Nl. 40. Samstag, 19. Februar I9l0. 129. Jahrgang. Mb acher Zeitung ^' l»»Ibiä'^ '""t"^''^- ^'' Pustuersendlinss: ssll::ziähr>n «U «. haMhrig ,5 li. Im Nonlur: i,lli,ziä>,lig l>^ ^'^ ^'^ ^»strll»»» i'i« Hau»» na„ziäl)lin rate "'« zu 4 Heilen 5« !i. glötzele pe" Zeile 12 d i bri öfteren Wiedciholunne» per Zeile » t>. Die «Laibacher «eitiliig. ericheiitt «änlich, mit il>i<>!la!»»e der öo»»->l»d sseierla^,'. Die Ndmi»iN»^« l>es!i,d«t sich Wisluöi, slrnsir Nr 20: die Nrdalliil'», Millu«i>'sl>«s!r V,r. »,edal>iu!, lm, « l)>« <<> <^r vormiüagl«. Unfrankierte Blieie werden »itttt nlinenomml», Vlnnuilripte nichl ^»rilcfgestelll. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Teil. Alle ^" ^ '"^ ^ Apostolische Majestät haben mit Wna " ^'ttschließung von, 9. Februar d. I. den den 3^^ ^^'nand A vian zum Oberfinanzrate für ,;u ""^ b"' Finanzdirektion in Laibach allergnädigst ^"rnncn geruht. Vilinski in. 11. dcilse»?^ ^bruar 191" wnrds in der l. l Hof^ nnd Staats- aelqchlat. ^XXX. Stnck der lroatifchen AnSgalic des Reich«- "lieg des Jahrganges !W9 ausgegeben und versendet. bt<^^ bem Amtsdlattc ^r «Wiener Zenunq. vom 17 Fe ^rfl. s. '^li. žl8) iliurdc die Weiterverbreitung folgender ^"l>^,is!e »rrdotn,: ^'3»'b'< 'Üs^rreichischc Eisenbahnbeamtcn-Zeitung» vom A 23 ./^^,,^, z,^, ,2 Februar U'I0. "^ l 'Velkä ?r^!m' vom 1lf^ ^ lallen, Bundesgenossen fuchen und mit den Geg> vor ^^ "^nd^ln. Den Dentschfreiheitlichen braucht es nur di-^'^" und vor nichts bange zu sein, wenn sie ^e T" °^" falten. schen N ""'«erreichische Volkszeilung" mahnt die deut» 'üü'-^I. ^""'. in dem Bewußtsein zu verharren, daß sie allen parlamentarifchen Minengängern die rich, tigcn Gegenminen entgegenzusetzen haben. Selbst wenn die Czecheu möglichst offiziell und geräuschvoll ihre Unterhandlungen mit der Negiernng wieder aufnehmen wollten, tonnte ein gegen die Teutschen gerichteter Kurs nicht eingeschlagen werden. Minister a. D. Dr. Geßmann erklärt in der „Rcichsvost" gegenüber den Mißdeutungeu, welche die jüngsten Parteibeschlüsse der Christlichsozialen gesnnden haben, daß diese an der deutschen Gemeinbürgschast festhalten, aber in der deutschen Tafelrunde nicht das „Katzenplähchen" einnehmen wollen. Sie werden es darum auch nicht zugeben, daß sie in ihrem varteivoli» tischen Selbstbesiimmnngsrechte eingeengt oder gar unter nationalem Vurwande für libcralvolitische Fraf-tionszwecke eingespannt werden. Wo immer es die Vcr-teidigung des Deutschtums gilt, dort sind sie mit allen anderen deutschen Parteien in positivem Schaffen und in der Abwehr völlig solidarisch. Ihr Verhalten zu an» deren parlamentarischen Faktoren und zur Negierung müssen sie aber nach eigenem Gutdünken bestimmen. Das „Vaterland" bezeichnet die Forderung der Slavischen Union nach nationaler Parität der Minister als unberechtigt. Nicht die Nation, sondern die Ve» sähigung, die Persönlichkeit, der Charakter sollen in erster Linie den Ausschlag bei der Ernennung zum Minister geben, sowie das Ansehen und das Vertrauen, das der in Anssicht genommene Kandidat im Kreise der Parlamenlsmehrheit, der er zn entnehmen wäre, genießt. Österreichischer Flottenvcrein. Wir erhallen folgende Zuschrift: Der Kampf ums Dasein spielt sich nicht nur im kleinen zwischen den einzelnen Lebewesen, sundern auch im großen zwischen ganzen Interessengebieten nnd Völkern ab. So sehen loir die Konkurrenz nicht nur im kleinen geschäftlichen, fondern auch im wirtschaftlichen Leben der Staaten. Jedes Volk, jedes Interessengebiet muß daher mit den» Fortschritte leben, wenn es die Früchte seines Fk'ißes, die Segnungen der Kultur, des Wohlstandes genießen und nicht Gefahr laufen will, von anderen Großkonkur» renten ausgebeutet und erdrückt zu werden. Der Fortschritt liegt hauptsächlich im Wandel. Die besten Vedingnngen für deffen Entwicklung bietet aber der Scchandel. Zur fortschrittlichen Entwicklung eines Landes gehört also eine Küste. So wie im Innern des Landes eine Wasserkraft, ein schiffbarer Fluß als eine von der Natur geschaffene Geldquelle zu betrachten ist, ebenso stellt jede Küste eines fruchtbaren und crgebnis-reichen Hinterlandes stets eine unerschöpfliche Geld» quelle dar, die ansgeni'cht werden soll. Daher trachten Völker, die nicht so glücklich sind, eine Küste zu besitzen, ans Meer zn gelangen, um sich ihr Plätzchen an der Sonne zn erzwingen; Länder aber, die das Glück haben, eine Küste ihr Eigen zu nennen, scheuen keine Mittel, um dort ihr.Kapital für hundertfache Zinsen anzulegen und ihre Küste, ihren Handel zu schützen. Österreich.Ungarn, ein fruchtbares, industriereiches, goltgesegnetes Land, in der südlichen Mitte Zentral» europas gelegen, besitzt seit laugem eine herrliche Küste mi der märchenhaft schöneil blauen Adria. Und was ist unser Tank? Was tun wir sür die Hebung des an ihren Ufern rnhenden Schatzes, was für defscn Schutz? Kaum daß »nan in den breiten Masfen unserer Völker von diesen im wahrsten Sinne des Wortes „sonnigen Gefilden" etwas zu berichten weiß, vergeuden wir im engen Horizonte unserer heimatlichen Verge die tost. bare, rastlos dahineilende Zeit mit müßiger, engherziger, kindlicher Tändelei. Wacht auf aus Eurem Träumen, Ihr Völker Österreichs! Öffnet doch Eure Augen, seht, wie hoch die Sonne schon über unserer blanen Adria steht; beeilt Ench, den Tag noch zu nützen, eh' diese leuchtende Sonne in den westlichen Abendfluten untertaucht. Öffnet die Augen und seht Euch um, wie lange wir geschlafen haben, wie weit wir zurückgeblieben. Mit Schrecken nehmen wir jetzt unseren Rückstand wahr. Die Monarchie nimmt unter allen Seemächten mit ihrer Handels- und Kriegsflotte die allerletzte Stelle ein. Feuilleton. Prometheusnaturcn. woman von U.HinniuH.Norden. H: c>. ^ ^ - FnrtsehNIig. > (Nackdrucl uerbolen,) Klette m'?"'^" ^ Hauses bewegten, fich in kostbarer gelegt und s'^""'^ überladen. Sie hatten Not auf-leicht ges^l! ""^ ^e Ohrläppchen und Fingernägel höchsten n'^"l ^ irgendwo gelefeu, daß das in den ä" den rm^s! ^ Sl"e sei. Sie gehörten ja jetzt auch ?"l in ä,,s, leisen. Aber obgleich Tante Nettchen sprach. '? nt Tun und nut 'vielen Fremdwörtern ^°^n ie '^'e brillantcnfunkelnde Schwester, mit 'rasche P "' ^M" in die Weite starrend wie eine ^" lpirkiV "'s "Mm Sitz thronte, konnten sie . Die i« "^"lichen Ursprung doch nicht verleugnen. U^ternen, !?'^' '^s"""olkcn gehüllte Vrant saß mit ' "t'gan, "^'ln neben dem eleganten, vornehmen last ,,,,. halte auf alle Anreden nichts Weiler als .. .habcn^k 5° "d" Nein. ^' ' liebe ss '^"" "'"l die .Pension Schöller' ge-b°U3frcn, - ?" ^"^^ ^ Major über den Tisch 55lau <5-l"^ ^l Miene eines ahnungslosen Engels, tz. .Es ^'b"ld verneinte. m ^'Mien ^ ^ amüsautes Lustspiel, da müssen r > ^ ^t, Grundgedanke ist nämlich der. daß ^r/s! "'^ " d"' Welt reichlich so vielen ver- (^s^i hj Mn bog.gnct als in den Irrenhäusern." s^'M deg ^ gurten zuckte ein ironischer Nlitz in dem "'U ki>// '^'" «us, aber er bezwang sich und wandte O'l^^Uc, d "^""" "" s"ne Vraut. ^"ckien «i '^ "'""' lichtblauen, mit weißen Nusen l"de ganz besonders lieblich aussah, saß neben Felix Wallenberg, der hcnte wieder seine Liebens. idlirdigkeit in ihrcm vollen Umfang entfaltete. Vergesfen war in dem augenblicklichen Glücksgefühl die letzte Zeil mit ihren Kränlungen und Schmerzen, versunken alles Trübe, das Hannas Herz bewegt halle, denn Felix/ Augen ruhten wieder mit dem Ausdruck früherer Zart-lichkeit auf ihr, schmeichelnd berührte seine Hand die ihre, und statt der verletzenden Zerstreutheit und Wort-largheit, die er jetzt so oft bei seinen spärlichen Vesuchen zeigte, waren seine Worte erfüllt von Liebe und Leidenschaft. Hanna ahnte nicht, wie lieblich fic ausblühte unter dem Zauber dieser Stunde. Sie bat dem geliebten Mann im Geist jeden Gedanken des Grolls und Zwei» fels ab. Es war ja doch natürlich, daß für ihn zuerst der Veruf in Frage kam, durch ihn mnßte er sich sein Lebensschicksal erkämpfen, in zweiter Reihe halte erst die Liebe das Wort, die dagegen für die Frau der Pol war, um den sich der Inhalt ihres Lebens drehte. Das war der Unterschied zwischen Mann und Weib, und wehe dem Mann, dem die Frau uicht das volle Verständnis dafür entgegenbrachte. Erfüllt von diesem Ge< danken hielt sie Felix unter lächelndem Erröten ihr Glas entgegen. Mit leisem Wohltlang berührten sich die tri slallenen Kelche, und mit heißer Zärtlichkeit blickte sich das Paar in die Augen. — Während Hanna so im überströmenden Glücks q^fühl schwelgte, saß ihr Bruder zerstreut und ver> summt neben seiner Nachbarin. Er führte die Unler Haltung automatenhaft, fast ohne zu wissen, was e, sprach. Heute in der Frühe hatte wieder eine ernste Ans 'prache zwiscben Vater ",,d Solin sOti^nmdl'n. „Du jagst einem Phantom nach, Alfred," hatte der Major gesagt, „einem Phantom, das dich in den Ab» gründ reißt. Ein hübsches Talent berechtigt noch nicht zu der Hoffuuug, daß mail es in der Kunst zu schöpferi» scher Meisterschaft bringt. Bedenke, daß du völlig mitte!» los dastehst, wenn du oie einträgliche Stelle an dem elektrotechnischen Institut aufgibst. Es bieten sich dir aus diesem Felde möglicherweise glänzende Aussichten, währeud das andere mindestens sehr fraglich ist. Wie» viel gescheiterte Existenzen gibt es unter den sogcnann-lcn Künstlern, wieviel arme Musiklehrer, die auch einst von Lorbeer, Rnhm und goldenen Lohn geträumt uno sich nun verbittert ihr kärgliches Brot verdienen. Ich könnte dir nicht einmal helfen, Alfred, denn ich habe sür dein Studium hergegeben, was in meinen Kräften stand, und ich muß nun für deine Schwester sorgen, damit sie derinsl wenigstens eine Ausstattung hat. Willst du auch zu den verkommenen Genies zählen, über die man mitleidig die Achseln zuckt? Erhalte dir dein? Stelle nnd opfere sie nicht nm ein Hirngespinnst." Das war eine böse Perspektive^ die sein Vater ihm da hingestellt hatte, und er konnte sich cincs leisen Graneus nicht erwehren bei diesem Gedanken. Aber dann kam wieder die Hoffnung und sah ihn mit sieges» frohen Augen an. Seine kleinen Kompositionen. Lieder und Tänze waren ja meistens beifällig aufgenommen, und wenn die einzelnen Bruchstücke ans seiner Oper, die er neulich in der Soiree beim Präsidenten gespielt, nicht den ge-hofften Anklang gefunden, wer konnte schließlich in einer schwatzenden, lachenden Gesellschaft ein Verständnis für tiefere musikalische Gedanken erwecken! Nein, wenn seine Oper beendet war und Erfolg hatte, dann konnte er schon den Kopf höher heben. (Fortsetzung folgt.) Laivacher Zeitung Nr. 40. 