Hummer 33. pettau, den 1. Detember 1890. I. Jahrgang. Ptttmikr Zeitung. Erschein» jeden I.. II. und 21 bet Monate« — Preis für Pettau mit Zustellung in- Hau«: «ieNeljührig fl — 72, halbjährig fl , 44. ganzjahria fl S.R)! nnt Post«rsendung: Vierteljährig fl. —.88, halbjährig fl IM, ganzjährig st -i Ä». Einzelne Runimern 8 fr Schristleit«»g «»d ung: »ürgergisse Hx. 14, Petto». Handschriften werden nicht zurückgestellt! nicht unterfertigte Zuschriften »erd«» »»r da»« berücksichtig,, wenn selbe nicht gegen da» in der ersten Nummer diese« Blatte» entwickelte Programm verftofzen Der Herausgeber August Heller übernimmt Ankündigungen im Manuskript oder zur Abfassung, sowie Auskunft und Vermittlung unter strengster Verschwiegenheit. Ankündigungen werden billigst berechnet, gleichlautende Ankündigungen oder mit Neiner Abänderung halb- oder ganzjährig bedeutend billiger Manuskripte jeder Art bittet man bis längsten« JJ7., 7. und 17. jede« Monate» einzusenden, damit der Druck für di.' nächste Nummer auch recht» __zeitig erfolgen kann Sin Appell an die verehrtichen Sewohner und löbl. Corporatisnen pettau's! Mit Befriedigung tau» die „Peltauer Zeitung'^ auf daS erste Jahr ihre« Bestandes zurückblicken und jene, welche dem ll»ter»ehmen jedwede Lebensfähjgkrit von vornherein abgesprochen haben, sind durch den Erfolg eine» besseren belehrt worden. Es hat sich eben gezeigt, dass in unserer Stadt ein Organ, welches dir hiesigen Verhältnisse in weiteren Kreise« zur Kenntnis bringt, welches den Interessen unserer Stadt durch Vermittlung des allgemeinen GeschästSmfehreS, von Känfen und BerkSufe«, Pachtungen nnd Verpachtungen n. s. w. in so eminenter Weise dient, ein unabweisbares Bedürfnis geworden ist. DaS Blatt hat sich die Erörterung von Gemeindtange legenheiten zur Aufgabe gestellt. e« hat Anffäbe über land-wirtschaftliche Angelegenheiten, Weinbau u. gebracht, in welchen manch' schätzrnswerther Wink enthalten war: die Mittheilung der Berrinsnachrichten, der vergnügungSa»zeiger war gewiss stets allgemein erwünscht. ES wurden die WochenmarktSberichte unserer Stadt mitgetheilt, was im Vereine mit dem Annonce».Theilt des Blattes, welcher, wie schon erwähnt, zur Förderung von Ge» schiften, sowie znr Wohnungsvermittlnng von weskntlichem Interesse ist, den Zweck «ufere« Blattes insbesondere »ach außen hin fordert. Die Schriftlritnng war gewiss bemüht, durch das Blatt die Interessen unserer Stadt nach Kräften z» fordern und Karl Pohliq. Ein seltener Gtnus« steht den Kunstfreunden in Pettau bevor. Karl Pohlig. ein Künstler von hervorragendster Bedeu-tung, wird hier concertieren. WaS bei Pianisten unserer Zeit zur stehenden Phrase geworden ist, dass sie Lieblin^schüler Lißl«. de» Schöpfer» des modernen KlavierstyleS. seien, das kann von Pohlig al« Thatsache behauptet werden Schon als Knabe Ivar er Hausgenosse seine« genannte» Meisters und empfieng von ihm unter seinem beständigen Einflufje die Traditionen seiner Kunst. Pohlig'« Auftreten als Eoncrrtant in ver> schiedenen Orten, so namentlich in Berlin und Wien, glich einem SiegeSznge. Er wurde von deu maßgebendsten Kritikern einstimmig als ein Pianist von größter Bedeutung bezeichnet und ausdrücklich mit Künstlern ersten Range« in eine Linie aestellt. Bon Hösen ausgezeichnet, vom Publikum mit Beifall«-oezeugnngen jeder Art überschüttet, fühlte seine tief angelegte Künstlernatur sich im Mauze der Laufbahn eine« gefeierten Bittnosen doch nicht wohl. Sr sehnte sich nach einer stetigen künstlerischen Wirksamkeit, ferne vom Geräusche des Kunst» kann in dieser Richtung auch nicht nnbedentrnde Erfolge verzeichnen. E« ist hier »ich» am Platze, das bisherige Wirken des Blattes einer weiteren Erörterung z» unterziehe». Weil aber die (Gemeinnützigkeit und das Bedürfnis einer Zeitung für Pettau sich so klar gezeigt hat, hat die Schriftleitnng beschlossen, nntrr der Voraussetzung der nöthige« Unterstützung natürlich, das Blatt wöchentlich erscheinen zn lassen. Es wird diese Erweiterung gewiss allgemein will' kommen sein, nnr muss betont werden, dass dieselbe nur dann zu Stande kommen kann, wenn alle massgebenden Faktoren zusammenwirken, wenn rine möglichst groste Anzahl von Abonnenten vorhanden ist und wenn der Annoneentheil fleißig in Anspruch genommen wird. Je größer die U«terft»«ung ist, desto mehr wird die Schriftlritnng dem Publikum biete« könne«. — Es werden demnach alle Kreise der Bevölkerung im Interesse unserer Stadt freundlichst eingeladen, dieser Auge legenheil ihr besonderes Augenmerk zuzuwenden nnd das fernere Bestehen der Pettaner Zeitung und zwar in erwei tertem Umfange dnrch thatkräftige Förderung zn ermögliche«. Die Tchnftleitung. Aus der Umgebung von Pettau. St. Urbani würde mehr besucht werden, aber der ein-zig« Fehler steckt darin, das« die Ortschaft nicht an der Bezirksstraße liegt und der