Wbacher Nr. 26«. si. l>, l,alb,. s>. 5 5(>. still »!» .» l>?r <e. t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem l t. Obersten und ^andls-Gendarmeriecounnandanten Adolf Polivla! Edlri, v. Trrncnsee als Ritter des Ordens der eiser. Nrn Krone dritter Klasse in (Acmäßhcit der Ordens-stalutcil den Rittcrstand allergnädigst zu verleihen geruht. Je. f. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerl,öchsVicsconsul in Trcbinjs, Lnlas Ver-cevich. in Anerkennung seiner bisherigen nsprießlichcn Dienstleistung das Ritterkreuz des Franz Iosrph°Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 16. Novsms'fs d. I. dem Eabinct^oncipistcn Hofsecretär Joseph Kunorat die Bewilligung zur Annahme und zum Tragen des ihm don Sr. Majestät dem Kaiser von Deutschland vcr> ^thci.en lün. prcußischln Kronen Ordens dritter Klasse Ungnädigst zu ertheilen geruht. Der l. l. Handllsminister hat den Ober-Postcontrolor ^"lius Stupcr in Graz zum Obtr.Pcistvrrwalter da» l^bst ernannt. Aichtmntlichel Tbcil. 5>ie affrarijchcn Reformen. VI. Das Bedürfnis von agrarischen Reformen is! all. "n>ein anerkannt. Die fortschreitend sich entwickelnde ^ollswirthschasl im allgemeinen stellt heule ganz andere Anforderungen an die Urproduction und gestaltet der leeren nicht mehr, veraltete BctriebSformcn beizn, bthallln. welche eine große Arbeitskraft, zahlreiche Dienst, boten und viele, wenn auch schllcht genährte Zuglhicre tlheischln, dagegen aber jenem andern Productions->"lor, dem Kapitale, der Anwendung landwirlhjchasl-"cher Maschinen nur geringen Spielraum gewähren Und ei„c hghere Production durch Fruchtwechselwirlh« schaft. veredelte Viehzucht und intensiven Waldbau nicht zulassen. Alle diese Momente find aber bedingt von der Be-seilignng der bisher geschilderten mangelhaften und ver-jlnnmerten Ge,ialtn.ig des Eigentm,ms an Grund und Boden. Das Bedürfnis ^r Einführung tiefgreifender. ,ür die ^and. und Forstwirthschast oortheilhaftcr Ne-formen ist aber auch noch zu keiner Feit so sehr in den Vordergrund getreten wie jetzt. Der Mangel an brauchbaren Nrbeitsträften in der Landwirthjchaft ist im Wachsrn, die Führung der Wirih-schafl wird dadurch immer schwieriger, der Ertrag aus derselben wird »nsichsr und nicht selten durch nicht recht, zeitige oder schlecht geleistete Arbeit lienachlheillgt; die Arbeitslöhne und der Pnis der Materialien stehen höher die Beschaffung des Betriebskapitals ist für den Kand^ Wirth theurer und schwieriger al« je zuvor. Insbesondere leiden „nler den Zrilvsrhältnissen oie kleinen ^andwirlhe, deren in Parzellen zerstückelter Besitz zahlreiche Arbeits. lräste erheischt und üb>rdie« durch dic wachsenden öffent. lichen u.,d Gemeindelaslen einer fast sortschrntenden (int. ^rthung enlgsgcngeht, da er der Concurrenz mit der voigeschrittencn Vandwirthschaft auf arrondierten Ve-fitzungrn nicht mehr gewachsen »st. Die nicht selten bis zur wirklichen Nolhlage ae-flrlgerlcn Bedrängnisse der Kandwirthe treten klar zutage in den stets sich mehrenden Efeculionen landwirthschaft« licher Güter; in dem Wegzüge der landwirthschastlichen Ar. beiter in die Städie, da der Vandwirlh seinen Arbeitern nicht mehr gleiche Mne wie Handel und Inbustr'e be-zahlen kann; in der fortschreilenden Verwüstung aller Waldunaen, die gleichsain den letzlen bisher noch ge< schonten Rest t»e« im Boden steckenden Kapital« bilden; in den völlig uneinbringlich gewordenen großen Rücl< ständen an Steuern und Glmcin^'Umlagen; in der forischreiter.den Veräußerung der Reste oe« im Grund' besitze bestehe den Gcmtindeo!rm0ae.n» ; ln der Eredil« loft^leil, der Verschleuderung de« Biehslande». der Ernte» auf dem i^elde, selbsl r>es Saataute«, und ln anderen zahlreichen Erscheinungen. Dauern unter solchen Ver» haltüissen die au» einer veraltn «ararvelfassuna ttber» toilimenen Uebelstände in ungeschwächler Kr.ft fort und wcrden dieselben noch vermehrt und geschärft durch neu hinzutretende Umstärde, demn muh das Bedürfni« zur Beseitigung jolchcr Hindernlsse dcr allgemelnen Kultur« enlwiclelung auch wt't ställcr al» m der früheren H'it acfühll weiden, un^ darf auch der Staat nicht säume.,, seme Mi'hilfc zu gewährt«, wo die Kräfte der Einzelne» nicht au«r:ichen. An diese Abhilfe appelliert nun das Werk de« l. l. Ministerialralhes Karl Peyrer. Es zerfällt in drei Theile. Im ersten Theile werden die in den osterreichi« schen wandern noch bestehenden agrarischen Uebelstände. nemlich die Gemenglage der Grundstücke, die unge- regelten gemeinschaftlichen Besitz» und Venützungsrechte, wie die Grrvituten in ihrer Entstehung und ihrem der» maligen Bestände; im zweiten Theile abtr die Mittel der Abhilft befprochen; hieran schließt sich als dritter Theil der Entwurf eines Gesetzes über die Auseinander» sstzung, d. h. die Zusammenlegung der Grundstücke, die Ablösung m,o Regulierung gemeinschaftlicher Besitz lind Benutzungsrechte und die Ablösung regulierter Hervi» tuten, sammt Motiven und dem Entwürfe einer Durchführungsverordnung. Wir wünschen, daß diese verdienstlich« Arbeit und die Bestrebungen der Regierung von den legislativen Körperschaften richtig erwogen und gewürdigt und bald auch die Mittel gewahrt werden, welche dieses Reformwerk erheischt! Ocsttlreichijcher Hieichsiath. 207. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 81. November. Bel lsroffmina der Sitzung macht der Prilsident s'tm Hause die Mittheilung, daß er im Auftrage de« Hause« Ihrer Majestät der Kaiserin anlühlich de« Allerhöchsten Nc,men»feste» die Glückwünsche de« Hause« der Abgeordneten unterbreitet habe, welche von Ihrer Majestät huldreichst und mit dem Ausdrucke de« Danle» entgegengenommen wurden. Da« Hau« nimmt diese Mittheilung stehend entgegen. E« verlangt hierauf der Minister de« Innern, Freiherr von Wasser, da« Wort, um den verschiedenen Vorwürfen zu begegnen, welche dem Anlr»ye de« Au« jchusse«. bezüglich der Reform der politischen Verwaltung gemacht wurden. Da« Oemeindegesetz, sagt der Minister, wurde von einer Seite al« fehlerhaft, ven oer anderen al« nn. Mcksella bezeichnet. Redner weift auf die Genest« de« bestehenden Gemeinkeqelstz»« hin und auf die Verhältnisse, welche vor ll> lüdckomuien bestanden, indem es bis zum Jahre _ N«gememt»en in dem heutigen Ginne aar nicht gab. Da« Gemeindegesetz ist eben lein vollkommene«, wit e« überhaupt seltcn vollkommene Dinge in dieser Well gibt. Über der Orundcharalicr unserer Gemeinoeaesetze darf nicht verletzt oder auf^eho. den werden. Dah man Pflichten und Rechte den ? l^s. und Etudlgemeindei! gleichmäßig zuwies, s:i der i^' der begangtn würd . Redner zieht eine Parallele zrm.chci, dem srüheren und jetzigen Zuftanbe und gelangt zu dem Schlüsse, daß e« früher leine«weg« besser gewesen sei wie man gewöhnlich zu glauben geneigt ist. Dem zu un-l gestümen Drängen nach Velbesserung der frühern Zustände entspringen yroßtenthell« die Klagen über die Wirksamkeit der Gemeinden. t auf d«r Barke „Three Brolhers" nach Honolulu ae ^"Nen. Die Kapitäne der vlrnichlllen i^loite sagen in lhrtn, Verichte: ..«l« wir in der Behring.Sce ankamen. '"'den wir sehr viel Ei« unl> fehr rauhe« Welter, s? "'"rden aber nur wenige Wallftsche im Anfange der Sai- 7" gefangen. W>r begannen am l. Juni Wallrosse zu ^en. und die Schlfse, die sich damil befahlen, hallen ^ b so viel, al« lhre güsser zu hallen vermochten. Zwi ^" dem 20. Juli und l^ August arbeilelen sich die sia? ^ "^ btrn Ostufer hlnüi'er, und fobald da« Eis ^ iiffnelt. gingen sit nordwürt« bis Point Barrow. hfl'/-^uli wurde die Barke ..Arctic" vor den Scc> brüt!» ^"' ^ Meilen von der Bucht entfernt, zer. ul. Die Mannschaft rettete sich °n da« User und wurde endlich von der Varle „Onward" an Bord ge-nommen. Gpäler wurden die tteute unler die übrigen Schiffe der flotte verthelll und Eapltän Whitney begab sich an Bold der Barke „Rainbow." Gegen den 1le„ august erreichte die ans 14 schiffen bestehende flotte Poml Barrow. Die ..Northern ^ight" und „Normann" blieben südlich, gaben sich mit dm, WaUrohs«.^ «b und entgingen dem bald darauf erfolgen Unglück. W.r muß. .en mehrtrt male von Point Barrow abhalten da da« Ei» sich am User ana-staut hatte Um 14. «ugnst brach eine Brise v?n Nordcn u"d Nordweslen t>a« El«. Wallft'che erschiene". u"d bald waren allr Sch ffe nord-westlich von Poml Barrow mit dem ftnnge derselben be-schäsli^l. Der Wmt> bllt« von West n>-.ch Norooft bie zur Nach: des ll>. «ui"st. h'erauf b:gann e« van Oll N»rdo,l zu finrinen. «llc Zchlfsl fuhren so nahe an da» Ufer. al« e« möglich war. und walfen Unter, um da« Treinsi« zu vermeiden. Nm Nbend de? I<1. «ugust wurde der Wind hefuaer. und er trieb da« El« an du« Ufer. »id wir alle liefen miler d't Suds-ile „on Poi"» Bar. row, wo wir vier Stunden gesichert w«ren. Aber o » nächsten Moraen sahen wlr un« gewungen. südlich b>« nach Ellp Smith zu fahrcn Der ..Rainbow" und die „Three Brother«' blieben in den nächsten drei Tagen zu Poin» Barrow. Die Wullfische waren am Eap Smilh sehr zahlreich und allt Schiffe waren damil beschäftig,, sit zu fangen. Unlerdcsst" erhob sich der Wi"d vom Msten. wa« une mil Besorgnis erfüllt^. Der Raum. den die Gchiff' tinahmen. «rstreckle sich s'cben oder nHl Meilen von Ufer und lief parallel mit dcm sübwärl« befindliche! ^anbe. und da« Ei« lam immer nüher. «lm 23. bllei der Wind vom Nordwcsten. und alle Schiffe mit Nu«. nähme de« „Rainbow" und der „Three Grolher«", die noch am Point Varrow ankerten, wuroen vom Treibei« umringt und gegen Süden gedrängt. Nachmittag« drehte sich der Wind südöstlich, doch hofften wir noch immer, daß, ehe da« Ei» uns einschlösse, wir ble offene Gee oder wenigstens die Seepferd'Inseln erreichen und dort einen Hufiuch!«hafen finden würden Gegen Sonne»-unleraan^ hielt da« Ei« unsere Hahrt auf. Nm Mor^n de« 24. August herrschte ein dichter Nebel. Um jene Zeit begann sich das schwere Ei» übereinander zu schieben, und dasselbe zog sich der ganzen Küste cullang hin. Etwa zwei Mtllen leewärts lagen alle Schisse in einem offenen Streifen Wasser, zwischen demselben und dem Ufer oer. lor tie „Flora Bell" ihr Ruder, und ft« lief nahe an l.as Ufer und ankerte. Bald wurde sie vom E>« u»' schlössen, und südlich von ihr gerielh ,ln großer Ei'ber» auf den Grund und bildete einen Wellenbrecher, hin'er dem sie laa. Die Varle „Florence" trieb die na» 6°P Smilh und kam unler die Verseile eine» auf ' »eraihenen Eieberge«, welchem Umstände fte ihlt .'. ,1 zu danken Hal. Während de« Nachmittag« schloß da« Packeis die Schiffe „Ioslph ne," „S,. Glory'." .,<3<""'""« V°w^ !and" und lie Bullen „Hllmiba." . ' """ ..Onward" ein, und sie lieben r. " zw'' 'chen den Woo^yarb Resug« «"<""". Da, ^ch'N ..M°-renao' näherte sich mil vollel, Se<, o.er Sch ff«lü"gen dem osst.tn Wasser, al« e« vom Ei« > umszioss^. tv.'rt.e. «l« w.r un» Po>nt «»irow näherten, »wurde die Slromun, ichwacher und zw', Tage lang »l trieben wlr langsam umher. Der „Rainbow" und die 2l5S Oemeinbeoerhältnlsse in den ersten Fünfzigerjahren mit! den heutigen Gemeindezuständen vergleicht. (Bravo!, Rufe: Sehr wahr!) Ein Fehler, der sich in der Gemeinde-Ordnung be. merlbar macht, ist, daß die Funclions^auer der Gemeinde-functionüre eine zu kurze sci. Wollte man, wie es von mancher Seite gewünscht wird, den Ortsgemeinden den übertragenen Wirkungs-kreis wieder nehmen, so degradiert man sie und macht sie zu dem, was sic früher vor dem Inslebentreten der neuen Gcmeinde flössen; die geringe Gunst, welche die deutsche Regierung von jeher solchen Ausstellungen entgegengebracht; die Abneigung der neugewonnenen Reichslande, eine gerade in Paris stattfindende Nusstell,ing zu beschicken; die wirlh-schaftlichc Krise, welche nicht nur Oesterreich, sondern in nicht viel geringerem Maße auch Deutschland verheert und die feiernde Industrie jene« Schaffensmuthes be raubt, dessen sie bedarf, «m in einem solchen Well» kämpfe der Arbeit aller Völker den eigenen P atz wlirdig auszufüllen, und endlich die Erwägung, daß das von allen diesen Wechselfällen