VuMwrr 26. Pet»> », Im 2». I»«t 1902. XIII. Jahrgang. PettauerZeituilg. Erscheint »eden Honnrag. Drei« für V"1», »it Z„ß»0«ng int Hau«: «miatlich 80 h. twrttljabrig K Si.iü. frjlbjädng K 4.80, zantiShria K 9.—, mit Postvenend^ng im Inland«: Monatlich SS h, vi«rt»IjShn« K 2 00, haldShng K 6.—, ganzjährig K 9.50. — Einzelne Nummern 20 h. Haudfchnsten »erden nicht junUigefiell». >nkündi«»»gen billigst berechne,. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bi« Freitag jeder «och« eingesandt werden. X» Frolette des BikOii» febril« (f elOid) • tilekfteiNri • RHImMrg-Pen«i'C«ade$flrease M matzel liegt brat Landtage bn oachslehende Bericht de» ^ande«-Au«schussk» vor: .Räch bem i« Weg« der t. k. Statthalterei z»r Einsicht erhaltenen, seinerzeit durch bic Bau-Unternehmung Baron Schwarz a«»gearbeiteten generellen Projekte ber Wien-Novi-Bahn, von welcher bitt» Peojekt«lmie eine Teilstrecke bilde», betrüge. Fehring alt A»«ga»g«punkt genommen, die Ä«ge der Strecke von dort bi» zum Anschlüsse an die bestehende Lokalbahn Spielfeld-ttabferlfmrg 36 Kilometer uiib jene von RadkerS-bürg bi» zur Landetgrenze bei Matzel 54 Kilometer Die Trasse de» erste« Teile« dieser Linie sührt abzweigend von der Etation Fehring der k. k St»ot«bahnli»ie Graz - Fehring in da» Schwenkental, erreicht bei P'chla bie Wasser-scheide, fällt von bort in ba« Strabenertal und erreicht be» Zug« desselben folgend bie Station Halbenrain fcf Lokalbahn Spielselb-Rabker«burg. Der »weite Teil zweigt von ber letztge-nannte« Station ob. übersetzt dea Muifluh and dir Wafferfcheide Mischen diesem mid dem Stainzbach, erklimmt den Höhenrücken zwischen Regau und Rothschützen, gelangt sodann in da» Pdßnitzial. besten verlauft folgend Pettau erreicht wird; überquert da« Drautal in feiner ganzen Breite, biegt sodann in da« Tal de« Rogatzdache« ein u«d erreicht, dessen Zuge folgend, bei Matzel die Lande«grenze. Für die Übersetzung der bebentenderen Fluß-läuft erscheinen in dem Projekte Überbrückungen mit nachsolgknbtn Sichtweiten vorgesehen: Raabfluß 8V m. Schönaubach 40 m. Murflnß 100 m, Steinbach 25 m. Pvßnitzbach 40 m, PulSgaubach 36 m, Draufiuß 176 w. Flutbrücken im Drautale ©in sensationeller Fall. Eine höchst interessante Schrift verursacht gegenwärtig viel Aussehen. Sie behanbelt eiuen sensationellen Fall, ber f. Z. ungeheuer viel Staub aufgewirbelt unb eine folgenschwere Revolution auf der Erbe herbeigeführt hat. Freilich war der Fall nicht kriminalistischer, auch nicht sozialcr Art, aber von einer großen Tragwtite, uuter besten Folgen wir noch heute leben unb leiden. Doch bleiben wir ernst. Die Lösung des Wcl»räts«lS. da» völlige Erfasten de» Zusammenhange«, de» Werbe»«, Vergehen» unb Wiederneuentstehen» i» ber Natur hat schon seit ewige» Zeiten bie bentenbe Menschlxit beschäftig». Und in ber Tat! e» ist ba» tiefste, ba» gewaltigste Problem, welche» bem Menschen zur Lösung aufgegeben warb unb immer, wenn ein Forscher in der Erkenntnis be» Zusammenhange» de» Weltall« einen Schritt vor-wärt« getan, eine neue Bresche geschlagen hat, werden wir mit bem größten Intereste diesem Wege solgen. Run, ein solcher Schritt vorwärt« ist wie- ISO m. 30 m, 20 m und 35 m, endlich drei Rogatzbachbrücken zu je 20 m. Außer den Gemeinschaft»slationen Fehring, Halbenrain. RadkerSburg und Pettau sind »och Stationen für nachfolgende Ortschaften projektiert: Pichla, Gleicheuberg. Straden. Regau, Rothschützen. Juvauzen und Reukirche». Die geologischen Verhältnisse der von dieser Linie durchzogenen LandeSstriche betreffend, so berührt die Trasse fast ausschließlich Alluvium. Terrassen-Diluvium, Eongerienlehm, Marinentegel und Hccnalsertegel; nur an ivemgeu Stellen wird Basalt. Trachit, Eerithienkalk und Sandstein an-gefahren. Tauglicher Schotter findet sich nur in den großen Flußläusen vor; auch wird ein bedeutender Teil der zum Bau notwendigen Holzmaterialien von weither bezogen werben müssen. Unter Berücksichtigung aller dieser Umstände können die Baukosten einschließlich von Juter-kalarzinsen und Anlehen« - Beg>-bnngSkosten sür einen Kilometer, inSbefmberr in Ansehung der kostspieligen Versichern ng»arbeite» für die Über-querung der Flußläufe der Mur und Drau, sowie der Bahnstrecke im Pößnitztale, weiter« der un-bedingt zahlreich notwendi^n Versicherungen gegen Abrutschungen der Buchungen, immerhin mit K 140.TXX) veranschlagt werden. Da« auszubringende Baukapital betrüge somit für die 35 Kilometer lange Strecke Fehring-Halbenrain K 4,900 000 »nd für jene von Rad-ker«burg bi« zur La»de«grenze bei Matzel mit 64 Kilometer Länge K 7,660.000, somit zusammen rund 12,600000, zu deren Amortisation »nd vierperzratigen Verzinsung ei» Betrag vo» X 630.000 erforderlich wäre. Nachdem weiter« die Betriebskosten nicht unter K 3.600 per Kilometer anzunehmen finb, somit für 89 Kilometer K 320.000 betragen werben, müsse» bie reinen jährlichen Einnahmen zur Deckung der genannte» Ersordernifle rnnd der getan worden. In ber erwähnten Schrist, betitelt: „Der einstige zweite Mond der Erd-al« Urheber aller irbischen Entwicklung" von O. ttar«, gibt ber gelehrte Versaster un« da« Resultat seiner jahrzehntelangen Forschungen, die er mit seltenem Etfer, mit völligem Aufgehen in bie Sache betrieben. Eine auf ba« erste ver-blüffenbe Theorie ist e», welche er ausstellt, aber mit einer Klarheit und Sachlichkeit burchgesührt, bie überzeugenb wirkt. Ein Monbsall! „Die Erbe hatte einst zwei Monbe. Der innere hat sich allmählich ber Erbe genähert unb sich schließlich mit ihr vereinigt. Der australische Kontinent. Neuhollaub, ist der über die Erbrinde hervorragende Teil de« herab-gefallenen Monbe« !" Tableau! Man schüttelt be» Kops, aber ina» ist balb gefesselt durch bie überaus klare Entwickelung ber Theorie, bie durchaus populär-wis« senschaftlich und auch dem Laien verständlich vor-gttragen wirb. Es ist wohl kaum zu erörtern, daß an einem SchöpsungSvorgaug, wie ihn un« die Bibel schildert und lehrt, nicht mehr zu glauben ist, sobald man sich mit der Naturgeschichte über- K 860.000 oder per Kilometer K 9 600 erreichen, ein Betrag, welcher ersahrung»gemäß nur von Bahnen mit Durchzugsverkehr, in äußerst seltenen Fällen aber von Lokalbahnen und von solchen nur dann erzielt w,rd. wenn in deren Gebiete Jndustrieanlageii belebend aus de» Verkehr einwirken. Soll also das gewiß nicht unbebeutende Ka» pital vo» K 12,600.000 für ben Ausbau ber beiden gegenständlichen Bahnstrecken mit einer iltwisten Sicherheit auf finanziellen Erfolg iuve-tiert werben, so erscheint e« daher al« unde-dingte Notwendigkeit, daß vor allem der freie Bertehr nach Norden zur Reichshauptstadt Wien, sowie nach Süden bis Fiume und nach den OkkupationSländer» durch den Ausbau der dazu noch fehlenden Bindeglieder erschlossen erscheint. Der Lande«-Au«schnß muß e« daher vor-läufig al« seine Hauptaufgabe erachten, aus das endliche Zustandekommen des Ausbaue« der Strecke Friedberg — Aspang mit allem Rachdrucke hinzuarbeiten und erscheint dieser gesichert, die Aktion wegen der Erstellung der beiden gegen-ständlichen Linien als Staatsbahiien und deren Anschluß an die kroatischen Bahnen kräftig ein-zuleiten." Wer sich sür diese» alte Baron Schwarz'sche Projekt interestirte, der weiß auch, wie vielfach und wie ostmal« dasselbe je nach dem Stand-punkte einzelner