Nr. 217. Plllnnm«iat und der Kcllrr» wiuhschaft un Ackerbau-, Obst- uud Weiubauschulen; Nr. «4 da« Gesetz von, 15. Juli 1877, betreffend die Maximol- tarife filr die Personeudesürdcruug auf den Eisenbahnen; Nr. 65 da« Gcseh vom 18, Iull 1877, wodurch d»e au« elucm Rcalitcitcntauschc sich ergebende Bcrmchrung deS von 5.'eo-polo Freihcirn v. Haau errichteten Fldeicommisscs bewilligt wird. (Wr. Zig, Nr. 21i» vom ^U. September 1877.) 3iichtalntlichel Theil. Zur Minister-Entrevue in Salzburg. Der dieserlage in Salzburg stattgesundenen Zu, sammenlanft der leitenden Staatsmänner Deutsch» lands und Oesterreichs schtntt begreiflicherweise auch die deutsche Presse die gröhle Aufmerksamkeit, und mehrere hervorragende Glälter widmen ihr ausführliche Leitartikel. Die Berliner National. Zeitung legt das Hauptgewicht auf die Freundschaft zwischen Ocstcr. reich und Deutschland. Sie schreibt: „Hätte man in Europa voraussehen können, daß der heutige Tag das heulige Älld auf dem Kriegsschauplätze zeigen werde, die leidinichaftlichen Kämpfe der Interessen und Parteien waren zum großen Theile ausgeblieben. Ist die Ruhe Feuilleton. Ein Frauenleben. Siltenromau au» einer Großstadt. Von Fr» uz Ewald. (Fortsetzung.) Der Baron schritt schnell den Corridor entlang, er war neugierig, wer ihm in so sonderbarer Weise seine Aufwartung zu machen wünschte. Seine Verwunderung stlcg aber noch mehr, alS er in dem Vorzimmer einen Mann von srhr zweifelhaftem Aeußern fand, der dem Baron mit einer theatralischen Verbeugung entgegentrat. „Was wünschen Sie?" fragte der Baron mit scharfer Stimme. „Ich glaube, mein Wunfch läßt sich nicht so in aller Kürze aussprechen, oder vielmehr ist es weniger ein Wunsch, der mich zu Ihnen führt, als weil ich über eme gewisse Sache eilte Verständigung mit Ihnen herbei' führen möchte", fagte der Angeredete. Der Baron war sichtlich von dem Tone, in wel» chem der Mann zu ihm sprach, überrascht. „Eine Verständigung?" fragte er. „Ich verstehe Sie nicht und muß die Befürchtung aussprcchcn, daß Sie sich in der Persönlichkeit irren. Ich habe nicht die Ehre, Sie jemals gesehen zu haben." Gesehen vielleicht wol", sagte Mister Darr in sehr trockenem Tone, „aber Sie erinnern sich meiner viel« leicht nicht mehr. Dazumal, als ich das große Vergnügen genoß, Eie zu^sj z« sehen, war ich eine Nebenperson in dem Stücke, welches wir zusammen ausspielen werden." llck >?" ^"°" l""lbe aufmerksam. Der zuversicht. ihm nlcbt ^ wachem der Mann zu «hm sprach, behagte „Sie wurden mir einen Gefallen erzeigen, wenn Sie mir möglichst lurz sagen wollten, waS Sie hierher führt", sagte er ein wenig unsicher. „Was mich hierher führt? Nun, so hören Sie'. Es sind nun ungefähr zehn oder eilf Jahre", begann Mister Darr, und wie von einer Natter gestochen, fuhr der Baron bei diesen Worten zusammen. Gleichwol glitt ein höhnisches und triumphierendes Lächeln zugleich über sein starres Gesicht, denn dem Baron war es nicht möglich, seine Fassung sogleich zu gewinnen. „Ich glaube, eilf Jahre", fuhr Mister Darr lana-jam fort. „Bitte — ich glaube, wir treten hier ein", brachte der Baron mühsam hervor, die Thür seines Zimmers öffnend. Nachdem der Baron und Mister Darr in den hellen, luftigen Raum eingetreten waren, schloß der erstere vorsichtig die Thür, und er zog sogar die schweren Sammctvorhänge zusammelt. Dann ließ er sich schwel-gcnd in einem Sessel in der Nähe des Kamins nieder, indem er Mister Darr aufforderte, ein Gleiches zu thun. „Fahren Sie fort", sagte er dann kaum hörbar. „Es mögen eilf Jahre sein", begann Mister Darr wieder, „als ich zum erstenmale das Vergnügen genoß Sie zu sehen. Es war im Wirthshause zum „Goldenen Stern." „Irren Sie sich nicht?" „Nein. Ich würde Sie unter Tausenden wieder erkannt haben. Wenn man Menschen unter so besonderen Umstünden begegnet, vergißt man sie nicht so leicht" «War das etwa bei mir der Fall?" nun gefährdeter jetzt durch die russischen Niederlagen, als sie gewesen wäre durch russische Siege? Wir meinen nicht. Große russische Siege, ein Niederwerfen der Türkei hätten vielleicht dem scharfsinnigen Staatsmanne, um welchen Fia»lreich trauert, recht gegeben, wenn er von ihnen einen allgemeinen Grand Europa's fürchtete, wenn er annahm, dah da urch Oesterreich gefährdet und Deutsch, land in weiterer Folge davon ln Mitleidenschaft gezogen worden »ire. Die Drohung, die in einer Niederwerfung der Türkei für Oesterreich gelegen ware nnd die viele für eine absolute, andere, zu denen wir un« bekennen, für eine sehr relative halten, ist vorläuft,, abgewendet, über der Zweck, zu dem sich die drei Kalserhofe ver. banden, drstchl fort." 2 <. "" O^"^ ihres Artikels läßt die ..National. Fellung« «ußlano beiseite und spricht nur noch von den zwei Ka.serstaaten. Sie sagt: ..Die beiderseingen Inter, essen haben die Center unserer Staaten zusammengeführt, "e heutige politische Lage kann dieses Vmdemitlel nur verstärken. Deutschland will Frieden, und in wessen In. lcre,se es liegt, da.setbe zu wünschen, der mag unser Ge.wsfe sein. Große Fragen harren der Lösung. Nicht in Salzburg werden sic am Mittwoch gelöst werden, über wot lann dort mancher Stein zu der Schutzwehr hmzugetragen werden, welcher die beiden Reiche aegen Störungen bewahrt. Von dem ferneren Einvernehmen abhängen «"" """ ""senllich die Zukunft Europa'S n?..ü.^ Allgemeine Zeitung polemisiert gegen Rußland und d.e deutschen Russenfreur.de. Sie begrüßt o,e «valzburger Zujammcntunft mit der Erwartung, U..