Laibacher SCHILZEITm Anzeigen werden billigst berechnet. Bestellungen hierauf und Zahlungen übernimmt Lehrer Franz Bersin, Neugasse 5. Monatsschrift des Krainischen Lehrervereins. Leiter: Florian Hintner, Vodnikplatz 2. XXV. Jahrgang. Vereinsmitglieder erhalten das Blatt umsonst. BesteiIgebüren sind an den k. k. Übungslehrer Franz Gerkmann einzusenden. Erscheint am Ifj. jedes Monates; falls dieser auf einen Sonn- oder Feiertag fällt, wird das Blatt am nächsten Werktag ausgegeben. Bezugspreise: Ganzjährlich 2 fl., halbjährlich 1 fl. Schriften und Werke zur Beurtheilung werden kostenfrei an die Leitung des Blattes erbeten. . . . Der Stand der Volksschullehrer muss der Träger der Cultur für das Volk werden, wenn das, was die Wissenschaft durch anstrengende Forschung erringt, nicht nutzlos bleiben oder als todtes Gut nur theoretisch, aufbewahrt und wieder überliefert werden soll. Frohschammer. Philipp Melanchthon, der «Lehrer Deutschlands». Zum 16. Februar 1897. Morgen werden 400 Jahre voll, seit Philipp Melanchthon zu Bretten in der Kurpfalz (jetzt zum Großherzogthum Baden gehörig) geboren wurde. Wo deutsche Bildung gepflegt wird, wo freies deutsches Schulwesen seine segensvolle Th. gkeit entfaltet, da lässt man es sich nicht nehmen, bei diesem Anlasse in gerechter Würdigung und freudiger Dankbarkeit sich das Lebensbild dieses Mannes in Erinnerung zu rufen, der in hervorragender Weise mitgewirkt hat, die deutsche Wissenschaft aus der ertödtenden Umklammerung eines dürren Formalismus zu befreien und das Schulwesen in neue Bahnen zu leiten. Ihm gebürt trotz aller Verdunkelungen und Verzerrungen, die ihm widerfahren sind, ein Platz auch in diesem Blatte. Philipp Melanchthon war der Sohn eines in seiner Kunst weitberühmten Waffenschmiedes, in dessen Hause bei aller bürgerlichen Einfachheit und kernigen Frömmigkeit auch die Wissenschaft in hohem Ansehen stand ; war doch die treue Hausfrau die Nichte des großen Humanisten Johann Reuchlin. Dem berathenden Einflüsse dieses letzteren hatte es der kleine Philipp zu danken, dass er persönlich nichts zu leiden hatte unter der damals üblichen barbarischen Härte roher Schultyrannen, sondern Lehrern anvertraut wurde, welche Gründlichkeit des Unterrichtes mit herzlicher Liebe zu vereinigen wussten, so dass der ungewöhnlich begabte Knabe mit wachsender Begeisterung an seinen Studien, mit steter Dankbarkeit an seinen Lehrern hieng. Noch im späten Mannesalter gedenkt er seines ersten Lehrers im Lateinischen, Unger, mit den Worten: «Er liebte mich wie einen Sohn und ich ihn wie einen Vater, und ich hoffe, wir werden uns im ewigen Leben Wiedersehen»; und in Pforzheim — wohin er, zehn Jahre alt, übersiedelte — hatte er das damals seltene Glück, in dem Rector der Lateinschule, Georg Sim 1er, einen Mann zu finden, der es als eine heilige Freude empfand, die tüchtigsten seiner Schüler in die Schriften der alten Griechen einzuführen. Melanchthon erfasste in diesen jungen Jahren mit wunderbarer Geistesschärfe die Weisheit eines Aristoteles; bei diesem fand er die classischen Formen, die er auch später, erfüllt mit christlich-sittlichem Inhalt, zur Neubelebung der Philosophie und der Theologie verwertete. Aber zuvor musste das, was sich damals Aristotelismus nannte, von dem Beiwerke der Scholastik und Sophistik befreit werden, das heißt, die reine Lehre des Aristoteles wiederhergestellt werden. Die Leichtigkeit und das tiefe Verständnis, mit welchem Philipp in die alten Sprachen eindrang und sie bald mit staunenswerter Sicherheit beherrschte, gewannen ihm immer mehr das Herz des Großoheims Reuchlin; bewegt von dem, was er in dem Geistesleben seines Neffen schaute, setzte er ihm einst seinen rothen Doctorhut auf die blonden Locken und wandelte dessen deutschen Namen Schwarzerd um in Melanchthon, ihn damit selbst einreihend in die Gelehrtenzunft. Gründlicher vorbereitet, als es damals Regel war, kam er nun — noch nicht 13 Jahre alt — an die Universität, zunächst nach Heidelberg. Hier, wo die Methode sich noch im alten Schlendrian bewegte, fand sein Geist freilich nicht, was er suchte. Je mehr ihn «das leere Geschwätz der Dialektik» unbefriedigt ließ, desto eifriger warf er sich auf das Privatstudium und erwarb als Vierzehnjähriger den ersten akademischen Grad, das «Baccalaureat» (1511). Ein neues Leben begann für ihn, als er Tübingen bezog, wo der freiere, bessere Geist des Humanismus sich bereits in einigen Disciplinen Geltung zu verschaffen wusste. Melanchthons früherer Lehrer, Simler, lehrte dort die artes liberales; Bebel suchte als Professor der lateinischen Sprache und Literatur ein rechtes Verständnis für diese letztere zu wecken, und Franz v. Stade bemühte sich, den großen Lehrmeister des Alterthums, den man aber bisher nur aus trüben Quellen kennen gelernt hatte, den Griechen Aristoteles, zu ergründen. Mit dem Triebe des lernenden Forschers drang Melanchthon in dessen Schriften ein und schickte sich an, dieselben neu herauszugeben. Als Corrector arbeitete er an dem Drucke von Reuchlin’schen Übersetzungen und der Chronik des Nauclerus. Als Conventor an dem Curse hatte er die Studien jüngerer Hochschüler zu leiten. Doch die vorhandenen Lehrbücher erwiesen sich ihm als ganz ungenügend. Er arbeitete selbst bessere aus; seine griechische Grammatik wurde bald ein sehr geschätztes Unterriehtsbuch und eine veraltende Weltchronik verjüngte er durch treffliche Umarbeitung zu einem auf weitere hundert Jahre dienenden Werke; auch gibt er den alten Poeten Terenz heraus, zum erstenmale in Versen, denn bis dahin hatte man diesen als Prosaiker angesehen. Im Gegensätze zu der beliebten todten Vielwisserei geht Melanchthon auf eine allumfassende, wissenschaftliche Bildung und Verarbeitung des Stoffes aus. Er beherrscht nun die Philologie und die Philosophie, er will ebensosehr in der Mathematik, Erdbeschreibung und Astronomie heimisch werden, er besucht auch die Vorlesungen der Rechtsgelehrten, und Mediciner, um das römische Recht und die Schriften griechischer Ärzte verstehen zu lernen. 1514 Magister der freien Künste geworden (17 Jahre alt) und dadurch berechtigt, Vorlesungen zu halten, erwies er ein ungewöhnliches Lehrgeschick, blieb aber auch jetzt Lernender. Er wandte sich der Theologie zu, aber was er in ihr suchte, das fand er nicht in der damaligen formalistischen Facultätsgelehrtheit; hingegen that sich ihm in dem freien Studium der Patristik und der heiligen Schrift die geahnte und gesuchte neue Welt auf. Schon Reuchlin hatte ihm einst ein Neues Testament geschenkt, das er mit wachsendem Eifer durchforschte. Nun aber hatte 1516 der größte Gelehrte seiner Zeit, Desiderius Erasmus in Basel, die erste Ausgabe eines neuen Testamentes im Urtexte veranstaltet und mit seiner eigenen lateinischen Über- setzung versehen, welche manchen Fehler der Vulgata beseitigte. Hier nun bot sich Melanchthon eine Fundgrube der Wahrheit dar, die ihn in dem Maße fesselte, als sie ihm immer mehr von dem bot, was den lebensvollen Inhalt jeder wahren Bildung ausmacht. Er hatte von dem Quell göttlicher Offenbarung getrunken; diesen auf die dürren Steppen rein menschlicher Weisheit zu leiten, dass diese dadurch zu einem fruchtbaren Garten Gottes werde, darin sah er nun seine Lebensaufgabe. (Schluss folgt.) Franz Schubert. Ein Erinnerungsblatt zum 31. Jänner 1897. Von Regierungsrath Dr. Friedrich Keesbacher. Durch alle Lande geht in diesen Tagen ein Zug festlicher Begeisterung, in großen und kleinen Städten, überall, wo der Zauber der Tonkunst die Herzen gefangen nimmt, wird das Andenken an den 100. Geburtstag Franz Schuberts gefeiert, besonders in Österreich und allen voran in Wien, dessen großer Sohn der Gefeierte war. Aber auch der Lehrerstand hat nicht nur die Berechtigung, sondern die besondere Verpflichtung, sich der allgemeinen Begeisterung anzuschließen, gieng Schubert doch aus diesem Stande hervor. Franz Schubert wurde nämlich den 31. Jänner 1797 als der dritte Sohn eines Schullehrers bei der Pfarre zu den heil, elf Nothhelfern in der Vorstadt Lichtenthal in Wien geboren. Die Familie stammte ursprünglich aus Österreichisch-Schlesien. Der Vater kam