Echriftleitung: «wchauSgasic Kr. 5. tt«che> »» II—M atl vorm. merken nt4t «tlt4»cjcbrn. nrnlifc Stic cnteMfli ridt bmiflUktiat. M* «HM W« ftmMUnna tcgca •«tetnma la btßi;# f<*-•rtMin «ctiltrra ««,«««». •«■•(»alisliiBtrn Pro»» Bttt Butt* trlArtö llMa Kttmn» an» itnM. ®»#ttoifofltii.*5Rlo 54-900. Berwaltmig: RathmiSgafle Sir. S lelkr»»» p?. tl. wlcnii»»» ?ezuz«be»i»Mtgco Dir» dt« P«!I »qe»„ : . I 9-M . K et« . K I ■SaVtSsül McttdRfrig . . ÄäniiiMI . . . . . . »ik «I (I t ml ist H»i« StettatllA . . . WtitrtjlOirij . . Hxldilihri, . . . «amjchr«, . . . 8är« Ballon» crtzlhn» (14 Me iju I j;t U6tt:i am tKWMsct Sre1cn>Btt()*-®rfcä6trn. atnjflrttfrt (tioitinncT.tl ttltrn d>» idt Itbbfeelliüfl K II» » »•— K t— I ir- Ar. «4 Hilli, Kamstag, den 10. August 1912. 37. Jahrgang. Die Reform drr Geösudksteurr. (Von einem hervorragenden WirtschaslSpolitiker.) Der Entwurf Korqtowski vom Jahre 1908 un.b der von BilinSki von 1909, betreffend die Reform der Gebäudesteuer, planten eine tatsächlich komplette Reform dieser in ihrem gegenwärtigen Imstande aus die Dauer unmöglich mehr haltbaren Stieuer. Leider wurde keiner der beiden Entwürfe Gesetz, obwohl damals die staatssiiianziellcn Bedenken nichl mit gleicher Berechtigung wie heule ms Treffen gefiührt werden konnten. Aber die Rufe nach einer Reform verstummen nichl: sie werden ebenso von Seite des Hausbesitzers wie seitens der Mieter immer wieder erhoben. Die Rccaierung hat nun im vorigen Jahre einen Ent-wurrs eingebracht, welcher auch am 28. Dezember l9lll Gesetz wurde und Steuerbegünstigungen für Neui-, Zu-, Auf« und Umbauten im allgemeinen und' für KleinwohnungSbaUten insbesondere zur Follge hat. Man meinte hiednrch den dringendsten Wwhnbedürfniffeu Rechnung zu tragen, die Bau-«ütugkeit zu beleben, die Zahl der WohunugSgelegen« heiticn zu vermehren und preisregnlierend auf dem Wo>hm»igSmarkl zu wirken. Seitens der B'ohnunqs-reftvrmer wurde daS Gesetz, welche« einen Teil der vielfachen, anläßlich der TeuernngSdebatten erörterten iLösungen der TeuerungSfrage darstellen soll, bei« fälluzst begrüßt. ES muß jedoch angezweifelt wer-&e»,. ob der durch daS Gesetz beabsichtigte Zweck tatsächlich erreicht werden wird und ob eine Per-billugung der Wohnungen erzielt werden kann. Praiwker prophezein», daß ungleiche Besteuerungen am selben Orte niemals die Zinse nach dem nied-rigstkn. sondern immer nur nach dem höchsten Satze beniinflusfen. und daß ferner die den Neubauten eiu-gerääumten Begünstigungen nicht, wie zu wünschen, den Mietern, sondern dem Grundwert und Haupt« sächlilich der Spekulation zugute kommen; daß serner mit Rücksicht auf die stetige enorme Steigerung der BauMcise — also ganz abgesehen von der erhöhten Luftcad und Sonnenbad Für die Anwendung des Lustbades und deS SonnnenbadeS gibt Dr. Kühner ans Eisenach sol-gendeie Regeln: l. Man beginne in der warmen Jahreszeit, an fcsovnigen Tagen und nehme die Lust- oder ein-sacheien Luftlichtbäder anfangs nur kurze Zeit. All-mählhlich fetze man sie auch an trüben Tagen bei tühleum Wetter fort. ! 2. Man setzte das Luftbad nicht bis zur Schwweißbildung fort, sondern betrachte es nur als ein ^Mittel, um die unsichtbare HausanSdünstung zu ffabewin. ! 3. Je kühler die Witterung, desto kürzer soll das i Lost bad genommen werden und desto ausgie-biger x soll die Körperbewegung sein. Man suche ein etwa i entstehendes Kältegefühl sofort durch kräftige Bnoeoeziingkli zn begleichen. 4 4. Für den Menschen, auch für das Luftbad, ist enmscheidend da« Gesetz der Gewöhnung. Allmäh-lich kckann man in Bezug auf Dauer und Tempera-tur U Unglaubliches leisten. Man erkältet sich weit wenig,iger in der Lust alS im Wasser. Grundrente — die sogenannten Selbstkostenpreise der Wohnungen neuer Gebäude unmöglich billiger als die Zinie der alten Häuser sein können. Wäh-rend das Gesetz also eine Konkurrenzierung der al-ten Gebäude durch die neue» Häuser beabsichtigte, werde es vielmehr wünschenswert sein, die Wohn-preise der neuen Häuser durch jene der alten zu konkurrenzieren. Verschiedene Anträge und Anregungen tauchten im Abgeordnetenhaus« auf: Sperrung der Umlagen, Trennung in Wohn- und Ertragsteuer, Herabsetzung der landeSsürstlichen Steuer bis ans 5 Prozent, Kontingentierung der Steuern, Kontingenliernng nach Ländern bezw. Städten und dergleichen mehr. Nebstdem die vielsachen und auch g»rechtsertigten Wünscht nach Aenderung des VeranlagnngSversah« rens. Der Finanzminifter anerkannte in seiner im Budgetausschusse gegebenen Jnterpellationsbeant-wortung die Notwendigkeit der Reform der Gebäude-steuer im Rahmen der finanziellen Möglichkeit, ohne jedoch eine präzise Erklärung abzugeben. Eine Re-sormierung wird bei dem ausgesprochenen Wunsche weiter Bevölkerungsschichten und nach den vielsachen in frühreren Jahren gegebenen Versprechungen aus die Dauer wohl nicht auszuhallen sein, aber das Abgeordnetenhaus wird sich die finanzielle Lage des Staate» vor Augen halten und seine Wünsch« aus ein Mindestmaß reduzieren müssen, etwa durch eine allmähliche Herabsetzung der Steucrsätze auf jenes Maß, welches die Neiibanlen genießen, und durch einen gerechten Ausgleich hinsichtlich des Abzuges der Pauschalprozente sür Erhaltung und Amorlisa-tio». Keinesfalls kann es. wie gesagt, beim gegen-wältigen Zustande unverändert bleiben. Im Herbste wird die Regierung eine Novelle zur HauSklassensteuer einbringen, wonach die unter-sten Stnsen von der Stenerleistung befreit sein sollen «ein Verlangen von agrarischer Seite), der gegenüber mau sich nicht ablehnend verhallen kann, weil eS sich tatsächlich um die Unbemitteltsten han-delt. Aber auch die städtischen Kreise verlangen ihre Berücksichtigung. Die Reform der Fabriksbesteueruug im Wege einer Arealsteuer wird dem Staate keine Opfer dringen, sondern einen nicht zu verschmähenden Mehrenrag. Nach dieser Steuer sollen bekanntlich 5. Mali darf nichl kalt werden! Reichen die gewöhnlichen Bewegungen und gymnastischen Uebnn-gen nicht hin, sich unbeklkidet in srischer Lust aufzuhalten, so muß man sich sofort wieder ankleiden. Die Wiedererwärmung suche man dann in den Kleidern durch Bergsteigen, Lause», wenn nicht vorher durch Muskelüdung im Luftbade gelungen, zu erreichen. Will man das Lnftbad nicht gelegentlich mit dem Lichtbade verbinden, sondern ein Sonnenbad sür sich nehmen, so hüte man sich vor Nebertrei-buugeu, die leicht große Schädigungen der Gesund-heit bringen können. Viele, namentlich blutarme, nervöse Personen, vertragen überhaupt Sonnen-bäder nicht, klagen sosort über Benommenheit des Kop'es, Kopfschmerz, insbesondere wenn sie den Kops den Sonnenstrahlen aussetzen. Man muß in der Sonne alle zehn Minuten Lage oder Stellung ändern, den Körper, wie beim Braten des Fleisches, öfter drehen und wenden. Die Haut soll aber nicht gebraten, sondern nar angenehm durchwärmt werden. Eine bereits entstandene Pigmentbildung schützt vor tieferen Verbrennungen. Entzündet sich die Haut, trotz vorgenommener Vorsicht, überhaupt bei stechen-der Hitze der Sonne, so beseuchte man die entzün-deten Stellen Öfter mit lauem oder kühlem Wasser und meide die direkten Sonnenstrahlen oder behalte daS Hemd angezogen. sämtliche Fabriksgebaude, also auch die gegenwärtig steuersreien, in hauskla»cnstcuerpflichtigen Orten ge-legen?» Baulichkeiten, welche der industriellen und gewerblichen Produktion dienen, in der Weise be« steuert werden, daß sie nach einem aus Grund der Flächeneinheit zu berechnenden Schlüssel ihre Steuer zahlen, wodurch gleichzeitig die großen Ungleichheiten, wie sie gegenwärtig bei der Parisikanou bestehen, aufgehoben würde». Sehr gerechtsertigte Forderungen stellen die österreichischen Hoteliers aus, welche sich nicht nur über die Höhe der S:euer, sondern auch über die Unsicherheit beklagen, da im Wege der Parisikaiion stellenweise ganz anßerordentliche Erhöhungen ein-treten und der Hotelier daher auch nicht annähernd mit einer fixe» Regie rechnen kann. Die Hoteliers verlangen eine Kontingentierung auf Grund der gegenwärtigen Stenerleistung, jedoch mit Ausschluß der EmpsangSränmlichkeiten; sie wollen das Gesell-schaftskonlingent kronlandsweise austeilen, einen jähr« lichen Slenerzuwachs zubilligen, verlangen jedoch demgegenüber, daß der etwa durch Nengründmigen von HoielS erwachsene Mehrertrag der Kontingent-gesellschast gutgeschrieben werde, indem sie sich auf den Standpunkt stelle», daß bei einer derartigen Veranlagung ein wesentlich höherer Anreiz zur Er« richtung von Hotels gegeben werde. Wenn man be« denkt, wir enorme Summen der Hotelbetrieb durch den Konsum und die Beschäftigung einer großen Anzahl von Gewerbeläligen in Bewegung bringt, muß man zugeben, daß der Wunsch der Hoteliers nicht nur gerechtfertigt, sondern auch im Interesse der Hebung unseres Fremdenverkehrs und dadurch im Interesse des Fiskns gelegen wäre. Diese wenigen Beispiele mögen ein Bild Über die verschiedene» Wünsche und Bewegungen geben, welche hinsichtlich der Gebäudesteuerresorm im Zuge sind. Es wird sich zeigen, inwieweit Parlament und Regierung imstande sein werden, gemeinsam diese schwierigen Fragen zu lösen. 7. Empfindliche Personen sollen Kops und Nacken durch große Strohhüte oder Schleier vor den Sonnenstrahlen schützen. 8. AIS Unterlage, ans die man sich während des Sonnenbades legt, dient eine Wolldecke, die »ie aber am HulS und an den Füße» dicht schließen muß, damit kein Luftzug den sich einstellenden Schweiß beeinträchtigt. Wem die Wolldecke zu hart ist, der kann auch noch eine Matratze nehmen. Dauer der Besonnung eine Viertel- bis eine Stunde. Im Ansänge ist große Vorsicht notwendig, und man darf nur allmählich und probeweise vom Leichteren zum Schwereren in Bezug auf Dauer und Stärke der Einwirkung vorgehen. 9. Zum Schlüsse des Sonnenbades oder abwechselnd, um zu große Hitzegrade zu meiden, kann man kühlen Schatten aussuchen oder eine laue, eiwa LOgradige Abwaschung machen und sich dann in der Kleidung noch etwas bewegen. Das Luftbad ver« binde man mit einer Wasserauwendung (Dusche, Brause, Regen bad, Vollbad, Wassertreten oder Bar-sußlausen im nassen Grase) nur an warmen Tagen. Kühle Temperatur läßt diese nochmalige Abkühlung durch Wasseranwendung nicht ratsam erscheinen. Die Lust entzieht dem nassen Körper weit mehr Wärme als im trockenen Zustande. Seite 2 Deutsche Wacht Nummer 64 Aus dem Rechenschaftsbericht des Vereines Südmark für das Jahr 1911. Nachstehender BerichlsauSzug über die Tätig-fett, bis Kassengebarung und OrtSgruppenbemegung d» Jahres 1911 soll mit seinen lebendigen Zahlen die im Dienste des bedrohten BolkStnm« geleistete Arbeit veranschaulichen und dazu beitragen, den südmärkischen Schutzgedanken im gesamten dentschen Sprachgebiete zu verbreiten und zu sestigen. Das Jahr 1911 brachte einen Einlauf von 40.000 Gefchäftsstücken, von welchen 4000 in den UuterauSschüsien, 2174 in 47 ordentlichen und vier außerordentlichen Hauptleitungssitzungen behandelt und erledigt wurden. Der Geschäftsauslaus ver-zeichnet 45.000 Erledigungen. Außerdem weist die Geschäftsstelle 5000 Bestellungen aus Wirtschafts-gegenstände. Wehrschatzmarken. «arten usw. mit 6000 Erledigungen aus. Im Jahre 1911 erreichte die Zahl der Ort»-gruppen eine Höhe von 907 (darunter 56 Fraue» -und Mädchen«, 11 akademische und 2 Jugendort»-gruppen) mit 82.