Fahrweg zeitweise im schlechten Zu» markte« und wandte sein Auge nach Graz, der mnsikliebenden, aufstrebenden Stadt, deren Ruf zahlreiche Talente, die aus ihr hervorgegangen waren, in die weitesten Kreise getragen hatten. An den Reformbestrebungen de« steierrn. Musikvereine« theil -nehmend, beabsichtigt er Graz zur Statte seiner nächsten Tätigkeit und zum Ausgangspunkt seiner künstlerischen Unternehmungen zu machen. Eine Reihe historischer Concerte, welche er hier im Borjahre gegeben hat. brachte ihm die größten Ehren ein. Zu Pohlig'« Borzügen gehört neben einer erstaunlichen, alle Schwierigkeiten spielend besiegenden Technik ein schwnng-haster, dabei ungemein klarer Bortrag. Die Schönheiten eine« Tonwerke« weis« er mit überzeugender Beredsamkeit auch dem Nichtkenner zu offenbaren und die Aufmerksamkeit der Zuhö-renden so in steter Steigerung zn fesseln. Wird sein hervor» sagender Raine gewis« zu einem zahlreichen Besuche de« Con certe« ejnladen. so werden seine Leistungen ohne Zweifel die an diesen Namen geknüpften (Erwartungen im hohen Grad,' beftiedigen. Dr. Friedrich von Hnuseager. stand« ist Letzterem Übel könnte aber nur dnrch die Unter-stiitziim, der Bezirksvertretnng abgeholfen iverden. da die Gemeinde selbst iiidjt die erforderlichen Mittel behnfS Herstellung der Urbani Straße besitzt. St. Urbani kann man daher, da eS nicht zu weit von Pettau entfern« ist. zn Fußparthien bestens empfeblen. Viele haben auch schon den Weg hieher per peHes, retour aber, da daselbst auch Fahrgelegenheiten zn l»abc» sind, zu Wigeii gemacht. Letzterer Zeit sieht man auch hanfig Radfahrer in Urbani. Meines Erinnern« ist in den vergangenen Iahren eine Gesellschaft, bestellend ans mehreren Herren der Stadt Pettau. alljährlich an einem Samstaguachmittag nach St. Urbani gekommen, welche dort einen Porspann, respective Stärkung einnahm nnd hieraus die Weiterreise über St. Wolsgang »ach hl Dreifaltigkeit in W -B. fortsetzten. Diese erwähnte (Gesellschaft bestellte im Gasthause des Herrn Marinitsch für deu nächsten, den Rückkehrstag da» Mittagessen. Im genannten «Hasthause wurde diese Gesellschast bei der Rückkehr jedesmal von mehreren .Herren und Damen ans Pettau, welche der so-geuanuten Wahlfahrergesellichaft entgegen kamen, mit huldvollster Begrüßung empfangen; dass es hiebe! au «^imithlichkeit nicht fehlte, ist selbstverständlich. Seit einiger Zeit wird dies Unter» nehmen vermisst. Der Pettauer Turnverein hat schon öfter Ausflüge über St. llrbani, woselbst gesrühstückt wurde, gegen St Barbara und vou dort über Wurmberg nach Prttau retour, ausgeführt. Der Ausflug von Pettau »ach hl Dreifaltigkeit iu W B kann empfohlen werde» und zwar für Fahrlnstige der schönen Straße halber i» 3 Stunden Fahrzeit. Man plissiert St. Wolsgang. woselbst sich das bekannt gute Gasthaus dt-s Herrn Klampfer befindet Hl. Dreifaltigkeit hat die größte und schönste Kirche UntersteiermarkS, mit 3 gleichen Thürme», welche ein Pracht-volles Geläute beherbergen. Die Kirche mit angebautem FranziS-kanerkloster steht auf einer ziemlichen Anhöhe, von wo ans man eine hübsche Aussicht über die Wind -Büheln genießt. In hl. Dreifaltigkeit werden die Gasthäuser Steiubaner, Fleischhauer, und Gollob, f. f. Postmeister, bestens empfohlen. (JortfrtaiHl Die Wirkung des Bades. ^"tortsr^nnfl-1 Die Heilkunde ist eine ErfahrungSwissensthast. WaS unzählige sorgsältige Beobachtungen am Krankenbette gelehrt haben, waS die Erfahrung und da« Experiment unzählige Male von nenem bestätigt h..b.n. das bildet den eiserne» Bestand medicinischen Wissens; um ihn herum spinnen sich da»» Tt)eorien und Hypothese», welche ewig »vechsel». Die medizinische» Schiile» und ihre Systeme lose» einander ab und verschwinde», aber der kostbare, mühsam erarbeitete Schatz positiven medi-ei»liche» Wissens bleibt, ja er wird »och beständig vermehrt, eine Generation überliefert ihn treulich der andere», noch be-reichert um neue Ersahrungeu und Beobachtungen. Da der kommt es. da)« die medicinischt Praxis der Tlieoiie weit voran» geeilt ist. Wir heilen das Wechselfieber dmch Chinin, die Bleichsucht dnrch Eise» k. und wisse» doch wenig oder gar nicht« über das Wie» des Fiebers, über die Bildung der Blutkörperchen u. s. w. So wisse» wir auch die Schwitzbäder zu Heil wecke» trefflich anzuwenden, ohne das» wir jede«mal im Stande wäre», die Heilwirkung zu erklären. Die Laien und besonder« die Kurpfuscher habe» freilief) stet« eine Erklärung bei der Hand: «Der Krankheitsstoff- wird ganz einfach „herauSgeschwitzt." Diese »aive A»schau«»g ist ein Erbteil srüherer Zeiten, ein Rest der alte» Humoralpa-thologie. Statt die Kranktet als eine Störung der Funktionen de« Organismus zu betrachten, die keineswegs immer durch sremde Körper bedingt zu sei» braucht, sondern ebensogut durch innere und dynamische Ursachen, zum Beispiel durch