^ ..""steste Prüfung der entscheidenden Interessen ^ttlteleuropa s unmöglich z« einer über die versprochene Neutralität hmausgreifenom Begünstigung derjenigen Macht fuhren könne, deren Anspruch auf ein europäisches Mandat für die Herstellung menschenwürdiger Zustände in den unglücklichen Ballanländern nur von mangel, haflester Einsicht und verirrlem Rechtssinn anerkannt werden konnte." — Von der Stimmung in Deutschland yelßt «« dann weiter: „Auch in Deutschland siegt allmälia die Ueberzeu, gung. daß nicht blos das Interesse des von einem um. sagenden Fortschreiten panslavistischcr Machlgelüste be. drohten Donaureiches, sondern auch die Zukunft der germamschen Kultur und unserer national-staatlichen Enl. Wicklung durch eine russische Lösung der großen Probleme dcr Onemfrage die für uns annehmbare Entscheidung nicht finden würde. Um so zuversichtlicher darf auch er» wartet werden, daß auf dem hohen Areopag, welchem mit dem für unseren Erdlhcil maßgebenden Einfluß auch die höchste Verantwortlichkeit für die Betheiligung Deutsch, lands an der Löfung der Orientfrage, feine Einwirkung I „Machen Sie keine Winlelzüge, Hrrr Baron," ^ sagte Mister Darr. „Erlauben Sie, daß ich in meinen Mittheilungen fortfahre, und Sie werden sich diese Frage selbst beantworten." Herr von Plöger mochte eingesehen haben, daß er eine gefährliche Rolle spielte. Er hatte die Ueberzeugung gewonnen, daß er den Mann vor sich niemals ill seinem Leben gesehen halte. „Fahren Sie fort", sagte er daher in etwas verändertem Tone, „aber ich mochte Sie doch bitte», die Sache möglichst lurz zu fassen. Ich habe allerdings ein reges Interesse, da der von Ihnen angegebene Zeitpunkt merkwürdigerweise mit einem für mich außer« ordentlich schmerzlichen Ereignisse in meiner Familie zusammentrifft." „Ah!" sagte Mister Darr. „Ja, es war vor eilf Jahren, als mein Schwager, der Graf von Milowsly, im Wirlhshause zum „Gol» denen Stern" gefangen genommen und nach Sibirien transportiert wurde, wo er bald darauf starb. Er hatte sein einzigis Kind in dem genannten Wirlhshause zurückgelassen, und um nach meiner Nichte Nachforschungen anzustellen, war ich allerdings einmal da. Sollte ich Ihnen dort begegnet sein? Ihr Gesicht ist mir freilich durchaus fremd." „Wol möglich, Herr Varon, ich war damals ein Knabe von vierzehn Jahren." Der Baron sah den Sprecher mißtrauisch nn, aber obwol ihm derselbe älter erschien, ließ es sich doch nicht mit Bestimmtheit sagen, daß er es in der Ihat «,"- ..WaS erfuhren Sie damals über Ihre N'4" fuhr Mister Darr fort. 9nie«/se se/n." ..Da« wird für Sie o«m keinem 9" mf die Beendigung unnennbarer Greuel und die Wicder-jerstellung des tief erschütterten Weltfriedens zusteht, «ben den Rücksichten der Menschlichkeit und dynastischer öoyalilLt auch die der Kultur und der allgemeinen Wohlfahrt ihre volle Würdigung finden und den Schwerpunkt unserer Allianzen in derjenigen Richiung bestärken wer-den, in welcher für uns die wahre Gemeinschaft nationaler, politischer und lulturlicher Interessen lieat.« Auch die halbamtliche Berliner Provinzial« Korrespondenz widmet der Salzburger Begegnung einige Bemerkungen, in welchen der Zusammenkunft des Grafen Andrafsy und des Fürsten ViSmarck unter den gegenwärtigen Verhältnissen eine ganz besondere politische Bedeutung beigelegt wird. Sie sagt: „Das innige und vertrauensvolle Einvernehmen beider Staatsmänner habe seit einer Reihe von Jahren erheblich dazu beigetragen, die gemeinsame Politik der drei Kaiser für den Frieden Europa's zur erfolgreichen Geltung zu bringen. Gerade unter den augenblicklichen Verhältnissen sei es deshalb auch von größtem Werthe, wenn die beiden Staatsmänner über die weitere Durchführung ihrer großen Aufgabe vertraulich sich aussprechen." — Daß die beiden Minister über ein Mediations. Ersuchen von irgend welcher Seite ihre Ideen auszutauschen halten, wird neuerdings von bestunterrichteter Seite trotz der gegentheiligen Versicherungen verschiedener Blätter auf das bestimmteste in Abrede gestellt. Ein solches Gesuch sei nicht erfolgt und könne mithin auch nicht Gegenstand der Erörterung gewefen sein, was allerdings nicht ausschließen würde, daß akademisch die Frage zur Sprache gekommen sein kann, welche Schritte im Interesse dcr Erhaltung des Friedens für Europa und der Nieder» erlangung des Friedens für den Orient die Diplomatie anzustreben habe, wenn in einer näheren oder ferneren Zukunft der Mediationsgedanle Aclualilät grwinnen sollte. Was man über diese allgemeinen Gesichtspunkte hinausgehend von bestimmten Vorlagen zu erzählen weiß, die in Salzburg zur Discussion gekommen wären, geHort in das Gebiet willkürlicher Hypothese und Erfindung. Das Wahl-Manifest Mac Mahons. DaS schon seit längerer Zeit angekündigte und mit Spannung erwartete Wahl manifest des Präsidenten der französischen Republik, Marschall Mac Ma hon s, an das französische Voll ist erschienen. Das „Journal ! offiziel" vom 19. d. M. bringt eS an der Spitze seines Blattes. Das vom Minister dcs Innern, Herrn von Fourtou, gegengezeichnete Manifest lalltet: „Franzosen! Ihr steht im Begriffe, zur Wahl Eurer Vertreter in die Deputicrtenlammer berufen zu werden. Ich bin nicht willen«, irgend eine Pression auf 1780 Eure Wahl auszuüben, aber ich halte darauf, alle Zwei-deutigteiten zu zerstreuen. Ihr müßt wissen, was ich gethan habe, was ich zu thun gedenke und welche die Folgen dessen sein werden, das Ihr selbst zu thun im Begriffe seid. „Was mein eigenes Thun anbelangt, so habe ich seit vier Jahren den Frieden erhalten, und das person, liche Vertrauen, mit welchem mich die fremden Herrscher beehren, gestattete es mir, unsere Beziehungen zu allen Machten täglich her;lia)er zu gestalten. „Im Innern ist die Ruhe auch nicht einen Augen» bl ck gestört wurden. Dant der Politik der Eintracht, Nische vor allem dem ^m-.or ergebene Mä,». me Uo^licköfalle zum Stillstände gedrachtt össe-,Niche Ü!olil> ^ fujrl luildcr lyi-n A.ls>chwll>lc, gcnulnuuil, I'e' all gcmc«,'..' ^j»^i!'!il c> l'i. der schwebn La'l'N nnaeayt.t, ., ,li<^»; c><> Nal.o >a.ln0il Hat si h Ulfestiql. Franlr»,,ch, >llw oertrauclll». >ah glcich^itlg seine st»,ts i^.anl cn Grundlage,» re» l con>uUlnrt. Älle«n dnse giotzei» Ne uliale waren V0!