Lmbachw Mtlmg. Nr. 53. Pränumeratioileprei» : Im Comptoir ganzj. ff. 11, l.^l!>j. N. 5.50. ssilr bie^llNellunss in« Hau? h.llbj.50 lr. Mit dcr Post „anzj. fl. 15, halbj. ft. 7.5«. Dienst^, 9. März Insertlonsgedühl b!« i« gellen: Imalüo li., »m.«!»lt., 3m. i fl.z sonst pr.Ztilr im. Slr.,3m. «lt.. »m. io lr. u. s. w. Inscvtirnssteuipel jedcem. 30 ll. 18«». Nichtamtlicher Theil. Die Landtage nn> >er Neichsralh. «Wien. Anfang März. Es sind nicht blos dic M^t ^ H ^^. „iedcröslcrrcichischc mit zu jenen sieben, Iiall'" ^"^ "^ ^'" Ministerium sind, bcharrlich fest-Mi, ^"l Rcichsgcsctz über das Schulwesen gcgcn- ^."' komme ihren Landtagsbcschlüsscn als svlchcn der vN'mig zu. Ueber die Schule selbst sind die sieben nun keineswegs im Einvcrständniß; denn die Land-lilif ^" ^^^^ ""b Kl'alu opponircn, weil sie der Geist» ^VUt mchr — die fünf anderen aber, weil sie der ,. ,^lchtcit weniger Einfluß auf die Schule cinränmen tw k ' "ls das Neichsgcsctz thut. In solcher Art wir-, duni Liberale und Clericalc zusammen; es muß um < l" Preis gemeinschaftlich durchgesetzt werden, theils, »nt '^' ^ltsgcisllichc nicht vcrinögc dieser Eigenschaft u lin Ortsschnlrath sitze, theils, daß cr auf jeden Fall ^ He t in der Hand habe, je nach dein Willen des ^sfcndcn Landtages. Um einen gemeinsamen päda-^Nchrn Grnudsatz, wie man sieht, handelt es sich dabei l^ ' ^^lübcr die Herreu einverstanden sind, das ist Wich Opposition gegen das Ministerinn,, Frontmachen siir^' ^" Rcichsrath, nnd am Ende ein Backenstreich die Vcrfassnng selbst. )tnn hat der niedcröstcrrci-^ ^nudlng allerdings anch einen Antrag gestellt, der j^' 'n Laibach noch in Innsbruck Aussicht anf land-rc-t . ^ustinünnüg l)at, näinlich nnf Einführung di-i„ ^' "u1)t dnrch die Landtage vorznnchmcnd^r Wahlen Pass Abgeordnetenhaus. Der Antrag will nicht recht "a k ^^ ^"^ andern Tendenz, die im Interesse der dcss ^ ^'°"t ll^cn den Ncichsralh machen hilft; in-rcill^ !^"'^ ^ Absicht dort anf eine Verstärkung des ^^^lhlichcn Ansehens gerichtet zu sein, während die M> ^'cm in der Schnlfragc offenbar anf eine Schwä-di^s^ ^^sclbcn hinwirkt. Mit anderen Worten: nach dllg - ^"^assnug hat der niedcröslcrrcichischc Landtag pc>, ^!,^ ^fcld vor — das andere aber hinter den Wa-d«s ^^^luit. Was soll nun das Abgeordnetenhaus, in slnlt '"^ ^'^ Fl'ngc der dircctcn Wahlen soeben in Ge-thj ^"er Iutcrpcllaliun gebracht hat, mit dieser cigcn-^ ,^)cn Art von Zwicgcspann anfangen? Dircctc ^tli ? .'"^ Umgchnng eines Landtages sind in 8 7 des Koch U^lM über die Rcichsvcrtrclnng vorgesehen, je-scl,d/'^' °ls Ausnahme für dcu Fall, daß der bctrcf-^>N ^"'^^3 Uch der Vornahme der Wahlen weigert. Ausnahme znr Regel zu mache», müßte man die Versassnng ändern; um !>ic Wahlordnungen der Länder umzugestalten, bedürfte man der Znstimmnug der Landtage, welche voranSsichtlich bei manchen derselben nicht zu erlangen wäre. Soll alsdann das Abgeordnetenhaus thcilwcisc aus dircttcn, thcilwcisc ans landtäglichen Wahlen hervorgehen? Zweckmäßig im Sinne der Einheit wäre das uicht. Ob ein System dircctcr Wahlen, das zwischen Landtag und Rcichsrath ein trcnnrn-dcs Princip einschöbc, eine moralische Verstärkung des Rcichsrathcs sein würde, darüber läßt sich streiten; daß aber ein combinirtcs Syslcm von zweierlei Wahlmtcn neben einander nicht eben eine verbesserte Einheit in sich schlösse, das liegt doch wohl auf der flachen Hand. Und darum von vermeintlich liberaler Seite ein Rütteln an der Vcrfassnng. au der schou vou ganz anderen Leuten gczcrrt und gezaust wird? Parlamentarisches. IVicn, 5. März. (Confcssioncllcr A nssch u ß.) Auf der Tagesordnung der hcntigcn Sitzung des conscssionellcn Ausschusses stand bereits die Gcsctzcsvorlagc, durch welche die Grundsätze des UnterrichtswcscnS bezüglich der Volksschulen festgestellt werden. Von Seite der Regiernng wohnten dicscr Sitznng bei Sc. Exc. der Unterrichts-.ninistcr Ritter v. Hafner, ferner Sectionschcf Dr. Glaser nnd Scctionsrath Herrmann. Anf Antrag des Abg. Dr. v. Fignll), welchen Abg, Groß (Wels) unterstützte, faßte der Ansschnß den Beschluß, ohne Generaldebatte und ohne vorherige Bestcllnng eines cigcn.n Referenten in die Specialbcrathnng der Regierungsvorlage einzugehen. An dei' Debatte über !