Nr. 142, Montag, 24. Juni 1901. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung Priinumerationöpllis: Mit Postvcrse » du »g: ga»Mln>» !«> li, hlllbjnbrin 15 «, Im Nmitur: ganziälirin ^ ll, l,nlbjät,r>n 11 X, ssür die ^»stcllunss ins Hau« gcmzjührin 2 ll, Inscrtionögrbülii: ssür lleinc Inieratr bis zu 4 Zi'ill!» 5» d, nrösiero per ^cilc 12 !, ^ bn öflercn Wit'dcrliollinnc» pci ^eile « l>. Tic «Laibacher Zeitung» crschci,tt «änlich, mit Ausnahme der Soim- und Fcicrlage. Die Administration befinde sia> ttmigieftplah Nr, 2, die Medoltion TalmcXiiissassr ^ilr, 10, Tprechstimde» der Rebaltion von 8 bis w Uhr Vv7 mittags. Unsraiilirrte Ariese werden nicht anaenommen, Manujlripte »ichl zurückgestellt. Amtlicher Heil. Der Landespräsident iin Herzogtliine >irain hat den iVcitgliederil des freilvilligeil Felierlvehr-und Rettungsvereines in Laibach Franz Lipov 5 und Anton D i n t e r die mit dor Allerhöchsten Eill-schließung vonl ^ l. Noveiltber l^l^ gestiftete Ehren Medaille für ^^jährige verdienstliche Tätigkeit auf dein Gebiete des Feuerwehr- und Nettungswesens zuerkannt. Den 21. Juni 1907 wurde in der k. l. Hof- und Staats-druckerci das 1.XVI1. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 21. Juni 1907 wnrde in der k. l. Hof. und Staats» drucker« das I.XXI1. Stück der rumänischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes uom Jahre 190l> ansssegeben und versendet. Nichtamtlicher Geil. Böhmische Blättcrstimmcn über die Thronrede. Tie „Narodni Listn" führeit aus, der Appell der Thronrede an alle Volksstämme, durch gegenseitige Verständigling sich den Bestand ihrer nationalen Güter zli sichern, sei in einein herzlichen nnd warinen Tone gehalten. Immerhin hätte aber die einfache Losung besser gewirkt, daß das Prinzip der Vollen Gleichberechtigung aller Volköstämme nnd Sprachen schließlich zur ehrlichen Durchführung gelangen müsse. Über das Programm der Regie-rimg erhalte man ans ^der Thronrede keinen bestimmten Aufschluß, man erfahre nicht, ob das politische Ideal der Regierung die Zentralisation oder die Föderation sei. Der „Ten" erklärt, die Thronrede rufe einen sympathischen Eindrnck hervor, lveil die Regierung durch den Mund des Monarchen die Zusage mache, mit dem Parlament zu arbeiten, (5s lasse sich nicht verkennen, daß die Thronrede ein reiches Pragramm enthalte. Wenn die Regierung nur die Halste dessen durchführen würde, was sie vcr-spreche, würde sie sich ein unvergängliches Denkmal in der Geschichte des Staates nnd in dem Herzen seiner Völker setzen. Der „Hlao" betont, die Thronrede entHalle ein reiches politisches, wirtschaftliches nnd soziales Programm. Ihr einziger Mangel sei vielleicht, daß dieses Programm einen zu großen Umfang anf-weise. Es werde aber an dem Reichsrale selbst sein, darans jene Teile auszuwählen, deren Verwirf lichnng für die nächste Zeit am dringendsten ge boten erscheine. (5s sei Pflicht des Parlaments, nnnmehr an die Arbeit zu schreiten. Tie „Moravska Orliee" hebt den schönen Ge^ dankengang der Thronrede hervor. Gegen ihren InHall lasse sich nichls einwenden, so weit man hinter den in der Thronrede enthaltenen Idealen den Monarchen erblicke, der die besten Intentionen hege. Anders stehe es aber mit der praktischen Erfüllung des Programmes, bezüglich welcher man sich skeptisch verhallen müsse. Es sei nämlich eine große Frage, ob der Kabinettschef so viel staats männisches Können besitzen werde, nm die natio-nalen Kräfte in einer Snmme vereinigen zu können. Es handle sich nm die Betätignng eines festen Willens im Dienste der Gerechtigkeit. Tie „Politik" sagt, man werde in der Thron rede vergeblich eine noch so sehr verklausulierte Stelle suchen, die als Zugeständnis an die czechi-scheu Programmatischeu Bestrebungen gedeutet werden könnte. Erhöhte Fürsorge für den Staat, lind eine Überfülle von sozialen und wirtschaftlichen Anregnngen: das solle dem neuen Hanse das Gepräge leihen. Ob es dieser Mission ge^ wachsen sein werde, sei freilich zweifelhaft. Der „HIas Naroda" meint, der Inhalt der Thronrede sei ein so reicher, daß sich unwillkürlich der Gedanke aufdränge, ob er in absehbarer Zeit zur Erfüllung werde gelangen könneil. Das Pro-gramm der Regierung fei modern, einzelne Teile desselben riefen jedoch bei dem ezechischen Volke kein Vertrauen znm Kabinett hervor, und es werde Sache der czechischen Abgeordneten sein, sich nicht von vollendeten Tatsachen überraschen zn lassen. Tie „Narodni Politika" betont, der warme Wnnsch des Monarchen nach Herstellung des inneren Friedens werde sicherlich von jedem geteilt, dein das Wohl des Staates am Herzen liege. Ter bezügliche Appell gelte jedoch iu erster Liuie der Re gierung. Ihre Pflicht sei vor allem, die Gerechtigkeit fest und linverbrüchlich gegenüber allen Volks-stämmeu zu handhaben und die Gleichberechtigung dnrchzuführen. Sie dürfe sich nicht auf schöne Worte beschränken, sondern müsse durch ganze Taten erweisen, daß der angeführte Wunsch der >irone für sie das oberste Gebot sei. Der „<''as" erklärt, ohne eine wenigstens teilweise Lösung der nationalen Frageil lind ohne Erfüllung der bekannten zwei dringendsten czechischen Forderungen werde im Parlament keine solche Disposition erzielt werden, welche zuließe, daß die vou der Thronrede gesetzteu Aufgaben durchgeführt werden. Der „Venkov" meint, der der Agrarpolitik' gewidmete Passus der Thronrede sei unklar und bewege sich in Allgemeinheiten. Es fehle dort, alles, was die Agrarier hauptsächlich anstrebten. Die Agrarier seien von dor Thronrede nicht befriedigt. Die „Lidov/' Noviuv" erklären, die Thronrede sei vou zentralislischem Geiste getragen nud ignoriere, die ezechischen Forderungen. Der Ministerpräsident wolle mit dem ncueu Parlament nach derselben Methode regieren, in der seine Vorgänger mit dem alten Abgeordnetenhause regiert hätten. Neue Bahnen der Gerechtigkeit und Unparteilichkeit wolle er nicht einschlagen. Feuilleton. Der Memling. Eine wahrhaftige Geschichte aus den« Hukrtivr latin. Von Ueinhc»l'd Ortmann. (Nachdruck verboten,) Der Wohlbekannte kleine Pariser .ttnnst- nnd Antiquitätenhändler Thibandin war beileibe kein gewerbsmäßiger Hehler. In den Kreiseil der jungen .Künstler auf dem Montmartre ging unr eben von alters her das Gerede, daß Mr. Thibaudin vermöge gewisser geschäftlicher Beziehungen zn amerikanischen Bernfsgenossen in der Lage sei, hier lind da ein besonders schönes lind wertvolles Stück vorteilhaft nnd gefahrlos auch dauu an den Manu zu bringen, wenn die Eigentumsrechte des Verkäufers uicht über jeden Zweifel erhaben gewesen waren. Vielleicht stammte das Gerücht alls jener Zeit, da man im Laden des kleinen Herrn Thibandin einige der kostbarsten Gegenstände aus der vou Einbrechern geplünderten Sammlung des Vicomte de Ni-varolles beschlagnahmt hatte. Aber es ließ sich nicht leugnen, daß der Kunsthändler damals seine Gutgläubigkeit ebenso überzengend hatte nachweiseil können, wie er wahrscheinlich anch seine menschenfreundliche Absicht bei jedem Geschäfte, das er mit wenis, bemittelten .A'instlern abschloß, hätte nachweisen können. Denn Herr Thibaudiu war beileibe kein Blutsauger und Wucherer, sondern ein wohlwollender Förderer junger Talente. Und wenn er, wie es fast immer der Fall war, aus „bloßem Mitleid" einem hart bedrängten Maler eines seiner besseren Bilder abkaufte, so konnte man billiger« weise doch nicht von ihm verlangen, daß er noch mehr dafür zahlen solle, als Leinwand und Farben ungefähr gekostet habeil mochten. Einzig durch die bekannte krasse Undankbarkeit des Künstlervölk-chens ließ sich's erklären, wenn er in den Kreisen seiner Lieferanten trotzdem nur eine sehr mäßige Hochachtung nnd noch viel weniger Liebe genoß. Und es war dem kleinen Herrn Thibaudin gewiß hoch anzurechnen, daß er sich durch die oft recht augenfälligen Äußernngen solchen Undanks in seinem hnmanen Wirken nicht beirren ließ. So würde wahrscheinlich jeder andere an seiner Stelle dem juugen Mnstler Gaston Telaroche, der ihn erst vor kanm vierzehn Tagen ins Gesicht hinein eine „widerliche Kuustwanzc" genauut hatte, einfach die Tür gewiesen haben, als er hellte wieder im Kontor des Antiquitätenhändlers erschien. Abc^ Herr Thibaudin war nicht nachtragend, nnd ohne die „,^nnstwanze" ans dein Dnnkel des Vergessens hervorzuziehen, in das er sie großmütig versenkt hatte, lieh er dem hellte sehr ernst lind schwermütig dreinschauenden Besucher willig sein Ohr. „Ist's möglich?" fragte er, als Delaroche seinen Bericht geendet. „Der arme Poignard! —- Es geht mit ihm zn Ende, sagcn