< em« Gcsahr bedroht. Dic O^pntleitenlammer, welche sich jeden Tag mehr der ^cttung der gemäßigten Männer entzog und mehr und mehr von den anerkannten Häuptern des Nadicaliömus beherrscht ward. war dahin gelaxgt, den mir gebärenden Antheil der Autorität zu mißtennen, welchen ich nicht verringern lassen tonnte, ohne dle Ehre meines Namenü vor Euch, vor der Ge> schichte zu engagieren. Gleichzeitig den legitimen Ein» fluß deS Senates bestreilcnd, ging die Kammer auf mchll» Geringeres aus, als das nothwendige Gleichgewicht der durch dlc Constitution eingesetzten Gewalten durch den Despotismus eines neuen Conoentes zu ersehe». Ein Zogern war nicht gestattet. Bon meinem conslitu tionellen Rechte Gebrauch machend, habe ich — nachdem der Senat eine conformc Anschauung kund gegeben — die Deputiertenlammer aufgelüst. „Ietzl ist es an Euch, zu sprechen. Man sagt Euch, daß ich dle Rcpublil stürzen wolle; Ihr werdet es nicht glauben. D»e Constitution ist m meine Hut gegeben; ich werde ihr Achtung verschaffen. Was ich von Euch erwarte, ist die Wahl tluer Kammer, tue, sich über die Parlli« bestrebungen erhebend, oor allem den Angelegenheiten des Landes ihre Sorgfalt zuwende. „Oii den letzten Wahlen wurde mein Name miß» braucht; umer jenen, die sich damals für meine Freunde ausgaben, waren viele, welche mich ohne Unterlaß be< kämpften. Man spricht Euch heute noch von der Erge« oeüheit für meine Person und gibt vor, blos meine Minister anzugreifen. Ihr werdet Euch durch diesen Kunstgriff mcht täuschen lassen. Um denselben zu vereiteln, wird Euch meine Neg»erung unler den Kandidaten diejenigen bezeichnen, die sich allein auf meinen Namen berufen können. Ihr werdet die Tragweilt Eurer Voten reiflich erwägen. Meiner Politik günstige Wahlen werden den regelmäßigen Gang der bestehenden Regierung erleichtern und das von der Demagogie untergrabene Autorilätsprinzip festigen; sie weiden die Ordnung und den Fneden sichern. Meiner Politik feindliche Wahlen würden den Conflict zwischen den öffentlichen Gewalten verschärfern, den Geschäftsgang hemmen, die Agitation nähren, und Frankreich würde, inmitten dieser neuen Verwicklungen, für Europa Gegenstand des Mißtrauens werden. „Was mich anbetrifft, so würde meine Pflicht mit der Gefahr wachsen. Ich könnte den Forderungen der „Vielleicht doch. Der Wirth zum „Goldenen Stern" sagte Ihnen, das Kind sei todt — ^ie alauvlen chm aber nicht, aber es war ja auch Ihre Pflichl, sich nicht auf das Zeugnis eines einzigen Manne«! zu verlassen. Sie stellen weitere Nachforschungen an und erfuhren dann, daß die Tochter des Grnfen MilowSly noch im „Goldenen Stern" lebte." „Das ich nicht wüßte — das Kind ist in der That gestorben." ..Meinen Sie, Herr Varon? Bitte, hören Sie weiter. Ich verdenke es Ihnen nicht, daß es Ihnen lein Vergnügen macht, mit einem Fremden, wie ich bin, über die Sache zu reden, vielleicht ändert sich Ihre Ansicht aber darüber, wenn Tie in Erfahrung bringen, daß ich in dieser Sache lein Fremder bin. Sie hielten es für Ihre verwandtschaftliche Pflicht, die kleine Polen« plinzessin aus dem Hause zu entfernen, und es gelang Ihnen in der That, im Marltgldrünge das Kind seinem Wärter zu entreißen. Man könnte nun allerdings die Frage aufmzrfen, warum si« die kleine Erbin nicht in Ihr Haus gebracht haben, aber Sie werden gewiß Ihre wohlmeinenden Absichten dabei gehabt haben, daß Sie es in da« „Asyl" schickten, unter die ausgezeichnete Auf. sicht der Frau RudiSdorf." ..Mein H«r", sagte jetzt plötzlich der Varon, sich aufrichtend, „ich bewundere meine eigene Gutmütigkeit, die mich veranlaßte, Ihnen so lange zuzuhören. Meine Geduld «st letzt indessen zu Ende und meine Zeit mir zu kostbar, um Ihrem Geschwätz länger mein Ohr zu leihen. Es ist gewiß nicht Ihre Sache, wie ich für mein« Nichte gesorgt habe, und ich halte mich nicht verpflichtet, Ihnen darauf Rede und Antwort zu stehen. Ich betrachte unsere Unterredung als beendet." (Fortsetzung folzl. Demagogie nicht gehorchcn. Ich fllnnle weder Werkzeug des Radicalism«« werden noch den Posten verlassen, auf den die Constitution mich gestellt hat. Ich werde bleiben, um mit der Unterstützung des Senats die con. servaliven Interessen zu vertheidigen und die treuen Functionäre energisch zu schützen, welche im schwierigen Momente sich nicht durch leere Drohungen haben ein-schüchtern lassen. „Franzosen! Ich erwarte mit vollem Vertrauen die Kundgebung Euerer Gesinrungen. Nach so vielen Prüfungen will Frankreich Stabilität, Ordnung und ssric» d.n. Mit der Hilfe Gottes werden wir ihm diese Gütrr ^hr w«rdl dnn Worte ein:s soldaten Gehör , lnc t l,el, P» lei, kew:r revolutionären oder ' '. > ,^nken ^eii>c.'sa.'llft dient und nur von der ^iebc B l.^,ande ^lci^l wird." — ^ .e franzüsti^n, Journale beschäftigen sich selbst« 0 snmd ch in ei> eheride^ Weisc mit t^m vorstehenden Ma,,lfest un^) couunenti.ren dasselbe jc n^ch ihrem pcl't'ch?n StcüUpunsle. Die c on »erv atinen Bla'.ler he.'e ub:remstiinme<>d lobend die llare u:>d energisch-öpr che hcriwr, wahrend d^e rc p<» blilanis ch ^n cinige S.eUen des Mani.csttS ledhast a>.greife». Vom Kriegsschauplätze. Die türtischen Siegesnachrichten über die Kämpfe nn Schipla»Passe waren etwas ver fruht. Dff>: nicht zu danken, ovwol einzelne O..tarlstcr Depeschen dc-i selben ir> Uussichi slellün mö'ch len. Eine veillirin hal — m ll>l die „P^sse", — bedarf Wo^en, um up.r^ tionsfähi^, g^chweige denn angnsfsweise schlagfertig zu jein. Andererseits ist nicht vlel Zeit zu verliere,', uno da die Nussm nicht wissen, wo sie sich gegen femd.lae Allgriffc zu wehren haben — ov bei Plewna, bei ^H p a oder an der Iantra, — so werden sie wahrschein^ch lz^ Defensive möglichst auf dic Punlle Sist^wa, Ojcla, N > lopolis und Plewna zu reduciere», suchen. Aber es hat fast den Anschein, als ob ihnen zur concentrierlen Defensive die Kraft des energischen Entschlusses ebenso seh' len würde, als seinerzeit zu eine« coi.centrierlcn Angriffe. Noch immer ist dle Verzettelung der Kräfte an der Tagesmdnung, und indem die Russen alles halten möch len, könnten sie leicht gezwungen werden, das aufzugeben, was ihnen am schwersten fällt. Die Eroberung von Nilsit. Ueber die näheren Details der der Capitulation der türkischen Veste Nitsii vorangegangenen Ereiginsse und den begreiflichen Jubel, der über die endliche Er« gebung dieser lange belagerten Stadt im Lager der Montenegriner herrscht, geht der „Politischen Korre« sponoenz" nachstehender, aus Eetlnje den 12. d.M. datierte Bericht zu: „Nllsit ist gefallen! Am 7. September nachmittags «hielt man hier Kunde von