344 ,9. Februar 1910. Das; sich dieses Mißverhältnis immer mehr zu uuse-ren Ungnilslen zu verschieben droht, erschall wir dar. aus, daß alle Seemächle »,il allen verfügbare» Mitteln Schiffe uu, Schisse bauen, nur wir nicht. Unsere Rück» stcmdigkeil zlir See ist um fo erschreckender, als nnserc Volkslrafl nn'? eiilen N'eil günftigereu Platz anweist. Bezüglich der Bevöllerungszahl stehen loir nämlich an fünfter Stelle. Es zählen'Millionen Einwohner: Rußland 139, Vereinigte Staaten 84, Deutschland 61, Ja» pan 53, Österreich»Ungarn 50, Großbritannien 45, Frankreich 39, Italien 34, Holland 6, Norwegen 2>/2. Auch finanziell bringen wir für nnsere Flotte weil weniger Opfer als alle anderen Staaten. So belief sich das Marinebudget des Jahres 19(18 iu Kronen: in Großbritannien 777 Millionen (17,26 ,< per Kopf), in den Vereinigten Staaten 606 Millionen (7,20), ^„ Tenlschen Reiche 400 Millionen (6,58), in Frankreich 304 Millioneil (7,75), in Rnßland 240 Millionen (1,73), iu Japan 202 Millionen (3,82), in Italien 151 Mil-lionen (4,44), in Österrei ch-U n g a r u nur 57 Mil» lionen (1,14). Dieser Velrag voil 57 Millionen Kronen, den wir für unsere Kriegsmarine anstanden, ist vom Gesichts» pnnkte unseres Nationalvermögens ein minimaler. Be-denken lvir doch, daß sich die Bevölkerung der Monarchic für alkoholische Getränke eine freiwillige Iahresabgabe von 450 Millionen Kronen, sür Tabak eine solche von 420 Millionen Kronen nnd für das Lotteriespiel eine solche von 50 Millionen Kronen auferlegt! Noch krasser gcht die stiefmütterliche Behandlung unserer Flotte an5 der Tatsache hervor, daß von d.n Iahreseinnahnien der Elaatswirlschast bei uns aus-gewendet werden für: innere Verwaltung 90^, Fi» nanzverwallung 32 yi,, Handel, Acterbau uud Verkehr 34^, Justiz 4^,, Unterricht 8^, Heer 12^, Ma^ riue nur 1 ^. Sprechen diefe Zahlen nicht für fich selbst? Viele iverdeu nnn sagen: „Ja, der Seehandel ist für die wirtschaftliche Entwicklung dringend nötig, wir wollen also eine starke Handelsflotte. Wozu aber die erdrückende Steuerlast für noch mehr Kriegsschiffe? Schwimmt denn nicht dieses unendliche Kapital tot nnd unnütz anf d?m Wafser?" Wer so denkt, irrt. Deuu jedes Handelsnnternehmen brnncht: n) einen Anwalt, einen gesetzlichen Schuh- >>) eine Elementarversichernilg-^ Reklaine. Alle drei unerläßlichen Bedürfnisse sür den Seehandel sind durch eine Kriegsflotte gedeckt. Das für die Kriegsmarine zum Schutz und znr Repräsentanz der Handelsflotte anfgewendele Kapital bleibt nicht nur im Lande, sonoern ist eine unerläßliche V ersi ch e r n il g s» p r ä m i e. Die schwere Kriegswolke, die vor tnrzem monate-lang anf unserem Valerlande lastete, hat sich verzogen. Nicht ohne uns zum Vewnßtsein gebracht zu haben, daß das kostbare Gut des Friedens nnr auf einer sicheren Grundlage ruhen kann: einer stets schlagfertigen, anf der Höhe der Zeit stehenden Wehrmacht. Vei ihrem künftigen Ausban darf aber eines bis» her stiefmütterlich bedachten Teiles nicht vergeffen wer-den: der k. und k. Kriegsmarine. Welch unschätzbare Dienste hätte sie dem Staate, dem Handel, der gesain ten österreichischen Produktion und dem Volke in letzter Zeit leisten können! Wie große Anfgaben stehen ihr noch bevor! Und gerade die Kriegsmarine bedarf der plan-wäßigen Vorbereitung im Frieden, denn eine Land» armee kann ihr Material noch in zwölfter Stunde er» ganzen, der Van einer Kriegsflotte aber erfordert viele Jahre. So fehlen unserer Marine in erster Linie moderne Schlachtschiffei besteht doch unsere Flotte henle noch bloß aus kleinen, schwach armierten Küstenverteidigern. Die Seeschlacht der Znlunfl aber wird dnrch das große, schwer bestückte Schlachtschiff, den „Dreadnought". Typus entschieden werden, und selbst Brasilien und die Türlei bauen bereits solche Schisse. In zweiter Linie mangelt es uns an schnellen Auf-klärungskreuzern. Auch das in den Achtziger- und Neun-zigerjahrc» erbaute Material der Torpedoflottillen ist lange nicht mehr vollwertig, weil veraltet. Weiters be» uötigeu wir noch Unterseeboote — uud schließlich Aus-landstreuzer, die berufen smd, die Monarchie in freui» den Gewässern würdig zn repräsentiereil und durch häufigeres Zeigen nnserer Flagge den so wünschens-Worten Kontakt der Ausgewanderten mit dem Vater» lande anfrecht zu erhalten. Die nicht zu uuterfchätzende Wichtigkeit dieser Schiffe hängt auch mit der Entwicl» lung unseres aufstrebenden überseeischen Handels innig zusammen. Sind doch die Interessen der politischen Macht auch solche der wirtschaftlichen Arbeit uud umgekehrt. Viel, Viel Zu gering ist aber noch das Interesse der Vinueu-bevölkernng der Monarchie sür die unschätzbare Vedeu« tuug einer starken nationalen Handelsmarine, für uusc» reu Seehafen Trieft und für unser unvergleichlich schönes Küstengebiet! Eine achtunggebietende Kriegsflotte wird auch auf nnsere Handelsmarine belebend, beschützend wirken. Sie wird oie Errichtung heimischer Handelsniederlassungeil in überseeischen Gebieten fördern, nns nnsere Lands-lente iil fremden Ländern danernder und tatkräftiger erhalten, unser eigenes Selbstbewußtsein, nnser Ansehen heben nnd nnserer politischeil Macht — dadurch aber anch nnserer wirtschaftlichen Erstarknng, unserem nationalen Wohlstande auf allen Gebieten produktiver Tätig» leit die Wege, ebnen. Ans diesen Gründen bestehen in allen Staaten mit 5iüstene!ttwicklnng bereits starke Flottenvereine, welche die oben dargelegten Interessen fördern und schützen. Der unter dem Protektorate des dnrchlanchligsten Herrn Erzherzogs Franz Ferdinand stehende Osterrei» chische Flottenverein hat sich die Anfgabe gestellt nach allen diesen Richtungen aufklärend und anregend zu wirken. Der Verein erachtet eine starke k. u. t. Flotte für dringend notwendig, vornehmlich zur Sicherling unserer Seegrenzen vor Kriegsgefahr, zur Erhaltung der Stellung unferer Monarchie unter den Großmächten der Welt, zur Wahrung der Handelsinler» lssen des Reiches im Auslande und zum Schutze für unscre in unentwickelten Länder» der Übersee tätigen Mitbürger. Der Österreichische Flottenverein ist ebenso von der Überzengnng durchdrungen, daß die Entwick» iiing des österreichische» Handels mit der Welt nur durch eine kräftige Ausgestaltung nnserer Haudelbinarine zu erreicheu ist. In den wenigen Jahren seines Bestandes ist es dem Vereine gelungen, patriotisch fühlende Österreicher uin sich zn schareil — nicht bloß im Inlande, sondern auch im Auslande, wo sich unsere Lan<»lente ein herz» erfreuendes Heimatsgefühl bewahrt haben. Seine Mit-gliederzahl von mehr als 2000 reicht aber durchaus nicht hin, nm ihn, jenen Einfluß zu sichern, den die in den meiste» Marinestaate» bestehenden Flotlenver» eine gewonnen haben. Zählt doch auch der türkische Flottenvereiu schon weit mehr als 40.000 Mitglieder! Wir stehen also heute schon hinter der.Türlei. Österreicher! Setzt Euch alle, ohne Unter» schied der Nationalität nnd des Bernses energisch da» sür eiu, daß nnsere Kriegvslolte wenigstens derjenigen anderer, weit kleinerer Staaten nahegebracht werde, nnd daß unsere Handelsmarine zur Förderung der heimi» schen Produltion, der heimischen Wohlfahrt vergrößert, gefördert, entwickelt werde, unser Küstengebiet aber end-lieh znr verdienten A»erlenn»»q u»d Geltnng geiaxge. Bekundet den festen Willen Ener Vaterland politisch und wirlschafllich wachsen lind blühen zn sehen, durch Euren Beitritt zum Österreichischen Floltenvereine! Gründet Ortsgruppen iu allen größeren Städten, wobei wir glrne behilflich sein wollen. Was Ihr da in Zeiten des Friedens säet, wird in Zeiteil der Bedrängnis reiche Früchte tragen! Znr Förderung dieser gemeinnützigen Zwecke ver. öffentlichl nnd verlegt der Österreichische Flottenverein: ü) die Monalsschrifl „Die Flagge", li) den österreichischen Flotlenkalender (Preis 80 1i), o) Flottenmarlen z» 4 !