schon in jungen Jahren nach Wien, war zuerst Gehilfe und dann Lehrer an der Schule in der obgenannten Pfarre, heiratete schon im Alter von 19 Jahren, bekam 14 Kinder, von denen jedoch nur fünf am Leben blieben, und in zweiter Ehe noch fünf. Den ersten Musikunterricht erhielt Schubert bei seinem Vater in der Violine und von seinem ältesten Bruder im Clavier, worauf er als siebenjähriger Knabe in die Singschule in Lichtenthal eintrat. Ein Tischlergeselle soll ihn in die Technik des Clavier-baues eingeweiht haben. Dank seiner schönen Sopranstimme wurde der musikalisch so reich begabte Knabe in das Convict der kaiserlichen Hofkapelle aufgenommen. Da seine Lehrer alsbald erkannten, dass sie dem Knaben nichts mehr beibringen konnten, was er zu ihrer Verwunderung noch nicht gewusst hätte, übernahm Salieri seine weitere Ausbildung. Auch er war voll Verwunderung über des Knaben geniale Leichtigkeit der Auffassung und die schon jetzt üppig quellende Gestaltungskraft desselben, von dem er sich äußerte: «Der kann alles», «er ist ein Genie». Der damals elfjährige Knabe componierte bereits Lieder, Messen, Opern, Streichquartette. Schubert trat im 13. Lebensjahre aus dem Convicte aus, wandte sich nun der Schulthätigkeit zu und übernahm die Stelle eines Gehilfen in der Schule seines Vaters, in der er durch drei Jahre die ABC-Schüler von Lichtenthal unterrichtete. Bekannt ist das Schicksal der Bewerbung Schuberts um die damals ausgeschriebene Stelle eines Musiklehrers an der deutschen Normalschule in Laibach im Jahre 1815, welches Edward Samhaber in seinem Festgedichte der Schubertfeier unserer Kammermusik in humorvoller Weise mit den Worten schildert: Ein Rieglein schoben sie vor das Thor Und zogen ihm einen anderen vor. Diese Thatsache mag um des musikalischen Rufes unserer Altvordern willen bedauert werden, dass aber Schuberts Genie in den kleinen Verhältnissen einer Provinzstadt nicht die Anregung gefunden hätte, die die Großstadt bietet, ist kaum zu bezweifeln, und er hätte wahrscheinlich Laibacli in nicht zu langer Zeit wieder verlassen; hat er doch, obwohl in kümmerlichen Verhältnissen lebend, eine ihm aiigebotene Kapelhneister-stellung mit 1200 fl. Gehalt, um sich seine Freiheit zu wahren, ausgeschlagen. Es gelang ihm überhaupt nie, sich eine seine Existenz sichernde Anstellung zu verschaffen, oder wollte er dies nicht. Er trat aus der Schule aus und verlegte sich nun ganz auf die Musik, die ihm jedoch nur kargen Lohn brachte. Er fand Freunde, die, in Erkenntnis seiner hohen Bedeutung als Tönemeister, ihn materiell unterstützten und ihm die Wege zum Ruhme ebneten. Er wurde von musikliebenden Wienern den musikalischen Abenden zugezogen und feierte so durch seine Compositionen wahre Triumphe. In der That gab es wohl wenige Künstler von der Fruchtbarkeit Schuberts. Die Zahl seiner Werke rundet ein volles Tausend, und in diesen sind alle Kunstformen vertreten: Opern (deren eine, «Die Verschworenen», im philharmonischen Concerte bei der Schubertfeier zur Aufführung gelangte), Symphonien, Messen, Cantaten, Oratorien, Streichquartette, Clavierpiecen, Chöre und Lieder, und aus allen diesen Werken quillt originelle Erfindung, Melodienreichthum, wahres und ungekünsteltes Empfinden, vollendetes Beherrschen der musikalischen Technik in wunderbarer Weise hervor. Alles, was ihn innerlich und äußerlich anregte, wurde bei ihm zur Musik. Doch war ihm der lyrische Ausdruck musikalischer Gedanken näher liegend als der dramatische. Und darin liegt wohl der ohnegleichen dastehende Erfolg seiner Lieder, die ihm für sich allein schon die Unsterblichkeit gesichert hätten, denn man kann Schubert wohl als den Schöpfer der Kunstform des Liedes bezeichnen. Wo gäbe es Menschen, die seine Lieder nicht sangen oder kannten, wo den Concertsaal, in dessen Programmen seine Lieder nicht auftauchten? Wer kennt nicht seine Lieder: Erlkönig, Der Wanderer, Am Meere, die Müllerlieder, die Winterreise, und wie sie alle heißen, diese echten Perlen musikalischer Dichtkunst! Leider schloss sich der liederreiche Mund zu schnell für die Tonkunst, er starb, 31 Jahre alt, schon am 19. November 1828. Grillparzer gab diesem Gedanken auf der Grabschrift, die er für Schuberts Grabstein verfasste, mit den Worten Ausdruck : Der Tod begrub hier einen reichen Besitz, Aber noch schönere Hoffnungen. Und so schließen wir diese kurze Skizze mit den Worten Niggli’s: Nachzugrübeln, was er noch hätte erreichen können, führt zu nichts. Er hat genug gethan, und gepriesen sei, wer, wie er gestrebt und vollendet. Zur GrescMclite der deutschen Grammatik. Nach einem Vortrage, gehalten im Zweigvereine Laibach des Allg. deutschen Sprachvereines von Dr. Fr. Riedl. (Fortsetzung.) An Schottelius schließt sich der große Philosoph Gott fr. Willi. Leibnitz an (1646 bis 1716). Sein Interesse für die deutsche Sprache hieng mit seinen philosophischen und geschichtlichen Studien zusammen; mit den philosophischen insoferne, als er sich durch seine Ansicht über den Ursprung der Sprache im Gegensätze zu dem Engländer Locke befand. Dieser nämlich nahm an, dass die Sprache aus willkürlich gewählten Zeichen bestehe, welche keine Beziehung zu den ausgedrückten Dingen hätten und lediglich durch Übereinkommen festgesetzt worden seien, während Leibnitz einen inneren Zusammenhang ahnte und ihn in der Schallnachahmung zu finden glaubte. Außerdem erhoffte er von einer gründlichen Sprachforschung Aufhellung der ältesten Völkerverhältnisse, insbesondere derjenigen der Deutschen. In seiner 1680 verfassten Ermahnung an die Teutschen, ihren Verstand und Sprache besser zu üben, ist er ein eifriger Vertreter des Schottelius. Solange die Deutschen nicht ihre Sprache in den Wissenschaften und «Hauptmaterien» selbst üben, sei keine Verbesserung der deutschen Sprache zu erhoffen. Dies sei auch das einzige Mittel, sie bei den Ausländern in Wert und Achtung zu bringen und die undeutsch gesinnten Deutschen endlich beschämt zu machen. Sein Beispiel und das des Schottelius wirkte nach und nach, wenn er auch, der allgemeinen Zeitrichtung der Gelehrten folgend, die meisten seiner Werke in lateinischer oder französischer Sprache geschrieben hat. Im Jahre 1688 kündigte Christian Thomasius in Leipzig seine Universitätsvorlesungen in deutscher Sprache an, und bald ließen sich auch andere Gelehrte im Sinne des Thomasius zugunsten der deutschen Sprache vernehmen. Insbesondere folgten auch einige Hallische Gelehrte seinem Beispiele. Das Hauptwerk des Leibnitz führt den Titel: Unvorgreiflich e Gedanken, betreffend die Ausübung und Verbesserung der deutschen Sprache, wahrscheinlich 1697 verfasst. Er erweist sich hier, wie Schmarsov in seinem Aufsatze «Leibnitz und Schottelius» (Quellen und Forschungen, 23) nachgewiesen hat, nicht als selbständiger Arbeiter und Forscher, sondern er hat seinen Vorgänger Schottelius beträchtlich ausgezogen. Ihm eigen sind aber die Gedanken und Vorschläge über die Sammlung des deutschen Sprachschatzes. Er schlägt drei Wörterbücher vor: eines für allgemein gebrauchte Wörter, ein zweites für technische Ausdrücke, also ein Fremdwörterbuch, und endlich ein Glossarium etymologicum, ein etymologisches Wörterbuch, worin der Sprachschatz geschichtlich zu erklären sei. Er hält es nicht für ausreichend, dass einzelne sich um die Sprachwissenschaft bemühen und sie tiefer zu begründen und zu erweitern streben, sondern er verlangt, indem er vor Augen hatte, was in Frankreich von der Akademie geschehen ist, dass auch ein Verein deutscher Gelehrter die Sprache in ihrem ganzen Umfange erforsche und mit Berücksichtigung ihrer örtlichen und zeitlichen Verschiedenheiten, ihrer mundartlichen Gestaltungen, ihrer älteren und ältesten Formen. Der auf diese Weise gesammelte und verarbeitete Stoff solle in den drei genannten Wörterbüchern aufgenommen werden. Bedeutender als Leibnitz ist Daniel Georg Morhof, einer der größten Vielwisser seiner Zeit. Er ist 1639 zu Wismar geboren, war zuerst Professor der Poesie in Rostock, dann nach Reisen durch England und Holland, wo er den berühmten Sprachgelehrten Franciscus Junius kennen lernte, Professor in Kiel. Er starb auf der