>X>0 Mitgliedern. Das ergibt im Vergleich znm Vorjahre einen Zuwachs von 62 tätigen VereinSgruppen. Auch die Zahl der Gaue steigerte sich von 48 aus 56. Im Ausland (Schweiz und Deutsches Reich) besitzt die Südmark 8 Ver-einigungen, 2 weitere sind in Bildnng begriffen. Die Gründerzahl ist von 1805 auf 2089 gestiegen. Die Einnahmen betrugen zusammen 587.427-16 Kronen, und zwar für Mitgliederbeiträge 143.139-32, Spenden 74.871-24, Festerträgnisse 48.252 30, Vam> melbüchsenerträgnis 30.661-09, Lotterie 65.960*21, Gründerbeiträge 14.291 16, Erbschaften 8.249*52, Zinsen 22,804 56, Wehrschatzmarken und Wirt-schasisgegenstände 83.598*51, Zünder 20.08073, sonstige Einnahmsquellen 41.500*67, Darlehensrückzahlungen 39.l)17 85 Kronen. Die Ausgaben betrugen zusammen 454.139 55 Kronen, und zwar sür Besiedlung 207.867*33, Spenden 94.711*42, Darlehen 84.288 89, Büche-reien 11.985 42, Stipendien 3134, Hypothekar» und sonstige Zinsen 27.706.99, Abschreibungen für Lie-genschaften 24.445 50 Kronen. Die übrigen Ausgaben entfielen aus Erhal« tungS« und BerwaltungSkosten der Gruppen, Werbe-auSlagen, Drnckschristen, WirtschaftSgegenftände, Pen« sioncn Versicherungen usw. Satzungsgemäß unterstützt der Verein Süd-mark in Not geratene deutsche Landwirte, Hand-welker und Gewerbelreibende durch Verleihung von Spenden, verzinslichen und unverzinslichen Dar« lehrn und Zinsenzuschüsse und ermöglicht hiedurch insbesondere die Anskdlung minder bemittelter deutscher Volksgenossen im bedrohten Sprachgebiet und die Erhaltung dentschen Besitzstandes. Er greift hel-send ein bei Elementarschäden, fördert da» Spar« und Borschußkassen-, daS Genossenschaftswesen, Fachschulen und LehrlingSheime, erhält Volksbüchereien und gedenkt in Weihnachtsspenden der armen deutschen Schulkinder im bedrohten Sprachgebiet. In Briinndors und Servola unterstützt, beziehungsweise erhält er als Vorstufe für die deutschen Schulen sehr gilt besuchte Kindergärten. Die Ausgaben für diese seine nationale Wohlsahrtstätigkeit finden in obiger Ausstellung ziffernmäßigen Ausdruck. Am Schluß des Jahres 1911 besaß der Ver-ein 270 Volks- und 38 Wanderbüchereien mit 169.065 Bänden. Die Zahl der Entlehner betrug 27.757, jene der Entlehnungen 235.964. Neu an-gelegt wurden 56 Büchereien, davon eröffnet 50. DaS geschlossene Besiedlungsgebiet der Südmai k in den Windischen Büheln umfaßt die Ge« meinden St. Egydi (mit Graßnitz und Altenberg), Zirknitz (mit Slrychowetzi, Dobreng, Graßnitzberg, Sulz, Witschein, Podigraz, Pößnitzberg, Wielitsch und Ober-St. Kumgund und zählt 40 Ansiedler-samilien mit 224. Köpfen. Im Mahrenberger Gebiet im Drantal hat die Eüdmark zehn Familien mit 45 Köpfen angesiedelt. DaS GesamtanSmaß der besiedelten Wirtschafts-gründe beträgt 1400 Joch, davon wurden 100 Joch im Jahre 1911 erworben. Die Kosten der ge-schlosienen Besiedlung beziffern sich insgesamt auf 739.79618 Kronen. Außerdem wurden sür Ankäuse von 11 Liegen« schaften außerhalb der Besiedlungsgebiete (Boden schütz) bisher 179.698 94 Kronen aufgewendet. Der Verein Südmark besitzt in Graz eine Hauptstelle für Bodenschutz und Gülervermittlung, die im Jahre 1911 30 Familien in 21 Orten und drei Ländern, zusammen 144 Köpft, angesiedelt hat. Ferner haben die Gane Linz, Steyr, Freistadt (Oberösterreich), Wien, Hohenau (Niederösterreich), Gottschee, Marburg. Klagenjurt, die Gruppen Pragerhof, Eilli, Lichendorf, das deutsche Bau-bureau St. Ehristof am See, Neuheim in Lichte«-wald und andere den Gedanken des Bodenschutzes in rührig arbeitenden BestedlungS- und Besitzver-mittlnngsstellen und Bangenossenschasten zur völkischen Tal erhoben. Die deutsche Studentenküche Marburg des Ver-eines Südmark besteht seit 1892 und hat im Jahre 1911 26 Mittelschüler, und zwar sieben Realschüler, drei Gymnasiasten und 16 Zöglinge der Lehrerbil-dungSanstalt, mit einem Kostenaufwand von 2590*50 Kronen verpflegt. Die Südinark-Baumschnle in Völkendors bei Villach wurde im Jahre 1903 ins Leben gerusen uud erfreut sich eines gedeihlichen Aufschwunges. Deutsche Stammesbrüder, gedenket der Süd-mark! Weidet Mitglieder und werbet sür den Ver-ei», fördert alle feine Ziele! Gründet Südmarkgruppen zur Stärkung des Deutschbeivußtseins, zur Festigung des völkischen Schutzgedankens, zur Förderung segensreicher Arbeit. Sorget sür Ausstellung von Sammelbüchsen, sür Ausgabe von Rechenzettel» in allen Gasträumen, sür den Vertrieb von Wehrschatzmarken, Zündern, Karten und aller bei der Hauptstelle in Graz, Joannenmring 11, zu ersragenden WirtschastSgegen -stände. Leset und verbreitet die „Südmark-Mitteilun-gen", eine dem Vereinsleben gewidmete und seine sowie die Interessen aller völkischen Schutzbestrebun-gen wahrnehmende Monatsschrift zum jährlichen Bezugspreis von zwei Kronen. Deutsche Männer und Frauen, Jünglinge und Mädchen! helfet alle milbauen an dem Werke der Südmark! Politische Rundschau. Die Delegationen. Vom Präsidenten der österreichischen Delegation, Abgeordneten Dobernig, erhält die „Deutschnaiionale Korrespondenz" folgende Mitteilung: „Der Wiederbeginn der parlamenlarischen Tätigkeit wird in der zweiten Sepiemberhälite erfolgen. Nach den Mitteilungen des ungarischen Ministerpräsidenten Dr. v. Lukac» tritt der unga'ische Reichstag am 17. September zusammen, um die Mitglieder der ungarischen Delegation Zu wählen. Die Neuwahl ist »olwendig, weil die Mandate durch die Schließung der Session erloschen sind. Die Einberufung der Delegation des ungarischen Reichstages wird durch den Kaiser be-sonders erfolgen, während die Delegation des öster« reichischen Reichsrates einfach die unterbrochene Tagung wieder aufnimmt." Wie Präsident Dobernig des weiteren mitteilt, wird er sich zum Zwecke der Wiederausnahme der Delegationsiagnng nunmehr mit den Obmännern der Ausschüsse ins Einvernehmen setzen. Borläufig ist der 23. September sür den Wiederbeginn der Delegationstagung in Aussicht ge-nommen. Aus dem dunkelsten Oesterreich. Für die Besetzung einer Lehrerstelle in Nen-zing in Vorarlberg hatte sich ein einziger Bewerber eingestellt, der in seinem bisherigen Wirkungstreis sehr beliebt und gut qualifiziert war. Der Orts-schulrat wies den Bewerber ab, „weil er nicht dem Katholischen Lehrervereine angehörte". — In einer anderen Gemeinde Vorarlberg» wurde eine AuShilfs« lehren» in einer höheren Mädchenklasse verwendet. Bald zeigte sich, daß die Schülerinnen ihrer Lehrerin im Rechtschreiden Unterricht erteilen mußten ! Ganz gewöhnliche Wörter wurden an der Schvltasel falsch vorgeschrieben (verwentet. verwented n. a.). Die Lehrerin kam aus einer klerikalen Privat-Lehrerin« uenbildungsanstalt. Der k. k. Schulinspcktor darüber von einer'Mutter zur Rede gestellt, erwiderte: „Ich weiß das alles, aber wir haben eben keine anderen Leute." Ans Stadl und Land. Dom Justizdienste. Der Justizminister hat die Richter Dr. Bruno Koczirz in Arnsels nach Brück an der Mur und Karl Schwarz in Kötschach nach Hartberg versetzt und dem Richter des Hrazer Oberlandesgerichtssprengel» Dr. Heribert Madile eine Richlerstelle in Kötschach verliehen. Der Justiz-minister hat ernannt zu Richtern die Auskultanten Dr. Franz Kmetitsch sür ArnselS, Dr. Franz Kovca für Jllyrifch'Feistritz, Dr. Ferdinand Blaschke, der-zeit in Tüsser, für den Grazer OberlandeSgerichtS-sprengcl, Dr, Alexander Poznik sür Groß-Laschitz und Dr. Gustav Zigeuner Edler v. Blumendorf für Klagensurt. Berichtigung. Zum Unfall de» Auto O»-nibusseS Eilli- Neuhau» wird uns von verläßlicher Seite bekannt gegeben, daß unser in der letzte» Blattsolge gebrachte Bericht über den bezüglichen Unfall nicht vollkommen den Tatsachen entspricht. Der Aulo OmnibuS fuhr nämlich auf seiner Ruck-fahrt nach Cilli infolge plötzlichen Versagen» der Steuerung und zufolge der schlechten Straßenoerhält-nifse in «ine an die Straße grenzende Wiese, ohne hiebe! umzukippen. DaS Auto wurde keineswegs stark beschädigt, sondern eS zersvrang ein« einzige Glasscheibe, wobei jedoch niemand verletzt wurde. Am solgenden Tage konnte da» Auto wieder seine fahrplanmäßigen Fahrten fortsetzen. Vom Schwurgerichte. Für die am 2. Sey-lember beim Kreisgerichte Cilli beginnende dritte Schwurgerichtstagung wurde an Stelle des zu» Kreisgerichtspräsidenten in Rudolsswert ernannte» OberlandesgerichlSrales Franz von Garzarolli der Oberlandesgerichlsrat Gnido Viseonti als Stelloer« treter des Vorsitzenden berusen. Die Ortsgruppe Tilli des Landes-oerbandes der staatlichen Vertrags-deamten von Steiermark hielt vorige Woche im Hotel „Zur Krone" um 8 Uhr abends eme außerordentlich gut besuchte Versammlung ab. Der Ortsgruppenobmann Herr Joses Kardinal begrüß» die vollzählig erschienenen Kollegen, besonders d« Delegierten des Landesverbandes Herrn Trinkler. Zur Tagesordnung übergehend, verliest der Obmaiw die Eiuläuse, unter denen besonders das Zustim-mungsschreiben der Kollegen aus Oberburg hervorzuheben ist. Der Kassabericht wurde übergangeil, da dem strammen Kassier Herrn Hoser allseits dal beste Vertrauen geschenkt wird und er sich der all-gemeinen Anerkennung der Ortsgruppenleitung er-frent. Kollege Herr Trinkler überbringt sodann die Grüße des Landesverbandes und hebt die OriS-gruppen Marburg und Cilli als Stützen des Landet-verbände» und der ganzen Organisation hervor. Sodann schildert Hcrr Trinkler in beredten Worte» die gegenwärtige Lage in der Standesangelegenheit. Er führt unter anderem au»: Der 26. April l. d. i. der Tag der Annahme des Gesetzes im Pn-lamente, soll als ein denkwürdiger Tag in unserer Entwicklungsgeschichte als auch im Parlamentshanse gelten. Daß es zur Annahme dieses Gesetzes g«> ' kommen ist, haben wir der Gesamlorganisatioa z» verdanken, die es verstanden hat, mit den Abgevrd« »eten stets in Fühlnng zu bleiben. AnsangS war?» die Polen aus nationalen Gründen gegen den Ge-setzantrag, haben jedoch später zugestimmt. Herrenhaus wurde zu einem späteren Zeitpunkt« einberufen, weshalb unser Gesetzesantraz zu «ne» späteren Zeitpunkte an die Tagesordnung kam. Ader auch hier war die Reichsorganisation stets an der Arbeit. Sie verstand es, mit den Herrenh,iuZmil-gliedern iu Fühlung zu treten, so daß eine annehm-bare Zahl derselben für unsere Sache i,cwonne» wurde. Infolge des großen Einflusses der Regiern^ auf das Herrenhaus ist jedoch dem Marckhl'schcn Gesetzesantrage am 27. Juni dasselbe Zchicki-l widerfahren, wie der Dienslpragmatik. Besonder» gegen den Punkt 7, das ist die Ernennung nach zwölfjähriger Dienstzeit zu Beamte« der 11. Slangs-klaffe, verhielt sich die Regierung ablehnend. Wihr-scheinlich wird der Gesetzentwurf im Herbste wieder deu Weg ins Abgeordnetenhaus nehmen. Da wird es nun wieder an der Ehre der Abgeordneten