LmbachnMMtung. H^ 1 k»7F^ Präniiüierationüplci»: Im Lompl'i« ganzj. vll* > I ^I ft. 11. d.i!!?j. >i. 5.5«. Fill tieZuftcttunn in« Hnu« ^^ -^ * '^^ hl,>bj.5,i!:. U)litdcrPi)ss,ic!li;i.N. In, b^l!,>l.ft. 7.50. Doliucrstag, 2». Juli um.yntr., »m.i ss.;>'onss pr.Zeile im. »lr.< üui.»ll,. ! ^>H!» 3l!!.10ll. U.s. W. I»scrl!0,!ilsteN!pel !«>de?N!.«('tL. ^ ^ W^ Mit 1. August bcgiuut ciu neues Abonnement auf die „Laibacher Zeituug." Dcr P ran nmcr at ions-Preis beträgt für ^ie Zeit vom 1. AuMst bis Ende Dcccmbcr 18W: ^>n Comptoir offen.......4 fl. 60 kr. ^»l Comptoir nntcr Convert . . . . 5 „ — „ Mr Laibnch ins Hans zngcstcllt ... 5 „ — „ "tit Post nntcr Schleifen.....6 .. 25 .. Amtlicher Theil. 3e. l. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Juli d. I. dem ^beramtSdircctor Johann Stark in Prag taxfrei den "tel und Charakter eines Finauzrathcs allcrguädigst ^ verleihen geruht. Plener m. i'. Der Minister des Innern hat im Einvernehmen ^t den anderen bctheiligten Ministern den Herren F. ^-Wendt, Kaufmann, Johann Hcidcnreich, Gast' Mlsbcsitzer, Johann Bloycr. Lcdcrhändler, Jakob ^enmllycr, Kaufmann, nnd Karl Sen ft, Privat, Amtlich zu St. Polten, die Errichtung einer Acticn-^chschaft zum Betriebe einer Pfandlcihanslalt in St. ^ltcn bewilligt und deren Statuten genehmigt. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 28. Inli. . Wie gestern die „Times", bringt mm die „Sa- ^dah Ncvicw" einen Artikel über das österrei« ^'schc Noth buch nud, wie jeuc, zollt auch sie der ^lll,»g dcs Grufr» Beust dem römischen Hofe gegen. '"l dic vollste Anerkennung. Aber auch, wo es sich ^ desscn deutscht Politik handelt, urtheilt das gcuauutc l7°cheliblc»tt in gleicher Weise uud bedauert, daß zwi' ^'> Oesterreich uud Preußen noch immer nicht alle ^kc» am politischen Horizout verschwunden scicu. . ^ Ungarn und die Entwicklung dcr Freiheit im y^en Umfange der Vionarchic anbelangt, dürfte dem ^^l> Brust die Aucikcunuug nimmer versagt werden, e^,'l seinem Adoptiovatcrlaude unschätzbare Dienste !v,^tl!. Das Steigen des mattricUen Wohlstandes y'.°e das ncuc Regiment hoffentlich allerorten beliebt "He«. 5^ Der Florentiner „Nazionc" zufolge ist Car^ dinal Rcisach, Präfect dcr Sludicueongregation, von Nom nach Dcuifchland iu einer auf das Concil bc-züqlicheu Ntission gereift. Vtan glaubt — fügt da? Florentiner Blatt hinzu — das; diese Mission nich' sowohl an die Negierten als au die Episkopate nnd ocn Klerus gerichtet sei uud vor allem dcn Zweck habc, zu vcrl,ütcn, daß sich nicht iu Deutschland ein dem Vcr> hältniß dcr fiallicauischcn Kir6)e ähnlicher Status bilde. Ein Gerücht, dem zufolge Rom als neutrale Stadt erklärt und mit Truppen katholischer Mächte garnisonirt werden soll. wird von der „Opiuiouc" anj das entschiedenste dcmcutirt. Wohl sei eine solche Frag«, aufgeworfen, vom Ministerpräsidenten Grafen Mcua brea aber sofort jede Erörterung derselben abgelehnt worden. Die von dcr zweiten italienischen Kammer bezüglich der Betheiligung uu dein Tabakgcschäfi eingesetzte EnguLtecommissnni hat die Rechenschaft^-berichte über ihre Sitzungen uud ihren Schlußdericht i„ einem dickleibige,' Baude vcröffcutlicht. Daß ihic Schluß folgcruugen sam^t und sonders ucgaliucr Statur siud uud lein Abgeordneter als einer uulnileren Velhe'l« gung schuldig erklärt wird, hat dcr Telegraph bereite gemeldet. Dell Details der Berichterstattung culueh men wir noch Folgendes: Bezüglich Frascara's und Servadio's, welche weder an dcr Verhandlung, uock au dcr Adslimmuna Theil „ahmen, wird dcr Wunsch ausgesprochen, daß die Abgeordneten jenc Stellungen vermcidcu inöchtcn, welche sie in die Nolhweudigt>il vcrseycu, sich der Adslimii'ung zu cuthalten. Betreff? Fambri'S wird ei klärt, daß die Betheiligung desselben nicht als unerlaubt unznschvn sei. Es sei jedoch UU' vcrkcuubar, zu welchcu Verdächtigungen ciue von cincm Abgeordneten wcuige T'i^c nach der Abstimmung übe, cin Gesetz uorgcuomlncuc Betheiligung Anlaß gcbc>> lönuc, weshalb ciue Rüge auszusprcchcu sei, damit sich solche Dinge nicht m.h, erneuern. Auch Brcuna wirc, von jcdcr nncrlalibtcn Bcthcilignug freigesprochen, dagc-gcn des peinlichen Eindrucks erwähnt, wclchcu sein Brief hervorgerufen. Endlich wiid bezüglich Cioinini's — obschoil die mit Trin^ali in Pcrbiuduug gebrachten Thatsache» nicht vollständig aufgeklärt erscheinen — ebenfalls erklärt, daß dcinsclbcn keine unerlaubte Betheiligung zur Last falle. Die in Paris am 23. d M. ans Spanien bekannt gewordenen Nachrichten sind ziemlich ernster Natur. Das Tclcgrammburcau „Tcll" veröffentlichte Dcpcscheu auZ Madrid, uach denen dort am 22. mehrere Priester unter dcr Anschuldigung geheimen Ein-Verständnisses mit Don Cc»rlus verhaftet worden seien. Große Truftpcubclvcguugcn fänden st^tt und das Ge-rücht sei verbreitet, die Negiemug wolle über das Land den Kricgszustaud verhängen. Die „Patric" bestätigt zunächst daö Erscheinen von Don Carlos auf spani' fchcm Boden, nachdem cr sich aus Paris unter dem Vorwandc cu'ferulc, eine politische Ncisc an verschiedene europäische Höfe untermhinen zn wollen. Sie fügt hinzu, daß Don Carlos in dcu Provinzen Navarra, Alaua, Biscaya und Gnypuzeoa zahlreiche Anhänger besitze. Die Armee scheine ihre Sympathien theilweise hin, thcilwcisc dem Prinzen vou Asturicn zuzuwenden. Hlehrerc bekannte spanische Generale, u. A. Elio und TristaiUi, bcglciittcn den Fürsten, nachdem sic in Na« narra, Alavii, Biscaya und Glliftu^loa zahlreiche An« toüpfungspunkle vorliercitct. Wie der ..R>ipp'l" bemerkt, camplrc einer dcr Chefs dcr Carlisten, Ma quis de Beiicoenta, mit nahe 2000 Mann i>, Xerez an der ^Ylenäcu-Grenze, während der General Ceballos, Don Carlos' Hecretär, die B'wcgui'g in Andalusien leitm solle. Die Ne^ieruug sei uicht unthätig. General B^ldrick sei in Cataloinen eindrückt und habe seme Ber^arlillerie l>ci Vittoria postirt. Serrano's N.ise wäre verschoben. Telegramme aus Mexico mclden, daß General Pcga, unterstützt von drn Tinppen Lozaoa's, eine unabhängige Consödcration iu den Nordstaaten dcr Ne-publik organlsirt. Jus dcr ungarischen Mgulion. Wien, 27. Juli. Der Delcgatiousbericht dcr „Pester Corrcsp." meldet: Die Iin a nzsc ct i on dcr un<-garischen Delegation nahm in ihrer gestrigen Si ung den Bericht dcs Nescrculeu Professor Julius Kautz mit ganz unwesentlichen Abänderungen an. In dem Referat dcr Finanzscetion erscheint dcr Rechnungs-vorauschlag dcr Regierung fast vollinhaltlich genehmigt. Abstriche sind blos in dcr Höhe von einiger hundert Guldcu gemacht. Eine Post wurde aus dem gemein» samcu Budget ins österreichische Landcsbudget verwiesen. Die Section für Acußcres dcr ungarischen Delegation, die cigcutlich schon ihre Arbeite» am 24sten vollendet hatte, versammelte sich gestern