Nr. 13. Mittwoch, 17. Jänner 1906. 123. Jahrgang. Mbacher Mmg. VränumiratlonSpreis: Mit Postdr lssn b u »n : naiizjäliiin NN X, hallijählin <5 K. Im Ko»tur : nanzjälirig !i^ X, halbjährig ll l<. ssür dir Züslcllimsi ins ^»ll»«! siaozjahrin 2 K, Insertiondliebilh : ssiir flciiic I„sl>,a!r Die '^mbnchrr Zi-Nu»!,. rrscheiitt lüssüch. mit Ä»s»al,mr dsi Loim- und sscirrtanr, D>r Ädministrotion drsinbet sich noi!l,rss!plah «r, 2, dis Mcdaltiou Dn,,nn!i„s,asü Nr 1", Svrschstniib!',! drr Nsbaflil,,, von « bie ,<> Uhr voi» »nüngs, Uiisraiilicile Vrirjs lucidn, >nch< aünrnriiuns!,, Mninnlril'ti' i,ich< zliruclarftsll!. Amtlicher Teil. Der k. k. Landespräsident im Herzogtnme >irain hat dem Gcmeindedielier Aiüon Pctelin in Brnnndorf die mit Allerhöchstem .Handschreiben vom l«. Augnst l«!)« gestiftete Ehrcumcdaille für vierzigjährige treue Dienste zuerkannt. X. Verzeichnis über die beim l. l. Landespräsidium in Laibach zu Gunsten der Abbrändler in Tillmitfch (Sleiermarl) iugclm,gten Spende», und zwar: Sammlniisstzerssebliis der Gemeinde Horjul 10 K, Hiezu die Spenden aus den früheren Verzeichnissen mit 568 k 52 I>, zusammen 578 X 52 l>. Richtamtlicher Ceil. Zur Wahlreform. Das „Neue Wiener Tagblatt" konnnt neuer-dl"qs ans das Verhältnis der Deutschen zur Wahlreform zu sprechen und führt dabei aus, das; man cs begreiflich finden müsie, lvenn die Deutschen sich auf den Standpunkt der Verteidigung ihres natio nalen Besitzstandes stellen. Das; die deutschen Parteien nllzn stürmisch den nationalen (Gegner be-drängeil wollen — das glaube wolil niemand in Österreich; die staalserhaltende Politik der Deut' schcn widerspreche dieser Annahme nnt flammenden jungen; aber gewiß sei es, das; ein großes, gewichtiges Stück nationaler Arbeit, nationaler Abgrenzung, speziell in Böhmen, die gegebene Voraussetzung für die Mitwirkung der Deutschen an der Wahlreform ist. Ist dies geglückt, und das ist die Agende der allernächsten Zeit, dann ist der Streit um die Zahl der Mandate der Sphäre der Ambitionen aller Parteien, die es angeht, entrückt. . In der „Österreichischen Volkszeitnng" wird Mernmä's;ig bewiesen, das; die Slaven allein und abständig die Mehrheit im neuen Neichsrate nicht "chtzen werden. Der Geschicklichkeit und der Intel-Mnz der künftigen Vertreter des dcntschen Volkes un ^bgeordnetenhanse nnrd es überlassen bleiben, sich im neuen Parlament verläßliche Bundesgenossen zu sichern, und wenn sie die Verhältnisse recht ^fassen, wird es ihnen auch gelingen, im neuen Parlamente die ihnen gebührende führende Nolle U! erlangen. Das „Wiener Deutsche Tagblatt" nieint, eine slavische Mehrheit im neuen Parlamente würde nur das „Auseinander" bedeuten. Eine deutsche Mehrheit Wirte zentralisierend, denn die Deutschen sind die natürlichen Träger des Einhcitsgedankens, der Staatoeinheit. Wie zersetzend schon Mehrheiten, die nur überwiegend slavisch waren, gewirkt haben, ist ja noch heute zu spüren. Die Wahlreform soll uns doch zu ruhigeren Anstanden hinüberleiten-, man darf sie daher nicht so inachen, das; aus ihr nur neuer, heftigerer Kampf erwachsen muß. Die serbisch-bulgarische Zollunion. In einer Besprechung der sogenannten serbisch bulgarischen Zollunion führt das „Fremdenblatt" aus, es sei selbstverständlich, daß unsere Monarchie ihre handelspolitischen Beziehungen zu Serbien nicht in eine bindende Form bringen kann, wenn es zu Bulgarien in ein Verhältnis tritt, das seine Bewegungsfreiheit in einer zum Teile schwer kontrollierbaren Weise einengt. Die Forderung, die wir an Serbien stellen, ergibt sich einfach aus der Erkenntnis unserer Interessen und ist durchaus nicht von Animosität gegen unser Nachbarland diktiert, wenngleich die Haltung, die Serbien in dieser Sache eingenommen hat, nicht eben als Muster der Korrektheit gelten kann. Daß man hier an maßgebender Stelle dnrch den Vertragsabschluß nicht überrascht worden se,, könne an diesem Urteil nichts ändern. Die Verhandlungen wegen des Abschlusses der Zolluuiou seieu hier kein Geheimnis gewesen. Auf wiederholte Anfragen von unserer Seite seien aber ausweichende Antworten erfolgt und da wir nicht auf Grund von nichtoffiziellen Angaben nnt einem einem Erdspalt um. Da aber der Asphalt des Bahnsteiges stch nicht öffnete, sackte sie wenigstens soweit zusam u.'en, daß nnter dem fnßfreieu Reisckleide nicht cmmal mehr die Spitze ihres Stiefelchens zu sehen war. Ihv Gemahl verzog das Gesicht zu den gebissenen Verlegenheilsfalten einer Morchel. ^ Der Maler schien den Eindruck, den seine >wgendcrinneruug gemacht, nicht n bemerken. „Die ^liose hat durchaus gehalten, was die ^'wspe versprach", ergänzte er mit einer arligen ^^lbellgung. Dann mehr zn seinem einstigen Kame^ wden gewendet: „Hier meine Fran — Ilona, aus ^r, bet'anutcn Akrobatenfamilie TitaneNo rccte '"ulferstädt aus Hamburg. Das heißt — nu mach' "ich so'u Gesicht, Hartefeld, als wenn dn Holzessig Nctruufen hättest. Wir wollen die Uzerei aufstecken und uns des Wiedersehens freuen." Der Oberleutnant schlug nnt etwas gezwungc nein Lachen in die ihm dagebotene Nechte.' Er nahm den Gottesfrieden aern an; denn auf gespanutem Fuße war nnt Woll Luckner schwer zn verkehren — er hatte eine niederträchtig überlegene Art. lind dann war er auch ein wenig anf die Diskretion >es einstigen Freundes augewiesen. Gerade die ordentlichsten Ehemänner haben die unordentlichste Vergangenheit — und es gab da manchcs, woran er in Gegenwart der geboreuen Malkomevius nicht gern erinnert worden wäre. Bis auf die tödliche, ewig farbenwechselnde Befangenheit der kleinen Frau Oberleutnant machte sich alles ganz gnt Luckner beging keine Indiskre^ iion und auch leine der Bosheiten, an denen er einst so reich gewesen. Je mehr die Befürchtungen des Herrn von Hartefeld schwanden, desto mehr schmol,', auch sein Konvcutionscis. Er verstand sich schließlich sogar dazu, dem Freunde unter vier Augen von der mimosenhaften Genierlichkeit, des blonden Frauchens zu erzähleu und für sie Nachsicht zu erbitten. Der Künstler schwor sämtliche Eide, das zarte Inkognito der Hochzeitsreisenden nicht stürm zu wollen. Leider achtete der Oberleutnant nicht auf den Schalk, der gerade bei der vertraulichen Eröff nung in Luckners Zügeu zn arbeiten begonnen — sonst hätte er diesen schwerlich aufgefordert, den eineu Tag, den Wolf Luckner und Frau in Genf sich aufhalten wollten, in der „Pension du Lac" zu wohnen, wo das jnnge Paar sich für zwei Wochen einmieten wollte. Man hatte sich in den viernndzwanzig Stun-den so gut miteinander gestellt, das; Herr von Hartefeld es fast bedauerte, al» der Freund und seine Gat-tin sich ,'.nr Weiterreise verabschiedeten. Selbst die geborene Malkomevius war ein wenig aus sich herausgegangen. Nicht viel — aber doch schon soweit, daß sie beim Sprechen hie und da aufzusehen gewagt. Herr von Hartcfeld freute sich indessen und segnete diese Veaegnnng, die dieses Mirakulum vollbracht hatte. Er segnete zu früh. Nach der Abreite der Luckners machte sich eine eigeulümlichc ueugierige Haltung der Gäste wie auch des Hotelpersonals bemerkbar — eine Hal' tung, die in dem jungen Paare jenes p'inlichc Cnipfinoen weckte, das unsere ersten (k/tern im Paradies gehabt haben müssen, a^ der Herr sie rief und sie sahen, daß sie nackt waren. Jedes Auge, das sich auf sie richtete, war ein Zeigefinger — und jeder dieser Finger war auf si: gerichtet, gleichviel wo und vor wem sie sich sehen ließen. Alles schaute, schmunzelte und tuschelte. Die Kellner grinsten, die Pensionäre steckten die Köpfe zusammen — und das mit einer Unverschämtheit, die dem königlich preußischen Oberleutnant das Blut in die Adern trieb. Und nun gar die geborene Malkomevins. Es unterlag für ihn keinem Zweifel, daß der perfide Lnckner den Muud nicht gehalten, daß er sem Wort gebrochen und sie hier als Hochzcitsreisende auf den V.'oliersti'lil aesetzt bmitte. Dennoch ließ er s,ch den i«ni<'-<> <1'Ix>i<>1 kommen und hauchte ihn an: Laibacher Zeitung Nr. 13. 