Nummer 37. pettau, den 13. September 189«. VII. Jahrgang. PettauerZeituiG erscheint jcdcn F»onmag. Preis sir Pettau mit Zustellung inSHau»: Uierteljährig fl. 1.20, halbjährig jl. 2.40, ganzjährig st. 4.80, mit Postvcrsendung im Inland?: Vierteljährig fl. 1.40, halbjährig fl 2.ÖÜ, ganzjährig fl. 6.60. — tfin^lut Nummern 10 kr. AlMelter: J»sef gelSner. »llerheilige-g-sse 14. - «erwaltu», .«d «erlag: W. «linke, vuchha.dl.ug, Hauplplatz Nr. ß. Handschriften werd«» nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge siud Erwünscht und wollen längstens bi« Freitag jeder W»che eingesandt werden. Zu den Wahlen. Die Signatur der letzten Woche, insoweit es sich um Wahlagitation handelt, ist der scharfe Kampf zwischen der Kaltenegger- und Morrepartei. Allein während die Anhänge MorreS nur sachliches vorbringen und Herr Morre selbst sich nur an die Wahrheit der Thatsachen hält, und seine drastische Redeweise als scharfes Schwert, feinen unantastbar ehrenvollen Charakter als blanke« Schild in diesem Kampfe berffltzt, kämpft sein Gegner Kaltenegger mit dem widerlichen und gif-tigen Waffe» der Unwahrheit und Verdrehung allbekannter Thatsachen zu seinen Gunsten, halben Andeutungen über sein doch allbekanntes Ver-hältni» zur Hohenwart-Partei und der Berdäch-tigung ehrenwerther Männer. Da« Leibblatt dieser Partei in Steiermark steht alt stramme Schildmaid hinter Herrn Kaltenegger und e» kommt diesem Organe nicht darauf an, selbst so entschieden konservative und katholische Männer wie Baron Friedrich Carl RokitanSky auf ein« Art anzuareifen, die ebenso weit entfernt von christlicher Nächstenliebe ät« politischer Klugheit ist. Noch mehr. DaS „Grazer Volksblatt" hat auch die höchste kirchliche Instanz der Diöeefe in den Wahlkampf herabgezogen, indem eS unlängst die Behauptung ausstellte, das« die conservative Wählerliste mit Genehmigung deS hochw. Fürst-bischofeS aufgestellt worden sei. Diese Behauptung, welche keinen anderen Zweck hatte, als Wähler- Jang für Kaltenegger zu betreibe», mußte das ZolkSblatt widerrufen um e» thut das i» der Art Geh n Sie zum Volksfest? „Gehn Sie zum Volksfest?" frägt Herr Zierlich das Fräulein Emmi, für welche« er schon, seit er im ersten Modewaarengeschafte der Stadt in Condition trat, eine stille Neigung hegt, al« sie drei Meter crömefärbige Rüschen verlangt, mit einem ©liefe, der selbst ein Aiier'sche« Glüh-licht überstrahlen und einen alten Feldkessel in einen Schnellsieder verwandeln konnte. „Gewiß, wenn'« nur schön ist", erwiedert Fräulein Emmi verheißend. »Ich habe einen Cousin bei den Siebenundachtzigern", setzt sie neckend hinzu. Herr Zierlich macht ein Gesicht, als hätte er ein Douche-bad genommen, so verfröstelt sieht es aus. „Einen Cousin!" wa — was ist er den» ? frägt er stockend. Die Schlaue scheint die Frage über-hört zu haben nnd sagt leichthin: „Bitte ein andere« Muster, da« ist zu gelb. Werde» Sie mitwirken, Herr Zierlich?" Er legt ei» anderes Muster vor. „Mitwirken? als was denn? konnt' mir einfallen! Ich bin ja kein Comiteterer", sagt er beleidigt. „Na, na, wirken ja viele Herren und Damen au« der besten Gesellschaft mit. Herr Zierlich; da« ist doch keine Schande? Ich hätte ebenfalls gerne mitgethan, z. ®. beim Fischteich, wisse» Sie, da werde» die Comitedamen Fiich-angeln haben und wer ihnen eine» Nickel gibt oder eine Krone, dein fischen sie irgend etwa« „Richtigstellung eine« Irrthums". Al« ob es wirklich in diesem Irrthume befangen gewesen wäre! Das sind in Wahrheit recht bedenkliche Waffen und wenn die Conservativen damit Herr» Kalten-egger wirklich zum Siege verhelfen, waS wird die Folge sein ?Kein Abgeordneter der nichtconservativen Parteien des Landes wird mit dem „Cilli-Mann" dieselbe Luft i» der Laudstube eiuathnm, wollen und waS daraus folgt, liegt klar au? der Hand. .Herr Baron RokitanSky hat ausdrücklich erklärt, dass der höhere Clerus gegen die Ausstellung KalteneggerS als Wahlwerber sei und dieser Er» klärung wurde bisher nicht widersprochen. Also auch gegen den höheren Cleru« nehmen die Con-servativen zu Gunsten KalteneggerS Stellung. DaS ist mehr, als eine andere Partei an Eigensinn sich leisten würde. Auch bei uns scheint sehr energisch gegen den Wahlwerber Dr. Kokoschinegg gewühlt zu werde». Von welcher Seite ist kein Geheimnis. Da aber Pettau und Rohiisch an der Candidatur Dr. Kokoschinegg» festhalte», so wird, wenn am Wahltage Jeder seine Pflicht thut, die Gegenagitation keinen Erfolla habe». Die Pflicht thun, ist aber dirzeSmol mH» geboitter. al« bei den verworrenen politische» Parteiverhältnissen niemand sagen kann, wohin daS Schifflcin treibt in den wilden, hochgehenden Wogen. Da thut es denn dringend noth, dass Jeder eingedenk sei der Pflichte», die ihm sein Bolksthum auferlegt und die schon mit dem Gange zur Wahlurne sich er-füllen lassen. Es darf und kann keine Ausrede geben, dieser Pflicht nicht zu geuügeu, deun der größte Fund der Deutschen war noch immer die Lauheit und Gleichgiltigkeit. heraus", meint Emmi schelmisch lächelnd. „Schade, das« mein Cousin gekommen ist! Ihnen hätte ich wa« besonder« praktische« herausgefischt, Herr Zierlich!" Der vermaledeit den Manövercousin im Stillen und sagt laut: „So? Wai hätten Sie mir denn herausgefischt, Fräulein Emmi? Vielleicht ein lebzelternes Heiz?" Oh nein, da« ist nicht» praktisches für Sie! Einen Tiegel Bart-wuchspomade! Adieu Herr Zierlich!" fort ist sie. „Du Alte, geh'» ma zum Volksfest? I hab g'hört, dass zwei Bierbude» und ein Buschenschank ausg'stellt werd',, und a Hundswettrennen i« a und a Büffet und — ". — „Ja und schöne Comitödamen san a da, gelt Du alter Schippl? So was ziagt halt! Ich geh' nit!" „Aber Kathi, mit dera dummen Eifersucht wirst Du Dir doch nit 'S Volksfest verderb'n? San ma gut Alle! Ich laß unsern „Schnipp" beim Hunds-rennen start'n, thu '» ei» bißt z'erst mit Zacherlin einstaub'ii, dass ich ka Schand ausheb', wann sich 'S Rabenvieh etwa» bei der Verkeilung der Ehrendiplömer zan Kritz'n anhebt. Und Du gehst »an Fischteich! und laßt Dir wa« Schön« aussa-fischn! Etwa» ein fcsch'n Kadet'n oder so was Ähnliche« mit zweierlei Tuch!" Frau Kathi zieht die Braue» in die Höhe imd sagt schars: „Stänkst schon wieder Gustl? Wann Lieutenant« und Kadet'n im Fischteich umschwmimen that», selm würd' dö Bnd'n scliv» in d' erst» fünf Wochenschau. Ueber die Vorfalle in Constantinoprl wird berichtet: Die Botschafter der Machte in Con-siantinopcl haben der Pforte am DonnerSlag zwei Collecliv-Verbalnote» überreicht. In der erste» Rote werden die Mittheilungen der türkischen Regierung über die Vorsichtsmaßregeln, welche sie zur Eindämmung der Ausschreitungen getroffen hat. zur Kenntnis genommen. Viel bedeutsamer ist die zweite Note, in welcher, „auf siliere Anzeichen und Beweise gestützt, die Vermuthung ausgesprochen wird, dass die Metzeleien, welche der hauptstädtische Pöbel unter den Armeniern anrichtete, vorbereitet und organisiert gewesen seien". ES wird da eine schwere Anklage gegen die Pforte, beziehungsweise gegen du ottomanische» Behörden erhoben, nnd e« ist daher begreislich, dass der österreichisch-ungarische Botschafter Freiherr von Calice sich veranlasst sah, eine Abschrift dieser Collectiv'Verbalnote dem auS-wärtige» Amte tu Wien zuzustellen, daS dieselbe wieder an Seine Majestät den in Galizien wei-lenden Kaiser leitete. Der Correspondent der „N. Fr. Pr." hat übrigen« unmittelbar nach den Maffaere« vom 87. imd 28 v. M. festgestellt, das» die türkischen Behörde» sich au den Aersol-gungen der Armenier mitschuldig gemacht haben. Pettauer Wochenbericht. iTruppeu-Concentrierung in pettau und Umgebung.) In der Stärke und Zusammensetzung, wie in dem in der Nummer 28 vom 12. Juli d. I. vcröffenllichlc» Marsch» und Bequartieruug«^ plane angegeben, traf die k. u. k. 28. Infanterie- Minut'u umdraht, dass ja keine z' kurz kam!" „Naii, nau, Katherl, nur nit neidig sein, an alten Reservisten werd'nS Dir schon »och lafs'n, für d' letzte Waffenübung. AlSd.inn geh'n ina Kathi?" „Ja, aber 'S Bier hol ich auS der Bud'n! Verstehst? Mich fettigen die Comitödamen ehender ab." „Js recht, Kathi. derweil kauf ich Dir ein schöne« Bokettl im Blumenpavillon," lacht Herr Gustl schlau. „Geh'n Sie zum Volksfest, Frau von Stingl?" „Ich? Aber ich bitt Ihnen, was soll denn unsereins uuter den, Volk thun? Und die Unterhaltung! Bier, Wein, Hundewettrenneu und lauter so ordinäre Vergnügungen! Da kann doch Unsereins nicht mitthun und noch gar mit meinen Töchtern! Die sind Besseres gewohnt." «Freilich, freilich! Und bei dem niederen Antreh, da kommt ja alle« zusammen. Aber es soll ja auch ein Theater ausgestellt iverdeu. Die Gesell-schast „Grumpirn" soll gastiere». Kennen Sie diese Gesellschaft Frau vv« Stingl?" „Hin, Grumpirn ? scheint eine italienische Operetten-Geiel^ schast. Nun da« könnte man ja wagen? Vielleicht haben sie Mascagni und Leoncavalli auf dem Repertoire. Ich muß meine Risa fragen, die war Heuer in Pöllau auf Sommerfrische und hat dort die Bekanntschaft eines Impresario gemacht, der sie als Traviata für eine Tournee durch Makedonien aiigaschieren wollte." „Ah und Fruulein Hruppen-Division mit 4 Infanterie-Regimentern a 4 Bataillonen. 