Interestentenkreise modifizirt wurde. Alle diesbezüglichen Wünsche und Son-deransichten zu wiederholen, hieße blos leere« Stroh dreschen, denn die conditio sine qua non ist der Ausbau der Teilstrecke Fehring'Für-stenfeld—Hartberg—Friedberg—Aspang. Ehe diese Linie nicht ausgebaut ist, ist an den Bau der oben bezeichneten Strecke nicht zu denken. Aber selbst in dem Falle, al» diese Strecke, die übrigen» einer gründlichen Änderung der Traste Fchriug—Hatzendorf—Fürstenfeld bedars, sür eine Haupt beschäftigt hat. Seitdem wir die Kant-Laplace'sche Kosmogenie haben, ist mancher neue Lichtstrahl durch das Dunkel gedrungen, aber auch diese Theorie befriedigt den streng logisch Denkenden nicht mehr, denn wie von späteren Philosophen öfter ausgeführt, ist sie in ihrem Eingang ziemlich nebelhaft und verschwommen, und bedarf mehrmals auch außernatürlicher Eingriffe. Diese Theorie ist in der Zwischenzeit mehr uub immer mehr ergänzt worden. Äußerst interestant wird nun der Beweis geführt, daß Australien dieser herabgesallene Mond sein muß! An ber Flora und Faiina, an ber elyptischen Form diese» Kontinents, ber den übrigen gegenüber ohnehin schon eine Son-Herstellung einnimmt, an bem konzentrischen Ein-beziehungsweise AuSbruch der Erbrinde beim Fall des Monde« a» den vulkanischen Er-scheinungen und — last not leant — an dem Erdmagnetismus. weist ?« der Verfasser so über-zeugend nach, baß mau schließlich bic Wahrscheinlichkeit nicht vo» ber Hanb iveisen kaun. Es ist nur zu wünschen, baß e« der Wissenschaft gelingen möge, burch immer weitere Forschungen diese normalspurige Bahn — und sine andere hätt« gar keinen Zweck. — ausgebaut werden wird, ist die un» am meisten interessierende Strecke noch lange nicht gesichert, denn ode, sich Feld- dach und Fehring um den VorM einer Au-schlußstation und in der Mute wird sich wieder die Stadt Rad ker «bürg dagegen und mit guten Gründen verwahren, dem Dorse Halbenrain die Ehre und Vorteile einer Kreuzung«-ftation zu überlassen. Abgesehen davon, daß die Trasse von Hol-benrain über die Mur und die Wassericheide in'« Stainztal und durch diese« aus eine Entfernung von wenigen Kilometern parallel mit der Linie der Lokalbahn RadkerSburg—Lultenbcrg läuft, eine Menge Hindernisse zu nehmen hülle, während dle bereits bestehend« Lokalbahntrasse säst eben fortläuft und nur «in einzige« »e»»en«wer-te« Objekt (Übersetzung de« Steinbaches und der Straße bei Radein) aufweiset, so hinge die heutige Lokalbahn RadkerSburg—Luttenberg entweder völlig in der Lust, oder müßte bi« Fricdau oder Polstrau, — auch diese beiden Südbahnstationen streite» sich um den Vorteil diefe« Anschlüsse« der Radkerabvrg—Lutten-bergerbahn. — ausgebaut werden. In diesem Falle aber würde die Lokalbahn RadkerSburg —Lullend,rg—Frieda», oder auch Polstrau. da sie mitten durch da» reichste steinsche W«inland führt, der projektirten Haupt-lini« den meisten Frachtenv«rk«hr an Wein und Obst vorweg nehmen, denn auch die kroatischen Weine würden diesen Weg nach RadkerSburg nehmen. Da« ist freilich blos Zukunftsmusik. denn der Bericht des LandeS-Lusschuss«« läßt eine Realisierung des Projekte« nicht vorautjetzen. Aber selbst «veuu das Schwarz'sche Projekt seiner Verwirklichung näher rückt, wird es noch manche Modifikationen durchmachen müssen. Und wie sich heute die Südbahu gegen diese projek-tirte Konkurrenzbahn mit allen Kräften wehrt, wird auch der Staat, wenn er die Südbahn heute oder morgen Übernimmt, sich zu der enorme Er» haltung«kosten verschlingende» Südbahnlinie außer der Tauerbahn nicht gerne noch eine zweite Konkurrenzlini« schasse» wollen. Der ftrainet Landtag. Laut tiner Meldung aus Wie» vom 25. Juni hat die Regierung wegen der bekannten Vorgänge in der Laibacher Landstube de» Schluß de« Landtage« in Kraiii verfügt. La die Klerikalen mit den liberalen Sl^ denen und den Deutschen eine» Vergleich anzu» bahnen suchten, um verschiedene wichtige Gefetze«. vorlagen durchzubringe», wird ihnen vor ihrem urplötzlich ganz rabiat gewordenea Häuptling Dr. Schlindra sogar selber grauen. Wahrscheinlichkeit auf die Höhe der Gewißheit empor zu führen! Wer die Schrift einmal in die Hand ge-nommen hat, der legt sie gewiß so schnell nicht wieder bei Seite; denn eine Fülle von Gedanken stürmt auf den denkenden Menschen ei». Und gerade weil sie so allgemein verständlich geschrieben ist. tväre der Schrift zu wünschen, daß sie in die weitesten «reife dringt? sie regt an zum Räch-denken über das ewige Weltenrätsel. an d«ssen Lösung alle» was .Mensch" heißt, tätigen Anteil nimmt und sie führt uns vor das größte Mysterium der Weltenschassung. Aber auch unsere Seele ist tiesinnerlich berührt. .E« ist ein Blatt vom Baume der Erkenntnis" — sagt der Ber-sasser», der durchdrungen von der Erhabenheit de« Weltengange« die volle Wärme der Gemütstiese besitzt — .da» wir hier gepflückt haben, aber e« entströmt ihm ein Geist unb Gemüt erquickender Duft. Wir sangen an klar zn blicken, durchschauen, begreifen die wunderbaren Absichten de» Welt-schöpsers und e« kommt über einen allmächtig, wie ein neuer Glaube, der die Thore der Zu-saust aufreißt, durch die unsere Sehnsucht in die Perspektive aller Ewigkeiten schreitet." Vuntes bon der Woche. Kritische Tage, die Landtage tagen. Je nach der Tagesordnung war der 23. Inni bereit« ein kritischer Tag 1. Ordnung. (Freunden der Sezession sei diese Stylprob« als Muster «m-pfoltn.) Im steirischen Landtag« stand da« Barometer aus .schön." AuSschußwahleu, Zu-w«isu»gen an die Ausschüsse, eine Trauerkund^e-bung sür den verstorbenen König von Sachsen, der Antrag de« Abg. Hofmann v. Wellen» hos, die Regierung aufzufordern, bei den Aus-gleichsverhandlungeu mit Ungarn die Interessen Oesterreich« aus das nachdrücklichste zu wahren und lieber in gar .keinen Ausgleich zu willigen, der die Bevölkerung Oesterreichs finanziell wie bi«her oder in noch höherem Maße zu schädige» geeignet wäre, füllten die Sitzung au«. Im galizische» Landtage ivar bedeutend schlechtere« Wetter; sogenanntes Tralfchwetter. Man sprach über .Feldschäden' und über Hint-anhaltung der vom Militär begangenen ,ge-wöhnlichenPlünderungenl" Der Re-giernngsnertreter hatte leichtes Spiel, sintemalen er darauf hinweisen konnte, daß. wenn eS über-Haupt in Galizien noch etwas zu plündern gäbe, die« die vom Hunger zur MassenauSwanderung getriebenen Bauern früher noch selbst besorgen würden? Dann wurde über den .Dringlichkeit«-?»