Überall-strengniige» einzelner Organe hervorgerufen sein kann, bildete man sich ei», die Krankhell je« ein Ting. ein stoffliche« Wesen, da« von außen in den Körper hineingerathen sei, sich darin festgesetzt habe und die „Säfte" verunreinige, folglich, schloss man. lässt sich durch Vermehrung der Ausscheidungen, unter anderem durch Schwitzen, diese« böse Ding austreiben. Es ist nichts damit. Solche fadenscheinige Syllogismen, au« falschen Behauptungen aufgebaut, die mau au« den Fingern gesogen hatte, haben schon manchen in die Irre geführt und zu unpassenden, schädlichen Kuren verleitet. Die Erfahrung hat gelehrt, das« „Schwitzbäder" bei folgenden Leiden heilsam sind: 1. bei manchen Nhrnmalismrn. vor allem beim Rhen-mati«mn« a srinorc d. h. bei dem durch Erkältung snamentlich dnrch Einwirkung feuchter Kälte) entstandenen Rheumatismus, gleichviel ob er Muskeln, Gelenke oder FaScien befallen hat. lDer sogenannte aente Gelenkrheumatismus, welcher eine fieberhafte JnfeetionSkrankheit ist und mit den übrigen Rheuma-tismen nur deu Namen gemein hat, gehört nicht hieher.» Dieser ErkältuugSrheumatiSmuS wird oft schon dnrch wenige Schwitzbäder geheilt, ist er eingewurzelt, so ist freilich eine längere Kur nöthig Der durch Überanstrengung entstandene RlienmatiSmu« (rheumatisme de mirrnenaRe) sowie der bei Schlemmer» vor-kommende, der Gicht verwandte Rheumatismus, bei ivelchem die Harnsäureausscheidung vermehrt ist und der hereditäre Rheumatismus werden durch Schwitzkuren nicht beseitigt. Hingegen der auS dem acnten GelenkSrheumatiSmii« entstandene chronische GelenkSrhenmatiSmiiS kau» dnrch Schwitzbäder geheilt werden; die Austreibungen nnd Ablagerungen an den Gelenken werden durch energische örtliche Schwitzbäder oft zur Auffangung gebracht. fall« sie nicht schon allzulange bestanden haben. Ich will eine kleine Blumenlese von Rheumatismusformen geben, welche durch Schwitzbäder geheilt worden sind: rheumatische MuSkelcontracturen; rheumatische Schwerhörigkeit und Taubheit; rheumatische Neuralgien iRheumatalgien) wurden oft erstaunlich schnell beseitigt, weniger leicht rheuniatische Gesicht«-schmerzen, rheumatischer Kopfschmerz, rheumatischer Zahnschmerz, rheumatische Angenrntzündiing. speciell rheumatische Regenbogen-Hautentzündung (Iriti« rheumatica ) i,!»ftfc»uita Mgl.) Vermischte Nachrichten. (Loncerl pohlig.) Der fürstlich Sondershanse» sche Hof-pianh°t Carl Pohlig an» Graz wird im Verläufe der nächsten Woche im Saale des MnsikvereineS ein Klavierconcert veranstalte». Bei der hervorragende» Bedeutung PohligS als eine« der ersten zeitgemäßen Klaviervirtuvse» und dem regen Kunst-sinne der Brauchn« von Pettau steht ei» lebhafter Besuch de« EoncerteS zu erwarten, nmfomehr al« Herr Pohlig sich in liebenswürdigster Weise bereit erklärt hat. einen ÜberschnsS über einen Einnahmsbetrag von 50 fl dem hiesigen Musikvrreine zukommen zu lassen Ou Herrn Merbergers Nrkauralionslocalitätea) wird an, Mittwoch den 3. Dezember abends das Streichorchester des hiesige» Musihwmne» mit fast durchweg« neuem Pro-gramme coucertieren. >Verschötirr»itgsvrreiit.! Am 3. November l«S0 hat eine Ausschußsitzuug des Pettauer Verschönerung«- und Fremoen-verkehr«vereine« stattgefunden, bei welcher V AuSschussmitglieder anwesend waren. Der Obmann. Herr Josef Ornig, eröffnete die Sitzung uud ersuchte den Schriftführer, da« Protokoll der letzten Sitzung zu verlese», welche« in seiner Fassung angenommen wnrde Der Cbmann berichtet über de» Bau de« Keller« im Polksgarte». welcher vollend,-» ist und seiner Bestimmung bereits zugeführt wurde. Wegen Neubepflanznng der verschiedenen Anlagen hat sich der Ausschus« an den weit und breit bekannten, in Parkanlagen bereit« eine« bedeutende» Rufe« sich erfreuenden .Hern, Franz Marauscheg. Kunstgärtner in Graz. gewendet, mit dem Ansuche», dein Vereine mit ge-eignete» Vorschlägen »iid Plänen für künftige Neuanlage» im VolkSgarte» an die Hand zu gehe». Herr Franz Marauscheg ist diesem Ansuche» bereitwilligst nachgekommen und i» uneigennützigster Weise sogar persönlich nach Pettau gereist. Herr Franz Marauscheg ordnete mit einigen Ansichnjsmitglikder» die Neuanpflanznngeu im BolkSgarten und Ztadt,»arl nach seinen praktische» Erfahrungen selbst au und besprach eingehend deren Ausführung. Die hier nicht erhältlichen Gesträuche und Baume wird er den« Bereine von Oka; bc sorgen. Der Ob-mann erstattet iveiterS den Bericht über die Zufahrtstraße zum BolkSgarten. welche dem Fuhrwertverkehr bereits zugänglich gemacht wurde Schriftführer Gspaltl wünscht die Anstrebung eines neuanju legenden Fußwege» zum BolkSgarten und zwar von der RadkerSbnrger F,ihrstraße gegen den ärarische» Pulver-thurm, den Bergrücken des Gru»dbe>itzcrs Herr» Bre»6iü eut-lang »nd zivar in der Weise, dass die Straße von Herrn PoSkoichill's Kellereien angefangen, beidseitig