/ Nr. 177. P»5nnmtl«tl«n«p«el«: ^m «omptol, ganzj. fl. ii, h»lbl- n. 5 l>a. Fül b!t i lr. !l»t!t d« Post ganz», ,1,15. hnlbj. st. ? 5« Donnerstag, 6. Angnst. 4 Zeilen »5 fr., höhere per Zelle 6 l» , bei «s««l«n 1885. Aintlicher Theil. All A' ^ ""^ ^. Apostolische Majestät haben mit «uelhijchst unterzeichnetem Diplome dem Hauptmauue ^Ner Classe des Ilifaulerieregimenls Freiherr von ^"'lander Nr. 24 Eduard Wachtel den Adelstand "" den, Prüdicale „Annowsti" allergnädiqst zu "blechen geruh». »in ^' k. und k. Apostolische Majestät haben mil «uerhochstrr Entschließung vom 23. Juli d. I. dem "roemllchen Prof.ssor der slavischen Philologie und ^leratur an der f. k Universität Wien. Hofralh Dr. lr.?'^ - " """ Mi kl of ich anlässlich seines Ueber. ""es >n den bleibenden Ruhestand in neuerlicher Au . .^'"Uliq seiner während einer vieljährigen Hingebung«-l?" ^"tsamkeit um das Lehramt, die Wissenschaft ! w,e da« Unterrichtsweseu überhaupt erworbenen her- """»enden Verdienste den Orden der eisernen Krone kller Classe taxfrei allerguädigst zn verleihen geruht. An ^' l' und l. Apostolische Majestät haben mit " "höchste Entschließung vom 10, Juli d. I. dem " ''"Nlerten Rechnungsrevidenleu der Fiuanzdirection ^, .fliest Eduard Soffner in Anelkennung snner k'lahrigen. treuen und ersprießlichen Dienstleistung "«goldene Verdienstkreuz mit der Krone allergnä- ^iuverleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Zwei Entrevue«. Wic», "l August, der ?»" ^'^^" Tagen, in welchen von Uilaubsreisen ,^s "linister der verschiedenen Staaten so viel zu b?» «r ' ^'^ 'nan in solcher Beziehung den Namen « u'wreichlsch.ungarischen Minister« des Auswmligen ^ Ichr selten nennen. Füist Bismarck hat eineVade-tz"l ln Kissingen bereit» vollendet; die heiße Zeit des „,/""'"s und die schönen Heibstlage verbringt er zu-^ !> .'" duftiger Waldesf, ische auf seinen Schlössern H, A'edrichsruhe oder Varzin, und silr die nächsten nn- "'Ner des Auswärtigen, Herr v. Gier?, wird in ^Mnsbad Erholung suchen; der italienische Minister-Lss!? ""^ ^^'^^ der auswärtigen Angelegenheiten, her » Ü"'^' begibt sich in rin französisches Vad; >st a ?v^raliano, der Chef der rumänischen Negierung, "us dem Wege nach Ma»ienbad — nur von einer Urlaubsreife unseres Ministers des Auswärtigen ist nichts zu hören und nichts zn lesen. Graf Kälnoky ist seil nahezu vier Jahren in seinem gegenwärtigen Amte, aber in seiner Umgebung erinneit man sich nicht, dass er sich jemals einen Urlaub vou mehr als zwei bis drei Tagen gegönnt hält!'. Da3 hängt offenkundig mit der Arbeitslust und Arbeitskraft des Staatsmannes zusammen, der gegenwärtig die auswärtigen Beziehungen der österreichisch-ungarischen Monarchie zu dirigieren hat. Graf Kälnoky ist jünger als irgend einer der Minister, die seit Jahr' zehnten aus dem Vallplahe residiert haben. Er ist kein Bureaukrat in dem pedantischen Sinnl», der mit diesem Ausdrucke zuweilen verbunden wild; aber cr ist ein Vureanarbeiter im b.sten Sinne des Wortes. Er mag in dieser Hinsicht au dem ruhmwilrdigen Beispiele uoseres Monarchen sich gebildet haben, von dem es bekannt ist, dass cr im Studium von Vortragen uud Acten einen unermüdlichen Eiser und rastlosen Fleiß entwickelt. Ein Mann, der denGioßen selten Compli-mente zu mach?!» pflegt, Dr. Herbst, sagte vor Jahren, dass es in Oesterreich nur zwei Personen gebe, Welche den staatlichen Administrations - Apparat vollständig kennen nnd beherrschen, nud zwar: Freiherr u. Lasser uud — Se. Majestät der Kaiser. Der Minister des Aeußeren. Graf Kälnoly. steht felbstverstäudl'ch dem eigentlichen Verwaltung«. Apparate der Monarchie ferne, aber auf seinem eigcnru Gebiete ist er so versiert uud so vollständig zu Hause, wie es uur durch de» sorgsamsten Fleiß und die fürsorglichste Bedacht' nähme auf alle Details zu erlangen ist. Und die Be-rnfssphäre eines Ministers des Auswärtigen in Oester« reich-Ungarn ist auf das ohnehin weite Gtbiet der internationalen Beziehungen der Monarchie nicht be» schränkt; zahlreiche handelspolitische Angelegenheiten, Eisenbahnasfaire» und ill'erdies die vielfachen, durch das staatsrechtliche Verhältnis Oesterreichs uud Ungarns bediugten Ausglcichsfragen fallen in seiue Com-petenz oder berühren dieselde zumindest sehr nahe. AN diese Grlnele zu überschauen und mit freiem Blicke zu beherrschen, das erfordert nicht bloß sehr viel guten Willen, sondern auch eine starke intellectnelle Leistuugs» fähigkeil, der allerdings nicht leicht jemand in dem Maße wie Graf ssälnoly gewachsen ist. Doch würde man der Persönlichkeit dieses Ministers kaum halb gerecht werden, wenn man nichts weiter als guten Willen, Fleiß und Eifer und eine stalte Albeitikraft hervorzuheben fäxde. Graf Kaluoky ist seit nahezu vier Jahren im Amte uud darf es beanspruchen , nach feinen Leistungen und nach feineu Erfolgen beurtheilt zu werden. In diefer Hinsicht haben die Delegationen wiederholt schon ihr Verdict gefällt, und die öffentliche Meinung in der gesummten Monarchie hat sich diesem Urlheile angeschlossen. Der Minister des Auswärtigen ist heute in Wahrheit der Vertrauensmann aller Völker, aller Parteien in Oesterreich-Ungarn. Die Opposition in Cisleithanieu und die Opposition in Ungarn stellen den Kampf ein, so» wie sie in den Delegationen dem Grafen Kälnoky gegenüberstehen; ja es ist vorgekommen. dass die Oppositionsparteien in der Bekundung ihres Vertrauens filr ihn sich lebhafter und lauter zeigten, als selbst die Negierungsparlci. Was dieses Verhältnis besonders charakteri'st.sch gestaltet, das ist der Umstand, dass Graf Kaluoky niemals um die Sympathie oder das Wohlwollen irgend einer der Parteien sich beworben oder gebuhlt hat. Seine Politik war es, die ihm Ver« trauen erzwungen, und seine persönliche Haltung hat es auch der Opposition ermöglicht, mit dem Ausdrucke dieses Vertrauens nicht zurückzuhalten. Dabei wäre es durchaus irrig, wollte man etwa im Lager der Deutsch-Liberalen zu Wien oder im Lager der unabhängigen Opposition zu Budapest an« M'hlmn, dass Graf Kälnoky in der inneren Politik eine andere Haliung einnehme als diejenige, welche durch seine collegia!? Stellung den Ministern Taaffe und Tisza gegenüber von selbst gegeben ist; allein der Minister des Neußern m Oesterreich'Ungarn hat mehr noch, als dies in anderen Staaten der Fall ist, die Pflicht, in internationalen Fragen alle Kräfte des Staates, all seine Völker zu einer einheitlichen Gesinnung zu vereinigen, damit dem Auslande gegenüber die Monarchie als ein imponierendes Ganze erscheine und die durch häusliche Zwiste bedingte Spaltung nach Nationalitäten und Parteien im internationalen Verkehre nicht sichtbar werde. Graf Kälnoly hat nun unbestreitbar das große Verdienst, die auswärtige Po« litik der Monarchie nicht bloß zweckmäßig und ersprieh-lich geleitet, sondern auch das fast gleich hoch zu schätzende Verdienst, diese Politik populär gemacht, ihr die Zustimmung aller Völker und Parteien errungen zu haben. Er hat dem Bündnisse mit Deutschland, welches er nicht bloß treu gewahrt, sondern auch an« sehnlich befestigt hat, die Zustimmung aller slavischen Völker in der Monarchie, und er hat in gleicher Weise dem freundschaftlichen Bunde mit Nussland, der seine ureigenste Schöpfung ist und der in seiner hochragenden Bedeutung den Frieden Mitteleuropas, ja den Frieden der Welt garantiert, die Zustimmung und Billigung aller Deutschen iu Oesterreich verschafft und gesichelt. Graf Käluoly wird iu der nächsten Zeit eine Zusammenkunft mit dem deutscheu Kanzler Fürsten Bismarck uud eine Zufammeukunft mit dem russischen Jemsseton. Die Schönheit der Hand. l'euer^' "v'lisierteu Völker des Alterthums und der lvas ^' ^^ ^"n im ganzen darüber einvel standen, q?