Sie? — Eiu so hoff nungsvoller junger ^tüustler' — und immer ein Bild der blühendsten Gesundheit!" „Ja, es ist sehr traurig. Uud das Seltsamste ist, daß er offenbar an irgend einem verborgenen >lnmmer zugrunde geht. Hente vor vier Wochen fing es an. Ich erinnere mich dessen so genau, weil es gerade an dem Tage war, wo die Zeitungen über die beispiellos freche Entwendung der kleinen Mem lingschen Madonna ans dem Louvre berichteien. Wir saßen unserer sechs im ,Grünen Kaninchen', uud es war natürlich vou nichts anderem die Rede als von dem Diebstahl des kostbaren alten Bildes. Da kam Armand Poignard herein, blaß lind ver-stört, wie wir ihn kaum je geseheil hatten. Weil ich wußte, daß die alten Niederländer seine besondere Schwärmerei waren lind daß er namentlich der kleinen Memlingschen Madonna von jeher eine fast ab- göttische Verehrnng gewidmet hatte, rief ich ihm scherzend entgegen: ,Na, mein Alter, hoffentlich bist doch nicht du es gewesen, der den Memling hat mitgehen heißen!' Und was glauben Sie, Monsieur Thibaudin, was geschieht? — Mein Freund Poignard stößt einen dumpfen Laut aus und fällt ohumächtig auf einen Stuhl. Wir mußten ihm fünf Liler Wasser, über den Kopf schütten uud sechs Koguaks einflößen, ehe er wieder zu, sich kam. Und seit der ^tnndc ist er wie verwandelt. Er geht herum, ohne ein Wort zu sprechen; er malt nicht, er ißt nicht, er trinkt nicht, uud da sein Atelier, von dem meinen nur dnrch eine dünne Bretterwand getrennt ist, höre ich ihn ganze Nächte hindnrch seufzen und stöhnen. Seit gestern kann er sich überhauppt nicht mehr von seinem Lager erheben, nnd vor einer Stunde^ erklärte er mir, daß er deutlich sein Ende nahen fühle. ,Ich habe auf Erden keinen anderen Wunsch mehr,' sagte er, ,als den, anständig begraben zu werden und zwar auf eigene Kosten. Aber das Barvermögen, das ich zn hinterlassen vermag, besteht nnr ans vier Franken lind dreißig Eenlimes. Darum bitte ich dich, unverweilt den wackeren Thibaudin anfzusuchen. Er hat sich mir immer als ein wahrer Menschenfrennd erwiesen und als ein treuer Helfer iu der Not. So wird er mir auch den letzten Dienst nicht versagen lind wird den mühseligen Weg in mein Atelier nicht schellen, um, selbst nnter meinen Werkeil anzuwählen, was ibm ein paar hundert Frankeil wert scheint. Meinetwegen kann er alles nehmen; denn ich habe weder Eltern noch Geschwister lind meines Wissens auch keine Nachkommenschaft, der ich die Werke meines Pinsels vererben könnte. Aber ich beschwöre dich, ihn znr Eile zn mahnen; denn ich habe hier nm den Magen hermn die sichere Empfindung, daß ich die Sonne dieses Tages nicht mehr werde untergeheil sehen'." (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 142. 1326 24. Juni 1907. Das „Pravo Lidu" begrüßt speziell die Ankündigung der Alters- nnd Invaliditäts-Versiche-nmg, meint jedoch, das in der Thronrede angeführte ArbcitHprogramin sei im ganzen zu allgemein gehalten, als das; sich hierüber schon ein definitives Urteil fällen ließe. Die Sozialdcmokratie n>arte die Taten der Regierung ab. Politische Uebersicht. Laib ach, 22. Juni. In einer Erörterung der im A bgeord n c -tcnhanse abgegebenen Nechtsuerwahrungen filhr-t die „Zeit" aus, daß die früheren czechischen ')techtsucrwahrungen lvohl dem Zeitgeiste, aber uicht der Logik widersprochen haben; die neueste Verwahrung aber gehe auf einmal gegen, die Wahlreform los, an welcher die czechischen Abgeordneten mitgearbeitet, und für, welche sie gestimmt, haben. Das sei „Widersinn,", den man verlachen müsse. — Das „Neue Wiener Iounial" meint, wenn die Cze-chen als Entschuldigung für ihre Nechtsverwahruug ' noch den Mildernngsgrund eines politischen In^ ventarstücks haben, so müsse man sich wundern, daß auch die Nuthenen „romantische Politik" treiben. Sie, die als eine junge nnd moderne Partei den Voden des Neichsrates betreten, hätten füglich auf dekorative Erklärungen verzichten können. — Das „III. Wiener Extrablatt" hofft, daß das Haus des allgemeinen Wahlrechtes dein papierenen Radikalismus der Nechtsverwahrungen ein fröhliches Ende bereiten werde. Man lasse doch endlich Taten sehen. Gelegentlich der Verhandlung der serbischen SkuMina über die außerordentlichen Kredite erklärte Vantenminister Iovanovie, daß die Regiernng im Herbste mit einem Gesetzentwürfe vor die SkuMina treten werde, durch welchen die ssrage der Errichtung mehrerer dringend notwendigen Ttaatsgebände einer definitiven Lösung zugeführt werden soll. Die Negierung wird zu diesem Zwecke die A ufna h meci n e r A nleihevon 15 bis 20 Millionen Dinars in Vorschlag bringen. Aus dieser Summe werden in, erster Reihe ein monnmentales Parlamentsgebäude, ferner Gebäude für die einzelnen Ministerien errichtet und das königliche Palais, von welchem bisher nur ein Seitenflügel besteht, ausgebaut werden. Die SkuMina gab einmütig dem Wunsche Ausdruck, daß mit dem Vaue des neuen Parlaments schon im nächsten Frühjahre begonnen werde, da das alte Skupktinagebände weder den Aufordernngen der Hligiene ,noch der Würde eines Parlamentes entspricht. Die „Pol. Korr." ist durch eine Meldung au5 Petersburg zu der Versicherung ermächtigt, daß die Meldungen, welche dem neuen Wahlgesetze den Charakter eines Provisoriums uur zu dein Zwecke beilegen, die Konstituierung der neuen D u m a zu ermöglichen, und behaupten, daß dieser ein das Wahlrecht grundgcsetzlich regelnder Gesetzentwnrf unterbreitet werden soll, der Begründung völlig entbehren. Die, russische Regierung, welche die Wirkungen abwartet, die das neue Wahlgesetz auf die Zusammensetzung der Duma üben. wird, hat keinerlei Beschluß gefaßt, welcher, eine eventuelle spätere Änderung des Wahlgesetzes zmn Gegenstande oder zum Zwecke hätte. — Das „Vaterland" erklärt in einer Besprechung des Schicksals der aufgelösten Duma, daß nüt dem nenen Wahlgesetze wohl nnr jene Parteien zufrieden sein werden, die auf die Vernichtung der Duma hinarbeiten. Auf das übrige Rußland müsse es einen aufregenden Eindruck machen, daß die Zahl der ursprünglich gewährten Rechte nun znm zweitenmal bedeutend verkürzt worden sei. — Die „Arbeiterzeitung" sagt., das ncne Wahlgesetz sei ein Versuch, die Ergebnisse der Revolution durch einen „kläglichen Scheinkonstitutio-nalismus" aufzuheben. Tagesneuigleiten. — (Eine bosnische Schnurre.) Ein alter Geizhals hatte auf dem Basar für wenig Geld einen ganzen Korb voll Glas erstanden, nun hieß es, die Ware nach Hause bringen. Der Alte selber lvar dazu nicht rüstig genug; einen Lastträger zu mieten, verbot ihm wieder der Geiz. Da sah er an der Ecko einen stämmigen Menschen müßig stehen uud sprach zu ihm: „Trag mir diesen Korb heim, ich will dir's mit orei Lehren lohnen, die dir von sehr großem Nutzen sein. worden." Der junge Manu war begierig, die drei Lehren zu vernehmen uud schritt, mit de>r Last auf dem Nucken, wacker voran. Als sie eine Zeitlang ge^ wandert Niareu, sprach er: „Höre Alter! Ich bitte dich, sage nur die erste Lehre." Darauf der Geizhals: „Wenn einer behauptet. Hungern ist besser als Essen, glaub' ihm nicht." „Das ist wahr!" bestätigte der andere — uud sie gingen weiter. Wieder nach einiger Zeit bat der Iungc: „Alter, sag' mir die zweile Lehre!" „Wenn jemand behauptet, zu Fuß gehen sei angenehmer als Reiten, glaub' ihm nicht." „So ist es — bei Gott!" Da waren sie nun am Ziele angelangt nno der alte Geizhals sprach zu ihm: „Nun die dritte Wahrheit: „Wenn jemand sagt, er habe einen düm-meren Menschen als dich gesehen, glaub' ihm nicht." „Vielen Dank!" rief der Junge. „Deine Lehren sind wirklich von hohem Werte. Ich will mich dir erkennt-lich zeigen nnd dir auch eine nützliche Wahrheit sa^ gen!" — faßt den Glaskorb und warf ihn zu Voden. daß alles dröhnte: „Wenn dir jemand sagt, es sei in diesem Korbe nur ein Stückchen heil geblieben - -glaub' ihm nicht." — (Der Star als Wachtelimitator.) Ans Leipa berichtet die „Bohemia" folgende hübsche Vogelgeschichte: Die Bewohner der hiesigen Kahlen-bergstraße Uxiren in der letzten Zeit nicht wenig über. rascht, den fortgesetzten Nnf einer Wachtel zn verneli-men. Tic Überraschnng wnrde noch größer, als man bei genauem Hinhorchen konstatierte, daß dieser Nuf von der Höhe eines mächtigen Kastanienbaumcs, der sich in einem der Hausgärteu dieser Straße befindet, herabkam. Laien und Ornithologen lvaren bald darüber einig, daß Wachteln wohl tief im Getreide vcr^ steckt ihren lieblichen Ruf erschallen lassen, es aber völlig unerhört sei, sie auf hohen Bäumen rufen zn hören. Und siehe da, bei näherer Untersuchung entdeckte man anf