Betrügers«. Am der »Mariborer Zeitung«. Viele Zehn tau- 30. und 31. Dezember sowie am 1. Jausende Leser werden Ihnen die Au-fmerk- i ner: »Zauber der Boheme«. sanikeit danken; die Ihnen entstehende kleine Ausgabe macht sich somit reichlich bezahlt! Bitte, verlangen Sie den Besuch unseres Vertreters oder rufen Sie 25-67 an! Wettervorhersage für Sonntag: Vorwiegend bewölkt. Nachlassen des Frostes zu erwarten. h. Eine Klappe ait£ einem alten Fahrradgummi geschnitten, schützt im Winter die Schlösser im Freien vor dem Einrosten, besonders wenn man zweckmäßiger weise auch noch etwas einölt. Vom 28. Dezember bis 3. Jänner versehen die Sv. Are h - Apotheke (Mr. Ph. Vidmar) am Hauptplatz 20, Tel. 20-05, und die Magdaienen - A p o-theke (Mr. Ph. Savost) am Kralja Pe-i tra trg 3, Tel. 22-70, den Nachtdienst. Von der Haussteuer befreit! Wichtig tiir alle Gewerbetreibenden! Cs ist noch immer nicht allgemein bekannt "geworden, drill Werkstätten von Gewerbetreibenden, so sie nicht als Wohnung oder Geschäftslokal, sondern nur dem Gewerbebetriebe dienen und nicht vermietet sind, seit 1. Jänner 1940 nach Artikel 32, Punkt 7. des Gesetzes über die direkten Steuern von der Hausdiener befreit sind. Die Befreiung von der Haussteuer bezieht sich auf jene Gebäude der Gewerbetreibenden, die ein Bestandteil des Gewerbeunternehmens sind, also auch auf jene Häuser, die als Warenlager oder als Kanzlei dem Betriebe dienen. Solange ein Gebäude oder ein I eil davon für den Gewerbebetrieb verwendet wird, solange währt auch die Haussteuerfreiheit. Gesuche um Befreiung von der Haussteuer nach obigem Artikel des Gesetzes über die direkten Steuern sind mit einer Stempelmarke im Betrage von 10 Dinar zu versehen. Die in .Frage kommenden Hauseigentümer sollen rasch noch im Laufe dieses Monats diesbezügliche " Gesuche beim Steueramte (Davčna uprava) einbringen, damit sie der dauernden Steuerfreiheit ab 1. Jänner 1941 nicht verlustig gehen. Eigentümer von neuen Häusern können den Gesuchen um zeitliche Steuerfreiheit gleichzeitig auch das Ansuchen um dauernde Steuerfreiheit bezüglich der ihren Gewerbebetrieben. dienenden Lokale beifügen, selbstverständlich hur dann, wenn diese Lokale nicht vermietet sind, sondern ausschließlich vom Hauseigentümer zur Ausübung seines eigenen Gewerbes benützt werden. Hat nun das zuständige Steueramt einem solchen Ansuchen Rechnung getragen, dann ist bei der Anmeldung der Haussteuer fortab nicht mehr die Mietsumme anzuführen, sondern nur noch in der Spalte »Bemerkung« (napomena) folgenden Satz: Die betreffenden Räum- lichkeiten verwende ich als Werkstätte, die im Sinne des Gesetzes Artikel 32, Punkt 7. von der Haussteuer befreit sind.« Wenn aber die Voraussetzungen zu dieser Steuerfreiheit aufhören, das heißt, wenn der Hauseigentümer die betreffenden Lokale nicht mehr zum eigenen Geschäftsbetrieb benützt oder die Lokale an fremde Personen vermietet, dann ist es Pflicht des Hauseigentümers, diese Änderung dem zuständigen Steueramte innerhalb 30 Tagen zu melden, widrigenfalls die Strafbestimmungen nach Artikel 137/138 des Gesetzes über die direkten Steuern wirksam werden. c. Evangelische Kirchengemeinde. Morgen, Sonntag, findet der Gemeindegottesdienst um 10 Uhr im Gemeindesaal des Pfarrhauses statt. Der Silvestergottesdienst wird wie alljährlich am 31. Dezember um 6 Uhr abends in der Christuskirche abgehalten. Dort findet auch der Neujahrsfestgottesdienst am 1. Jänner um 10 Uhr vormittags statt, der in Verbindung mit der Feier des hl. Abendmahles abgehalten wird. c. Bestattung. Heute, Samstag, wurde im Umgebungsfriedhof die Private Maria Blazine aus Gaberje in das Grab ge-gesenkt. Sie war am Morgen des Stefani-tages in der Stadtpfarrkirche während der Messe einem Herzschlag erlegen. Sie war au Leoben gebürtig und erreichte ein Alter von 59 Jahren. c. Evangelische KirchengGneinde. ln der Zeit vom 1. Dezember 1939 bis 30. November 194Q wurden in der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde achtzehn Knaben und Mädchen geboren und getauft. Es sind dies: Dietrich, Sohn des Rudolf janitsch und der Margit, geb. Weren in Žalec; Karl, Sohn des Albin Prelog und der Dragica; Hans Peter, Sohn des Rein-hold Blechinger und der Renate, geb. Milchersich; Erika, Tochter des Arthur Jamnik und der Mathilde, geb. Jakovitsch in Novo Celje; Ilse, Tochter des Ing. Edmund Unger.Ullmann und der Maria, geb. Zechmeister; Viktor Adolf, Sohn des Viktor Korber und der Anna Maria, geb. Majndelj in Grobelno; Jutta, Tochter des verstorbenen Gustav Stiger und der Elisabeth, geb. von Degelmann; Klaus, Sohn des Rudolf Koroschez und der Ingeborg, geb. Steinböck; Wilhelm, Sohn des Josef Schwiga und der Hermine, geb. Jordan in Škofja vas; Erika, Tochter des Fritz Müller und der Bosiljka, geb. Vojnovič in Rosenhof, St. Martin; Adelheid, Tochter des Hans Spes und der Gertrud, geb. Schocher; Erika, Tochter des Gottfried Tre-petschnik und der Adolfine, geb. Winkle in Radeče; Franz, Sohn des Franz Zang-ger lind der Martha, geb. Dickin auf Schloß Ainöd-Neukirchen; Barbara, Toch ter des Werner Stiger und der Liselotte, geb. Scherbaum; Rudolf. Sohn des Rudolf Janitsch und der Margit, geb. Weren in Žalec; Anneliese. Tochter des Heinrich Bauer und der Wilma, geb. Vidmajer; Gerhard, Sohn des Dr. Gerhard May und der Hedwig, geb. Heinzelmann; Kurt, Sohn des Karl Wesenschegg und der Maria, geb. Fürlinger in Konjice. — Konfirmiert wurden zwei Kaben und zwei Mädchen, getraut wurden vier Paare, gestorben sind 6 Personen. c. Die Bilderausstellung des akademischen Malers Albert Sirk im Sitzungssaal der Stadtsparkasse bleibt noch bis morgen (Sonntagabend) von 8 bis 19 Uhr geöffnet. c. Jahreswende. Jahre kommen. Jahre gehen. Tage und Stunden versinken ins Meer der Unendlichkeit. Wieder hat die Zeit einen ganzen Kalenderblock gefressen, bald wird das letzte Blättchen abgerissen sein und der letzte Tag eines stürmischen Jahres zur Neige gehen. Des Jahres letzte Stunde steht vor der Tür. Sie im Kreise der Volksgemeinschaft zu verbringen, lädt der Männergesang verein, der auch heuer wieder im Hotel Skoberne seine herkömmliche Silvesterfeier begeht, herzlich ein. Für Unterhaltung und Kurzwei! ist reichlich gesorgt. c. Kino Union. Im Union-Kino läuft bis einschließlich Dienstag der Ufa-Film »H e i m a 11 a n d« mit Brigitte Hornev, Karl Ludwig Diehl und .Willy Birgel. Es sind keine gewaltigen dramatischen Gegensätze, die hier aufeinanderprallen; dennoch hat der Film Spannungen, die zu fesseln vermögen. Niemand versäume diesen lebensnahen deutschen Spitzenfilm! c. Kino Dom. Bis einschließlich Montag wird der große Detektivfilm »Detektiv Hardy« mit Mickey Ronney, Levis Stone und Cecil Parker. Am PluS p. Weihnachtsbescherung am Stadtmagistrat. Die Beamten und Angestellten der Stadtgemeinde wurden heuer mit Weihnachtsgeschenken in Form von ansehnlichen Geldbeträgen überrascht. p. Für die große Silvesterfeier des Männergesangvereines im Vereinshaussaal macht sich schon heute ein außerordentliches Interesse bemerkbar. Es wird auch ein Programm vorbereitet, das .für jedermann eine Ueberraschung bedeuten wird. Für die anschließende Tanzunterhaltung wurde eine besonders tüchtige Musikkapelle engagiert. p. Gestohlener Heuwagen. Aus dem Hofe des Besitzers Josef Fajfar in Gradišče verschwand ein mit Heu vollbeladener Wagen. Alle Nachforschungen blieben bisher erfolglos. p. Das Opfer eines gemeinen Ueberfal- ) les wurde der Winzerssohn Stanislaus Kranjc, der unweit von Sp. Velovlek auf offener Straße von mehreren Burschen in rohester Weise mißhandelt wurde. Mit schweren Körperverletzungen schaffte man ihn ins Krankenhaus. p. Im Stadttonkino wird Samstag und Sonntag die große 'Filmrevue . »Cafe Metropol« vorgeführt. Im Beiprogramm die neue Wochenschau und ein Kulturfilm. p. Wochenbereitschaft der Freiw. Feuerwehr. Vom 29. d. bis 5. Jänner versieht die zweite Rotte des zweiten Zuges