türkischen Telegrammen, welche ganz Europa anzeigten, die Montenegriner wären vor Nilsit aufs Haupt geschlagen und hätten nach einem Verluste von 1300 Todten die Belagerung von Nilsit aufgehoben. Gegen Mitternacht zwischen dem 7. und 8sinst Nilula seinen Einz..g in das judsiauisäic T>oja, nachdem die Naiionalsadne a>" lM> sten Punkte ausgepflanzt woroen. Gegen Ml ta^j nlMl di: sjürilm Mllena vom Füriicn ein Tel^'amiHlel. und umgcb'N von der GelsUlchlci« ">'l dem Metropoliten und allen Nolal^ln orr t>ar>cnc>en Vlillslnenae das freudige E eign« vcrtündcie. N^ e'üenwuüendes Hurrah- u»d H oicruien, Kanonenjaloe"» Flinten» und P stolengetlialirr durchbia^ien dic 8l!sl u»d hallt«» von den Feljexmaucrn des Thalless.ls w>^ der. Ocn gangen Tag durchzogen singende und jauchende Gruppen die Gassen. Abend« war ^estbanlell ln dcl „^ocanbll" un!er Vorsitz des Metropolnen, das fast d>e gan^e Nacht dauerte, deren Stille durch häufige Freuden' schüsse unterbrochen wurde. ..Die näheren Details der Ueberaabt und Besitz' ergrrifuna von Nllsit sind noch nicht gemeldet und eiM'-Nachrichten, die mit der größten Bestimmtheit auflrelc»/ bedürfen ihrer Sonderbarkeit wegen noch immer der A' stätigung. So wird z. G. gemeldet, Fürst Nilola d>e der Garnis?» und den Bürgern gestaltet, sich mit süm^' lichen Waffen, außer den Kanonen, und mit allen H^' seliglellen auS Nilsit unbehelligt zu entfernen. InfM dessen wäre die Garnison mit dem FestungSlommandaN' len nach Gaölo, der größte Theil der Bürger aber na« Podgorica abgezogen. Wenn man nun annimmt, wie das erste Telegramm versichert, daß die Capitulation liedi»'' gungslos geschah und daß vordem fast alle Oefestlgu»gen mit Sturm genommen werden mußten, so wäre dies wol der erste Fall in der Kriegsgeschichte — und gc' rade das unkultivierte Montenegro muß damit begimic». — daß die Garnison einer so belagerten Festung, dll den Belagerern mehr zuleidc gethan, als die ganze ilbrigt Türlei, die sich kurz vor dem Schluhsturmc auf Onade und Ungnade ergibt, so glimpflich behandelt wurde. ^" Tagsdarauf begab sich die Fürstin mit dem Nachfolger in die neu eroberte Stadt, doch dürfte sie bald zurück' lehren, da sich der Fürst selbst kaum lange in Nilsit aufhallen dürfte." Politische Uebersicht Laibach, 21. September. Den Meldungen ungarischer Blätter zufolge soll heule in W>cn unter Vorsitz Sr. Maj. del! Kaiser« ein gemeinsamer Mmistcrralh stattfinden, in welchem der ge< nnmsann Slaalsooranjchlag pro 1878 festgestellt werde" soll. Zul Theilnahme an dk'>.m Eonjeil treffen die Hern" Mii-ister Ti»«za und Szell in W>, c»en be,^irsne"te>, ^ lo»-iellerc''. Autzeidem beabsich ,gl M mslclpasioen, T's^» o^seldel' Q^llle zulolge, m^ dem Glasen n seiner vorgestrigen Sitzuna ^" Änlraa Max Falls an, daß die Verhandlung des Oc!^' entwurfs über die 8OMillionen,chuld vorläufia verM und inzwischen über die Bantvorlage dem Hause "" separater Bericht erstatlet werde. In der vorgestrigen Sitzung des kroatische. Landtages wurde der wiederholt erwähnte Entwurf e»n' Adresse an die Krone vorgelegt. Das Delret. welches die Neuwahlen in Franl' reich verordnet, wird erst am Samstag im ..I"'"^ Officiel" erscheinen. Die vorzeitige Veröffentlichung oc° Wahlmanifestes deS Marschall.Präsidenten soll, wie oc' „Köln. Ztg." mitgetheilt wird, im Ministerrallie "' schlössen worden sein, um dem Manifest von Thler, welches zum Druck bereit ist und zu gleicher Zeit m dem des Marschalls erscheinen sollte, dle Spitze °" zubrechen. Man legt im Ministerium angeblich Mr^ darauf, daß das offizielle Manifest um einige "« früher ln allen Departements durch Maueranschlag vc lündet wird. . ^ Die en «tischen Journale bezweifeln, dah ° Zweck der Salzburger Entrevue die Friedensmedmi'" sei. Die „Times" meinen, bei Bjela müsse erst e'> Schlacht geliefert werden, ehe Meolalionspläne das ^ dium der alademlschen Discussion passieren tonnten. ^ Ideenaustausch zwischen dem Grafen Andrassy u»d or Fürsten Bismarck lömie eher Be.ug haben aus 1781 Wchten und Interessen Deutschlands im Falle einer großen russischcn oder türkischen Niederlage. Die spanischen Staatseinnahmen ergaben in dem Finanzjahre 1876/77: 718 Millionen Pesetas oder Francs, um fast 88 Millionen mehr als im Vorjahre, in welchem allerdings der Bürgerkrieg noch nicht beendet und die Pyrenäengrenze noch theilwcise im Besitze der Carlisten war. Alle Kapitel des Budgets weisen höhere Einnahmen auf, die Zollverwaltung eine Mehreinnahme von 11 Millionen. Die Gesammtausgaben sind noch nicht nachgewiesen, sondern werden erst zusammengestellt; sie sind höher als die Einnahmen, doch versichert die „Epoca", daß das Deficit nicht die von dem früheren Finanzminister Barzanallana angenommene Höhe erreichen werde. Das der niederländischen Kammer vorgelegte indische Budget für 1878 weist ein Deficit von 16'/, Millionen Gulden au«, hervorgerufen durch Ausgaben für öffentliche Arbeiten und Ausdehnung des Eisenbahn, netze« auf Java. Die Regierung beantiayt die Deckung de.- Deficits durch ein Anlehen von 16 Millionen zu 4^2 Perzent zulasten Indiens und die weitere Regelung der Emission durch ein Gesetz. Die heute vom Kriegsschauplätze elngetroffe« nen Nachrichten beschranken sich auf die Ereignisse im Schipia. Passe am 17. d. M. Suleiman Pascha gesteht ein, den Sieg zu früh telegrafiert zu haben, bc< hauptet aber im Gegensatze zu den russischen und Buta-rester Meldungen, daß er die Nilolaj»Redoute doch eine Zeitlang besessen habe. Für das Resultat und die Folgen des Kampfes sind die beiden Varianten ohne Belang. Suleiman Pascha verspricht die baldige Eroberung des Schipta-Passes. Bon der türtischen Armee am Lom werden nur Rec^,lioscitrungcn gemeldet. Die Russen stehen noch immer zwischen Lom und Iantra; das Hauptquartier des Thronfolgers befindet sich in Monastlr, eine Meile nordöstlich von Vjela, das Mehemed Ali's in Kopaze, fünf Meilen südöstlich davon. Die „Pol. Korr." nnldel aus Bukarest: „Die Actiontn bei Plew na beschränken sich keineswegs auf! ein conlinuitrliche« Bombardement der türkischen Positio-! nen, welches die Tüllen schwach