dem Baume mehrere durchwegs belegte Starnistkästchen, Und einer der Bewohner ist es, der mit wunderbarer Präzision nnd Deutlichkeit den Wachtelrnf erschallen läßt. Leider steht zn befürchten, das; das ungewc>lmücl)e Talent des Sängers ihm die Freiheit kosten dürfte, denn man ist derzeit von mehr als einer Seite bestrebt, den originellen Wachtelimitator dauernd an sich zu fesseln. — (Der Wink mit dem Z au up fahl.) Der in Günzbnrg ersck>einende „Günz- und Mindel-Bote" schreibt: Auf den Nedaktionstisch kommt gar manches geflogen: Interessante, in der Regel aber nicht verwendbare „Eingesandt" über höchst pikante Vorkommnisse „in nnd außer dem ,Hanse". Berichte über verspätete Schmetterlinge und verfrühte Mai käfcr, außergewöhnlich lange Noggenhalme nnd son stige Seltenheiten an Naturprodukten nnter letzteren aber leider recht selten ctlvas Genießbares — das behalteil die egoistischen Besitzer für ihren eigenen Tisch zurück und verzichten lieber darauf, öffentlich riihmend hervorgehoben zu werdeu. Eine erfreuliche Ausnahme macht in dieser Beziehung Herr Kunst, und .'oaudelsgärtner Walz, der uns alljährlich einen hübschen Teller voll seiner schönsten Erdbeeren zum Prä-sent macht. Es sind dunkelrote, großfrüchtige Erem-Plare (sogenannte Ananas), die uns gar appetitlich anlachen - wirklich etwas Seltenes, das auf einem Nedaktionstische anzutreffen ist. Die vier größten frucht? hievon haben wir gewissenhaft auf der Briefwage gewogen, sie haben zusammen ein Gewicht von 125 Gramm. Wer schlägt diesen Rekord? Nur frisch heran, ihr Gartenbesitzer, nüt enren großfrüchtigen Erdbeeren! Seid überzeugt, daß eure liebwerten Einsendungen nicht in den Papierkorb wandern,. — (Des Portiers Nache.) Eine lnstige Episode aus dem Leben des französischen Roman-schreibers Engen Sue erzählen anläßlich der Einweihung seines Denkmals in Annecy die „Annales". In der Nue Taitbout lebte friedlich der Portier Pipe-let und tat keinem Menschen etwas zuleide. Es wäre gewiß anch dabei geblieben, lvenn nicht eines Tages Nomien, ^in Bekannter Sues, der damals noch ein jnnqer Vnrsche war, das Hand betreten hätte, in dein Herr Pipelct seines Amtes waltete. Nonnen klopfte ans Fenster der Portierloge: „Guten Tag, Portier." — „Guten Tag, mein Herr", erwiderte Pipelet sehr höflich. „Wie. sseht es Ihnen heute?" erkundigte sich Nomien. „Ich danke, sehr gut." — „Und Ihrer Fran Gemahlin?" — „Ich danke, ebenso", erwiderte Herr Pipelet. — „Und Ihrer Tochter?" — „Ich habe keine Tochter." — „Aber Ihrem Herrn Hund, wie?" — „Ich habe keinen Hnnd, aber darf ich vielleicht fragen, wmnit ich Ihnen zn Diensten stehen kann?" fragte Pipelet, schon ein wenig mißtrauisch uud gereizt. — „Danke sehr, danke sehr", wehrte Nomien liebenswürdig ab, „aber hier draußen an Ihrer Loge steht: ,I>:li-!, einon Freund, der ihn geärgert hatte, sein Müt' chen zu t'ilhlen. Er sagte zn dem jungen Mann, als er ihn eines Tage.? ans der Straße tras: „Dn, tu inir einen Gefallen; geh' doch zu dem Portier diefes Hause? da und bitte ihn nm eine Haarlocke, er weis; schon, wa? das bedeutet, es ist ein Zeichen, nnd er wird dir eine Anfklärung geben, an der mir sehr viel liegt." Mit der naiven Sicherheit seines reinen Gewissen? ging der Freund Zu Herrn Pipelet und tnt die Bitte. Herr Pipelet verzog keine Miene nnd bat den jungen Herrn lwflich. dock, näherzutreten. Der Freund folgte ahnnng?los der liebenswürdigen Einladung. Herr Pipelet fftrach kein Wort; er schloß die Tür, nahm seinen Besenstiel zur Hand und— verblaute den Bitt-steller nach allen Regeln der Kunst. — lVin M n st c r s ch ii l e r.) „Nun, meine lie ben Frennde", begann der Schnlinspektor eines amerikanischen Staates zn der Klasse einer Torffchnle, die er inspiziert Haltes „was wird aus einem Inngen, wenn er erwachsen ist, der bei dem ersten Glocken-zeichen am frühen Morgcu aus dem Bette fpringt, der pfeift, wenn er sich anzieht, der sich nie zu waschen vergißt, weder das Gesicht noch die Hände, del-singend nnd hüpfend zmn Frühstück herunterkommt und jedem zulächelt, der sick über nicht? beklagt nnd niemals schimpft, für den Pflicht gleichbedeutend mit Vergnügen ist? Was wird aus dem im späteren Leben? Wer kann mir das wohl von Ench heiter dreinblickenden Inngens sagen?" — „Ich", meldete sich einer der Knaben, „Nun. mein Sohn?" fragte der Inspektor erwartungsvoll. „Der wird ein Pantoffelheld, Herr Inspektor. Denn die Symptome, die Sie genannt, haben sich nach seiner eigenen Anssnge alle bei meinem Vater gezeigt, als er jnng war." — (Eine seltfnm e L n f t s P i e g e l u n g,) Tie Passagiere des amerikanischen Dampfers „Philadelphia", der am letzten Samskag in New Vork einlief, gewahrten am Tag vorher am Himmel die Spie-gelnng eine? großen Ozeandampfers, der sich in voller Fahrt befand. Das Bild war so außerordentlich klar. daß man sogar das Schiff feststellen konnte: es war der französische Schnelldampfer „La Lorraine". Am Horizont dagegen war selbst mit den Ferngläsern keine Spur des Schiffes zu entdecken. Man setzte nnn die drahtlose Telegraphie in Tätigkeit nnd erlangte, schnell Verbindnng Nut der „Lorraine"', sie stenerte in einer Entfernung von fast 25 englischen Meilen. Das Phänomen wird als von seltener Vollkommenheit geschildert: man konnte dentlich alle Einzelheiten an Vord unterscheiden nnd sah die Passagiere anf Deck lustwandeln. Die Tee war ruhig und die Sonne verhüllt: man beobachtete die Spiegelung eine halbe Stunde lang. Dann verschwand sie allmählich. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Umbau des Siidbahnhofes in Laibach. ^ Wie bereits bekannt, ist der Umban des Laibacher Südbahnhofes, der den gesteigerten Verkehrs-Verhältnissen schon lange nicht mehr entspricht, nunmehr gesichert nnd die Vauarbeiteu dürfteu schou im Laufe des Henrigen Jahres in Augriff genommen werden. Da? nunmehr a«nehinigte Projekt für den Uniban des Südbahnhofcs in Laibach enthält nnter Ve-lassuug des Bestandes der heutigen Hochbauten und unter Beibehaltung des südlichen Ctation?ende? mit der schienengleichcn Überführung der Wiener Straße dortselbst eine Verlängernng der Station nach Norden, ferner eine Verbreiterung der stadtseitig verbleibenden Lotnlfrachtenanlagen zwischen dem Anfnahm?-gebäude nnd der Martinsstraßc nnd wird rechtsseitig begrenzt dnrch die im Interesse der Stadterweiternng notwendige Verlängerung der Lastenstraße nach Norden, welche mit den diversen Straßen im westlichen Gelände in Verbindung gebracht wird nnd in die unter der Bahn zn führende Mnrtinostraße einmün» det. Eine wesentliche Änderung der Einfahrten, der Nnterkrainer und der Oberlrainer Bahn in die Station Laibach ist nicht geplant. Die neue Vabnhofanlage wird gemäß diesem Projekte aus einem den modernen Ansprüchen genügenden Personenbahnhöfe, aus eiuem Aufstcllungs-und Nangier-. einem Frachten- uud riucm Zugförde-rung?bahnhofe bestehen. Bezüglich de? sowohl gegen Norden wie gegen Süden zn vergrößernden Auf-nahmsgebä'udcs ist im allgemeinen zu bemerken, daß da? entsprechend slraßenseitig zn erweiternde Vestibn einen direkten Zugang zu dem fünf Meter breite, Personentunncl gestattet, welcher die Verbindung mi den beiden Zwifchenperrons (Inselperrons) vermit telt. Nördlich vom Vestibül nnd damit durch eiin, breiten Gang verbunden, sind die Wartsaal und Ne staurationsräume angeordnet, während südlich die Tr tniernng der Gepäcksauf- nnd -Abgabe, des Aus. gangsvestibül? nnd der Bnreanr geplant ist. Als Er satz für die wegen der vorerwähnten füdlicheu Aus-gestaltung entfallenden Lokale der Post uud des Eilgutes soll südlich vom Bureaurtrakte ein Anbau fm die k. t. Post und »veiters auch für die Eilgutmani pulatiou hergestellt werden. Selbstverständlich wirc auch für Toiletten und Depotränme gesorgt werden und die bestehende Veranda soll gegen Norden unt Süden anf die ganze Länge der neueu Trakte verlän gert werden. Im bestehenden Teile der Veranda wir? eine doppelarmige Treppe mit dem Personentnnnel in gleicher Weise wie anf den Inselperrono den Zngami vermitteln. Die Inselperrons werden in der übliche,, Weise ansgcstaltet lverden. Nördlich vom Anfnahms^ gebände und auf dessen Seite ist ein kleiner Bau be Hufs Unterbringung der Lainpisterie, der Spengler werkstätte nnd verschiedener Handdepot? vorgesehen Fiir die Abwicklung de5 Personeuzngsdiensteo sind zwei Insclperron? sowie ein an da? Anfnahms gebände anschließender Bahnsteig vorgesehen, di( untereinander und mit dem entsprechend zn adoptierenden und zu vergrößernden Aufnahmsgebäudc dnrch einen Personentnnnel verbunden werden sollen. Der Bahnsteig 1, der bis nahe an die Wiener Straßc verlängert erscheint, ist für die Personenzüge der Nich-tnng Wien-Triest derartig gedacht, daß zwei Züge hintereinander Anfstellnng finden können nnd ein im nördlichen Teile dieses Bahnsteiges stehender Zng einem im südlichen Teile stehenden durch ein eigens zn diesem Zwecke vorgesehenem zweite? Geleise vorfahren kann. Für die Züge der Nichtnng Triest-Wien sind die zwei nächsten Geleise vor dem Anfnahm?