^98. Freitag, 1. Mai 189l. 110. Iahrssanss. kllibacher- Zeitung. '< ^"°i. ^>bjll,.,"' ^ ° s« v e r, e n d u n g : «anzMrig fi, ,k, halbiähri« st. 7 50. Im « ,^ u st. ü ^u. ^ü^ t>^ Zustellun« in« Hau« ganzjährig fi, l, - Insrr 25 lr,. gröhcit per Zeüe « lr,: b?i öfteren W!^erb,'I>,u«c„ per Zelle U lr, ______________ Die «Lalbacher Zeitung» «scheint täglich mit Ausnahme der E»,,"- ""b Felertagc, Die «dmlniftrntlu« bcsinbet sich Tongressplah », die Nedaltiv» Aahnho!golse 84. Sprechstnnbe» der Nedaction tHalich von ll» bi« lL Udr Vormittage. — Unfranlirrte Vrlese werben nicht anssenommen und Mamlscripte nicht zurückgestellt. .«,,., Mit I. Mai l "eues Abonnement auf die »,>.jacher Zeitung. «lM 15 n"' flir Laibllch: ^» . z " '^ „ halbjährig . . 5 „ 50 „ -. ,";"" vierteljährig . 2 „ 75 „ !>>e n " " monatlich . . — „ 92 „ ^t ^r"e^""°"^^"''^ae »vollen Porto« «k ^ed. Vamberg. ^ FMcher Weil ^ M^rnsM^ Pechantin des Theresianischen «^lsft ^ H^schin in Prag Ernestine Vl,1, '^n cH»s.^ den Titel und die Vorrechte Ix^Mdias? '""n Rathsfrau mit Nachsicht der « geruht. ! ^ Töchter unserer Osficiere. ^>iiihre, «, O Wien, 29. April. ,> Elr,i. ^"echnung dürften die ändert-' ^Ndsi,,,^ unseres Heeres, beider Land-M0 ^Fes und der Marine zusammen >n h^re ziihl^ lat^ M "icht weniger als 10.000 k ^ahl ^°' Nechnen wir weiter, dass von ^ ^"sbi dün^" ^r zu Jahr steigenden , '»? "Nd ^""s "n Frieden, dann den Re. ^3 «nderp«^.^"chlosen Pulver in einem M>»! "lficier .' '^" "'^ zu reden — nur M^°sst m^^pler fällt, so miissen wir W^l odeV "'Hl durch eine bahn« ' ^liM/^lnen wertvollen Beitrag an ^ »vi? tvare. ^Kllnq ^'klosich als Pionnier gram- > V^lao,^ 'lavischen Sprachen, bald als ^? Nltii^l Sprachdenkmäler; jetzt gibt ' ^Vhlen °i !>schung durch seine glän- V^ imrn I'ch"e Grundlage, dann ist V°«sie ?^ Lästig sprudelnde Quell der '^> ^,"H beschäftigt, und überall ' ^etwlz g ltlg. die sich sowohl durch . 4?«"s^ durch die kritische Ver- '. ^"^ b'tte d/^"en. Selbst scheinbar so ab- l'^^>Nen ^"ichung. wie das Studium , '^' >ift^'ss'lten ihn. 'lit dle eh" semer grammatischen For- !« ^ d S^ge k>rcheml.mlche Sprache. > '"es fs Tannen. Er haUe di>s als ""d Gönners Kopitar > i>'sse,s^ "kannt. dass nur auf dieser Erkenntnis und Er- ' >' 'K den M'" sprachen möglich sei, l °'g W^que n 3, "amentlich die polnischen « ^ll< ,^llch e,t u^ nationalem Vor-R ^chnsturtheil. - lange ab- lehnend verhielten, gewiss nicht zum Nutzen ihrer un« wissenschaftlichen Leistungen. Mlklosich kam es hauptsächlich darauf an. durch eine kritische Würdigung ,md Auswahl der ältesten alt-slovenischen Denkmäler fürs Studium des Altsluvenischen dm richtigen Ausgangspunkt zu finden, um so das Alt-slovenische in seinem Laut- und Formbestande in seiner ursprünglichen Reinheit herstellen zu können. Seine alt» slovenische Formenlehre in Paradigmen bedeutet in dieser Hinsicht einen großen Fortschritt in der Kenntnis des Ultslooenischen. Durch dieses unscheinbare Büchlein wurde das Studium der altslovenischen Sprache auch auf die richtige Basis gestellt gegenüber früheren alt. slovenischm Grammatiken, vorzüglich russischer Gelehrter. Das Hanptimrk seines Lebens ist jedoch die ver« gleichende Grammatik der slavischen Sprachen, umfassend vier starke Bände, ein Werk, das schon in seiner ersten Auflage für die grammatische Erforschung der slavischen Sprachen epochemachend war und seinem Verfasser einen Ehrenplatz unter den ersten Sprach, forschem unseres Jahrhunderts sicherte. Eine Leistung ersten Grades darstellend, kann diesem Werke in der gesummten sprachwissenschaftlichen Literatur der neueren Zeit nichts an die Seite gestellt werden, als vielleicht d,e bekannte deutsche Grammatik Grimms. Doch zwischen den beiden Leistungen, wie zwischen den Verdiensten beider Gelehrten ist doch einiger Unter, schied. Grimms Grammatik wurde ein Nationalwerk, Mlllosich' vergleichende Grammatik hat niemals einen ähnlichen Anspruch erhoben, sie konnte es auch mcl, durch die ganze Darstellungsweise, die oft schon imt dem Gegenstande vertraute Leser voraussetzt. Ihr Ver- sasser begnügte sich damit, dass sein Werk bei den grammatischen Studien keiner slavischen Sprache über-gangen werden konnte, dass seine Leistung in jeder speciellen slavischen Grammatik nicht bloß den sicheren Ausgangspunkt bilden, sondern auch einen zuverlässigen Wegweiser abgeben sollte. Der Löwenantheil in seiner vergleichenden Grammatik fällt dem Altslavischen zu; dasselbe nimmt den ersten Platz ein und bildet die nöthige Vorschule und dm Schlüssel zum richtigen Verständnis der Er-scheinungen in den übrigen slavischen Sprachen, die alle an dem Altslovenischen gemessen werden. Bei der zweiten, völlig umgearbeiteten Auflage der Lautlehre seiner vergleichenden Grammatik und ebenso im etymologischen Wörterbuch verhielt sich Miklosich etwa« zu conservativ gegen die neuesten Resultate der vergleichenden Sprach» urschung, eine Erscheinung, die man in den letzten Lebensjahren auch beim Vater der Slavistik, Dobrowsky, beobachten tonnte. Doch die Folgen dieses Conferva« tismuL machen sich fast nur in dem äußeren Gewände jrmes Werkes geltend, indem sie den Verfasser an einem oberen Eintheilnngsprincipe beim Vocalismus festhalten lassen, von dem man aber bei der großen Durchsichtigkeit des slavischen Vocalismus leicht absehen kann. . ^ . . Von der größten Bedeutung für d,e gesammte vergleichende Sprachforschung ist der vierte Band seines großen Werkes, die vergleichende Syntax der slavischen Sprache, indem er hier einen ganz neuen Weg in der Behandlung des Stoffes einschlug, eine Methode, die !dann von den Gelehrten auch auf die Syntax anderer ^ Sprachen, sowohl der germanischen als griechischen und Laibacher Zeitung Nr. 98. 