mit Kastanienbaumen bepflanzt, die gegenwärtige Straße in bessere» Znstand hergerichtet werden solle. Der anf den Anhöhen herzustellende Fnssweg liegen den Volks«,arten würde einseitig mit einer Lbstallee bepflanzt iverden. Wege» besserer Beschotterung der Fahrstraße zum ärarischeu Pulverthnrm sollte sich der AnsschnsS an das k. k. Bataillons Kommando Pettau bittlich wenden. Gspaltl stellt den Antrag, auch der (Gemeinde Kartschowina eine kleine Aufmerksamkeit zuzuwenden und die vorhandenen Wege und Straßen. besouderS die von der Stadt aus beginnende» in einer entsprechenden Weise herzurichte», weil diese häuft, von Spaziergängern ansgesncht nnd wegen den schattigen Waldparthie» und der herrlichen Fernsicht viel frequentiert werden. Zur Erholung der Ausflügler ist reizend im Walde gelegen die Gastwirtscl>ast des .Herrn W Hi ntze. welche vorzügliche Lutten-berger Eigeubauweine zum AuSschanle bringt und sich stets eines gnten Besuches erfreut. ES sei deshalb mit der Gemeinde Kartschowina eine Pereinbaning einzuleiten, gemeinschaftlich mit dem Btischönernngsvereine diese Wege in entsprechend ^guten, gangbare» Znstand ehesten« herzustellen; wird angenommen, llber Verbesser» »geu der tttehivege län^s der der Herrschaft Ober-p.ua» gehörigen Apselbailinallee sollen mit dem gegenwärtigen gräflich Herberstei»'scheu Gutsverwalter. Herrn Paul Peter. Unterhandln»^» eingeleitet iverden. Herr Iol>erl berichtet, dass ein Glashaus bei Herr» Ingen. Scheibl gegenwärtig von 2 Herren Blumenfreunde» gemiethet »ud benützt wird, dass aber ein noch übriger Raum vorhanden sei, der für Ausbewahruug von Bin nie» dem Bereine gegen geringe Bergütnng überlassen iverden könnte. Rc.ch einiger Debatte wnrde diese Angelegenheit für die nächste Sitzung vertagt. Auch dir nähere Besprechung und Beschlußfassung über ei» projeetiertes, zierliches, eisernes Einsritdigungsgitter bei den, Kaiser Joses Monument im Stadt parke wurde aus die nächste Sitzung verschoben. Herr Joherl bringt in Borschlag, im kommenden Fasching einen sogenannten Bauernball, wie solche in Wie» bereits seit längerer Zeit ab-gehalten iverden und sich eines recht guten Besuches erfreuen, hier zu veranstalte» und den allfälligeu Reinertrag dem Vereine zukomme» zu lassen. Auch dieser Gegenstand wnrde für die nächste Sitzung bestimmt Obmann Stellvertreter, Herr Kasimir, stellte den Antrag, die Gemeiiide Vorstehniig Rann zu ersuche», dass selbe einen gut beschotterte» Fnsstveg von der Draubrücke angefangen linksseitig bis zur Brnnnwasserbrücke noch in diesem Jahre in Ausführung bringen möge, da bei schlechtem Wetter es kaum möglich ist. diese Nachbargemeinde aufzusuchen. Wurde angenommen. lZwrigorrri» prllau jum Schuhe drs ostrrr. Wrinliaurs.» G»'»eralversaininlung. abgehalten am 23. Nove'mber Nachmittag halb !! Uhr i» Osterberger« Lokalitäten. DaS Protokoll der letzte» Hauptt>ersa»iml»iig wnrde verlese» und genelmugt Nachdem Herr Joses Fürst, «elcher de» Rechuuugsrevisivus Besuud laut Punkt II der l>e»tige» DageSordiiung vorbringen sollte, nicht anwesend, berichtet Herr Obmann Hiiitze. dass die Rech-nun», geprüst nnd richtig befunden wnrde Herr Obmann Hintze stellt Herrn Adjunkt Knauer den anwesenden Mitgliedern vor »nd ersucht denselben, den Vortrag über Benützung des künst lichen DüngerS zu leiten und be>pn»t Herr Knaner solgendtii Vortrag, in welche« selber vor allem betont, dass die Amveu-duug künstlichen Dünger« znmeist vom Boden abhängt »nd dass mittlere, das ist nicht zu schwere oder zu leichte Böden für künstliche» Dünger bestens empfänglich sind und derselbe dort am besten in Anweudung kommt und zeigt Kali-Dünger deu besten Erfolg, nur mnss bei Ainoenduug des letztere» die Witterung beachtet werden »nd soll es nicht zu trocken, aber auch nicht zu feucht und regnerisch sein. Ammoniak soll bei seiner Anweudung möglichst tief nntergebracht werden. .Herr Knauer, tvelcher eine größere Sammlung Musterdünger mitgebracht hatte, zeigte dieselben den anwesenden Mitgliedern und berichtet, dass Hornspäne nicht rasch zur Wirkung kommen und nur in Eomposthäuseu kommen solle», um dort laugsam in Fäulnis übergehen zn können und von dort erst zur Rebe gebracht, zur rechte» Geltung kommen; auch Knochenspäne könne» nur durch das Eompostiere» in richtigen Gebranch komme». Knochenmehl kommt iu mehreren Varietäten in Handel z. B.: rolle«, gedämpfte« nnd aufgeschlossenes und soll rohe« Knochenmehl im Herbst auf diverse Kulturen oberflächlich gestreut werden, während gedämpftes nur im kompostierten Zustande verwendbar ist, ausgeschlossenes oder aufgelöstes Knochenmehl, auch SuperphoSphat genannt, ist. wenn längere Zeit compostiert, als Weinbergdünger von hohem Werthe: nachdem Herr Knauer den Wert de» Guano als Dünger beleuchtet, bedeutet selber, dass Thomasschlackenmehl ob seiner Billigkeit und großen Phvsphorgthaltrs