>, cl) Ansichtskarten zu 5 und 10 b. Er veranstaltet: Ausstellungen und Vorträge sowie Reisen in das österreichische Eeegebiet, gibt Gutachten und An« regungen an die maßgebenden Körperschaften und Behörden, versaßt uud nnterbreitet Petitionen an die gesetzgebenden Körperschaften, publiziert aufklärende Artikel in der Tagespreise usw. — Vorteile der Mit. glieder: u) nnentgeltlicher Bezng der „Flagge"- d) 25 'X, Reiseermäßigung bei allen Seefahrten, <-) Tragen der Flottenvercinsabzeichen. Alle kleinlichen Parteispallungen und nebensäch» lichen Vereinsinteressen müssen schwinden bei der ge> meinsamen großeil Arbeit, ehe es zn spät ist. Vereinigt Euch alle hiez» zum Wohle jedes einzelnen Volkes nnseres schöllen, großen Vaterlandes. Und Ihr Krainer, Steirer, Kärntner und Istrier, ohne Unterschied Eurer Muttersprache, Ihr, die am nächsten an dem zu hebenden Schatze, am nächsten dieser Goldquelle lebt, Ihr sollt zuerst die Früchte Enrer Arbeit, den Loh» sür Euren guten Willen pflücken. Au Euch ist es in erster Linie, helfend einzugreifen, denn es ist Eure heimatliche Küste, die Ihr mit stolzen Kriegsschiffen schützt, es sind Eure cngereu Landsleute, denen Ihr auf die Füße helsl. A» Euch liegt es, mit leuchtendem Beispiele voranzngehen. - Ans Meer! Politische Uebersicht. Laibach, 18. Februar. Wie die „Bosnische Korrespondenz" aus Sarajevo meldet, soll dem Landtage zunächst eine Regieruugs» Vorlage zugehe», die die fakultative Kmetenablösnng be» lrisft. Gleichzeitig sotten die hierauf bezüglichen Pri» Elegien aufgehoben werden. Die sonstigeil Privilegien dleibeil ungeschmälert in Kraft. Das „Neue Wiener Tagblatl" bemerkt anläßlich der antiösterreichischcn Demonstration in einem Mai» linder Theater, es werde hier niemandem einfallen, b>e ilalienifche Regierung oder Italien selbst dafür verant' wurtlich zu mache». Ader wenn gegen folche Ausschrci' llnigen nicht von antorilaliver ilalienischer Seite selb!' Front gemacht wiro, dann könnte sich der Glaube vcl' breiten, daß das Schweigen Zustimmung bedeute. D>< internationale Höflichkeit verlangt bei solchen Anlässe" nicht gerade eine Entschuldigung — das wäre zu vic>' Ehre sür die lärmende» Herre» — aber doch eine bewnßte uud intendierte Höflichkeitsbezeigung, die cbe" dartnn soll, daß zwischen den maßgebenden Faktoren i" Italien und den erwähnlen Elementen ein großer Unter' schieo ist. Das „Fremdenblatt" erklärt in einer Betrachtung über die griechischen Wirren, es sei nicht zu besorgen, daß der Druck der Mililärliga, der die Lösung del inneren Schwierigkeiten in Griechenland erschwert, auch Gefahre» iil der äußere» Politik herbeiführen werdc-Der Ofsiziersbund hat angesichts der Altion der SclM,' mächte endgültig erkenneil müssen, daß es unmöglich s^ gegenwärtig eine Lösung der Krelafrage im Sinne del' hellenischen Wünsche herbeizuführen. In Griechenland hat sich die Einsicht »icht abweisen lasse», daß die El' hallnng des Status cmu in der Kretafrage noch t^' für das Königreich günstigste Lösnng wäre. Und l" werde mall i» Athen wohl anerkennen müssen, daß d>t Schntzülächle »ach der Erklärung des Grafen Guiceial' di»i die durch die Aufrollilng der Kretafrage geschas' se»e Situation nicht bloß im allgemeine» Iitteresse ocs Friedens, sondern auch im eigensten Interesse Grit' chenlands selbst erwogen haben. Griechenland wird s'Ü dieses sein Interesse »och weiter klar zu »lache» habei^ Es kai,» nicht seine ganze änßere »»d i»»ere Polity auf die Dauer nuter dem Druck der Kretafrage lasse"' muß Hoffnungen, die in ihm erweckt wurden und die sich nun nicht erfüllen lassen, entschlossen zurückstelle" und sich uun mit allen Kräften seiner inneren Ko»' solidierung widmen. Iu einer Betrachtung über das neue spanis^ Kabinett Canalejas führt das „Vaterland" aus, daß für die treueu Katholiken Spaniens eine Zeit bevol' siehe, in der sie mit allem Nachdrnck werden eintrete" müssen für die Rechte ihrer Kirche. Die Ansprüche des radikaleil Eanalejas bei den geplanten Verhandlung" mit dem Valikail werde» sich »och undislulierbarcl erweisen, als die dcs gemäßigt-liberalen Morel. M' der Knrzlebigkeil der spanischen Kabinette ist kaum Z" erwarten, daß des neuen Ministerpräsidenten gute Ab' sichlen sozialer Natur dem Lande dauernden NulF" bringen werden. Viel mehr ist zu erhoffen von d^ sozialreformalorischen Bewegung, die unter den eifrige" Katholiken Spaniens anf Anregung Papst Pins X. be' gönne» hat. Tagesllcuistleiten. » - Mn Admiral, der keim Stühle braucht.) ^ Fishers Nachfolger in der Admiralität hat seine Arbe> mit charakteristischer Gründlichfett »»d Unabhängigke'' begonnen. Seil, erster Schritt in seiner neuen Äu'^' läligseil war, daß er aus seinen, Bureau i» Whiteha alle Stühle, außer semem eigenen Schreiblischstuhl, ")>' fernen ließ. Als ma» ihn nach dem Grunde du's^ Befehls fragte, antwortete der Erste Seelord: „I^ wünsche »icht, daß Leute mich besucheil, hier herl""' sitzeu nnd meine Zeit verschwenden. Wenn sie hierh^' kommen müssen, um mich zn sehen, so müssen sie steh^ ^ und den Wink verstehen." — lZanonen, dic mit Stecknadeln feuern.j 2)"»' ein Schlachtschiff eine ei»zige Breitseile abfeuert, werd^ ill einem winzige» Bruchteile einer Sekunde Hundel" lausende in Rauch verwandell. Die Regiernng der V^' einigten Staaten hat nun, nm die Kosten des Sch^I schießeus bei den Manövern zu ersparen, ohne ^ darunter die Schießferligteit leidet, eineil seltsamen, ad^. wie es scheint änßerst praktischen Ausweg erfunde»: lädt ihre Kanonen mit Steck»adel»! Das heißt, die.^. schütze werden in feste Verbindung mit einem gew^ lichen Infanteriegewehr gesetzt, das an Stelle ?. Patrone mit ei»e>» ga»z kleinen Geschoß geladen w>^' das aiis einer Nadel und einer ganz geringen Pul^'„ laonng besteht. Es »verden gleichzeitig zwei Scheiben.^ nützt, eine große, anf See schwimmeilde, nach der gez^ wird, »>ld eine ganz kleine, ans Papier bestehende, lürzeul Abstailde vor der Gewehrmiiiidling angebr^) ' auf der fich ein malhemattsch berechneles LinienM^, befindet. In diese Papierscheibe heftet fich beim ^ ,, fenern" des Geschützes die Nadelspitze ein, so daß ">'"", abgelesen werden kann, wohin das Geschoß der Ka"^ getroffen hätte. Das Abfenern des wirklichen Geschoß, einer zwölfzöllige» Kanone der amerikanischen Schlaf., schiffe, die eine Ladling von 360 englischen Psnnd rc^ loseil Pulverö haben,' würde etwci 800 Dollar koi", Das Stecknadelgeschoß branchl nnr ein Zweihundert., Pfund Pnwer, während die Nadel» selbst bei»ahe >v^. los sind; etwa 100.000 kosten elu'nsoviel, wie ein s'^ ziges Geschoß ohne die Pnlverladling. Die Erspa^ ist also ganz gewallig,- es kommt aber noch etwas ande j hinzn, denn die Lebensdauer eines schweren GeschO, ist beschränkt. Nach 150 Schüssen sind die großen "" .^ibacher Zeitung Nr. 40. 34b 19. Februar 1910. Uch "l.^" ^'schühc durchschnittlich unbrauchbar. Natur» Cchars^ ' ^^ ^'^' '^'Mrung durchaus nicht, das dir M -^'^ ^'" Manöver gänzlich aufzugeben, da mW> '"fasten sin- d^'„ Kriegsfall daran gewöhut sein aj« .7" ^'ne Villardpartic zu Pferde.j Einen uri-ten ^^^amps, so erzählt der „Momento", brach, kluli^ ^^" '^^ <^'" Mitglieder des Pariser Jockey-sei« n ^" "lustrag, zwei Ni'llardspieler, die sich gegen-ms.i >?" """' Partie herausforderten, die zu Pferde d'7. werden sollte. Die größte Schwierigkeit bestand aber i, > ^'"'^' ä" dem Billardsaal hiuauszubriugen, qrblisl >uareu gute Reiter und nach einigen der-... ^^ Anstrengungen erschienen beide glücklich hoch T)m, >."" Nillardsaal. Dann begann das Spiel: die ael.l,? ," ^"^ie war auf höchstens vier Stunden sest. 12N > """liier lallte sein, wer in dieser Zeit zuerst den N''l!^ "'"lcht haben würde. Aber die beiden reiten-nacl, l ' "^'t heiserem Ruf erhebt die Elster sich Ätr ^'"^-" Dafür ist ein Vogelstimmen-Imilator, den q>?s?^ l^af, engagiert, der nach besten Kräften Sclil^ r ^ Elster nachahmt. „Und man vernimmt das pen sM großer Holzpantoffeln." Ubcr die Bühne tap° .P '^wieligr Arbeiterfäuste m mächtigen Holzschuhen. Insvn "^ Laut des wasserüberfülltcn Eimers." Der Na^ ^ ^"^ energisch einen bis au den Nand mit Schm. 'Z^Mlm Kübel auf den Boden. „Die Grille? Tas!/' ^" ^ag. Und Glocken? Der Sonntag ist's." n,it en!^" der Grille erzeugt ein Bühnenarbeiter, der lsäh^ /^l Stück Sandpapier über Eisen reibt. „Holz» Merz ^'"? Der Wald ist nahe." Den Ruf des Holz-"ssnet sA dcr Vogelstimmeu-Imitatur. „Ein Fenster GeschO' bie Türe wird geschlossen. Die Schellen des üfslitt? ^^'^ man leise klingen." Hinter der Bühne Ti,r «^'."^ Keiler nn Fenster, schließt geräuschvoll eine Mit '<>,« ^""" ^' Schellen, ihr klingeln wird leiser, ubrr !>-^cn^"^'^" schlägt man auf die Bühne und Bauern """ ^^llt man Räder. „Sonntag. Die hiiilj sjls ^^ sort zum Feste. Eine zottige Hummel ist ^,:' ^ '^ ihr Snmmcn." Das Summen der Hummel Muh °^""' Mr. Geaks Sache. „Scht! Der Vorhang bei sei? ^!""' denn dreimal schlng des Spechtes Schna° ^ne/^chläge." Des Spechtes Schnabel ist ein höl° einen ^^"lmer, den eine geschickte Hand dreimal gegen ^Mosten schlagen läßt ... ^luhtni Herzogin beim Antiquar.j In die welt° iielam,< ^ "Shops" des alten Onaritsch in London, quarr d. ^w""' ^"' höhten uud bekanntesten Anti-Unter do, ^' ^"^ ^'"^ Tages eine Dame, fuchtc ^^'khiici ""^M"deu Nücherfchätzeu und entschloß sich Zicken l^ ^' ^'^'^ Naturgeschichte vou Südindien, einem Cis f.'""" illustrierten' Werk von mehreren Bänden, »hn ^^' den Gehilfen nach dem Preis, und als der ich an k "5 ^''u Deckel verzeichnet jand, wandte er ah si^ ^," allen Qnaritsch selbst. Der wackere Alte ragte- ^- ^aine über seine Brille hinweg an uud mäqe'w','.?^ ^"ll"l also dieses Buch haben?" Die der alte Q ^t. ^,^ ^iichte nur wissen", fragte "'il soi^, '"^'^sch »veiter, „was so eine hübsche Dame s'nd qemis"""" Vuch überhaupt anfangen will? Sie Kleben "^ Deutsche, uichl wahr?" Auch das wurde Aln'e ^ ' "/ca gnt, das gefällt mir, daß die deutsche ? "N lusi. s ^'" Gegenstände Interesse nimmt. Das !