abermals, da der gemeinsame Minister für äußere Angelegenheiten, Se. Excellenz Graf Beust, sein Erscheinen hatte ansagen lassen, nm über mehrere Punkte und Forderungen Aufklärung zu geben. Bezüglich dcr orientalischen Politik bemerkte Graf Acust, daß cr auf seinem Programme von 1867 nicht hartnäckig bestehe. Er schc nun ein, daß es das Beste sei, ganz dcr Türkei zu überlassen, inwiefern sie jene Rathschläge befolgen wolle oder nicht, cr werde auf Gefolgung derselben nicht dringen. In Bezug auf Preußen theilte Se. Excellenz mit, Fl'llisll'lott. Nur cinc kleine IVunde. Humonslischc Erzählung. Zmrilcr TlM. U. Capitel. (Fortsetzung.) chkti ^°bald sie sich allein sah, stand daö junge Mäd-liil !,,".' k'Mle a„ ihrem Bcttc nicdcr, und richiete 'hrerV,^ ^""kg^bct an dcn großcn Rcllcr. dcr sich Ack ','^chcn Hand bcdicut hatte, um so großes Uu-sil sj s ^wenden. Dann trat eine Rcac!ion ein. und "" "' ticfcu Schlaf. ^, Ala"^ Miuutcu spälcr öffnete sich lcisc die Thür ^^cucn^'^ ^""'°"tr, iu kurzem Uutcrrockc und schwarz->ich:n ^. ^trilmpfcn eiuzulnsscn; sic hatte einen uuerläß-""hnt^ /!!"'"^'^ vergessen. Da alles ruhig bücb, so ^lboff'' 'lch geräuschlos, uud streckte dic ^and uaw cincr ^«In i^'^f")ubllldc aus. da erreichte ein leises Mnr-^b«r c,.," « ,^" ^icb stehen/ daö Flüslcru fing ^lü.Vnn' >. <"' "°" bm kippen dcr jugendlichen s Wa^'i.^ b'cSlual unterschied man ciueu Nawcu. 1^/"as i,t dcnn das? sagtc Madamc Turnover gauz ?latz^!,^^H umgewendet uud louulc von ihie», ^ gefärbtes 7. ^''^^ unterscheiden. Auf dcu !cd ""' Thrän /^^^^"''^''^"^ 6'äuzte noch '"yranen, und ihre kippen bewcgtcu sich fieberhaft. Aufaugs waren ihre Wortc unverständlich; bald abcr wurden sic deutlicher. Gcrcttct . . . gerettet ... Du, mein Leben .... mehr als mein Leben . . . Georges! sagte sie; nnd einen ticfcn Scufzcr ausstoßcud beruhigte sic sich und schlief nun ruhig weiter. Nuu gut. . . weuu ... je... warcu die ciu-zigcu Wortc wclchc die zitternden Lippcu der gutcu Frau aufsprechen tonnten. Sie erholte sich jedoch schnell von ihrer Vcstürzuug, näherte sich dcm Bette, betrachtete die hübsche Schläfcriu, uud die Thräueu in ihrcu Augcn legten Zeugniß ab für dic Großmuth ihrcs Herzens. Was für ciu Glück, daß ich zurückgekommen bin, dachte sie, cincn Blick auf die geöffnete Schnblade wcr-seud; wic dic Dinge doch ganz anders gcheu, als mau erwartet! Mit dicscu Reflexionen kehrte sie mit erhöhter Vorsicht in das anstoßende Zimmer zurück. Vortreffliche Frau! Wenn der selige Turnover sie iu dicscm Augcu-ulickc hätte scheu lönncu, dicscr so oft citirtc Gatte, cr wäre zur Ertcnutniß gctolUlucu, daß sein Vertrauen in ihre großmülhigc Redlichst nicht übcl augebracht war, uud daß das schmcichclhasteslc seiner lctztcu Gespräche ihren Werth nicht überbot. Ich möchte jedoch nicht darauf schwören, daß Madame Turnover die getäuschte Hoffnung nicht ctwas uuaugcnchm empfand. Alles Lobes würdig abcr war 5ic Schuelliglcit mit welcher sic ciusah, daß, waö auch das Resultat von Esthers Neigung sein möchte, dic Thatsache, daß dicsclbc cristirc, ciuc obsolutc uud uu-übcrstciglichc Schranke für ihre ciacucu Ansprüche bilde. Sanftes und reizendes Geschöpf! sagte Madame Turnover, indem sic ihre Toilctlc vor dem Sfticgcl fortsetzte, und nun mit einem Male ihre plumpe Taille, und ihreu viereckigen mit grauen Haaren bedeckten Kopf recht uuaugcuchm gewahr wurdc. Gott sei mit mir! Was für ciuc altc Gans ich Gefahr lief zu werden! Und diese listige, kleine Schclmin! nie hätte sie mir nur ein Wort von alldem gesagt! Und ihr affektirter Zorn gcstcru Abcud! DaS Fräulein wollte uicht bleiben, nciu, uicht einmal dic Thür öffucn. Und doch hatte sie nur crst sein Porträt gcschcn. Was für ein wun« derliches Ding ist doch die Liebe! Georges! hat sie gesagt. Nun ja, im Schlafe ist man kühn! Die gute Dame beendete in Eile ihre Toilette, zog wieder ihr Arbcitsgcwand au, uud nachdem sie noch cincn Blick anf dic fchlafcndc Esther geworfen, lief sie fort um dcu Haucchofmcistcr aufzusuchen. Scit einigen Stunden war Fanöhaw einer grausamen Uueutschlosscuhcit zur Äcutc, dcun dcr wichtige Brief war ihm mit dcr Vcrfichcrnug anvertraut wor« dcu, daß mau cS sciucm Scharssinn überlasse, ihn ge« höriger Weise au scinc Adresse zu befördern, und das war cinc schwierige Mission. Zn jcdcr andern Zeit. hätte cr ihu mit dcu anderen Briefen des Herrn"auf dcn Flühstücktisch gelegt; da ein so einfaches Verfahren abcr weder Klugheit noch Zartgefühl erforderte, so wieS es Fanohaw, als mit scincr Verpflichtung nnvcrcinbar, zurück. Unruhig uud sorgenvoll irrte cr aus ciucr Ecke in die andere, dcn Brief iu dcr Hand, uud sich den Kopf zerbrechend um zu errathen, wic dic Briefträger Cupidos cS anzustellen pflegen, um ihre Fuuctiouen zu cr-füllcn. 1273 daß er sich stets redlich bemüht habe. mit diesem Nach< barslaatc nicht blos dem Wcscu nach Fricdcn und Freundschaft zu bcwahrcn, sonder» auch in den änßcren Formen innigere Beziehungen herbeizuführen. Dies sei jedoch bis jetzt trotz aller Bemühung!.'!! nicht gelungen, da mau diesen seinen Bestrebungen von Seiten Preussens nicht entgegenkam. Bezüglich der Gesandtschaft in Sachsen suchte Graf Neust wieder, wie im Vorjahre, daß Mitgefühl der Section für diesen unseren Bundesgenossen im Jahre 1866 zu erregen und widcrholtc, was er damals hervorgehoben, daß cö nämlich Oesterreich nuu gar am wenigsten anstehen würde, in erster Reihe seine Gesandtschaft in Sachsen aufzulassen. Auf die gewi'uychtc Reorganisation der Consulate übergehend, bcmerttc er, daß er die Nothwendigkeit der Reform des Consulatswcscns nicht blos im Kleinen und in den Details, sondcrn mich im Großen nud Ganzen einsehe. Diese Au^cin.n>dcrsctznug des Grafen Bcust wurde vou der Commissiou mit großer Befriedigung aufgenommen nnd dem zufolge die Post „geheime Ausgaben" anstandslos bewilligt. Somit ist das gan;c Budget für Acnßcrcs, ohne ncnucnswcrlhcn Abstrich bewilligt, blos bezüglich der Consulate in Shanghai und Jolohama ist es bisher noch zu leincm definitiven Äcschlussc gc lommen. Bekanntlich wurden mit der Expedition nach Ost< Asien auch gleich die zukünftigen Consularbeamtcn für diese Posten mitgcscndct. Die Kosten für beide sind mit 60.000 fi. präliminirt. Es sind jedoch mehrere Mitglieder der Commission d:r Ansicht, daß es jedenfalls verfrüht sei. mil so bedeutenden Kosten jetzt schon derlei Consulate zu errichten, dcvor man noch wisse, ob die Handclstractate, die mit China und Japan abgeschlossen werden und eine genügend sichere BafiS für den zukünftigen Handel der Monarchie nach jenen Ländern abgeben, da bisher ein solcher noch gar nicht besteht. Man müsse doch zum mindesten ein oberflächliches Bild von jenen Erwartungen sich machen können, die an die