Laibacher Zeitung. Nr. 282. Pränumerationspiel»! Im «ilomptoir ganzj. fl. 11, halbj. N. 5.na. Yür die HustcNuna in« Hau« halbj.5olr. Mit bcr Post ganzi- st. 15, halbj. fl. ?.^". Samstag, 7. December Insert! onsgtbilhl bis 10 Zellen: imal eo ft., üm.»«lr., Zm.I fl.z sonst pi.^cile im. «lr.,«m.8ll., «m. U! lr. n. s. w. Inll. 1867. Nichtalntlicher Theil. Laibach, 6. December. Dcr durch die Abstimmung des HcrrcuhauseS iu ^' Frage dcr Vcrfaffuugsrc uifi on hervorgerufene Conflict ist durch dcu von unS gestern mitgc-theilten Beschluß des VcrfassungsausfchusfeS gelöst, ^ach Wieucr Vlätteru ist cS außer Zweifel, dciß auch ^,^ Plenum des Abgeordnetenhauses diesem Vcschlnssc !c»tts Anöschiisfcö zustimmen werde. In Abgeordneten. Ucisen dcr verschiedensten politischen Partcischattirnugcu ^U'd cin solches Ergebniß mit Znucrsicht avisirt. „ Im Herrcnhau'sc dürften die Vcrfassungsgcsctzc erst "achstc Woche zur Vcrhaudluug gelangen, und man glaubt, bah dieselben in dcr vom Abgcorductcuhausc wiederholt Mcslclltcn Fassung werden angcncmmcu werden, im ""tcrcsse des Friedens im Inneru. Diesem Gedanken ^b auch der Berichterstatter des VcrfassnngSansschnsscs, H"'r v. Kaiscrfeld, in der Sitzuug des VcrfassuugS-""sschusscs Ausdruck, indem er hervorhob, daß die Cou-"ssioncu, welche das Abgcordnctcuhaus in autouomisti-!chcr Richtung gemacht hat, uicht den Polen im Reichs« l'alhc, sondern dem berechtigten Eigculcbcu dcr vcrschic« bcnen Völkcrstämmc lind vor allem den ans Erzielung Mies wahrhaft dancrudcu Friedcus im Iuncrn gcrich-ttten Acstrcbnugcn gegolten haben. Ill dcr römischen Frage zieht sich Frankreich nach ""' neuesten Rede Monsticr's vollständig auf die Sep. lcinber . Convent ion zurück. Bon Concessionen "" Italien scheint nicht mehr die Rede zn sein. Die Sicherheit dcS Papstes ist daS erste Gebot der Rcgi» U'ügöpolitit, welche im Parlamcut stark angegriffen wird. Herrn Thier 5 scheint sie zn wenig katholisch. Herrn ^ucronlt zn wenig antikatholisch zn sein. Von Er-lialtnng der weltlichen Macht wird übrigens in dcn ^cgiernngscrkläluugcu direct uichto erwähnt, uian darf sie aber wohl indirect daraus dcducircn. Unter dicscn drängende» Umständen vcrbrciteil sich Gerüchte über die schwankende Gesundheit des h. Balers, welche dcr „Patric" 'n Privalbricfm aus Rom bestätigt wcrdcu. Das Befinden des h. Vaters soll seit einigen Tagen lebhafte Besorgnisse einflößen. Während dcr lctztcu Ereignisse hatte Sc. Heiligkeit viel Festigkeit nnd eine große Cncrgic ll^zeigt, settdein ist aber ciuc gewisse Reaction ciugclrcteu, l"'d die heftigen Gemüthsbewegungen habeu einen vcr-^U'lichen Einfluß anf ihn geäußert. Seine Züge sind sehr verändert; sein Nervensystem ist sehr angegriffen, nnd die Aerzte dringen anf eine vollständige Rnhc, welche sich Pius lX. indessen versagt, indem er auf die Dringlichkeit seiner Ncgicrnngsgcschäftc bei dcr jetzigen Sachlage hinweist. Ans Rußland bringt unS jetzt jede Post Nachrichten, welche wir dcr Aufmerksamkeit österreichischer Russophilcn empfehlen muffen. Cin Erlaß des Gonvcr. ucurs von ^itthancn beschränkt die Erwerbung unbeweglicher Güter durch Ausschließung dcr Indcn nud Nicht-rnsscn, oder katholischen Russen. Dcr Gouverneur von Volhynien seinerseits untersagt die Unterweisung dcr Vancrn in dcr polnischcn Sprache nnd die Erhaltung dcS Polcnlhnms im ^andc, so wie überhaupt dcn Gc» branch dcr polnischcn Sprache bei Geldstrafen von 20 bis W Rnbcln zn Gunsten der orthodoxen (griechischen) Pfarrschnlcn. Das ist das Ideal freier nationaler Ent» Wicklung, welches dcn Moolauftilgcrn vorschwebte. 5i8. Sitzung bcü IbgeorbllctcnlMscs am 4. December. Auf dcr Miuistcrbant: Ihre Erccllcnzcu die Herren Minister Freiherr v. Vcckc, Graf Taaffc. Präsident Dr. Gistra eröffnet die Sitzuug um 11 Uhr 10 Minuten. Das Protokoll dcr lctztcn Sitznng wird vorgelesen und genehmigt. Präsident theilt mit, daß ihm die vom Herren-Hanse über die Staatsgrundgcsctze uud die Vcrfasfuug gefaßten Vcschlüfsc von den» Präsidinin dieses Hauscs zugckouuucu sind und daß er dieselben iu Folge dcr iu dcr lctztcn Sitznng erhaltenen Crmächtignng dem Per» fassnngsausschnsi überwiesen habe. Nach Erledignng einiger Petitionen und Bcantwor-tnng ciucr Interpellation wird zur Tagesordnung geschritten. Erster Gegenstand ist der Bericht dcs Fiuanzans» schlisscs über die forme llc Bchaudluug dcr Rcgicrnngs. vorläge, betreffend die Bedeckung pro 18^8. Berichterstatter Abg. Winterst ein erstattet dcu Bericht. Dcr Ausschuß habe zwar die Ueberzeugung, daß die Vorlage t'cin genügendes Bild des Fiuauzcrfor» dcrnisses gebe; er schließt sich aber dcr Ansicht Sr. Excellenz des Herrn Finanzminislcrs an, daß. eine vor» länfigc Prüfung derselben snr dic künftigen Bndgctarbci» tcu nur von größtem Nntzcn scin könne. Er beantragte daher Namens.des Ansschnsscs: „cs sci cin Bndgetansschuß vou 24 Mitglicdcru aus dcm ganzcn Hansc zn wählen, welchcin dcr uorlic-gcndc Etat dcs Finanzministerinms so wie sämmtliche nachfolgenden Beilagen des Finanzgesetzes zur Vorbe» rathung und Vcrichtcrstattuug zuzuweisen sind." Dieser Antrag wird ohne Debatte angenommen und die Wahl als erster Gegenstand anf die nächste Tagesordnung gesetzt, Folgen Berichte des Petitionsausschusscs. Dr. Pajer rcfenrt unter andern hierauf über dic Petition dcr Gemeinde Knczal (G rafcubru u n i in BczirkcFcistriz?) um Erlassung cincs Gesetzes, nach welchem die Gemeinde in Streitsachen zur Vornahme cincs Vcrglcichsucrsnchcs berechtigt würde (wird dcm Justizministerium zur gehörigen Würdigung bei dcr Vor« läge dcr Eiuilprocehordnnug abgetreten); dcr Civiliugcnicnrs iu Nicdcröstcrreich um Organisation des StaatSbaudicnstes swird dem Ministerium des Innern zur gehörigen Würdigung bei dcr Rcorga« uisatiou des StaalsbaudicnstcS zugewiesen.) Nachdem die Abgeordneten Skcnc, Vidnlich uud