°llen fg s, '""st eigentlich drei Gnineen, aber Sie '^ ks alsu ' -^" haben." — „Danke schön, dann will V' .das "//'"hmeu." — „Höreu Sie", jagte der Alte H'k" Hins l 5'° "'^ ^" schwer für Sie. Ich will es « "icht di^ ?'"' '""'u Sie nicht zu weit ab wohnen """wehr js""'"" 'n einer Vorstadt!" Die Dame schrieb '-"'Nverl^ Adresse ans, uud der Alle schien ein l^drr '„!"' ä'.' werden. Er dienerte mehrmals hinter» V'q hie ^ 'huldigte sich. nnd in seiner Rede kehrte "gekannt, c^ ''^ ..itünigliche Hoheit" wieder. Die 8?M. die^?"'/' '"" nämlich die Herzogin von Con-w,n"bru. Si ?!" bes Prinzen Friedrich Karl von Q'. ^ Bu^ ^ltc i^'tzt und erwiderte lustig: „Ich ^aritsch,.."^ "°er doch für zwei Guineen haben, Herr H?^ und Plouiuzial-Nachrichten^^ ^ 2> ^ ^ ""^ Gcwcrbckammcr für Kram. ^? ^ste^ Handels, nnd Gelverbekammer für Krain ^ ^"s^l). "^'' uu städtischen Magislralssaale ihre ^ ^r^^ 'llc Plenarvcrsammlung ab, an welcher ^1 "pde>^ 5, ^ leUnahnien. Den Vorsih sührtc Kammer. ' a r <"- i ö. AIs landesfürstlicher Kommissär füngierte Landesregierungsrat Kulavics. Zu Verifi» tatoren des Sitzungsprotololles wurden die Kammerräte Mejau uud Pammer nominiert. Kannuerpräsidcnt Lenar <' i 6 niachte zunächst die Mitteilung, daß die l. k. Pust- nnd Telegraphendiret» iion in Trieft den Antrag oer Kammer auf Verslaal° lichung des k. k. Postamtes in Krainburg alilehnend be-schieden habe. Über Vorschlag des Kammerrates Pavsler wird die Kammer nunmehr eine Eingabe direkt an das Handelsministerium richten und in der. selben die Ärarisierung des Krainbnrger Postamtes eingehend motivieren. Der Kammerpräsident besprach dann in einem ausführlichen Exposü die Tätigkeit der Lai° bacher Handels- und Gewerbetammcr im abgelaufenen Jahre. Wir kommen anf diese instruktive Darlcguug gelegentlich noch ausführlich zurück. Kammersekretär Dr. M urnik machte die Mit. tcilung, daß die Kammcrrechnung für das Jahr 1908 sowie der Voranschlag für das lausende Jahr die Ge» nehmigung des k. k. Handelsministeriums erhalten haben. Das Ansuchen dcr Kammer um Errichtung cmer Pl,.stfilialc an der Triestcr Straße in Laibach wurde von der k. k. Post» und Telegrapheudirektion abgelehnt. Sodann wnrde die Sitmng ans zehn Minuteu unter-brochen, um den Kammermilgliedern in betreff der Wahl des Präsidiums Gelegenheit zn eine», Meinungsaustausch zu bieten. Nach Wiederaufnahme der Sitzung wurde zur Wahl des Kammerpräsidiums geschrillen. Die Wahl wurde mittelst Stimmzetteln vorgenommen nnd zu Skrutiua° toren die Kammerräle Kuez und LuZar bestimmt. Ab-gcgcben wurden 21 Stimmzettel. Im Kompromißwege wnrden gewählt die Herren: Joses Leuar^ic^ (einstimmig) znm Präsidenten, Ivan Kregar lmit 20 Stimmen) znm Vizepräsidenten und Kamilo P a in > mer smit 18 Stimmen) zum provisorischen Vorsitzenden. Der wiedergewählte Kammerpräsident sprach für das ihm entgegengebrachte Vertranen den wärmsten Dank aus und erklärte, daß er nach wie vor in der Leitnng der .Kammer volle Objektivität wahren wolle. Anch der neugewählle Vizepräsident und dcr provisorische Vorsihende dankten für das bewiesene Vertrauen und erklärten, die ans sie gefallene Wahl annehmen zu »vollen. Bei diesem Anlasse sprach der Präsident dem gewesenen Vizepräsideuten nnd dem provisorischen Vorsitzenden namens der Kammer für ihre Tätigkeit den Dank aus. Die übrigen, per acclamationem vorgenommenen Wahlen ergaben nachstehendes Resnltat. Zu Rechuungs-revisoren wnrden gewählt die Kammermitglieder K n e z, L 0 5 ar und R 0 h r m a n; zu Vertretern der Kammer bei den kommissionellen Verhandinngen wegen Sicher-slellung der Naturalverpflegung für das Heer wurden bestellt die Kammerräte Vinko M ajdi 6 uud Jean Schrey, zum Vertreter der Kammer im Landcs. eisenbahnkomitee Kanunerpräsident Lenar^i^. In die Erwerbstencr.Landeskommissiun lvnrde mittelst Stimmzetteln Kammerral I. Knez gewählt. Über Antrag des Kammerfekrelärs Dr. M u r >l i k lvurde der Beitritt der Kammer zum Wasserwirtschasts-verband der österreichischen Industrie beschlossen und die Bestimmung des Kammerdelegierten zn den Sitzungen des Verbandes dem Präsidiuni überlassen. Subventio-nen wnrden bewilligt: dem krainischen Landeskomitee für die erste internationale Iagdausftelluug iu Wieu 500 l(, dem Schulausschusse dcr gewerblichen Fortbildungsschule in Rudolsswert für den Handelskurs 100 K, dem Vereine zur Hebung des Fremdenverkehrs iil Oberlrain für einen Kochlurs 120 l< und dem Meistervereine in Laibach für den Lehrlingshort 200 X. Über das Subventiousgesuch des Schulausschusses für die gewerblicheu Fortbilduugsschulen in Laibach um eiue außerordeutliche Subvention im Betrage von 1000 Kronen entspann sich eine Debatte. Kammersekretär Dr. M u ruik beantragte namens der vereinigten Set-tionen die Gewähruug eiuer außerordentlichen Sub° vention von 5)00 K, während Kanimerrat H ribar anf den Umstand verwies, daß durch die zeitgemäße Reformierung diefer Schulen sich das Erfordernis für deren Erhaltung wesentlich erhöht habe nnd an alle schnl» erhaltendeil Faktoren nunmehr die Pflicht herantrete, für die durch die Reform erwachsenen Mehrkosten im Verhältnis ihres ordentlicheil Beitrages aufznlommen. Die Stadlgemeinde Laibach, welche für die Erhaltung dieser Schulen ohnehin große Lasten zu trageu habe, sei nicht in der Lage, auch die erwachseneu Mehrkosten auf ihre Rechnung zn übernehmen, weshalb der Bestand der Schulen ernstlich in Frage gestellt erscheint, falls die in Betracht kommenden Faktoren sich weigern soll. ten, die auf sie entfallenden Beiträge zu leisteu. Vize» präsideut Kregar stellte mit Rücksicht auf die Aus-führungen des Vorredners den Antrag, daß die Ange-legenhcit zur uuchmaligen Beratung an die Sektion znrückgeleitet werde. Dieser Antrag, dem auch Kammer» rat H r ibar sich anschloß, wurde bei der Abstimmung angenommen. Schließlich wurde der vom Kammersetretär ver-trctenc Dringlichteitsautrag angenommen, woruach die Kammer sich bereit erklärt, die Pensionsbeiträge für ihre Hilfsbcamteu auf Rechnung der Kammer zu über» nehmen. Vor Schluß dcr öffentlichen Sitzuug brachte noch Kammerrat Lo2ar einen Dringlichleitsantrag ein, wornach die k. k. Post» nnd Telegraphendirektion iu Trieft dringend zu ersuchen sei, verschiedene Mängel iu der Laibacher Telephunzenlralc ehestens abzustellen. Fast nach jedem Schileefalle werden die Lcitungsdrähle be» schädigt und die Abonilenten seien dann meist mehrere Tage vom Telephonverlehr abgeschnitten. Die Direktion sei daher aufzufordern, anstatt der den Witterungs» nnbilden ausgesetzten oberirdischen Leituug eine Kabel» lcitnug herzustellen, für die Behebung der häufigen Elörnngen und Unterbrechungen im Telephonvcrtehr Sorge zn tragen nnd eventuell gewünschte Anschlüsse an die Zentrale ehestens bewerkstelligen zu lasseu. Kammcrrat Hribar unterstützt deu Antrag des Vorredners und betont insbesondere die Notwendigkeit der bereits früher angeregten Kabelleguug für die Telephunanlage in Laibach. Auch das Personal in der Zentrale sei unzulänglich, die Apparate meist älteren Systems. Die Pust- nnd Telegraphendirektio» inter» essiere sich hauptsächlich sür Trieft uud die nähere Um» gebnng, während Laibach in postalischer Hinsicht arg vernachlässigt werde. Es sei daher die Errichtung einer Post- und Telegrapheudirektion in Laibach anzustreben, ^em Kammerpräsidium sei anfzutragcn, in diesem Siuue eiue Eingabe an die kompetente Stelle zu richte». Bei der Abstimmung wurde sowohl dcr Dringlich-keitsautrag des Kammerrates Lo5ar als auch der Zusatz» autrag des Kammerrntes Hribar einstimmig angenommen. Der provisorische Vorsitzende P a m m e r lenkte die Aufmerksamkeit der Kammer auf eine Eingabe der Interessenten in Domxale, betreffend die Unzulänglich» keil der dortigen Bahnhofanlagc, uud ersuchte um Be-sürwortuug der darin zum Ausdrucke gebrachten, voll» kommen begründeten Wünsche. Kammcrrat Hribar betonte die Mängel der erwähnten Vahnhofanlagc uud stellte den Antrag, daß die Eingabe der Interessenten ohne Seklionsberatnng im Dringlichkcitswege erledigt werde. Der Alitrag wnrde einstimmig angenommen uud das Kammerpräsidium beauftragt, die iu dieser Ange» legenheit erforderlichen Schritte zu uulernehmen. Sodann wnrde die öffentliche Sitzung um halb 8 Uhr abeuds geschlossen. Der öffentlichen Sitzung fulgte eine vertraulichc Beratung uud Verlcihuug von Sti-Pendien. Cntwilllunq und Ausgestaltung des Vottsschulwesens in Krain in den Jahren 1906 bis 1908. Iu den Iahreu 1906 bis 1908 wurden 1 Knaben» bürgerschulc nebst 1? öffcntlicheu Volksschulen und 104 Klasseu neueröffnet, 3 öffentliche Volksschulen und 19 Klassen geschlosscu, so daß dcr Zuwachs 1 Kuabeubürgerschule, 14 Volksschulen uud 85 Klasseu beträgt. 1.) Schulbezirt Adclsberg: Neueröffuet wur» deu die dreitlassige Kuabeubürgerschule iu Adelsberg, die einklassigeu Volksschulen zn Harije, Hru^evje, Iur-^i, Kal, Korituiee uud Lo5e; auf je 2 Klassen erwei» tert wurden die einllassigen Volksschule!, iu Kaltenseld, Planina, Unler-Zemon, Vrbovo nnd Col; eine Extur. renduschule wurde in Ober-Le5eöe errichtet. 2.) Schulbezirt G u t t s ch e e: Die einklassige Volks-schnle in Allwinlel, 1 aufsteigende nnd 1 Parallelklasse in Gnlenseld, je I Parallelklasse an der dreiklassigen Volksschule i» Grußlaschitz, an der füufklassigen Volks-schule iu Laserbach und an der vierklassigeu Mädchen» Volksschule in Gottschee wurdeu neueröffnet- erweitert wnrdeu die dreiklassige gemischte Volksschule in Sober-schitz zu einer vierllassigen, die zweitlassige Mädchen» schule iu Reifnil; zu einer dreiklassigen. 