ssandclsvcrbindnna. mit Ost-Asien geknüpft werden, uud von der Größe dcr anzuhosenden Nesnltale müsse man dann auch die Höhe der nothwendigen Opfer abhängig machen. Vis jetzt sei die einzig reelle Basis, nach welcher die Dotirung jener Consulate bemessen werden könne, die Dotirung dcr prcnßischcn Consnlatc alldort. AIs maßgebend sei das nicht zu betrachten und sei es jedenfalls nothwendig, Daten zu sammeln über die Kosten, die anderen Staaten aus ihren ostasiatischcn Consulate» erwachsen. So viel lasse sich jetzl schon ersehen, daß daö Personal für beide Gesandtschaften zu hoch gegriffen sein dürfte und daß nach Auflassung dcr überflüssigen Beamten selbst im Sinne dcr Vorlage immcrhiu mehr als ,W00 fl. erspart warden könnten. Durch diese Erwägung sah sich die Commission veranlaßt, über diese zwei Consulate vorläufig nichts zu beschließen. Nichts-destoweuiger wird schon mor^cn daö Referat erstattet werden. Bei dieser Gelegenheit dürfte dann wahrscheinlich auch die Angelegenheit dcr beiden Consulate, uach vorher eingezogene!» Erkundigungen darüber, wie die Consulate anderer Staaten in jcncn Bändern dotirt sind, erledigt werden. Nachfolgend geben wir dcu Bericht dcr Fi-nanzcommissi ou dcr uug arischen Delegation: Ueber den Bericht des gemeinsamen Finanz-ministcrs über die Lage des Staatshaushaltes im Jahre 1868 äußert sich die Commission in nachfolgender Weise: Hinsichtllich der fehlenden Schlußrechnungen au« dem Jahre 1868 ist beantragt, den Finauzministcr zu beauftragen dic Vcrcinbarnng der gemeinsamen Activa ans dem Jahre 1867 noch während dcr Sitznngsdaucr dcr Delegationen zu Stande zu bringen und vorzulegen. Ferner beantragt die Commission, die Delegation möge beschließen, daß hiukünftig die Nachtragsgcbahruug immer bis zum März des nächsten Jahres geschlossen werde, und daß im September die Schlußrechnungen allemal vorgelegt werden sollen. Bezüglich des Kostcnvorunschlagcs des gemeinsamen Finanzministeriums und des obersten Rechnungshofes stellt die Commission den Antrag: Das gemeinsame Ministerium solle aufgefordert werdcn, dahin zu wirken, daß chebaldigst im Wege dcr Gesetzgebung cin ncucS Pcnsiousnormale zu Stande komme; bis dahin aber möge es dic bestehenden 'Normale strenge beobachten und keine dieselben übersteigenden Anträge stellen. Ferner: Die Kosten des obersten Rech' nungshoscs sind zu bewilligen; die ungarische Delegation möge jedoch im Verein mit der österreichischen das gemeinsame Ministerium auffordern, dahin zu wirken, daß dcr oberste Rechnungshof im Wegc dcr Gesetzgebung chcl'aldigst als eine vollkommen unabhängige, dem Ministerium eoordinirtc Bchördc constiluirt werde. Znglcich wünscht die Delegation, daß anch bis dahin dic gcmciii' samcn Ministerien, immculliäj das gemeinsame Kricgs-ministcrium, dcu obersten Rcchuungohof als unabhängige Bchördc rcspcttircu möge. Im Ganten erscheint daö Budget des gcmcinfamcn Finanzministeriums lind des obcrslcn Rechnungshofes mit l.847.081 fl. statt dcr geforderte« 1,853.955 fl. bewilligt. Die Zölle sind statt mit 10.944,000 fl. in runder 3umme mit 12 Milliontn veranschlagt. Ein Toast dcs Ministers Dr. Viökra. Bei dem Festbankett, Welches dic Stadt Wicn ihrcn Gästen, den Mitgliedern des deutschen Iuristentages, am Montag gab, brachte Minister Dr.Giskra folgenden Toast aus: „Meine hochgeehrten Harren! Es gereicht mir zur großen Genugthuung, als Mitglied der Regierung die freundliche Anerkennung gehört zu haben ans dem Muudc rwn Männern, dic sich aus ganz Deutschland und Oesterreich cingcfnndcn haben, um im frcuudlichcu Bcisammcn-sciu sich zu crholcn von Gedanken und Gefühlen. Dcnkc ich mir doch zunächst, daß Sic, mcinc Hcrren, nicht bloo durch das Gastmahl der Stadt Wien' zu freundlicher Ztimmuug gehoben, sondern, daß Sie auch gehoben sind durch die Höhcrc Stimiüung, welche die Presse in Oesterreich gcfundcu hat, weil die Regierung und die Volksvertretung Institutionell geschaffen haben, welche cin weiser nnd gerechter Herrscher gutgeheißen. Uud ich darf wohl nicht erst versichern, wie auch ich mich achoben fühle im Kreise solcher Männer, die für das Glück, für die Sicherung der Wohlfahrt dcr Völker wirken. (Bci-fall.) Mcinc Hcrren. ich gehöre nicht Ihrem Berufe an, aber ich vcrsichcrc Sie, daß ich von dcm Momente an, wo ich mündig geworden bin, mich Ihucn nahe fühlte nnd Sie hoch ehrte und hcutc als Mitglied eiuer parlamentarischen Rcgicrnng fühle ich mich Ihnen naher als jcmals. (Stürmischer, lang anhaltender Beifall.) Die parlamentarische Regierung hat ihre Kraft und ihrcn Halt mir iu dcr öffentlichen Mcinnng, nud wenn anch theoretisch feststeht, daß eine parlamentarische Ncgicruug nur fest steht, wcuu sie die Majorität der Kammer für sich hat, so besteht sie uicht auf die Dauer, wenn fic nicht dic öffcntlichc Meinung für sich hat. (Stürmischer Beifall.) Eiuc parlamcu- tarische Regierung muß daher die öffentliche Meinung in allen Nuancen zu erforschen suchen, wo sie die Fragen des öffentlichen Wohls zu Tag bringt. (Lebhafter Vci-fall.) Und darnm sage ich, daß die Vertreter der öffentlichen Meinung, für die Läuterung derselben ihr Alles einsetzen müsscu, und wie dic Parlamentarischen Minister trifft auch sie dic Verantwortlichkeit, die bei ihnen um s» größer ist, als gerade in ihren Händen die Heranbildung dcr öffentlichen Meinung selbst ruht. (Stürmischer Ge>' fall.) Dcr Vcrtrctcr dcr Prcfsc hat die Pflicht, für dil Ehrenhaftigkeit, für das Gute zu wirken. Die Manuel dcr Presfc siud es. die uutcr dcm Schuhc der AuonyiM' tät die öffcntlichc Mcinuug beeinflussen können, die Männer dcr Presse find es. dic durch ihre Saat die Erfolge sichern dcr Regierung, dic sie auch vereiteln können, darum sage ich, meine Hcrren, dic Männer der Presse haben eine gewaltige Waffe in dcr Hand und mögen Sic mir, dcr ick wünsche, daß die Waffe niemals rostig werde, daß dic Presse immer geläutert sein möge, damit die parlamentarische Regierung in Oesterreich auf dem dornenvollen Wcgc Ersprießliches leiste, gestatte», gehobenen Herzens cs auszusprecheu, daß dic Quelle der ösfcutlichcn Meinung immer rein und nnqctrübt fließc. Auf das reiche sprudeln der geläuterten öffentlichen Mi' nung uud all dcr Mäuncr, die fic würdig und männlich vertreten. (Jubel.)" Oesterreich. V5ieu. 25. Juli. (Tr. Ztg.) Man ficht hier dic Spaltung zwischen dcr Pforte und ihrcm großen cgyp' tischen Vasallen ziemlich nüchtern an. Man verhehlt sich freilich nicht, daß daö Mißtrauen ncucstens auf bei' dcu Seiten wesentlich gesteigert nnd daß eine Katastrophe entschieden näher gerückt ist, aber man gibt nicht z", ldaß sich dic Krisis bcrcits akut gestaltet hat, soudern man baut fast darauf, daß, zumal - unter aufmerksamer und vorsichtiger Mitwirknng Europa's, das