Rückkehr von einer Badereise in Lübeck im Jahre 1691. Sein bedeutendstes sprachliches Werk führt den Titel: Unterricht von der deutschen Sprache und Poesie (herausgegeben zuerst in Kiel im Jahre 1682). Es enthält drei Theile. Der erste Theil handelt von der deutschen Sprache überhaupt, der zweite «von der Teutschen Poeterey Ursprung und Fortgang», ist also wesentlich eine Literaturgeschichte, der dritte «von der Teutschen Poeterey an ihr selbst», ist also eine Poetik. So enthält Morhofs Werk also eine deutsche Grammatik, Literaturgeschichte und Poetik. Auch Morhof lehnt sich an Schottelius an und benutzte wahrscheinlich auch das Etymologicum anglicanum des Franciscus Junius in der Handschrift, da es schon 1665 geschrieben, aber noch nicht gedruckt war. In seinen Etymologien findet sich ein Fortschritt gegenüber Schottelius, insoferne er die wichtige Erkenntnis aussprach, dass vollkommene Gleichheit und Übereinstimmung der Wörter verschiedener Sprachen verdächtig sei. Eine solche Gleichheit könne nur der Zufall mit sich gebracht haben oder der Umstand, dass die betreffenden Wörter der anderen Sprache entlehnt seien. Kalt klinge z. B. dem lateinischen calidus ganz ähnlich, und doch seien beide Wörter nicht verwandt. Er beobachtet ferner, dass sich gewisse Lautübergänge zwischen dem Griechischen und Lateinischen einerseits und dem Deutschen anderseits vorfinden. Auch gelangt er zur wichtigen Erkenntnis, dass die Consonanten fester in dem Spraehbaue verharren als die Vocale, dass es bei Vergleichungen also mehr aut erstere ankomme. Er stellt auch verschiedene Vergleiche an. So vergleicht er das deutsche Wort Halm mit dem lateinischen calamus. Die Ähnlichkeit beider Wörter, nicht ihre Gleichheit, zeige, dass das deutsche Wort nicht etwa der lateinischen Sprache entlehnt sei, sondern dass beide Wörter unverwandt seien, ebenso hortus und Gast, hoedus und G eiss u. a. m. Er stellt also zuerst den Wechsel zwischen k und h im Griechischen und Lateinischen einerseits und dem Deutschen anderseits fest. Er ist demnach der ersten oder germanischen Lautverschiebung auf der Spur, ohne jedoch zu ihrer vollständigen Erkenntnis zu gelangen. Diese drei genannten Männer, Schottelius, Leibnitz und Morhof, waren in Deutschland die hervorragendsten Vertreter der grammatikalischen Studien in diesem Zeitabschnitte. (Fortsetzung folgt.) Aus Stadt und Land. Veränderungen im Lehrstande. Ernannt wurden: für die zweite Lehrstelle in Trebelno der provisorische Lehrer daselbst, Herr Julius Slapšak; zum definitiven Lehrer an der ein-classigen Volksschule in Zalog der provisorische Lehrer Herr Jakob Slapar; zum definitiven Lehrer an der einelassigen Volksschule in Safnitz der provisorische Lehrer Herr Michael Kos; für die zweite Lehrstelle an der Volksschule in Ratschach der definitive Lehrer an der dritten Lehrstelle daselbst, Herr Franz Ivane; für die zweite Lehrstelle in St. Cantian die provisorische Lehrerin daselbst, Fräulein Maria Baudek; für die zweite Lehrstelle, in St. Margarethen die provisorische Lehrerin Fräulein Mathilde Saje; zum definitiven Oberlehrer an der Schule in Heil. Kreuz bei Landstraß der bisherige provisorische Leiter dieser Schule, Herr Karl Kaliger. Aus dem Stadtschulrathe. In Ausführung des Landesschulraths-Erlasses, betreffend die obligatorische Einführung des Slovenischen an öffentlichen städtischen deutschen Volksschulen in Krain, beginnend mit der dritten Schulelasse, wurde die Zahl der wöchentlichen Stunden normiert und gleichzeitig beschlossen, die betreffenden Schulleitungen aufzufordern, die geänderten Stundenpläne für die dritte Classe sofort, das Verzeichnis der von diesem Unterrichte zu befreienden Schüler, bezw. Schülerinnen, aber bis 1. Februar d. J. vorzulegen. Die Gesuche zweier städtischer Lehrer um eine Geldanshilfe wurden befürwortet. Der Lehrerin Johanna Praprotnik an der städtischen achtclassigeu Mädchen-Volksschule wurde die zweite Dienstalterszulage zuerkannt. Der Bericht des k. k. Bezirksschulinspectors Prof. F. Levee über die luspection des gewerblichen Vorbereitungscurses an der ersten städtischen fünfclassigen Knaben-Volkssehule wurde zur Kenntnis genommen. Zwei mit demselben in Verbindung stehende Anträge wurden angenommen und die Vorlage des Berichtes an den k. k. Landesschulrath behufs Genehmigung beschlossen. Schließlich wurden noch zwei Disciplinarfälle und drei innere Angelegenheiten der Erledigung zugeführt. Beihilfe aus Landesmitteln. Über Ansuchen der Schulleitung des Lichtenthurn’sche'u Mädchen-Waisenhauses hat der krainische Landtag die Jahres-Subvention auf 600 fl. erhöht. Außerdem wurde der genannten Anstalt, ein außerordentlicher Beitrag von 1200 fl. , zahlbar in drei Jahresraten, zum Schulhausbaue bewilligt Neuer Bezirksschulinspector. Der provisorische Hauptlehrer an der k. k. Lehrerinnen-Bildungsanstalt in Laibach, Herr Johann Benda, wurde zum Bezirksschulinspector für die deutschen Schulen des Stadtschulbezirkes Laibach, für die Bürgerschule in Gurkfeld und die deutschen Schulen in Weißenfels, Domschale, Josefsthal und Görtschach ernannt. Städtische Schulbezirke. Da sich die bisherige Art der Zuweisung der Schulkinder an einzelne Gemeindeschulen Laibachs infolge der wachsenden Zahl derselben als mangelhaft erweist, beabsichtigt man, die Stadt in drei bis vier bestimmte Schulbezirke einzutheilen, um so der Überfüllung einer oder der anderen Schule vorzubeugen. Aus dem Landtage. In der fünften Sitzung des krainisehen Landtages vom 6. d. M. berichtete Abgeordneter V i š n i k a r namens des Finanzausschusses über den Rechnungsabschluss des krainisehen Lehrer-Pensionsfonds für das Jahr 1895. Den Ausgaben von 29 682 fl. steht eine Bedeckung von 10.479 fl. gegenüber, in Vergleichung mit dem Voranschlag betrug das Erfordernis weniger um 964 fl., das Vermögen betrug 32.212 fl. und hat sich um 114 fl. vermindert. Der Rechnungsabschluss wurde genehmigt. Derselbe Abgeordnete berichtete über den Rechnungsabschluss des Normalschulfonds für das Jahr 1895. Die Ausgaben betrugen 355.967 fl., die Bedeckung 172.941 fl., das Erfordernis betrug gegen den Voranschlag weniger um 3376 fl. Das reine Vermögen weist 91 600 11 aus Der Rechnungsabschluss erhielt die Genehmigung. In der Sitzung vom 10. d. M. berichtete der genannte Abgeordnete über den Voranschlag des Lehrer-Pensionsfonds für das Jahr 1897. Das Erfordernis mit 32.651 fl. bei einer Bedeckung von 10.628 fl. und einem Abgänge von 22.023 fl., der aus dem Landesfonde zu decken ist, wird angenommen. Ein neues städtisches Mädchenschulgebände, das zweistöckig und modern eingerichtet werden soll, wird im laufenden Jahre, wie verlautet, an Stelle der landschaftlichen Gebäude auf dem St. Jakobsplatz erstehen. Ans der slovenischen Lehrerschaft. Im Schoße der slovenischen Lehrerschaft Krains zeigt sich seit einigen Monaten eine Bewegung, die geeignet ist, lebhaftes Interesse auch bei der deutschen Lehrerschaft des Landes, ja des Reiches zu erwecken. Manches, was mit den Herzen eng verwachsen schien, stirbt ab, größere, frischere Ideen ringen nach Durchbruch und Verwirklichung, kurz, es kocht und brodelt wie in einem richtigen Hexenkessel. Die Bestrebungen, welche darauf hinausgehen, einer alten versinkenden Weltanschauung in unseren Kreisen den letzten Stoß zu geben und eine Herrschaft zu brechen, die vielleicht einmal nicht ganz unberechtigt war, heute aber nicht mehr am Platze ist, verdichten sich in der Leitung des Laibacher slovenischen Lehrervereines und seines Organs, des «Učiteljski Tovariš». Das genannte Fachblatt, welches das Bild des Marburger Bischofs Slomšek an der Stirne trägt, hat vor kurzem die Dittes’schen Worte: «Nicht abwärts, noch rückwärts, sondern aufwärts und vorwärts!» zu seinem Leib- und Leitspruch gemacht und mit achtenswertem Muthe den Clericalen offen den Fehdehandschuh hingeworfen. Der freisinnige Tlieil der slovenischen Lehrerschaft hat seine Kräfte mobilisiert, und er hat auch, wenn wir uns nicht täuschen, in seinem Bestreben, den Collegen die Augen zu öffnen und dem Volke die langentwöhnten Licht- und Freiheitsquellen zu erschließen, bereits einige Erfolge