mit Brandmeister Martin Horvat, Rottführer Ferdo Rakuša, Rottfiihrer Stellvertreter Andreas Pfeifer sowie mit der Mannschaft Franz Jüngern, Ferd. Lazar, Franz Hoiker und Anton Drevenšek die Feuerbereitschaft, während Chauffeur Ivan Švare, Rottführer Ferd. Rakuša sowie Franz Junger und Lazar von der Mannschaft den Rettungsdienst übernehmen. p. Den Apothekennachtsdienst versiehe j bis einschließlich 3. Jänner die St. Anto-; nius-Apotheke (Mr. Ph. Nada Orožen). Schreibtisch-Garnituren mit Motiven für jedes Land Die Anpassung an die besonderen. Bedürfnisse und Geschmacksrichtungen der einzelnen Märkte ist von jeher das Kennzeichen einer leistungsfähigen Industrie gewesen. Ob es sich'um Textilwaren oder Spielsachen, um Haushaltgeräte oder Musikinstrumente handelt, immer war die Voraussetzung für eine erfolgreiche Einfuhr das individuelle Eingehen der Herste! lerfirmen auf die besonderen Marktbedürfnisse. Dieser Erkenntnis folgend, ordnet jetzt z. B. auch die deutsche Fabrikation von Schreibzeugen ihre Kollektionen diesem Gedanken unter. Gewiß um faßte das Fabrikalionsprogramm dieser Branche schon immer die verschiedensten Motive, die dem Spiel, dem Sport, der Tier- und Pflanzenwelt entnommen waren, oder reine Phantasiegebilde därstell-ten. Jetzt geht eine beikannte deutsche Her stelferfirma von Schreibzeugen noch einen Schritt weiter in der individuellen Anpassung an die einzelnen Märkte und ihren Geschmack. Sie wird auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1941 (Beginn 2. März) als Neuheit Schreibtisch-Garnituren zeigen, die mit Spezialmotiven für jedes Land ausgestattet ei nd. Für den Orient sieht man z. B. auf Tintenzeug, Löscher, Kalender usw. Landšchaftsmofive mit Palmen usw. Fabrikationstechnisch gesehen handelt es sich dabei um Spezialausführun gen, die durch eine besondere Behandlung vor Klima e inf flössen geschützt sind. Die Erzeugnisse haben sämtlich Eisenunterlage und sind mit einem Krepplack überzogen, der durch Ofentrocknung so hart Witterungseinflüssen und auch vor dem Rostig werden schützt. Diese Erzeugnisse sind daher für das tropische Klima, für Übersee usw. besonders geeignet, weil aort bekanntlich die Eisenartikel, selbst wenn sie galvanisch vernickelt oder versilbert sind, leicht rosten. Außer Motiven nfit Palmengruppen usw. werden selbstverständlich auch Garnituren.für jedes andere Land mit entsprechenden De koren geliefert, so z. B. für Holland mit einer typischen Windmühlen-Landschaft, für Skandinavien mit Motiven aus der nordischen Sage, mit Seestücken usw. Ans ulte Will Wichtige Ausbesserungsarbeiten am Mailänder Dom (S. A. P. E., Rom) Besonders rege sinef gegenwärtig die Ausbesserungsarbeiten innen und außen am Mailänder Dom. Die Erneuerung des Fußbodens wird fortgeführt, und die Aufstellung der Statuen in den Kapitellnischen wurde begonnen. Von den mehr als 3000 Statuen, die den Dom schmücken, mußten einige ausgebessert, andere ersetzt werden. Im Augenblick müssen etwa 30 Statuen bis zu den Ni-i sehen hochgewunden und aufgestellt wer-| den. Mit Erwartung, wird auch der Voll-I endung der neuen Domtüren entgegengesehen. Namhafte Künstler schaffen an den vier Türen und haben ihre Arbeit*t>einahe abgeschlossen. Die fünfte, die Mitteltür, ist gleichfalls seit längerer Zeit in Arbeit. Zum Einschmelzen der für diese Türen | nötigen Bronze wurden 40 Tonnen Metall gebraucht. Zugleich mit diesen Türen erhält der Mailänder Dom auch vier neue, bemalte Glasfenster, die ebenfalls vor der Vollendung stehen. Seltene Drucke und Handschriften in Mailand. (S.A.P.E., Rom): In der Brera-Biblio thek in Madrid wird demnächst eine kostbare Sammlung von mehreren Tausend alten Drucken und seltenen Handschriften aus den 'berühmtesten Sammlungen Europas ausgestellt werden. Es handelt sich um eine wundervolle Reihe von äußerst seltenen Büchern und Miniaturen, von denen einige einzig auf der Welt sind, so der 1487 in Brescia gedruckte Wiegendruck der Göttlichen Komödie, die Sammlung der Werke Polizianos für die Bibliothek von Lorenzo il Magnifico. Der interessanteste und reichste Teil der Sammlung sind einige Handschriften und w ur-der volle Miniaturen. Hierher gehört die Pergamenthandschrift des »Dittamondo« von Fazio degli Uberti, der berühmte »an-taldiuische« Kodex, eine Astronomielehre aus dem 15. Jahrhundert von Dati mit Gold- und SHbermin iatu ren. Besonders her vorzuheben ist auch eine griechische Bilderbibel aus dem X. Jahrhundert, also der Blütezeit der byzantinischen Miniatur. — Weitere Handschriften und Erinnerungsstücke vervollständigen die außerordentliche Sammlung, die bekanntlich kürzlich dem Duce geschenkt wurden und von ihm ! der Brera-Bibliothek in Mailand zugewiesen worden ist. Herrenntoöe 1940/41 Der einreihige Straßenmantel aus dunkelblauem Ratinee oder Marengo hat eine verdeckte Knopfleiste, Brusttasche sowie Billiettasche und Rückenschlitz. Von älteren Herren wird der Mantel gern mit Samtkragen getragen (Deutsches Modell) Die geschätzten Leser der »Mariborer Zeitung«, die sich an die Verwaltung oder die Schriitleitung des Blattes um Informationen. Aufklärungen, Adressen usw. wenden, werden höflichst ersucht, der Anfrage für die Beantwortung 3 Dinar in Portomarken beizulegen, da ansonsten ein» ^hriftliche Antwort nicht erteilt weicftn kann. DIE VERWALTUNG DER »MARIBORER ZEITUNG«. Außergewöhnlicher archäologischer Fund bei Reggio Emilia. (S.A.P.E., Rom): Ein außerordentlich interessanter archäologischer Fund ist kürzlich in Chiozza di Scandiano, einem etwa 15 Kilometer von Reggio Emilia entfernt liegenden Dorf, gemacht worden. Es handelt sich um eine Frauenstatuette aus Kalkstein, die vollkommen unversehrt erhalten und 21 cm hoch ist. Sowohl diese Statuette, als auch die anderen in einer neolythischen Grabstätte entdeckten archäologischen Fundstücke sind zusammen dem Chierici-Museum für Paläonotologie in Reggio Emilia überwiesen worden. Nach der Untersuchung der Sachverständigen wird angenommen, daß die Statuette, die eine Venus darstellen dürfte, aus der myo-lithischen Zeit, also vor etwa 12.000 Jahren, während der Uebergangsepoche zwischen der ersten und zweiten Steinzeitperiode, stammt. — Die Venus von Chiozza di Scandiano hat einen rundlichen Kopf dem die Gesichtszüge fehlen; gleichfalls fehlen ihr Arme und Beine. Nach den Erklärungen des Leiters der Museen von Reggio handelt es sich um eines der schön sten Stücke prähistorischer Skulptur, die bisher gefunden wurden, denn sie ist mit großer Naturtreue und einem entschiedenen Gefühl für die plastischen Werte modelliert. Große Kunst-Nationalausstellung am 21. April 1940 in Mailand (S. A. P. E., Rom.) Am kommenden 21. April wird in Mailand eine große Kunstausstellung durchgeführt, die im »Palazzo della Fondazione Bernocchi« am Park stattfinden soll. Die Veranstaltung, die sich mit den Dreijahrcsäussteltungen für Architektur und dekorative Kunst abwechseln wird, soll einen vollständigen VeberbVck über das gesamte italienische Kunstschaffen geben. Kaiftuotfmmilt 'imil:-: 1 ..........:.Mül;,!.!;!,,I:' Ivan Meštrovič und Auguste Radin ln der Zagreber Revue »Annales« cies dortigen Französischen Instituts veröffentlichte der berühmte kroatische Bildhauer Ivan Meštrovič seine Erinnerungen an den noch berühmteren Franzosen Auguste Rodin. Meštrovič erzählt in seiner autobiographischen Erinnerungen an Rodin, wie er bereits 1902 in Wien zum ersten Male mit Rodin in Berührung kam, als er gemeinsam mit anderen Schülern der Kunstakademie spontan für die Kunst Rodins manifestierte und den Dank des Meisters zum Lohne erhielt. »1907 — so schreibt Meštrovič weiter — war ich mit zehn Skulpturen im »Salon d’ automne« vertreten. Ein kurzer Brief Rodins machte mir Freude. Er schrieb mir, daß er die Ausstellung eines unbekannten ausländischen Bildhauers besucht habe und lud mich nach Mcudon ein, um ihn kennen zu lernen. Zu meinem Bedauern war der