seit einiger Zeit al« künstlicher Dünger eine Rolle spielt, nur soll dasselbe auch compostiert tief untergebracht iverden. Holzasche, welche sehr kalihältig und billig beschaffbar ist, gibt auch ein vorzügliche« Düngemittel. Als Weinberg-dünger empfiehlt Herr Knaner 3 Centner SuperphoSphat. t> , Eentner Ehilisalpeter und Ö Eentuer Asche oder in Ermang-lung von Asche I Centner schwefelsaures Kali. Obige« Quantum genügt sür I Hektar und muss ebenfalls früher rompostiert werden. Kalisalz und schwefelsaures Kali sind gut. wenn selbe im Stalle ausgestreut werden, weil diese ersten« die Lust im Stalle reinhalten und zweiten« im Vereine mit Stalldünger ein »ugemeingutesDüngemittel für leichtere Böden abgeben. Bon Gips, welcher für arme Böden, nämlich magere Klee- und Wiesen-bödeti sehr gute Dienste leistet, genügt je nach dem Boden zwei bis vier Centner per Hektar, auch'ist gebrannter Kalk für nasse »nd sauere Böden ei» sehr gutes Düngemittel und ge-nilgen vo» diesem 10 Metze» per Hektar. Auch wird zur Düngung für Klee- und Futterfelder Kochsalz empfohlen und wäre selbe«, wenn e« nicht so theuer käme, ein anzurathender Dünger: gebraucht iverden von diesem l bi« 2 Eentner per Hektar Futterknvchenmeh! für Ernährung der Thiere erhöht de» Phosphorsänre-Gehalt des Futter« und sind 10 bi« 15 Gran»», wenn starkes Rindvieh auch HO Gramm zum Futter zu mengen, bei Fütterung von Rüben, tvelches dem Vieh meist schadet, wirkt das Futterknochenmehl. mit diesen gefüttert, sehr erfolgreich. .Herr Knauer gibt serner in seinem Vortrage be-sannt, dass die künstlichen Düngemittel durch.Hausmittel sehr leicht zu erproben sind und in erster Linie durch Wasser gelöst werde» könne». Herr Lackner frägt Herrn Knaner wie schwesel-saures Kali angewendet werde» soll und gibt derselbe bekannt, das« schwefelsaules Kali unbedingt früher dem Compost beige-inengt werden müsse, weil selbes, direct zur Rebe gebracht, tvegeu seiner Schärse nachtheilige Folgen !>at. Aus Anfrage des Herrn Obmannes berichtet Herr Knauer, dass schnellwirkende Mittel zur Düngung vo» Wemgärten. wie vorhin erwähnt, die Mi-schling mit SuperphoSphat. Chilisalpeter und Asche oder ThomaS-schlakenniehl, Hornspäne und schwefelsaures Kali sind, nur müsse», wie vorhin oft erwähnt, alle diese Düngemittel früher in den Compost gebracht werde», um richtig zur Geltung zu kommen. Herr Knauer berichtet ferner, das« Lederabfälle für Dünger sehr gut zu gebrauche» sind, nur müssen diese mit ge-branntem Kalk compostiert u»d öfter« mit Jauche begossen werden. .Herr Obmann srägt Herrn Knauer wegen Gründün-guiu, und berichtet letzterer, dass die Gründüngung, weil die-leibe zu spät angesäet werden kann, folglich nicht zur Geltung kommt, nicht anyirathen sei, auch entzieht dieselbe viel Nährstoff von den unteren Wurzeln der Reben. Nachdem .Herr Knauer seinen interessanten und lehrreichen Vortrag beendet, dankt Herr Obmann mit Zustimmung aller Anwesenden für biiiKlürii. Harr Obmann berichtet über Preise der ve» schiedenen Tüngersorten und kostet da» Thomasmehl per Meter Centner t fl »nd Hornspäne 7 fl per Centuer. Ht-rr Berwalter Peter fraat. wie augedentete Düngemittel am beste» nnterge-bracht werden sollen Herr Knauer gibt hierübe» Anfschliis». das« »»irr jeder Bedingung der Stock zn öffne» und dtije ober-fläd)lidK Tüngung durchaus nicht anzuratheu sei Herr Fraß trägt, welche vo» den angegebenen Düngemitteln für Lehmböden und welche für Steinböden tauge»; hierüber berichtet Herr Obmann, , das» vom nächsten Sonntag angefangen diesbezügliche ^»«kuiists böge» bei Herr» Hntter anfliegen werden, während Herr Knaner noch hinzusetzt, dass, nachdem der iöutHii so verschieden, jeder WeingaNbefiver selbst hierüber Versuche anstellen soll. Auf Anfrage des Herrn Peter berichtet Herr Knaner, dass auf ein Hektar circa 10.000 Stöcke kommen und die Berechnung wie viel Dünger zu jedem Weinstock kommen soll, da da» Quantum de« Dünger» aus eiu Hektar schon vorhin angegeben, eine leichte ist Herr Obmann berichtet, das« er sich mit mehrere» Kupfervitriol erzeugenden Fabriken verständigt »nd rathet den Bezug an« der Anßiger Fabrik an. da diese« Offert da« billigste und «ach Versicherung der Fabrik die Waare auch gehaltreich ist; von diesem kostet der Metercentner loco Petta» beiläufig 25, fl. 50 fr. bis 25 fl. 75 fr. Nachdem zu Punkt 5 der Tagesordnung übergegangen worden war, beantragt Herr Josef Leskoschegg. den Weingarten de» Militärspitale» an der Lehne de» Schloßberge» zur Anlage eine» Musterweingartens zu pachten; nachdem Herr Obmann hierüber die Debatte eröffnet, unterstützt Herr Ornig diesen Antrag, auch Herr Obmann be> grüßt diese» Antrag al« für den Verein sehr vvrtheilhast. Herr Kaiser berichtet, dass er diesen Weingarten durch vier Jahre gepachtet gehabt und seine Rechnung gesunden habe. Herr Wibiner beantragt