trotz der bezahlten fünf Mil« liarden unberührt gebliebene, reichere Frankre'ch ohne vorherige Umfrage den Termin einer neuen WellauS» slellung so nahe geslelll — dies alle« mag viel dazu beigetragen haben, der deutschen RcichSregierung den Aufsehen erregenden Entschluß zu erleichtern, die Theilnahme an der für das zweitnächste Jahr anberaumten Weltausstellung abzulehnen. Ausschlaggebend waren indessen alle diese Beweg' ^ gründe nicht; entscheidend für dic deutsche Reichsregicrung ! mag allein d«.r Ernst der politischen Lage des Wclttheils,! ! die große herannahende internationale Krise gewesen sein. welche die wirtschaftlichen Wehen des Welttheiles in furchtbarer Weise verschärft und die, selbst wenn sie bis zum Frühling des Jahres 1878 ausgefochten sein sollte, den Weltlheil in einen zur Theilnahme an einem so anstrengenden Fricdcnsfeste, wie eine Weltausstellung, wenig günstigen Zustand versttzt haben wird. Eine Weltaus-stellimg hat Sinn und Bedeutung als dic Resultate einer längern Periode des Friedens, der ungestört schaffenden Arbcit, des allgemeinen Wohlergehens, der Eintracht der Völker. Wenn der Bankerott das Geschäfts-leben verwüstet, das Mißtrauen aller Trane«actioncn vereitelt; wenn die Industrie feiert, dic Fabriken stille-stehen und der Markt verödet ist; wenn eine fürchterliche politische Krise den Wclttheil in Spannung und Aufregung erhält, dann fehlt eben die Stimmung und Freude an solchen Festen. Eine vom Kampf erschöpfte Welt, vom Blute dampfende Schlachtfelder, Ereignisse, welche vielleicht berufen sind, die Landkarte Europa's um-zugestaltcn, bilden nicht die richtige Einleitung für dlc pariser Weltausstellung im zweitnächsten Jahre. In den Furchen, die das Jahr 1877 aller Voraussicht nachziehen wird, vermag solche Aussaat nicht zu gedeihen. Die deutsche Ablehnung, welche in Frankreich schöne Ailsstel» lungsträume zerstört, ja die Ausstellung für das anbc» räumte Jahr selbst in Frage stellt, mag dort eine strenge und gereizte Beurtheilung finden; nüchterne Erwägung sber wird diesem Schritte der deutschen Regierung, so herb derselbe erscheint, eine tiefere Begründung, Erkennt-nis der kehren der Erfahrung und vor allem eine weit-greifende Vorsicht nicht abzusprechen vermögen. Tas Friedensbediirfnis Serbiens. Der Telegraph bringt aus Belgrad dic Nach richt, dah die serbi'che Regierung noch im Vaufe dieser ! Woche darüber berathen werde, ob Serbien nach Ablauf de« Waffenstillstandes wieder zum Schwel, greifen müsse oder ob da« neue Jahr die Segnungen de« frieden« über Serbien bringen lönne. Wenn die Regierung des Fürsten Milan daS fernere Schicksal des Bandes ganz al« ! lein „ach den Bedürfnissen des serbischen Volles bestimmen lann, so ist ohne Zweifel ein andauernder friede der Zustand, den sie um jeden Preis anstreben muh. Serbien hat ohne Allianzen und wider den Rath der Großmächte emen Krieg begonnen, der nich! viel glücklicher enden konnte, selbst wenn sich die Milizen lriegstüchtiger und ihre Eammandanten fähiger und energischer erwiesen hallen. Das kleine Furslenthum halle alles auf eine Karte, auf das Gelingen de« erstcn Offensiostoßes gegen einen zwar unvorbereiteten, aber übermächtigen Ocgner gesetzt. Mille August, nach dem Mißlingen dcS Angriffs, war der Krieg gegen Serbien so gut wie entschieden, und was späier geschah, gereichte nich: zum Nützen, nicht zur Ehre des Vandcs. Die russischen Freiwilligen wie andere moralische Unterstützungen Rußlands haben die serbischen Milizen n cht widerstandsfähiger gemacht, die fruchldarsten Gebiete deS Vandes wurden enlröllert, verwüstet, und Jahrzehnte strebsamer, ehrlicher Arbeit werden vergehen musl/n, bis die Wunden gehe>lt sind, aus denen Serbien heute blutet. Das übelberathcne südslaoische Piemont büßt schwer genug die Lchuld der besinnungslosen Oml^ma und befindet sich heule in dem Zustande materieller wie unli »arischer Entlräflung. Nacy solcher Diagnose — schreibt dic „Presse", der wie diesen Artilel entnehmen — muß der Friede für Serbien in Belgrad lebhafter dcnn anderswo als ein Bedürfnis der eigenen Efi»lenz gefühlt werdm. Wen" aber di.- Regierung trotzdem libcr die Opportunity deS Friedens erst berathen will, dann möchten wir annehmen, daß Serbien nicht mehr imstande ist, sein Schicksal selbst zu bestimmen, und daß vielleicht noch nicht da« E 'de selbst-verschuldeter beiden erreicht ist. Auch die Angelegenheiten Serbiens sind nunmehr in das treibende Schwungrad der heraufbeschworenen orientalischen Frage geraihcn. und die nächste Zukunft des ^andcS wird he»tc, mehr denn je, außerhalb seiner Gltnzen entschieden. Die Mis' sion des Senators Marlno? il, des Führers der Ec>n» servativen, an die Höfe oo». Wien und Petersburg bedeutet ohne Zweifel einen erfreulichen Wendepunkt dcr serbischen Polilit, doch spricht gerade die Nothwendigkeit dieser Mission dafür, daß das Ministerium Mlhajlooii Rlstit dcr stürmischen Situation nicht mehr gewachsen und in den bevorstehenden Berathungen über Krieg und Frieden nur mchr von äuß.ren Einflüssen abhängig ist Die Telegramme aus Beigrad spiegeln ganz deutlich die Unsicherheit der nächsten Zulunfl Serbiens wieder, nach dem die Regierung einerjeilS an die Einberufung der Slupschtina zur Friedensarbeil denkt, aldererseit« aber auch die Möglichkeit voraussieht, einen ArmceComman, danlen an die S'elle Tscheinaj fss ernennen zu miissen. Wie auch in nächster Zcil die Würfel für Serbien fal len mö.en oder müsscn, jedenfalls bedeulet die Wieder« erüffnung des serbisch lürll'cheii ilricges den Anfang?' Punkt neuer Verwicklungen und Mißgeschicke. Politische Ucbcrslcht. «llifta«, 22. November. Der deutsche Reichstag nahm in seiner vorgestrigen Sitzung das Gesetz über die Schonzeit für den Robben« fang in dritter ^lsnng unverändert an und verwies den Schulzc.Delitz'schen Gcsetzanlrag über die Abänderung des Oenosscnschaftsgcsetzes an eine vicrzehnglicdrigc EoM' mission. Einem pariser Briefe dcr „Indöpcndance Velae" zufolge gewinnt das