3.) Schulbczirk Gurkfeld: Neueröffnet wurde die eintlassige Volksschule zu Schcrrcudorf; erlvciterl wurdel, die Volksschulen zu St. Georgeu uud Groß» duru alif je 2 Klassen, die Volksschule zu Tr^iööe auf 3, die Volksschule in Eerklje auf 4, die vicrklassigeu Volks» schule» zu Haselbach, Nasseusuß uud Ratschach auf je 5 aufsteigende Klassen,- je 1 Parallelklasse erhielten die vierllassige Volksschule in St. Barthelmä uud die dreillassige Volksschule in St. Ruprecht. 4.) Schulbezirt Krainburg: Die zweitlassige Volksschule iu Pölland wurde aus 3 Klasseu erweitert, iu Zabrou bei Zarz 1 Eirturrendostatiou errichtet, an der füufklassigen Knabenschule iu Nischoslack l Parallel-abteiluug und an der vierklassigen Mädchenschule in Kraiuburg 1 provisorische aufsteigeudc Klasse eröffnet. 5.) Stadtschulbezirk Laibach: Au der I. städti° schen achtklassigeu Kuabeuschllle und an der städtischen achttlassigeu Mädcheuschule bei St. Jakob wurde je 1 Parallelabteilung eröffnet. Laibacher Zeitung Nr. 40. 346 19. Februar 1910. 6.) Landschulbczirk Laib ach: Die zweiklassigeu Volksschulen in Birnbaum und Horjulj, die dreiklassigeu iu Vrunndorf und Franzdorf, ferner die fünfklafsige Volksschule iu Mariafeld wurdcu durch je 1 aufsteigende Masse, die zweiklassige Volksschule zu St. Peter durch 3 aufsteigende Klassen erweitert' die vierklassige Volks-schule in Waitsch erhielt 1 aufsteigende Klasse mit zwei Parallelabteilungeu; in Obcr»8i5ka wurde 1 zweiklas» sige, in Uuter^i^ka 1 sechstlassige gemischte Volts» schule mit 4 Parallelklassen neueröffnet. 7.) Schulbezirk Littai: In Sava lvurde ! ein» klassige Volksschule neueröffnet, die eintlassigcn Volks» schulen iu Islack, Marialal, Politz auf je 2, die drei» klassige Volksschule iu Weixelburg auf 4, die vierklassige Volksschule in Sagor aus 5, die sünstlassige Volkssä)ule iu Töplitz auf L alissteigeude Klaffen erweitert' die zwciklassige, Volksschule in Ob'ergurk erhielt 1 Parallel» abteilung, die vierklassige zu St. Veit bei Sittich 1 be» sondere Abteilung für die Entfernten. 8.) Schulbezirk Loitsch: Die drciklassige Volks-schule in Iggendorf wurde neueröffnet, die vierklassige k. k. Knabenwerksschnle iu Idria zu eiucr füufllafsigen, die sechsllassigc k. k. Mädchenwerksschule zu einer sieben, klassigen ausgestaltet; die vierklassige Volksschule, iu Altenmartl erhielt 2 Parallelklassen. 9.) Schulbezirk N a dm a u u sd u r f: Die ein» klassige Volksschule zu Steinbüchel wurde auf 2, die zweiklassige Voltsschule iu Wocheiner Feistritz auf 3, die dreillassige Volksschule in Karuervellach auf 4 Klaf» sen erweitert; die vierklassige Volksschule iu Aßling erhielt 2 Parallelableilungen. 10.) Schulbczirk Rudolfswert: Die eiuklas» fige Volksschule iu Schwörz lvurde neueröffnet; erweitert wurdeu die eintlassige Volksschule in Hinnach auf 2, die zweitlassigen Vultsfchukn zu St. Michael bei Ru» dolfswert, Prei-na und Wallendorf auf je 3 Klaffen; Parallelableilnngeu wurde» errichtet: 2 an der vier» klassigen Knabenschule und I an der dreiklassigen Mäd-chcnschnle in Rudolsswerl, 1 an der zweiklassigeu Volks» schule in Stopfe, 1 besondere Abteilung für die Ent. fernten erhielt die vierklassige Schule zu Seiscnbcrg. 11.) Schulbezirk Stein: Die eiuklassigen Volks» schulen zu Müntendorf und Krtiua fowie die zweiklasfige Volksschule zu Iar^e wurden neueröffnet; die eintlassige Volksschule in Tersain wurde auf 2, die vierklassige in Mannsburg auf 5 Klassen erweitert. 12.) Schulbezirk Tscheruembl: Die einklassige Volksschule ,',u s'eplje und die Er.kurrendoschule zu Gereut wurdrn neueröffnet, die zweiklassige Voltsschule in Suhur wurde auf 3 Klaffen erweitert, die zweitlassige Volksschule in Weinitz und die vierklassige zu Mottling erhielten je 1 Parallelabtcilung. Geschlossen wurden: Die Notschuleu zu Ha» rije (Adelsberg) und Sava (Littai) init je 1 Klasse, 1 Parallelabteilnng an der Mädchenschule in Gottschce, die Exkurrendoschule zu Scherrendorf und je 1 Parallel» ableilung an den Volksschulen zu Haselbach, Nassensuß, Ratschach und Cerklje (Gurlfeld); iufolge der Teiluug des Schulsprengels Ki^ka wurde die dreiklassige Volks» schule mit 5 Parallelen daselbst geschlossen, ebenso eine Parallelabtei lung au der Volksschule zu St. Peter bei Laibach aufgelassen; an den Voltsschulen zu Sagor und Töplitz (Liltai) wurden je 1 Parallelabteiluug und an der Volksschule zu Altenmarkt (Loitsch) 2 Parallel. Nassen geschlossen. überdies konnten 40 bereits rechtskräftig bewilligte Volksschulen und 73 aufsteigende Klassen ob Mangels an Schullolaliläten in der Verichlsperiode nicht zur Eröffnung gelangen. .Hinsichtlich der Ausgestaltung des Volksschulwcsens ist zu bemerken, daß die Zahl der ein klassigen össentlicheu Volksschule» in der Verichtsperiode um 25, der zwe i k l a s s i gen um 6, der d r e i k l a s s i g e u um 10, der fünfklassigen um 7, der sechs-klassigen um 3, der s i e b e n k l a s s i g e n um eine Schule gestiegen, jeuc der vierklassigen um zwei Schulen gefallen' ist;' die Zahl der a ch t k l a s s i g e n Volks-schulen ist gleich geblieben. Die Zahl der Knabenschulen ist um eiue Schule gesunken, jene der gemischten um 51 Schulen gl stiegen, die Zahl der Mädchens ch ulen ist unverändert geblieben. Die Zahl der Schnlen mit G a n z < a gs u u t e r » richt hat um 10, jene der Schulen mit teils ganz», tc-ils halbtägigem Unterricht um 14 Schulen zu» genommen, die Zahl der Schulen mit Halbtagsnnterricht hat sich um 26 Schulen vermehrt. Die Zahl der Voltsschulen mit deutscher Unterrichtssprache hat sich um 5, jene mit sloveni» scher um 44 Schulen vermehrt; die Zahl der Schulen mit deu t sch» sloven i scher Unterrichtssprache ist um 1 Schule gestiegen. Infolge einer irrigen Ausleguug des 8 1 des Ge» setzes vom 29. April 1873, L. G. Vl.^Nr. 21, daß schul» Pflichtige Kinder aus Weilern und Ortschaften, die über 4 Kilometer vom Schulslandorte eutfernt liegen, nicht zum täglichen Besuche der Volksschule vcr» pflichtet werdcu töuuen, haben die Bezirksschulräte seit der Wirksamkeit des traiuischeu Schnlerrichlungsgesetzes in vielen Fällen solche entfernt wohnende Kinder cut» weder gar nicht zum Schulbesuche verhalten oder ihnen nur den wöchentlich zweimaligen Besuch der bezüglichen Alllagsschule gestattet. Da mit den letzleren Kindern nur geringe Erfolge erzielt und überdies die Alltagsfchülcr in ihrem Fortschritte gehemmt wurden, hat der Landes» schnlrat — um diesem cingelebten Ilbelstaude wenigstens teilweise zu steuern — dort, wo klimatische und Bodenverhältnisse es notwendig erscheinen ließen oder wo es ohne drückende Belastung der Bevölkerung nicht möglich war, neue Schulen zu errichleu oder die bestehenden zu erweitern, in letzter Zeit „besondere Abtei» lungeu für die Entsernten" ins Leben ge> rnfen, in denen die betreffenden Kinder, getrennt von den Alltagsschülern, von eigens hiezu bestellten Lehrern oder von den Lehrern der Mutterschule gruppenweise dreimal wöchentlich entweder ganz- oder halbtägig nach cinein restringierten Lehrplane für einklassige Volks» schuleu unterrichtet werden. Solche besondere Alneilun-gen für die Entfernten (Gebirgsschulen) bestanden in Zoll, Gutenfeld (2), St. Barthelmä, St. Ruprecht, Ai» schoflack (2), Pölland, Trata, Zirtlach, Oberlaibach (2), St. Martin bei Lillai, Obergnrt, St. Veit bei Sittich, Sairach (2), Zirlnitz, Treffen, Seisenberg, St. Michael bei Rndolfswert Mädchenschule) und Mottling. ^r. — jVom Finanzdienstc.) Das Präsidium der trai» nischen Finanzdlretlion hat den provisorischen Finanz» konuuissär Johann D i tz zum definitiven Fiuauztoi»' missür iu der neunten Rangstlasse nnd den Finanz» lonzipiflen Hubert Ryschavy zum provisorischen Finanzkommissär für den hierortigen Dienstbereich er» nannt. * Mseltliali»augcleqenliciten.) Die l. t. Landes» regierung sür Krain hat'zufolge Ermächtigung des l. t. Eisenbahnministeriums der k. l. priv. Südbahngesell' schaft in Wien deu Vautonscns zur Herstellung eines Stellwerkstnrmes in der Station Franzdorf der Linie Wien — Trieft erteilt. —?. — sDie Lchrlicfähigllngsprüfungeu) bei der hiesigen k. t. Prüfnngslomniiision für allgemeine Volks, und sür Bürgerschulen werden am 15. April beginnen. Die Gcsnche um Zulassung sind bis zum 9. April im vor» geschriebenen Tienstw^e an die genannte Kommission zu richten. * M«s dem Voltsschuldicnste.j Der k. k. Landes» schulrat für Krain hat der definitiven Lehrerin au der Volksschule in Iggendorf, Bezirk Loilsch, Fräuleiu Io> Hanna Sim<:i6 über ihr Ansucheil den Austritt aus dem trainischeu öffentlichen Voltsschuldienste bewilligt. — Weiters hat der k. t. Landesschulrat für Krain die mit dem Reifezeugnisse versehene Lehrsupplenlin Frau» lein Frcmzista Stöckl im Sinne des 5 130 der defi» ilitiven Schul» und Unterrichtsordnung zur nnentgell» lichen Schnlpraxis an der Mädchenvoltsschlile in Gott» schee zugelassen und die Bestelluug des «nil deni Reife zeugn isse versehenen absolvierten Lehramtskandidaten Herrn Alois Tscherne zum Lehrer und Leiter an der deutschen Privatvultsschule in Maierle genehmigend zur Kenntnis genommen. —r. * lAus der Diözese.j Der Pfarrer in Vrunndorf, Herr Dr. Johann Mau ring, wurde über eigenes Ansuchen wegen Tienstesnntauglichleil in den bleiben» den Nnhestand verseht. ^r. — 8,2l> prc- Mille). Von den Verstorbene», sind 9 einheimische Perso»le»i; die Sterblichkeit der Einheimischen belräa) somit 1l,70 pro Mille. Es starben an Diphtheritis 1, an Tnberknlose 2, infolge Unfalles 1, an fonsligen Kranlheilen N) Personen. Unter den Verstorbenen be> fanden sich 5 Ortsfremde (35,7 l ^) uud 7 Personen aus Anstalten (50,00 <^,). Infektionskrankheiten wurden gc" meldet: Varizellen 3, Scharlach 2, Keuchhusten 2, Diph' theritis