Besuch konventionell, denn im Hause des Meisters bzw. seinem Atelier waren viele Menschen zugegen ■ Dichter, Künstler, Journalisten, Engländer und Amerikaner »als Bewunderer der Schönheit«. Ich blieb auf Wunsch Rodins, bis sie fort waren. Rodin bot mir eine Schale Tee und er sprach von seinen Besuchern«. Zwei, drei Jahre später bat Meštrovič gelegentlich seines Pariser Aufenthaltes Rodim um eine Begegnung, die, um ungestört zu sein, im Hotel Byron “vereinbart wurde. Es ist außerordentlich interessant zu lesen, wie Meštrovič diese Begegnung schildert. Der berühmte Bildhauer zeigte Meštrovič im Kerzenscheine eine große Anzahl von Zeichnungen und Studien. Dann ging er ins Atelier. Im Atelier deutete Rodin dem großen kroatischen Bildhauer an Hand der Skulpturen sein Programm, den Sinn der Skulptur im Stein und der Silhouette. Rodin sprach sodann zu Meštrovič über Victor Hugo, als spräche er yon einer Gottheit. Er kam auf Goethe und Dante zu sprechen, auf Michelangelo, Tintoretto und Rembrandt als dem größten unter den Malern. »Nach dieser großen Begegnung sah ich Rodin zu Beginn des Krieges in Rom — schreibt Meštrovič -—, und zwar im Hause eines englischen Freundes. Rodin tobte über die Verwüstungen an den französischen Kathedralen. Der Krieg sagte Rodin — zerstört die Schönheit, der Krieg ist Wahnsinn, kollektive Barbarei. Außerdem jammerte Rodin darüber, daß er nur wenig zeichnen dürfe, da ihm die Aerzte das Arbeiten untersagten. Sehr oft kam er in mein Atelier — schreibt Me- štrovič — das sich in der Piazza del In-depedanza befand.« Es ist vielleicht wenig bekannt, daß Rodin dem großen Meister zwecks Anfertigung einer Büste saß. Meštrovič behauptet, daß er weder mit der einen noch mit der anderen zufrieden gewesen sei. Am Schlüsse seiner Betrachtung schreibt Meštrovič, daß die Kunde, Rodin habe seine Augen, die die Schönheit so gerne sahen, für immer geschlossen, schmerzlich auf ihn gewirkt habe. Es sei dies nicht nur wegen der geistigen Beziehungen zu Rodin gewesen, sondern deshalb, weilt mit Rodin ein zweiter Patriarch der Kunst gestorben war: nach dem Patriarchen von Jasnaja Poljana noch der Patriarch aus Meudon. BallellmuM zum „Löwen von Rurölfmn" Unbekannte Lortzing-Dokumente in Detmold entdeckt In der Liippischen Landesbibliothek zu Detmold wurde eine Reihe wertvoller Handschriften Albert Lortzings, darunter die bisher unbekannte Ballettmusik aus »Der Löwe von K u r d i s t a n«, sowie verschiedene Liedeinlagen zu Opern und Singspielen entdeckt. »Das arme Herz hiernieden, von manchem Sturm bewegt, erlangt den wahren Frieden, nur — wenn es nicht mehr schlägt.« Dieser Gedenkspruch war Jahre hindurch über dem Schreibtisch Albert Lortzings angebracht. Das kummervolle Dasein und der frühe Tod dieses großen deutschen Komponisten schienen ihn zu bestätigen. Er wurde am 23. Oktober 1803 irr Berlin als Sohn eines Schauspielers geboren, der früher Lederhändler gewesen war und ,aus Liebe zur Bühnenkunst dieses einträgliche Gewerbe aufgegeben hatte. im Jahre 1824 schrieb Lortzing seine erste kleine Oper »Ali Pascha von Janina« die in Köln unter großem Beifall aufgef. wurde. Am Hoftheater in Detmold, wo sic gleichfalls gegeben wurde, gefiel sie derart, daß man Lortzing mit seiner Frau unter sehr günstigen Bedingungen dorthin efigagierte. Trotz einer im allgemeinen ablehnenden Kritik war der Komponist in Detmold beim Publikum außerordentlich beliebt. Er hat sich dort auch sehr wohlgefühlt. Die wertvollen Handschriften, darunter, die bisher unbekannte Ballettmusik atis »Der Löwe von Kurdistan«, sowie verschiedene Liedeinlagen zu Opern und Singspielen, die man jetzt in der lippischen Landesbibliothek aufgefunden hat, werden dazu beitragen, Lort- j zings Detmolder Tätigkeit näher zu b j-j leuchten. Den Höhepunkt seines Schaffens hat j der Komponist später in Leipzig erreicht, ! wohin er im November 1833 übersiedelte. Seine Opern »Der Waffenschmied« mit dem berühmten Lied »Auch ich war ein Jüngling im lockigen Haar«, »Der Wildschütz«, »Zar und Zimmermann«, sowie »Undine« sind bis zur Gegenwart beliebte Repertoirestücke vieler deutscher Bühnen geblieben. Am 21. Januar 1851 ist Albert Lortzing im Alter von erst 48 Jahren in der Reichshauptstadt gestorben. Sein Grab auf dem dortigen Sophienfriedhof wurde 1859 mit einem Denkmal geschmückt, das des Künstlers Porträtmedaillon und folgenden von Dr. Max Ring verfaßten Spruch trägt: »Sein Lied war deutsch und deutsch sein Leid — Sein Leben Kampf mit Not undj Neid — Das Leid flieht diesen Friedens-! ort — Der Kampf ist aus, sein Lied tönt, fort!« Ferner wurden an einstigen Wohnhäusern des Komponisten, der zugleich i ein begeisterter Dichter, Sänger und Schauspieler war, in Berlin, Koburg, Münster und Osnabrück Gedenktafeln angebracht. - Umarbeitung alter deutscher Opern und Operetten im Aufträge des Reiches. Reichsminister Dr. Göbbels hat einer Reihe von Dichtern und Komponisten den Vorschlag gemacht, für die deutsche Bühne neu zu bearbeiten bzw. umzuarbeiten. So wird jetzt Richard Strauß Spohrs romantische Oper »Jessonda« umgearbeitet. Carl Maria v. Webers schöne Oper »Ett-ryanthe«, die sich wegen ihres unglücklichen Textes auf der Bühne nicht zu halten vermochte, wird einen neuen Text unterlegt bekommen. Für die. Umarbeitung sind ferner zwei Opern von Lortzing, drei Operetten von Johann Strauß und je eine Operette von Millöcker und Supp ec bestimmt. + Im Film »Die Donauschiffer« spielt neben Paul Hörbiger, Javor Pal, Tibor v., Halmay und Oskar Sima auch die Kroatin Hilde Krahi in der Hauptrolle. In jenem Teil des Filmes, der sich in Beograd abspielt, singt Hilde Krahl in serbokroatischer Sprache einige Lieder, und zwar mit Begleitung des Radio-Orchesters Carevac. -f Zuerkennung des französischen Großen Nationalpreises. Wie aus Paris berichtet wird, ist der von der Akademie zu vergebende Große Literaturpreis Ed-mond Pilon zuenkannt worden. Pilon hat sich einen großen Namen als Dichter, Kunstkritiker und Historiker gemacht. + Die Operette »Frühlingsluft« von Johann Strauß ist in der Neubearbeitung Es ist immer die Frau, die Geschmack uncl Kultur der Zeit bestimmt. In das moderne Heim wählt sie 'illlfSMFlfrti®* iPPSSitiijW'f •’Kmzu 1-RöHRRN SUPER-EMPFÄNGER L. luilcky, Maribor, Koroška c. 11 von Erwin Hahn im Leipziger Operettentheater zu einem großen Erfolg geworden. 4 Von deutschen Bühnen. Das Schauspiel »Die große Liebe« von Arthur Brause weiter wurde vom Deutschen National-theater in Weimar zur Uraufführung angenommen. — in Augsburg ist das tragische Schauspiel »Der Hochverräter« von Kurt Langenbeck mit großem Erfolg zur Uraufführung gebracht worden. Die Opernspielzeii im Massimo-Theater in Palermo. (S.A.P.E., Rom): Am kommenden 20. | Feber wird im Tcatro Massitno Vittorio | Emanuelle II. in Palermo die Winterspiel-| zeit mit der Aufführung der Oper »Der l fliegende Holländer« von Wagner eröff-I net. Im Spielplan sind weiter folgende j Opern vorgesehen: »Adriana Lccouvrcur : i von Cilea, »La Zolfara« von Mule, »L’Iu-j trusa« von Panain, »Manon Lescaut« von j Puccini, »La Traviata« und »Ein Masken-i ball« von Verdi. Ballettaufführungen: j »Persephone« von Ferro als Welturaufführung und »La Giara« von Casella. Unsete Hutmeukitkie Der Neue Kriminalskizze von Ralph S c h r ö 11 e r. Immer eifriger und empörter schrieben die Reporter der großen Chikagoer Blätter über die zunehmenden Autodiebstähle in uer Stadt. Es lag klar auf der Hand, daß hinter einem großen Teil derselben eine wohlorganisierte Bande steckte. Trotz eifrigster Ermittlungsarbeit mußte die Polizei den Vorwurf der Untüchtigkeit ein-'tecken. In der Kneipe »Zur Sonne Chikagos ., einem wohlbekannten Verbrechertreffpunkt, saß Billie Clair mit seinen Leuten um einen runden Tisch herum und besprach mit ihnen neue »Geschäfte«. — Es war keiner dabei, der nicht schon mal einige Jahre hinter Gittern zu gebracht hatte. Zunächst hatte man Billie und seine Leu ie wegen der Autodiebstähle in Verdacht gehabt, doch diesen dann wieder fallen lassen Das -war gut ~o für Clair, denn eine Ueberwachung durch die Polizei konn te Billie bei seiner Arbeitsweise nur Scha-, den bringen. Die Bande war .rade im eifrigsten Gespräch, als die Tür aufgerissen wurde | und ein vierschrötiger Strolch Billie ztt-j rief: »Hailoh, Clair, da draußen klaut einer deinen Wagen!