erwidern, sondern es fin.! den seit 17. d.M. mehrere andetwlitige ArliUerietümpfe -statt, so namentlich wurden in dir Nacht vom 17. Sep.! tember von größeren türkischen Colonnen mehrere Aus,^ stille gegen die Griwiza Redoute gemacht, welche unter! bedeutenden Verlusten der Türken zurückgeschlagen wur»! den. Dagegen ist der von den Rumänen am Nachmittage des 18. September gemachte Versuch, die grüßte türkische Redoute vor Plewna zu überrumpeln, mißglückt; die Rumänen wurden mit einem Verluste von 300 Mann in die Grlwiza-Rtdoute zurückgeworfen." Dieselbe Korrespondenz meldet aus Montenegro: «Seit dem 18. September find auch die tülllschen Block. Häuser im und am Duga-Passe in die Hände der Monte« negrlner gefallen, nachdem den capitullerenden Vesahun. gen freier Abzug nach Stolac bewilligt wurde. Den türkischen Familien von Vilek wurde ebenfalls freies Gclelle nach Stolac gewährt. Die Montenegriner gedenken zu» nächst gegen Korjenice, dann gegenTrcbinjezu operieren.! Hagesnemgkeiten. — (Unangenehme Folgen der Zerstreutheit.) In einer Pfarrkirche in Prag erschien Sonnlag nachmitiag» ein Brautpaar mit seineu Zeugen, um daselbst getraut zu werden. E« verrann indeß V.erlelftunde um Viertelstunde, ohne daß der Pfarrer sich gezeigt hätte. Endlich erkundigte sich der Vräutigam (ein Mann des Lehrstandes) in der Sakristei nach der Ursache der unangenehmen Verzögerung, nnd da erfuhr er zu seinem nicht geringen Vrflemoen. daß von einer an diesem Nachmittage vorzunehmenden Trauung gar nicht« bekannt sei. Nun begab sich der Vräuligam zum Pfarrer, und dort stellte es sich heraus, daß da« Paar noch gar nicht öffentlich aufgeboten war. Der Vräutigam hatte nämlich bei der Anmeldung zi,r Iraunng die nothwendigen Documents ohne welche der Pfarrer da« Paar nicht aufbieten lonnte, vergessn gehabt, und nachdem er sich dieselben verschafft hatte, sie einfach bei sich behalten und erst zur Trauung mit» gebracht. Natürlich muhte die letztere unterbleiben und bis nach vollzogener Aufbietung deS Vrautpaares verschoben werden. — (Pr eis.Feuill eton.) Zu der von dem litelarifchen Ttntralbureau in Verlin ausgeschriebenen Preisconcurrenz waren b''i dem Ionrnalifteniog zu Dresden 134 Vewerbungen ein« «lgllngen. Die aus den Herren Dr. Klelle (Veilin), Dr. Stein (Nrealau) und I. Slettenheim (Verlin) bestehende Jury erlannie den ersten Preis von 300 Mall dem Verfasser de« Feuilleton« «lüterarische Zukunftsmusik" — Motto: Ernster Sinn im he.t'rn Weile -. Ht^n Redacteur des „Pruger Tagbluttes". F. Troß. lu- Den zweiten Preis — 150 Marl — "hielt filr da« Feuilleton «Das Feuilleton" Herr Dr. Heinrich Landesmanu (Hieronyrmis °rm) in Dresden; den drillen Herr August Semrau, Redacteur « „Morgen.Zcilung" in VreSlau fllr die Arbeit „E,n Wort l ble Hausbibliothelen." Die nächst bedeutenden Concurrent Hek'/?!' "°""' ''^«tulwifselischaltlichc Plaudereien" von Dr.Wilh. (»olni "°"'^' "6"l SlUbt der Hausfrau" von Lina Schneider wünscht "d^ Zollamts-Odyssee" von P. H, (Verlin. Verfasser lonst uud /^.^^"^""'^"^ ^"" Namens), und „Meisen lundj- dl l »^"^" H"l Staatsanwall Lugelcke in Slral, v°u Pr Otto a^" schließen sich °n: „Frauen als Vollswirthe" "nndl und „Wiener m Verlin" von Klara Sleinitz. — (Thiers' Familie.) Der„Figaro" berichtig» einige verbreitete Irrthümer über die FamilienangeltgenlMq Thier»'. Er schreibt: „Herr Thier» w« weder, wie Vapereau in den liantempolllin« beiichlct. der Sohn eine« Tuchhändler«, noch. wie «alzac behauptete, der Sohn eine« Schlosser« zu «if; feiu «ater war Ndvolat am Parlamenle in Melseill,- sein Großvater b,. kleidete die nämliche Stelle und war zugleich Direktor der Stadt« archive. Seine Muller war Fräulein Marie Mabelaine Amic. Tochter bz« Dlpulierten des Marfeilltr Handel« ,n K,ust«nlinopel und Cousine von Nudrö und I°fef «H6nier. Adolf Thier, wur b°« einzige Kind dieser Ehe. Cr hatte daher leine „regelmäßigen" Geschwister. W°« zu dicsem ofl widttlegten Illthume »uloß g°b. ist, daß Herr Thier«, der Vater von Adolf, aus einer andern Verbindung vier Kinder (drei Sühne und eine Tochter) hatte; l-tzlere war die famofe Frau Riperl, die 1848 die Toble d'hüte der Rue Nasse du Rempart hielt und deren Schild der Polizei. Präfcct hinwegnehmcn ließ. weil sie die Worte hatte d°:°uf fchen lassen: „Schwester de« Herrn Thier«. ehemaligen Loufeil«. Präsidenten.« General Lharlemagne. welcher eine« Tage« wahi-scheinlich da« große Vermögen de« Herrn Thin« erben wird. ist nicht, wie die «latter sagten, fei« «esse. sondern d« Vetter der Frau Th,er». Seine noch lebende Mutter war eine jüngere Schwester der Frau D°«ne. Mull« der Frau Thier«." — (»u» dem Verliner Hingh-life.) M°n schre.b. der ,N. fr. Pr."«u« Verlin- „Große, Aufsehen erreg, e« ... allen Kreisen der deutschen Hauplfiadl. daß Fürst Pulbus, der belannte Majoratsherr auf Rügen, mit Hinterlassung einer großen Schuldenlast nach Il»,i,n ^^„^ ^ «lbgesehm von der Verschuldung seiner großen Outer, soll der Fürst noch reit« leleglafisch berichle«, die 50. Verfamm. lung deutscher Naturforscher und Aerzte feierlich eröffnet. Der erste Geschäftsführer der Vets°mmln»g, Gehtimrath Dr. v. Pel-tculoser, erijssxet' al« Vorsitzender die Versammlung und theilte zunächst mit, daß der König die Ubsi^ ^tle, der Versammlung durch den Herzog Karl Theodor in Vaiern seinen huldvollft'n Giuß überbringen zu lassen ; da aber der Herzog infolge be« «b. leben« der Königin.Nitwe von Sachsen mit einer schmerzlichen Mission nach Dresden betraut wurde und zur Zeit von dort noch nicht zulüllgelehrt sei. so s^ jh«,. Redner, der «uftrag ge. worden, der Versammlung, deren Verhandlungen der König mit lebhaftem Interesse entgegensehe, den lllmglichen Gruß zu über» bringen, und schlage er vor als Gegengruß, dem Konig ein drei. maligc« Hoch auszubringen, wa« «uch geschah. E« erfolgte nun die Vegrüßung der Versammlung, und zwar im Namen der SlaatSregierung durch den Sta»l«ministlr Herrn v. Lutz, namen« der Residenzstadt durch den erster, Vürgermeister Dr. Erhardt, im Namen der Universität durch den Rector Professor v. Vrinz und im Namen der technischen Hochschule