-trag" de« p«m Stapinski abgestimmt, da dem deutschen Kaiser .»amen« des polnischen Volk»« und Land««," wegen d«r Manenburger Rede anremp«ln wollte. Leider fiel der Antrag durch und Herr StapinSti riet wehmütig: .Sarma-tischer Übermut? — Da ficht man es! Vor Euch wird sich gewiß der deutsche Kaiser fürchten. Ihr Helden l" — Ach nee, da« tut er nicht, auch wenn der DringlichkeitSantrag einstimmig angenommen wor-den wäre, hätte er sicher nicht einmal 'S Schnackerlstoßen gekriegt. Im dalmatinischen Landtag? zeigte da» Barometer auf .Sturm!" Als der Vizepräsident Kulisiö so frei war m Iaq«n, daß «r «in .Serbe" sei, begannen die .Kroaten" zu lärmen. Al« aber die R«d« auch in italienischer Sprach« vrrlesen würd«, ver-ließen die Kroaten den Saal und schrieen: .d i e-jenigen, diehierbleiben, sindöfter-r e'i ch i s ch e „Galdioti!" was im Jargon dt« „naftki" österreichische Spitzbuben bedeutet!" Und diese selbe .saubere Gesellschaft" er-frecht sich bei jeder Gelegenheit den Deutschen Borlesungen über PatriotiSm»« zu halten? Im krainerischen Landtage brach der Stnrm wirklich lo»k Der klerikale Slovene Dr. Schusterschitsch warf dem liberalen Slovenen Ferjauöiü die Ak-ten an den Kopf. Der berühmte Dr. Schlindra halte in der vorhergehend«« Sitzung gesagt: .Ferjanöiü hab« sich s«in« Oberlandk»g«richt«rat«stkllt auf Kosten de« Volk»rechte» erbettelt!" Daß der Dr. Schusterschitsch auf alle« wa« mit dem Gerichte in Zusammenhang steht, also auch ans den Oberlande«gericht«rat FerjanCie nicht gut zu sprechen ist, ist erklärlich. Und w«nn ihn dieser, der al« Staat«anwal« gewiß die Ehren- | beleidigung«paragrase de« Strafgesetzes genau kennt, in offener Sitzung sagte, daß an der Spitze der klerikal-flovenischen Partei ein Mann stehe, von dem in allen gerichtlichen Jnstan» zen festgestellt wurde, daß er be-sch mutzte Hände habe, so ist an der Wahr-heit d i e s e r Tatsache ein Zweifel au«g«-schloss« n! Dr. Schlindra antwortete mit: .Volk«-Verräter/' .Iuda«." — .Gauner!" Ra. na. — das ist eine Retourkutsche, die ein wenig der Au-tomobil-Wettfahrt Pari«-W>en gleicht; Der Chauffeur kam dabei selbst — um seine geraden Glieder! Der Fried« mit d«n Buren, der zur V«r-herrlich» ug de» KrönungSseste« geschlossen werden mußte, war der ein Akt der Menschlichkit? Nicht« wrniqer, denn d«r «cht« Brit, kennt nur Gefühle, di« sich iu Ziffkrn ausdrücken lassen. Nach amtlichen Ziffern wurd«n vom vkginn d«« südafrikanische» Kriege« bi« zum End« 1901 von England, Indien und den Kolonien an Streitmitteln nach Südafrika «ltts«ndet: Vom Mutterlande und Indien im Jahre 1900.- 5348 Offizier«, 131.638 Mannschaften; im Jahre 1901: 3857 Offiziers, 69.867 Mannschaften; Von den Kolonien wurden entsendet 1900: 478 Offiziere, 8322 Mannfchaften; 1901: 375 Offizier«, 7814 Mannschaften. An Pferden wur-den entstndet während der Krieg«zeit au« En-aland, Indien und den Kolonie» 82.3l2 Stück. Da während dieser Zeit 242.275 Pferde an der südafrikanisch«« Küste für die Kriegszwecke der Engländer an Land gebracht wurden, so ergibt sich, daß da» Ausland die Kriegführung der En-gländer mit d«r Gestellung vo» 174.749 Pferde» unterstützt hat. Da« ist die erste Lehre d«r Ziffern. England hätte, auf den eigenen Pferdedestand allein angewiesen, den vorzüglich berittenen Buren längst unterliegeu müsst». Außer den in Südafrika vor AuSbruch de« Kriege« garnisouierten Truppen sind wahrend der erwähnten beide» Iahren 10.058 Offiziere und 217.641 Mann auf den Kriegsschauplatz geführt worden. Demnach hat die britisch« .Welt-mach:" mit 230.000 Mann gegen höchsten« 40.000 Buren 2l/» Jahre lang Kritg führen müssen, um schließlich den Burenführer» mit FritdenSanträgen nachzulaufen. Und die Verluste? Ein amtlicher Bericht beziffert die Gesammtverluste der Engländer auf 22.550 Tote. 22829 Ber-wuudete und 9553 Gefangene und Vermißte. 75.330 Mann wurden al« Invaliden in die Heimat entlassen. 130.000 Engländer, mehr al» die Hälfte der Heerksmacht. ist also in diesem glorreichen Krieg« aufgerieben worden. Auf der ander«« Seite wird d«r Verlust der Bur«n im Felde, der wohl nie ganz genau zu ermitteln sein wird, nach amtlichen Schätzungen aus nicht mehr al» 5500 bi» 6000 Männern angegeben. I» den Konzentrationslagern find allerdings 50.000 Menschen, zumeist Frau«» und 15.000 Bnre»kind«r umgebracht worden. Damit ist aber auch ziffermäßig nur erwiesen, daß König Eduard und fein Held Kitchcner. welche die Buren uur mit Rücksicht auf die Erhaltung der Rasse zu einem Friedensschlüsse brachten, tatsächlich nur gegen Frauen und Kinder Krieg geführt haben! Diefe Ziffern drücken blo» da« Gefühl der Furcht vor einer Weiterführung de« Kriege« an«, vor dessen kosten den AllerweltSkrämern sachte zu grauen begann. Bor den Kosten, denn di« G«sall«nen und invalid g«word«nrn Soldaten bedeuten den Geldsäcken, die ja nicht .dienen müssen," nicht mehr al« eine unbrauchbar geworden« Ware. Und nun, da die Krönung«feierlichkeite« ab-gesagt wurden, berechn«» sie. während ihr Kö-»ig mit dem Tode ringt, die ung«h«uren Geld-Verluste, die ihnen au« der Absage erwachsen und ganz unzweideutig geben sie dem Könige die Schuld an diesen Verlusten, weil er trotz seiner zerülteten Gesundheit bi« in die allerletzte Zeit seinen lebemännischen Neigungen gehuldigt ha». Auch hier rechnen sie dem tackranken König vor. was ihnen ihre Loyalität kostet. Sunnewend. Da« Sonnwelidsest am 21. Juni, veran-staltet von unsern deutschen verein?». erfreute sich Heuer einer ganz besonderen Protektion jeiten« der Wettergöltrr. denn «« war eine prächtige Nacht und einer ganz besonder« zahlreichen Teil-nahm«, denn schon nach 8 Uhr abend« war d«r Platz um den hochgetürmte» Holzstoß dicht von Zuschauern umgeben, die sich mit der vorjchrei-tenden Zeit um immer neu Herbeikommende bald zu Hunderte» mehrte und ungeduldig nach drn Veranstaltern ausschauten. Pöllerschüss« kündeten endlich da» Rachen d<« Turnvereine« und seiner Verbündeten, von Fackel-und Lampionträgern begleitet. Sie schloffen den Ring um die Feuerstelle und bald loderten die Flammen hoch empor. Die Iungmannschost stimmte da« „Bi«marck-lied" an und kräftig getragen vom leichten Nacht-wind« zogen die Töne de« herrlichen Liede« zu Tal. entblößten Haupte« lauschten die Anwesenden oder sangen mit. Ganz besonder« deutlich hörte man die Textworte, die sonst zumeist bei Bollgeiängen undeutlich werden. E« ist ein große« Verdienst der Sänger, daß diese« Mahn- und Trutzlied dadurch doppelt wirksam wurde. Unterdessen bot der flammende Holzstoß einen prächtigen Anblick, denn hoch in den dunklen Nachthimmel hinauf lohten die Flammen, ganze Garben vo» rotglühende» Feuersunken zogen, von leisem Lujtzng getragen, gen Osten und besonder« schön mag der Anblick vom Drauselde her ge-wesen sein. Al«die Flammen znhöchst loderten, sprach der Sprechwart de» Sonuwendspruch: „So lodere, Feuer, und knistere laut — und brenne und senge al! giftige« Kraut. auf daß ei un« nimmer versehce! Nicht Eisenkraut und Rittersporn, nicht Beifuß, Klette, Judendorn und mancherlei schädliche Beere! Rein, schlimmere« Kraut al« diese« ist, gen da« wahngläubig vor vieler Frist die Bäter zu Hilfe dich riefen, viel schlimmere« ist'«, da« wir dir weihn; da« schleicht sich und bohrt sich verzehrend ein in der Seele tiefiunerste Tiefen: Wir werfen in deine Glut hinein die Schwachheit, die Lauheit, die Lüge, den Schein, die Tatenscheu, da« Wortbehagen und allerlei Gift, da« un« durchseucht und Ehr und Tugend und Kraft verscheucht au« unseren Ele»d«iagxn. Verzehre da« Kraut zum letzten Rest, vertilge der Undeutschheit mordende Pest, du heilige Lvderfiame; und Votketstolz und Ta» tenmul. Alltugend entsteige deiner Glut zum Heil dem deutschen Bolk und Stamme!" Wieder krachten die Pbller und zischten Ra-ketten gegen den dunkle» Nachthimmel. al« sich die Festteilnehmer zum Abmarsch sammelten und von den Lampionträgern begleitet zum eige»tlichen Son »wendfeste in« Schweizerhau« de« Volk»gar-ten« zogen, wo die Kapelle de« Musikverein« be-reit« zu spielen begann. Unter markigen Reden, die Festrede hielt Schriftleiter Herr Ambrositsch an« Eilli, und völkischem Sänge wurde da« Fest bi« in die ersten Morgenstunden