2 Divisione» Cavallerie 4 3 Schwadronen und 2 DivisionS-Artillerie-Re-' gimenter t\ 4 Batterien am 9. September Mittag * in Pettau ein und bezog die 55. Infanterie-Brigade (Infanterie-Regiment Nr. 87 und 97, dann die 1. Division des Hufaren-RegimenteS Nr. 8 und das 9. Divisions-Artillerie-Regiment) die Cantoniiemtnlsquartiere in der Stadt und den nächsten Nachbargemeinden Kartschowina. Neudorf. RagoSnitz. Werstje und Picheldorf, während die 58. Infanterie-Brigade (Infanterie - Regiment Nr. 27 und 47. dann die 2. Division de» 8. Husaren-Nezimente» und das 7. DivisionS-Ari:!>-rif.R<^jment> in Rann. Ober- und Unter-haidi» untergebracht wurden. In der Stadt selbst wurden nicht nur alle verfügbaren Räume der städtischen Gebäude, der beiden Volksschulen, des Gymnasium« und der UmgebungSschule zur Unter-funft der Truppen hergerichlet. sondern auch die Hausbesitzer stellten alle ihre verfügbaren Räum-lichkeiien zur Verfügung, obgleich manchen die Last der Einquartierung in Masse ziemlich schwer drückt. Judessen w'.rde die Unterbringung der Brigaden glatt abgewickelt und wären sicherlich manche Ver-schiebungen der ermüdeten Truppentheile von einem Quartier inS andere zu vermeiden gewesen, wenn die Quartiermacher anstatt spat abends am 8. September, wenigsten» schon mittags einge-troffen wären, während die Truppen schon am 9. September mittag» einlangten, so das« eS dem Ouartieramte kaum möglich ivar, allen Wünschen der Ouartierreaulierenden inbezug auf daS mög-lichst nahe Zusammenlegen der einzelnen Unter-abtheilungen zu berücksichtigen. ES ist nicht leicht, in einer Stadt von 4000 Einwohnern Unterkünfte für circa 2500 Mann und 180 Offiziere aller Grade, so viel sind in der Stadt beiläufig be-quartirt, Unterkunft zu schaffen und Räumlich-keiten für die Stäbe und deren Kanzleien. Adjutanluren. Marodezimmer und Raum für die RegimentÄmusiken ,c. zu schaffen. Indessen werden die braven Soldaten der 55. Brigade noch immer def^er daran sein inbezug auf Unterkunft und Bejchaffuug der BerpflegSarlikel als ihre Käme-roden der 56. Brigade. Jedenfalls w-rden sie sich nicht über ein unfreundliches Entgegenkommen b«-Nagen können, denn die Bewohner Pettau» sind seit jeher militärfreundlich und kommen berechtigten Anforderungen stet» bereitwillig entgegen. Die erste Truppe, welche einrückte, waren Husaren und ein Theil der Artillerie; forsche Reiter, schönes Pferdematerial durchwegs. Bald darnach sah man drüben im Draufelde einzelne kleinere Reiler-Abtheilungen zwischen den Bäumen bei Risa hat abgesagt?" „Natürlich! Ich bitt' Sie Frau von Ringl, wenn die Gesellschaft etwa gar durch Banditen aufgehoben worden wäre? Anne Risa! Ich hätte sie nie wieder gesehen!" (Betupft mit dem Taschentuch« ihre Augen.) „Ja freilich da» wäre schrecklich!" sagt Frau von Ringl und empfiehlt sich. Aus der Stiege brummt sie: „Wohl schrecklich wär'S für die armen Banditen, wenn ihnen dieiezaundürre Pomeransch'n wasvorg'sungen hätt'! Der Banditenhauptmann hätt' den Räuber, der ihm diese Beute heimbracht hätt', g'wifj der Polizei anzeigt!" „Muckerl. geh',, mir zum Volksfest?" „Hm, ich gieng schon, aber halt, hm. weißt Netti, mir ist die ganze G'schicht z' sad. Und eigentlich d' Ctrauch'n hab ich auch; der Doktor hat g'sagt ich sollt' mich schone», besonders vor Verkühlung sollt ich mich hüten und im VolkSgarten zieht'S so stark. Ich, weiht Netti, ich bleib' lieber daheim, mach mir einen starken Thee und geh' zeitig schlafen." ..Schad' ich wäre gerne dabei g'wese», aber wann'« nicht möglich ist, bleib ich halt da* heim Ist so besser, denn ich hab noch eine Post-arbeit, eine Herbslblouse sür Fräulein Risa und ein Kaschmirkleid für Frau von Stingl. Halt Dich nur Mucki und geh nicht aus. ich komme am Sonntag abeiidS nachjchau'n, wie 'S Dif geht." (Eine Stunde später, stockfinster im Stadt-park.» Her? Muckerl späht vorsichtig hinler einem — 2 — Oberhaioin auftauchen, dann sauilen ihnen militärische Radfahrer vor und endlich gewahrte man die Infanterie-Coloiinen rasch heranrücken. Wa» Zeit fand, eilte den Truppen entgegen und 8eaen 12 Uhr zogen die ersten Abtheilungeu de» 7. Infanterie-Regimcnte» über die alte Drau-brücke in schier endlosem Zuge daS ganze Regiment, viele ältere Reservisten darunter, die, wie eS hieß, erst eingerückt waren. Der erste Marschtag wird für sie, die keine Gelegenheit haben, wie ihre jungen Kameraden von der Linie, ein ordentliches Training durchzumachen, welche» sie die Strapazen der Manöverzcit leichter ertragen läßt, wohl schwer genug gewesen sein. In seemäßiger Ausrüstung und bei feuchtwarmer, drückend dunstiger AthmoSsphäre sechs Stunden zu marschieren, er-inüdet rascher und da» Siroccowelter ermattet den rüstigsten Mann sehr bald. Trotzdem gab'S fast keine Nachzügler und einigen schwächeren älteren Leuten, die am Florianiplatze unter allen An-zeichen deS Sonnenstiches zusammenbrachen, wurde von mitleidigen Frauen und Mädchen rasch Hilfe geleistet und Suppe. Wein, Cognac ic. als Labe-mittel gereicht. Zwei davon konnnten auch bald allein zu ihren Abtheilungen einrücken, während zwei andere nach dem Marodenzimmer überführt werde» mußten. Auch diese beiden, wovon der eine kaum aus seiner schweren Ohnmacht erwachen wollte, trotz fortgefetzter Anwendung aller Mittel, sollen, wie wir erfuhren, sich bereits völlig erholt habe». DaS Regiment Nr. 97 schien die vorhergegangenen Strapazen sehr gut ertragen zu haben, vielleicht weil e» ein entschieden kräftigere» Menschenmateriale hat. Große, kräftig gebaute Männer, die Jüngeren der Linie sowohl, wie die Alteren der Reserve, zählt jede Abtheilung in auf-fallender Zahl. Übrigen« sah ma» schon bald nachdem die Wackere» abgegessen und sich ordent-lich gereinigt hatten, ihrer viele wieder blank und stramm in den Gassen. Der österreichisch ungarische Soldat ist vielleicht außer dem türkischen, der am wenigste» verweichlichst? und so waren sie denn trotz sechsstündigem Marsche in voller Feldau»-rüstung auf theilweisc elenden Strassen und in einer Athmo»phäre, die einigermaße» der eine» Dampfbad?» glich, bald wieder lustig und guter Dinge. Am Abende de» ersten Tage» hi?lt die Musik der wackeren Siebennndachtziger bereit» Platzmusik vor dem CafS Europa am Floriani-platze. (Dir Vergrößerung unserer Mädchenschule» ist nun perfekt geworden. Nach d«m Erlasse de« k. k. steiermärkischcn Lande»schulrathe» vom 2. Sep-tember d. I. Nr. 6545 hat derselbe mit Zu-stimmung deS hohen steiermärkischcn LandeSauS- BoSket hervor. Vom Thurm her schwebt eine weiblich« Gestalt über die Linie a b und gegen die Schießstattrealität hinüber. Herr Muckerl eilt ihr »ach und beide schlüpfen durch den Eingang zum neuen Kinderspielplatz. „Guten Abend Fräulein Wetty! Schön, dass Sie Wort gehalten haben." „Also wie ist'S mit dem Volksfest, Herr Mucki? Komme» Sie?" Natürlich, um drei Uhr erwart' ich Sie am Brückt in die Hinterbrühl. Wird famos werde», Wetterl, gelt ja?" Nicht wahr, ich darf doch „Du" sage» Weibi?" (Ec küßt sie.) „Ich hab schon laug aus Dich g'spitzt, Herzerl! Hast mich gern?" „Wohl Mucki, aber — die Netti I Sag' mir nur, wie sich eine in die ver-gasten kann! Geh schäm Dich, so ein fescher MannI (Jetzt küßt sie ihn.) Komm, da herinnen kann man nicht ausweichen, gehe» wir lieber in die Bahnhofallee hinauf." Unter der Thüre stoße» sie mit einem anderen Paare zusammen, da» herein will, während sie hinauswollen und Herr Muckerl ruft sehr voreilig: „Pardon!" Da verschwindet der zweite Er rasch gegen die Drau hinab, aber die zweite Sie bleibt stehen; fest wie ein Pfeiler steht sie mitten im Eingänge und wehrt den Versuch MuckcrlS, die Blokad« zu brechen, mit einem lauten Hohngelächter: „So? d' Strauch'n hast Du lieber Schatz? Hast Dir etwa» von der da, (sie deutet aus Fräul'n Wetty) d' Nasenlöcher mafsir'u lass'n? Nau ja, sie schaut schusse» dem vom Stadtschulrathe und der Stadt, gemeinde Pettau gestellten Ansuchen Folge geg?b?i und di? Eröffnung einer sechsten oiifsteigeuder Classe an der Mädchenvolksjchule schon mit Äe, ginn des Wintersemesters 1896/7 genehmigt Gleichzeitig hat der t. t. LandeSschulrath auch ein? dritte Lehrerinnen-Itelle systemisirt und Hai auf diese Stelle da» ad personam zur Lehrer,» ernannte Fräulein Marie v. Strobach einzurücken, während auf die freiwerdende Stelle eine Unter' lehrerin zu suppliereu hat. Mit diesem Erfolg?, den wir zum größten Theile den Bemühungkn unsere» .Herrn Bürgermeister» zu verdanken haben, ist ein s?it lang? gehegter Wunsch unserer Bevöl-kerung, die Schulbildung unserer Mädchen zu er-weitern. wenigsten» theilweise erfüllt und ?s wird nunmehr dahin zu strebe» sein, die Mädchenschule den Bedürfnissen entsprechend weiter auSzuge-stalten. Die eminente Schnlfreundlichkeit unserer Stadtgemeindevertretung und der ganze» Bürger-schast Pettau» überhaupt, wird da» Gelingen wohl ermöglich«». (Unterrichlöbeginn an den hiefiaeu Volksschulen.) An den hiesigen städtischen Volksschulen beginnt der Unterricht für