Nl. 18. Donnerstag, 21. Jänner 1897. Jahrgang 116. Mlmcher Mung. min.^, Ä'"'"^"' -"" Post ^'rsc lib u»l,: g»»,,jähi!ss fl, lü. ».Ubjähri« fl, 7 5». Im Lumpioir: u"»z>ll!,rin st, >i, ImlWliria ft, 5 s.„, ^ür bi.' Zustrlllma in« Ha»o nni^ichri^ fl, l, - Inscrtiou^aclillr: Mr ncii», ^»,eratc l,,s zu 4 Zeucn 25 lr,, arüßrlv pcr ^eilr ü lr,: lici öitcreü N!icdt>r!)Ul»,>g^! per ^ilc lj lr. Die «Lach, jjrit,» erschein! läßlich, mit Ausnahm? der Io»n- und sseierlane. Die Administration defindet slch , Congressplah Nr, 2, die Redaction Aalüchofaasse Nr, l5, Sprechstunde!! der Redarlio» von « bis ll Uhr uurniittagH, Unfrankierte Än>'fe werden nicht anzienummcn, Mamiscriple nicht zurültgestellt. 2Imtlicher Theil. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome den, Major drs Infanterieregiments Ritter von Rodakowski Nr. 95 Karl Pfeiffer den Adelstand mit dem Ehrenworte '«dler» allergnädigst zu verleihen geruht. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Rittmeister krster Classe des Dragonerregiments Erzherzog Albrecht -^r. 9 Roman Morgenstern den Adelstand mit dem Ehrenworte «Edler» und d?m Prädicate -ines Regierung«' raths mit Nachsicht der' Taxe allergnädigst zu ver-lechen geruht. __________ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Jänner d. I. dem Pensionierten Hauptsteuereiunehmer Prchal in Neu-tilschein den Titel eines kaiserlichen Rathes mit Nach» sicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 13. Jänner d. I. dem ^hef der Hof - Weingroßhandlungs - Firma Emanuel Pollal und Sohn in Wien Wilhelm Pollak, in Anerkennung seiner verdienstlichen commerciellm und gemeinnützigen Wirksamkeit, taxfrei den Titel eines kaiser-llchen Rathes allergnädigst zu verleih m geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät hal^n mit Allerhöchster Entschließung vom 15. Jänner d. I, dem "Nterlieamten der österreichischen Staatsbahncn, Loco» ^otivführer Josef Werner, anlässlich der von ihm At eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung eines Menschenlebens, das silberne Verdienstkreuz mit der "lone alleranädigst zu verleihen geruht. Se. f. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. Jänner d. I. dem vom Landtage des Herzogthums Kr a in beschlossenen Gesetzentwürfe, betreffend die Theilung der Gemeinde Aischoflick in M>i selbständige Ortsgemcindeu, die Allerhöchste Sanction allergnädigst zu ertheile» geruh». Der Verwaltungsgerichtshof hat die Rathssecre tärs.At.juncten Julius Pietsch und Richard Malnig zu Hofsccretären sowie den in Dienstesverwendung beim Verwalluugsgerichtshofe stehenden Vezirkscomlnissär der f. k. Statthalterei in Brunn Dr. Karl Freiherrn von Heinold und den in gleicher Dienstesverwendung stehenden Fiuanzcommissär der k. k. Finanz-Landes-diltttion in Wien Dr. Hans Hitler zu Raths secretärs Adjuncten bei diesem Gerichtshof ernannt. Nichtamtlicher Theil. Aus dem Abgeordueteuhause. In Besprechung der Rede des Herrn Justiz-ministers Grafen Gleispach im Abgeordnetenhause schreibt das «Vaterland» : «Das Charakteristische und damit das eigentliche Ereignis in der Rede war, dass der Standpunkt der vollen Objectivität in nationaler Beziehung noch kanm je mit jener Energie betont worden ist wie eben in dieser Rede. Jedermann soll in seiner Sprache Recht finden können — diesen Grundsatz stellte Graf Gleispach als unverrückbaren Leitstern auf, und er fügte bei, dass dieser Znstand, wenn er noch nicht überall und in zureichendem Maße erreicht sei, jedenfalls angestrebt werden müsse. Dieser Grundsatz ist die ganz correcte Anwendung der nationalen Gleichberechtigung anf dem Grbiete der Justiz. Vom Standpunkte der Instizpflege kann dieser Gruudsatz unmöglich angefochten werden und wild auch nicht angefochten.» Im «Neuen Wiener TaMalt» heißt es: «Eingehend beschäftigte sich Graf Gleispach mit der bevorstehenden Einführung der neuen Ciuilprocessordnuna,. Er erklärte neuerlich, dass dieselbe mit 1. Jänner 1698 in Kraft treten werde, und er berichtete des näheren über deu Stand der Vorarbeiten, die theils bereits getroffen wurden, theils im Zuge sind, damit der ge> nannte Termin auch eingehalten werden könne. Das Haus nahm diefe Darlegungen des Herrn Ministers, aus denen hervorgeht, dass die Justizverwaltung allen Ernst und Eifer daranseht, um die Bevölkerung so bald als möglich der Wohlthaten des öffentlichen und mündlichen Verfahrens der Eivilprocesse theilhaftig wcrden zu lassen, mit lebhaftem Beifall auf.» Die «Neue Freie Presse» bemerkt: «Ein sehr wichtiger Theil der Rede des Herrn Instizministers war der Frage der Durchführung der Civilproces?-Gesetze gewidmet. Man konnte aus diesen Ausführungen des Grafen Gleispach entnehmen, dass im Justiz» Ministerium die Vorbereitungen für die Durchführung dieser Gesetze mit dem größten Eifer und mit aller Gewissenhaftigkeit betrieben werden. Graf Gleispach hält unverbrüchlich daran fest, dass der Complex der Civilprocrss-Gesetze mit dem 1. Jänner 1896 ins Leben treten soll, und um dieses Ziel zu erreichen, werden alle Kräfte angespannt. In den Kreisen der Illstizbeamten wird man es gewiss mit Befriedigung vernehmen, dass nach den vom Herrn Minister ab» gegebenen Erklärungen in den ersten October-Tagen des laufend u Jahres die Creierung von 1290 richter« lichen Stellen kundgemacht werden wird.» Das «Wiener Tagblatt» betont, der Herr Justiz« minister habe die Trautenauer Frage einer ruhigen und objectiven Besprechung unterzogen. Die Rede des Herrn Ministers habe auch interessante Mittheilungen über die Activierung der neuen Civilprocess-Gesetze gebracht. Politische Ueberficht. Laib ach. 2«. Jänner. Wie gemeldet wird, hat Se. Majestät der Kaiser am samstägigen Hofball in einem Gespräche mit den Abgeordneten Dr. Pacal und Ianda bei Besprechung des diesjährigen parlamentarischen Arbeitsprogramms den Zusammentritt des neugewählten Reichsraths für die ersten Tage des Monats April als feststehend bezeichnet. Das ungarische Abgeordnetenhaus setzte gesteru die Budgetdebatte fort. Heute sollen die Schlussreden gehalten werden. Das preußische Abgeordnetenhaus setzte gestern die Berathung drs Etats fort. Zu den vorgestrigen Ausführungen des Abg. Grafen Limburg» Stirum, der die Beziehungen des auswärtigen Amtes zur Presse iu abfälliger Weise kritisiert hatte, bemerkte der Reichskanzler Fürst Hohenlohe: «Der Abgeordnete beklagte, dass im auswärtigen Amte untergeordnete Leute empfangen werden. Soll denn eine Art Hoffähigkeit der Journalisten eingeführt werden? Die El fahrungen mit Lützow