entweder eine ähnliche kleine Realität zu kausen oder auf mindestens l5 Jahre Zeit Pacht zu schließe«, da es sich nicht wegen einiger Jahre der Mühe lohnen wurde, einen Mustenveingarten herzustellen. Herr Ornig beantragt, die VereinSleitnng möge sich mit dieser Angelegenheit befassen und soll ermächtigt iverden. einen diesbezüglichen «ans oder eine Pachtung abzuschließen; wird einstimmig angenommen. Nachdem sich wegen verschiedener Orte, wo solche Weingärten zu habe» wären uud ob nicht ebengelegene Weingärten tauglicher wären, eine Debatte entspinnt, wird schließlich die Wahl des Orte« der Leitung überlasse». Herr Kasimir ersucht, die beste heutige Lectüre über Kunstdünger bekannt zu gebe» und räth Herr Knaner die Düugerlehre von „Heiden" sowie diese von .Wolfan. Herr Obmannstellvertreter nimmt den Vorsitz und meldet sich Herr Obmauu Hintze zum Wort; nachdem derselbe betont, das» der Verein einen recht erfreulichen Zuwachs erhol« te», beantragt er, da die Einkünfte im Vereine sehr Nein sind, von Neujahr nächsten Jahre» a» von neu eingetretenen Mitgliedern eine Einschreibegebühr von 2 fl. zu beheben. Nachdem Herr Wibmer betont, das» jeder Weingartbesitzer diesem Vereine angehören soll, beantragt Herr Hutter, da 2 fl. denn doch etiva» viel sind, eine derartige Gebühr vo» l fl zn b«< heben; Herr Obmann schließt sich diesem Antrage an und wird derselbe angenommen. Herr Obmann verlie»t die Einläuft, in diesen offeriert die .Weinlaube" einen Weinbankalender und melden sich mehrere Mitglieder, da derselbe sehr billig i«"h gut. diesen zu lause«: r» wild diese» bedeutet, das» in den «üb-scripttonsbögen für Kunstdünger und Kupfervitriol, welche bei Herrn Hutter anfliegen iverden, auch diesem Kalender eine Rnbrik eingeräumt wird Weiter« verliest Herr Obmann ei» schreiben vom Hanptverein, welcher bekannt gibt, das« vom Ansang nächsten Jahre» Reben, sowie Samen nach Bedarf an die Mitglieder gratis vertheilt iverden, weiters frägt sich der Hanptverein an ob nnd wie viel amerikanische Reben angelegt wurden. Herr Leskoschegg interpelliert wegen eines Artikels der .Pettauer Zeitung". in welchem es heisst, dass der heurige Most einen Zuckergehalt bi« zn 20' auszuweisen hatte: e» wird der »i der Versanimlnng anwesende Schriftleiter, welcher erklärt, die Annonce von einem Pettauer Fachmanne bekommen zu haben, ersncht. diese« Artikel zu berichtigen und wird die» zu« gesagt. Nachdem Herr Obmann den Mitgliedern für ihr Erscheinen gedankt, schliesst derselbe die äufrist gut besuchte Versammlung. (Viri)marht.) Zum ^ahresvielimarkt am 25 November wurde» aufgetriebe»: heimische Wiederkäuer 1449, kroatische 79, Pferde beider Kategorien 306, zusammen 1834 Stück. Ter Verkehr war lebhaft und die Preise trotz der Jahreszeit angezogen Der Umsatz ging diesmal rasch vor sich, so das» um 2 Uhr nachmittags der Viehmarktplatz von Vieh säst voll« kommen geräumt war. Der nächste Viehmarkt wi > am 3. d. I abgehalten. Handels- und Seivrrbrka««rru>at>leu.) Die Gremial-Vorstehnng de» Pettauer HandelSgremiums hat in der am 19. November abgehaltenen Sitzung den Beschluss gefasst, für die Heuer Ende Dezember stattfindende» Ersatzwahlen der Handels- und Gewerbekammer mit dem Wahlkomit« Vorbereitungen zu treffen, damit der Kaufmannschast von Pettau, gleich jener von Marburg und Eilli, ein Mandat der Handels Sectio» zugewiesen wird. Über einstimmige» Beschluss der Vorstehung wurde gleichzeitig Herr Ferdi»a»d vo» Kottowitz al» eventueller Eandidat aufgestellt, welch« sich bereit erklärte, im Interesse de» hiesigen Handelsplatze» eine Wahl anzunehmen. (peltaiier Ladeaxkalt.) Laut Ausweise» der Vorstehung de» Pettauer Bauvereine» wurden in der Badeanstalt im Monat ?tvvember 209 Wannen-, 63 Dampf- und 6 Touche-bäder verabfolgt Die Dampfbäder haben bedeutend zugenommen, ein deutlicher Bewei» dafür, das» die wohlthätige Wirkung der-selbe» auch hier bei nn» nach und nach allgemeine Anerkennung findet. Die Vorstehung des Vereine» hat nunmehr die Vor-arbeiten zur Erbauung eines praktischen, sch oimmende» Bade-hanjeS begonnen und wird dasselbe jedenfalls bis zur fommenden Saison fertiggestellt sein. Den eingeholten Informationen noch beabsichtigt der Bauverein das Wellenbad für l5 bis 20 Badefabinen und zwar derart zu bauen, dass durch jede Bodefabine direkter Zn- und Abfluss des Wasser» stattfinden wird. (Jahrmarkt.) Der heurige Kathrein-Jahrmarkt erfreute sich der beste» Witterung und eines sehr lebhaften Verkehres — ein Zeichen, dass der Wein besser gerathen, die Bevölkerung au« dessen Erlöse, trotz des geringen Quantums, welches ge-erntet wurde, sich behelft» kauu. (Es sei hier erwähnt, dass 22' Zuckergehalt des Mostes in der Kolo» nicht zu den Seltenheiten gehörten.) — Tags daraus fand ein plötzlicher Umschlag de» Wetter» statt. Ein anhaltendes Schneegestöber läutete Advent ein