LmbacherWMtlmg. g^» N^/»^> Pränumerationöftrcis: Im Lomptolr ganzj. 2»R H» ?^>>H^ si> >'' >)albj. si. ^.50. stur die ^iiftelluna in« Hnu« ^b-H^ f^V^. yalbj. 50 lr. Mit berPost ganzj.fi. 15, halbj.fi. ?.«o. Dolmerstag, 22. November InsertionSgebllhr kiö 1« ^eilcn: imal «o li., liD^^ 2m. 8,> lr.,.'!»,. l sl.;ieiist p». ^cil» I,». N lr., ^m. «lv., » ^l^N 3m. Kill. u. s. w. Inscrtioiisstcmpcl j«bceu,.20l». ^ ^^ v« Amtlicher Theil. Wiligl. Rescript ülier die Mellereilwerusunli de^ croalisch-slüliomschm ^undw^eg. Wir Franz Joseph der Grste :o. :c. Ehrwürdige :c. Licbc Getreue! :c. :c. Wir haben in Anbetracht, daß Eure Gctreucu über die Lösung des Verhältnisses Unserer geliebten König« reiche Erouticu nnd Slavonien zu Unscreni Königreiche Ungarn lind zll Unserer Gcsammtmouarchic durch eiue laudläglichc mit ciucr gleichen vom ungarischen Land« tage ausgeschickten Deputation in Verhandlung getreten seid und diese Verhandlungen voraussichtlich einen lau. Ncrcn Zeitaufwand crfordcru mußtcu, den Landtag Un-scrcr Königreiche Eroaticu und Slavonien init Unserem Allerhöchsten Nescripte vom 21. April dieses Jahres auf unbestimmte Zeit vertagt. Die mittlerweile eingctrctcnen Kricascrcignissc mach« ten bisher die Wicdcrciubcrufung unmöglich. Da nun dic Verhandlung über diese obgedachtc höchst wichtige staatsrechtliche Frage stattgefunden hat und inzwischen friedliche Verhältnisse erfolgt sind, so erscheint es unnmchr geboten, daS Ergebniß dieser Ver« Handlung dein Landtage zu rcferircn und zu einem gedeihlichen Abschlüsse zu bringen. Sowohl in Anbetracht desseu als auch damit daS mittelst Eurcr untcrlhänigstcn Repräsentation vom 13tcn März laufcndeu Jahres Uns unterbreitete nnd von Uns Euren Getreuen mit Unserm: allcrguädigstcn Rcscripte vom 20. Oclober dieses Jahres nach vorgenommenen Modisicationcu allergnüdigst übermittelte landtäglichc ^pcrat über die Coordination und Wahlordnung des Landtages iu Elircm Landtage vorgenommen und Uu-^rer köüinlichen Gcuchmigung mit möglichster Bcschku« liigni'n wieder nntcrtncilet werden lüiuic, finden Wir Uns allcrgnädigst bewogen, den mit Unserem Rcscriptc dom 21. April dieses Jahres vertagten Landtag auf den 19. November laufenden Jahres in die Landcshaupt-stadt Agram allcrguädigst wieder einzuberufen. Wir bleiben Euch im Uebrigen mit Unserer kaiserlichen und königlichen Huld und Gnade wohlgcwogcn. Gegeben in der Stadt Olmütz in Mähren am 21. October im Jahre des Heils eintausend achthundert scchönndsechszig, Unserer Reiche im achtzehnten Jahre. Franz Joseph m. p. Emil Freiherr u. Kusscvich m. I». Auf Allerhöchste Anordnung Sr. l. l. Apost. Aiajeslät Dr. Eduard Iellachich v. Buzim ni. p. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allcr-^chstcr Entschließung vom '.,>. November d. I. die im Wiener Eiuilmädchcnpensionatc erledigte Stelle der vieren Untervorsleheriu der Supplcntin dieser Dienststelle ^iilna von Sögncr allcrgnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 22. November. Die auswärtigen Angelegenheiten treten vor den Ollerm Fragcu entschieden in den Hintergrund. Ob die uch in größerem Maßstabe vorbereitende Insurrection '" Spanien einen für die dortige Dynastie Verhängnis;, ^llcn Ausgang uehmcu werde; die Ereignisse auf Kreta, "lc Wirren in Deutschland, die trüben Nachrichten aus "^ico, so sehr sie unter anderen Umständen unser ^"leresse in Anspruch nehmen müßten, diese Fragen ^erdcu von unseren inneren Angelegenheiten vollständig ^'ückgcdräugt. Unter den inneren Fragen aber ist cS ^dcr das Verhältniß zu Ungarn, das unsere Aufmerk- "'Ulcit vorzngswcisc beschäftigt; wir alle blicken crwar« ^'lgSvoll auf die Hauptstadt dcS UngarlandcS, in wcl-.7^ jctzt jene Vcrsammlnng tagt, in dcrcn Hand es "M. den österreichischen Vcrfasfnngsbai, rasch zn voll. ^,'dcn oder abermals in weite Ferne zu schieben. Daß " Regierung in dieser Richtung dem ungarischen Vcr. lcluu^löl-uer iu liberalster Weise cutgegengelominen ist, '""« jeder Unbefangene zugcbcn und anerkennen. Das ^"llllichc Rescript vom 17. November — dics gestehen °lc Blätter aller Partcifardcu diesseits dcr Leitha zu — enthüll alle Bedingungen eines billigen Ausgleiches; "thr tann den Uugaru, wenn nicht das Band, daS sie an die Westhälfte der Monarchie knüpft, zerrissen wer« den soll, nicht geboten, weniger kann uou ihnen nicht verlangt werden. Was jene Aenderungen der Gesetze von 1848 an« belaugt, deren bereits das Rescript vom 3. Mälz er-wähnt hat, so beziehen sick dieselben auf die Palatiual-würdc (so daß der Köuig sciu Hcrrscherrccht unmittelbar ausüben soll) anf die Abschaffung dcr Natioualgaidc, und dcu Grundsatz, daß der Landtag vor Erledigung deß Budgets nicht auf^clüöt oder vertagt werden darf. Auf diese Angelegenheiten allein wird sich also die Modi. fication zu bcfchränteu hadcu, die vou dcm cucnlulll zu erneuucndcn verantwortlichen Ministerium mit den rcichstäglich