liege», und diese mnß und soll gewahrt werden, den Antrag unverändert wieder anzunehmen. Sin Zunkli, zwischen der Wehrresorm nnd dem GesetzaattW konnre nicht geschaffen werden, ^da ja die Wehr-reform eine viel bedeutendere Staatsnotweudigkeit bildet. Aus allem Angeführten ist zu ersehen, tai wir immer und immer wieder aus die Abgeordnett» einwirken müssen, da es nur mit ihrer Hilft möglich ist, das angestrebte Ziel zu erreichen. Sehr wiin schenswert wäre es, wenn das Gesetz mit da Flnanzresorm oder der Unterosfizicrssrag« in bindung gebracht werden würde. Hieraus enlrilll Kollege Prettner einige sehr interessante Bilder über die peinliche Fürsorge der Regierung sür die U»er-offiziere, der Militärverwaltung für ihre Angehörige», der Jnstitzverwaltung sür die aus ihrer Lebensbahn Entgleiste» und der Staatsverwaltung für andere Beamtenkategorieu. Mit allen diesen Bilder» ser gleicht er in auSsührlicher und durchsichtiger Bei»« die traurige Lage der staatlichen BertrazSbeamlk». Nach Erörterung der Urlaubsfrage nahm man Nuvwi.r 64 Hietttflhs Wachi Sti.e ?. fo-lgende kurze und bündige Resolution an: Ber-darren aus dem Standpunkte nach Erlangung der Stechte, der rechtlichen und finanzielle» Stellung, Verschwinden des § 29 der Verordnung vom Jahre 1802, überhaupt Verschwinden jeder Verordnung, und Annahme des Gesetzes Der Obmann, Joses Kardinal, dankte den Kollegen Trinkler und Prcttner fiir ihre mustergiltige» und klaren Aussührung«» und schloß hieraus die Versammlung. Silberne Hochzeit, «m Donnerstag feierte der hiesige Baumeister Herr Anton Dimetz mit fei-ner Gemahlin Marie im engsten Mret e feiner Familie das Fest der silbernen Hochzeit. Vermählung. Der Konzipist der Handels-und Gewerbekammer in Klagen für« Herr Dr. Walter Lokomy wird sich om 12. d. in der evangelischen EhristuSkirche in Cilli mit Fräulein Anna Holzer vermählen. Die Ortsgruppe Cilli und Umgebung des Verbandes deutscher Arbeiter veran-stallet Sonntag den 11. d. im BereinSlokale Krell eine Versammlung, bei der Herr phil. Viktor Bechine «inen Vortrag über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger und über den Grundsatz der Rechts-glnchheit halten wird. Den ^Mitgliedern wird diese Versammlung nochmals in Erinnerung gebracht und sie werden ersucht, an derselben vollzählig teilzu-nehmen. Beginn 10 Uhr vormittags. Der Verband deutscher Hochschüler QTillis hielt am 7. d. im Turmzimmer des Deut-sahen Hauses seine diesjährig« ordentliche Zahrcs-Hauptversammlung ab. Die Neuwahl sür daS lau-fände BereinSjahr hatte folgendes Ergebnis: Ob» rniatrn: jur. Richard Koroschetz; Obmannstellver' trruer: Dr. Franz v. Goßleth; Säckelwart: cand. jwr Viktor Weiß; Schriftführer: cond. jur. Robert Dummer; Beisitzer: jur. Johann Roth und phil. N.'0'.ter Potrcnik Der Tätigkeitsbericht über das v«rflosiene Vereinsjahr wird in der nächsten Blatt' foolge erscheinen. Bücherei des Verbandes deutscher Kochschüler (Eillis. In der Erkenntnis, daß «» dringend Not tue, die Hochschule? des Unterlan-d«es auch diesem zu erhalten und sür eine» tüchtigen d«chcn BeamtennachwnchS zu sorgen, hat eS sich d»ei zu diesem Zwecke ins Leben gerufene „Verein zqiu Unterstützung deutscher Hochschüler Unterste«?!» nrnaikS" zur Aufgabe gemacht, die große Anzahl mit» tvilloser Hochschüler UnterstriermarkS während der Wtudien- und Praktikantenzcit geldlich zu unterstützen avge» deren Verpflichtung, im Unterlandc in eine Sclellung zu treten Dadurch wird zwar vielen, stsliitsamen Hochschülern, die mitten im Kampfgebiete aangewachsen und daher mit den Berhältnisfen sehr-gigillaa vertraut sind, das Hochschulstudium ermöglicht, trüber trotzdem gebricht es den meisten doch noch an Mitteln der größtenteils sehr teuren Lehrbücher. Es wivxrde daher das Bedürfnis nach Errichtung einer eviudienbücherei immer fühlbarer. Die große Wich-titijbit dieser nationalen Ausgabe erkennend, ist der Werdand deutscher Hochschüler Cilli« an die Errich tituiuj einer Bücherei geschritten, um den Unterstütz, u luiziverein in der Erreichung seiner Ziele, nämlich nw der Erhaltung des Deutschtums in dem vom E^iier bedrohten Unterland«, hilfreich zur Seite zu st stehen. In seiner Sitzung im April hat der Ver. b< tondsausfchuß über Vorschlag des Ausschußmitgliedes H Herrn jur. Viktor Weiß den «ndgiltigen Beschluß g qefaßt. ein« Bücherei, bestehend aus juristischen Lehr-u uno Gesetzbüchern und Schristen zur Vorbereitung fisür die Ablegung der Staatsprüfungen und Riga-rirvi n anzulegen und ist sogleich an die Ausführung di dieses Beschlusses geschritten. Der Verband war je jedrch hiebei, da er allein sür die AnschaffungSkosten ei «ver zweckentsprechenden Bücherei nicht auskommen k> tonnte, hauptsächlich aus freiwillige Spenden äuge->r wiesen. Aus diesem Grunde wurde an deutsche V Buchhandlungen mit der Bitte um Spendung von L Lehrmitteln herangetreten, welcher Bitte jedoch nur v« von einigen Buchhandlungen entiprochen wurde. Be-m miikeilSwert ist, daß den Grundstock der Bücherei H Heir Dr. Otto Ambroschitsch, Stadtamisvorstand in C gelegt hat. Zugleich wurde auch an Autoren m k;i einem Biltjchrriven herangetreten, doch ohne viel E Erfolg. Wohl hat dagegen ReichsratSabgeordneter H Hnr Dr. Friedrich Wichtl, Direktor der «rsten i>t v'terreichischen Privatrechtsschule in Wien, in liebt I«»sivüidiger Weise mehrere Repetitorie» in doppel-te Ux Autseriigung dem Verbände zur Verfügung ge-N stellt Cine Sammlung bei den Cillier a.o. V«r-dr daridsmitgliedern ergab einen Betrag von 130 A. Mehrere Verbandsmitglieder haben auch Lehrbücher z». zur Verfügung gestellt. Vom Verbände selbst wur-ix den 100 Kronen gc'pendel, so daß die Büchereiver-n waltvng die notwendigsten Studienbücher anzuschaffen vermochte. Die Bücherei umsaßt bereits für jede der drei Staatsprüfungen eine kleine Anzahl von Wer-ken, doch reicht diese Bücherei »och lange nicht au«, um der hochwichtigen nationalen Aufgabe gerecht zu werden, iveShalb der Verband sich die weiter« AuS-gestaltung dieser Bücherei noch wird angelegen sein lasse» müssen. Bei dieser Gelegenheit wird auch allen Förderer» der treudeutsche Dank ausgesprochen. Evangelische Gemeinde. Pfarrer May ist von seinen! Urlaub zurückgekehrt und hat die AmtSgefchäfle bereits übernommen. Er wird morgen im Gottesdienst in der Christuskirche um 10 Uhr vormittags predigen über; „Die Hand, die mich ge-sucht hat*. Ein Wahrzeichen unserer Stadt. Die mächtige Pappel aus der Festwiese ist entschwunden. Große Aeste deS mehr als 60vjährigen BaumeS waren schon vermorscht und bedrohten durch Ab-sturzgesahr die aus der Festwiese spielende Jugend. So mußte man daran gehen, diesen mächtigen Baum zu fällen, der unserer Festwiese ein so eigen-artig schönes Gepräge gegeben hat. Gemeinsame Offiziere für die Honved. Infolge einer Zuschrift des ungarischen Landes-Verteidigungsministeriums hat die Kriegsverwaltung in den letzten Tagen an ältere Oberleutnante der gemeinsamen Armee eine Anfrage gerichtet, ob sie geneigt wären, mit Hauptmannsrang in den Ver-band der ungarischen Honved überzutreten. Es wird aeplant, 120 Oberleutnante des gemeinsamen HecreS, sowie einige ältere Hauptleute, die letzteren mit Majorslang, zu übernehmen. In Honvedkreisen herrscht hierüber eine große Erregung, weil dadurch «ine Verschlechterung der Vor, ückung zu besürch-ten sei. Ein Blitzschlag. Bei dem Gewitter, das sich Dienstag mittags über u»sere Stadt entlud, fchtug der Blitz in einem Lindenbaum ans der Fest-wiese hinter dem Angnienlalio-sniagazin und spal-tete den Baum in einer Höhe von 15» Bieter. Sechs Meter über dem Erdboocn sprang er aus einen gegeuüberstcheuden Baum über, welcher ebenfalls einen klaffenden Riß auswies. Wenige Schrille von den getroffenen Bäumen spielten mehrere Kinder, die mit dem bloßen Schrecken davonkamen. Sie er-zähle», daß der Blitz wie eine große Feuerkugel ausgesehen habe. Verheerung durch einen Wolken bruch am Bachergebirge bei (Bonoditz. Die Gemeinden Rötschach, Lufchberg und ReSnit wurden kürzlich vou einem Wvlcenbruch heimgesucht, wie er dort von den ältesten Leuten noch nicht er« lebt worden war. Am stärksten geschädigt erscheint die Gemeind« ReSnik, da die vor nngefähr fünfzehn Jahren neu erbaute Straße zum größte» Teile zer-stört und weggetragen wurde; Gerinne und Finder, wie auch Sägewerke wurden weggerissen und ver-jandel oder mit Gerölle überftutet. Weg« des am Bachergebirge ohnehin herrschenden Arbeitermanzels kann auf die Herstellung dieser Straße auch in zwei Jahren nicht gerechnet werden, wenn Staats-hilf« nicht eingreift. Der Staat wird dies gewiß nicht versäumen; denn an dieser Straße liegen viele Sägewerke, die heule ruhen und insolange nicht arbeiten können, bis die Straße hergestellt wird. Ein lranriges Bild der Verwüstung bat die-ser Wollen bruch angerichtet und der Jammer der Bevölkerung lvegen Mangels des Erwerbes ist groß. Vor Jahren wnrde von Seite der steiermärkischen Statthalterei bei einer ähnlichen Katastrophe in Weitenstein hinreiche Hand geboten und selbst Mi-litär wurde zur Herstellung der Straße entsendet. Es wäre wohl eine große Wohllat für die be-troffene Bevölkerung, wenn auch hier das Auge der Barmherzigkeit Nachschau hielte uud den Armen rasch Hilfe bringen würde. Iux-Wohltätigkeits-Tombola in Bad Neuhaus. Morgen Sonntag den 11. d. wird um 5 Uhr nachmittags am Kurplätze der Landeskur-anstall Neuhaus bei Cilli «in« Zux-Wohliäligkeils° Tombola abgehallen werden, deren ReinerlrägiiiS der Freiwilligen Feuerwehr und Rettungsabteilung NeuhauS-Doderna gewidmet ist. Infolge des wohl-tätigen Zweckes ergeht an alle Gönner und Freunde der Freiwilligen Feuerwehr und Reilungsabteilung NeuhauS-Doderna die höfliche Bitte, obige Veran-stallung durch zahlreiche Beteiligung und Widmung zahlreicher Spenden kräftigst fördern zu wollen, welch letztere gütigst dem Renlamie der Landeskur-anstall Neuhau» übermittelt werde,» wolle». Um den Besuch zu dieser Veranstaltung auch den aus-wältigen Gästen zu ermöglichen, werden an diesem Tage ermäßigte Tour« und Reloursahrkarten zum Preise von drei Kronen für die Person für den aus der Strecke Cilli—Neuhaus verkehrenden Auto- omnibus ausgegeben und verkehrt der letzte Wagen ab Neuhaus um 8 Uhr abends. Anmeldungen hie-für wollen gefälligst dem Chauffeur (Standplatz Hotel Deutfches Haus) oder dem Rentamte bekannt-gegeben werden. Warendiebstähle am Bahnhofe in Cilli. Wie unS von der hi«rortig«n Stations-lrilung mitgeteilt wird, kommen schon seit längerer Zeit am Cillier Bahnhofe Diebstähl« von Waren aus WaggouS und von den Magatinsrampen vor, weShalb sich die Verkehrsdireklion veranlaß: sah, demjenigen eine Belohnung von 20 K. pro Fall zuzusichern, der eines Diebes habhaft wird, oder derartige Angaben macht, welche zur Eruierung der Diebe zu führen geeignel sind. Mit der Bierflasche. In Lokrowitz ge-rieten am 8. d. im Jesernik'schen Gasthaus mehrere Burschen in Streit, der schließlich in eine Rauferei ausartetete. Hiebei erhielt der Maurer Johann Polner einen derartigen Schlag mit einer Bierflasche über den Kops, daß er eine schwere Verletzung da-vontrug. 