Wt. 128. Mittwoch, 5. Juni 1889. 108. Jahrgang. Macher Zeitung. "»N» ? '°"V«,«' M,t V ° stv,», enbnn, : «an» »h»<« st «. ^"»»h"« sl. ?.»«. 3» « ° » 0 t °»i: Dll..«alvachn Z«itun«" «richetn» llgllch mlt «n»nabm« d» Sonn» nnb fftlertaat Vle «»«i»l»r»t»«» befindet fich Longiel«plah 2. b»« «e»»ct»»n Vahnhofgaffe »«. Spiechstunben bei «eboction läaUH von ,0 b<« i» Nhl vormitta««.— Nnfl»nN,il« »i<«s, »«bln nicht »n,n>om»eu unb »l«»»!c»ivt« »icht,««a,»st«lll Umtlichel Hheil. N^' ^ "nd k. Apostolische Majestät haben mit y Mstrm Handschreiben von, 25. Mai d. I. dem >O " der eisernen Krone dritter Classe allergnä-_________________ Nichtamtlicher Weil. Bericht des Gcwerlie-Iuspcciors. 5. IX. s'btil ^ "^ Grazer Cartonagen- nxd Papierwaren-!klrnll c ^ '"'t der Gründuug einer eignen Fabriks-i. ^^natiou eingetreten. Die Gewerbsiuhaber iXlll Tl, !^^'^^ der zum Theil im Zuge befindlichen. ," di^l ^'"^ bevorstehenden Durchführung der bei-I887 s ^"s erlassenen Gesetze von, 28. Deceinber ""bh ""essend die Unfallversicherung der Arbeiter >^^-Viärz 1888, betreffend die Kraukenver- sicherung im allgemeinen, wenig Lust und Geneigtheit, an den bestehenden Verhältnissen und Einrichtungen ihrer Betriebe etwas zn ändern oder zu ergänzen. Es! kann daher nicht wnndcrnchmm, wenn sowohl bei! Betrieben, die dem Inspector bereits bekannt waren, wie bei solchen, die er während des Betriebsjahres znm erstenmale allzusehen in der Lage war, ihm mehrfach' noch Unterlassungen, wie Uncorrectheiten bei Befolgung der Vorschrift des § 69 der G. O. inbctreff der Kran-lencassen unterkamen. Er traf auf Betriebe, welche für den Fall der Erkrankung ihrer Arbeiter eine gewisse Vorsorge getroffen haben; aber dieselbe bestand in un-^ organisierten Einrichtungen oder lediglich in der traditionellen Praxis, dass man die Arbeiter bei gerin«! geren Erkrankungen durch 28 Tage im Hause verpflegte und ärztlich behandeln ließ, bei schwereren Leiden aber in ein öffentliches oder Privatfpital fchaffte und dort für deren Wiederherstellung sorgte. 11 Fälle begegneten ihm, wo man weder bei einer allgemeinen Krankencasse engagiert war, noch eigene Betriebscasfcn eingerichtet hatte, noch auch eine der zuletzt gedachten primitiven Modalitäten einer Krankenfürforge prat-ticierte. In einigen der dem Inspector bekannt gewordenen Fälle stand der Gewcrbsinhaber entschiedenen Schwierigkeiten gegenüber, der gesetzlichen Verpflichtung des H 89 O. O.' genügen zn können. Um eigene Aetriebs-Krankencassen einzurichten, war die Arbeiterzahl zu ge-ring; der Beitritt zu einer allgemeinen Krankencasse war wieder auch nicht möglich, da weit und breit um den Staudort des Betriebes herum eine solche allgemeine Krankencassc gar nicht bestand (namentlich Uutersteier-mark, Krain). Indes kamen ihm auch wieder gut ein-gerichtete und qnt verwaltete Betriebs - Kranlencassen »inter, wie bei der k. k. Tabak» ', .ld Cigarrenfabrik in Laibach, bei der Lederfabrik der Vrüoer' Nichl in Graz. bei den Betrieben der Papierfabrik«-Actiengcscllschaft Leykam.Iosefsthal. Unter den im Aufsichtsbezirkc bc-stehenden allgemeinen Krankencafsen behauptete selbst-verstäudlich die allgemeine steiermärkische Arbettc» Kranken- und Inval'idencasse auch während des Berichtsjahres den ersten Platz; und dies sowohl wegrn ihres territorialen Umfanges und ihrer Mitglicderzahl. wie auch hinsichtlich der Art und Solidität der Ge-schäftsführung, welche dem von Arbeitern gefchaffenen und geleiteten Unternehmen die Sympathien nnd das Vertrauen sowohl bei den Arbeitern wie bei den Gc werbsinhabern erwarb und sichert. _______________ ! Irregularitäten und Unzukömmlichkeiten der Geschäftspraxis siud dem Inspector während des Berichts» !jahres sowohl bei Betriebs- wie bei allgemeinen (Vcreins-)Krankl'ncasscn mehrfach bekannt geworden. In zwei Vereins - Krankcncassen wurden langjährige Mit-!glieder ohne viel Fedeilcsens ausgeschlossen, bloß weil !sie in dem einen Halle bei der Verfolgung ihrer nicht honorierten Ansprüche die Hilfe der Behörden aufgerufen hatten, in dem anderen Falle wieder, weil der betreffende Arbeiter die Cafse stark in Anspruch ge< nommen hatte. In zwei Fällen weigerten sich andere Vercinscassen, die fällige Krankenunterstützung zu leisten, weil sie Nnhallspnnlte in den Händen zu haben ver» meinten, dass die betreffenden Mitglieder nicht mehr ,krank wären- eine dritte Vereinskrankencasse verweigerte die Zahlung des Krankengeldes, weil der betreffende Arbeiter eine unwesentliche Formvorschrift der Sta» tuten nicht beachtet hatte. Bei Betriebs-Kranlencassen kamen den. Inspector chicanöse Hinhaltungen der Arbeiter sowie dcr Umstand unter, dass dort, wo eine ' Unfallversicherung eingerichtet war, bei Unfällen die Kosten der Kranleubchaudlung für die Dauer von vier Wochen von der Unfalls-Entschädigungssumme für die Betriebs'Krankencasse in Abzug gebracht wurde. Ueber diese Praxis hat sich der Gewerbe-Inspector bereits in ! seinem Berichte vom Jahre 1885 anlässlich der damals bekannten Fälle principiell ausgesprochen. Was die Versicherung gegen die Folgen körperlicher Unfälle 'betrifft, erfuhr der Inspector weder bei älteren, be« kannten Betrieben noch bei jenen, die er zum ersten» male im Berichtsjahre ansah, von neuen Engagements. !Mau wartete allgemein die Durchführung des Unfall-; Versicherungsgesches und die Nctivierung der neuen ! diesfälligen Versicherungsanstalten ab. ! Ueber Parleienauliegen kam der Inspector wiederholt in die Lage. sich für von Unfällen betroffene Arbeiter verwenden zu müssen, um ihnen im gütlichen -Wege Entschädigungen oder Unterstützungen zu erwirken. Mit Ausnahme zweier Fülle, wo seine wiederholten brieflichen und mündlichen Bitten das bescheidene Resultat von Unterstützungen im Betrage von 5 fl. erzielten, conslatiert er mit Befriedigung, dass in der Mehrzahl der Fälle seine Verwendung volles Entgegenkommen und humane Berücksichtigung fand. Insbesondere war dies bei den Firmen: Brüder Reining-haus Brauerei auf dem Steinfelde bei Graz, bei der Vauschlosserei und Bautischlerei der Brüder Lapp in Gra;, bei der österr. alpinen Montangesellschaft, dann Feuilleton. ^ Eine Krautheit unserer Zeit. ^l ^..^"^"chrr Feuilletonist hat vor einiger Zeit Mi. "" «das Zeitalter der wachsenden Unznfrie-?'l fch :?"'