^ "^chü»e H"'d sei. wenn sie sich auch nicht immer ^ ^ "echenschasl davon geben. Was zunächst das Wen »^^' so geht man. wen» vou den Verhält' d?r «b-^ menschlichen Korpus gesprochen wird, von hab« l, >^la"g.e, ""^ "'^ "''""" ^ ^' ""' ^" ^"" Hall's ^ k''""' wohlorganisierten Menschen die vierem ül,kV° Gesichlslänge. Uuf die Hand fällt von der HnU l Handwurzel, d. h. von der ersten Neihe der e>ne«l l?"' ^lche sich an den Unlerarm schließen. Cvn,,. '^lä'"lie. Dieses stimmt zugleich mit der """«e der Ha„d überciu. schü.. "«em"" rühmt man eine schmale Hand als ha,,d>,. A""l 'st '"dtsst" ein relativer Begriff; eS Nwa k ^ ""' "'"" Maßstab dafür. Dieser wird lammt k- «7" 55We des Unterarmes gegeben. Dazn "berste >.^lmnu»lg des Daumens und der gegen-N'ckt ?«" ^'l" der Mittelhand. Diese dürfen sich sollen s »!'" üblich helvorlretenden Eurve dar-"val ,'.., l ^" '" eiu?r sich mähig abrundenden ode, wesfm F"^" Fnrm. Die Finger, welche sür einen abgeV7 Theil der Schönheit gelten. miWu zart U'l'eamem. !"!' 3"" ^»"Uch spitz zulaufeu. Was die t>"s n, Ü Nl °oer je,7e Furchen, die sich beson-«uslerfn ^''!'"? d? Hand bilden, aber auch aus der l° si»d si> ^ der Handfläche zur E'scheiuung kommen, >l> ourch d,e Natur de« menschlichen Organis. mus au sich nicht vollständig bestimmt; die Hand ist in dieser Beziehung zum Theil das Werk des Menschen, und wir finden, dass weder die Lineamenle der linken Hand mit denen der rechten durchaus übereinstimmen, „och die der Hand de« einen mit der des anderen. Die Duichsurchungen der Hand werden durch die Thätigkeit derselben hervorgebracht, sie sind deshalb am stärksten bei der rechten Hand. weil diese am mei« sten thätig ist. Die männliche Hand unterscheidet sich von der weiblichen wesentlich zunächst durch die größere Knochenstärke und Kluft, durch die größere Nauheit und schärfere Musculatur. Die Lebensalter bedingen ebenfalls bedeutende Unterschiede. Die Hand des Kiodes ist noch unausgebildet, mehr weich, weniger durchfurcht und Hot noch keine Eütschicdeuheit, wie das ganze Wesen überhaupt. Eine schwammige Haud wild nirgends sür schön gchalteu, die Fettmasse verhindert die Entschiedenheit der Form, Ein stalle« Hervor« ireten der Venen wird ebenfalls niemand für schön halten können, weil dadurch die Fläche zu sehr unter--brochrn wird. Die Hand des Alters ,st häutig, die Farbe verändert sich und die Venen treten hoch auf; die dürre Hand kaun in Harmonie mit der ganzen Natur des Mensche,, stehen, wird aber nicht für schön galten können. Im allgemeinen haben die orientalischen Völker eine größere Schmalheit der Hand vor den Europäem voraus. Es ist bekannt, dass die Schwerter der Indier von einem Europäer nicht zu fafseu sind, weil die Hefte zu klein sind. Aus die Darstellung der Hand in künstlerischer Beziehung hat man e,st in späterer Zeit mchr Wert gelegt; überhaupt zeigt die Kunst, sowohl die plastische wie die zeichnende, durch die Bildung der Hand ihren wesentlichen Fortschritt. Die älteste Epoche der Kunst finden wir unfähig, die Hand auszubilden; die egyptischen Statuen haben eng an den Leib anliegende Hände, damit der Künstler sich nicht darauf einzu« lassen brauchte, sie genau darzustellen. Die Griechen haben frühzeitig auf die Hand ihr Augenmerk ge« richtet, und fchon die alte griechische Dichtung belehrt uns darüber. Homer nennt die Eos die rosensinstrige, woraus helvorgeht, das« auch die Farbe der Hand für die Schönheit dcrstlben nicht unwesentlich war. Schön ist leichte rothe Färbung, das Durchscheinen der organischen Thätigkeit durch die Haut. Die In« karnierung des Nagels gehört ebenfalls nach dem Ve-griffe der Allen zur Schönheit. Die griechischen Skulpturen haben viel Fleiß auf die Bildung der Hand verwendet, aber leider haben die meisten Kunstwerke keineswegs ihre Hände im Laufe der Zeit erhalten. Die meisten Häilde an antiken Bildwerken sind restauriert, indessen haben sich doch in einigen Sammlungen noch bedeutende Exemplare guter Hände erhalten. Die Römer haben die Griechen nachgeahmt; was wir von Statuen aus dem römischen Alterthum übrig huben, ist freilich zum Theil wiederum an den Händen verstümmelt, wie auch oft an den Nasen untz anderen hervorstehenden Theilen. Wir wisse», dass die Gl.echen m chren plastl-schen Blldu»aen l'lr die männliche und weibllche Hand Ibe.,le halten. Für die schöuste Hand, mit Ausnahme der Finger, galt bei den Griechen die Hand der Minerva; wegen der mehr männlichen Kraft dursten Lalbacher Zeituua Nr. 177_____________________________________1440____________________________________________6. Angnst 1885^ Minister des Auswärtigen Hl>rrn von Giers haben. Diese beiden Begegnungen sind an sich charakteristische Merkmale der Politik des Grafen Külnolu, die es verstanden, der Monarchie ihren mächtigen Freund u»d Bundesgenosse, im Westen zu elhalten und ihr einen nicht minder mächtigen Freund im Norden neu zn gewinnen. Die Völker der österreichischn Stammactien zum Ausdrucke zu bringen. Die Slaolgemeinde als solche wird selbst» verständlich „ül l',»!en> Beispiele vorangehen und den für den luuen Bahnhof nolhwendigen Baugrund bei« tragüi. Ei» diebbeziiqlicher Antrag dürfte im Oe» melnderath.' demnächst gestellt werden, und ist dessen Annahme »icht zu bezweifeln. Ausland. (Die Cholera.) Wie es fcheint, wird Frank-» »eich auch heuer von der modernen Pest, der Cholera, heinigesucht. M wivl' Ml« nmilich eingestanden, dass i>, Marseille in jiiogster Zeit „cholera-artige" Fälle lull lödtllcheu! Vlusgange beobachtet wurden. Zeitungs« meldnnge» versicheln. es seien in Marseille b,s 30ten I»li !^j, in Lyon 2 P.rsnm'» an der Cholera ge-slorben. Brich» die Chole,a in Südfrankreich epidemie-arlig aus. so wi>d sie ihren lähmenden Einfluss auf die Tagespl'litil, speciell ans die Wahlbewegung, ausübe» und znnäckst den Gedanken der Regierung nahelegen, den Wahllermin hinauszuschiebe», da Wahl' velsammlullgen an verseuchten Orten sanilälspolizeilich nicht zulässig. Spanien ist anscheinend jetzt seiner gan« ze» Anb^ehüU!»