kklili, »lik«, Ml p?SI»VIn1^ vHes»«!n< k ^»kldo, WSel-ftMed «IskOHm»? »siwolBsWok KHoiii»s»^A«v»bG^ Lekfittlaitung. Vskvvaltung i«n6 öuek6mckss«i: ^«ridot, »)urk>i«Vi ullc» 4. ?«j«pkon lnt»nird»a S4. örl«fllct»«a l»l «wt» Äokpvssw d«kiit«g«» Mariliirer ?!?. 2SS I>I«n»t«>g. S«n Z4. S«ptsmb«? kS2S l» kil«idaf» »»u,Ue«v» Wl. 4 öarug»p»Hi»! Xdkoivn, moniil. ZI Oin. ru»tsl!«»» 24 Oli^ 6vsvt» pvit IY0N«R. v oia, tt? ^ vd».'rvati've6 englisches Blatt die Flotteneinigilng, die zwischen London und Wa-shington erzielt wurde. Der englisch-amerikanische KeniungsauS-tausch hat zu einem überraschenden Erfolq geführt. Die Streitfrage, die zu einer gefährlichen Trübung der Beziehungen zwischen den beiden anglosächsischen Ländern und darüber hinaus zur systeniatischc»! Vereitelung jeglicher Nbrüst!lng'?bemühungcn in der gan^-^n Welt führte, existicrt nicht mehr. Es ist anzunehmen, dasi bald eine große Flottenabrüstungskonferenz stattfinden wird, und das; unmittelbar darauf auch eine Debatte über die allgemeine Abrüstung den toten Punkt verlassen wird, an dem sie in Genf schon vor Iahren angelangt ist. Jede Disknssion über die Abrüstung svitzt sich in der letzten Zeit auf dic' Frage der Abrüstung zur See zn CS konnte auch nicht an ders sein, weil das Probien, des Schuhes der Landesgrenzen für die wichtigsten Gros;« mächte dem Problem der Beherrschung der Weltmeere'untergeordnet ist. Der Seerüstungswettlauf, dcr gerade in den letzten Monaten mit besonderer Heftigkeit eingesetzt hat, hat die gesamte weltpolitis^ie Lage außerordentlich vevschärft und galt lnit Recht als St)mbol für den englisch-amerikanischen RiesMkampf um die Welthegemonie, einen Kainlpf, der unvermeidlich zu eincni kriegerischen Zllsammcnstoß und zu einer neuen N^ltkatastrophe führen müßte. Es ist ein großer Erfolg deS englischen Ministerpräsiden ten Macdonald und des amerikanischen Außenministers Ctimson, daß es ihnen gelungen zu sein scheint, dieser <^^efahr die Spitze abzubrechen. Der ^»' Nüstnngsnv'tl' sauf beganil in denl Augenblick, wo es sich zeigte, das^ Amerika der einzige wahre Sie^ ger im Weltkriege geblieben ist und daß sein Aufstieg die ki'chnsten Erwartungen der Anie-rikaner und die griißten Belfürchtungen der Engländer 'übertroffen hat. Schon rechtzeitig sehen die lcitendeil anqelsächisischen Staats Männer'ein, wie gefährlich der beschritten? Weg ist und wie sehr eine Verständigung n^t tut. Die Alleinherrschaft Englands znr See, die jahrelang Mch dom berühmten Prinzip erfolgte, das; die englisch<^ Flotte stets so groß sein ninsz, wie die Flotten der beiden daranf-f!Zlgendd der kleineren Schiffe blieb in Washington ungeregelt, und auch iiber die Verteilung der für jedes Land vereinbarten Golanrttonnage auf einzelne Schiffe endstian- Die Agrarbank beginnt mit ihrer XäNgkeit Darledensgefuche werden ichon übemommen RO. B e o g r a d, 23. September. Die Priviligierte Agrarbank teilt mit, dah die Borbereitungen fitr die Ausnahnie der Tätigkeit dieses Gelbinstitutes abge» schlössen sind. In der letzten Borstandssit. zung wurden die Reglements über das Bankpersonal und über die Bedingungen, unter welchen Darlehen und 5ttedite ge» währt werden, angenommen. IMS den ZlnSfutz anbelangt, werden Dar lehen und Kredite an landwirtschastliche Or ganisationen zu 8?s gewährt, jedoch mit der Sinschrtinkung, daß die Organisation von ihren Mitgliedern sttr Regiekosten usw. nicht mehr als 2 fordern dürfen, sod-'k sich auf diese Weise der Zinsfuß auf die Mitglieder auf hikhftenS 10 58 stelt. Ml? langfristige Hypothekardarlehen betrügt der Zinsfuß Individuelle 5tredite werden gegen I0?S Zinsen gewährt. Jnteeeffenten mögen ihre Gesuche u« Gewährung von Darlehen sobald als möglich einreiche«. Die Agrarbank befindet sich Vor-lärfig in veograd, Gremsla «lica S. Die zweite piwier Konferenz Die erst« Sih««i dereils heule nachmittag» Die jugoslawische und die bulgarische Delegation sttr die Wiederausnahme der Ver. Handlungen zwecks Beilegung der schweben-den Grenzsragen sind heute vormittags hier eingetrossen. Führer der jugoslawischen Ds' legation ist der Seltionschef deS Außeumi-nisteriums B i n t r o v i ö. Die bulgarische Delegation, die bald nach der jugoslawis.hen LM. P i r o t, 23. September. in Pirot eintraf, befteht auS den GektionS« chefs AaradZov und Manilov sowie aus dem Minifterialsekretär Kuzapov. Der Delegation ist auch der Ehef des Preßbureaus des Sofioter Außenministeriums Löwenfohn bei gegeben. Die erste Sitzung findet heute nachmittags statt. ÄnternaNonales Schachturnlek in Nogoika Slatina ' R o g a 8 k a S l a t i n a. 23. Sept. Die heutige fünfte Runde brachte den Sieg Maroczys über Dr. Geiger. Canals i'rber Icvanovi,« und Brinckmanns über Ta kacs. Unterbrochen wurden die Partien Nn-binstein:Przepiorka in gewonnener Position für Nublnstein, Pirc:Dr. Singer in gewonnener Position für den erstercn, 5)önlinger: Grünfeld in gewonnener Pl'fition für letzteren, Ro2ie:Sänüsch in gewonnener Stellung für Sämisch und KönigiFlohr in besserer Position für Flohr. Furthtbarer Orkan an der RordsttNiftt RO. H a m b n r g. 23. Septenlber. An der ganzen Nordseeküfte wütet sch-^n 2 Tagen ein orkanart. Sturm, der nach den bisherigen Meldungen einen riesigen Sch.^-den angerichtet. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Sturmes beträgt Ä) bis 70 Stun denmeilen. Das Meer ist so aufgewühlt, das; die Wogen über die Dämme schlagen und stellenweise kilometerweit das Land überfluten Zahlreiche Boote und Barken sind gesunken. Zeitweise muffte sogar der Dam.pfer-verkehr unterbrochen 'N>erden, da die Schiffe nicht auslaufen können. Die Pflanzungen sind fast durchlr>egs vernichtet. Die Gewollt des Orkans ist so stark, daß starke Bäume entwurzelt werden. Kurze Nachrichten LM. B r N sse l, 23. September. Die Regierung lehnte das Ansuchen >^er Zeppelin-Gesellschaft um Bewilligung der Erlaubnis zum Ueberfliegen belgischen Gebietes mit der Motivierung ab, daß es beim - Ueberfliegen des annektierten Gebietes zu un liebsamen Demonstrationen kommen könnte. RO. Prag, 23. September In überaus feierlicher Weise wurde gestcin im ganzen Lande die St. Wenzel-Tausendjahrfeier begangen. Besonders feierlich wur d; das Millenium in Prag begangen. Der Festausschuß hielt eine feierliche Sitzung ab, in ivelcher der Obniann, Abgeordneter Krof-ta, die Festrede hielt. LM. Srem'ka Mitrovica, 23. Sept. 5>eute früh wurde an dem berüchtigten Verbrecher Odobasi der über 3i) Morde und andere Untaten am Gewissen hat, das Todesurteil vollstreckt. Dörfenberichte Z ü r i ch, 23. September. Devisen: Beo« grad9.12«25, Paris 20.30, London 25.142!?, Newyort 518.^3, Mailand 27.14, Prag 15.-^'>5, Wien 72.98, Budapest 90.45, Berlin 123.62. fsckSrztlick emptoklea luin 5ckutt gegen Lr« KÄtuog sovie gegen Äripp^ Die eckten k'ant!a^in»?a»til!en in obiger Originalpackung sincl w allen ^potkeken ertiültlict^ Radio Dienstag, den 24. September. Ljubljana, 12.30 Uhr: Reproduzierte Musik. — 13: Zeitangabe, reproduzierte Mu sik und Börse:cherichte. — 13.30: Tagesnachrichten. — 17: Nachmittagskonzert. — 19: Kinderstunde. — 19.30: Literaturstunde. — .