durch den Direktor Professor v. Beetz. Der Vorsitzende gebuchte hier besonder« be« Professor, Oler, der vor 50 I«hren die erste Versammlung berufen halte Dann folgte von Professor Dr Waldiger au« Straßburg ein Vortrug über «<5. E. v. Vaer und dessen Vedeutung fllr die Ent-wiltlnngsgeschichle" und hieraus van Professor Dr. Häckel au« Jena ein Vortrug über „die heutige Entwicklungslehre im Ver° hältnl» zur Gesammtwissenschast." — (U.N glück auf dem Starn berger See.) Samstag nachtS ereignete sich, wie man den «Münchner N Nachr." m.ttheilt, auf dem Starnberger See ein großes Unglück. Sieben Artilleristen, barunter ein Unteroffizier, welche aus An« laß der Manöver in Felbafing einquartiert waren, suhren, wie eS heißt ohne Erlaubnis, mit einem Echisser und einem Knechte in einem Segelboote nach Lconi und traten trotz Abrathenö nach halb 11 Uhr nachts die Rückfahrt auf dem stark bewegten See an. Ziemlich entfernt vom Ufer verwirrte sich das Segel vaS Boot schlug um, und von den neun. an da« Schiss sich Klam-mernden und um Hilje Rufenden wurden durch einen Schisser von Leoni fünf gerettet, während drei Artilleristen und der Knecht de« Gllfthausbesiherö von Feldafing untergingen. Von den letzteren wurde bisher nur ein Artillerist aufgefunden. Derselbe soll der Sohn eineS verm0gtichen LandmanneS aus Nieder» Naiern sein. fokales. — (Die Montanindustrie!! en der öfterre», chischen «lpenlündev beim Handelsminifter.) Die Deputation der kürzlich in Klagenfurl stattgefundenen Vn» samwlung der Monlanindustrielleu deröfterrei« chischen NlPlnlHnder wurde Dien«tag den 18. d. Vl. von 3r. Efc. dem Herrn H»nbel«miuister empfangen. Vti Ueber-reichung der seilen» d,r Versammlung gesoßten hanbel«polllischen Resolution sprach Herr Generaldirektor von Frey n»men« der Kohlen», E,seu< und Vlei-Industrielleu der Alpenlilnoer Oeft»'> reich« die Vitle au«: »Die Regieiung möge die jehl geltenden Zollsätze als da« Minimum dessen betrachten, wa« die Industrie vor dem sicheren Untergänge rette. Nur da» hohe Agio mache e« möglich, doh ausländische Waren nicht mit «uferen heimischen hier concurrieren können, diese« allein sei e«, welche« die bestehen« den Zollfähe al« minimale erscheinen lasse. Die Industrie sei v»n den guten Intentionen der Regierung überzeugt, sie müßte »on auch die Gewißhe.l haben, baß liine wie lwmer geartete Press»», ob diese von außen oder innen »u»g»he. diese wohlwollenden Intentionen vtlschlechtern könne und sie gelegentlich der Zoll» und Handelsoeitllge-Verhandluugtn mit Deutschland nicht an» di/ser Position verdränge." — Liner Mittheilung der „ltlgs. Ztg." zufolge, erwiderte Se. llfc. der Herr H»ndel»minifitr hierauf; „daß die R'gierung einen »nspruch auf Schuh der heimifchea Industrie vollkommen anerkenne und daß sie nnaeachlet der lebhaften Unftrengungen der deulfchen Delegierten leinen Moment auch nur einen Punkt der mit Ungarn vereinbarten Positionen verlassen habe. Nur der Einigkeit beider Regierungen Oellerleich« Ungarn« sei e« möglich gewesen, diese Position zu behaupten. Einig in den Anschauungen nicht nur bezllglich der für beide Reich». Hälften gleich wichtige» Frage der Eisen, olle, auch in »llen die Schaf, und vaumwoll «»Industrie betressenden Punkten, haben die ungarischen ^elegieUm treu zu ihren hiesigen Delegierten ,e» standen und eine Halluug beobachtet, die über alle« Lob erhaben sei. Vr werde n'ema!« und unter leinen Umständen sich au« der mit seinem ungarischen Kollegen eingenommenen Postllon herau»-drängen lassen, und er hoffe, daß das Endresultat der Verhandlungen den vedürfnissen der Gcfammtinduftrie »ntfprechen werde." — (Französische« Gastspiel.) Ein alle« Anscheine nach nicht uninteressanter Theaterabend steht dem hiesigen Publilum nächsttllagc in AuSsichl. Wie un» nämlich mitgetheilt wird, hat Herr Direktor Frihsche die auf einer größeren Oafispieltonr befindliche und seil einigen Tagen am Landeslheater m Graz gastierende sranzösische Schauspielergesellschaft, bestehend an« du» Damen: Frl. Helme Sciiwana und Frl. Lacroif und Herrn Iule« De«ch»mp«, zu einem einmaligen Nustttlen »n der Laib ach er Vühne gewonnen. Die genannte Gesellschaft wirb drei lleme srauzosischc Lustspiele — in sianjösifcher Sprache — zur Aufführung bringen und soll, wie un« von sachmännischer . Seile aus Vraz in einem warm empfehlenden Bchre.ven versichert !wird, »n diesem Genre in der That ganz Vortreffliche« leisten. Insbesondere werden ihr lebhaftes Spiel und vorzügliche» Ensemble gerühmt. Sofcrne ihr Gastspiel in Eroz nicht verlängert wird, tritt d>e Grfellfchaf! übermorgen den 84. d. Vl. hier auf. Das Programm del Abend» wird außer einem von den hiesigen Schauspielern aufzuführenden einacllgen deutschen Lustspiele »u« folgende» drei Piece» bestehen: „Uu t'oiiooUouui-lll «Kli^»". ooiuöüio uouvollo clo 2lr. cl'Uorvill?; — „I/llvuunv-ivmm»" omiiii-ouoo oomi^uv 6o Hlr. Dro^fug», »ui Iv livro äv Dum«« lii», 1ut«l^rLt6 pkl Nr. ^. I>u»«l2»iuj»»; — „Vn in»« <1»u» äu oown", vombäiv «n 1 »oto <^o Ur. I^^mdoi-t '^idoust,. — lTeneralverfammlnng.) Der Arbeiter« Bildungsverein in Ualbach hält morgen den 23. d. M. um 2 Uhr nachmittags im Gartensalon deS Vafthau-feS zum „Stern" am Kaiser Iosefs.Plahe eine Generalver-sammlung mit nachstehender Tagesordnung ab: I.) Vrricht Uv«r den Stand des VereinS; 2.) Neuwahl des Ausschusses. 3) die Stellung der Arbeiter in der Gefellschllfl; 4) Nntiüge im I«. leresse deS Verein«. — («ntlle Funde «m Iir?ntzer See.) Die G«, meinde Iirlniz ist derzeit mit der Anlegung eine» neuen W,ld. wege« beschäftiget. Zu diesem Zwecke werden unter Dolenjuv » « knapp »m Zirlnizer See Steine gegraben. Der V°ll«munb bezeichnet diesen Ort fchon lange geil a!