-gebände bestimmt, die zu beiden Seiten de5 Bahn-steiges II sitniert sind nnd durch die vorgesehenen Weichenverbindungen nördlich nnd südlich des Bahn-steige? ebenfalls ein Vorfahren von Zügen ermöglichen. An diesem Bahnsteige ist ferner nördlich ein kleines Stockgeleife für die Einstellung von Reserve-wägen vorgesehen. Au dem etwa .M) Meter langen Bahnsteige III befindet sich link? da? fiir die Tarviser Personenzüge bestimmte Geleise, rechts ein in der Mitte durch eine Weichenverbindnng unterteiltes Geleise, desseu nördlicher Teil fiir die Unterkrainer nnd dessen südlicher Teil sür die Steiner Züge Venütznng finden soll. An der Nordseite diese? Bahnsteiges erscheint ebenfalls ein kurzes Stockgeleise fiir Neservc-wageu augeordnet. Auf der liuken Seite im südlichen Teile des Bahnsteiges II soll die aus einem Ein-, bezw. Ansfahr- nnd einem Umfahrnng?geleise nnd beider seits je einem Stockgeleise bestehende Geleiseanlage sür die stets kurzen Oberlaibacher Personenzüge in der Weiss vorgesehen werden, daß die nötige Umstellung der ankommenden Lokomotive für die Ab-fahrt, eventnell das Abstellen von Waggons vorwiegend ohne Überfahrnng der Wienerstraßellber-setznng ermöglicht ist. Eine Putzgrnbe mit Wasser krähn und eine kleine Kohleubühue vervollständigen die Ansage für diese Lokalbahn, so daß nicht nnr die An?rüstnng der Lokomotiven, fondern anch da? Ein-nnd An?fteigen de? Publikum? diefer Lokalbahn gleich hier, alfo »hue die sonst notwendige Benützung anderer Stationstcile, wird erfolgen könncm. Im Anscklnsse an diese Geleiseanlage ist links ein Stock-geleise für den Post nnd Eilgutdienst vorgesehen. An den Personenbahnhof schließt sich im Norden der Ausstell- und Nangierbahnhof in der Weise an, daß sämtliche für die Zugaufstellung bestimmten Geleise durch alle Personenzngsgeleise zngänglich sind. Für die Durchführung de? Verschnbes sind im Norden zwei je Ml Meter lange Auszugsgeleise gc-plaut. Für den Frachtendienst bleiben wie hente die beiden bei den Frachtenmagazinen befindlichen, dnrch zwei neueWeicheuverbindnngen entsprechend zn unter-teilenden Geleise Nr. 8 uud I"» auf der linken Seite bestimmt, Auch die rechts au den Personenbahnhof anschließende Zngfördernngsanlage bleibt im wesent lichen in der bi?herigen An?dehnung erhalten. Gemäß der Anflassnng der Niveauübergänge im Kilometer 431-463 nnd Kilometer 431-023 ist die Er richtung einer Straßennnterfcchrt im Zuge der be-stehenden Martinsstraße senkrecht zur Vahnstraße geplant. Da? in Nede stehende Objekt sott al? eine offene Durchfahrt nut Eisenkonstruktion, nnd zwar voll-wandigen Blechträgern von 13-02 Meter Stützweite ausgeführt werden. Vorläufig ist die Herstellung von elf solchen Tragwerken für eben so viel Geleise in Aussicht genommen. Anläßlich der Ausführung des erweiterten Projektes kommen noch fünf Brückeu der» selben Konstruktion znr Einlegung. Die Gesamtlänge der Durchfahrt beträgt 77'?5i Meter. E? erscheint emp-fehlen?wert, die Widerlager de? Objekte? anf die Gesamtlänge für 16 Geleise gleich vorweg in Ansfüh-rnng zu bringen, so daß die spätere Einlegnng der weiteren fünf Tragionstruktionen ohne weiteres erfolgen kann. Die Eifenlonstrnktionen sollen nut Wellblech abgedeckt nnd für die Abfuhr der Tagwässer soll entsprechende Vorsorge getroffen werdeu, Die lichte Höhe der Dnrchfahlt ist mit vier Metern vorgesehen. Um den bestehenden Übelständen bei der Übersetzung der Wiener Straße im Kilometer 432-621 hinsichtlich des Fnßgängerverkehres abznhelfen. ist nördlich von der Niveaukt-euznug eiu eiserner Übergaug?-sleg vou drei Meter lichter Breite projektiert. Dessen Konstrnktion?nnterkante, d. i. die Unterkaute der Nauchschutzbleche, liegt 5-10 Meter über der Schienen» oberkante. Für die zentrale Bedienung der in den Ein und Au?fahrgeleiseu liegenden Weichen sind vier Weichentürme vorgesehen, von denen je viner an den beiden Station?enden, nnd zwei für die Mittelgrnppe angeordnet werdeu. Zwischen den Stationen Lnibach' Südbahn nnd Laibach Staatsbabu soll eine gegenseitige Blockierung mit An?schlnß der Gegeufahrten hergestellt werden. Der Abfchlnß der erweiterten Station gegen die alten und neuen Straßenzüge wird in der üblichen Weise erfolgen. Bei der Übersetzung de'r Wiener Straße wird der bestehende Drehschranken gemäß den Bestimmungen der kommissionellen Verhandlung des Projektes für den Übergangssteg durch eiuen zeitweiligen Pendelschranken ersetzt. Die für den Projektierten Uniban de? Laibacher Südbahnhofe? präliminierten Kosten belanfen sich aus rund 2,M0.000 X. Sämtliche Arbeiten folleu bis Ende IMl) durchgeführt werden. Von der Save bis zur Donau. Von Lea ssatur. (Fortsetzung.) Da heißt c? aufpassen, bevor da? entscheidende Wort fällt, und manchmal geht man nnverrichtetcr Dinge anseinander. Ist man jedoch einig geworden, so wird noch die Drallgabe (..Ara") verabredet, lvclcho dw zurücktretende Partei verliert und gar oft die Lösung des geschlossenen „Geschäftes" verhindert. -Das Mädel,da? wohl an der Tür gelanscht, wird her-eingernfe». Ist s«> auch unzufrieden, so wird ihrer Träneu uicht geachtet — der Vater hat das Geschäft geschlossen . . . Gewiß versucht man auch mitunter dem Herzeu gerecht zu werdeu. aber der Besitz mutz vor allem gewahrt bleiben. Nach angenommener Werbung kommt die Vrant den Sonntag daranf auf Umschau ius Haus des Bräutigams. Da wird ihr viel Dunst vorgemacht ~ weiß ich doch einen Fall, wo sich ein armer Bancr von einem anderen Holz borgte, um einen ansehnlichen Hänfen im Hofe zn haben. Braut und Eltern sehen sich alles an, werden bewirtet nnd. hat ihnen etwa? nicht gepaßt, so können sie noch immer znrück-treten, wenn sie die Drangabe verlieren wollen -sonst geht e? eines schöllen Tages in vollen, Staate znm Notar nnd dann znm Pfarrer. Schnell enteilt der Fasching, Schneider und Schnster haben im Hanse vollauf zn tnn, denn — eine Sitte, die anch schwindet der Schneider nähr die Kleider der Vrant. Mau behauptet, daß keiue Schneiderin die schwere samtne „Ko<'amajka" so schön verfertigen könne. Mit Kleidnugsstücken mnß die Braut überhaupt reich versorgt seiu, denn e? wäre für sie. eine Schande, in den ersten Jahre,, etwas zn kanfen, nnd die Schwiegereltern würden ihr vorhalten, sie sei als Vettlenn ins Haus gekommen. Leinwand muß sie so viel mitbringen, daß sie noch ihren Töchtern davon geben kann. Ist das Paar schon dreimal aufgeboten worden, fo muß sich die Braut zur Hochzeit rüsten. Alles rührt sich im Hause; eine als Köchin bekannte Verwandte erteilt ihre Befehle zwischen angehäuftem Geflügel und ganzen Neihen von Potizen nnd Scharteln. In dem größereil Nanme de? Hanse? werden lange, von Bänken umgebene Tische aufgestellt, alles regt sich, nnr die Braut darf keine Hand mehr anlegen im Vlternhanse, Sie sitzt in ihrer Kammer: Abschied' nehme,,de. Tröstende lösen sich ab, denn traurig ist die Vrant, wie es sich gehört zu eiuer so wichtigen Zeit; Speise uud Trank munden ihr nicht, kein Schlaf kommt über ihre Augen. Die letzte Nacht dnrchwachen ihre Freundinnen mit ihr, binden Sträng für die Gäste, singen alte Lieder, kleiden die Braut an nnd heften ihr den mit weißen und roten flatternden Vän dern durchflochtenen grobbl innigen Kranz, die „Krona", ins Haar. Gegen Mitternacht erklingt nnter den Fenstern, begleitet von der Harmonika beliebten Töuen. der Burschen Abschiedslied „Na kranccl", das der Braut immer neue Tränen entlockt; die munteren Laibacher Zeitung Nr. 142.