°""t. Diese treffende Bezeichnnng blieb "l>P,am3 Gedächtnisse haflcn, denn es ist damit anfs Meil n. ausgedrückt, was uns heute am aller->lich "'"Mt zu unserem Glücke: Genügsamkeit. ?hrh„,^ lcne Himmelsgabe, die schon Salomo vor b " er b. ? "^ etwas so Wesentliches erkannt hat. bl5' so!,!,-. 'Armut nnd Rcichthnm gib mir nicht. ^ "lija>»" '""" bescheiden Theil, daran ich genug »" 35, und Reichthum. - ja sogar das .be-» „,Ml. sind übrigeus sehr unbestimmte Be- ganz anders dc- l>e ^"tlick >^"° "" kleiner Vorstadtarbcitcr. Klar c>l> ^chw< - ^°ch ""d für jeden gleichbedeutend ,st ^, Ml"' 'daran ich gennq haben möge.. Wer " ??' dn, "'/"ae gcnng? Arusicre Vortheile zu er-dl»z ^'N Ecl!' ?kü>" Lebensgenuss — ja sogar oft ^^llnn^.'"^^"!, - immer mehr zu steigeru. ist < lichte nl> sllebcu. Eine psychische Epidemie »st V stre'llde '" ^'"s"" Zeit. diese Unfähigkeit zur ,.. ?>!", Gegebenen, dieses ungcniigsan,e Ha-"'rl^ber w "K'ckial. ^r!5i tt.,s,')'. ^"ch'' l° wnrzelt auch diese immer ''""del, "'^"de Seclelllrankheit in gcmmlsamen ' NN deren Beobachtung und Verbesseruug leider keine Sanitätsbehörde besteht. Auch für diefe seelische Epidemie ist die Stadt ein besonders fruchtbarer Boden. Mehr als in der ländlichen Beschaulichkeit fehlt hier in den, betäubenden Gedränge die reine Luft klarer Lrbensanschauung im allgemeinen, dem Ein-zelim, Z?it und Ruhe zur Einkehr iu sich selbst, um endlich sich klar zu werden, was uuser Herz wahrhaft nub daucrud beglück.»,, kann. Man jagt Phantomen nach. mau überhastet iu der Sorge um die vageu Hoffnungen der Zukunft die Gunst des Augeubkckes. So lu'uüeu die Enttäuschungen nicht ausbleibe,,. Ubcr statt ihren Grund und ihre Ursache m der eia/nen Unvollkommenheit und Ungcnügsamkeit zu suchen, klagen wir das tückische Geschick an. das nur uns. gerade uus. zu verfolge» scheint. Wir sehe,, da und dort Zeitgeuosscn emporsteigen in dem raschen Wechsel, wie ihn eben nur unsere schnell pnlsterende Gegenwart möglich macht. Wir folgen mit neidischen Blicken ihrer Carriere, ohne zu bcdenleu. dass ste vielleicht doch Vorzüge besitzen, die uns mangeln uud dass wir wohl weit würdiger und glücklicher gcradc den Platz auszufüllen imstande sind. den wir einnehmen uud desfcn Vortheile wir fo absichtlich ignorieren, So besudeln wir unsere S^le mit Neid und Missgunst nnd verbittern uns selbst die Lage. die uns so»st ganz angenehm erscheinen mMe. Wir haben verlernt, das Gute und Schöne auch aus kleineren Verhältnissen heraus zu fühlen, wir haben verlernt .ms zu freuen über weniges, wir haben anfgehört dankbar zn sein. Der Grnnd z» solch Psych'ichcr Eut-a.lnnq wird leider nur zu früh a/l^t. und darum möchte ich mich heute vor allem an die »atmlichel, Schutzengel der Jugend, an die Mütter, wenden. Gerade im weiblichen Wesen liegt eine unschätzbare Befähigung zum Seelenarzte, und in die Hand der Muttcr ist so vieles gelegt, da ja gerade sie es ist. die auf die junge Meuschenseele zuerst bildend und gestaltend einwirken kann. Mag man immerhin die wissenschaftlichen Hörsäle den Frauen verschließen wie man will; zu ihrer höchsten Doctorwürde bedürfen sie drrselben gar nicht. Ihre Miffion ist, zu beglücken, nicht allein durch eigene äußere und innere Lieblichkeit und Zufriedenheit, sondern auch durch das Bestreben. Mann und Kindern die Augen zu öffnen sür alles Gute und Schöne, was in ihrem Kreise liegt. Darum hat ja die Natur sie so bevorzugt aus» gestattet mit der Gabe der Rede. Darum hat sie ihnen eine so leicht beschwingte Seele gegeben, um den kritischen und oft fo unzufriedenen Geist des Mannes, um die leicht verletzliche Stimmung der Kinder zu erfri« schen durch das Fluidum ihres elastischen Wesens. Wer könnte besser als sie es beobachten, wenn Un< krant in den Herzen der Kinder emporznsprießen beginnt? Unbeirrt durch das Klügeln des Verstandes, bVwahrt ja die Fran am reinsten den untrüglichen In-stinct für das Rechte und Gute. Sie ficht am tirfsteu in die Seele der ihrigen. An ihr also ist es, den keimenden Fehler der Eigenliebe, der Selbstüberhebung, drr Mißachtung der Rechte anderer zu entdecken und liebevoll aber ernstlich zu bekämpfen. Wehe dem Hause, wo das Gegentheil der Fall wäre! Da waltet kein edles Weib/ Wie wenig ist leider unsere jetzige Erz«'ehuna> weise dazu angethan, dem Einzelnen jene innere Krasl üalbacher Feitnng Nr. l^8. 1100 5. Inni 188^. bei der k. k. priv. Südbah» der Fall; letztere hat in einer Reihe von Fällen, wo Arbeiter ihres Walzwerkes zu Graz dnrch Verletzungen oder lange Dienstzeit invalid geworden waren, gnadenweise Abfertigungen und Unterstützungen in nicht unbeträchtlicher Höhe bewilligt und angewiesen. Zum Schlüsse möge noch dreier Einrichtungen gedacht werden, welche so, wie sie geschaffen wurdeu und dermalen wirken, bereits viel Gutes gestiftet habeu, die aber auch entwicklungsfähige Ansätze einer speciellen Art von Versicherung fiir die betreffenden Betriebe werden können. Eine derselben besteht an der Seite des großen Brauerei - Etablissemets der Brüder Rei-niughnus zu Steinfeld bei Graz. Jedes Jahr gelange» hier A00 fl. zur Verteilung an bedürftige ältere Arbeiter. Daneben besteht eine Stiftuug. die 'Johann, Peter und Therese von Reininghaus'sche Stiftung» mit einem Capitale von 5000 st., dessen Zinsen dazu be stimmt sind, dafs sie alljährlich an vier Kinder von in der Fabrik beschäftigten Arbeitern vertheilt werden. Bei der Tabak- und Cigarrenfabrik in Laibach wieder fand dl r Inspector die auf Grund der Allerhöchsten Ent-schliehuug vom 7. März 1825 für derartige Betriebe des Staates angeordnete Altersunterstütznngcn der Arbeiter; Arbeiter nämlich, welche wenigstens 15 Jahre ununterbrochen in der Fabrik gedient haben, erhalten bei nachgewiesener Dürftigkeit lebenslängliche Bezüge von verschiedener, nach der Dienstdauer abgestuften Höhe. Die Maschinenfabrik, Eisengießerei und Brückenbau-Anstalt zu Andritz der österreichischen alpinen Montangesellschaft besitzt wieder aus der Zeit ihres Grüuders, des Industriellen I. Körösi, einen Unterstühuugs- und Pensionsfond filr ihre Arbeiter. Im Jahre 1875 war bereits durch successive Widmungen des Industriellen ein Capital von 38.045-32 fl. beisammen; Ende Iuui 1888 betrug dasselbe bereits 