hinein von den zahlreich erschienenen Teilnehmern gefeiert und in sröh» lichem Tanze beschloffen. denn die deutschen Frauen und Mädchen Pettau« taten wacker mit, Frohsinn und frisch« Heiterkeit nach echter Fron-enweise bi» zum Ende lebendig zu erhalten. So mag nun auch da« lohende Sunnewendfeuer. da« böse wuchernde Gist und Unkraut verzehrt haben: .Die Schwachheit, die Lauheit, die Lüge, den Schein, die Taten scheu und da» Wortbehagen!" — Denn i» Wahrheit, diese« Giftkraut und Unkraut nährt sich vom Leben«safte der Tatkraft de» Volke», wie die Mistel vom Lebenssäfte de« Baume«, aus dem sie sich eingenistet hat. Grün und jugendsrisch erscheint der Baum sogar im Winter, weil die immergrüne üppig-»vcherude Schmarotzerpflanze da« Siechtum ver-deckt; und wenn da« „Wortbehagen" allein sä-hig wäre, ein Volk zu befreien von seinen Fein-den, dann hätten wir schon längst reinen Tisch; aber da« „Wortbehagen" ist blos der schöne, prachtvoll ziselirte Griff am deutschen Schwerte, an dem die Klinge .Tatkraft' vielfach ganz fehlt, zumeist ab«r dem prächtigen Griffe wenig eiitipricht. Ans Stadt und Land. (Btförieruug.) Wie un» mitgeteilt wird, wurde der ReligionSprosefsor am hiesigen Kaiser Franz Joses-Gymnasium, Hochw. Herr Ferdinand M ajcen, zum Professor in der VIII. RangSklasse befördert. «ranniig.) Herr Johann Kasper. Buchhalter der Pettauer Sparkaffa wurde zum Oberbuchhalter ernannt. Mit dem Ausblühen der Pettauer Sparkassa, welche an« Anlaß de« 40-jährigen Bestände« diese« Geldinstitute« bereit« eingehend gewürdigt wurde, hängt die Tätigkeit de» nunmehr zum Oberbuchhalter beförderten leitenden Beamten innig zusammen. Ein Fach-mann i» de« Worte« bester Bedeutung, hat er jederzeit al« folcher dafür Beweise geliefert, daß er sein Amt mit jener rückficht«, losen Gewissenhaftigkeit versieht und seine Pflicht mit jener strengen Unparteilichkeit erfüllt, die ihm da« unentwegte Vertrauen für seine ämtliche Tätig-keit in seiner Eigenschaft al« leitender Beamter sichert. Al« Leiter der kansinäuniichen Fortbild»ng«schule in Pettau. war er und ist er ein strenger und gewissenhafter, aber auch gerechter Lehrer und mancher der jungen Männer, die seine Schüler waren, dankt e« ihm. wenn er sich Kenntniffe er-warb, die ihm heute eine bevorzugte Stellung sichern. Al« Mensch ei« ganzer Charakter, der sich nie scheut, die Wahrheit ungeschminkt zu sagen, hat sich Herr Oberbuchhalter Kafper nicht blo« einer allgemeinen Hochachtung, sondern wa» be-deutend mehr ist, bei gleichgestimmten Charakteren eine warme Zuneigung erworben, die so selten ist wie solche Charaktere, die nie und vor gar niemand eine MaSke vor'« Gesicht nehmen. Und diese wünschen ihm aufrichtig Glück zu seiner RangSerhöhung. (%m hiesige» Kaiser /ran; 3osrf-6qtmufhim) fanden die schriftlichen Maturität«-Prüfungen von, 2. bi« 7. Iuiii und die mündlich« Prüfung unter d«m Vorsitze de« Herrn k. k. LandeSschulinspek-tor» Leop. L a m p e l am 27. und 28. Juni statt. Wie wir hören, wurden sämmtliche Octavaner zu derselben zugelassen. Da» Resultat werde» wir in der nächsten Rummer veröffentlichen. iRaiser Jrttt) Zasef-Eqwnaliuin.) Die Ausnahm«prüfunq in die erste Klaffe findet am 15. Juli statt. Die Aufnahm«werber haben sich in Begleitung der Eltern oder deren Stellver-treter mit d«n Schulzeugnissen ^Schulnachrichten) und Tauf- oder Geburtsscheine um 9 Ubr vor-mittag« im Lehrzimmer der dritten Klaffe ein-zufinden. Di« Aufnahm»taxe beträgt K 5.20. Nähere» enthält da» schwarze Brett. — Heute um 11 Uhr findet im Conferenzzimmer der Anstalt (II. Stock) die Hauptversammlung de» UnterstützungSvereine» sür arme Studierende statt, zu der die unterstützenden Mitglieder geziemend eingeladen sind. — Sonntag den 6. Juli werden im Zeichensaale die Zeichnungen der Schüler zur allgemeinen Besichtigung ausgestellt werden. (Coangel. predigtftatio» pettau ) Im II. Halbjahre finden Gottesdienste an solgenden Tagen im Saale des MnsikvereineS um 11 Uhr vormittag« statt: st. Juli. 3. August. 7. September, 5. Oktober. 2. November. 7. und 2ft. Dezember. Die Gottesdienste werden von Herrn Vikar M a h n e r t gehalten und find öffentlich, dadurch jedermann zugänglich. Herbeigeführte Störungen durch Zuspätkommen sollen möglich vermieden werden. lHallptversammlonq )rs Jlnfikmeinr« an» Achullchloß.) Laut Beschlusse» der VereinSleitung findet die diesjährige Hauptversammlung DienStag den 15. J»li um 8 Uhr abend« im „Deutschen Heim" statt. Al« Berha»dlung«gegenstände kommen vor: 1. Verlesung der Verhandlung«schrift der vorjährigen Hauptversammlung. 2. Jahresbericht. 3. Rechnungslegung.4. Neuwahl der VereinSleitung. 5. Anträge. Nach § lß der Satzungen wird die Anwesenheit von mindesten« 30 Mitgliedern erfordert, wenn die Versammlung beschlußfähig fein soll. Die sehr geehrten Mitglieder werde» daher freundlichst gebeten, die Hauptversammlung zu besuchen. — Der Schluß der Musikverein?, ichule findet am Freitag den 11. und Samstag den 12. Juli mit den übliche» öffent-lichen Prüfungen statt. Programme werden in der Schule aufliegen. Auch Hiezn ergeht die freundlichste Einladung znm zahlreichen Besuche. s^iir St. kriahard.) Eine für dieschwerbetros-feneu deutschen Mitbürger veranstaltete Sammlung ergab bisher eine Summe von K 278.—. die mit bestem Danke namens der St. Leonharder hier aiisgtwlesen werden. — E« haben gespendet die Herren: Bürgermeister Josef Ornig K 50, Dr Ambrositsch. Advokat 20. Adolf Sellinschegg, Handelsmann 10, Josef Kasimir. Handelsmann 10, Wilhelm Blanke, Buchhändler 10, Raimund Sadnik. Handel«mann 20. Han» Strohmayer, Seilermeister 5, Ioh. Steudte, Bindermeister 5, Viktor Schulfink. Handelsmann 5. Dr. ». Fichtenau. Advokat 5. Jgnaz Behrbalk, Apotheker 5, Brüder Slawitsch. Handelsmann 5, F. Makesch. Handel«mann 5, F. Hickl, Handels-mann 5. Franz Vogel. Glasermeister 2. Ernst Schalon, Stadtsekretär 5. Josef Kollenz. Handels-mann 2, Jakob Matzun, Fabriksbesitzer 10, Josef Fürth»er. Bäckermeister 2. Dr. Ernst Treitl, Arzt. 10. Georg Murschetz, Realitätenbesitzer 5, Josef WreSnigg, Baumeister 2. Anton Stering, Oberlehrer 1, Dr. Glas, k. k. Bezirksrichter 5, Dr. Friedrich Braüiü, GerichtSadjuntt 2, Matzl, GerichtSadjunkt 1, Reifp. k. k. SteueramtShaupt-kontrolor 1, Rudolf Tfchech. k. k. Gericht«-adjunkt 1, Dr. Karl Schöbinger, Gymnasial-prokeffor 5. Josef Le«ko>chegg, Realitätenbesitzer 2, Franz Mülleret. Händler l. Adolf Schramke. Handelsmann 5. Johann Kasper, Sparkasse-Ober-Buchhalter 2. Karl Kasper jun., Spartasse-Buch-Halter 1. Wilh. Neumann, StationS-Chef 2, Schmuck. Inspektor 2. Han» Wegschaider, Handel»-mann 1, Heinrich Stary, Bäckermeister 1, Wilh. Pramberger, k. k. Oberstlieutenant 5, Falcke. Villenbesitzer 5, Frisch. Oberst 1, Cllerich, Major 2, Straschill 5. S. Hutter 10, Wibmer 5, Kröpf 2, Mauretter 2, Pirich I. 1, Krainz K. i, Spritzey 1, Pirich P. 1. Matiello 1, Josef Fürst 3. ^widerliche Geschäft-prans.) Das der ge- schästliche Wettbewerb mitunter die sonderbarsten Blüten treibt, kann man in großen Städten täglich sehen; man begegnet den unglaublichsten Leimspindeln für Kundenfang. Ein Bnmmler kann sich einige Stunden köstlich und kostenlos uuterhalten, wenn er sich die Zugstück« in den Auslage» der großen Geschäfte ansieht; oft wahre Kunstwerke, die keinen andern Zweck haben, al« Beschauer