« ; Mit einem Fluch sprang Billie Clair auf. ; »Los, hinterher!«, brüllte er seinen Ge-: nossen zu. Dann stürzte er mit ihnen auf i die Straße. Gerade, als sein Luxusauto | mit einem Aufheulen davonschoß. Einer von Billies Komplicen zog uen ! Revolver und wollte die Reifen zerschie-| ßen. »Bist du toll?« zischte der Häuptling. »Willt du die Polizei in Bewegung j setzen?« Clair hielt eine gerade vorüberkommen-i de Taxe an, warf den Fahrer hinaus, setz-| te sich ans Steuer, fünf der Männer spran-j gen noch in das bereits an fahrende Auto I und dann begann die Verfolgung?-; fahrt. Clair wußte ganz genau, aaß, wenn der Dieb die freie Straße erreichte, er ihn ! niemals mehr einholen konnte. Die einzige Chance lag darin, ihn noch in der Stadt zu erwischen. Und wirklich, an der nächsten Hauptverkehrsstraße hatte Clair seinen Wagen eingeholt, gerade als das Stopzeichan sichtbar wurde. Clair schwang sich aus dem Wagen, bedeutete seinem neben ihm •sitzenden Komplicen, daß er das Steuer zu übernehmen habe, machte einige Schiit te, öffnete die Tür zu, seinem Luxusauto und schwang sich zu dem völlig verblüfften Dieb herein, zeigte diesem lächelnd seine Pistole und befahl ihm dann, in die Nebenstraße zu fahren. Eine Viertelstunde später hielt der Wagen wieder vor der Kneipe »Zur Sonne Chikagos«. Clair hatte den Entführer seines Autos an seinen Tisch genommen. »Was machen Sie noch lange Geschichten mit mir?« sagte jener dumpf, »nun rufen Sie doch schon die Polizei!« »Vielleicht ist das gar nicht meine Absicht.« bemerkte Clair und blickte sein Gegenüber prüfend an. »Vielleicht kann ich dich brauchen, mein Junge. - Du bist ein tüchtiger Fahrer. Vielleicht hast du schon von mir gehört, ich bin Billie Clair.« »Billie Clair«, sagte.der Mann sinnend. »Ja, ich las von ihnen. Man hatte Sic j doch mal im Verdacht, mit den zahlreichen ' utodiebsfähfen der letzten Zeit et-i was. zu tun zu haben.« Clair lächelte wohlgefällig. »So ist es«,j sagte er. »Hör zu, ich will dich in meine i Bande aufnehmen. Denke aber gar nicht daß du uns vielleicht verpfeifenj kannst. Dann bist du selber plle, das dürf-' te dir wohl klar sein. Für den Vorfall vorhin habe ich genügend Zeugen!« »Natürlich«, beeilte sich der Angeredete zu beschwichtigen. »Bei mir würde es auch wohl besonders schwer ausfaften. Hatte schon vier Jahre Sing-Sing.« »Und wie heißt du?« »James Wilkins.« »Gut Wilkins, du kannst jetzt gehen. Morgen vormittags um elf meldest du dich in meiner Wohnung bei mir. Hier ist meine Adresse.« Er überreichte dem Manne eine Visitenkarte. »Ich hätte es picht so eilig mit dem gehabt«, meinte einer von Clairs Komplicen, nachdem Wilkins das Lokal verlassen hatte, »er sah mir zu anständig aus.« »Unsinn«, widersprach Clair gereizt. Und nach einer Pause: »Laß das übrigens meine Sorge sein.« Und Clair behielt recht — der Neue bewährte sich wirklich in den nächsten Tagen ausgezeichnet. — Clair glaubte, ihm sein unbedingtes Vertrauen schenken zu können. Er betraute Wilkins damit, die Wagen bei den Hehlern abzuliefern. So lernte Wilkins allmählich sämtliche Kunden Clairs kennen und er gewann bald völlige Gewißheit, daß die häufigen Autodiebstähle nur auf das Konto der Clair-Bande kommen konnten. Eines Abends war die Bande in einem Abstellschuppen versammelt, um unge- Wirtschaftliche Rundschau Anmeldepflicht für Vorräte WICHTIGE VERORDNUNG DES HANDELSMINISTERS ZUR ERLEICHTERUNG DER PREISKONTROLLE. (Schluß.) Art. 6. Die Anmeldung der Warenvor- Ordnung nach folgender Nomenklatur an-räte erfolgt nach der Nomenklatur in Ein- zumelden: heilen der Maße, die in Art. 11 dieser, Brotmehl, Weißmehl, Weizenkleie, Teig Verordnung angeführt sind kumulativ für waren, Reis, Speiseöl, Schweinefett, Kaf-jede Hasse bzw. für jeden Artikel. j fee, Kaffeesurrogate, Tee, Kakao in Kör-Anmeldungen, die keine Ueberskht der r.ern u. Kakaobutter, Talg, Kokosöl, Pa-Yorräic nach der Nomenklatur und den raffin, Paraffinkerzen, Wachskerzen, Brenn Einheiten der Maße nach Artikel 11 die- holz, schlesische Kohle, heimischer Koks, ser Verordnung enthalten, werden so bc-' ausländischer Koks, heimische Briketts, trachtet, als ob sie nicht eingebracht wä- ausländische Briketts, heimische Steinkoh-ren* | le, ausländische Steinkohle, heimische Art. 7. Im Sinne des Punktes 2. Artikelj Braunkohle, ausländische Braunkohle, Lig 2. der Verordnung über die Warenvor-j nit, Holzkohle, heimische Rohbaumwolle, rat'Skontrolle haben alle zur Anmeldung ausländische Rohbaumwolle, heimisches von Warenvorräten verpflichteten Betrie- Industrie-Baumwollgarn, ausländisches In be gleichzeitig auf demselben Formular; dustrie-Baumwollgarn, heimisch. Bauern-spätestens bis zu jedem Monatsfünften Baumwollgarn, ausländisches Bauern-die im Vormonat erzeugten, verarbeiteten, I Baumwollgarn, heimisches Wollgarn, ausgekauften und verkauften Mengen der • länd'sches Wollgarn, heimische Strick- u. bezüglichen Ware anzumeiden. | Stickwolle, ausländische Strick- u. Stick- Die im Laufe des Monats erzeugten, wolle, Rohjute, Molino, American aller verarbeiteten, gekauften und verkauften Arten bis 120 cm, Molino American aller Mengen sind _ in den vorgeschriebenen . Arten bis 120 bis 200 cm, serbisches Maßeinheiten zugleich mit den Vorrats- ' Baumwolleinen aus Garnen bis Nr. 40 almengen vom Ende des letzten Arbeits- 1er Arten, gebleichtes Baumwolleinen al-tages des Vormonats kumulativ nach Klas 1er Arten bis 90 cm, gebleichtes Baurn-sen anzuführen. | wolleinen von 90 bis 120 cm, gebleichtes Die Anmeldungen von Warenvorräten, Baumwolleinen von 120 bis 200 cm, die keine Daten über die Mengen der Gradl, weiß und färbig, Zitz, Halbdelaine monatlichen Erzeugung, Verarbeitung, der aller Arten, Flandll aller Arten, Barchent Käufe und Verkäufe (im Monat) nach der aller Arten, grobes Tuch für Volkstracht, Nomenklatur und den Maßeinheiten laut Tuch für Volkstracht (ohne Tuch für Art. II der gegenwärtigen Verordnung Zivilkleider), Hosenzeug. Loden (Huber-enthailten, werden ab 1. Dezember 1940 tus)> French, Kanevas, Zephyr, Zwirn al-bzw. von dem Stande für Dezember 1940 1er Arten außer 'Seidenzwirn von 225 bis gate der Stärke 4 1/2, andere Spagate; Eisen, Stabeisen und Bandeisen, Fassoneisen, Betoneisen, gezogener, gewalzter Draht, Stacheldraht, Nägel, Weißblech für Konserven und anderes Weißblech; reines Zinn, gemischtes Zinn; Bauholz, Laub holz, Rundhoh für Schnittzwecke, anderes Rundholz, behauenes Holz, geschnittenes, Grubenholz Eisenbahnschwellen; Zement, Mauerziegel, Dachziegel; Hacken, Schaufeln, Spaten, Hauen, Sensen, Sicheln, Ak-kerpflüge, Pflüge für Viehzug, Hack-Häu-felpflüge (zusammen), komplette Pflugköpfe, Eggen, Rechen aller Arten. Maisrebler mit Schwungrad, Maisrebler ohne Schwungrad (gewöhnliche), Reben- und Obstspritzen, Rebenzerstäuber, Häcksler und Rübenschneider, Eisengabeln mit 2, 3 und 4 Zinken" für den landwirtschaftlichen Gebrauch, Eisengabeln mit mehr als 4 Zinken, Heu- und Strohgabeln sowie Stallgabeln, Käselab (für Käse in flüssigem Zustand), Käselab für Käse in Pulverform, Selektionssamen: Luzerne, Klee, Mohair, Futterrübe aller Arten und Wik-ke aller Arten: Schwefelblumen, nicht montiertes Zylinderglas für Lampen und Laternen, Nähmaschinen für den Hausbedarf, Kunstdünger, Schwefel, Phosphat, Nitrophosphat, Nitrophoskal, Kalisalz, Kalisulfat und Chilesalpeter, Hanfsäcke, Jutesäcke; Raphia, Manila; Blaustein, roher Kautschuk, regenerierter Kautschuk (Regenerat), Abfälle und Altgummi, äuße re