806 l.Oil^ und Humanität bedarf, um die 3« bis 400.000 st. wirklich zusammenzubringen, die nothwendig sind, um 30 bis 40 neuen Officiers - Waisen die Aufnahme in Hernals oder Oedenburg zu ermöglichen. Da gilt es, dass auch unsere Bade-Orte, Sommerfrischen und Er-Holungs-Colonien im Dienste patriotischer Wohlthätigkeit ein Uebriges thun. Nicht minderen Wetteifer werden gewiss auch unsere öffentlichen Unternehmungen und Institute, Vereine und Corporationen, Gemeinde- und Landes > Ausschüsse, die sämmtlich über reichere Mittel verfügen, entfalten, um dem privaten Wohlthä'tigkeitsdrange gegenüber nicht zurückzubleiben. In ihre Hand ist es zumal gelegt, dass man vielleicht auch mit einer verhältnismäßig geringeren Capitals-Summe das Auslangen findet, wenn sie die Verpflichtung auf sich nehmen würden, die Unterhaltungskosten für mehrere oder einzelne Stiftsplätze dauernd zu bestreiten oder mit einem Worte: Stiftplätze selbst zu errichten. Immer aber wird es die patriotische Bevölkerung selbst in ihrer Riesenmasse sein, die den Ausschlag gibt, sobald es sich darum handelt, eine beträchtliche Summe zusammenzubringen. Darum richtet sich auch direct an die Bevölkerung in allen ihren Schichten der dringende Ruf, jeder und jede möge nach Kräften dazu beitragen. Jede Civil- oder Militär Behörde, jede Redaction wird einen noch fo geringen Beitrag dankbar entgegennehmen und an das Comiti der Valerie-Stiftung in Wien, I., Am Hof 14, übermitteln. Uebrigens kann auch jedermann direct sein Scherflein an dieses Comites einsenden. Jede Gabe wird willkommen sein! Ein „Staatsbeamtentag". Ueber den von einem anonymen Counts für den ?. Mai in Aussicht genommenen «Staatsbeamtentag» in den verschiedenen Kronländern äußert sich die «Veamten-zeitung», Zeitschrift des ersten allgemeinen Beamtenver« eines der österreichisch-ungarischen Monarchie, in folgender und, wie wir beizufügen in der Lage sind, vollkommen zutreffender Weise: «Was die von den uns vollkommen unbekannten Antragstellern gewählte, etwas eigenthümliche Form betrifft, so können wir nicht umhin, dieselbe als eine durch« aus nicht glückliche zu bezeichnen. Wenn schon bei einer im Interesse eines so bedeutenden Standes, wie es der Beamtenstand ist, einzuleitenden Action die Anonymität an sich ein bedenkliches Symptom ist, so können wir uns auch nicht gut vorstellen, dass das auf diesem Wege zu« stände zu bringende, ebenfalls anonyme Material bei den zur Entscheidung berufenen obersten Staats-Instanzen eine beachtenswerte Grundlage für weitere Erwägungen bieten könnte. Es liegt uns übrigens auch lein positives An« zeichen dafür vor, dass die in der «Oesterreichischen Staatsbeamten-Zeitung» bei der geplanten Action in den Vordergrund gestellten hochachtbaren Persönlichkeiten, welche gleirlzeitig Mitglieder der legislativen Körperschaften sind, wirklich entschlossen wären, die ihnen zugedachte führende Rolle in der ganzen Action zu übernehmen. Doch selbst vorausgesetzt, dass die genannten Herren im Interesse des Veamtenstandes geneigt wären, sich der ihnen zugedachten Mission zu unterziehen^, so würde es uns noch immer fraglich erscheinen, ob sie mit Hilfe eines auf solche Weise zustande gekommenen Materials überhaupt in die Lage kommen würden, dieser ihrer Mission gerecht werden zu können. Es erscheint uns überhaupt der ganze Vorschlag, so gut er, wie wir es offen gestehen wollen, gemeint sein will und gemeint sein kann, eine eben nicht glückliche Copie der w letzter Zeit in Arbeiterkceisen in Schwang gekommenen Demonstrationen zu sein, die der großen und ernsten Sache, welcher sie gewidmet ist, unserer Ueber« zeugung nach nicht nur nicht förderlich, sondern eher schädlich sein würde. Wir unsererseits könnten daher den geplanten Vorgang im Interesse des ganzen Beamtenstandes nicht empfehlen.» Politische Ueberficht. (Die galizische Statthalterei) ver< ständigte den Krakauer Gemeinderath, dass dessen Recurs gegen das Statthaltereiverbot bezüglich der Theilnahme des Gemeinderathes an der Centennarfüier der polnischen Mai - Constitution vom Ministerium zurück gewiesen wurde. (Gemeinderathswahl in Cilli.) Bei tun vorgestrigen Gemeinderathswahlen in Cilli waren von den 167 Wählern des ersten Wahlkörpers 40 er-schienen. Es werden gewählt: Franz Bahr. Karl Traun, Dr. August Schurbi. Frih Mathes. Josef Bobisut, Dr. Johann Sajovitz. Dr. Josef Tarbauer und Adolf Marek. (Polen und Czechen.) Dem Präger «hlas Näroda» wird aus Wien geschrieben, ein hervorragender mährischer Abgeordneter habe bei einer privaten Unter» redung mit polnischen Abgeordneten auf die Anfrage, ob diese das alte freundschaftliche Verhältnis zu den Czechen aufrechterhalten werden, die Antwort erhalten: «Geben Sie uns die alten Czechen und wir werden wieder die alten Freunde sein.» (Im Budget«Ausschusse) kündigte Iustiz-minister Grus Schönboru die demnächstige Vorlaqe des neuen Strafgesetzes sowie eiuer Vorlage über den Straf« Vollzug an. Betreffs des Civilprocesses sei eine Totalreform in der nächsten Zeit unmöglich, theils wegen finanzieller Schwierigleiten, theils weil die Einführung des mündlichen Civilverfahrens in Deutschland nicht die gehoffte Befriedigung hervorgerufen. Die Justizverwaltung werde gegenwärtig nur einzelne Theile des Civilverfahrens reformieren zur Abhilfe der wichtigsten Beschwerden. Betreffend die Sprachenfrage in Böhmen erklärte der Iustizminister, es sei angesichts der Aus» gleichsverhandlungen derzeit unthunlich, legislative oder administrative Aenderungen vorzunehmen. Die Titel «Centralleitung. und «Oberster Gerichtshof» wurden hierauf angenommen und sodann die Sitzung geschlossen. (Dir Arbeiter-Bewegung.) Sämmtliche Gewerkschaften und größeren Industrie. Etablissements in Mährisch Ostrau haben übereinstimmend beschlossen, den 1. Mai als gewöhnlichen Arbeitstag zu behandeln. Nach einer Troppauer Mittheilung wmde eine für lehten Sonntag in Angelegenheit der Mai-Demonstration nach Odrau einberufene Arbeiterverfammlung behördlich verboten. In Budapest haben sämmtliche Maschinen« fabriken und Eisenwerkstättrn beschlossen, am 1. Mai nicht zu feiern. Auch die gesammten Staatsfabriken werden am 1. Mai arbeiten. (Der