Stcffcus für dcn volkswirtschaftlichen AnSfchuß übcr mehrere Petitionen rcfcrirt, wird die Sitznng nm 12 Uhr 45 Minnlcn geschlossen. Nächste Sitzuug Samstag. Parlamrntarischks. Wien, 5. December. In dcr vorgestern Abends slattgefuudeueu Sitzung des Ausschusses zur Revision dcr Wucher-gc setze wnrdc von Dr. Klier dcr von ihm verfaßte Eutwurf cimS GcsctzcS übcr die Aufhcbuug dcr Ziustaxc vorgelegt. Iustizministcr von Hyc, welcher im Ausschüsse cr-schicn, sprach sich dahin ans, daß cS zweckmäßig scin dürfte, vorderhand von dcr Ansarbcitung eines Gesetzes übcr die Aufhebung des Wuchers im Ausschüsse abzusehen, da dic Regierung geneigt sci, selbst mit einer dicsfälligcu Regierungsvorlage vor das HauS zu treten, früher jedoch noch ob dcr in Galizicn herrschenden cigcu. lhümlichen Verhaltnissc Recherchen cinlritcn wolle, da c« vielleicht nolhwnidig cl schcincn dürfte, bezüglich dcs Wuchers für dicscs Kronland besondere Bestimmungen zu treffen. ES wurde beschlossen, zur nächsten Sitzung Mit«' glicdcr aus Galizicu cinznladcn, in dcr Berathung dcS diesbezüglichen Gesetzes fortzufahren und es fcinerzeit dcm Hansc vorznlcgcn. Dcr Ausschuß sprach sich ferner im Principe für die Frcigcbunss dcr Privalpfandlcihanstaltcn aus und wird in seinen ferneren Sitzungen die darauf bezüglichen Aulrägc formulircu. smiMon. Ans Uütclllai». Anfangs Drcrmbrr, ^ans^il oder Plansch - Eis Wasser — Uudcmlliarlcit — ' "''>"'>'s>,;m a» Ol'nliain — An ^aibach — Das Prä dcr -""Km Grisi^ _ DaS Mrnschcnlrlicn — Uüftr Krain — Bc- schridclihcit - Tchüchtnnhcit - Schwßpmllt.) ^ ^- ^>. Ich Will so kühu uicht sciu, mein Schreib, c^tt eine Causcric zu nennen, cincsthcils, weil ich dics ^°lyt mit Vergnügen cinciu Alexander DuiuaS, ciucin Mlmil Goltz überlasse, andererseits aber. weil ich das ^u,g kci seinem guten dcntschcu ^tamcu nennen möchte'. ' "'öchtc mit uieincn Lesern einen ganz gemüthliche!, ^llU'sch" nrraugircu. kciucu ..Tratsch," bchütc! Mau , "l"U uiir dicse Freiheit jctzt gcwiß wcuigcr übcl, als l,,^' ich hic nud da mittcu iu dcr Saisou dcr Bäder .^ Neiseu Sic durch's Feuilleton ^ spazieren führte. fM ist's Winter, der Stnrnl fpiclt mit dc,l Schnee, tie^"^ d" Zephyr ist flöten gegangen; ja. jctzt ist's ' ,'ler Wi,i,^ sclbst in Uutcrkrain; doch fürchten Sie fi?/' '"cinc Damen, daß ich Sie deshalb anf's Eis la?"/, Ich fömitc dies doch uicht thun; denn trotz allem s> tue Sonne das Eis noch nicht recht werden lassen, so sendet der uutcrkraiuischcu Erde noch hic und da ^, Hlncichcllid warme Blicke, daß daS Eis vor pnrcr in I""ll "bcr diese Nebcswürdiglcit der stolzen Damc ^ '"' wicdcr schmilzt, woraus hic uud da ein Rnhr. «»/ '"'<")t, der an Weichheit und unfehlbarer W.rknug sch «'wlssc Theile unseres äußercu Ichs cincm B'rch' c 3?"'" "icht nachsteht. Sie schcu. cs hat a lcS ' " Schattcuseite», auch die Souue mit ihrer wlntci- lichen Liebenswürdigkeit; denn mit dcm Eise wird man. chcin kleinen Jackson Haines sciuc Freude zu — Wasser. Es geht uus nichts besser, als dcm Wicncr Gcmcindc' rath, dem alle scinc Qucllcnprojcctc in den Vrnnucu falleu. Es ist cinc altc Geschichte, daß die Menschen un. dankbar sind, daß wir abcr anch niemals anstchcn, nns dies selber sattsaiu vorzuwcrfcn. Undankbar ist mau alich gcgcu das Wasscr. Oder liegt nicht ciue tiefe Verachtung gcgcu letzteres in dcr landläufigen Iccdensart ausgeprägt: ;u Wafscr wcrden? Das arme Wasscr! — Nnr dc,n Jahrhundert dcs Bieres, dcm Jahrhundert, das unser armes Wasscr zu Dampf prcßt, lönucn wir dicö bittere Unrecht vcrzcihcn. .. ^ .. ^ ^ - ^ Sie werden cs vielleicht uupa^cnd findcu, da» ich mich zum Anwalt dcs Wchers auswerfe während ich meinen Artilcl doch „ans Unttrkraiu" übcrschrlcbcn habe, wo dic gütiqc Sonne Sicbcnundsechzigs einen kost. lichc» Wcin heranzog; abcr Sic vergcsscn dabc,, memc ^cscr daß ich Obcrtraiil uoch nicht vergas daß mir d,c herrlichcn Wildbächc dcs HocWndcs, seine tosenden Wasserfalle nnd träumerischen ^ccn noch nicht rccht ans dcm Sinn wollen. Mag's anch unvorsichtig sei», so mcl übcr das Wasser zn schreiben, ich riskirc cs. Wie leicht, nicht wahr könnte man ^abci dcn Boden verlieren, dcn neutralen Boden dcs FcnillctouS, iu Unticfcn versinken, von denen Schiller sagt, sie lägen ..noch bcrgcticf m pnrpnrucr Finsterniß" da. Er hatte recht. Ich will u, solche Unticfcn sie nicht locken, trotz meiner Lnst, das Wasscr'Thcma noch cinc Weile zu variü'eu; ich will Erbarmen haben mit dcu zartcu Füßchcu uud Sticfcl-chcu mciucr Leserinnen nud sic wieder ins Trockene bringen, nachdem ich bei dcm Cxcurs uur dcu Versuch wagte, ob mau bci Wasscr nicht auch kurzweilig sciu könne. ' , ^ . ^, Jetzt sitzt die Kurzweil m dcr Stube belm Ofen, die Blätter dcs Waldes schaut sie fallen und hängt dabei mancherlei Eriuncrnngcn nach — — doch, mö-gen sie fallen, die Blätter des Jahres, gleichzeitig steigen dafür dic Blätter dcs Tages das Abonnement wird lebhafter, die Vcscr eifriger und genauer, sogar die Leitartikel fiudcu Nehmer. Wir machcu nns nichts daraus, wenn uns auch hic und da ein Eorrcspondcnt aus Ncrliu oder vou der Seine stei-gcu läßt" nud uuö etwas aus dcu; „Blau. oder Gclb-buchc" weiß machen will, was im Grnnde genommen schwarz war. Dcu Journalisten ist cs ja gestattet zn combinircn", d. h.. nns der ^nst zu greifen; cs ist dies sogar nothwendig, damit cö auch hic uud da etwas zn dcmcntircn gibt. Der. Fcnillclonist kann nicht so leicht dementirt werden, ihm wird's als Scherz gerechnet, was man dcu Herrcu hier oben als cinc „pnre Erfinduug", als icdcr Begründung entbehrend", „als vollkommen entstellt" an« zurechnen pslcgt. Wir Plandcrcr da untcn siud ciu mun. tcrcs Volt und nehmen uuS hic und da ctwas hcraus-ich bin sogar so dreist und will einigen meiner ttescru übcr die Achsel gucken, während sic sich mit meinem Fcu ll. ton beschäftigen, '^""n^ In einem traulich warmen Comptoir siut i>.,i s^. nanntcr ..urfidelcr Kops" vor dem Schvc b :^ ^ Fcnslcr hcrciu schaucn dic verschneiten Nerae ^' ^"'" liest - die ?aibachcr Zeitung. Der Y.3 ' ^/ H"" lcinc Rnh, ich mnß ihm das Handwerk leae," ^." '"" dcr urfidcle Kopf vor sich h „ wn .l//. ? ^ ^'"'""^ früher Vorfrühliug das ^au ab s ,°i '.