herbeizulocken. Befinden sich unter hundert Neugierigen auch nur zehn Käufer, so rentiert sich die oft recht kostspielige Sache. — Solange da« Leimspindelsystem in den Grenzen geschäftlichen Anstandei bleibt, kann kein ver-Künftiger Mensch etwas dagegen einwenden. An-derS wird die Sache aber, wenn sie dies« Gren-zen soweit überschreitet, daß sie lästig wird. Vor nicht langer Zeit hat der Grazer Ge-meinderat über Beschwerde einer Anzahl von Fir-men den gewissen Kleiderhändlern in der Anna-straße kurzweg verboten, ihre Ware srei auf die Gasse hinauszuhängen und noch stre»ger den Kun-densang in nsturn zu betreiben, den» vor jedem solchen Geschäfte lauerte ei» oder auch mehrere Jgngel«, faßten irgend einen ihnen geeignet er-scheinenden Passanten beim Flügel und schleiften ihn in die Bude, ob er Lust und Geld hatte, sich einen feinen billigen Anzug zu kaufen oder nicht! Da« war direkter Kundenfang der wider-lichsten Art und der Grazer Magistrat hat wohl daran getan, diesen Unfug gründlich abzustellen. Nun mehren sich seit tiniger Zeit auch bei nn« in Pettau die Klagen über solch widerliche Ge-schästspraxi«. solchen direkte» Kundensang, der in»-besondere alt Sonntagen die Passanten ernstlich belästigt. Sind die Bürgersteige ohnehin von den Landleuten so vollständig occupirt. daß die Ein-heimischen notgeduttge» aus der Straße gehen müssen, wenn sie überhaupt vorwärts kommen wollen, wa« bei schlechtem Wetter, insbesondere sür Kinder und Damen wenig angenehm ist, so wird da« VerkehrShinderni» einfach unduich-dringlich, wen» sich irgend ein oder zwei Ge-schästsbedienstete irgend einige Landmädche» oder Frauen heranSkangen und sie mit einem unge-Heuren Redelchwal zum «au'cn animieren. Da» ist unschön, weil der Inhaber de» nächsten Ge-schäfte». der sich einer solchen GcschäftSpraxi« al« reeller Kaufmann schämt, sich oft Käufer vor der Rase wegschnappt sieht und ti ist für die an-deren Passanten im hohen Grade belästigend, weil sie gezwungen sind, solchen aus offener Straße feilschenden Gruppe» au«juweich,n. zu «clcha Velästi'iung gar niemand ein Recht hat. Hübsch arrangierte Auslagen ziehen ohnehin und ein solide» Geschäft erfreut sich auch unter dem Landvolke bald eine» Rufe», der diesen gewaltsamen Kuadenfang unnötig macht, wie mehr al« eine unserer hiesigen Geschäftssinnen durch den lebhaften Zuspruch der Landleute beweiset. rkchn> ?) Der Schuhmacher A. B e h a k in Kartichowina erstattete die An-zeige, daß sei» Lehrling K r a p f ch da« 5 Jahre alte kkiud Maria de« Anzeigers in den Wald lockte, um e« zu mißbrauchen und dann au« der Lehre entwichen sei. Ter Bursche wurde am 24. d. M in der Stadt betreten und verhaftet. t/rittbmttschftß.) Vom 30. Juni bi» 6. Juli. 1. Rotte de« 2. Zuges, Zugsführer P i r i ch. Rottführer R e i f > n g e r. Feuers»-Meldungen sind in der Sicher heit«wachti»be zu erstatten. bezeichneten ReblauSseuchengebiete und den nachfolgend benannten Ort«ge«eiuden freigegeben. Diefe Gemeinde» sind: 1. im Gericht«bezirke Gonobitz die Ort«ge> meinden:Feistenberg, Heil. Geist-Loöe u. Seitzdorf^ 2. im Genchtsbezirke Marburg (am rechten Ufer) die Ortegemeinde»: Bergenthal. Brunudorf. Fei-stritz bei Faal, Feistritz bei Lembach, Goritzen, Ieschenzen, Ober-Lötsch^ Unter-Kötsch. Kranich«-feld. Krätzendach. Kumen. Lembach. Lobnitz. Loka. St. Lorenzen ob Marburg. St. Margarethen am Drauselde. Mauerbach. Pachern, Pickerudon. Pivola. Podova. Rantiche. Maria-Rast. Roß-wein. Rothwein. Rottenberg. Wochau. Zinsat und Zmolnik; 3. im Gerichtsbezirke Leibnitz die On«ge-meinde Mitteregg. D>e angeführten Gemeinden bilden nunmehr mit jeuen de« bi«herigeu ReblauSseuchengebiete« ein Eeuchengebiet. Da diese« Gebiet mit dem I Weinbaugebiete de« Herzogtum« Krain territorial zusammenhängt, so wird im Einvernehmen mit der k. k. Lande«-regierung in Krain der Verkehr mit Reben und anderen Reblau«träger» zwischen diesen beiden Gebieten freigegeben und ist daher für die Au«-fuhr von Reben, anderen Pflanzen. Pflanzen-teilen und Gegenstände», welche al« Träger der Reblau« bekannt sind, au« einer der zu den vorstehend bezeichneten Seuchengebieten der .Herzogtümer Steiermark und Krain gehörigen Ort«-gemeinden in eine andere Gemeinde dieser Gebiete eine besondere behördliche Bewilligung nicht er-forderlich. Die Ausfuhr von Reben au« dem Sen-chengebiete ist jedoch nicht gestattet. Ach, stau presse! Traurig stimm ich heut die Flaute, — denn die .Presse'. ach die traute — ist s<*on wieder bö» aus mich — und so was ,'l für . ..rlich l — Pech und Schwesel speit bie .Presse' — ir de« Teufel« Feueresse — und sogar den C~n}tr» Meister — schmiert sie voll mit Höllenkleister. — überschüttet ihn mit Hohn — und doch wußt er richt« davon. — daß in der Redaktion — über Wahlen ward geschrieben — von der vierten Kurie. — die allein blo« stimmen sollte; — nicht wie die Regierung wollte. — so nach dem Plu-ralsystem, — weil ihr diefe« nicht bequem. — Doch de« Haffe« Furie. — die sogar durch Augengläser — deutschen Druck und wa« noch böser — sinngemäß nicht lesen kann. — la« den Aussatz und sodann, — war« auch um den Sinn geschehen. — Hin und her tät sie ihn drehen, — wie der Jud 'ne alte Hose — fand sie hier die Kuöpfe lose. — dort sogar die Naht zerrissen — und den Hinterteil verschliffen — und dann lachte sie voll Grimm — Zivio! jetzt hab ich ihn! Ach die Sach ist gar nicht heiter — für de» arme» Zeitschristleiter. — denn ob seiner Missetaten — hat die .Press" die Demokraten. — doch zum Glück die Sozialisten. — nicht die sozialen Christen, — wider »ha mobilisirt. — auf daß er. wie sich'« gebürt. — schauerlich ver-zünden wird. — Jedennoch die Sozialisten — sind auch hier wie überall — durchaus nicht recht klerikal — und der .Presse' fromme Miene — »oar nie ganz nach ihrem Sinne. — Und auch manche andre Christen — wissen, wa« sie von den Spalten — voller Wahrheit dürfe» halte»! — Also nadre ruhig weiter; — schmäh' da« Blatt und schmäh' den Leiter und dir '« drucken und die '« setzen. — keinen kannst du mehr verletzen. — selbst der kleinste Setzerjunge — zeigt dir höchsten« noch die Zunge! — denn so weit hast du '« gebracht. — daß man dich nicht höher acht' — al« ein alte« Kerzelweib, — da« zum frommen Zeitvertreib — betet und dann Leut ausrichtet — und im Rotsall wa« erdichtet. — Denn so eine alte Mähre. — schonn wrdtr Ruf noch Ehre. — lügt, daß ihr die Schwarte kracht! — 1». Frau Presse, gute Rächt! 