Ndressausschuss) des Abgeordneten« Hauses trat vorgestern zusammen, um über die in Be« antwortung der Allerhöchsten Thronrede^^ Adresse Berathung zu pflegen. Der ,^>^ gewählt- Referent Abg. Dr. Ritter von M, dm von ihm verfassten AdressentwiM ^i> "^ neter Dr. Kaizl legte namens der ^ j,^. selbständigen Adressentwurf vor. "^ ^^ allen gegen zwei Stimmen abgeleM.' ^ F>, Entwurf des Referenten Nbg, Dr, ^ M'^ ' entspann sich eine längere Debatte. ^ u^ ^ antragte die Aufnahme eines PasM m ^ l>', dass nur wahrhaft religiös-sittliche ^" "^ ei" gend zu Gottesfurcht und Gewiss"y^^, i, richtigen Boden zu socialer ErMMg l ^,,, Zusatzantrag wurde mit 23 gege" A^tM^,' und von Dipauli sodann als -"'' ^, O gemeldet. Nach längerer Debatte, wo° ^ des Abg. Suklje ein Passus betreft« ^e,^ Karawankenbahn angenommen w"^' ^^ hcl.,! der Adressentwurf Bilinki's mit den«?!" ^ der Deutfchen, der Conservatives der ^ ^, und des Coronini-Clubs angenommen- jf'^,., (Der französische Z^lt" d'^/ französischen Kammer beaann volge'w ^'!^ debatte über die Zölle. In einer ^" ^M Rede hob Lockroy die schwerwiegen^ M j Zollentwurfes hervor, mit welchem n"'^ ^ Frankreich vorerst in Wirtschafter ^ >^ politischer Beziehung inmitten E"r^ ^ l.5 Der Entwurf sei nicht gerechtfertigt. ^ fs^. Mische Ausfuhr sich vergrößere «n° D^> Handel und die Industrie blühend 'e' ^ ^ sodann auf die unheilvollen ^^"/" ,,,ösis^' ^ Entwurf für die Arbeiter, die '"'u ,,^ >. und für die Republik haben würde. "- ^„ v. Redner auf die Gefahr aufmeitM. x^,^ isolieren und Repressalien herbe'M""-,,e >"''^ tierte von Marseille. Roux, bracht Z,D> <, Unterschriften von Gewerbetreibende" ^ H versehene Petition ein, welche M ^ protestiert. . 5^ B^ ,"'' (Eisenbahn.Verkehr.)^ ,^B^' anzeiger meldet 1 Um die Ueber^ H ^ x Eisenbahn-Betriebsreqlements De"t^' M ' ls reich-Ungarns auch ' bei °er "^ glements anlässlich der demnach!"^ a^H internationalen Eisenbahn Frachwe"" ^BH/ ten. begannen am 27. d. M- h'" ^l"" . Berathungen, an denen auch ew ^ theilnimmt. ^, .itel "W (Von der Königin-M" ^ Die Bemühungen des Grafen b"UH" .F / Mutter Natalie zum freiwilligen ^.^he,, > zu bewegen, sind aussichtslos, va hF ^ ist. nur der Gewalt zu weichen- .A^c^ diese gegen eine wehrlose Frau "'Hi ^ würde. ^ «rath)^> (Der Antrage des Reichskanzlers z". t" . ^ ^,,^ schickunq der Weltausstellung !" ^ei^V für die deutsche Abtheilung einen ^g ^ ernennen und den erforderlichen ,^, »"sehen. ,M>i l"" ,^> (Ostrum elien.) 3"^'^,^^ klärte Uuterstaatssecretär S>r^^--^ des Sanskrit, übertragen wurde. Nicht den Satz. wie es bisher allgemein üblich war, stellte er an die Spitze seiner Syntax, und es werden nicht die einzelnen Sprachformen als Bestandtheile desselben ciner Prüfung unterzogen, sondern, dem Principe der Individualisierung huldigend, theilt er den ganzen Stoff in die Lehre von der Bedeutung einzelner Wortclassen und einzelner Wortforrren. Consequent, vielleicht sogar allzu consequent, geht er daher überall von den sprachlichen Erscheinungen aus und untersucht, welche verschiedenen Functionen die Sprachformen übernehmen. Außerdem unterscheidet sich seine Syntax von den vorausgehenden wesentlich dadurch, dass sie alle Erscheinungen der Volkssprache, alle ihre Wendungen und Fügungen, ob sie von der Literatursprache als mustergiltige acceptiert oder ihrem Geschmacke zuwider als Barbarismen und Provincia-lismen perhorresciert, gleichmäßig berücksichtigt. So er« klärt sich, dass Miklosich sein Material hauptsächlich aus der Sprache der Voltspoesie schöpfte, wobei er die für alle nationalen Puristen beachtenswerte Bemerluug über den den Sprachgeist nivellierenden Einfluss des Neueurupäismus machte. Mehreren seiner zahlreichen Abhandlungen, die sich zunächst auf die altslovenische Sprache beziehen, wusste er einen realen, historisch-ethnographischen Hintergrund zu geben, indem er sie mit der äußerst schwierigen, schon zu Ende des vorigen, noch mehr aber in den ersten Decennien unseres Jahrhunderts ventilierten Frage über die Heimat der altslovemschen Sprache und den Ursprung der kirchenslavischen Liturgie in Zusammenhang brachte. In dieser Frage erwies er sich als ein Adept Kopitars, dessen Ansicht er nur einigermaßen modisicierte. Er gesteht es selbst vor fünfzehn Jahren, dass er mit seiner Ansicht von der ftannonischen Heimat des Nltslovenischen unter den Slavisten allein dastehe, und anch bis jetzt ist er mit dieser Hypothese ziemlich vereinsamt geblieben. Vielleicht unter dem Einflüsse Safakiks verquickte er dabei unglücklicherweise die sprachlichen und historischen Thatsachen: während bei der Frage nach der Heimat der altslovenischen Sprache nur sprachliche Gründe maßgebend sein können, sind bei der Frage nach dem Ursprünge und der Pflanz« statte der tirchenslavischen Liturgie die historischen Mo« mente bestimmend. Seine auf das Altslovenische bezugnehmenden Forschungen wurden durch sein großes «lexicon palako^ovLn.-Sraseo-Iatinuln» abgerundet, das nicht bloß, was die Fülle des Wortschatzes anbelangt, das Wörterbuch Vostokovs beiweitem übertrifft, indem es den Wortvorrath einer bedeutend größeren Anzahl kirchenslavischer Denkmäler verschiedenster Recensionen enthält, sondern ungleich mehr bietet, als der Titel vermuthen lässt. Der Verfasser berücksichtigt daselbst auch den Wortschatz der übrigen slavischen Sprachen, wobei er oft auf ältere Sprachquellen derselben zurück-greift. Auch in der Gegenwart, nachdem in dem Viertel« jahrhundert, das seit der Publication dieses Werkes verflossen ist, eine nicht unbedeutende Unzahl von alten kirchenslavischen Texten bekannt und zugänglich gemacht, versagt das Miklosich sche Lexikon fast nie seineu Dienst. Wie durch dieses Werk tue altslovenischen Studien einen Abschluss erhielten, so durch dessen «Etymologisches Wörterbuch der slavischen Sprachen, die Erforschung derselben. Das Wert ist mcht so sehr großartig durch die ---------------------------^17.77^----------------. meaen «B'",.. Fülle des Wortmaterials. ba sieden "^> mauches als unnothwendig "^arbe>t""^', bedeutend durch die s^Mige "' A ^' es ist grund!ege..d für die sla"'^OP" und kann selbst von der vergle^ niemals beiseite gelassen werden. Kebe wohl-' „tz An Frau A"^"'^ Du warst so edel, gut »n° Ihol, An Schönheit einstens "Liedes. Ich möcht' dir singen ^a "geb "^ Und sage llagend m" - ^.