6r befindet sich zur Zeit in häuslicher Pflege. Bon einem Wagen überfahren. Gestern nachmittag hatten sich mehrere Kinder in ihrer schlechlen Gewohnheit an einen in der Richtung gegen Tüchern fahrende» Lastenwagen angehängt. Beim Gasthause „Zum KönigStiger" in Savodna sprang der sechsjährige Taglöhnerssohn Vinzenz Apnar vom Wagen herab und wollte eben über die Straße lausen, als «in Zweispänner, der noch einem Begräbnisse vom städtischen Friedhos« her in die Stadt heimkehrt«, herbeigefahrcu kam und das un-glückliche Kind überfuhr. Zwei Räder gingen dem Knaben über den Bauch, wodurch er lebensgesähr-lich verletzt wurde. An seinem Aufkommen wird ge-zweifelt. Herr Dr. Schwab, der mit demselben Wagen herbeigeholt würd«, brachte dem Kinde die erste Hilfe. Den Wagenlenker trifft keine Schuld. Ausgelauert. Am 7. d. abends tranken im Gasthausc Pillich in Dornbüchel die dortigen Besitzerssöhne Michael Ko^enina und Karl Bervar. Gegen 9 Uhr abends begaben sie sich aus dem Gasthaus auf die Slraße. Plötzlich lauchten in der Finsternis die Besitzns>öhne Karl Stojir und Aug. Cepl auf und versetzten dem Kosenina ohne jedwede Veranlassung einige Ohrfeigen. In diesem Äugen-blicke erhielt Koseuina auch vou einem der Angreifer einen Messerstich ober dem linken Auge, wobei ihm auch der Hut durchschnitte» wurde. Slo^ir und Cepl ergriffen sofort die Fluchl. KoSenina würd: in das allgemeine Krankenhaus nach Cilli über« führt. Die beben Täter werden sich gerichtlich zu verantworten haben. von einem Radfahrer niedergerannt. Die 16 Jahre alte Magd Josefa Sklamba au« Drefchendorf wnrde, als sie am 6. d. morgens aus der Reichsstraße nach Cilli in die Kirche ging, plötz-lich von einem in scharfer Fahrt daherrasenden Rad-fahrer von rückwärts niedergerannt. Der Radsahr^r, dir vom Rad stürzte, erhob sich rasch, schwang sich schleunigst ans sein Rad und fuhr, ohne sich um die Sklamba zil kümmern, davon. Diese hatte leichte Verletzungen erlitten. Durch eifrig gepflogene Nachforschungen war eS gelungen, den Täler in der Person des Zimmermannes Anton Lipovöek aus Möllag ausfindig zu machen. Gegen ihn wurde die Strafanzeige erstattet. Hopfenbericht. Nur noch wenige Tage trennen unS vom Pflückebegiun und nachdem wir in dieser Wock>e auSgiebige Gewitterregen hallen, '0 kann man schon ein« annähkrnde Schätzung aus« sprechen. Der diesjährige Ertrag von GoldingS« und Späthopsen wird auf daS Doppelt« des Vorjahres taxiert — also zirka 16.000 Meter-Zentner. Montag den 12. d. beginnen viele Produzenien mit dem Unter klauben, während am 16. d. bereits all-gemein gestückt werden dürste. Nach Beendigung der Goldingernte dürfle sofort der Späthopsen, der auch schon in Dolden übergegangen ist, in An-griff genommen werden nnd verspricht auch dieser kräftig und ausgewachsen zu werden. Das Geschäft in Frühhopfen war ruhig, die prompten Ordres wurden zu Preisen von 260 50 bei größeren Pro-duzenlen gedeckt, während einzelne kleine Pöstchen minderer War« bis 2 K. per Kg. erlassen wurde». Für 1911er bestand diese Woche auch etwas Nach« srag«, doch scheint es nur zu wenigen Abschlüssen gekommen zu sein. Ein unglücklicher Sprung. Vor kurzem klettert« der 15 jährige Grnnddesitzerssohn Joses Gradisch in Dobje im Obstgarten seines Vaters auf einen Zwetschkenbaum, um sich einige Früchte zu holen. Als er wieder vom Baume herabsprang, siel er so unglücklich auf dem Boden auf, daß er S«rte 4 Keuischs xviitiii Nummer 64 sich die Wirbelsäule brach. Er wurde sofort in das hiesige Allgemeine Krankenhaus gebrach«, wo er am 8. d. feinen Verletzungen erlag. Die Hand in der Dreschmaschine. Der Besitzer Franz Pvtocnik in Dobje wollte am 6. d. an der Dreschmaschine etwas in Ordnung bringen, während sie im Gange war. Dabei geriet er mit dem Arm in die Maschine, die ihm die Handknochen zerquetschte. Da der Lärm der Maschine PotocnikS Hilferufe übertönte, konnte man ihn erst nach län-gerer Zeit befreien. Er war bereits ohnmächtig; der Arm war von der Maschine derart zugerichtet, daß man Pvtocnik sofort ins Cillier Krankenhaus über-führen mnßte. Ein Hopfenfeld verwüstet. Das Hopfen-feld der Maria Pecnik in Jlovca wurde in der Nacht auf den 3. d. arg verwüstet. Die bereits in voller Blüte stellenden Hopfenpflanzen wurden in großer Anzahl teils abgeschnitten, teils ausgerissen, so daß die Besitzerin einen Schaden von mehreren hundert Kronen erleidet. Der Freveltat wird ein B'uersfolin ans Jlovca beschuldigt. Bestrafte Protzerei. Nach einer Mittei-lung aus Tüffer kam am 4. d. der Bauer Balentin Schantej aus Lipindol in ein Wirthaus in Heiligen Dreifaltigkeit und zechte dort. Dabei zeigte er mehr-malS den dort anwesenden Burschen seine volle Brieftafche. Als er schon ziemlich über den Durst getrunken hatte, suchten die Burschen mit ihm eine» Streit, der auch bald in eine Rauferei überging. Bei dieser wurde Schantej von seinen Gegnern zu Boden geworsen und geprügelt, worauf die Bur-scheu das Weite suchten. Als sich Schantej erholt halte und zahlen wollte, war seine Geldtasche ver-schwanden. Die Brieftasche hatte ihm ein Bursche, während ihn die anderen prügelten, ans der inn'e-ren Rocktasche gestohlen. Die Lichtenwalder Gemeindeoorste-hung und der Deutsche Schuloerein. Nachfolgend veröffentlichen wir zur Erheiterung der Leser zwei Entscheidungen, welche während der Hunds- in der Gemeindekanzlei von Lichtenwald das L;d»t der Welt erblickt haben. Die Behauptung des Gemeindevorstehers, die Fahncnsarbe „schwarz-rot-gold" sei die Fahnenfarbe des deutschen Reiches, ist eine offenkundige Fälschung der Wahrheit, die ge-eignet ist, nationale Leidenschaften zu entfesseln und den Frieden in der Gemeinde zu untergraben. Jeder Schuljunge weiß heutzutage, daß die Fahncnsarbe des deutschen Reiches „schwarz-weiß-rot" ist. Die schwarz-rot-goldene Fahne ist unsere Rationalfahne und bedeutet sür uns daZ gleiche, was die weiß-blau-rolc für die Slowenen. UeberdieS sind die ge-nannten Nationalfarben auch die Farben des Deut-scheu SchulvereineS uns als solche behördlich geneh-migt. Die Erlasse lauten: 1. Gemeindevorstehung Lichtenwald, am 2. August 1912. Z. 1262. An die Leitung der PrivatvolkSschule des Deutschen SchulvereineS mit Oeffentlichkeitsrecht in Lichten-wald. Ueber die Eingabe vom 1. d. wird der ge-ehrten Schulleitung bekannt gegeben, daß die Ge-meindevorstehung die Beflaggung der für das Schul-fest am 11. d. bestimmten zwei Festplätze nur mit Fahnen in österreichischen, daS ist kaiserlichen und Landesfarben. gestatten kann. Fahnen in den Far« den des Deutschen SchulvereineS, das sind wahr-scheinlich reichsdeutsche Fahnen, welche hier als nn-patriotisch und antidWastisch gellen, dürfen hiezu nichl verwendet werden, weil sie in der slowenischen Gemeinde als Provokation aufgefaßt werden und den Anlaß zu Störungen geben könnten. Wider diese Bestililinung steht die Beschwerde . . . usw. Der Bürgermeister: M. Starkl. — 2. Gemeindevorstehung Lichtenwald, am 6. August 1913. Z. 1287. An die Ortsgruppe des Deutschen Schul-Vereines in Lichtenwald zu Handen des Herrn Ob-manneS I. Winkle, hier. Ueber die Eingabe vom Heuligen wird der Ortsgruppe des Deutschen SchulvereineS hier bekannt gegeben, daß die Gemeinde-vorstehnng die Beflagqung der für das Jubelfest am 11. d. bestimmten Festplähe nnr mit Fahnen in österreichischen, das ist kaiserlichen und LandeSsar-be», gestatten kann. Die Fahnenfarbe „schwarz-rot-gold" ist nicht die staatliche und keine Landesfarbe, sondern die Farbensahne des Deutsche» Reiches, gilt hier als unpatriotisch und anlidynastisch, dars daher hiezu nichl verwendet werden, weil sie als Provokation aufgefaßt werden und den Anlaß zu Störungen geben könnte, welche die Gemeindevor-stehung im Interesse deS festlichen Unternehmens vermieden haben möchte. Für deutsche Festlichkeiten genügt zur Wahrung des deutschen Charakters die österreichische staatliche Fahnenfarbe. weil „schwarz-gelb" auch deutsch gemeint ist. Wider diese Bestim-münz steht der Rekurs . . . usw. Der Bürger- meifter: M. Starkl. Die beste Antwort auf diese Erlässe geben die Deutschen LichtenwaldS selbst durch nachstellenden Aufruf: Deutsche! Tretet dem Deut-scheu Schnlvereine bei und kommt recht zahlreich zn unserem am ll. d. stattfindenden Feste, daS, wie seit Jahren, auch Heuer unter schwarz-rot-goldenem Schmuck in Szene gehen wird. Wir haben zum Schuhe unserer nationalen Rechte und zur Wah-rung unseres deutschen Charakter» alles veranlaßt und werden uns diese Rechte von niemandem rauben lassen. Heil! Verzollung von Obst in Körben bei der Einfuhr nach Deutschland. Die Handels- und «Sewerbekammer in Graz teilt mit. daß sür unsere» Erport von Obst (Aepfel, Birnen, Quitten) in Körben nach Deutschland die folgende wesentliche Erleichterung eingetreten ist? Obstsendun-gen in Weiden- und HolzipannkSrben von 12 bis 50 kg. Rohgewicht, desgleichen in Holziässern mit Holzreifen und festen Deckelverschluß unterliegen künftig auch im Falle der Eiulegung eines Bausches aus Stroh, Holzwolle, Papier, Spänen oder ähnlichen Stosse» unmittelbar unter dem Deckel oder Verschluß, wie zum Schutze vor Beschädigung han-delsüblich ist. nicht mehr dem Einfuhrzolle von 5' Ms., sondern dem Einfuhrzölle vou 3-20 Ms. für ICH) kg. Brand. Am 5. d. brach um halb 19 Uhr nachts im Wohngebäude des Ehepaare» Levicnik in Markldorf bei Pettau Feuer aus. dem daS Wohnhaus. das Wirtschaftsgebäude, die Rinder- und Schweinestallungen, sowie die Getreide» und Futter-Vorräte und Einrichlungsgcqenständc nebst einem größeren Bardetrag zum Opfer fielen. Bei den Rellungsarbeiten zog sich Andreas Levienik am rechten Fuße schwere Quetsch- und Brandwunden zu. Durch diesen Brand erleidet Levicnik einen Schaden von 3009 Kronen, dem eine Versicherungs-summe von kaum 499 Kronen gegenübersteht. Da zudem seine Realität verschuldet ist, sind die Ehe-galten mit ihren drei kleinen Kindern der größten Rot preisgegeben. Wie die Gendarmerie erhoben hal, soll der Bater des Andreas Levicnik Matthias Levicnik, weil er einen Prozeß gegen seinen Sohn verloren hatte, den Brand gelegt und sich dann ge-flüchtet haben. Ein gräflicher Mord. Mittwoch »ach-mittags wurde d«e 21jährige ledige KeuchlerStochler Alosia Pukschitich am Gajeberg« (Gemeinde Hirschen-dors bei Pettau), unweit ihres Elternhauses, mit durchgeschnittenem Halse tot aufgefunden. Sie war in anderen Umständen und mau vermutet, daß sie vou ihrem Verführer ermordet wurde. Die Leiche wurde auf dem OrtSfriedhof behufs gerichtlicher Obduktion übergeführt. Einen billigen Ochsen wollte der Bauer Franz Walenca aus Möstin am 5. d. auf dem Biehmarkte in kostreinitz lause». Als er daher auf dem Markte einen herrenlosen Ochsen sah — der Besitzer Matthias Werk faß gerade im Wirtshaus — trieb er ihn einfach fort. Er kam jedoch nicht weit; Werk Halle von dem Diebstahl gehört und war dem Walenca nachgeeilt, mit ihm zugleich