errungen. Die Wortführer der rückschrittlichen Partei verbeißen ihren Ärger nur mühsam hinter einem witzig sein sollenden Spotte über die Tovariš-Partei mit dem «steifen Genick», welche die «schwarzen Wolken», die sich über dem krainisehen Lehrerstande gesammelt, «verscheuchen» und sich nicht mehr zum «blinden Werkzeug» in den Händen der Clerisei erniedrigen wolle. Wir fürchten aber, der Hohn wird bald verstummen: wenn es sich um eine Bewegung handelt, welche den Zweck hat, das geistige und moralische Niveau des Volkes zu heben, dann ist Spott und Verhöhnung nicht der rechte Damm, die Flut aufzuhalten. Auch mit Verleumdung und Angeberei — ein Rösslein. das unsere schwarze Garde gar so gerne reitet —• wird man kaum das Auslangen finden. Wir haben keinen besonderen Anlass, unsere Stimme in das nicht immer wohltönende Concert, das über die Schule in den slovenischen Blättern von Lehrern und Nichtlehrern angestimmt wird, zu mischen, aber wir müssten lügen, wollten wir sagen, dass wir das Mündigwerden unserer slovenischen Collegen nicht mit aufrichtiger Freude verfolgt haben. Vor einer Lehrerschaft, welche die wahre Freiheit liebt, von fester Entschlossenheit beseelt ist und ihre Sache mit Entschiedenheit vertritt, nehmen wir, auch wenn sie im anderen nationalen Lager steht, jederzeit achtungsvoll den Hut ab. Davon vermag uns auch die Verwarnung, welche dem slovenischen Lehrervereine kürzlich von der Landesregierung zutheil geworden ist, nicht abzuhalten Lang genug bat es gedauert, bis unsere slovenischen Standesgenossen aus dem Schlafe erwachten und ein frischerer Windhauch in unser Land einzog, das auch in dem Sinne ein Land der Wunder war, weil der Geist, der in der österreichischen Lehrerschaft weht, fast unvermerkt an seinen Grenzen vorüberzuschweben schien! Jetzt ist auch über die slovenische Lehrerwelt eine Brise jener Morgenluft hingefahren, welche wir deutschen Lehrer schon vor 25 Jahren verspürt haben, und wenn man ernstlich nachholen will, was man verschlafen, dann wird es bald auch in Krain eine Lust sein zu leben; denn — um mit dem wackeren Hutten zu reden — «die Geister sind erwacht!» Zum Baue des neuen Gymnasiums. Über Einschreiten des Stadtmagistrates fand behufs Feststellung der allfälligen Eignung des Grundes, auf dem der «Fürstenhof» stand, für den Bau des neuen Gymnasialgebäudes am 5. d. M. eine commissionelle Erhebung statt. Wie wir vernehmen, hat sich die Mehrheit nicht für den in Rede stehenden Bauplatz ausgesprochen. Abgewiesene Beschwerde. Der Verwaltungs-Gerichtshof hat die Beschwerde der Stadtgemeinde Stein (Krain) wider das Ministerium für Cultus und Unterricht wegen Annullierung der Wahlen in den Ortsschulrath abgewiesen. Die beschwerdeführende Gemeinde hatte sich bei ihrem Einsprüche darauf berufen, dass nicht alle diesem Schulbezirke eingeschulten Gemeinden zur Wahl zugelassen wurden. Selbstmord. In Laibach hat sich am 2. d. M. der gewesene Supplent am sloveniseheu Untergymnasium in Cilli, Herr Johann Bernik, mittelst eines Kevolverschusses entleibt. Als Grund des Selbstmordes wird drückende Nothlage angegeben. Sanitäres. In Innerkrain trat in letzter Zeit der Scharlach seuchenartig auf. So musste in Vraböe, Bezirk Adelsberg, der Schulunterricht unterbrochen werden. — Scharlach und Typhus wütheten in den Gemeinden Alten markt und Radence des Tschernembler Bezirkes. Desgleichen wird aus den Ortschaften Vigaun, Zgoš und Polič, Bezirk Radmannsdorf, das Auftreten des Typhus gemeldet. In Niederdorf, politischer Bezirk Gottschee, erkrankten zahlreiche Schulkinder an Keuchhusten, weshalb die Schule zeitweilig gesperrt wurde. Über unser Blatt. An die Mittheilung, dass die Grazer «Pädagogische Zeitschrift» ihren 30. und die «Laibacher Schulzeitung» ihren 25. Jahrgang antrat, fügt die «Freie Schulzeitung» die Bemerkung: «Beide Blätter können mit Freude auf ihre lange Wirksamkeit im Interesse der Lehrerschaft und des fortschrittlichen Schulwesens zurückblicken » Ärgerliches. Wie verlautet, soll in Laibach der Venus Vulgivaga ein Heim eingerichtet werden. Darob gibt es bei einem Theile der Bevölkerung (besonders der geweihten und weiblichen) große Entrüstung; und weil über Zweckmäßigkeit und sittlichen Wert einer solchen Einrichtung die Meinungen stark auseinandergehen, wird man dies nicht unbegreiflich finden. Taktlos aber und ärgerniserregend muss es genannt werden, wenn man auf den Bogen, mittelst welcher man Unterschriften für eine Protestkundgebung in dieser Angelegenheit sammelt, Volks- und Mittelschüler im Alter von 9 bis 12 Jahren mitunterschreiben lässt. So ist es geschehen, wie Schreiber dieser Zeilen mit eigenen Augen sah. Birkenreisig, Birkenreisig!-----------Aber nicht den Kindern, sondern den Alten! — — Erdbeben. Am 17. Jänner um 9 Uhr 25 Minuten abends und am 2. Februar um halb 1 Uhr nachts wurden nach längerer Ruhepause in Laibach wieder ziemlich heftige Erdstöße, begleitet von starkem unterirdischen Getöse, wahrgenommeu. Auch am 22 Jänner um 9 Uhr 4 Minuten abends wurde eine schwache Erdbewegung, wenn auch nicht allgemein, verspürt. Die unerwünschten Erinnerungen an eine überstandene schlimme Zeit verursachten wohl einigen Schrecken, aber keinerlei Beunruhigung. Das kommt davon! Der Schüler Andreas Högler der vierten Gymnasialclasse in Gottschee ist seit drei Wochen verschollen. Verschiedene Umstände lassen darauf schließen, dass er seinen Weg nach Brasilien nahm. Dem thatendurstigen Bürschchen haben es die Indianergeschichten an-gethan, die von ihm mit großer Gier verschlungen wurden. Rundschau. Niederösterreich. Ein neuer Schulgesetz-Entwurf der «Christlich-Socialen» erblickte am 25. v. M. im niederösterreichischen Landtage das Licht der Welt. Derselbe trägt den Namen des Abgeordneten Vergani und verlangt im wesentlichen nachstehende Abänderungen des geltenden Yolksschulgesetzes: Der Schulunterricht währt nur bis zum vollendeten 13. Lebensjahre. Im letzten Schuljahre soll der Unterricht in den Wintermonaten obligatorisch sein und die landwirtschaftliche, beziehungsweise gewerbliche Volksbildung zum Gegenstände haben. Der wöchentliche Ferialtag hat, wenn ein Feiertag in der Woche ist, zu entfallen. In Volksschulen des flachen Landes, zu welchen Ortschaften eingeschult sind, die mindestens eine halbe Gehstunde vom Schulorte entfernt sind, ist nach Thunlichkeit der Halbtagsunterricht mit verlängerten Unterrichtsstunden einzuführen. Hebung der religiös-sittlichen Erziehung der Kinder. Aufhebung des § 24 der Schul- und Unterrichtsordnung und Schaffung strenger Disciplinarmittel zur Aufrechthaltung der Ordnung in der Schule. Hebung des Sprach- und Rechenunterrichtes in der Volksschule, Auflassung der Realien als selbständiger Unterrichtsgegenstände. Einschränkung des Lehrstoffes an den Bürgerschulen, Abschaffung überflüssiger Lehrtexte. Zurückweisung der unreifen Schüler aus den Bürger- und Mittelschulen. Strenge Prüfungen in den Lehrerseminaren. Einführung gleicher und einheitlicher Lehrbücher für sämmtliche Volks-, Bürger- und Mittelschulen. Trennung der Schüler nach Con- fessionen. An Mädchenschulen sollen nur Lehrerinnen angestellt werden. Bei gemischten Schulen dürfen die Lehrerinnen nur in den zwei ersten Classen der Volksschulen beschäftigt werden Sobald eine Lehrerin sich verheiratet, muss sie ihrer Stellung entsagen. An allen Volksschulen soll ein Sonntag-Nachmittagsunterricht für landwirtschaftliche, beziehungsweise gewerbliche Volksbildung eingerichtet werden, welcher von den keine Schule, mehr besuchenden Kindern im 14. und 15. Lebensjahre besucht werden muss. — Ein schwärzerer Pudel ist nicht oft durch eine Landstube gelaufen. Hoffentlich wird man ihn in die dunkle Ecke zurückjagen, aus der er gekrochen ist. Oberösterreich. Die Hetze der clericalen Partei gegen die freisinnige Lehrerschaft des Landes ob der Enns dauert fort. Zunächst will man nach bewährten Mustern auch in diesem Lande dem bestehenden gesetzestreuen und festgeeinten Lehrervereine einen clericalen Lehrerverein entgegenstellen. Zu dem Zwecke hat man eine Anzahl von Lehrern ausfindig gemacht, die sich bereit finden ließen, das Banner des