werden hierin eine heilsame Lehre fein. Der Procefs Lrckert ° Lützow war an sich nothwendig, iis handelte sich um verleumderifche Bo leioigungeu von Beamten des Hofes und des auswärtigen Amtes. Es mnsste an das Gericht und damit an die Oeffentlichkeit gegangen werden. Ich erkläre, ich werde die Gerichte auch ferner überall da anrnfen, Feuilleton. Wie das Voll von London lebt und arbeitet. li. Dort wo Booth von den Künsten handelt, er-»ahren wir, dass Ballettmädchen, deren nicht immer unanfechtbare Anmuth zur Verherrlichung der Riefen-Mctalel in «Olympia» dient, der Mufe des Tanzes "ur nebenher dienen und sich sonst der Gesellschaft, Ul'd zwar der sogenannten besseren, als Putzmacherinnen, Schneiderinnen und dergl. nützlich zu machen suchen, ^or allem aber übt das' Nallelt mit seinen für wohlgebaute junge Mädchen so kleidsamen fleischfarbigen ^ncotZ und den lmzeu Mullröckchen, zumal wenn die , rlung drs Ganzen durch einen elektrischen Schein« w'Yer ms Unbeschreiblich? gehoben wird, eine für die "enwhner von West - Kensington verhängnisvolle Au-zlehungikrast. . Sobald der erfindungsreiche Mann, der alljährlich H„^"^ """" choreographischen Composition ein halbes 'Vend Elefanten, sechzig Kameele u>,d andere Haus- tr < .' "öderer Klimate, umgeben von einigen tausend 'Werter Mädchenbeine, dem entzückten Pnblicnm vonml? ganzen Wiche vorführt, leeren sich die Küchen "U5l'st 5f<>l,sma.wn. Dns E's-Hei"«!, des ersten Rissen- placats, das in vielfarbigem Drucke die zu erwartende Herrlichkeit verräth, wirkt auf die Küchenfeen von West-Kensington wie die Pfeife drs Rattenfängers auf die Kinder von Hameln, und bringt viel Leid über den sonst so friedfertigen Stadttheil, Das Londoner Kiichen-pcrfonale hc>t überhaupt einen fehr erfreulichen Hang zu den schönen Künsten. Wenn einmal ein Gauner vor dein Polizeigerichte steht, der einem Mädchen Geld unter der Vorspiegelung entlockte, sie beim Theater in einer ihrem ungewöhnlichen Talent entsprechenden Stellung unterzubringen, dann sind in neun von zehn Fällen die Betroffenen junge Mädchen, die den Holzpantoffel mit dein Kothurn, die Küchenschürzs mit d.m faltigen Gewände der tragischen Heldin mrtanschen wollten. Die eine oder d,e m.dere von diesen knnstbsgeisterten jungen Damen dankt schließlich Gutt. w.nn ste nach manchen ttre»z und ausgestandenen Leiden anf der mu^l-liall. ^"^E/m^das Schlimmste nicht, das ihr zustoßen f^,n- der veredelnde Einfluss, der von der Kunst aus-silahl» erstreckt sich in der ^u^ical-lllill auf em viel a ößeres Pnblicum a's an der Stätte, wo der Ritter Iroüw. das Regiment führt, und von Booth erfahren wir. d'ajs man es bis zn 60,000 Mark jährlichem Einkommen bringen kaun, weim man die Gunst kr Menge zu ermigen weih. Und wenn diese oder jene Küchenmagd sich nur recht natürlich gibt, sollte ihr dies nicht allzuschwer werden. Begreiflicherweise gibt es mu^ic-l^Il-Künstlel. die sich mit wesentlich bescheidenerer Gage begnügen müssen. Die Herren und Damen der dritten Kategorie beziehen ein Einkommen von nur 150 bis 400 Pfund Zterliug und tragen alle Kosten für Costume "-s, w., ^'^Da wir c.erade von der Kunst sprechen, müssen siialich cmch d'ie Drehorgelfpicler erwähnt werden, ^ebenbci gesagt, sind sie die entsetzlichste Plage Londons. Zum The,l ist das nicht ihre Schuld. Denn was sönnen si»', die sich fast durchwegs aus der über» schlissigen Bevölkerung der apenmmschen Halbinsel recruticreu, dafür, dass der englische Gassenhauer so enlsetzlich widerwärtig ist! Immerhin entsprechen die italienischen Drehorgel-smelrr mit den englischen Gassenhauern, in die höchstens Mascagni's Intermezzo eine kleine Ab schilling bringt, einem Bedürfmsse, denn an schlechten Tagen nimmt solch ein Plagegeist seine 3^ ^h- "", an guten mindestens 10 Sh., oft auch sogar ein Pfund Sterling. Laibacher Zeitung Nr. 16. 136 21. Jänner 1897. wo ich Verleumdungen und Beleidigungen gegen B amte in der Press»' begegne. Die preußische Tradition «fordert dies. Freiherr von Marschall war im ganzen Processe nicht vorgegangen, ohne fortlaufend das Staatsministerium in Kenntnis zu setzen, und erhielt von diesem die Zustimmung zu seinem Vorgehen. Wie man daraus einen Mangel der Einheitlichkeit des Ministeriums herleiten will, ist mir unerfindlich. In allen politischen Grundanschanungen besteht vollkommene Uebereinstimmung im Ministerium.» Bei Besprechung der Prostssorengehalte erklärte der Regierungscommissä'r, die Aufbesserung der Professorenbezüge müsse mit der Gehaltereform Hand in Hand gehen. Sollte jedoch der Versuch der Honorarreform misslingen, so würde die Regierung an die Verstaatlichung der Universitätshonorare denken müssen. Die franzosische Kammer begann gestern die Berathung des Gesetzeutwurfs über die Zuckersteuer. Die Fortsetzung der Debatte wurde auf Donnerstag vertagt. In der Thronrede, mit welcher gestern das englische Parlament eröffnet wurde, heißt es zunächst, dass die Beziehungen zu allen Mächten fort» gesetzt freundliche sind. Die Thronrede erwähnt dann die in Constantinopel und in anderen Orten des ottomanischen Reiches vorgekommenen furchtbaren Metzeleien, welche die besondere Aufmerksamkeit der Mächte, die den Pariser Vertrag unterzeichnet haben, Herausforderlen. Dem Parlamente werden Documente vorgelegt werden, in denen die Erwägungen dargethan sein werden, welche die Mächte veranlasst hätten, die gegenwärtige Lage der Türkei zum Gegenstände besonderer Berathungen ihrer Vertreter in Constan-linopel zu machen. Die Conferenzen der sechs Bot« fchafter werben noch fortgesetzt. Die mit Genehmigung und Unterstützung der Königin unternommene Action des Khedive gegen die Khalifen fei bis jetzt durchaus erfolgreich. Die Königin spricht sodann ihre Befriedigung aus über den Abschluss des allgemeiueu Schieds Vertrags mit den Vereinigten Staaten zur friedlichen Beilegung aller Meinungsverschiedenheiten, die zwischen beiden Ländern eintraten, und gibt der Hoffnung Ausdruck, dieses Abkommen werde noch weiteren Wert dadurch erlangen, dass es anderen Mächten nahelege, ditses Princip in Erwägung zu ziehen, wodurch die Gefahr eines Krieges bedeutend abgeschwächt werde. Die indische Regierung wird beauftragt, gegen die Hungersnoth und gegen die Pestseuche energische Maßregeln zu deren Bekämpfung zu treffen. Betreffs des Budgets heißt es, dass, während die Regierung ängstlich bestrebt sei, jede unnöthige Ausgabe zu vermeiden, die gegenwärtige Weltlage dem Parlamente nicht gestatten werde, eine kluge Fürsorge für die Vertheidigungsmittel