225 Amtsblatt Mr Lailmcher Leitung Nr. 30. Donnerstag den «. Februar 1868. (39—2) Nr. 9445. Kundmachung. Mit Beginn des Schuljahres 1867/8 kommen neun Plätze der Carl Freiherr von Flödnig-schen Blinden stiftung im Blindenerzichungsinstitute in Linz zur Besetzung. Auf diese Stiftung haben Anspruch arme, hilflose, in Kram geborene, insbesondere verwaiste blinde, jedoch sonst gesunde und bildungsfähige Kinder beiderlei Geschlechtes, welche das siebente Jahr vollendet und das zwölfte nicht überschritten haben. Die mit Stiftungsplätzen betheilten Stiftlinge sind mit ciuer Werktags- und einer Sonntagskleidung, ferner mit drei Hemden, zwei Paar Strüm pfen, zwei Paar Schuhen und einigen Sacktüchern ^ Versehen von ihren Acltcrn odcr Bormündern nach Laibach zn bringen, von wo aus sie auf Kosten des Stiftungsfondes nach Linz begleitet werden. Acltcrn und Bormündcr, welche sich für ihre Kinder und Pflegebefohlenen um diese Stiftungs-Plätze bewerben wollen, haben ihre mit dem Tauf' scheine, dem Impfungs- uud Armuthszeugnisse, dann mit dem ärztlichen Zeugnisse über die Gcsuudhcit und Lehrfähigkeit des Kindes documcntirten Gc suche durch das betreffende k. k. Bezirksamt und in der Stadt Laibach durch den Magistrat bis 20. Februar 1868 anher zu überreichen. Laibach, am 25>. Jänner 1868. K. k. Landesregierung für Krain. (40—2) 3ir. 297. Kundmachung. Vom krainifchen Landesausschufse wird hie-uiit bekannt gemacht, daß die hiesige Landescasse ermächtiget worden sei, aus den disponiblen Ueberschüssen der seiner Berwaltung zugewiesenen Stif tungsfonde, als des P. P. Glavar'schen-, des Wai-scnstiftungsfondcs zc., krainische Grundentlastungs-Obligationcn odcr Schuldverschreibungen des Staats-anlehcns vom Jahre 1860 anzukaufen, daher die Besitzer folchcr Obligationen die letzteren auch in der Landcscasse verwerthen können. Laibach, am 24. Jänner 1868. Vom krainilchcn Landes-Auofchuffe.