wohlocr' staudcne Jutcrcsse beider Theile dcu Bruch hintanhalte« werde. Vorbeugend haben dic Mächte indeß einerseits dem Vicclöuia, crnstestcns ans Hcrz gelegt, daß er Alles vermeide, was auch nur dic gerechte Empfindlichkeit scinc^ Olicrlchcnshcrrn verletzen könnte, andererseits aber del Pforte gegenüber dcr zuversichtlichen Erwartuug Au^ druck geliehen, daß sie auch diesmal ihrer gewohnte» Mäßigung treu bleibe uud nicht durch überstürzte E»<' schlicßungcn einen vcrhängnißuollcn Bruch fördern odtt gar provociren werde. — Ein Petersburger Blatt will wissen, der Kaiser Alexander habe an die Souveräue vo» Oesterreich und Preußen eine Einladuna ergehen lassen, dcu Mauövcru im südlichen Rußland anzuwohnen. Was in dieser Richtung in Berlin geschehen ist, weiß >6 nicht; was aber Wicn betrifft, so glaube ich bestimmt versichern zu dürfen, daß Se. Majestät durch kciuc Ei»' ladung in dic Lagc versetzt ist, dieselbe frcuudlich da»' tend ablehnen zu müssen. — (Der Reichskanzlc r) hat, wie dcr „Boh." auS Wicn gefchrielicu wird, aus Anlaß dcr Verschiß dciun Eüthüllniistcn, wclchc die Blätter über angebliche Abmachungen Ocsteilcich.? mit Fiantreich aus dem Zah" d^s Gebiet derjenigen Erfindungen verweist, welche Oesterreich, wen» cs nicht sein ernstestes Streben dah>l> richtete, die bedauerlicher Wcisc noch vorhandenen Wl' stimnnma.cn, statt sie z», verschärfen, möglichst zu bcsc^ tig.cn, ui, der Hand aktcnmäßigcr Belege nur setM Während er noch zögerte, brachte man dcu Briefsack, dcr an diesem Tage reicheren Inhalt hatte als gewöhnlich. Einen Augenblick später trat cin Diener ein und brachte verschiedene Gcgcustäudc zum Frühstücktisch. Sir Georges kommt, Herr Fanohaw. Wie, schon? und der Braten mit Artischockcn? Laufen Sie Thomas, schnell, sagte dcr Haushofmeister in aufgeregtem Ton. Eine Idee, gläuzend wic dic silberne Schüssel wclchc die Semmelpastctchcn enthielt, leuchtete in seinem Geiste ans. Er hob dcn Deckel, zögerte . . . würde das Papier nicht das Fett aufnchmcu? Im nämlichen Augenblicke hörte er dcn Schritt des Baronets und einen verzweifelten Entschluß fafseud, legte er den Bricf auf dic dampfenden Kuchen und deckle die Schüssel hastig wieder zu. Beim Eintreten überblickte Sir Georges schnell dic Griefrcihc an seine Adresse, schien sehr erleichtert uud fing au zu frühstücken. Im nämlichen Augenblicke bc-mertte Faushaw, dcr hinter dem Stuhle scincs Herrn stthen geblieben war, durch die halboffene Thür Madame Turnover, dcreu kräftige Arme sich in einer seltsamen Aufregung, hin und hcr bewegten, was er sich uicht anders deuten konnte, denn als einen ausdrücklichen Befehl, den Bricf fobald als möglich zu übergeben, wcnn cs noch nicht gcschchcn war. Er machte cin bejahendes Zeichen, aber die Pantomimen wurden nnn fo heftig, daß der Hausmeister eine Bewegung machte um sich zurückzuziehen, und dem Telegraphen nahe zu lommen. Warten Sie einen Augenblick Fauöhaw, sagte sein Herr, einen Bricf össncnd. Unfähig sich deutlicher zu erklären, schickte Fanshaw der Köchin cin beruhigcudcs Vächelu zu, iudcm cr mit cincr bezeichnenden Gcbcrde, Sir Georges die Schüssel zuschob. Als er aber sah, daß das sie uiclit beruhigte, uud cr bemerkte, daß seiu Hcrr iu seine Lektüre vcrticft war, wagte cr cs dcn Deckel aufzuhcbcu, und mit cinem lri-umphirendcn Blicke auf dcn befriedigenden Stand der Angelegenheit hinzudeuten. Tlalt aller Antwort, hob Madame Turnover dic Arme mit cincr Gcbcrdc dcr Angst cmpor uud ließ ihre Schürze über dcu Kopf stiegcu, währcud FanShaw ihr bestürzt mit dcn Augen folgte. DaS sieht mir aber nicht eben der Frcndc ähnlich, dachte cr, indem cr anfing zu wünschen, daß dcr Brief sich noch iu seiner Tasche besändc. Fanshaw! Mein Hcrr? Sie werden Miß Vanc mciu Compliment ausrichten, und werdcu sie bittcu. sobald sie sich ganz erholt haben wird, mir zu erlauben ihr mcinc Dankbarkeit für dcn großen Dienst auszudrückeu, wclchcn sie nicht nur mir, sondern dcm ganzen Hausc erwiesen hat. Ja. mein Hcrr. Vlcibcu Sie, und geben Sie mir cin Semmelpa-stctchcn. Ein Scmmclpastctcheu, Sir Georges? Ja, cin Scmmclpastctchcn. In dicscm feierlichen Augenblick sah der Haushof Meister Madame Turnover mit verzweifelter Gcbcrdc wieder erscheinen, währeud Dolly, uicht minder aufgeregt, über die Schulter dcr corpulcnten Matrone blickte. Abcr cs war zu spät. Faushaw hatte die verhängliiß' volle Schüssel vor Sir Georges nicdcrgestcllt «»' schickte sich au, eincu schleunigen Rückzug zu nchmc"' Nehmen Sie dcu Deckel weg, sagte Sir Georgs Fanshaw gehorchte. Beim ersten Blicke sah ^ daß der mit Dampf gesättigte Brief fchncll das Fl" einsaugtc. Nuu, was ist dcnu daS! fagtc Gcorgcs, indem ^ das Papier vorsichtig mit der Gabel emporhob. Trag^ Sie das weg, ich weiß uicht was man da hinein ^ lcgt hat. ,s Ist cs möglich! rief der Haushofmeister, der ^ freudiger Hast dic Schüssel wegräumte, dabei VornM murmelnd, die man au die Adresse des Pastetenbä^ gerichtet glauben sollte. Herrgott! die Vorsehung wacht! sagte Mad< Turnover mit einem Seufzer dcr Erleichterung, " Fanshaw ihr dcn wiedergewonnenen Schatz übergab/ " sie ergriff und hastig forttrug. „^ Der junge Baronet blieb, nachdem er gcfrühst^ und die Lecture feiner Briefe becudct halte, noch ^ Zcit lang in Gedanken versunken am Tische sitzen; "A ohne Austreugung stand cr endlich auf, um sich >" !,, Studirzimmcr zu begcbcn. Nachdem er drei- oder v^ mal in großer Aufregung dariu auf« und aligcaM war, klingelte cr und warf sich in einen Fanteuil. Und nuu werde ich mein Schicksal erfahren, "' mclte er. (Fortsetzung folgt) 1273 ^' bas Haupt ihrer Urheber zurückzuwagen vermöchte, Elches ^^^ uhcr mit aller Energie im Allgemcmcn "^lln erinnert, daß das Oesterreich, welches jetzt in ^r Kiatt wieder aufgerichtet daslche, mit dcu Tradi- lloncn nicht blos seiner inneren, sondern anch seiner ^artigen Politik vollständig gebrochen habe, und daß ^ >» dem Bewußtsein, ehrlich den Interessen dcS Frie- ^ und der Versöhnung zu dienen, jede Solidarität ?^l>tn Alten eines Systems ablehnen müsse, für wel- ^ andere Gesichtspunkte und andere Grundsätze lci- ^ gewesen. 