des Reiches außeracht zu lassen. Schließlich kündigt die Thronrede Oesetzesvorla^en an, betreffend die Förderuug des Elementarunterrichts, die Entschä'di« gung der Arbeiter bei Uufälleu, Vermehrung der militärischen Vertheidigungsmittel des Reiches, die Errichtung eines landwirtschaftlichen Amtes für Irland, sodann eine Novelle zum Gesetz über die Actieu-glselljchasten und endlich eine Bill, betreffend das Verbot der Einsuhr von in Gefängnissen anderer Länder hergestellten Waren. Wie aus Havanna telegraphisch gemeldet wird, überfielen Aandlten einen Eismbahnzug im Weichbilde von Havanna, beraubten die Reisenden und nahmen zehn Officiere gefangen, von welchen sie neun wieder freiließ.» und einen, weil er ein gebürtiger Cubauer war, erschossen. Der Imparcial spricht sich infolge dieses Zwischenfalls, der sich vor den Thoren von Havanna ereignete, äußerst tadelnd gegen den General Wchler aus. Ein officielles Communique aus Constantinopel verkündet, dafs am heutigen Geburtstage des Sultans nur mittags eine Geschützsalve abgegeben werden wird und dass das Nbbrenuen von Feuerwerk bei der abends stattfindenden Illumination verboten ist. Als Zweck der Verfügungen wird bezeichnet, keinen Anlass zur Beunruhigung des Publicums zu bieten. Einige Botschafter verdoppeln die zur Bewachung der Botschaftsgebäude verwendeten Matrosen-detachements, da gerüchtweise verlautet, dass am heutigen Tage Unruhen seitens der Türken zu erwarten seien. Gestern hat eine Besprechung der Botschafter stattgefunden. Tagesneuigleiten. — (Allerhöchste Spende.) Se. Majestät der Kaiser hat, wie das ungarische Amtsblatt meldet, zugunsten des zu erbauenden Sanatoriums der Polytlinil in Budapest 2000 si. sür eine Äettstiftung zu spenden geruht. — (Se. Majestät Kaiser Wilhelm II.) hat, wie die «Vossische Z ilung» meldet, AllerhSchstseinem l. u. l. Husarenregimente Nr. ? zu dessen hundertjähriger Jubelfeier den Vetrag von 3000 Kronen gespendet. — Gegenüber den Meldungen über verschiedene Besuche, die Kaiser Wilhelm in Oesterreich' Ungarn abstatten wolle, versichert die «Köln. Ztg.», es sei nur ein Herbstbesuch zu den ungarischen Manövern, an den fich ein Iagd-besuch bei Erzherzog Friedrich und ein Vesuch in der ungarischen Hauptstadt schlilß-n sollen. Die Meldungen über Betheiligung des Kaisers an den Nuerhahnjagoen in Vöhmen und am Jubiläum des Husarenregiments seien unbegründete Annahmen. — (Keine Pest auf österreichischen Schissen.) Aus Trieft wird vom 19. d. M. gc« meldet: Die angeblich aus Massauah einem italienischen Vlatte telegraphierte und sodann von hiesigen Blättern übernommene Meldung, wonach von S.M.Schiff «Kaiscr Franz Josef» in Massauah zwei an Pest erkrankte und daselbst verstorbene Matrosen ausgeschifft worden wären, beruht offenbar aus einem Irrthume, weil das genannt Kriegsschiff den Hafen von Pola seit langem nicht verlassen hat. Insofern in den Blättern weiter die Vermuthung ausgesprochen wird, dass es sich nicht um das Kriegsschiff Kaiser Franz Josef», sondern um brn Lloyddampfcr «Imperator» handelt, muss dem entgegen» gchalten werden, dass «Imperator» leinen Peftsall an Vord hatte, wie aus der in Suez erhaltenen lid^ra j>ruti<^ hervorgeht. Der Lloyddampfer «Imperator» ist heute morgens hier eingetroffen und hat an einer äußri,, Voje angelegt. Soviel bisher constatiert wurde, ist der Gesundheitszustand der Passagiere und der Sch'sfssquipage ein befriedigender. Infolge Weisung des Ministeriums des Innern wird der Lloydbampfer «Imperator» in das Srelazarelh dirigiert werden. — (Unglücksfall.) In der böhmischmährlschen Maschinenfabrik in Neu Lieben bki Plag wuibm am 19. d. Mts. nachmittags mittels zweier Kraniche Formen gehoben. Einer der Kraniche brach zusammen und riss das Gerüst mit sich, auf welchem sechs Arbeiter sich be» fanden. D!e sechs Arbeiter slilrzten in die Tiefe; einer wurde durch die Stücke der Kraniche gelüdlet, ein zweiler fchwer und vier andere leicht verwundet. — (Franz Schuberts Verwandte.) Angesichts der bevorstehenden Feier des hundertsten Jahrestags der Geburt Franz Schuberts ist es nicht ohne In« teresse, einen Blick auf den Kreis der gegenwärtig noch lebenden Anverwandten des Liedelfürsten zu werfen. Ein Verwandter Schuberts gibt in der < Hausfrauen« geitung» folgende Darstellung: Franz Schubst halte 18 Geschwister, von welchen bei seinem Tode noch am Leben waren von seinen rechten Geschwistern: Ignaz, Ferdinand, Karl und Therese, von seinen Stitsgeschwiste, n «Indreas, Anton und Iosesa. Ignaz, der älteste d^r Ärüder, war Schullehrer und starb im Jahre 1844 unverehelicht. Der nächstälteste Vcuder Ferdinand, bei dem Franz Schubert auch eine zeitlaug gewohnt halte und bei dem er starb, ist als Director der Normalhaupt- und Unterrealschule und der Lehrer°Vildung«anftalt St. Anna im Jahre 1659 gestorben. Er hatte von zwei Frauen 20 Kinder, von welchen sich derzeit noch a« Leben be» finden: Ferdinand Schuberl, gewesener Professor an der Oberrealschule in Wiener-Neustadt, derzeit im Ruhestand in Innsbruck lebend; der einzige Sohn desselben ist Ojftcler im Eisenbahn« und Telegraphen-Regiment; Anton Schubert, bei seinem Sohne gleichen Namens, Metall« und Kunstgkß^r, in Wien lebend; Rudolf Schubert, Ober-Revident im l. l. Cisenbahnministerium; derselbe besitzt drei Töchter, Marianne, Rudolfine und Ferdinande; Eduard Schubert, Lehrer im Klosterlhale bei Gutenstein, mit drei noch im zarten Alter stehenden Kindern; Emma Schubert, verwitwete Lichlenöcker; Clise Schubert, verwitwete Geißler. Eine Tochter derselben ist die in musikalischen Kreisen bekannte, derzeit in London lebende Pianistin Karoline Geißler-Schubert, welche auch bei brm vom «Schubertbunde» übernommenen, am 2, F.brnar d. I. im großen Musiloereinssaale stattfindenden Fst« concerte mitwirken wird. Karoline Schubert, verwitwet nach dem Ingenieur Karl Seibl, dem einzigen Sohne des Dichters Johann Gabriel Scidl, in zweiter Ehe vermalt mit Josef Sederl. Nach einem Sohne Ferdinand Schuberts, des kaiserlichen Rathes und Professor« Karl Schubert, sind außer dessen Witwe Clara Schubert noch am Leben: August Schubert, Professor an der Slaats>Rt,l-schule Wieden, Karoline Schubert und Clara Schubert. Der dritte Bruder des Tondichters, Karl, war Land' schaftsmaler und starb 1855. Von ihm lebt nur cin einziger Sohn, der Landschaftsmaler Heinrich Schulart in Wien. Die einzige Tochter desselben ist Sprachlehrerin. Die Schwester Franz Schuberts, Therese, war mit Via« thia« Schneider, Oberlehrer zu S>. Ulrich in