versammelten Ständen und Vertretern zu bewerkstelligen sein wird. Was die von ^eitc der Regierung im königlichen Rescriptc gestellten Fordcrungeu betrifft, so ist gcwiß die wichtigste vou allen diejenige, welche auf die Einheit des Heeres sich bezicht. Das „N. Fr. Al." bemerkt dazu: Am meisten dürfte wohl die Anerkcummg der Heeres-crgäuzuug als einer gemeinsamen Augelcgcnheit auf Schwierigkeiten stoßen, weil Ungarn von alter Zeit hcr daS Recht zur Reklutcnbcwillignng hat. Abcr dieses Recht muß uud soll doch nicht fallen gelassen werden, es wird sich bei der dctaillirten Anwendung dcr Priu» cipicu darum handeln, dieses Recht zu ciucm gcmciu-samen zu machen und es auf den Vcrttctungslörptr zu übertragen, dcr in den gemciusamen Angelegenheiten ein entscheidendes Votum hat. Die Einheit dcr Leitung und Organisirnng des Heeres hat Dcak selbst als unumgänglich erkannt, er wird sich wie die Majorität dcs Laudlagcs dcr Erkenntniß nicht cntschl,igcn können, daß eine Einheit nicht bestehe, wenn hier die Hccrcscrgäu-zuug durch Nekrutiruug, dort durch Werbung stattfindet. Die Elemente dcS HccrcS würden dadurch eine allzu «roßc Verschiedenheit erlangen, sowohl bezüglich dcr IiitclliMiz als dcs Eharaltci's dcr HcclcSthcilc. Sollte cist die nll^cmciuc Wehrpflicht eingcfiihlt werden, so könnte vollends eine Verschiedenheit zwischen hirr und dort nicht ohne die tiefgreifendsten Nachtheile bcstchcn. Wir alle wollen erwarten, daß der gcfuudc Sinu der Ungarn die Gewichtigkeit dcr dcu aufgestellten For« dcnmgcu zu Grunde liegenden Motive crfasscu und ihre Vertreter nicht säumcn wcrdcu, durch Annahme dcrscl» ben das zu erreichen, worin sich die Wünsche dcr Völ> kcr dies» und jenseits dcr Lcitha vereinigen, — den allgemein crschuttu Ausgleich, als die VasiS dcs colistitulionellcn Lebens des GesammtvaterlandcS. 2. Sitzung des luainischcn LandüMö am 21. Vl'ovcmber. Beginn um halb 11 Uhr. Dcm Hause präsidirt dcr Herr Laudeshauptumlm Dr. v. W urzbach. Seitens dcr Regierung anwcscud: Sc. Excellenz dcr l. k. Herr Statthalter Freiherr u> Bach und der t. k. Herr Laudesrath Roth. Der Herr Präsident theilt dem Hause mit, daß vom hoh:u k. k. Landespräsidium eine Rcgieruugsvorlage eingelangt sei, welche die Gemeinde» uud Gemeinde« Wahlordnung vom 17. Februar 1866 mit den §§ I.'l und 15) der Landtagswahlordnung, iu denen noch das alle Gcmcindegcsetz citirt ist, in Einklang zu bringen bczielt. — Soll an die Tagesordnung dcr nächsten Sitzung lommell. Dem Abg. Baron v. Apfaltrern wird ein vicrzchn-tägiger Urlaub bewilligt. Die vom Abg. Dr. E o st a überreichten vier Pcti-lionen dcr Gemeinde Grafcnbrunu um Beschleunigung der Scrvitutcuablösuug, Aufnahme dcr St. Pclcr.Dorn-cggcr Straße in die Kategorie der Eoncurrcuzstraßeu, Bcthcilung der Gemeinde mit den nöthigen Gcsctzcu und Aenderung dcS ß 2ft der Gcmcindeorduung — werden dcm PelitionSauöschnssc zugewiesen, zu dcssen Zusammcnsctztung fuglcich geschritten wird. In dcn« jelbcn wclden gewählt: Brolich, Dr. Blciweis, Kle. mcncil, Rudcsch, Svctec. Sohin lritt daS Haus iu die TageSordnuug eiu. Auf dcrsclbcn steht obenan dcr Rechenschaftsbericht dcs LandcsausschusscS. AuS dcm vorgelesenen Berichte gehl hcrvor, daß sämmtliche iu dcr letzten Landtagsscsston beantragten Laudesgesetze, als: die Gcmcmdo und Ocmciudcwahl» ordnnng, das Gcsctz über die ^traßcnkatcgorisirung, die Nachlragsuerordnung übcr das Vioorbrcuuen, der Beschluß wegen Einstellung dcr Erfolgung von Prämien 'ür erlegte Raubthicre, der Beschluß iu Betreff der LandcSumlagcl, pro 1866, daS Gesetz übcr die Ein-führung cincr Taxe für Augenscheine bei Privatbau. führungcn im Stadtpomcrio Laibach und die Gesetze, bczielcnd Umlagen sür verschiedene Gemeinden — die allerhöchste Sanction erhalten haben. Die übrigen vom Landtage iu dcr lctztcn Session gefaßten Beschlüsse hatten folgende Ergebnisse: Dic Abschreibung sämmtlicher bisheriger Rückstände an Schllvanslagcn im Belaufe von mehr als 62.000 fl. wurde mit allerhöchster Entschließung vom 16. Scft« lembcr l. I. gegen dem genehmigt, daß in Hinkunft diese Kosten aus dem LandcSfondc bestatten wcrdcn. Dcr Petition auf eine gänzliche oder lhcilwcisc Ucbcrtraguug dcr Laudcszuschlägc für dic dcm k. k. Mi-litär gestellte Vorspann auf dcu Staatsschatz wurde mit allerhöchster Entschlicßuua. vom 10. September l. I. keine Folge gcgcbcu, dagegen abcr bewilligt, daß dcr Landes, fond feine Schuld au die Militärverwaltung für die feit 1860 vorschußweisc bcstrittcnen LandcSzuschlägc im Gesammtbctragc von 34.999 st. 95 kr. in sieben vom Jahre 1866 lanfenden Jahresraten abtrage. Ucbcr die Vorstellung in dcr Frage der Entschädigung für dcn iucamcrirtcn Provinzialfoud fei bisher ciuc ' dcfiuitiuc Erledigung noch nicht erfolgt. Die Beschlüsse wegen Ermäßigung dcr Grundsteuer haben dcn angestrebten Erfolg nicht gehabt. Doch sei das hohc k. k. Finanzministerium dcn Wünschen des Landtages in su weit entgegengekommen, daß es die Unter» behördcn beauftragte, schon am Beginne eines jeden Jahres die ans dcm stabilen Momente der Stcucrübcr-bürdung bekannten und jedenfalls in Abschreibung zu bringenden Stcuerquotcn auszuscheiden, beziehungsweise nicht ciuzuhcbcu, sowie auch bci Vornahme dcr Steuer» Executioucu dic gesetzlichen Vorschriften in Bctrcff dcS l'm!