Landes-Lehrervereins zu verlassen und eine Bresche in den altbewährten Vereinsbau zu schießen. Schlauerweise wird diese Acfion, wie alle derartigen, als im Interesse der Religion und des Katholicismus gelegen dargestellt und die gesinnungstreue Lehrerschaft beim Volke nach Kräften als «socialistisch» und «atheistisch» verschrien. «Atheistisch« nennt man sie, weil sie nicht Messner- und Küsterdienste leisten wollen, und «socialistisch», weil sie das Betteln endlich satt haben und fordern, was ihnen von reehtswegen gebürt: dass man ihnen nicht Hungerlöhne zahle, die Nachtwächter und Wäscherinnen zurückweisen müssten, dass man sie nicht in Schulden verkommen lasse. Wie die «Zeitschrift des Öberösterreichischen Lehrervereins» und andere Schulblätter mittheilen, hat Dr. Ebenhoch an sämmtliche Pfarrämter ein Rundschreiben gerichtet, in welchem die Pfarrvorsteher ersucht werden: 1.) Dr. Ebenhoch und einige ihm gleichgesinnte Abgeordnete bei den Lehrern als deren wohlwollende Freunde und Wohlthäter darzustellen (0 sancta simplicitasl); 2.) die beigeschlossene Kundgebung von den Lehrpersonen unterschreiben zu lassen; jedoch soll der Pfarrer diese Kundgebung nur dort vorlegen, wo auf Verschwiegenheit und Erfolg sicher gerechnet werden kann; 3.) die ganze Sache und auch die Namen der Unterzeichner vorläufig noch geheim zu halten, weil durch ein vorzeitiges Veröffentlichen das Unternehmen leicht scheitern könnte, während beim Einhalten dieser drei Foiderungen 70 Unterschriften leicht erzielt und so der angestrebte «katholische» (lies: dermale) Lehrerverein erreicht werden könnte. Das Schriftstück, das in seiner vorsichtigen Fassung ein wahres Meisterstück jesuitischer Stilistik sein soll, bringt auch zum Ausdrucke, dass die Lehrer die Nothlage des Bauern- und Gewerbestandes vollkommen anerkennen und eine Aufbesserung ihrer Bezüge nur dann erwarten, wenn die Umlage nicht erhöht zu werden braucht und überhaupt die beiden früher genannten Stände einen gewissen Wohlstand erreicht haben werden. — Einer Abgesandtschaft von Lehrern gegenüber, die küi-zlich bei Dr. Ebe nhoch in Angelegenheit der Gehaltsregulierung vorsprach, soll dieser merkwürdige Lehrerfreund seine Geneigtheit, etwas für die Besserstellung der Lehrer zu thun, ausgesprochen haben, wenn es gelinge, die radicalen Elemente unter der Lehrerschaft zurückzudrängen und deren Wirken unmöglich zu machen. — Wir haben von der Lehrerschaft Oberösterreichs eine viel zu gute Meinung, als dass wir glauben können, was das dermale «Linzer Volksblatt» letzthin meldete, dass bereits eine Liste von 160 Lehrpersonen Oberösterreichs die Judasrolle übernommen hätten, den oben angeführten Aufruf zu unterschreiben. In einem weiteren Begleitschreiben Dr. Ebenhochs, dessen Wortlaut die «Fr. Schulzeitung» mittheilt, spricht derselbe die Hoffnung aus, dass die Gründung eines katholischen Lehrervereins für Oberösterreich bald gelingen werde. Alle diese Rundschreiben, welche die edle Aufgabe verfolgen, die oberösterreichische Lehrerschaft zu spalten, werden ganz heimlich in den Pfarrhöfen eolportiert. Ein feines, altes Wahrwort sagt: «Schlangen schleichen, Tauben fliegen.» Steiermark. (Wieder ein clericaler Vorstoß.) In der Sitzung des steiermärkischen Landtages vom 29. v. M. hat der Abgeordnete Karlen abermals seine bekannten Schulanträge eingebracht, diesmal in «veränderter und verbesserter» Auflage. Der erste und zweite Antrag Karlons verlangen die Einführung eines Schulgeldes. Alle jene Eltern, die ihre Kinder in die öffentlichen Volksschulen schicken, ohne zur Deckung der Volksschulkosten etwas beizutragen, sind verpflichtet, für jedes ihrer Kinder, so lange es die Volksschule besucht, ein bestimmtes Schulgeld zu zahlen. Eine theilweise oder gänzliche Befreiung auf Grund theilweiser oder gänzlicher Mittellosigkeit. kann über Antrag des Ortsschulrathes vom Landesausschusse bewilligt werden. Der dritte der Karlon’schen Gesetzentwürfe verlangt die Errichtung zweier Gattungen von Volksschulen: Elementarschulen und No r m a 1 s c h u 1 en. Für die ersteren soll die sechsjährige Schulpflicht mit einem einmal wöchentlich, und zwar halbtägig zu ertheilenden Wiederholungsunterrichte, für die Normalschulen die achtjährige Schulpflicht vorgeschrieben werden. Ob eine Schule als Normalschule eiuzurichten ist, bestimmt der Ortsschulratli mit Beipflieht des Landesscbulrathes. — Die Anträge welche mit der sechsjährigen Schulpflicht die Volksbildung erheblich herabmindern, zum mindesten eine bedenkliche Ungleichartigkeit des Unterrichtes herheiführen würden und durch die Einführung des Schulgeldes tausend Verdrießlichkeiten mit sich bringen müssten, verdienen die Bekämpfung, die ihren Vorgängern zutheil geworden ist. Böhmen. In Böhmen hält sowohl die deutsche als auch die tschechische Lehrerschaft in ihrer weitaus überwiegenden Mehrheit an ihrer fortschrittlichen Gesinnung fest. Der dermalen Partei ist dies natürlich ein Dorn im Auge, und sie arbeitet ebenso still als rastlos dai-auf hin, in den freisinnigen Lehrstand eine Bresche zu legen. In drei Gegenden (Tabor, Königgrätz, Hainspach) wurde au die Gründung dermaler Lehrervereine geschritten, aber, wie es den Anschein hat, ohne nennenswerten Erfolg. An dem letztgenannten Orte hat ein Herr Franz Appelt, der bis zu seinem 53. Lebensjahre als unvollständig geprüfter Supplent von einer Mittelschule zur anderen wauderte und schließlich in einer böhmischen Bürgerschule eine rettende Insel gefunden hat, sich dazu hergegeben, ein Verräther der Neuschule zu werden und die Vorarbeiten zur Gründung eines «katholischen» Lehrervereins zu übernehmen. In allen diesen neuaufgeschossenen Vereinsgebilden findet man natürlich mehr Geistliche als wirkliche Lehrer. In Königgrätz liegt die Gründung des dermalen Kampfvereins in den Händen eines Dechants. Übrigens ist die Entrüstung über diese volksbeglückenden Gründungen in allen Lehrerkreisen Böhmens groß, und von der Strammheit der deutschen wie der tschechischen Lehrerschaft des Landes lässt sich wohl erwarten, dass sie sich gegen das geplante Attentat zu wehren wissen wird. An der Unterstützung seitens der Bevölkerung fehlt es unseren wackeren Collegen nicht. — Vertreter des deutschen und tschechischen Landes-Lehrervereins von Böhmen überreichten jüngst Sr. Excellenz dem Unterrichtsminister eine Denkschrift, bezweckend die Errichtung von Fortbildungscursen für Lehrer an den Landes-Hochschuleu. Der Minister erkannte diese Bestrebungen als berechtigt an und versprach die Denkschrift eingehend zu prüfen und die ausgesprochenen einmüthigen Wünsche der Lehrerschaft nach Möglichkeit zu erfüllen. Auch die Landesschulbehörde und die Universitätslehrer bringen der Sache reges Interesse entgegen. Siebenbürgen. (Gefährdetes Schulblatt). Der «Schul- und Kirchenbote». das einzige deutsche Schulblatt in der ungarischen Keichshälfte, droht einzugehen. Der Verleger, Buchhändler Zeidner in Kronstadt, schließt einen die Sachlage erklärenden Aufruf mit den Worten: «Indem ich die säumigen P. T. Abonnenten auch auf diesem Wege um baldige Einsendung der Bestell-gehür ersuche, erlaube ich mir mitzutheilen, dass das weitere Erscheinen des ,Boten* von dem Erfolge dieser meiner Bitte abhängen wird.» Wien. (Massenentlassung von Lehrern und Protestversammlunge n.) Große Erregung hat unter der Wiener. Lehrerschaft eine Verfügung des niederösterreichischen Landesscbulrathes vom 31 Jänner 1. J. hervorgerufen, laut welcher alle an Volks- und Bürgerschulen in Verwendung stehenden provisorischen Lehrkräfte (provisorische Unterlehrer und Unterlehrerinnen, Substituten und Substitutionen) und alle an Bürgerschulen in provisorischer Verwendung stehenden definitiven Volksschullehrkräfte, welche sich nicht im Besitze von Decreten befinden, mit Ende Jänner 1897 ihrer Dienstleistung an den betreffenden Schulen enthoben und gleichzeitig ihre Bemunerationen und Zulagen eingestellt werden. Im niederösterreichischen Landtage wie im Gemeinderathe wurden Interpellationen in dieser Sache eingetwacht, welche eingehende Darstellungen dieser Maßnahme durch den Statthalter und den Bürgermeister verlangten. Den Stadtrath