Autogummis, innere Autogummis, äußere Fahrradgummis, innere Fahrradgummis, äußere Motorradgummis, innere Motorradgummis; Kautschukschuhe, Kau-tschukschläuche; andere Kautschukwaren; rohe, gesalzene Häute (von Rindern, Kälbern, Büffeln u. Pferden), Sohlencroupons andere Sohlenleder (Hälse und Randstük- gewöhnlich tür Riemer, Schweineleder gewöhnlich für Sattler und Leder für Ma-scfrnenriemen. Art. 12. Das Preiskontrollamt in Beograd ist ermächtigt: a) zur Anwendung dieser Verordnung Erläuterungen herauszugeben; b) d n Anmeldern nach Bedarf ein gewisses Toleranzprozent gelegentlich der Bestimmung der Mengen von der Erzeugung, dem Umsatz und den Warenvorräten zu bewilligen; c) die Nomenklatur zur Anmeldung der Erzeugung, des Umsatzes und der Vorräte an jenen Artikeln festzustellen, die später allenfalls unter Kontrolle kommen sollten. Art. 13. Das Preiskontrollamt in Beograd wirkt mit dem Preiskontrollamt in Zagreb zusammen, um das Verfahren und die Nomenklatur bei der Anmeldung der Erzeugung, des Umsatzes und der Vorräte an kontrollierten Waren zu vereinheitlichen. " an nicht berücksichtigt. I 275 Yard, von 275 bis 400 Yard, von 500 ke), Sohlen, Box aller Arten, Kuhhäute, Art. 8. Die zur Vorratsanmeldung ver-! und 1000 Yard. Seiieri/varen: S+ricke, Strän andere Fetthäute, Futterleder (von Käl- pflichteten Betriebe haben auf jedem An-1 ge, lange Stricke aller Stärke, Spagate der bern und Pferden), Opankensohlen, an- meldungsformular zu vermerken, in wel-, Stärke 2/1, Spagate der Stärke 2/2, Spa- dere Opankenleder, Blankleder, fett und eher Eigenschaft sie die Anmeldung ein-bringen und zwar als Importeure, Erzeuger, Verarbeiter, Großhändler oder Aufbewahrer. Art. 9. Bei Artikeln für die, in der Nomenklatur des Art. 11 der gegenwärtigen Verordnung Ursprungsangabe verlangt wird, ist, falls der Ursprung unbekannt, anzugeben, daß die Ware unbekannten Ursprungs sei. Art. 10. Befugte Vertreter der zur Vor-ratsammeldung verpflichteten Betriebe haben die kumulativ nach den Klassen laut Nomenklatur in Art. 11 der gegenwärtigen Verordnung verfaßten Anmeldungen eigenhändig zu unterschreiben. Arr. 11. Die Stände der Mengen, der Erzeugung, des Umsatzes und der Vorräte an Waren, die bis zum Tage des Inkrafttretens der gegenwärtigen Verordnung unter Kontrolle gestellt sind, sind im Sinne der Bestimmungen dieser Ver- ©fifonferwä in Leije DIE ERSTEN VORARBEI TEN FÜR DIE SKIFESTTAGE stört zu beraten. Auch Wilkins war anwesend. Die geführte Debatte hatte die Bande so in Anspruch genommen, daß sie die leisen Geräusche, die rings um den Schuppen vernehmbar wurden, überhörten. Mit einem Male ertönte der Ruf: »Polizei!« Jeder Widerstand ist nutzlos. Alle Mann einzeln herauskommen!« Die Verbre eher waren bleich geworden. Sie waren sich im klaren darüber, daß jeder Widerstand ein zweckloses Unterfangen wäre. So trat dann einer nach dem anderen mit erhobenen Händen heraus und wurden von mit Maschinenpistolen bewaffneten Polizisten zu einem einige hundert Meter weiter bereitstehenden Gefangenenauto geleitet. Bei der Ankunft in der Polizeiprä-toktur steckte man sie In Einzelzellen. Wie aber staunte die Bande, als Wliki ns der Vernehmung nicht als Vorgefiihr-icr, sondern als Belastungszeuge beiwohn te. Noch verblüffter aber wurde sie, als sie erfuhren, daß Wilkins von Berufs wegen Kriminalinspektor war und sich durch den Diebstahl von Clatrs Auto als Ganove deshalb zu erkennen gegeben halte, um sich auf diesem Wege in die Bande ein-zuschleichen, ihre Taten und Hehler herauszubekommen und sie dann der Bestrafung zuzuführen. Und das war ihm ' yianne ja auch glänzend gelungen. Wie berichtet, wurde Celje als Schauplatz des ersten Skifahreraufmarsches des I Slowenischen Wintersportverbandes ge-I wählt. Vorigen Sonntag fand in Celje die , erste Konferenz aller interessierten Kreise statt, in der die ersten Vorarbeiten aufge-i nommen wurden. Definitiv ist bereits das Programm dieser größten heimischen i skisportlichen Veranstaltung, die be-I kanntlich am 24., 25. und 26. Jänner ab-j gehalten wird. Einleitend werden die j Kämpfe um die Staatsmeisterschaft in der t klassischen Kombination zur Durchführung kommen. Abschließend folgen dann die nationalen Meisterschaften in der klassischen und in der alpinen Kombination. Als nächste Skiwettbewerbe kommen Jugendkonkurrenzen um die Staats-sowie um die nationale Meisterschaft zur Austragung. Ferner sieht das Programm einen Riesenstlalomlauf für Frauen vor. Darüber hinaus werden noch Eislauf- und Eishockeywettkämpfe ausgetragen werden. Im weiteren Verlauf der Konferenz wurden die einzelnen Ausschüsse konstituiert und der Kostenvoranschlag ausgearbeitet. : Der BSK absolvierte im Jahre 1940, wie aus dem Jahresbericht des Klubs her vorgeht, 44 Spiele, von denen er 33 gewann und 7 verlor, während die restlichen unentschieden schlossen. An der Spitze der Vereinsleitung steht nachwie vor Miodrag Filipovič. : Heinz Lazek fordert Mar Schmeiing. Der Wiener Boxer Heinz Lazek wird gegen Max Schmeiing um das Europaprimat im Schwergewicht kämpfen. Der Termin der Begegnung steht noch nicht fest. ! : Das Sekretariat der FIS wurde aus Norwegen nach Oestersund in Schweden verlegt. D:e Agenden hat vorderhand der Vizepräsident Hamilton übernommen. : Schaulaufen in Zagreb. Kommenden. Sonntag wird eine Eisläuferequipe der Ljub’.janaer »Ilirija« in Zagreb ein Schaulaufen veranstalten, in dessen Rahmen sich S'lva Pa'me, M. Thuma, M. Betetto und J. Biber vorsteilen werden. : V ivanne Huben Schwer verletzt. Einen bedauerlichen Unfall erlitt die irü-i he re schwedische Kunstlaufmeisterin Vi stralle nach Newyork einen Zusammenstoß mit einem Wagen und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Lebensgefahr besteht nicht. : Eishockeyrevanche. Sonntag geht in Zagreb das Rückspiel zwischen den Eis-| hockeyteams der »Ilirija« und des HAŠK ! vor sich. : Der berühmte spanische Fußballtor-mann Ricardo Zamora hat sein großes Können in den Dienst des sportlichen Neuaufbaues seines Landes gestellt und ist Fußbailehrer geworden. Zamora hat eine Anstellung beim Sportklub der spanischen Luftwaffe, Athietic Avicion Madrid, gefunden. : Unirca Tricolor rumänischer Herbstmeister. Die Herbstrunden der rumänischen Ligameisterschaft sind bis auf drei Treffen beendet. Herbstmeister wurde | Unirca Tricolor mit 22 Punkten und ei-jnem Torverhältnis von 32:7. An zweiter IStcl'c Venus Bukarest mit 18 P., vor Hui ten in Newyork. Die*'4, terlüuferm hatte auf einer Zunuirts- zutragen. i-IRipensia (17) und Rapid Bukarest (16). i-i Rapid hat allerdings noch ein Spiel aus- Vor'enbm^te Ljubljana, 27. d. Devisen: London 174.57_177.77 (im freien Verkehr 215.90—229.10), Newyork 4425—4485 (5480—5520); Zürich 1028.64—1038.64 (1271.10_1281.10); Berlin (Privatclearing) 1772—1792). Zagreb, 27. Dez. Staatswerte: 2V*% Kriegsschaden 460—0, 4% Agrar 58—0, 4% Nordagrar 55—0, 6% Begluk 83—0, 6 da!mat. Agrar TS-MD, 6% Forstobligationen 78—0. 7% StabiEsationsanteihe 96—0, 7% InvestiFonsanleihe 101—0, 7% Seügman 104—0, 7% Bla’r 98—0 8% Blair 106.50—0; Natmnalbank 7000—0, Priv. Agrarbank 196—0. X Mariborer Rindermarkt vom 27. d. Aufgetrieben wurden 50 Ochsen, 5 Stiere, 167 Kühe, 1 Kalb und I Pferd, zusammen 224 Stück, wovon 124 verkauft wurden. Es notierten: Mastochsen 8.50—9, Halbmastochsen 7.50—8, Zuchtochsen 8—10, Schlachtstiere 6.50—8, Schlachtmastkühe 7—7.75, Zpchtkühe 7.50—9, Beinlvieh 4.50—6.50, Melkkühe 8—9.50, trächtige Kühe 7—9, Jungvieh 7—8.50, Kälber Q-12 Dinar pro Kilo Lebendgewicht. — Fleischpreis e: Ochsenfleisch I. 14 —18, II. 13—15, Stier-, Kuh- und Kalbin-nenfleisch 13—18, Kalbfleisch I. 16—18, II. 14—16, Schweinefleisch 18—20 Dinar pro Kilo. — Der nächste Rindermarkt wird am Silvestertag, Dienstag, den 31. d. abgehalten werden, X Mariborer Schweinemarkt vom 27. d. Zugeführt wurden nur 13 Schweine, wovon 9 verkauft wurden. 