^ Umfasst es doch gar t.efes ^ u« Und schmiegt an dicy 1" ^ Du. die ich stets so ho« ,^ .cö"" Die mich gel,ebt, d,e Wie bin ich stets zu dH^/" j. Wenn bange oder f"i) ^..let ^>i Und wie verständmH°llH ^.n" Hast du mein Gl'lck u"^ .^ Du liegest da in, lchteU ^,^,r - Dem Traum n'U s ' ^, jlu Die Mime sagt's, l" >" o^r e" Ziehst selig du zum «-> ^ ^,^ Warst j° s° gut, ^ Wirst mm aus "^sc"^^ >"^ < ^ Ich möcht' dir smge la l.St' js,, Und rufe schluchze'" l« , Laibach, 27. April 1891- ^H^gNr.98. 807 1. Mai 1891. ^ ink «"^ sei. habe keine Macht irgend Httdina ? Fortdauer der Wirksamkeit des ^ljcy "no als Gouverneur von Ostrumelien '"' t>?e ' ^ c^ '^ ^e ^6^ "^"H verlässlichen "< Ant s«n vambura eingetroffen sind, trostlos, ^tei d '"""or dem Untergange stehen, die Con-'!l-z "S'ege nahe sein. ^ ips. ^ ^ie italienische Kammer ge-^^ncl./ ?^ ^°ber Mehrheit die Errrichtung ^^/"l->institlltks. .^.^ ^gesneuigleiten. ^Aa?^?, Baiser h»ben. wie die lh zur meldet, dem Pfarrverweser von 'ttft^ v^strllung eines neuen Hochaltares '!< zu l...« ^" 6" fl, aus der Allerhöchsten "willigen geruht. ^°s°thu" träger Ausstellung,) Statt« ^ stiver ^<^^ vorgestern nach Wien zum !^ ^s'altu!. "N ^ Hoffrstlichleiten und an- M^^sH? "^"nd der in die Pfingsttage »!' ^r Et^ ^ H"rn Erzherzogs Karl Ludwig M°" Vo^ ° "lh sehte ein sechsgliedriges Comitt «! ^chlos« °"""gen zum Empfange des Erzherzogs !^ "8°isers ^^"'^ Veranstaltungen für die ^ 5ir"^°rdthat '" Budapest.) Aus ^^t ^graphisch ^meldet: Unsere Stadt ist ^lhllt. der ??^ ^" "ne sensationelle. fürchter. ^'sl'er wnf Menschenleben zum Opfer fielen. ^ ""^eas Simko erschlug seine Gattin, eichen o!eme drei Kinder, vermuthlichem dem ^lder ^ ^ '^" ^lne Stelle gekündigt worden ^en, P,°,^ 'st verschwunden. Die Mordthat ^!°^fl'ch .NNW" in der Stadt verübt, und ^/ "zu e ^" ^ ausgeführt werden konnte, ^ °us'^^lsanter Theaterzettel) '^chlosz^ . '" Hannover zu. Im dortigen ^'"e 33oblt^" veranstaltet man nämlich am zum Besten der U? t>°z i ""dd° ^.^ ^^ Theaterzettel dieser dass eine gegen. >"e!, ^endste Stellung unter den Roman« ^>ttin m " Tage einnehmende Schriststel- """'tz w ^t) von Eschstruth — die Pre< "h„,^'sattln Frau von Kn obe ls dor ff- ^l'ch h«7" ln einem von ihr verfassten Stücke, ,^>e. sh"",'^igen breiartigen Lustspiele «Ver- ^°bkln V / °" mehreren Bühnen Deutsch. ^u,lritt ', ^ ^'ben), zugleich als Dar« «^ Prnl ^7 ber diese humanitäre Vorstel« 1^ßljH^,ls< von Nataly von Eschstruth ^ ^r ^. '" noch erwähnt, dass sowohl in ^^>"end n"^,°ls in dem gleichfalls zur °"e he" " ^'n°cter von Rosen : «Ein ^ der ^ O'fü'ere der dortigen Garnison, , ^'Lieu!° "°hl ber beliebten Romanciere, l °"s^"°nt von Knobelsdorff-Vrenlenhoff,! l v "Mthiitigen Zweck mitwirken werden. V^ ^>r /^ ber Domestiken.) Allent«. V^zen si«>, ^""°Uig streitende Arbeiter. Zu ^ ^^^un auch die Kindermädchen und Köchinnen von Bilbao getreten. Sie sind übereingekommen, von ihren Dienstgebern eine Erhöhung der Gagen zu verlangen, und nachdem sie dies nicht erreichen konnten, verließen sie ihre Plätze und streikten. Das ist die neueste E,scheinung auf dem Gebiete der Lohnbewegung — in Spanien, im Lande der Kastanien. — (Eine Laufkünstlerin.) Eine Dauer-läuferin ersten Ranges ist die spanisch-amerikanische «Schauspielerin» Zoö Gayton oder Zoreca Gaytoni Lopeazaro, welche mit einem Kunstfreund oder vielleicht auch einem schlauen Speculanten die Wette abgeschlossen hatte, in 226 Tagen die 5464 Kilometer betragende Entfernung zwischen den Bahnhöfen der Union Pacific in San Francisco und der New-York Central in New-Iorl, stets dem Bahngeleise folgend, beziehungsweise auf dem Bahndamm ausschließlich zu Fuß zurückzulegen. Nach langem und stellenweise äußerst beschwerlichem Marsche ist sie am Abend des 28. März. 11 Tage vor der bedungenen Zeit, begleitet von einem «Reisemarschall., einem als «Unparteiischer» fungierenden Sportliebhaber, wohlbehalten am Ziele eingetroffen. Sie behauptet, mit ihrem Marsch etwa 12.000 Dollars verdient zu haben, und beabsichtigt, sich hier einen Monat auszuruhen und dann eine «Künstlergesellschaft» zu organisieren, mit der sie denselben Weg wieder zurückwandern und unterwegs Vorstellungen gemischter Art geben will. Als sie von San Francisco aufbrach, wog sie 162, bei ihrem Eintreffen in Newyorl 139 Pfund. — (Fortuna in der Kaserne.) In Temes-vär hat der Corporal des 33. Infanterie-Regimentes Adam Adelmann den 300.000 Francs betragenden Haupttreffer der Türkenlose gewonnen Der glückliche Ge« winner erhielt 25 Procent des Gewinnes, 60.000 Francs, bar ausbezahlt; die restlichen 75 Procent erhält er in jährlichen Raten zu j> 10 Procent. — (Eine Seuche infolge von Dürre.) Nach einer Drahtmeldung aus Hongkong wüthet in Kanton eine Epidemie, deren genaue festzustellen die amtlichen Untersuchungen ermangelten. Die Seuche, ob Cholera oder Influenza, wird der allgemein langanhaltenden Dürre zugeschrieben. Hunderte Personen beiderlei Geschlechts fallen derselben täglich zum Opfer. — (Der ungarische Eiffelthurm.) Aus Temesvar wird berichtet: Nach dem Muster beS Eiffel« thurmes wird in der Temesvarer Ausstellung ein hundert Meter hoher Aussichtsthurm aus Holz« und Eisencon« struction errichtet werden; derselbe erhält den Namen «Varossthurm». — (Brand.) Im Kohlenwerke des Herrn Can« dolinl zu Radldorf bei Gonobitz brannte vor wenigen Tagen das Maschinen- und Schachthaus nieder. Infolge dessen muss der Betrieb des Werkes auf sechs Wochen unterbrochen werden. — (Ein Eifenbahnzug — vermisst.) Ein vollbesetzter Personenzug der canadischen Pacific-Eisenbahn wird