______________________________________1328_______ 24. I^i 1907. Gefährtinnen aber öffnen Fenster und Tür, tue Burschen werden mit Wein und Kuchen bewirtet und ziehen gegen Morgen ab. Trotz der durchwachten Nacht f'mdet die Trauung gewöhnlich nach Mittag statt, zu welcher Zeit sich die Insassen des ganzen Dorfes um das Haus zu versammeln Pflegen. Die aus dem nächsten Verwandten-kreis? der Braut gewählten bekränzten Brautjungfern „Druiice", die mit einem Strauße geschmückte „Teta" (Brautmutter) zeigen sich auch gerne in ihrem Staate, vor der Tür der Ankuuft des Bräutigams harrend. Iucherufe, Harmouikatöue, Pferdestampfen verkünden sein Kommen. In rasender Eile fliegt der Wagen daher, Bräutigam nud seine blumeu-geschmückten Beistände, in den faltenreichen Hochzeits-mautel gehüllt, steigen aus. Aber uoch schneller ist das Weidervolk im Hause verschwunden. Lange muß der Starejöina klopfen, lange parlamentiercn, seinen ganzen Witz aufbieten, bevor die Tür geöffnet wird unü man ihm zum Gaudium der Zuhörer statt der „sanften Taube, die ihren Flug hergenommen", uach-einauder ein paar alte Weiber herausschiebt. Schlief;» lich aber zeigt man doch „der Braut rosige Wangen" -die Männer treten ins Haus und besteigen, nach dein üblichen tränenreichen Abschied von Eltern und Geschwistern, die Wagen. Die Peitschen knallen, die Pferde eilen; schnell muh die Hochzeit fahren, answeichen und warreu mutz jedes andei-e Fuhrwerk... Baude flattern, Hüte fliegen, Männer jauchzen: „Hochzeit, Hochzeit!" Aber still ist es, fobald sie die Kirche betreten... Ist die Tranung vorüber, so geht der Hochzcitszug. in cin Gasthaus, spült den Ernst der kirchlichen Handlung mit Wein hinunter und ladet jeden Anwesenden ein. vom Hochzeitlichen zu brechen — soll dock) die Hoch-zeit eiu Zeichen des Überflusses sein, welcher das junge Paar durchs Leben begleiten soll. Nach einiger Nast lehrt man lärmend zum Hause der Braut zurück. Der Tisch ist schon gedeckt: Sorge der „Svati" ist es. die Gästel zusammenzubringen. Begleitet von einem Musikanten, gehen sie zu üen „Hochverehrten" ^ denn sind diese anch eingeladen, auch vorbereitet zu gehen, so lassen sie sich doch lange lütten... Der Mann muß seine ganze Beredsamkeit aufbieten: er führt wohl auch an, daß „unser Herr Jesus mit seiner heiligen Mutter auch nach Kanaan gegangen" und daß „Gott Wohlgefallen habe an einer frohen Hochzeitsgesellschaft". Hat der Vrantführer die Hartuäckigen durch die Gewalt seiner Rede bezwungen, so führt er sie in das von singenden „Oglarji" und Neugierigen umstandene Hochzeithaus. „Die Hauptsackie bei einein Hochzeitgaste sei der Hochzeitsschmnck", meint der Brautvater und führt den neuen Gast zur „Druxica", die ihm einen Strauß anheftet, wofür er ihr ein Geldstück „für den Braut kränz" iu die Hand drückt. Früher bekam er darauf ein schön gesäumtes Taschentuch, welche Sitte an manchen Orten noch auzutl-effeu ist. Gegen nenn Uhr sehen sich die Brautleute in die Ecke, auf den Ehrenplatz: ueben sie die Eltern, dann die übrigen Gäste, je näher dem Brautpaare, desto größer die Ehre. Die Plätze besorgt der „Starejkina": der viel-geplagte Mann muß außerdem auf Ordnung bei der Tafel, auf Aufrechthaltung der strengen Vaueru-etikette ?c. sehen. Der Tisch ist mit Weizen und Heioeumehl-Schartelu besetzt: der größte steht, mit Blumen geschmückt, vor der Braut, den nimmt sie mit in ihre nene Heimat, wo er beim Scheiden der Hochzeitgäste uuter diese vei'teilt werden wird. Die unausbleiblichen „Nezanci" (Nudelsuppe) kommen dampfend auf den Tisch: der „StareMina" spricht ein kurzes Gebet und ersucht die Gäste, „was uns Gott beschert, freundlich anzunehmen". Es folgen die Speisen in altgewohnter Neihe: Schüssel an Schüssel steht znletzt dichtgedrängt vor den Gästen und immer wieder bittet der „StarejiUna" die „Hochgeehrten und Teuren", Speise und Trank nicht zu verschmähen. (Fortsetzung folgt.) — (Titelv erleihu u g.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Direktor des I. Staatsgymnasiums in Laibach, Herrn Andreas Senekoviö, anläßlich der von ihm erbetenen Versetzung in den bleibenden Ruhestand den Titel eines Negeiruugsratcs verliehen. -^ (Per so n a l nachr icht.) Seine Erzellenz der Herr Truppendivisionär Feldmarschall-Lentnaut Oskar Dill in a n n von Dillmout hat sich zur Korps-Übungsreise nach Görz und sodann zur In-spizierung uach Gradisca und Nonchi begeben. Auf die Dauer der Abwesenheit Seiner Erzellenz führt Herr Oberst Moritz Krziwanek des DivisionZ-, artillerieregiments Nr. 7 das Militärstationskom-mando sowie die Funl'tioiuen des Stationskomman-danten. — (Sitzung des k. k. Land es sch u l ra te s für Krain vom 15. Iuui 1i)0 7.) Eimaunt wurde zum definitiven Lehrer an der Volksschule in Haselbach der provisorische Lehrer daselbst Johann A r n 6 eki versetzt wnrde der Oberlehrer an der zwei-klassigen Volksschule in Kaltenfeld, Michael M ex a n, als Lehrer und Schulleiter au die einklassige Volks-schnle in Nußdorf. — Dem Gesuche einer pensionierten Lehrerin um Reaktivieruug im Schuldienste wurde keine Folge gegeben. — Bewilligt wurde die Erweiterung der zweit lassigen Volksschule in Birnbaum auf drei Klassen, die Ettveiterung der dreit'lassigeu Volksschule in Frauzdorf auf vier Klassen bei gleichzeitiger Aelassung der daselbst besteheuden Parallelabteilung nud die Errichtung einer Erkurrendostation für oic Ansiedlungen Zavrh, Pokoji^^e und Pade/, sowie oie Erweiterung der einklassigen Volksschule in Adle«i5i auf zwei Klassen. ^ Beschlossen wurde bezüglich der Regelung der Schulverhältnisse im Schulsprengel Sostro. — Hinsichtlich der Besetzung der Direktorstellen am ersten Etaatsgymuasium in Laibach und am Staatsgymnasium iu itrainburg, sowie betreffend eine Lehrstelle an der Staatsoberrealschule iu Laibach wurden die zu stellenden Anträge beschlossen. ^ Schließlich wurde eiu Inspektionsbericht zur Kenntnis genommen. — (Ehr u u g des Herrn Landeshauptmannes.) Am letzten Samstag erschienen unter Führung des Herrn Landesausschußmitgliedes und Laudeshailptiilannstellvertreters Povke die Vor-stände der landschaftlichen Ämter beim Herrn Landes-hauvtmaun Otto Edlen von Detela, um ihm aus Alilaß der Ernenuuug zlmi lebenslänglichen Herrenhausmitgliede ihre Glückwünsche darzubringen. Herr Landesansschußbeisitzer Pov » e gab in schwungvolleu Worten der Freude über die dem Herrn Landeshauptmanne zuteil gewordeue bohe Auszeichnung Ausdruck, wobei er betoute, daß dulich diese Auszeichnung die vielfackM Vorzüge und das patriotische, Wirken des Herrn Landeshauptmannes an Allerhüchster Stell« ihre Würdigung gefunden haben. Der Herr Lande s h a u p t tii a lt it dankte in herzlichen Worten nnd versicherte, daß ihn unter den vielen Gratulationen wohl die der Landes be am ten am! meisten fwue. Die Ehrung trug einen aufrichtigen und herzlichen, Charakter uud bewies, welch inniger Verehrung sich der Herr Landeshauptmann bei den Landesbeamten erfreut. — (Auszeichnung.) Seine Hoheit Herzog Panl Friedrich von Mecklenburg hat den Herru Apotheker Mag. Pharm. Hinlo Vrilli in Littai durch den Titel eiues Hofapothekers ausgezeichnet. Die Apotheke des Herrn Brilli zählt zu deu besteingerichteten auf dem Lande und wurde erst vor kurzem durch den Besuch des Heri-u Landespräsidenten Theodor Schwarz ausgezeichnet, der sich über deren Einrichtnng sehr lobend aussprach. — Herr Brilli fuugiert bereits seit Jahren als Lieferant der k. k. Staatsbahucn. — (Vom Postdicuste.) Die Postoffiziale Josef Hold und Josef Petri 5- in Laibach wurden zu Postkontrolloren ebendaselbst ernannt. — Die Postoffiziale Ferdinand Scarpa, Josef Bohus, Peter Kobnu, Kanziau Happacher und Adalbert Schis fr er wurden zu Postoberoffizialen ernanut. (Fachmännische Auszeichnung.) Herr Sauitätsrat Professor Dr. Alfred Edler von Va I e u t a-Ma rchthn rn wnrde, wie man uns mitteilt, auf dem gynäkologischen Kongmse in Dres-den zum Mitgliede der Teutscheu Gesellschaft für Gynäkologie gewählt. — (Kai serl i che A k a d cm i e d e r Wissenschaften in Wien.) In der Sitzung der mathe-inatisch-liatin-wissenschaftilicheu Klasse vom 13. d. M. überreichte Dr. M. Samcc eine Abhandlung, betitelt: „Zur Keuutuis der Licht-Iutensitäten iu großen Sechöheu." — (Eröffnung der Laibachcr Militär-schwi m mschul e.) Die Militärschwimmschule wurde für die heurige Saison gestern eröffnet und bleibt täglich von 7 Uhr früh bis 6 Uhr abends geöffnet. Zu deren Kommandanten wurde Oberleutnant Gustav Ritter Sza b ü vou Monte Belvedere des Iufanterirregiments Nr. 27 bestimmt. An Wochentagen von 10 bis 12 Uhr und an Sonn und Feiertagen von 5 bis ^/.11 Uhr vormittags ist die Benützung dieser Anstalt ausschließlich den Damen vorbehalten. Von '/^7 bis 8 Uhr abends ist die Schwimmschule ausschließlich für die Offiziere, Militärbcamten usw. reserviert. Der Zutritt in die zmn Schwimmen bestimmten Näunn? ist nur nach Abgabe der gelösten Eintrittskarten gestattet. Kinder begleitende Personen zahlen keine Eintrittsgebühr. Der Zutritt zur Mili-täl'schwimmschule ist gegen Entrichtung nachstehender Preise gestattet: 1.) Mit separierter Auskleidekabine: a) sur eine Zivilperson: für eine Schwimmlektion mit Wäsche 48 i> ohue Wäsche 40 1»; für 12 Schwimm-lektionen im Abonnement mit Wäsche -1 X 80 I», ohne Wäsche 4 K; für ein Freibad mit Wäsche 25 !i, ohne Wäsche 2<> !