Wien, verehelicht und starb im Witwenstande zu Anfang der Acht-zlgerjahre. Von den Halbgeschwistern Schuberts sind noch drei Töchter am Leben. — (AusNorwegen.) Wie man aus Christian',« schreibt, wendet die norwegische N^ierung, die btlamit-llch elflig an der Erhöhung der Wehrfähigkeit des Landes arbeitet, im Zusammenhange hiemit auch der Befestigung der alten Stadt Psontheim, welche heuer das neun-hund rtjahrige Jubiläum ihres Bestandes begeht, große Aufmellsamleit zu. Sehr starke Festungswerke werden die Einfahrt in den Fjocd schlitzen und in der Nähe der Stadt werben mehrere Sperrfocls und Torpldo-stationen errichtet werden. Wahrscheinlich wird auch em Theil der norwegischen Marine nach dem Dronlheimer Fjord verlegt werden. Zas Oehennnis von Olooinber-Aalr. Roman von A. llonan Dohle. Autorisierte deutsche Vearbeiwng von Max Kleinschmidt. (8. Fortsetzung.) «Sie sind wirklich sehr freundlich», antwortete er mit leuchtenden Augen. «Ich wünsche nichts sehnlicher. Untern alten Kutscher und Gärtner Israel States aus-genommen, gibt es keine Seele, mit der man sich unterhalten könnte.' «Und Ihre Schwester? Für die muss es noch schlimmer sein!» sagte ich. Mir schien es nachgerade, als ob mein neuer Bekannter sich etwas zu viel über seinen eigenen Kummer und zu wenig über den seiner Schwester grämte. «Freilich», antwortete er gleichgiltig, «die arme Gabriele le»det ja auch darunter, aber es ist doch bei weitem unnatürlicher für einen jmigen Mann, in dicser Weise eingemauert zu sein, als für ein Mädchen. Ae° danken S,e doch! Ich werde im nächsten März drei-nndzwanzig Jahre und habe nie eine Universität, ja, nicht einmal eine Schule besucht. Ich bin gerade so unwissend, wie irgend einer von diesen Klutentramperu hier herum. E« mag Ihneu sonderbar vorkommen, ist aber trotzdem der Fall. Glauben Sie nicht selbst, dass ich ein besseres Schicksal verdient hätte?» Er sta»d still, während er sprach, und sah mir voll ins Gesicht, seine Hände wie slchend erhoben. Als ich ihn ansah, beschienen von der Morgen, sonne, konnte ich nicht umhin, die Billigkeit seiner Worte anzuerlennrn. Muskulös und hochgewachsen, sah er mit seinem strengen, dunklen Gesicht und den fein gemeißelten Zügen fast aus, als sei er aus dem Rahrmn eines alten Charaktergemäldes von Murillo oder Vrlasqnez getreten. Sein massives Kinn und die buschigen Augenbrauen, wie seine ganze elastische, zähe Figur zeugten von schlummernder Energie und Thatkraft. «Es gibt zweierlei Arten von Weisheit», bemerkte ich altklug. "Die eine kommt aus Büchern, die andrre aus Erfahrung. Wenn Sie vielleicht um Ihren rechtmäßigen Antheil an der ersteren betrogen sind, so werden Sie durch einen Löwenantheil der lchteren cut« schädigt sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie Ihr ganzes Leben in Vergnügungen und Nichtsthun vergeudet haben sollten.» «Vergnügungen!» rief er. «Vergnügungen!» Er riss seineu Hut ab und ich sah, dass sein schwarzes Haar überall mit granen Fäden durchzogen war. «Meinen Sie vielleicht, dass die von Vergnügungen herrühren?» rief er, bitter auflachend. «Sie müssen viel durchgemacht haben», sagte ich überrascht, «vielleicht eine schwere Krankheit in Ihrer Jugend? Oder sollten vielleicht chronische Ursachen zugrunde liea/n? Fortwährende peinigende Sorgen und Angst? Ich habc schon junge Männer von Ihrvm Alter gekannt, deren Haar ebenso grau war.» «Arme Teufll», brummte er, «sie lönuen mir leid thun!» «Wenn es Ihnen möglich sein sollte, von Zeit zu Zeit nach Vranksome zu kommen, so könnten Sie am Ende auch Fräulein Heatherstone mitbringen», versetzte ich. «Meine Schwester und mein Vater würden sich unbedingt sehr freueu, sie zu scheu und eine, wenn auch noch so kurze Abwechselung wird ihr gewiss wohlthun.» «Es wird ziemlich schwer halten für uns beide, fortzukommen», antwortete er. «Wenn es jedoch irgendwie möglich ist, werde ich sie mitbringen. Vielleicht lässt es sich einmal nachmittags machen, da der Alte dann häufig eine Siesta hält.» Als wir den schlangelnden Pfad erreichten, der, von der Chausfte abzweigend, uuserem Hause zuführte, machte mein Begleiter Halt. «Ich muss jetzt zurück», sagte er, «man wird mich sonst vermissen, Es ist sehr freundlich von Ihnen, West, solches Interesse an uns zu nehmen. Ich bin Ihnen außerordentlich dankbar, und Gabriele wird es ebenfalls sein, wenn sie von Ihrer freundlicheu Einladung hören wird. Nach dem abscheulichen Schilde meines Vaters sind es wirklich feurige Kohlen, die sie auf meinem Haupte sammeln.» Er reichte mir die Hand und wandte sich zum Gehen, kam aber plötzlich zurück. «Es siel mir gerade ein», sagte er, «dass wir in Cloomlier Ihnen höchst räthselhaft vorkommen müssen. Sie halten es am Ende gar für eine Privat-Irrenanstalt, und ich kann es Ihnen nicht übel nehmen. Da Sie sich wahrscheinlich dafür interessieren, ist es eigentlich unfrenndlich von mir, Sie nicht darüber aufzuklären, aber ich habe meinem Vater das strengste Schweigen darüber geloben müssen. Und wirklich, wenn ich Ihnen auch alles erzählen würde, w^s ich selbst darüber weiß, so würden Sie doch nicht viel Laibacher Zeitung Nr. 16. 137 21. Jänner 1897. . -I" (St riles.) In Hamburg wurde am 18. d. m sunf Volksversammlungen die Strllelage besprochen. In einer derselben referierte Pfannluch. Rebner beftritt. oas« die socialbemolralische Partei zum Strlle gehetzt Habe. dieselbe habe den Strike nur »ateriell und durch ^thschläge unterstützt. Es wurde schließlich eine Re. jolution angenommen, in der den Strilenden die Sym-palhle ausgebrüclt und die bestimmte Erwartung au«, gesprochen wird, dass die Arbeitgeber alle« aufbieten Werden, die schwebenden Verhandlungen zu fördern, um einen für beide Theile ehrenvollen Frieden herbeizuführen; loute jedoch wider Erwarten die Unternehmerschaft dm Frieden wieder ablehnen, so sei diese allein hiefür verantwortlich zu machen. ^ (Demonstration in Njaccio.) Vor dem britischen Consulat in Ajaccio sand eine Demonstration statt, weil der britische Consul einen Corsica beleidigenden Artikel in einem englischen Blatte veröffentlicht hatte, ^»e Demonstranten zerstreuten sich ohne weiteren Ztvischenfall. — (Per Caviar bleibt theuer!) Der nlschsang im Uralfluss ist nach russischen Blättern in diese« Jahre so reich, wie er seit den letzten 35 Jahren nicht zu verzeichnen gewesen ist. Gleich am ersten Tagr °" Flschzugs wurden sür etwa 250.000 Rubel Fische gefangen. Trotz des reichen Fischfangs sind die Fische und der Caviar doch theuer- so wirb z. V. letzterer an Ort und Stelle mit 80 bis 100 Rubel pro Pud (1 Pud »lelch 16 3? Kilo) verlauft. —-(Ueber den Canal von Panama) ftnd Ströme von Tinte und Thränen vergossen worden. A°nn sanl er zurück in das Meer der Vergessenheit. Bekanntlich versuchte aber eine neue, aus den Resten der alten Canal-Compagnie erstandene sranMsche Gesellschasl mit einem Capital von «5 Millionen das Project wieder zu beleben, und zwar, wie in der am 18. Dumber 16U6 abgehaltenen Generalversammlung behauptet wurde, wlt einer gewissen Aussicht auf Erfolg. Begreiflicher. Welse lönnle es fich nur noch um einen Schleusencanal bandeln. Der Gedanke, den Slillen und den Atlantischen Ocean durch einen frei Passlerbaren Wasserweg zu verbinden, muss als definitiv ausgegeben gelten. 