^ ."Urne ein lich. - Etwas wcitcr obcn an ^ l ^ ^ U°"i herbst, ein Duodez.Casiuo ci. w.>^ ^"" Save weiß ich unter dcn ^csccabinctte V ^ Nenß-Schleiz-Grciz alied 'u s^n l^ !, ' . sscu corrcspondirendcS Mit-3 sen !^ ^ "^' b'e Ehre habe Auch da wird ü e ^/^ ?" Rüttelt dcn Kopf: Betrachtungen uder das Wasscr . aus Unlcrlrai» - ist der 1920 Nach Schluß dcr heutigen Sitzung dcS Abgeordnetenhauses wurden aus den Abtheilungen in deu Aus« schuß zur Vorberathung der RcgicrnngSvorlagc betreffend die Kosten der öffentlichen F i u dcla u st altc u gewählt die Abgeordneten: Dr. Ärcstl, von Conti, Dr. Dehne, Icsscrnigg, Ritter Kotz v. Dobrz, Freiherr von Lasscr, Schürcr, Ritter u. Montecroee, Victoren. Der Ausschuß hat sich auch sofort constituirt und zn seinem Obmann Abgeordneten Freihcrrn v. Wasser, zum Obmannstellvertretcr Abgeordneten Dr. Scrinzi Ritter v Montccrocc und zum Schriftführer Dr. Dehne gewählt. Der VerfassuugSau S s ch n ß beschäftigte sich in seiner heutigen Abcndsitzung zuerst mit der Berathung über den Gesetzentwurf betreffend das StaatSgrundgcsctz über die Ausübung der Regicrungs« und der Vollzugs» gewalt, respective mit den uom Hcrrcnhallsc beschlossenen Abäuderuugcn des Entwurfes dcS Abgeordnetenhauses. Der von dem Hcrrcuhausc ncn beantragte Artikel 1: „der Kaiser ist geheUigt, unverletzlich und unverantwortlich" wurde über Autrag des Referenten Dr. Wafer angenommen. Den Zusatz zu Art. 0: „der Kaiser empfängt und schickt Gcsandte" beantragt Referent Dr. Wafer abzu-lehnen, aus dcm Gruude, weil derselbe nicht in dieses Grundgesetz, soudcrn in eine gemeinsame Verfassung ge-höre. Abgeordneter Dr. Brcstl erklärte sich dagegen für die Annahme dieses Zusatzes, well das darin dem Baiser zuerkannte Recht demselben unzweifelhaft zukomme. Reichskanzler Ministerpräsident Freiherr u. B e n st spricht sich für den Antrag des Referenten Dr. Wafer auf Ablehnung dieses Zusatzes aus, cbeu weil es selbst» verständlich ist, daß das Recht, Gesandte zu empfangen ulld abznseude», dem Kaiser znstchc und mau dagcgcu leicht, wenn dieses Recht ausdrücklich dcm Kaiser nnr in einem sür die im Rcichsralhc vertretencil Königreiche und Vänder erlasscueu Gesetze vorbehalten werde, daraus un-richtige Eouscqucuzen vom Standpunkte der dualistischen Gestaltung des Reiches ziehen könnte. In gleichem Siuue äußert sich auch Abgeordneter Dr. Herbst, uuo wurde hierauf die vou dem Herren-Hause beschlossene Abänderung des Artikels ^ abgelehnt. Auch deu von dem Hcrrcuhause neu aufgenommenen Art 7: „das Müuzrccht wird im Namen des Kaisers ausgeübt", uegutragt Referent Dr. Wafer wegzulassen, weil dieses unzweifelhaft ist. Abgeordneter Dr. Brcstl dagegen spricht sich für die Beibehaltung dieses Artikels aus. Abgeordneter Dr. Herbst hält diesen Artikel eben-salls sür nicht nöthig, da ans der Weglassnug desselben leine dualistischen Cousequcnzen gezogen werden können. Schließlich einigte sich der Ausschuß sür die Äeibchaltuug dieses Artikels. Die Aenderung des Art. N (Recht der Behörden, Verordnungen zu erlassen), so wie der Znsatz zu dem Art. 12 (Verpflichtung der Executivbchörden, die Verantwortlichkeit der Staatsdicncr gcltcud zu machen) werden nach dcm Antrage des Referenten augenommcn. Hierauf schritt dcr Ausschuß zur Berathung des geänderten Gesetzentwurfes eines Staatsgrund-gcsctzes über die richterliche Gewalt. Hicbei wurde der von dem Herrcuhanse neu stylisirte Art. Z: „Der Wirkungskreis der Militärgerichte wird dnrch besondere Gesetze bestimmt" über Autrag des Rcfercuten Dr. Wafer angenommen und ebenso über Antrag des Abg. Schindler der von dcm Hcrrcuhause neu stylisirtc Art. <), betreffend die Absetzung oder Versetzung von Richtern nutcr den dort vom Hcrrcnhausc normirlcn Fällen. Abg. Dr. Zyblikiewicz bekämpft die Aeuderuug des Artikels 42, nach welcher es heißen follc: „für die im Rcichsrathc vertretenen Königreiche nnd ^äuder besteht der Oberste Gerichts« uud Eassationshof in Wien" statt: Gerichtshof in Wien als Eassationshof. Iustizministcr u. Hyc setzt dagegen auseinander, daß sowohl in der ncncn Eivilproccßordnung, als auch der neuen Strafproc^ßorduung der Grundsatz ourchgc-führt ist, daß in der Regel nur die zweite Instanz über Vcrufnngcn meritorisch entscheidet. Nnr in Eassa-tionsfällen cutfcheidct der Eassatioushof auch mcritorisch, daher cS sachlich richtig ist, daß der EassatiouShof auch Oberster Gerichtshof ist. Diese Aenderung wird angenommen, Im Gesetze über das R cichSgcricht wird die einzige Aenderung dcS Herrenhauses (Art. 5) angenom. men wonach die Mitglieder des Reichsgerichtes zu glci-cheu Thcileu aus den vom Hcrrcuhausc und den vom Abgcordnctcuhausc Vorgeschlagenen ernannt werden, auch Bcslimmuugcn betreffs der Ersatzmänner getroffen werdcu. Es gelangt nun der vom Herrcnhause abgeänderte Entwurf des S t a a tsg r u n o g c setz c s „über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger" zur Berathung. Rcfercut Dr. Sturm beautragt die Annahme der Acudcruugen des Herrenhauses bei Artikel 3 uud 4; die erstere stylistischer Natur, die zweite dahin gehend, „actives und passives Wahlrecht zn der Geincinoevcr-trctnng" zu setzen statt „Wahlrecht zur Gemeinde- nnd ^andcsvcrtretung". letztere Aenderung unterstützt insbesondere Abgeordneter Dr. Herbst, indem er auch darauf hinweist, daß er bei der ersten Berathung dieses Gesetzentwurfes fchon für die jetzt vom Hcrrcuhausc bc-schlosscne Fassung sich ausgesprochen habe. Beide Aenderungen werdcu von dcm