8—10 Monate alte Jungschweine kosteten 700—950 und einjährige 1100—1450 Dinar pro Stück. Das Kilo Lebendgewicht 12—16.50 und Schlachtgewicht 16—19 Dinar. X Eine Expositur der Direktion für Außenhandel in Ljubljana. Der Handelsminister hat eine Verordnung erlassen, wonach in Ljubljana eine Expositur der Direktion für Außenhandel eröffnet wird. Die Verordnung zählt die Agenden auf, die diese wichtige Wirtschaftsinstitution zu versehen hat, darunter auch die Ausstellung von Ausfuhrbewilligungen. X Neue Bestimmungen über die Viehausfuhr hat jetzt der Handelsminister her ausgegeben. Die Verordnung zählt genau auf, wer sich mit der Viehausfuhr (Rinder und Schweine) befassen darf und welche Formalitäten hiebei einzuhaften sind. X Die jugoslawische Ausfuhr hat sich im abgelaiufenen Monat November etwas verbessert und betrug 455 Millionen Dinar gegen 372.3 Millionen im Oktober und 412.7 Millionen Dinar im September d. J. Erhöht hat sich auch die Einfuhr, u. zw. von 488.9 Millionen Dinar im Oktober und 429.1 Millionen Dinar im September auf 557.2 Millionen Dinar im November. Auch im Vormonat schloß der Außenhandel mit einem Passivum von 101.7 Millionen Dinar ab gegen ein solches von 116.6 Millionen im Oktober und 16.4 Millionen im September d. J. Trotz der ungünstigen Bilanz der letzten Monate konnte Jugoslawien infolge der ausgezeichneten Ausfuhr im Frühjahr in den elf Monaten dieses Jahres im Außenhandel ein Aktivum von 629 Mill. Dinar erzielen, während in der Vergleichszeit des Vorjahres nur ein solches von 435 Millionen Dinar zu verzeichnen war. Icmimnttil Zm Kleiderfchrank ist noch mancher Schatz zu finden... In vielen Schränken, Kisten und Kästen ist sicherlich noch mancher Schatz verborgen, der jetzt gehoben werden kann. GeseMschaftsanzüge — Frack, Gehrock oder Smoking fristen vorläufig ihr Dasein in dunkler Abgeschiedenheit, da sie zu klein wurden oder nicht mehr gebraucht werden. Aber auch schadhafte Herrenhosen, Röcke, Kleider und Mäntd können zu neuen Kleidungsstücken verarbeitet werden, ohne daß man ihnen ihre Herkunft ansieht. Vor der Umarbeitung K901 K2069 sind allerdings einige wichtige Punkte zu beachten: Alle Nähte trennen und Fäden auszupfen, WoHfußefai und Staub entfernen, Stoff auf beiden Seiten gut ausbürsten. Schmutzflecke mit Heftfäden umziehen, die »rechte« Seite des Stoffes mit weißem Fadenkreuz bezeichnen. Jeder Stoff sollte gewaschen werden — er gewinnt dadurch ungemein. Ein gutes Waschmittel: 15 g Efeublätter in 1 1 Wasser auskochen, durchseihen, in halberkalteter Lauge waschen. In lauwarmem Wasser nachspülen, naß recht grad' und gerade auf eine Leine zum Ablaufen hängen. Nur halb trocken werden lassen, dann in Tücher einschlagen und mit gleichmäßig heißem Eisen in geradem Fadenlauf ganz trocken bügeln. Beyer-Modell K 9017 (f. 92 und 100 cm Oberweite) aus einer schadhaften Hose IHlllPfllliili: und einem großen karierten Vierecktuch gearbeitet. Bei Verwendung von neuem Material werden 1.10 m einfarbiger und 1.30 m karierter Stoff je 130 cm breit gebraucht. Beyer-Modell K 28436 (für 96 cm Oberweite) aus einem Smoking, ist durch die glockige Ausschnittfalbel besonders kleidsam. Dem Schnitt ist außerdem die Anregung für einen runden Kragen mit Schleife beigefügt. Erf.: am neuen Material etwa 2.85 m Stoff von 94 cm Breite. Beyer-Modell 8 28594 (für 88 und 96 cm Oberweite). Jugendlich wirkendes Trachtenkostüm, aus einem Frackanzug hergestellt. Schmale Einfassung von roter Tresse. £ m Stoff, 130 cm breit sind ebi Verwendung von neuem Material erf. Beyer-Modell" K 28687 (für 84 und 92 cm Oberweite). Ein älterer Faltenrock, der etwa 3.25 m Stoff 80 cm breit, enthielt, ergibt dieses Kleid mit buntem Bortenbesatz. Den bunten Beyer-Schnitten ist jeweils die Schnittauflage der neuen Teile auf die alten Stoffteile beigefügt. rner wieder auf sauberen, weißen Schnee gelegt wird. Wenn es sich um schwere Teppiche handelt, die sich nicht so leicht heran ter-tragen lassen, so kann man sie auch In der Wohnung mit Schnee reinigen. — Das muß allerdings ganz besonders schnell gehen, damit der Schnee nicht im warmen Zimmer schmilzt. Man holt, nachdem der Teppich wieder zuerst entstaubt ist, vom Balkon oder Fensterbrett eine Schaufel frischen Schnee, schüttelt ihn über den Teppich und bürstet ihn ganz rasch wieder zusammen. Auf diese Weise wird auch der Schnee schnell dunkel und nimmt viel Staub ab. Man behandelt auf diese Weise den Teppich stich-weise. Wichtig ist vor allem, daß der Schnee nicht zum Schmelzen kommt, weil dadurch der Teppich häßliche dunkle Schmutzflecken bekommen würde. Immer wird sich aber nach der Schneebehandlung feststellen lassen, daß die Farben ganz bedeutend frischsr geworden sind. Im Winter hat das Arbeiten mit Schnee vielfach noch den Vorzug, daß es staubfrei geschieht. Schnee als Reinigungsmittel Das beste Mittel zur Teppichpflege. Frisch gefallener Schnee eignet sich ausgezeichnet, um Teppiche zu entstauben u. aufzufrischen. Keine Hausfrau soll te sich deshalb im Winter, wenn Schnee gefallen ist, die Gelegenheit entgehen lassen, um alle ihre Teppiche einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Man kann auf diese Weise selbst ältere Stücke, deren Farben schon blaß und unansehnlich geworden sind, weitgehend' wieder auf-frischen. Zweckmäßig ist es, den Teppich zuerst zu entstauben, sei es mit dem Staubsauger, sei es durch Klopfen. Dann wird er Im Freien ausgebreitet auf den Schnee gelegt, und zwar so, daß die Oberseite auf dem Schnee liegt. Nun wird nochmals kräftig geklopft, der über die Klopfstange Schnee wieder man feststellen, abgebürstet, daß Teppich danach und der Dabei wird der Schnee eine gehängt erhebliche graue oder schwarze Färbung angenommen hat. Es ist also ratsam, das Verfahren, wenn nötig, mehrmals zu wiederholen, wobei der Teppich natürlich im- ELITNA KONFEKCIJA i \ \ /1 BRINGT STETS DAS NEUESTE PtnltBstht IBInte h. Unangenehmer Geruch in Vogelkäfigen läßt sich vermeiden, wenn man un-I ter dem Sand eine Lage pulverisierten Feldgips streut. h. Axt, Säge und andere Werkzeuge arbeiten mit etwas Paraffin eingerieben, wesentlich leichter. h. Alte Ofenkacheln lasseif sich noch gut als Futtertröge für Kaninchen verwenden. Sie sind gut zu reinigen, die Tie. re können das Futter nicht herauskratzen, außerdem sind sie schwer genug, daß sie nicht umfallen. h. Fugen in den Oefen vermindern sehr die Heizkraft. Um diese Risse zu beseitigen, stellt man sich einen Ofenkitt nach folgender Vorschrift her: 8 Teile Lehm, ein Teil gesiebte Holzasche, ein Teil Kochsalz, ein Teil Eisenfeilspäne und ein Teil Federalaun werden mit einem Teil Kleister zu einer sehr festen Masse durchgeknetet, mit der man die Fugen sorgfältig ausstreicht. Der Ofen darf erst wieder geheizt werden, wenn der Kitt trocken geworden ist. Für die Jfflerkl $ 57 58413 Beyer-Modell KW 47195 (für 1, 3 und 5 Jahre). Reizender Spielanzug aus Waschstoff mit Reihfalter und Passe. Erf. für 1 Jahr: 1.30 m Stoff, 80 cm breit. Beyer-Modell W 56154 (für 1 und 3 Jahre). Praktischer Schlafanzug mit abknopfbarer Bluse. Man arbeitet ihn mit zwei Hosen zur Auswechslung. Erf.: 1.75 m Stoff, 80 cm br. Beyer-Modell W 47341 (für I, 3 und 5 J.) Der Schlafanzug in durchgehender Schnitt-- - - - --- :hli ~ ......... form hat hinten Klappenschluß. Erforderlich: 1.85 m Stoff, 80 cm breit. Beyer-Modell SK 39532. Besonders praktisch ist die vom geknöpfte Windelhose mit Trägern. Erforderlich sind hierzu: etwa 55 cm Stoff von 80 cm Breite. Beyer-Modell SK 58413. Zwei Erstlings-hemdchen. Das erste mit Banddurchzug am Hals, das zweite mit Vorderschluß, breit übereinandertretend. Erforderlich sind hierzu: 40 und 45 cm Stoff von je 80 cm Breite. ,W 47341 Beyer-Modell SK 8071. Der praktische Strampelsack wird unten geknöpft. Erford : 2 m Stoff, 80 cm breit. Beyer-Modell KW 49161 (für I, 3 und 5 Jahre). Spielanzug aus Flanell oder Waschsamt für Buben oder Mädel. Erf. für 1 Jahr: 1.25 