48.834 36 fl. Es ist auf den Stifter, bezw. dessen Rechtsnachfolger vinculiert, auf dem Werke sichergestellt und wird von diesem mit sschs Procent verzinst. Nach Ansicht und Anordnung des Stifters werden die Zinsen des Capitals zu Unter-stützuugen der Arbeiter in verschiedener Richtung verwendet ; erstens werden daraus an Arbeiter, welche im Fabriksbetriebe dienstuntanglich geworden sind, wie an deren Witwen nnd Waisrn ballernde Pensionen gewährt; weiters erhaltrn daher Arbeiter, welche durch Unglücksfällc oder längere Krankheit hilfsbedürftig geworden sind, zeitweilige Unterstützungen. Den Fond verwaltet die Werksdirection uuter Mitwirkung eines Aeltestenansschusses der Arbeiter; vou diesem werdeu gemeinsam mit jener die Anträge gestellt, wer nnd wie derselbe zu unterstützen sei; zn ihrer Durchführung bedürfen diese Auträge der Ge-nehmlgung der Generaldirctio» in Wien. Buchung, Verrechnung und Auszahluug besorgt der Cassier der Fabrik.____________________________________ Politische Ueberficht. (Zur Lage iu Böhmen.) Die Versammlung der Vertrauensmänner der Deutschen Böhmens, welche anlässlich der Landtagswahlen Sonntag in Prag ab» gehalten wurde, hat sich vou ähulicheu Versammlungen in früherer Zeit durch nichts, weder durch die gehal« tenen Reden noch durch die gefassten Beschlüsse, insoweit diese die Theilnahme an den Landtagsverhand' lnngen betreffen, unterschieden. Die Führer des deutschböhmischen Volkes empfehle» den künftigen Vertretern desselben im Landtage das Festhalten au der Ab-stinenzpolitit uud motivieren dies mit den bereits bekannten, von »lns wiederholt besprochenen Erwäguugen. Es unterliegt keinem Zweifel, dass die uengewählteu Abgeordueteu in den Landtag nicht eintreten werden und dass die Parteipnssc innerhalb nnd außerhalb Böhmens diesen Entschluss neuerdings als eine «That voll männlicher Würde» preisen wird. Denn die Theorie von der Verwerflichkeit der Abstinenz, die seinerzeit gegen Czecheu. Tiroler, Südslaven und Polen aufgestellt und als der Gipfelpunkt politischer Unweisheit bezeichnet worden ist, wurde in dem Augeublicke iu de» Wiukel gestellt, in welchem die Deutschen Böh« mens das Beispiel ihrer Gegner befolgten. Welche nachhaltige Schädignng insbesondere den materiellen Interessen des deutsch - böhmische» Volkes aus dieser fortgesetzten ablehueudeu Haltung möglicherweise entstehen kauu, darüber lassen sich die Herren, welche in Prag die Abstinenz ° Parole ernenerten, kein graues Haar wachseu. Die Abstinenz der Dcutschböhmcn ist eine politische Demonstration gegen das herrschende Regierungssystcm und muss ihre Dieuste thuu. Fragt sich nur: Wie lange. (Graf Taaffe) wird in Lemberg auf dem Bahnhöfe vom Gemeinderathe in cni'l'Nl'k empfangen werdeu. Man erwartet die Hicrherlnnft sämmtlicher hervorragender Polenführer. (Aus dem Triester Gemeinderaths.) Der Triester Gemeinderath beschloss, gegen die Ministerial entscheiduug, mit welcher die Entscheidung der Stall-halterei, sogenannte Consorten. entgegen dem Beschlusse des Gemeinderathes, in die Wählerlisten nicht aufzunehmen, bestätigt wnrde, an den Verwaltungsgerichtshof zu recurrieren und gegen jenen Theil des Statl-halterei - Erlasses, welcher die Vorbereitungsperiode für die Gemeinderathswahlen als geschlossen erklärt, den Recnrs an das Ministerium des Innern zu ergreifen. (Die Wahlbewegung) anlässlich der bevorstehenden Neuwahlen in die Landtage von Böhmen, Galizien, Tirol, Krain, Görz, Istrien nnd Dal-matien gestaltet sich von Tag zu Tag lebhafter. Die Wahlen selbst nehmen am 25. d. M. ihren Anfang, an welchem Tage die Wahlmänner der Landgemeindengruppe in Görz und Istrien znr Urne treten werden. (Streik in Böhme n.) Die Präger Blätter melden aus Pilsen, die Zahl der Streikenden belaufe sich auf vier- bis fünftausend. Die socialistische Agitation nimmt zu. Die Vertreter der Werke einigteu sich. über die bekanntgegebenen Concessionen nicht hinauszugehen. (Ungarn und Kroatien.) Die ungarische und kroatische Regnicolar»Deputation traten gestern in Budapest zu ihrer ersten gemeinschaftlichen Sitzung zusammen. Es besteht die Absicht, die Arbeiten der beiden Depu< tationen womöglich noch im Laufe dieser Woche zum Abschlüsse zu bringen. (Aus Serbie u.) Das serbische AnüsMt v ' öffentlicht den die Lösuug des Eisenbahnbetriebs-^ träges betresfeudeu Ukaz. wouach der Staat von v" gesteru au den Betrieb sämmtlicher bisher von"' Gesellschaft betriebeneu Bahnlinien übernimmt. ^'' die Coutiuuität des Verkehrs keiuc Einbuße meM. übernimmt der Staat auch das Rollmatcriale, d,e ^ richtungsstücke nnd das sonstige Matcriale. M «"' dem Communications Minister uud dem Fi""^'""' H.. die Ermächtiguug ertheilt, mit deu Vertretern der ^ sellschaft behufs Liquidieruug der aus dem b'M'U Betriebe rcsultiereudcn Rechnnngen sowie velM ^ schädigung für das übernommene Roll- und M ^ Matcriale Vrrhaudluugcu auzubahneu. Die wei schasts-Archiue uud soüstigeu Documcnte gehen '" Hände drr Negieruug über. Mit Ausnahme der yoy" Beamten der Direction verbleiben die sämmtliche» lu> gen Beamten bis auf weiteres im Amte. D«e Denu" kosten werden aus den Vahneiunahmen gedeckt. , (Die dentschen Social-Demolra " werden den von den Marxisten veranstalteten '>' nationalen Congress in Paris am 14, Juli WM«- ' der Aufruf zur Beschickuug desselbeu ist von der u sammten social-demokratischen Reichstags-Fraction u» ^ zeichnet. Diesen Aufruf verösfeutlicheu nun ?"" ^ französischen Blätter; das Actenstück trägt lM " außer den deutscheu social-demokratischen Unw'aM die Namen der bekannten österreichischen. Me»^ "^ holländischen, belgischen, spanischen, englischen, nischen uud portugiesischen Social-Dcmokraten. (Moutenea.ro.) Der Erbprinz Da""0 Montenegro traf mit seinen Schwestern ^lu", ^, stasia uud Helena gestern nachmittags in ^«'3. Z. Fürst Nikola von Montenegro begibt sich von P" bürg uach Paris. ,M- ' (Aus Spanien.) Königin Christ"" ' ^, fertigte ein Decret. mit welchem die Kammer st^^ sen wird. Die neue Sessiou wird am 14. d- «"' ^, giunen. Mau glaubt, dass Alonso Martinez >n ^ ben präsidieren werde. Diese neue Session i" ^ uud nur der Berathung der militärischen P"! ,^^ des Budgets gewidmet sein. Die Frage des allg^' ^ Stimmrechtes wird in derselben nicht zur ^ kommen. . . ^siniiil» (Der Schach von Persie») reist °e, am 8. Juni von Warschall ab. Er beabsichtigt. «>' Tour uach Berlin die Städte Königsberg. " Thorn nnd Posen zn besnchen. Tagesneuigleiten. ^ Se. Majestät der Kaiser haben. "" A-«Bote fiir Tirol und Vorarlberg, meldet. " ^. meinde Oberhofen znm Umgnsse einer "'A^ ^ und znr Reconstruction des Glockenstuhles, l" ^ Fraction Verguß, Gemeinde Ischgl, znm .»au M-neuen Schnlhauses je 100 fl.. weiter zur '"'"^fl. stattuug der neuerbauten Kirche in Dro-CeMg« zu spenden geruht. ----------------- <> r > ^'' - (Ueberschwemmungen in ^" ^ Ueber die Weststaaten der Union ist in ber^u^D, nnd Selbständigkeit, jene richtige Erkenntnis seiner selbst und der Rechte anderer zu geben, die allein imstande ist, das Gift unseres pessimistischen Zeitalters zu überwinden und alls der sonst gesunden Constitution auszuscheiden. Für die Ausbildung des Verstandes, für das Wissen thnn wir fast zu viel, für die gesunde Entwicklung des Charakters und der Denkungsart tragen wir so wenig Sorge. Verneinen, tadeln und aufeinden lernen schon die kleinen Babys in den ersten Kinderschuhen und werden noch dafür von schwachen Eltern und einfältigen Verwandten in ihre eigenen Ohren hinein als ganz befonders kluge Kinder gepriesen. Zufrieden, dankbar, befcheiden sein. ist für solche Kinder mit jedem Jahre unmöglicher. Per Wahn ihrer souveränen Größe wächst mit ihnen weiter in lustigem Gedeihen. So wird schon frühe der Grund gelegt zur Selbstüberschätzung und dadurch zur Ungenügsamleit. zur Un» Verträglichkeit und unausstehlichen Arroganz. Bald sieht das heranwachsende Menschlein alles unter sich, kennt kein Ideal als sich selbst und was ihm immer quer kommen mag, ist niederträchtige Ungerechtigkeit der Menschen oder ein boshaftes Spiel des Schicksals. Wo ist das Ideal wahrer Menschenwürde? Wo ist der Halt und Trost des eigenen Gewissens? Wo ist mit einem Worte der Kern des Menschen? Ach! nur selten treffen wir noch Iüuger diefer höhere» Richtung, der echten, wahren Herzensbildung. Aber wo wir sie finden, da sind sie immer ei» wahrer Segen fiir ihre Umgebung, ein Pfeiler fiir unseren Glauben an die Menschheit, die hoffentlich nicht ewig unersättlich »im das goldene Kalb tanzen, sondern einst auch wieder höhere Bahnen betreten wird. Philemon Faber. Wiedergefunden. Novelle von Harriet Vrünewald. (?!. ssortschuna.) «Dn bist ein armseliger Schulmeister in einem weltverlorenen Nest geworden — das ist das Ziel aller stolzen Pläne, Hoffnungen uud Wünsche — nnd ich ...» er hielt inne. Vielleicht war es der vorwnrfs« volle Blick Koremans, der ihn verstummen ließ ... denn Weib und Kluder wareu ja zugegen... «ich komme als Bittender zn dir! Ein glücklicher Zufall ließ mich im nahen Städtchen deinen Namen erfahren, und nach der Beschreibung, die man mir von dir entwarf, glaubte ich den Schulfreund wieder zu finden — ich habe mich nicht getäuscht!» Bei den letzten Worten zog er den warmen Pelz von dem verhüllten Kinde, und ein Mädchen von höchstens drei bis vier Jahren kam zum Vorschein! «O. wie das Christlindchen sieht sie aus!» flüsterte der jüngere Sohn des Lehrers dem ältern Bruder zu. «Welch ciu schönes Kind!> rief Frau Koreman lebhaft uud näherte sich der Kleinen. «Es ist mein Töchterchen!' sagte Walfried un« sicheren Tones. «Die Mutter starb bei ihrer Geburt... ich hatte das Kiud bis vor einigen Wochen bei einer alten Fran in Sch.......mm ist anch sie todt. und ich musste die unnöthige Last mir aufbürden--------. er sah Fran Koreman fest an. «Ihr gutes, freund' liches Gesicht lässt mir die Bitte, die ich am Herzen trage, noch leichter werden, wollen Sie das Kind für einige Wochen, vielleicht drei bis vier Mo»ate aufnehmen. Ich habe eine »othwe»dige Reise vor nnd weiß wahrlich nicht, was ich mit demselben beginnen soll.. «Wir sollen das Kind anfnehmen?» entrang es sich den Lippen der beiden Gatten. «Ich bitte darum. Das Mädchen so« "'^Dl' tellos zurückbleibe»,, bei den letzten Worten^, " als sei es bereits abgemacht, dass die ^ ^ " Kiud aufnehmen würden, und weshalb jo» mcht? . n ei"2^ Frau Koreman hatte sich schon laNli'l ^r ,) terchen gewünscht. Der liebe Gott lieft ^, c sehnsuchtsvolles Hoffe» »»erfüllt ^ .""",,, Hi«''"" Fre»»d ihres Gatte» u»d brachte ihr, w»e v" . gefalle», ein allerliebstes Kind in das Uu» ^ M Die kräftige Frau zog das M°H^ ^..de' heran und strich ihm die etwas wlrren ^ Stirne zurück. «Wie heißt du?. .Justine,' flüsterte das Kind. „ .Das ist ein schöner Name!» der K^,i Als die Schulmeisterin zu dem V« ^ chaftH. aufsah, erschrak sie fast vor ^m le.o^ stl^ uud düstere,, Blick, der sie »ud das " .^ ^ welchcs seinen Kopf vertrauungsvoll a schmiegte. , ^el, M ' .Ach, ich gehe schon, den aew.l"M ^, ^, bereite»;, sie zog das Mädche» '"ch °" " Die beide» Knabe» folgte» der w " „ sc' <... wie es oft geschah, nach Kräften "ch'w'^ Ald ',,, Während Anton kleines Holz w ^gftste '^.'l zählte Theobald die Kaffeebohnen ""."/^lz^L ' die Mühle, dann »ahm er alls "" r "UliH' Znckerstückche». die er in einer Dose a"» H..W' ^ zellan zierlich anfstellte. »Dalf '?) ^ ^lich ^ Theobald hielt Frau Korema» em a ^ibacher Zeitung Nr. 188. 1101 5. ->„„; ,j^u M '^'" furchtbares Unwetter niedergegangen, wodurch Zeiche Menschenleben zugrunde giengen und großer die V "" Eigenthum angerichtet wurde. Nachdem es c "acht von, 30. zum 81. Mai sehr start geregnet 3ebi?"^ ^"'^ ^'^ ^"cn Schauer kolossale Mengen von ^lll? zerstört worden waren, trat um die ersten ^''"nden Plötzlich ein furchtbares Schneegestöber ein. y der großen Hitze der früheren Tage war ein der-Cckn" Witterungsumschlag umso empfindlicher. Das ^""slstöber dauerte mehrere Stunden. Fußhoch lag l»i» Feldern der Schnee. Die Flilsse. durch den vor-^.Mgangenen Regen angeschwollen, traten über ihre bur« ""^ ^^ ^^ ^'^ ^^^^ Johnstown, unweit Pitts» Nklli^. ^" """ verheerenden Ueberschwemmung hrim-V' Um das Unglilck zu vergrößern, barst ein großes "lerbeclen von der Wasserleitung der Stadt. Dadurch 1'and eine Katastrophe, wie man sie schrecklicher kaum tz"en kann. Durch den Knall aufgeschreckt, fliichtcten die kl, w ""b ben Häusern. Doch von den nachschießen-l^.. "'"'sermassen erfasst, sanken viele in die Tiefe. Ent-^ war das Ianunergeschrei der Ertrinkenden. Mit . »ride,, vermischte sich das Gebrüll der retlungsuchenden loliw ^"^« 2l),0Nl> Menschen sind ums Leben ge- "kn. gahlreiche Leichen treiben auf dem Flusse. Ne»^ ^^ Sokolisten und das Pariser ly^'urnen.) Wie die rzechischcn Blätter melden, >lc>Iz^ ^"aestern den Vertretern der «^«llu odoe «o-bei W> !"