nach einer Newyorker Meldung ver misst. Man fürchtet, dass er in der Nähe von Winnipeg durch eine Erdrutschung gänzlich verschüttet Wurde. — (Die Influenza) wurde aus der Provinz bereits nach London eingeschleppt. Der Charakter der Krankheit ist bis jetzt nicht bösartig und gleicht oem- ! jenigen, welchen die Influenza im vorigen Jahre hatte. — (Varnum) hinterließ ein Gesammtuermögen von fünf Millionen Dollars, wovon er eine Viertelmillion verschiedenen WohlthätiMts'Nnftalten vermacht hat. ! — (Berechtigter Grund.) Angeklagter: «Herr Präsident, lönnl'n m'r die Sitzung nit vertag'n?» — Richter: «Warum?» — Angeklagter: «Sie kommen m'r heut so schlecht gelaunt vor.» Local- und Provinzial-Nachrichteu. — (Aus dem Reichsrathe.) Man meldet uns unterm Gestrigen aus Wien: Pas Herrenhaus nahm über Antrag des Grafen Kueffstein die vom Berichterstatter Grafen Falkenhayn vorgelegte Adresse einstimmig on dioe an. (Allseitiger Beifall.) In dem Augenblicke als die Sitzung geschlossen wurde, begann ein Mann auf der zweiten Gallerie mit lauterregter Stimme zu sprechen und eine Menge gedruckter Blätter in den Saal zu werfen, welche die Ankündigung eines gewissen Theodor Pro« chasla, Forstingenieurs in Prag, betreffend eine angebliche Entdeckung von Gold« und Platinametallen in Böhmen, enthalten. Der offenbar irrsinnige Mann folgte ruhig dem Polizeibeamten auf das Commissariat. — (Der erste Maitag) hat uns das ersehnte schöne Frühlingswetter gebracht, aber die Vegetation ist um nahezu einen halben Monat zurückgeblieben. Sonst standen in der letzten Aprilwoche die Kirschen-, Weichsel-und Birnbäume in voller Blüte, Aprikosen und Pfirsiche, Iohannis- und Stachelbeeren hatten bereits verblüht. In den Auen waren die Traubenkirschen schneeweiß überdeckt mit ihren scharf dustenden Blumen. Schlehen und Weihdorn standen ebenfalls an den Straßen und Waldrainen in voller Blüte, der Nuchwalo hatte sein erstes frisches Grün, und der Kuckuckruf schallte von den Höhen und aus den Auen, Heuer sieht man nur in besonders geschützten Lagen das Blütenweiß der Aprikosen und das Rosenroth der Pfirsiche. Auf freiem Anger und den Bergterrassen sind nur wenige Knospen erschlossen, die Bäume warten auf sonnige Tage. Bei den Stachelbeeren entdeckt man nur an hochstämmigen Exemplaren sich öffnende Blüten, die Johannisbeeren sind noch weit zurück. Von Traubenkirschen« und Nirnblüten ist nichts zu entdecken und ebensowenig von den Blüten der wilden verwandten, gleichzeitig in Flor tretenden Gesträuche. Die Fliederzeit wird wahrscheinlich mit dem Pfingstfeste zusammenfallen. — (Slovenische Amtier ung bei den Justizbehörden.) In der vorgestrigen Sitzung des Vudgetausschusfts meldete sich bei Titel «Centralleitung» Abg. Au kl je zum Worte und erklärte, er wolle die Sprachenfrage nicht aufrollen, müsse jedoch die Justizverwaltung auf die Praxis verweifen. welche sich beim Obergerichte in Graz eingebürgert habe. Bei demselben wachse die Anzahl dec in slovenischer Sprache geführten Rechtssachen, da namentlich in Krain die slovenische Nmtierung sich bereits eingelebt habe. Nun werde in Graz so vorgegangen, dass die Rechtssache in deutscher Sprache verhandelt — Redner wolle hier seinen principiellen Standpunkt nicht betonen — und die Cntschei« dung dann mit dem Bedeuten an das Gericht erster Instanz hinausgegebeu werde, die Parteien von derselben in deutscher und slovenlscher Sprache zu verständigen. Somit werde den Gerichten erster Instanz die Last einer zeitraubenden Uebersrtzung aufgebürdet, was umso bedenklicher erscheine, als die Bezirksgerichte an sich bereits überlastet seien. Was aber die Hauptsache sei, den Parteien werbe eine nicht controlierbare Uebersetzung verabfolgt, welche keinen Anspruch auf Authenticität besitze. Es sollten wenigstens die Uebersehungen von Entscheidungen für die slovenischen Parteien beim Obergerichte selbst besorgt werden. In diesem Sinne richtete Redner seine Anfrage an den Herrn Iustizminister. Ferner hob Redner hervor, dass, mit Ausnahme von Krain, in den Hol? . ----- ------- ^°n3n'«/ott ich nicht? ' h>^s^ hu,,«.) ^ '^ln^'Arer Quelle vernehmen., stand ,t> ^,'chten zu lesen, «ist die gericht-^besV^n dem Freiherrn Karl von ' ^ Cavalf '" h'eW" Sportstreisen all< ' bf Vieritz U". ""d seiner Gemahlin, einer i V^t ^l°ch?n "t.s/ine vollzogene Thalsache. N^ ^»lli^n ^' diesen Schrit veranlasst ^ tnit""dle verschiedensten Gerüchte, >3"°n». "kMlscher Sicherheit dieselben id ^ !3^" '" H'gh'Life die Köpfe <.^ "." so rasch und in aller ' ^,? d^"< ohne dass jemand die ge- ' N. ^,f ^Uabt hatte, und was sollte ^? tvikd?? Seite musste man sich ^>Ftau. " bo" ton fordern? Wie ,^»r,iner' ^!" ""it Wuen? Wäre l'^>^>ln^h i??'^'' gelbst zu dem Niveau '5^>ti^"ye,t herabzusinkm. auf welchem ?^' "li ,/" letzte Reichsfreiherr von ''^'h^'b>lNqifl "" Manien vor der Behörde ^'"tt^kn l,'^e Preiszugeben? I^is snlin i ^z^^Vur^. ^^itäradel, und wie tonnte Äe s^8 H^.' chen lene feine Nuancierung Z >>°n A^i". f„^ welche eine M l" ^ag zu legeu nicht ermangelt Man brachte ohne all zu viele Schwierigkeit heraus, dass Hilda es gewesen, welche die Scheidungsklage geführt, ja. dass sie sogar gravierende Beweisstücke in Händen hielt, welche den Freiherrn dazu nöthigten, in alles zu willigen, was sie forderte, wollte er einen Eclat vermeiden. Dessen unbeschadet stand die allgemeine Meinung seiner Standesgenossen auf des Frei« Herrn Seite; betrogenes Lebensglück, gebrochenes Herz. zerstörte Illusionen eines armen Weibes, all dies zerstob in ein nichts, verglichen mit der malellosen Reinheit des freiherrlich Waldau'schen Stammbaumes. und diesen sah die Aristokratie angetastet durch Hilda's resoluten Schritt. Ehe sie sich dessen versah — und viellelcht auch ein wenig zu ihrer Überraschung — war Hilda so ziemlich isoliert; die Mehrzahl ihrer Bekannten zog sich von ihr zurück, und nur wenige wagten es. trotz des aburtheilenden Verdicts der Mehrzahl, nach wie vor mit Hilda zu verkehren. > Die Baronin empfand die Isolierung ohne be- > sonderen Schmerz; das große, namenlose Weh. welches !