I. — lGcnosscnschaftlicher Nuchhaltnnsssturs.j Wir erhalteil folgende», Bericht: Der Genossenschaslsverbaild i», Laibach veranstaltete in Gottschee einen Vuchhal' wugsturs für Fuilttiouäre von Raiffeifenkafscn, der vom 14. bis 17. d. M. dauerte. Tarail nahmen 18 Vorstandsmitglieder von Raiffeisensaffe», des Gottscheer Bezirkes teil, nnd zioar vom Raiffeisenvereine in Gott» schee die Herren Dechant Ferd. Erker, Schulrat Ios. Obergföll, Gemeiildevorfteher Ant. Kresse und Besitzer Josef F i n k; von Mitterdorf die Herren geistl. Rat und Pfarrer Iof. Eppich, Oberlehrer Georg Erker, Gastwirt Georg Pets ch e und Besitz" Johann Schober; von Altlag die Herren Pfarrer Anton Krciner, Kaplan Johann Iaklitsch uud Kaufmann Georg Eppich; von Ebental die Herren Pfarrer Franz Z a j e nnd Gemeindevorsteher Georg .H ö g I e r; von Mosel Herr Pfarrer Josef E r le r; von Nesfeltal die Herren Pfarrer August Schauer und Gastwirt Alois Aguitsch, vom Raisfeisenvereinc in Rieg Herr Josef Gliebe, Pfarrer in Göttenitz; von Unterlag Herr Ioh. Ruppe, Besitzer und Hanoels' inauil. Herr Verbandsdireklor Traben aus Laibach eröfsuete deu Kurs mit einer Ansprache, in der er die Wichtigkeit des gcsamteu läudlichen Genossenschafts' Wesens sür die Bevölkerung hervorhob und dem Kurse das beste Gedeihen wünschte. Verbandsanwalt Herr Landlagsabgeordneter u. Landesausschnßbcisitzer Doktol Pega n hatte ein Begrüßnngstelegramm gesendet. Ver-bandsrevisor Herr V. Kramnr5i6 machte mit den .^ursleilnehmeru den ganzen Geschäftsgang von zwe> anfeiuanderfolgenden Gefchästsjahreil einer RaiffeiseN' lasse durch und wnßte durch seiilen klaren, leicht vel' ständlichen Vurtrag uud durch seine sehr prattisch g^' hallene Allleitung selbst die Buchung schwierigerer Geschäflsvorsälle und insbesondere die für den ÄN' fäilger nicht gerade leichte Aufstellung der Iahresrecl)-nungen und Bilanzen zum allgemeinen Verständniss zn bringeil. Aui Schlüsse des Kurses sprach Herr DechcN'l Ferd. Erker dem Kursleiter Herrn Kramar^»« fü^ seine verdienstvollen nnd erfolgreichen Bemühungen na-mens der Kursteilnehmer den wärmsten Dank aus. Al" Herren, die den Nnchhaltnngsturs mitmachten, ware»' von dessen Verlause sehr befriedigt und schieden mit dcw Wunsche, daß der Genossenschaftsverband in den nächst^ Jahren neuerlich eiuen ähnlichen Kurs veranstalten möge. — Wu groher Sonuenrinss.j Während der !p" strigcn frühen Nachmittagsstnnden loar um die SoNN>' ein großer regenbogenfarbiger Ring zu beobachten -^ eiue beim Moude öfters, bei der Sonne hingegen s^' tener wahrzuuehmende Erfcheinung. Der Ring w^ bei seiner höchsten Gebildeeulfaltung so groß, daß ^ in den unleren Teilen nahezn bis an die Spitzen dc" Krimgebirgsznges reichte. Gegen 1 Uhr nachmittag ivurde er in dicfcii Teilen durch eiu vom Südoftwi'7 getriebeues Ge»völk unterbrochen, loodnrch die Elsä)^' niiilg einem stark gebogenen Hufeisen glich. Währen^ die ilächste Umgebung der Sonne sowie die außerha> des Ringes ziemlich' klar war, bildete die deu Ni"^ schließende Innenzone eiu intensiv granschwarzes ^?' wölk, weswegen die Ningerscheinung selbst sowie d> um mehrere Meter (Sehweite) differenzierende SontU'N' entsernuilg nur noch intensiver Hervorlrat. Gegen 2 M nachmittags brachte ein vom Südwest kommendes lich' graues Eirrusgcwölk storeude Wirkuug in die ^ scheinung, indem der Ri»,g auch iu dieser Richtuug dtt^ die Mitte zerrissen ward nnd sich der neue Eindrin^ ling über die bisher grellblendende Sonne lagerte. ^ anfangs nur oberhalb des Riuges lometenfchweisähnll^ Hellgrane Streifeil zerteilte sich nun iu mehrere st^ Nordwest verlausende Seitenstrablungen. Der 3?'^ trat sohin um 3 Uhr nochmals in seiner Gänze, jl'b^ i» bedeutend geringerer Iiltensivilät zum Vorsah ' bis er eiuige Minuten später gänzlich verblaßte. — ^5 her dieses Phänomen? Die der empirischen The^ des Schreibers dieser Zeilen zunächst verwandte H^. these von Sieberg („Der Erdball") beantwortet ",. Frage in solgender kurzer Erklärung: „Die Ringers^ nungen sind die Folge von Brechung und Spiegel»»-'! welche die Lichtstrahlen (in diesem Fälle die der S""'^ bei ihrem Durchgänge durch kleine EirruswolkeN i ^bacher Zeitung Nr. 40. 347 19. Februar N)!0. bi3r"^^''^' ^'skristallc erfahre." — Nach dcu Nett/^ ^'fcchrungen dürfte dcr Sonnenring größere .Mningen im Gefolge haben. benit« '^scgqcr.Porlcsunss.j ^"" schreibt uns: Wie wm. ^'"U'ldet, findet zugunsten des Deutschen Sa'!^ ""d Kinderhortes am 27. d. M. im großen qcr !^ ^unl^lle eine Vorlesung von Dr. Roscg» Er »n'^ Suhiil' des hervorragenden Dichters, ftatl. tranln <- ausschließlich Dichtungen seines Paters bor» tim... /^" ^^ '^"!>Mr genießt mit voller Berech. berp5 " ^"'nen eines'ausgezeichneten Rezitators, der Stä? "'^ ^wßem Erfolge.in Graz, Trieft und ailderen Ras, ^"' ""-' Publiknm trat. Die Bedeutung ^ »kssgrrs alsDichters zn schildern, erfcheint wohl müßig, detsn ^ ^üpsui'gen nicht nur Eigentum aller Gebil» de^ N i, ' pudern auch längst ihren Weg zum Herzen ^up^ Pfunden haben. Angesichts des humanitären hat l'^ ^'" ^'^' Vorlefnng gilt — Herr Dr. Nosegger edl-n ^"' uneigeilnütuge'r Weise in den Dienst der "hoffen ^ ^'^''" "' '^ "" ä^lreicher Besuch zu den ^ ^lnnderunqen in der Diözese.) Überseht wur» Ct N^ ^"^'"' Kcipläne Leopold Kulbezcn aus ^l)elmä nach Neudegg und Johann Sever aus ^"na nach St. Barlhelmä. schrei ^fs",e Stelle.) Die „Slovenska Matica" Valis^ ^"lle des Vereinsfetretärs mit einem Gesuri ^l)"I^ ""'^ ^^ ^ "^' V"M'rber haben ihrem lllllien^ ' t!"i'i-i",Inm v't-><> anznschließen und ihre Die k/^ ^lldnilg nnd Kanzleitüchtigleit nachznweisen. Gelu^ Klangt znnächst provisorisch Znr Befehung. "cye bls 10. März. i»eutl^ !""telstühung6verein „m Staatsgymnasium mit sand ^ Unterrichtssprache in Laibach.j Am 4. d. M. Herr ^, ^"hveshauplversammlung des Vereines statt, truk >> ^lcn' Pucsku als Obmann wies auf die auf^'l lM'ä", Bestandes sehr erfreuliche Resultate 21'.i- l^^nungen cme^ starken Ferilbebens. Die ersten Malm,« " ^''len um 6 Uhr !3 Minuten ein; der Maxi-M, ""chlag von 45 Millimeter wurde um 6 Uhr 13 Vcinu. ^ Sekunden erreicht. Ende u,u 6 Uhr 45 einstig"' H^rddiftanz bei 1000 Kilometer. Nach iiber-und p "^" Mitteilungen oer Warten von Hamburg dürs< ^"", die uns telegraphisch zugekommen sind, Mi /, " H"d des jüngsten Bebens im Gebiete des ^'"elmceres «clegen sein L. ^7 ^ lDurch einen Pfcrdchufschlaq getötet.) Am Hudri^ ^'^' ^"' "'jährige BeMer'Franz Dim aus dr„ H'/^'meinde Treffen, mit einem Paar Pferde auf wilta ^"cnt^ ""^ ^^ Kan,',ian, voil >vo er am Nach. ^alrl?- , !^^'n Tages nach Hanfe znrüctkehrte. Iil "m d m ^lafsenfn'ß hielt er in einem Gasthanse an, beiden ^^"^ ä» füttern. Als er sich dem einen der lvcirts ^i'"^' ^"^ cW bösartig bekannt ist, von rück-Cchixt "?^'Ne, ssl)il,^ ^ ai,^ „i,d traf ihn in die rechte E^ ^ !^ heftig, daß Dim bewußtlos zu Vooen stürzte. Dr 5 - "ligst der Nassenfußer Dislritlsarzt Herr s'ch'drN "^' herbeigeholt, und dcr Verunglückte, da Stores s 'Island als lebensgefährlich envies, mil den 'lach ^ .""»enteil versehen, wegen Abend wurde Tim start, n^'^ "berführl, wo er am folgendeil Morgen "Wuclt s ^ Velunßlsein erlangt zu haben. Der Ver-^'i'drr '"^">äßt in'ben der Wit»ve acht unmündige Vabno ^," ""^ Hirsch.) Wie den, „Slovenec" aus dvrlinp ^ r^ Ncmeloet wird, ging am 15. d. M. der stn,„n',> !'^"' Thomas 5oslari5'in den Wald Baum-"'< rrnt '. "' ^' Wegestunden von Vabno Polje ^chneebr " ^^^' cr '" den Waldungen der Herrschaft tut?,, 5,:A ^^'^'ll großen Bären und neben ihm einen der hj^s/^' Wie vermutet wird, hatten der Bär und ^rund kl ""^'" Z"t initeinander gekämpft. Der tirfr^ ^'^ ""' Hirsch unterlag, liegt oarin, daß er inl beweib > Ü", ^"sn'll nnd er sich überdies «nil seinem Hirsch ^'"^ ^eäsle verwickelte. Der Bär ließ den toten wurds dm " "lid flüchtete fich ins Dickicht. Der Hirsch um vom genannten Besitzer nach Hause geführt. in Laivach.) Auf den Wochen-^' Ochs '''^"lbach am l(i. c>. M. wurden 98 Pferde, ^ 3ii>>, ' ^'' ^ilhe lind 20 Kälber anfgetrieben. Anf Men 6k s?"'^' notierteil die Preise bei den Mast-!w ^ U"d ' ^ '^' bei den halbfetten Ochfen 60 bis ^r,e,i.,. ""' >nageren Ochfen 56 bis 58 !< für den — Konzert.) Ein Teil dcr Musikkapelle der Slo> venifchen Philharmonie konzertiert Sonntag, den 20. d., im Hotel „Tivoli". Anfang um halb 4 Uhr nachmittags. Eintritt frei. " lZchn Verhaftungen an einem Tage.) Im !