^"^ b" Prager Polizeidirection ein Erlass be». ^.N'sleriums des Innern mitgetheilt, alls Grund h'" die corporative Betheiligung der czechischen Solole Erlast "'"'production in Paris verboten wird. In dem dern? ^ ks: Wenn auch selbstverständlich kein Hiu-«"le n <^'^^ dass einzelne Sokole die Reise nach Paris >sl d / " ""^ dort an dem Welturnen lhcilnehmen. t»e ,?, ^porative und demonstrative Auftreten der durch ^usl ^ ^'"" »0ll0l8lli'l. vertreleuen Turnvereine im 'hren? durchaus unzlllässig, weil diesen Vereinen nach «uz Stuten das Recht hiezu nicht zusteht, nachdem die Kben^" ^^tutcn für die inländischen Vereine sich er-'llch l? ^^^ eben nur für das Inland, nicht aber ^lur das Ausland Rcchtsgiltigkeit besitzen. Auf Grund d^ ^rd hiemit allen durch die «(?o«kü u>'^ «ollv^Ilä» ^esen 3" Turnvereinen bekanntgegeben, dass die von beA w bM'oe beabsichtigte corporative Betheiligung an ",'cht ^lturncn in Paris vom Ministerium des Innern i"r ß"^"bt wird und die darauf bezügliche Eingabe l>ie s ""tnis genommen werden kann. Hicvon wurde !lc>l,M'c ^"lschaft in Paris und durch dieselbe auch die ^''lche Negierung in Kenntnis gesetzt, ^obl^ (Radfahrer Gericke verunglückt.) Aus ""M?' ^ d. M., wird geschrieben: Bei den, heute ""lion l ^ ^" stallgefundencn zweiten großen intcr-dasz <"^" Radfahrer-Rennen ereignete sich das Unglück, ll„t> ." .Vleistersahrer Alfred Gericke aus Wien stürzte be„ > ^l den Vorderarm brach, ein Sturz, der durch ^ " des Radfahrers Adolf Paul au« Nreslau veröde«" .^^ Weinbau in Bosnien.) Die bosnische ^l»^ Irrung hat nächst der Buna bei Mostar einen ^"er??^k Von 80.WN Quadratmetern zur Anlage bl>K^ ^üngärten bestimmt und hiezll erprobte Wein« »ÜM °"usen. »uelche diese Arbeiten leiten sollen. Im ^^Iahre soll die Weinbcrgsfläche noch um weitere Mcf^s.,, -------------------- ^ - - --------------------- baimt - "ltgegen. Als die Mutler zustimmend das ki'R ik g.te. näherte er sich der kleinen Justine und, . ' ^""d der Kleinen zn schieben. Während 3''geM'3 ^ erste zarte Vand knnpften, das der ^tzri, ?,.^ unlösbar für ein ganzes Leben um d,e ?e«d ^'^llngt. saß Walfried von Gothcn finster, schwei->'lhtz,?"^lan gegenüber, dessen Blick prüfend die Ge< ""ge des Freundes mnsterte. ^igen^," das Antlitz, das vor zehn Jahren voll < ?'H und Lebensfrende in die Welt geblickt, ^ den k p°llo, waren Oewitterstürme hingezogen — ^,r ^.^ende aufreibende Leidenschaften, die jrde bilden ;'.. ^"ft nnd Frische ans den jetzt bleichen, ^ ,3lt!?"' dcs Mannes verwischtcl«. ^'>'ll3/'"^ du bist nicht glücklich!- sagte der "l den ,? '" nufrichtigem Tone. wobei er seine Hand k 'Ni3!" ^othens lez^te. der leise aufzuckte. ^t>en?.'Ht Mcklich! Wer ist denn glücklich ans ^z,l'A"^der sich mit Gottes Hilfe redlich bemüht, ^lge» U"cd sah Kureman mit seinen brennenden <3) an. ?'""! "A/""sl 'mmer ein frommes, qednldilzcs^ ^<^'"" dir eine reiche, schöne HossunW zn ! "ldkn ^ ^"" "nr dein Wahlsprnch: Ms Ulcht ^ lve!, ''^' ""'ss innn traaen'. aber dass dn es t„"t l>li. " "ls zn siuem Schullehrer in einem solchen ^ N,is? würdest, habe ich doch nicht erwartet — ' <5ll,nz. wie lam das?-lForlsrhuna solat.) 15.000 Quadratmeter vergrößert werdeu. Diese Weingarten - Anlagen sollen gleichsam als Mustcrweingärten und praktische Schule für die Kcllerwirtlchaft dienen und die einheimischen Hilfskräfte nach und nach zu tüchtigen Winzern heranbilden und der Ausdehnung des Weinbaues dienen. — (Schwedische Stuben ten auf der Sang erfahrt.) Dreißig Mitglieder des studentischen Gesangvermies in Lund werden im Sommer eine Sangerfahrt durch Deutschland und Oesterreich machen, um Concerte zu geben, Dieselben werden von dem Dirigenten des Vereines. Emil Norrmann, geleitet werden. Die Reise wird am 10. Juni angetreten; es soll zunächst Kopenhagen besucht werden. — (Eine Kraftprobe.) In der cultmhisw rischen Abtheilung des Museums in Ragusa befindet sich in einem Glasschranke rechts vom Eingang ein länglich' runder, circa N Kilogramm schwerer Stein, von welchrm ungefähr ein Achtel abgebrochen daneben liegt und ein weiteres Slück in der Größe eines Drittels des Steims durch einen Sprung vollkommen abgetrennt erscheint. Eine neben dem Steine anczrl,»achte, durch Untnschristen und Siegel beglaubigte Urkunde besagt in Bezug auf denfelben Folgendes: «Mehcmet N 0r0z i, Trompeter der L.Compagnie des 8. Bataillons im 4. Rcgimente führte einen Schlag mit der Fanst und brach damit das kleine Stück des Steines ab. Geärgert, dass es ihm nicht besser gelungen, schlug er zum zweitenmale los und brach das größere Stück ab. Der Stein lag auf einem Grenzstein am Wege, und der Schlag war ein solcher, dass der Grenzstein um einhalb Zoll in die Erde getrieben wurde. Dies geschah bei einer fröhlichen Unterhaltung zu Ehren des jetzigen Kaimalams, als dieser zum erstenmale nach Trcbinje lam. Trcbinje, 2. Mai 1874.» — (Beim Blumensuchen verunglückt.) Am letzten Samstag nachmittags stürzte in der Umgebung Neuenburgs ein 18jähriges Mädchen aus Nord-dcutschlaud (es ist eine Enkelin der Schriftstellerin Ottilie Wil 0 ermuth) beim Nlumensuchen eine Felswand hinunter in die Seyonschlucht. Sie wurde als verstümmelte Leiche aufgehoben. — (Ritt nach Wien.) Am 15. Juni macht der Merancr Ncitclub eine Reitpartie nach Wien über Pnsterthal, Semmering. Wienerwald. Von Wien werden die Pferde auf der Eisenbahn zurückgesandt, auf der auch die Herren heimreisen. — (Zu guter Letzt.) «Nun. Herr Doctor, warum heiraten Sie immer noch nicht, getrauen Sie sich denn nicht, eine Frau zu ernähren?» — «Ernähren könnte ich wohl drei, aber kleiden nicht eine einzige!» Grazev Hlyealerbriefe. ?. ?. lttraz, I. Juni. Mit dsm lchtrn Tage des Monates Mai haben sich hier die Pfmlrn unserer beide» Musentcmpel aeschlossrn, um sich erst im September wieder den, Pnblicim, zu öffnen. W,r hallen es somit heuer glücklich aus drei Monate TlMerferien ssebracht. Obwohl man blicum Wie ganz anders gestattete