Ausschusse auch augcuommmen. Die Acuderuug im Art. 10, wouach die Beschlagnahme von Briefen auch im Falle einer Kriegsgefahr nud innerer Unruhen (statt nach dcm Beschlusse des Äbgcord» ^ ucteuhauses „iu Kriegsfällen") vorgenommen werden darf, hält Rcfcrcut für so wichtig, dliß dadurch geradezu das Bricfgchcimniß preisgegeben wird. Er beantrage daher die Ablehnung dieser Aenderung, da überdies auch im Artikel 20 desselben Gesetzes sür dic Fülle der Kriegsgefahren nnd Unruhen vorgcsorgt ist. Abgeordneter Schindler spricht sich für die Aufnahme des Ausdruckcs „inucrc Unruhen", aber gcgcn die Beibehaltung der Aendcrnug „im Falle einer Kriegsgefahr nuS. Abgeordneter Dr. Wafer will beide Aenderungen beibehalten, jedoch mit dem Znsatze „nahe Kriegsgefahr." Abgeordneter Dr. Herbst beruft fich darauf, daß im Artikel 20 für diese Ausuahmsfälle vorgedacht ist, und hält oic Stylisirung des Herrenhauses und die dort gebrauchten Ausdrücke für zu uubestimmt und dehnbar. Gegenüber den Abgeordneten Wolfrnm nnd Baron Eichhosf, welche die geänderte Fassuug des Herrenhauses vertheidigen, weist Dr. Herbst darauf hin, daß im Jahre 1802 das Ab-gcordnctcnhauS nur deshalb das Gesetz jum Schutze des Briefgeheimnisses fallen ließ, weil es eben diese Einschränkungen sich nicht gcfallcu lassen wollte. Dr. VanhanS befürwortet die Aufnahme der voi» Hcrrelchaufebeschlossenen Aenderung, um nur das Zustand kommcu dieses wichtigen Gesetzes nicht zu gefährden. Da' gcgcu sprachen Dr. Sturm nnd Dr. Dcmcl, welch Lch' tcrer der Ansicht ist, daß H .'17 des Dclcgationsgcschck die Garantie biete, daß auch das Herrenhaus die Grm'dc des Abgeordnetenhauses würdigeu und das Zustande» kommen sämmtlicher Vcrfafsnngsgcsctzc nicht in Fnißc stellen werde. Sc. Ercellcuz der Reichskanzler bemerkte, daß dc^ jetzige Ministerium au dcm Grundsätze dcS Bricfgchciü!' nisscs festhalte, er glaube aber, daß mau in Fälleu cilicr Kriegsgefahr die Regierung iu den Stand setzen nnissc, energisch anftrctcn zu können. Als praktischer Politiker müsse cr die Fassung des Herrenhauses bcsürwortcü, i/' doch hiczu bcmcrkeu, daß die Praxis der Regicrnug dari» bestehe, das Bricsgchcimuiß aufrcchtzn erhalten und in" in AuSnahinSfälleu von den durch das Gesetz ihr ci»' geräumten Rechten Gebrauch zn machen. Er gebe z» bedenken, daß, wenn die Verantwortlichkeit des Mnw slcriums uach der einen Seite dic strenge Durchführi»'^ der Gesetze gebiete, andererseits schwer uud noch schwew' die Verantwortlichkeit dcr Regierung bei der Eventualität eines Krieges in Bezug auf dic mögliche VcrmcidM uud den AuSgang desselben wiege, nud mau mö^e dics' Verantwortlichkeit nicht außer Acht lassen. Man niiis/ anch überzeugt sein, daß das Ministerium bei einer bc< vorslchcudcu Kriegsgefahr und iiuicrcn Unruhen ihr 2?or' gehen zu verantworten haben und sich nicht dcr Möc,licl!' kcit aussetzen werde, cinc frivole Auffassung beider (5ol>-junctnreu zu vertreten; anch gebe cr zu bedenke», daß man im Falle eines bevorstehenden Krieges mit dcr lwiü Abgcordnclcnhanse aufgcnomnicncn Beschränkung andctt>> ^änorrn gegenüber sich im entschiedenen Nachtheile bc< siudcn würde. Nach einigen Bcmerkuugeu dcr Abg Dr. Hcrl'sl uud Schiudlcr, welche ihr Votum aufrechterhalten, >v>^ dic Acndcrung dcs Herrenhauses uud ciu diesbezügliche' Vcrmittlnngsantrag dcö Abg. Dr. Banhans nbgelch'l' Die Aendcrnng dcS Art. >:>. (administrative Posl' verböte finden anf inländische Druckschriften keine Anwc»' dnng) wird angenommen, cbenfo wie jene des Art. 1-l, 'wonach derjenige, welcher der nach dcm Gesetze hicz» berechtigten Gewalt eines audcrn untcrslcht, zu cil'^ kirchlichen Handlung oder Theilnahme an einer tirch>>' chcn Feierlichkeit gezwungen werden kann, und des Art. l5), wonach jede Kirche oder RcligionSgcscllschaft >>" Besitz und Genuß ihrer für Cultns-, Unterrichts' »»^ WohlthätigtcitSzweckc bestimmten Anstalten, Stiftn»^» nnd FondS bleibt. Die vvm Hcricnhansc beschlossene Streichung ^ Wortes „gemeinsam" im Art. Kl, betreffend die hä»^ lichc Rcligiousübnng von Anhängern eines gesetzlich nicht anerkannten Religionsbekenntnisses, beantragt Nest^ rent abzulchucu: dagegcu spricht sich Abg. Schuld^' für die Annahme dicfcr Acndernng aus, wc-il dicstll'< tciue wcfcutlichc fei. Minister u. Hyc führt aus, daß die gemeinst»^ Ncligionsübuug uou Auhäugcrn nicht anerkannter ii"'^ fcfsioneu an das Versammlungörecht gcbuudcn bleibe" müssc nnd dicsfalls eine Ausnahme nicht zulässig st'- Die von dcm Hcrrcnhansc beschlossene Aender»^ ocS Artikel l<> luird hierauf, nachdem anch noch Äbg^ ordnclcr 5tliranda sür dieselbe gesprochen, angcnoiii!»^' Nlensch bei Trost!? Und der ^cseucrciu beschließt eine' Interpellation an sein auswärtiges Mitglied, des Inhaltes: In Anbetracht dcr bedauerlichen psychologischen Symptome dcs letzten Fenillclons erlauben nur lins zn fragen, ob erstcns dcr Wein gerathen, uno wenn, ob zwei» tens dcm Befragten nicht etwa daS „Radel anfgcssangcu" sel? — Ich werde diese Frage in „cincm dcr nächsten" Feuilletons beantworten. In einem PostHause, an das ich noch oft gerne denke — nnter einem Fichten-Schutzwald steht es über 2Vo geht'S > unö Mcnschcu. Aber der faselt uom Menschenleben und pa^, nicht, werden Sie sagen. Sie verzeihen, ich kann tM nicht mit der Thür inS Haus fallen, das „Packen" l!'-sich erst mit der Zeit, ich bin erst gan; knrzc Weile l)i<^ ourfte nnd tonnte also bishcr nnr ganz sorgfältig s"^ dircn, um zu scheu, wo cS anzugreifen sciu wird, b<^ Unterkraincr Menschenleben. Habe ich das einmal hc^ ans, so will ich'S schon recht ordentlich „packen" >'". eS Ihnen zeigen, was mir bei dem Griff iu der H^' blieb. Gewiß, Sie sullcn damit zufricden sciu. . was, daS so eine Fcuillctouisten-Sccle lind scincu ^/hl tisch erfreuen kaun. Für wahr, ich hab's uin Sie dient, ich, dcr so oft für das Wahlrecht der.3^ ftlaidirtc. Ich kann nicht dafür, wcnn ich dabei d» . gefallen biu, nnd daß ich'S bin, ist nicht mcin lle»'! ^id. , A Jetzt aber mache ich den Schlußpuukt und "1 ^, den Setzer, ihu ja recht genau nachzudrucken, da»" leinen sinustörendcn Druckfehler dabei begeht. ^d Verzeihen Sic, die Feuilletons dcs December > lang, wie seine Nächte. Pnntt. 