!! »ach den Verheernngen der Cholera anheimgefallen. Aus Viwria wird der Ausbruch der Cholera gonell'et. Vier cm Frankreich grenzende Pro-vinze» sind von der Epidemie heimgesucht. Die spanische Regierung hat alle internen Quarantai»e>Maß-regeln aufbelln!'«'!'. Man fürchtrt, dass diese Anordnung Conflicte verursachen werde. I„ einigen Städten herrscht Panik. Dazu gesellen sich wieder Heimsuchungen anderer Art. In mehreren Gegenden Spaniens haben heftige Gewitter mit Hagelschlag stattgefunden. Großer Schaden wnrde insbesondere im nördlichen Andalusien angerichtet. (Deutschland und Frankreich) Die „Norddeutsche Allg. Z'g." veröffentlichte vorgestern einen Artikel gegen die in Frankreich neuestens wieder laute, hervortretenden Revanche - Deklamationen der Blätter und Parlamentarier. Diese Replik wird jenseits der Vogesen viel Staub aufwirbeln, aber seinen Zweck kanm verfehlen, Insten Politikern und Publi-listen zum Beginne der Wahlkampagne etwas Vorsicht bei ihren Aeußerungen über die Beziehungen zum Nachbar an der Ostgrenze einzuschärfen. (Frankreich.) Nu„ neigt auch die französische Parlamentksessiun ihrem Ende zu. Am 3. d. M. ha« der Senat das gesammte Budget mit einigen gering» fügigen Aenderungen angenommen, die zweifelsohne alsbald die Zustimmung der Deputierten finden werden. - Gleichzeitig hat die zweite Kammer alle Gesetz, enlwü'fe. durch welche die Acte der Berliner Conferrnz inbelreff des Congo und die zwischen Frankreich und der internationalen Association am 5. Februar ab- geschlossene Convention mit 25»1 gegen 90 Stimme" genehmigt und die Vorlage bezüglich der Colonial" armee in zweiter Lesung auaeuommen. (Fürst Nikola in Bulgarien.) Wie man der „Pol. Corr." ans Constanlinopel meldet, beabsia? tigt, einer au« Cetinje daselbst eingelangten Nachrichl zufolge, Füist Nikola von Montenegro sich im La»»? des August nach Sofia zu begeben, um dem Fürsten Alexander von Bulgarieu eineu Besuch abzustalteN' Fürst Nilola wird seiuen Weg über Constantinop/I nehmen und während seines für mehrere Tage berechn neten Aufenthaltes dafelbst der Gast des Sultans fein-— Die Bestätigung diese« etwas überraschenden Me>' dung bleibt abzuwarten. (Nach richte» aus Cen tralas ien), welche letzte Woche iu Petersburg laut einem Briefe in del «Pol. Corr." eingetroffen sind, melden, dass eine rul" fische Karawane um die Mitte Juni (a. St.) vo" afghanischen Banden geplündert wurde. Solche Th<^ fachen bilden einen materiellen Beweis für die 3tot^ wendigkeit, dem gegenwärtigen Stande der T>in^ zwischen Rnssland und Afghanistan eine Ende )" macheu. Soll dies vielleicht der vom „Standard" s'ß' nalisierle Zusammenstoß von Meruschat lein?"^ Petersburg wird übrigens telegraphisch gemeldet, das» dort in amtlichen Kreisen absolut nichts von eine^ Zusammenstoße zwischen Russen und Afghanen an del strilligen Grenze belannt nnd die im Abendblatt reproducierte Mittheilung des „Standard" unbegrll"' bet sei. (Osman Digma lebt.) Caftilän Chermslde telegraphiert, das« sich die Nachricht von dem T"de Osman Digmas nicht bestätigt. (In Sibirien). Gouvernement Ienisey. si". ernste Unruhen ausgeb,ochen. Wie das «Nov^ Vlemjl," meldet, übe.fielen 200 Tungusen die Sta0> Turuchansl und wollten sich des Waffenmagazins l"' mächtigen. Es entstand ein blutiger Kamps zwisch^' den Soldaten und TunguslU, wol,ei 120 Tungul^! am Kampsplatze todt blieben. Das Militär hat t>tt> Todte und viele Verwundete. Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser haben der Gemein^ Amaliendorf im politischen Bezirke Waidhufen an d^ Thaya in Niederösterreich zur Bestreitung von SW' bau-Auslagen eine Unterstützung von 200 fl. ""* der Alle,höchsten Privalcasse allergnädigst zu bewillige" geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ..P"' ger Abeudblall" meldet, dem Hilfsvelkine der Io""'' schen Stiftung an der vöhmifchf» Universität in P^ ein Gnadengeschenk von 100 fl. zu bewilligen ge>u^ — (l Gräfin von Meran) Wie uns a«« Wien telegraphistt wird. ist Anna Gräfin von Mera"' die Witwe des Reichsverwesers Erzherzog IohaN,^ vorgestern morgens in ihrem Heimatsorte Aussee l"' Alter von 82 Jahre» verschieden. Mit dem Tode ^ hohen ssrau hat ein edles Herz zn schlagen aufgeht' das wie znr Lebenszeit des Erzherzogs, auch später ^ Guten im Geheimen u>,d üffentlich gethan, mehr a' sich sagen lässt. Die „schöne Postmeisterstochter" ^' Aussee hat ihre hohe Stelle mit einem Takte dtS H" zenS ausgefilllt. welcher ihr die Hochachtung und ^ ehruug des gesammten Herrscherhauses in hohem Vlaß erwarb. — Aus Aussee wird unS telegraphiert: ^' sich die Finger dort nicht so zuspitzen wie bei der weiblichen Hand. Die schönste weibliche Hand war die der Nltemis oder der Diana, nicht die der Venus, die sich durch die Fülle unterschied und mehr eine üppige als eine zarte schöne Hand da, stellte. Die Schönheit der Hand ist leicht zu zerstören ; sie wird durch alle Einflüsse zerstört, welche die Natur nnd die Arbeit aus die Hand ausüben, natürlich auch durch das Alter. Aber weun die Hand als ein wesentlicher Theil de« menschlichen Organismus sich in ihrer vollen Schönheit datslellrn soll, so gehört dazu wesentlich die Bewegung. Ein unbewegter Gegenstand, drm man nicht ansieht, dass er lebt und webt, kann nicht schön genannt werden. Die Bewegung dieses Gliedes kann indessen der edlereu Erscheinung ebenso hinderlich wie förderlich Werden. Rohhcit und Bildung unterscheiden sich in der Bewegung und Haltung der Hand, und dem Ungebildeten ist in drr Gesellschaft vst nichts unbehaglicher, als der Gebrauch seiner Hände. Auffallender Weise habcu die Alten die ästhetische Seite der Handbewegung und Gesticulation mehr i',2 Auge aefasst als die Nieren. Bei den Griechen und Rö< mern ist die ästhetische Bewegung der Hand in mehrere» Künst.n ein wesentliches Erfordernis gewesen. Dies sind vorzugsweise d.e mlm,schen Künste tm Tanzkunst m.d die Kunst dramal.scher Darstellung sowie die Redekunst. Beide ersteren Künste f"llen be, den Alten zusammen, indem in der dramatischen Knust der Inhalt auch durch die Mnmk dargelegt wurde, i» d,e Tanzkunst nannten die Alten selbe, die gesetz' mähige Handbewegung: Cheironomie. Diese Cheirono-mie galt für den Tanz als die Hauptsache. Es gibt viele Völker, die nicht singen, auch solche, welche ihre Volkslieder ausgesungen zu haben scheinen, z. V. das deutsche, aber selten ein Volk, welches nicht tanzte. Die beginnende Civilisation übt sich im Tanze, uud von diesem ersten Tanze bleibt noch der letzte Rest als sogenannter Nationaltanz übrig. Damit ist gewöhnlich eine kunstreiche Bewegung der Hände verbunden, uild wenn die hervorragendsten Iüngerinnen Terpsichorens aller Zeilen Ruhm einernteten, fo verdanken sie diesen zum großen Theil dem nationalen Gehalte von einzelne» Tänzen, wobei die Handbewe-guug eine wesentliche Rolle spielt. In unseren Gesell" schuften ist der Tanz in die Füße herabgesunken. Neben der