und de» unerbittliche Winter zeigte sich in seiner ganze» u»l>eimlichen Gestatt, unheimlich besonders für die Armen, die nicht Wissen, woher Holz und Kohle nehmen, um da» ärmliche Heim zu erwärme»! (Scheue« Pferd.) Am 25. November, am Marktag. vor-mittag», raste ein angeschirrte« Pferd durch die Floriangasse durch die dicht gedrängte Menge der Marktbesncher und warf einige derselben auf da» Pflaster; die Betroffenen trugen theil-weise leichte Verletzungen davon. Am Florianiplatze erst wurde das Pferd angehalten. (lpdrrgtzmnasium.j Nach den Berichten unseres Bürger-meister« ist lehr iveuig Aussicht vorhanden, die vom Gewerbe-vereine von Pettau angeregte und von der Stadtvertretung eingelotete Frage der Errichtung eines Obergymnasiums in Pettau ei»T günstigen Erledigung zuzuführen, da der Landes-hanptmann Herr Graf Wurmbrand diese Bemühungen für gänzlich aussichtslos erklärte. Und dennoch wäre die Entwirrung unserer Anstalt in dieser Weise höchst wünfchenswerch. Schon vor längerem hat die Pettauer Zeitung begründete Motive, welche für die Erweiterung de» Uutergymnasinws sprechen, gebracht uud erscheinen datier weitere Erörterungen in dieser sür Petta» so wichtigen Frage überflüssig. Bon Seite kiniger Mitglieder de» hohen Landesonsschnsses wurde jedoch der Hoffnu»g Raum gegeben, dass die Erweiterung de» Uiitergymnafium« von ihnen vertreten werde» wird und ver-tränen die Pettauer in dieser für sie so wichtigen Frag, auf diesen letzten Hoffnnng«anker. AI« Balsam für den schmerzlichen Schlag soll der Herr Landeshauptmann eine — Sträflingskolonie in Aussicht gestellt haben, welche hier zum Zweckt der Trau-regulierung krrichtrt werdtii soll. Auch nicht schlkcht und für Petta» nicht nur allrin, sondkrn auch für die Umgebung von großer Wichtigkeit! Um aber von diesem der ObergymnasiumS-Frage etwa« fern liegenden Gegenstand? zurück zu kommen, so mus« zum Schluß« nochmals bt-tont iverden, dass eine der Hauptbedingungen zum Aufschwünge PettauS die Errichtung eines ObergymnasiumS wäre. tStadttheater i» pell«».) Am 23 v. M eröffnete Hr. Direttor Mayer mit einer gut gewählten Gesellschaft die diesjährige Theatersaison mit dem schon ziemlich bekannt?» BolkSstücke: ..HasemannS Töchter " Diese, sowie die folgnide Vorstellung: „Die Tochter BelialS" haben den Fleiß nnd daS Verständnis der Darsteller bnviesen. Insbesondere haben die Herren Malier al« Freiherr von ttostau. Frank al» Wieland und Frl. Emmy IuughanS ihre Rollen vorttefflich aufgefasst. Richt so be-friedigend war die Dan'tellung der äußerst wirkungsvollen Posse: .Einen Jux will er sich machen " Abgesehen davon, dass die III. S;e»e im l. Akte mit dem Schneider Hupskr gänzlich wegfiel. sowie die so gkluiigene IV. Szene im 4. Akte, welche in drolligster Weise darstellt, wie Wcinberl und Ehristoserl sich auf Moste» des Herrn Sonders aus der Affaire ziehe», gestrichen wnrde. hat Herr »irchheimer in der Rolle des Weinberl durch eine etivaS zu steife Haltung den so vielen Verlegenheiten unter« worfenen kleinstädtischen CommiS nicht gut wiedergeben Frl. InnghanS als Frau Gertrud ließ et-nfall» viel zu wünschen übrig. Die Darstellung deS RrapS. welcher am Theaterzettel gar nicht ersichtlich war und wirklich wie ein Eindringling auf der Bühne erschien, ivar wenig befriedigend. Herr Reither brachte dtn Melchior sehr zufriedenstellend, übrigens eine sehr dankbare Rolle, wie auch Hr Frank als Christoferl bestens entsprach. ES ist allerdings nicht so leicht für die Direktion, rink solch? Posse in der Provinz wiederzugeben und wohl zu bedenken, dass auch der größte Fleiß nicht die Spezial-Darsteller, wie solche an größeren Bühnen im Besitze einzelner Rollen sind, zu ersetze» vermag. Sheater-Uachricht. In Borbereitung: «Die Grille' von Eharlotte Birch-Pfeiffer. — .Ein schlechter Mensch", Lustspiel von Rosen. — .Schwabenstreich". Lustspiel von Schönthan. — .Der ProzeßhanSl". VolkSstück von Ganghofer. Wenn sich bei dieser Nczeichnung dem rebenpflanzenden Vefiser speciell der Uniersteiermark Erinnerungen aufdrSngen, die mit dem gebrannten »,nde verzweifelte Ähnlichkeit haben, so wird e« uns begreiflicher Weise schwer, einer «nche da» Wort zu reden, auf welcher der Fluch de» Voruttheile« zu ruhen scheint Wie un» besannt ist. wurde da« Azurin al« Mittel gegen die im bekannte Peronospora schon vor einigen Jahren theitweise einge-t > von au«ländischen Firmen entweder, wie nachgewiesen. versälscht. v..r . «olchen Zusamme ngen in den Handel gebracht, denen der Raine .Azurin" absolut niu.ij zukommt, we»halb auch die Wirkungen der-aNiger nur der Ausbeutung de« Gewinne« dienender Mittel verschiedene waren und leider zn Ungunst en derselben sprachen Azurin. schwefelsaure« Kupferoxyd-Ammoniak, ist keine willkührlich hergestellte Mischung, sondern eine den Axiomen der Chemie unterworfene Moletular Berbindung