Gerücht, daß Jules Timon als Nachfolger Dufaure'S in der Eigenschaft eines EonseilS-Präsidenten in das französische Eabinel treten werde, große Wahrscheinlichkeit. In ihrer vorgestern abends abgehaltenen Versammlung beschloß die italienische Kammcrmajoritül. Crisp« als Candidaten für die Stelle des Kämmn Präsidenten, die Deputierten Spantigali, Dcsanctis und Pnccio"' als ViccpräsidenteN'Eandioaten aufzustellen und der Opp"' sition die Nominierung des vierten Vic - ' >,n a"' heimzugeben — Minister Mclcgari hat ^ i »nidl" an die Vertreter Italiens gerichtet, worin die ilM theilungen der „Kölnischen Zeitung." betreffend die M^' regeln der italienischen Regierung für den Fall des T"dc° des Papstes, als absurde Elfindnng bezeichnet w^"- Die Eonfercnz ist inm von allcn Mächlel', von dcr Pforte sogar bedingungslos, angenommen ur^ ^ scheint, mindestens nach der Reise'Disposilion des Malam* Salisbury, lein Zweifel darüber zu bestehen, dah dieselbe l>o lerung auf der Eonferenz, diese nicht erst abwarten, ^ lonolrn den Krieg vom Zaune brechen dürfte. Die höchst , «usfällige Verschleppung der Demarcaiionsfraqe muß in, "r That die Vermuthung erwecken, daß Rußland für °ue Fälle einen tnnul, dsiij m Bereitschaft halle. Mit dltier Mittheilung stimmt auch eine uns aus Konstan. tmopcl zugehende Meldung überein, daß im russischen votschaftshotel alle für eine eventuelle plötzliche Abreise de« Generals Ignatieff erforderlichen Vorbereitungen ge-! lroffen jeien, und daß auch die russischen Eonsuln in den verschiedenen türli,chen Städten angewiesen seien, sich »ur den Fall, als ihnen die sofortige Abreise anbefohlen würde, bcrclt zu halten. Die russischen Unterthanen in der Türkei werden in diesem Falle wahrscheinlich unter den Schutz dt, italicn'schen Vcrtreimigln gestellt werden." Die Nachrichten übcr die englischen Rüstungcn Md angeblich thcilwcisc übertrieben. Thatsache ist, daß dieAdmnalitüt befahl, die Schiffe ..Invincible." „Hccatc," ..Azincourt." ..Prinz Alberts „Doris," „Hydra" und ..Cyllop" in Dienst zu stellen, ferner drei Holzschiffe >ur Truppentransporte vorzubcreitcii. Ill 2 erbicn ist eine Minislcrlrisis ausgcbrochen. ^schernajcff verlangt dcn (tinlrill ins Cabinet, waS daS Atimslcrium unter Androhung feiner Demission ablehnte. 6s ist begreiflich, daß die serbischen Minister ihre ohne» blcs schwere Verantwortung nicht mit dein russischen "bcnteuier theilen wollen, dessen Verdienste in Serbien höchst zweifelhafter Natur sind. Eagesnemgkeilen. — (Francesconi) Einem Prinotbriese, d.„ die greise Muüer grancesconi'« an einen Freund der Famill.,- «erichl^t. ,si zu flitlxhmtn, baß der Unglückliche bis ,um iii. ^'ebsil0j«t,rr an ber Seile der Müller lebte und sich ihr gegenüber siel« al« ein parier und zesllhlvoller Jüngling" erwie«. «Lr war m>t mir, ^u allen seinen hreunden liebevoll, und mehrere „nler sein>n ^llannttl, schätzten ihn bi« zur Vewuliderung." In ergreisendir ^l'le schildert sie den Vmdruck, den die Schauernachrlchl aus sie. ^ 70ihren Sohn zum vollen OtfilndniS ^llb, und daß sie erlenne, wie er gerade msolge bieser sleguost ^'k Strenge de« Gesetze« Über sich ergehen lassen mllsie. Psycho» l°N'!ch lnlerlssant ifi. doß sie — die Müller — d,e Memung ausspricht, der Nothlaus, an dem er lill, müsse - wit fit die« Vou Nerzlen nehütl hoben »ill — seine '» ,n Wien anwesend sei, bestätigt sich nich«. Dieselbe richllte vielmehr au« Florenz ein Telegiamm in italienischer Oprache an den Ver. lheidiger Dr. Vcmund Singer, dessen Uebelsehailg lautet: -Ich melde die Vnabe de« llaiser» von Oefillteich. Ungar« W mt.nen unglücklichen Sohn Heinrich anflehen.« - I" "N'ttlichltten »reisen wild erzlihll. die Prnizefsm «ar.gnan. ^" derm Diensten ei» Viudei Fiance«coni's ftehl. habe sich mil l'Nem Viltgesuch um Nachsicht der T°de«Nrase an den «a»sli ge. >"l!!det. Die «itle wurde auch bnrch e,n H°ndbillet V,c»or ^Manuel« unlerfillhl. Ü,ne Dame au« Sleyer h°l ,n emem bliest an France«coni die «bsichl lundgegeben, sein Kind und beren Müller in jed« Weise zu unterstützen. Diese« Schreiben Wurde dim »bressaien nach der Hanplverhanblung zugestellt, und " beantworlele e« in einem Vliese, dem wir solgenbe Stellen enlnehmen: „Obwol ich Sie mchl lennr, danle ich Ihnen sllr ^e Theilnahme, welche S,e einem Unglucllichen schenken. und ''"«besondere sUr Ihren sreundl,chen Nntrag in Vezug auf mein üwb und meine Kaoline. Ich habe sie innig geliebl, „nd seil sie Kuller gewoiden ift. liebe ich sie noch we>t mehr. S>e »fi Ihrer Theilnahme werth und ich empsehle sie Ihrem Wohlwollen, klauben Sie mir, mein Herz ist nicht verdorben, weil ich m>ch '" einer unseligen Stunde zu limr that hinreißen ließ, l»,e ich "un gerne ungesaiehen machen wurde. Indem ich Ihnen nochmal« bonte, verbleibe ich Ihr ßsanc,«conl." («n«ft,lll,„n in Philadelphia.) DieGesammtzabl ^ler, welche die Uu«ft,ll»ng in Ph,ladelpt,ia bssucdt haben, ifi ^ 7^.3«!i. Von diesen waren «,0l)5,:j24 zahlende vesncher. Die ^Mnahmen betrugen 3.ttt8,749 D. Duichschniltlich zählte man 6l.b68 tägliche «esucher. - (N u e rochf e n i a g b.) Man schreibl der „N. fr. Pr." : ^etannlllch lomml der im allen German,en einst helmische «uer. °^!e im wilden Zustande iu Luropa nur »och im nördlich,« ^uhlanb vor. Der FUrst von Pleh. der ausgedehnte Vesihungen w't ungeheultn. i» einem 2°mp>er bi» an die rufsisch.polnische ^""ze sich hinziehenden storsten in Obetschlefien besitz!, erhielt ''NN vom «aiser von «.>l,,°nd zwei P°,re «uerochsen zum O,. "lschenl und heg« seilbem diese» sellene Ihier ,n geringer Zahl '° ben unzugänglichsten Wildnissen seiner fiolsten Lben wcgen ^'ler seiner Sellenhe't lann da« Ihiel nicht al« Vegenstand de« lllhilichtn Iagbofrgnllgen« dienen. Vtftlm»ung»olle angelangt, um den gebührenden Fährlohn bat, erhielt er eine ttlchtige Ohrfeig, Der Nuge Fialer, dem die schlechten Zeilen vor Augen zu schweben schienen, bemerlte dem Engländer, daß eine Ohrfeige 5 ft, lost,, worauf aber der Kutscher al« («sgrubsmerlung nichtS weniger al« fech« Ohrfeigen erhielt und jun, Schlüsse mit ein^n «Ichtigen Handschlag den LyÜnder bi» l,ef unter die Ohlm niedergedrulll belam. Der Engländer lehrte mit demselben Wagen nach einftundigem »usenthlllle in den erwähnlen Lolalilllten in seine Wohnung zurück, und bi, Nechulmg tlber 4« st. 50 li. f»r sieben Ohrfeigen, einen Cylinder und zweistündige Fahrt wurde anstand«!»