1921 Die Aenderung im Art. 17, wonach dic betreffende > ^N'chc oder NcligionSgesellschaft für den Unterricht in den Schulen überhaupt Sorge zn tragen hat, statt, wie es m dem Entwürfe des Abgeordnetenhauses hieß, blos n'.r „den Ncligionsnntcrricht in den Volksschulen", fo wtc dic Aenderung im Art. N) dahin gehend, daß die Gleichberechtigung aller landesüblichen Sprachen in Schule, ^uut nnd öffentlichem Leben vom Staate anerkannt wlrd (statt „gewährleistet") nnd zwei stylistischc Acn-ocrungcn in diesem Artikel werden ohuc Debatte angenommen. Nachdem hicmit die Berathung über die Acndcrnn« gen des Herrenhauses an dem Gesetze betreffend die allgemeinen Rechte der Staatsbürger beendet war, wnrdc zur ^erathimg des ebenfalls noch zu verhandelnden Delega-uonsgcsctzcs geschritten. Dasselbe wurde nach der vom Verrcnhause beschlossenen Fassung ohne Debatte angc-"onnncn. Im Nachstehenden verzeichnen wir jene Mitglieder °es Ansglcichsausschusscs, welche dem vom Abg. Slene "gemeldeten MinoritätSvotnm zn 8 2 deS Gesetzes, wo» °M das Ministerium der im 3ccichsrathc vertretenen ^lngreichc und Länder ermächtigt wird, mit dem Mini-'terium der Länder der ungarischen Krone ein Ucbcrcin-l°>nmen in Betreff der Veitragslcistnng der letzteren zn °e" Lasten der allgemeinen Staatsschuld zu treffen, bei-Mrcten sind. Es 'sind dies die Abgeordneten: Steffens, '^cihcrr v. Giovanclli, Freiherr u. Kork'Wcidcnheim, ^af Kinsly, Graf Türkhcim, Backofen u. Echt. Die wma.cn Mitglieder des Ansschusscs, welche den vom Abg. <'r. Vrcstl erstatteten Bericht vertreten, sind: Dr. Merger, v. Conti, Peter Groß (Galizicn), Dr. Herbst, ^'- v. Kaiserfcld, u. Krzccznnowicz. Graf Kncnbnrg, ^'. Lapenna, v. Mendc, Dr. v. Plcncr, Frcih. u.Pctrino, Schindler, Dr. Stiegcr, Dr. Toman, Wintcrstcin, Dr. ^emialtowski. Oesterreich. Wien, 5. Dezember. (Erklärnng.) Die „Wr. ^lbdp." schreibt: Der „Wanderer" gefällt sich in letzter ^it darin, mit steigender Heftigkeit die Haltnng der l"ls. Rcgicruug in der Eoufcreuzfragc anzugreifen. Wir habcn dicsc AnSfällc uni so mehr zn bedauern, als — ^ic wir dem „Wanderer" versichern können — seine Polemik durchwegs auf völlig falfchcu Prämissen beruht. Wenn der „Wanderer uns vielleicht cnt' ^gncn sollte, warum die kais. Regierung nicht durch rechtzeitige Auftläruug solchen falschen Auffassungen begegnet, su haben wir nur zu erklären, daß bis jetzt ^'lftigc politische Gründe davon abhielten nnd das; wir U1 dieser rcscrvirtcn Haltlmg noch dadurch bestärkt worden sind, daß mehrere österreichische Blätter, welche dein „Wanderer" an Acdcntung gewiß nicht nachstehen, den Augenblick nicht für geeignet erachteten, in der gedachten Beziehung Interpellationen an die kaiserliche Regierung zn richten. — (Empfang der Leiche Kaiser Maximilian s.) Im Auftrage des hohen Obersthofmeistcr-nnitcs ist der Ceremonie!-Protokollführer, Hofsccrctär ^. 9caymoud, am 2. d. Nl. nach Trieft abgereist, nm ^rt die Modalitäten des Empfanges und die Ucbcrfüh-^>ng der Leiche weiland des Kaisers Maximilian zu vereinbaren. Pest, 5>. Dccbr. (D cakpa rtc i.) In der gestern Abends stattgefnndcucn Eonfcrcnz der Deak-Partci wnrdc ^e Frage der Stcncrcrlcichieruugcn znr Sprache gc< bracht. Der Finan>ministcr gab dc» Willen zn erkennen, solche Erleichterungen cinzuführcu, die im administrative» ^egc möglich sind. — 5>. Decbr. (Sitznng der Dcpntirtcn-ufel.) DaS gestrige Itesultat der Abstimmung wurde publicirt. Pctcr Michalyi ist zum Schriftführer gc-^ilt. I>, d^- F^tsctznng der Spccialdcbatte über das ^Uoteugcsetz wird der zweite Paragraph nnvcrändcrt, °er dritte Paragraph mit der Aenderung des Wortes "Zollrückcrstatlnna" in „Steuerrückerstattung" angc» Noiiuucn. Ausland. ..,. Verli«, 4. December. (D emission des In- 'Nn in i st cr ö. — R o o n. — A n ncxi onSv er» ^age. -^ Ab geordnetenHans.) Die „Prov.- ^"^'." bestätigt, daß der Instizminister Graf von der We crncncrt sein EnllassnngSgesuch eingereicht habe; ^ königlichcn Entscheidung wird noch entgegengesehen. ^ Ueber die Reise dcS 5l'ricgSlninistcrS v. Roon nach ?' Süden ist noch nichts festgestellt. — Die Verträge ,
  • ie Ereignisse nach der Verhaftung Garibaldi's voransgehen und sagte: Hierauf kam der Gesandte Italiens zn mir, um mir ciuc mündliche Mittheilung von hoher Wichtia-lcit zu machcu. Er stellte dcn Gedanken ciucr europäischen Eonfcrcnz zur Lösung dcr römischen Frage in dcn Vordergrund und beantragte einstweilen eine französisch, italienische Occupation Roms. Wir nahmen von dem ersten Vorschlage Act und wiesen dcn zweiten znrück Wcnn man mir gestattet, in nackter Weise meine Ge-danken auszudrücken, so werde ich sagen, daß man uns nicht blob zu einer Vcrräthcrrolle einlud. Wir wiesen tmnuach mit Eutrüstuug die Mitschuld zurück, welche uus mit einer Art von Gutmüthigleit angetragen wurde die die bezügliche Schmach nur verdoppelte. Von diesen! Augenblicke an war die Expedition entschieden. New-Aork, .'5. December. (Dcr wcsenl l i chste Inhalt dcr Botschaft oeö Präfidenten an dcn Congreß) ist folgender: Die Erwartung auf die Wicdcrhcrstclluug dcr Coustitution wuroe durch die legislative Thätigkeit des Congresses getäuscht. Die Union besteht nicht mehr, wie sie unsere Väter verstanden haben. Johnson hosst, daß schließlich alle über eine Lösung sich einigen werden, welche mit den Interessen des Landes und dcr Verfassung im Einklänge ist. Johnson verlangt dringend, daß dcr Congrcß dcn Act aufhebe, welcher den Süden nnter dic