da» Schuljahr 1896/7 ausnahmsweise am 1. Oktober. Am 30. September vormittag von 8 bis 12 Uhr findet die Einschr?i« bung der neueintretenden Schüler uud Schülerinn?» in d?n betreffenden Schulkanzleien statt. Für Schüler ?u» fremden Schulsprengeln wird am nämlichen Tage eine Vorprüfung au» der deutschen Sprache vorgenommen, wobei bemerkt wird, dass vom Erfolge dieser Prüfung die Aufnahme ab-hängig gemacht wird und das» nur nach dem v«r. fügbaren Raume eine Aufnahme stattfinde« kann. Die Einschreibung für den Kindergarten wird am 14. September l. I. vorgenommen. (Cin unredlicher gornmis). Der b«i der Firma Adolf Selliuschegg i» Condition gestandene Commi» Franz Aschmann au« Sagor, 19 Jahre alt, würd« Mittwoch unter dem Verdacht? verhaftet, seinem Dienstherrn i» wiederholten Angriffen auf die Tagk«-Kaffe einen größere» Geldbetrag entwendet zu haben und hat die» auch bereit» eingestanden. Nach seinem eigenen Geständnisse hatte er. al» er den Dienst bei Herrn Selliuschegg antrat, eine Baarschaft von 12 fl. 80 kr. und hatte 10 fl. an Verdienst erhalten, da er blo» vom 3. bi» 25. August und vom 7. bi» 9. September beschäftigt, in der Zwischenzeit aber im Spitale war. Während dieser sehr kurzen Dienstzeit hat er ca. 43 fl. znm An-kaufe verschiedeuer sehr unnützer Effecten, darunter Revolver, verwendet und hatte bei seiner Verhaftung noch 19 fl. 3 kr. an Baargeld; da er nach seinen eigenen Angaben zudem täglich einen Gulden g'rad so dumm d'rein, al» ob'» bei derer Massirerei a schon d' Strauch'n kriegt hätt! Sö sein ja ein lieb» Schneckerl, Fräuln Wetty? „Bitte! ich hab blo» wa« für'« Volksfest besprechen woll'n mit Herrn Mucki. Ich — ich — kann Andere g'nug haben!" rief Fräuln Wetty ver-wirrt und wollte fort. Aber Fräuln Netti ruft drohend: „Dableib'n! Der Herr Muckerl g'hört schon Ihnen z'sammt seiner strauch'n I Aber nur kein Pflan» mit die vielen Andern. Fräuln Wetty! Sö sein schon z'todt froh, wann» ei» Geliebten au» dem abgetrag'nen Vorrath ein?r anderen krieg'n können! Ich bin froh, das» ich den Hascher lo» bracht hab! Denn der Schwefel mein lieber Herr Muckerl. das» '» nicht zum Volksfest geh'» können, weil'« d' Sträuchen hab'n, hat d' Nettel sofort g'roche»! Kein Geld hast dn Hascher! Das» aber seh'n, Sö nenche Flamme, das» ich ein gut' H«rz hab', so spendir ich ihm noch ein Spieß, das» er d'Strauch'n verliert und mit Ihnen zum Volksfest geh'n kann!" Sie wirft dem abgetackelten Herrn Muckerl einen Silbergulden vor die Füße, das» ei klirrt, wendet sich gegen die Drau hinab und ruft dort einem Schatten zu: „Komm Karl, jetzt bin ich den Sumper los!" verbrauchte. so ist seine Unredlichkeit wohl erwiesen und dürfte Aschmann in der kurzen $eit seines Dienste« der Firma ca. 70 fl in verschiedenen Anariffen entwendet h>« nach >schluss deS Blattes am 5. September folgende Nachricht zu. Am 4. September wurde auf der Drauinjel in der Gemeinde Puschendorf nächst Frieda» die angeschemmte Leiche einer gänzlich entkleideten Frauensperson durch den Taglöhner Stefan Trinko aufgefunden. Die an Ort und Stelle erschienene Gericht«commission fand die Leiche am Rücken liegend mit zerschmettertem Schädel, daS Schädeldach vollkommen fehlend, vor. An der linken Hand der Leiche wurde am Riugfinger ein goldener, zusammengelStheter, ungravierter Ehering vorge-funden. Der Daumennagel der linken Hand und sein Endglied fehlen. Nach Ausspruch der Sach-verständigen war die mittelgroße Frauensperson von einr« Alter zwischen «0 »nd 70 Jahren und Stte graue Haare. Die Leiche wurde nach der bduction am städtischen Friedhofe in Fnedau beerdigt. Dem Anscheine nach liegt hier ein Mord vor. Näheres dürste die gerichtlich.' Jnvigilierung an» Tageslicht fördern. G. Vereinsnachrichten. (JUsnlirrrit.) Die Leitung de« Vereines hat sich veranlasst gesunden, zur Erledigung sehr wichtiger Punkte für Montag den 7. d. M. eine a»ßervrdentliche Hauptversammlung einzuberufen. Dieselbe fand im Salon bei Reicher statt und war sehr zahlreich besucht. Den Borsitz führte Herr Professor Franz Ferk, welcher nach Eröffnung und Begrüßung gleich zum 1. Punkte der Tagesordnung einen Beruht erstattete über die Neugestaltung deS Localmuseumt und de» städtischen FerkmuseumS. Au« diesem Berichte war zu entnehmen, das« sich der AuSschusS de« Bereine« unter Zugrundelegung eine« Arbeitsplane« vornehmlich damit beschäftigte, Grabungen auf dem Haidinerfelde vornehmen zu lassen, die thatsächlich erfreuliche Resultate ergäbe», während die geplanten Forschungen im Draubette wegen de« ungünstigen Früh-jähre« uaterblkiben mußte». Auf dem Hai-dmerield« wurden bi« zur Zeit 454 Gräber aufgedeckt, deren Inhalt eine Hauptzierde de« Mvseum« bilden. Besonders hervorzuheben wären davon die reichen Funde an Grablampen, GlaS-gesäßen, Sunstproducten au« Bernstein, wie nicht minder die Funde an Römersteinen mit und ohne Inschrift und Relies«. Dieser Thätigkeit de« AuS-schusse» trat die löbliche Gemeindevertretung opser-willig an die Seite, indem sie zur weiteren Aus-gr'taltung de« Ferkmuseum» eine» neuen Saal widmete, der Dank der Opferwilligkeit der Bevöl-keruug zweckentsprechend eingerichtet werden konnte. In demselben kamen viele neue Geschenke de» Herrn Professor» Ferk zur iustructiven Aus-stellung, darunter besonder» Pastellmalereien, Aquarelle von hervorragenden steirische» Künstlern, Kupfer- und Stahlstiche, Lithografien, Seiden-appllcaturen, Seidenstickereien und eine herrliche Collectiv» von Kunstarbeiten in Wach». Weiter» «dachte der Vorsitzende dankend derjenigen, die sowohl dem Local-, wie auch deni städtischen Ferk-museum in diesem Jahre Geschenke zukommen ließe» und in weiterer Folge in ebenso warinen Danke«worten der Mitarbeiterschaft der Herren Krupiöka, Gspaltl und Ott und dreier Studie-render, Pischinger Ferdinand, Horvath Anton und Unar Adolf, die insgesammt mit wahrem Bienen-fieiße nicht nur die Ordnung der Bibliothek be- — 3 — werkstelligten. sondern auch bei den Ausstellung»-arbeiten mitwirkten. Er gedachte weiter» der Be-suche, die dem Museum von Seite hervorragender Persönlichkeiten galten, darunter der Sr. Excellenz de« Herrn Statthalter». Sr. Excellenz des Feld-marschall-LieutenantS.Herrn W. Stanger und Sr. Excellenz des Herrn Grafen Gundaker Wurm-brand u. a. m. Zum Schlüsse seiner Aussührungen betont der Vorsitzende den Zuivachs von 18 Mitgliedern im Lause des Jahres und gab der Freude Ausdruck, dass nunmehr daS Interesse an den Be-strebungen des Vereine» stet» wachse im Interesse de» letzteren, wie nicht minder der Stadt. Den, Berichte, der beifällig aufgenommen wurde, folgte zu Punkt 2 der Tagesordnung der Antrag des Ausschusses auf Vereinigung des Local- mit dem städtischen Ferkmuseum und Beschlußfassung über die damit im Zusammenhange stehende Statuten-änderung in den Punkten a de» g 2 und im Ab-satze 2 de» § 11. Der Referent Herr I. Gspaltl legte die Gründe klar, welche den Ausschuß be-wogen haben, den Antrag einzubringen. Herr V. Schulst»! bekannte sich al« Gegner dieser Idee und stellte den Antrag, die beiden Museen in ihrer heutigen Gestaltung bis zum Jahre 1898 zu be-lassen. Nach längerer Gegenrede zwischen den Herren I. Ornig, Behrbalt. Ferk. Schulfink und Ott. wurde der Antrag deS Ausschusses mit großer Mehrheit angenommen. Die Herren Schul-sink. Kottowitz und Metzinger schlösse» sich dem Beschlusse nicht an. Zum Punkte 3 der Tages-orduung: .Beschlußfassung über die Grabungen aus dem Saidinerselde, berichtet der Vorsitzende. Derselbe theilte mit, dass der Berein bereits einen geschulten Gräber in seine Dienste genommen habe und dass er sich für die Zukunft da« Grabung«-recht auf dem Haidinerfelde, gesichert, somit nnr unter ganz bestimmten Bedingungen Grabungen gestatten könne. Diese Bestimmungen wurden vom Ausschüsse festgesetzt »nd bitte er um die Annahme derselben. Bei der Abstimmung wurden die drei Punkte umfassenden Bedingungen einstimmig an-genommen. Herr Joses Metzinger lenkte die Auf-inerksamkeit der Versammlung auf eine bessere Er-Haltung deS OrpheuS-MonumeilteS auf dem Hauptplatze unter Hinweis aus die stetS mehr und mehr sich bemerkbar machende Schädigung durch die WitterungSeinflüße. Herr Professor Ferk berichtete über seine Bestrebungen wegen Entfernung der röm. Denkmäler vom Thurme »nd Unterbringung derselbe» im projectirten Steinsaale. Zum Schlüsse ?gedachte der Vorsitzende eines um die GeschichtS-orjchung der Stadt Pettau hochverdienten Mannes, deS Herrn Ferdinand Raisp, deS Verfassers der Geschichte der Stadt Pettau und beantragt, den- Slben zu bitten, derselbe wolle sein Porträt zur usstellung in den Musealräuinen dem Vereine widmen. Ueber Anregung deS Vorsitzenden wurden die.Herren Professor Ferk. KrupiSka, Gspaltl und Behrbali bestimmt, bei Herrn F. Raisp vorzu-sprechen und die Bitte deS Vereines vorzutragen. Herr F. Raisp empsieng die Abordnung in der liebenswürdigsten Weise und erklärte sich bereit, dem Wunsche zu entsprechen. Zum Schlüsse g» dachte Herr I. Kasimir der Verdienste des Vor-sitzende» um de» Verein »nd beantragt, demselben den Dank «»»zusprechen, was durch Erheben von den Sitzen geschah. Nach einigen DankeSworten de» auf diese Weise Geehrten schloß der Vor-sitzende die Versammlung mit der Bitte um weitere Fördernng seiner Bestrebungen im Jnter-esse des Museums. Vermischte Nachrichten. (Gbftausstrllllng). Die Filiale Cilli der k. k. LandwirtschaftS-Geseuschaft in Steiermark veranstaltet am 10. 