kostete es nicht wenig Mühe, Öl in die hochgehenden Wogen der Entrüstung zu gießen. Fast einem Rückzüge sieht der Beschluss ähnlich, den die genannte Körperschaft in der Sitzung vom 10. d. M. gefasst hat, wonach die erledigten definitiven Lehrstellen bis zu ihrer definitiven Besetzung nicht nach dem Substitutionsnormale behandelt werden sollen Ferner sollen alle jene provisorischen Lehrer, welche bis zum 31. Jänner d. J. mit 600 fl., beziehungsweise mit 400 fl., angestellt waren, bis zum 15. September d. J. den Gehalt als Remuneration erhalten. — In einer am 4. d. M. stattgefundenen Versammlung der Bezirkssection IV des Wiener Central-Lehrervereins sprach Oberlehrer Katschinka über das Verhalten der gegenwärtigen Gemeinderathmehrheit in Schulfragen. Der Obmann, Lehrer Knopf, unterzog den Antrag Vergani einer vernichtenden Kritik und befürwortete folgende Entschließung: «Die Versammlung bezeichnet den Schulantrag des Abgeordneten Vergani als ein schlaues Machwerk der österreichischen Clericalen, welches darauf berechnet ist, ihnen durch systematische Volksverdummung einen für ihre Herrschgelüste geeigneten Boden zu schaffen. Die Versammlung erkennt in der Erweiterung der Volksbildung eines der wichtigsten Mittel, dem Volke die Verbesserung seiner wirtschaftlichen Lage zu ermöglichen. Die Lehrerschaft wird jederzeit Angriffen auf die Schule und die Volksbildung in schärfster Weise entgegen treten und dabei stets im Vereine mit allen jenen Vorgehen, welche dasselbe Ziel verfolgen.» Der Antrag wurde einhellig zum Beschlüsse erhoben. — Gegen die V ergan i’schen Schulanträge und die Angriffe der Cleriealen gegen Schule und Lehrer überhaupt veranstaltete auch dev social-politische Verein in Wien am 12. d. M im großen Musikvereinssaale eine öffentliche Vereinsversammlung, die sich zu einer imposanten Kundgebung gegen die Wühlereien der Cleriealen gegen Schule und Lehrerschaft gestaltete. Dr. W o 1 f f-E p p i n ge r , Dr. Ofner, Professor Philippovich, Bürgerschullehrer H oh ensi n ne r, Übungslehrer Jordan, Lehrer Knopf u. a. sprachen glut- und markvolle Worte gegen die rückläufigen Bewegungen auf dem Gebiete des Schulwesens. Zum Schlüsse gelangte eine Resolution zur Annahme, in der es heißt, dass die Cleriealen nicht zum Wohle des Volkes, sondern zur Knechtung und Fesselung des Volksgeistes gewirkt haben. In der Schule müsse der Geist der Liebe und Duldung, nicht der des Hasses und der Unduldsamkeit herrschen. * * * Preußen. Das neue Lehrerbesoldungsgesetz ist im Abgeordnetenhause nunmehr glücklich unter Dach und Fach gebracht. Es bleibt bei dem Grundgehalte von 900 Mark und neun Alterszulagen von 100 Mark nach je drei Jahren. In der dritten Lesung wurden nur ein paar unwesentliche Änderungen vorgenommen. So wurde der auf Antrag des Abgeordneten Rickert angenommene Zusatz, wonach dem Lehrer schriftlich die Gründe für die Verweigerung der Alterszulagen angegeben werden sollen, aufrecht erhalten. Weiters wurde ein Antrag angenommen, der den Lehrern die Anrechnung ihrer Dienstzeit sichert, die sie an den Präparandenanstalten zugebracht haben, welche vertragsmäßig die Vorbereitung von Zöglingen für die staatlichen Lehrer-Bildungsanstalten übernommen haben. Zwei Anträge, wonach die Anrechnung der im Privatdienste verbrachten Zeit bis zum Höchstausmaße von zehn Jahren zulässig erklärt und den Lehrern die Möglichkeit gegeben wird, bei der bisherigen Ordnung ihrer Gehälter zu bleiben, fanden ebenfalls Annahme. Sachsen. Nach einer Verordnung des Cultusministeriums ist sämmtlichen Lehrerseminaren des Königreiches Sachsen die Ausstellung des Berechtigungsscheines zum Einjährig-Freiwilligendienst zugestanden worden. Elsass-Lothringen. Mehrere größere Städte der Reichslaude, wie Metz, Straßburg, Mülhausen, Weißenburg, Wasselnheim und andere, haben in letzter Zeit das Schulgeld in den Volksschulen abgeschafft. Diese löbliche Einrichtung wird manche Klage armer Familien verstummen machen. Thüringen. Wie die «Allgemeine deutsche Lehrerzeitung» meldet, ist die Aufhebung des Schulgeldes an den städtischen Schulen von Eisenach im Gemeinderathe mit großer Mehrheit beschlossen worden Der entsprechende Antrag wurde von freisinniger Seite gestellt. IvJIa.nnlg'faltlg'es. Zahl der Schulen in den europäischen Ländern. Während in den Vereinigten Staaten Nordamerikas durchschnittlich bereits 210 Bewohner ihre Schule haben, kommt eine solche in Norwegen auf je 270, in der Schweiz auf 366, in Schweden auf 443, in Frankreich auf 473, in Italien auf 546, in Spanien auf 560, in Dänemark auf 727, im Deutschen Reiche auf 826, in Portugal auf 848, in den Niederlanden auf 1015, in Belgien auf 1070, in Großbritannien auf 1203, in Griechenland auf 1245, in Österreich auf 1 350, in Rumänien auf 754. in Bulgarien auf 1784, in Russland auf 2196, in Serbien auf 3115 Bewohner. Wie man sieht, theilen wir mit Russland und den rückständigsten Balkanländern den traurigen Ruhm, zu den schulärmsten Reichen Europas zu zählen. Von der Fachpresse. Die im 37. Jahrgange stehende, bestbekannte Wiener pädagogische Fachzeitschrift «Die Volksschule» (Leiter: Anton Katschinka), die bisher als Wochenblatt erschien, wird von Neujahr an nur dreimal im Monate ausgegeben, und zwar am 1., 10. und 20. — Die «Freie Lehrerstimme» hat schon wieder einen anderen Schriftleiter. Emil Wollner ist sein Name. — In der Bukowina erscheint seit 1. Jänner 1. J. als ein neues Fachblatt die «Bukowiner Lehrer stimme». Dieselbe ist das Organ des im November v. J. gegründeten Bukowiner Landes-Lehrerbundes und will ein Einigungsband der Lehrer des Buchenländcheus werden. Das Blatt erscheint einmal monatlich und wird von K. Dubensky, Lehrer in Czernowitz, geleitet. Es bringt Aufsätze in deutscher, rutheniseher und rumänischer Sprache. — Seit Neujahr wird ferner von der Lehrerin Marianne Nigg in Korneuburg eine Zeitschrift unter dem Titel «FTauen-Handarbeit» herausgegeben. Die erste Nummer bringt nebst Aufsätzen auch Vorlagen für Stickerei und Häkelarbeiten. Deutsch und deutlich. Eine Gemeindebehörde in der oberen Maingegend hat eine Bekanntmachung erlassen, die wörtlich folgendermaßen lautet: «Den Familienvätern zur Beachtung! Der Schulunterricht ist auf den 15. October festgesetzt. Bei dieser Gelegenheit richtet das Gemeindecollegium an die Eltern die Mahnung, ihre Kinder vom ersten Tage an in die Schule zu schicken und sie den Besuch der Classen ohne Unterbrechung fortsetzen zu lassen. Nur der Anfang ist schwer, nachher geht es ganz von selber. Es gibt schon genug Schafsköpfe unter Euch und anderwärts, als dass diese Nothwendigkeit vorläge, deren Zahl noch zu vermehren. Merkt also wohl auf, ein- für allemal, und vergesst nie, dass Eure Kinder ohne eifrigen Schulbesuch nichts anderes werden können als Esel. Man lasse sich das gesagt sein. Für das Collegium: X.» Gegen den Vogelmassenmord. Die Centralleitung des Österreichischen Bundes der Vogelfreunde hat eine große Action eingeleitet, die das weitgehendste Interesse aller Einsichtsvollen verdient. Die Vereinigung wird demnächst dem Keichsrathe zu Wien eine Massenpetition unterbreiten. in der sie um Erlass eines strengen Vogelschutzgesetzes bittet und ersucht, es möge veranlasst werden, dass ein solches Vogelschutzgesetz für alle Kronländer ohne Ausnahme, also auch für Tirol, Dalmatien und Istrien, Geltung erlange. In der Petition wird mit vollem Rechte darauf hingewiesen, welch ungeheuerer Vortheil den Culturen durch die Thätigkeit unserer kleinen gefiederten Freunde erwächst, dass diese die besten und billigsten Hilfsarbeiter des Landmannes im Kampfe gegen das Ungeziefer bilden, ohne dieselben die Ernte um Milliarden geschmälert wird und ohne sie unsere Nadelwaldungen einer Katastrophe entgegengehen. Vollkommen berechtigt ist der Hinweis, dass es aller Logik und allem Gerechtigkeitsgefühl widerspricht, wenn die hoch-cultivierten nördlichen Kronländer die Vernichtung der für unsere Culturen so nothwendigen Vögel noch länger ruhig mitansehen sollen, bloß weil es in den minder cultivierten südlichen Kronländern der Monarchie einer Handvoll mordlustiger oder arbeitsscheuer Menschen