Tanzkunst und den mimischen Künsten gehört Hieher die Kunst der Rede, welche bei uns erst srit kurzem, seitdem wir öffentliche Gerichtsbarkeit »nd den Parlamentarismus haben, geübt wird und unsere Hände noch nicht gehörig ausgebildet hat. Die griechi» schen Redner suchten eineu Theil der Wirkung ihrer Reden wesentlich in der äußeren Darstellung; die Hände drücken mehr oder weniger den Gehalt der Rede zugleich aus. »nd die rednerische Gewalt de« Demosthenes und des Cicero ist zum Theil »hrer Per-sönlichkeit zuzuschreiben. Der Redner täuscht oft durch da« Wort, weun er es edel hervorzubringen und zu betonen weiß; er läufcht aber auch dnich Bewegungen und Gebe,den, und man glaubt und seht eine» 'lie» feren geistigen Geh«,lt voraus, wenn eine schöne Dar-stellung sich zur Rede gesellt. Wir besitze», Reden aus dem Alterthume, welche eine große Wirkung hervor- gebracht haben, die, mit nüchternem Sinne aufgsf^' eine folche Wirkung nicht hätten haben können. Die ernsteren, minder kunstsinnigen Römer ^' achteten die Tanzkunst. Cato und Cicero ellläl^ sich höchst wegwerfend über dieselbe. Als aber sp^ die griechische Sprache und Gesittung, wie in ltt^'l Zeit die. französische, sich des gesellschaftlichen Uebe>" m der damals civilisierten Welt bemächtigten "> selbst in der Kunst und Wissenschaft herrschend w^d^' feierte auch die Tanzkunst ihre T'iumpbe in 5""^ und es hat selbst Kaiser gegeben, welche ösfenll--------».________________, ____^».^. Leiche der verstorbenen Gräfin Meian wlrd heute «in« ualsamiert. anfgebahlt und nach Einsegnung von hier »ach Mera» überführt, um in Schllnna an der Seite °es verstorbenen Erzherzogs Johann beigesetzt zu wer« °e», Es sind bereits zahlreiche Coudolenzen eingelangt. ^- (Hochschule für Bodencultur.) Die Voch,chulc für Aodencultur veröffentlicht soeben das Programm für das Studienjahr 1885/86. Nach dem. '"bei, werden im nächsten Wintersemester 10 ordentliche U"d außerordentliche Professoren, 1l Honorar und ^rittatdocenten und zwei Lehrer sllr daS land- und lorstwirlschaftliche sowie für das neu ins Leben gerufene culturtechnische Studium Vorlesungen abhalten. -^ (Das moderne Babylon) Aus London ll"'d gemelkt: Die Heilsarmee, welche an der Agitation der „Pall Mall Gazette" den wärmsten Antheil "'»mit. überreichte im Unterhause eine Petition, welche ^l)000 Unterschriften zählt. Die Nolle Papier ist drei feilen lang und wurde auf einem Wagen, von der «"ibgarde" der Heilsarmee escortiert, nach dem Hause «tbracht Im Unterhause machte sich der Unterschied der Behandlung der Criminal Law Amendement Bill l'rmerlbar. Im Mai zollte niemand der Sache Beachtung, "»d kaum zwanzig Mitglieder waren im Saale an< Lesend, Diesmal war der Saal gedrückt voll. und trotz» dem wir den letzten Juli zählen, daueltc die Debatte ^r drei Paragraphe bis halb 3 Uhr morgens. Der Minister des Innern. Sir N. Cross. leitete die Spe-clnldebatte mit einer Ansprache ein, in welcher er be> nullte, dies sei eine ssrage, welche ganz England von klNkm Ende bis z,„„ andern in Aufregung versetzt habe. Vie öffentliche Meinun, sei empört darüber, dass die Feinheit des Familienlebens nnd die Ehre der Tüchler "ks Landes Gefahren ausgefetzt feien, Diesen Gefahren wusste ein Ende ge'etzt werden, Wer die Vorlage in °"lem Hanse beanstände, würde sich dem Publicnm und ^'"rn Wählern gegenüber zn verantworten haben, Die ^giernnll sei entschlossen, die Reinheit des englischen umnili.'nlebens aufrechtzuhalten und diejenigen, die sich einer Verletzung derselben schuldig machen. strengt- zu ^strafen. Gleich in den zwei ersten Paragraphen Wurde °lk Altersgrenze, bis zu welcher die Verleitung eines Mädchens znr Prostitution strafbar ist. auf das 2lste ^'lmsjahr erhöht, t; ^l wurde fo verändert, dass er den -Msbrauch eines Kindes im Alter von unter 13 Jahren zu einem Verbrechen macht, dessen Maximalstrafe lebens ^»gliche Einsperrung bildet. Ferner ward ein Amen< ^Menl mit 205) gegen 24 Stimmen angenommen. wel-^es jugendliche Verbrecher im Alter von unter 16 Jahren ^rperlicher Züchtigung unterwirst. 8 5>. welcher die Ver« N'hrnng eines Mädchens im Aller zwischen U! und ^ Jahren mit zwei Jahren Gefängnis bestraft, veran-"sste elne lebhafte Debatte mit Bezug auf di« noth-wendig gewordene Hinanfschiebung der Altersgrenze, schließlich wird mit 179 gegen 71 Stimmen ein Antrag genehmigt, welcher das Schntzalter von 15 auf ltt Jahre klhüht — Wie gestern eine Londoner Depesche meldete, wurde schließlich die ganze Bill unverändert angenommen, . ^ (Die Cholera in Marseille.) Den durch osficielle Meldungen nunmehr bestätigten Nach. ächten „ach h«t die Cholera leider die Grenzen Spa» '"ens überschritten, und Marseille war die erste Stadt, 'n welcher sie sich neue Opfer fuchte. Die südfranzösische Hafenstadt hat schon im vorigen Sommer den Besuch es unheimlich?« Gastes zu erleiden gehabt und scheint 'um wieder dazu ausersehen zu sein. Wie aus Mar< '^" telegraphiert wild. kommen dott täglich 10 biS '> Todesfälle infolge der Cholera unter Kindern und älteren Personen vor. doch scheint die Krankheit bisher noch leinen epidemischen Charakter zu haben. — (Doppelselbstmord.) In Mailand erschossen sich am I. d. M. gleichzeitig in ihrem Zimmer zwei Brüder Namens Lossali. Silberwaren'ssabrikanten, weil sie in eine finanzielle Verlegenheit gerathen waren und die Mittel nicht fanden, ihr abzuhelfen. Beide waren mit zwei Schwestern verlobt und der Tag ihrer Vermählung nahe. — (Aphorismen.) Wer sein Glück nur von seinen Gefühlen abhängig macht, der geht gewiss den schönsten, nber auch den gefährlichsten Weg. — Jedes Herz gleicht einer Sonnenblume — nur gibt es nicht eine Sonne sllr alle Herzcnsblumen — Nur Sonntags» kinder des Schicksals erreichen ein Glück, ohne es mit Thränen erkauft zu haben. — Nur ein Herz, das im Glück gejußelt nnd im Schmerz geblutet hat. versteht den vollen Wert des Lebenö. — Es gibt Stunden, in denen wir kein Gebetbuch brauchen können; das übervolle Herz hat seine eigene Sprache, — Ein Herz ohne Liebe ist ein Tempel ohne Bild. - Manche Menschen verstehen aus ihren unbedeutenden Eigenschaften so viel zu machen: aus ihrer Tugend, ihrem Wissen, ihren äußere» Vorzügen. Sie spielen immer ihr liebes Ich aus. wie geschickte Taschenspieler unS immer dieselbe Karte i» die Hand zu geben wissen. — Wie das Licht der Sonne sich im Thränenthau der Wolke zum Regenbogen bricht, so webt Erinnerung an Lust und Weh ihre leuchtende Brücke zwischen Einst uud Jetzt. Was ist die Liebe? Was ist die Liebe? Nur "Dunst und Schaum, (tin Kor» im Winde, ein nichtige» Traum. Mn sonnig Leuchten, ein Lncheln lamn — Und dnch das Schönste im Wrltcmaum. Der Einftedler von Medvedgrad. Seit einigen Taqen lirrnlicrt in der Umqeliuna, von Aqram daö Gerücht, ein Einsiüdlrr habe in der Vm'nrume Mcdvcd« grad seiue Wohnstätte aufgeschlagen und führe da e!u beschauliches Leben Die