^aufe des gestrigen Tages verhaftete die Sicherh'eilswache nicht weniger als zehn Personen. Ein änßerft gefährlicher Dieb nnd zwei Diebinnen wnrden anf der Vlciweis-ftraße lvegen verbotener Rückkehr angehalten. Der Mann gab dem ihn verhaftenden Sicherheitswachmanne einen falschen Namen an. In der Nähe der Domkirche wnrden drei Vaganten wegen Bettclns in Hast genommen. Ein 29jähriger dienslloser Knecht aus Eilli wurde auf der Wiener Straße wegeu Diebstahles von 36 X angehal» ten. Eine aus Trieft angekommene 50jährige Vaganlin wurde aus der Römerstras^e augehaltcn. Sie wird wegen Abgabe in die Zwangsarbeilsanstall steckbrieflich ver» folgt. Anßeroem wnrden eine obdachlose Näherin und ein betrunkener Arbeiter in (Gewahrsam gebracht. " Wem gehört der .Kahn?) Tiesertage zogen die Einwohner von Oberbirnbanm einen großen herrenlosen Kahn ans dem ^aibachflnsfe. Der Eigentümer wolle sich in der dortigen Baumwollfabrik melden. " ^Verloren.) Eine Zehnkronennotc, ein Paket Spitzen, ein goldener Ohrring, ein Geldtäschchen mit ll> X, ein schwarzer Regenschirm nnd eine goldene Brille. " gefunden.) Eine goldene Herrentette. — Wetterbericht.) Der Luftdruck ist über Skandi° navien stark gefallen, im Osten gestiegen. Das Tief» drnckgebu't hat sich daher gegen Nordosten ausgcdehut, während sich von Osten her ein Keil hohen Druckes an die Südseite der Alpen legt. Die Temperaturen sind im Norden der Zcntralalpen gestiegen, im Süden nnd ^ordosten von Österreich gefallen. Das Wetter ist meist heiter nnd ruhig. In Laibach hatte das Schönwetler leinen langen Bestand. Der gestrige Murgennebcl ver° flüchtete sich in den Vormittagsstunden; die Temperatur erklomm immer höhere Grade nnd der Himmel über« zog sich alsbald mit einer dünnen nnd hohen Cirrus» schichte. Das Firmament blieb bis heute früh meist bewölkt, die Temperatur hat Nnll Grad überschritten; es wurden heule früh 1,2 Grad Eelsius abgelesen. Der Luftdruck ist seil gestern nachmittags in langsamem fallen begriffen. Interessant ist die Talsache, daß gestern srüh die 2000^Meter hohen Alvengipfcl höhere Tempe» ralnren hatten als Laibach. So hatte z. V. Obir nnr ^ 3,8, Laibach - 5,9 Grad Celsins. Die Veubachtnngs« flaüonen meldeten folgende Morgentemperaturen von glstern! Laibach —5,9, Klagensnrl —7,4, Görz l,4, Trieft 2,8, Pola —0,4, Abbazia 2,5, Agram — 0,l, Sarajevo —0,9, Graz —0,9, Wien —1,2, Prag 3,3, Berlin 3,6, Paris 8,0, Nizza 3,3. Neapel 6,8, Palermo 9,4, Petersburg —0,7; die Höhenstationcn: Obir — 3,8, Säntis — 4,5, Sonnblick — 9,8, Cemmering 1,2. Voraussichtliches Weller in der nächsten ^eil für Lai° bach: Wechselnd bewölkt, mild, mäßige Winde. Tlzcatrr. Kunst und Literatur. — lslus d^. sluvenischen Theatcrtanzlei.j Henle geht als Nenefizvorstellung des Herrn Alois F i a l a Giuseppe Verdis ,/I'i-iiIxxlui-" in Szene. Herr Fiala, dei sich schon durch zwei Saisonen der allergrößten Be-liebtheit bei allen musikliebeuden Thealerfrennden er» sient, ist in der lausenden Saison nicht weniger als 22mal in der Oper nnd l4mal in der Operelle ans» getreten; man kann also mit Recht erwartcn, daß das Publikum heute dem braven Künstler seine Anerken-nnng nnd Dankbarkeit in wohlverdientem Maße zum Ausdrucke bringen wird. In der Rolle des Grafen Lnna trilt als Gast Herr Marko Vu 5 kovi 6, erster Vari° tonist vom Agramer Lanoeölhealer, m>s; die Titelrolle singt Herr F i a l a, die Gräsin Leonora Frau Nord» gart ova, die Azueena Fräulein Per^lova und den Fernando Herr Pato^ka, dem anch die Regie anvertraut ist. — Morgen nachmittags geht die Ope» rette „l>s'5cnn /onn" zum sechstenmale in Szene; abends gelangt die Verdische Oper ,/1',-ndlxlui-" zur Wiederholung. — Dienstag, den 22. d. M., wird das Repertoirestück des Wiener Hofbnrgtheaters ,,^i-i>i iiülc>ll,-". Vom vorjährigen Operetten» rcperioire tr>ird Franz SnpP^s „Dcnmn .lnnnit:»" mit Fräulein Hadrbol^eva in der Titelrolle uüeder» holt werden. Neu studiert das Operettenpersonale Albi» nis ,.8:n'<»i> 'I',-.>nk", die Oper aber Goldmarks ,^-il>-^Kci Ki'ül^icül". — Von vieleil Seiten sind Gastspiele in der Oper in Aussicht gestellt worden. — lDie Philharmonische Gesellschaft in Lailiach) veranstaltet morgen um 7 Uhr abends ihr viertes Milgliederkonzert. Leitung! Mnsikdirellor Josef Zöh» rer; mitwirkend: die Franen Natalie Bauer» Lechuer, Violavirtuosin sWien), Mclanie Raben» alt, Harfenvirtuusin tGraz), und das Orchester. Vor» tragsordnnng: l.j Josef Handn: Sinfonie Nr. 6 U-äui-lmi't dem Paukenschlag). 2.) W. A. Mozart: Konzert für die Viola mil Orcheskrbegleilung. Solistin Frau Natalie Va u e r »L ech u c r. sErste Aufführung in Laibach.) 3.) Eamillo Saint'Sai'nö: Phanlafie für die Harfe l,ai>. 95). Fran Melanie R a b enaI t. 4. ,l) G. Martini: „Plaisir d' amonr". l.) M. Vrnch: Kol Nidrey. «) Fr. Schubert: Adagio. Frau Natalie V a u e r ° L e ch n e, i'. 5. n) C. Oberlhiir: Le Sylphe, b) Fel. Godefroid: Spanische Serenade. Fran Melanie R abenal t. 6.) Felix Mendelssohn-Varlholdy: MeIusinen»Ouvertüre. Illusion, »».or» in der Kotnkiril)uliltic>l>t>8" von Anton Foersler, Offertorium „^l<)^" von Doktor Fr. X. Witt. Telegramlne des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Dcr Todestag des Erzherzogs Albrecht. Wien, 18. Februar. Heule vormittags ist in der Hofpsarrlirche von St. Auguslin ein Seelenamt für weiland Erzherzug Albrecht abgehalten worden. Feldzcugmeistcr Fiedler Z-. Wien, l8. Februar. General»Trnppeninfpektor FZM. Fiedler ist nachmittags um halb 4 Uhr ge> slorben. Besuch des bulgarische» Äönissspaarcs in Pitcrsburg. Sofia, 18. Februar. Zufolge Angaben amtlicher Kreise wird der König von Bulgarien Ende nächster Woche mit der Königin Eleonore in Petersburg eineu offiziellen Besuch machen. Ministerpräsident Malinov nnd der Minister des Änßern Papritov werden das Königspaar begleiten und begeben fich zu diesem Zwecke anfangs nächster Woche nach Wien. Bürgermeister Dr. Lncgcr. Wien, 18. Februar. Die Ralhauskorrefpondenz meldet: Dr. Lueger verbrachte den Nachmittag zu» meist schlummernd. Er ist sehr ermüdet, klagt noch über Schmerzen, weshalb vor 6 Uhr abends eine zweite Morphinminjeltion vorgenommen wurde. Das Herz funktioniert tadellos. Die Teilnahme der Bevölkerung an der Krankheit Luegers ist außerordentlich groß. Zahl» reiche Persönlichkeiten zogen Erknndignngen ein. Wien, 19. Februar. Dem Abendbulk'tin zufolge sind die Schmerzen Dr. Lnegers geringer geworden. Die Nahrungsaufnahme und die Expekluralion find gcnü» gend. Dr. Lueger hat mehrere Stnnden ruhig geschlafen. Primarius Dr. Pnpovae hat um Mitternacht das Rat» Hans verlafsen. Erdbcbcu. Sofia, l8. Februar. Das hiefige Observatorium verzeichnete heule nm 7 Uhr 11 Minuten früh einen starken Erdstoß, dessen Zentrum etwa 600 Kilometer südwestlich von Sofia gelegen fein dürfte. Catania, l8. Februar. Um 6 Uhr 15 Minuten . früh wnrde hier ein sehr starkes wellenförmiges, stoß» artiges Erdbeben verspürt. Auch in Callagirone, Mineo und Palagonia wurde das Erdbeben wahrgenommen; es verbreitete Bestürzung unter der Vevölkeruug. Nanca, l8. Februar. Heute früh hat hier ein hef» liges Erdbeben stattgefunden. Es hatte eine vertikale Richtung und dauerte l4 Setnnden. Die Spiye eines Minaretts fiel herab nnd zerstörte die Kuppel der Moschee. Mehrere Mauern sind eingestürzt und mehrere Gebäude wnrden zerstört. Meldungen von Schäden tref« sen anch ans der Umgebung ein. In Varipetron wuroen sechs Einwohner von den Trümmern eines Hauses vor» schüttet. Man arbeitet an ihrer Rettung. Mcrschwcmmuuss in Glasgow. London, l6. Februar. Über Nachl ist die Flut in Glasgow so hoch gestiegen, wie feit zehn Jahren nicht. Der Stand ist vier Fuß über dem Normalen. Im oberen Clyde ist bedeutender Schaden angerichtet wor» den. Die Eisenbahnen stehen an einigen Stellen unter Wasser. «• ^"""V QJsiD Gestreiste vOlriO uui8ine % QmOCr6peM^ore % DlfiO n OGIUGundkarierteuuluuuTaffetOGIUC uBrocatuulllu "^N'Neho^!^" '" "ll"l Preislassen, fowie stetc< das Neueste in schwarzer. Weiher u, farbiger "« Beide" v, X 1 3b bis K 24 50 p. Met. - Franko u. schon verzollt ins Haus. Muster umgehend. (8«) 8—2 SeidenfabPiht. IltMinolM-rir. Zürich. Hoflief. I. M, d. Kaiserin v, Deutschland. Laibacher Zeitung Nr. 40. 348 19. Februar 1910. Türkei. Konstaniilwpel, 18. Februar. Einer Vlättermeldung zufolge beschloß der Generalstab, Salonichi zu befestign. i^oustantinopel, !8. Februar. Der „Ieniga^etta" Zufolge sind die liirlischen Botschafter iu Wien, Paris und Petersburg sowie der türkische Gesandte von Sofia hierher berufen niorden. Unruhen iu Britisch-Indicu. Alahabad, 18. Februar. Wie am l.4. d. gemeldet wnrde, sind 120 Mann Poli,zeitrnppen in das Aus-standsgebiel im britisch°indischen Vasallenstaat Vastar aufgebrochen. Die beideu Befehlshaber dieser Mann^ schafl haben sich anl l6. d. nach Iagdapur im Zeiltruin des Ausstandet begeben. Als die Eingeborenen den Truppen beim Überschreiten eines Flusses Widerstand leisteten, wurden fünf von ihnen getötet. Heute tommt aus Iagdapur die Nachricht, daß der Ort vou Taufen» den oun Eingeborenen umzingelt sei nnd ihre Zahl sich täglich vermehrte. Die Polizeilruppen werden nun-niebr ebenfalls in Iagdapur einrücken. Auch Militär isl requiriert worden. Verantwortlicher Medalteur: Anton Funtet. HAUTKRANKHEITEN wio Ekzeme und Geschwüre, die nicht heile11, wollen, sind vielfach eine Folge von armem, krankhaftem Blut. SCOTTS EMULSION ist das beste Mittel, das Blut zu bereichern, zu kräftigen und derartige Leiden zu überwinden. Die wirksamsten Bestandteile, die durch das unübertreffliche SCOTT'sche Verfahren zu einer rahmartigen, leicht verdaulichen Emulsion verbunden sind, haben für SCOTTS EMULSION weit und breit den Ruf einer Musteremulsion erworben und überall gilt sie als das sicherste Mittel gegen diese Krankheiten. (32H) 4—4 Preis der Oripalflasciie Z H 50 h. In allen Apotheken küuilicb. Echt nur mit die»er Marke— dom Fnc'-er —alsGarantiezrichen des SCOTTschen Verfahrens I | Lungenleiden Katarrhe, Keuchhusten, Influenza werden durch das seit 10 Jahren erprobte SIROLIN „Roche" in günstigster Weise beeinflußt. SIROLIN hebt Appetit und Körporgewicht, beseitigt Husten, Auswurf und Nachtschweiß. Man verlange in allou Apotheken ausdrücklich SIROLIN Originalpackung „Koche" a K 1: per Flusche und weise minderwertige Nachahmungen zurück. (Ärztliche Verorduuug.) SirolinbroBchüre G II gratis and franko durch F. Hoffmann-La Roche & Co, Wien, III i Neuling-gasse 11. (121) 3-1 "..... (377) 42-~3 Eleklroradiograpli „Ideal" (im Hotel „Stadt Wien"). Proiiamm, (271) vom 19. bis 22. Februar 1910: 1.) Die Hochzeit heun Herrn Maier (komisch). — 2.) Die Poesie des Lehens. (Die Kraft die Kunst — die Liebe — der Tod; prächtige, lautre Projektion.)