>L0: Konzert. — 21: Orchesterkonzert. -^ 22: Nachrichten- und Zeitangabe 22.15: Leichtt Musik. — Beograd, 12.45: Schallplatten Nlusik. ^ 18: Nachnnttagskonzert. — 20: AbendkoTizert. 21.45: N. Tomaseos „Fun ken". — 22.15: Balalaika-Äonzerr. — Wien, Itt: NachmittagSkon^^rt. 20:05: Johann Strauß Valer und seine Zeit. ^ Anschließend: Abendkonzert. ^Breslau, 18.55: Im BolkSton. - 19.30: Op?r und !den Streitigkeiten. Zur Regelung aller dieser bisher offen gelassenen Fragen hat in Genf im Mai 1927 eine nur von Amerika, England nnd Japan beschickte Ko«^ferenz stattgefunden, die trotz mehrmonatiger Verhandlungen keinerlei Erfolg hatte, ja sogar noch mehr zur Verschärfung der Lage beitrug. Das Fiasko der Seeabrlistnngskonseci'nz in Genf hat jedc produktive Beratung über Abrüstung zu Lande unmöglich gemacht und tiat serner zur Aufstellung von riesigen Flottenba »Programmen in England und Anie« rika gesührt. Es ist nunmehr durchaus zu begreifen, wenn die zwischen London und ZLashington erzielte Einigung selbst von den politisÄ)l.n Feinden der jetzigen Arbeiter regierung als die wichtigste Ärt seit dem Friedcnsschlus! bezei^)nct wird. Rundfunk. — 20: M. Brands Oper „M'T« fchinist Hopkins". — Brünn, 17.45: ^ut« sc^ Sendung. — 10.05: Orchesterkonzert. — 20: Prager Uebertragung. — 22.20: Prager Uebertragnng. Daventrv, 19.45: Leichte Musik. — 20.30: Bunt^-r Abend. — 22.20: Tanzmusik. — StUlt->gar t, 1l?.!5: Frankfurter Uebcrtragluig. 20: Kmnmermusik. — 21: K. .Heynickes Hörspiel „Der Tod von Menda". — 22.i5: Populäres Konzert. — 23.15: Schlaqerstunde. — Frankfurt, 1K.I5: Konzert. — 20: Stuttgarter Ueberiragung. — 21: Stuttgarter Uebertragung. — Berlin, 17.15,: Mn-derltunde. — 1?: Unterhaltungsmusik. 20.30: Symphonischer Ivzz un'd Operette. — Langenberg, 17..'^5: ^^esperkonzert. 20: Aben^mu'ik. — 21: Einsame Musik. — Prag, 17.50: Deutsche Sendung. — 19.05: Blasmusik. — 20: Konzcrt. — Mailand, 20.30- Leichte Ä?ilsik. ^ 21: Abendkonzert. — 22.15: Varieteemusik. -- M.ln.chen, 18: ssonzertstunde. — 20: Münchner Okto-x,erfest. — 20.45: Alte nordische Volksweisen. — 21.25: Symphoniekonzert. — Budapest, 17.45: Leichte Musik. -> 19.30: Klaviermusik. — 21: Zigeunermusik. * Bei Unwohlsein ist das natürliche „Franz'Iosef"-Bitterwasscr ein angenehm wirkendes 5>ausmittcl, die Beschtver^n erheblich zn verringern, zumal oft schon kleine Mengen sicher nützen. Zuschriften von Frauenärzten loben gleicksiautend die recht nnldc' Wirkungsweise des „Franz-Josef-Wassers, die sich für den zarten Körperbau des Weibes gan^ vorzüglich eiflnet. DaS Franz Josef-Bitterwaffer ist in Apotheken, Drogerien und Spezeveihandl^ngen erhältlich. i7 Zweifelsohne ist diese Einigung nur der erste Schritt zur Besserung. Un'd selbst dieser erste Schritt kann noch annulliert werden, wenn andere interessierten Mächte aus der komnn'nden zweiten Seenbrüstungskonferenz in Washington ilhren bereits angemeldeten Widcrspruch zur Geltung bringen werden. So ist in erster Linie Frankreich sehr mißgestimmt i'lber die neueste englisch'amerikaniscbe „MariKorer Zeliunq' Nummer Verständigung. Frankreich sieht darin mit Recht den endgültigen Verzicht Englands auf irgendwelche besondere Abmachungen mit Frankreich, etwa in der Art von dem bcriich-tigten Marinsabkom'nien vom August 1928, das zu einem intermitionalcn diplomatisck)«.» Skandal geführt hat. In diesem englisch-sran-zosischen Attommen hat bekanntlich England sich verpflichtet, di,: französischen Forderungen über Mstungen zu Lande, zu unterstüt. zen. Auch nachdem dieses Abkommt.n auf da? Drängen Amerikas hin offiziell außer ^raft gesetzt wurde, war man in vielen Ländern der Ueberzeugung, daß dieses Abkcl'imoi nur ein kleiner Teil eines großen (^eheimbündnis-Vertrages ist, der noch andere wichtige Klauseln enthält und der wie die (beschichte der Entftelhung des Weltkrieges v-on li)14 bewiesen hat, gar nicht in allen Einzelheiten schrijt lich festgelegt zu werden braucht, um für die vertraflischließenden Parteien volle Giltizkeit zu besinn. Heute, wo England sich mit An^e-rika i^er Flottenrüstungen geeinigt hat, be-keine Ai'siicht mehr, in seiner Rüfwngspolitik von Enssland unterftütjt zu werden. Um so größer ist in gewissen Kreisen Frankreichs da« Bestreben, dic- englisch-amerikanische Verständigung zu unterminieren und jede weitere Auswirkung dieser Verständigung zu verhindern. Die Aktivität, die England jetzt in der Frage der allgemeinen Abrüstung entwickelt, ist als Gegenmanöver Londons zu betrachten und bildet ein Borspiel zu dem großen und entscheidenden Kampf für die Abrü^stung, in dessen Zeichen die Weltpolitik nunmehr längere Zeit hindurch ste^n wird. England albt t, daß die Protololle der Sitzungen der Pelloerfammlungeu und der dri^l'n Zsvwmlssion zur zweckentsprechenden Bccchtung der rorbereiten^-n Äbrüstuilgs-ssicu iiberweisen sind. H rbstlicfttS Zagi'eb Von Friedrich Golob. Die Zugvögel sind aus den Bädern und "oinmerfrischcl'. wieder heim.iekshrt. die „Raison" ist beendigt, um wieder hier zu beginnen. Die Platanen am Zrinjevac entkleiden sich schon ungeniert ihrer bunten Blätterpracht und in den fahlen Gesichtern jener betagten Spaziergänger, die einst — ob Bi'trger oder Aristokraten — bessere Tage gesehen haben dürften, sitzt irgendwie di? 5orge NM den komnienden Winter. Noch spendet die Sonne ihre Wärme und begünstigt das Plaudern und Kichern jnn.ier „Tagediebe" und kokettierender Nichtstuerin nen, dieser nicht einzigen „jeunesse doräe" von Zagreb, aber der ruckweise über die verstaubten Giebel streichende und kühle Wind mahnt in einem fort ans Zusammenziehen der wallenden Mäntel. Herbst..-» Da es jetzt hier keinen Menschen gibt, der über eine rein Politische Frage seine Meinungen zu äußern sich herbeiließe — sie alle, die es einst so zuvorkommend taten, sind heute nur noch Rechtsanwälte, Ingenieure. Aerzte, Reporter usw. und sonst nichts mehr ^ so entschließt man sich als Journalist klugerweise gar nicht, irgend einem der gesunkenen Sterne des kroatischen politischen Firmaments hindernd in seine Bahn zu treten. Schweigen die Menschen, die hier sehr nach Erwerb und Lebensstandard Hastenden. so sprecs)cn indes, symbolisch genug, die Dinge. In Gedanken vertieft, die sich um die Gestalt und Persönlichkeit des einstigen Tribuns des kroatischen Bauernvolkes be« )vegten, betrete ich das stolze Palais der Vraniczany, in dem Stefan Radi<^ seine größten Triumphe feierte und das die fürst-lich-pomphafte Bahre barg, an der die Bauern zu Hunderten n>einten, wie kleine Kinder. Der runde Saal im ersten Stock, wo die Bildhauerin Milcr Wood ihr Modell des R a d i 6 - D e n k ni a l s, bestimmt für Petrinsa, aus.gestellt hat, wirkt jetzt unheimlich. Ein bis heute noch nicht aufgeklärtes Schadenfeuer vernichtete einen Teil des Saalinnern mit der hohen Saal« klrppel, die nur notdürftig ausgebessert ist. Eines der hohen Bogenfenster gegenüber dem Mademiepalais ist verniauert worden. Diese Mörtelbedürftige also bildet, abge« sehen von den Vrandgeräucherten und teils vernichteten herrlichen Stukkaturen den Hintergrund des Denkmalmodells. Lächelnd steht er da, in Ueberlebensgröße. Als Sprecher vor seinen Bauern, die er, der Kurz« sichtige, nur verschwommen sah, nnd deren Pulsschläge er immer instinktiv verspürt Das 8pie! ävr ?ni»essin Varenslli Roman von Gerald Cumberland. 