gefällt, jährlich eine Million Vögel zu erwürgen. Die nützlichsten unserer Vögel, wie Tannenmeisen und Goldhähnchen, kosten im Süden durchschnittlich einen bis zwei Kreuzer, während sich für uns Nordländer bei der durch die zunehmende Entholzung gebotenen Errichtung von Nistkästchen, von denen eines sechzig Kreuzer kostet und nur einige Jahre dauert, ein Vogel auf fünf Kreuzer stellt. Wir wären bei solcher Vogelpflege weit eher zu der Logik berechtigt: wir opfern für die Vögel große Summen und wollen sie beim lustigen Mahle verzehren. Bei solcher Logik würde aber den Südländern, die wegen des Vogelfanges die Pflege ihrer Weingärten und sonstigen Culturen vernachlässigen, nichts als das leere Nachsehen verbleiben. Die Petition des bereits 6000 Mitglieder umfassenden Bundes schließt mit den Worten: «Das hohe Haus wird im Namen zahlreicher Petenten gebeten, a) ein den Schutz der nützlichen Vögel bezweckendes Reichsgesetz zu beschließen, in welchem alle zur wirksamen Verfolgung dieses Zweckes erforderlichen Einzelheiten aufgenommen sind; b) die diesen Zweck nur unvollkommen erfüllenden Landesgesetze außer Geltung zu bringen ; c) die sämmtlichen Kronländer (Tirol, Istrien und Dalmatien inbegriffen) zur Beschließung von Landesgesetzen zu veranlassen, welche den Grundsätzen des Reichsgesetzes zum Schutze der nützlichen Vögel strenge entsprechen. — Nur auf dem Wege der dem hohen Reichsrathe zustehenden Machtbefugnis lässt sich die Abstellung dieses öffentlichen, Millionen empörenden Ärgernisses erhoffen.» — Da ohne einen Eingriff des Reichsrathes in der That unser ganzer Vogelschutz und unsere ganze Pflege nur eine Ironie ist und wir dermalen unsere unschätzbaren Sänger nur füttern, hegen und pflegen, damit die Istrianer, Südtiroler und Dalmatiner um so eher zu fangen und zu essen haben, wäre es wünschenswert, wenn sich unsere ganze nordische Bevölkerung der Petition anschlösse, wie ein Mann aufstände und der gerechten Bitte deshalb beim Reichsrathe den entsprechenden Nachdruck verliehe. Ein Bogen zum Einzeichnen des Namens erliegt bei der Leitung unseres Blattes; weitere Bogen zum Unterschriftensammeln können vom Secretariate des Österreichischen Bundes der Vogelfreunde in Graz, Körblergasse 40, verlangt werden Wer also Unterschriften für die Petition sammeln will, wende sich baldigst an die genannte Adresse, er wird ein gutes Werk unterstützen, dem National-Wohlstande und unseren Gärtnern und Landleuten einen großen Dienst erweisen. Classenübervölkerung. Die Arbeiterpartei in Österreich fordert in ihrem Programm bekanntlich für 30 Schüler schon einen Lehrer. Dass wir von solchen idealen Verhältnissen noch weit, sehr weit entfernt sind, zeigt folgende Statistik. Nach Prof. Hi ck m an n beti'ägt die Durchschnittszahl der Schüler in einer Classe in Dalmatien 46 — der größere Theil der schulpflichtigen Kinder besucht in diesem Lande eben keine Schule! — Tirol und Vorarlberg 53, Böhmen 70, Mähren und Schlesien 77, Niederösterreich 79, Oberösterreich und Salzburg 88, Steiermark, Kärnten und Krain 90, Küstenland 93, Galizien und Bukowina 120. In acht Ländern ist es also Regel, dass einem Lehrer weit mehr als 80 Schüler aufgebürdet werden, obschon das Reichs-Volksschulgesetz die klare Bestimmung enthält, dass in einer Classe höchstens 80 Schüler unterrichtet werden dürfen. Asiatische Zustände herrschen in dieser Beziehung in Galizien, wo Classen mit 150 und mehr Kindern nicht zu den Seltenheiten gehören Bücher-, Lehrmittel- und Zeitungsschau. Geographisches Namenbuch. Erklärung geographischer Namen nebst Aussprachebezeichnung von Edmund Oppermann, Schulinspector in Braunschweig. Hannover, Verlag von Karl Meyer (Prior), 1896. Preis: geh. 2 Mk , gcb. 2 Mk. 25 Pfg. — Ein im besten Sinne praktisches, d. h. für die Zwecke und Bedürfnisse der Schule zugeschnittenes und aus reicher Erfahrung geschöpftes Buch, das jedem Geographielehrer hochwillkommene Dienste thun wird und ganz darnach an-gethan ist, den Beweis zu erbringen, dass auch der erdkundliche Eigenname nicht leerer Schall ist, sondern als Ausfluss der geistigen Eigenart der Völker und Zeiten «die Culturstufe und Cultur-richtung der verschiedenen Volksherde» abspiegelt. Die Toponomastik oder geographische Namenkunde ist im letzten Halbjahrhunderte durch methodische Werke, wie die grundlegenden Arbeiten eines Förstemann, Flechia und Miklosieh riesig gefördert worden und durch das großartige Meisterwerk des kürzlich verstorbenen Schweizers E. Egli («Nomina geographica», Sprach-und Sacherklärung von 42.000 geographischen Namen aller Erdräume. Zürich, zweite Auflage 1893) zu einer ungeahnten Stufe der Vollendung emporgestiegen. Auf diesen Quellenschriften fußend und aus Präparationen für die Geographiestunde erwachsen, will das Büchlein dem Geographielehrer die Vorbereitung erleichtern. Deshalb ist der Stoff nicht in alphabetischer Folge, sondern nach Ländern angeordnet worden. Sehr zu billigen ist das Verfahren, dass in allen Fällen, wo die Erklärung einwandfrei ist, neben der Deutung auch die Ableitung geboten wird; wo dieselbe mehrdeutig ist, wurden die begründetsten Ansichten angeführt; zweifelhafte Etymologien werden durch ein Fragezeichen als solche gekennzeichnet. In Fassung der Erklärungen und Auswahl der Namen ist das Buch eine tüchtige Arbeit; nur wenige irgendwie bedeutsamere Namen, die in den verbreiteteren Schulgeographien und Leitfäden erwähnt werden, sind unberücksichtigt geblieben. Für Schreibung und Aussprache sind die von der Hirt’sehen Commission (d. h. von den Verfassern und Herausgebern weitverbreiteter erdkundlicher Schulbücher) vereinbarten Grundsätze maßgebend gewesen; für die Aussprache der niederländischen, spanischen, italienischen, englischen, slavischen, magyarischen Namen bietet das Buch ausgiebige Winke. Auf feinere Abschattung der fremden Laute ist mit Recht verzichtet worden Der Fleiß und die Mühe, denen sich der Verfasser bei diesem dankbaren Lehrbehelfe unterzogen, verdienen volle Anerkennung. Wenn auch hie und da falsche Schreibungen mit unterlaufen (so Baskiden Seite 74, Adamella u. a.) und manche unhaltbare Deutung noch Platz gefunden hat, ist doch nicht zu leugnen, dass die Angaben Oppermanns die obenerwähnte Sorgfalt erkennen lassen. Beim Herzogthum Steiermark vermisst mau ungern eine Namendeutung von Graz und Cilli. Auch die krainische Hauptstadt ist im Buche nicht zu finden. Von den bei «Krain» dazugefügten Ableitungen kann die erste entfallen, die zweite: «von dem serbischen kraj = Grenze» ist genauer zu fassen. Der Triglav hat nicht drei «zuckerhutähnliche» Spitzen Bei «Theresienstadt» ist der zweite Zusatz widersinnig. Er gehört wohl zum folgenden Stadtnamen, ist aber auch dort mehr als entbehrlich. Mit diesen Ausstellungen will ich den Wert des «Namenbuches» keineswegs herabsetzen. Es ist ein nettes Büchlein, das verdient, dass es viele Freunde finde und diesen recht ans Herz wachse — sch. Deutscher Kalender für Krain auf das Gemeinjahr 1897, zugleich Adress- und Auskunftsbuch. Herausgegeben vom Betriebsdirector Simon Ri eger in St. Anna in Oberkrain. Zehnter Jahrgang. Verlag von lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach. Preis 1 K. — Der Kalender trägt die Marke «für Krain», könnte jedoch auf Grund seines diesmal mehrfach erweiterten Inhaltes auch für Kärnten Geltung haben. Den üblichen kalendarischen Abtheiluugeu (Postbestimmungen, Stempel-Scala, Ziehungen, Jahrmärkte, Taufnamen-Verzeichnis u. s. w.) folgt ein 56 Blattseiten umfassendes «Adressbuch», welches uns auch über die Lehrerschaft und den Clerus Krains Auskunft gibt. Leider liegt in dieser Zusammenstellung noch immer mancher alte Mangel, der es ob seiner mit- unter verletzenden Seite verschuldet, dass man da und dort den Kalender ablehnte. So gehört beispielsweise die hiesige Zugförderungs-Section der Südbahn an die Spitze der betreffenden A.b-theilung des Adressbuches, denn der Zugförderungs- oder Maschineninspector ist der höchste Südbahnbeamte Krains und auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Auch dem Verkehrs-Controlor des Verkehrsinspectorats gebürt in der Personalstands Abtheilung