< gcuau zu beobachten. Dcm Bcfchlusse, wodurch dcr LaudcSculturfond rc-clamirt wurde, sei vom hohen l. k. Haudclsministcrium ciue gewährende Folge nicht zu Theil gcwordcu. Die Ucdergalie der ZwangSarbcitSanstalt au den Landesauöschuß hat bereits stattgefunden. Dcr zur Förderung der Abwicklung deS Grund« lastcnablösuligögeschäftcS gefaßte Beschluß sei in scincm crstcu Theile vou der k. k. Regierung durchgeführt wor< dcu. Auch stche die zur Hinlanhaltnng mnlhwilligcr Pro« ccßführuugen beschlossene Regelung dcr Proccßkosten-crsatzlcistung scitcnS dcr Parteien in naher Anssicht. In Anschnng dcr Ermäßignug dcr Bergwerks« abgabcu sci dem Autragc auf Feststellung cincr Maximal« grenze für dic Einkommensteuer vom Bergbau und die Aushebung cdcr mindestens Hcrabmiudcrung dcr Frci. schulfgcbühr durch dic kaiserl. Vcroiduuug vom 29. Äiärz l. I., R. G. Bl. ?ir. 42, thunlichst willfahrt worden. Dcn mehrfachen Aufträgen habe dcr Landesaus« schuß nach Thunlichkcit entsprochen. In dieser Nichtnng sci das Peter Paul Glavar'schc Armen» uud Kranken» stiflungö'Vermögcn in die LandcSvcrwattuug übernom» men worden. Ucbcr die zugewiesene Frage, ob uud in wie weit eine Hci'abluiudcruug dcr Verpflcgstaxc für die in der hiesigen ZwangSarbcitsanstalt dctcnirten frcmdlä'udiget, Zwünglingc zulässig sci, — werde mittelst besonderer Vorlage dcr bezügliche Antrag erfolgen. Desgleichen werden übcr dcu Antrag dcs Abg. Gnltman auf Errichtung cincr niedern Ackcrbauschulc für ssraiu, dauu übcr dic Pctitiou dcs Laibachcr Magistrates um Uebernahme der Spitalskostcn für dic uach Laibach zustüudigcu Individuen auf dcu Landcsfond, so wie in Betreff dcr Modificirung des Vertrages mit den Töch« tcru dcr christtichcu Licbc übcr die Regie im hiesigen allgcmciucu Krankenhause — dic abverlangten Anträge in abgesonderte Vorlage kommen. Ucbcr deu Antrag dcS Abg. Dr. (5 o st a auf Acn< dcrnug cinzclucr Thcilc der LandcSordnung und dcr Laudcswahloldnuug seien noch dic Erhebungen anS« ständig. Auch iu Betreff einer Eisenbahnverbindung zwischen Laibach nnd Vitlach seicn dic erforderlichen Erhebungen noch nicht zum Abschlüsse gcdiehcu. Bctrcsfcud dcn Nolhslaud iu ciuem großen Theile UutcrkrainS scicn die Maßregeln zur Linderung desselben durch die h. t. f. LandcSbchördc in wirksamer Weise durchgeführt worden, was dcr Landesausschuß öffentlich zu constatircn sich verpflichtet fühle. Ucvcr die vom Landcsausfchusse aus Anlaß dcr letzten kriegerischen Ereignisse getroffenen Verfügungen betreffend dic Vorspannslcistnng für einberufene Urlcmber 1776 und Reservisten aus dem LandeSfonde behufs beschleu-nigter Acförderung nach Laibach, und in Betreff der Ausrüstung einer kraiuifchcu Abtheilung des inncröstcr» reichifchcn AlpenjügercorpS, rücksichtlich Erfolgung eines Beitrages von 4W0 ft. aus dem ttandesfondc, werden behufs nachträglicher Genehmigung abgesonderte Vorla« gen in Aussicht gestellt. Desgleichen in Betreff der von der Stadt Laibach ilber Einrathen dcS LandeSausschusseS allerhöchstenortS bereits bewilligten Aufnahme cineS Darlehens von 100.000 fi., dann in Betreff der Renovirung dcS Ne-doutengcbäudes, der Einführung der Gasbeleuchtung im Theater und der Herstellung mehrerer Einzelarrestc im ZwangSarbeitshause. Des weitern wird berichtet, daß der Brückenbau über die Saue bei Gurlfeld vollendet, entsprechend voll< führt und hiefür außer der Subvention von 10.000 fl. auch ein Darlehen von 4000 fl. gegen 5pcrc. Verzinsung ausbezahlt worden sci. Ferner sci eine neue Impfliorm für die mit dem Impfaeschäfte betrauten Aerzte mit dcr hohen l. t. Lan-desbehörde vereinbart worden, für welche Verfügung die nachträgliche Genehmigung mit besonderer Porlage werde erbeten werden. Endlich sei die Herausgabe deS slovenisch'denlschcu Theiles dcS Wolf'schen Wörterbuches so weit gediehen, daß dcr erste Bogen in kürzester Zeit im Drucke erscheinen werde. Dieser Rechenschaftsbericht wird einem besondern Ausschüsse zur Pordcrathuug zugewiesen und in denselben Dr. Costa, Svctcc, Dr. Toman, v. GutmannS-thal und Debeuz gewählt. Die an dcr Tagesordnung wcitcrS stehenden Voranschläge pro 1867, betreffend den Grundentlastungö«, den Domestical-, den Krankenhaus-, den Findelhans» und Gebärhaus», endlich den IrrcnhauSfond, werden dem Finanzcomit^ zugewiesen, in welches Kromcr, Dr. Sup< pan, Freiherr v. Schloißnigg, Dr. Glciweis, Dcsch-mann, v. GutmannSthal, Mulkj, Svclcc und Kapelle gewählt werden. Ueber Antrag des Abg. Dr. Blciweis wird der Schluß der Sitzung