110 17. Jänner 190«. Stimmen verlor. Der Ausgang der Wahlen de-weist, daß das Land gegen Chamberlain ist. Aus London wird gemeldet: Das neue liberale Morgcnblatt „The Tribune" erbat sich vom Zaren eine Kundgebung wegen des Friedensgedankens. Graf Lambsdorff sandte ein Telegramm: „Der Zar dankt Ihnen für Ihre freundliche Gesinnung, die in der Adresse der Schriftleitung ausgesprochen ist. Ich bin beauftragt, Sie zu benachrichtigen, daß die Negierung Er. Majestät beabsichtigt, binnen kürzester Zeit mehreren Ländern den Programmentwurf zu einer zweiten Friedenskonferenz zu unterbreiten." In den politischen Kreisen von Paris wird neuerdings von der Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen London und St. Petersburg zum Zwecke der Anbahnung eines Einvernehmens über diejenigen Fragen gesprochen, welche die Interessen Rußlands uud Englands in Zentralasien berühren. Man hegt die Überzeugung, daß ein solches Einvernehmen in den Wünschen beider Staaten gelegen ist, glaubt aber. daß die Aufnahme der Verhandlungen zu dem gedachten Zwecke erst dann erfolgen wird, wenn die inneren Schwierigkeiten, welche die Nktionsfreibeit Nußlands noch immer hindern, beseitigt ftin werden. Als sicher gilt es. daß die Dispositionen des liberalen Londoner Kabinetts in dieser Rickitung die gleichen sind, wie die des Kabinetts Balfour. Der Gouverneur Chvostov wurde bei dem Attentate an der Wange schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt. Der Täter, ein Jude, weigerte sich. seinen Namen zu nennen, erklärte aber, Mitglied einer fliegenden Abteilung der Kampforganisation der sozial-revolutionären Partei zu sein und deren Urteil vollstreckt zu haben. Seine Mitschuldigen sind entkommen. Nach einer Mitteilung der „Hamb. Nachr." aus Schanghai sieht man dort mit Besorgnis auf das Anwachsen einer geheimen Gesellschaft im mittleren Ziantse-Talc, die sich mit gro-her Geschwindigkeit auszubreiten beginnt. Die Gesellschaft nennt sich Ko-Ming-tang, d. h. Gesellschaft zur Entfernung der bestehenden Negierung. Sic wurde schon vor zehn Jahren gegründet, nnmil' telbar nach dem chinesisch-japanischen Kriege. Die Provinzen Hunan '.!nd Hupeh sind ihr Hauptsitz, gegenwärtig aber hat sie auch in Kwantung zahlreiche Anhänger. Die Vewegung dürfte in den süd-lichen Provinzen einen besonders fruchtbaren Boden finden, denn der Gegensatz gegen die herrschenden Mandschus ist nirgends so stark wie eben dort. Di<: Gesellschaft zählt ihre meisten Anhänger im Kreise der Literaten, starken Zuwachs erhält sie neuestcns durch die Studenten, die aus Japan zurückgekehrt sind. Wie offen die Ziele der Gesellschaft gefördert Werden, erhelle daraus, daß die Lehrer der Kriegs--schule in Wuschang. die unter japanischer Leitung steht, bei ihren regelmäßigen Zusammenkünften re-> Volutionäre Lieder singen. Die Zahl der Mitglieder der Ko-Ming-tang wird bereits auf 10.000 geschätzt. Ihr revolutionärer Charakter sei durch die Tat' fache bewiesen, daß sie kürzlich eine Waffenlieferung, die 2000 Gewehre enthielt, empfangen haben. Das alles geschehe unter den Augen des General? gouverneurs Chang-Chih-Tung, von den anderen Beamten gar nicht zu sprechen. Wie stehe es ange-sichts dessen mit der Befolgung des kaiserlichen Ediktes, das die chinesische Regierung auf Grund des Fricdensprotokolls von 190l erlassen hat und das die Zugehörigkeit zu einer geheimen Gesellschaft mit hohen Strafen bedroht? Eine Entschuldigung, daß diese Gesellschaft keinen fremdenfeindlichen Charakter trägt, werde man nicht gelten lassen dürfen, denn di«» Chinesen sähen eben in dein Mandschu den Fremden, den Ausländer, und streben ein eingeborncs Staatshaupt an. Und immer wieder könne nur daran erinnert werden, daß alle regierungsfeindlichen Bewegungen in China früher oder später unter dem Einflüsse eben d^r Negierung, die sie bekämpfen wollen, einen fremden-feindlichen Charakter annehmen. Tagesnemgleiteu. — (Japanischer Seemannsaber-glaube.) Ein japanischer Offizier, der seinerzeit dem Stapellauf von Admiral Togos Flaggenschiff „Mikasa" beigewohnt hat, erzählt einen Vorfall, der sich dabei zutrug. Einer japanischen Sitte gemäß war über dem enormen Sporn des Schiffes ein Käfig an° gebracht, der einige graue Tauben enthielt. In dem Augenblicke des Ablaufs, nachdem Vikomtesse Hayaschi die Taufe vollzogen und durch einen Druck auf einen elektrischen Knopf die „Mikasa" von ihren Stützen befreit und zum Vorwärtsgleiten gebracht hatte, wurde auch der Käfig geöffnet und die Tauben sollten dem ins Wasser gleitenden Schiff voran ans dein iiäfig fliegen. Allgemeine Bestürzung malte sich jedoch auf den Gesichtern aller japanischen Zuschauer, als es zehn, zwanzig, dreißig Sekunden dauerte, ehe sich die Tauben zum Fluge entschlossen. Erst dann ver« ließen sie den mit i>cr japanischen Flagge geschmück-ten Käfig und flogen rückwärts über den nun auf dem Wasser schwimmenden Schiffsrnmpf fort. Keiner der anwesenden Japaner hat sich damals dem Empfinden verschlossen, daß durch dies verfehlte Opfer bcim Ttapellauf dem Sch'ffe ein Unglücksschicksal bestimmt sei. Als die Traucrtunde von dem völligen Verlust des schönen Kriegsschiffes eintraf, entsann man sich des Vorfalls. -^ (Ein u n te r i r d isch c r See) in London. Unter dem St. Georgs-Platze ist ein unterirdischer See entdeckt worden, der der Stadtverwaltung groß? Torge macht. Er wurde zuerst_entdeckt durch ausströmendes Wasser, das durch eine Tffnnna. des Stra° ßenpflasters drang Seit einiger Zeit hat man den See auszupumpen versucht, bisher ohne Erfolg. Schon verschiedene Male hat man in London mit solchen Wasseransammlungen zu kämpfen gehabt, doch noch nie war, wie „Pall Mall Gazette" fagt, die Wasser-menge so groß wie in diesem Falle. — (Sch ne iderkü n ste.) Die Pariser Schneider sind erfinderische Leute. Die lästige Prozedur des Matznehmens, die den Kavalier für Augenblicke der Autorität des Schneiders unterordnet, soll durch ein elegantes Verfahren ersetzt werden i Der bekleidungs. bedürftige Elegant hat sich nur in verschiedenen Posen vor eine mit Maßstäben wie ein Rechenblatt karriert.' Fläche zu stellen. Dann wird einigemale geknipst nnd die nötigen photographischen Aufnahmen sind gemacht, an denen der Zuschneider die Mehrzahl der Maße mit Hilfe der quadrierten Rückwand crtennen kann, die übrigen sind durch ein paar auf der Propor« tionenlchre des menschlichen Körpero basierte For-meln leicht zu berechnen. Ein ähnliches Verfahren, das noch lästigere Anprobieren zu umgehen, ist bis jetzt noch nicht gefunden, doch wird auch dieses wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. — (Der Bankier als Pu hm am sell.) Einer der bekanntesten Newyorker Bankiers, Herr Morosini, ist unter die Putzmacherinnen gegangen. Vorläufig übt er dies Gewerbe freilich nur im „Nebenamt" aus, aber die jungen Damen, die in seinem Hause verkehren, bestürmen ihn, anch für sie ein glei-ches Kunstwerk anzufertigen wie für seine Tochter. Für diese, die eine schneidige Reiterin ist, hat er einen nngemein schiken Hut angefertigt, der allgcmei« ncs Staunen erregt. Er ist aus weißem Lammfell, der Rand ist gerade aufgebogen wie bei einem Turban und zwei kostbare Pelzbesätze zieren die li.ike Seite. Hinter diesem Besah erheben