« nebst einem guten Tlinlgelde beglichen. -Lokales. Generalversammlung der l. l. lrainischen Land-wlllyichüflsstejclljchllfl. ^aibach, 22. November. Vorsitzender: Präsident Freiherr Wurzbach von T a n n c n b e r g. Regierungsoertreter: RN. Dr. Ritter v. Schvppl. Anwesend: 40 Mitglieder, darunter der Herr Landeehaupmann Hofralt, Ritter o. Kaltenegger. Der Präsident conslaiiert zunächst die Veschluß. fähigleit der Versammlung, btI.üht den RegierunMer. trlter und ^andeehauptmann und widmet sodann dem verstorbenen Hofiaihe Roth Ritter v. Rothen horst einen warmen Nachruf. (Die Bcrfammlung erhebt sia, zum Heichen des Geileids.) Weilers cheilt der Präsident mit, daß die l. l.Land. wirlhschllflSgescllschaflcn von Wien, Lemberg und Blum, durch ihn, die von Salzbmy und Innebruck duia» Dr. Bleiweis, die „ttociuiH H^ri»" in Görz dur Ritter v. Gut mann st Hal un2 die l. l. ^andwillh. schllflsssefellschafl in ^inz durch F. Scholln,ayer be, der heutigen Versammlung vertreten seien. In cinem Urbcrblictc über die heurige Ernte bezeichnet der Präsident dirsclbe als e,nc sehr schlechte. Die Getreide»Ernte sri cnljchlcdrn schwach, ebenso die deb Weines; Obst sei fast gar leincs erzielt worden, und auch die He.i'Ernte sei mittelmäßig. Der Präsident hofft, die hohe Rrgierung werde, dies bcrückfichligtnd. bei dcr Einbringung dcr Steuern mit Schonung vorgehen. Er konstatiert writers den Rückgang in den landwirthschast» lichen Vcrmögensoerhältmssen, da im Jahre 1K44 das Maximum dcr täglichen Realefecutionen vier bildete, wahrend dasselbe jltzt die Zahl dreißig oft überschreitet. Wenn man nach dcn Gründcu forscht, so muß man sagen, daß dc» ^andmann die landcsjürstlichen Steuern gar nicht bedrücken, wol aber die verschiedenen Zuschläge, welche die Höhe der directen Vleiiern überschreiten. Eine zweite ^ast seien dic Menge Geschäfte, welche twm Staate den Gemeindcil ausssrbürdel werden u»d zn drren Aus» suhrunss die letztere', weder die geistigen „och male» rieUen Krüfle besitzen. Drückend sei auch die Erhaltung der Straßen, welche zumeist dein Kandmanne zur rast falle, Redner empfiehlt den SlraßenauSschüsse» bei nach» lässigen ^andleutcn bezüglich der Leistung des Straßen» robots ein nachsichtigeres Vorgehen, da der Sandmann oft beim bcften Willen seine Arbeit nicht sogleich leisten lönne. Eine weilne Vast für den Vandma^i, sei die Er richlung neuer u„d die Erhaltung der beilehenden Volle» schulen. Odwol jedermann den Wunsch hegl, es möge jedes Kind im ^ande Krain ,'chlciben. Ilsen und icchnen loonen, so sci doch das j tzi^r Vorgehen auf dem Gt' biete des SchulweseüS ein übel stürzte«. Was Iahihun. derte leider versäumt habe«, das lasse sich nich: iu ei.i paar Jahren nachholen. Die Hoffnung, zu einer :ißenen Nckerbauschule zu gelangen, ist leider m weile Ferne gc-rück', darum habe der Eentralausschuß sein Augenmell aus den landwiilhschllftlichen Fottblldun^sul'terrichl in der Vollsschulc gelenkt. Der Voisitzende gibt sodann die dem Lande llrain auf der maiburgcr Weinbau-NuesteUung zutheil aewor' denen Auszeichnungen belam.l und spricht den Vertretern der l l ^andwirthschaflellesellschast. Ritler oon Out« mannsihal, Director Dolenc »ml. Gutsbesitzer N Ogulin, den Da"l der GeseUschafl au«. - Die ihm bllannl gewo,ded des ^anbesausichufsts. welchen beiden er den Danl der Gesellschaft ausjusprcches, beantrage. (Oe. schiehl.) In slooeni scher Sprache betont der Präsident sodann die drohenden Kneqsgtfahren und sagte: der Sandmann vertraue auf Gott und unsern allerMdigslen Kaiser, die zweiftlsolme den Sandmann sHühen werden. Hierauf wird zur Erledigung der Taaesord. nung gejchrilten. I. Dr. Johann »leiwe,« trägt oen Rechen, schaftsbericht des Eentralausschusses vor, welcher genehmigend zur llcnnln« genommen wird. II. Verwalter V ru ß referiert übcr die OeselljchasS. rechnungcn pro l87l> und übcr dcn Voranschlag pro 1^77. Die (ysirllschaslsrlchnung pro I87l> weist an Einnah, '. st. l4 lr.. an Ausgaben Ü77Z si, 10 lr.. dahcr ^, >rest prr 4R) ft. 4 kr. auS. Der Ncliv. vcrn>oglnsstand ' mit Ende des Jahres 1875 im Vclrage von .,.,. - !» 4'i lr. Der Voranschlag für das Jahr 1877 ergibt in den Einnahmen dln Betrag von 4375» st., in dcn Ausgaben den Getrag von 4124 st. 40 kr., so zcigt sich, falls dcr Voranschlag sowol in den Einnahmen als Ausgaben eingehalten wird. mit Ende des Jahres 1677 ein Ueberschuß von 250 fi. 00 lr. Sowol die Gesellschaftsrechnung pro 1Y75 als der Voranschlag pro 1877 werden ohne Debatte genehmigt. U1. Verichle und Antrüge der Filialen ober einzelner Mitglieder. 1. Der Vorstand der ssiliale W i ppach, Director Dolenc, interpelliert den Eenlralausschuß, ob derselbe dcn von der wippachcr Filiale in der letzten Generalversammlung gestellten Antrag wegen Einführung beeideter Weinsensalcn in Vcralhung gezogen habe. Dr. Vleiweis erkalt Namens des Central-ausschufses : Den Antrag der Filiale Wippach wegen Einführung von beeideten We oiel-leicht Statuten entworfen weroen, nach welchen umtat.« wut.»u6>8 ai^ch für K-ain das Institut von Weinsensalen in Ali^riff ge>ommeii weldtn lölinle, welches schließlich in die Verhandlungen des Landtages wird lommen muffen. Herr Ogulin erklärt, da« Institut der beeideten Weinagenten sei beim Wembauconyseh in Marburg ein-ljlhend erüilerl worden, und man habe sich dort für dasselbe erklärt; in den Rheinlanden beslche das Institut c»rr Weinmakler schon längere Zeit und bewähre sich vor» trefflich. Auch für Krain sei selbe« sehr empfehlen», wer'b. Director Dolenc hofft von den jehiaen Nein< sensalen wenig; dieselben seien zumeist den es wol bleiben. Er hofft jedoch, herangezogen werden könnten, die ehrlich lwlgehrn würben. Dr. Älciweis beantragt, es seien die Filialen und Gemcindeoorflände nochmals zu befragen, ob sich das Institut der Weinagrnlen empfehle, erst nachdrm man diese gehört, empfehle es sich, an den Landtag mit einem positiven Gesetzentwürfe heranzutreten. Hr. Ogulin stellt den Zusatzantrag, es mögen sich die Filialen bei Berathung dieser Frage durch Sach< verständige verstärken. Veide Antläge werden angenommen. 