sich "st 'lrzüch d.c Ans» nähme Wagners bei den «barbarische," Nusten! D,c Operette, deren Erträgnis die Kosten der Oper einigenuaüe» wcttzunlachen bestimmt ist. war durch vier Novitälr» vertrete!,: Arthur ^lllw vans «Der Miwdo» und «CapÜän Wilson», >V Lumpes '. aus ,e»er der Lustspiele: ssranz v. Schön.haus uud O>'stc>" "adlburgs «D.e berühmte ssrc.».. ^ranz v. Schöuthans 'Uornel.us ^l'. " ". Mosers «llulraut.. I.ilius Noseus .Gemischte ^' '^ '. Ludwig ssulda's «Die wilde Jagd. und Pa.lltrous c in das rechte Auge, so dass dasselbe vollkommen ausrann. Der Angeklagte gestand die That, erllälle aber, er habe sich in der Person des Angefallenen und Beschädigten getäuscht. Die Geschwornen bejahten die Schuldfrage, und Johann gajc wurde zu drei Jahren schweren Kerkers, verschärft mit Fasten iu jrdem Monate, verurlheilt. — Bei der gestern stattgehabten ersten Verhandlung, welcher Obcrlandesgerichlsralh Gertfcher präsidierte, war der 32 Jahre alte Grundbesitzer Johann Valencic aus Merelje des Verbrechens des Todtschlages augeklagt. Schon seit der Zrit, als dessen Schwiegervater Anton Fabec den, Angeklagten die Hälfte seines Anwesens übergeben hatte, gab es zwischen beiden fortgefetzten Streit. Einmal bedrohte den Angeklagten der Schwiegervater Fabec mit einem Steine, und musste sich dieser mit einer Mist« gabel wehren. Später, am 5. April 1889, bedrohte Fabec den Angeklagten wieder mit einer Mistgabel, und dieser musste sich, wie er aussagt, seines Lebens wehren und versetzte dem Angreifer einen Stich in die Bauchgegend, infolge welcher Verletzung der Schwiegervater starb. Der Angeklagte entschuldigt seine That mit Nothwehr, welcher Anschauung sich auch die Geschwornen anschlössen, woraus der Gerichtshof nach F 334 Strafprocessordnung den Angeklagten von dem ihm zur Last gelegten Verbrechen freisprach. — (Vertilgung von Schmetterlingen.) Wie bereits gemeldet, werden die Schüler der städtischen Schulen von der Lehrerschaft in lobenswerter Weise dazu angeeifert, die zahllosen Schmetterlinge, insbesondere die Weißlinge, massenhaft zu vertilgen. Von achtbarer Seile wird nun darüber Klage geführt, dafs die eifrigen Schmetterlingssammler mitunter auch Wiesen und sonstige Culturen zertreten und beschädigen. Es wäre daher angezeigt, die Schüler entsprechend zu belehren und sie vor Beschädigung von Culturen zu warnen. — (Promotion.) An der Grazer Universität wurde heute der Auscultant Herr Stefan Kraut zum Doctor der Rechte promoviert. — («Collegium Aloysianum») Wie bereits gemeldet, veranstalten die Zöglinge des «Collegium Aloysianum» heute abends eine Akademie, zu welcher alle Freunde des Institutes geladen sind. Das Programm wurde wie folgt festgestellt: 1.) F. Neumann: «Oesterreichisches Lied», Chor für Männerstimmen; 2. ») Umlauf: «Das Echo im Thal», !>) I. Maßenbüchler: «Na ^LXLlll» — für zwei Zithern, vorgetragen vonI. Rih-tarsic und I st-; die böhmische Sparcasse widmete für denselben Zweck 1000 fl. Kladno, 4. Juni. Der Streik erscheint als beendigt, da auch auf allen Schächten der Präger Eisenindustrie-Gesellschaft wieder angefahren wurde. Auch im Nürschancr Necken ist bis auf den Bohemill'Schacht in Mariaschml der Streik beendigt. Vcncdig, 4. Juni. Der König und die Königin von Griechenland sind an Bord der Aacht l « meist kraul sind, nach Aden zurück. ^ . ,^ Ncwyort, 4. Juni. Die Feuersbrunst "l,,^ town hält an. Mau glaubt, dass unter den Tr"«'»" 2000 Menschen begraben scicn. Dic Aerzte neu^. den Brand nicht zu löschen, um die Leichen z" 5, stören und einer Epidemie vorzubeugen; ^,!?.!!)n»'!-doch gearbeitet, um den Arand zu ersticken. i^"7. ^ cheil wurden bereits aufgefunden. Augenblicklich > Lage in Johnstown ruhiger. Iu Kerlwillc wurden., stern über tausend Leichen anfgefundcn. ^. Volkswirtschaftliches. Äei der Samstag vormittags vorgenommo»"' v.,', „aä^ mienverlosuug des Staalsaulchens von« Jahre l^'l wino^ ^ steheude 2<; Serien gezogeu, und zwar: Serie 65 , V.,^-'?!^ 8!)',1 Wl 13?N ""' ^ 38!)5. Aus dicseu gezogenen Serien siel der H""P'^'M,1, 150.000 sl. auf S. 848 Nr. 47. der Meile Treffer ",'t ^ ^, auf S. 204« Nr. 75, der dritte Treffer mit 10,000 sl. ""' ^ Nr. l-'4; ferner gewannen je 5000 sl.: S. M?1 "^ M S. 38515 Nr. 74; je 2000 fl.: S. 50? Nr. 28 un° ^ ^ Nr. 94; jc 1N00 sl.: S. 145i) Nr. 100, S. 204«' ^-' ^. S. 284l! Nr. 13. Je 400 fl. gewannen: S. 65 ^r. -^ " ^ S. 507 Nr. 51, S, Mil Nr. 30, S. 1376 Nr.41 "«d^ ^, ZI. Nr. 6i1. S. 1535 Nr. 5, 24, 54. 62 und 66. S. ib".) ' ^! 23 «nd «2, S. 1666 Nr. 21 und 83, S. Ul8U Nc. 4", ^ ^ Nr. l, 23. 62 und «8. S. 2153 Nr. 52. S. 2373 Nr. ^"^,? Nr. 88. S. 3071 Nr. 1!). 68 und !18, S. 3314 Nr. ^ ^ B. Nr. 67. S. 3569 Nr. 1<1, 41, 74 uud 83, S. NlN ^r. ,^' ^ 67 und 8!1, S. 37l)8 Nr. 16 und 6ll. Auf alle li"M" M> ucrlostm 26 Serieu enthaltene», hier uicht besonders a> w^ ^ teu Gewimi Nummeru fällt der llemste Net rag von lc____^. Verstorbene. , ^ 5, D c n 3. I u n >. Ursula Sustersic, InwohM'N, Stadtwaldstrasze 2, l^rciiwma. 'z'/^ ^" Den 4. I u u i. Theresia Cerur. ssiallro'Tochtes, < ^.^. Maria.Thcresicustrafte 5, Scharlach. — Helena Oa"t". Äl"' terin. 5t! I., Petersstraße 7. Schlagstu,^. ^ ^A ^ toliui, Gärlners-Tochler, 5 Jahre, Maria-Then»"», Scharlach. MeteorÄ^ ^^7^^733^^^'^^^ ^, 4.2 . N. , 7:^4 5 23 6 W. schwach hclttl M 9 . Ab. ! 734-3 , 210 W. luäßig bewüw ^^,. Morgeils geringer Rege», nachmittags "^ .,.,telw^' , lung, serner Donner ucrnchmbar, adendö bewöllt, ^" ^ Ts» in N., O.. SO., nach i) Uhr Regen, Das Tages,«»" ^^, peratur 20 4", um 2 8« über dem Normale. ^^-^ Verantwortlicher M.'5,.,ct.',lr: ^l. Aaali^^^' W Iohaun Nepomul Platttz N'bt ^'"Hl,'d" D ^ !>» eigenen und im Namen seiner umm'lnd'g»' ' ^< » W Paula nnd vslar Nachricht von dein hoa)p ^,,. M denden Tode seiner iunigstgelirl'ten Mttin. M hungsweise Mutter, der wohlgeliorncn Fra» V Mm Plllut) »cb, Olcssolio W welche heute abends „m 6 Uhr nach l"^ c,.,i,i M slimerM'ller Kranlheit iin Alter von 40 Fay" M im Herrn entschlafen ist. »«,!'»>>"> W Die sterbliche Hilllc der thelllen Vml ^.^ W wird Douuerstag den 6. Juni mn 6 '/" ,,„t> a»I W vom Trmierhause Nr, 76 iu Sch'W" !^'l>"" ,,,,»!i"'l' M dein ssrildhose zu.St. Chiistoph iu der F">»" M beiglsel.,t werden. . .