11. u. 12. Oktober d. I. eine Obstausstellung im Gasthossaal „zum Mohren" in Eilli mit zahlreichen Geldpreisen. Für auswärtige Aussteller kommen Ehrendiplome zur Vertheilung. flirr Steirnnärkilchk Safttoittt-Verbaot) schreibt unS: Über unser letztes Eirculare betreff des Flaschenbierhandels kamen un» mebrfache Aner-kenungSschceiben zu und werden die Gastwirte in WelS über diese Anregung diesen Handel ebenfalls selbst intensiv betreibe». Am Grazer Platze haben auch bereits mehrere Gastwirte de» Flaschenwein und Bierhandel begonnen und werden demnächst diesem Beispiele eine größere Anzahl folgen, so dass zu erwarten steht, dass diese unleidlich« Frage vielleicht einfacher als angenommen wurde. »u» der Welt geschafft wird. Der gedachte Verband ladet gleichzeitig die Herren Gastwirte Steiermarka zum Besuche deS am 21. 22. 23. und 24. September d. I. in Ischl stattfindenden sechste» österreichische» Gastwirttage» höflichst mit dem Beifügen ein, dass die Herren Theilnehmer an demselben die» gefälligst der Verbaiidkanzlei mittheilen wollen, um eine gemeinsame Hinfahrt nach Ischl arrangiren zu können. Das Programm des VerbandstageS ist sehr reichhaltig und werde» hoffentlich sich auch auS Steiermark viele Collegen finde», welche ihr In-teresse an den Standesangelegenheiten durch ihr Erscheinen bekunden werden. (3u den eaudwchr-Urbungrn). Am 8. September langte daS Landwehr-Regiment Nr. 1 mit einem Sonderznge von 5)0 Waggons ans Brück an der Leitha in Marburg ein. Wie schon ge-meldet, werden die in und um Pettau conzentrirte» Truppen der 28. Jnfanterie-Truppeii-Division vom 10. bis 14. September im Verbände mit der 22. Landwehr-Truppen-Division manövrieren. (Einfuhrverbot). Wegen Ansbreitniig der Maul- und Klauenseuche i» Kärnten hat die k. k. steierm. Statthalterei die Einsuhr lebender Klauen-thiere (Rinder Schase. Ziegen nnd Schweine) auS den pol. Bezirken Klagensurt Stadt nnd Umgebung. St. Veit und Wolssberg in Körnte» bis auf weitere» verboten. (Ei» neuartiger Motor für Lokomotive».) Gegenwärtig wird von einer der amerikanische» Eisenbahne» (der New-Z)ork Central-Ralwey) mit einem neuen Motor experimentirt, der seine» Antrieb weder durch Dampf, noch durch Elektrizität, son-der» durch heißes Wasser erhält, welches unter großem Drucke im Reservoir» ausbewahrt und unter demselben Drucke in die Cylinder des Motors §esührt wird. Wie unS da« Patentbureau I. Mischer in Wie» diesbezüglich mittheilt, wurde» diese Experimente der New-Uork Central - Road schon seit langer Zeit geheim durchgeführt. Dem-nächst sollen endgiltige Versuche gemacht und der Motor bei günstigem Erfolge eingeführt werten. Die Idee eines Heißwassermotors kam ursprünglich in Deutschland auf wurde aber zuerst voii einem amerikanischen Jngenienr Namens Lamm praktisch veiwendet, indem er eine mittelst heißen WasserS bewegte Maschine vor »ngesähr 16 Jahren durch die Straße» von New-OrleanS führte. Die Sache bewährte sich aber damals nicht. Ein Haupt-vottheil dieses Motors wäre seine Billigkeit im Betrieb. — (Projekt linrs großen Erdglobus.) Mr. T. Rudiuaun Johusto» plant sür London die Her-stellung eine« große» Erdglob»». welcher im Maß« stabe von 1 : 500000 gehalten werden soll Dieser GlobuS würde einen Durchmesser von 84 Fuß uud ein Zoll seiner Oberfläche würde 12 Kilometern der natürliche» Größe entspreche». Aus diesem GlobuS könnte, wie wir einer Mittheilung de« Patentbnreau I. Fischer in Wien entnehme», jedes bedeutendere geographische Moment und jede Stadt mit sogar etwas unter 5000 Einwohner» ausgenommen werde». Die größten Städte ivürde dem Maßstabe entsprechend eingezeichnet »nd die Ein wohnerzähl durch verschiedenartige Schristzeichen gekennzeichnet. Die Oberfläche des GlobnS hat eine Ausdehnung von 2200 Ouadratfuß und würde, in Form eines ein Fußbreiten Bandes abgerollt, eine Strecke vou fi Kilometer bedecken. Rings »in den Globus soll eine spiralförmige Gallerie an-gebracht werden, z« derem obere» Ende die Be-such« mittelst Elevators befördert werde». Der GlobuS wird in langsamer Drehbewegung erhalten und gestattet somit eine eingehende Besichtigung aller Theile; Flusse und Seen werde» in blauer Farbe dargestellt. Gebirge in ihrer natürlichen Farbe. Die Farbe der Con'inente wird wärmer gegen den Äquator, härter gegen die Pole hin. BeMlich d»-s Ausmaß''«, i» welchein die physikalischen Momente, die llnbulutiutieu der (Svboücv-slciche. Bcrültsichtigiuig finden, soll eine Gelehrten-Cviiserenz entscheide». In de» Oceanen werden Wasserströuiun^en, Temperatur. 3«ljtidmlt, liefe ««d Art deS Meeresbodens aiigejeiqt werden. Vor allein jvll dieieS interessante nnd bedeutende Werk einen detaillirten Überblick über die Berliältnisse der Erdoberfläche geben und das 3tubiiint von Detail Karten erleichtern und verallgemeinern. (Fllr sparsame Hausfrauen.» Unter den uieleu niib immer aus» neue auslauchende», oft versührerische Rainen tragenden Sassee-usa^Milteln hat sich keine» einer solch' allgemeine» groben Beliebtheit i» den höchste» Kreisen, wie auch bei Minderbeinitlelien z» ersreuen, al» der unter seine», einsachen u. ivohreu Name» segelnde Echte ffeiaen-Kaffee. Derselbe brauchte von jeher keiner besonderen Reklame. und «Darum? Einsach deshalb, weil jede sparsame HauSsrau, welche ihrer Familie eine lasse guten, wohl-schmeckenden Nassee«, der dabei krustig und gesund, vor-sehen will, jede Hausfrau, welche »ur einmal al« Znsatz zum theure» indischen Kaffee, echten Feigen-ttaffee nahm und richtig anwendete, denselben fortan weiter gebraucht und ihn persönlich weiter empfiehlt. So manche unserer Hau»-frauen, welche seit langen Iahren schon Echten Feige». Kaffee verwenden, wenn sie auch, durch riesige Reklame» verleitet, einmal irgend ei» neu auftauchend« Surrogat oder gar ein Kaffee-vrsatz-Mittel probierten, kommen immer wieder auf den Echten Feigen-Kassee jutürf, weil dieser wirklich, wenn in kleinen Portionen dem indischen Aassee beigemischt, nicht nur der beste, gesündeste, sowie wohl-schmeckendste Laffee-Zusatz. sondern auch ein wirkliche» Kaffee-PerbesseningS-Mitlel ist. denn er verleiht dem Äassee-Äe-tränke schöne. goldgelbeUarl'e, vollere» und mild»» Aroma ». lässt überdies noch ein Ersparn!» von Zncter und Milch zu. Al» bejie» ». vorzüglichste» Aubrikat diesem Art können wir aber mit vollem Richt deu Achten Feigcii»>laffee des k k. und groüberzogl I»?ean Hoflieferantc» Andre Hoser in Salzburg Üsterreichi und Ireilaßing Bai^rn) euipfehlcn, dessen anerkannt feinste» Fabrikat aus allen beschirtlen Au»stelli>ngen mit ven erste» Preisen gekrönt ist »nd selbst auch im ÄiiSlaiide, speciell oder im deutsche» Reiche, allgemein verbreitet ist, ein sicherer Beweis filr die besondere (böte de» Echten Irigen>Kaff.c genannter Firma. Da ober verschiedene Nachahmungen extstire», ist e» im Interesse unserer sparsamen Hau»srane», beim Einkause Andre Hoser'» Echten Feigen Kaffee zu verlangen nnd daraus zu achten, das» die Pakete ausser der volle» Firma auch noch die Schutzmarke, da» Bildni« de» Tiroler Helden Andrea» Hoser, haben. Lchriftthum. (ffiu literarische» Kaiserdeukmal für die Völker Österreich«). Ein großartige» Prachtweik unier dem Titel: .Die österreichische Monarchie zur Zeit de» sünszigjährigen Regierung»jubiläu»>« de» Kaiser» Franz Joses l.- ist in «orbereitung und «nrd von dem bekannten Publicisten Direktor Iuliu» Laurcneic unter Bettieiligung de» k n k. Ministeriums herausgegeben. Da» erste Hesi dies« grob-artigen nationalen Prachlwerke», welches alle 16 österreichischen Kronländer behandeln wird. soll schon demnächst zur Ausgabe gelangen und da» Werk im Jahre ltffl«, dein Jahre des Regierunq»jnbiUum», eoinplett werden. Räch, dem jede» der projectitten L4 Monatshefte trotz prachwoller, künstlerisch vollendeter Ausstattung unter Mitwirkung der hervorragendsten Schriftsteller, «ilnstl« und Belehrten der österreichischen «ronländer »ur fünfzig «reuzer lalso eomplet gebnnden 12 Gulden) kosten wird, so dürste diese» Werk wirklich Gemeingut aller österreichischen Böller werde». Die Ausgabe erfolgt nämlich in deutscher, «'echischer, polnischer und italiknischer Sprache Ein Theil de» Reingewinne» von diesem nationalen „Äaiser.ZubiläuniS-Werke" wird zu der nachstehenden Jubiläums. Stiftung verwendet werden: „Kaiser Franz Joses I. jährige RegierungS-Jubiläum»-Stiftung für Solche, tvelche dem Staate in irgend einer Stellung SO Jahre gedient haben und unterstütznnaSbe« dürftig sind." („Nisse»'« Nordp-lfahrt'j ist eine« der bedeutendsten Ereignisse unserer an solchen ivahrlich nicht armen Zeit! Der kühne Forscher ist in die Ei»welt de» Nordpol» viel weiter vorgedrungen, als alle seine Borläuser und ha« der Wissenschaft hiednrch gro«e Dienste geleistet. Zur