Militärhcrrschafl stellt, welche, wcnn sie andauere, dic Steuern vermehren nnd schließlich den Nalionalbllnkcrott herbeiführen könne. Eine permanente Armee und nm 200 Millionen Dollars mehr Ausgabe jährlich, hieße die Suprematie dcr Ncgcr aufrecht crhal-tcu. Bezüglich dcr Ausdehnung dcr Pflicht der Executive sich cincr nnconstitutioncllcn Gesetzgebung entgegenzustel» lcn, sagt Johnson, wcnn dcr Congrcß den Act selbst uutcr Einhaltung dcr nothwendigen Formen annähme um lhn zu ciucm Gesetze zn machen, welches die Abschaf. fung des dcr Rcgicrnng cooroinirtcn Departements zum Gegenstände hätte, müßte der Präsident die gauze Ver-autwortlichlcit seines Amtes auf sich nehmen, nm die Existenz dcr Nation zu rcllcu. Auf jede Gefahr hin ist die Wiederaufnahme dcr Barzahlungen in kürzester Frist d,c offenbare Pflicht dcr Regierung. ES ist mit den wohlbcgründctcn Principien dcr Volkswirthschaft und Politik vcrcmbarlich, daß cinc Rcduciruug des Papier-gelbes nicht nochwcndigcr Weise nachfolgen müfse Das Papiergeld mnß auf cincr gcsnndcn Grundlage l eracstcllt und das öffcnllichc Vcrtrancn in Bezug cnif dic Sä . d gewissenhaft geachtet werden. Die Wicdcranfnalimc d r Barzahlnnncu würde die Vornrthcilc schwinden machen welche sich gegen die Bezahlung der Arbeitslöhne und Obl.glllionSbcsltzcr mit cincr Münze crgcbcn könnten welche nicht gleichförmig ist. Die Einnahmen im letzten Jahre ttrngen 4W Millionen Dollars/ die Aus ab Z4,> Millionen. Die Einnahmen für daS nüchstc ^abr sind mit 417 Millioucu, die Ausgaben mit ^1 Mil. lioucn veranschlag. Die Ausgaben für das Kricaö. dcpartcmcnt sind mit 77 Millionen Dollars vcranschlaat Keinerlei Frage stört in ernstlicher Weise unsere aus' wärtigcn Beziehungen. Den Neclamationen wegen dcr dnrch dcn „Alabama" verursachten Schäden ist noch nicht Genüge geleistet worden. Johnson hat einen schiede, richterlichen Cprnch zurückweisen zu muffen acalaubt wc,l bis jetzt dieser Vorschlag von Vorbehalten bealcitet war, welche mit dcn Rechten nnd Interessen des ^,,^« unvcreinbarlich sind. Er habe keinerlei Bcsorgniß däk England daranf beharre, die Befriedignng d cs r vcr-m,f.gen Rcclamationen zu verweigern, welch da ^ 'chtintcrvcntionsprinclp, daS in Hinkunft für Amerika Nf'^'^ °^ U" ."c anderen Nationen ist >!. ich 3- ^ ')'"l°" """lM des mit Dänemark bacschlvs-m S nn.??^ '"" "c Abtretnng der Inseln S. .Tho-s.ti. >, '^"" uud rälh dem Cougresse, die Natura-sat n derselben so wie die Entbindung von den Ber-aus s ? ^ ^""l U^aen ihren frichcrzn Sonverain 1922 Hagesneuigkeiten. — (Deutsckes Vunocsschiehen in Wien.) Am Mittwoch sand aus Veranlassung des provisorischen Lei' tungs^ommil« des deutschen Schützenfestes eine allgemeine, öffentliche und zahlreich besuchte Versammlung in Wien statt. Ter Vorschen^ D>. Eduard Kopp crüsfnetl' die Veisammlung mit der Mittheilung, daß bnse Insammentunst hauptsächlich nnberu-fcn worvcn st«, um Ausllürung über den Zweck oe« Schuhen» s.stes ins Publicum zu dringe». Das Ftst habe cine politische, sowie auch eine voltswirthschastliche und ualionalc Bedeutung. Die nationale Veoeulung dc? Fcstcs bestehe darin, daß wir zeige,,, es werde von unö kc'me Spaltung, tcine Abgrenzung zwijch-n Nord- und Süddculschlano gutgshußen, sonder» das, wir dem gros',d>utschen Gedanlcn, mit dem wir sympalhisircn, Auodiuct g!dcü. Tas Comit^ bade beschlossen, die bei an> d^ren Schulzenfesten gemachten Erfahrungen auf die spcucl« len Verhältnisse WicnZ anzuwenden. Es wuroc daher die Olganiftrung von 11 Comites in Aussicht genommen. Hie« von hat sich bereits da^ Bau-Comit>' conslituirt, wahrend die Eonslituirung deg Preß-Comitrs Donncrstag erfolgen sollte. Zur Erbauung der Eckühenhalle hat So. Majestät der Kai« ser einen Platz im Prater in zuvorlommendsttr Weise zur rollen Disposition des Comite's gestellt. D!e Schiehordnung endlich sci auch schon deftniliv festgestellt. Auf Zinfraae eines Anwesenden, wie man die finanziellen Mittel zu diesem Elchen Unleriuhm^n auizudnngc» gcdenle. eröffi.ct Herr Dr. Kopp, daß dies die S.,che des Finanz »Comit>:'ö sei, doch wolle er seine dicssällige individuelle Ansicht nlitlhcilcn. Zur Herstellung dcr Vaulichkeit^n und zu sonstigen Auelagen wird man minreslei',.5 100.000 bis 150.000 fl. benöthigen. Um tilse Summe von irgend einem großen Credit-Institute ent» lchncn zu lönnen. wild es rolhwcndig sein, d>)h man sogc» nannte Garanti>Listcn circuliren lasse, in dcnen Jedermann, der wolle, eine b^livbige Summe als Garantie zeichnen möge. Ergebe sich dann dmch mindere Einnahmen tin Aussall, so wäre dieser nach den gezcichnllcn Summen zu npartircn. Nednec glaubt jedoch, dah sich in Wien jedenfalls ein Ueber« schus; berauöslcllen werde. Zum Schluß wurde der Antrag deö Comite's, die Wahl zum Stamm der noch nicht bestehenden 9 Comit«>'6 vorzunehmen, angenommen nnd die vom Comite vorgeschlagenen Candidate,, < ii l'Ioc gewühlt. Das Eentral-Comit«' besteht au,3 den Herren: Graf Chotel, Dumba, Tr. Eo. ttopp, Heinrich v. Maurer, Moiiz Pollal und Friedrich Schmidt. Locale s. * ^ (Die Vergütung für geleistete Vor« spann) ist vo„ der hohen Landesregierung sür das Jahr 1868 auf 60 lr. per Pferd und Meilt seslgcsekl ohne Unter« schied, für welchen Zweck und von wem die Vorspann ge< nommen wird. Ausgenommen hievon sind nur jene Slalionen, wo sür Schnbfuhren durch Mii'.uelido-Licilalion ein minderer Preis erzielt wurde. ** (Eine Irrsinnige verschwunden.) Seit 4. d. M. ist die Ehegattin des in der .Nothgasse Nr. 113 wohnhaften Lo^motivheizels Grechota auö der gemeinschaftlichen Wölbung wahrend der Abwesenheit des ersteren spurlos ueischwuüdcn. Dieselbe lilt seit 20. October d. I. an Geistesstörung, und da sie oft die Absicht aussprach, inS Wasser springen zu wollen, auch alle Nachforschungen nach derselben Sciten« der Verwandle» bisher ohne Erfolg