„shtt"" M Die heiligen Seelenmessen werde» >" ^» Kirchen gelesen. W Schischla, den 4. Juni 1689. W Nachdem es den Verwandten !'"'''^!i'l>)^ > W j,den> Einzelnen persdulich sür die W"'«^'' ,^ ^' > W uahme und snr die ztran^spcnoen a"l^ ,,„ « M Al'lebens und des Leichenbegängnisse c»- > Friedrich von B«"'^ W l. l TelegraphenIngcnicnrs ^^ > zu danken, so wirb aus dies.'", WH /"^,^ ^' W Vemiüen des Post. nnd TelegraphenaM'c.. ,^, W T.legr.'phenlritnngs'Anssehern. dein " ^ Vel""' M vereiue so>me sämmtlichen ssrennden »>» W der innigste Daul ansgesprochen von ,. ^„tll' > dcn trauernden HinielM^^ IHütäerll.ll.l!mral8tab^ Maßstab l: 75000. Preis per Vlatt 50 lc.' Sl»!> lins Leinwand g.sftan"» 8« ,. ,lM" ^Mcher Zeitung Nr. 128. ^^____^_____^__^^ ^ ^ ^^_______________ 5. Zum 188!,. Course an der Wiener Börse vom 4. Juni 1889. N»« dm, off^n Voursbiane «elb War, ^ Staats-Anlrhcn. Lilbsrr^^'^^ '""">' ü' ^olen »5 20 »5 40 l«»«,! ^-^'antölose. 25>ofl, ,35- ,35 50 l»«ön " ' g?»ze 5oost, ,4350,44- ." ?!tr!^.°'d"'"''' steuerfrei , 109 45 109 se«bu«gcn. <>N'"> '>' G, steuerfrei . 124 30,2b, - N°l»'.'^pl> «ahn m Lilber . ,,«25 „ü 50 l',>la N7 «ah» '„ Silber l(!4 - 105 - "»°L>°!"."'" st- ° !>7 '""' ^"" - <13 75.114 25 ^'^ ^"""<>- - - ,,«'50 1,9 50 "l'Ngfl VH, ^,„,s, ,^ ^.., g,,,^ H3^">e4"/„ . , , . W1LO,O>«0 >°, b,' ''"l- ''"'0 « W,S, l« 50 ,4» - ,^l°, '^ ^'" «l» 0b, NX»st, »'.,»<> ,00 ,0 b!, ""'«'""l, ä,oon VW, ,4! 50,42 ^i«.° ,. , ^ 50fl», W. 1415.0 148. ""«,-liose 4°/, 1W fl, ,8« .- 12« 25 Geld Ware Gnmdentl.-Obliglltiollcn (sur 100 fl, M.), 5"/„ aalizisclie . . . . , ziOb 30 10«-- 5"/„ mährische...... > 109-75 110 75 5"/« «rain und l«üsteulaud . , — —------- 5«/„ niederösterreichischc , . . ,109«, HU 25 s,"/n steirische...... 104 75 —' — 5°/,. lroalische und slavonische . 105 — w0 5" „ Temeser Vana! , , . . 105 10 10ä «« 5"/„ »»„arische...... 105 10 !05e l»7« . , 10«,— ------- «ulrden der Lladl Vür^ . . m — — — Nnlrl,»» b. Stadtnemelnde Wir» ,105 20 lO5!»o Präm, «»l, b. Stablgem, Wie» 14? — ,47 s.l' Vörsenbau A»le!)e» verloü, 5"/„ 97 — - - Pflllldl'rirfr (siir loo st,), Vobener, allg. öst, 4"/„ G. , . 11!» 50 20«- dl o, » 4>/,"/n , , . 100 N0 101 2>. dto, » 4"/„ . . . »««0 9!»:l!> t>!o, Pia»!, Schnldurlschi-, «"/<, 109 75 110 25 Ol'st, H»,^o»1>el>'l!bll»l ioj, s>0"/l, 1OI-. --- 0cs! «!,,,, Va»l vrrl, 4'/,"/,, . 10,-85. 10l 75 betlo » 4"/„ . . 100-5010! lo dsül' 5>oj<>l>l. » 4"/„ , . 100 50 10!'10 Priolitiits-Oblissationcll (snr ,oo st,). sse,t>i»aüdö Nmddal»! Vi«, ,««, 1««1 300 fl, S, 4>/,"/<> . 102- - 102 40 «eld Wore Oestcrr. «olowestbal^, . , 108'- 10«-»,» Staalsboli» , . . . . —-—19?-- Lüdvah» l^ 3"/„ , . . . 147-li« 148-5!» » l^ 5«/ ..... 119 85 1,!,75 Un«,-aaliz. Vahn..... 10175 102 — Diverse Lose (per Stüct), Cn-ditlose 100 fl...... ,85 zn ,^_ Llar» iioso 40 st...... 61-._ «9-.. 4"/,, Donau Dampssch, >oo st. . ____,»« — Laidachcr Pläm, Änlr». 20 st, «5 50 2«! 50 Osriü'l- Lose 40 st..... 54 25 f.5> — Palssy lll'se 40 st...... ß,-7ü 8825 i«»!h^! tlrruz, üst, Ges, v,, 10 fl, ,«-75 1» - Nubulph llose 10 st..... zy7I, I, 8l, Sal!» Los.' 40 fi...... N4" 05'- öl, Genoie Lose 40 ss, , . , «350 «4 z«, Waldstein liosc 20 ss..... 4l 5(» 49-50 Winoisch Vräh Luse 20 fl. , . 5»-— b!>- -GlM,, Lch,d,:i".,Pl-n,n Llliülb' l'crsch d, Äotx'iic'rrl'iliillsta« , ,7 — l8 — Ganl - Attieu (per Slück), Ä»s>lo Oeft, Vanl 200 st, s>0«/^ Äaiilvcrrln, Wirne, 100 st, , , 10!» 75 1,0 ^ Ädül-r, Anst. öst, 200 st, S, 40"/,, 292 75 29325 Lrdt, «Nst, s.Hnnb, u, O, „.Ost 305 .- 305 50 Clvdillxinl, Vlllss, »Nss, 200 st, . 3l? 2t> 313 !<0 Dlposül'üvllül, «llss, 200 si, , 1»? — 1»9 - CÄo»,p!l'Ges,,«dlüst, .'.00 st, , 540 — 545 — Mil» n, Cassnw,, Wis»sr200fl, »02 — 202'5(> Hüpsillielsüli,, öst, 200 st. 25"/ l. ,200st, G. . . 23? »0 23tt-l!0 Osslrrr, üiissNl, Vanl «00 st, . 9.'»5 - «07-- UnimibNNl 200 fl...... 231-4<» 2äl !>0 «crlehrsbllnl. Nllg, 140 st . . ,z9.— l5„ 50 Ättieu von Transport-Untcruchmunncu. (per Etücl), «lblschtÄal,» 200 st. Silber . — — 5« 50 sllsülb ssinman, Äahn 200 fl, K, 204 75 205 - Vühm, viordbnl», 15,0 st,, . . 219 — 2?0,- » Westbaliü 200 st,. , , 33«- 340 — Vuschtieliiader Ois, 5.00 fl, «M, »73 - 9U0 - dlo. (lil. ll) 200 fl. . 347-50 34« 50 Donau - Dampl>, 10!»u st, EM. 2<>0» 2010 Ga>, Larl Lndw, V, ^>o st, CM, 805-5.U 20«! — i!enib ^ L^l»on), ^ Iassl, Visen- bal^ü GlirUsch, 2<>0 st. S. . , 24175 «42 25 llloud,öst, »i!<,,,Ir!cst500st.!lM, 394 — 3W - vesterr.Norbwestb, 200 st. Silb. I»l'5C 192 — blo, (lit, U,) 200 st, E. , . 214 75 215 — Prag-Dnxrr Gisrnb, 150 st. Silb. 53 7K bi 25 i«!lt,ulph Aal»! 200 fl, Silber .----------------- Slaalsriseübcchn 200 fl. Silber 24N 25 ^4<> bv Niidl'al,!! 200 fl, Silber , . . ,,fl 50 ,17-. Lud Norbd.^elb, B200fl llW, ,71 — 172 - Tramway Grs.,Wr,,,7ost,ö. W, 23i 75 233 25 » neu, Wr,, Prioriiilt«- > «ttien 100 st...... K9-5.0 1W - Ung'galiz, Elseub. 200 st. Silber 195-25 19U 25 Ung, illordoslbahn 2W fl, Silber >I90 75 191 75 U»g.Westb.ft«allb GiazMoflS, ,93 !>0^l»4'— IndustrieActien (per Vtüll). Vll»a.rs,. «ll«. Oeft. 100 fi, . «» o<, «» -. Vayoirr Eisen- und StahlInb. in Wien 100 st...... «c— U9 — Eisenbahnw, Lelha,, erfte. »Ost, 87 bo »z» - «Elbrmnl)!», Pllviers. u. V.-V. 5.» »5 5N75 iliesiüsser Brauerei ,00 st, , , 107 - 10k - Monlan Gesell,, vfterr. alpinr 7«, 50 70»0 Prasser Vise» Ind.Vrs. 200 st 3«., — 3<>, - . Valssu larj Nleinlohle» «0 st, ^00'— Z«2 - «Nchlüglmiiljl», Papiers. 200 st. 211». 2,5» - »Eurerm!chl»,Paplel1 u«, , 18»>b0 133 - Irillliler Kohlenw-Ves, 70 fl. , I07 — lo» - wnfsens, G,,Oest,iiiWien,<»<»fl, 420 —4^4.— Wagssvn «eil,anst,, «llg, i» Peft «Ost......... 7b'.. ?S'-. Nr, Änngesellschas« ,00 fl, , . .--.. ------- Wi> i»rberger Siegel «rtie» Vel. l«< l^l» l<»9 - Devisen. Deutsche Plätze...... 5» ,2, l.» 25 lionbo»........ ll« «0 ,li»-1ü Paris......... 4? »5 47 »0 Valuten. Ducatrn........ 5 s.« 5« 20 Frane« Stucke..... »44,, 9 4>^ Deutsch»' Reichsbanliwten , , > 58,0 1.8 lh Papier Rubel...... «24 l «^, Italienische «aulooten (lW L) ! 