eine Menge von Marktgästen. Werk bemühte sich nun, dem Walenca beizubringen, baß seine Art, Ochsen zu kaufen, nicht die richtige sei, wobei ihn seine Be-gleiter mit Prügeln und Stöcken so eifrig unterstützten, daß Walenca schwere Verletzungen am Kopse und Körper davontrug. Nunmehr wird sich Walenca wegen des eigentümlichen Kaufes vor Ge-licht verantworte» müssen, zugleich aber eine Reihe von beulen wegen der „eindruckS"oollen Belehrung, die sie ihm zukommen ließe». Messerstiche aus Eifersucht. Am 5. d. gingen die Sägearbeiler Anton sircelj, Ainzenz «peiser und die Geliebte des Sircelj Jojesa Pecnik aus einem Gasthause in St. Leonhar» bei Hrast-nigg nach Hause. Kaum ivareu sie auf die Straße getreten, als sie aus dem Hinterhalte vom Berg-arbeiter Johann Suchodolcan übersallen wurden, der mit gezückiem Messer auf Sircelj losstürmte und ihm einen Meiserstich in die Schulter und einen in den Hals, knapp neben der Schlagader, versetzte. Speiser, der feinem Kameraden beistehen wollte und sich zwischen die beiden warf, wurse von Sucho-dolcan im Gesicht verletzt. Suchodolcan, der ein ge-sürchteter Raufbold und Messerstecher ist, hatte die Tat aus Eifersucht und Rache verübt, weil sich die Josesa Pecail wegen seiner Roheit von ihm abge-wendet und ihre Gunst dem Sircelj geschenkt hatte. Hochenegg. (Leichenbegängnis.) Am 8. d. fand in Hochenegg das Leichenbegängnis des am 5. d. verstorbenen Franz Majcen vnlgo Lnks statt. Franz Majcen, der im 66. Lebensjahre stand, hatte sich schon in seiner frühen Jugend als Lohn- diener in Cilli ein kleines Vermögen erspart und verstand eS auch später, nachdem er sich eine Gast-wirtschaft in Prosenischko angekauft hatte, sein Ver» mögen durch feinen ungemein großen Fleiß bedeutend zu vergrößern. Zuletzt lebte er in Hochenegg als Pächter der Poklschek'sche» Realität. Unter den Leidtragenden bemerkte man mehrere Bürger von Hochenegg und zahlreiche Bauern von Bischofdorf. Die Bischosdorfer Feuerwehr beteiligte sich unter der Führung des HauptmannstellvertreterS Floriaa Bretfchko korporativ an der Leichenfeier. Franz Majcen war einer der ersten unterstützenden Mit-glieder der Bischosdorfer Feuerwehr, welcher er auch testamentarisch ein Legat von 299 Kronen vermachte. Tüffer. (Konzert zugunsten der Feuerwehr.) Am 4. d. fand im Hotel Honak (Henke) ein Konzert, veranstaltet von der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr zugunsten des Rüsthan«-sonds. statt. Der Hoielsitzgarten wurde durch Aus-nützung deS geräumigen Hotelvorplatzes bedeutend vergrößert und trotz dieser Vergrößerung blieb auch kaum ein Sitzplatz übrig. Ueber die ausgezeichneten musikalischen Leistungen der Kurkapelle des Kaiser Franz Joses Bades, der Musiker vom Jnsanterie-regiment König der Belgier Nr. 27, können wir kurz berichten, daß sie ihre l6 Programmpiecen mit fast ebensoviel »Draufgaben" in vorzüglicher Weise zu Gehör brachte und auch anßerdem die Tanz-musik bis über Mitternacht hinaus ausdauernd be-sorgte. Das Festprogramm bot für die Festgäste reiche Abwechslung, so: Schützenstand, Tiergarten, Buschmännerkabinett, Bestkegelschieben, Glückshase, und Juxpost. Sehr rührig und erfolgreich besorgten die Tüsferer Mädchen den Bertrieb von Blume«-sträußchen, Losen, Ansichtskarten, Wehrschatzmarkea usw., derart, daß am Ende des Feste» alles aus-verkaust war. Der Besuch aus dem Orte war e:n sehr starker. Bon auswärts, namentlich aus dem lieben Cilli, waren zahlreiche Gäste eingetroffen. Außerdem waren auch Tüfferer Badegäste und Sommerfrischler wie auch Gäste aus der weitere» Umgebung anwesend. Der finanzielle Ersolg ist ei» für hiesige Verhältnisse sehr günstiger. Hotelier Herr Henke und das Festkomitee haben sich um dea günstigen Ersolg sehr verdien! gemacht. Rohitsch Sauerbrunn. (Zwei Meii-schen verbrannt.) Am 6. d. nachmittag« um bald 2 Uhr zündete der Blitz daS Wirtschaftsge-bände des SchnhmachermeisterS Johann Cecek. Die Frau des Cecek befand sich eben mil den zwei Schuhmacherlehrlingen Krämer und Kolar in der Scheune und wurde mit den Lehrlinge» vom Blq getroffen und niedergeworfen. Der Schuhmacher-meister eilte den Betroffene» zu Hilfe und brachte raich feine Frau ins Freie. Inzwischen stand rn solge des Blitzschlages die ganze Scheune in Klamme» und die beiden Lehrlinge konnten nicht mehr gerettet werden. Die Feuerwehr der LandeS-Kur-anstatt Rohitsch-Schuerbrunn rückt« mit zwei Auto mobilen und einer Landsahrspritze auf den Brand-platz ab. Der Wehr gelang es, daß in der Nähe befindliche Wohnhaus des Cecek zu retten. Der Feuerwehrarzt Dr. Emil Treo und der landschaftlich« Brunnenarzt Dr. Eugen Negri leisteten der durch den Blitzschlag verletzten Marie Cecek ärztliche Hilfe Nach längerem angestrengten Bemühen konnte daS Feuer gedämpft und an die Bergung der verunglück-ten Lehrlinge geschritten werden. Räch fast zw-i» stündiger Arbeit fand man endlich die ganz verkohl-ten Leichenteile. Vereinsturnhalle in Windischfeistritz. Eine bedeutungsvolle Feier für den Turnverein imd das Deutschtum in Windischfeistritz bildete Doiliers-tag nachmittag die Grundsteinlegung zur Verein»-turnhalle, bedeutungsvoll für den Verein insofern, als er stets mit dem Mangel einer Turnstätte zu kämpfen hatte und weil die Turnhalle nun an eigener Kraft geschaffen wird. Eine große Anzahl deutschbewußter Männer und Frauen hatten sich eingesnnden. Es waren der Gaubote Hölzl, GM aus Marburg. Graz. Ober-Pulsgau, Langenwanz, Oberseistritz, Cilli, Windischgraz, Pettau, Pragerhoj usw. erschienen. Sprechwart Petzoll verlas d>e Grundsteinurkunde und während jelbe versenkt wurde, erscholl aus hundert Kehlen das deutsche Äeihelieü. Nachdem die üblichen Hammecschläge, von Spruch« begleitet, ersolgten, nahm Turnbruder Hölzl da» Wort. Er wußte den Werdegang der Turnoereme zu schildern, hob die mächtige Bedeutung dies« Vereine an der Sprachengrenze hervor und erinnerte an die Bedeutung des heutigen Tages. Lied „Die Wacht am Rhein" beendigte diese Feier-lichkeit. Abends vereinigte eine flotte Unterhaltung in Jeglitsch GastyauS die Turner und Turnfceultde. MM. Blätter zur tliiterhattiing und Belehrung für Hniis »nd Familie. _5o»«tag,0eUagt der ^Dentsche» W«cht^ ia KM. Nr. 32 .Die Südmart" erscheint jeden Sonntag al» unentgeltliche Veiiane fstr die Lejer I lrtl rt d-r „Teutschen Wacht«. - Einzeln ist „Die Süd mark' nicht lSutlich. | 1912 Waldörand. Bon Zlndolf Bernreiler. Es kam eine Dichtung, wo alles darnach strebte, natürlich zu sein, ja. wo als obtrstes Kunstprinzip verkündet wnrde, die Kunst habe die Aufgabe, wie die Natur zu sein. Ditfes Prinzip war grundfalsch, schreibt Rudolf Lothar, aber es hat dennoch feine tiefgehende und heilsame Wirkung erzielt. Es kämm AlltagSmenfchen, ÄlltagSdinge, AlltagSmilieu auf die Bühne. Der Schauspieler mußte sich an die Wirk-lichkeit halten. So entstand der Natürlichkeitskult auf der Bühne. Diesem Kulte huldigte die Mehrzahl unserer Schriftsteller und Dichter. Denn jeder Zweig trägt Früchte, mindestens aber Blüte». DaS Publikum hatte den Wert dieser neuen Kunstrichtung wohl er-kanut und da warf es natürlich gute Zinse» ab. Ein Buch unter der Aegidi der Natürlichkeit geschrieben habe ich vor mir liegen. Der Name des Verfassers ist unserem Ohre längst vertraut gewor-deu. Dichter dieser Art, wie der Verfasser des vor mir liegenden Buches einer ist, haben wir Unter-steier doppelt lieb. Denn der Hanptzug durch dieses Buch ist eigentlich nicht die Natürlichkeit, sondkrn eine Kunstrichtung, deren Prinzipienritt uns hei-matSstarke» Steirern von hoher Bedeutung ist: die HeimatSkunst. Liebe Worte über die HeiniatSkunst habe ich einmal bei Rndvlf Grenig gelesen: Äns der Liebe zur Heimat, aus der Sehnsucht „ach diesem Para-dies der Jugend stammt auch die echte Heimats-kunst. Ernst Ritter von DombrowSki, dies ist der Verfasser des Buches „Waldbrand", tritt uns in diesem Werke scharf umrissen als Heimatsdichter entgegen. Die Sehnsucht und Liebe läßt den HeimatS-dichter entftehen. Mit dem wahren Dichter der Hei-mat ist die Sehnsucht, aus dem Boden feiner Hei- mat zu schaffen, untrennbar verbunden. Die dich« krischen Motive erwachjcu ihm allgewaltig aus sei-ner eigenen Schollt. Und Grenig fährt weiter im fiißcu Toue fort: Daher dürfen wir die wahre Heimatsdichtung niemals in der spekulativen Aus-schrottnng eines bestimmten Milieus suchen, sondern unr in solchen Schöpfungen erblicken, die wie ein eisernes Muß geworden sind, die sich aus der Seele des Dichters als ein Teil des eigenen Zchs loSge-rungen haben. Erst da, wo die Heimat mit der Seele des Dichters ganz und gar verwachsen ist und unwiderstehlich nach Gestaltung drängt, beginnt die Heimatskunst. Noch ist der Kreis der Heiinatsdichtnng ein kleiner. Omnia rerum principia paroa sunt. Aber er wird sich erweitern und vergrößern, entfalten und sich fegeusreick) für unsere Heimat weit über die deutsche Dichtkunst erstrecken. Der Dichter nennt sein Werk ein österreichisches Drama. Es bietet ihm der Inhalt desselben volle Berechtigung dazu. Der alte Tou des ewige» Liedes vom öfter-reichische» Schicksale schlägt saufend an unser Ohr. Eine gröhlende Melodie, die uns aber no'.tut als Mahnruf an unsere völkische Pflicht. Die Bauern im Stücke, liebe, alte, gut ver-traute Charaktere, wolle» nichts weiter, als den alten, von Vaters-Vatcr herübergenommenen Besitzstand erhalten, für sich und ihr Volk. Nehmen wollen sie nichts, wie sie sich nichts nehmen lassen? Sie wollen nicht in einem slawisch-klerikalen Groß-österreich Hanse» wie ans Gnad' — ans Gnade ans eigener Scholle! Sie wollen nicht heimtückisch national entrechtet werden. Die hehre These wissen sie zu schätzen: Wir Deutsche in Oesterreich dürfen nicht im nationalen Schlaf lullen und kampfunfähig werden, damit wir dem slawisierenden österreichischen System nicht gefährlich werden. Und sie reden nicht bloß, sie handeln. Und wo Handlung da Leben. Mehr verlangen wir von keinem Dichter: Lebendige Menschen im Milieu deS Kampfes. Den Alexanderzug eines Menschen von heule soll uns ein Dichter schildern und ein ganzes Volk jubelt ihm zu. — Waldbrand" trägt ein politisches Kleid, min-bestens eine Art von dem. Der Schauplay ist Steiermark, ein Hochzebirgstal. (Die Zensur ver-legte ihn nach Tirol.) In einem steiermärkischen Waldgebiete wurde von Italienern eine Holzindustriegesellschaft gegrün-det. Diese Gründung halte den massenhaften Zuzug von italienischen nnd windifchen Arbeitern zur Folge. Die bisher deutsche Gegend ist schwer bedroht. Nur rasche Abhilfe kann einem schweren nationalen Ver-luste entgegensteuern. Der alte Oberförster Purg-staller weiß die fressende Gefahr dieser Ansicdlung gebührend einzuschätzen. An der Spitze dieser Wald-verwüster steht der hetzerische slowenische Kaplan Seunik. Trotz der warnenden Stimme seines alten (deutschen) Pfarrer« Hofer zieht der klerikale Hetzer in Eifer und Geiser gegen die kleine deutsche Ge-meinde los. Eine Beschwerdeschrist gegen die gräß-lichen Berwüstungen