blie» ben, so liegt die Vermuthung nahe, dah die Arme ihren VorlcUl aufführte. Der trostlose Gatte bittet Alle, di? übcr die Verini>,le irgend welche Auvlunft geben tünncn, um gü< lige Mittheilung. — (V er e i » ö n a ch r i ch t.) Wie wir erfahren, bead« sichtigen die hiesigen Buchdrucker die Gründung eines Buchdruck er« Fortbild ungövereins" nach dem Muster deS bereits in Wien eine segensreiche TlMigttit enl« fallenden Vereins. — („Die Weider von Velo es.") Tilses pa< triolische Drama von L. Geimonit wird dem Vernehmen nach auch in dieser Saison im hiesigen lanvschasllichen Theater zur Darstellung gelangen. Nach der neuen Texlicung ist vem melodramatischen Element dieses Vollsslücles gröberer Spielraum und einigen beliebten Darstellern Gelegenheit geboten, durch gesangliche Aufführung heimaüicher Weisen zu brilliren. Nicht nur die Ouvertüre, in welcher sämmtliche vollsmelodische Gesangs'Motive anklingen, auch die Zwischen» actmusil ist eigens sür dieses Schauspiel componirt. Auch sür die Ausstattung durch Costume und Decoration wird zweckentsprechend gesorgt werden. — (Vaterländische Kun st.) Die Kirche in Oberlaibach hat durch die meisterlichen Frcscomalcrcien des Ioh. Wolf eine neue Zierde erhallen, welche zwei Scenen aus dem Leben des h. Paulu-' zum Gegenstande haben, und wurde deren Vollendung, welche allgemein freudig überraschte, festlich begangen. Für genannte Pfarrkirche malt Wolf, gegenwärtig mit tünsllerischcn Austrügen überhäuft, noch drei tlci» ncre Ollgemäloe. Ebenso hat er cinen Cyclus von Kaiser« bildern für den Kunstmäcen Urdantschitfch in Höflein in Arbeit : ferner Kreuzwcgbilder sür Arch in Unterlrain, ein muth?-logisches Gemälde süi den tunstsinni.zen Hrn. Landcögenchtsralh v. Strahl, dann manche andere lh>ilö begonnene, theils nahezu fellige Äilcer. Eines der gelungensten Gcmaloe, wie wir un« selbst zu überzeugsn Gelegenheit hatten, werden die trauernden Gestalten um den Leichnam Christi sür Herrn Handelsmann Wililler in Laibach sein. Neueste Dst. Pcst, 5. Decbr. In der DcMirtentafcl wird der § 5, wic er von dcr Centralcommission beantragt wurde, trotz der Opposition Ghyczy'ö angcnoinincn. A gram, 5. Decemlier. (Deb.) Mit aller Bestimmtheit verlautet, daß die Auflösung der Pctcrwar« deiner Militärgrenzc in Aussicht stehe. — Die nationa» lcn Partci'Organc acccptircn hcntc den Dnalisinns als ein factischcs Ergebniß des Partcicnlamftfcö nnd gleich« zeitig als eine politische Nothwendigkeit. Florenz, 4. Dccbr. Eine Note Mcnadrca's au die französische Regierung nimmt die in dcr Note Monsncr's vom 27. November enthaltenen Erklärungen als Unterpfand, daß die Politik Frankreichs keine Er« muthigung oder Stütze fnr die Feinde Italiens sein werde. Florenz, 5. December. >Tr. Ztg.) Kammer ohne Throurcdc eröffnet. Mcnabrea bespricht die Schwierigkeiten des neuen Ministeriums, hält die Rechte Italiens, im Kirchenstaate zn intervenircn, nach Frankreichs Intervention aufrecht. Der Act des Ministeriums dcr freiwilligen Znrnckziehnng der Truppen nach dem Verschwinden der Gefahr verhinderte die Anknnft weiterer fremder Truppen und erleichterte deren theilwcise Abfahrt. Er kündigt die Amnestie dcS Königs für die letzten Compro-mittirten an. Menabrca glanbt, daß die Behauptung, ein isolirter Staat im Mittelpunkt Italiens erschwere den Verkehr zwischen den Provinzen Italiens, die diplo» malische Action nicht hindere. Die römische Frage löst sich nicht gewallthätig, sondern dnrch Garantirung, daß dcr päpstliche Stuhl nnd der Papst in Italien, nicht außerhalb, die kräftigste Stütze finde. Der Minister verspricht Ersparnngen, ohne an der Hecresorganisation zn rühren, appcllirt an die Freunde dcr Monarchie, nm die Gefahren zn beseitigen. — „Opinion?" versichert, es wird demnächst in Paris eine engere Eonfercnz zwischen den Botschaftern znr Bcrathnng der Grundlagen dcr römischen Frage stattfinden. Paris, 5. Decbr. Im gesetzgebenden Körper be< zeichnet N o n h c r Italien als mitschuldig. Italien werde sich nie RomS bemächtigen. Paris, tl, December. (Tr. Ztg.) Nouhcr sagte im Verlaufe der Rede: Unter Roms Sicherheit verstehe er die Integrität des gegenwärtigen TcrritorinmS dcS Papstes. Favrc anerkennt die bestimmte RcgiernngS' ertlärnng, es sei aber Chimäre, gleichzeitig die weltliche Macht aufrecht zn halten und Italiens Einheit zn star» ken. Die Occupation sci sodann endlos. Chcsnelong meldet die Znrückzichnng der Interpellation an. Ueber ausdrücklicheu Wunsch Nouhcr'ö beschließt die Kammer über die Interpellation Favrc's die Tagesordnnng mit 237 gegen 17 Stimmen. 5elestraphiscl,s Wechselkurse von, <;. December. öperc. ll^talliqms 55,5'». — f.prrc. Metalliqui'i! mil Hlai- und ^tuuembei-Zi!lsr!,5)l».!>!). — !)perc, /illtional Äulcheu j.i — Silber 1^0.25. - London 12ii,40. — K. t Ducaten 5.«I. Keschästs-Zeitung. Eine Petition um Neform deb ^rachteutarifeS der Visenbaliuen ist von dcm Maschincnfabricanteu G. SiL> in Wien dem Aligeordnttcnhausi: ilberrcicht worden. In derselbe!! weiöt dcr Bittsteller anf die niiszehcnren Nachtheile hin, die dnrch das bisherige System hcrbcigeslihrt wordcn, nnd richtet demnach seine Bilte, dahin: rS sci die Verleihung nener Eisciiuahncollccs-sioncn an die Bedingung ;n Iiiupfc», das! Rohvrodnctc bci E»t' fernuiigen bis 10 Meilen um "/,(, lr., llbcr 10 Meilen um '/,«lr. per Centner nnd Meile, befördert werden ; ferner sci mit allen ge« schlichen Mittel» dahin zn wirken, daß dir Tarife dcr bereits bestehenden Eismuahncn in gleicher Weife geändert werden; endlich sci cine Commission zu e'rncnnc», welche die sonstige» Rtfürn,-bcdillsnissc dos Commnnicationöwcsenö im Iiitcrcssc der i!and« witthschaft n»d dcr anderen großen Iüdnstl'iczweige der Monarchic zu erheben, Bericht zu erstatten nnd die bctrcsfendeil Anträge z» stellen habe. Dic Hühc dcr