3500 Arbeiter ftnd am Werte, sowohl an der Boca, wo sie 800.000 «ubilmeter sür die Tieserlegung des Hafens ausgebaggert haben, wie in der Nähe der Culebra, wo eine Million «ubllmeter ausgehoben wurden. Die Culebra ist der °en Isthmus durchkreuzende Höhenzug. Für die Errich. lung von Schleusen ist erforderlich: 1.) die Benützung ^ Gewässer des Chagres zur Bildung eines die Schleusen speisenden See« und 2.) die Verlegung der Panama-Eisenbahn auf eine Länge von 50 Kilometer. Tie gründlichen Vorstudien werden das technische Co» Miti ja wohl sehr balk in den Stand setzen, sich Über die Möglichkeit einer definitiven Ausführung dieses Schleusencanals auszusprechen. Der Gesundheitszustand ifl auf dem Isthmus zur Zeit befriedigend; der Durch, lchnitt der Erkrankungen übersteigt nicht 2'70 Procent bls Personales. Und laut not, leant: die Actionäre find nicht oder nur wenig mit ihren Einzahlungen im Rückstände. — (DieVeliimpsungderPeft.) Nach einer der «Pol. Corr.» aus Rom zugehenden Meldung wird °ie internationale Sanitälsconferenz behufs Berathung bon Maßregeln gegen die Einfchlepftung der Pest wahr->cheinlich im Februar, möglicherweise aber schon in diesem Zonale zusammentreten. Es bestätige sich, dass die Contlenz nicht, wie es ursprünglich hieß, in Rom, sondern '" Venebig stattfinden soll. Local- und Proviuzial-Nachrichten. Handels- und Gewerbekammer in Laibach. (Fortsetzung.) XIII. KR. Johann Baumgartner berichtet über eine an die Kammer gelangte Eingabe, in der dargelegt wird, dass bei der zweiten Lesung der Regierungsvorlage, betreffend die Besteuerung des Umsatzes von Effecten, im hohen Abgeordnetenhaus der § 7 dieser Vorlage dahin abgeändert wurde, dass die Effectenumsatzstmer für jeden einfachen Schlufs bei Effecten m,t Divldenden'Papieren(Actien) und Prämien» Schuldverschreibungen, mit Ausnahme der Titres der Staatsprümien-Anlehen, 50 lr., bei allen übrigen 20 kr. betragen soll, während der § 7 nach der ur« sprünglichen Fassung der Regierungsvorlage, der sich auch der Gebürenausschuss des hohen Hauses der Abgeordneten angeschlossen hatte, den höheren Steuersatz von 50 lr. bloß für Dioidenden.Papiere (Actien) stipulierte. In der Begründung des Abänderungsantrags wurde bestritten, dass die Lotteriepapiere den Anlage« werten beizuzählen seien, und gesagt, dass es gar leine schlechtere Anlage eines Capitals, als die in Los-papierm gebe, und betont, dass absolut kein wirtschaftlicher Nutzen darin liegt, dass man mit den kleinen Losen den Markt überschwemme. Nach der der Kammer zugekommenen Eingabe erscheint es unthunlich. den Lotteriepapieren sammt und sonders den Anlagecharalter abzusprechen. Eine gesetzliche Begriffsbestimmung der Anlage» Papiere gibt es nicht, allein es hat sich die allgemeine Uebung herausgebildet, unter Anlagewerten jene Pa> piere zu verstehen, deren Capitalsbetrag und soweit sie verzinslich sind, dcren Zinszahlung absolut gesichert erscheinen. In der Sicherheit des investierten Capitals liegt das charakteristische Merkmal der Anlagepaviere. Das österreichische Publicum war seit jeher gewöhnt, in allen Lotteriepapieren Anlagewerte zu erblicken. Wie eingewurzelt die Neigung des österreichischen Publicums zur Anlage eines Theiles seines Capitals in Lospapieren ist. geht insbesondere auch aus der Thatsache hervor, dass die sämmtlichen im Coursblatte der Wiener Börse notierten Lose classiert sind, und dass ein Umsatz in denselben nur erfolgt, fei es, dass ein Capitalist eiue Anlage zu machen wünscht, sei es, dass er, um sich Geld zu verschaffen, zum Verkaufe von Losen ge« nöthigt ist. Es ist eine mit den Thatsachen im Widersprüche stehende Behauptung, dass der Markt mit Loseu und selbst auch nur mit kleinen Losen überschwemmt sei. Seit dem Jahre 1889, d. i. seit Er-lassung des Lossperrgesetzes, ist kein neues Los in Oesterreich emittiert worden. Die in Oesterreich zur Circulation zugelassenen Lose erfuhren durch die Ziehungen fortgesetzt eine Reduction, so dass auch von diesem Gesichtspunkt aus von «einer Ueberschwemmung des Marktes» gewiss nicht gesprochen werden kann. Durch die höhere Besteuerung der kleinen Lose will man den Verkauf derselben an die kleinen Leute hintanhalten. Da aber die Lose weder in Händen der Speculation noch im Besitze der Effectenhändler, sondern eben in der Hand der kleinen Leute sich befinden, wird durch die höhere Steuer eiue Belastung gerade jener Bevölkerungskreise eintreten, welche dieselbe am allerwenigsten vertrage«. Gerade der ärmste Sparer wird am drückendsten durch die neue Steuer belastet, und mancher dieser Leute, der ein Los zur Zeit erwarb, als dieses emittiert wurde, wird die Steuer umso härter empfinden, als er nicht gut begreifen wird, warum man ihn feinerzeit zur Erwerbung von Losen aufmunterte, die entweder ^üger sein, als jetzt. Nur eins kann ich Ihnen ver« llchern: Meiu Vater ist gerade so vernünftig, wie Sie oder ich und hat fehr gute Gründe für alles, was er 'Hut und wenu es auch uoch so widersinnig erscheinen ^flg. Sein einziger Beweggrund für diese eingemauerte ^Ulsamkeit ist der Selbsterhaltungstrieb, nicht etwa ungutere und unehrenhafte Motive.» . «Ihr Vater befindet sich also in Gefahr?» rief 'Ja, in fortwährender Gefahr!» «Aber weshalb weudet er sich dann uicht an die ^ongle.t um Schutz?» fragte ich. «Wenn er von Mnd lemcmd bedroht wird, braucht er das ja nur zu °n ^ man wird sofort die nöthigen Schritte für >eme Sicherheit thun.. stnn/^" lieber West., sagte da der junge Heather-web , ^"l)r, von der mein Vater sich bedroht aew« >?"" °"lch keine menschliche Dazwischenkunft ali Hank "^"' Sie ist aber nichtsdestoweniger vor-einer K? ^" "^ vielleicht jetzt gerade nahe vor üb^'Ae ruollen doch nicht etwa sagen, dass sie eine "dernatürl^ ' fubr I f^ ^ kaum», entgeguete