m Stoff, 70 cm breit. Beyer-Modell KW 3152 (für 1, 3 und 5 J.). Unter dem Spielanzug tragen Knaben die Hemdhose aus Waschstoff. Erf. für 1 Jahr: 1.10 m Stoff, 80 cm breit. Beyer-Model! KW 47206 (für I. 3 und 5 Jahre). Reizend ist der Spielanzug mit vorderem Knopfschluß für Knaben und Mädchen. Erforderlich für 1 Jahr: 1.45 m Stoff, 80 cm breit. Beyer-Modell KK 42336 (für 1, 3 und 5 J.). Mäntelchen aus kariertem Wollstoff mit weis-sem Pikeekragen für Knaben oder Mädchen. Erforderlich hierzu für 1 Jahr: etwa 90'cm Stoff von 130 cm Breite. SK 39532 SK 807t Kl- 1 KW 49161 KW 3152 n KW 3151 KW 4 7206 KK 423JG Wunderliche Modetorheiten Der Oelbaum aus dem Kops vergangener Iahrhunderie Eine kulturhistorische Plauderei von Olav S ö 1 m u n d. Die Hutmacherin der Königin Marie Antoinette von Frankreich, Mademoiselle Bertin, darf den seltsamen Ruhm für sich beanspruchen, Erfinderin der wunderlichsten Hutmoden und Haartrachten zu sein, die wohl je auf dem an Absonderlichkeiten sb reichen Gebiet der weiblichen Mode gemacht wurden. Bis zu anderthalb Meter Höhe wurden aus Bändern und .Federn babylonische Türme auf den Köpfen, der Damen ausgeführt, sodaß map sich gezwungen sah, die Sitze in den Wagen niedriger zu machen, um nur Platz für diese, erstaunlichen Kunstwerke zu finden. Man nannte diese Art der Kopfaufbauten ursprünglich »Pouf sentimental«, weil sie die Gefühle der damit geschmückten Damen versinnbildlichen sollten. Der vornehmste »Pouf« war ein Trauerbuff und hieß: »Pouf a la circonstance«. Fr hatte folgendes Aussehen: Links sah man eine hohe Zypresse mit schwarzen Behängen, deren Wurzelgeflecht aus schwarzem Krepp sich unten phantastisch ausbreitete. Rechts gewahrte man 'eine Weizengarbe auf einem Füllhorn ruhend, aus welchem Feigen, Weintrauben und sonstige Früchte herausfielen. Dieser Kopfputz sollte die Trauer um den verstorbenen Ludwig XV. und zugleich die Hoffnung auf den neuen König ausdrük-ken. Ein weiterer »Pouf« war der »Pouf de l’inoculation«. Man sah die aufgehende Sonne und einen mit. Früchten beladenen Oelbaum, um welchen sich eine Schlange wand, die einen blumenbekränzten" Pfeil im Rachen hielt. Die Schlange sollte allegorisch die Arzneikunst darstellen, der Pfeil däs Mittel, wodurch das Ungeheuer, die Blatternkrankheit, überwunden wurde. Es war die Zeit der Einführung der Schutzpockenimpfung in Frankreich. Der König und die Prinzen hatten sich der Impfung unterworfen, um dem Volke mit gutem- Beispiel voranzugehen. Die Königin trug den »sinnreichen« Kopfputz zuerst, was Wunder, daß sofort alle Frauen des Landes dies nachäfften. j Diese beiden »Meisterwerke« der kö-; niglichen Putzmacherin waren die Vorläufer zu unzähligen Verrücktheiten ähnlicher Art, aus denen ich nur einige herausnehmen möchte"; Die Gemahlin .eines Schifiskapitärrs trug auf ihrem Kopfe eine Fregatte un-; ter vollen Segeln und mit sämtlichen Paradeflaggen. Die Gattin eines Generals ' trug ein Festungswerk, einen Degen und ein Ludwigskreuz. Eine dritte Dame trug ■ eine. Gruppe von fünf Puppen, die ihre : fünf Kinder darstellen sollten. Die Herzogin Lau zun erschien eines Tages bei Hofe mit einem wahrhaft köstlichen Kopfaufbau, der eine ganze Landschaft in Relief zeigte. Man sah einen 1 wallenden Strom, Enten am Ufer, im , Schilf versteckt einen Jäger mit der Flinte int Anschlag. Weiter zurück befand sich eine Wassermühle. Vor der Tür liebäugelte ein Kavalier mit der Müllerin und beim Wehr beschäftigte sich der Müller mit einem Esel. i Die Witwe eines Admirals erschien mit 1 folgendem »Pouf«: gekräuselte Gaze ver- sinnbildlichte ein bewegtes Meer und darauf segelte eine Flotte von Kriegsschiffen, die alle mit Trauerflaggzn versehen waren. Man hatte damals auch eine Art Kopfputz mit dem Spitznamen »a la bohne mamma«. Diese »Pouf« zeichneten sich dadurch aus, daß man sie ganz platt niederdrücken una dann wieder mit Hilfe einer verborgenen Feder nach Art bekannter Zylinderhüte nach Belieben hoch aufschnellen lassen konnte. Marie Antoinette sandte ihrer Mutter, der Kaiserin Maria Theresia von Oesterreich, ihr Bildnis, auf dem sie mit 'einem riesigen »Pouk geschmückt, dargestellt war. Die Mutter jedoch, die für derlei Geschmacklosigkeiten keinen Sinn besaß, sandte der Tochter das Bild zurück mit dem Bemerken: »Ich habe das Bildnis der Königin von Frankreich zu sehen erwartet und nicht das — einer Komödiantin!« Vielleicht stammt aus jenen Tagen der Satz: »Wenn die Frauen verrückt werden, fangen sie mit dem Kopfe an«. Ein Dachga Len, der We?'-re ltn arge reim Hat Wien, Dezember (UTA). — Weil der Herrgott die Erde zum Blühen bestimmt hat und nicht die Hausdächer, prüft er die Vermessenen, die sich zwischen Himmel und Erde das Paradies erbauen wollen. Unaufhörlich saugt die Zugluft den Pflanzen die Feuchtigkeit aus Blättern und Stielen und trocknet sie im Nu aus, dazu haucht sie die Sonne mit ihren glühendsten Strahlen und dem Atem an. — Gleich wieder schüttelt sich die Dachhaut und mit ihr Blüten und Blätter im Frostkampf, Regengüsse drohen den kleinen Dachgarten zu überschwemmen. — »Ein Dach hat eben eine technische Funk tion und man kann ungestraft auch die Ethik des Technischen nicht durchbrochen«, sagt Architekt Egon Fridinger, der Besitzer des schönsten Dachgartens von Wien, eines Dachgartens, dessen Abbil- dungen in den illustrierten Blättern schon Weltreisen angetreten haben. »Wer sich einen Dachgarten anlegen will, muß den Bepflanzungsplan zunächst streng nach den Himmelsrichtungen einteilen und muß genauer als der gewöhnliche Gärtner alle gärtnerische Regeln einhalten. Trotzdem werden die meisten an dieser Aufgabe scheitern. Dabei wird es ihnen noch leichter gelingen, die Natur versöhnlich zu stimmen als den Hausherrn. Unsere Dachterasse ist eine Notlösung, entstanden aus dem Bedürfnis, das beleidigte Auge zu versöhnen. Ursprünglich war sie eine Schotterfläche, außerordentlich geeignet für den Aufenthalt von ausgedienten Konservenbüchsen und zerbrochenen Flaschen, hinkenden Stühlen und blinden Spiegeln, dahinter stieg eine Batterie von Schloten in die Höhe. Unsere erste Aufgabe war es, die Schlote mit Zaunrebe zu kaschieren. Der dankbare Kamin hielt ihren Blättern den wurzelzer- störenden Frost fern. Nun erst dachten wir daran, in der Nähe des Kamins andere Vegetationsmöglichkeiten zu erproben. — Der Umstand, daß die Waschküche unseres Hauses die Einsicht beherrschte, ließ mich eine sogenannte Blende, die Verbindungsmauer zwischen Rauchfang u. Hausmauer aufführen. Diese zwei Meter hohe Wand fing nicht nur die Sicht ab, sie ergab eine nach Osten gerichtete Fläche, auf der sich der wilde Wein begeistert ausbreitete und in deren Schatten unsere schönsten Blumen gedeihen. Die Dachterasse bietet auf einem kleinen, fast quadratischen Raum unendlich viel, das Auge weiß nicht, wo es zuerst rasten soll. Ihre Raumaufteilung ist so geschickt getroffen worden, daß sie viel größer wirkt, als sie eigentlich ist. Zur einen Hälfte Wiesengrün, zur anderen Kunststeinplatten mit breiten Erdfugen, aus denen da und dort ein zärtliches Moos aufsprießt. Diese Steinplatten ermöglichen eine einwandfreie Entwässerung, so daß die freundlichen Lehnsessel und das farbfrohe Schleiflacktischchen kurz nach dem stärksten Regen wieder benützt werden können. »Wir haben die Rasenziegel auf 10 cm starker Moorerde direkt verlegt, vier Jahre besteht dank kräftiger Harnstoffdüngung unsere Wiesenillusion«, erklärt Architekt Fridinger weiter. »Die kurze Rasenschur ist hier wesentlich, da sie eine allzu rasche Ausdünstung des Untergrundes verhindert. Wenigstens alle vierzehn Tage soll der Rasen beschnitten und nach der Schur nur wenig begangen werden. Steinfliesen und Wiesen, die hier ohne jede Dissonanz zu einer malerischen Einheit verschmelzen, umgibt ein hoch-aufgeschüttetes mit Halbstammrosen, Mohn und Gartenmargueriten bestandenes Randbeet. Eine neue Stadt kann man ohne Weiteres als eine Dachgartenstadt erstehen lassen. In Wien wird unser Dachgarten als ein »Sonderling« angesehen werden müssen und Leute, die hier in himmelsnaher Höhe einen Teich entdecken, wie wir ihn uns angelegt haben (seinen Zufluß besorgt ein banales Wasserleitungsrohr!) können sich vor Erstaunen kaum fassen. »Haben Sie schon einmal ein Eisenbahn Unglück erlebt?