16 sNachdruck verboten.) „Das klingt alles wunderschön, Frank; aber es können unerwartete Schwierigkeiten eintreten. Wenn nian Dich im Auto bei Dunkelheit zu dem Schlupfivinkel bringt — wie willst Du dann Deinen Aufenthaltsort angeben?" „Du vergißt, daß ich Paris besser kenne als London. In den zwei Iahren, die 'ch dort lebte, habe ich die Stadt bis in die verborgensten Teile und Winkel durchstreift. EL gibt kein Viertel von Paris, das ich nicht mindestens genau fo gut kenne, wie das, in dem ich hier in London wohne." „Hm — aber nimm einmal an, man brächte Dich in einen entfernten Vorort hin aus?" „Man kann natürlich alles Mögliche annehmen -- in der Theorie. In der Praxis spricht alles dafür, daß solche dunklen E!e--«ente es vorziehen, ihr 5^andwerk mitten ^ Gewirr der Weltstadt zu treiben anstatt in einem stillen, kleinen Vorort." „Das gebe ich zu — aber was für eine Ehiffreschrift willst Du verwenden?" «Darüber bin ich mir selbst nocb nickt im klaren. Jedenfalls muß der Schlüssel möglichst einfach sein.' Umso schwieriger ist es für Uneingeweihte, ihn zu entziffern. Ich habe mir beim Frühstück inehrere Möglichkeiten aufnotiert." Er reichte Stansmore ein Stück Papier. Der Buchstabe T mit einem Querstrich bedeutete ein A, mit zlvei Querstrichen ein B, mit einem tiefer liegenden Querstrich ein E, ein griechisches E galt als D usw. „Verstehst Du?" fragte Frank. „Ich werde den Code nachher vervollständigen uzst^ Ulir fest ins Gedächtnis prägen, bis ich ihn so beherrsche, daß ich ihn unauffällig :n meinen Brief einfügen kann. Det Vorteil ! ist offensichtlich: mein Brief wird klar und deutlich aussehen, daß kein Verdacht aufkom !nen kann." Stansmore befreundete sich mehr und niehr mit dem klugen Gedc»: ngang des Planes, nachdem er für und wider gegeneinander abgewogen hatte, war er für ihn gewonnen. „Wirklich sehr raffiniert ausgeknobelt, mein Inge. Und wenn jemand die Sache durchführen kann, so bist Du es. Nur zwei Einwände habe ich zu machen. Erstens, an-genonimen, diese Burschen, die vor nichts zurückschrecken dürften, bedrohten Dein Leben . . .?" Frank lachte. „Da? ist das letzte, was sie tun werden, Onlel Peler. Sei unbesorg^^ selbst der Dümmste schlachtet nicht die Gans, die ihm goldene Eier legen soll. Solange die Leute nur die geringste Möglichkeit besitzen, iion mir Geld zu erpressen, werden sie mir kein Haar krümmen und mich wie einen Gentleman behandeln. Und der zweite Einwand?" „Sie könnten Irene foltern." Und aus welchem Grund?" „Um Dich zu zwingen, den Brief zu schreiben." „Aber dazn werde ich es nie kommen lassen. Selbstverständlich darf ich den Verlanten Brief nicht sos^ort schreiben; allzu große Bereitwilligkeit würde Verdacht erregen. Ich werde den richtigen Zeitipunkt abpassen. Wenn sie inir drohen. Irene zu mißhandeln, gebe ich sofort nach." „Ich verstehe Dich, Frank. Dein Plan klingt gut, außerordet.tlic^?' klug und s^in durchdacht. Das Risiko, das er einschließt, ist auf ein Minimum reduziert. Wann willst Du nun nach Skottland Aard, um Deine Absicht mitzuteilen?" „Garnicht will ich. Ich bin überzeugt, die Spitzel dieser Bande halten Scotland '^lird ständig überwacht. Ich werde Kommissar Brill sMte Abend — um sechs Uhr ist er erst wieder zu erreichen ^ anrufen und niit ihm einen Treffpunkt im Hydepark vereinbaren. Damit mau n,ich nicht von hier aus beobachtet, werde ich niir einen Wagen li')rs 5>aus stellen und während der Hanvfverkehrs zeit etwaigen Verfolgern iin Gewühl de^^ Picadilly entgehen. Ich kenne einen Chauffeur, der zu diesem Zweck zu gebrauchen ist.^ Leichteren Herzens verließ Stansmore eine halbe Stunde später das Haus. Endlich Mrde etn>as unternommen werden — daS war eine Erlösung. Obwohl er Frank aufrichtig liebgewonnen hatte, war er leicht bereit, selbst dessen Leben aufs Spiel zu setzen, wenn er nur dadurch Irene wiedererlangte. Frank setzte sich sofort mit einigen be« freundeten Redakteuren in telephonifche Verbindung, um eine vierzehntägige Vertretung für seine journalistischen Verpflich« tuugen zu erhalten. Er erklärte nur, drin« geud einer Ausspannung bedürftig zu sein. Als er dies erledigt hatte, setzte er sich an den Schreibtisch und ging an die gewissenhafte Ausfiihrung der Schlüsselschrift. Punkt s>chs Uhr beherrschte er den Code so sicher, d'aß er ihn beiin Schreiben unauffällig in d'e Schriftzüge einzufügen vermochte. Abends traf er sich mit Kommissar Brill. Es kostete einige Schwierigkeiten, ihn von d.?r Notwendigkeit und Brauchbarkeit deS Planes zu überzeugen. Hliflich hörte Brill die Au'?einandersetzunq Franks an. Am Ende schüttelte cn. Eines aus Bosnien, das andere auS Dalnlatien und Aagorien und allerorts, wo kroatische Bauern auf ihrer Scholle um den ^inen trauern . . . Zurück zum Alltäglichen! Zagreb dehnt sich ittlmer mehr. Die Bauwut reißt die alten, trauten Häuser aus den Straßen-.Zeilen gleich kariösen Zähnen aus denl Kiefer. Mehrstöckige, moderne Palä'ste erheben sich nun auch schon in seitlichen Gassen des Zentrums, wo frHer alte Adelödamen nach donklich aus beschaulichen, mit Bluln^n gezierten Fenstern hinauSblickten und ihr einstiges Zagreb immer weniger zu kennen vorgaben. Autobusse rasen durch die Ver-kehrsstvaßen, der schienengebundenen Tram-way erfolgreich konkurrierend, ganze Kolon nelt von Privatautos und Taxis jagen im Hupenlärm um die Wette. Zagreb ist bemüht, das Bild einer angehenden Großstadt zu kolorieren. In Farbe, linearer Architektur und Lkrmklang. Die Chauffeure scheinen hier unbewuszt eine Mission übernommen zu halben: sie tuten und hupen über Zweck und Notwendigkeit hinaus, ihrer Freude am tieferen Sinn einer immer neuen Kakolfonie gehorchend. Ich wünschte nur im Lärm das Versagen aller Hupen. Ohne Au'Hcht auf Erfüllung. Wer hätte es gedacht, daß auch die .ilte Oberstadt aus ihrer Verträumtheit geweckt wird? Dicht bis an die Mauern der alten Marienkirche anl Kaptol, wo die Gebeine des seligen Bischofs Lang eine letzte Ruhestätte gefunden haben, rückte das lineare Ungetünl eines modernen, mehrstöckigen Palastes l)eran. Entsetzen malt sich auf der Kirchenfassade ob solcher Frechheit !