er zögernd. «Aber», " " sort, «ich habe jetzt schon mehr gesagt, als ich eigentlich darf. Ich weiß jedoch, dass Sie mein Vertrauen nicht missbrauchen werden. Gott befohlen!» Er machte sich auf und davon und war bald meinen Augen hiuter einer Krümmung der Landstraße verschwunden. Eine drohende und vielleicht nahe bevorstehende Gefahr, durch keine menschliche Dazwischenkunst abzuhalten und doch wieder kaum übernatürlich zu ueunen! Wer löste das Räthsel? Ich hatte mich darau gewöhnt, die HeatherstoueK als eiufach excentrisch zu betrachten, aber nach dem. was drr junge Mordaunt mir erzählt, konnte ich nicht länger zweifeln, dass etwas Dunkles und Unheilvolles allen ihren Handlungen zugrunde lag. Je mehr ich jedoch darüber nachdachte, desto unerklärlicher wurde es mir nur und doch konnte ich mir die Geschichte nicht aus dem Kopfe schlagen. Das einsame, stille Schloss und d.e furchtbare Katastrophe die wie ein Damoklesschwert über deu Häupte, seiuer Bewohner hieng. hatten '"/me Eu,-bildlmgskraft fieberhaft erregt. Den ganzen Abend und bis tief in die Nacht hinein faß ich am Kamin, in Nachdenken versunken über alles, was ich gehört hatte, aber außerstande, eine Lösung zu suchen sür das räthsel« hafte Geheimnis. (Fortsetzung folgt.) zur Förderung eines wohlthätigen Zweckes oder zum Zwecke der Beschaffung von Capital für communale oder überhaupt öffentliche Zwecke ausgegeben wurden, und warum man ihn jetzt durch diefe hohe Steuer bestrafen will. Waun veräußert der kleine Sparer ein Los? Doch wohl nur im äußersten Nothfall, um ein dringendes Bedürfnis feines Haushalts zu befriedigen. Er wird unter der Herifchaft des neuen Oefetzes an seinem Ersparnis eine wesentliche Einbuße erleiden. Er wird uicht bloß den Steuersatz vou 50 kr. für ein einzelnes Los zu entrichten haben, fondern sich auch einen weiteren Abzug vom Werte desselben gefallen laffen müssen, weil der Effectenhändler im Hinblick auf die verringerte Abfahfähigkeit und die verminderte Möglichkeit, im Privatverkehre fobald den Käufer wieder zu finden, auch eine Quote jener Steuer in Anrechnung bringen wird und mufs, die er bei dem vielleicht einzig offen stehenden Verkauf an der Börse zu entrichten hat. Dass gerade durch die verringerte Um« und Absah« fähigkeit auch der Marktpreis des Loses eine Reduction erfahren wird, ist fehr wahrscheinlich und auch dieser Verlust wird den kleinen Sparer in der empfindlichsten Weife treffen. Die höhere Steuer muss aber nothwendig zur Folge haben, dass der Verkehr in kleinen Losen aus unserem Lande vollständig verdrängt und ins Ausland, vorwiegend aber nach Ungarn, abgelenkt wird, wo jedoch die Steuer den Umfatz nicht belastet. Schließlich wird in der Eingabe auf die steuerpolitische Ungerechtigkeit verwiesen, die darin liegt, dass Kauf oder Verkauf eines Lofes gleich hoch besteuert werden sollen, wie Kauf und Verkauf von 25 Losen, dass beispielsweise für ein Basilica-Los, das ungefähr tt fl. 70 lr. kostet, die gleich hohe Steuer von 50 lr. zu entrichten ist, wie für 25 diefer Lose im Werte von 166 fl. 50 kr., dass ein Dombau-Los ferner ebenso hoch besteuert ist wie z. B. 25 Prager Eiseu-mdustrie-Actien im Werte von 16.050 st. Es bedarf vielleicht nur der Gegenüberstellung dieser Ziffern, um da« Unhaltbare einer derartigen Steuervertheilung ins helle Licht zu rücken. Aus diesem Grunde wird gebeten, dass sich die Kammer an das hohe Herrenhaus des österreichischen Reichsraths mit der Bitte wendeu möchte, dass bei der Berathung des Gesehentwurfs, betreffend die Besteuerung des Umsatzes von Effecten der 8 7 dieser Vorlage in der ursprünglichen Fassung wiederhergestellt werden möchte. Da auch in Kram viel Geld in derartigen Losen augelegt ist uud die Besitzer beim Verlaufe derselben Schaden leiden würden, wenn obige Bestimmung Gefetzeskraft erlangt, beantragt der Berichterstatter auf Grund obiger Ausführung: Die Kammer wolle sich in einer Petition an das hohe Herrenhaus für die Wiederherstellung der ursprünglichen Fassung des § 7 der gedachten Vorlage verwenden. Der Antrag wird angenommen. (Schluss folgt.) — (Postalisches.) Am 10. d. Mt«. trat in Klein-Priftaua.Marloz, politifcher Vezirk »belsberg, eine neue Postablage in Wirksamkeit, welche mit dem Postamt in St. Peter durch einen viermaligen wöchentlichen Fuhbotengang verbunden ist. — Seit 15. d. Mts. ist die Ortschaft Vrunava«, Vezirk Gurkselb. aus dem Vestell-bezirke des Postamt« TerMe ausgeschieden und jenem des Postamts Nassensuß einverleibt. —o. — (Personalnachricht.) Herr Vürgermeifter Hribar hat fich gestern auf einige Tage nach Wien begeben. — (Iur Etadtregulierung.) Der Polana« platz wurde im Lause des verflossenen Monats um den Flächenraum, welchen das ehemalige Slovia'sche Haus sammt Wirtschaftsgebäuden einnahm, erweitert und wird diese Fläche (als Gemeinde-, das ift öffentlicher Platz) nicht mehr verbaut. Pas genannte Haus sammt Neben« gebäuden ift abgetragen worden und es steht heute noch der Nnftanbsort und die alte steinerne Statue auf dem Platze. Die Umsriedungsmauer bel der St. Peterslirche wird nach Legung des längs derselben projectierten TrottoirS befeitigt und an deren Stelle ein eisernes Gitter aus Steinunterlage gestellt werden. D^ be"i" vo zwei Iahen projectierte Xrottoirlegung «"l der rechten Seile d« Polanastraße soll demnächst z«r «ussührung «uf der Petersslraße gelangen im Laufe de« heurigen Frühjahrs zwei Prwatgebüube zur Demolierung, zwei andere werben einer Renovierung unterzogen. — Die Demolierung'arbeiten beim Filrftenhose schreiten rasch vor» waits. — Die aus der Polanaft:ahe (gegenüber dem Finanz-Pirectionsgebäude) bestandenen zwei Gebäude ge. langen nicht mehr zum Ausbau und wird der Platz zu Negullerung«Mcken verwendet. x. — (Gewerbelijschungen in Laibach.) Im Monate December 1896 haben nachstehende Gzman, Vutterhandel; Rudolf Peterlin, Trödler-gkfckäst; Katharina Olaljeoec, Flaschrndlerhanbel; Anton KcZ,r, Ritmergeschäjt; Johann Noval, Kramerei; Alois Mlfsoni, Fuhren von Personen mit Omnibuswägen, x. * (Varnisons'Abenb.) Auch abseits vom Wege der strengen Loncertauffiihrungen findet man musi-lalische Genüsse, die eine volle künstlerische Befriedigung glwähren, trotzdem sie anspruchslos auftreten und von dcn Gästen oft nur als eine Art Unterhaltungsmusik auf' gefasst werden, die nicht erregt noch aufwühlt, sondern nur das Zichen zu frischem, fröhlichem Geplauder gibt. Und doch verdienen die Vorträge der ausgezeichneten Musillap, lie des 27. Infanterie-Regiments die vollste N?