rechten Zeit stellt sich da die rührige Berlagshandlung G. Frei,tag « Berndt, Wie», VII/,, mit einer sehr nett ausgesührten »arte der Polarländer ein, aus der die Route Nbuün'», de« „Fram", sowie die der loichligslen bisherigen Nordpol-expeditionen mit den errichten nördlichsten Punkte» einge-zeichnet sind. Auberdem enthält d.is tiaiienblatt aus der Rückseite eine Schilderung der Reise Nansen'S und dessen vorzüglich getroffene» Porträt, sowie eine Abbildung de« „Fwm". Wir empfehlen unsere» Lesen« aus» wärniste die Anschaffung dieser interessanten Erscheinung, die für 30 Pf. 18 fr. durch die Buchhandlung W Blanke bezogen werden kann. iDeiilschmeister Jublläumsiiummer »er Wiener Bilder". > Da» volksthümliche, teslich »nd illustrativ überau» reich ausgestaltete Sonntag»blalt „Wiener Bilder", Heraus-geber Bineenz Ehiavacei, Wien, IX.. Frankgaffe l (Abonne. inenlprei» vierteljährig kr.,, feiert das LM,ahrigc Ju-biläum de» Wiener HausregimeiU» in einer glänzend aus-gestatteten Festnummer, welche al» ivürdigste Einleitung zu den kommenden Jubeltagen der „Vierer" gelten kann. Die mit reichstem Bilderschmuik au»g. itallele Numiner hat svlgeiideii Inhalt: Allegorisclie« Titelbild vou Carl von Stur. „Unsere Edelknaben" von B. Ehiavacei. mit zwei Illustrationen vou Hau» Schließuiaun iLicuieuant von Nr. 4 und Deutschmeister aus Wache.) Ganzseitige» or> »auleiilaleS Tableau mit denPorträt» der Hoch- und T>e>»sch-meister vo» tti'J«! bi» lxv«!, »ach den Originalen der k. ». k Fainilien-Fideiconnnib Bibliothek. Mittelbitd: Erzherzog Eugen im Lrdeusornat, nach einer Speeial-Auftialmie. „Deutschmeister-Edelknaben-, Huldignngsgedichi von Alb-rech« Graf Wictenburg. Zweihundert Jahre Waffenrnhm? Aus der Geschichte deS Vlerten Jnsanterie-Regimente» mit Original Illustrationen NamenSzug Sr. t. u k. Hoheit des Hoch- und Teutschmeister» Erzherzog Eugen, eigen-händige Widmung für die „Wiener Bilder". Die Unisonne» der Teutschmeister vo» der Gründung de» Regiment» bi» heute. £4 Figuren nach den Originale» im I. u t. Krieg?. archiv - Obrist.Wachlmeisttr Johann Gras Soro. der Held von »oliu, der erste Maria Thereneil-Rilter der Deutsch-meister — c^xercitien der Bombardiere — Deutschmeister-Eorporal Sonnenfels — FML Freiherr van Tveply, von 1H«>4—tto Regiment»comnia»dant — Grenadier und Lffieier von IHeo—4i7 — .Drei Jahee Deutschmeifter" Große», doppelseitiges Tableau aus deni Militärlebeu (mit circa liitX) Figuren) vom Einrücken bi» zum Abschied. Bon» Maler Emil Ranzenhofer. .Iubil»um»-Licd". Text von Wilhela« WieSberg. Melodie von Wilhelm Wacek. Regiment» -Eapellmeister der Deuischnieister. Mi« Titelbild von E Ranzenhofer und dem Porträt des llomponisten. .Die Deutschmeister im Liede". Sammlung der populärsten, aus da» Wiener HauSregiment bezüglichen Lieder. „Füns Por-träl«gr»ppen de« Osfieierseorps le>S»i". Lriginal-Photo-graphie» der „Wiener Bilder" (Stab und die vier Ba-taillone). „Deutschnieister im Wiener Jnvalideuhau»". Original-Photographie der „Wiener Bilder" Zu*ts Ina Bohnuka**« «u einzig genunde Kaffeegeträn k Uebemll zu heben. --X" '!• Ko. 28 kr. Vortieht! Der werthloMii NichkhinunKcn weitn ecliti inen aus die Orifintlptketc mit dem Namen Kath reiner Dr. Rosa'8 Balsam III für den Magen aus der Apotheke de« B. FRAGNER IN PRAG ist ein sei« mehr als 30 Jahre» allgemein bekanntes Hausmittel von einer appetitanregenden, verda«ungsl>esördernden und milde abführenden Wirkung. U waunjl Alle Theile der " F.mljallagc tragen die nebenstehende gcsetzlmh deponirte Schutoniarkc. Hauptdepdt: Apotheke d. B. FRAGNER „z. schwan. Adler" Prag, Kleinüeite, Kcke der Spornergasse. Qroiee Flasche I klein* SO kr., fr. Poel 20 kr. Mkr. Po«tv«rMinlccn In allen ZMtunfcn nn<1 F*i hz«itin hrjricn. Coor*bllcb«r «lc. bnsorgt rasch un>! £userläs«lg zu «Icn vi>rlli«llliafle«(cn B« tllngnngen die Annnnr*n-Exp*H« AnwL'en, »owic Inatrtion* Tarife koftlcnsroi. K*CLdolf osse Wien I., Seilerstätte 2. Prag, Graben 14. 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Die Leitung des Musealvereines zeigt hiermit an, das« der Eintrittpreis für das Museum wie folgt beträgt: t. Mitglieder des Vereines haben freien Eintritt. 2. Nichtmitglieder, für Krwachiene 80 kr. per Person, für die Jugend, Militärmannschaft und Gewerbe- eines Lehrers der freie philfen 10 kr. & Den Schalem des landschaftlichen Gymnasiums, der Volks-Handels- und Gewerbeschule in Pettau ist unter Führung Eintritt in das Museum gestaltet. Diesbezügliche mündliche Ansuchen sind an lerrn Jssef Gspaltl zu richten. Du Museum Ist Jeden Senn- «nd Feiertag von 10 bil 12 Uhr vormittags geöffnet. Eintrittskarten sind bei Herrn Joa. Gspaltl und bei dem Museumsdiener erhältlich. Schöne neue VILLA in Pettau wird enorm günstig sofort verkauft. Der k. Ji. Notar Simon Oschgan in Pettau gibt ernsten Reflectanten Auskunft. öffentlicher Dank. Fllr die zahlreichen Beweise aulrichtiger Theilnahme, die uns anlässlich des Ablebens unserer seligen Mutter, beziehungsweise Gross- und Schwiegermutter, der Frau Gertraud Raschl, geb. Murschetz von so vielen Seiten zugiengen, bitten wir unseren aufrichtigsten und innigsten Dank auf diesem Wege entgegennehmen zu wollen. In erster Linie wollen der hochwürdige Herr Probst Josef Heriif, fb. geistlicher Rath, Dechant, Haupt- und Stadtpfarrer von Fettau, dann hochw. Herr Quardian der P. T. Minoriten J. Salamun ein herzliches „Vergelts Gott" für die geistlichen Funktionen und die Begleitung der Leiche seitens der ergebenst Gefertigten entgegennehmen. Den Spendern der Kränze und allen, welche der Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen, sei inniger Dank gesagt und möge der Himmel ihnen diese Gutthaten tausendmal vergelten. Die trauernde Familie Rasclil. ■CLolif'CLlir-u.aa. und Comptoirfächer lehrt mündlich und brieflich g-eg-en Monatsraten Handels-Lehrlnstitut Morgenstern, Magdeburg, Jaoobsstrasse 37. Pro«peot und Probebrief kostenfrei. Stellennachweis. Als vmH^chtZwHassttZwaK nnjjfoljlrt J KH-UKMaff« , von crrcicp. Füttern Sie die Ratten ..Jänse nur mit dem sicher tödtlich wirkenden v. Kobbe's HELEOLIN. Unschädlich für Menschen und Hausthiere. In Dosen ä SO kr. und 90 kr. erhältlich. Hauptdepot bei J. GROLICH in Brünn. Riesen-Kaninchen beste Nntzracr der Welt, per Paar bis 80 Pfund schwer werdend. Habe abzugeben, und zwar 3— 4 Monate alte Thiere ä fl. 3.—, belegte Mutterthiere uud über 10 Monate alte Rammler ä fl, 6.— inclusive Emballage. Für gesunde Attkunst Garantie. Mai pauli» i» Köfiach, Steiermark. 100 bis 800 Gulden monatllßli können Personen jeden Standes Ia allen Ortschaften sicher und ehrlich ohne Capital und Risico verdienen, durch Verkauf gesetzlich erlaubter Staatspapiere und Lose. 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Bahn transportlrt werden, sind die Verpackungskosten und Bahn-auslugen von den Parteien zu tragen. Das Ersuchen um Vormerkungen auf Reben aus Landes-aulagen ist bis längstens Ende Oktober 1890 entweder im Wege der Gemeindeämter oder der Bezirks Ausschüsse an den LaiidesauHschuss zu leiten oder direct bei diesen anzusprechen. Bei Bestellung von amerikanischen Schnitt- oder Wnrzelreben ist genau die gewünschte Sorte, bei veredelten Reben Unterlage und Edelreis anzugeben. Die Besteller haben in der Bestellung zu vermerken, in welcher Ortsgemeinde der Weingarten gelegen ist. Bemerkt wird, dass Wnrzelreben und veredelte Reben schon gleich nach dem Ausheben im Spät herbste 1890 auf Wunsch den Parteien ei folgt werden und dies aus dem Grunde, damit «lie Besitzer gleich im Frühjahr die Reben zur Band haben. Der dir die Reben entfallende Betrag ist bei der Übernahme den landschaftlichen Organen zu erfolgen. Keben werden nur an st »'irische Grundbesitzer abgegeben und sind die Rchciihiimller vom Bezüge der lieben ans Landes»»lagen ausgeschlossen. GltAZ, im August 1890. Vom steiermärkischen Landesausschuss. Die Schafwollwarenfabrik VOD Julius Wiesner & Co. in BRÜNN ist die erste der Welt, welche Muster ihrer Erzeugnisse in Damenlodenstofren auf Verlangen gratis und sranco verschickt und <> Waaren meterweise verkauft. Wir umsehen den die Stoffe so schrecklich verteuernden Zwischenhandel und kaufen daher unsere Kunden um wenigstens 35*/» billiger, weil direit von der Fabrik. Wir bitten, sich Muster kommen zu lassen, um sich zu Überzeugen. Schafwollwaaranfabrik von Julius Wiesner & Co. BRÜNN, Zollhausglacis 7. Oireot aus der Fabrik. Schuhwaren-Niederlage Brüder Slawitsch, Pettau. Sämmtliche noch lagernden 8ommer-8chnhwar«n werden zum Selbstkostenpreise abgegeben. Bitte den (ielegenheitskauf nicht zu versäumen, solange der Vorrath reicht. 