>es Ver drängcns bauhistorischer Perspektiven. Unerbittlich ist der Machtspruch des städtischen Bauamtes'. Vielleicht fühlen das auch die alten Kleinbürger aus der Vlaska ulica, die von den Bänken der Stroßmayer-Pro-menade über die Dächer der rastlosen Unterstadt lierabblickten. Dort macht gerade einer eine abweisende Hani^be^vegung. War es, um eine Wespe zu verscheuchen? Oder wollte er den Gedanken an das Sterben „Alt--Agrams" fortschicken? Wer iveiß es. So ist das l)eutigc, herMiche Zagreb. Der Schatz im Brunnen ,'^n Allegan Counti) in Michigan ließ ein Farmer einen Prunnen bohren, um sein Vieh besser tn^^Nen zu können. In einer Tiefe von 30 Metern s^md man endlich eine Quelle, nnd der Brunnenschacht »vurdc in die scr Tiefe ausgeihoben. Dabei wurde der Far-nler, der eines Abends, als die Brunnenar-beiter sich entsernt hatten, aus Neugierde in den Schacht heruntergestiegen war, verschüttet. PMe Stunden nlußte er, vo«i dcn Gestein?mass^'tt fast erstickt, in diesein Gefängnis ausharren, bis die Versuche, ihn zu retten, erfolgreich u>aren. Man mußte näinlics) init größter Vorsicht zu Werke gehen, da ninn bofiirckitete, dlaß bei den Rämnun^sarbeiten der Schacht vollends ein-stür^^n würd<. Der Farmer hatte wunder-barerwoisc keine ernsten Verletzungen erlitten, ciber ein Ziervenchock ma6)te seine Ueber-kührung ins Krankenhaus notwendig. Hier ^'hantasierte er nun unausgesetzt von (^'old-münzen, Goldgefäßen und einom Riesendia-inanten, die er auf dom Grunt^ des Brunnens gesehen haben nwllte. Man hielt dieses Reden für Kra'...heitsevscheinungen, aber auch, als der Fnrnier längst wieder gesund war, behauptete er noch immer, daß er einen Schatz im Brunnen gesehetl habe. Endliä) gelang eS t^n Brimnenbauern, den verschütteten Schacht wieder frei zu legen, und dcr Farmer ließ sich als l5rster, an einem Seil befestigt, in die Tiefe hinab. Wirklich fand er auch in einen, Seitengange, der kurz über der Brunnensohle abging, eine An zahl altertümlicher Goldmünzen, Schüsseln und einen szepterähnlichen Stab, der an der Spitze mit einom großen Diamanten verziert war. Man vermutet, daß es sich hicr um etne sehr alte Jndianersiedlung gehandelt hat, die durch irgendwelche Naturkatastrophen verschütte» wurde und deren Häuptling yier eine geheime Schatzkammer angelegt hatte. Interessant ist die Totsache, daß der Farmer das Vorlmidenfein des Schatzes in einer Art Hellsehe rtum geahnt haben muß, denn der Gang, in dem sich die Goldgeräie und Schmuckstilcke befanden, n»ar vor der Verschüttung des Brunnenschachtes nicht sichtbar. Sine Folge der TroSenvett ZW W I » « t Auch bei Drsden ist der Wasserspiegel d<.r Elbe in geradezu erschreckendem A!aße ge' fallen. WoM sttuett Amerlka? Die letzie« Worte vor der Sinrich»«n> — z« Reklamezweckie«! In einer kleinen Stadt in Texas, wo der Segen des elektrischen Stuhls noch nicht bekannt ist und wo die Verbrecher durch den Strick vom Leben zun: Tode befördert werden, saß vor einigen Tagen ein Mann in seiner Zelle, der iit einigen Minuten sei« nsten ineine Worte den Lesern ihrer Zeitungen Nlitzu-teilen: Willinnrsons Schokolade ist die beste!" Diese widerwärtige Art der Reklame soll im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten in der letzten Zcit zu einer alltäglichen Erschei-jnnng geworden sein. Die Stadt Casanovas Das veheiMki» >m die vrabstSNe Casanovas — Wo ist Casanova begrabe«? Bon R. B u l w e r. In der letzten Zeit ist das Interesse si'ir die Person des l^rühmten venezianischen Fraueneroberers wieder aufgeflammt. Ueb.'r Casanova werden Bücher geschrieben, seine Mlh vor A) Iahren beinahe vergessenen Memoiren erleben neue Auflagen, seine Abenteuer werden verfilmt und drama!i^ siert. Der Naine Casanova ist sprichwörtlich geworden und hat einen neuen zauberhaiten Klang gewonnen. Die Gestalt ist zu einer Sagenfigur geworden. Im vorigen Jahrhundert hielt umn diese einzig dastehende Figur für ein Phaniasie-gebilde. Man nannte sogar deu Nanien Stendhals, als des Echö>pfers von Casanovas Memoiren. Heute weiß man, daß Casanova wirklich gelebt hat nnd daß er nicht nur einer der größten Abentenrer, sondern zugleich eine der interessantesten Persönlichkeiten des 1K. Jahrhunderts gewesen ilt. Vor allem ivar Casanova im Besihe einer nicht gewöhnlichen Bildung. Er kannte nicht nur Horaz auswendig und war tlicht nur in der klassischen Literatnr zu Hanse, sondern war ntit den Grundlagen der Mathematik und Physik eng vertraut. Daß es dem be-ri'ihmten Abenteurer an rein geschäftlichen Sinn nicht fehlte, beweist die n>enig bekannte Tatsache, daß Casanova in Paris ein Ma-nufakturgeschöst einrichtete und daß er aus London der venizianischen Republik cin neues Rezept, baumwollene Stoffe rot zu färben, anbot. C^ ist allgemein bekannt, daß Casano^ia die letzten Jahre seines Lebens auf dem Schboß des Grafen Waldstein, eines l^nkels Wallensteins, bei Dur in Böhnien verbraiii-t.'. Nur lehr n'enige >vis!en aber, daß d'e Bcgr'^ünlisitätte Casanovils heute noch, nicht ent.icckt ist. Wie Weimar die Stadt Goethes, Bavreuth die Stadt Wagners, so ist das kleine Dur in der Tschers>osl>eivalei die wahre Stadt Casanovas. Postkarlen unt Bildern <:es großen Franeneroberers und Abbildungen der vermeintlichen Grabstätte Casan^ovas werden in jedein Papier- und Tabafladen verkauft. Jeder Einwohner des stillen Pro-vinzstädtchens wird dem Fremden den W-'g zu der bernhniten Tafel Casanova" im Park des Srl^ilosies Wlildstein weisen. In vielen Familien erzählen alte Leute, daß ihre Ahneit den sonderbaren Frentden, der anf sie einen unverges;lichen Eindruck gemacht hatte, gekannt hätten. Das Schl'oß Waldstein gehört seit 1920 nicht mehr der gräflichen Familie. Es wurde von der tichechosloivakischen Regierung erworben — hente sind im historischen Schlüsse die Büros verschiedetier Behörden, Volksschulen, svwie ein sehr interessantes Museum untergebracht. Die Bibliothek. ^^tall>g von Casaw>va zusammengestellt ^t, befindet sich fetzt in einem ..m-s^rbschloß der gräflichen Familie ^alditem. Nur der Park mit seiner roman. tllchen ^>racht, mit 'oinen oersteckten Lauben, oer.chwle^nen Weihern, ist geblieben, der park, ln dem Casanova täglich spazieren gegangen ist, und in dem er seine heute weltberühmten Memoiren auf einer Bank die gut erhalten geblieben ist, geschrieben'hat. Der einst brillante Koalier, der kühne Draufgänger, der vor nichts zurückschreckte, lm fein Ziel zu erreichen, lebte hier in seine .irinnernngen versunken, als alter gebro--'lener 5>e.matsoser, der im Elend gestorben '.'