aeschästigr Fama bauschte dieses Gerücht zu einer mysteriösen Affaire aus uud colportierte wahre Wunder-gefchichlcn über de» cjchcimnisvollcn Einsiedler von Medvcd» grad. Um sich Ueberzeugung zu verschaffen, was an der Snchc ist, begab sich der Gewährsmann der „Ägramer Zeitung" vorgestern vormittags aus Medvedgrad und'theilte seinem Vlattc in Folgendem seine Wahrnehmungen mit: In destine wurde mir die Geschichte vom Einsiedler von Ml-dvcdgrad in verschie» denen Versionen erzählt. Ich forderte einige Vanern aus. sich mit mir liinaus in die Nuine zu begeben, damit wir sehen, welches Äcwandtnis eS mit dem „heiligen" da oben habe. Da niemand mitgehen wollte, begab ich mich allein aus Mcd-vedgrad. Äus dem Wege begegnete ich weder einem Menschen »och vernahm ich in der weihevollen Stille des Waldes einen anderen Laut, als den Nuf einer aufgescheuchten Amsel, Ich trat in den Nuinenhos Mit einem Älick« gewann ich die Ueberzeugung, dass die in Oesiinr verbreiteten Geriichte der Begründung nicht entbehren. An der mmschen Mauer, welche die beide» Thnrmreste verbindet, erblickte ich eine Art Altar, »mgebrn vo» riliem kniehohen Steinwalle und überragt von einem Laubdache. Vor dem Altare lag ein mit Laub gefüllter Sack, dessen Bestimmung als Aetschemel »»verlennliar ist. Aus dem Altare befinde» sich zwei Leuchter mit ausgestellten Wachs» lerzen, zwischen denselben ein lleines Crucifix und cin Frau» zist'Mer'Noscnlranz sowie ein Todtenlops ans Holz geschnitzt, auf einem Geslell mehrere Bücher, darunter cin Missale, ein Gcbctbnch in französischer Sprache mit der Ausschrift am Titel» blatte: „I^r, Carolus Pel to," Ein offenbar mit unsicherer Hand geschriebener Zettel enthält in slovenischcr Sprache die Bitte an die Besucher der Ruine, die Gegenstände in Nuhc zu lassen, da sie Eigenthum eines Mannes sind, der sein Leben Gott geweiht und sich entschlossen hat, auf Meducdgrad cin beschauliches Einsiedlerleben zu führen. Die Unterschrift lautet: „Dragotiu Pcllo". Vou den Gegenständen, die mir noch in die Augen fielen, crwähnc ich eine Petroleumlampe, ein silbernes Medaillon und ein Scapulier, die Laibachcr belletristische Zeitung „Ljubijanski Zvon". ein Notizbuch mit slovenischeu, lateinischen und fran« zösischen Nolaten überfüllt, ein geschriebenes Gcsangsbuch, Photo» grauhien von Männern. Frauen uud Mädchen und einige Vrlefe mit dem Poststempel Nudolsswcrt und der Adresse: „(3u8Z>. Dr^utii, pellio, frlmoiäku» v /u^r«!»»," In einem Vricfc wird der Tod des Vaters angezeigt, ferner ist ein Rasierzeug, ein Schreibzeug, zwei Töpfe, eine Ziindhölzchenschachtcl, cin jlclch, einige Tücher .'c, vorhanden. Auch zwei lieinc Medicin» släschchen bcmrrtte ich im Chaos der hier aufgehliusten Gegenstände; eines derselben enthält ein riechendes Ocl, in dem an» deren entdeckte ich Kirschlorbeertropfen, die in Apotheken nur gegen Recept ausgefolgt werden. Schlichlich erwähne ich noch eine Röchelt, eine Pricslerhalsbindc. ein Paar Schuhe, eine Hosc nnd ctwas Weißwasche — lurz, der gute Mann scheint sich die Ruine Medvcdgrad ganz wohnlich clngclichtct zu haben. Ich verweilte geraume Zelt in der Klause des Einsiedlers von Mrdvedgmd, in die Vetrachtnng der Gegenstände vertieft. Ein Geräusch von menschlichen Trittcn und rollenden Stein» massc» schreckte mich plötzlich aus meinen Betrachtungen auf. Mein erster Gedanke war, dcr Eigenthümer dieser hier auf» gehäuften Gegenstände komme mich »uegeu widerrechtlichen Ein» gliffl-s in sein unzweisrlbares Eigenthum interpellieren. Ich wandte mich um , . , doch nicht dcr Einsiedler, sondern einige biedere Zagoriancr standen in rcspectuoller Haltung bei dem Eingänge zum Ruinenhof ,md dachten schier, ich sei dcr heilige Mann, von dem sie gehört, dass cr aus Mcdvedgrad cine Ka» pelle errichtet uud sein Leben Gott geweiht habe. Nach deu Erkundigungen, die ich in S^stinc eingezogen habe, soll dcr Einsiedler ein junger Mönch sein. Poch nur we» llige Lcnte bekamen ihn zu Gesichte. Auch Gras Fritz Kulmer soll sich vou dein Vorhandensein der improvisierten Kapelle auf Meduedgrad nbcrzrngt uud Nachforschungen im Walde an» geordnet haben, die jedoch zu keinem Resultate führten. Der Einsiedler ist nirgends zu sehen. Mau »immt allgemein an, dass man es hier mit einem Irrsinnigen zu thun hade. Wichts» desloweniger ist cs cin M cnsch, und die Gemeinde« odec Vice» gcspauschastsbchörde wäre verpflichtet, von der Etablierung des Einsiedlers im Ruincnhof zu Medvedgrab, noch mehr aber Uon dem Verschwinden desselben Notiz zu nehmen. Möglicher Wcise hat sich der Bedauernswerte im Waldc verirrt nud ist wegen Mangels an Nahrung und Obdach allcn Drangsalen ansgeseht. Die Menschenpflicht gebietet es, Nachforschungen nach dem Ein» sicdler anzustellen. Local- und Prouinzial-Nachrichten. Gemeindcratl). (Schluss.) GR Professor Thomas I up an berichtet namens der Schulsection über die Bestimmung des Platzes für den Bau des GebäundeS für die fünfclassige städtische Knabenvollsschule. Referent empfiehlt als geeignetsten Platz für diese Schule den Kaiser-Iosefs Platz (ehema. ligen Iahrmarktsplatz). Der Herr Bürgermeister gibt dem Gemeinderathe bekannt, es s,i vnr kurzer Zeit cin Anbot der Frau Strzelba eingelangt, welche ihre Vau« parcelle in der Nesfelstraße vi,3-5,-vig dem Gebäude der Lehrerbildungsanstalt der Stadtgemeinde für den Bau der neuen Knabenvolksschule um deu Betrag von 12(XX) Gulden offeriert. GR. Poto? nil erklärt sich für den Bau der neuen Volksschule auf dem Kaiser-Ios,fs.Platze. Der Bauplatz stehe der Gemeinde gratis zur Verfügung, während die übrige» beantragten Bauplätze 12-, !8> biS 4l_) 000 si. losten würden. Die theilweife Verbauung de» Kaiser«IosefsIosefö.Plah zu verbauen. Verbaue man diesen Platz, wo solle Raum für die Holzwägen. Wäscherinnen, die Markthülten für eine Landeshauptstadt mit 27000 Einwohner geschaffen . Mit der gleichmUlhigsten Miene von der Welt yorte si., feine leidenschasllichel, Worte au. . ..Nun, so werden Sie riu Velller! Nichts leich-ler durchzuführen, als dos! Geben S,e sich der Groß-"Ulth Ih,es Neffen anheim; erzählen Sie ihm von si^" tllne» Episode im Hospital zu Paris, welche Nch vor fünfzehn Jahren zugetragen, erzählen Sie ihm ^2, und Sie follcu sehen, wie großmüthig er ist. ^ behaupt?,,, gesehen zu h^beu, wie ich gestern Ment) "Ut ihm redete. Nun denn, Sie sollen auch wissen, """'on wir sprachen. Es bettaf Manuela! Sir Emil 'Nflte mir, dass er sich ihrer als kleines Kind erinnere, ^'e sie hier in diesem Hause gelebt, ehe sie mit ihren ältern vor fünfzehn Jahren die Heimat verlassen. Ich ^agte ihn, ob er sich entsinn", wie sie vor fünfzehn M">, ausgesehen, aber da« uermuchte er nicht. "5'Mtt S.e. dafs er die E.bin von Rosegg liebt >>o sle heiraten winde, wenn das Mädchen feme "'^"»q annähme? E, hat ihr a/stern eine» Anlrag ..W>e, er hat um Manuela angehalten — uud sie?" ^ .,^ie nannte ihn »inen „Zwlrg" und wies seine "-""na. z„^ ^ ^ sülwahr nicht schön, und Lady " anuela l.edt vor aUem das Schölle. Sie ist darili. <5i. ".'c ""l"' ""deren Dingen, ihrer Mutter ähnlich. ^ En,N ^ ^ ^^,^2 astern Abend zunick» K Ä?' "''"' 's) glaube trotzdem, dass ich Ihnen zu eine« Sohnes Glück zu wünschen haben hastia"?as wolle», Sie damit sagen?" stieß t^r Lord «Pardon, wenn ich mit der Antwort zögere, aber unsere reizende Manuela wiirde es mir sicher nicht Dank wissen, wenn ich mich in ihre Herzensangelegen-heilen mengen wollte, und mir ist so viel daran ge« lege»,, mit dem theuren Mädchen aus freundlichem Fuße zu stehen. Eine so zärtliche Tochter, wie Lady Manuela, hat überdies gewiss keine Geheimnisse vor Ihnen und wird Ihnen von allem Mittheilung machen, ehe dieser Tag zur Neige geht. So viel kann ich Ihnen positiv versprechen, lieber Na»on — ich werde am Abend vor dem Hochzeitstag Ihrer Tochter Rosegg vellassen. um nimmer zurückzukehren!" In angstvollem Schweigen blickte Lord Rusegg die Sprecherin an. Nur zu gut fühlte er, dass ihre Worte eine geheime Deulung hallen. „Am Abend vor ihrem Hochzeitstage? Ich weih nicht, was Sie damit sagen wollen, Johanna Hermann! Reden Sie klar uud deutlich, danut wir endlich zu einer Verstätidigung gelangen. VelraltM Sie mich, verrathen Sie Manuela nichl! Zerstören Sie nicht ihr ganzes Lenen! Ich liebe sie mehr, als wie ein Vater je zuvor sein Kind geliebt haben lanu, und maßlos ist meine Liebe angewachsen, seit ihr eine erneute Gefahr droht. Wen» Sie schweigen, so ist nichts zu befürchten. Um des Himmels wiNeu, Johanna Hermann, nennen Sie einen Prc>s, wie immer Sie wollen, er foll Ihnen werden, wenn Sie nur sofoit und jilr immer dieses Hans verlassen!" Unbewegt lauschte sie seinen Worten, und ein dia« bolifches Lächeln umspielte ihre Lippen. „Wohlan, ich fordere zchnt^useud Pfand und uer pflichte mich dafilr. einen Tag vor dem Hochzeitsmorgen Lady Manuelas Nosegg zu verlasen. Je eher Sie den Tag bestimmm, desto besser. Das ist mein Ultimatum!" „Einen Tag vor Manuelas Hochzeit? Weshalb betonen Sie das in so seltsamer Weife?" „Lady Manuela erb/elt gestern Abend zwei Hei« ralsanträge; den einen wies sie zuriick, dem anderen fchenkte sie Gewährung. Wenn Sie geduldig warten wollen, so weiden sie es erleben, dass Ihr künftiger Schwiegersohn noch heute Vormittag bei Ihmn um die Hand Manuelas anhalten wird. Da Ihre Tochter seine Werbung unterstiitzt, so kann Ih«e Antwort nur bejahend lauten. Ein Widerstand wikde nur zur Folge haken, dass Ihre Tochter mit ihrem jungen Verehrer durchbrennte. Es wird Ihnen absolut nichls übrig bleiben, als nachzugeben, und je eher Sie den Hoch-zeitslag bestimmen, desto eher verlasse ich Nosegg. Mylord, ich hoffe, dass wir nun einander völlig verstanden haben. Lassen Sie uns nicht weilcr ilber den Gegenstand sprechen und tragen Sie Ihre Gefiihle nicht gar zu offenbar z«r Schau. Man kö»»le sonst Ihr Geheimnis in Ihrem Anilitz lesen, und das konule Ihnen nicht erwünscht sein. Ach. da lommt ja endllch unsere kleine Abirilnnige.' «ott sei Dank! Ich sterbe '°" 7«^" M° "..">' 'leb" P^a'-nclMa,.«,». zur Thür hereinstürmend, den Vater m,t beldeu Armen umschlingend, „o, welch ei« herrliches Fch war das doch gestern!" (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 177 1442 6. August 1885. werden. Der Platz sei in der unmittelbaren Nähe des Schlossberges gelegen, feucht, daher filr Schulzimmer uicht geeignet, außerdem auf einem durch die Eröffnung der Nesselstrahe durch Fuhrwerke zu sehr frequentierten Platze. Der geeignetste Plntz erscheint dem Redner der alte Viehmarltplatz. — GN. Dr. Dolenec ist filr die Erbauung der Volksschule aus dem Kaiser Iosefs-Plahe. Redner habe auch heute nicht ein einziges stichhältiges Argument gegen die Wahl dieses Bauplatzes gehurt, und bezeichnet eö als Barbarismus, wenn man die Sch»l< jugend auf den alten Viehmarktplatz verbannen wolle, — GN. Zagar empfiehlt zum Zwecke des Schul° baues den Ankauf des Pill'scheu Besitzes in der Frau» riscanergasse. Derselbe luste wohl 40 NW st., allein dessen Ausmaß betrage 4025 Qnadrat Klafter, und man ltinne auf dem Plll'schen Brsitz? noch eine zweite Schule erbauen, durch denselben auch eine nene Straße zum Slidbahnhofe erüffnen. was umsomehr angezeigt wäre, als die Sllobahügesellschaft beabsichtiget, anf dem Besitze deS Herrn Zeschko in der Barmherzigergasse ein Wohngebäude sttr die Nahnbediensteten zu erbauen Sollte der Antrag flir den Ankauf des Pill'schen Besitzes nicht reüssieren, so werde Redner filr den alten Viehmarktplatz stimmen — Nicebiirgermeister Petriiii und GN. Nicman erklären sich siir den Kaiser.Iosefs' Platz, während GN. Palic sich silr den Plll'schen Besitz ausspricht. da trotz des hohen Preises doch auch für die Zukunft vorgesorgt werden milsse. GR. Dr. Tavcar plaioiert silr den Bau der neuen Volksschule auf dem Kaiser-Iosefs-Plah. Wenn man von der Verdauung des Platzes spreche, so fei dieS nur eine Phrase; der Platz werde nur ästhetisch regn> liert, und es sei vom Brunnen herab noch Raum genug sttr Wage» und Marktbuden. Filr Circus und andere dergleichen Schaustellungen sei der Platz ohnehin nicht geeignet. Sage man, der Verkehr auf dem Platze werde die Schule behindern, fo fei dies nicht zutreffend, auch vor dem Gymnasialgebäude werde feit Jahrzehnten ge» marktet, ohne dass die» das Ausblühen der Anstalt behindert hätte. Auch die finanzielle Frage sei zn berücksichtigen. In zehn Jahren werde es wieder nothwendig sein, eine neue Schule zu bauen, die 150 000 fl. kosten dürfte. Der billigste Platz sei daher der Kaiser-Iosess-Platz. denn dessen Wert sei nur ein idealer. Sollte aber der KaisercIosefs.Platz als Bauplatz nicht arceptiert werden, dann beantrage Redner die Acquisition des Bauplatzes d-r ssrau Strzelba. GR. Dr. Ritter von Bleiweis.Tr st enlöli erklärt sich als ärztlicher Fachmann gegen die Erbau° ung der Schule unter dem Schlossberge auf dem Kaiser-Iosefs-Plahe. Es wäre das Gebäude nicht gegen Silben, wie es vom pädagogischen und hygienischen Standpunkte erforderlich ist, erbaut, foudern gegen Norden. Es wäre also Mangel an Licht im Gebäude. denn den ganzen Winter wäre die Sonne in den Schulzimmern nicht zu fehen. der Gestank aus den Aborten zur Zeit der Süd' Winde ein unausstehlicher. Die Schule benüthige auch einen fchattigen Garten, eine geräumige Turnhalle, alles dies könne man auf dem Kaiser.Iosefs.Platze nicht fchaffen. Aus diesem Grunde erklärt sich Redner vom fachmännischen Standpunkte gegen die Wahl des Kaiser-Iofefs-Plahes als Bauplatz für die neue Schule. GR Gogola beantragt, bei dem Umstände als ein neues Offert der Frau Strzelba vorliegt, die Be-ichlufsfafsung zn vertagen. — Referent GR. Professor Zu pan vertheidigt den Sectionsantrag für Erbauung der neuen Volksschule auf dem Kaiser-Iosefs'Platzc und kehrt sich gegen den Antrag, die neue Voltsschule