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Da» Dreieck sagte mir, daß ich glücklich werden würde, aber erst nach einem überwundenen großen Schmerze, »ach einer lierben Enttäuschung. Es erklärte mir, daß Walter mich zwar liebe, nl'er doch viel weniger, al» seinen Beruf oder feine Eltern. Ich c hielt auch den Bescheid, Walter habe bei seiner Brautwahl gar sehr an meine Mitgift gedacht. Im Innersten gequält und erschüttert, that ich endlich die ent-scheidende Frage wegen der Wahl meine» Hochzeitstage». Und die Antwort hierans schmettette mich vollend» zu Boden. DaS Dreieck ließ durch Ludmilla aufschreiben: .Wer am Freitag reist oder freit, sich selber dem sicheren Verderben weiht," Die unheilvollr Bedeutung der erhaltenen Antwort war zn viel siir meine Nerven, ich verfiel in eine so heftige Nervenkrisis, daß man mich halb bewußtlos nach meinem Zimmer trug. Ich ver-brachte die Nacht im gieber. Am folgenden Morgen aber schrieb ich folgendes Billet an Walter: .Es geht über meine Kraft, ich kann an einem Freitag nicht mit Dir an den Traualtar tteten. Ich weiß nun. daß Du mich nicht übertrieben lieb hast. Mein Verlust wird Dir also nicht sehr schwer falle». Denn auf ein Nachgeben vo» Deiner Seite wage ich nicht zu hoffe». Lebewohl! Ich will versuche», meine innige Neigung für Dich zu überwinden. Gabriele Meiuert." Wenige Stunden später erhielt ich seine Antwort: ,D» brichst also Dei» gegebenes Wort, Tu bist wankelmütig, unzuverlässig? Welch' eine herbe Enttäuschung ist diese Erkenntnis für mich! Sie hilft mir. mich an den Gedanken zu gewöhnen, daß ich mein Lebens-glück, Dich. Elly, werde preisgeben müssen. Ich lasse Dir Zeit ur Ueberlegung, volle vier Wochen! Widerrufst Du in dieser Zeit eine Entscheidung nicht, dann breche ich meine Zelte hier ab und suche mir ein andres Helm, eine» ander» Wirkungskreis, dann kann ich »icht mehr dieselbe Luft mit Dir atnien. Denn zu innig, zu treu hab' ich Dich geliebt! Auf Deine bessere Ein-ficht wartet Eduard Walter!" Rein, ich widerrief nicht. Ich kämpfte »nd litt, daß ich zum Schatten meiner selber wurde! Aber ich nahm meinen Entschluß nicht zurück! Setzte ich doch emsig den Verkehr fort mit Lud-millaS Geistern! Bestärkte mich doch der Aussprnch meines un-vergeßliche« Vater» in meinen! Verhalten gegen Walter. Wie viel es mich kostete, die Frist ungenützt verstreichen zu lassen, während welcher ich meines Lebens Freude noch hätte zurücker-ringen können, niemand weiß dies, als der allmächtige Schöpser, vor dem die armen, schwache», thörichten Menschenherzen offen und schleierlo» daliegen! Aber Ludniilla wußte mich vor Re»e und Umkehr zu bewahre», inden» sie mich immer »nentrinnbarer i» das Netz ihrer Visionen, ihrer übernatürlichen Lffenbaruugeu und übersinnlichen Einflüsse verstrickte! Und meine Mama schritt mir voran auf beut Wege sinulose» Aller,ilaubeuS uu'v uiivrrbessrr-licher Thorheiten. Ist's nicht eine Entschuldigung siir mich, daß ich nur in die Fußstapfen derjenige» trat, die meiner unerfahrenen Jugend eine zurechv—'isendc Führer!» hätte sein sollen? Arme Mama — ein Wunde "w e» freilich nicht, daß Deine vom Schttierz geschioächte Seele dem listigsten Betrüge zum Opser siel und auch »«ich mit fortriß zu meinem Verderbe». Die Frist war um! Ich hörte vo» »»sreii Bekannte», daß Walter sich vorbereitete, die Stadt zu verlassen. Ma» wunderte sich außerordentlich, mau wollte wissen, warum meine Verlobung mit ihm rückgängig geworden war? Wie ein verwundetes Reh ins Waldesdickicht, so floh ich vor den indiskreten und ueugierigeu Besuchen! »ach meinem Stübche», e» Mama überlaflend, alle die zudringlichen Fragen und A»-spielungen zu beantworten. — Und dann kam ein Tag, an welchem mir durch die Post ein Ab° schied»billet Walters zukam! Er war am Abend vorher verreist. Wohin? Niemand schien es zu wisse». Wenigstens wurde es mir nicht gesagt. Und danach zu fragen, fand ich den Mut nicht! Ich kränkelt«! Ein andrer Arzt wurde in» Haus gerufen, ei» gezierter alter Herr, zu dem ich gar kein Vertraue» fassen konnte. Er verordnete mir StahlbäderI Die Blntarnuit soll ja nun ein-mal die Schuld tragen an der ganze» physischen Herabgekominen-heit de» Menschettgeschlechte». Wen» Eisenquellen auch »ur die leidende Seele stärke» und gesund mache» könnten, die so häufig auch den rüstigsten Körper nnterwühlt und zu Grunde richtet! Wir reisten den ganzen Sommer nmher und mit uns zog Ludmilla, die Urheberin meine» Uebels, al» unsre Gesellschafterin und Pflegerin. Sie herrschte nun unbeschränkt über uns beide. Und machten wir einmal nur Miene, uns ihrem Willen zu widersetzen , dann ließ sie uns durch ihre „Geister" zum unbedingte» Gehorsam ermähnen. De» Winter verbrachten wir wieder daheim! Mein Bruder vermählte sich. Seine Erwählte war ein gute», harmloses, frohsiuniges Mädchen gewesen und verleugnete anch als Neuvermählte nicht ihre heitere, sorglose Gemütsanlage. Da iu dem große» Hause Platz siir un» alle war, blieben meine Mutter und ich in dem alten Daheim. Der Verkehr mit meiner Schwii gern» wurde aber nie z» einem lebhaften und herzlichen. Uno beleidigte die Art, wie sie unsern Trübsinn zu vertreibe» suchte, durch ein etwa» phrasenhaftes Zureden nud manchinal unzarte Scherze! Mein Bruder, der feine junge Frau vergötterte, stellte sich auch viel fremder zu uns, al» er merkte, daß »us ihr ganzes Wesen keinen Geschmack abgewinnen konnte. Dadurch blieben wir von neuem allein auf LudmillaS Gesellschaft angewiesen! Immer einsamer wnrde es um uns her, da sie fremde Besuche stets vo» uns abzuwehren wußte. DaS abendliche, gespenstige .Tischrücke»" nnd da» ,magnetische Dreieck" mußte uns jede andre Unterhaltung ersetzen. Mein Dasein gestaltete sich »ach der Art eine» nebelersiillte» Herbsttages, an welchem alles gra» i» grau verschmimmt uud' die Gestalte» de» tägliche» Lebens schattenhafte Umrisse und »»richtige Dimensionen annehmen. Allüberall iah ich bald nur Vorbeden-tunge» und Anzeichen übersinulicher Einflüsse. Irden nnwillkür-lichen Gedanken bauschte ich zu einer Ahnung und jeden lebhafte» Traum zu einer mir zu teil gewordenen höhere» Lffe»bar»»g! Ich lebte mitten im realen Leben eine andre, eine Wahnexistenz. Meine gesnnde Vernunft wnrde bald völlig überwuchert vou dem giftigen Unkraut sinn- und wesenloser Phantasiegebilde! Noch mehrmals träte» Bewerber um meine Hand a» mich Hera». Ich war ja ei» reiches und auch ei» hübsches Mädchen. Aber mit Entsetzen wies ich die »»erwünschten Freier zurück. Walters Bild stand unverlöfchbar ans di'i» Altar meiner Seele. Und in meiner völlige» Abgeschiedenheit betrieb ich den lieimliche» »tnltus mit um so grünerer Innigkeit mit) Wärme. Ich merkte es kani». das, die rasch verfließende Zeit «»ans lialtsarn den erste», buntesten Blütenstanb von der Blnnie meiner Jugend streifte! — Ich ergab mich aber ohne viele» Nachdenke» dareiu, daß ich einsam, zii niemand» Heil imd Freude dnrch» Leben gehen würde. Fünf Jahre »ach meinem Bruche mit Aalter kam mir die Nachricht vo» feiner Vermählung zn, in einem mit der Kunde, das, er wieder hieher in seine Vaterstadt zurück-kehren wiirde. an wel-chrr er. wie ich wußte. mit so viel Liebe hing! Einige Tage später sandte Walter selber seine Berniähluiigsan-zeige meiner Mutter zn. Seine Hochzeit hatte „Freitag, den dreizehn-ten Juli" stattgefunden. So rücksichtslos wagte der Kühne dem Aber-glaube» z» trotzen. Und was für ein geiste»star-ke».vorurteil»lofe»Weib mußte e» fei», die mit ihinzugleichaiifderHöhe feiner Lebensauffassung stand, die uicht kindisch bangte vor dem doppelt bösen Omen. In mir erhob sich der letzte gewaltige Sturm vor der darauffolgenden stumpfen, beinahe ge-dankenlosen Ergebung in mein felbstgeichaffene» Lo»! Ich Überhäufte meine Mutter nnd Lud milla mit bitteren Bor^ würfen, weil sie mich beeinflußt, irregeleitet, um «lei» Glück gebracht hatte». Ich verzehrte mich i» Klage» »»d endlose» Thräne», ich war nahe daran, meinem elenden Tafein durch meine eigene Hand ein frühe» Endezn bereiten. Bon diesem Letzten, Aeu-bersten hielt mich in mei-nein Schmerzen»paro-xisinn» »ur Ludttiilla» Ausspruchzurück: »War-te» Sie doch nur ab, wie diese Ehe a»»fällt, die unter einem solchen Unheilssternr geschloffen wurde?" Ich lanfchte«nd spähte nun in meinem eigen-süchtigen Schmerz be-gierig »ach einem Anzei-che», da» Walter» Bor-witz nicht ohne Strafe bleibe» sollte! Aber da» von mir halb gehoffte nnd halb gefiirchtete Unheil wollte sich nicht einstellen im Ha»»-halt de» jniige» Ehepaare». Ich sah Doktor Walter auf der Strafte, eine junge, glückstrahlende Frau am Arme führend, selber ein Bild der vollsten innigste» Taseinssreiide. Und so völlig versunken war er in da» Geplauder mit seinen« schönen Weibe, das, er mich gar nicht bemerkte, die ich ziemlich knapp an ihm vorübergehen musste, »in mit der Mutter hinein i» die Milche zn gelange»! Oder wollte er mich nicht sehen? War e» ihm doch noch nicht möglich, mir eine» fremd gleichgültige» Grub zu biete»? Und ich sah ihn viele Jahre später, wie er seine» Loh« »ach der Schule führte, ei» stolzer, glückseliger Bater! — Und ich sah Au» »er Heimat btr Rasiclbindcr. Xcjrt.) Räch einer Vl,v«l>gratchi« von Mari «Dllrr. f. f. Holpholograph in Vubatxft. ihn noch einmal auf dein Gipfelpunkte seiner vo» keiner Wol getrübten Existenz. Er »nd seine noch immer hübsche »nd noch immer zänli Frau geleiteten die blühende Tochter an den Tranaltar! — . hatte mich in die Kirche eingefchlichen »nd sah alle» ans dein p, stets teste», dunkelsten