° ochlung, denn sie halten der strengsten fachmännischen Kritik stand und die Vottragsorbnung weist Stücke auf, die den verwöhntesten musikalischen Ftinschmlcker befriedigen können. Nur zu selten wird dem Musikfreunde das Vergnügt« zu» theil, die Regimenti-Kapelle als selbständiges Ganzes, unter der Leitunq ihres kunstverständigen, unermüdlich thätigen Kapellmeisters Herrn Frtsel, zu hören. Man Wirb's jedoch dem vielbeschäftigten Berichterstatter, der Kunst» genüsse verschiedenster Art in schwerer Mnge über sich ergehen lass n muss, glauben, dass ihm die Vortrage der Wackeren Kapelle mit ihrem abwechslungsreichen Programme die angenehmste Erholung und ungetrübteste Freude bereiten. Die Militärkapelle hat unter Herrn Frisel einen be» deutenden Aufschwung genommen und häit s'hr gut den Vergleich mit den besten Orchestern aus. Ihr Dilla/nt hat in jüngster Z^it einige tüchtige Solisten gewonnen, die gestern mit schönem Erfolg ihr Können zeigten, so der Violinist und C.llist in zwei mit groß-m Veisall aufgenommenen Vortrügen. Aus der reichen Vortragsordnung h'ben wir die Glanznummer», das große Potpourri aus R. Waaners Opern, das Vorspiel zum dritten Acte aus der Oper «Hiimchen am Herd» von Golbmark, dir «Traumbilder ^Phantasie» u. a. m., hervor. Besondere g,fi,l auch eine Composition von Herrn Frisel, die Po!la°Mnzur «Erinnerung an Harlberg», und ein großes Walzer-Potpourri von Kumzal. Allgemein wurde drr Wunsch nach öiterer Veranstaltung solcher anregender Ab.nbe laut; n^nn auch vicl Musik in Laibach geboten wird: Gute Musik lann man nie a/nug hö^en. .s. * (Schubert »Frier.) Am 31. Jänner wird das hundertjährige G^burlsfrst von Fianz Schubert gefeiert. Im verdankt — wie Niggli trtsfend sagt — die deutsche Nation den unbestrittenen Ruhm des lieber» reichsten unter den Vollern, und solange der Gesang auf den Üipft'N dts Mrnfchen nicht ausstirbt, werden auch Schu» berts Lkder in Mensch«nherzcn tröstlichen und beseligenden Wieder hall finden. Doch auch aus dem Gebiete der großen Vocal- und Instrumentalmusik hat der gottbegnadete unsterbliche Sohn der österreichischen Kaiserstabt Unvergängliches geschaffen, und die Musilgesellschasten erfülln» nur eine heilige Pflicht, wenn sie den Gedenktag in der würdigsten W>ise begehen. Die Philharmoniker rüsten sich demnach, das Angedenken des Meisters durch Aufführung vcn bedeutenden Schöpfungen Schuberts zu ehren. Um 31. Jänner wird ein außerordentlicher Kammer^ musil'Abenb veranstaltet, der ausschließlich Weile des Meisters bietet, u. z. gelangen zur Ausführung: das Octett sür Streichquartett, Contrabass, Horn, Fagott und Cllnmclte (o^>. 1l»3), das berühmte "Forellen Quintett» (<>,.. 114) und als Mittelnummcr d.r 23. Pjalm sür Frauenstimmen mit Ciavierbeglüitung. — Die philhar« woillsche Grs.lNchaft bringt in der ersten Hälfte des nächsten Monats die Oper «Der häusliche K:ieg» von Schubert zur Ausführung. — (Eisrnliahn-Directoren-Konferenz.) Um 14. d. M. hat in Budapest unter Vo üblichen Verlauf. Laibacher Zeitung Nr. 16. 139 21. Jänner 1897. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 19. Jänner. Dr. Erzen, Arzt, Ndelsberg. — Oresnil, "Hwarz, Frank, Franlc, Lafite. Oraf, Spielmcmn, Schieiuann, ^°ll Krapp Schütz, Me.. Wen. - Kunz, Kfm.. Graz, -^.ebellich. Kfm.- Pilotto. Kioatc. Trieft. - Oberrasch, Leder-avntant, Bozrn. - Christof, Private, Wels. — Orebenh, ^rwllte, Zirlnih. - Wolf, ttfm., Frankfurt a. M. ^ Hofbauer, Volzhundler. Neumarltl. - Karner, Priester, Oörz. Am 20. Jänner. Leih, Kf«,., ssiablonz. - - Angl, Hohen-°"»> Wandler, Fürnberg. Rafael, Fned, Eander. Kralet, Tantl, "ebl Singer. Weinberger, Leidelmaier, Poppovic, Königstein, Schlecker, Mahler, Stern, Kftte., Wien. Hotel Elefanl. Am 18. Jänner. Graf Varbo, l. u. l. Kämmerer und ^ndtagsabg.. Kroisenbach. — Drfch s. Tochter. Dircctorsgattin, ^llgor. — Vlasig, Besiher, Nonchi. — Dr. Hö'.m s. Gemahlin, »lade«», — Wegnl), Ing.- Zullioni, Thi.rarzt- Wciner. ttfm.. priest. — Venot, l. u. l. Hauptmann, Iosrfstadt. — Valeric, ^esi^r. Trnovo. — Krizej. Besitzer. St. Peter. — Reihar. ttfm.. ^ornblrn. — Hollusteiuer, itfm., Prag. — Mezzar, Ksu,.. Pi< l»w. — Hoppcnheimer. Weiß, Schrank, Frisch, Lpindler, Man« bart, kflte.. Wicn. u , ^ ^ Am 1l^. Jänner. Dr. Masner i Vaar, Goldmann, Haas, »onig. Schneider. Iamnil), ilflte., Wien, — Tausig, Kfm., ^mz. — Lagus, Kfm.; Vien. Ing., Prag. — Äacuch. itfm.. «gram. — Berti, Kfm.. Innsbruck.' — Jack, Kfm,, Klagenfurt. "" ?opp, Private, Nudolfswert. — Nupnil, Besitzerin, Idria. 77 8«bic s. Familie, Privalr, Pölland. Wolkswirtschastliches. Lllldach. 20. Jänner. Aus dem heutigen Marlte sind er» icdlrnen: 4 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stroh, l" Wagen und 2 Schiffe mit Holz. ._ __________Pllrct, jckn ,«t 5»VrsUe. _____ Vtl<° Mg,, Ml,,. M^z, fi - — weiche«, » ü—----- ^pecl, frisch , .. ti2------ Wcin.roth,.pr.Hlll. - 24 - "^ geräuchert » — 6 7 ll.Ma/ 732-6 , -3-0 > SW. mählg , " lewöltt !^0^0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur -0 6". um l'?° über dem Normale. verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ionulchcnnslv Witter vo» Wislebr.,d "^ B"U-Seidenstoffe 33 kr. bis sl. 14-ll!i p. Met. — sowie schwarze, weiße und farbige henneberg Seide vun !ib kr. bis sl. 14 65> p Met, - glatt, Ül'streift, carriert, gemustert, Damaste :c. (ca. 240 versch. Qual. m,d 2000 versch. Farben. Dessins ?c.), Porto- uud sleurrfrci lns hau<<. Muster umgehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. (12«) 6-1 8o!öon8taff-fädl-il0 t Adler-Apotheke, Laibach neben der eiMtirnen Brücke. Geffentlicher Dank. Herr Oabriel Piccvli, Besitzer der Upothele zum Engel in Laibach, war dem gefertigten Verein in der That ein wohlthätiger Engel, da er in seinem bewährten Mildthätigleitösinn auch im Jahre 1896 für das Iosephinnm, in welchem alte und erwerbs» unfähige weibliche Dienstboten unterc>ebracht sind. Mrdicamente, welche den namhaften Betrag per 153 fl. 9 lr. repräsentierten, unentgeltlich geliefert hat, was mit dem Ausdrucke wärmsten Dankes hiemit zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird. Verein der Frauen der christlichen Liebe des heiligen Vincenz von Paul in Laibach am 20. Jänner 1897. vlga Varonin Hein geborene Gräfin Upraxin, Vereinspräsidentin. (32 l) Capilliplior. Ein auf n_ysiolo_isclier Basis .aarerzeiiieiiiles Mittel, Laut ärztlichen Attesten erprobt gegen Kopfecceme, Schuppenbildung und Ausfallen der Haare. Wird seitens des k. u. k. Hof- und Kammer-Coiffeurs des Kaisers Franz Josef