« solchen. der in älteren Zeilen zu «nsiedlungen gedient hat, und hat man auf diesem Plahe schon mancherlei antike Gegenstände gefunden. Nunmehr aber, d« man tiefer gräbt, fanden bie Arbeiter, wie man der „Tr. Ztg,^ au» Zirlniz berichtet, Thongeschirre, in welchen mehr «der minder verbrannte Gebeine aufbewahrt waren. Die Thongeschirr» sind mit kleinen Schiefern bedeckt und 4 oder noch mehr Tchnh zwischen die Felsen einhegraben. Unter den topfen findet man Mn ,u«. gearbeitete kupferne Armbänder verschiedener Größe und vorzüglich ausgearbeitete Vusennadeln, Lanzen. Schwerter, sowie verschiedene andere Gegenstände. Alle« Vorgefundene wird sorgsam anfbewahrt, um e« seinerzeit dem llainischen k°ndt»muleum zu widmen. — lEin Riesenwel« im veldeser See.) Ueber einen kürzlich im « eldeser See gefangenen riesigen « el « schreibt man der „Tr. Ztg." unterm 19. d. Vl. au« Velbe«: ..Vergangene Woche fing der allen Veldeser Vadegästen bekannte Fischer Manbelc einen Wel» mit dem sieh,, der 145 n Dachzlmmer im Hause bewohnte und sich vor dem Feuer nur mehr durch ein rückwärtiges Fenster retten tonnte, beinahe alles verbrannt. i!etz> lerer war mit semen Eff^clen auf den Oetrag von 360 fl. ve» sichirt, während der Hausherr, der im ganzen einen schaden von beiläufig 500 st. erlitt, nicht assecuriert war. — (Hlnder a I« Vrandstifter.) Infolge unvorsichtigen Spielen» mit Zündhölzchen seitens einiger unbeaufsichtigt gelassener llinder im Aller von 7 bis 8 Jahren gerieth am I9len d. M. um 10 Uhr vormittag« eine dem Vrundbesther Ialob Zherniuz von Draule bei Laibach gehllrlge Fcuchtharvfc in Vrand und wurde vollständig eiugeiischclt. Da dieselbe mil Hirse und Getreide vollgefüllt war, so beläuft sich der dem Vc« sitz« durch den Vrand zugefügte Schade auf mehr als 300 fl. — (Postalisches.) Da« l. l. Handelsministerium hat angeordnet, daß auf den von der Postanstalt amtlich aufgelegten Launeit« zur Versendung von Gelobriefen lünftig die Umschrift: „l. l. Hof und Staa»sdrucktl«i" um den in der linlen oberen Eckt gedruckten l. l. Adler wegzubleiben habe und dafür in halbrunder Umschrift über dem letzteren die Veze,chnunz „ Poftwerth « zeichen" und unterhalb der bisherige «ufatz: „Preis per Stück 1 lr." anzubringen st«. D»e übrigen auf der Aoreßfeite derzeit befindlichen Vezelchnungen bleiben unverändert. Mit der Hiuausgabe dieser neuen Ollobrief-Louveils wird jedoch erst nach vVlligem Vtlbrauche der jetzigen Couvertgollung begonnen werden, und findet «in Umtausch der gegeuwäitlg in Verwendung stehen« den gegen neuartige mcht statt. Neueste Post. Wien, 21. September. (L. Ind.) Der deutsche Mllitäratlachä Varon v. Keller ist mit dem Major Majnoni in die Uchatiuslanonen-Affaire verwickelt und deshalb ebenfalls in sein Baterland zurückgelehrt. Agram, 20. September. Der Landtag beschloß in seiner heutigen Sitzung, den Adreßantrag auf die morgige Tagesordnung zu setzen. Berlin, 20. Stptember. Der Präsident deS preußi« schen Abgeordnetenhauses v. Venningsen trifft heute in Berlin ein, um mit der Deputation der Reichstags« Abgeordneten den von Frankfurt zurückgelehrten Präsi« denten deS italienischen Senats, Herrn CriSpt, zu be> grüßen. Berlin, 20. September. (N. fr. Pr.) Die «Post" meldet aus Petersburg: Die Garden sollen, 53,000 Mann starl, der Armee de« Großfürsten.Thron. folgers einverleibt und dirrlt gegen Rust'chut aufgestellt »erden Der Großfürst'Thronfolger werde dann über 110.000 Mann und 400 Geschütze verfügen und Mehe« med Ali angreifen. Andere Divisionen sollen die gegen Plewna und Suleiman operierende 24. Division ver« stärken. Paris, 20. Stptember. Wie man versichert, wer. den die vereinigten Linken das von Thiers hinterlassene Wahlmanifest am Samstag veröffentlichen. Paris, 21. September. John Lemoinne, Chefredacteur deS „Journal des Dibats", wurde in Anklage- stand versetzt. Das Publikum ifi lebhaft aufgeregt. Die Hvrse SU baiggo. London, 20. September. (N. fr. Pr.) Der „Standard" meldet «us Vutarest von Mlttwoch nachts, d«e Tücten occupierlen da« linls vom Nltulauslloster dem Schipta.Pusse gegenüber liegende Selenodervo, von wo eine den Paß vermeldend« gute Bergstraße nach Gabrowa läuft. Semlin, 20. September. Die Partei Karageor» gevlö benutzt das Hin- und Herschwanlen Milans und seiner Regierung, um sich neuerdings zu regen. Belgrad, 20. September. An den Grenzen sollen blos acht Bataillone Milizen verbleiben. Bukarest, 20. September. Heute fand in der hiesigen Mltcopole ein Trauergolleedlenst für die gtfal. lenen rumänischen Soldaten statt, welchem die Fürstin, die rumänischen Behörden, Fürst Gorlschaloff, Baron Iomlnl und Baron Stuart beiwohnten. Die Fürstin war sehr gerührt. Die Grenadiere und Dragoner der kaiserlichen Garde haben soeben Bukarest passiert. Bukarest, 20. September. (Presse.) Von Plcwna und Schipla werden leine Kämpfe gemeldel. Mehemcd Ali soll in langsamer Vorrückung gegen Vjela begriffen sein. Die Vorposten der Russen unler dem Thronfolger ziehen sich von Metschta an der Donau über Dromo-gila, Gillbunar, Wcrbowla bis nach Kesarowo westlich Osman'Bazar. Das Gros des Thronfolgers steht vorläufig auf der Wasserscheide von Beschbunurtiöi östlich Bjela. Bukarest, 20. September. (Presse.) Das Schwergewicht der Situation liegt gegenwärtig ntcht vor Plewna, sondern in Bjela, wohin die Mehrzahl der Verslinluu-gen dirigiert wird, um die Armee des Großfürsten-Thronfolgers zu neuen Operationen in den Sland zu setzen. Wenn nur eine der beiden zu erwartenden Schlach« ten günstig ausfällt, wird, wie man glaubt, eine Frie-densoermltllung vielleicht geneigtes Gehör finden. Im russischen Hauptquartier werden mehrfache Stimmen in diesem Sinne laut. Bularest, 21. September. Große Truppenconcen. trierungen finden statt. Es wird versichert, eine große entscheidende Schlacht habe zwischen Plcwna und Vjela begonnen. Ein großer Sieg auf der einen oder der andern Seite würde die Vermittlungen sehr erleichiern. Die Verwundeten aus den Kämpfen von Plewna kommen in so großer Menge ai», daß die Bevölkerung ganz bestürzt ist. Suleiman Pascha nahm mit Siurm das gegenüber dem Si. Nilolaj'Fort gelegene Selenodervo. Er ist Herr der Straße von Gabrona und einigen anderen Stellun» gen, die er rückerobcrt haben joll. Die ruistschcn Bulle« tins schweigen Über die letzten Niederlagen. Konstant in opel, 20. September, nachmittags. Graf Zichy wurde heute vom Sultan in einer Prinat« audienz empfangen. — Die Kämpfe bei Plewna und am Tchipla-Passe dauern fort. Türkische Blätter spre. chen von neuem Erfolge Osman Pascha's bei Plewna, dann von tinem Vormarsche Schenket Pascha's (?) von Orhanie nach Lowaz und von der Ankunft des Eorps Mehemed All's in geringer Entfernung von Vjela. Offizielle« wurde jedoch nicht veröffentlicht. — Ismail Pascha telegrafiert-. Eine türkische «Tolonne bemächtigte sich der Höhen bei dem von den Russen besetzten Dorfe Halefai in der Umgebung des russischen Lagers dei Ig-dir. Die Russen halten hierbei starke Verluste. Serajewo, 21. September. Ein Corps von 240 Insurgenten ergab sich dem Kommandierenden von Vanjaluka. Cetinje, 20. Scp!ember. (N. Wr. Tgbl.) In Montenegro herrscht eine große Hungersnolh. Fürst Wassillschltoss bat bei den slavischen Comllüs in Ruh. land um Zusendung von Geld und Getreide. In vier Nahien find bereits einige Individuen vom Hungerlode ereilt worden. Budapest, 21. September.