2. Der Vorstand der Filiale Wipp ach, Director Dolenc. begründet den zweiten, non der Filiale gestellten Antrag. Redner faat: Das Wippacherthal werde hällfia als das Paradies von Kram bezeichnet, und diese Olzlichnuilg wäre nicht unrichtig, wenn eben das Wip» pacherlhül durch die Bora nicht so viel zu leiben l». -Redner erürlert nun den Schaden, dcn die Voru Feldfrüchtcn und dem Weinbaue zufügt, und findet den lHrund der von Jahr zn Jahr zunehmenden Bora in der Devastation der Wälder. Über nicht genug, daß dieselben durch planloses Aushauen verwüstet werden, habe sich nunmehr in Wippach die Industrie der ^ohe Erzni> gung sehr ausgebreitet, welche die Wälder noch mehr ruiniert. Auch die Ziegen seien gefährliche Feinde des Waldnachwuchses und müssen weggeschafft werden. Um also in dieser Richtung eine Besserung der Verhältnisse zu erlangen, sci, wie dies schon der frühere Bandes. Forstinspector Herr Salzer befürwortet habe. und wie dies in Dalmalien mit gutem Erfolge -ni^ulnl sei, in Ndelsberg für den Vczirk ein Forftc» t zu errichten und dcr Ecntraluusschuß zu dti..,,,,^,!, an die hohe Regierung in diesem Sinne eine Petition zu richten. Hr. Ogulin sieht in der Lohe-Erzeugung leine Gesahr für den Wald. Dieselbe bilde in Hissen. Darmstadt dic Grundlage des Wohlstandes der dortigen Bevölkerung. Der Prüsident bemerkt, die Lohe Erze, wol in Hefsen-Darmstudl am Platze, wo gn bestünde vorhanden sind, nicht aber in Kram und insbesondere in Wlppach. wo man dem Karste durch De-vasticrung immer näher kommt. Bezirlshauptmann Pajl meint, die Ausstellung der Commissariatc werden wenig nützen, und blaut m! >.,, Regierung möge nur das bcstchende vor! gesetz handhaben, bann werde schon Vessels Ai^usscn werden. Forstmeister Seltner sagt, e« sei niebt möglich, da« Forstgeseh zu handhaben, wenn den Behhrden buzu leine Organe zm Verfügung stehen. Dr. Vleiweie »klärt sich für den ««trag Dolenl', unterstützt aber auch nachdrücklich den Antraf, Pajl«. ftorsttllfalor Tchollmayer sagt, es sei Sache dl« Forstinspectors und seiner Organe, welche doch vcr-pflichtet sind. während acht Monaten de« Jahre« da« ^and zu bereisen, für den Schu» der Wälder zu sorgen. Wenn diese ihrer Aufgabe nicht nachkommen wnnlen. d°nn würde er die Err,chtun» eine« Forstcomm'ssllnalt« in »be'.«berg unterstützen. ?....<«' Dolenc spricht d,e Anficht au«, daß mit dem pejorate wenig geholfen sei, die Leistungen be«selt>cn ,c>en sehr gering. In DalmlUltn habt ei. 2158 einziger Forstcommlssär an 1200 Ziegen weggeschaft, das sei ein Resultat. Die Handhabung des Gesetzes sei gewiß dringend nothwendig, wenn selbst der Vauer, der demselben bisher sicherlich nicht freundlich gesinnt war, die strenge Handhabung dringend wünscht. Vel der Abstimmung werden die Anträge Dolenc' und Pajts angenommen. (Schluß folgt) — (Da« kl »ichomt Turlfelb), welche« bi« auf weitere« nur zui Nichung von Fässern ermächtigt ist, wirb mit heutigem läge seine Amtsthätigkeit beginnen. — (Frl. Singer,) die renommierte tragische Lieb« haberin de« wiener «larltheater«, die Her» Director Frihsche für ein kurze« Gastspiel vo» zwei Nbeuden an unserer Vühne gewonnen hat. eröffnet dasselbe heute abends al«: »Andre»," bekanntlich eine ihrer hervorragendsten Rollen. Nach dem im hcurigeu Frühjahre vorangegangenen Gastspiele der Frau Mathes-Röckl in der gleichen Rolle dürfte somit diese Vorstellung für Iheaterfreunde von erhöhtem Interesse sew. Morgen tritt Frl. Singer sodann noch al« ,.S a r a H" in „ Ontel Sam " «uf. Dasselbe ist eine« der n:ueften, auf amerikanischem Voden spielenden Stücke Sardou's, dem die wiener Kritik seinerzeit eine ganz originelle Conception nachrühmte. Vor der ersten Aufführung desselben am wiener Earltheater unternahm Frl. Singer eigens eine Reise nach Pari«, um für die Darftelluna. der „Sarah" daselbst Studien zu «achen, und erzielte damit auch in Wien einen glänzenden Erfolg. — (Unerhört.) Cm unerhörter Vorfall, der, wenn er nn« nicht vo» auth entisch er Seite mitgetheilt würde, uns geradezu unglaublich erscheinen müßte, wird un«, gleichsam in Gr» gänznng unserer nenlichen Notiz über den Todesfall de« Vürgcr» meifter« Vregar, au« Welrelburg berichtet. Letzterer war, wie wir Samstag mittheilten, wenige Stunden nach seiner per Wagen von Großlup au« erfolgten Heimkehr um halb 12 Uhr nacht« gestorben. Trotz der späten Nachtftunbe halte sich die Nach. richt von dem Todesfälle dieses in der ganzen Umgegend ebenso bekannten als geachteten Mann:s binnen wenigen Mumien in ganz Neiftlburg verbreitet und hatte einen schändlichen Raubzug — wir wissen wahrlich leinen bezeichnenderen Ausdruck hiesür — zur Folge, der von diesem, von vielen offenbar schon sehnsüchtig erwaittten Momente an gegen da« Haus und den Effectenbesih de« Verstorbenen gerichtet wurde. Vruppenweise förmlich ström» ten leute zu dem Todtenhause und stahlen »nt> verschleppten au« demselben, »a« nur immer ihren Händen erreichbar und nicht met» und nagelfest war. Vinnen wenigen Stunden wurde da« ganze Haus von oben bis unlen durchsuch» und nahezu vollstän» big «»»geplündert. Mit sarren und — wie man un« glaubwür» dig versichert — mit bespannten Nagen sogar fuhren einzelne vor, u» so viel al« möglich zu erhäschen und vor «nlegung der gerichtlichen Sperre noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Man begnügt« sich nicht nur Wäsche und Kleidungsstücke de« Verftor« benen sowie zahlreiche Hauszeräthschaften desselben, ja sogar Hläfer, Flaschen, Silberbestecke u. s. w. zu