Kamstag. Ven 14. A^ril 1832. Das Mitgefühl. ") ^ Wem ich dies; Liedch^n weihe? von allen jenem am liebsten, ' Welcher den Sinn nicht verschmäht, schonend die Arbeit besieht. — H^es Erdenglückes doppelt zu genießen, Getrost zu wandern bis an's ferne Ziel, Zu lindern Uebel, Freuden zu versüßen, Die treuste Freundinn in dcm Weltgewühl Umlächelt uns, oft ohne daß wir's wissen. Die Sympathie, wie Hesper sanft und still- Allein der Himmel konnte sie uns geben, Hindeutend auf ein künftig bess'res Leben. — Geht es euch wohl, seht ihr den Fleiß gedeihe« Und beut sich euer Sinn dem Edlen dar, Dann wird sie segnend eure Freude weihen Und eure Heizen,werden zum Altar, Und in des Dankes Regungen, den treuen. Hebt sie euch himmelwärts, denn offenbar Allein der Himmel konnte sie uns geben, Hindeutend'auf ein künftig bess'res Leben. — Habt ihr gefehlt,' müßt ihr den Fall beweinen. Sie trauert mit, doch weint sie ni^cht aliein, Euch mit dem Edcln wieder zu vereinen, Dieß wird ihr unermüdlich Wirken seyn. ^ie handelt, ihr genügt kein eitles Scheinen, Führt euch in's Heilige in's-Ew'gc ein, Ja! uur der Himmel konntc sie uus geben, Hindeutend auf ein künftig bess'res Leben- — ") Nachstellendes Gedicht ist d?v Schwancngewig eines erst l"il,ch verblichenen talentvoll-., Jünglings, dessen Gci-'-"""Iftug einst z« schien Hoffnungen berechtigte. Seyd ihr bestürzt, und lasten herbe Leiden, Ob dem unschuldig schwergeplagten Haupt, Und mag die Welt gleich feindlich sich entscheiden, Zu ihr »st euch der Zutritt stets erlaubtl, Aus ihrem Schooße blüh'n euch stille Freuden. Der Himnnlstochter seyd ihr nie beraubt; Denn wahrlich! nur der Himmel kann sie geben, Hindeutend auf ein künftig bess'res Leben. — Auch über mich schwebt einst dein zärtlich Walten, O Freundinn in bedeutend grauser Zcit; Nvch seh'ich Thränen fließen, Hände falten. Vernehm' Gebete, meinem Seyn geweiht; Drum soll mein Eifer nimmermehr erkalten, Stets sey mein Mund zu deinem Lob bereit; Denn nur der Himmel konnte dich uns geben, Hindeutend auf ein künftig bess'res Leben. — Euch aber, liebenswürdig edle Seelen, Euch sag' ich Dank aus tiefgerührter Vruss,; Ich will des Herzens Regung nicht verhehlen^ Mit euch genießen jene Himmelslust. Die Sympathie soll unsern Pfad erhellen, Denn lichtvoll ist der Grund, auf dem sie fuß Da sie der Himmel uns hcrabgcgcben, Hindeutend auf ein künstig bess'res Leben. — Wenn einst der Herr uns von der Welt berufen, Zu lockerm Staub die ird'sche Hülle wird. Und an des ew'gen Thrones Nolkenstufen In Seligkeit das Auge sich verliert, Da hör' ich eine Stimme mächtig rufen. Wie Harfenton von Engelshand gerührt: «Was Sympathie euch ahnungsvoll gegeben, »Genießet ewig nun im bessern Leben!" > 58 ' Die ^reiherrn bon Nauber zu TMeineck. VsM Professor I. A. Suppantschitsch. Wenn die österreichische Monarchie mit gerechtem Stolze auf so viele uralte, durch die mannigfaltigsten Verdienste um Kaiserthron, Kirche und Wissenschaft ausgezeichnete adeliche Familien hindeuten kann, so darf sich auch das Herzogchum Krain trotz seines nur mäßigen Flächenraumes einiger Ganser rühmen, welche bald nach dem'Ursprunze des eigentlichen deutschen Adels (wenn anders T u r n i'e r fä h i g k e i t Ursprung oder doch erste Bedingung desselben ist) sich hier ansiedelten, und welche in den Jahrbüchern des Landes als