über sie hereingebrochen war, hatte sie abgestumpft ' gegen Dinge, welche sie sonst vielleicht doch mehr oder ^minder empfindlich berührt haben würden, Hugo Brand hatte — wie natürlich — auch von dem Ereignis vernommen, welches tagelang den G» ! sprächsstoff des Salons bildete, aber er machte keme Bemerkung darüber, noch kam es ihm m den Sinn, der Baronin sich irgend wie zu nahen. Einmal hatte er dieser Frau von semer Uleve gesprochen, und damals war sie es gewesen, welche das erlösende Wort nicht gefunden, das ihn hätte zum glücklichsten der Sterblichen machen können. Einmal hatte er in «wahnwitziger Selbstüberhebung», wie er es jetzt nannte, annehmen können, er werde sie lehren können, die herbe Vergangenheit, welche hinter ihr lag, zu vergessen, nur ihm zu leben und seiner Liebe — aber dieser Traum war verklungen, und jetzt, sagte er sich, jetzt konnte nichts ihr Ersah bieten für das, was sie verloren, jetzt war es nicht mehr die gekränkte, mit Füßen getretene Gattin, die beleidigte Frau, welcher er neuen Lebensmuth und neue Herzeusfreude hätte zu« führen müssen durch seine Liebe, jetzt war es auch die verwaiste Mutter, deren Schmerz so unerrnesslich, so groß war, dass der Vetsuch. daran zu tasten, ihm wie ein Frevel am Heiligsten erschienen wäre. Für Hugo, der so gut zu lesen verstand in der Seele jener Frau, enthielt die Kunde von ihrer voll« zogenen Scheidung nichts Überraschendes; so musste es ja kommen, sagte er sich, und es war dies der Schritt, auf welchen er seit dem Tode des Knaben vorbereitet gewesen war. Mit ihm war die letzte Rück« sicht qebrochrn. das letzte Band zerrissen, welches sie an den Namen Waldau fesselte, und der einzige Trost in dem tiefen Seelenleid war vielleicht das Bewusstsein dieser wiedererlangten Freiheit. Würde dieselbe auch weitere Consfquenzen haben? Es hatte nicht den Anschein, denn fast ein Jahr ver-gieng nach vollzogener Scheidung, ohne dass beide sich auch nur flüchtig einmal begegnet wären. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 98. 808 ,O^> von Slovenen bewohnten Gebieten seit den letzten Jahren ein Rückschritt, die slovenische Amtierung betreffend, platzgegriffen habe. Redner fragte, ob der Herr Minister ge» sonnen sei, dahin zu wirken, dass die sprachliche Orga» nisation bei den slovenischen Bezirksgerichten erfolge im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen und in der Weise, wie es dem Interesse der Bevölkerung entspreche. Seine Excellenz der Iustizminister Graf Schönborn erklärte, dass, was die vom Abg. Suklje besprochenen Fragen betreffe, er in der Lage sei, zu versichern, dass sich bei allen Besetzungen in dem Grazer und Triester Ober-Landesgerichtssprengel die sprachlichen Bedürfnisse stets vor Augen gehalten werden und das Bestreben besteht, ihnen ganz zu entsprechen. Dies sei aber nicht leicht. Am leichtesten gehe es in Krain, schwieriger in Südsteiermark und Kärnten, am schwierigsten im Küste^lande. wo mit« unter vier Landessprachen vorkommen. Dic Frage, ob die Uebersetzung der obergerichtlichen Urtheile in erster oder zweiter Instanz vorgenommen werden solle, lasse sich im allgemeinen und schon jetzt nicht endgiltig beantworten, und der Herr Minister sei gern bereit, die Versicherung abzugeben, dass er dem Gegenstände seine Nufmerlfamleit zuwenden wolle. — (Avancement in der l. k. Landwehr.) Seine Majestät der Kaiser geruhte zu ernennen, und zwar im Uctivstande der l. l. Landwehr: den Haufttmann erster Classe Rudolf Edlen von Zerg ollern, Com» Mandanten des Landwehr-Bataillons Nr. 24, zum Major; den Hauptmann zweiter Classe Eduard Vaar, des Landwehr. Bataillons Laibach Nr. 25. zum Hauptmann erster Classe; den Oberlieutenant Emil Stramlitsch. des Landwehr»Bataillons Rudolfswert Nr. 24, zum Haupt« mann zweiter Elosse; ferner den Cadct'Officiersstellvertreter Alfred Blau, des Lanbwehr.Vataillons Laibach Nr. 2b, zum Lieutenant im nichtactiven Stande. Per Hauptmann erster Classe Eugen Konfchegg wurde zum 6. Landes« schilhen-Bataillon in Vruneck transferiert. — (Schneefälle unweit der Adria.) Aus Divata wird geschrieben: Sonderbares Frühjahr für uns Küstenländer! Piefertage schneite es in unseren Karst» gegenden wieder derart, dass die Vahnreisenden den lang» gestreckten kahlen Gaberlrücken, welcher uns von Inner-lrain trennt, ganz im Winterlleide stecken sahen. Auf dem Karste gab es während der letzten Tage übrigens wieder» holt ein bedeutendes Schneetreiben. Die Vegetation ist gegen die Vorjahre sehr im Rückstände, und selbst unten an den Gestaden der Adria sieht man erst Trauerweiden und Rosskastanien im Nlätterschmucke prangen. * (Zum Theaterbau.) Da nun endlich gün« ftiges Welter eingetreten, werden die Vauarbeiten beim neuen landschaftlichen Theater mit möglichster Beschleuni» gung fortgeführt und dürften noch im Frühjahre bis zur Dachgleiche gedeihen. Wie wir weiters vernehmen, wurden beim Theaterbau vergeben, und zwar die Tischlerarbeiten an die hiesigen Tischler Karl Binder, Karl Krimmer, Jakob Peterni, Johann Povgan, Ludwig Nid» mayer, Varthelmä Tavcar und den seither ver» storbenen Andreas Plecnil; die Glaserarbeiten an Herrn Franz Kollmann in Laibach; die Anstreicherarbeiten an die Brüder Eberl; die Schlosserarbeiten, und zwar die Neschlagsarbeiten an Achtschin und Pillo, die Eisenconstructions- und sonstigen Schlosserarbeiten an Hablar und Martincic. — (Neue Cigarretten.) Mit 1. Mai werden im Specialitäten'Verschleiße zwei neue Cigarrettensorten ohne Mundstück unter dem Namen Egyplische Cigarretten in Vertrieb gelangen, und zwar die erste Sorte zum Preise von fl. 5 per Carton zu 100 Stück und fl. 1 30 per Carton zu 2b Stück und die zweite Sorte zum Preise von si. 350 per Carton zu 100 Stück und 90 kr. per Carton zu 25 Stück. — (Perso nalnachricht.) Der k. k. Hofopern» sänger Karl Sommer, dessen Concert