sich zwei weiße Reiher-federn, und drei schwarze Federn vom Paradiesvogel vervollständigen den Federschmuck. Es ist selbstver° ständlich, doß auch Diamanten nicht fehlen; ein jnpa-nisches Muster, von Herrn Morosini selbst entworfen, ist in Diamanten ansgeführt, die zwei große Sma» ragde umgeben/Bisher verlautet noch nicht, daß der Bankier sein Geschäft aufgeben und unter die gewerbsmäßigen Putzmacherinnen gehen wird. -^ (Ein König.) Amerikanische Blätter er-zählen von einem amerikanischen „König", der un° nmschränkt auf der Insel Orchilla im Karibischen Meer herrscht, anf der er sich vor ctlva fünfzehn Iah-ren niederließ. Der Name dos „Königs", der Herr-scher nnd Kabinett in einer Person ist, ist Kapitän E. C. Rivers; er ist gewissermaßen ein „weißer Hänpt ling", denn alle anderen Bewohner der Insel sind Neger — im ganzen sind deren überhaupt AI auf der kleinen Insel — nnd keiner von ihnen hat jemals versucht, dein „König" die Herrschaft streitig zu ina> chcn. Jahrelang sieht Kapitän Rivers keinen weißen Mitmenschen nnd jahrelang hört er nicht; von seinen Verwandten in den Vereinigten Staaten. Daö Leben anf der kleinen einsamen Insel wird ihm aber keines n>egs langweilig oder eintönig, denn er hat alle Hände voll zu tun, er beaufsichtigt das Einsammeln des Guanos von den Korallenriffen, welche das Meer in immer größerem Umfange bloßlegt. Der Guano von Or° chilla wurde znerst von Bostoner Kapitalisten gekanft, welche sich vor fünfzehn Jahren die Dienste Rivers' sicherten. Znr Zeit gehört die Insel einem Syndikat ill Baltimore. Rivers' Arbeiter gehen bereits mit Sonnenaufgang zur Arbeit, sie arbeiten bis Son» nenuntergang nnd den Rest der vierundzwanziz Stunden schlafen sie. — (Katz en g c schichten.) Die romanischen Völker haben eine große Vorliebe für das schmiegsame Volk der Katzen, während der Deutsche in der Regel mehr dem biederen, braven Hnnd zugetan ist. Be-kannt sind die Katzen des Panthenms in Rom, weni» ger bekannt ist, daß sm Pariser Pantheon eine Filiale besteht, doch säumen die Spoiseüberreste des gegen-überliegenden Lyc^e Henri IV. recht mager zn sein, da die armen Tiere abends die ihnen von alten Weib-lein borgeworfenen Brocken hastig verzehren. Weniger dem Kult der Ideale geweiht, aber einträglicher war das Leben der Katzen in den Markthallen zn Paris. „Hören Sie mal, mein Verehrtester, das Interesse, das uns hier von allen Seiten entgegengebracht wird, patzt mir nicht! Durch die Heimtücke sche Indiskretion d-'s Herrn von Luckncr scheint es leider bekannt geworden zu sein, daß wir uns auf der Hochzeitsreise befinden. Das ist aber immer noch kein Grund--------" „Pardon —," unterbrach der glatte Chef des Hauses init verbindlichem Lächeln, „Herr von Luck-ner hat nichts dergleichen gesagt." „Unbedingt hat er das verraten!" „Bcdaure, nein, mein Herr. Allerdings ist er mit Fragen bestürmt worden. Das Neisepublikum ist neugierig. Besonders gegenüber einem so jun» gen eleganten Paare, wie ich die Ehre habe, iu Ihnen zu beherbergen. Man diagnostizierte zunächst ganz allgemein auf Hochzeitsrcisende. Herr von Luckncr aber hat das so entschieden bestritten, daß man ihm schließlich glauben mußte." „Ja — ich verstehe nicht! Was hat er denn gesagt?" „Die Herrschaften wären nicht auf der Hochzeitsreise — würden vielmehr erst in sechs Wochen heiraten." Eine Stunde später saß das junge Paar im Zuge — und die geborene Malkomevius hat den doppelten Brüsseler Schleier überhaupt erst in Pots' dam abgenommen. Das Kreuz auf dem Berge. Eine Äebesgeschichte. Aus dem Slovenischen des Ivan Tanlar, überseht von K. Koch. (46. Fortsetzung.) . Sie kannte seine Stimme nicht mehr. 'ein Blick war fremd, hell und unruhig. Schnell reichte er ihr die Hand, drückte sie, daß es sie schmerzte, und ging mit raschen Schritten bergan ... Es dunkelte früh; die Helle des weißen Himmels lvar gering nnd wich rasch und schell vor den dichten Schatten der Nacht. Der Amerikaner eilte bergan: als er oben stand, blickte er hinab in die Schlncht, nahm seinen Hut ab, strich sich mit der Hand über die Stirne n:id seufzte tief auf. „Es durfte uichl sein . . . Lebe wohl. Hanna!" Hinab ins Pfarrdorf beschleunigte er seine Schritte und rasch wurde der Weg durchmessen. Im Pfarrdorfe kaufte er Papier nnd einen Umschlag, schrieb in der Kneipe einen Brief und gab ihn ab. Hierauf ging er noch am selben Abende durch den Wald in die Stadt In der Stadt berauschte er sich bis zur Besinnungslosigkeit, schlief irgendwo in einer Vorstadtkneipe, am Morgen aber setzte er se'lie Wan. derung fort . . . Abend für Abend wartete Hanna, Sie ssin.1 manchmal, wenn sie ihre Arbeit verrichtet und es zu Abend geläutet hatte, aus dem Dorfe auf oen Berg hinauf. Denn Matthias kam wohl mit jener kühlen, lieben Abendsonne, die er so liebte, er kam wohl jenen Abendschatten entgegen, die ihn so oft begleiteten, wann er ans der Schlucht mit traurigem nnd doch hoffnungsvollem Herzen gewandert war . . . Sie harrte nnd sckante, die Hand über den Augen, um genauer zu sehen, wenn sich ein Schatten anf dem Berge regte, im letzten Abglanze des Abendlichts, Es dämmerte, die Sonne war schon längst erloschen. „Wo bleibst du? Warum zögerst du?" Abend für Abend verging und er kam nicht . . . Finster blickte sie der Vater an, als hätte sie ihn schwer beleidigt. „Wann gehst du?" „Bald!" Die Mutter ging vorüber und seufzte. „Du hast nicht recht getan, Hanna! Zum zweiten» male ging das Glück vorüber, doch du wolltest es nicht!" Mit schärferem Auge sal) Hanna die beiden an nnd sie erbarmten ihr, als hätte sie sie wirklich ge kränkt. Vater und Mutter waren schon alt, aanz ge^ beugt und arm. „Ich komme ja zurück ... ich werde ja schrei-ben!" „Wann gehst du denn in die Stadt, mit wein? Was willst du dort?" „Ich werde dienen!" „Ist's eine Lüge?" dachte .Hanna, als sie es kaum ausgesprochen hatte. „Nein, es ist keine Lüge; Laibacher Zeitung Nr. 13. 111 17. Jänner 1906. Als einmal cm katzenfeindliäier Polizeipräfekt sie samt und sonders umbringen lassen wollte, durch-brauste ein Stnrm der Entrüstung die Hallcndamen, und die Katzen lvaren gerettet, denn gegen solche Gegnerinnen kann selbst ein Polizcipräfclt nicht an-kämpfen. Neuerdings hat Herr Lupine wieder einmal einen Massenmord angeordnet. Man hat entdeckt, daß die Katzen infolge allzu guten Lebens säst alle räudig sind, und hat das Herumkriechen dieser geschmeidigen Tiere unter den Nahrungsmittelborräten trotz aller sonst hierzulande geübten Toleranz in Sauberkcits-dingen doch etlvas bedenklich gefunden. Einige Nächte lang werden die Angestellten der „Fourriöre" auf die Jagd gehen, und dann werden die armen Katzen zu Hunderten in den chloroformcrfüllten Orkus ein' gehen. Die Hallendamen trauern, Steinten verhüllt sein Haupt und Baudelaire dreht sich im Grabe um vor Schmerz und Trauer. — (E i ne Or h i de e, die wieein eVull-dogge aussieht,) ist der neueste Triumph der Blumenzucht, die auf der großen Vlmnenausstellung. die soeben in London eröffnet wurde, allgemeine Ve wundernng erregt. Man findet diese Ähnlichkeit in dem eigenartigen Aussehen der Vlüte, die fast voll» kommen rund ist, eine für eine Orchidee sehr merkwürdige Erscheinung Auch die Stellung der Kelch-blatter nnd die Breite der Vlütcnblätter unterstützen diesen Eindruck. — (Das D u r ch s ch n i t t s m a ß der euro-Päischen V öller.) Die, anthropologische Kommis-sion der British Medical Association hat nach langem, angestrengtein Studium das Durchschnittsmai; der europäiMn Völker festlegen können. Dies ist das Resultat der mühevollen Rechnungen: die Engländer nnd Norweger 1 -79 