bei den allerhöchsten Herrschaften mit bestem Erfolg angewendet. (323) Erhältlich in '20-1 Laibach in der Apotheke Piccoli. Strasoldo, 25. Dec. 1896. Geehrter Herr Pioooli Apotheker in I_ai"bac__.. Da mir Ihre Magentiuclur vielseits uls bei Magenbeschwerden ausgezeichnet wirkend bekannt ist, so ersuche ich, mir 20 Fläschchen davon senden zu wollen. (53f>2) 10-¦ ü Mit aller Achtung zeichnet sich N. Graf Strasoldo in Strasoldo, Post Cervignano, Küstenland. Geffentlicher Dank (' ^) 12 9 dcm Herrn Franz Wilhrlm, Apothclrr in Ncunlirchcn, Nieder Oesterreich, Crfiudrr des antirhcumatischen und alltiarthritischen Vlutreiuinungsthces. Älutreinigeuo fiir Gicht nnd Rheumatismus. Wenn ich hier in dir Oessentlichleit trete, so ist es deshalb, weil ich es zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhelm, Apu» thcker in Neunlirchen, meinen innigsten Danl anszusprechen für die Dienste, die mir dessen Blutreiuigungöthee in meinen schmerz lichen rheumatischen Leiden leistete, und sodann, um auch andere, die diesem grasölichen Uebel anheimfallen, auf diesen trefflichen Thee aufmerlsam zu macheu. Ich bin uicht imstande, die mar» tcrnden Schmerzen, die ich durch volle drei Jahre bei jedcr Witterungöändcruug in meine» Gliedern litt, zu schildern, und vun denen mich weder Heilmittel, noch der Gebrauch der Schwefelbäder in Baden bei Wien befreien lonnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Veltc herum, mein Appetit fchmälerte sich zusehends mein Aussehen trübte sich uud meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach vier Wochen langem Gebrauch obgenannten Thee-5 wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es noch jcht, nachdem ich fchon sechs Wochen leinen Thee mehr trinle, auch meiu ganzer körperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, dass jeder, der in ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Thoe nehmen, auch den Erfinder dessen, Herm Franz Wilhelm, so wie ich segnen wird. In vorzüglicher Hoch» achtung «räfiu Nudschitt'Vtreitfeld, Obcrstlicut>Oattin. Course an der Wiener Mrse vom 20. Jänner 1897. N^ dem 0^^ CourM°tte ztaato.Hnlth««. "" uw>l °n«. Mat Nul)tml>er . . . l!)l 7ü lül 9ü <> VUber ucrz, Iäontr.Iul! ^UL-!i0l» ll0 ,^« <°'« V'aai«l°!e. !iü» N. ,4? i!!, 1« 25 ««?" ü°<° „ Fünftll l(X! ft. I5U liü ,5? ^'5 ""»er se , . ,ua sl, l8« 50 l«!»'bc» zo >^. " . . l>« st. l»8'i>0 l»S.'ii» N, . Ik6-l0^b7 l«u!drei,tt, slcurrftct l»8 i!ö >2U'4Ü »„," ^N.-"otenrtnls. stfueisrc» —- -^ ä "5 /!'^ ^" l^°'"!'wühl., ! "° dlo. p°r u>Nm° . . „>, l^ »M »t, "t'«bahn.Vt»»lc, ^lUal'slliba'»!!, 4''U u,« M. ! ÜUO M, 4'„...... lLI'-- lLil— ^üüi, ^"!>:P!! V,, km. 1884, 4"/, U9<»!> l00 L0 !iwl!,!!cht «."! Lndwlg ° Vahn, E,l>. lttül, 8W sl. S. 4°,„ . 88 40 10 N, ^i, »«!»<> l00 20 Uü«, U5l>Ibreiü.' 4"/^ per «asss l'^llü1liL4s> »,tu dto. p^c Utttmo .... lLli-w l22 4U d»o, Nenlt l>: ttroxenwäbr,, 4" „, 1>,'.!«!r,l s>!ri.'l', 9U U5 VU8ü -i", dlo, d!u. Per Ullim» . , »l»'6!< l»U »b diu,^l,(!.^l,Gol>, l!!0st.,4>/,^ l»3'b« l^!i !,0 bw, bto. S'lbcr «<>ü'/« bto. 3!b> 0, I, l»7«, z° „..... !l«0'50 l«l b<> »in 4>/,",„ O^ll.itrk^alÄbl.'Obl, I0l»'7!> l0l'7ü dtu. Pr^m, ^lül, ü l()U st, «.W. ilig'llU l!,3 ü<» dtn, dlo, ll 5U fi. «. W, 1bl'5>N 152 50 T^lis, Nrg, L°!« 4°,o »W ft, . l4l -- 14l «0 ^lund»ntl.' Obligation»« 4"„ unssorilch!» (N»> sl H.W.) , »?''!!> s«'"l, Alldllt üssenll. Anl»l)»n. d!°. .«nlelhf 1«7« . . !»?'«'> l0»»" Noleüsii der Etadt G«rz, . , »lL^ ^ «nlr^i! b. Ntllbtgruieinde W!e» «"^" ''" "^ Aul,?«'!! b, s!adtgs!i»'»«i!l. b. O!abl!,m, W!en >»< ^ ''>'' ' 4° „ kialn« u»n»«<.«n!tb," "« ^ U""^ Zs«ndbl«»ft ,für 100 ft.). Ändcr.all« »a i.)<>ft..ulm.Äanl verl. 4°,„ . , 100 lo ,(),_. >„o. bto »Ulähl. ,, ^°/c. - loo-,0 lUl'-- V;.irc°sse, l.«ft„»"5 ''''^° " "l-bN .. ^. zillarität«'Vbl!ga!>l""n ,sü^ l»>> ft->^ ftsrbinanbeNnrdb.'lln V»> >»"« l0« «o^lNi! 80 l>rsterr, ^oidwlftbob« . . . lll"lbba!,n ^ Ä..... l?? 4U »7» 4U t.t°. k ^, ' '«» »5 ,2Ä - Ui.u-aal»«. Nab» ^ ' '0« LN i<>»^0 4', Unl"lra!>>" «ja!,»'',' . uu-k,» ,«,».^ «aNKc<. lD°'»»au> . 7-8» «lb 0!e„« Lok' " «, - ; ' ' ^" ^," N°,h5n Nreuz.0fst.G°!.».e",fl. 20'- 2,'- Nc.'«'.«'','»''« ^"'li st. ""> N50 Nudulpl'^ol? »" ft..... i!< - "> - HalmL°!r 4" N.'^W. . . . 71'^ ?ll - Hl,»Gs!w!«Lusl 4» sl, ssM . 75- 76 - Waldslti» Uu!«' ^> sl, !l,M, . . 60'- S«'- b,«nbt»lrtdl!a>,s»al!,l >?m. . lli'?b lü ÜU !,!°. Mu, ll, <«m, l««v, , . «b'— ^7 ,. Dnnll'Acti«« (per ^<>!ck>. «>,«Ii» O<«. «a,«l »uo fi. «0°^ ». lü? »5 ll»u >lü VuüIUe«!», Wleiltr, »uu fl, . ««0 ÜU »«l — Ul'dlr,'«!!ft,,OcN,,i!(X)N,T,4<><'„ 4^5 — 457 — Vrdl..N,,st. f, Hi»,,b, u, «, »«„ ft. ^ — ... -.-.- b!u. d:». psl Ult 274 l»u «»dttdunl. «llss. un«, 200fi. , 4l»'—4l»'— Ncposlirnbnxl, All«,, Xl«) ft. . us» Ut, i!4<> — Vtcomptf.Grs., Nbrll't,, 50» ss. 7^>U — 790' - Giro u. Cay.-!»,,, Men«, W<» ,l. ^ü« — »«» l»o 1'''^po,Ijtlb.,Ot!!,,z<0l< ft.!i,l-,"/„!svdllnt, Oeß., !«'!' ft. . U4»'?b Äb<» 25 0cs,'<',r, !ll,ga>,, V«»l, M"> st , 95« - 9«^"' U«w.,ba!,l »>" N. . . - 2»?^ ^b» - «!sr!^.«!.a'!f, «'^,. 'bu ""^" HitltN nu« zlan»pusl' Mb.schl Ball'' «'"' 0 ^llbtl , —'- --'^ «u!st« t,Pl. Eilenb. ,W ft. . . '«»» l?UL Böbm, slordliadn l!>" ft. , . «7» — 274 -Äülchl'fhrab« lkis. ü<> fi. . 5!>0'üU5ül'ÜU Donau ' D«,!>pl!chissa!)rt« ° Ges., Oeslerr,, 50l» ft. l«i, . , . 487- 498 — Dul>V°b.'i,bachelV,-V.80l!sI.!3, K3'7b «475 fftlblnands^tordb. IWO fl.ll^!. 84«?. 84??, 2tmb..Illj>y Ei'tiid ° ««l«ll!chaft «oa ft. «. , . .us»-294bO Lloyd, vest., Tricst, bW N. TV. 4^4 -. 4><>b — Olsten. Norbwefth. M» ft. G. «?l - »?l ?o dto. dto. (lit. ll> »W ft. «2. ^«._ .^L ..y Pr»z°Duler!« lrs-.mwu'^G«'!,, ^«»eWt., Prly. tUilt«,'Hc:w! l«0 ft. ... l0» «» <<»,^!>» U,'«,^lali,, E«b, «<»> si, ^Uber «U»ü0 üo» l>c> Un«.W>-ftb,(^aad Gc«z)!!') »UÄ l>u «!,,!,5 U^al^hns». äc!.. «ikl, 97- «9 — znt»uNli«'Fctl»n Uiesli^sr «^»s-e! llX» ft. . . ll«^'7ü »ü ^an« «Men.Fnb. «^. «<« fl. N«l— ü«3 l.» SlllAvta:':. Stetnlohleu «0 ft. «»3-— ül5 — ,,Ochl«!,lmahl",jV<. , KM,«l'.!!.", ^ilpleri. U. «.'«. l?l'k»!> ,?l — trlfaOl Uohlen«. »es. 70 si. l«3 t,0 ,N4 «5 tUHffe,ll.>V.,t>,l.<» «z»en, l!X,N. lh-__ u,z __ ltzaa«»!! :::>l!««s».,uc!g.. lo Peft, lw ll......... 5l0'— K2U» wr. «H,,.lc'sttschllst l»'N st. . . 109 „ .^,.,,, V»uls»n, "Ulst<7d°m.......»9,^ UUÜ« D^t!ch? Pliih?...... H8'77^ l.6 „., ^oiidllu........ »19 uo l«l,^!^ Oarl«......... 4? ^, i?«0 Hl. t!tl««b>iru..... --'-. —-. Dm»,«»....... b-«» 2 70 «U.l>la,lce'O!ü!ch< Nsi,!^!>ui!l,!u!'» . . j »«'?!' »" !«^ ,1!la,len«lf>s >.»n,,f^,.., . . . ! 4,^^'> »> l-»