0. W. Sriefktfte» der Zchriftlnt»»g. N. ». — Wozu? »et diese« Blatt »ad diejenigen kennt, die H mit Stoff versorge», nimmt solche Ins«, rnien nicht mehr tragisch. Lesen Sie de» Aufsatz, i» wri. chem die Schlmdraleute im Jfrainrr Landtag«, «kt die ftnebftilapcftfl und die liberalen 6Iom»c» aU die Angreifer hingestellt werden und Sie werden sich «der die de» Sinne» in den die «ahlreform betreffen, den Sätzen de« Aussatz«« der „Eteirische Landtag" so dc> nig wundern wie über di« Methode, den Herrn Bürger, meister. der mit unserem Blatte gar nicht« j» ton hat. al« Spiritus rcctoranjurnnvcln. —Daraus reagiere» ?Sicht doch, da« halten die anständigen Leute im ll-terlande schon lange fftr ein recht zweifelhafte« Beranügen. ¥ , B«tsch »»d tm." — »ewch l Der Unterschied ist s» gr»ß. ane »wisch«, einem Iatzuwilktsnchen «nd einer Blattwanje. Heil! War,»»,! Wie alle« S»te sei»« Nachahmer fiidet. s» trachtet in neuerer Zeit auch ei»« »nfotide Konkurrenz sich da« Renomm« der altbewährte» « » h i t s ch e r Mineralwasser (Eigentum de« Laudt« Steieemark) sür ihre Quellenprodukt« zunutze zu machen. B sei deshalb hier festgestellt, da? n»r die „Lempelquelle" und die .S t tzr i»h u e l l t* aU echt» «ohitscher Säuerlinge zu betrachten sind Man achte stet« auf unsere Etiquette, welche neben der Quellen-bezeichnung da« steirische Lande««»ppen (Pan-»her) im Mttielfeide «lägt und ans »nsere» <»ekdra»d: St. landsch. Rahitscher. E« ist durch genaue Analvsea und Beobachtn», gen ärztlicher Autoritäten festgestellt, daß da« altbewährte Jitu) I«lrf-SiIIcrw«ssrr infolge feiner glückliche» flusaiiimniirjjiinfl daS Zeinzig« angenehm zu nehmende faliniiche Abführmittel von nachhaltiger Wirkung ist. Überall erhältlich. sich best leben, die richtigsten Mittel j» wähl«», welch« den Magen zu einer baldigen «»«ballernden kräftigeren Ibätiglkit »»zuregen im Stande find, denn die« ist die Houpibedingang fär alle andere» stunctionen be« mensch, ichen Sdiper« Ein in dieser Richtung destbewährie« Mittel ist der seit Jahren in der ganze» Monarchie bekannte Dr. Rosa'« Balsam für den Magen au« der Apotheke de« B Fragner, k. k. Hoflieferanten in Prag Depot« i» de» hiesigen Apotheke». Franz Wilhelm's abführender Thee ▼on Tranz Wilhelm Apotheker, k. u. k. Hoflieferant in Neuokircheo, Nieder-Österr. ist durch alle Apotheken zum Preise von 2 Kronen öst. Währ, per Packet zu beziehen. Alles Zerbrochen« aus Glas, Porzellan. Steingut, Marmor, Alabaster, Elfenbein, Horn, Meerschaum, «iip», Leder, Holz, sowie alle Metalle etc. etc. kittet dauerhaft Rast ■■MTfllohtW U ■ I wersa I k I tt das beste Klebemittel der Welt In GUsern k 90 und 90 kr. bei W. Blaak^ ...... Pattaa. Sretgrbung des Verkehres mit Neben. Das IX. Stück de» LandeSgesetz- und Ber-ordiiuiigSblatteS Nr. 17 und 18 enthält folgende Aundmachung des f. f. Statthalters in Steier-warf vom S. Februar 1002. Aus Grund des 8 6 der Verordnung deS t. f. Ackerbauministerium« vom 6. Juni 1893, R.-G -BI Rr. 100, wird der Rebenverfehr zwischen den Gemeinde« de« GerichtSbezirfeS Ober-bürg freigegeben. Dieser Bezirk enthält die nachfolgend be-nannten OrtSqemeinden und zwar: Sokarje. Lause", Leutsch. Reustist. Oberburg. Praßberg. Rieh. Sulzbach und Wotschua. Die angeführten Gemeinden bilden nunmehr ein Seuchengebiet. ES ist daher für die KuS'ichr von Reben, anderen Pflanzen, Pflanzeuteile» und Gegenstün. den. welche als Träger der Reblau» besannt sind, au« einer der bezeichneten Gemeinden in eine andere Gemeinde diese» Gebiete« eine besondere behördliche Bewilligung nicht erforderlich. Hingegen ist die Ausfuhr von Reben au« diesem Geuchengebiete in unverseuchte Gemeinden nicht gestattet. Für beabsichtigte Sendungen an« dem erwähnten Bezirke in an^e verseuchte Orte ist die behördliche Bewilligung einzuholen laut kund-machung de« f. f. Statthalter« in Steiermark vom 20. Februar 1902. In Ergänzung der StatthaltereiSundmachung vom I I. März 1901 L-G. und B. B1. Nr. 21. wird aus Grund deS § 6 ber Verordnung deS f. f. Acker bauiniiiisteriuniS vom 6. Juni 1893, R. G -BI Rr. 100, der Rebenverkehr zwischen dem in der zitierten hierämtlichen Kundmachung Bitterwasser ist da« beste natürlich« Abführmittel. Erhältlich überall. - . 100 - 300 BuMen Monatlich können Personen jeden Standes i» all*» Ortschaften. sicher und ehrlich ohoe Capital und Risico verdienen, durch Verkauf gesetalich erlaubter Staatspapiere und Lose. Anträge an Lsfwif ÖcttrraicMr, VHL, OeutachecaatM Nr. 3, — 5 — Hu asbaie bei Bedarf aas ala Stdckohes Zaefcar 30 kl« 40 Trapha vaa A. 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Tag wir hier noch mit Trank und Speise regaliert werden, die ganze Haushaltung auf den Kopf stellen nno nicht einmal eiue Erklärung darüber geben, was uns eigentlich hierher ge-f„!»ri hat, und wie die Sache kam, das kann ich nicht veraiitworte»!' llnd nun erzählten sie denn mit lauter schlechten Witzen, immer citier den andern überbietend, ihr Abenteuer und die Geschichte ? mi .verstorbenen BahnhofSinspekto?, kurz, sie leisteten das Meu-üikiimögliche in farbenprächtigen Beschreibungen der bildhübschen Nichte und der schrecklichen Taute mit dem einen Borderzahn. Während sie noch so erzählten und schwatzten, bemerkte Hagenau. fr.it der Hanptmann und seine Frau sich immer verstohlen zu-tauften und lächelten, und al» Raven, der sich vorzüglich aufs Nachahmen verstand, die Scene, wie die Alte ihn anschnurrte. so recht packend »on'iihrte, da lachte die junge Frau hcll ans. — .Ja. so macht sie'», e« ist unsere Taute Aurelie mit Ilse — da giebt'» gar keinen Zweifel mehr!' .Tante?' stammelten die beiden Llntnant» verlegen, mit erbleichten Ge-sichtern; sie hätten nun natürlich am liebsten alle» zurückgenommen, wa» sie in den letzten vierzehn Tagen gesagt Iiatten und in den nächsten sagen wär-den — aber e» war zn spät. .Tante!' wiederholten sie tonlo». .Ja. Tante!' fiel der Hatlptmann herzhaft lachend ein, .Taute und Eou-sine von uns sind jene beiden, die ihr niigeödet habt, und bei un» ist die beste "!»»ki»ift über sie zu holen, denn sie und hier ganz in der Nähe aus ihrem n!ul zn Hanse. Raven hatte sich inzwischen schon wieder gesaßt. .Run.' sagte er, .da» ist ja ein Werk des Himmels! Mir blutete ohne-ln» seit gestern abend das Herz, daii ich von der reizenden jungen Dame nicht» mehr hören und erfahren sollte, von der Tante ganz zu schweigen, da kann ich wenigstens eine leise Hoffnung lmben, sie 'mal ivieder zu sehen!' Die beiden Eheleute hatten inzwi-ichen ein Paar Worte miteinander geflüstert, und die junge Frau wurde im-mer eisriger und nickte. .Hört 'mal, ihr Herren,' begann der Hauptmann, .meiner grau kommt ein gescheiter Gedanke.' .Wie ja nicht anders zu erwarten war!' schaltete hieraus Hagenau galant ein, während Raven nnr gespannt auf den Späher sah. .Also — wir sind morgen, oder bester hknte abend, zu einem Tanzsrst bei der besagten Taute eingeladen —' Tie (leine Schmeichlerin. (TOit dicht.) ■ Nach dem OkmSIftt Don » CottgiKrna. .Und händeringend gebeten, noch ein paar flotte Tänzer mitzu-bringen!' ries Raven atemlos. .Run, das nicht gerade; aber wenn wir sie brächten,' meinte die junge Fran, .so wollten wir schon sehen, wie sich die Sache weiter macht.' .Morgen ist Sonntag, da liebe es sich ja auch mit dem Urlaub machen,' schob der Hanvtmanu überredend ein. Hagenau schüttelte den ttops. .Raven,' sagte er seierlich, .da» ist undenkbar. .Räch Deinem bodenlosen Betragen von gestern abend willst Tu der ehrwürdigen Anverwandten diese» gastlichen Haufe» noch in ihr Tanzsest hinein-plumpsen, da» würde denn doch der Geschichte die Krone aussetzen." .Sie lägt s?ie am Ende gar nicht herein!' meinte der Haupt' mann lachend. .Da» sei meine Sorge!' enviderte Raven unbekümmert. .Die Damen erkenne« mich entschieden nicht wieder —" .Auch meine Eonsine Jlfe nicht?' fragte die Wirtin schelmisch. »Da» wäre allerdings tieffchmerzlich, aber in diesem Falle ganz praktisch,' meinte Raveu lachend; .im übrigen verlasie ich mich aus meine an-geborene Liebenswürdigkeit nnd Un-Verschämtheit —' .Die hast Du, da» weiß Gott!' seuszte Hagenau. .Ich bin schon mit anderen Leute» fertig geworden, wie mit einer alten Tante,' schloß Raven