und Berstümmclungen deulfcher Erde wird von der Bezirkshauptmannfchaft abge-wiesen. Der Oberförster wird dagegen wegen Aus« reizung zum Widerstand gegen die öffentliche Ge-walt angeklagt. Der biedere Alte sieht einem baldi-gen Ende entgegen. Ein Schlagansall war die Folge dieser schädlichen Bernaderung, die vom Kaplan Seunik ausging. Peter Lcharinger, ein vom Schicksale fties-mütterlich behandelter Bauernsohn, liebt in glühen-der Belehrung die Tochter des Oberförsters Annerl. Das Mädchen will von Peter nichts mehr wissen. Er. total veiloddert, ein oftmals abgestrafter Wild-dieb und Raufer, ein Zuchthausflämmchen, ist ihrer Liebe unwürdig. Wie groß Peters Liebe zu Annerl, erfahren wir am deutlichsten auS den Worten, die Peter im Ausdrucke des Ingrimmes gegen das Mädchen aus-stößt: „Annerl. kein anderer darf Dich haben, das merl' Dir! Kein anderer darf die Hand anrühren, die mich zurückg'stoßen hat." In rasender Leidenschaft, mit geballten Fäusten drohl er: „An dem Tag, wo Du einem anderen gibst, waS mir versagt ist, an dem Tag steck ich Dir zn Deiner Hochzeit eine Fackel an, so riesig groß, daß die Leut' noch in hundert Iahren davon reden werde», und den, der Dich mir nimmt, den d'erwürg ich mit diesen zwei Fäusten und schmeiß' Dir ihn vor die Fuß' hin wie an krepierten Hund!!" — Die Lebendigkeit der Worte läßt keinen Zweifel an der Ausführung der Drohung anfkommen. — Der alte deutsche Pfarrer Hoser findet im verkam-menen Peter den guten Kern. Ihm ist eS auch zu verdanken, daß Peter den Besitzstand seiner Eltern erhalten soll. Alles will sich zum Guten wenden. Sein geliebte» Annerl aber ist sür ihn verloren. Sie verlobt sich mit dem Lehrer Harting. Da dämmert der große Morgen heraus, da liegt die ganze Gegend in einem Feuer. Fürchterlich loht der Brand, gräßlich ist fein Breche» und Prasseln. Der Hof seiner Eltern wird zerstört. Und mehr, viel mehr Schaden wird angerichtet. Riesiger Schade». Peter hat den Wald angezündet. So wollte er seine deutschen Landsleute frei machen vom Joche der italienischen und windischen Hetzer! Heldenmütig kämpft man noch gegen daS wütende Element. Vergebens. Peter Scharinger starb als ein Held: „Annerl — ich hab' Dir a Fackel versprochen zu Deiner Hochzeit — schau hin wie'S brennt! Net so hab ichs tan wie ich Dir einsmal droht hab', ich hab' nur uns alle freimachen, ich hab' dann weiter ar« beiten wollen, für alle und fü'» Dich, ohne Lohn und ohne Dank, ich hätt' genug g'habt mit dem Stolz, daß ich stärker bin mit Herz und Hand als alle — aber stärker war noch das, auf was ich vergessen hab' — meine Schuld! — — Freilich — es bleibt ja alles — der Wald ist tot — die Gegend ist frei--was liegt denn an mir!" Eoce hamo! Und als ihn später Annerl sragt, wohin er geht, gibt er scst und voll zur Antwort: „Ins Freie, Anna!" Dann legt er Hand an sich und Anna wirst sich stumm über die Leiche-- Und das Prasseln und Krachen deS brennen- den WaldeS dringt gedämpst herüber--und die Glocken stöhnen dnmps-- ES ist ein großes Lied in gröhlender Melodie, daS Dombrowski auf feine Heimat singt. Aber wahr ist es und natürlich! Und echt. Das Drama birgt zwei Motive: das nationale und das moralische. DaS Kleid, aus welchem Dom-browski diese beiden Momente sprechen läßt, ist brav volkstümlich gehalten. Die Kraft der Staaten wurzelt in der gefun-den Individualität ihrer Bürger. In grellen Farben schreit der Stand des österreichischen Staatsbürger-tumS aus dem „Waldbrand". Wir Untersteirer wenigstens werden uns dem „Waldbrand" gegen« über nicht sarbenblind ausspielen.. Ich will mit Adolf Pichln» Worte als syntesi-scheS Urteil den Aussatz schließen: Wer um Hohe» kämpft, miiB wagen, Seben gilt e« ober Tod! «a& die Wogen donnernd branden. Nur bleib immer, magst du landen oder scheitern, selbst Pilot. Fragt nicht lang, ob's dem, ob's dem gnädig will gefallen, eines soll euch gelten nur: Deutsche sei» vor allen. vermischtes. Eine interessante Entscheidung des Obersten Gerichtshofes. (Der Zwang, deutsch zu verhandeln, für Abvokalen.) Eine Ent-scheidung des als oberster Disziplinarsenat für Ad-vokalen angerufenen Obersten Gerichtshofes, die so« eben herausgegeben wurde, wird nicht verfehlen, all-gemeines Interesse zu erregen. Mehrere Advokaten wurden vom Disziplinarrate der Advokatenknmmer der Verletzung der Benisspflichten schuldig erkannt, welche sie dadurch begangen haben, daß zwei vou ihnen als Advokaturskandidaten und Parteien»«-treter in einer Rechtssache wegen Besitzstörung bei der Streilverhandlung vor dem Bezirksgerichte sich weigerten, in deutscher Sprache zu verhandeln, ob-wohl sie hierzu vom Verhandlungsrichter wieberholt unter Bekanntgabe der Folgen aufgefordert wurden und hierdurch das Interesse ihrer Klienten gefahr-delen, zwei von ihnen als Advokaten und Partei-Vertreter ihre oberwühnten Konzipienlen anwiesen, bei der vberwähnten Rechtssache nicht in deutscher Sprache zu verhandeln, wenn es auch der Richtet beschließen sollte. Der Oberste Gerichtshof hat den Berufungen der Advokaten keine Folge gegeben und ausgesprochen, daß die Frage, ob die vom Diszi-plinarrate als erwiesen angenommene Handlung?-weife der Beschwerdeführer als die ihnen zur Last gelegte Pflichtverletzung darstellt, müsse in lieberem-st'mmnng mit dem angefochtenen Erkenntnisse, dessen maßgebende Erwägungen durch die Befchwerdefüh-rungeu keineswegs widerlegt werden, zweifellos be« jaht werden. Kaiser und Kanzler. Im „Eri de Paris" findet sich folgende Anekbote, bie zeigen möge, mit welchen Phantasien man auch in Paris die Saure-gurkenzeil vertreibt: Kaiser Wilhelm ll. ist ein großer Flühaufsteher, jeden Morgen ist er schon um Uhr auf den Beinen, und er verlangt von seinen hohen Beamten dieselbe Pünklllchkeit. Das paßl aber Herrn von Bethmau» Hollweg schlecht. Der Kanzler schläft gern lauge, wacht erst auf wiederholtes Klopfen auf, entreißt sich nur schwer den Kissen, macht langsam Toileite und kommt immer z« spät ins Schloß, wo der Kaiser ihn ungeduldig erwartet . . . Letzthin entschloß sich ber Kaiser, uachbem er bis halb 7 Uhr vergeblich gewartet hatte, den Kanzler in der Fried-richstraße (!!) unvermutet auszusuchen. Er sanb ihn im Bade. „Ich wollte Ihnen nur sagen, mein lie-der Kanzler," sagte er, „baß der Tag für Sie, wie für mich, um 6 Uhr beginnt. Jetzt ist eS gleich sieben und Sie sind noch nicht einmal rasiert I" Und ats der Kanzler, mühsam sein Gähnen verbergend, sich entschuldigte, fuhr der Kaiser fort: „Eine Stunde am Tag? weniger, da« macht im Jahre vierzehn Tage Verlust, und in vierzehn Tagen hat mein Großvater drei Siege davongetragen . . .* Vierzigjähriges Jubiläum ber Ansichtskarte. In diesem Sommer kann die Ansichtskarte ihr vierzigjähriges Jubiläum feiern. Sie würbe zuerst im Jahre 1872 in Nürnberg als Kupferstich von F. Rohrich hergestellt und zeigt diese Stadt vom „Mohrentore" ans. Die Zweitälteste Au-sichtSpostkarte, die man gegenwärtig kennt, zeigt die Rudelsburg. Das älteste von ihr bekannte Exemplar wurde am 31. August 1875 hergestellt. Radfahren de Polizeipatrouillen in Wien. DaS Ueberhandnehmen ber Exzesse unb Ausschreitungen gegen Wachleute hat die Wiener Polizcibireklion zur Reueinsührung von radfahrenden PolizeipatrouiZeu bewogen, die bereits Dienst tun. lvon jeder Wachstube werden zwei Wachleute, die Radfahrer sinb, von 3 Uhr nachmittags an bis in die Morgenstunden die Straßen des betreffenden PolizeirayouS befahren und fo beständig mit den einzelnen Posten in Fühlung bleiben. Diese Pa-trouillenfahrer werden selbstverständlich in angeme|se> neu Zeiträumen abgelöst, wie die Stehposteil. Außerdem ist ihnen in jeder Wachstube, die sie passiere», eine Ruhepause von zehn Minuten vorgeschrieben. Als Entgelt für diesen Dienst erhalten die radsah-renden Wachleute eine Tageszulage von 3 Kronen. Ein besonderer Dienst wird diesen Radfahrpatrouillen im Prater obliegen, wo sie um 3 Uhr nachmittags und um 7 Uhr abends den Strom der Prater> besucher zu begleiten uud auch zu überwachen haben werden. U e b e r f a l l a n s e i n e R e g i m e n l s -k a f f e. Warschauer Meldungen zufolge überfiele» nächst der Stadt Rowno Banditen einen Wagen, mit dem unter Kommando eines Offiziös eine Re-gimentskaffe, in der sich 200.000 Rubel befanden, nach dem Garnisonsorte überführt werden sollte. Die Räuber gaben aus den Rutscher des Wagens mehrere Schüsse ab und tötete» ihn. Der Offizier sprang ab und gab dem Kassebvten den Austrag, mit dem Wagen rasch davonzusahreu. Gleich,eilig zog der Offizier einen Revolver und gab auf die Banditen mehrere Revolverschüsse ab. Als jcdoch der Offizier die Munition verschossen hatte, über-sielen ihn die Räuber. ES kam zu einem furcht-baren Kampse, in deffen Verlauf der Offizier ge-tötet wurde. Die Banditen raubten dem Oisizier 5000 Kronen und eine Uhr. Inzwischen war aus den Alarm des mit der Regimeiuskasfe in der Garnison eingetroffenen Kassenboten Militär herbeigeeilt, doch hatten die Räuber bereits die Flucht er-griffen. Die Leiche des Offiziers wurde in die Gar-nifon gebracht und die Verfolgung der Räuber auf« genommen. Bisher konnte von ihnen noch keine Spur aufgefunden werden. Eine Hochzeit an Bord. AuS Newyork wird berichtet: Zehn Stunden vor der Ausreife ber „Maurentia* nach England sanb an Borb beS Dampfers die Hochzeit von Mr. Alexander Moniert, sehr zum Vndruß des jungen PaarcS. daö augenscheinlich Gewicht darauf legte, die tsahren-den zu Zeugen ihres GlückeS zu habe». Aber der grobe Speisesaal wurde für die Abendmahlzeit der Vasfagieie gebraucht, und so mußleu die Brautleute ebeu mit ihrer Privatgemächer» vorlieb nehmen. Die Beamleu der DampsergeselUchast glallben. daß d e Hochzeiten an Bord der großen Dampfer in den nächst«» Zahlen die große Mode sein werden. Dc» Honigmond aus hoher See zu verlebe», ist für ro-«uanlijche Gemüter schon immer sehr verlockend ge-wefen; a» Vo^d jedes modernen Dampfers finden nch Räume, die allgemein die..Honigmond-Kabinen" genannt werden. ..Ein älterer, gut erhaltener Herr, der bereits mehrere Male verheiratet gewesen, sucht, des Alleinseins müde, eine Frau mit hervorragen-den HerzenSeigenschafte» zur Ehe." — Sv lautet eine Anzeige i» einer holländischen Zeitung. Der mit den gcwuifchte» Eigenschaften ausgestatteten Ehekaudidalin darf indessen auch der Mut nichl fehle», denn der des Alleinseins müde Inserent verschweigt wohlweislich dos zur Nachfolge nicht et*« anregende Schicksal, das seinen früheren Lebens-gefährtinnen bcschieden gewesen. Der „gut erhaltene" Herr hat nämlich bereits elf Frauen unter die Erde gebracht. Davon starben die drei ersten in der Blüte ihrer Jahre, die zwei folgenden sind ertrun-ken und d>e sechs!? hat sich das Leben genommen. Die Nummern 7. 