äre, wenn die Gastsreundlichkeit des Gra-dieses Asyl nicht zur Lerfngnng gestellt hätte. Dicht vor de.n -chboß liegt ein großer Teich, an dem '^asanova, wie die Ueberlieferung lautet, jtundenlang scheinbar gedankenabivesend und irSumend gesessen haben soll. Nicht weit von diesem Teich wurde bei Sanbernngsarbei-Im Im Par! ci„c Stein,«fel gefunden, die d>« Inschrist „kassanoon". sowie Dnten sei. ner Geburt nnd seines Todes (172^17'M trug. Unter der Steintafel init der sonderbaren Schreibweise des Namens wurden l^ber die sterblichen Ueberrester Casanova-^ nicht gefunden. In einer ^ssirchc? befindet sich gleichfall-Z ^ne Tafel, die man für eine Grabtafel ^asanc>vas halten könnte. Jedoch auch hier Niid keine Gebeine aufgefunden worden. Das Rätsel des Grabes Casanovas ist also nicht gelöst. Wohin aber ist die Leiche verschwunden? Das ist eine Frage, die wohl niemals beantwortet werden wird. Was das Museum im Schloße Waldstein betrifft, fv enthält es eine kostbare Samm. luiig von Kunstgegenständen, die für die Zeit, in der Casanova gelebt hat, äußerst charakteristisch sind. Man bewundert in diesem Museum nicht nur .l^unstgegenstände europäischer Produktion sowie wertvolle Ahnenbilder, sondern auch seltenej^unstn>erke aus China, Japan und Afrika, aus Ländern, die damals Europäern kaum zugänglich wa ren. Man sieht japanisches Porzellan von uuschätzbarem Werte, märchenhaft schöne Vasen, wstbare Schalen, geheiinnisvolle Figuren, Chinoserien von erlesenstem Ge^ schniack, inkrustiertes Elfenbein, Ritterrüstun 'gen von ungeheurer Pracht, das ausgestopfte Roß des Her.^s von Friedland, auf dein er die Scharen seiner tapferen ü^ämpfer iin dreißigjährigen ^.Eriege znm Siege ft'rhrte. Besonders wirkungsvoll ist noch die riesige Malerei auf der Decke, die den Grafen Wallenstein, eineil der Ahneit des berühmten Helden des dreißigjährigen j^rieges mit sei« nen 24 Söhnen darstellt. Alle diese Gegenstände hat der große Kenner der Kunst und der Lebenskünstler Giacvino Casanova, dessen Gebeine an uiibekannter Stelle ruhen und der als einzig dastehende Persönlichkeit in der Geschichte weiterleben wird, als Gast des Schloßherrn von Waldstein in einsainen Stiniden bewundert. Eine Stadt auf dem Meeresgrund Bei deit archäologischen Ausgrabungen iln Chasonesos, einer griechischen Kolonie in der Gegend des heutigen Sebastopol, wur-deii zahlreiche Funde vrin großer wissenschaftlicher Bedcutuiifl geinacht. So entdeckte iiinil die Rnincii von alten Türinen aus dein 4. oder 5). Iahrhiind^rt v. Chr. Die Stadt ivurde ii'ahrscheinlich bei einein gewaltigen Naturereignis voin Meer verschlungen. Sie ist jetzt von Taucherii auf dein Meeresgrunde ivieder entdeckt wordeii. Witz und Humor Fragliches Lob. Papa Preibsch inöchte scinen Iiingen gern iil cin Internat geben. Papa Preibsch hat aber Sorge wegen des Essens. „Wie steht es mit der Verpflegung?" fragt er den Direktor des Instituts. „Bekommen die Jungens auch kräftig und reichlich zu essen?" „Aber gewiß," führte ihn da der Direktor an das 'Fester und zeigte rhni einig<^ beson. ders woihlgen'ährte Schüler. „Sehen Sie dort die Jungen?" Sie sehen sehr ii^hl aus." „Und das siilt, bloß Halbpensionäre," ,?r. klärte der Direktor stolz. I. H. R. ^^MariVüker Gümmer den ?!. l^eptemÄer 1V2I. /^«Zeale (^HZ^s«FZc M a r i b o r, ^3. September. ZV Äakre SausbeMwmin sllr Maribor und Llmgebung Glaser zum Ehreuvbman« und Bett M«rko zum Ehrenmitglied gewählt Wie wir Iicrcits in unserer ^rühau!-k^al'c kurz erwähnten, wurden die ciestrigen Ver« nnstaltungen de) diesjährigen Hausbesitzer« sonl^resses, der Samstag und Eonntag in unserer Traustadt tackte und an den: Gäste aus allen Teilen des Staates teilnahmen, unt der Iahresuersaunnlung des !^andeZ-Verbandes der Hau-Msihervereine für Slowenien eriissnet. An der Generalversammlung im Unionsaale beteiligten sich u. ) Vorstandes wird >im November anläs^lich der festlichen Begehung deS ^Ojährigen Bestandes des Hausbesitzervcreines in Ljublja-na vorgenommen werden. Im weiteren Verlaufe der Generalversammlung gelangten auch einige Begrüf^ungs depeschen der .Hau'^besitzerorganisationen aus Wien. Berlin und Budapest zur' Verlesung. Es wurde der Beschlus^ gefas^t, die nächstjährige Generalversammlung in Ptuz^ abzuhalten. Au: Internationalen HauS-bositzerkongrest, ^der vonk 2.V bis 2l). d. M. in Berlin tagt, wird auch Jugoslawien vertreten sein. Um 11 Ilhr wurde eine M a n i f e st a-t i o n S v e r s a ul m l u n g abgehalten, die hauptsächlich denl Mjährigen Bestände des Mariborer Hausbesitzervereines galt. Der Präsident des Reichsverbandes Herr 0 a k; k o v i 6 drückte dem Iubilanten die Glückwünsche sämtlicher Hausbesitzerorga.^i-sationen IugvslawienS aus. An Se. Majestät wurde ein Huldigung'^telegramm abgesandt. Der Obnlann des jubilierenden Vereines Herr Dr. Fan inger entwarf sodann in kurzen Umrissen den Werdegang des Hausbesitzervereines von Maribor und Uu> gebung und die Erfolge, die die Organisation im Laufe der Jahre erzielen konnte. Im Laufe der Festisitzung wurde die Mitteilung gemacht, daß der lokale Verein ein eigenes .Heim zu errichten gedenkt. Zum Zeichen der Anerkennung der Verdienste um die Organisation wurden die Herren Julius Glaser zun: Ehrenobmann und Veit Mur? o zuul Ehrenmitglied gewählt. Im Nanlen der Hausbesitzer in Oesterreich begrüszte die Mwesenden Herr O t r und brachte in seinen Ausführungen zum Ausdrllck, daß .Hausherren in Oesterreich hinsichtlich der freien Verfügung über die Wohnungen noch bedeutend schlechter daran seien als in Jugoslawien. Nachmittags veranstalteten die Kongreßteilnehmer A u s f l ü g e teils uach A.ila, wo das Kraftwerk besichtigt wurde, teils nach Pekre, uin einer Einladung des Grasen I Meran zu folgen. latS waren in der Zeit vom 1.). bis 2l. d. M. iul Bereiche der Stadtgemeinde Maribor je eine Erkrankung an Diphptherie (mit tödlichem Ausgang), Tnphus und Scharlach zu verzeichnen. m. Fürchterlicher Unfall eines Maschinen» schlossers in der l^isenbahnwerlstätte. Hente vorulittag ereignete sich in d<.r hiesigen Ei-senbahnlverkstätte ein fürchterlicher Unfall, wel6,cr in seine«i Auswirkungen beispiellos ist. Aus unbekanntem Grunde platzte bei einem großen Dampfkessel pliitzlich des Ventil, wobei der 20jährige in der Ptujska cc-sta wohnhafte Maschinenschlosser MatthLas Sven 8 ek durch den ausströmenden Damvs sowie durcki das l)erausspritzcnde siedende Wasser fürchterliche Brandwunden am ganzen 5dörper erlitt. Die Verbrennungen '^es bedauernswerten Maschinenschlossers sind ersten und zweite^: GradeS. Die sofort herbeigerufene Rettungsabteilung brachte den Schwerverletzten umgehend in das A^ge-meine 5krankenhaus. nk. Vergewaltigung. Die Polizei nahui heute den in der Meljska cesta wohnbaften SchutMacher Achlncd fest, der beschuldigt wird, vor einigen Tagen ein minderjähriges VMchen vergewaltigt zu haben. R., welcher übrigens verheiratet ist, wurde den: Kreisgc-richte eingeliefert. «. 5ve>is»l.i «UIU» ««v««!«« IN. Erwischt! Der dienfthabende Wachmann machte gestern abends am Kraija Petra trg einen Nadfahrer stellig, welcher ohn<. Licht daherfuhr. Da der nächtliche Nadfahrer nicht recht die Herkunft feineö Fahrrades angeben konnte, nahm ihn der Wachmann auf daS Poli^eikommifsariat mit. Nach längerem Leugnen gestand nun der Bursche, daß er ldaS Rad vo? einer Stunde aus dem Hofe des Hauses 'Mejna ulica 18 entwendet hatte. IN. Eine alte Sünderin. In einein hiesigen Hotel ließ sich bereits vor einigen Tagen eine Frauensperson^ nieder, die angab, die Kontoristin Olga M. auS Celje zu sein. Da die Ge^iannte auch ständig Besuche zweifelhafter Art einpfing, verständigte der .Hotelier hievon die Polizei. Wie nun seitens die« ser s<.stgcstellt n?erden konnte, handelt es slch unl die bereits neunmal vorbestrafte Pcosti« tuierte Georgine M a t ko aus Ljubljana, die übrigens auch wegen zahlreicher sonstiger Desik.e von der Polizeibehörde gefucht wird. nr. Feuergefahr durch ungelöschten falk. Heute, bald nach Mitternacht wurde vom diensthabenden Wachmann in der Mlinska ulica eine große Rauchwolke wahrgenommen, die aus denl .Hofe der Eisenhandlung P i n t e r >!