Meter die Dänen und Holländer 167 die Schweizer, Nüssen, Belgier 1 66 .. die Deutschen 1 <;6 die Italiener, Spanier, Franzosen 1 -65 I die Ungarn 1-64 Die Ungarn abcr haben sich bitter beklagt. Sie werfen der gelehrten Gesellschaft kein geringeres Vcr» brechen als offenbare Fälschung vor. Lotal- und Provinzial-Nachrichten. Um die Kronlandsecke. Von A. C. (Fortsetzung.) Nun biegt die Straß?, den Windungen des Flusses folgend, bei einer kleinen Häusergruppc um einen rechten Winkel und zieht in fast westlicher Richtung dem Orte Flitsch zu. Hier nimmt der Isonzo den Versnik-Bach in seine Arme, der ihm seine von den steil abfallenden Vergmassen herabstürzenden Ge^ Wässer znführl. ^ Bald find wir in Soöa. Von weitem schon grüßt uns der schlanke Kirchturm des anheimelnden Dorf-aims. Endlich eine Oase in der menschenleeren Stein wüste — wieder einmal Leben! Ein Wagen, von einem dürren Klepper gezogen, kommt nns entgegen-.Mndcrgrnppen spielen an, Flußuser. Obwohl nur ein und einen halben Tag in der Emsamkoil. tut das sorgenlose Kinderlachcn doch den Ohren wohl. Zwei Stnnden branchten wir von Log bis Hieher. Neinliche Häuschen, ^ie sich um die nette Kirche wie es wäre d.'n beiden schwer, wenn ich ihnen die Wahr heit sagte ..." Die Abende waren schon heller geworden, es blühte nnd trieb anch schon in der Schlucht, der Hin, niel war dunller nnd höher, dunkelblau, weißer und reiner waren die zarten Wolken, die am Himmeln zrlte spielten, nnd sie jagten im warmen Frühlings winde, Hanna ging im Dorfe herum wie ein.' Fremde. Unruhig, immer ungeduldiger ward ihr Herz wie einem Menschen, der schon alles hinter sich gelassen, vom Hanse und von den Frennden Abschied gcnom inen hat nnd nun lange und öde Stunden wartet auf dem Perron, ohne daß der ^ug käme. Nann sie arbeitete, zitterte ihre Hand und siel luüde in den Schoß, die Augen starrten dnrchs Fen-stcr. Abend für Abend, bevor sie das Licht ausblies, las si(5 feine» Brief und immer größer wnrde ihre ^ngst . . . Als läge da ein Mensch vor ihr, schon ganz Mager und bleich, als öffnete er qualvoll die müden Augen und verschiede . . . Sie schlief ein und atmete unruhig, draußen blies der Wind nnd rüttelte leise am Fenster, er n>ar plötzlich über den Berg hergekommen nnd hatte die nächtlichen Schatten geweckt. Da erhob sie sich plötzlich aus dem Bette, sprang zu Boden und breitete die Arme aus, als wollte sie ihm das Weitergehen verwehren. „Nein, Matthias, nicht! . .. Erbarme dich dei-n«'r selbst, nicht meiner!" (Fortsetzung folgt.) Schafe um d?n Hirten schmiegen, flankieren die Straße. Schattige Obstbäumc bringen in das ewig,' Grau eine angenehme Schattierung. Dunstschleier hüllen die hohen Felfentroncn der Berge ein; woißlcuchtende Wolken halten wie fest-gebannt darüber an und von der hauchlosen Lust geht nicht die leiseste Bewegnng aus. Schwere, brütende Hitze liegt auf allem rundumher. Wir wollen uns hier nicht aufhalten, da wir zum Frühstück in den Tiefen unserer Rucksäcke bessere Dinge haben, als sie die einfache Dorfschenke zu bieten vermag. Die Szenerie wird wieder öde. Aus Stein hergestellte Marterln sagen uns, daß vor Jahren mancher Felsblock, der jetzt friedlich zwischen den anderen ruht, heimtückisch sein Menschenopfer gefordert. Viel Steine und wenig Brot fo könnte man auch von diesem Tale behaupten. Gar zu traurig wäre die Gegend, wcnn di.' linksseitigen Hänge, die ihre dunkelgrünen Nadelholz, bestände bis zum Fl'.'ssc strecken, nicht dem Bilde einen Ansgleich brächten. Magere Schlehdornbüsche an der stanbigen Straße geben geringen Schatten, den wir jedoch zu uuserer Frühstückslast ausnützen wollen-denn erstens haben wir nur einige Schritte zum frischen Wasser des Isonzo und zweitens gibt es ja hier keine Gefahr vor rasenden Rolands in Gestalten von Motor- oder Automobilfahrern, die uns auf Minuten in Staubwolken hätten einhüllen können. In den kühlen Fluten de» Flusses kühlen wir die flüssigen Vorräte ci.i, während wir manches saftige Stückchen aus den geheimnisvollen Taschen unserer Nucksäcke zutage fördern. Dabei werden meteorologische Beobachtungen angestellt oder am vergleichen» den „Malier" die Namen der umliegenden Berge rekapituliert. Nach halbstündiger Nast verlassen wir unser Lager, von dessen Benützung fettige Zeitungspapierc. leere Sardinenscl>achteln und Federwildlnochelchcn dem später vorbeikommenden Wanoersmann manches „Saftige" werden erzählen können. Schars brennt Frau Sonne hernieder; jeder von uns denkt befriedigt an die Habe, die er nicht mehr am Nucken weiterzuschlcppen braucht und die in den Mägen weniger drückt, als im Nucksacko, „greift fröhlich dann zum Wandcrstabe", und trotz der Hitze geht es lustig fort. Wieder ist es der Isonzo, der dem eintönigen Bilde frisches Leben gibt. An einzelnen Stellen hat er sich ein mehrere Meter tiefes Ninnsal gegraben durch das er sein kr'-stallhelles, grünes Wasser unge^ duldig durchzwängt. Häufiger erscheinen Gruppen von ärmlichen Häuschen: SckMengeklingel verrät die hoch in den Felsen grasenden Ziegen und Säiafe Vor uns erhebt sich ein eigentümlich geformter, unvermittelt aus dem Tale aufsteigender, matten-überzogener Kogel d^r 1639 Meter hohe Sviniaf. den wir nmgehen müssen nnd der bis zur Ilitscher Mäuse an unserer rechten Seite bleibt. Er bildel den Ausläufer des öden, trostlos aussehenden 235,0 Meter hohen Flitsch.'r Grintavec. Die Straße fühlt nun in einein Bogen um den Svinjak und wir erblicken die Stroh- und Schieferdächer des von schattigen Obstbäumen eingesäumten Dörfchens Kai. Es ist bedeutend größer als So<'a, zeugt von einer gewissen Wahlhabenheit der Besitzer, nnd erfrischend wirken die von Weinreben umrankten, weißgetünchten Hänschen. Vor dem Orte nehmen wir von unserem Begleiter Isonzo Abschied, denn mm wendet er sich nach Süden der blauen Ndria zn. während wir auf der Straße nach Norden den Predil zu schreiten. Ein schmaler dnrch Maisfelder führender Steig kürzt die Strafe und bringt uns in fünf Minn ten vom Dorfe abwärts führend zur großen Stein brücke über die Koritnica. die ihre Wiege in den Eis-seidern des Mangarl „nd Ialovcc hat und etwas tie ser nnten in den Isonzo mündet. Sie bleibt uns nun bis zum Predil eine trene Begleiterin. (Fortsetnmg folgt.) - (Militärische s.) Übersetzt wird aus der Neservr deö Heeres in das Verhältnis „der Evidenz" der k. k. Landwehr mit der Bestimmung für Land stürm dienste der Oberarzt in der Neserve Dr. Josef Ascher des Infanterieregiments Nr. 45 ^„ ^5, wehrinfanteriereginn'n! Klagenfurt Nr. 1 sAufent-Haltsort St. Paul). In das Verhältnis ..der Evidenz" wird versetzt, als zum Truppendienst in der Landwehr nntanglich, zu Lokaldiensten geeignet, der Lent-nant im nichtat'tiven Stande Marimilicn. Nitter Niedl von N i e d e n a n des Landwehrulanen-regiments Nr, 5 (Aufenthaltsort Wien). Ernannt wird zum provisorischen Landwehrbezirtsfeidwebel der Wachtmeister Franz T ch w a g e r I des Landwehr-ulanenregimenw Nr 2 beim Landwehrinfanterie-regiment Laibach Nr. 27. — (Slovenische Amticrung des krai nischen L a n d e sa u s schu sse 3.) Vom lrainischen Landesausschussc wurde gestern allen untergeordneten Ämtern folgende Verfügung übcrmit» telt: Der lrainische Landtag hat in seiner am 21. November 1905 abgehaltenen Sitzung nachstehenden Beschluß gefaßt: Der krainifche Landtag wird beauf» tragt, von nun an mit allen k. l. Ämtern des Her« zogtums Krain fowie mit allen autonomen Behörden in den von den Slovenen bewohnten Ländern in slo» venischer Sprache zu verkehren. Desgleichen haben slch die Lllndesämter auch im schriftlichen Verkehre mit den Ministerien