8 und 9 starben an dem Aerger und der Aufregung, die der Scheidungsprozeß über sie Heraufbeschwor. Die zehnte wurde von einem wilden Stier gelötet nnd die elfte endlich brach kurz nach der Trauung bei einem Eisenbahnunglück das Bein. Die kurze Ehe halle aber ausgereicht, ihr das weitere Zusammenleben gründlich zu verleidn», so daß sie noch auf dem Schmerzeuslager die Scheidungsklage anstrengte, vor deren Erledigung sie in-des das Zeitliche segnete. Die materiellen Aussichten, die die Ehe mit dein elffachcn holländischen Wilwer in Aussicht stellt, müsseu wahrlich außerordentlich verlockend fei», nm nuter besagten Umständen eine Frau z» bestimmen, das Dutzend voll zu machen. Ein Kolportageroman des Lebens. Lstende scheint im Augenblick ein Mitleipnnkt sür Skaudalaffären zu sei». Jetzt berichtet mau über ein seilsationelleS Vorkommnis, das nach Holland spielt und bei dem eine junge Dame aus der höch-sten holländischen Gesellschaft in Frage kommt. Bor etwa 14 Tagen kam eine Baronin aus dem Harz in Ostend« an und mietete sich in einem der ersten Hotels ein. Zu gleicher Zeit kam ein jnnger Mann an, der in der Dependance des Hotels Wohnung nahm. Beide machten gemeinschaftliche Spazier-giiuge und speiste» meistens zusammen. Wenige Tage später stellten sich zwei DeteklivS ein, die den Ver-iuch «achten, die 28 Jahre alte Baronin zu ent führe». Die Baiouesfe »ahm sich auf Veranlassung des Hoteliers einen Anwalt, der erklärte, sie habe nichts zn besürchie», da sie großjährig sei. Ihre Vorgeschichte erzählte sie wie solgt: Ihr Vater sei im vorigen Jahre gestorben nnd sie habe die yt\ *>«»• • *)«-•• •••«v (•» • ••* - ' -^ Akflch?, einen An.^estelNen ivatecS, wie man sagt, de» Kutscher, zu heiraten. ,)Htc Verwandten seien damit «ich» einverstanden nnd wollten sie ins Irrenhaus sperren. Sie sei deshalb geflüchtet. Trotz aller Vorsichtsmaßregeln ist am letzten SamS-tag die Entführn,,g doch gelungen. Die beide» ve-tektivs haben die Baronesse, wie man hört, in eine Irrenanstalt in der Nahe von Brüssel gebracht. Diese Angelegenheit erregt das größte Aussehen und man verurteilt, daß die belgische Polizei in Ge-meiufchaft mit holländischen Privaldetektivs gearbeitet habe. Ein Streik der Mütter. Die neueste Idee der Suffragetten ist ein Streik der Mütter. Frau Despar», eine bekannte Suffragellenführerip, die bei den Prozessen immer hoch zu Roß erscheint, hat diesen Plan auf einer Versammlung in Shef« sield ihren Anhängern,neu empfohlen. Sie e> klärte, ein derartger, entschlossen durchgeführter Streik winde eines der sürchlerlisten Dinge sein, die man »ich denke» könne. Wir werden keine Linder mehr in die Welt setzen, so lange wir nicht die Bedin-gungen mitzubestimmen haben, unter denen unsere Kinder aufwachsen! erklärte sie kategorisch. Der Phonograph als Tel ep hon-s r ä u 1 e i n. Die Berliner Telephonanlage steuert immer »lehr der automatischeii Bedienung zu. Um de» Telephonbeamliniien wieder einen Teil ihrer aufreibenden Arbeit abzunehmen, soll jetzt auch der Phonograph in den Dienst der Telephonämter ge-»tclll werden. Ans dem Telephonamt Lützow werden jetzt die ersten Versuche gemacht. ES ist zunächst ein Phonograph ausgestellt worden, der sür den Fall einer LeitungSstüruug die Worte spricht: „Die Lei-tung ist gestört." Der Phonograph wird direkt in die Telephouverbittdung eingeschaltet und erspart so der Telephonbeamtin daS Lpieche». Wenn diese Versuche gelingen, werde» auch bald die anderen „Mitteilungen" der Telephonbeamtiunen, wie: „Be-setzt, bitte später rufen," ..Spreche» Sie noch" usw. durch de» Phonographen erledigt werden. Zn den großen Sälen der Telephonämter wird eS dann »och geräuschloser zugehen als bisher. In einem hohlen Baume gefangen. In Lonigo bei Mailand kletterte beim Verstecken-spielen ein neunjähriges Mädchen auf einen Maul-beerbanm. Beim Heruntersteigen stürzte die Kleine in den Hohlraum deS Baumstammes. Aus die Hilferufe, die nur ganz schwach aus den, Baum drangen, holten die anderen Kinder die Eltern des vernnglückten Mädchens herbei, welche sich im Ber-eine mit Landslentcn daran machten, ihr Kind aus dem Baum zn befreien. Man mußte den Baum nahe der Wurzel absägen, ihn dann vorsichtig um-legen und mit der Axt ein Loch schlagen, ehe man die Kleine aus ihrem seltsamen Gesängnisse heraus-holen konnte. Das Mädchen ist insolge deS anSge» stand?!«!! Schreckens erkrankt. Nummer 64 Deutsche Wacht Seite 5 Die Eröffnung der Turnhalle ist im größeren Stile geplant; es daben bereit« die Turnbezirke Marburg, Eilli, BoitSberg ihre Teilnahme in Aussicht gestellt. Windischgraz. (Truppen durchzug.) Am 17. d. trifft h er das 3. Landwehr Infanterie-regiment ein und wird bis zum 19. d. hier kanto-nieren. Am 18. d., am Geburtstage des Kaiser?, wird hier eine Feldmesie gelesen. ^2 Der aechte : Franc!* : Kaffee-Zusatz ist erkennbar ' FrtIiWtork# an dieser Kaffee-Mühle-Marke. z: Windischgraz. (Verschiedenes.) Die hiesige Naturalverpflegsstation wurde im heurigen eriten Halbjahre von fi:,9 Reisenden besucht. Die T'erpflegSkosten beliesen sich auf LL2 Kronen. Ar-betten wurden in drei Fällen vermittelt. Die leidige Ruhr hat heuer Windischgraz verschont. Äußer ein-zelnen leichten Brechdurchsällen auf dem Lande, wie sie sich zur Zeit der Obstreif« ja überall einstellen, sind biS jetzt keine ernsteren Fälle gemeldet worden. Windischgraz. (Das ist die wahr« Lieb« nicht.) Zn das Gasthaus „Zadruga", dem Narodni dom von Windischgraz, ist ein neuer Wirt «ingezogen. Dieser, bestrebt von dem Willen, in die melancholischen Hallen der Zadruga, in denen man ta^über nur daS Summen der Fliegen hörte, neues Leben hereinzubringen, ließ sich eine Vollblutslowenin aus Laibach Verschreiben. Mit neumodernem Hut und meumoderner Sprache zog die neue Heb«, die 26jährige Ämalia Aliö, im Narodni dom ein. An-sangSi bewährte sich die neue Kraft sehr gut, aber die Herrlichkeit sollte nicht lang« dauern. Dieser Tag« kam ein junger Bergarbeiter, der eben einen Erbscchaftsbetrag von 1024 K. beim Steueramt« de-hoben hatte, namens Franz Stinek in die Zadruga. Der jjunge Mann fand sofort Gefallen an »er hoch-luiige.n Hebe, aber auch si« war dem Jüngling nicht adholv», umsomehr, da sie sofort bemerkte, daß seine Lliestlaiche mit blauen Lappen wohlgefüllt sei. Nach dem »»ritten Liter war der Herzensbund geschlcsfen und oil« es gegen Mitternacht ging, zogen die beiden Arm in Atm in ein anderes GaithauS. Dvrt j-i'.jlte: Etinek auf dem Tische noch einmal feine Bar-td)uft durch. Diese Gelegenheit benutzte die AliL, um duvich schneiten Griff auf Rechnung der einstigen Morge;mgabe. den bescheidenen Betrag von 260 K zu sichh zu stecken. Diese etwas verfrühte Anmaßung bausmiünerlicher Wirtschaftsführung war dem Stinek, als sti'.cd am nächsten Tage fein Liebesraufch ver» flogen hatte, doch etwas zu stark und er erstattete bei serr Gendatmerie die Anzeige. Alis leugnete den behürdldl'.chen Organen gegenüber jed« Schuld und wies di»ie Verdächtigung mit Entrüstung zurück, abtr der neicumodelne Hut wurde zum Verräter. Dem Wachtmmiister siel die große Masche aus demselben auf unlnb siehe da, als man die Masche auftrennte, fanden i sich darin fein säuberlich zusammengerollt die ütfO ct.it. Angesichts dieser Tatsache änderte Alic ihr« Taktik und behauptete von nichts zu wissen, da sie belrirunken war. 5ie wurde dem Bezirksgericht «ingtlicfiesert. I«Zweckmäßige Düngung von Winter- raps. >. Bei einer günstigen Witterung keimt der Zv>llt«il:iapS (chon nach 3 Tagen und wird in den T rill reihe,heil schon nach 5 Tagen sichtbar. B«i dieser lichtn « Entwickelung ist zu seinem weiteren Gedeihen bie < ününzung mit wasserlöslichen Nährstoffen besonders vor«tteilhaft. ES wär« aber sehr gefehlt, w«nn w;r bet ei einer Volldiuigu.'g im Herbste «in« starke Etickstoftsss.Duugung zum Raps anwenden würden. i>ür dridiii Raps ist sie besonders gefährlich. Der Raps w> wächst d«i mildem Letter lange oft noch vor Sinter ir und überwuchert bei zu funk« Stickstoffdün-gong mimtt iraulartigen Blättern den Boden, wird zu üppig u und sängt dann bei einem starken, länger licginbettfccn Cckmeefall zu faulen an, welcher Vorgang sich schon von weitem durch einen penetranten Geruch kundgibt. Um daher diese Gefahr nicht her aufzubeschwiren. ist eS ratsam, gleich vor dem An bau nur wenig Chilesalpeter als Düngung zu ver wenden und zwar mit 50 bis 60 kg. sür ein Hektar, dagegen 350 bis 400 kg. Enperphosphat und 150 bis 200 kg. 40°/oige Kalisalze. Durch diese schwache Salpaterdüngung fördern wir ein günstiges schnelles Wachstum d«S Rapses, ohne denselben durch zu große Ueppigkeit über Winter zu gefährden und an dererseitts wild der eventuell beigegeben« Stallmist durch den Raps bei solcher «alpeterdüngung vollends ausgenützt. Sobald im Frühjahr das Rapsfel» be tretbar wird, ist der Rest Chilisalpeter, somit zirka 100 bis 150 kg. pro ein Hektar auszustreuen und möglichst bald adznegnen. Güterinspektor Alfred Pettcra. HOHEM! ZIGARETTENPAPIERE ; ZIGARETTENHÜLSEN - ScfuxifenSiA ; aufdieMnesseite einerSHeKerlsonespondemkarte I : FLOR-BELMONTE.WIEN IXi. : j und aufdiellückseite blos Ihren werten JTamen I j mit genauer/fdrwse. sonst nichtsSie erhalten • ; dann sofort ein efegantes "Zigarettenetui mit ■ ; FloF-Belmonte-3Sgar>ettenpapie/>undlülsen, ■ | gefüllt VOLLKOMMEN GRATIS rugescAtckt j Attersei. D i e Baronin und ihr Kutscher. Die dem hohe» holländischen Adel angehörige Baronin Van Cvehor» aus dem Haag, welche mit ihrem Kutscher nach Ostend« durchgegangen war, wurde beim Verlassen des Hotels von nachreisenden Verwandten ertappt, anf ein bereitstehendes Auto-mobil geworfen und in rasendem Tempo nach Hol-land zurückgebracht. Die Baronin hatte kürzlich von ihrem Vater mehrere Millionen Gulden geerbt. Schrifttum. Musik für Alle. ..DaS Nachtlager von Granada", Konradin KrentzerS herrliche Oper, ist soeben in dem neuesten Heft der Zeitschrift «Musik für Alle" erschienen. Unter den Romantikern der deutschen Oper nimmt Krentzer eine markante, eigenartige Stellung ein. In seinem Schaffen Weber nahe verwandt, uuterscheivet er sich von ihm durch daS dem Süddeutschen eigene Semitt. Gerade die Musik zum Nachtlager offenbart seine reiche, dem Volke gehörende Seele. Seine llhöre sind von un-übertreffender Schlichtheit, seine Arien von unge-mein vornehmer GemütStiefe, die unser musikalisches Gemüt innig berühren. Für all diese Vorzüge bietet daS vorliegende Heft die unmittelbaren Belege; es sei nur auf Stücke, wie: „DiS Gebet", „Ein Schütz bin ich", „Die Taubenarie" und „Schlummer-arie des Jägers" hingewiesen. Das Nachtlager-Heft, welches außerdem einen genauen textlichen Inhalt der Oper enthält, ist zum Preise von 60 Heller in alle» Buch- und Musikalienhandlungen, sowie direkt vom Verlage Ullstein u. Ko., G. m. b. H., Wten 1.. Rosenbursenstraße 8, erhältlich. EIN ZAUBER von Frische und Reinheit ist der mit Sunlight Seife behandelten Wäsche eigen. Sunlight Seile ist als absolut reines Erzeugnis hervorragend geeignet für alle Waschzwecke. sparsam in der grossen Wasche und unübertroffen zum Reinigen feiner Stoffe. LEVER & CO.G.m.b.