>: für 12 Freibäder mit Wäfche 2 K 80 l>, ohne Wäfche 2 I<: d) für eine Militärperfon des aktiven uud des Ruhestandes oder deren Familienmit' glieder: für eine Schwimmlektion mit Wäsche 82 I», ohne Wäsche 24 n: für 12 Schwimmlektionen im Abonnement mit Wäsche 3 lv 20 li, ohne Wäsche 2 K 10 d; für ein Freibad mit Wäsche 20 II, ohne Wäsche 12 d: für 12 Freibäder mit Wäsche 2 X, ohne Wäsche 1 Iv 20 d: 2.) mit gemeinschaftlicher Auskleidekabine: u) für eine Zivilperson: für eine Schwimmlektion mit Wäsche 86 I>, ohne Wäsche 32 1,-. für 12 Schwimm-lettionen im, Aboiineinent mit Wäsckie 8 I< W li, ohne Wäsche 3 X 20 n: für ein Freibad mit Wäsche 20 n, ohne Wäsche 16 k; für 12 Freibäder mit Wäsche 2 K, ohne Wäsche 1 Iv N0 1»: d) für eine Militärperson, des aktiven und des Ruhestandes oder deren Familienmit-glicder: für eiue Schwimmlektion mit Wäsck>e 24 II, ohne Wäsche 16 Ii; für 12 Schwinnulektioiien im Abonnement mit Wäsche 2 X 40 ll, ohlle Wäsche 1 l< 60 li: für ein Freibad mit Wäsche 12 !,, ohne Wäsche : für 12 Freibäder mit Wäsche 1 I< 20 I,, ohne Wäsche W Ii. Studiercnde der hiesigen Lehranstalten zahlen gleich den, Militäilchwimmschüler. Diejenigen, welche als Freischwimmer erklärt werden, haben ihrem Schwimmeister ein Touoeur von 1 K zu entrichten. Die Benützung von separierten Austteioekabinen darf nur auf eine Stunde ausgedehnt werden. Für die Aufbewahrung der eigenen Wäsckie in der Schwimm-schule sind monatlich 20 1, an den Vaoediener zu entrichten. Hunoe mitzunehmen, ist möglichst zn vermeiden. - (Die Tirn auer Pfarrkirche) war gestern abends znr Erinnerung an deren vor 5>0 Jahren (7. Inli 185)l>) erfolgt Einweihung sowie zur Vor-feier des Nameiisfestes des Pfarrpatrones iu der festlichsten Weise geschmückt. Vor dem Kircheneiugange hingen zwischen Maienbäumen Ketteu vou farbigen Lampious: das Portal sowie alle Feuster der Fassade waren vou elektrischen Lämpchen uinrahiut und ober deu Feustel-n erstrahlte eiu aus elektrischen Lichtern zusammengesetztes !., lvährend in der Mitte zwischen den beiden Türmen ein Bogen licht befestigt, war. Den Ausflüglern, die gestern abends die Anhöhen in der nächsten Umgebung der Stadt bestiegen hatten, um sich die zahlreichen Iohannisfeuer zu betrachten, bot die Kirche einen prächtigen Anblick: sie wurde aber anch in der Nähe von den Pfarrinsasscn selbst gebüh-reud bewundert. ' (Zwei Brände.) Gestmi um halb l! Mr nachmittag signalisierte der Feuerwächtcr vom Schloß-derge ein Fener in Selo. Es brannte die dreiteilige, mit Hen gefüllte Harfe des Besitzers und Manrers Matthias Nla/i5 total ab. Das Feuer lvar vou einem vierjährigeil Mädckien gelegt worden. — Vier Stunden später verkündeten zlvei Schüsse vom Schloßberge c-iu Feuer in der Nachbarortschaft, Moste. Wie wir erfahren, sind den Besitzern Iohauu uud Josef Ku«ar, Johanna Cunder und Matthias Vlax ihre mit Stroh gedeckten Hänser sowie einige Wirtschaftsgebäude ab-gebrannt. Das Fener soll durch Werfeu von bengalischen Zündhölzchen entstanden, sein. Ein 17jähriger Buii'che soll durch Unvorsichtigkeit ein solches Zünd' Hölzchen anf ein Strohdach geworfen haben, wodurch letzteres sofort Feuer fing. Der Bursche kletterte aufs Dach, um den Brand zu löschen, fiel aber hernnter. Als er sah, daß sich das Fener mit Blitzesschnelle verbreitete, lief er davon und soll bis jetzt uoch uicht zurückgekehrt sein. * (VondcrStraß e.) Als vorgestern der Besitzer Valentin Jagodic aus Moste mit seinein Heu-wageu bou der Karlstädter Straße auf die Gruberstraße einbog, stürzte der Wagen saint den darauf be< findlichen Personen um. Der elfjährige Sohn des Besitzers sowie die Magd blieben unbeschädigt, der Besitzer Jakob Bokavüek ans Moste aber, der gleichfalls mitfnhr, blieb einige Zeit hindurch bewußtlos auf der Straße liegen. Vom herbeigerufenen Polizeiarzte, Herrn Dr. Illuer, wurde nur eiue leichte Gehirnerschütterung konstatiert. — Auf der Gruberstraße wurde eine 82 Jahre alte Stadtarme von einem Nadfahrer niedergestoßen uud erlitt beim Falle mehrere Verletzungen am Kopfe. Gegen den Nadfahrer wnrde die Alizeige erstattet. * (Ein Wüteri ch.) Der 24jährige, nach Weiz zuständige Johann Neuhold war Fensterputzer bei der Firma Karbl, Aus Rache, weil er entlassen worden war, kam er diesertage iu die Holzlege seines gewesenen Dienstherru, fing eine Henne, packte sie bei den Füßen uud schlug sie so lange au die Latten, bis dem armen Tiere die Gedärme heraushingen. Der Wüte' rich wurde, da er arbeitslos herumzog, verhaftet und dem Gerichte eingeliefert. Uaioacher Zeitung Nr. 142. 1329 24 Juni 1907. -- (Bez i rks l ra n ke n ln sse inLaiba ch.) Iin Gartcnsalon der Nestanratian „Zllin Üöwcn" fan^i gestern vormittags die dicsjcihrigc ordentliche Genm'nwel'salNlnlung der Tclegierten der Vezirt's-krankcnkassc Laibach statt, zn loolchcr sich 29 Arbeitgeber nlid 81 Arbeitilehmcr ein^efiniden hatten. Ten Vorsitz führte der provisorisch Obmann Herr Ignaz Ö a ni o r n i k, als Vertreter der Aufsichtsbehörde fungierte Magistraw-at kesef. Nach Verlesnng des Prototo!l5 der letzten ordentlichen Generalversammlung erstattete der Kasse- und Ncchnungsfnhrer Herr Otto Pel au anstatt des Obmannes den üblichen Jahresbericht. Der gclvesene Obmann des Verwal-tungsauoschusses Herr Vreskvar sowie dessen Stellvertreter Herr Vilfan haben in der letzten Zeit selb-ständige Gewerbebetriebe eröffnet und haben sonnt aufgehört, versicl>cn!nasvflichtine Mitglieder der Ve-zirt'skrankent'asse sowie auch Mitglieder des Verwaltung sau-Musses zu sein. Über Anordnung dec- Ttadt-magistrateo trat daher der Venvaltungsausschuß am A). d. M. zur Wahl eines provisorischen Obmannes znsammen. welcher bio zur Koustitiliening dco neuzuwählenden Vel-walwngoausschusses die Geschäfte lei-ten sollte. Zum provisorischen Obmamw wurde Herr Ignaz ^mncrnik, zu dessen Stellvet-treter Herr Pe-trovöiö gewählt. Da der provisorische Vorsitzende na-türlicheriveise über die Geschäftsführung der Krankenkasse noch nicht genügend informiert sein konnte, -wurde Kasseführer Herr Pelan mit der Erstattung des Jahresberichtes betraut. Wie wir seinem Berichte entnehmen, hat sich das Ka>ssevenuögen, refp. der Ne° servefond im abgelaufenen Jahre um 5540 X 18 I. vermehrt und beträgt mmmehr 95.108 X 55 ll. Die Mitgliederzahl belief sich im Jahre 1RX3 ans durchschnittlich 5l)18 Personen, die hö^iste Zahl im Monate August ll>577), die geringste im Monate Dezember (515l)). Im Laufe boo Jahres waren 1W4 Erkrankungen und 11 Sterbefälle zu verzeichnen. Die Durch, schnittsdauer der Erkrankung betrug 2l'. Tage. Der ärztliche Dienst wurde von vier fir angestellten Ärzten und verschiedene,: Tpezialisten besorgt. Die Einnahmen der Ve;irk5krankenkasse beliefen sich im Berichtsjahre auf 1M.15! l< 12 ll, die Ausgaben ans IM.NI^ Kronen 94 n nnd hat sich sonnt der Mservefond inn 5510 X 18 n vernwhrt. An Krankengeld wurden den Mitgliedern ausbezahlt 42.915 X 95 n- weiters beliefen sich die Kosten der Ärzte und der K-rankenkontrotte anf 17,^77 K 17 n. die Ansgaben für Medikamente und Heilmittel anf 12.507 X 59 n, die Spitals- und Transportkosten auf 15.211 X 80 k, die Veerdigungs. kosten auf 148tt X 8 1i, die VerwaltungZkosten auf 12.04N l< 54 n und sonstige Ausgaben anf 157l I< 81 li. Der Bericht wnrde genehmigend zur Kenntnis genommen und dem Venvaltungsrate das Absolnto rium erteilt. Bei den hierauf folgenden Nenwahlen wnrden gewählt, und zwar in den Verwaltung s> ausschus;: :l) seitens der Arlx'itgeber die Herren Valentin Accetto, v.gnaz s'amernit', Dr. Josef Fnrlan und Adolf Petrm: d) feiteus der Arbeitnehnier die Herren Anton Gaspari, Michael Noxanec, Karl Ja-pelj, Matthias Dr/aj. Alois ^cstak, Michael Popovi^. Karl Tekavc und Franze Vartl: in den Nevision s-aus schuf;: ii) seitens der Arbeitgelx'r die ,«oerren Josef Lehner, Josef Weibl und Angust ^abkar-, d) seitens der Arbeitnehmer die Herren Thomas 5wvc-i<-, Franz Garafol, Franz Stanovnik, Johann Medica, Johann Mlinar nnd Elias Midrov^ii''- schließlich in das Schiedsgericht: n) seitens der Arbeitgeber die Herren Jakob Accctto, Fmnz Kalmus und Johann Zakotnik: d) seitens der Arbeitnehmer die Herrn Johann Vajda. Johann Vehar, Franz Hleb«, Va lentin Sajovic, Bruno Koszler und Naimnnd Novo-bradsky. Die nengewählten Ausschüsse werden sich in den nächsten Tagen konstituieren. ** (Zur jüngsten E i sen ba h n erver-sammln n