von ganz deitimmten «ew>ch»«verhaltnisien und tann sonach, insoserne e» seinen Ramen verdient, nicht gefälscht werden Die Kunststein' und Mosaik-Fabrik von ltnittelscld «leiermark. deren chemisch? Rebenproducte sich au» der Ratur ihre« Verriebe» ergeben, erzeugt da» VIum» in voller Reinheit und garantierter UnversSIschlheit und ha» dasselbe im Uüstenlande. Italien und Griechenland bereit» zur vollen iH,-Itiing gebrach« Räch dem Grundsape: nemo >>e«s>I« I» in |«alna »nd den früher schon erwähnten Umstände» zufolge war e» dieser bekannirn F,rma noch nickt gegönnt, auch in der engeren Heimat >ene« Mittel bekannt zu mach.'», da» durch feine ats»l»te Wiskun« und Einfachheit t» »er H«»dha»»»g der bedrohten stnnschen Weinkiiltur zum rsgrn g, reichen follte Um den die»bezüglichen Bonirtheilen zu begegnen und mit Argumenten dienen zu können, die die Richtigkeit de« gebührende» Borzuge» vor anderen Mitteln außer Zweifel erscheinen lassen, hat die ober-wähnt, Firma nicht« uaterlassen, wa« diesem Zwecke diene» konnte und wir verweisen aus da» hente im Veiblatte zu unserer Rummer erscheinende Inserat, au« welche»! durch da« Zeugn,« der Lande«-Obst- und Weinbau-schule in Marburg zur Evidenz dargethan wird, das« e« sich wohl »er-lohnt, diesem für unseren Weinbau so wichtigen Gegenstand die vollste Aufmerksamkeit zu schenken und »eisen in»besonlxre aus den eminenten vorlheit de« Postenpreise» diese« Mittel» hin. welcher zissernmökig nacb gewiesen um die Hülste aller di»her verwendeten Reinedien niedriger ist WochenmarKtpreise in Pettau im Rovember 1890 Weizen.............pr. 100 Mo. fl 7. — Rom............... . »6.— Mais.............. , . , «50 fcoter . . . 6.— ©erste.............pr. 100 Mi), fl. 6 — Hirse ................6.— Buchweizen (Haiden)........ . „ . 6.30 Eier .............„ 100 Stück . 3.— Speck...........* . . 1U0 Mo. „ 54.— Schweineschmalz.......... » „ . <»4 — Rindschmalz..............90 — Laib Topfe,ikäse.........per 1 Stück „ —.10 Süße Milch........... 1 Liter . —.10 Süßer Rahm........... „ . . — 20 Stiurer Rahm..........„ „ . „ —.20 Fisolen, bunte..........pr 100 Mo. fl. 7.— ■ weiße.......• ■ • * • * » 8.— . . runde.......... • —•— . Wachtel........... . . 850 Knoblauch............ „ „ „20.— Junge Hühner.........pr. 1 Paar fl. —.45 Rindfleisch...........* 1 Mo. „ — .50 Kalbfleisch............ „ . . —.54 Geselchtes Schweinefleisch...... „ . „ — .80 Dampfmehl Nr 00........ 100 „ . 18.— II |l ö».,,,#,»|f „ fl H 16'™* • • .......... • • <> 1 * • 8 • • ....... ■> « * 14.50 A • 8 •••••••• » * IV t» 14.— . • *..........n > • M 0 &••••«•••■» n fl »y 11 ->0 » * 6..........M fl fl 7 9 — „ . ' > •••••■• fl « fl fl v • WeizenNeie...............5.— Mornkleie............„ „ . 5.50 4 Raummeter Buchenholz..........fl. 12 — 4 « weiches Brennholz........ 7.— 100 Kilo Glanzkohle.............— .96 in Wagenladungen von 1000 Ko. aufwärts 100,St» . —.{10 Gedenket bei Wetten, Spielen und Te-stamenten des Berschönernngs- und Fremdenverkehrs-VereineS. Hin ßuclidriickMi Im Hause Xr. 3, Herrengasse II. Stock ist eine gaasenseitige Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern und Küche vom 15. Dezember an zn vermiethen. Anfrage bei der Administration d. BI. Kohlenpreise. Giltig bis auf weiteres. Wieser Glanzkohle bei ganzen Wagenladungen unverpackt ins Hau9 gestellt per 100 Ko. 85 kr., in Waggonladungen ab Bahnhof Pettau 100 Meterzentner fl. 80.—. Bestell-Bureau: Hauptplatz Nr. 13. Wein-Geläger kauft zu den besten Preisen Franz Kaiser Nr. 5955. Kundmachung. Den P. T. Herren Hausbesitzern wird der § 3« der Strassen-Polizei-Ordnung in Erinnerung gebracht, welcher lautet: Bei eintretendem SchneefaJIe oder filatteise müssen die Trottoir* und Kusswege und wo sich keine solche befinden, die Strasse in einer Breite von 15 m. vor dem Hause üig-lich und wenn nöthig auch mehrmals des Tages bis auf eine möglichst dünne Schichte vom Schnee und Eis gereinigt und mit Sand. Asche, Sägespänen oder anderem geeigneten Materiale bestreut werden. Das Bestreuen muss jedesmal bei beginn des Verkehres d. i. bis 7 Uhr Morgens durchgeführt sein. Aus den Häusern darf kein Schnee auf die (Jause geworfen werden, sondern die HauseigenthUmer haben selben auf eigene Kosten wegschaffen zu lassen. Ebenso sind die Haubesitzer verpflichtet, bei starkem Schneesalle auf geschehene behördliche Ansage den Schnee von den Dächern zu räumen und dafür zu sorgen, dass die Vorübergehenden durch ein sichtbares Zeichen vor Beschädigung gewarnt werden. Der von den Häusern ausgeführte Schnee darf nur von der Draubrslcke aus in die Drau abgelagert werden. Da widerhandelnde werden im Sinne des § 52 der Strassen-Polizeiordnung bestraft. Stadtamt Pettau, am 27. November 1890. Der RürjrerniPisler E. Eckl. ScrMflMrtli^tT üirfeafttar aal Hrraatfctcr: Aa,aß Htfrr. Trmi ua Wil»«f» (Maaft ia ftttam.