und höheren Re^irrungsämtern der slovcnischen Sprache zu bedienen. Auf Grund dieses Beschlusses ist daher die amtliche Korrespondenz, namentlich mit den Landesausschüssen in Görz. Parenzo, Graz und Klagenfurt, mit dem Stndtmagi« strate in Trieft, dann mit den Statthaltercien in Trieft und in Graz sowie mit den k. k. Landesregie' rungen in Laibach und Klagenfurt, schließlich mit den k. l. Bezirkshauptmannschaftcn. soweit diese slove» nische Bezirke umfassen, in slovenischer Sprache zu fühlen. — Alle Amtschefs wurden beauftragt, auf die strenge Durchführung des obigen Landtags-befchlusses zu achten —m— — (Ernennung.) Der Herr Leiter des Mi nisteriums für Kultus und Unterricht hat den provi» sorischen Lehrer am Staatsgymnasium in Rudolfs» wert Herrn Josef Germ zum wirklichen Lehrer an dicsli- Anstalt ernannt. ^ (K. k. Ientralkommissi on für Kunst» und historifche Denkmale.) Aus der Sitzung vom 29. Dezember: Referent Dvorak: Die Zentrallommiss'c'n spricht ihr lebhaftes Bedauern über die bisher im Presbyterium der Domlirche zu Laibach vorgenommenen Herstellungen (Eröffnung der Apsisfenstrr, grelle Vergoldung der Umrahmuri' gen und sehr weitgehende Restaurierung der Wand» Malereien) aus und beschließt, sich auf das nachdrück-lichste dafür einzusäen, daß die Arbeiten weiterhin nach dem von h. a entwickelten Programme, welches anf den Alters' un^ Ttimmungslvert des herrlichen Domes Rückficht nimmt, durchgeführt werden. - Rc> fercnt Dvorak: Konservator Vurnik berichtet über die Restaurierung der heil. Geist-Kirche am Wocheincr See und regt die Untersuchung der Filial kirchc St. Johann am Wocheiner See an. — (Lehrer- und Lehrerinnen oil» d u n g s a nft a Iten.) In der diesseitigen Reichs-Hälfte gibt es im Schuljahre 1905/1906 48 Lehrer-bildungsanstalten, die von 866k Zöglingen (gegen 8254 ini vorangegangenen Schuljahre) besucht werden. Den obersten Jahrgang frequentieren zur Zeit 1878 Zöglinge. An den bestehenden 19 Lehrerinnenbil» dungsanstalten belauft sich die Zahl der Zögling? auf 3238 (gegen 3176 im vorangegangenen Schuljahre): den obersten Jahrgang besuchen gegenwärtig 900 Zöglinge. * (V crps l e g s g e bühr e n in den öffent» lichen Krankenanstalten Krains pro 19 06.) Wie man uns mitteilt, wurden die täglichen für das Jahr 1906 gültigen Verpflegsgebühr?n in den nilgemeinen öffentlichen Kranken und Landeshumanitätsanstalten in Krain per trek definitiv im Lehramte bestätigt und ihm den Titel Professor zuerkannt. —r. ^" (Vereinswesen.) Das k. k. Landcspräsi» diuni für Kram hat die Bildung des Vereines „Ortsgruppe Laidach des Verbandes der Braucreiarbeitcr. Faßbinder und verwandter Gewerbe" mit dem Sitze in Laibach, nach Int,alt der vorgelegten Statuten, im Sinne dös VcreinSgesctzes zur Kenntnis genommen. — Das t. l, Landcspräsidium in Kram hat ferner die Bildung des Vereines der freiwilligen Feuerwehr in Schwarzenbach im Bezirke Gottschee, nach Inhalt der vorgelegten Statuten, im Sinne des Vereinsgesctzcs zur Kenntnis genommen. —<>. (Falsche Z w a n zig kr o n e n-N o ten.) Am 15. d. M. vormittags wurde in der Stadtsparkasse zu Rudolfswert eine Zwanzigkronen-Note einkassiert, die sich als nachgeahmt herausstellte. Da an diesem Tage in Nudolfswcrt auch ein Wochenmartt stattfand und 40 Parteien Gelder bei der Stadtsparkasje einzahlten, konnte der Abgeber des Falsifikates nicht festgestellt werden, zumal die Banknote erst nacb Ab-fertigung der Parteien als solches erkannt wurd^. * (Heilturie für stotternde Schulkinder.) Wie man uns mitteilt, werden in der Zeit vom 12. Februar bis 18. März 19W an der k. k. Lehrerbildungsanstalt im dritten Bezirke und an vi?r öffentlichen Volksschulen in Wien in von der Gemeinde Wien zur Verfügung gestellten Lokalitäten Hcilkursc für stotternde Schulkinder von Volksschule lehrern abgehalten werden. In diesen wird die Heilung des odbczeichncten Sorachgebrcchens nach der Methode des Professors L6on Berquand durch dessen unmittelbare Schüler mittels alleiniger Anwendung pädagogischer Maßnahmen und Sprechübungen durchgeführt und es können auch mit Zustimmung des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht sowie des l. t. niederöstcrreichischcn Landcsschulrates mehrere an Volksschulen der österreichischen Kronländer angestellte Lehrer an diesen Kursen behufs Erwerbung der Kenntnis dieser Methode und Einführung in deren praktischen Betrieb unentgeltlich teilnehmen. Lehrer und Kindergärtnerinnen, welche sich an diesen In struktionskursen zu beteiligen gedenken, haben sich zur Anwesenheit während der ganzen fünfwöchentlichen Dauer des von ihnen zu besuchenden Knrses zu verpflichten, weil nur in diesem Falle ein vollkommenes Eindringen in das Wesen der angewandten Method? niöglich ist und die Befähigung zu deren richtigen An-n>cndung gewonnen werden kann. (Nur in besonders berücksichtigcnslvertcn Fällen könnte eine vierwöchentliche Teilnahme an einem solchen Kurse — Nachsicht der Anwesenheit während der letzten Kurswoche — zugestanden werden) Die Anmeldung der beabsichtigten Teilnahme hat seitens der Lehrer im Wege ihrer Schulleitung beim k t. Bezirksschulräte Wien bis spätestens am AI. Jänner zn geschehen, worauf die Zuteilung der Angemeldeten an einen der Kurse und die Einberufung im kurzen Wege der direkten Ver-ständigung des betreffenden Teilnehmers selbst erfolgen wird. Da nach den bisherigen Erfahrungen noch niemals eine Anmeldnng zurückgewiesen lverden mußte, sondern Plätze für alle angemeldeten Lehrpersonen vorhanden waren, so kann jeder Angemeldete auf Zuweisung sicher rechnen. Um jedoch den Schwierigkeiten, welche sich aus dem mitunter vorge-kommenen Ausbleiben einzelner Angemeldeter und den Kursen Zugewiesener wegen Nichterhaltung des erbetenen Urlaubes für eine zweckmäßige Verteilung der Kursteilnehmer an die verschiedenen .Kurse ergeben haben, zn begegnen, können nur Anmeldungen solcher Lchrpcrsonen berücksichtigt werden, welche den erforderlichen Urlaub zum Besuche der Instruktions-kirrse von ihrer vorgesetzten Schulbchörde erhalten haben, was entweder durch Beilegung des Urlaubs-dokumentes selbst odor durch Bestätigung der Tatsache durch die Schulleituna auf dem Anmeldungsschrciben nachzuweisen ist. ^r. ' (Zur Krankenbewegung.) Im abgelaufenen Monate wurden ins hiesige Landesspital iw4 männliche und 289 weibliche, zusammen lN8 Kranke aufgenommen und darin mit den von früh?r verbliebenen Kranken 1l)52 Personen behandelt. Von diesen wurden 381 m geheiltem. 