herrliche Sonnen glänzen. Hier sind das Sttr-nenbild erster Größe die uralten Auersberge; denn Conrad von Ursberg kam schon unter'Kaiser Otto dem Großen um die Mitte des zehnten Iahrhun-dertcs aus Schwaben nach Krain. Wie^reichund unverwelklich ist der Kranz der glorreichesten Verdienste, welchen die Geschichte des Vaterlandes diesem He» eoenstamme dankbar winden mug! Der Raum dieses Blattes und der Zweck dieses Aufsatzes gestatten es nicht, die Großthaten der Auers berge dem Auge des Lesers hier einzeln vorzuführen. Man müßte auch der Häuser Hochenwart, Ursini Vlagav, mI. 1816 wurde er Domicilar dcs hohen Domcavitels in O.lmütz , blieb jedoch auf seinem Dienstplatze in Idria bis zum I. 1821, in welchem er Pfarrer, Dechant und Erzpriester zu M ügli tz in M a hren wurde. Sein priesterliches Leben und segenvollcs Wirken in Idriä lebt noch in dem dankbaren Andenken jener Gemeinde fort. Mit welcher Bereitwilligkeit und Liebe er-, füllte er hser seine oft so schweren Berufspflichten! Zu jeder Stunde des Tages und der Nacht trug er die heiligen Sacramente und mit ihnen Trost und Salbung an die Krankenbetten der Sterbenden bis hinauf in die eittlegcntsten Berghütten! Wie viele Armen seinem großmüthigen, wirklich edeln Herzen Erquickung und wohlthätige Spenden verdanken, dieses bat Gott im ^uchs des Lebens und der ewigen Wiedervergeltung langst aufgezeichnet. Als er, um jenen höhern Rufe äu folgen, scin geliebtes I d r i«, und die gute, sei-n?m biedern Herzen so theuer gewordene Heerde verlassen mußte, hielt er eine Abschiedspredigt, die kein Gemüth ungerührt ließ, und bei welcher Redner und Zuhörer schöne Thränen der Lie'be zahllos vergoßen. morarten aus Kärnten und ein 'MusNrsiück aus Pisee, oder gestampfter Erde - Pressung. 624.) Ebendieser, zwei Exemplare der vom Hrn. Gubernialr«the und Procomcdicns Schneditz verfaßten Analyse des fürstl. Auersberg'schen warmen Bades zu Töpliz bei Neustadtl. 625.) Herr Johann Pradatsch, i^a Salzburger Ducaten: l^uiclokuicluz I66^i. 626.) Ebendieser, eine i^i ducatenschwere vier-eckigte Goldmünze, auf die Gedächlnißfeier des Jahres 1700 in Nürnberg. 627.) Herr Murgl, Pächter des Gutes Kreut-berg , einen, Thaler mit der Umschrift: Aus den Gefäßen der Kirchen und Vürgcr oer Stadt Frankfurt 1796. 628.) Herr Anton Freiherr von Codelli, das Schwert, mit welchem Se. Majestät der Kaiser im Juni 1830 dem Herrn Grafen Contarini den Schwertschlag als Ritter des goldenen Vliesses in Laibach zu ertheilen geruhten. Dieses Geschenk eignet sich vollkommen für das Landes-Museum, weil es an eine vaterländische glückliche Epoche erinnert, wo unser allgelicdtcr Kaiser in dcr Mitte seiner ihn ungehcuchelt anbetenden Kramer ereilte. - 629.) Herr Joseph Nautner, die große Florian-cschicsch'sche Karte von Krain, in zwölf Blättern, ein sehr wohl erhal'tenes Exemplar. 630.) Herr Barchclmä Urschitsch, einen kleincn niedlich gearbeiteten Todtenkopf von Elfenbein, jedoch ohne Unterkiefer. 631.) Herr vl-. Pfefferen, Inhaber der Herrschet Ponovilsch, sendet füns Guld.n cin. 632.) Herr Aloys Woytischek, Verwalter der Httr-schaft Klingenfels, fünf,Gulden. 633.) Ebendiescr, ein Guldenstück: I^i'ic^. ^Viü». et^o2N!!l?5, ll-cltl'65,, D. g. Du^c-5 saxoniac: l5c)7)< 63il.) Ebendieser, eine Silbermünze: I^uliovi-cus XHIs. 1690. . 655.) Ebendieser, i^4 Franc: ?