- 3.) Die Vögel in ihrem Heime. (Belehrende Projektion nacb der Natur.) — 4.) Der Affe des Doktors (komisch). 6/ermva//dx China-Wein mit Eisen Hygienische Auaatellang Wien 1906: Staatspreis und Ehrendiplom zur goldenen Medaille. Appetitanregende», nervenstärkendes und blutverbesserndes Mittel für Rekonvaleszenten ¦ ¦ ¦ •¦ - und Blutarme von ärztlichen Autoritäten beaten« empfohlen. Vorzüglicher Geschmack. Vielfach prämiiert. Über 6000 ärztllohe Gutachten. J. SERRAVALLO, k.n.k. Hoflieferant, Trieste. _____________________ ..... (U) -y> 7 Der Modesalon Franz Preisler, Wien, VII., Neubaugasse-iy, verfertigt Danieiikostüine nach der letzten Modo und genügt zur Bestellung die Maßciusendung (Siehe Inserat.) (619 a) «Saxlchne r's Hunyadi Jänos Natürliches Bitterwasser. Das altbewährte Abführmittel. (ööü) 1U-2 Zur gefälligen Beachtung! Iliemif gestatten wir uns, d;is verehrliche Publikum auf die „Erste Lalbaoher CTaoh- und Sohliesl-Anstalt" aufmerksam zu machen, deren Haupbiufga^e diinu besteht, die zur Kewachung übergehenen ObjVkte : Kirchen, Häuser, Geschäftaliiden, Villen, Fabriken, IIolz-uud Lagerplätze, Gartenanlagen und Bauplätze, die ganze Nacht einer genauen Beobachtung zu unterziehen, und zwar ron abends !) Uhr bis morgens • Uhr absichtlich unregelmäßig, damit verdächtige Personen nicht boreebnen können, wann der Wachter kommt und somit stets unsicher sind' d. h. keine Minute sicher sind von dt'in Wächter beobachtet und überrascht zu werden. Die Bewachung ist die peinlichst genaueste und sind die Wächter durch Kontrollbeamten die ganze Nacht kontrolliert, streng darauf angewiesen, jedes Tor und Türe auf das genaueste zu untersuchen, ob solche auch richtig und ordnungsgemäß verschlossen, ebenso jeden Laden zu revidieren, ferner genaue Beobachtungen anzustellen, ob sich keine Einbrecher, Dii be oder sonstige verdächtige Personen in oder an den zur Bewachung übergebeneu Objekten zu schnflVn machen. Auch wnd das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die Objekte von unten bis oben, hauptsächlich jedes Fenster zu beobachten, ob keine Feuergefahr besteht. Bei Nachtbetrieben wird auch die Beaufsichtigung und Kontrolle des Personals sowie 251 5« l»«4« " !UU U^ - - 32450 ^U»> b°M,.«f«„'^ ^ üU sl, , . ^2! 5" 330 b7 90 ll»l<> s",,""^ ", Nronenwähr, 0esl ^,,.,I"'"NW . , 4«/« 95-05 9525 "^«"^".onsRonte. steuei° ", Kr. pcr Kasse 3V,°/« »ü 3b «5 55 «sschulduclsnirelbungeu. dw°^'"°l"'' in Silber <»al!M,^l) - . . 5'///<> 11« 85 1,9 85 ^ bw ^ ^dwig-^ahn «Uboil w., ' > «ronen, ' 4"/„ 94 85 9.-> 8'» l!c>^! "l "' Kronenwähr. 400 !,,^ /°'^'' '"lerfrei, "" >'"d 2000 Kronen 4"/« 94 85 95. 8b »»ngeu^^!"'""'"''schrel. ^''^'°"»' '«« 'l. K.-M. belly' ö!.?°«>"° ttronrn . 45« - 4b8 g ^-">z Vndweis 200 fl. g ^nlzburn-Tirol 200 fl llremHia, «,''.' ^"^r, b°/„ . . l!i1 - 42ö - <Ä>It> Ware Von« Etaale zur Zahlung ilbrrnummcne Elsrnbahn» P> iori«ätS'Oblll,a»iunrn. Äülim, Wcsttml,!, Em, 1»üb, 4«0, ^«0« », w,UU!> lrronen 4"/« 95'?0! !>e-^ Elislllielli'Bali,! !>U0 u, !i0«0 M, > ^ an lo'Vn...... !!? 25 l!«2l Elisabell) Vahn 400 u, 2U0U M, ! 4"/a........ !l5ü0,^bn Ferbinanbs-Norbbllh» Vm,l88S 96 75 >,? ?l> detlo Em, iü0i «e !!0 !,?<)<> Franz Ioseph-Äahn E>u.l»«4 ! (div, Zt,). Nilber, 4"/„ . !!6 — »7 Galizische Karl Ludwig-Äahn ldiu, Sl,>, Eillier. 4"/„ . 95 7U ü h ! >/i"/<> 87 2', «t 2!^ Vorarlberger Bahn Em. 1884 ^ (div. Sl.), »Silber, 4"/» , 9 > 40; 9» 1,4 30 4"/„ ung, Rente in Kruneuwälir., steucrsrei, per Kasse . . 92 «o 92 »>» 4"/„ drtto per Ultimo 92 50, >»!< 80 3>/,"/n deltu per Kasse . 8s>» «u — U»g. Prämienanleihe k 100 !l, lii n ?s> 222 2ü dtttu k 50 sl, 2lL'25> 22li «5 Theiß..«cg,-Lu!e 4"/„. . . . ,5b- iß, 4"/„ ung. Grund 'tl-Obliss. . W «5 94 4ü 4"/o lroat. u. slab, Grundentl. Obligationen .... 94- 95^ Andere äffcntl. Nnlehen. ^uön, a»dcöa,!lel>en (dili,^ 4"/n 92'35> 93-35 0 n. ceg. Eisenb. Landes- Änlehen ldiu> 4'/^"/^ . . !>9 7« w« 70 5"/„ Dunaiisirn-Anlehen l878!,u« ... Wiener Herlclirsaülehen 4«/<> . >»l> ,',o! 9,; ^> detto 1900 4"/« !!5' 9« <0 Anlehen der Ltadt Wien , . ^loi 25 102 v^ betto (L, oder G.) 1874 »2! U" 122 60 detto (l«9l)..... 93 8', 94Zf> detlo (Gas, 0, I, 1898 . 9b -»'! 96 50 betlo (Eletlr, >v. I lüvo 95 30 W 3,' betto (Iüv, A. U. I. lU02 96 7ö 97 7^ dclto V. I, 19U8 ... »b 8» ü<> Ls> Vürsrnba» Änlehen ucrlusb. 4°/„ 959« 98 9<> Russische Staalsanl. u. I. >90e f. l«o X per Kasse . b"/„ »03^— l"3 5N dctto per Ultimo 5"/„ 108'—103'- Vnln.Ttaats-Hnpothelaralilchen l892......«"/<, ,22' !23 -' , Ocly ! Ware Vulg, Staats Goldanleihe »907 ! f, 100 Nronen. , 4>/,l>/„ 93'7k>> 94'7», Pfandbriefe ufw. Vodenlredit, allg. üsl>'rr.. in bu Iah»r» uerluolmr . 4"/« 94-80 95 8« 'MI,m, Hnpothetenb,, ucrl. 4"/« 97— 97 U<> ZenlraI,-!l/i I, riictz, 4-/„ 94- 95' Mähr. Hupothelenb.. verl. 4"/n !»S 5<> 9l! 9^ N. osterr,La»des-Hyp.-sInst.4"/„ »6- 97'- betluinll. 2"/„ü>r.verl.3>^"„ «»75 - '- bciloK.-Echillbsch.vcrl. 3'/^ "/„ 8750 88 50 beüo verl.....->"/„ 9b'7b 96 ?f> Oestrrr, ung, Banl. b0 Jahre Verl., 4"/„ ö. W ... >>8 L>' 99 s.o belto 4"/s, KronenW. . . 9»?b 9!>"?5 Sparl,.ErsI.ucrI.4°/n 99 ll >0N 10 Eifcnbahn-Prioritäts-Obligationen. Oesterr, Nordwestbahn 200 sl, <3, l04 50 ü'b s.s, Llaatsbah» ü00 ssr......!« . . . 27K'30 277-30 Südbahn tl b"/n 20» fl, S, 0, G. ..- Diverse Lose. »Per Stück,) Verzinsliche Lose. 3"/„ Äodriilrcbit-Lusr EtN, 188« 29<1 75 29« 75 deüo Em. !«8!» 275 — >«1 - 5"/„ Dunan Negil!. Lose l«0 ,1, >«,-, 8?" Serb.Präm, Anl,p,iuoFr, 8"/„ l04lu l>0 40 Nnvlrzi„slill,e l.'ose. ^ündnv '^asiliia (Domdan b sl, 2L'b0 3,' ü>> «redülose >uu fl......53> - 5!l - Clan,Lu.5>l»0sl,K.-M. 2590 ~ 2<ü!U- delto ,!it. U> 2U0 sl. per Ult, ^ 9b'.'— 959'5l! Tu!!an-Tllinpfichi!'n!irl2,Ges,,1., l l, t, prili. 500 », K,'W. . 1082'- , >U87 - Dux Bodenliachrr Eilend.4>»0 Kr. «87-- > 642-- 3eroina!a,s-Nuldl!. >0U0ft.KM. 54LC zb480-^ Naschan - Oderderaer Eisenbahn 200 fl S....... 3«l> 3S1 - Lemb.-Ezern.-Iassy-Eisenbahn- Orilllichnst, ^uo sl. S. . b59->. 5«!- Lloud. üsicrr., 400 Kronen . . bS4' - 566- Oes!err,No>dwesldahi!,2(>0fl.S. --'— "'- brttu(M. !l) 200sl,S.P. UN. -- ^'^ Pran-Tnxer Eisenb, 100 fl. abgsl, 227 b0 2l-8 ,.« Ltnatseiienl'. 200 fl. E. per Ull. 757 - 7^>8 - 2ndl>al,n 2>>l! fl. S. per Ultimo 122-50,' 12350 Lüdnorodenlsche Vcrbindungöb- 200 sl N.M..... —-— -'^ Transpurlgesellschaft. inlernat., A.-(«.. 200 Krone« . . . 95-- lib — Ungar. Weslbahn (Naab-Graz) 200 sl. S....... 408— 4l2 — Wiener Lollllb.Ait.-Oes. 20U fl. Lli0— 230' Vllnle». Anglo-Oesterr, Vant, ,20 fl. , 8 554«0 ^ld«!!ir..?lnst.,lll>g,i!s!.,3U'»KT, l,74'- >18l- Zrntr. Pod. Krebbi,,öst ,200fl 57-, - b8l'-Nrebilanstall Inr Handel und Gew., 320 Nr,, per Kasse , 674 ü<> <>75l,0 detil) per Ultimo 675« «76'c »rrditbani, nng, allg,, 20» Kr. U>2 - t»>3' teposi,e»ba„l allss, 20» fl . 47»'- 4«0U> E>zlon!ple Oeselljchast. nieder- öslern'ichiich,'. 400 Nrone» 6^5— 688'- Giro n. Kassen»,. Wr.. 20» fl, 4«6- 468 — Hnpotlielenbl,, öst.. 200 Kr. 5"/,, 310'— 342- Länderbanl.öst ,200 sl., p, Kasse —- ^'- detto per Ullimo 505 50 500 50 -Meriur., Wechselstul'.-Aiticn- Gesellschaft, 200 fl. . . . ,',47-— üb,'- Oesterr, nnn.Äanl, 1400 Kronen l??:!-- 1783'- Uniunbanl, 20<> fl..... «05 50 !!06 5l> Unionbani, böhüiische, ,<<> fl. , 2b7 5» 25»','0 Verlehrodanl. all»., >40 fl, , !<57 7b 3587i, Geld j Ware I«dilstrie»>itc>»tl!>llll»nc>l. Vangesellschast, allgem, üslerr,, 100 sl........ 224 — 22b 50 Vrnxer Kohlenbergbau Gesclljch. l00fl........ 792- 79S-. Eisrnbahnverlehrs Ansl., österr. 10,» fl........ 458 462'- Eisrnbahmv.-Le'ha,.. ersle, 100sl. ,9b 5U 197 — »Elbemühl», Pnpicrsabril nnd '^rrl, Oesellsclmst, 100 fl, . >8^— 192 — Eleltr -Ges., allg, üslerr,, ^0» sl, 4>S-- 4>9 — E>!'tlr. («es, intern., 2»>N sl. . ^-'— — — Elrttr -Allien-Gel., vereinigte . »43 — 2b0 40 Hinterberger Pair.-, ^iindh,- u Met Falüit, 400 Krone» , l!25- N35'— Liesiiigl'r Brauerei 100 sl, , . 213 215 — Muntan-Oes., üsl, alpine, 100fl 74« 25 742 25 »Puldi'Hntlc», Ticgelgnszslah!- F. Alt. Gesellschaft. 200 sl. 505 > b"S'k>0 Prager Eiseniudustrlegeielllchas! 200 sl........ !.<0»3 26,3 — Rima - Murani, Salgu-Tarjaüer Eisenw. 1l»! fl..... s>.',9'75 6'!0 75 2a!go Tarj, Ltei»lol,len 1W sl. 630-- «3,-la 'Ech,uge!m>!hl.,Papiers.,2»NsI. — — -' — »Lchubniza», A.O fiir Petrol,- Indnslrie, 500Krone» . . b^U — b^ — 'Lteyrcr.nuhl', Papierfabrik u, NeilagsgesrNschast . . . 4b7— 46,— Trisailer Nohlcnw. Ges 70 fl. ^97- 297 50 Iml. Tabalregiegc>. 200 Fr, pe> Knsie........ -'- - — detto per Ultimo Zl>9 - 371 -- Waffenf.Oes., österr. 1»<> sl. . 7l>- ?,« — wiener Banlielellichatt. 100 s>. »8« ,90-- Mencrberger Siegels. Nll.-Ge! 792- 7^n — Devisen. Uurze Eichten nnd SchrckS. Amsterdam....... >98~ !!'8s7 Tentiche Äanlplähc , . . . ,,7b» ,770 ,>lalieni,che Banlpläke . . . 94 92 5 07 London....... ^40 3' ^>0b2 Paris......... » >50 üb 65 ^.Petersburg..... ^5> 5> >5i> — Zürich und Basel..... 9 ,27» 95 l7» Valuten. Dutllten........ 113« ,,42 2<>.Franlen.S!ücle..... ,9>> 1913 2U.Marl Etücle...... 23:>! 51 b? Teutsche Neichöbanlnolrn . . 11752 ,1772 Italienische ^anlnulen . . . !»»!!, !>5 lk !>l»beI-Noten....... 2 54 2 bb v Ein- und Verkauf Akt? Rentcn» Pfandbriefen, Prioritäten, lleni Losen etc., Devisen und Valuten. ^^^^_J^o 3-Verslcherung._________ Banlf und Wechslergeschäft I >*iiV>5ic-h, Stritnrr.MssP, ~i Privat-Depots (Safe-Deposits) ., I unier eigenem VerschluD der Partei. I Verzinsung von Bareinlagen Im Konto-Korreni and auf Giro-Kins». I