47 1> 47«, 2j® Filiale der Union-Bank in Triest H) Ver '['' S'("'1 ln" a"fin m ('IlS Bankfaoh einschlägigen Operationen. l'üi1 ft Gelder im Conlo-Corrent und vergütet: jj «anknoten: für Napoleons d'or: Bw«/ ß'-B011 ^'ägige Kündigung 2 % gegen 2()lägige Kündigung 8'/o? \ 12 > , 2'/,"/,, > 40 » Wn? ans 4 Monate fix 23/4% » ^monatliche Kündigung 3V\U « » 3 7„ » fi » ftinz°k a"s VcrlanEen oin provisionsfreies Giro-Conto, auf welchem Bar-(j ^iuinc, (iraz, Hermannstadt, Klagensurt, Laibach, Pilsen, Prag und Spalato; Oleli^1 den Km" und Verkauf von Devisen und Valuten zum jeweiligen offl- "} ''horn*11 Taßes«>"ra; itesVr t "l Kaufs- untl Verkaufs-Aufträge für Effecten, complant und auf Zeit; W eri'i,»¦?. (le" Kinüug von Coupons und von verlosten Titres; ' eriijj Vor«oausse auf Staats-, Bank-, Industrie- und Los-Papiere; '' '»osort Credito "' London, Paris, etc gegen überseeisohe Versohiffungen; , it.'si„f . " K'I1ZI«K von Wechseln auf den Orient zu fixen, auch den Coursverlust J erlässi l>e6rciscnden Tarifsätzen; nod / "reditbriefe auf jeden beliebigen Platz Europa's, Asiens, Afrika's, Amerika's vOOOrol>t mid anemplohlon). Cj ö Näh D'('KW' Oesundheits-Kaffee, ein leicht verdauliches, magenstftrkendes Q X (ziir pmlttel» ist wichtig für Jedermann, und unentbehrlich ist derselbe X V (iii-1 're'('nu»R «nd Erhaltung der Gesundheit dienend) für alle Kranken >ur gV ^ ' )fts°ndero Magen-, Brust-, Leber-, Gicht-, Nieren-, Nerven-Leidende, bei £S y ünp *'ft's°rkcit etc.), für Reconvalescenten, schwächliche Personen, Säug- V « sii,.»C,'- Kiru|er, Frauen vor und nach dem Wochenbette, Blutarme, Bleich- r-^ V MOll'Ke etc. etc. X V Ein Paket mit lU Kilo Inhalt kostet 30 kr. V t^ |. ßer Hopfen-Malz-Kaffee ist zu haben in den Haupt-Depöts: V£ S ^^fbaoh in der Apotheke des Ubald v. Trnköozy .»eben dnm Q V ***az in (jer Apol}JEl(e ^j Wendelin v. Trnköozy, Land- X V Yw.Sr|larts-Apotheke, Sackstrasse; X JJ ^ien in der Apotheke des Viotor v. Trnköozy «zum heiligen v 0 "^>. ra»»wscns» (zugleich chemische Fabrik). V., ltiindslhunnerstrasseNr. 113 ; CD ß len in der Aiiolheke des Julius v. Trnköczy «»nn goldenen st fi \to- "Wer>», VIII., Josefstädlerstrasse Nr. 30; st « 7^ in der ADöMe des Dr. Otto v. Trnköozy «zum Ha- X V ÜCPY», HI., Radctzkyplat/. Nr. 17. X O ferner bei allen Apothekern, Droguisten und Kaufleuten. (HU) *\ \i ^**^^^ ÜSjr- Tätg-liclier I>ost-versarLd.t. "?1^B O EingeseiMlet. Der bedeutende Geschäftsverlust, welchen die Ungarisch-französische Versieherunps-Aclien-Gesellschast in Budapest erlitten, hat vielseitig willkommenen Anlass gegeben aus der Thatsache, dass diese Anstalt sich bis vor kurzem im Besitze des grössten Theiles der Actien des Oesterreichischen «Phönix» befunden hat, gegen den letzteren Capital zu schlagen und Gerüchte in Umlauf zu setzen, welche den Zweck haben die Vertrauenswürdigkeit des «Phönix» zu verdächtigen und unsere Versicherten zu beunruhigen Dem gegenüber sehen wir uns veranlasst, auf das bestimmteste zu erklären, dass die Ungarisch-französische Versicherungs-Actien-Gesellschaft und der Oesterreichische 'Phönix» niemals in einer anderen als in einer gewöhnlichen Rückversicherungs-Verbindung gestanden sind, dass die geschäftliche Gebarung heider Gesellschaften eine vollständig getrennte und die Leitung des Oesterreichischen «Phönix», trotz der Gemeinsamkeit des Directors, von der Ungarisch-französischen Versicherungs-Actien - Gesellschaft eine vollkommen unabhängige gewesen ist, dergestalt, dass unsere Gesellschaft von dem bedauerlichen Vorgange bei dem vorgenannten Institute absolut in keiner Weise berührt wurde. Angesichts der Versuche einer illoyalen Concurrenz, nach dieser Richtung hin die Situation der Gesellschaft zu verdächtigen, betonen wir auf das nachdrücklichste, dass wir mit der Ungarisch - französischen Versicherungs- Actien -Gesellschaft keine anderen Verrechnungen -m pflegen hatten, als jene, welche sich aus der Natur einer Rückversicherungs-Verbindung von selbst ergeben haben. Der aus dieser Verrechnung zu unseren Gunsten resultierende Saldo ist jedoch bereits vollständig und bar in unsere Cassen eingezahlt worden. (2372) Die k. k. priv. Mtais-tolttaft Oesterr. „PWx" in Wien. (237?l) 5-1 2. ^73. H.N» Viou»t2.^ »«.ob rüu^ntvll, <1 ! »N1 II. ä. IN., V ^Mll!^« ,ili, 9 Nl,r xvil i l^i« <^r».»ni»Iiä ävr »tli<äti»olioii ^Vio»vu uQtvr I'ivoli lür ä»» ^».lir I8SV »tüok^vsiso ö5ollt1iol» vsrp»olitot, uiul ^viici mil clol' V6,plic:ll«l,!l8 ^UI- l^6«lilllln!6li ^lund« uul (^6,1 VVjk««n an l^6i' I^»ll6l'Ml»nn8ull66 nückst ä6ln ^ililül'-Vsl'plltz^'^^axiny dbjiuuntin xv6r6kn. 8tg.cltmkl.si3trnrschih Onmdbllchsein-lime Nr. 84 drr Catastralgt'ineindc Hote-derschift gchörigcn Rralilät als! Andreas, Martin, ^'aria »nd Francisca Nagode, alle von Hotedel schilp, nnd Mariana Nedim in Üaibach Hcrr Karl P»Ppis in Loitsch linlrr a.lsiä,z>ilWr Vehändigung der sseilbirtllnqs-Vt'scheide vom 28. März 1883. Z. 2490, znm Cnrator aä aotum bestlll't worden. K k B^iitsgencht Loitsch, am Men Inni 1889. Nach dem übereinstimmenden Urtheile hervorragender Fachmänner ist (5107) 30—28 die JOLrintriei» Römerquelle ebensowohl ein ausgezeichneter Gesundbrunnen bei Hals-, Magen-, Klanen- und Nierenleiden, bei Katarrh, Heiserkeit, Hunten, besonders der Kinder, wie auch ein JßKf hoohfelnes Tafelwasser von besonderem Wohlgeschmack, frei von allen organischen und den Magen beschwerenden Nebenbestandtheilen. Hauptdepöt in Lalbaoh. bei M. E. Snpan, ferner zu haben bei M. Kastner und .1. Klauer, in Kralnburg bei F. Dolenz. ^^¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦^^ auf Verlangen Jederzeit vorgewugT^^^ ^^e von nns auf Katen ver»-----------^---------------------------------jährlich 3 Ziehungen; nächste sohon am 15. Juni d. J. ¦ Jf _^__ -^—r -^^r- "^ar ,,11W1M ha.r «jenau zum amtlichen TaKflHConiHe (heute beiläufig il. ö ö. W.) oder I ^»^ ^"^ ^^ 1 ^T # (l0«en Ia h laut Gesetzartikel XXXI vom Jahre 1883 ¦ I 1 ^? M I \ / IM 0F* a™<" Raten: -f^ | ^JJ " oZ/1 V ä?|jT:ST.:.:.::.::::.::;':::.:;.:;:"tt?!-1 f^ZZSSl^^^ Nutnmnri^ Kjnscm|ung (pcr Postanweisung) von 2 Raten wird der Ratenbrief, welcher I I •^•^ I CllltoC HPrTi -I lillotii ^^^"i i a-rien und Nummern der Lose enthält, üherschickl, und spielt der Käufer ¦ I _T_V»W1H52I glUlU / mmv~— ,„—,. (l'^ S vnI! "er nächsten Ziehung an ganz allein auf sämmtliche Treffer mit. Ziehungs- ¦ 1 -. ^^1 S-..SSSSSS— ^lion von ^ ^^ .(i(|(ir Z|f,,HjnK ;{ b | l^andit-GeScharJ IlriMler wiSfeK, BUDAPEST, V. Bez., Badgasse Nr. 4. |