< L e n a r d herauszukommen schien Der Wachumnn hielt Nachschau nnd konnte feststellen, daß der im .Hof aufbewahrte ungelöschte Kalk infolge von Feuchtigkeit zu dampfen begonnen hatte. Mit Hilfe einiger dortiger Bewohner konnte jede Gefahr beseitigt werden. m. Schwerer Karambol. Gestern nach mit tag sties^en an der bekannt gefährlichen Straßenecke Slovenska-Gledali^ka ulica ein Zweispänner und ein Autotari zusammen, wobei einerseits die Wagendeichsel abgebrochen nud anderseits mehrere Scheiben am Auto zertrümmert wurden. Außerdem erlitt das eine Pserd eine leichte Verletzung am linken Hinterfuß. m. Ein unvorsichtiger Radfahrer. Ein gewisser Ludwig D. stieß gestern abends in der Trstenjakova ulica niit dem Rade den Maurerpolier Franz Koren um, wobei diesem die Hose vollständig.zerrissen wurde. Außerdem erlitt er Hautabschürfungen an der linken Handfläche. m. Unfall. Die -l^^jährige Köchin Th'-res? Kocmut glitt geftern am Grajski trg so unglücklich aus, daß si<:^ zu Boden stürzte nnd sich hiebei das Knie schwer verrenkte. Die 5icttungsc!bteilung brachte sie inS Kranken» Haus. ui. Perhastet wurden an: Lanfe des gestrigen TageS insgesamt sechs Per^'nen und zwar Juliane G. und Iosefine D. wegen Landstreicherei. Therese T. und Johann P. wegen nächtlicher Rubestö''""a sowie Mar- tin P. wegen Diebstahls und Achmed R. wegen Vergewaltigung. m. Die Polizeichronit des gestriaen TaqzZ weist insgesamt 20 Anzeigen ans. davon 2 wegen Nichteinhaltens der Sperrstunde "Nd 7 wegen Ueberschreitnng der Verkehrsvor-schriften sowie se eine wegen nächtUchsr Ruhestörung. Diebstahls, öffentlicher Gewalt tätigkeit und Betruges. ?lußerden: wurden je eine Verlust- und Fundanzeige erstattet. ul. Fremdenverkehr. Im ?au^e der beiden letzten Tage sind 150 Fremde, davon 36 Ausländer, in Maribor zugereist und in verschiedenen Hotels nnd Gasthöfen abge-stiegen. m. Spende. An Stelle eines Kranzes siir den verstorbenen .Herrn Pauser spendete Frau E. B ü d e f e l d t der hies. Freiwilligen Feuerwehr und deren Rettungsabteilung den Betrag von .'^0 Dinar. .Herzlichsten Dank! Das Komimando. m. .Nriegsinvalide sowie deren Angehörige werden im Sinne einer Verlautbarung des 2tadtmagistrats darauf aufmerksam gemacht, daß die schriftlichen Anmeldungen zwecks Weiterbezuges der Invalidenrente spätestens bis 30. November d. I. an das zuständige Invalidengericht zu richten sind. nr. Wetterbericht vom 23. September 3 Uhr früh. Luftdruck: 737; Feuchtigkeitsmes-fer: — 14; Barometerstand: 739. Temperatur: -i- Windrichtung: NW;' Bewölkung: gan; Niederschlag:0 n? Belika lavarna. Heute Montlig Aabo-rettabend. Dienstag und Mittwoch Experi-mentalabende des H. Soengali. 12lZ9!) * ZMe Arten moderner Handarbeiten finden Sie billigst und in großer Auswahl im Atelier „Valencienne", Gosposka ulica Nr. 34. 11989 * Unterricht im Weihnähen wird erteilt im Wäscheatelier „Valencienne", Gosposka ulica 3 t. ii988 S. K. Zelezniear.Tanzschule. Mit 1. Oktober eröffnet der S. K. 2elezniLar dez Gambrinushalle seinen allseits beliebten Tanzkurs. Tanzabende finden jeden Dienstag und Freitag statt. Anmeldungen 'werden in: Geschäft V. K o s i am Kralja Petra t?7 entgegengenl?mmcn. »X^KO« slnä 6Ie besten 8ckUde! Bei Erkältungen, Schnupfen, Halsschmerzen, Nervenschmerzen, Reißen bewirkt täglich ein halbes Glas natürliches „Her-kules"-Bitterwasser normale Magen- und Darmtätigkeit. Erhältlich in allen Apotheken nnd Drogerien. Aus Eelje roiii«i<>s Ani Donnerstag, den 19. d. M. abends wurde der 22jährige Bergarbeiter Ferdinand Z u p a n c aus Spodnja Reöica bei I^öko beim „Fensterln" in Trnovi hrib bei Lasko vom 20jährigen Bergarbeiter Franz andolf aus Huda jama ertappt. Z.vi-scheu beiden entspann sich ein Streit, in dessen Verlaufe Kandolf seinem Nebenbuhler einen Mefferstich in die linke Brustseitk versetzte. Zupanc wurde bald nnt dem Messer in der Brust aufgefuuden und zun^ Bezirksarzt Dr. ö e d e nach Lasko überführt, erlag aber bald darauf der fchweren Verletzung. Kandols flüchtete nach seiner Tat in die Wälder, wurde aber bereits am nächsten Tag von den Gendarmen aufgespürt und nach Lasko gebracht. c. Die beiden städtischen Sannbäder wuf- den am Freitag geschlossen. Hiemit ist die eigentliche Badesaison beendet. c. Bautätigkeit. Der Gemeinderat viZN Eelje beschloß in der letzten Sitzung am 25. August, deni Industrieunternehmen H. I. Bergmann in Zwittau einen Baupla^ für eine Tertilfabrik beim Unterlahnhof zu verkaufen. Ter zu diesem Zweck bevollmächtigte Finauz-, Wirtschafts-, Bau- und Wasserregulierungsausschuß beschlossen am 30. August, der erwähnten Firma, vom Bauplatz des Bürgerversorgungsfonds beini Unterlahnhof 18—20.000 Quadratmeter zu 10 Dinar zu verkaufen. e. ThelZterabonnement. Das Nationtil-theater in Mari-bor, welches auch Heuer ftändige Gasts>piele im Stadttheater in Eelje veranstalten wird, schreibt ein Abonnement für Vorstellungen s10 Schauspiele und 5 Overetten't aus. Das Abonnement wird in Bor der Eröffnung der DolttuniverfitSt Wie sich unsere Leser noch erinnern werden, beschloß das Kuratoriuni der Studienbibliothek vor einigen Monaten, ihre Räume in? Kasinogebäude ausschließlich sür eigene Zn>ecke zu verwenden, weshalb auch die Veranstaltungen der VolkSuniversitär, die bislang in 'diesen Räumen Gastfreuud-schakt genoß, entfallen müßten. Das an'das Kuratoriunl der Studienbibliothek gerichtet Ansu6)en der VolkSuniversität, den erwähnten Beschluß rückgäugig zu niacheii bezw. die Abhaltung von Vortrögen in, Lesesaale dennoch für einige Zeit zu eriuöglichen, wurde abschlägig beschieden. Eine offizielle Regelung der Angelegenheit ist aber vorläufig noch nicht ersolgt. Trotzdem ließ die Leitung der VoUS-universibät nichts unversucht. Sie leitete eine Sannnelaktion ein, die den Beweis erbrachte, daß die Institution zahlreiche Anhänger ?>esitzt. Der Vorstand faßte de^hal^b den Beschluß, alle Kräfte anzuspannen, nni das Eingehen dieser wichtigen Volkl-ansklärungs Institution zu verhindern. Der Vorstand der Volksuniversität nahm die für die bescheidenen Mittel der Institn-twn fchweren Bedingungen der Pächter des Apollo-Kinos «an, um in diesen: Saale Vorträge veranstalten zu können. Unr jedoch dies zu ermi)glichen, muß der Saal entsprechend nmadaptiert werden, wozu die Zustimmung der Stadtgemeinde als Eigentümerin des Kasinogebäudes . sowie der Pächter notivendig ist. Vorläufig ist diese Zustimmung noch nicht erfolgt. In der Erwartung einer befriedigenden Lösnng der Angelegenheit hat die Leitung der Volksuniversität bereits einige Vortragende verpflichtet. Der Arbktt inir 98 sreii' Plätze >ab. Arbi't erhielten l.'i inännjiche und '»-i ! »veibltche Personen, 29 reisten auf Arbeitsuche ab und 10 wurden ausser '^videuz gesetzt, so daß zu Wochenende noch 527 Arbeitsuchende in Evidenz verblieben. Voiin 1. Jänner bis 21. September suchten insgesaint 4311 männliche und 2l52 weibliche Perso-i^en Beschäftigung, wogegen nur 38^^' Plätze zu besetzen waren. '^Arbc.it erhielten 2791 Pe-..