g.) Zu unserem Berichte über dw Eisen-bahnerversammlung, die am 19. d. M. abends im Gastha-nse „Zum Löwen" stattfand, wird nns von be° rufencr Seite folgendes geschrieben: Die unvollständige Berichterstattung einzeliror Blätter über diese Versammlung, insbesondere aber die Wahl eines StaatZbahnbeamten zum Vorfitzenden, gibt leicht zu Mißdeutungen Anlas;, ja könnte fast die irrige Meinung wecken, als ob die Beschlüsse, mit denen der Eisenbahnvcrn>altung der Kampf angekündigt wird, ihre Spitze auch gegen das Eisenbahnnn'nisterinm als' ödeste Behörde der Etaatsbahnen richten. Das ist keineswegs der Fall! Die Versammlnng wnrde über Wunsch der Südbahnbeamten einberufen, damit ibren Forderuugen gegenüber ihrer Verwaltung der nötige Nachdruck verliehen werde. Diefe Forderungen gip feln aber hauptsächlich in Errnngenfchaften, deren sich die l. k. Staatsbahnen schon längst erfreuen, denn sie umfassen in erster Neihe die Negulierung der Gehalte, Schaffung einer Dienstordnung, bessere Avancements-Verhältnisse, Nachtdienstznlagen u. dgl, m., beim Ar beiterstande die Einführung der Provisioniernng und Stabilisierung, wie sie bei den Staatsbahnen längst besteht. In einem anderen Sinne ist die Zustimmung der wenigen Teilnehmer aus dem Stande der Staatsbahnbeamten nicht aufzufassen, da ja die Beschlüsse jener Versammlung gegen das k. k. Eisenbahnministerium um so weuiger am Platze wären, als das letzte Jahr den Bediensteten der k. k. Staatsbahnen die Er-füllnng einer stattlichen Zahl von Fordernngen und Wünschen beschert, die seit Jahrzehnten vergeblich an-gestrebt worden waren. Wir heben namentlich hervor: Beginn des Alifangsgehaltes bei Beamten nn't UiM l<; Gewährung eines Uniformpanfchales für Aspiranten; Öffnung der 7. Dienstklasse für altgo diente Beamte der 8. Dienstklasse ohne Rücksicht auf den Posten, den sie bekleiden; Einbeziehung von 40 ^, des Wiener Ouartiergeldes in die Pensions- und Pro visionsbemessung; Erhöhung des Quartiergeldes um 15. bezw, 20 A? usw. Für Diener und Unterbeamten wurde ein automatisches Avancement mit Erhöhung der Anfangsgehalte, bei sehr günstigen kurzen Vor-rücknngsterminen und außerordentlicher Beförderung eingeführt. Die Löhne der Arbeiter erfnhren namhafte Erhöhungen und es wurden regelmäßige Termine für Lohnaufbesserungen eingeführt. Es ließen sich noch zahlreiche weitere, von echt humanein Geiste zeugende Verfügungen zum WMe der Bediensteten der k. f. Staatsbahnen anführen, die gewiß alle Urfache haben, für die großen Errungenschaften der jüngsten Zeit dankbar zu sein und auch voll Zuversicht in die Iu-kunft blicken können, da weitere und einfchneidende Aktionen zurVcrbessernng ihrer Lage geplant sind und schon die nächste Zeit den Arbeitern, Dienern und Unterbeamten bedeuteude Vorteile zuwenden wird. Die übelwiegende Mehrheit der Bediensteten der k. k, Staatsbahnen verschließt sich auch uicht dieser Einsicht und wünscht nur. daß die Verwaltungen der Privat-bahnen das großherzige Vorgehen des Eisenbahnniini-sterinms nachahmen mögen. - (Inspektion,) Aus Laos wird uns geschrieben: Der Herr Üandesschnlinspektor Fr. Levec inspizierte in dm letzten Tagen die vierklassige Volksschule in Zirknitz, sowie die vierklassige Volksschule in Altenmarkt bei Laas mit ihren Erkurrendostationen iu Otok und in OberSeedorf am Zirknitzer See nebst den drei Parallelabteilnngen in Pudob. Auch befich tigte er den Bau der vierklassigen Volksschule in Jggendorf. Die Volksschule in Atenmart't zählt mit allen ihren Parallelabteilungen und ErPosituren elf Klassen, die teils im Schnlhause in Altenmarlt, teils in vier gemieteten Häusern untergebracht sind, und wird von ül>er 700 Alltagsschülern besncht. Anch nach der bevorstehenden Eröffnung der Volksschule in Ig-gendorf mit vier Klafsen und bei Beibehaltung der Erknrrendostationen in Otok nnd Ober-Seedorf bei Altenmarkt nal>ezn 460 Schüler verbleiben. (Ein Kindert r unke n,) Am 10. d, M, gegen 8 Uhr abends ließ die Inwohnerin Johanna Ambro/i? in Zaborkt bei Lufttal ihr 1 ^'jähriges Kind in der Nähe des Mlinica-Vaches mit ihren anderen Kindern im Alter von 5 bis 8 Jahren spielend zurück. In ihrer Abn^senheit fiel plötzlich das N/2 Jahre alte Kind in den Bach und ertrank. —I. Telegramme its l. l. TeleMen'smesMdenz-Vnlttns. Die Borgänge im Süden Frankreichs. Pari s, 23. Juni. Um V4II Uhr vormittags cr schien Marcelin Albert im Gebäude des Miuistcriums des Innern. Er wnrdc sofort zum Ministerpräsidenten Clemenceau geführt, der nn't ihn, eine dreiviertelstün-dige Unterredung hatte. Clemenceau machte ihm zunächst sehr heftige Vorwürfe und führte ihm dk' schwere Verantwortlichkeit vor Angen, die er auf sich geladen habe. Albert legte unter Tränen die Absichten dar, von denen er sich habe leiten lassen und bat Clemenceau um dessen Nnt, wobei er ausrief: „Mein Gott. wenn ich all das wieder gut machen könnte." Clemenceau erwiderte nnr: „Stellen Sie sich der Behörde zur Verfügung!" Er entließ ihn, ohne ihm Polizei folgen zu lassen. Albert verließ das Gebände durch eine Seitentür, nm Interviews aus dem Wege zn gehen. > Paris, 2!i. Juni. Aus eine Anfrage über die t provisorische EntHaftung Ferronls und der Mitglieder 1 des Komitees von Argelliers erklärte Ministerpräsi- - dent Clemencean, die Negiernng habe über dieseFrage ? noch nicht beraten können. Den im Ministerium des - Innern im Laufe des Vormittages eingelaufenen De-.' peschen zufolge konnte der Ministerpräsident ver- - sichern, daß die Nacht überall ruhig verlaufen sei. Cl?> ) mencean berichtete dem Präsidenten FaMres über den Besnch Alberts. t Athe n, 22. Juni. Die „Agence d'Athenes" mcl-' det: Ein hier veröffentlichtes Kommunique besagt: Nachdem die offiziöfen Nachrichten aus Sofia trotz s allen Dementis dabei beharren, die Authentizität des ? angeblichen Schreibens des Ministers des Äußern, - Skuzes, an den Präsidenten des mazedonischen Komitees aufrechtzuerhalten und noch dazn behanpten, daß > die Athener Polizei über Anstiften der gnechischen I Negierung einen Mann, der im Besitze jenes Schrift- - stückes war, ermordet habe, wird hier erklärt, daß man ! es nnter seiner Würde halte, auf derlei Mystiftkatio-; nen zu erwidern, die ein System von falschen Nach- - richten darstellen. ! Mit 1. Juli 190? beginnt ein neues Abonnement auf die Daibacher Zeitung. DiePränumerationS-Vedingungen bleiben . unverändert und betragen: , mil Vostoersendung: für Haibach: > gänzjährig . . »0 3 — d ganzjährig . . 22 k — b halbjährig . . I» » — » halbjährig . . »» » — » vierteljährig . 7 » klO » vierteljährig . 5 » »V » monatlich. . . 2 » llv » monatlich. . . l » 85 » Für die Zustellung ins Haus für hiesige Abonnenten per Jahr 2 Kronen. MM^ Me ?ranumerationl Nettsge wollen ponollei luge»ensel «vel1itll3 vitH«. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 806 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. H 3) — ^ « «-2 „y 2U. N. 7876 281 W. mäßig halb bewöltt! 9U. Ab. 737 3 22 2 windstill theilw. heiter, 7U.F. 7.W 1 18 b SW. schwach teilw. bew. 23. 2U.N. 734-6 27 9 SSW. z. starl teilw. heiter 0 0 9U.Ab. 733 b 22 1, SW. schwach teilw. bew. ! 24,> 7 U. F. , 736-5 12 0, 3i. mäßig , Regen 330 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 22 8', Normale l8'5', vom Sonntag 22-8°, Normale 18 6° Nachts starkes Gewitter. Verantwortlicher Redakteur: Anton Auntel. Anläßlich der Eröffnung dor Ausstellung für neueste Erfindungen in Olmütz am 15. d. M. interessierte sich der Protektor der Ausstellung, Erzherzog Josof Ferdinand, besonders für das Objekt der I. österr.-uug. Fichteninworke in Troppau. Er ließ sich vou dem Chef der Firma, Herrn Karl Ebel, der die Ehre hatto ihm vorgestellt zu werden, das WeBen, die Verwendbarkeit und die Wirkung dieses neuen Ungeziofer-Vertilgungsmittols ausführlich erklären, sprach seine besondere Befriedigung aus, daß dioseB Mittel auch bei Pferden und Hunden mit bestem Erfolge verwendet wird, um sie gegen die plagenden Insektenstiche und sonstigen Ungeziefer zu schützen. Der Erzherzog versichert© Herrn Ebel, daß er gewiß das «Fichtenin» an seinen eigenen Tieren in Anwendung nehmen lassen wird. — „Wat ist Fiohtenln? Fichtenin ist das einzige patentierte Mittel, das sofort jedes Ungeziefer tötet. Wanzen, Schwaben und Russen in den Wohnungen, Raupen, Blattläuse, Blutläuse und Milben auf Bäumen uud Pflanzen, Kopfläuse und Viehläuse etc. Wer sich mit Fichtenin wäscht, bleibt von Gelsen verschont. Bremsen und Fliegen meiden mit Fichtenin ein-geschäumto Pferde. Bester Schutz für Pelzwork und Winterkleider, donn in Kästen, die mit Fichteninlösung gewaschen wurden, gibt es keine Motten, keine Schaben. Fichtenin ist vollständig giftfrei. (2541) wer die Strömungen und Bestrebungen unseres ^m m m j^ j^ ^ m ^^ modernen Kunst- und Geisteslebens in einem ¦ 11 i* II Ms §1 humoristisch-satirischen Zeitspiegel betrachten I |j li ^^ 111 #J und verfolgen will, der lese jeden JKontag 1 J% jfi %0 M\ Q0% die neueste jfommer der pnehner M0 mamm^m wammm wmimmm €inzelverkauf und Abonnements bei lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibaoh, Kongressplatz ]{r. 2 und Südbahnhof (Kiosk) sovie in Steinbrück, Südbahnhof (Kiosk), i Laibacher Zeitung Nr. 142. 