enttragen, sondern plünderte sog« da« reiche Warenlager desselben, soweit es den Händen der diebischen Elstern überhaupt zugänglich war. — Viele Zentner (lisenwaren und Stangen, die in der Hauestur Vregar« gestanden hatten, viele Metzen Fisolen und Hülsenftüchte, Salz in zentnerschweren Kisten, sowie eine Unzahl anderer Waren »nrden annectiert und ganz ohne Scheu, gleichsam al« wären sie Gemeingut — war der V:rstorbene ja doch ein kinderloser Witwer — gestohlen. Auch die Uhr des Verstcrbenen sowie eine, Viele Hunderte von <3«Iden enthaltende Vrieftasche, die Vregar lurz vor leinem Tode nach Hause gebracht hatte, wurden früh nicht »ehr vorgefunden und waren offenbar den gleichen Weg ge» »anbelt. Mit einem Worte — e« war ein Raubzug im buchstäblichen Sinne de« Norle«, wie man sich ihn grandioser und widriger nicht leicht denken kann, wurde doch — »l« Krönung de« Ganzen, — al« Vregar noch am Paradebette lag, der Hut desselben von der Vahre gestohlen, und sah man tagsdarauf einig« Straßen Veifelburgs mit rothen Fisolen förmlich Uberfät, die bei der Sicherung de« Raube« in der Eile verstreut waren l — Nl« am nächsten Tage in früher Morgenstunde die gerichtliche Commission «intraf, um die Sperre anzulegen, erübrigte ihr — mit Ausnahme der hie und da gottlob versperrt gewesenen Lokalitäten - nicht viel mehr, al« »or leeren Kästen und Schränken zn iuvenieren. -^ Der Leser wird freilich fragen, wleso die« alle« möglich war; doch wird ihm diese Frage wol nur da« competente Gericht, bei dt« dieser unerhörte Vorfall selbstverständlich gleich zur Anzeige gebracht und in Untersuchung gezogen wurde, seinerzeit zu l>«. antworten wissen, wir vermögen e« wahrlich nicht. Theater. (—g.) Victorien Sardou's „Fernande" lockte vorgestern nur eine kleine Zahl von Verehrern der dramatischen Muse an; die wenigen aber. welche da« Theater besuchten, haben es gewiß mit dem Gefühle der vollen Befriedigung verlassen. Ist vor allem der Sloff der Komödie sehr gut erfunden und interessant genug, um die Zuhörer in die gespannteste Ausmerlsamleil zu versetzen, so ist andererseits auch unleugbar, daß derselbe von dem Meifter des franMschen Lustspiel« mit so feiner Nuancierung und mit so viel Psychologischer Lebenswahrheit der Charaktere de« handelt ist, daß e« wol mehr als Prüderie wäre, wenn man da« Stück mit den französischen Ehebruchsdramen in einen Sack werfen und es deshalb verurtheilen wollte, weil der moralische Fehltritt eine« in der Auslese der pariser Verworfenheit aus» gewachsenen Mädchen« zu seiner dramatischen Vasi» genommen wurde. Im Gegentheile finden wir, daß die tragische Pflichten« collision mit viel Glück in da« Gemllth diese« Mädchen« gelegt ist, das knapp vor dem in Aussicht gestellten Ueberffange aus einer trau» rigen Vergangenheit in eine heitere, glückliche Zukunft an der Seite eines hochgestellten geliebten Mannes einen schweren Heistes-lamps durchkämpft und in diesem Kampfe da« Opfer einer sich hinter der Maske der Wohlchätiglcit verbergenden herzlosen Ko« kette wird. Die unoermeidlicheu Auseinandersetzungen über die Detail« jene« Fehltritte« sind mit so delikater Discretion, zugleich aber auch mit jener Vollendung de< Dialog« behandelt, die un(^ die französischen und speciell Sardou'schen Arbeiten stet« werth macht und denselben in ganz Deutschland ungetheille Anerkennung einbringt. Cm« wesentliche Vedmgnng, daß derartige Stückt gefallen, ist jedoch die Darstellung, und gerade diese bot uns vorgestern mehrere sehr gerundete und gut durchdachte, stellenweise sogar künstlerische Leistungen der an hervorragenden Plätzen beschäftigten Herren und Damen, wie wir sie bei richtiger Verwendung des vorhandenen Material« schon wiederholt mit Hervorhebung er» wähnt haben. Namentlich war es die Rolle der „F e r n a n d e." diese« ewig träufelnden Thränenschwamm«, welche, al« erste größere Aufgabe in die Hände de«Frl, W eidl gtlegt, yon dieser zum sentimentalen Fache viel Eignung zeigenden Dame mit Er« folg gelöst wurde. Frl. Weidl ist eine strebsame Anfängerin rmt nicht unbedeutenden Mitteln, die sich bei fortgesetzt richtig angewendetem Studium immer noch enlfalten werden und dieser Dame, die bis jetzt, wie wir e« schon erwähnt haben, zugunsten anderer weniger>fähiger Kräfte, zugleich auch zu Ungusten de« Gan» zen sehr in den Hintergrund gedrängt winde, immerhin eine Zukunft sichern. Sie hat b,e „Fernande" sehr richtig aufgefaßt und gut gespielt; insbesondere entwickelte sie eine ganz vor. züg liche M'mil, die für den Znseher sehr wesentlich ist, damit er ln dem Acteur nicht blo« «me Recitiermaschine, sondern ein fühlende« und denkende« Wesen zu erblicken vermag. Die Klarheit der Declamation hat bei Fräulein Weidl unter einem leicht zu beseitigenden Verschlingen d:r Endsilben noch etwa« zu leisen. Das Publikum zeichnete diese Dame mit einem wohl verdienten Heroorrrufe bei offener Scene au«. Wir stellen die Vesprechuna. de« Frl. Weid» übrigen« nicht deshalb an die Spitz« unsere« Verichte». al« wollten wir ihre Darstellung denen aller anderen Veschästigten voraxsetzm; wir thun die» vielmehr nur darum, weil un« zum erstenmal Telegen» heit geboten wurde, dlese» Fräulein al« „Ferxande" in einer grüßern Rolle beschäftigt ,u sehen. Der erste Platz in unserm Schauspielpersonale gebührt unveriückt unserer Anstandsdame Frau Schubert-Varbieri, deren vorgestrige Leistung wir den besten dieser gewiegten, denkenden Schauspielerin noch voran-seyen möchten. Die schwierige Rolle der ,Oräfin K l o t i l b e ", de« auf« tiefste gekränkten Weibe«, und zugleich dieser Meisterin in der Täuschung, die e« versteht, mit glattem Antlitze stet« ander« ,u sprechen al« sie denkt, die mit kaltem Vlute einen Rache.Act vollzieht, der vom Dichter selbst moralischer Mord ge« normt wird. mit einem Worte eine« weiblichen Iaqo an Vefin» nung«art und einer pariser Salondame in äußerer Erscheinung, wurde von der genannten Dame m«l künstlerischer Vollendung und hinreißender Wärme gespielt. Ihr ebenbürtig zur Seite stand Herr Director Frihsche als .Pomerol," r Frl, Nrensdorf hervor, welche als weiblicher Othello („Veorge tte") den komische» Iheil de« Abends mit bestem Erfolge besorgte. Das gewählte Pu> blilum spendete reichen und verdienten Veifall. Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laib. Zeitung.") Wien, 22. November. Hu der von den Obmän« nern der drei verfassungstreuen ssractionen einberufenen Nbgeoronetenoersammlung erschienen 179 Abgeordnete, worunter auch die Ruthenen und die Demokraten. Nach langer Debatte, namentlich über das Vanlstatut, welches mehrseilig angegriffen wurde, nahm die Versammlung einstimmig den Nnlrag Ruh' an, wornach die Obmün-ner eine neue Versammlung einberufen und hiezu die Minister einladen follen, daß sie über den Ausgleich mlt Ungarn in feiner Gesammtheit und die Banlfrage i«<-besondere Aufllürungen geben. Morgen findet eine Eon< ferenz stall, um über die an die Regierung zu richtenden Fragen zu berathen. Pltkbnrg, 22. November. Der Kaiser llußerte lttzterlagc brim Empfange verschiedener hervorragender Persönlichkeiten, daß er noch auf Erhaltung des Friedens hoffen wolle, daß er aber seine und Ruhlands Ehre für Erreichung der geforderten Autonomie für engagiert halte. Verlin, 22. November. Lord Salisbury ist heute abends hier eingetroffen. Konftantinopel, 22. November. Der türkische Botschafter in Verlin, Eohcm Pascha, wurde zum zweiten Bevollmächtigten der Pforte bei der Eonferenz ernannt. Pest. 21. November. (N. Wr. Tgbl.) Zwischen Serben und Türken nehmen nach eingelaufenen Nach' richten die Rtcriminationen über gegenseitige Waffen-ftillslandsverletzungen solche Dimensionen an, daß man Zusammenstöße befürchtet. Belgrad, 21. November. (Presse.) Philipp <5hrl< sttt ist als Delegierter Serbiens für die bevorstehende Eonferenz in Konstantinopel designiert. Telegraphischer Wechselcours vom 22. November Papier - Nente 6l 20. — Silber - «enle 66 35, - 1860er staats-Anlehen 108 25 - Vanl-Actien «25 . Erebil<«l!ien 140-10.— London ,26 60, —Silber 11265. - ». l. Münz-Du« lalen 6 04, Napoleonsb'or 10 1.» — l(X. «eichsmarl 62 2b. W > en, 22 November. 2 llyr nachmittag«, (Gchluhcourle.) lreditactien 140 25, 1860er i,'ol, 108 25. 1864er Vole I30 75, österreichische Rente ,n Papier 6125. s>l°at«I,»hn 261 —, Wort" bahn 176-, 2().Franle«ftülte 1010'/,. ungarllche «redilaclien 105 25, Ufterreichischf ssrancobanl 8 —, österreichische Nnglobanl 70 50, Lombarden 79 —. Unionbank 49 —, »uftio-orientzlische B«ml — , i.'lohb»ct,e,l 2l>5- , »ustro-ollomalülchf Vanl -'—, türtilche i'osc 12 — , «ommunal, «nlehm 93 50. ««»tische 10670. Fest. Handel und Volkswirthschastliches. Undslfslwerth, 20. November. Die Dnrchschnitts-Preise stellten sich auf dem heutigen Markte, wie solgt: Wetzen per Hektoliter 10 — ! ««er pr. Stück — 2 K°rn , 7 bO Milch pr, Liter . — 8 «erste „ --------- «indflelsch pr. «lloar. - 40 H»fer « 3 1(1 Kalbfleisch pr. „ — 50 Halbfrucht , - —! Schweinefleisch „ — 4s Heiden , 5 10 Schöpsenfleisch „ — 36 Hirse » 8 20 Hahndel pr. Stück . — 35 Kuluruh » 5 50 Tauben „ — Erdäpfel . 2 60 Heu pr. 100 »ilogr. — i.'msen „ — — Stroh „ . — «lrbsen „ -" ^ Holz. hart,«, pr.Kubil. Flsolen „ — Meter .... 2 7l NiudsschmalzprKilog. — 80 — weiche», „ — ^- Schweineschmalz » - »S Wtin.iolh.pl Heltolll. 12 - Speck, frisch. „ _ 55 __ n,„h„ (neuer) „ 12 Aveck. «eriluchert „ — — Hasen pr. Stück . — j -^ Theater. Heute: Lrste« Eostspiel des Frl. Mathilde Singer, erste Liebhaberin am l. l, pciv. Tarllheater in Wien. Andre» Ko-mübie ,n 6 Abtheilungen von Varbou, deutsch von Mauihnel. Meteorologische Veolmchlullgcn lu Laibach. 7 U. Mg. 733.« ^. l.« 0. schwach ' bewlillt " 22 2 „ N. 788.« ^ 8.« O z. heftig trnbe ! 0^° 9 « «b. 736.,« 4^ 2., «W. mäßig bewölkt , Einzelne Sonnenblicke, dann trübe, «agüber winbia D»< lagesmlllel der Temperatur 4 3 5", um 0 5' unter dem Normale, veranlwortlichsr Nedactenr: Ottomor Vamber«. Nörs^N^rii1>t «te». 21. November. (1 Uhr.) Die Villfe war fester gestimmt al« gestern und manifestierte die« bei allen «ateqorien de« Verkehr«. Insbesondere wartn beide Nmlenaattnn <^zsclwcllU)l. gen und manche Pr.ontäte» zu ftetgenden Preisen gtsuchl. Der Umfang des Verkehr« war übrigen« im allgemeinen lein bedeutender. Devisen M»<« ) (.....S0 7b 60«0 Iebrnar.) "«>« ^.....^.^^ ^.^ «st» Z«^........248 - 2bl) - » ^........10« bO 108 - " /^? Eunfte^ . ^ ' ii4-_ uz hg " « » . ' » :.....l80 — 130L0 Un«. Pr«mlen.«nl......^75 ßg zh Credit.«..........ly« __ 156 50 «udolf«.L.........I,by 14^ Orümienalllehen der Stadt Nlen »g__ y^.^ Danau.Regnlierungs.Lose . . 104 7» i(H__ D°mantnr«<,anl .......75 bO 76- Wiener Vanlverein . . . b4 — 55 — «ette» »«« tr«»«tz«rt-N»ter»etz-»»»«e«. «lfolb.Voh, ... „«.^ ^."^, Galizische llarl«Lud»9 75 110 85 Lloyd.Nlscllsch. . . .... 29,v__ ,98._ OeNerr. VlordVtftbahn .... nnhy ,,9^ «udolfs.Vahn ....... ilX>— ,0050 Slaalsbahn........ ii6 » — «6^50 «lldbahn ......... 78^) 75.75 TheißeVahn........ lb6b0 167 — Ungar.-ll.aliz. Verbindungsbahn — — —-- Ungarische Aordoftvahn . . . 8«j— 88b0 Ungarische 0ftbahu..... z^hy z6b0 Wiener Tramway.Oeselllch. — — — — Vl«>»rtef«. «llg. «st. Vodencredilanst. (i.Oolb) >lX>-5s, IN7 ,' " . " (i.V.-V.) 89 75 90 25 N°t,l,lialbanl ...... 9<;^» 97 — Ung.V«dtncredii,Inftilut(V..V.) 85 b0 85 75 Pri«rU«te«. Elisabe«h-V. I. Lm..... 90-75 91 — ßerd,-3.'ordb. in Silber . . . 106— ,06 «5 Kranz-Iofeph-Vahn . ... 91 7b 9« «al. «arl.endwi«.«.. I.«m. . 98 50 s»^ Oesterr «ordm,«» Bahn 882!^ s«bv Siebenblisger V°hn..... b»6'A Bonbon, lang« Sicht .... 127 - 1" A Pari« . . . ....... 50W "»«» Velb w«l« Dukaten .... 6fl Oft ke. 6 st. ('S tr. «apoleonsd'or . .10^ 1»'/, » 10 , l» -Deutsche Meichs- banlnoien ...«». SO , S8 ^ 40 ^ SiU>ergulben 1l« . bN 118 . — - »rawl<»»ti«n«, Plivalnoiierung: ,n . ... 91 7b »« ^livalnooelun«. vl!o^)—, «,»» — - K^,«««'Ki;^ ""12 "Lilw Nbo^bi« 11"-. ' " "^' ""«rrent« ee 20 bis b630. «redit 13890 l.i« 189 -. «nglo 7050 bi. 707b. z.«»d°° 1,6 70 bi. l,7'sb.