üisenuahnlavise ist wohl nicht bcr einzige Factor, dem die hüchst mangelhafte Art nnd Weise zunl' schreiben ist, wic dic „unerschöpflichen Hilfsqnellcil" nnfere« Kaiser stacttcö bisher anögcbcntct winden; cö unterliegt aber kciiic»! Zweifel, daß sic dadci wesenllich initiuirlcn. Wcnn die Steiü-lohlenfürdcrnng in Oesterreich in, Jahre 1«>:<; nur 5i.'j Millioittll Zollclr. belrng, während England I!)0<) Mill, Prcnßcn 37Z Mill.. Franlrcich 2^!Mill. nnd da« llcinc Bclqien im I. IMl fch°» 1^0 Mill, liefcrtc, wcnn bei un« im I. i«6ion l!00.000 Pfd. Sl. znm Course von l»? in Silber in feste Rechnnng ülicrnoinmcn. Verstorbene. Den ^ 0. Nolie m b c r. Dem wohlgcb, Herrn Dannall Ainl'rosioni Edlcr v. Ambra, l. l, Hanftlmaii» in Pension, sei" Herr Sohn Ccsare Lnigenio, Brainier der Mlionalbanl', alt 24 Jahre, in der Kapnzinervorstadt Älr. 1 Nadchly-Echlofz, an dcr Tnbcrcnlosc. — Dem ^nigi A^noli, Zneterbäsler, sein Kind Mm''« Malidalcna. alt 1'/, Jahre, in dcr Stadt Nr. « Typhn«. Dcn 1. Decembe»'. Franz Piljchmann, Postillon, nll <^0 Jahre, im Cmilspital, nnd dem Hcrin Barlholomä Gcsiri». bürgerl. Finbcrintister und Hanöbesi^cl', scinc Fran Maria Mag-dalena, alt l!? Iahrc, in der Kapnzincruorstadt Nr. ^'0 Jahre, in der Stadt Nr. 41. an der i,'nngens»chl-— Dcm Franz Sarg, Schnridergesellen, sei» Killd Albinc, 0^ ci Jahre, in der Sladt Nr. 11!», an dcr häutigen Brännc. -^ i,'orcnz Pelcrnel, Mililclrabschicdcr, alt 3« Jahres im CluilspiW> an der Llina/nlähmnng, — Dem Josef Japcl, HnlicnbesilM. sei" Sohn l!e>re,iz, alt 27 Jahre, am Moargrnnd Nr, 22, am seröse» Schlagflussc. und wurde gerichtlich beschaut. - August Omi'g, Zimnicrmalcr, alt 21 Jahre, ist in dcr Hradecztyvorstadt hin!" dem Hanse Nr. 2^ erhängt gefunden >lnd von da nach St. Christo! übertragen und pathalogisch eröffnet worden. Den 5>. Dccr m b c r. Josef Kastellch, Taglöhner, all <^ Jahre, in der St. Pcttrsvorsladl Nr. ?5>, an, Zehrficber A n m crlnng. Im Monate November 'l l^tt? sind !">«' Per< sons,, gestorben, dauon waren 33 männlichcn nnd 23 weibliche» Geschlechte?. ___________________ 'Angekommene Fremde. Am 5). December, <3tadt Wien. Dil Herren: Mihic. Handclsm., von Morovit» — Krenncr. Ingcilicnr, von Fcistri;, - - Palic, Reisender, vo» Äriiclcl — Palic, Reis, von Ncifni;. Elephant. Dic Herren: Hladil. Prn'alier, nnd Spider, Fab^' celitt. von Brltün. — Micolancich, Goldschmied, von Fii»^' — Herzbcrg, Fabricant, von Reichenbeig. — Icllii^, Popptl'' nnd (ÄlaS, Fabricant, uon Wien, Mohren. Die Hcrrl» : v. Korel. Priuaücr. ,ind Richlcr, H«"' dcliün,, uon Graz. ____. Theater. H e n t c Samstag.-iia Traviata. ____ Oper in 4 Acten uon Verdi. > tt ü. Mg. 321 o.! — 0.« O. Mlif,lg Schnee 2 „0 t',,j 2 „ N. 320..I4 — 0,» O. nilifug Schnee Kck»^ >!0 .. Ab. ! 320 4g - 1.4 O. schwach , f. ganzHeW.. DllnncS Schneegestöber tagitbrr. Nach 9 llhr Abends 28°^ lcnschichtc ctwas gelichtet. ^. Bi!ra!'.ilvc,>-tt:chcr Redacteure IssNkz v. K l e, ll m c> n r Diuscllbericht. W:cu, 5>. December. Im allgemeinen wenig Geschäft. Zinstragende Staatsfonds nnd lhcilweise emch ^'ose zieinlich fest. Industriep^pierc unwesentlich urränder!, Devisen UN Vlilntcn nm >', bis ' ,„ pCt.' steifer. Gcld flilssig. Veffentliche Hchuld. ^. dcö Staates (fnr 100 fl) Gcld Waare In o. W. zn 5pCl. fiii.' 100 ft, 53.5ft b3 70 In östcrr. Währung steuerfrei l«25 ü«.40 '^ Sleueranl. in ö. W. v. I. 1864 zn 5pCt. riiclzahlbar . 89.<»5 «!).?.^» '/, Steneranl.'hen in öst. W. . «<>.25 ««..''0 HUbcr-Anlehcn von 1«'!4 . . 72.-- 72.5c Sllucrllnl.1«65 (Frcs.) rüclz.ihlb. in 37 Jahr. zn 5 pCt. 100 fl. 78 50 79.— N°l.-Anl. mit Iän.-.Coup. zu 5"/« «6.40 «»i 50 ,. ,. ,. Apr.-Eouv. „ 5 „ ^6.10 ,„ 50 50 5»),?5 Mit Verlos, v. 1.1^30 . . '. 151.75. 152,- „ ,. „ 1«54 . , . 75..5 7s,._ „ „ ,. 1^0zu5'^ft. i,I20 83 30 „ „ „ I««0 „ 100 „ s„..^, <.^ 7.. „ „ „ 1^64,, 100.. 7l',il> 7l;ys, Como-llber 10.>.75 107.... .. der Kronländer (f.'.r '00 st.) Gr.-Entt.-ObUg. Mcderostcrreich . i'l 57.. ^i>'0 «.'0,- Geld Waare Oberüsterreich . zu 5 „ 87.75 8«.— Salzvnrg...... 5"/. 86-"'' 87.50 Böhmen .... „5 „ 89.50 90.- Mähren .... „5 ,. »7.— ««.— Schlesien .... „5 „ 87.— 88. - Scelermarl . . . „ 5 „ 89.— !>0.— Ungarn .... „ 5 „ 70.50 7l.- Temescr-Baiillt . . „ 5 „ 71.- 71.50 Crnaticn und Slavonien „ 5 „ 71.— 71..',0 Galizicn .... „5 „ 64.50 «5.25 Siebenbürgen ... « 5 „ 65.50 65.75 Vulovina .... „ 5 « Ü4.50 «5,— Ung. ,n. b. V.-C. 18«? „ 5 „ «8.50 69.— Tem.B.m.d.V.-C. 1867,, 5 „ 67.75 68.- Actien .— 682,— K.Fcrd.-Nordb.zu1000ft. C.M. 1^02.- U>95 - Kredit-Anstalt zu 200 fl. 0. W, 1«2.30 182.40 N,ü, 2öcoiu.-Oes.zr,500fl, ö.W. 615.-- 617.— S.-E.-G.zu20cifl.CM,o.500Fr, ^44,- 24420 Hais. Elis. Nahn zu 200 si. TM. 140.— 140.50 Sitd,-nordd,Ver,-V.200 „ „ 130.— «30.25 Süd.St.-,l.-0tu,u.z,-l.C-.200fI. 170.- 170.25 Gal. 5carl-i!ud..«. z. 200 fl. .'loyd in Triest ^ »H I«3.— 185.— Wicn,Dampfm.-Aclg,500fl,ö.W. 460.— 465.— ! Pester Kcttenvritclc .... 3«().— 3i5.— ^ A'.lglo-Anstria- Baiil zn 200 fl. '06 50 :07.— Weinberger Cernowitzcr Acticn . 166.-- 1 vcrlosbar zu 5'/, 96 75 !»7.— C. M. 1 Nalionalb.aufiz.Wverlosb.5,. 92.60 92>0 Ung. Bod.-Cred.-Anst. zu 5'/, „ «'^.75 90.- -Nllg. öft, Bodcn-Credit-Anstalt vcrloöbar zu 5'/, iu Silber I"2.— 103.— iiose (pr. Slilcl.) Cred.-A.f.H.u.G.;.100fl. ö.W. 129.25 129.50 Don.-DmPfsch.-G.z.'llXifl.EM. 86.— ^7.^ Siadtgcm. Ofcn „ 40 ,. .^ Franlflnta.M 1W ft, delta 100.60 U'^ Hamburg, filr N>0 Mark Banlo 89.25 ^'''.<> London filr 10 Pf. Sterling . 1UI,- ^'^ Paris für 100 Frank« . . . 48.— ^' (sonrs der Geldsorten Gcld W°°"^ K. Miiuz-Ducaten 5 fl. 76j tr. 5 si. 7? ^ Navolcunsd'or . . 9 „ 70 „ 9 .. H „ Rliss. Inipcrial« . 9 „ 95 „ 9 ^ ' ^ „ Vcrcinöthlller . . 1 ,. 78 „ 1 " «ß ,/ Silber ... 119 „ — „119 „ ^ -------------- M>< Krainische Grundsutlammg? - Obligationei', uatiiotnnng: 88 Gcld, 89 Waa«