-sonen, 1001 reisten auf Arbeitsuche ab und 2291 N'urden außer Evidenz gesetzt. Durch die Arbeitsbörse in Maribor erhalten Arbeit: 3 Winzer, 3 Meier, 12 jtnechte, I 'Spengler, 4 Schuhniacher, 3 Tischler, 2 Säger, 1 Tapozierer, 1 Lithograph, 30 Bergknappen, 2 .Hufschmiede, l> Maurer, 4 Zim-inerleute, 3 Kesselschmiede, 1 Maschinist für Herzegowina, mehrere Lehrlinge (Schniiede, Bäcker, Tischler, Schneider, Lederer), ferner Mägde, 10 Köchinnen, 12 Dienstmädchen. 1 bessere Wirtschastexin, 2 Küchenmödchen, 3 Erzieherinnen, 2 Stubenmädchen, 1 Erzieherin zu einem Kinde, l Serviererin, 1 Lehr-inädchen aus dem Handelssach, 1 Zahlkellne-rin, li .HilsSarbeiterinnen, 1 Köchiil sür Bi-tolj, 1 selbständige Beamtin, 2 Lehrmädchen (Näherinnen), 1 Lehrmädchen lLtrickerinj. ni. Evangelisches. Mittwoch, deil 2^. d. M. unl 20 Uhr wird in der Chrlstuskirche die bereits angekündigte „Feierstunde religiöser Kunst" stattsind^^n. Wirkliche .Kunst in vollendet küstlerischer Form geboten, soll hier nicht nur ansprechen, sondern auch erbauen. Der Eintritt ist frei. Bein: Aus^^ang wird eino .Kollekte eingehoben lverden. iir. Das Amtsblatt sür die .Kreise Ljubl,'a-na und Maribor bringt in seiner Nummer 9t u. a. die Verordnuug über die Organisation des .Heeres- uud Marineministeriums. ni. Auszeichnung eines heimischen Ge. wcrbetreibenden. Der hiesige, in l)er Eafova ulica tätige Schneidermeister .Herr Rudolf S t i b e r c hat für den Kronprinzen Peter ein schönes Kleid verfertigt und abgesandt. Daraufhin erhielt er voiu Hofmar-fchallault in Bled die schristliche Verstiändi-gung, daß Ihre Majestät die .Königin Herrn Stiberc sür das schöne Kleid ihren herzlichsten Dank ausspricht. n,. Stand der onfteckendeli Krankljeitelt. Nac.z einer Milteilung des städtischen Pl)ys!- ^enStag, k^n Gep?ember 1SZS fünf aufeinanderfolgenden Monatsraten mit Oktoberbeginn gezahlt. Die Preise im Abon nement sind folgende: Logensitze (abgegeben werden nur ganze Logen) fünf Raten zu 75 Dinar in den Hinteren, zu Dinar in den mittleren und zu 50 Dinar in den vorderen Logen; Parterrefitze fünf Raten zu 70, 00, 50 und 35 Dinar, Galeriesitze fünf Raten zu 30 und 25 Dinar. Abonnement« einschreioungen werden bis Samstag, den 28. d. M. in der Buchhandlung GoriLar ^nd LeskovZek vorgenommen. Sport Das..Edelweiß"- Strabtnrennen Auriö erzielt die beste Zeit des Tages. — Skasa erringt die Klubmeisterschaft. Bei herrlichstem Wetter und vorzüglichen Strahenverhältnisscn kam gestern das grosse Straßenrennen des rührigen Radfahrervereines „Edelweift 1900" auf der Triester NcichSstrasze zur ^Austragung. Die Beteiligung war überaus rege, sodaß sämtliche Rennen einen interessanten Verlauf nahmen. Die b e st e Z e i t des Tages erziclkc Iur i e auf Tteyr-Wciffenrad, welcher die W ku7 lange Strecke in der vorzüglichen Zeit von 1:53.45 bewältigte, während die K l u b m e i st e r s ch a s t des veranstaltenden Vereines S k a s a errang. Die Grazer Fahrer, die in recht staatlicher Anzahl erschienen waren, konnten sich wegen des liügcligen Terrains nicht durchsehen. Der E i u l a u f gestaltete sich folgender-maßen: Hauptrennen: 1. Ivan Juri <1 (Perun) 1:58.45; 2. Ckasa ?sranz sEdelweiß) 2:0.15; Z. Ivan Lah (Perun) 2:13.40. Fünf Wettbewerber muszten disqualifiziert werden, da sie den Wendepunkt nicht Passierten. Als Zweiter in der Älubmeisterschaft placierte sich Adolf T nl e h. Herrensahren: 1. P s ch u n d e r (Edel-weisz) 44.15; 2. Polegeq lEdelweif;) 44.30; I. LeZnik (Edelweift) 47.15. Das A l t h e r r e n f a h r e n inußte wegen Erkrankung mehrerer Mitglieder ver schoben werden. Den Ehrenpreis der "mechanischen Aerksiätte Divjak errang somit Ivan I u r i e. Außerdem gewaun jeder Gruppensieger je ein Paket „Margo", gestiftet von der Molkerei-Genossenschaft und Obstkonservenfabrik. Abends fand im Klubheim die Verteilung der Preise statt, welcher sich ein gemütlicher Familienabend anschloß, bei ivelcher Gelegenheit der bekannte Humorist .^uka sowie die Sängerrunde viel zur heitere» Stimmung beitrugen. . Dos Pokalfinale „Maxibor"-„Primor le" führte gestern zu einem 3:V« und nicht 3:1-Siege des Mariborer Kreismeisters, wie in der Montagsnummer irrtümlich gemeldet wurde. : Das große Grazer Motorradrennen, wel chem gestern über 10.000 Zuschauer beiwohn ten, brachte den Zagreber Rennfahrern wieder herrliche Erfolge. So konnte Staats-ineister ä t r b a n auf seiner unverwüstlichen B. S. A.-Ma^chine wieder sämtliche wichtige Rennen siegreich beenden. Desgleichen gewann U r o i aus Zagreb den Preis d5s österreichischen AutoklubZ. Kino Vurg-Kino. Bis Mittivoch wird das ausgezeichnete Lusts.piel „Kaezmarek" nnt Hans Ju-nkermann, Ernst Vcrebes und Evi E v a in den ?>auptrollen gezeigt. Zwerchfellerschütternde Komik. Union-idino. Bis Mittwoch as^it der sensationelle Abenteurerfilm „König der Akro» baten" mit Karlo A l d i n i^ Siegfried Arno und Hans I u n k e r ni a n n als Hauptdarsteller über die Leinwand. In Vorbereitung: „Schwester Maria". Das Drama einer grossen Entsaguug. Volksiivlrtsekaft VroteNionlsmus und Mtistbegllnstigung Die N»l«e«digkeit einer griindliche« enn nicht unmöglich machen. Die Meistbegünstigungen stellen demzufolge eine Waffe dar, mit der ein Vertragspartner, an den gar nicht gedacht wurde, den: anldern Ver-traasstaate in den Rücken fällt und die Entwicklung seiner Volkswirtschaft hemmt. Die Zahl der Handelsverträge, die eine siÄ)tbare Verbesserung der innerstaatlichen L-age und der Intensivierung der Handelsbeziehungen mit sich gebracht lhaben, ist gering. Heute ist der Abschluß neuer Verträge sehr kompliziert, und kaum ilnüberwindbare Hindernisse machen oft den Abschlns^ wicl'tiger Verträge überhaupt unmöglich. Die Schwierigkeiten liege^i selbstverständlich in erster Linie im ^allgemeinen Protektionisnlus, der in fast allen Ländern herrscht, der feinen Widerstand in den Grundzügen der Wirtschaftspolitik des eigenen Staates begründet findet. Dies hat sich in letzter Zeit in Amerika gezeigt, wo jede Vevhanldlung über den eigenen Zolltarif abgelehnt wurde, wobei jedoch die Vereinigten Staaten anf Grund der Meistbegünsti-gungsklaufel alle Vorteile, die die anderen Lätider nach mühseligen Verhandlungen erreicht haben, automatisch einheimsen. Der zweite Grund aber liegt in den Begünstigungen felbst, da kein Staat gerne!