Winkel. Und ich besaß die »traft, fein hi> liche», bräutliches Kind heinilich »»d innbriinstig zn segne» , tiefsten meines Herzen». — Und dann kam der bitterste Tag meines Lebe»»! Ludiui erkrankte aus den Tod «nd vo» Gewissensangst gefoltert, erklä sie meiner Mutter » mir, daß sie im» bei, gen, jahrelang lhr«p mit nns getrieben lim; hin al» „Wleichgefiell und durch Gottes Giia: Bevorzugte", nicht nl „Dienerin" behaud« z» werde». Sie w., e» gewesen, die so „ schickt die Rolle des l Mnuorritcu Geiste» spielen gewnßt. Mi teilt eine» haarfeinen unsichtbaren Drahi hatte sie da» schreibend. Dreieck dirigiert, im Einverständnis nnd mit Hilfe ihrer Freundinnen die sich zn der Belvli »nng des Liebesdienst. Kaffee nnd Kuchen wol», schmecken ließe» niu nicht wenig über n» Bethörte gelacht habet! mögen. L»dinilla»Gestä»dni. machte mich ioie rasend Mama nnd mei» Brn der mnßteii mich mit Gewalt vo» der Ster benden entfernen, icli hätte sie sonst vielleicht beschimpft oder mischn» delt i» meiner furchtbar nitsbreche»deiiBerzweif Inng! Einem leeren Wahne also, den Bor fpiegelntigen jener Be triigerin. hatte ich Wal ter» Liebe, mein ganzes Glück geopfert. Das An denken an meinen Boter war dazu mißbraucht worden, mich zn verblende» nnd elend zn mache». Was »un wei ter folgte? Für mich nichts al» zuerst eine langwierige und gefähr liche Krankheit »nd dann ein später und nutzloser Rene und Lnal geiviv-niete» Lebe», da» sich nun langsam feinem Ende zuneigt. Für andre aber möge an diesen Blätter» eine ernste, liebevolle Mah n»ug erstehen. keine Wahngebilde, keinen fremde» Einfluß zu dulde», wo e» sich handelt um ihre ganze Zukunft, um ihr Glück, Zwei deutsche ^eehelden aus dein vorigen Jahrhundert. » war am !>. Lktober 17i»4, nl» da» Dauziger Kanffahrteifchiif Angnst III. Rer PoloninS" vom Tanziger Häfen in See ging. Da» Schiff, ei» Dreimaster von schöner Bauart und mit Ll) Kanone» bewaffnet, hatte erst zwei Fahrten gemacht. Es wnrde vom Kapitän Baseutin Stemniing geführt und war nach (sodix bestimmt. Tie 147 linsbesabniig bestand, den Mnuitnn »nd einen Passagier, den iiMflft Kansmaii» Georg Wilhelm Martens, mitgerechnet. ans Personen. Nach kurzem Anfenthalt vvr Helflngör durchsegelte Zchiff die Nordsee, hatte mit Anbruch des Lktober bereits ' Eap Binccnt erreicht n»d befand sich etwa 13 Seeweitc» von portugiesischen Küste entfernt, als die Lente beim anbrechenden „eslicht auf hoher «er vier längliche Fahrzeuge beinerkte», die bald siir Korsareuschiffe erkannte». Zu«» Unglück «var Wind-.le eingetrete» ititb dadurch der .August,«»' an jeder schnellen wegliiig n»d am Erreichen der Kliste verhindert. Ten «eerauber» dagegen gelang eS mit .Hilfe ihrer leichte» .gel und zahlreichen Ander rasch heranzukommen, »nd schon um >l Uhr waren sie »»r noch aus Schußweite von dem Tanziger Ulffahrer entfernt. Nachdem sie anscheinend eine kurze Beratung iteinander abgehalten hatten, hiszte» sie eine beträchtliche (Zahl ter Flagge» ans, sehte» da»» alle Segel bei »nd legten scharf mittels nur zwei Kaste» mit Gewehrpatronen waren »och vor-Handen. Da, als anch die Kanonen des „WngnftnS" verstummte», erkletterte» etwa 4«x» Feinde das Schiff, nnd »»»mehr erreicht der Verzweiflnugskampf der tapfere» Tanziger seinen Höhepunkt. In geschlossenen« Karree, den Kapitän Stemming nnd den nnerschrocke-neu Kaufmann Mariens in der Mitte, erwarteten sie die mit la»> te», Allahrnk anstürmenden Korsare». Es entspann sich ein i»ör derisches Handgemenge. Fortwährend kämpfend zogen sich die Verteidiger, nachdem das Grinehel bereits l'/« Stunde gewährt hatte, i» den Rann« znriick. brachen hinter sich die Uajiiteutreppe ab nnd wehrte» sich hier »och eine volle Stunde. Inzwischen hatten die Piraten Leffuiuige» in das verdeck geschlagen nnd schlenderten mit brennendem Werk »>»-wickelte Steine aus die Heldenschar, der nnnmehr nichts anderes übrig blieb, als sich zn ergebe». Es war ei» cntsehliches Los, das der sechs»»dzwa»zig noch >.v y V- ^ - — > iw «• rr- -V rW # r * * r f? % '^&'v. Has<»»üha«rv»>I, v«m Fachs deschlichen. criginatzcichnung v»u «dvls Müller. <Äi>, lrxi > 'ie Ander ein. Todesmnlig rüsteten sich die baltischen Seeleute, 'eil Angriff der Piraten abznschlagen. Sie zogen die große Tauiger Flagge mit de» rote» Kreuzen nnd den gelben Löwe» ans nid richtete» die Kanone». Tie Korsarenschifse hatte» sich bereits wweit genähert, da» ma» deutlich die Zahl der Seeräuber erkennen konnte, vo» welcher sich et>va dreihundert Mann auf jedem Fahr-»enge befanden. Ieht begannen die Korsaren den Kamps mit vollen Ladungen auS vieruudvierzig Gcschiihen zn eröffnen, richtete» jedoch wenig Schaden an. Ganz anders waren die Erfolge der Salven des .AngiistnS,' desien Angeln ganze Reihen der Piraten nieder-streckte». Drssr»l»igeachtet versuchte» die Seeräuber wiederholt zu enter», wnrde» jedoch mit groszem Verlust zurückgeschlagen, Bei seiner bedentendrn Höhe ragte der ..Angnstns" an zehn Fuß Über die niederen algerischen Fahrzeuge hinweg, was für die Verteidigung vou Vorteil war, Bei jedem Euterungsversilche wurden die Räuber mit Klri»gewel»se»cr empfange», ihne» siedendes Pech auf die Köpfe gegossen »«d sie mit Holz- nnd Eisenstücken beworsen. Leider aber war »ach viernündigem. hartem Kampfe der Pnlvervorrat der Tan-ziger verbra»cht, ebenso das Pech und die übrige» verteidigungs- Lebeudeu harrte. Die Korsaren entkleidete» sie, beluden die Aeriusteu mit schwere» Fessel», schleppte» sie ans ihre Seeränberfchiffe, wo man sie anschiniedete, und sehten dann ihre Reise fort. Unterwegs stiegen sie ans ei» veiietianisches Schiff »nd erbeuteten es. Am 7. November langte» sie i» Algier an. »apirän Stemming nnd Kaufmann Mariens waren in dem blutigen Kampf uuverwuudet geblieben, von allein, selbst von der notwendigen Bekleidung ent blößt, Hunger nnd Grausamkeiten jeder Art ansgeseht, schrieben beide in ihrem Kerker am Tezember an den Patron des Zchiffes »ach Tanzig. erstatteten ihm einen getrenen Bericht des »»glück liche» Ereignisses »nd flehten ihn »m Rettung an. Ihr Schreiben traf aiich glücklich i» Tanzig ein, allerdings erst im Frühjahr des kommenden Jahres, wie das bei den Verkehrsmittel» nicht anders möglich war. Ter Brief wnrde sogleich in mehreren Tansende» vo» Exemplaren gedruckt »nd verteilt nnd bewirkte, das, jeder, selbst der Aermste. sein Scherflein zur Erlösung der in algerischer Sklaverei schmachtenden Laudsleute beitrug. In kurzer ijeit war eine so hohe Summe zilsammengekomme». das, alle sechsnndzwanzig Gefangenen nicht nnr losgekauft wurde», sonder» mich bei ihrer am 148 3alm'«)[i)iuffe e« folgende» Z»«»ckku»it einen anjehnliriie» Betraft aus dem llelierfchnffe erholten konnte». Smil »s»ig Oßl3 fluc der Heimat »er Kasl«I»i»»«r. Wer kenn« sie »ich», die Rasteibinber und Mäuiefallenmacher, die t» ganz Oesterreich und Deutschland umherziehen, Töpfe elndrahten, primitive» Blechgeschirr, Mäuse- und Rattenfallen verkaufe» und unseren süße» Mittag»schlummer wiederholt schon durch den monotonen Stuf .Dratowatsch" störten? Dies« scheinbaren Romaden Nnd ungarische Staat»-bürger und wohnen zumeist im Trentschlner-Kowltat, diegselt» der Dona», einem Lande, da» durch die Be»kiden, da» Iablunka- und Weifte Gebirge im Norden und Weste» begrenzt wird, während an der Qstgrenze e« Karpatenzüge umschließe» Ta» Land ist d»rchau« gebirgig, hat aber gleichwohl fruchtbaren Soden, welck»er bei guter Bebauung «etreidc hinlänglich für de» Bedarf, diel Obs«, Gartenfrüchte, Flach« und Hanf liefert, Rindvieh und Schafe in Menge »ährt, reichlich Wälder und auch Steinkohlen enthält. Der Hauptfluß ist die Waag, welche da» Komitot in der Mitte in westlicher Richtung durchströmt, hier die Bistricza, die lepliczko und andere (leine glisse aufnimmt und gleich wichtig für die Schissfahrt und den Handel wie für die Fischerei ist, Dle Einwohner sind, den Adel »»»genommen, durchau» Slowacken, meist katho-lischer Konfession, robuste, fleißige Leute, die «ebft der Landwirtschaft sich vor-züglich mit Tuch, und Leineweberei beschäftigen. Zumeist, wenn der Boden bestellt ist, verlassen die männlichen Bewohner die Heimat und treiben sich, ihre primitiven Erzeugnisse seilbietend, In ganz Mitteleuropa herum. Dle Frauen sind zierlich« Gestalten, die i» Ihrer kleidsamen Nationaltracht einen hübschen Anblick gewähren. ß St Haselhühner»»!!, vom FuchS beschlichen. Ia» niedlichste «leinwild unserer einheimischen Waldhüter (Tetraonea de» System») Ist da» Haselhuhn oder Haselwild, Tetrao bonaaio. von der Körpergröße einer starken Hau»taube, trügt e» ein buntscheckige», schwer zu beschreibende« Federkleid, ba» au» ei»em Gemisch von Schwarz, Braun. Rostgekb, Aschgrau und Weiß besteht unb dem Laudwalddoden tauschend ähnlich sieht. Dle Zeichnung diese» Sefieder» ist aber durch Sroßtäfelnng wohlgefällig und wird namentlich beim Hahn noch gehoben durch eine aufrichtdare Scheitelholle oder eine» kleinen Federbusch, einen schwär-ze». weißumrahmten Bart unmittelbar untn dem Schnabel, »nd ei» rote» Feld von Warzen Über den Augen, Zierden, die, mit A»»aaHme »er nur