146 in gebessertem und 19 Personen in ungeheiltcm Zustande entlassen; 42 wurden transferiert, 46. darunter 25 männlich' und 21 weibliche, starben. Demnach verblieben zu Beginn dieses Monate; noch 4U) Kranke (241 männliche und 178 weibliche) in der Behandlung. ^r. — (S t e i n w ü r f c a u f e i n e n P e r s o n c n -z n g.) Am ft. d. M. wurde der von Nudolfswert gegen Laibach verkehrende Personenzug Nr. 2214 zwischen den Stationen Hönigstcin und Rudolfswcrt durch Schulkinder der Gemeinde Pre^-na bei Rudolsswert mit Steinen beworben. Hiebei wurde der Pajsagier Johann Iarc, Besitzer in Hrastje bei Hönigstein, durch einen faustgroßen Stein oberhalb des linken Auges, weiters der Besitzer Franz Iarc aus Untcrtiefental bei Hönigstcin durch Glasfplittcr an der rechten Hand verletzt. Die Nachforschung nach den Tätern wird eifrigst gepflogen. * (Deserteur un dEinbrech er.) Gestern vormittags hat der in Vozcn geborene und nach Graz zuständige Infanterist Alois Vyhlas, der 7. Kompanie des 27. Infantericn'giinents, als sich die Mannschaft auf der Übung befand, mehrere Koffer feiner Kameraden erbrochen und daraus Taschenuhren sowie goldene Ninge entwende, worauf er desertierte. Er ist schon wegen Desertion und Betrug vorbestraft. * (Ein Geisteskranker entwichen.) Diesertage abends brachten zwei Männer d?n geisteskranken 4ttjährigen Ioh. Taler, verehelichten Kcusch-ler aus Eorica, Bezirk Krainburg, nach Laibach, nm ihn morgens in die Irrenanstalt nach Studenec abzuführen. Als sie in einem Gasthause in der Bahnhof-gasse abstiegen, war der Geisteskranke schon verschwunden. * (Eine Pu tz s 7lch t i g e D ie bi n.) Der Magd M. L. sowie der Beamtensgattin M. A. in der Wolf-gassc wurden diescrtage ein Tanztleid, beziehungsweise eine schöne Satinschürze, gestohlen. Tatvcrdäch-tig erschien die entlassene Uijährige Magd Marie Tebevec ans Nassenfnß, die spurlos verschwunden war. Wie groß aber war das Erstanncn der Magd L., als sie vorgestern in der Stadt die Diebin in ihrem Tanztleidc erblickte! Die Bestohlcne ließ einen Wachmann holen, der die putzsüchtige Diebin anstatt auf den Tanzboden ins Gefängnis gleitete. Die Debe vec, die schon wegen Diebstahles abgestraft erscheint, wurde gestern dem t, l. Bezirksgerichte eingeliefert. — (Durch einen Pistolenschuß verunglückt.) Am 11 d. M. nachmittags bcqab sich der U) Jahre alte Vcsitzcrssohn Franz Kova«",'? au^ Oberlazc. Gemeinde St. Lamprecht, in den nächst dieser Ortschaft gelegenen Wald und nahm eine Pistole mit, um im Walde zu schießen. Hiebci hantierte er so unvorsichtig, daß er sich bei Abfeuerung eines Schnsses an der rechten Hand schwer verletzte und ins Spital nach üaibach überführt werden muhte. —ik. — (K ollaudier n n g s v e r h a n d l u n g.) Am 18. d. M. vormittags !> Uhr findet die Kollan-dierung der vom Besitzer Franz Eerar in Verneg, Ortsgemeinde Hötitsch. gegenüber der Eisenbahn station Kreßnitz über den Eavefluß errichteten Seil» plättenüberfuhr statt —ik. — (V er e i n s u ntc r ha ltu n g.) Die am verflossenen Sonntag von, Turnvereine „ZagorSki Sokol" in Sagor veranstaltete Vcreinsunterhaltun.i erfreute sich eines überaus guten Besuches, so daß die sehr geräumigen Lokalitäten im Gasthause des Herrn Johann Müller die Zahl der Besucher kaun, fassen tonnten. Das Programm der Unterhaltung, die nm 7 Uhr abends begann, bestand ans der Ausführung von zwei Theaterstücken, die, der Faschingszeit ent-sprechend, humoristischen Inhalt?) waren und viel Heiterkeit erregten Die Dilettanten — Mitglieder des Turnvereines — absolvierten ihre Anfgabe zur vollsten Zufriedenheit des Publikums, das mit Beifall nicht kargte und den braven Darstellern für ihre Leistungen, namentlich am Schlüsse, verdientes Lob zollte. Der Theatervorstellung reihten sich Vorträge des Sagorer Gesangsklubs an. Die Sängcrschar, ob-zwar klein an Z.chl. befriedigte die Zuhörer-schaft in jeder Hinsicht. Das Programm der sehr animiert verlaufenen Unterhaltung beschloß ein Tanz. vergnügen, bei welchem das Sagorer Salonorchester unermüdlich aufspielte und der Jugend Gelegmheit bot, dem Tanze bis zum Morgengrauen eifrigst zu huldigen. ^lk. — (3 heatc r.) Eine Abonnentin unseres Blattes beklagt sich, daß bei Benefize-Vorstellungen keine Rücksicht auf die geladen und ungeraden Logentage genommen werde, un5 wünscht, daß die Theaterleitung diese in Hinkunft gleichmäßig berücksichtige,________ Theater, Kunst und Literatur. — (Mozartseier.) Zur Feier des 15«. Geburtstages von W. A Mozart (geboren 27. Jänner 1750) wird Sonntag, den 21. d. M., abends halb tt Uhr, im festlich geschmückten Saale der Tonhall? der dritte Kammermusikabeno stattfinden. Indem wir uns vorbehalten, aus das Programm, das jich ausschließlich aus Tondichtungen Mozarts zusammensetzt, in einer der nächsten Nummern zurückzukommen, lenken wir schon hcn^e die Aufmerksamkeit der musik-liebenden Kreise auf diese Veranstaltung, an der nebst den Kammermusikern der Philharmonisckien Gesellschaft Fräulein Hil>>a Mahr. Herr Dr. Adolf N eubert aus Trieft und Herr Professor Adalbert Tyrinek, Mitglied der Hofkapellc. nntwirke.l werden. " (Deutsch!' Bühue.) Das hohe Lied der Freiheits- und Heimatliebe, in dem der unsterbliche Dichter das ganze Volk zum Helden erhebt, ertönte vorgestern in seiner nieversagenden Herrlichkeit auf den wcltbedentenden Brettern und weckte helle Begeisterung, der bcsondei-Z die Jugend beredten Ausdruck gab. — Klassikervorstellungen bilden leider ein so seltenes Ereignis, d.iß schon ihre glatte Ausführung dankbarer Anerkennung begegnet. Schiller und Goethe sind zudem so sehr ins Fleisch und Blut übergegangen, daß der Zuhörer der Entwicklung der Handlung als Wissender gegenübersteht und seine volle Aufmerksamkeit daher auf die Inszenierung und Dar-stellung richten kann. Der Neiz der Neuheit, die des-halb der Erstausführung eines modernen Stückes zu gute kommt, fehlt beim klassischen Drama und an die Wiedergabe werden schon aus diesen, Grunde viel höhere Anforderungen gestellt, die sich natürlich noch seitens der ansehnlickien Zahl jener Theaterfreunde steigern, welche die Dicl'tung in mustergültiger Insze-niernng und Besetzung auf großen Bühnen auf sich wirken ließen. Wir geben uns daher zufrieden, wenn die Aufführung würdig verläuft, die Stimmung nicht gestört wird und die Darsteller ihre Anfgabe mit Eifer und Verständnis lösen. Diese Hauptbedingnn gen einer anständigen Vorstellung wurden erfüllt, deshalb gebührt sowohl den Darstellern als auch der Negic warmes Lob. Natürlich kann man von einwand freien Darbietungen nicht sprechen und es hätte sich auch in bescheidenen. Nahinen manches besser machen lassen. Vielfach wurde von den Schauspielern am Worte gesündigt, nnd zwar nicht nur durch falsche Betonung, wodnrch manche Sätze entstellt wurden, sondern auch dadurch daß es ihnen an der Herrschast übers Wort gebrach und die meisten Darsteller von, Souffleurkasten abhängig waren. Daß Gedächtnis liickcn den freien Strom empfindnngsvoller Rede hemmen, ist zweifellos, beklagenswerter jedoch die Verstümmelung der herrlichen Verse, die nm w n>,an genehmer wirkt, wei! sie ja als Zitate jeden, Gebilde ten mundgerecht sind Wie befremdend fiel es be> spielsweise auf, als Attinghausen bei den herrliche,! Versen: Ans Vaterland, ans teure, schließ' dich an, das halt? fest mit deinen, ganzen Herzen, den nun folgenden Satz: „Hier sind die starten Wnr zeln deiner Kraft", wegließ! Es würde zn weit führen, wollten wir uns in weitere Erörterungen über die Versündigungen an Schiller einlassen; in, gcmzen und großen wurde ja die Auffassung der Schauspiele^ den, Geiste der Dichtung gerecht nnd es dürfte dahei diese Mahnung nicht auf unfruchtbaren Boden fallen. Eine wichtige Nolle spielt bei ..Wilhelm Tell" die Mnsil, über deren Verwendung Schiller bekanntlich ganz genane Angaben machte. Hiefür stehen die Kompositionen mehrerer namhafter Tondichter zu Gebote, unter denen als die bekannteste jene von Neinecke genannt werden soll. Schon die erste Szen? ist ohne Musik und Gesang undenkbar, welch gran diose Schlnßwirkung erfährt durch sie die Verjchwö rnngsszene, mit dem Schauspiel des Sonm.'nansgan-gcs! Wie erschütternd wirkt der Gegensatz zwischen der heiteren Mnsik des Hochzeitszngcs und der gran^ sen Mordszenc in der hohlen Gasse von Küßnacht! Die Hochzeitömnsik hätte doch leicht hinter der Szene beigestellt werden können; ihr Weglassen erscheint geradezu unerklärlich Ans die Einzelleistnngen übergehend, wollen wir bor allen, die Darstellung dos Tell dnrch Herrn K a m m a n f gebührend würdigen Männlich-kraftvoll in Erscheinnng und Sprache brachte er hauptsächlich die beiden großen Szenen-„Der Apfelknß" und t>en Monolog vor der Ermordung Geßlers zu tiefer Wirkung