auf der heute äußersten Peripherie der Stadt, am alten Viehmarltplahe, zu erbauen. Als die Normalschule zu St. Niklas vor fast 1000 Jahren errichtet wurde, habe man dieselbe im Centrum der Stadt situtiert. ebeuso als man vor etwa 400 Jahren einen Theil deS Gymnasiums mit dieser Schule vereinigte. Referent wünfcht. man mljge in dieser wichtigen Frage leinen unglücklichen Be> fchluss fassen, da» voi poMÜ berücksichtigen und das neue Vollsschulgebäude nicht an der äußersten Grenze der Stadt erbauen. Bei der Abstimmung wird der Sectionsantrag auf Wahl des Bauplatzes am Kalfer.Iosefs.Platz mit 7 gegen 14 Stimmen abgelehnt; desgleichen der Antrag des GN. Valentinöle für den Bauplatz auf dem Viehmarltplatze. Der Antrag des GR. Patic auf An< kauf des Pill'schen Besitzes wnrde mit allen gegen 3 Stimmen abgelehnt und schließlich der Antrag des GR. Gogola, den angebotenen Bauplatz der Frau Strzelba durch das Bauamt bemessen zu lassen und darüber behufs Befchlufsfassung Bericht erstatten zu lassen, angenommen. GR. Murnil referiert namens der Bausection über den zu bewilligenden Nachtragscredit für die Aus« filhrung des CanaleS aus der Spinnergasse bis zur Nesselstraße im Betrage von 1784 st. 40 kr welcher mit dem Zusahantrage des GN.Zagar d.e Dlrec.ou der l k. priv. Baumwoll-Spiunere,. und Webere .Fabrik um einen angemessenen Veitrag zum Baue dieses Ca-null». welcher doch in erster Linie der Fabrik zugute kommt, durch den Stadtmagistrat zu ersuche«, ange nnmmeu wird b'ernus wird um halb 9 Uhr die öffentliche Sitzung geschloffen _____ — (Das Gremium der Kaufleute in Laibach) wird heute um 6 Uhr abends im Sihungs» saale des Nathhauses eine ordentliche Generalversammlung abhalten. Nachdem zu der auf den 30, v. M. anberaumt gewesenen ordentlichen Generalversammlung die zur Beschlusösähigleit erforderliche Anzahl vox 20 Mit' gliederu nicht erschienen ist, so ward in Gemähheit der Gremial.Statuten diese zweite Generalversammlung mit dem Beisätze einberufen, duss dieselbe auch bei einer geringeren Anzahl voi, Mitgliedern beschlnsssähig sei» wird. — (Neue Pflasterung? u.) Gestern wurde mit der Lcgung des neuen, von der Stat>tgemei»de ver« fuchsweise bestellten Chamoltepslastero, welches in Tüpl'tz in Vühmru erzeugt wird. vor dein ni'uerlmuten Hanse des Herr» N K i r b i s ch li^onnen. Das Pflaster lial eine große Clmsisteuz u»d ein sehr a/Msges Aeuße>e, Vorläufig wird das Troltuir beim Kirlnsch'icheu Hause, die Theatergasje und die ssra»cisranerl>riicke zu lieiden Seiten, letztere mit verschiedenaltigen Tafeln, mit dem Chamoltepstaster belegt werden ; auheidcm noch die Schel lenburggasfe vom Cnsino^ebäuds bis znr Ecke de« Luck« mann'schen Hauses. Dns Ohamottfpslaster hat sich in mel^ reren Land,6hanptstädten vorzüglich bewährt, so in Prag, Linz. Magenfnrt u. f w In Prag sind bis nun 40000 Quadratmeter Trottolrs mit Chamottepflaster belegt — (Prnmenade.Eourert) Heule um U Uhr abends findet in der Stern aller ein Promenade' Concert mit folgendem Programme statt: I.) „Nasr« Et^din". persischer Marsch vm, Ioh N Kläl; 2) „I.H »ölttNlttio Vals« oäpH^llols" von Mctra; 3.) Ouvertüre zur Oper „Mignon" von Thomas; tes Finale ans der Oper ..La Traviata" von Verdi; «.) „Betlelstudenl". Quadrille von Etmard Strauß; 7) Ballet und Chor aus der Oper „Faust" vou Gou» nod; 8.) «Nach Herzenslust". Polka schnell von Ziehrer. — (In Rudolfs wert) herrschte vorgestern ein arges Unwetter, Der Sturm richtete an den Dächern großen Schaden an, beschädigte die Bäume und warf mehrere Harpfen um. Infolge des Unwetters gieng eine große Anzahl der gefiederten Sänger zugrunde, und zahl reich sind die Nester, in welchen die Jungen trotz den beschützenden Fittigen der Alten — w>t ausgefunden wurden. Auch der Hagel richtete einigen Schaden an — (Schulnachrichten.) Wie wir dem in Druck erschienenen Jahresberichte entnehmen, wurde die dreiclassige Volksschule in W e ichselburg im abgelaufenen Schuljahre von 203 Schülern, und zwar 111 Knaben und ^>2 Mädchen besucht. Die Wiederholungs« schule zählte M Schüler. An der Weichsellmrger Volksschule waren im Schuljahre 1884/85 vier Lehrlräste thälig, und zwar die Herreu: Johann 8uwo(jnong matri-monmm ist, werden außer den Juristen wohl nur weuige wissen. Diese Institution hat nämlich den Zweck, den Fehler, den ein junger Weltbürger dadurch begeht, dass er etwas zu früh au das Tageslicht der Erde gelangt, möglichst zu reparieren. In Bezug auf diefe Legitimation IWI- un!)8o?.' finden, höchst unangenehm sein muss. Wie wir nun er- fahren, hat das Ministerium des Innern im Einver»« nehmen mit dem Ministerium für Cultus und Unterricht' aus Anlass eines concrete« Falles entschieden, dass von diese», persönlichen Erscheinen vor dem Ortspfarrer Umgang genommen werden kann, und es kann in folchen Fällen die Ingerenz der politischen Landesbehörde v> Hufs Veranlassung der Anmerkung der Legitimation eintreten. Es wird daher, wie es in diesem Erlasse weiter heißt, de» Parteien obliegen, sich diesfalls mit einem Gesuche au die betreffende politische Laudesbehölde. eventuell an die Bezirlsbehärde zu wenden, wobei noch besonders zu bemerken ist, dass die bezügliche Vater' schastserkläruüg des Gatt.n für sich allein nicht genügt, sondern dass hiezu auch die hiemit übereinstimmende Ellläruug der Mutter erforderlich ist, und dass den diesfälligen Protulolls-Ausuahmen anch zwei die Identität der Person des Vaters und der Mutter bestätigende Zeuge» zugezogen werden müssen. — (Katalog des t l. Sch »l liilch er« Ver< lags in Wien.) Der vollständige Katalog des l. k. Schulbücher Verlags für das Schuljc.hr 188.5/8« ist soeben erschiene». Er enthält genaue Angaben über die sämmtlichen Schulbücher, welche in diesem Verlage zuw Verschleiß gelangen, Neneste PA Oriniu al - Tcll> g, amm f l> r r Laib. Zeitung- Wien. 5. August. Die „Pi.ss.'" meldet aus ver-lässlichss Quell?, dass die Ent»,'riue der beiden Kaiser von Oesterreich u„d Russlaud in be/ zmeill'u Hälfte August stattfinden wild. Auch die Kai< serin Elisabeth und die Zarin Maria Feodo-roli na, wahrscheinlich auch Klonpiinz Rudolf, werden der Entrevue beiwohnen. Die A nwesenh eil der beiderseitige» Minister des Neu her" wwio des Ministerpiäsidenten Gras« n Taaffe beider Zusammenkunft steht außer Frage. Die Entrevue dürfte in Krem sier stattfinden. Agram, 5x August. Die ..Agramer Zeitung" meldet: Die Cameral«Aclen wurden heule auf Anordnung des Nanus nach Budapest abgesendet. London. 5. August. Im Oberhaus,» erklärte Lord Salisbuly, Russland und England halten au drr Abmachung Nusslands mit dem Cabinet Gladstone fest, nur di«' Frage des Zulfilar«Passes bilde einen Differenz' Punkt. Das Übereinkommen mit dem Emir wurde in keinerlei Weife abgeändert. Das Pischinthal, welches nicht dem Emir, sondern England gehört, sei britische, seits occupiert und die Befestigungen in den" selben werden verstärkt. Die Regierung wolle nichts sagen, was in der Zukunft eventuell geschehen könne, gegenwärtig jedoch beabsichtige sie nicht, strategische Positionen im Gebiete des Emirs mit einem Obse^ valioliscorps zn besetzen. — Sir Drummond Wolf! reist zu Ende der Woche nach Constanlinopel undß hält sich unterwegs drei Tage in Wien auf. « London. 