angenommen. Nächste Sitzung Freitag den 23. November. Tagesordnung: Die heule zur Behandlung nicht gekommenen Sitznngsgcgenslände, dann die Eingangs erwähnte Regierungsvorlage; Kanzlci'Erfordernissc der WuhlllMigleilöanslallcn, Herstellungen im ZwangSarbcitS» hause, Gnadcngabc für den Irrcnwärtcr Oblal, die Bc> streitung dcr Vorspann für Urlauber und Reservisten j anläßlich dcr letzten Kriegsercignisfc, sowie die Kostens der Ausrüstung der lrainifchm Abtheilung im Alpen. jägercorpS, Subvention für die Brücke bei Heil. Kreuz bei ttandstraß, VerpsiegSgebühr für fremdländische Zwäng-linge. Oesterreich. Wlen. Die „W. Abdpst." schreibt: Wer seiner« zeit das so überaus gnädige Handschreiben Sr. Maje« stät des Kaisers an den General dcr Cavaleric Grafen Clam-GallaS gclcsen hat, tonnte nicht ohne gerechtes Befremden dieser Tc'gc eine Dcnlschrift in den Journalen finden, womit der genannte General in ganz eigenthümlicher Weife eine Angelegenheit neuerdings er» ürtert, welche man bereits in dcr für ihn ehrendsten Art abgeschlossen glaubte. So weit diese Denkschrift Thatsachen dcS lctztcn unglücklichen FeldzugcS betrifft, wird wohl die zu erwartende authentische Darstellung des letzteren den besten Maßstab dcr Beurtheilung bieten; jedenfalls aber konnten derartige Mittheilungen nur für den vertrautesten Freundeskreis bestimmt fcin und wird somit gewiß dcr Verfasser selbst am lebhafte-slcn bedauern, daß die lithographische Vervielfältigung feines Mcmoirc'S jc»c offenbare Indiscretion möglich machte, dnrch welche ein so wenig dazu geeignetes Schriftstück in die Oeffcntlichleit gelangte. Daß G. d. C. Graf Clnln.GallaS beabsichtigt habe, ein „Selbstplai-doyer vor das Forum dcr journalistischen Publicität zu bringen" -- wie ihm von einem Gvazcr Blatte znge» mnthct wird, — kann man bei seinem Charakter durchaus nicht annehmen; als unbedingt unzulässig aber müssen wir die weitere Voraussetzung desselben Blattes bezeichnen, daß genannter General seine Vcrthcidigungs-schrift mit Vorwissen oder gar Ermächtigung von maßgebender Seile hätte veröffentlichen dürfen. — 19. November. Einer dcr Eorrespondentcn der „Deb." schreibt: „Ubcr die durch dic jüugsten Tele-gramme aus New ein Bcgrüßungstelegramln au Garibaldi. — DaS hie- ^ sige „Eomit« für die ital. Emigration" hat an den itönig ebenfalls eine Adresse gerichtet, worin es ihm daS Schicksal Roms, Istriens und dcS Trentiuo ans Herz legt. ES wird darin jedoch zugestanden, daß Itallenö! Geschicke nicht neuerdings aufs Spiel gesetzt werden ^ sollen, „um diese äußcrstcu Gebiete, welche noch zur ^ Integrität Italiens fehlen (!)" vor der Zeit zu erlan« > gen. (Es wäre nun wohl hohe Zcit, dicscm albernen! Treiben ein Ende zu mnchcn.) ^ PariS, 15. Nov. Die Annahme dcr Fricdensver-milllung von Seiten dcr vier südamcrlkamschcn Republiken Chile, Peru, Ecuador und Bolivia ist nach dcm„M0niteur" ! Thatsache. DcS nähern vernimmt man, daß die Re^ gicruna.cn in Lima nnd Santiago geneigt seien, auf i folgender Grundlage zu uutcrhandcln: Die alten Verträge mit Spanien treten wicdcr in Kraft; die Decrcte ülier die Austreibung spanifchcr Unterthanen werden aufgehoben; die Kriegsgefangenen nnd eroberten Schiffe werden zurückgegeben, cS finden keinerlei Kriegsentschädigungen, noch FlaMnbcgrüßungcn, noch Enlschuldi-gungcn statt. — General Flcury, wird morgen, nachdem er sich in Eompi^gne vom Kaiser verabschiedet, nach Florenz abreisen. Die verbreitete Ansicht: eS handle sich um ein Abkommen über die Militürfragc zwischen Florenz und Rom, das dem zwischen Berlin und Dresden ähnlich wäre, findet bei Unterrichteten tcincn Glauben. Ueberhaupt dürften alle Versuche in Nom hc> zustellen was die Ultramonlaucn den ll^urcll-c,' 1e juez. Die Herzogin von Montpcusier hat sich von Seiten ihrer Schwester, der Königin, cincö sehr nugün» stigeu Empfanges zn erfreuen gehabt. Isabel ll hat ihr in sehr ungebundener Weise zu verstehen gegeben: sie liebe rs nicht, ihre Verwandten sich in ihre person« lichen und RcgicrungS'Augelcgenhciten mischen zu sehen. — Die „Agcnce HavaS", jetzt häufiger als je Irrthümern ausgesetzt, zeigte gestern an, oal; die spanische Mittcl-meer»Floltc sich nicht, wie vorher angegeben, nach Malta bcgcbeu werde. Jetzt wird authentisch mitgetheilt, daß eS sich hierbei nicht um die spanische, sondern einfach um die englische Mittclmecr-Flottc handle, da ein solches spanisches Mittclmccr-Gcschwadcr überhaupt uicht existirc. -- Dcr Oberst dcS spanischen Regiments Asturia ist nach dcn Philippinen versetzt, d. h. verbannt worden. Vrüssel, 16. November. Dcr König hat heute im Schlosse zu Lacken dic Deputation empfangen, welche ihm die Adresse des Senats überbrachte. Der König antwortete auf die Adresse: „Ich empfange mit Dankbarkeit den AuSdrnck dcr Gefühle und der Wünfchc des Senats. Die wohlwollende Mitwirkung dieser patriotischen Versammlung wird meiner Regierung