« »O, doch, als ich den Vater statt die Tochter im Tunnel küßte.« eint pii mit pjp Int ROMAN VON KURT RIEM ANN Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 10 Karola ist heftig aufgesprungen. Nein, sic kann das nicht mehr ertragen! Das ist ja entsetzlich! Also Irene... Irene war damals schon Meßdorffs Geliebte... Nun ist ihr mit einemmal auch alles klar. Während er angeblich in Radevormwald saß und für sie - und ihre gemeinsame Zukunft arbeitete, 'benützte er jede Gelegenheit in Berlin mit jener ihr unbekannten Irene zusämmertzusein, seine neuen Fäden heimlich’ zu knüpfen, ohne daß sie eine Ahnung hafte.- f Sie war damals noch nötig für Herrn Dr. Meßdorffs Pläne... er brauchte ja die Erfindung und mußte deshalb die Herrin des Werkes zu seiner Verfügung haben, mußte ihr schöne Briefe nach Dresden schreiben und ihr den Glauben lassen, er habe sie allein lieb. Als es dann entschieden war... da konnte er einfach lächelnd Mitteilen, daß er gedenke, eine gewisse Irene Didriksen zu heiraten und damit in die »Union AG.« überzuwechseln. Und sie saß friedlich in Dresden bei ihrer Musik, hatte geglaubt, sic bedeute Herrn Meßdorff alles... Närrin, die sie war! Nun schleppte sie ein Leben lang das Bewußtsein mit "sich herum. Karajans Erfindung, mitgestohlen zu haben. >:Fräulein Karola... ich habe ja gleich gesagt... Sie sind nicht ganz auf dem Posten heute... lassen Sie uns gehen!« Besorgt legte Karajan seinen Arm um ihre Schulter. E;n Schauer läuft ihr über die Haut, ;'s sie seine Nähe spürt. Es muß gut sein, so in diesem Arm geborgen zu liegen ... geborgen für immer! t »Sehen Sie! Nun beginnt auch der Schüt tetfrost! Kommen Sie! Ich bringe Sie nach Hause!« Langsam dreht sie sich herum zu ihm. Er blickt in ein tränendberströmtes Gesicht. »Aber Karola ... liebe Karola ... Sie weinen ja? Warum denn nur?« »Ja, Karajan, ich weine. Nehmen Sie an, ich weine über ein vertanes Leben.« »Kleine Karola...« Er streicht ihr leise übers Haar und denkt: Wie sehr empfindsam sie doch ist! Weinen über mein vertanes Leben! Ach nein, Karola, ganz vertan ist es noch nicht! Noch kann alles gut werden! Du weißt noch nicht alles! ... »Karola,, könnten Sie sich entschließen diesem vertanen Leben einen neuen Inhalt zu geben?« Sie blickt ihn mit entsetzten Augen an. . »Was soll das heißen? Wie kann ich Ihrem Leben etwas bedeuten?« »Das soll heißen: ich stehe vor einem neuen Auftrag. Das gelbe Kuvert, das SD so sorgfältig neben mein Krankenbett leg I ten, enthält die Pläne, die fertigen Pläne einer neuen Erfindung. Ich habe meine I Zeit drüben jenseits der Grenze gut benutzt. Aber ich wollte nicht, daß ein anderes Land die Vorteile genießt, die meinem Vaterland zukommen. Darum stahl ! ich mich über die Grenze, weil man mich j freiwillig nie herausgelassen hätte. Das i ist der einzige Grund für mein sonderbares Verhalten. Daß mich eine Zöllner-j kugel erwischte, war nicht in Rechnung j gesetzt. Diese Erfindung wird meine gan-1 ze Kraft beanspruchen... so sehr, daß ich einen Menschen brauche, bei dem ich mir neue holen kann ... Karola ...« »Ja...?« haucht sie schwach — und weiß, daß es nun keinen Widerstand mehr gibt, daß sie nur noch ja sagen kann und in seinen Arm flüchten, ganz gleich, was einmal daraus werden soll. »Karola, glaubst du daran, daß es mir gelingen wird, uns ein neues Leben aufzubauen?« " ' »Ja ... es Wird dir gelingen ...!« »Willst du mir dabei helfen?« In ihren Augen schimmern Tränen und die harten Konturen seines Antlitzes werden weich in ihrem Blick. Nun kann er in ihrem Antlitz lesen wie in einem Buch, und Augen und Wangen und bebende Lippen singen ihm nur eine einzige Melodie: »Ich will ... ich will ... ich hab dich lieb!« Er sieht das schmale, hellbraune Gesicht ... die hellen blonden Haare darübergegossen — sie glänzen wie Dünensand, auf den die abendliche Sommersonne . . . groß und hingegeben die Augen, die jede Linie seines Gesichtes zu erforschen suchen ... die Hände, stark und doch schlank, gute feste Mädchenhände, hält sie über der Brust gekreuzt — es ist alles gesund an ihr und doch nichts plump und derb . . . »Wie ich dich liebe . . .« flüstert er, wie ich dich liebe!« Und sie schließt die Augen als er sie küßt * »Vereinigte Chemische Werke, vorm. E. A. Battenfeld!« steht auf dem kleinen Glasschild, das in der Mitte schon einen zaghaften Sprung zeigt. Aber der Besucher wird das übersehen, denn dieser kleine Schönheitsfehler ist bereits Tradition. Er stammt aus der gleichen Zeit, in der der alte Ernst Alfred Battenfeldt hier drei kleine Firmen zu einer großen vereinigte und sich sagte: »Nun werde ich eimal die Welt nach Herzenslust mit allem, was nach Chemie riecht, beliefern I« Er hat seinen Vorsatz auch ausgeführt, der alte Battenfeldt. Und weil er eine gute Nase besaß und überdies die Zeit damals die deutsche Industrie auf einen hohen Berg trug, da gelang es ihm auch. Die kleine Firma mit dem langen Namen gab in Radevormwald über zweihundert Menschen Arbeit und Brot. Durch die ersten Kriegsjahre steuerte der alte Battenfeldt noch das Schiff der Firma, und es war ganz natürlich, daß sein Sohn der Nachfolger seines Vaters sein sollte. Er kehrte von einem nächtlichen Patrouillengang in Rußland nicht mehr zurück. Der alte Battefeld nahm sich diese Nachricht so zu Herzen, daß er das Ende des Krieges nicht mehr abwartete, und die einzige Tochter wurde die alleinige Erbin-. Sie hatte in ihrem Leben nicht viel Glück gehabt. Um ihre Erziehung kümmerten sich fast nur fremde Leute, ihre Heirat mit Felix Westner, einem bekannten Klaviervirtuosen, wurde allgemein mißbilligt, aber nicht verhindert. Nach der Geburt der einzigen Tochter Karola packte den Künstler die Schwindsuch' und ließ ihn nicht wieder los. Zwei Jahre nach seinem Tode heiratete die Witwe von neuem, einen Professor Paarmann, der die Geschäfte in Radevormwald nicht ohne Gesch’ck leitete. Aber auch er starb vor seiner Frau, zur gleichen Zeit etwa, als Karajans Prozeß zugunsten d£s Werkes entschieden wurde. Als dann auch die Mutter starb, stand Karola ganz allein. Aber da aus dem kleinen, vergessenen Mädel nun im Laufe der Jahrzehnte ein großes, erwachsenes geworden war, so antwortete es auf die bange Frage seiner Verwandten »Was soll denn nur aus dem Geschäft werden ?« mit größter Selbstverständlichkeit: »Das werde ich nun allein übernehmen! Schließlich ist’s ja mein Erbe.« (Fortsetzung folgt.) AEG Und riuiiiBB» Rechenmasch /nen ADLER RHEINMETALL Schreibmaschinen Ivan Karbeutz, Maribor, Gosposka 3, Tel. 26-42 -------IT~ITT ,11!I,,,,«»W,,W, II >>» Anstatt des russischen Tees trinken Sie unseren aromatischen »EMONA« BLÜTENTEE der die Nerven nicht reizt und beruhigend wirkt. Verlanget in allen Geschäften ausdrücklich Originalpackung Erzeuger: Apotheke Mr. Bahovec, Ljubljana. Kleinen Awgyiqflr Kleine Auto:gen kosten 60 Fers pro Wort, io der Rubrik „Komrespoudmu*1 t Dine* t-Dle lasent«usteoer CS Dinar bis 40 Worte, 8 Dinar Ctb grössere Anaelge«) wb* besonder* berechne« - Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige betrlgl 10 Dinar — für die Zusendung m chiffrierten Briefen ist eine Gebühr n» 10 Dinar es eda • * ** I1 £veiU0MI)tHStl MWM HARMONIKA Wv/g DER WEIT Fernruf 25-67, 25-68, 25-69 HQHNED GENERAL VERTRETER- SCHHEIDE6 ZA6REBNI KOLIČEVA IO I VERLANGEN S«E CR ATIS PRE'SI ISTE Verkant für Maribor V. WEIXL m SINOVA Huuifotske MsIuum 4.4., UkuUet, Ho^ot&ka mL6 Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna" in Maribor. Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.