angedeutet vorhandenen letzteren, der bescheideneren Henne fehlen. Die Leben»bühne unsere» Haselwilde» ist der Erdboden. Entgegen seinen verwandte» liebt e» zusammenhängende Waldkomplexe, namentlich Buchenwälder lm Mittelgebirg mit h»»fig»m llnterwnch» von mancherlei Strauch- und Staudenarte». Solche heimliche Wald-orte, besonder» mit Quelle», Rinnsale» und Bächlein versehen, a» warmen, so«-nigen Lagen bilden sei» Heim. Hier gründet e» seine Familie in stiller Abgeschiedenheit. Enbe Mai ober absang» Juni wählt die vorsichtige Henne ihren Ristplatz, besonder« gern auf einem Fel«gerölle. Unser Bild ^elgl einen solch ver-borgene» Waldwinkel. Auf der rainartigen, steinigen Erhöhung hat sich ein Paar unsere» Haselwilde» häu»lich niedergelassen. Daselbst Ist t» der verborgene», slachgescharten, mit Halme», Wurzeln und Blättern dünn belegten Mulde da» kleine Häufchen Hühnchen Im Dunenklelde, weidmännisch.Kette" oder.Bolk" genannt, vor K bi» S Tagen an» dem roströtllch«», braunbepanktete» Gelege geschlüpft. Da» niedliche Völkchen ist flüchtig wie die Mäuse und kann schon frühe niedrige» Gezweig durch gewandte» Hüpfen erreiche». Saum einige Wochen alt, wird e» schon halb flugbar, so daß e» aus Büschen und Raidel» z» ,ba»i»en" vermag. Ta sitzt denn die Kette von A bi» 12 »nd mehr Stück zusammen-gedrückt, I» Ruhe sich sonnend, oder halb unter dem Leide unb de» Flügeln der Henne, ein reizende» Bild, wie wir einigemal da» seltene Glück hatten, e» zu belauschen. Wir geben auSzüglich da» Vvrkornmu!» au« dem Werke: .Tiere der Heimat". .Unter ganz sein piependen Lauten umlief die Seite die Alte, welche »l«bald auf einem Hainbucheiivorwuch» bäumte, und bie Kleinen — l« an der Zahl — flogen sogleich aus da» niedere Geäste de» Baume», vo» Zweig zu Zweig höher bäumend, der Henne nach. E» sah allerliebst au», die winzige» Hühnchen vo» kaum Sperling»größe schon so flüchtig und gewandt aus den Aeste» und Zweigen sich bewegen z» sehen. Die Henne hotte auf einem Aste bald die Hühnchen neben und um sich versammelt, die nun reihenweise sich zusammen-drückten, putzten, abwechselnd die Flügelchen emporreckte», die Ständerchen nach hinten drehten und zuletzt, die Federn gesträubt, wie Bällchen aus dem Gezweige sich behaglicher Rutie hingaben. ff« war da« niedlichste Bogelgenre-bildchen, wa« wir je in der Natur gesehen Tennoch konnte» wir e« un« nicht versage», nach längerem Zuschauen die kleine Gesellschaft zu überraschen, um ihre Manieren bei Gefahr zu beobachten. Ei» Händetlatsch mit gleichzeitigem Hervortreten ao« unserem verstecke, und die Vierzeh» Hühnchen waren wie aus einen Zauberschlag in ebenso viele Pünktchen a»f dem Meiste erstarrt, kleinen «»ote» eher ähnlich, al» lebenden Wesen Die Henne hatte sich unter helle» Angstrufen zur Erde fallen lassen und umkreiste den Ort, tief an der Erde her-flatternd, da wir un» durch ihr bekannte« Manöver (da» Adlenken be» Feinde» von der Kette» nicht täuschen ließen. Un» war e» darum z» thun, ein Hühnchen zu erlangen. Ich hatte die schwanke Hainbuche geschüttelt, worauf da» ganze Völkchen zu Boden flatterte und wie der Wind nach allen Seiten au»ein-anderftiebte. Ein rasche« Zubodenwerfe» seine» Kleidung»stücke» und ein ebenso schnelle« Tariiberherfallen brachte meine» Begleiter glücklich in den Besitz eine» allerliebsten kleine». Ta»selbe schrie mit feinen Lauten .Briiiiil" in der Hand des Waldwärler«. worauf die Henne mit wahrer Kühnheit die Störenfriede mit gesträubte» Federn unb gesichertem Schwanz unter durchdringend helle», trlller-artigen Rufen umflatterte. Wir ko»»ten e« nicht über un» gewinne», da» zarte, liede Tierchen der Alten zu rauben und gaben ihm die Freiheit wieder." — Nicht so glatt ablausen wird e« dem Völkchen »nd namentlich der Henne aus »»lerem Bild.'. 7er Ranbmlrder Such« hat die Familie in i!>rem Thu» be-schlichen »nd die nichUichiiende sorgliche Alte In* Auge gefaßt, ble eben dem einen der Küchelchen einen Leckerbissen darbietet, den sie in einem lierse auigi funden. Xie Wolke de» beschick« hängt über dem sriedliche» Idyll der Waid, dewohner, da» wahrscheinlich mit tragischem Schluß durch einen Satz de« rote» Satan» auf die Henne endet. Wenn der Vater, der Hahn, der verwaiste» Lcha, dann sich nicht pfleglich annimmt, so Ist »« um die niedliche Nachkommenlcha» geschehe». E« wiederholt sich da»» In diesem Raubfall da» nur zu häufig. Schicksal im Familienleben unsere» netten Haselwild«», da« hierdurch zum Leid, wesen de» Naturfreunde» and echten Waidmanne» immer seltener wird. Ei» kurzes Wort. Ehemi«Professor (vortragend): »Durch diesen Prozeß entlieht ba» Irlmethylderlvat de» Didenzhltricarbonsäureimld», da» wir. kurz gesagt, al» Alphamethylkibenzylorthosulphotrieorbonsäuremethhllmldmeliui lesler bezeichnen können. Merkwürdiger Armeebefehl. Er ist vo» Suwarow (1790) an den «> neral-Quartieemeister Ehafteler, »ab lautet wie folgt: .Man muß angreife» Blanke» Sewehr, Bajonnet, Säbel! — Seinen Augenblick verlieren! All«, zu Boden werfen! Alle» nehmen! Alle» auf der Ferse verfolgen, bi» auf den letzten Man». — Schäferstunde — Angriff! Nur nicht» Kleinliche»! — Fort mit der Pedanterie! — He 0Hasteier! So t>i«I Treffen al» da» Terrain verlangt! Ihre Ei»teilung Ist vortrefflich! — Sott behüte fl«!* ®* Auf da» Modernste ausgestattet. .Daß auf dem Haus«, da» SI« mn verkaufe» wolle», eine Hypothek von fünftaasend Mark lastet, davon haben 3it mir ja gar nicht» gesagt." — ,C ja, ich sagt« doch, «! Ist mit alltm ati> da» Modernste ««»gestaltet." (Berliner Börsen-Courier.) Stahlfeder» zur Römerzrit. Wiederholt Ist über die vorläus . »»sei« heutigen Stahlfedern belichtet worden, über die Metallplättchen, welche bei berühmte Nürnberger ^chreibmeister Neubörfer. der Zeitgenosse Türer», benützir über versuche, welche bald im Weste», bald im Osten Deutschland» mit Metall sedern, vor Einführung der Stahlfedern, gemacht wurde», aber nie würd« daran' hingewiesen, daß schon die Römer sich metallener Federn zum Schreiben be> dienten. Und doch war diese» die Metall-Schreibfeder bekannt. Unlängst würd« In Köln mit andere» unzweifelhaft römischen Altertümern «In« solch« grsnnde» die I» da» Museum der «ladt Köln eingeliefert wurde. Si« besteht au» «i»ei hohlen Rühr« au» Bronz« Von nicht ganz so großem Durchmesser wie unser« Bleistift», aber ungefähr von ber Länge derselben, deren «In«» End« In «in« gespaltene Spitze au»lä»ft, die ganz da» Au»sehen unserer Stahlfedern hat, boili bildet hier Feder und Halter ein einzige» Stück. Diese jüngst gefundene «»mischt Metallseder Ist nicht die einzige, welche in Köln dem Schoße der Erd« entrisse» würd«, » fl»d dort vielmehr scho» »ftrr solche Federn zum Vorscheine gekommen emtmnüyjgtg Bohnen bei Regenmetter Anhaltende» Regenwetter will den Bohne» nicht behagen, fie wachsen nicht von der Stell« und b«komm«n schließlich Fäul> nl». und Schimmelflecken. Gegen ba» Regtnw«tt«r kann man «Ich!» thun, und doch soll d«i langen Regenperioden nicht müßig zug«s«h«n wird«». Da» erste, wa» man zu thu» hat, ist, daß alle» etwa vorhandene Unkraut vo» de» Bahn«», beet«» «ntf«r»t wird; zweiten» find all« von Schimmel »nd Fäulni» ergriff«», Blätter und Bohn«nschot«n zu «ntfrrn«», und dritten» flnd Gemüse, die nah« an den Bohnen stehen, gleichfall» zu entfern«» (da» heißt fall» solche» angängig Ist», damit die Lust möglichst unbehindert z» den Bohn«n gelangen kann. Di« B«ilch«» 4» vermehren ist jetz^ die best« Z«it. Die starken Büsche werden h«ra»»g«aomm»n und geteilt. DI« «i»z«lnen Stöcke wachsen sehr leichl weiter, wenn auch »ur wenig Wnrzel» daran bleib«». D«m Boden, i» den man Veilchen setzen will, fügt man etwa» Kompost hinzu. Ein Plätzchen fü> Veilchen findet sich überall. I» >ed«m Garte»: «» ist bescheiden in allen seinen Bedürfnissen »»d äußerst dankbar. Den frisch gerteilten und eingepflanzte» Veilchen gebe man, wen» sie ber grelle» Mittagssonne »»»gesetzt sind, «twa» Schatten unb gieße öfter», bi» fl« neue Wurzeln geschlagen haben. E» gi«b! bi» zum Herbste kräftige Pflanzen, welche womöglich bi» dahin schon Blume» zeigen, im nächste» Frühjahre aber sehr reichlich blühen. Auflösung. M 1 - 1 V 1 1 1 t 1 " | n | t | r U r|tt|n|i |nlx|«|nj 1.1 n | u | e | n | i> | » | r | « I (i | 1 | II | 8 | Il | 11 | t | t | r | "Ml t rru l» I! r 1 Brithmogriph. I l ) i s i l t >. Ctabt In CchIttlo4g*4olfUin-mit Sin mensch!Ich«» Qrqan. 111)1. Ein« Ctabt Im Rheinland. 4 3 6 12. Eine Niiturrricheiniin«. lull. »In landwinschaltliche« •erflt. I n t t l i. Sin Vera der Tiroler Alpen. 7 8 4 1. «in «es«». tut). Ein fjlu» in ber Schweiz «?»»«. Eine Ctabt In Brandenburg. Xlc Knfanalbuchfiaben von oben nach un-ten gelesen ergeben I—». Paul Klein. ffhar«»«. Wa» würbest bu ohne ba» Erste sein? Sin armer, «»brauchbarer Wicht tat glrritc sei immer hlldich artig unb sein, Senn au herbem liebt man e» nicht. Ta» «Manie, ein Zweite», soll jealtchee Zeit ta» Erste besuchen mit Eiser und ijttuli'. «lle Me4le (»betauen. versag vo» W Blanke In Petto». «Martin» von »rn» Pfeiffer, aebrmrt «nb beeaafgegrUen von Mreinct » '(Heister in Stnttaart.