cinc mächtige Hilfe verleihen, und ich hoffe, daß wir gemeinsam im Laufe dieser Session dem Lande nützliche und seiner Entwicklung förderliche Arbeiten werden vollenden können." Dcr Senat, welcher nichts auf seiner Tages-ordnung hat, hat sich bis zur nächsten Einberufung vertagt. Die Kammer dcr Abgeordneten hat sich bisher mit Wahlprüfungcn beschäftigt nnd nach einer langen Discussion heute die Wahlen deS Kreises Gent gut-geheißen. (Köln. Ztg.) Athen, 18. November. In Corfu, in West- und Ost-Griechenland werden dr ci G encral»Comm an. den errichtet. Der Kriegsminister fordert Eine Million Drachmen zur Anfchaffung von Kriegsmaterial. Die Kammer soll einberufen werden. Tagesneuigkeiten. — In einer Kundmachung ersucht die National« bank die Besitzer oder Verwahrer von Banknoten, welche auf Couventionsmünze lauten, sich wegen deren Umwcchslung mit Beschleunigung an die Direction der Nationalbant in Wien zu wenden, da die Vanl, mit Rücksicht auf die be« reils erfolgten geschlichen Bekanntmachungen, vom I. Jänner 1667 angefangen nicht mehr verpflichtet ist, die auf Eon» ventionsmünze lautenden Banknoten einzulösen oder umzu« wechseln. — Im December wird der österreichische Lloyd, wie die „Triestcr Ztg." hört, eine regelmäßig einmal im Monat verkehrende Dampffchiffsverbindung mit London errichten und dabei auch italienische Häfen be« rühren lassen. Da anfänglich englische Dampfer zu diesem Zwecke gemiethet sind, werden die Boote die britische Flagge tragen. — Unter den Todesanzeigen der „Times" vom 13. d. steht obenan: „Am 29. September Se. Majestät König William Pepple, von Bouuy, Westküste von Afrika, in seinem 50. Jahre. Des Verstorbenen Nachfolger ist sein Sohn, der in England erzogen worden ist." — Ein Schauspieler in Mobile hat dem dortigen Theater seinen Schädel vermacht, um denselben bei gewissen Vorstellungen, wie z. B. in „Hamlet," zu vel' wenden. Locales. — Nächsten Samstag belommeu wir eine der größten und herrlichsten deutschen Opern zu Gebor; es wird „Robert der Teufel," wie wir vernehmen, in einer hier noch nicht versuchten Vollständigkeit gegeben. Die Schönheit der Opcr, die sich auch einer ganz besonderen Beliebtheit erfreut, so wie der Umstand, daß sie zum Benefice unseres ver« dienstlichen braven Sängers des Herrn M ellus (Bertram) gegeben wild, lassen uns ein übervolles Haus erwartcn. — Wie seinerzeit gemeldet wurde, ist nach den bezüa/ lichen heuer gepflogenen Verhandlungen der Unterricht del Schuljugend in der Obstzucht durch Benützung dcr theils bestehenden, theils noch anzulegenden Obslbaumschulcn auch bei den Pfarrschulen in Lack, Trata, Selzach, Zalilog und Zarz im Bezirke Lack sttr das Jahr 1807 gesichert.' 6s hat weiters die Stadtgcmeindc Krainburg ein Terrain von ungefähr zwei Joch zu diesem Zwecke gewidmet, gleichartige Erklärungen auch die Ortsgemcindcn PredaZI und Flödnigg bezüglich der an den Pfarrorten befindlichen Pfanschule" abgegeben, und ist die Errichtung und zweckmäßige Vchand» lung von Ovstdaumschulen für dic Schuljugend bei den Pfarren Oblal und St. Veit im Bezirke Laas im Laufe des gegeuwärtigeu Schuljahres iu bestimmter Aussicht. — Im Bezirke Ober laibach sind die Neuwahlen der Gemeindevertretungen nach dem Gesetze vom 17. Februar 18(!6 beendet und es trilt smmt iu den Gemeinden dieses Bezirkes die neue Gcmeinde-Ordmmg in volle Anwendung» Zu Gemeindevorstehern sind gewählt worden: In der Orts« gemeinde Oderlaibach Karl Obrcsa, Postmeister und Reali' tätcnlxsitzer in Overlaibach; in dcr Ortsgemeinde Franzdolf Matthäus Telban, Rcalitätenbesitzcr in Dulle; iu dcr Orts' gemeinde Presscr Andreas Petcln, Ncalitätenbesitzcr in Obe^ dresoviz: in der Ortsgemcinde Horjul Ierncj Eusteräic, Nealitäteubesitzcr iu Horjul - in der Ortsgemrinde Billick' graz Johann Tomäic, Realitäteubcsitzer in Aillichgraz: «n dcr Orlsgcmcindc St. Iodst, Andreas Malavaöic, Grundbesitzer in St. Iobst: in dcr Orlsgemcindc Cchwarzcnberg Johann Petcrnell, Grundbesitzer in Schwarzenbcrg i in del Ortsgemeinbe Geräuth Johann Squarce, Grundbesitzer in Geräuth. ) — (Theater.) Die gestrige Crnaniausführung muß als eine ganz gelungene bezeichnet werden, wurde jrdow vom Publicum trotzdem minder beifällig aufgenommen, als die vorausgegangeuen, die sich doch einer ganz vorzüglich^ Aufnahme erfreuten. Und doch schien es, als hätte eben gestern Frl. Blum (Elvira) mit ganz besonderer Lust und mit einem gewissen Feuer gesungen, die dem Ausdruck ihres Gesanges sicherlich uicht uachtheilig waren und uu wünschen liehen, die geschätzte Sängerin liehe sich in glei^ Weise auch für ihre übrigen GcsangSparticn degcistt'l"' Eine kleine Schwankung im zwcitcu Acte bei dem übel"" schönen, zart gehalteucn Duett mit Erncmi, konnte dahc ' abgesehen davon, dah keine ausfallende Paufe eintrat, "' so weniger den günstigen Eindruck dieser Nummer absHl"' chcn, als dieselbe im übrigen wirklich recht brav gesM wurde. Ganz besonders gut war gestern Hcrr ^udcr der Titelrolle und Herr Mcllus als „Svlva," w^^, an Herrn Podhorökv (König) Spuren von H", tcit nicht unmerllich hervortraten, ohne jedoch aus dcn ^!