^on-zessionen macht für Gegenkonzessionen, die er auch ohne jedes Entgegenkommen erreichen kann. Im Sinne der Wirtschaftspolitik eines jeden Staates ist es begründet, daß die einheimische Produktion, besonders wenn sie Dimensionen erreicht hat, die einen Ex-Port unbcidingt und unumgänglich erforderlich machen, so weit als es nur geht, beschützt wird. Diese Art des Protektionismus ist aber nur dann gesund, wenn sich der Import des gleichen Produktes mangels Bedarfes überhaupt überflüssig macht. Da es auch Länder gibt, die trotz der Meistbegünstigungsklausel die Einfuhr frem-der Waren auf die Weife unterbinden^ da^ sie eigenen Produzenten bedeuteeide Unterstützungen gewähren und dafür verlangen, daß einheimische Produkte selbst bei viel billigeren Angeboten aus dem Auslande und besserer Qualität der angebotenen Ware zu berücksichtigen sind, andernfalls diese Subsi-dien eingestellt werden, wie dies z. B. Spanien und zum Teile auch Italien eingeführt hat, gewinnt selbst die Äausel an Bedeutungslosigkeit. Wie weit sich die aus diesen Feststellungen ergebenden Tatsachen bei dnr jugoslawischen Handelsverträgen mit fremden Äaaten bemerkbar gemacht haben, ist ja ganz deutlich an den eigenen, in den letzten Jahren entstandenen Exportkomplikationen zu sehen. Die Handelsverträge konnten nicht verhindern, daß unsere Getreidesendungen nach Griechenland, Oesterreich und Italien und teilweise auch nach der Tschechoslowakei nahezu, in einzelnen Fällen sogar ganz einge« stellt werden mußten, daß unsere Mühlenindustrie infolge Mangels an Ausfuhrmöglichkeiten zugrunde geht und daß unser Viehex-pvrt in letzter Zeit unter dem Protektionismus Oesterreichs empfindlich gelitten hat. Sie halben >aber andererseits nur sehr wenig zur Entwicklung unserer heinnschen Wirtschaft und zur Emanzipation vom fremden Importe beigetragen. Wenn auch noch vor kurzer Zeit zugegeben werden mußte, daß sich unsere heimiische Produktionewirtschaft erst im Ausbau befindet und iveider die Qualitäten, noch 'die Quantitätnr zu liefern imstande war, die das «feit Jalhrzeihnten pro-dulktionSgewohnte Ausland lieferte, so beginnt heute unsere Industrie doch mit einer Erzeugung, die in vielen Wllen der fremiden Produktion an die Seite gesdellt lvevden kann, und ist bereits so lveit vorgeschritten. daß sie, wie es z. B. bei der Textilindustrie der Fall ist, ein ganz außerordentliches Konsumgobiet im Jnlande versorgt. So mininwl die Erfolge sind, die unsere, die Einsuhr verhinidernde Wirtschaft durch die .Handelsverträge er'halten hat, um ^so größer sind die Verluste, die unsere ausführende Produktion durch die Konzessionen an fremde Staaten erlitt. Wenn auch, wie schm eingangs erwähnt, der internationale Protektionicknus die teilweise Ursache zu dieser, Gri-gens nicht nur bei uns, sondern in vielen anderen Staaten bemerkbaren Tatlsache darstellt, so trägt doch die ?^i'stbegünstigulrgsklQusel in den Handelsverträgen als zweischneidiges Schlvert die Hauptschuld daran. Geralde in den Donaustaaten, >die sich, ihrer Lage entsprechend, die weitgehendsten Zugeständnisse nmchen könnten und müßten, ist^iese Klausel das besondere Hemninis. Die zur Erleichterung des Handels geivährten Begünstiigungen fallen automatisch auch anderen Staaten zu, ivas aber nicht im Interesse dieser Donaustaaten gelegen ist. Der Ausweg aus dieser Situation ist nicht leicht und dürfte heute wohl von allen europäischen Staaten gesucht werden. Das Ideal einer ziveckmäßigen ^s'^andelsver-tragspolitik dürste NDhl der Abschluß lang, fristiger Verträge sein, die die Herabsetzung der Zollsätze auf ein Minimun? und deren Bindung auf eine Werse festsetzen, daß weitere Begüisitigungen überhaupt ausgeschlossen oder nur mit ganz außerordentlichen Konzessionen anderer Staaten erkaust werden können. Frairkreich, die Schweiz und Deutschland haben sich in letzter Zeit dieser ^ee genähert und dürften in Hinkunft dem Abschlüsse solcher Verträge zustreben. In den Nachfolgestaaten ist die Zollpolitik aber noch nirgends so ausgeprägt, daß es ü>ber Nacht gelingen könnte, dieser neuen Hanielsvertagspolitik nahe zu kommen. Bei uns in Iugoitlawien ersordert dieie Sache noch ein grünidliches Vorstudiuni, wi^il wir zu sehr in ein Netz von unprakü-schen und unrationellen Handels.verträgcn eingesponnen sind, hauptsächlich aber da-runl, iveil unsere Zollpolitik noch immer nicht in ein entschiedenes Stadium getreten ist und wir noch immer in der Kiellinie verschiedener Vertragspartner lavieren and bisher noch nicht zur Erkenntnis der Selbständigkeit gekonnnen sind, die eigentlich erst die Grundlage für die Bestimnlung dar-ftellt, !velckie Art von Zollpolitik wir in: Interesse unserer eigenen Wirtschaft zu führen nötig haben. Unsere Industrie ist zu schwach, als daß sie schon sachlich mit ^r Forderung nach einem Schutzzoll durchdringen könnte. Daher liegt 'das Schivergewicht unserer Zollpolitik auf dem Exporte, und wir sind in der Lage. Konzessionen zu machen. Wenn auch unsere Einfuhr in den letzten zehn Jahren um etwa 10 Milliarden Dinar höher war als die Ausfulhr, spielt dieser Dif-feren^betrag am Weltmarkte keine Rolle, und wir stehen vor diesem Weltmärkte als gleichberechtilgter Partner da, der ihm ebensoviel bietet, als er von ihn: aufzunehmen in 'der Lage ist. Die Beiivegungen ßur Ver. besserung unserer Qualität und zur Förderung unseres Außenhanidels kommen die« ser Idee nur entgegen. Unsere VertrastAPartner werden sich da» her gefaßt machen müsien, daß die Zollrevision der irächsten Zeit, die die Voriirbeit für 'die Revision der Handelsverträge, zu ider es ja doch in «absehbarer Zeit konrmen musz, mit der Politik 'der Meistbegünstigungen, die auf unfern Markt, wie auf jedenr intsrnatilonalen Markte ü>^rhaupt, henr-:nen!d wirken, aufzuräunien ibeginnen wird'. Ob wir dabei der erste Staat sein werden, oder aber ob noch vor uns andere Staaten, besonders in Mitteleuropa, den Weg Ve-schreiten, 'ist noch ungewiß. > Desider F r i e d. "Vür die uns anläßlich des schweren Schicksals-schlage s zugekommenen zahlreichen Beweise war- mer am Anteilnahme, sowie siir die Bekeiligung Leichenbegängnisse danken lpir allen, insbesondere dem Radsahrerklub „Edelweih". /amilie Devetak. 127?l äsder «utZergevotinticti nleclere p/eise bei xivöter /^U5v»dl. von lersvsttsn, Pullover, «ivztvn, «litsn st«. cZer sIoxvenlZeken. serbokroatiscken und cieutseken Lpracke in unä Lclirikt mäckt!«^, perkelit ii: 8ten0j?i-Äp!:ie unc! ^asckInLckreiben. suclit in einer Kanüle!. >venn mösrlick in ?tuj väer !n äer Um?e-bunxi' von ptuj, unterzukommen. ^U8ckrikten sinä Ziu ricliten an piclüer. lnseraten-Z^quiZition äer »IV^aridor^r ^eitunx«. ?tul. l!?579 s prims IsksISokvI L A psims IskelSplel, nur er8tkl»ssixe >Vsre, sovie ^ » nur LckelZorten, okkeriert 2um prompten öe?ux ^ > 2u AulZersten Isß^espreiZen (nur v^sxß^onveiser o » Ke2uß^) k^irma IV^k>I Z ^ ()b8t^r0Lk2nc!Iunß^, Koroslca c. l 26-128.1. «.229^ ^ ) MarNiorek'Mung" ?ao. vrknmms, vm??. 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