und bewährte an ihnen sÄne schöne Begabung, die auch das Publikum durch herzlicl>en Beifall anerkannte. Die schanspieleri schen Vorzüge des leider wenig beschäftigt'.',! Herrn Mahr traten in der Gestaltung des Stanffacher er» frenlich hervor. M't edlem, kräftigem nnd klarem Ausdrucke sprach er die herrlichen Worte der Nütli-szene. zündend nnd aneifernd. Den edlen Attinghnnsen charakterisierte Herr Neißmüller mit Wärme und Würde; Herr Lischta gab den Melchthal lebensvoll mit feurigem Temperament, das dem Vcr> trcter des edlen Nndenz. dessen Name der Theater-zettel verschwieg, gänzlich abging. Mit kerniger Frische spielte nnd 'V,rach Herr Mayrhofer den Vanmgarte,!,, mit schöner Empfindung Herr Fischer den Pfarrer. Herr Kühne bewies als Geßler sein schauspielerische Intelligenz; er zeichnete den Tyran-nen mit scharfen, eindringlichen Zügen. Im Affekte möge er das Hinaufschrauben der Stimme in die Kopfregister vermeiden, weil sie dann grell und nn-schön klingt. Voll gewinnender Hcrzenswärme, Hingabe nnd Anmut war Fräulein Walde als mnti ges Söhnlein Tells; Fräulein Hirt entwickelte als Armgard wirtsame dramatische Leidenschaft; Fräulein Ost e n spielte die reiche Erbin von Brunneck mit vor« Laibachcr Zeitung Nr. 13. 113 17. Jänner 1906. nchiiu't- Haltung. Auch dk' nndcrcn Pl'rtrrtcl dcr kleineren Nollen wcirrn nnt Eifl,'r um das Gelingen t^'o Abends bemüht 3. — (l^inv^u.) Inhalt der 2. Nummer: 1.) Ivan Cankcir: Der Ministrant Iot.'c. 2.) Paul Gulob: Heiligi! Nacht. !i.) Cuetlo G o l a i: ^till und dunkel. 4.) Ioo Zoran: In der Cbristnacht. 5.) Dr. Vinko von ^ crcI: AuZ dem Leben d er altei Inder. 0.) I. .E. P od g o r j a n s k i: Milan und Mauritius. 7.) Ing. chem. Jakob Turk: Unser tägliches Nrot. ».) Ivan Lah: Aus den Zeiten der Romantik. 9.) Bartholomäus von Andrejka: Skizzen aus der Okkupationszeit. 10.) Paul Goloo: Nacht. 11.) Feuilleton (Literatur. Theater und Musik, Kunst, Unsere Bilder) mit Beiträgen von Dok-tor V. K o r u n. Dr. Josef T o m i n 5 e l, A. A 5 ° korc, Dr. Fr. IIcßi 5 u. a. — Das Heft enthält zwei Kunstbeilagcn und 9 sonstiac Illustrationen. Telegramme lies l. l. TeleMhell-VmesPlllltllz-VlllMs. Die Wahlreform. Lcmber g, lli Jänner. Die „Gazeta Lwowska" schreibt: In einem Wiener Telegramme des „Kurjer Lwowski" wurde mitgeteilt, Mitglied?r des Polen-klnbs hätten der Regierung eine ganze N^ihe von Bedingungen für die Wahlreform vorgelegt und d.'r Statthalter habe inv stinc'm Rücktritte für de» Fall gedroht, als die Negierung das indirekte Wahlrecht für Galizien nicht dn'chsetzen würde. Wir können ver^ sichern, daß an dieser Nachricht kein wahres Wort ist Ungarn. Budapest, 10 Jänner. Wie der „P. Lloyd" von kompetenter Stelle erfährt, beruhen alle Mittei-llmg,'n über eine nN'.ieblichr Politische Aktion des Erz° Herzogs Josef anf a.>nndloser Erfindung. Erdbeben. N e u t r a, l(j Jänner. Heute früh wurde aber mals im ganzen Gebiet des Komitats ein Erdbeben wahrgenommen. Hi?r war ein ungefähr vier Sekun^ den dauernder Erdstoß vi.'rspürbar. Der angerichtete Schaden ist nicht bedeutend. S ch c m n i h, 111. Jänner. Gegen 4 Uh. früh wurde hier in zwei Intervallen ein Erdbebcn ver spürt. Ein Schaden wurde nicht anA'i'chtei. Messina, ll! Jänner. Hente nachts wurde hier ein wellenförmiges Erdbeben in der Dauer von sieben Sekunden wahrgenommen. Es wurde kein Schaden angerichtet. Neggio di Calabria, 16. Jänner. Heute um 1 Uhr 25 Minuten früh wurde hier ein wellen-förmig-'r Erdstoß verspürt, der mehr als zehn S^-knnden dauerte nnd dem ein sehr heftiges unterirdisches Getöse voranging. Ein großer Teil der Vevölle rung verließ erschreckt die Wohnungen. Ein sehr star-kcr Erdstoß wurde auch aus Gerace gemeldet. Die Präsidentschaftswahl in Frankreich. Paris, 16. Jänner. Die Deputierten und Sc nntoren der verschied 'nen Gruppen der linken begaben sich heute nachmittags in sehr großer Zahl m das Palais Lourembourg, um die Probeabstiminung für dn' Wahl des Präsidenten der Nepublil vorzunehmen. Der Präsident deö Senates, Fälliges, erhielt "11s> und der Präsident der Kammer. Donmer, >9l Stim tuen. ^12 Stimmen waren zersplittert. Paris, 1l>. Jänner. Da Falli^res bei der hen-tigen Probeabstimmung in, Palais Lourembourg die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhalten hat, wurde er als .Kandidat der Republikaner für die mor nen stattfindende Wahl des Präsidenten der Mpublik aufgestellt. Paris. 10. Jänner. Die Anhänger Doumers tragen trotz des Au^ganges der heutigen Probeab stimmnng ziemliche Zuversicht zur Schau und NX'isen iuslx'sondere darauf lün. daß die ^Ui Stinnnei^. welche Fallic^res auf sich vereint, keineswegs die Mehrheit öer morgigen Nationalversanlmlung bilden dürften Und daß das Ergebnis der Probeabstinnnung für die Nepndlilaner in keiner Weise bindend sei. An eine Anzahl Parlamentarier waren Stimmzettel alls d?n Namen Bonrgcois verteilt worden. Bourgeon-, wel cl>er entschieden für die Kandidatur Falliöres eingetreten ist, legte geg?n dieses Vorgehen Verwahrung ein. Die Wnhlen in England. London, lli, Jänner. 0 Uhr früh. Die Wahlen für das Unterhans hatten bisher folgendes Ergebnis: Gewählt wurden M Liberair einschließlich 14 Mitglieder der Arbeiterpartei nnd N Unionisten. Die Ministeriellen gewannen bisher 50, die Arbeiterpartei 11 Sitze. Der frühere Minister Long unterlag in Bri stol. Sein Gegenkandidat erhielt um 2092 Stimmen mehr. London, 16. Jänner, 2 Uhr nachmittags. Bis. her wurden gewählt 93 Liberale. 21 Mitglieder der Arbeiterpartei, 19 Nationalisten, 27 Unionist« n und D sreihändlerische Unionisten. Die Majorität der Mi-nisteriellen beträgt bisher IM. Rußland. Petersburg, 16. Jänner. Die St. Peters, burger Telegraphenagentur erklärt: Wir erfahren au-maßgebender Qnelli? dasj alle von fremdon Berichterstattern nach dem Ausland? gesendeten, zum Teile aus russischen Blättern entnommenen Nachrichten durchaus falsch sind nach denen der Ministerpräsident Graf Witte die Absick't hätte, die Verwirklichung des kaiserlichen Manifeste? vom er Notwendigkeit vorgenommen worden, die in dem Manifest vom 8l) Oktober enthalten Grundsätze zu verteidigen. dcre:i Durchführung d^, unwandelbaren Willen des Baisers und das nächste Zi?I seiner Regierung bildet. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Vom 12, b'is 14. Jänner. Cernolatec. Eisenbeiaer Waldmann. Ueih. Iasier. Mai«, Bizenz. Varllina,. Primus' Manheit, Fleischer. Epstein, Trautmann, Widder. Steiner, «fite.' Wie». — Steiner. Mandler, Mochovich. Sablich. Schor Lo«tli Pfriffcr. «site., Tlirst, — Breilner. Kfm.. Monsalcone -' Nol'iel. Wloflnrill,dl'esi> . Maria Theresienstrahe 4. l^l«» — Matthäus Pintar, Psarier, 47 I., Sallocherstrahe 11. (üs^o«,» l»vf»»ti». Nm I«, Jänner. Nudolf Häusel. Hafner, 78 I.. Schieh» stättgasse 10, Marasmus. Im Iivilspitale: Nm 12. Jänner. Iosefa Zeleznil, Taglöhnersaattm. Äm 13. Jänner. Maria Sirnil, Arbeiterin. 60 I.. Nm 14. Jänner. Maria Ianoilar, Inwohnerin, 80 I.. öl»s»»mu» »snili«, — Lorenz Debevc, Arbeiter, 58 I, t3»n^s»,',»» pu!m»nuin. — Anton Zgajnar, Zimmergeselle, 42 I.. I'ul»«^."!. pulm. Landestheater in Laibach. 64. Vorstellung,. Gerader Tag. Mittwoch, den 17. Jännrr. zum zweitenmal Die Strecke. Ein Eisenbahndrama in drei Alten von Oslar Venbiener. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhr'30« 5l »>. Mitll. Lllstbi'ucl 73« 0".».. K KZ ft" Z« "'"" , d««Him»eU ^Lß ,. 2U.N. I 7i4 9 -2^3 windstill i---------- " 9 . Ab. , 746 1 -2-1 . > leilw. bew. 1?.> 7 U. F. ! 74b 8 ^4 7 . i Nebel 0 0 Das Tagesmittel der gestligen Temperatur -31°, No: male -2 5°. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. Samstag den ZD. Dänner im Hotel „UHIOH" Grosse Faschings-Unterhaltung = des Unterstützungsvereines der Arbeiter und Arbeiterinnen der k. k. Tabakfabrik. Musik der Militärkapelle. Auftreten weiblicher Mitglieder in Nitionalkostümen. Grosser Ball! == Anfang nm 8 Uhr abends. ===== Eintrittsgebühr für Mitglieder 50 Heller, für Nichtmitglieder 1 Krone. Kartenvorverkauf in der Trafik des Herrn ŠOUKAL am Domplatz. Der Reinertrag wird dem Fond© for erkrankte Mitglieder gewidmet. Freunde einer gemütlichen, zwanglosen Unterhaltung, auf fröhliches Wiedersehen am 20. d. M.! Zu zahlreichem Zaspruche ladet freundlich« ein (269) das Komitee. Zahvala. Vsem, kateri so izrazili sožalje in mene tolažili ob bolezni in smrti preljub-ljenega Boproga, oziroma brata, strica, bratranca in svaka, gospoda Ivana Kalister zasebnika kakor tudi za èasteèe mnogobrojno sprem-stvo pokojnika k veènemu poèitku, izrckam tem potom vscm sorodnikom, prijateljem, znancem in drugim udeležnikom najiskre-nejfio zahvalo. Osobito pa se zahvaljujem vsem darovalcem krasnih vencev. V Ljubljani dne 16. januarja 1906. (262) Marija Kalister roj. Kalan. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Be» kannten, die während der Krankheit und beim Ableben des innigstgeliebten Gatten, bezw. Bruders, Onkels, Cousins und Schwagers, Herrn Ivan Sattster Privatier» ihr Beileid ausdrückten und mich trösteten, sowie für das ehrende zahlreiche Geleite des Verewigten zur letzten Ruhestätte sage ich innigsten Dank. Insbesondere aber danke ich allen Spendern prächtiger Kränze. Laibach. den 16, Jänner 1906. Marie Kalister geb. Kalan. Laibacher Zeitung Nr. 13. 114 17. Jänner 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 16. Jänner 1906. Tie notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung. Die Notierung sämtlicher Altien und der „Diversen Lose" versteht stch >er Stück. Velb Ware Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: 4°/« lonv. steuerfrei, Kronen (Vlai.Nov.) per Kasse . , 100 — 100 «0 detto (IäN'Iuli' per «assr »9 95 100 15 5 »»/« g. W. Äoten (Febr.Aug) per Kasse......loa-Sb 10115 4 »«/n «. W. Silber («lpril-VN.) per Kasse ...... 100 90 101 1» Issuer VtaaMose 50« fl. 4°/« 159 10 161 10 18«0er ., 100 ft, 4"/„ 19250 194 5!, 18«4er ,, 100 fl. . . 290 — »91 — »8«4er ,. 50 fl. . . 288 230 — Dom.'Pfandbr, k 120 fl. 5"/<, 232 50 294 50 Staatsschuld d. i. Neichs« rate vertretenen König» reiche u«d Länder. bsterr, Voldrcnte. stfr., Gold per Kasse .... 4«/» 11? 8« »1»'— Österr. Rente in Kronen», stfr., Kr, per Kasse . . . 4°/„ 100 15 100 35 bet!» per Ultimo . . 4"/„ 100 »5 iou 35 Ost. Inoestitions,.Rente, stfr.. Kr. per Kasse , 3'/,»/« 91 50 91 70 Gisenb»l,».3»aal»sch»l». ,»lsch«lb»n«t». «lisabelhbahn in V., steuerfrei. zu 1u,lKX' fl, . . . 4"/n 118-40 119 40 Franz IosesVahn in Silber (diu, St.) . . . 5'/<"/» I»? 05 128 0» »al, Karl LudwigVahn (div, Stücke) Kronen . . 4°/« 99-85100'85 Rudolsbahn in Kronenwährung, steuerfr, (div. St) . 4"/„ 9995 100 95 Vorarlbcrger Vahn, steuerfrei, 40» Kronen . . . 4°/» luo — 101 — 1» Mtallt»schuldnelschreibnn«tn »i,efte»pltlt Gzse»»»h».A!lNln. »lisabel^V, 20« fl. KM. 5'/4»/<, von 400 Kronen .... 48s — 48« — detto Linz.«ud«ve<« 200 fl. ö. W. T. 5'/<°/<> - - - 45S-— 45«'— betto Valzburg'lirol «00 fl. «. W, T. 5"/, .... 440 — 442 - Eclb Ware Po» Staatt zur Zahlung At»r> nomment Kisenbalin.Priorität». Gbligati«nen. Nöhm, Westbahn, Em. 1895, 400 Kronen 4°/„ . . . . 100 40 101 40 Ellsabethbahn «00 und 3000 M. 4 ab 1N"/„......115 85 116 85 Elisabethbahn 400 und 2000 M. 4"/n........118-15 119 15 Franz Josef-Vahn Vm. 1884 (div. St.) Eilb, 4°/„ . . 100 30 101 30 Galizische Karl Luonny-Vahn 4 4!> betto (S. od. G.) . . .122 20,23 20 detto (1894) .... 9!>-75 1ü0 25 bttto (1898, .... 100 25 101 2d betto (1900) .... 1!« 05 101-05 dettll (InV.'U.) 1902 . 99-90 100 90 i'örsebau Nnlehen verlosb. 5"/„ 99-6N 100 55 Vulg, Staatseisenb.-HyP.'Anl. 1889 Gold .... 6"/u 119'05 120 05 Nulg. Staat«' Hypothelar Anl. 1892......6°/u 119 05 120 05 Veld Ware Pfandbriefe:c. Vodenli..allg,öst. in5oI.ul.4"/., 9940 100-4« Äöhm. Hnpolhelenbanl uerl. 4"/« KX'10 ,00 80 Aentral'Äod.°Kred,-Bl.. östeii,, 45 I. verl. 4 >/,"/<> - - - "^ 5N --Zentral «od.Kred.'Bl., österr., K5I. vcrl. 4"/.. .... 100-10 101-10 Krcd.'Inst..östcrr.,f.Vert..Unt. u,üffci>tl.Nrb.«at.^Vl.4"/u 9910 100 1« Landesb. d. K«n. Oalizien und Lodom. 57>/, I. ruckj. 4"/» 9885 »985 Mähr. Hupolhcienb. verl. 4"/« 99-55 10055 «..österr. Lande«.Hup..Nnst.4"/„ 100- 101- detto inll. 2"/«Pr. »eil. 3>/2"/u »^'>0 "-«<> detto K.-Tchuldsch, uerl. 3>/2"/n «^'50 "4-75 detto verl. 4"/« 9990 10N 90 Österr..ungar. Vanl 50 jähr. verl. 4°/« ö. W..... 100-50 101 5N betto 4"/« «r..... 100 l,5 101 55 Spart, i.öst., 60 I. veil. 4°/« 101-25 101-75 Eisenbahn.Prioritäts-Obligationen. sserbinands.Nordbahn Em. 1»86 100 30 10130 betto 148-75 dettll per M. ... 147 50 1485« Wiener Komm »Lose v. I. 1874 530 — 540 — «ew.'Schd. »"/uPräm.'Echuldv, d. Bobenlr..Anst, Em. 1889 92- 98 — Altien. Blan»potl»Mniernlh«nngln. AüssiN'Tepl, Eiscnb. 5«o sl. . 2320 — 2330 — Äühm, Nordbahn 150 fl. . , 3«? — 3?n-— Äuschtichraber Eisb, 500 fl. «Vl. 31!»2 — 3200-detto (>>t. U.) 2„« sl, per Ult. 1129 — 1135 — Donau » Dampfschiffahrt« > Ges., 1., l. l. priv,, 5N0 sl, «M. 10^7 — 1013 — Dux.Nodeichachrr Eisb, 400 Kr. 53^— 53i — Ferdinanb«!>Noibl>, 1000 fl. KM. 5N90 — 5709 — Lemb,6-5« es?-!>0 Tübb, 200 fl, Vilbcr per Ultimo I20l» 12110 Sübnorbbeutschc Verbinbungib. 200 fl. KM...... 412 — 415- Tramway. Ges., neue Wiener, Prillritäts.Altien 100 fl. . — — — -Ungar. Westbahn iRaab.Vraz) 20« fl. S....... 4N5-— 405 4« Wr. Lolalb.NNien.Ves. 200 fl. 150— 1K0 — Banlen. «lnglll.Öfterr. Vanl, 1«0 fl. . . »r5'75 326 75 Nanlvercin, Wiener, per Kasse —— — — belto per Ultimo . . . 56350 564 50 Vobenlr..«nst. östcrr,. 2N0fl.S ,087 — »088-50 Zentr.Äod.Krebb. öst,, 2NN sl. 560— 5«3 — Kreditanstalt sür Handel und Gewerbe, 160 fl,, per Kasse —-— —-— detto per Ultimo 872— «7»- Kreditbanl all«, ung,, 200 fl, . 790 25 791 — Depusilcnbanl, aNg., 200 sl. . 459'— 460 -Eslompte. Gesellschllft, nieder. üsterr,. 4<>0 Kronen. . . 549— 549-5!, Giro, und Kassenvernn, Wiener, 2U0 fl........ 458 — 458-50 Hypothelenbani, österreichisch«, 200 fl. 30"/« E..... 277— 2X2 50 Länbcrbanl, österr., 2«o fl., per Kasle....... -- -- detto per Ultimo .... 441 5« 442-5» „Merlur", Wechselst.. Nltlen. Gesellschaft. 2ao fl. . . . «4b — ««-— Geld Ware Österr..»>ng. Ban! 14no Kronen 1L31 — 1640-50 U»!o»l>a»l 200 fl...... 5N4-25 565 25 Verlchrsbanl, allg , 140 fl. . »62-— 364-— Iniuftrie>Vnttn»tlimungen. Vauges.. allg. österr., ion fl. . 1N4— «67 — «rüxerKllhlenbtrgb'Gel,loosl. 662— 66« — Eilenbah!lw..Lelhg. erste, laa fl. 19850 200 — ..Llbemühl". Papiers. u.V..W, 172- 178-— Elellr.Gcs., llllg.üs Zcheck». Amsterdam....... 19»N5 198 90 Denlsche Plätze...... 117 5<» 117-75 London........ 24022 240.>>0 Italienische Vanlplätze . . . 9545 95» 55 Pari»......... 95 62 »575 Zürich und Vasel..... 95 3? »b 50 Valuten. Dulaten........1134 11»8 ün Franlc» Ttücle.....19 11 1914 ^u.Marl Ttiicle......23 52 23 5» Dtullche Neichslianlnoten . . 1,752 1,7-72 Italienische Äanlnoten . . . »5, l.a 95-7« «ubcl-Nolen...... »50" 2-^1« Ein- \xaad. T7"«rlcaiMf von Kt-DlvB, IMnudbrlrsrn, I»rlorllAten, Akllen, Loten etc., Drvlten and Vnluten. | M Los-Verslcherungr. «F« €3* Mayer Bant- -u.2a.ci T*7"ecls.slergrescls-ä.ft I.itlbiifh, SpitnlffftHse. Privat - I)«'pot,H (Safe - Dcpositn) "vi3a.t«i «1 c:• x^.c32Q. V»iac]a.l-aa3 ct.»r Faurt«!-VmiBiuDg voi Bareinlagen im Konto-Korrent- und ans Giro-Konto.