>^ der ungemein wirksam gcsungeneu Ensembles, aus d ^ wir vorzüglich die Finales des ersten und dritten -"leo bend hervorheben, irgend wie störend eingewirkt zu ha Auch der Chor war uicht schlecht und verdarb mchls. ^ Pudlicum lieh sich übrigens nur durch das 3'nale des ten Actes zu einer cclatauten Beifallsbezeigung HM"'" --------------------- ...sphtl! ?? SteiN, 18. November. erfreut sich jetzt im Beginne der neu gewählten ^" ^ einer groh«n Regsamkeit. Was das Parleileben b"^^, ist es hier in der neuesten Zeit zu ziemlich sHan« ^ ^ ruug eutwiclelt: doch spaltet es sich nicht Mv" .^ ^>„. ziehung auf die politischen Anschauungen, so>'dcr" ^ sicht auf die wirthschaftlichen Grundsätze. Die e,nr ^ 1777 lvelche schon im abgetretenen NuZsHusse zur Hellschaft ge«' ^ugte, ist die der wirthschaftlichen Reform; auS ihr lckru^ ^tte sich sowohl die Sonderoerwaltung fllr das bürgerliche u>W städtische Vermögen, als auch die neue Gemeinoevor« ^'bung, welche au5 dem Advocate» Tr. Preuz und den ^ürg^n Erler und Gollenver besteht: sie erlangte die ^ Majorität bei den Seclionswahlen, welche die nach dem Nefe« late des Ausfchnsses Pogorelz über Antrag eines hierzu niedergesetzten Comite's nen eingeführte Geschäftsordnung leslsekt. Die beiden Sectionen sind einerseits für Ncchtsangelegen« heilen, Personalien, Stiftungssachen u. s. w., andererseits sür Haushalt, Armenwesen, Polizei, insoweit sie der Gemeinde zugewiesen ist, u. s. f. In ersterer Section sungiren für das Jahr 1867 Dr. Gaustcr als Obmann und Pogorch als Stellvertreter, dann als Mitglieder dic Ausschüsse Fajenz, Podretar, Pctcrlin ', in der zweiten Dr. Gauster als Obmann Und Fajenz al5 Stellvertreter und dic AuZschüsse Podrelar, Hnmar, Schnabel. — In der Gemeindesillung vom 14. d.M. lvar das vom Landesauschusse abgeforderte Gutachten be« iüglich der Landesordnung und Landtagswahlordnung an der Tagesordnung: Referent war Dr. Gauster. Das Gut« achten wünscht Verminderung der Abgeordneten des Groß» gNmdbesitzes, Ernennung >es Landeshauptmannes und seines TtellucrtretterH durch Se. Majcstüt den Kaiser über Terno» Vorschlag des Landtages (die Wahl durch den Landtag wurde abgelehnt), Festsetzung eines Termines zur Einberufung dcs ^andtageö im Falle der Auflösung desselben, (§inreihung "Her industriellen Orte in die Wählerkategorie der Städte Und Märkte, Vermehrung der Abgeordneten dieser Kategorie u»d der Landgemeinden, womöglich Vasirnng der Verthci» lung der Abgeordneten auf die betreffenden Quoten direcler teuern der einzelnen Wählerlategorien, Stimmabgabe der ^andtagswäbler in den Städten und Märlten in jedem ein» zclncu wahlberechtigten Orte, Verminderung des Wahlcensus bei der zweiten Kategorie der Wähler, Bewilligung für die Communen , welche landtaflich,', zur Glohgrundbesihwahl berechligcnde Güter besitzen, zur Mitwahl für die Abgeord« "eten des Grußgrur.dbcsitzes, Erleichterung der Wahl für die Landgemeinden. In Folge der Anträge des Vürger< Leisters und des Ausschusses Pogorelz wurde auch der Wunsch ausgesprochen, daß die Annahme der Wahl als Wahlmann und die Ausübung dieses Mandates bei Piinalc obligatorisch werde. Die Majorität der Versammlung sprach >>H ferner für Herabsetzung deö Abgeordnetenmandates auf 6 Jahre aus, während die Minorität (L von 14) und dar» UMer ein par Vertreter des entschiedenen Fortschrittes, aus ^ützlichteitsgründen für di« Beibehaltung der sechsjährigen Nandatsdaucr sich aufsprachen. — In der Sitzung vom 1.6. d.M. lam ein Antrag des Dr. Gauster auf Peti« ^onirung beim hohen Landtage um eine Subventio« ^rung der Oe rn osl ra h e und Verwendung, dah der frische Theil der Slrcche fahrbar hergerichtet werde, unter Zuladung an alle Genieindell des Vezirl^ zur Mitbetheili« gllng bei der Petition zur Berathung, der auch vollmhalt» lich angenommen wurde. Der Gegenstand ist sehr interessant, so daß wir nächstens darauf zurückkommen dürsten. — Endlich dürfte es der Energie und dem Eifer des jetzigen Bürgermeisters gelingen, dic schon odiöse Angelegenheit der 6 ried hosstraße auf den Sallemberg zu einem zwccl« 'Migcn Abschlüsse zu Iniugcn. Auch hierüber vielleicht dem» Zachst cima.e, eingehendere Mittheilungen. — Hier sind in Querer Zeit mehrere nicht unbedeutende Diebstähle vorge« ^'umen, deren Thäter leider noch nicht aufgehellt sind. In! ^Pfarre Vodiz (Util) ist cm SMHriges Mütterlcin voriges . °che mit Abhieben über den Kopf morgens halb erschlagen '^ 'hicm Zimmer gefunden worden und ist auch gestern in ^lge der Verletzungen gestorben. Auch dieser Fall, bei ^ Man ebenfalls einen Raub vermuthet, ist noch nicht ^lgcbellt. Es gehl das Gerücht herum, daß der beriich. ^l« Crislof wieder in der Pfarre Vodiz sich aufhalte und .