zu Gunsten des deutschen Kindergartens heute abends stattfindet, wurde von Sr. Majestät dem Kaiser zum l. l. Kammersänger ernannt. — (In Rabmannsdorf) soll demnächst eine Vorschusscasse mit beschränkter Haftung ins Leben ge« rufen werden. An der Spitze des Unternehmens steht der dortige Besitzer und Handelsmann Herr Friedrich Ho» mann. — Wie «Slovenec» meldet, wird am 7. Mai in der Pfarrkirche zu Radmannsdorf der in Klagenfurt zum Priester geweihte Herr Josef Homann das erste heil. Messopfer darbringen. — (Ernennung.) Se. Excellenz der Herr Minister für Cultus und Unterricht hat den k. k. Gezirls-schulinspector Prof Franz Levec zum Mitgliede der l. k. Prüfungskommission für allgemeine Volks- und Bürgerschulen mit deutfcher und slovenischer Unterrichtssprache in Üaibach für die restliche Dauer der gegenwärtigen Functionsperiode ernannt. — (Ein Geschäfts.Jubiläum.) Wie wir im «Slovenski Narod» lefen, begeht die hiesige Firma Johann Perban am heutigen Tage ihr fünfundzwanzig-jähriges Gefchäftsjubiläum. — (Die Bezirke-Kran tencaffe in Loitsch) hatte im Monate April d. I. Einnahmen, und zwar an Beiträgen der Mitglieder 68 si. 34 lr., an Beiträgen der Arbeitgeber 68 fl. 2 lr., zusammen 136 fl. 36 kr.; Ausgaben, und zwar an Krankengeldern 66 fl. 66 kr., an Aerzte 30 fl., Medicamenten 70 lr,, an Spitalskosten 58 fl. 80 kr., an Verwaltungskosten 18 fl. 67 kr., an sonstigen Ausgaben 2 fl. 40 lr. — zusammen 177 fl. 23 kr * (In der Save ertrunken.) Nächst der Savebrücke der Steiner Localbahn sind gestern nachmittags zwei Bauernmädchen aus Ieschza, die rine 16, die andere 17 Jahre alt, in der Save ertrunken. Die beiden Mädchen, welche mit dem Einsammeln von Weidenästen beschäftigt waren, wollten den Fluss dlirchwatten, um an das gegenüberliegende Ufer zu gelangen; das Wasser war jedoch zu tief, und beide verschwanden alsbald in den Wellen. Die Leichen der verunglückten Mädchen konnten bisher nicht aufgefunden werden. — (Maul-und Klauenseuche.) Laut neuester Mittheilung der k. k. Statthalterei Triest herrscht die Maul- und Klauenseuche noch im Stadtgebiete von Triest, dann in Vuje, Bezirk Parenzo, in Nabresina, Bezirk Sessana, und in Artvise, Gemeinde Malteria, Bezirk Voloska, aus welchen Gemeinden der Eintrieb von Wiederkäuern nach Krai» daher nicht gestattet ist. — (Flatten man over.) Aus Pola wird berichtet: Die Vorbereitungen zu den großen Seemanövern sind im vollen Zuge. Alle Segler der Winter - Escadre wurden schon abgerüstet, und die ganzen Mannschaften schiffen sich auf die Evolutions»Escadre ein. Die vier größten Kriegsschiffe: «Kronprinz Rudolf», «Kronprinzessin Stephanie», «Kaiser Franz Joseph I.» und «Prinz Eugen», liegen bereits ausgerüstet an den Bojen. An« fangs Mai wird mit dem Flottmachen der Torpedo-Schaluppen begonnen. Die ganze Evolutions'Escadre wird auS zwei Divisionen bestehen. — (SlovenischeTheatervorstelluna.cn.) Der slovenische dramatische Verein in Laibach beschloss in seiner vorgestrigen Sitzung, im neuen Landestheater zwei Vorstellungen wöchentlich zu veranstalten. Wir behalten uns vor, auf diefe Angelegenheit zurückzukommen. — (Gemeindewahl.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Mannsburg wurden die Haus< und Realitätcnbesitzer, und zwar: Johann Levec in Großmannsburg zum Gemeindevorsteher, Michael Stare in Großmannsburg, Anton Slok und Johann Gregorec, beide in Kleinmannsburg, zu Gemeinderäthen gewählt. — (Promenade-Concerte.) Im Monate Mai finden in der Sternallee zwei Promenade-Concerte statt, und zwar am 3. und am 10. d. Mts. Beginn jedesmal um halb 12 Uhr mittags. — (Circus Amato.) Da die Directoren Herren Amato ihren Circus in vollkommen trockenem Zustande eröffnen wollen, wurde die erste Vorstellung auf Diens« lag den b. Mai verschoben. — («Armeeblatt.») An Stelle des verstorbenen Oberstlieutenants Emil Dembsher hat Herr Alfons Danzer, l. und k. Hauptmann o. R., die Redaction des «Armeeblattes» übernommen. Neueste Post. Briginal-Telegramme der „Laibacher Zeitung". Wien, 30. April. Der Adressausschuss des Ab. geordnelenhauses setzte heute die Specialdebatte über den vom Referenten Abg. Dr. Ritter von Bilinski vor° gelegten Adressentwurf fort. Bei Alinea 15 beantragte Nbg, Dr. von Plener einen Zusatzantrag. welcher dem Wunsche nach ungestörter Fortentwicklung der Volks-fchule Ausdruck gibt. Dieser Antrag wurde mit 20 gegen 15 Stimmen abgelehnt, worauf Abg. Dr. von Plener im Namen seiner Parteigenossen die Erklärung abgab, dass sie von einer weiteren Amendierung des vorliegenden Entwurfes Umgang nehmen und einen felbstän-digen Adressentwurf vorlegen werden. Heute abends soll die Specialdebatte fortgesetzt werden. Prag, 30. April. Wie das heutige Abendblatt der «Politik» meldet, wurde gegen den Pfarrer Lischka in Kladno ein Dynamitattentat verübt. Heute zeitlich früh wurde in Kladno eine ungeheure Detonation vernommen ; die Bevölkerung strömte zum Pfarrhause, von wo der Schall kam, und fand hier vier Fenster zertrümmert und aus drr Frontmauer mehrere Ziegel herausgebrochen. Es ist offenbar, dass man es hier mit einem Attentate gegen den Pfarrer Lischka zu thun hat, gegen welchen einige der anarchistischen Partei angehörende Arbeiter von Kladno ihre Angriffe richten. Nur dem Umstände, dass die Patrone zur einer Zeit gelegt wurde, als die Bewohner des Hauses noch im rückwärtigen Tracte schliefen, ist es zu danken, dass niemand verletzt wurde. Pola, 30. April. Herr Erzherzog Wilhelm ist zur Inspicierung der Artlllene h,er eingetroffen und wurde auf dem Bahnhöfe vom Herrn Erzherzog Karl Stephan, dem Hafen-Admiral, dem Äeznlizhauptmanne und dem Officierscorps empfangen. Erzherzog Wilhelm ist im Palais des Erzherzogs Karl Stephan abgestiegen. Generalmajor Kropatschel lst zu den Artillerie. Uebungen hier eingetroffen. Berlin, 30. April. Das Wolff'sch^"^ aus St. Petersburg, die Reiseroute °^ft^ Georg sei abgeändert worden. Die W" hF^ Triest und Wien erfolgen. Wie «""" „ >B Großfürst Michael seinen Abschied z« "" den Ruhestand zu treten. ^lenb^' Hamburg, 30. April. Die ^ ^^ aus Iquique, dass die CongresstrllPP^' i _ der Provinz Atacama eingenommen ° ^ >'^" Mann starken Truppen Balmaceda s I" Antonio. ^, ^drB".' Charleroi, 30. April, sind von Brügge eingetroffen. «" v in der Umgegend vollständige R"^' „den^^ Paris, 30. April. Die Trupp" ^,h^ für alle Fälle consigniert sein. Ae ^.,^>>,, den aufgefordert, die in ihrem ^"^ hlM^ nition an einem sicheren Orte a"'' Freitag ihre Läden geschlossen zu h"" ^z. i. London, 30. April. Wie d'e ^ <'^ paraiso melden, explodierte letzten Mo""" ^z i bombe im Paläste des Präsidenten, "" verletzt worden wäre. ^ >,« vo" ' Petersburg, 30. April. Der "", ^ negro und die Großfürstin Milica pno v.