der Station Laibach der erste Platz in der Rubrik «Verkehr». Wie. die Mitglieder des Lehrkörpers der k. k. Lehrer-Bildungsanstalt aufeinander zu folgen haben, besagt der im Jahre 1876 erschienene, vom damaligen verdienstvollen Landesschulinspector R. Pirker zusammengestellte «Schematismus der Volksschulen Krains» und die behördlichen Namensanführungen; im vorliegenden Kalender erscheinen jedoch den k. k. Übungslehrern (die man überdies mit Vorliebe als «Übungsschullehrer» bezeichnet, als redete man auch von Musikschul- und anderen Schullehrern) der Turnlehrer und der Musiklehrer vorangestellt. Das Publicum wird sich doch endlich gewöhnen müssen, auch mit den Lehrerbildnern der «praktischen Seite» der Lehrer-Bildungsanstalten zu rechnen. Wir hoffen in der Folge auch in diesem Theile des Kalenders der erwünschten Genauigkeit zu begegnen. Diese Genauigkeit könnte sich selbst auf die Schreibung einzelner Ortsnamen erstrecken, in denen nichts eine seit Jahren beliebte Lautverengung (z. B. in der Ortsbezeichnung Lengenfeld statt Längenfeld) rechtfertigt. — Mit Wärme schreibt Prof. Hintner über den edlen Schweizer J. H. Pestalozzi — ein Aufsatz, welchen die Lehrerschaft mit Vergnügen lesen wird. Nicht minderes Gefallen dürften die weiteren Artikel finden, insbesondere «Altes Recht» (historische Erzählung aus dem Gottscheer Bauern stand), «Die Spielleute im deutschen Mittelalter» (von Prof. A. Wallner in Laibach). «Das Brot in alter und neuer Zeit» (von Prof. Dr. Jos Binder in Laibach), «Über die Mittel zur Erhaltung des Deutschthums in Österreich» (von L. Jahne), «Kärntens Herzogstuhl», 'Erinnerungen an das fünfte deutsche Sängerfest in Stuttgart» (von Prof. Dr. Jos. Binder), «Ein Beitrag zur Lösung der Triester Eisenbahnfrage» (vom Herausgeber) u. s. w. Im kärntnischen Gedichte «Di Fraimonslukn» (das Freimannsloch am Südabhange des Königstuhles ober dem Bauernbade Karl, dem höchstliegenden unserer Monarchie) erinnert manches an den obersteirischen Dialect; so finden sich die Wörter «aft» und «gwest» in keinem genau abgefassten kärntnischen Idiotikon. Die «Jahres-Rückschau» müssen wir hinnehmen, wie sie in Wien zusammengestellt wird, obgleich uns manches daraus gar nicht anheimeln kann. — Da der Reinertrag dieses Kalenderunternehmens der Errichtung eines Studentenheims in Gottschee gilt, thut jeder wohl daran, wenn er zur Verbreitung dieses reichhaltigen Kalenders nach Thunlichkeit beiträgt. —i— Einläufe: Österreichische Volksschulzustände. Ein Wort an das Volk und seine Lehrer. Von Adolf Mößler. Wien, Brand, 1897. Preis: 30 kr. Der Lebensgang Jesu nach dem Evangelium Johannis, angeschlossen an eine Übersicht über die alttestamentliehe Prophetie. Von G. Erfurth und A. Zetzsche. Leipzig, Dürr, 1897. Preis: 1 Mk. 60 Pf. Die revidierte (durchgesehene) Bibel und ihr Gebrauch in der Volksschule während der Zeit des Übergangs. Von J. W. Leimbach. Leipzig, Dürr, 1897. Preis: 1 Mk. 40 Pf. Orthographische Dictierübungen für Schule und Haus. Von M. Ha bemal. III. Heft (4 Schulj), 2. verb. Aufl. Freiburg im Br., Herder, 1896. Preis: 24 kr. Die Österreichisch-Ungarische Monarchie. Von Prof. Dr. Friedr. Umlauft. 3. Aufl. 13. bis 16. Lieferung. Wien, Pest und Leipzig, Hartlebens Verlag. Preis der Lieferung: 30 kr. Der heutige Stand des Rechenunterrichtes in der Volksschule. Von Dr Gries mann. Leipzig, Dürr, 1897. Preis: 80 Pf. Aufgaben für das mündliche und schriftliche Rechnen an Knaben-Bürgerschulen. Von Job. Nagi. I. Heft. 3. verb. Aufl. Wien und Prag, Tcmpsky. 1897. Preis: geb. 80 h. Mehr Kenntnisse! Weniger Zeit! Ein Vorschlag zur Neubildung unserer Schule. Von Arthur Schulz. Berlin, Heinrich, 1897. Preis: 60 Pf. Geschichte der modernen Polizei. Von Paul Kampffmeyer. Heft 1. Berlin, Baake. Preis des Heftes : 20 Pf. Vollständig in 25 Heften. Der Clericalismus in seiner Stellung zur Gesellschaft und zu den politischen Parteien der Jetztzeit. Dem Kärntner Landtag gewidmet von einem Freigesinnten. Klagenfurt, Bertschinger, 1897. Stern der Jugend. Illustr. Zeitschrift zur Bildung von Geist und Herz. Herausgegeben von Dr Job. Praxmarer. 4. Jahrg. I. Heft. Donauwörth, Auer. Preis: halbjährl. 2 Mk. Die diesjährige Hauptversammlung des Krainisclien Lehrervereins findet Sonntag, den 7. März 1. J., um 10 Uhr vorm, im Lehrzimmer Nr. IV des Realschulgebäudes statt. Die Tagesordnung umfasst: 1.) Den Thätigkeitsbericht, 2.) den Cassabeiiclit, 3.) die Neuwald des Ausschusses, 4.) etwaige freie Anträge. Amtliche Lehrstellen-Ausschreibungen. An der einclassigen Volksschule in Dobove, Gerichtsbezirk Ratschach bei Steinbrück, gelangt die Leiter- und Lehrerstelle mit dem Jahresgehalte von 450 fl., Functionszulage 30 fl und Quartiergeld 80 fl. zur Besetzung. Die gehörig instruierten Gesuche sind im vorgeschriebenen Dienstwege bis kuhi 28. Februar 1897 hieramts einzubringen. K. k. Bezirksschulrat!! Gurkfeld am 18. Jänner 1897 An der vierclassigen Volksschule in Ratschach bei Steinbrück gelangt die dritte Lehrstelle mit dem Jahresgehalte von 500 fl., eventuell die vierte Lehrstelle mit dem Jahresgehalte von 450 fl. zur definitiven oder provisorischen Besetzung. Bewerber um diese Stelle haben ihre ordnungsmäßig instruierten Gesuche im vorgeschriebenen Dienstwege bis 28. Februar 1897 hieramts einzubringen. K. k. Bezirksschulrath Gurkfeld am 28. Jänner 1897. An der dreiclassigen Volksschule (mit einer Parallelabtheilung) in Maselbach hei Gurkfeld gelangt die dritte Lehrstelle mit dem Jahresgehalte von 450 fl. zur definitiven oder provisorischen Besetzung. Bewerber um diese Stelle haben ihre ordnungsmäßig instruierten Gesuche im vorgeschriebenen Dienstwege bis 6. März 1897 hieramts einzubringen. K. k. Bezirksschulrath Gurkfeld am 3. Februar 1897. An der Volksschule in St. Oantian in Unterkrain gelangt die neucreierte 3. Lehrstelle mit den Bezügen von 450 fl. jährlich zur definitiven oder provisorischen Besetzung. Die gehörig instruierten Gesuche sind im vorgeschriebenen Dienstwege bis 15. März 1897 hieramts zu überreichen. K. k. Bezirksschulrath Gurkfeld am 10. Februar 1897. Das Zahlenspiel. Eine nützliche Unterhaltung für die lernende Jugend von Josef Höf’er, Oberlehrer in St. Martin bei VVeitra. 100 zumeist mit Bildern versehene Karten nebst einem erläuternden Spielbuch in einer schön ausgestatteten Schachtel. Dieses vom Verfasser dem Lehrerhaus-Verein in Wien gewidmete geistvolle und auf pädagogischen Grundsätzen beruhende Spiel behandelt Dinge des Wissens aus verschiedenen Unterrichtsgebieten unserer Volksschule und bezweckt die Wiederholung und nachhaltige Einprägung der von dei Jugend erworbenen Kenntnisse, aber in höchst anregender und unterhaltender Weise, so dass es die Lernlust der Kinder weckt und ihnen über manche Schwierigkeit im Lernen spielend hinweghilft; auch wird durch dasselbe das Interesse des Elternhauses an der Schule gefördert und gehoben. Möge dieses Werk, welches vorzüglich geeignet ist. unserer geistig überbürdeten Jugend in einer pädagogisch unanfechtbaren Weise von Nutzen zu sein, überall freundliche Aufnahme und warme Empfehlung finden, damit es die geist- und nutzlosen, ja oftmals geradezu schädlichen, weil Unheil stiftenden Spiele zum Heile der Kinder verdränge! Preis 1 fl. 50 kr., mit Zusendung 1 fl. 70 kr. Werte Collegeu mul Kolleginnen! Die Leitung des Lehrerhaus-Vereines erlaubt sich, die nachfolgend bezeichneten Firmen, deren Inhaber Förderer des Lehrerhaus-Vereines sind, zur Besorgung aller Bücher, Zeitschriften, Lehrmittel und Musikalien bestens zu empfehlen. Dass diese Firmen den P. T. Bestellern alle Begünstigungen einräumen, welche überhaupt von Buch- und Musikalienhändlern gewährt werden dürfen, ist selbstverständlich. Anton Reimann, Buchhandlung in Wien, I., Sehwarzenbergstrasse 8. Anton Goll, Musikalienhandlung und Antiquariat in Wien, l, Wollzeile S. Albert Jungmann & C. Lerch, Musikalienhandlung in Wien, (vormals C. A. Spina) I., Augustinerstrasse 8. Stammesgenossen und Freunde der Schule werden höfliehst zum Bezüge dieses Blattes eingeladen! X a;,, .^..x;x„x}x, xtx„x}x ^*. XV xtx »tx »vy ! 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