^ er mit mehreren gefährlichen Individuen zu einer Tiebv- Ul'de sich verbunden habe. Es ist somit dringend wiln-'^nsweitb, daß der Gendarmerieposlen in Stein verslärlt ^ wenigstens auf sein normales Ausmaß gebracht werde .^ daß man Leute zutheile, die der Lande-isprachs voll» °lNN,kn mächtig sind, denn der grdszte, unerschroctenste H verständigste Eiser kann im Sicherheitsdienste ohne genaue ^Utniß der Landessprache doch nur vom halben Erfolge jein. Aus den Landtagen. ^ .Pva«, U). November. Obersllandmarschall Graf ^ °stltz berührt in seiner EröfftinoüSiede dic letzte» ., "N!,^,i^^^^, Clcignissc, wie dcrc» l'csondcrc Rilcl« ^^",g auf Böhmen, spricht Sr. Majestät dem Kaiser y "'^ fiir die Lindernlig der dnrch den ssricg ucrnrsachlcn /°ln „^h ^^^^ ^„ f)^ aus cmf Se. Majestät, wcl« /s m der Versammlung stürmischen Wicdcrhall findet.! u^^uigt fer„cr den ledendcn Mitgliedern der Armee gth, flotte, wie jei'en, die auf dem Felde der Ehre G "let, cin dreifaches Hoch. (Stürmische Hochrufe.) 1-; ^t olhlirch verliest daS uon Sr. Vcajcstät am sch, "^ober d. I. an den StaatSininislcr erlassene Hand« Nlcl!^ '^ I"W" sodann Mitlhcilnngen dcS Obelstland<« lio>^ ^ "^^' PcrsmiMndcrmigcu und GlsctzeSsanc« y ''umgcn. Die Adresse bezüglich der Wahl-gcuu,"^'^ s" von Sl-. Majestät gnadig entgegen« gesii, ""' "'^ bic Regierung beauftragt lvmdcn, dieanS« ^ ocljelicn Aedcnken zn prüfen nud dclresseudc An. U ^u stellen. ^vl^""b"O' 19. Noocmdcr. ^andmarscha« Fiirst ^^l)c, gab in sciner Eröffnnngsrcdc dcn Dankgcfühlcn wegen Sanction der wichtigsten ^mdtnMeschlüssc nnd Erncnnnng cineS Landsmamicö znm Gtatthaltcr AuS-dinck, mahnte, dessen Anfaabe nicht dnrch Ungcinigen zn erschweren, bczclchnetc die Gc!ichtton?-reform als ein dringendes ^andeöuedüifnisj und brachte schließlich cin Hoch auf Sc. Majestät anö, in welches das HauS drei mal begeistert cinslimmte. Gras Golu. chowöli dankte in herzlichster Weise dem Hanse und Lande für daS bcwicscnc Bcrtrancn imd dic Zuneigung, forderte zn gemeinsamer wcl!?ici' Ardeit anf und con< statirte, daß die richtige Erkennung ein- dalnrndc Bc-griiüdnng deS Landeöwohles sei nur im innigen Anschlüsse au dic Gesammtmonarchic möglich, in erficuli-cher Weise in allen Schichten der Bcoölkcrnng Platz greife; sodann legte derselbe daS kaiserliche Hcmdschrci-ben an dm StaatSmiuistcr vom 13. October, das Änd-gct dcö Gl'lMdcnllastnnaSfondö und eine Borlaae wegen der WahlordnnnaSreform vor. Seine Ncdc wurde öfters mit Beifall bcglrilet. Den Nest der Sitzung füllten die SccrctärS- und Reoidentcnwahl. Nächste Sitznna übcrmorgeu. Lil.z, 19. November. Der LandeShauftt-m a n n hebt in der E r ü ffn n n g s r e d e hervor, daß dic kaiserlichen Worte an die ^ndecwellrctnna Mährens.-„dcn Kaiser frei von aller Pattcilcidcnschaft bei dem vcrfassnngömäßigen AnSban der Monarchie zn unterstützen/' fnr alle Landidvcrtretlingcn gesprochen sind, bringt ein dreimaliges Hoch auf Sc. Majestät den Kaiser nnd cin weiteres dreimaliges Hoch anf Ihre Majestät die Kaiserin, deren Namcnötag hcntc gefeiert wird. Dcr Statthalier sagt: Seit dem Gchlnsse der lctzlcn Session haben wir eine tranrige, drangvollc Zeit dnrchlcbt; der Kaiser ist eifrigst bestrebt, die dem Staate geschlagene» Wunden thnnlichst zu heilen; möge jeder von nnS anf seinem Standpunkte, möge aber auch vor allem dcr Landtag eifrigst bemüht sein, nnseren erhalie» ncn Monarchen in dieser seiner hochhcizigcn Vcmnhnng träfiigst zn unterstützen; mögc das Ergebnis; ein heil-volles sein. Der Statthalter übergibt.als NegicrnngS' vorlagen daS kaiscrlichi: Handschreiben vom 13.October, einen Gesctzcntwnrf betnffcnd die Al'ändcrnng dcr Pa> ragraphe 12 und 14 dcr ^andtagSwahlordnnng, cinc Oanoldnung flirö flache Land, und lningt die im vori< gc» Jahre nbcrgebcne Negicrnngöuoilagc, nämlich dcn Entwurf cineS WasserrccIMgcsetzcS, in El-inncrnng. Hierauf folgt dcr Bericht dcs LandcsanöschnsseS über die EriMznngSwahlc!,, nach welchem 5 nlö giltig, 2 als nngiltig erklärt werden. Salzburg, 19. ^iovcmbcr. Del Landeshauptmann ei öffnet dic Sitzung mit ciner Ansprache, erwähnt vor allem dic tranrigen Ereignisse dcs heurigen Jahres, hebt alicr hervor, daß Oesterreichs Völker scn Muth nicht verloren, daß oaS Unglück sie nicht hat «icdcrbcllgcn lönncn. Der schwerste Schlag sei Oesterreichs Tren-ülin^ ans dein Verbände DcnlschlandS; doch dic dc»t> schcn Oestcricichcr würdl» ill» Herzen immer das Bewußtsein der Zusammcngchol igkcit wahre» nnd dcn Augen« ulick mit Freuden begrüßen, wo sic wieder cin einiges Volk von Brüdern sein we».den. Der Landeshauptmann geht sodann anf die inneren Landcöfragen übcr, fnhtt an, daß die Frage dcr Incamcrirnng dcö Landes« ni.d LandschaflS.Vermögens so wic die Forstfragc in befric« digender Wcisc ihren Abschlnß gefnndcn hätten, nnd dnickt dem Staats« nnd Finaüzininistcrnm für daö frennd» lichc