^^ Auf dem Bahnhofe hatten sich °" ^M^" dimir, Alexius. Georg Mihajlov'c uiw ,5 berg zum Empfange einqefunden. ^" ^ i^ Newport, 30. April. Gesten' ^ ^sB Dollars Gold zur Ausfuhr nach ^ ? > Bestimmungsvlt ist noch unbekannt. ^^-< Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Dolenc, Krainburg. ^nll. b" ^ ' Grünbaum, Reisender. Budapest. ^ «"" zM',,,, ^' hamer. Kaufleute, Wien. - Zhub" ^^ Ock^^'> tions-Ndjunct, Litta' - Weih, w"/' lfM - -Kreuz. — von Tanwicini, Assistent. " ^blil . Slajmer. Arzt, Agram. - GlobocN'l, ^ He'!"^ und Grenzmann. Kaufleute. V"l'N- ^i!, ., Rosenheim. - Sarabahia, Capitän,'"" L'"^^ Pelarel. Kaufm,, Wien - Fi^ Kau'".>^<^,^ Hotel Stadt Wien. Tandler, Schmidt s. v^ Hie" ^H, Lemberger. Fischer. Kaufleute! 3H OoKl,^ Vraune. Lederhändler: Vraune, "a«'"^ P ^ Reis.. Praa. - Meller. Triest. - H ^ s's" / berg. — Grill. Bezirlshauvtmann. "" ^/ Vludcnz. - Iorzenon. Freudenthm- ^^5^:^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. H'Nn'an".^H'c'.^ Frau, München. - Vidmar. Handels, W . - Kordisch s. Familie. Villach. - " Z« H,^ - Petrovec. Lehrer. Cemsen.l. ^H^l,^^l.^ Hotel Aaierischer Hof. Planinz, G"ndM ^. ^g . man. Leschitz. Kriz und Lakner, Vom«, - Vamberger, Reisender, Tnest^^^^-^ ^ Verstorbene. ^^ Den 29. April. Rudolf K°v°c. "^h ^5. Polanastrahe 27. Darmtatarrh, 7" ^ ^ Pa"'"' ^«,/ der christlichen Liebe vom heil. Vlncen« ^ thal 11. Tuberculose. n<<,l'anc.^" > Den 30. April. Johann ^ssecftcht .^< 74 I., Petersstrahe 28. allgemelne^^^ 7 Golk^ Llltbach, 29, April. Auf dem b^ei ""' V schienen: 6 Wagen mit Durchschn^^--^^ ^ Weizen pr. Helt.li. ^ °8^ I^c"^ ^ ^ Korn . 5 36 «! 7 Z ^pr. ^M ^5«/ Gerste . 4 87 ^NHchP ' H' Hafer . 3 50 >^0 ^'Ni,'ch ,,. . ^<> Zalbfruch, . - - 540 >H>eH » ^<' Heide" ' Hirse . 5 20 5 88H? ^l pl. . ^ Kuluruz . b b0 t> 5 V°^„ ^. , ^Zj Erdäpfel 100 Kilo 3 2 —" A" pl- ^'. - ' ! ^ Linsen pr. Hellolit 10 - - ^ Aroh , ^, p" 6^ / Erbsen . Fisolen ' 9---------" 4 ' ^ ^' Nindsschmalz Nil» — 88 — ^ ^ we'ch i Schweineschmalz» — 68^^^^lot?! , ^^ Vpeck, frisch, » - 52 ^ ^ ^ w"»'"^^^ Mte»l°l°«ilche Ve°bM!!^^ ^ —?-^?7^ ;.F"b 9.Äd.! 738-8 13 0 .^'stecnc''^^ Morgens bewdltt. dann he^ u- ^ Tagesmittel der Temperatur ^^^g!'^ Normale. _^—-^^"> 3' Verantwortlicher Ne^"" ' ^ '^HUm., «,. gg. 809 l. M»i !89I. Course an der Wiener Börse vom 3^. April 189l. N«« d« »„!°ell» «°uiM°»° , ^ " - 145 - l4« - 3,^uer!«i. ii0'^ i,i-_ Nt»,, ' - lNi-80 102^ K llü- btu, dto, 4>/,°/o. . . 100 «,0 101 «0 dlo, btll. 4»/u . . . 97-30 97-80 dto. Präin,-Schnldverschr. 3«/<, 10925 10975 Oest. Hypothelenbanl inj. bo"/« 98?s i>>» 3« Oest.-ung. Nanl Verl. 4'/,°/<> . W1 ^>" ^«2- - detto » 4"/„ . , 99-70 100 1U detto ÜOjahr, . 4°/, , , 99 70 100 10 Priorilätü'Gbliaalionen (für 100 ff.), Ferdinandz-Ätordbah» Em, 1«8L 9090 100 ?.U Vllllzische Karl - Ludwig - Äahn Em. 1881 300 fl, S. 4>/,"/« . 100 - 10020 Veld Ware Oesterr, Norbwestbahn . . . 107- 108 — Staatsbahil....... 193 — 194 — Eüdbllhn k 3»/„..... 150-50 151-50 » k 5»/„..... 119-20 120 — Ung,'«'lliz. Nahn..... 10l!'8b 10»-25 Diverse Kose (per Stück). Crcditlose 100 fl...... i90.'»(' l92-- Clary Lose 40 fl...... bS'5.» 57 50 4°/„ Donau-DllMpfsch, 100 fl. . 12b— 126 — Lllibacher Präm. -Anleh. 20 fl. Ü150 22-50 Ofener Lose 40 st..... 5850 59t>0 Palffy Lose 4« fl...... 5575 5«25 Rothen Kreuz, öst. Ves. u., 10 fl. —-- - — «udolph Lose 10 fl..... 20-50 HI-50 Salm°L°sc 40 sl...... bli'40 «0- - Tt.V^ims Lose 40 fl. ... 81-- 88 — Waldstein Lose 20 ss. . . 3850 37 — WindilchGiäh'Lose 20 fl. . . 51— 51-75 Gew.^Lch. d. 3«/<, Präm,-Echuld< verschr. der Vobencredllanstalt »7— 29-— sank.Hctien (per Stück). Nngloöst, Van! 200 fl. «««/„ E, , ls>1- - 1«Iü0 Äanlverein, Wiener, 100 fl . 113-25 I1«"?!> «dc-r. Anst, üst,, 200 fl. S.40"/„ 3^2 — 353' Vrdt. Unst. f. Hand, u, G. if>0 st. 30150 302 — Creditbanl, «llss, miß, 2U0fi . 343 — 344- Depositenbank, Allg.. 2ou fl, . 2Ci-25 205-25 Vöcompte Ves,, Ndröst., 50» st. L03'— S13 - Viro- u. Casscnv., Wiener 200fi. 213 — <>15-.. »tld Ware Hypothelenb.. «st.2NN st. 25°/»«. 71'— —'- Lanberbanl. bst, 200 st. G. . , 21? 2« 21/-70 Oesterr.-ung. Nanl 600 fl. . . 995 — 09? - Untonbanl 200 fl..... 239-25 23975 Verlehrsbanl, Allg., 140 . . 159-50 160-50 Artien vun Transport-Unternehmungen. (per Stück). Albrecht-Bahn 200 st. Silber . 88— W- . Alfülb-ssiuman. Vahn 200 st, S. 2025^ 20ll-50 Böhm, «orduahn 150 fl. . . 202 — llNÄ'ü > » Westbllhn 200 st. . . , 353-50 3i>Ü'k>0 Buschtiehraber Eis, 500 fl, CM, 1245 1250 dto. Mt, V.) 200 fl. , 494— 4Ä5 — Donau - Dampfschlfffahrt - Ges.. Oesterr. 500 sl. CM. . . . 305— 309 — DranMs. (N.-Dl),-Z.)2«0 fl. S. 2 >0 — 200 «0 T>!!i,-N°denb,-Eis,-N, 200 st. S. —— —'— Ferdinands Nordb, 1000 st, CM, 2840 2850 Val, Carl Ludw. V, 200 fl. CM. 221-25 2li1-?o Lemb. - Czernow. - Iassy»Eisen- bahn-Vesellsch. 200 fi. T. . . 249-25 250 — Lloyd,öst.'Ung,,Ir-10 Südbahn 20» st, Silber . . . 1ii2i> K4-75 SudNorbb.Nerb.-V.200fi.LM. 18250 1«3-5>) Xramwah-Gel.,Wr.,i7Nfl.«. W. ^28 — 280'— » neue Wr., Priorität«- Uctlen 100 fi...... 95-. - »«-— Ung.-gallz,«isenb. 200 fi, Silber 19950 199 75 Veld War« Ung. Nordostbahn LN0 fl. Ellb« 19?-?b 1S8 — Uiig.Westb.(«aab'Vraz)20Nfl.V. 199'ö0 2