mit einem höchst iidelen Gesicht. .Also, wenn wir mit-kommen dürfen — sollen — können — ich wog'»!" .Und jetzt gehen wir in den Gasthof und lasten die Herrschaften endlich zur Ruhe kommen,' ergänzte Hagenau und erhob sich. .Ja — in» Gasthan» .Rodensteiu'!' sagte der Hanvtmanu. .Macht doch keine Geschichten. Kinder! liniere Gaststube ist, wie ich meine vorzügliche Haussrau kenne, in zehn Minuten fertig — und wir fahren morgen abend alle zusammen zn unserer Tante.' Nun wurde uuter Lachen »nd Fideli-tät da» Nähere beschlostru, der Bursche mit dem Friihzug nach der Residenz ge-schickt, um die beiden LeutuaiitSuuifor-meu zu holen, und der Feldzugcplau für den anbrechenden Tag gemacht. Ra-ven war in den paar Slunveu des Beisammenseins schon wieder zum Schoßkind bei der Wittin geworden, »nd al» sie sich endlich in die behagliche Gast-stube begaben, hatte« sie das Gesiihl, al» seien sie mit den Rodensteiu» nicht drei Stunden, sondern drei Jahre be-konnt. Wie das so absonderlichen Si» tuatiouen eigen ist, das; sie die Leute rasch einander nahe bringen — wenn die Leute eben danach sind. Nach der durchwachten Nacht schliesen sie allseitig bi» tief in den Tag hinein. Zu Mittag kam der Bursche mit den beiden Uni-formen bin ganz zn Ende!" rief er und warf sich neben der jungen Wirtin in eine» Stuhl, die Thür im Rücken. .Heute abeud kann ich mir lebhaft vorstelle», wie einem Hasen zn Mut ist, hinter dem ein alter, wütender Jagdhund her ist — Verzeihung, gnädige Frau, sür die Bildersprache," .Bitte,' sagte Frau von Rodenstein lachend, „Aber wie steht e» denn mit dem Schatz, den der .alte, wütende Jagdhund' ver-leidige» will?' Raven machte nnr eine leichte abwehrende Bewegung mit der Hand — er sah ganz ernsthast au» uud schwieg. Abfahrt der Heri»tSb»»te »«» Schevc«m>e«. dem OknülDc bon H. ti. Utlbag. Während sie alle vier so Im schönste» Frieden beieinander faftn nnd nicht» BöseS ahnten, raschelte eS hinter ihnen — die Tante sta» da? Alle fuhren zusammen wie die Linder, die beim Apselsteblr ertappt werden; Raven sprang von feinem Stuhl in die Höhe. .Darf ich Ihnen meinen Platz anbiete», mein gnädiges Frü lein?" »ud wollte rasch a» ihr vorbei zur Thür hinaus. Aber diesmal war die Tante entschlossen — sie hielt ihr D|jj einfach am Rockärmel fest. .Einen Angenblick. Herr von Raven," sagte sie mit der il, nur zn wohl erinnerlichen Flötenstimme, .ich möchte Sie nur etn< fragen — habe ich Sie nicht schon einmal gesehen?' Und dal krallte sie sich mit ihren scharfen Angen ordentlich in seinUesu, ein — eS war schauerlich! Rave» machte eine nachdenkliche Miene, dann schüttelte c langsam den Kopf. .Unmöglich, mein gnädiges Fräulein," sagte er mit vollst Sicherheit, .ich würde ei solche Begeg»nng doch , vergessen haben." Und dazu ein Blick auf b Tante, als wenn sie ei: -BenuS von sechzehn Jahr, gewesen wäre. Aber die Tante blieb ungerührt. .Mir ist doch so." f«: sie fort, .besinnen Sie si einmal? Auf dem Bahn!, > in der Residenz!" Raven sah sie so recht u: schuldig und ehrlich an -r» hatte etwas Rührend > für den unbefangenen schauer. .Auf dem Bali -hos?" fragte er voll «rnfrio. tigen Staunens. .Ja. auf dem Bahnhof/ wiederholte die Tante, t? nur um so ärgerlicher würd je unzweifelhafter sie bei dc. längeren Unterhaltung sei, e Identität feststellen konnir. .auf dem Bahnhof — und Sie haben sich sehr ungt zogen benommen!" .Ich?" sagte Raven ri5(; (ich und mit einer Uiischuldv mieue. .Aber das ist ja scheußlich vo» mir! Da hätte ich mir wirklich gn nicht zugetraut! Ich bii sonst immer sehr artig, nieii gnädiges Fräulein — fragen Sie nur 'mal meinen Freund Hagena» hier!" Er sah dabei so uiibefa» gen uud vergnügt aus, ban die Tante wirklich ansing, zu zweifeln — aber sie wagte noch eine» letzten Sturm. .Denken Sie einmal an «Mit r»»t.) gestern abend!• sagte sie drohend. .Gestern abend, und aus dem Bahnhof?' fragte Rave» wieder z»rück, .Aber das ist ja un« möglich! Ich bi» ja fchon feit einiger Zeit bei meinem Freunde Rodenstein zu Besuch!" Wie diese erneute Unverschämtheit, die er mit der größte« Eleganz heransschnietterte. abgelanse» wäre, das kanu man nicht wisien; aber der Zufall, der entschieden bei dem dreisten Schlingel zu Pate gestanden und ihn in feine besondere Lbhnt genommen hatte, half ihm auch hier wieder au» der Patsche. I» eben dem Angenblick, in dem die Tante »och verdutzt dastand, wurde die Thür ansgerisse», der Diener erschien nnd rief mit Donnerstimme: .Ich bitte z»m Souper!" Und in der allgemeinen Berwirrnng gelang es Raven, zu entkommen uud sich seiner Tischnachbarin, selbstredend der reizende» Richte, zu versichern. Die ander», das heißt die Rodensteiu» und Hagenau. säße» ganz in der Rähe des jungen Paare», und Fräulein Ilse wurde vo» allen gemeinschaftlich in die Schandthaten ihre» Tischherr« eingeweiht. Man ka»» sich denken, wie vergnügt diese Ecke dabei war. Ravens Laune sprudelte an dem Abend wie Ehampagner. und Hagtnan dachte heimlich bei sich: .Wenn sich das reizende Heuernte. Roch btm ttcmitbt vo» F. Slou&anb. lMit t»jI.) »ptmann Rodeustei» wurde so lustig uud lebhciit. daß er — i» der Teufel warum! — alle Borsicht vergessend, sei» GlaS c. »ob und in eine plötzlich eingetretene Gesprächspaufe hinein mit r niehmlicher Stimme ausrief: »Prosit, Raveu - der verstorbene i ihuhossiuspektor — soll leben!' Diesem überrascheuden, dem grötzten Teil der Gesellschaft völlig ; »verständlichen Trinkspruch folgte uaturgemäh kei» allgemeines >>och> «nd Surrageschre« souderu ein allgriueiiies verblüfftes - tillschweige». Und die Tante. ie nahe genug saß. >»» alles zn lören, fuhr, wie von der Tarantel lestoche», von ihrem Ehrenütz iu ?ie L>öhe. .Asodoch!' rief sie »nd schien iilrchtbar werden zu wolle». Aber Raven. den Stuhl zu« inefgeschoben, dak er umkrachte, »lit dem Sektglase in der vand »ber die Stube chassiert und vor ser Tante aus ein »nie: .Mein gnädiges Fräulein, UebenSwür-Vigste Wirtin — »un ja, ich bin'» gewesen! Ich gestehe e» reumütig ein. Aber nun seien Sie mir auch wieder gut! Sehen Sie mich doch ciumal freundlich an — ich bin ja doch im Grunde ein riefig netter »erl!' Und die Taute, die wohl den Drache» mehr Suherlich haben mochte, warf einen Blick iu da» bildhübsche, lustige, bittende Ge-ncht da vor ihr uud gab dem schlinge! einen kleinen KlapS mit ihrem Fächer. .Na, dann wollen wir'» gut sein lasien!' sagte sie und lachte. Da stand Raveu auch schon wieder ans deu Fügen, .Da» wubt' ich ja!" sagteer vergnügt, fußte ihr die Sand »nd ging zu den Seineu zurück, so triumphierend, als wenn er eine Schlacht gewannen Hute. Räch in TUrftpiu» »»» Düff,lb-rj »ii dieser Katastrophe wurde es ttutt erst recht animiert iu der Tafelrunde. Alles wollte die Geschichte vom .verstorbene» Bahnhois inspeftor' hören, alle» amüsierte und freute sich dar-über, und Raven war wie-der einmal der bell» de» Tage» — oder des Abends. Und dann stand er auf und schlug au» GlaS. Er brachte einen Trinkspruch aus die Taute au», indem er sie iu den feurigste» Worten pries — in Versen, bei denen sich ungefähr berzensdrang auf Leberwurst reimte, wa» aber dem poetische« Wert weiter keine» Eintrag that — und seine Rede hatte ihre Wirkung! Die Tante drohte ihm noch, um den Schein verletzter Würde zn retten, mit dem Finger, aber der Schlingel hatte sie doch erobert, wie