2 ^- 25. Juli. (Volksversammlung) In Hobtl's Bicrhalle fand gestern eine Volksversammlung ?" social-demokratischen Partei statt, zu der sich, wie ^ „N. W. T." meldet, Tausende von Theilnehmern schinden. Gegenstand der Tagesordnung war der bricht über den Stand der social-demokratischen Bcwc- ^"g in Deutschland und Oesterreich. Herr Härtung, ., bie Versammlung eröffnete, wies darauf hin, daß .'t social-demokratische Bcwcgnng sich in Deutschland ^ 7°n flüher Bahn gebrochen und ungeachtet der Zwislig- > ^ln in der Partei stetig an Ausdehnung gewonnen. z ^kr bevorstehende Congrcß in Eisenach werde den bisher ^ilbte^ Intriguen die Spitze abbrechen und eine cinheit-He, social-demokratische Partei schaffen. Redner theilte ^" Mit, daß Herr Wilhelm Liebknecht auö Leipzig, der saunte social-demokratische Abgeordnete des norddcnt-^en Reichstags, in der Versammlung anwesend sei und ""r die Entwicklung der social'demokratischen Bcwc-^"g in Deutschland daS Wort ergreifen werde. Dieser Mderte die Zustände in Preußen folgcudcrmaßcn: Äian ^ dort das allgemeine Stimmrecht eingerichtet als ^t Waffe des Absolutismus; das Volt stcht mit gc-^^>encn Händen und kann leinen Gcbranch davon ^chen. Das freie Wort ist in den Wahlversammlungen ,l>Vnt, häufig schreitet die Polizei ein und verhaftet «!" Redner. In Preußen herrscht ein systematischer ^potismus. Davon hatten Sie in Oesterreich keine ^>»N'. Ihr Absolutismus war etwa wie der eines Aschen Sultans, ein Absolutismus mit Bummelei, ^ Preußen herrscht ein intelligenter Absolutismus, und j.> ist gefährlicher als der unintclligcntc. Der Haupt-^d. die Citadelle der Knechtschaft ist Berlin, ist Preußen. ^ Muß die Hauptschlacht geschlagen werden für die Miung Deutschlands. Zum Schlüsse wies Liebknecht ^ ?>t Schweiz und Amerika hin, wo die Freiheit den s ^onlüilntenhader gelobtet. Die politische und die tz/?^ 3ragc lasse sich nicht trennen. Wer gegen die iw l lerrschafl kämpft, muß kämpfen für die Freiheit: H >reien Staate ist die freie Gesellschaft möglich. Der ^ ätzende erklärte, er hoffe, Herr Viebknecht werde von ilit ^ Bewußtsein mitnehmen, daß Wien ein Boden "t social-demokratische Partei sei. ^ ^ 27. Juli. (Pester Corr.) Wie wir vernehmen, W bischen der ungarischen und österreichischen Dele-^ill?" "^^ ^^ H^e dcS Erfordernisses für den öslcr-l^>chen ^loyd (iln Budget des gcmcinfamcn ^iinisle» tz^ des Acußeru) ein ernstlicher Conflict anSzubrechcn. tz^'Ulich wurde bisher dic Elnkommcnstcuer sür diese ^Il>hrtsuntcrnchmnng in der Höhe von unaMhr »l^ Gulden von der an dieselbe zu zahlende ^ub-^ n — 2 Millionen Gulden — abgezogen. Bei w^icheit h^. ersten Delegationssitzung war dieser Ab-^ ^ Voranschlage der Regierung noch uicht enthal-hi^Urde aber auf Antrag der ungarischen Delegation gol^nommen und auch von der österreichischen Delc-ti«^? bewilligt. Bei Gelegenheit der zweiten Dclcga->>«)>, I^ung wurde denn auch dieser Abzug vorgenommen, ^hlllt^ ^ten-cichischcn Delegation allerdings nntcrVor-»lif,,' ^iun will der österreichische Finanzministcr den isl^ "Yarn entfallenden Theil der Einkommensteuer dcs ^b ^^'lchen ^loyd nicht mit verrechnen, und cö hcißt, ^>ilt !, ^lcrreichischc Delegation sich auf den Stand> ^oll z.^ Hcnn u. Bresll stellen wird. Ist dies der ti^ "un luird cS aller Wahrscheinlichkeit nach hierüber zu 8^'"b"a. 2tt. Juli. (Straß c nc^ccß.) Gc- >ll. ^"^ wurde hier durch einen betrunkenen Sol- Q ^r 2,.,- "" le'ncm Faschinenmcsser hcrumhicb. ein ^lb« w'^""'"^auf "on Juden hervorgerufen. Dcr ^«te., ? ^^ ^"^" entwaffnet, worauf cuttere 'Ney Scl^7 ^ P°ss°nten herfielen und in bcnaa> ' ^> darun,'" .^"altthaten verübten. - Viele Per- ^ ^^«teu », « ?Ut nicht unbedeutend, wurden durch ^ Mehrere "l^"' ^ ^"c herbeigeeilte Patrouille 7^geVch.^'be Schüsse abgefcuctt. worauf dic ^/-^streute und mehrere Soldaten verHaftel !"" ^ ?", Krakauer Klostrrgcschichtc "" ^ 3reita7d°e "^' ^ ^,"li, der .^s,'' gesch.ie- ^"'Nlissen das «l^ -"°ch"utta8S ""schwärmten Äicn- ""l das Kloster der Karmeliter > Barsüßlerinen an der Wesola und erwartete:: mit Spannung den Moment dcr Uebcrführung der gemarterten Nonne Barbara Ubryk. Um 4 Uhr kam die geistliche Commission und veranstalte mit großer Umsicht die Transportirung dcr Barbara Ubryk in das Irrenhaus. Barbara Ubryk, welche die Vertreter dcr Gerichtsbchördc augcklcidct. auf dem Bette sitzend im Nonnenhabit antrafen, verließ das Kloster, geleilet von dem Untersuchungsrichter Dr. Geb-hard und einer Ordensschwester. Die Worte, die ihr bei dieser Gelegenheit entfielen, ließen nicht auf WalM sinn schließen, wiewohl ihre Sinne-in völliges Dunkel gehüllt sind. Barbara Ubryk hüpfte vor Freude, als sie das Sonnenlicht und das frische Grün im Kloster-gartcn erblickte. Die Nonnen gaben ihr das Geleite bis zum Thore, wahrscheinlich in dcr Ueberzeugung, mit ihrer Entfernung sei die ganze Angelegenheit als beigelegt anzusehen, und üocroics froh, daß sie nicht mehr die losen Worte der verrückten „Schwester" anzuhören brauchen. Als die Nonncu sich zurückzuziehen begannen, trat aus ihrer Mitte ciuc stark verschleierte Ordensschwester hervor und umarmte und küßte die Barbara Uliryk. Die Arme schien sofort die Nonne an dcr rcgcn Teilnahme zu erkennen, und sagte stehend: „Dn bist es, Agnes, komm mit mir." Diese Scene machte auf die Anwesenden einen tiefen Eindruck. Barbara fuhr iu Bcglcituug einer der grauen Schwestern, welche in dem hiesigen Irrenhause den Dienst der Wärterinnen versehen, des Auscnltantcn und eines Dieners in die Irrenanstalt. Währcnd dcr kurzen Fahrt fragte sie fortwährend nach dcr ..Schwester Agnes" und flehte, sie möge ihr folgen. Während der Fahrt wurde sie von einer Ohnmacht befallen, denn die frische ^nft scheint sie angegriffen zu haben. Vor der Irrenanstalt hob man sie aus dem Wagen und übergab fic dcr Aufsicht dcr Direction dcr Anstalt, mit dem ausdrückliche»! Befehle, man möge Nicmandeu zu ihr lassen, mit Ausnahme dcS Untersuchungsrichters Dr. Gcbhard und dcn beiden GerichlSürztcn Dr. Blumenstock uud Dr. Iakuliowoki. Barbara wurde in eine bequeme Zelle geleitet, wo sie momentan sich sehr schwach fühlte, sich ans das Bett setzen ließ, aus dem sie übri-gcus in der Nacht hcrauoslürztl'. weil sie gewohnt war. auf hartem Boden zu ruhen. Kaum hatte sie sich erholt, fragte fic nach dcm Herrn, dcr sie aus dem Wagen in die Zelle gebracht hatte, sagte, sie wolle ihm für seine Mühe danken, aber ,-ls er erschien, behauptete sie, es wäre ein anderer gcwcscn. erkannte jedoch in ihm den Beamten, dcr ihr im ersten Momente der Aufschlicßuug der Zcllc, in der sie 21 Jahre vcrlirachte, zu esscu gab. Seitdem Barbara Udryk gewaschen und anständig gekleidet ist. sieht sie nicht mehr so verwildert aus. Die ganze Gestalt ist aber ein Bild grenzenlosen Jammers, ihr Gesicht hat gar kein Fleisch, das Auge ist eingefallen, dic Augenbrauen und Angcnwimpcrn gänzlich ansgcfallcn. dcr Augap'cl selbst glanzlos. Sie spricht manchmal ganz verständig, üstcr jedoch großen Unsinn, so daß dic GcrichlSärztc sie längere Zeit beobachten müsscu. Freitag, gegen 11 Uhr Nachts, versammelten sich etwa 3^0 bis 400 dcn bcssere» Ständen angchörige ^cute vor dem Kloster dcr Carmccitcr - Barfüßlcrinncn uud zertrümmerten dic Fensterscheiben des Klosters, bevor noch die Sichcrheits Organen erschienen waren. Das Volt begnügte sich jedoch nicyt damit, begann gcgcn das