1330 24. Juni 1907. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ^5^^ Anstalt für Handel nnd Gewerbe in Laibach Franz-JTosef- '^vSlfe?^' Ä *; *- » «s » «s ]Wir>. 9. ^VUtienlc«.pit«.l Iv 120,000.000— *r1>t|5v^ Reserveiond K 63,000.000-— (1713) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. - Verwaltung von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 22. Juni 1907. Die notierte» lturse verstehen sich li, Kionenwähruna. Die Notierung sämtlicher «lticn und der „Diversen Lose" versteht sich per Stucf. «eil Ware Allgemeine Staatsschuld. i, «einheitliche Nenle l lonv, fteuerfrei, Krone» (Mai-Nov.^ per Kasse. , 87 7< 9?ös betto l»b"<<> i860 er Staalslose 500 fl. 4"/, ,49 2.' 151 ib ^8»0er „ 10U sl. 4«/<,2055< 20? nt 1884er ,, 100 sl. . , 25l 3l 2»8'2< ,«S4er ,, 50 fl. . .2518» ^8'^< Dom.-Psanbbr, b 120 sl, 5«/„2su-bc 28l 5l Staatsschuld d. i. Meichs. rate vcrtretcncn König' reiche und Länder. Österr. Goldrente, stsr., Gold per Nasse . . . , 4"/„ li6 1i »16 »t ibsterr. Rente >» Kronenw. stfr., K. per Kasse. . . 4°/« b?-70 8? »c betto per Ultimo . , 4"/„ 97 ?< 8?-8< Ost. Investition«,-Rente, stfr,, «r. per Kasse . »>/,"/« »7-bk, 88l>.° ß»senblll>N'zt»a!«s<»!ull!. oeischreiliungkn. Eli sabetl'bah» i» G,, steuerfrei, zu 10,000 sl. , . . 4°/« --- —-Franz Ioses-Bahn i» Silber (bio. Et.) . . , b>/<"/„ lLi-?l !l2-7< Val. Karl Lnbwig-Val,» I» »<»»t»lchnld«llsch» delto Liuz-Vudweis 2N0 fl, ö. W. S, 5'/.'Vn , . . . !34'5< 436'5> betto Salzburg Tirol 200 . ü, W. L. b°/„ . . , .428-48«- Veld Ware Do« Hl»»!» zu« z«hlnng UK«» nowmeul GistnoahN'Prlol fbllgutixnln. ^bhm. Westbahn. Em, I»».', 4ÜN Kronen 4°/„. , . s'<'.» 88 ?< »lisabeihbalm ßvo und »00U V<. 4 ab >(,°n..... 114-b« >,bb< lili!l>bell,bll!,n 400 und 20N0 Vl 4"/^........l14-ö< llöbs ssra»z Io!ef«>t!ahn Em. l««4 (biu. Et,> Eilb, 4°„ . , 8? kl v»'«l Galizisch,,' Narl Llidmia^Vlld» sl, 3, b°/u 108 2t >><> Ll^ Vorarlberg« Bahn lfm, i»»4 (div, C>) 3i!I' 4". , , !»7'?b ^8 7.' Staatsschuld der Länder der ungarischen Krvnc. 4V« M>g, Goldreife >>cr jtassf . in 25 >11'^ 4"/^ d,'lo V^r Ultiü,» 111 2b «11 4b 4°„ >,ng, Mrntc in ltroncn »ü!»r, sürci pel i»c,i,l' , , S3 U<> 83 5> 4^,,, ditto p« Ultimo :'» «e 3» 5.' 3'/,"/^ drtto prr Kasse . «2 ii 8ö 4l Una,. Prämien An!, i> wu fl. . lk» — 181 -d»>tto ü üC fl. , 18» - <«i - 3hlihü!>cg,-Los' 4".......l4!i>- ,45-- 4°/„ unnar. Gnmdentl.'Oblig 82^0 82 8l 4°« lroat. u. Ilav, Grundentl. Oblin........»l!-— - -- Andere össentliche Nnlehen. Vokn. La»dee.«nl. (div.) 4",, 9!i'1d 82 15 Bosn. - Iiercen. Eisenb, - üanbel. «»lehen (div,) 4 >/,»/„ , 98'10 lW li zo/^ Tllnllu-Meg.^'inlelhf i«?8 in« ee lC4 Lb W,e»si Verlehr« «nlribe 4°/« 88 1! 5» I) betto 180» 4"/l, 88 2l 83 25 «nleben der Vtadl Wien . . l«U ž« ><»i ?> detto the» verlo«b. 3°/<> 8i< - S8 - Vulg. SiaalLeilenb. H>ip.-«»l. 1889 Gold , , . . «»/„ IIS 7' l2ü7( Bulg. Elaat?' Hypothekar «nl, 18S2.....«"/« 118 4l> 120 45 Velo Ware Pfondbricfe ,c. Vode»lr,,«lI<,.üs!.i»bc>I.»l.4»/l, 8?'- S7'70 Brl,m, H 89 3b l^ntral-Vod.-kred.-Vl., osterr., 4f> I, »erl. 4'/,°/» . . lUI 5» 102»s ^riltral Voo,-Kred,.Vl,, österr., «zI, uerl. 4«/u ... !<8'7< 89'70 N led.-Inst..«sterr,, <. Verl.>Un». u,öffcnp.^lns:,4°/° 36-25 88-25 dctl« i„ll. 2"/„ Pr, verl. 3>/,°/o 81 ?t 92 ?l> detw K..Echuld!ck>, vsll. 3>/,°/n 81'5> »i!ü<> dello »rrl, 4°/« SS'iö 881i> l^sler^-uugar. Ban! b^> iähr. rrrl 4"/^ ö. W, , . . S8'«< 88 »^' drill' 4"/„ Kr.....89 45, 1N«> 45 Sparl. i.0st.. «N I. verl 4°/« 100- 1«u 4l> EiscnbnhnPrioritättz. Oblilzationcn. ssrrdiuaüde.Äcordbah» E'il. 1886 — ^ -'- dkllo Tm, 1904 —-^ - — Ofterr. «ordwestb, ^oc f,. S. iou u< »04 8< Etaatbbah» 5N0 Fr, . . — -- - -^üdbahn il 2"» Jänner.Juli l»«u Fr. U'" El.i , , . 2Sb'»b «8? »b Lüdblll,'!, b 5"/,...... 1225! <2U bl> Diverse Losl per S^>cl), l!»lzw»llH« f»se. 3" „ ^rt»ülred!t.Lo!e Nm. 1880 258 - 2»>-— dctio ,„ I oiiau > Negnlierungs - Loss 10« fl. 0. W. , . . 244'25 254 i-ü Serb, Präm..«nl. v. lU0Fr,i<^ 82— >"» - z>n«rzw»llchl ko>e. Bl!d>>p,.Basilika (Dombau, b fl. 21 ic A3 1<) Kreditlose NW sl...... 428'— »3» - Clarn.Lofe 4U sl, K. M. , . 133' 143- i/sencr ^ose 4<» 0b»8. 4yo H». per Kasse , , . iS! u» 18«-sic detto per M. . , l«i 9U i««'8<' iLiener Komm,»Lose v, I. 1874 4«l- 4?i-«ew.'Sch.d. Zo/^Präm,.Schuldn. ^. Vodenlr..«nst. Em. 1869 73- »g-- Nltien. Hlnn»porl>jlnlem«h»nng»n, «ussig.Tepl, lkiirub, boa sl. . 238») — ^4<„> Vü!,m. Norbbaliu 150 fl. . .348— Z5o-- ^lijchtichrader Eijb. 5«<» sl. KM, ^'870 — 288« - dctto (lit ll,j «no fl. per Ult, lu?ö — ,c>8>) -konau . Tampsschlssahrts > Ges., l., l, l, vriv,, 5NN fl, KM. 89V— i^o - Tux'Vodenbacker Tisb. 400 Kr. 5äö— tbO'— ^«diua»d«.Nordb,i0uafl,KM. 5e>4l)-— 5ö5 .'S4 - lllllhd.östrrr.,Trieft.,500sl.KM. 455-- 4l>8- t)slerr. ^turbwestbadn «- 222 - ir>aa!5ei!l>, 200 il, T, per Ultimo 662 5" 6^8 ü< L»dt>, 2W fl. Silber per lUünio 135-5» 1«ü 5» »üdüorddeutschs Verbinbungeb, 2NU sl. KM...... 398'— 40!) «t! TramwaU'Ges., neue Wiener, PriorUa'te.UNien 100 sl. . —-— — -Ungar. Weslbahn (Rallb.Vtaz) 2U" fl. S....... 408 — 4S4-75 Wr. Lolalb,.Nltien.«es. 200 sl. 2l.<0'------- V«nlen. «»«lo.csterr. Vaul. IUU sl. , , 2W - «oo 5b ivaülverein, Wiener, per Kalsr — '— —'— dcttu per Ultimo . . . 53425 5»z i5 ^odentr,.Anst. »sterr,,200fl.L «ui,^-— 1026- ZrnN'Vod.'Kredb. »st., 200 sl. 544-- 54« -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe. 1«o sl,, per Kasse — - -.-— drttu per Ultimo >«<« — 64?-— Kreditbanl alln. nng., 2 5« 747 5> Tepolltenbanl, allg., 2<>!> sl, 461 - 4Ü5 - Eslouiple > Gesellschaft, nieder« östcrr., 4«>l> Kronen . . , 556 - 560 -O,ri" und Kassenverein, Wiener, 2UU fl....... 457 - 4n9'— Hupothetenbanl, österreichische, üUU sl, AU"/« E..... 28s- i!9«'- Uänbcrbanl, bNerr,, «o« sl. per Kasic..... -'- -- deltu per Ultimo . , . 483 50 434 5» „Merlur". Wechselst, .«ttic». Gesellschaft, 2ou sl, , . . «05 — n<>7-- «ileld War» bsterr.'ung. «anl 14o<> «rone» 1766 - 17?» - llnionbanl 200 fl...... 523 25 5»a 2', Lerlehrsbanl, alla., 140 fl, . 32S 50 33ü 5c Intnftlil.zlntemelMNNgln, üauges,, allg, »sterr,, 10» fl. . >23'- ,^? — «nixer Kohlenbergb.--Ges. 100 fl. 7I8-— ?25 — ^isenbahnw,»Le!hg., erste, ic»l> fl. 185- 199 — Mbemühl", Papiers. u.V.'G. 193— 195 — ileltr,>Gr<., allg. ssterr., 200 fl, 4«i — 432 — detto internat., Luofl. 608— ui^ — pirtenberger Patr.», Zünbh. u, Met,.ssabrll 4N<> Nr. , . 1088 — l090 — tjiesinger Ärauerci 10» sl, . . 278 — 27» — Ui°ntan.Oelellsch,,üsterl..alv0 fl, ... 440- 446 -ljragrr Eisen.Ind.»Ges. Ein. l!M5, 200 fl...... 2530 — i!53z - Xima>Muiany > Salgo»Tarjaner ^Tarj, Eteinlohlen 10« sl, 5k« — 572 — ,Nchlöglmnl,I", Papiers,. 200fl, 348- 8bl' — .Schodnica", «..«. ». Petrol.. Ind., 5au Kr..... bl? — zze - .Stenrermiihl", Papierfabrik und V>G...... 4za— 453- — trifailer Kohlenw-.G. 70 fl. . 257— 8««- — curl, Tabalregis.Ges »00 Fr. per Nasse . --> — - detto ver Ultimo 42a — 421- — l»afsenf..Ge!., üsterr,. in Wie», 100 fl........ 525- 527- lLagno»»Le>hansta!t, allgem,, !» Pest. 4U0 Kr..... - -- - - llir. Baugesellschast »no fl. , . ,55'- 1:6 - Menerberger ZleaeII..«l!>Ge!, 740— 74!»- Devisen. K»l,« Zichten nn» Achtlll». «msterdam...... 199 85 20005 deutsche P!ähe..... 11? 80 N8 — London........ 240 95 241-20 Italienische Äantvläy,- , . 85 85 86 — Paris........ Sn 77' »5 90 Zürich und Balel , , 95 75 »«.-St» Valuten. l)ulaten ...... ll'33 1137 »o-sfranlen Lliillr , »s 19 19 2l !«>Warl-Ltücle...... !i^ 52 2» 5? deutsche Reichsbanlnolti! , . i>?>75 iz? 8i italienische Äaulnaten , . 9ü 7Ü 9b'85 itubel-Noten . »-:>!»" z 53 I^J-^'^^f- "v"»r2Ka'»f .. . I _B~. #3« IWlav«»* Privat. - Uenota (Safe-Üeiiuäits) I.OMen Ktc, l>ev«H«ii und ValuK'ii. I B«,n3r- -U.33.d- ~W<ä C ll. S1 e X g" e S C Ib. & ft Vntar elstntBa V«t«ch.lii«a d»r P*rt«L (4) Los-Versicherung. I,nlb»cli, NtrltnriinsM«-. Verzinsung von Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf filro-Kente.