Entgcgcnfonliucn scincn Dank nnd scinc Nlicllcn' inmg ans. Dcr F n r st > E rz b i sch o f erwidert dic Ansprache dcö Landeshauptmannes, bespricht ebenfalls die traurigen Ereignisse dicscs Jahres und hebt, wic dcr Laudcshanptmann, die Ovfcrwilliglcit anch der zartesten Händc hervor; bcdanert c^iifallö den Anettitt Ocslcr« reichs ans dem deutschen Verbände; aber der Ocstcr-rcichcr wcrdc eben so innig ftttö an Deutschland hängen, als dic Salzlmra/r Kirche an den thcncrcn Erinnc« vllugcn dcs Primatnr'ZnstandcS festhält Dcr ssiirst^ Erzbischof schließt mit einem dreifachm Hcch n»f Se. Alajeslät dcm Kaiser, in welchs die Verfainmlnng mit Bcgcistcrnng einstimmt. Der Landes chef sagt: Die Schläge, die das Schichal nnS anfcrlcgt, können dann am besten geheilt werden, wenn jcdcr Einzclllc mit voller Kraft scmer Pflicht nachkoiumt; denn lmr wo jcdcr Ein» zclnc das seine redlich thnt, könne das Ganze gedeihen. 6r übergibt dcm Landtage das allerhöchste Haudschrcibcn Sr. Vlajestät au dcn Slaatsmimstcr ans Anlaß dcs Friedensschlusses, nnd cinen Gcsctzenlnulrf. dic Abände« rnng rcr Paragraphe 12 nnd 11 dcr V.u>dtagswahlord-unng betlcffcnd, als Regiclnngsvorlagc». Der Landeshauptmann beantragt dic Wahl cnicö Ansschnsscs znm Entwnrfc ci-.'er Adresse alo Antwort anf das Aller» höchste Handschreiben^ Diese Wahl findet morgen statt. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Pest, 20. November. Dcr ..Lloyd" meldet: Vom Enbmclsdircctor Ihrcr Majestät dcr Kaiserin ist an den Tavcrnicns gestern cin Telegramm hcrabgelaugt: Dcr Pester Dcmitation für die anS Anlaß dcs Namens« festes Ihrcr Majestät dargebrachten Glückwünsche und Loyalilätöäüßernngen dcn besonderen Dank Ihrcr Ma< jestälcu ansziidlückcn. -- Nach dcmsclbcn Blatte wird cincr Vorconscrcnz znfolge, wclchc hcntc von mehreren Milglicocru der Dcal - Partci gepflogen wurde, mor« gci, cinc Convcrcnz s^nnutlichcr Abgeordneten dieser Par< tci stattfinden. Pest, 20. November. In ciner Conferenz dcr Linken entschied die Majorität, daß der Zeitpunkt noch nicht gekommen sei, dcr Haltung dem Rescript gcgcn« nbcr cntschicdenca AllSdrnct zn verleihen. Es wnrdc. ferner cin Eomit^ cxmittirt zar Anfoahinc ciner cigenen Clnblocalität. (Wr. Ztg.) Lemberg, 20. November. Laut Tclegramm der „Gazcta Naro'dooa" ans Zaleszczyti ist daselbst Dr. Ezcrkowski, gewesener Gymnasialinspcclol, in dcn Landlag gewählt worden. Berlin, 20. November. Die „Norddeutsche All-! gemeine Zcitnng" dcmcntirt dic Gcriichtc nbcr Vcrhand« lnngcn zwischen Prcußcn und dem Könige von Hau« noocr, dic Vcrzichtlcistung desselben betreffend. — Dasselbe Blatt dcmcntirt ferner dic Gerüchte, nach wel» chcn preußische Prinzen nach Hannover, Wiesbaden und Kassel übersiedeln sollen. Paris, 20. November. Der Monitenr sagt in seinem Bulletin: AuS der Sprache dcs Nnno« schreiben« dcs Varou Nicasoli über Rom geht abermals hervor, daß die italieuischc Regierung fest entschlossen sei, die Scptcmlicr Ecnvciition in loyaler Weise auszuführen und den Stiftnlationcn derselben Achtung z» vcischaffen. Telegraphische TUechselcourse rwm 2^1. 9l'ovenilier. s'perc. Metalliqils«5)l).70. — 5perc. National AulehciN»?. 10. --Balilacticu 720. — Creditactic» 15i5.!jl). — 18)l 25) — Sillier, 12'».2!x — London 1ii'.0 Schweineschmalz „—40— — Wein, rother, Pr. Speck, frisch, „—30------- Eimer --14 — — geräuchert,, —40j —,— — weißer „ — — is> __ Rlldolfswerth, 19. November. Die Din'chschmttö-Preise stalten sich anfdcm hentiqrn Markte, wie folat:____________ st- lr. fl. lr. Weizen pr. Ncl^cii 6 10 Bntter pr. Pfinid . — ! 48 ^orii „ 3 40 Eier pr. Stlick . . —11 Gerste „ 2 l'0 2)iilch pr. Ätasj . — 10 Haf"' „ I 40 Nmdskisch pr. Pfd. — 18 Halbfnicht 4 40 Kalbfleisch „ — 24 H^deii „ ^ 70 Schweinefleisch „ — 20 Vl'se „ 2 40 Schöpsenfleisch „ — I« Kntürnl.' „ ii W Häliudel pr. Stiick — 28 Erdäpfll „ 1 70 Tauben „ — 24 Linsen „ 4 >"0 Heu pr. Zentoer . ii 3«) Erbsen „ 6 40 Stroh „ . 1 40 Fisolen „ (! 40 Holz, hartes, pr. Klft. 6 20 Nindöschmalz pr. Pfd. — 45 ^ — weiches, „ ^ — Schweineschmalz „ — 40^ Wein, rother, pr.Eimer 5 — Spcck, frisch, „ — 28 — weißer „ 4^ — Speck, geräuchert, Pfd. -- ! 35 ____ ^ Hc >ltc Dollncrstaq den 22. November: Dcr Mentor. Lnslspiel i>: 1 Äct vc>n Lembert. Hierauf: Meister Forwnip'o ^tiobeslicd. Komische Operetlc in l Act uon Cremienx nud Halcuy. Mnsil von I, Offenbach. Morgen Freitag den 23. November: Gnlc»»splegel. Posse von Neftru>>,_____________________ «K'Vig. 325 4l) — 5.« NO. schwach groM. bew. ' 21. 2 „ N. 325.19 -^ 3.,i W. mäßig halbhcitcr 0.o« 10., Ab. 325.U5. — 2.2 NW,schwach! heiter j Starker Ncif. Morgenroth. Untertags Westwind, stoßwesei heftig. Abends gauz heiter. Verantwortlicher Redacteur: Ijinllz v. K l^inm^Ur. W FUr die so zahlreiche Theilnahme an dem Leichen- W W begiingnissc dcs Herrn M !» spricht hiemit den wärmsten Daul aus (2646) W » die trauernde Familie. »