Thor anzustürmen, und drang nach vielen Kraftanstrcn-gnng in dcn Hosranm ein, woselbst allce, was dcn Eindringlingen im Wege stand, arg verwüstet wurde. Unter dcm starkem Gcschrci: „Fort init dcn Nonnen!" stürzte das Volt gcgcn daS Innere des Klosters. wo sich tue Zellen dcr 'Nonnen befinden, und schon hattc cinc großc Anzahl jnngcr ^cntc dcn Corridor erreicht. als cinc starte Militär-Patrouille heranzog uud dic belagerten Nonnen befreite. Nur mit fchmcrcr Mühe ionnlc dcr Hofraum von dcrMcnschcnmeligc gcsäudcN wcrdcu. Dic Abzichcudcn machten dcn Nonncu noch eine Katzcnmnsit und suchtcn das Weile. Tags darauf, das ist Samstag deu 24., wiederholte sich dasselbe Schauspiel. Bci Tagc umslauocu Huudcrlc von Menschen das Kloster. Plötzlich erscholl der Ruf: „Die Mutter dcr Oberin fährt inS Kloster," wo'.auf sich die Menge gegen den herankommenden Wagcn warf uud erst ülicr Intervention dcs Kntschcrs, dcr dcn Angrcifcrn crtlättc, cs sci das ein falsches Gerücht ließ man den Wagcn passircn. Für die Obclin ist dic Situatimi cinc sehr kritische. Beide hiesige Blätter, dcr „Czas" und dcr „Kraj", deren Haltung in dieser Angelegenheit Anerkennung verdient, warnten das Publicum vor Wiederholung dcr Exzesse am Freitag, und beschworen cs, dcm Gan^c der Gerechtigkeit nicht vorzugrcifcn. Dic Wortc dcr Besonnenheit nützten abcr gar nichts, denn gcgcn 10 Uhr Abends bewegten sich lN'oßc Mcnsch. nmasscn p^occssionö-artig in dcr R'chlnng dcr Vorstadt Wcsola gcgcn das Klostcr dcr Karmelilcrinncn. DasclM wurde der Ncsl dcr vom Vorabende noch verschonten Fensterscheiben ein-^schlagen, uud aegcn das Klostcrdach fielen so schwcrc Steine, daß die schwachen Schindeln überall >n Trümmer gingen. Gcgcn 11 Uhr rückten zwei Compagnien Militär auö, säuberten dcn Play, bcsctztcn daö Kloster nnd sperrten die Straße» ab. Als die einige Tausend zählende Mcn.ie sah, hier sei nichts mehr auszurichten, wmdelc sic sich nnlcr starkem Geschrei, Zischen, Ge» johle und mit dem Rufe: „Nieder mit den Jesuiten" ttcgcn das Iesuitcnkloster. Die Jesuiten, verständigt von den, Herrannahcn des Volles, verrammelten ihr riesiges Thor, versteckten sich in allcrlci Schlupfwinkel und löschten oic Lichter in ihren Zellen aus. Vor Allem wurde dcm Orden eine ohrenerschütterndc Katzenmusik gemacht, worauf die des Schreiens und Pfeifcns müden Demonstranten einen Slcinregen gegen das Kloster los-licßen. Scheibe auf Scheibe klirrte und daS Herabfallen des Glases begrüßte die Menge mit Triumphgeschrei. Hicmit schien die Menge ihren Zweck noch nicht erreicht zn haben. Einige starte Bursche stemmten ihren Nucken gcgc» daS Thor, einige andere kletterten über die Mauern in dcn Garten, um von innen mitzuhelfen, und den vereinten Kräften dcr Tnmnltuanten gelang es endlich, das starte Thor znm Weichen zu bringen. Unter Bravo» rnfcn dcr Draußcnstehcudcn stürzten dic Eindrinalinge in Das Kloster, zcitiümmclten die Fenster, selbst die Fensterrahmen wurden nicht verschont, zwei ältliche Jesuiten, welche die Mcnqe zur Raison zu bringen trach» tetn, wurden star! insnltirt. Die Irsuilen entkamen noch zeitlich gcnua den Händen des wüthenden Voltes. Ein Jesuit flüchtete sich nach der Hauplwache und bat den gerade anwesenden General um Hilfe. Ein Trupp Soldaten besetzte hierauf den Platz vor dem Icsuitenllo-stcr; die Menge war jedoch schon früher abgegangen und mit dem Rufe: „Zu dcn Franziskanern!" entfernte sie sich. Dort war das Militär schon zuvorgekommen und lnelt bis früh MorgcuS das Franzislanerkloster beseht. Von da verscheucht, folgte die Menge der Ordre: „Auf die Klcparz und Zwierzyncs, zu den anderen Nonnen» klöstcrn" Dort wurden ebenfalls die Fenster eingeschlagen, und erst das hcrbcigceilte Militär vermochte die Menge auscinandcrznjagcn. Das am Abend consignirte Militär rcichlc nicht aus, und erst um Mitternacht muß» ten auf Befehl des Generals mehrere Compagnien die Eascrne verlafscn. Die Unruhen währten bis 3 Uhr Morgens. Mehrere Jesuiten sind verwundet und viele Tnmultuauten arretirt. Hcntc Nachts befürchtet man allgemein eine Wiederholung der Unruhen. Es foll jedoch Nachmittags ein Aufruf vom Bürgermeister und Statt-haltcrcilciter erscheinen, znr Beruhigung des PublicumS. Es stellt sich heraus, daß das Kloster der Karmeliter - Barfüßlcrinncn feit mehr denn zwanzig Jahren weder vom Bischöfe, noch von feinem Delegaten dcr üblichen Revision unterworfen wurde, und nur auf diese Weise ist es ;u begreifen, daß cin so großer Uufug sich so lange erhalten konnte. Hagesueuisskeiten. — Ee. Majestät der Kaiser haben dem Connt6 zur Gründung eines Krankenhauses zu ^'ezajsk in Galizicn einen Beitrag von 300 fl. ans Allerhöchster Privatcasse aller« gnädigst zu bewilligen geruht und Ee. kais. Hoheit der durchlauchtigste Kronprinz, Erzherzog Rndolf ließen diesem Emnitö zu einer für Bereiuszwccke vorzunehmenden Effec-teulottcric ein Geschenk, bestehend in einem Porzellantafel-scrvicc für zwölf Personen, übersenden; ferner haben Ce. Majestät der Kaiser der durch Feuer vernnglückten Gemeinde Inczüd im Eiscnburger Comitate und der tirolischen Gemeinde Mczzcma, ersterer eine Unterstützung von 4N0 fl., letzterer eine solche von 35,0 fl. und der Gemeinde St. Michael zu Perlenstem in Cteiermark znr Anschaffung neuer Kirchenglocken eine Beihilfe von 300 fl. aus Allerhöchsten Privatmittcln allercmädigst zu bewilligen geruht. — Graf Heinrich Veust hat durch einen Fall von dcr Treppe in Altenberg einc starte Zerrung der Fußbän« dcr erlitten, dic cinc längere K'ur erforderlich macht. Se. Excellenz dcr Herr Reichskanzler war durch deu Bcfuch des kraulen Eohneö in Altenberg genöthigt, die Theilnahme an dem Iourualisteu-Bcmkct im Kursalon absagen zu lassen. — (Dcfraudatio u.) Der Verwalter dcr fürstlich Rechten stein'scheu Herrschaft Plmncnan bei Proßnitz hat sich cinc Defraudaliou iu der Höhe von 9100 fl. zu Schulden lonrmen lassen und wurde deshalb in gerichtliche Untersuchung gezogen. — (Ein nl!u in Scene gesetztes Meer.) Tic „France" schreibt: Nachdem Herr Ferdinand v. Les-sepö zwei Meere mit einander verbunden hat, beabsichtigt derselbe ein neues Meer zu schassen. Bekanntlich behaupten Ncisende, welche Ccutral-Afrika durchforscht haben, daß die Tahara-Wüste ehemals cin Meer gcwcscn sein müsse. Auf Grund dieser Behauptungen hat Herr v. Lcssepö einige In-gcuicure zur Untersuchung dcr Vodengestaltuug dcr Sahara abgesendet. Auö dieser Untersuchung, die nun beendet ist, gewann ,uan die Ueberzeugung, daß die Sahara an ihrem ehemaligen Ufer um mehr' als 80 Fuß tiefer liege, als das Niveau dcs Ruthen Mccres, und daß diese liefere Lage in dem Maße, als man in daö Innere der Wüste vordringt, zunehme. Darauö schließt nun Herr v. Lesscps, daß ein Canal von 15 Meilen hinreichen würde, um das Rothe Meer mit der Sahara in Verbindung zu bringen und letztere wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung zurückzugeben, wvdurch cin sehr bequemes Cummunicationömillel mit Ecntral-Afrita geschaffen und der afrikanische Continent einer großen Umwandlung zugeführt würde. Die Untersuchungen und Vorarbeiten für diesen Plan werden fortgesetzt, und die „France" fügt hinzn, daß vielleicht fchon 'in einem Jahre mit der Verwirklichung dieses ProjecteS begonnen werden dürfte. 