5. August. Das Reuter'sche Bureau e»'^ fahl» aus Tcheran vom 4. August: Vricfe aus Sa' rakhs melden, dass die afghanische Garnison in Zw filar verstärkt und dass infolge der Gerüchte von d" Cois'Nlriernng afghanischer Trnppen in der Nähe vc>» Penoscheh russische Verstärkungen nach Pmdschch g^'l schickt wurden. > Madrid, 5i. August. Gestern kamen im ganz"'h in Spanien um 500 Eikrankungsfälle mehr vl" Man glaubt, dafs die Stürme die Verbreitung dc> Epidemie befördern. Die Auswanderungen dauern s^' Newyork. l>. Angust. Die Leiche Grants ist aeste"' nachmittags in Albany angekommen und wurde a«! dem dortigen Capitol ausgestellt. Verstorbene. Im Svitale: Den 5 N ug u st. Johann ttevslel. Inwohner, 48 3' Ooclomu, i»u1monum. Meteorologische Beobachtunacn in Laibach. 7U.Mg. 734.54 18.8 O. schwach bewllllt g.3 5,. 2 , N. 734.17 84.3 NW. schwach bcwöll! ^„e»« 9 . «b. 734.75 19.2 windstill ls,eilw. bew. ..< Vormittags Gewitterregen. dann Vlusliciterunl,. l^"'/ sonnia.; abends Gewitter in O. ohne Regen, dann halbhe'" ' Wetterleuchten in O. Das Tagesmillel der Wärme 20.6", "" l.U" über dem Normale. ____^ Verantwortlicher Redacteur: I. Gin Mittel filr die Frauen. „ Ischl (Oesterreich). Geehrter Herr! Ich aelnailchc sm" ""ine Zeit Ihre Apotheler R Vmndts Schweizerpille», w" ",^ d,c Nirlmlg derselben für meinen Zusland sehr passt, d" stets mit Wlsblahnull und schlechtem Stnl,la,ll,,c, zu leide» »!" » Mit Hochachtung (aez) Anna Müller. SpeulilelMs»'' Wil»»'. Nreimer in, ssr, Schachina.crs hnnse, Strafte Nr ''"^ Man versichere sich stets, dass jede Schachtel Np""',,..l N, Arnndts Schll'sizrlpiNcn (erhältlich -l Schachtel 70 ^""^ I» dcn Aftothelen) ci» »ueiftes ikreuz im rothni sselde »"" ..^ Namrnszng N, Brandts trägt m,d weise alle anders l)"pa"' zurücl. ^6Uv^ ,443 Course an der Wiener sörse vom 5. August 1lM5. «dc,.. 0^^ Co« «bl°tto Staa»5-Anlel,cu. C.lber«,,,.......6''"" 8275, l8^0?s ?°7 ^'natsiose 25.0 ft, 12«-2s. ,<^ 2s. l8ß<„ ^'""""se . . ,uu „ l«x^ IN« L5 "'" «otenrenle, ft. ttsiei «»5,5. 99 7« Unü."' '"°l<- ° W,S ,4»- - !<« s... " ^«,',,!i'-c»'! (lln^ 0N!> , 1ÄÜ-- ------ " >>>^ ", l'ou, .«, !«'i!i W9 2U !l l» uu ^'"..dentl.. Obligationen °>l'^'mschc......,<,7,____..., »»7'''^ft«.eichil- ,«< - i°^^ _____ Geld W«»v l>«/« Tl'mesc» Äaxat .... lul s>0 la» bc> li"., uugarijchl,'......1U»-6l< l«<- - Andere öffentl Nnlehen. 'i>,'i!aü Ü!cg «Vose 5, "/^ ill« ft, . !16'2K i lS ?l> dtt', Anlciht- !«?>,, steli.-lsvei , l04'ü« — — Änlcche» !, ^!abl^cu,l!!»t, Wie» lU^ ^n — — Aiilehüi, d Sladt^cmnnbe Wie» (Tildes unb Gold) . , , , —' - —— Pr,imie»«A»I,b,sl>idtgcm,Men 12» 25 12« ?ü Pfandbriefe (sill lou si.) «otenci, allg.östc>v,< >/,<"/,,Golt I2i 7!^ 12ü 5.» dlo, in 50 „ „ < >/, ",„ u» 75 i<>« 25 dto, >» 5,ll ,, ,. n dtc», PränneN'Sch»Idvcrlch,li°u »6 ^ W's><> Oc«, Hypolyclenbnnt lUj. 5 >/,"/,. il>1 ^- — - ^>'ft »nliss Vcoil verl, s> "/„ , i»2 «<< in» 30 d!l>. „ 4 i> Pest in I. ,8»!» v«l.5'/,°/u l«2"?b K)»«« Prioritäts « Obligationen l.) ltlijabcih-Westdiih» l, Emission 115 IN ils< s^> sseld!!in»di>-Noldb.chn Si!l>. >o« ^s> ic? — ^ran,,''f>°Änhn.....»3 ^l>> «ü «<> Oallzilch« ttail . Ludwig» Vab» ! Lm >88l «0U ft, S.4 >/,°/„ . IÜ05N l0l -Oesterr, Norwcstl>ah» . . , . >u»un ,a< ,u Sieb>>nl,>l>g»>l..... . «»-— »» 5u Gelb Ware S«a.>tsbahn >, «lmllston , , , 1»6 5»1»?'25 Siibbayn >^ »»,„...... ,54 5o! _. _ „ l^ 5>","...... ,28 s.o!i2U 80 Ung«galiz, Nah»..... 9»üg »» uo Diverse Lose (per St kreditlose ,,/U ü...... 1?? 75 178-25 «tlarv^ose 4U fl...... 4,-— 4^-.. 4"» Donau Dauipfsch, wc> ft. . Nu üo i>45N ^aibacher Prämien-Anlehe» 2l>ft. 22". 22bo Osener Lose 4» si...... 42 ?s. 48-25 Palffv i.'osc 4U N...... 4025 4Ü-7K Molhen Kreuz, osl. Ges. u. l« fl. ,4»c 15 ^!N Mndolf-^ose 1« ft..... in-bs, iu — Salm-i.'osc 40 sl..... 5< 25 ü4-7b ««.-'Geiiois-^os!' «»st, . . ,,» 4s-5a i1l.'.!ts!!'i„'?os,! :<,» f>..... 2? Lu 2»-.'>n WillcüI^^läV'^oj,: 2,, s>. . . . »ü !,5 38 75 Vllnk Actirn 00 fi. . . 98 25 »8 75 Vanl.Geselljchuft, Wiener 2NU ft. B,n,tvelc»!, Wiener, ><»0 ft, , . ini25< »ai 5s. Bd»l».'Ansi., O.'sl.LWft.S. <ü",^ 224 — 225 — lildt -Anft. s. Hand, n, c«. , dilbanf, Allg, Ung. 20<» ft. . 2ij?-5U 288 — Depositenl». Attq. z!«» ft. . , . i»8 — i»4- «tscompt«: Ges., »iiednöft. 5,«l» ft 5»ü — 5>u8 — hypothesenl>.,öft. xno fi. 25>"/o<ö. 59— «> — »»änberbanl, öst , ilUNft, O,s,a°/„>z 98 30 !»8 70 OesIer..U»g V,inl..... 874 — 875,- - UUN'Ud.lNl' l0>j ft......79 ,<5, 79 ?5< Vle,lehr«l»anl «ll« »40 N >4b ß0 14« — Gelb War« Nctien von Transport» Unternehmungen. (per Slllcl) Albicchl-Nahn 20a si. Silber . «5- e« -)I!jölb^-!!,», .«ahn ^»0«, Sllb. ,u4-25 18471 Aussig 2ep lfisenb. i!W si LM,----------------- Vöh»!. Norbbahn 15>» sl. , . — —------- Wefibahu Lua ft. . , .--------^ — «uschUeyrabel Eisb. 5.N« sl.CVi.-------—>- (Nt,. N.) 2W fi. . — — — — Doliau - Dampfschissahrts » Ges. Oesscrr, ^no N. CM, . . , 44» — 4b^ — Dr>n, Eis (V!,t.-T»b.lb,.Ti>ol.IlI V,>«?»U<1Nfi,N 201,75 2Ü2 25 sterbiiiant,,'« No.db. i»U0 fi. <5M, 28ilu «»«5 MV»!l^o!>1 V>>!),> 20N ft. kitt>, 2!l - ^11 s,l M,i!l,sche!!.V.n-esev!öis,8n«N,S. —- — — Gal, ss«,l ^ibwig'Ä.Wliss.EM. »48 - Ä4»-5c ."ra,'Küil^chev E.<^. i!0Nfi ö.W — - -- tt!,ylenb!'r>i Ciscnl'. ION ft, . . -—------- Kasckaü'Oderl,. Eisi-ul». 2<)l> fi.S, 150^5. IL« 7i, peuiliesg-^zernow.-Hassh 2>sen biihN'OcseU, 200 ö. W. . , 22?-— 2« 5c rloyd, oft,»ing, Tries! 5>UUsi.liM. 5«N — 5t!2 -Oeftcvr, Nl'idwestl'. !i0N ft. Kilb. l«« — i«« s.l< dt". (lil,. N) »U0 st. Silber . 161 75, i«!l L0 , fi, SOber . . 185 75 ,8» 25 O,el.cnl'!!»ncr Visenb »l,ü st, , 183 — 183-5.U Otaatiü'is.'.nl^l,» «Nl» ft. «, W. , 297 »r 2»8 — Veld wa« -Übbal)» Loo ft, Eilbn . . . 1»»-5o 134- — Süd.Viulbb,.Verb..V.«uc>ft,HM, i«i 2« iei'?ü Thelh.Vahn 20» fl. ö, W. . . 251 bl, 2«2 l0 Tramwati.Ges,, Wr.17« ft. ö. W. 1»» — 1»3 5i,«>,>'!>^. Eisciib, !>u<, fl. Silber 1?« — 1?b'6v Ung, Norboftbahn ««0 ft. Silber 17«z5 l?« 00 Ung.Veftb (Naal!<«ra,>2<)0fi.S. 1«?-»5 1«? ?ü Industrie Ncticn (per Stück) Eaybi und KindbeiH, Eisen» und Swhl,-I„d. in Wien 100 st. . — ... ^.._ «isenbcihnw^'cihq. I.«o^.4«°/<, 108-2» ,04-— „Elbemlibl". Papicrf. n. «,'G. 6s. -. «« ^ 'Klonlan.Geselltch. österr.'alpine „87» 37 »ü Prasst liisen.^nd.»Gcs. «UN sl, ILL — ,zn — ^ala^Tari. Liftnvasf, inl» -. , — - .... Wasse»f,-H., Ocft. lu W. 10U ,., ,88— — — T, »falle, ssoblenw..« , I>30 ü, , —-— —-— Devisen. Deullchc ^läue......«1>45 «t «0 Vonbon.........i«54tl l»» 8« Paris.........4» 75 <» 80 Peteri!l!ur<;......-»'— «.-— Valuten. Ducaleu....... «-», dvl »a°Yranc««Etll