«, WIEN llt. _L M Q/e&uvatök China-Wein«» Eisen. HjrfUn. AuMteUvnf Wi«n 1906 : SUmaprel« udj Ebrendiploa sur goldenen Msdftill«. KrHftiffnngMnlttel für Schwächliche, Blutarme nnd Rekonvaleezenten. — Appetitanregende«, nervenstärkende», blatTerbeeeerndes Mittel. Yorziifiiohtr Octehmsck. Ueber 7000 Irill. Gutachten. J. Serrmllo, to.k. Hoflieferant Trlcst-Barcola. KaaSich In des Apotheke« tn M*eeh«a: i« 1/j L i K 2.60 und ii 1 L > K 4.80, Anerkannt vorzügliche Grösste« Lager f6r jeglichen photo^r. Bedarf. Photoaraphisciie Apparate eigener nnd fremder Konstruktion. Ausarbeitung sämtlicher Amateuraaf-na Innen in muciem Atelier. Wir empfehlen, vor Ankauf eine* Apparates unseren Rat it. Ansprach zu nehmen. Unsere beliebten „AustriaKamern-und „Auatriaplatten" können auch durch jede Photohandlung bezogen werden. Preislisten irrati». Händler woll-n sich au unser Exporthaus ..Kn-mei-a-Indnstrie*, Wie» VII, wende«. R. Leciioer (Willi. Müller) k. m. k Hof-Msnufaktur für Photographie. Wien. Grahen 3» und 31. MEIN ALTER Standpunkt ist und bleibt der, dass es gegen Schup- ßUnbildung, vorzeitiges Ergrauen und Ausfallen der liare sowie überhaupt fttr eine rationell* Haarpflege kein hes^etos Mittel gibt als den weltbekannten Steckenpferd B ay-K u in, Maike Steckenpferd, von Bergmanu X Co.. Tetschen u/K. In Flaschen ä K 2 u. 4 erhältlich in allen Apotheken, Drogerien. Parfttmerien und Friseurge.chätten. ärztlicherseits mit Vorliebe eno'ohlen motoni; gegen cüa lntections-bBflkhcitsn; dem reinen flranitfel^en cotsprtngeod. Sei vieles Ep!d«H?!, nitiiU *« »roj Sol!>«cr u. ■liWrfdM»« Nch »«[nsttlit San alli OMg» Znrtciffn bei t jnbtU PPI bärtaMtgen (M|ai Berger'* Teerachwcfalselfe. Hl mtrtrr» X.nfrifti Borger'* Qlyzerin-Teereeife. Berger's Borax-8eif« ? ■2 t. euicabftfnt, Ctumwrf^TVff«, BR OnKjo Ctitf jeder Cert« ! «knrtfHi tSSKcffr» 70 Hell«, Neu: Berger's flOssige Teerseife •N »»tjiSal. Siifssg bti CanitianHrltci. », 8crtf4i)*« |Hri> aUftslarirn l ftl.ÄLd0 «eg'dlM Ht», " MMIi ver--»'« «fiten Ms O. 0«U * Cap (i?« Ctr nf Mi (tat b M« Mixn. BW# «KtJltnll«. srJ Zu haben in allen Iputlieken und einschlägigst] Gsschäftea. Stile <> Aktlenkapital: K 65,000.000* Reserven : K 17,000.000'— Zentrale In Prag. KommancHte In Wien. Rummn 64 K. k. Böhmische Union-Bank Filiale Cilli. Filialen in Reiche^b«*. Gabi»»«, Sau, Olmütx. Bielitt. Jilgerndort. Troppan, Kunabnrg, Brttnn. Ua«, Hobenelb«, Dorabir», Salabarg. Mibr. - Sehöaberg, Ne«tit»ebei», Gras, L«ob®n, Königiahof, KJag»»-fart, YUlach. — Kzpositareu ia Friedek-Miatek aad Braoaaa. Bnffbrftbnin» . ., aU«r d»n>ixescii!Mlichei> 7r-lu^itliti<,ne» and Erteilung diesieistplicher AnsVflnfte. An- und Verkauf T»n Effekten, Valuten, Münrsorten nnd Couponi. Tmlthrrnn« *e*rn 1' Tcrlnat. Hnlanteal» *n«ssihrun* *on B5r»«n-mistrAsrn. I'rbrrnnhmr *•« »>«1P*»1®*?™ *Ur Aushruahrunc und »frwal»«"»r UrlehnunK von »l>rtpapi«r*n-VrrmlrtuiiB ton Sieherhfluwhraiik• sftrhrrn (*»sfa.) Annahm« wn «eider» aur Vfrilnauni In» Han«»-k.rrfn. »der auf F.lnla*a-"®»hfr' Kreditbriefe auf sämtliche Haupt- und Nebenplätze de« In- und Auslandes. Kinderwagen Liege-, Sitz- und Sportin grösster Auswahl und zu billigsten Preisen im Warenhause Joh. Koss, Cilli. K. K. D FB1V. Lehens- nnd Awrteu^Verslcherun^MUltitof u,ter dem Protektorate Ihrer Kais, und Kon. Hoheit der Durchlauchtigsten Fran Erzherzogin Uisela. Genera -Repräsentanz für Steiermark. Kärnten, Krain Graz Murplatz 9 Versichernngskapital eine Vlertelmilliarde Kronen. Prämien-Reserveanteil un° Marbarg, RnrgpLta ». JOSEF KÖNIG, CILLI Nürnberger-, Galanterie-, Spiel-, Korb-. Taschner-, En Kro«. Kurz- und Wirkwarenlager En d.-aU. Reise-, Touristen- und Fischerei-Requisiten. Tennis-Schläger, Balle. Hängematten, Liegestnhle, Feldstockerl. Bade-Hauben, -Schuhe, -Schwämme, Schwimmgürtel. Liege- und Sitz-Kinderwagen. Massige Preise. «^sige Preise. ai L. *i l/..au»linn *«"»» aufhingen »on Bild«, Spiegel. I Sw Neuheit: KraftnaKen waadWhon»r et,. än«.«r-^au^^ flimmrr 64 Deutsche Wacht Seite 7 * ' v Ä E Oesterreichische Ganz'sche lektrizitäts - Gesellschaft Fernsprecher 122. m. b. H. Telegramme Ganz Klagenfart. Klagenfurt, Freudenbergerstrasse Nr. 2—4. Elektrische Licht- und Kraftanlagen. Grosaei Lager sämtlicher Installations-Materialien für elektrlsohe Anlagen. Dynamomaschinen Drehstrom-Slotore. Uebernahme von Reparaturen elektrischer Masohlnen. Leihweise Ueberlassung von Elektro-Motoren. Ausarbeitung von KostenUbersohl&gen nnd Projekten. Preislisten auf Verlangen. Herdsabrlk II. Koloseus Wels. Obcröstcrroi«!!». An Oftie nnd Uiitan|tfikirkill aiibartroffeie Herde io Kmall, Porzellan, Mllollka flr HaufchdUun^fn. HuieU, ReeUnrationen etc. Daaipfkoobaaltfea, tiankoctaer- und Gasherde, •««io Irischf l>anerbrai»d liefern alle Kunstdüngerfabriken, Händler, landwirtschaftliche Genossenschaften und Vereine. Vormerkungen zu Düngungsversuchen übernimmt und wirtschaftliche Ratschläge erteilt: Zentral-Bureau PRAG, Graben 17. w die beste Schuhpssia der Weit Auch Erzeugung der bisherigen weltberühmten Wichse ohne WM 8t. Fernolendt, Wien III k. a. k. Hoflieferant. Fabriksbestand 80 Jahre. Meiste Frau uud jede vernünftig« und sparsame Hausfrau verwendet anstatt der teuren Kuh-, Koch- oder Tafelbutter die bessere, gesündere, nahrhafte, ausgiebigere und fast um die Hälfte billigere „Unikum"- Margarine Ueberall zu haben oder direkt bestellen. Vereinigte Margarine- u. Butterfabriken Wien, XIV. Diefenbachgasse 59. von 65 K aufwärts. (Grösstes Spezialgeschäft in Fahrrädern und Nähmaschinen Cillis. lFahrräder TJ"" Siugep-Nähmaschinen Grosse Reparaturwerkstätte • 4 Anton NcgdT, Mechaniker, Cilli, Herrengasse 2 Alte Fahrräder Sämtliche Bestandteile. Lafucblänch«. Mantel, Sättel Pedale, Laternen, Ketten, Lager, Freilanfnaben, wrfcfrtien ninnAtaiiarht Pampen. Schlug.««!, Ventilschlanch. Griffe, Bremitsnninii, Lenkstangen, Glocken, — . , . wfweroen eingetauscht. . a. w. Ratenzahlung. E«i,t 8 5cnisrf|f Wackt ?hiwn>or 64 Alpen-Preiselbeereu ptima Ware, liefert jedes Quantum zu billigsten Preisen Louis« Säger, Cilh, Babnhofgasse 9. WOHNUNG Hauptplatz Nr. 1, II. Stock, mit 4 Zimmer, Dienstboienzimmer, Köche, Speisekammer, Dachboden u. Ke 1er-»nteil, ist sofort zu vermieten. Anzufragen b-i Josef Sucher, Häuser-»dminUtrator der Sparkasse der Stadt-gemeinde Cilli. Herren?asse Nr. 'w, werden bei einer gewesenen Lehrerin Kostkinder in gute Verpflegung and Aufsicht aufgenommen. Gesunde Wohnung, Hof und Garten zur. Benützung. Sehr gute Köchin neben Stoben- n. Kachenmidchea gesucht. Nur »ehr willige, die keine Arbeit scheut. Alter i?5—tu Jahre, die gesund ist nnd »o lon in besseren Hämern diente. Lohn ! >, Kronen. Antrüge mit .1 ihresa 'Ugnii-s ?n u d Photographie nach Cilli, Sparka&sa-g binde, .Stiege Kr. 2, I. Stock, recht«. Der VVohlfalirtsvereiii „Selbsthilfe" in Altrohlnu bei Karlsbad gewahrt beim Tode oder nach ÜOjJlhr. Mitgliedschaft UnferstAtzungen in der Abt. A (mit itrzll. Untersuchung) bis 60 >0 K, »> der Abt. B (ohne Cuter-suchoag) bis 3000 K. Eintritt erleichtert und billiger. Verlangen Sie d«?n neuen Prospekt! wird sofort aufgenommen bei Josef Heisner, Selchermeister in Cilli. 18707 für das Alter von 3 bis 12 Jahre11 zum Preise von K 2 bis 3 60 in grosser Auswahl im Warenhaus8 Johann Koss, Cilli* fienennass« Mr. 30 ist ein LOKAL für eine Npezorol-FUIrtle auf alti n Posten, mit Holz- und Kohlen-verschleiss, mit Gewölbe, Kabinet, L Kohlenkellein und Holziage sofort zu vorgeben. Schönes Zinshaus mitten in der Stadt Cilli ist sehr günstig zu verkaufen. Auskunft aus Gefälligkeit bei J. Sucher in Cilli. Jeden Donnerstag grosser Restenverkauf zu sehr billigen Preisen im Warenhaus« WaHrlick! hilft großartig als unerreichter „Jnserten-vLööler". Kaufe aber „nur in Flaschen11. Cilli: Anton Ferjen. Friedrich .Takowitfch. Milan Hofevar. Horvath k Loibner Anton Kolono. Josef Matic. Peter Mavdic. Gemischt-warengesebift Merkur Franz Pe?nit Max Banseher, Adler- Apotheke. Banzinger k Hönigmann. Johann Itavmkar Otto Sehwarzl k Comp. Apotheke z. Mariahilf. Josef Srimz. Gusta» Stiger. Viktor Wogg. Frau* Zangger. Frasalan: Josef Pauer. Anton Plaskau. Gonobitc: Franz Kupnik. Hochenegg: Frz. Zottl. Hraatnijrg: P. Bauerheim Josef Wonk. Laufen: F. H. Petek. Lichtenwald: Ludwig Smole. M.Tfiffer: And. Eisbacher. Carl Hermann. Moatpreis: M.Jaszbinäek. Ludwig Scherscherko. Obrrbnrg: Jakob Boiic. Franz Scharb. POltachach: Ant. Schweiz Prasaberg : Leop. Vukic. Budolf Peyed. Priatova : Ed. Suppanz. Marie Suppanz. Rann: Franz M&theis. Josef Bolcio. Johann Pinteric. Ursic k Lip'j. Sachsnnfeld : Ad. <>eiis. Adalbert Globocnik, J. Krassowitz. Vinzenz Kvedor. Aston Vodenik. St. Georgen : F. Kartia's Nachfg. J. Artmann. J. F. Scheschorko. St. Paul: N. Zauier k Sobn. Trifail: Franz Dezraan. Ivan Krammer. Josef Mahkovec. Josef Moll. Johann Malier. Weitenstein : Ant Jaklin. Josef Teppei. WöUan: Carl Tischler. Josef Wntti. Haus mit Gasthaus und Bäckerei im bes'en Betrieb, in unmittelbarer N&he von Cilli, ist unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen. Adresse in der Verwaltung dieses Blattes. Kräftiges Lehrmädchen der deutschen a. slowenischen Sprache in Wort und Schritt mächtig, vom besseren Hause und Voi liebe zum Hand ei ss land hat, findet sofortige Auiuabme bei Wilhelm Zottl, Gemischtwarenhandlung in Hochenegg. Eine schöne lichte WOHNUNG bestehend aus 2 Zimmern, Küche, Vorzimmer, Wasserleitung, ist zu vermieten. Anzufragen Rathausgasse Nr. 5. Möbliertes Zimmer separiert, »»bis, ist zu vergeben. Anzufrasen Scbulgasse Nr. 11, 1. Stock links. Wegen vorgerückter Saison werden sämtliche Schuhwaren zu tief herabgesetzten Preisen verkauft« Lager aller Grössen vou echten Goiserer und Touristenschuhe. Beste Ausführung nach Mass. Reparaturen schnell und billig. Bei auswärtigen Bestellungen bitte das Mass in Zentimetern anzugeben. Hochachtungvoll Stefan Strasek, Sehuh-Erzeugor, Cilli, Schmißdgasse. echt mit dieser ScbuUmiivke. >](* *b Itösler's Zahnwasser das beste für die Zähne. Ileberall ?>» haben. Eine Flasche 73 Heller. H Wohnung mit 4 Zimmern und Zu gehör, im 2. Stock, Hauptplatz 3, ist sofort zu vermieten. Anzufragen bei Gustav Stiger, Hauptplatz 19. erren-, Knaben- und Rinder-Konfektion modernste Anzüge, Ulster, Raglans, Firmungsanzüge, Stoff- und Waschko8tüme, Lüsterröcke billigst im Warenhause Alleinverkauf der weltbekannten Erzeugnisse von Sclmhiareo der Firma F. L. Popper, Chrudim im Warenbause Geld! Geld! Geld! bare Darleben au jedermann acch Itain gegen bequeme BatenrOckzihlung »es Wechsel, Schuldscheine etc. Kwinand wir! Abgewiesen. Finavzbttro Hugo Aeier, C he >» n i t z, Apollostraase 3. Freiuurh. D .amen-, Mädchen- nnd Kinder-Konfektion in grosser Auswahl. Damen-Lüster-Mäntd von 20 Kronen aufwärts im Waren hause „Kenrrl I Hm» «a At a Mcfc ti I—wkt. 4*6 Uh bot JACOBI ANTINICOT1M ZlgwItwMhw rnch«." Eups Adolf & Alexander Jacoti, fa R Bosnische Stoffe I in allen Farben eehtfärbig nur Heller per Meter im Warenhause gfll Mt S^riffhitung wranürortliA: ®uibo Schidlv. Drucker. B«rleg«r, H«rau»»eber, «creitSbuchdrucktrei .Eiltja" i» kiili.