1274 — (Der Blitz) schlug unlängst in Titusviüe, Penn-sylvanien, in eine Anzahl von PetrolemwBehälter, welche über 1000 Fässer dieses Brennstoffes enthielten. Daö brennende Ocl ergoß sich mit furchtbarer Gewalt über mehrere anstoßende Petroleum-Anlagen nnd verbrannte acht andere Brunnen nebst 3000 Fässern Petroleum. .H o c a l e s. — (Ministcrialrath Herrmann), Referent des Boltsschulwcscns, tommt, wie wir ans sicherer Quelle vernehmen, Hieher, um der Prüfung der Präparanden an der Lehrerbildungsanstalt beizuwohnen. Die Prüfung ist aus diesem Anlasse auf den 3. August festgesetzt. Die Verhältnisse aus persönlicher Anschauung lcnnen zn lernen, ist der richtige Weg, den daö Ministerium einzuschlagen scheint. — (Invalidenstiftnngen.j Den 18. August, am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers, findet die Per-theilnng von 12 Invalidcnstipcndicn im Betrage von je 39 fl. 90 tr. unter kraiuischc Invaliden aus der letzten Kricgscvochc, nnd in deren Ermanglung au deren Kinder, nnd schließlich in Ermanglung solcher an ausgediente Militaristen statt. Der Comvetcnztermin dauert bis zum 12ten August und es siud die Gesuche bei der Landesregierung einzubringen. — (A rtiller i esch i eßübu» gen.) Am 5,., 0., 7., 9., 10., 1l,, 12., 13., 14., 1«,, 17., 1'.»., 20., 21,,! 22., 23., 24. und 25. August d. I., stets von Morgcns 5 Uhr bis Nachmittags 2 Uhr, findet seitens des in Lai-! bach stationirten t. t. Artillerie-Regiments auf dem Uebungs-! platze bei Pizmarje in der Richtung auf den Raum unter! der Bczirköstraßc zwischen Untergamling und der Tscher-nutschcr Eavebrücke ein Uebungöschießen mit scharfen Geschossen statt. Das Betreten des Ucbuugsplatzes iuncrhalb des abgegrenzten Raumes, welcher während der Uebung durch Avisopostcn martirt sein wird, dann das Betreten der Be-zirtöstraßc zwischen Untergamling uud der Tschernutscher Brücke, wo au beiden Endpunkten gleichfalls Avisoposten während des Fcnerö der Batterien anfgestellt sein werden, an den üben angesetzten Tagen und Stunden wird der Be-völlerung wegen der Lebensgefährlichteit untersagt. Die auf^ gefundeue Muuitiou ist von den Parteien an den k. k. Verwaltuugs-Officier des 7. Artillerie-Regiments täglich Nachmittag 3—5> Uhr auf dem Uebungsplatze gegen die vom Aerar festgesetzte Bergütuug abzuführen. Vor einer unvorsichtigen Behandlung der aufgefundenen, nicht explo dirten scharfen Geschosse, die dem Finder höchst gefährlich werden tönncn, wird nachdrücklich gewarnt. -- (Das Programm der Liedertafel) des Männerchoreö der philharm. Gesellschaft, welche morgen Abends 8 Uhr in« Bahnhofgarten unter gefälliger Mitwirkung der Musitcapcllc von Graf Huyn stattfindet, enthält folgende Nnmmern: 1. Thurulwächtcrlicd, Mänuerchor, von Josef Zöhrer; 2. Held Samson, Männcrchor, vou Karl Reiucckc; 3. Tanzlied, Männerchor, von Franz Abt; 4. Gesang im Grüucn, Mäuncrchor nllt Eolvcsnartclt, vou Heinrich Eßcr; 5. n. I thna wohl, d. Dicndle, tief drnnt im Thal, Kärntnerlieder, für Männcrchor arrangirt von Ioh. Reiner; 6. Wach anf! Mäuucrchor mit Tenorsolo von Franz Abt; 7. „Reutli im Wintel," Männerchor von Viucenz Lachner; 8. Jäger's Abschied vom Walde, Männcrchor mit Wald-hornqnartettbcgleitnng von Felix Mendelssohn«Bartholdy. Das interessante Programm zeichnet sich außerdem noch da-durch aus, daß sämmtliche Nummern mit Ausnahme der letzten ganz neu sind. — (Neues Postamt.) Am 1. August l. I. wird in Neudorf bei Allcumarlt nächst Ratet ein t. l. Postamt in Wirksamkeit treten, welches mit dem Postamtc Allcnmartt mittelst einer viermal wöchentlichen Fußboleuvost, d. i. am Sonntag, Dienstag. Donnerstag und Samstag, m Verbindung stehen wird. ' ""'— (Concurs.) Am zn errichtenden zweiten k. k. Gymnasium in Graz kommt eine Lehrstelle für Mathcmatil und Naturwissenschaften, speciell für Physik, zu verleihen. Bewerber um ^iesc Stelle haben ihre Gesuche bis 10ten August l. I. bei dem k. k. Landesschulrathe für Sleiermark eiuzubriugcn. — (Der slovenische Dichter Koseski) hat der „Malica" die vollendete Uebcrsetzung der Schiller'schen „Braut vou Messina" nebst 60 bisher noch nicht veröffentlichten Gedichten znr Drucklegung, ohne Anfpruch auf irgend ein Honorar, überlassen. — (Im Schweizerhause) in Tivoli spielt heute um 5 Uhr die Regimcutsmusil. — (Ein Erce ß) fand in der Schischta am Montag um 10 Uhr Abends statt: Es wurden zwei Hafenbinder von Soldaten mit der vlanlcn Waffe arg zugerichtet. Beide wurden ins Spital gebracht, der eine bietet wenig Hoffnung für sein Aufkommen. — Die „Tagespost" citirt aus einem Schreibeu vom Karst Klagen über die Verheerungen, welche der Schwamm-spinner (I.ipari« äi^a,') anrichtet. Ist es betannt, heißt es darin, wie dieser Spinner unseren Karst bereits mehrere Jahre entwaldet, wie er alle nnsere Eichcnarten in einen Wintcranzug gekleidet hat und bereits auch über die Obst bäume hergefallen ist ? Das genannte Insect fügt dem unteren Karste bereits seit einigen Jahren Schaden zu. Voriges Jahr hat es dort alle Bäume abrasirt und im Monate September ist der Schmetterling bei günstigem Winde zu unö hcrübcrgeflattcrt. Wenn man der Verbreitung dieses Insectes nicht baldigst Einhalt thut, was bet gutem' Willen leicht geschehen könnte, werden dessen Schmetterlinge auch über die Poik- nnd die Scuoselschcr Waldungen, wo noch einige Eichen stehen, herfalle» mid dann wird auch das Wippachcr Thal leideu. -- (Rauferei.) So schön uud üppig das Lavaut-thal auch vou allen Thälern Kärntcnö, schreibt man der „Klagenfuvtcl,- Ztg." aus Lcwcnnüud, so roh und ungebildet ist noch ein großer Theil der Bewohner desselben. Beweis dessen ist eine vor ellicheu Tagen zwischen den Rojacher und Schondorfcr Burschen vorgefallene Rauferei, wobei ein Bursche sein Leben einbüßte. Der Thäter ist ein junger Balier, der sich in Kürze verehelichen wollte, nnd der nun einige Zelt seinen Rauflustuiuth im Inquisitionshausc wird kühlen müssen. Bei einem Kcuschlcr haben diese Unholde alles zertrümmert, große Steine und Stangen durch die Fenster geworfen, so daß die Inwohner sich beinahe des Lebens nicht sicher fühlten. Ein Herr fchickte seinen Knecht nach Wolföberg; als der Kuecht durch die Bifchofgasse hin-cinfnhr wurde er von etlichen Vagabunden angepackt