er e» mit allen Leuten fertig kriegte, und sie tanzte »ach Tische sogar eine Extratour mit ihm. Da» war aber denn doch der größte Triumph, den er je gefeiert hatte, Daß die Abenteuer jener vier-undzwauzig Stunden mit diesem Ball nicht zu Ende waren, dab beide, Raven und bagenau, den liebenswürdigsten Wirten, de« Rodeustein», von der Residenz aus einen Blumenkorb schickte», der sich sehe» lasie» keimte, dak beide ferner nach kurzer Zeit ihren Daukbesuch bei der Tante abstatteten uud den Beweis lieferten, da» sie sich auch bei Tageslicht ganz gut präsentierten — da» ver-steht sich eigentlich von selbst. Aber ich muh hinzufügen, daß die Sache noch ei» Nachspiel fand, indem Raven nicht nur die Tante, sondern, was ihm wohl »och lieber war, auch die Nichte be-zauberte, da» er erst mit feinem Freunde uud dauu ohne diesen alle paar Tage zu de» Damen hiuaussuhr und durch beständige» Betteln um Urlaub seine» Vorgesetzten a» den Rand der Berzweif-luitg brachte, da» er schliriilich al» strahlender Bräutigam der dt» Rkilr.sl iiidbil» Ic» ß«r(irft»n Wilh-l«. (TU 101 rci.vcubcii Ilse vo» einer dieser Urlanbssahrten znrnlkkam und «»« erst recfjt alle drei luge verreisen wollte. Und wenn meine Geschichte vollständig sein soll, darf ich nicht verschweige», daß der Tollkops vo» damals ein famoser Ehemann geworden ist, der sich aber die alte Schneidigkeit uitb die alte Liebenswürdigkeit bewahrt hat. Er thnt jevt, als wenn er immer so verständig gewesen wäre, nnd hat sogar die Stirn, seine» heranwachsenden Jungen bei ihren dnmnie» Streichen kopsschiittehid z» sage«: .Ich begreife gar nicht, wie ihr so anSgelasse» sei» füntit, ich war als jttnger Mensch viel verständiger!' U»d die Jiliige» sahen Ffiii dann psisstg an nnd glauben es nicht, denn e» sind gerade solche Schlingel, wie ihr btrv Papa einer gewesen ist. i Die Kkeine Scbtneictzterin. art' du steine» Schrnelchelkähchen. „Log', mal liegen dir fttr Schmerzen Mlanbst mit deinen L!ebe»mätzchen Äiif dem kleinen Kinderherzen? ^ede» Ziel bald z» erreichen, C«g'. wa» Ist dein heiß Begehren. Und mein Herz schnell zu erweichen. Welchen Wunsch soll ich erhüre»?' Will mich diesmal standhaft zeigen. Mich nicht deinem Willen beugen. Will dem Schmeicheln widersteh«» Und die elg'ne» Wege gehen. Schmeichelkätzchen legt dann bange Ihren Mund an meine Wange Und beginnt dann schüchtern, leise. So nach Kinderart und Weise: Schmelckleltäfichen naht schon wieder. »Schwesterchen! In deiner Nähe Suckii mit berz'ge» Kinderliedern Ach mein einzig Glück erspähe: Und mii Kliffen, Liebelglrren, Bei dir Ist da« beste Plätzchen. Meine» Borsatz zn verwirren. Gönn' e» deinem Schmeichelkätzchen Willst du aber mir bereiten, Groß» Freud' fflt alle Zeilen, Mußt dn meiner auch gedenken. Und mir diesen «pfel schenken.' Dor» Etaubach. Adfahrt der HeringSboote von Scheveningin. De« Herlnglsang. der In der Nordsee »nd zwar sowohl aus hoher See, al» an den englischen, schottischen »nd Irischen und an den norwegischen Büste» betrieben wird, ist für viele Millio-nen Menschen von hoher, wirtschaftlicher vedentung. Die Zahl der Fahrzeuge, welche an den schottischen Lüsten den derlng»fang betreiben, beläuft sich ans lf>,000, und die Fischerei allein beschäftigt ea. 100,000 Personen. Die he-ring»!änger Nnd Halbdeckfahrzeuge von etwa 10 Ton» Tragfähigkeit, bemannt mit fünf bl» sech» Leuten. Der gang geschieht vorznglweise de» Nacht» Mittel» Zugnetzen an» Baumwollgar», deren ein Fahrzeug 40 bi» 60 führt. Durch luftleere Ballon» au» Schaffell oder Guttapercha werde» die Netze, die sämtlich an einer großen Leine befestigt sind, getragen. Der hollindische Heri«g»sang wird onf 200,000 Donnen geschätzt, wovon die Hälfte jährlich nach Deutschland geht. Letztere» verbraucht jährlich etwa 700,000 können Heringe, vlardlngen und Maallni» sind die Hauptorte sür den holländischen Hering»sang. Der Haupt« f.ing findet von Johann!» bl» Jakob! statt. Die Heringifischerel Ist ein sehr ge-fährliche» Gewerbe, «nd gor oft kam e» schon vor, das, eine ganze Heringlflotte von den Meere»woge» verschlungen wurde »nd mit Mann »nd Mau» unterging. Heuernte. Wenn die Gräser auf den Wiesen in der frühesten Blüte stehe», geht der Landwirt daran, sie zu mähen, »nd die Heuernte, ei» wich-tiger Faktor in der Landwirtschaft, beginnt. Werden die Wiese» j» spät ge-mäht, d. h ist die Mehrzahl der Gräser schon abgeblüht, so hat da« He» einen großen Teil der Nährkrast verlöre» u»d wird al« Viehfutter minderwertig. Nachdem die Gräser gemäht »nd a» der Sonne getrocknet worden sind, denkt der Landwirt daran, da» He» heimzufahren und da spielt ihm da» Wetter oft einen bdsen Streich. Sorgenvoll blickt der Landwirt zum Himmel «nd studiert jede» Wolkchen, wenn die Zelt herannaht, wo die Heuernte beginnen soll, Lftmal» treten derartige Regengüsse ein, das) da» Heu am Felde z» sauleu beginnt, wa» dem Landwirt großen Schaden bereitet. Ist die Heuernte glück-lich vorüber, dann Ist der Landwirt einer großen Sorge lo», und I» viele» Gegenden Deutschland» wird eine glückliche Heuernte besonder» gefeiert, St. Der Marktplatz von Düfleld»rs mit de« Reiterstandbild de» Kurfürsten Johann Wilhelm, dessen Abbildung wir heute unseren Lesern vor Äuge» führen, erhielt feine au» unserm Bilde ersichtliche «estalt 1K84, In welchem Jahre »eben dem a»» dem Jahre 1667 stammenden alten Rat han» mit dem Uhrturm ein Prachtbau I» französischem Renaissancestil nach Plänen de» Stadtbaumeister» Westhofen errichtet würbe, «n der Stelle diese» Reu-bau» stand da» ehemalige Düsseldorfer Etadttheater, welche« unter der Lei» tung Jmmermann», bei Dichter» von .Münchhause»', Weitrus erlangte. Noch früher stand an gleicher Stelle die Werkstatt de» Bildhaner» GenpeUo, den der 1690—1710 i» Düsseldorf residierende kunst- und prachtliebende Aurfürst Johann Wilhelm II., der Begründer von Düsseldorf» Bedeutung al» Kunst-stadt, mit viele» andern großen Künstlern an seinen Hof berufe« halte. Ru» bem Utelier Geupello» ging 1711 » » * t 1 « 7 >«»»»»> 10 II 8 I II I II I» « 7 13 H IS IS » I« 13 4 II 4 I« i II 17 tt 4 7 10 II I« II I 14 9 13 <1 I 14 H * Ii I II IH II 10 1 4 I» I I 4 13 H 1.1 5 2 4 « » 7 SO 17 II H I! « 7 • IS IN II I I« C IS 11 V 13 I • 1(1 II 13 II « i 0 4 7 » « 7 Zahlenrälsel. Un ®l»n« der Zahlen In vorstehender Hle £>üulilftal>L 3) Sine Sl> »l In Südfennkeeich. 4) »in featu. UfaiirTfr. i) Hin wcidllcher Warne, oi Sine Stadt In Cfllprrufceii. 13 7) Utne Stobt In tBaiunen. I) Hin dertihmler 4 7 SNater. 0) Sine Gegenüberstelln»!!. 10) aine Im-4 litoe Kolonie In Hutltallen. II) aine Stabt in ffieftfalrn. II) aine Stadt In Holland, 131 Ijin |ilbn»elllichluste»|tr,ch«ral>ien». t4)(tln fron zSstscher UommiirtirUtileCler. IS) Ein llonionniit Sind die Wollet richt!« stelnnden, lo [-■•• zeichn,> bie (entrechte 'Jlilttelieibe die laaenhuj-frn Weiindee Utom*. Paul «lein. Rötscl. »»oben fleht man rt am Stiere, Iturti nn mnnchei» andern tiere, Hört's erklingen taut nnd leite, Idiitxn# (lebt el rinn« iin Itrviie, luch crliillt es niwti ein $. AUAtilliN - 1IAIKK.N = G -» K --- K -°- X A Auflösung btd BilderriilscIS in loriger Nummer: te» iVI<|f|»lt ist |ebtl Hlndernl» willkommen. «He INcet)ie uorbeüalem. Heronr.«niiHilie »evutllim up« Oeml *|»i(1re. flcoruffi ■»» lie.-n»- ,-artK« >un «t in er » Kieiflc.' m «tntlunn