(Fruchtbörse.) Prima-Weizen, 80 Kilo effectiv per Hektoliter wiegend, lostet 12 fl. 15 lr. per Meterzentner, unverändert; Usance-Weizen 10 fl. 95 lr., untergeordneter 10 lr. billiger. Telegrafischer Wechselkurs vom 21. September, Papier . Renle 64 70. - Silber . Ncnle 67'-. — ^°'°' Rente 74 75. — l8«0er Ttaal«.MlelM 111 50 Ä 863. — «ledit-Aclien 215 50. - London 117 90. - »'" 105-15. — «. l, M> aus: Banluolen-Unilaus ft. 287.810.0^0. Zunahme si. 2.4U.""' Giio - Üililagni si. 38^,208. Zlmcihme st. «43.255; ciuzuWM Vmilannieisungen und andere sällige Passion st. 1^^°' Zunahme 51.124,841; Metall,chal) ft. 136.016.511. Äbna^ si. —; in Metall zahlbare Wechsel fl. 11.410.3N6, Z""K" fl. 26.895; Hlaalöuoteu fl. 1.327,206, Zunahme si. 2!»l).b!"' Escompte fl. 120.880.044, Zunahme fl. 2.092,372; DarM« fi. 27.753.100, Abnahme fl. 28.000. Verstorbene. Den 14. September. Rudolf ltoprivc, Hadern!«»'"' leiZ Kind, 5 Mon., Hafnersteg Nr. 12, »truphie. - Ial^,^ nitar, Vettler, 53I., ZiOiljpital, Hehirlchaulenlzilnolii'g.— ^«"" Iappel, Inwohner, 73 I., Zivlljpilal. Allertz,chwächr. - 3"^"' Pust, Zlmmermaimlj K'iid, 5 Wochen. HllhneldD^s Ätl, 12, Kra^ Den 15. September. Helena Eleriil,, Aibelter«!"^ 35 I., Zioilspital, Lungentuberlulole. — 6ll>abech Maule, 'l" wohnerssrau, 63 I., Ziolljpital, Lungenödem. - Theresia?" haoc, l. l. «KerichtsdeamlenS Wllwe, bil I., Flonanigasse i»tl. " ^,'ungentubertulose ^ Den 1 6. Heptem ber. Maria Kusar, Acoeiterin, <""' Filialspilal, Polanastrohe Nr. 42, ^trophuluse. ... Den 17. September. Emma Thoman, LandeöbiM' «ungi! Offizials K,no, 5 Viun.. Fior>a>,igasse Nr. 35. Flll'ftn." Franz Horvath, Drehers Kind, 20 Mon., Karlstädlnstlaße !)tr. l ^ Lungenlähmung. >, D r n 18. September. Joses Schmeidel, VictualleM" lers Kind, 18 Monate, Petersstrahe Nr. 52, «achenbräune. ^ Den 19. September. Franz Iaiilole, Al better, ^^ Filialspital, Polanastraße Nr. 42, Elschüpsunc, der Krafll' ., Maria Mautz, MaschineüdrehelS Oattin, 2? I ,' HrlldeczlyoA, Nr. 15, Eclampslesraüen. — Ignaz Noömann, Anstreicher,^''' gioilspital, Lebeientarlung. . Den 20. September. Maria Sternad, In"oh""'„! 50 I., üivilspilal. Lungenooem. - Äaitholomä Mehle. t»"^, besihelö Sohn, 44 I., ^jiollspltal, Brust, und ÄauHwassel!^, Ht«stetvlnn«e»«e fremde Hm 21. Sepl»mbel. ^. potel Ttadt Wle»». zrillzthaler. Domzall. . Lec,at. Pl"!t>'"y Wraz. — Lehm sammt Hrau; «relschmer. Neis; Walstalx " GrUllhut. Kstie., Wien. — Patlera. Trieft. — Daliumch, Fl"» ' — «irchbauer, Beamter, «la^ensnrt. — Paulsel, """' Marburg. — Lento, Oetonom. St, Peter. — Hejchl, Pial"' Pernegg. Hotel Elefant. Graf Laoeveze. Privat, Hraz. - Leicht, Hvlsw. und Beltufig, Beamter, W'cn. — Malschect, 2»mm,s, sag"^ — Vühm, t. l, Hosrath und Fillaxz-^anoeSlilrellor, Zaca> ltlsner, VezlilSr,cl>ler, Stein. — Sagasser, Relcheuoelg. "^ Pocher Helena, Llltai. — Thoman, Overtrain. - ^"p'' ' Pfarrer, Innertrain. , Hotel Gurspa. Lüwy. Getreidehänoler, sissel, - K^ilei, M"»" Vaudireltor. Pola. — Schöpel, Vahnbeamter, Wien, . »atser von Oesterreich. Durmg «gnes, Klagenfurt, - Kug"' Student, OÜrz. lNshren. Gerder, PeN. — Vorjup, Peltau. ^ Lottoziehullg vom 19. September: Prag: 32 23 26 3 38._____. Theater. Heule bei aufgehobenem Nboommml (gerader Tag) zum ^! . male: Cin Vlitzmäbel. Pusse mit Gesaug iu 4 "^ von Karl Costa. Musil oon Karl Mllöcker. ^^ Meteorologische Beobachtungen in Laibach> ^i ">Z Z»^ 3«» - « ^ 3ß^ F "« D ßz « -^ 5i- ?R.Mg. ^729^1 >10,o NN. schwach Reg^n lv,< 21. 2 „ N. 728.», -i-15., SO. schwach Regen M» 9 „ Nb. 728.?. ^14.« >SW,schwach, bewüllt j„. Tagsllber meist Mcgen, nachmiltags clwas Son»em^^< Da« Tazesmillel der Wärme -j- lii 3«, um 0 5° unter dcw male.______________________________^^ Verantwortlicher Redacteur : OttomarVaM b^^^ lN^vsH«l»4vi/4^ Wien, 20. September. (1 Uhr.) Geld war lnapp, die Effectenversargung ziemlich schwierig, und e« reagierten insolge dessen die Kurse im allgemeinen gegell g OVr>clll)cllU)l. Notierung Papierrente........H54b 6555 SUberrente........6810 68 «0 ««ldrmte.........7b 90 76 Los«, 1833........818 - 230 — , 1W4........108-10850 » I860........IIS- 11350 » I860 Mnftel) .... 120 b0 12, « » 1864........185- 135 2b Un«. Prämien.««!......8s- 8Ub0 Kredit.........185 50 iß« ^ «nd«ll«»L.........1850 ^g7h Prilmitnanlehln d« Stadt «ien vb-75 96 — Vo„«u.««gulierun,«.<«s, . . 104 - l('4 5O DoH»änen«P>»adbr,t,n.«ul. . . . IW50 1"l -Uuz. Schahbon« vo» I. l»?8 10b — 10b 25 »nlehen d. Gtadtgemnnde W,en mV.«..... 97 - 9? K0 Mrn»de»tl«ft»»««-Vhli«»tt 199» »«lb w«, , Franz - Joseph - Vahn .... 189 - 140- - 1 Oallzische Karl'Ludmlz.Vahn . 255— 255 25 l «aschau«Oberberger Vahn . . 1165» 117 — Lemberg-ludung«bahn l09 - 10^ 50 lingarische siorhottoahn . . . 12<) — 12 ) b0 Wiener craml»av.«'<,illInftilul(V.«V.) 90 75 91 - Prisriläts-ebligatlonen. Elisabeth.«. 1. «m. 92 50 93 — Ferd.-Norbb. in Kllber 1U6 25 >"b?f, Kr^li^Iosevh-^ahn 8^5« 88 75 l «al. ll»rl.?nbwi«,V.. 1.«m. ^ .^ g«»^ Oefterr, «ardmeN.Vahn ^"^" lire -^ „, ^,ft.t 224 50 "« 224 75 «"'" '^ U«chrr«<: U« 1 Ubr 30 Vlmaun «otter«: Pavterrent, «z'2i «,i« «53<) Hll—^-fnl, ^80^ »»» «8'20 Goldrenle 758(1 "»«> 7^9) N4b0. ^»'-^ '17 45 ^ '1??b «'"l-o,,. 9 4s bi« 9 42'/. ^"«'" '0b - - ' 'l,b 10