nnd blos zur Knrzwcile anf roheste Weise maltraitirt. — (Evangelischc Kirchc inMar b u r g.) Die vor mehreren Jahren gegründete evangelische Gemeinde in Marburg, welche seither in ciner provisorisch zugcrichtcteten Micthlirche ihre Gottesdienste abhielt, ist nun durch die rastlose Thätigkeit ihres Pfarrers Echroll, sowie des Presbyte-rillins in den Besitz einer neuen Kirche gelangt, welche, ebenso wie die hiesige evangelische Kirche, zumeist durch auswärtige Hilfe erbaut, ein laut rcdcndcs Zeugniß ist für die segensreiche Thätigkeit des Gustav-Adolf-Vereines. Dieselbe wird am 1. Angust durch deu evangelifchcn Superiutcn-dcntcn A. Gunesch ans Wien eingeweiht, wobei unter anderen der Marburger Mämicrgesaugsvcrein freundlichst mitwirken wird. Mit anerkcmlenswerther Bereitwilligkeit hat die Südbahn den Besuchern für die zweite uud drille Wa-genclassc den Fahrpreis um die Hälfte ermäßigt, uud können die betreffenden Certificate bei dem hiesigen evangelischen Pfarramtc in Empfang genommen werden. Ncuelll Post. Pcst, 27. Juli, (P>.) Dem Pester Lloyd zu< folge hat dcr Khcdiuc von dem Pyrcnäcnbadc Eanr-BonucS-NonvcllcS ein Scheiben au den Sultan gerichtet, worin rr sein Äcdmicrn iibcr die wider ihn in Umlauf aesetzlcn Gcrüchlc uuS.zcspiochcn und Vcrsickc-n,',gcll scii'cr L^Iiiä! ycgcdcn l,at. Er lönnc jrtzt Koi'sta»l,faliril^ ardeilcr cz.'cedir!cn. E,n Ii'fai'ucril'lmlmllon bcsctztc die Fabrik. Berlin, 27. Inli. Mo:gcnblätlcr enthalten ein Schreiben Waldecks an seine Wähler zum Abgeordnet lcnhansc und zum Vieichstage, in wclchem er beide Ma»' dalc n>!.'gcn seinrS Gsslindlieilö^ustandes zurücklegt. Madrid, 20. Juli. Der „Impartial" sa^ Don Carlos dlfiilde sich an der spanischen Grenzt u>'b habe die vciflosscnc Nacht in Hendaye znqebrachl. M^ oe, sichert, d.,ß cine Bande vou 250 Mc»m unter T"' stany dic spanische Grclizc übcischritten habe. Madrid, 2^. Juli. Die Nachrichten siud ^ fiicdigend. Dic Banden sind in voller Anftösllng. Dll Acwcglinli ist als gescheitert zu bttrachtcn. London, 27. Inli. Die Königin genehmigt, d'l iiischc Knchcnbill. DaS Tlironfol^'rpaar reist heu« nach Wildbad. Gladstone mußte ans GesnndheitSsiill' sichten filr einige Tac>c aufs Land. C o n stai, i ino? c l, 28. Inli. Fazyl Pasch« dcr Minister ohüe Portefeuille, strebt die Aendcru», der egi)p!ischcn Throüfolgc-Orduung an. Dic Pfoltt dcobachlct E^yptc» gcneuüdcr Mäßigung. Teleglaphiscke Wrciisclcoursc vom ii^. Juli. 5>p«c. MctaNiquc« <»^.f>5>. - .'.pcrc. M,talliqneS mit Mai- U«' ^liumlbcr.-Ziiisci! <^,5>5, — Iiverc. !)iatl0!!lll-A!llfhcli 72,85. — 18^ ölaat<0, — Banl^t,»',! 75i4. — ^noilllciicu 305.^' — ^'midou 1^1.!'.'). — Silber 121.75,. -. ^, k Duccnm s>,l»2. Kandel nnd Golkswirthschastliches V.,idack, 25. Juli Auf dem heutige» Marl« smd ^ schiriicli! 15 Wanrn niit Getreide, 5» Wagen mit Hru und ^tM blaster) uiil Hol^. ^ ______________Durchschnitt«- Hrel i r._______ ____. fl. li. sl. lr. fi. lr. st^' Wciv'l' pr. Metzen 4 60! f, .; Vittler pr. Pfiüld 42 -^!^» ilull, ,. 2^0 Z 10 Ein' pl, Htiick --Iz^^ff Gcrstc .. 2W friichf .. ------ ,5 40 «ütlisi.'isch ,. —22—^ H"0ni .. 2 80 ^ 10 Schwl illcfleisch „ 24 -" . Hirsc ,. 3 - 2W Schiipsniflcisch „ —15^ Dilucuy .. - .. 2 95) Hiihüdrl pr. Stilck —30^^ Erdäpfel „ 130------ Tauden „ -14-^^ ^in.sru .. :l----------- Heu pr. Zentner - 70 - ^ Fisuleii .. 4 ^— Holz, hurt..pr,Klft. - — ?A Rilld^schmal, Psd 5)0-------. weiches, „ ------ 5°" Schwl'iül-schma!', .. — 44------- Wein, rolher, pr, Opecl, frisch, „-34------- Eimer ------ 8^ — gnäuchcrt „ — .^4j—— — weHrr ,.------ 9^" ' Iludolföwerth, 2^>. Juli. Die Durchschnitts-Preise si^ ten sich auf d^iu heliligen Martte, niic folgt: Weizen p?r Me str»h „ . 1 ^ Fisoleu „ «) 40 Hol;, wrtcs, pr. Klft. 6,^ illilidoschiual; pr. Psd, — 45) — weiches, „ ^ Schnniilcschüllll,^ „ - ,45^ Wein,rother, pr. Eimer <' Eprck, frisch, „ —!—!!— weißer ., 5^ Speck, ^-räuchert, Pfd. — 3> ll. M6."'327.5, ^-13., ivi'ndstlli^"i Nebel 28. 2 „ N. 327.12 1-23.!. NO, mWg hcitcr 0^' 10« Ab. 327:><, -»-I?... O. schwach hcitcr ! j Nach 5> Uhr MorlN-liinuc!. Heiterer, smmlgcr Tag. Scl>< bewcgic ^uit a»<< ^iO. F^der- und Haufeilwollcu, Abm^, Da« Taqec'mittcl der Wärnie -^ 17-8". um 2'1" iiber dem Noü^ i Hjeramwortllchcr Redllctlxr: Iczna; v. Ht l r, um a y r.^, s ^ÜN<'lpN^l»Ni'!^ Wie», 27. Ilili. In Folg»' dec« Nmslnildei«, baß das Alrlnia,ri!,e»t in, Riickstaiide ist. uud daß hiedurch die schwebende!! Schlüsse um rineil Tag späler zur ÄbwMiüj! ^> F>«'»^l»V^z»U^. laiige». legte mau sich im Vorgcschäste eiue grcße Ä'esrruc auf. 3mch di^i^Blschräütuug del< Nmsa!,'es auf daö Maß deö Nolhwciidigstcu, wurdcii die Course meist nominell^, dilrugel! die Variationen meist „ur nxnige Bruchtheür, Nur ssrauco-Oüiil waren stäiler l'ic! l34 75, lieqehrt. Man nolirte sonst noch ^edit 30^30, Staalöbahn ^28, Lomliardru 2?') 70 ^^ Actie» 75>!>, Anglo 3^4'>>0, ^teilte 03 5)0, Zilt'rrrenle 72!»0, i,'ose oo» 18'l0 104^0. Uon 18,^4 12^10, Napolconi« i>98,l. Mittags machte sich rinr größere Geschäfti5» .. „ „ Fedruar August 6 — ^8 - Verriui!bllnt.......125 50 126.- VertchrSballl.......I^l ^0 145.- U. Actieu vv» Tv.nlsportunterneh- Geld Waare Alsöld-Finmcmrr Bahn . . . 180.50 181.— Vl'hlu Westbahn.....227.-227.50 Carl^udwig-Bahn.....250.50 251.- Tonllu-Dampsschifff. Gesellsch. . U33,— 635,— Elisaucth-Westbahii.....1!'9.50 20«'.... Ferdnillüda-Noldl'ahu , . . 23^5,--2350.-Misin-chcn-Barcser-Bllhu . . 195.— 195.50 Franz-Joseph«,Bahn .... 190. - I9l»,50 Weinberg-Ezcru.-Iassyer-Bllhl, . 209.- 209.50 i?loyd, üsterr........i^tt.- 400.— ^ Geld Waare Omnibus (erste Emission). . . 276. 278,— Rndolsö'Aahn......176.— 176.5.) Siebenbilrgrr Bahn ... 175».50 180.— ^tanl^> 95,70 0est, Hypb. zu 5>'/. ftCt- rlictz. 1878 98.25 98.75 Ung. Bod.-Cred.-Äust. zu 5V. pEt. 92,- 92.50 »'. cprioritätsobliqatione». i> 103 sl. 0. W. ! Geld Waarc ^ Elis,.Wrstb, iu S. verz. (!. Emiss.) 92,- 92 50 ^ ssürdlnandS'Nordb. in Silli, verz. 108.— 108,50 Franz-Iosrphö-Bahu .... 93.70 94.- G.Earl-Ludw.V.i.S.verz.I.Em. 102.50 103.— ! Geld O^ Ocstrrr. Nordloestbahn .... 93.50 l»^« Sirbenb. Bahn in Silber vcr, 92 "5 ^' Staats. G. 3«/., ^.-,00 Fr „l/Em' 142 ^ l^') S>>db.G,3',..-.500Fr? ". 1^0- IZl^ Südb.^o^ 6"/, (1870-74) ' ^ u 500 Frcö...... 247.50 2^'' ^ «. Privatlose (per Stiick.) ^ Kreditanstalt f.Handeln.Gew. Geld ^ Ml00fl. o'W......163 50 l'i>i Rudolf-Stiftung zu 10 fl. . . 15. - ^^ ^ ^ Wecbsel (3M°u,) Geld A? «ugsbnrg für 100 st sildd. W. 103 60 l"«>' yranlfiin a,M. 100 fl. detto 103,8" 1A>> Hamburg, silr 100 Marl Bai:co 9l.A» ^l^ ^lldon. filr 10 Psuud Sterling 124 80 < Vereinöthalcr ... 1 „ 82^ „ 1 -> ' Sild?i . . 121 ^ 75 „ 122 « Kraiuischc Oruudeullastungs - Obligations valnllllrmig: 86 50 Geld. 90 W»°"