> l betheiligtcn fich sämmtliche anwesenden Ansschnßmitglieder nnd wurde derselbe abweichend von der Regierungsvorlage über Antrag des Abg. Dr. u. Fignly, in folgender Weise formulirt, angenommen, „Die Volksschule hat znr Aufgabe, die Kinder sitt-lichrcligiös zli erziehen, deren Gcislcsthätigtcit zu entwickeln, sie mit dcn znr weiteren Ansliildnng fiir das Vcbcn erforderlichen zttnnlnisscn nnd Fertigkeiten auszustatten und die Grundlage znr Heranbildung tüchtiger Menschen nnd Mitglieder dcs Gemeinwesens zn schaffen." Auck über tz 2 der Vorlage entspann sich eine längere Debatte, jedoch wurde derselbe mit Hinblick darauf, daß cr mit § ^i dcS Gchtzcs vom 25>. Mai II^, wodurch grundsätzliche Bestimmungen über das Verhältniß dcr Schule zur Kirche erlassen werden, gleichbedeutend ist, schließlich nnvcrändcrt nach dem Wortlaute der Rc? gicrungsvorlagc znm Beschluß erhoben. Znni ^ ?', welcher die Gegenstände festsetzt, die an icder Volksschule gelehrt werden sollen, wurden mehrere Znsatzanträgc gestellt, indessen sämmtlich abgelehnt und der Paragraph ebenfalls nach der Regierungsvorlage genehmigt. Ebenso § 4, ,,„r nu„.oc über Antrag dcs Abg. Dr. u. Flgnly die Bestimmung, wonach der Üntcrrichts-mlnistcr anch dlc Einrichtung der Volksschulen nach Ein-vernchmnng der Anträge der Lauocsschlilbchörde festzustellen hat, gestrichen. (Der Strafftroccßordnungsausschuß) hat in seiner heutigen Sitznng die erste Lcsnng des Ent-wnrfcs einer Strafproccßordnuug für die im Rcichs-rathe vcrtrctcucn Königreiche und Länder beendigt. Wien, 6. März. (Sn bconiit <' dcs Vcrfas s nn göaussch us-s e s.) Anch in der gestern Nachmittags abgehaltenen Sitzung des Snbcomit'^ dcs Vcrfassnngsausschnsscs bewegte sich die Berathung über die galizischc Landtagsresolution, wie in der ersten Sitzung, mehr in den Kreisen einer allgemeinen Discnssiou. Wie bei dcu ersten drei Para» graphcn dieser Resolution, so wurde anch bei den nachfolgende» jedesmal znnächst die Anschanung des Abg. Dr. Zicmialkowski darüber ucrnommcu, welcher jeden einzelnen Paragraph zn begründen unternahm. Es wurde sodann weiter bei jeder Fordcrnng der Resolution in Betracht gezogen, ob die betreffenden Mo-dificationen der Vcrfassnng als allgemeine Normen für die sämmtlichen Kro»lä»dcr aufgestellt werde» können und welche Rückwirkungen es auf das Reich haben würde, wenn dieselben für Galizieu allein beschlossen würden. In dieser Weise wnrden alle Paragraphe der Resolution dnrchbcrathen, ohne, daß bis jctzt in eine Beschlußfassung eingegangen worden wäre. Bevor nnnmchr das Eomit'' in die Detailberathnng nnd Beschlußfassung nbcr die einzelnen Paragraph«: der Resolution eingehen wird, beabsichtigt dasselbe die Minister zn einer Sitznng cinznladcn, nm anch deren An sjchl zn vernehmen. Die Mite preußische Thronrede. Berlin, 0. März. Der Landtag wmbe socbcn mit folMldct-, vom Grase» Bismarck verlesene» Thronrede geschlossen.- ..Etlauch'c, edle >md gccliitc Hc>,e» vou beiden Häuser» dcs Laudtagco! Scinc Majcsläl l'cl König h^cn niir den Auftrag ;n crthcilcn geruht, diü Sitzungcn der beiden Hcwsrr dcs Lai^dtagcs der Monarchie in Allcrhöchstihrcm Namen zn schlicht». Dmch die Aevathiingc» und Ergebnisse dieser Session ist das Vertraue», welches Seine Majcslät beim ^mlll'lull. Per Uihilij^. Tc„.^cl wnrdc iu letzter Zeit über den Nrsprnng, die l»i^?^,und den Wirlnngskrcis der in R»ßla»d stark ">,d' ^^'^tcn politischen Scctc der Nihilisten geschrieben ^Ntrk! ^"'^cllichstcn Gcrüchtc circnlirtc» übcr dcrc» ^'csc/^ ""l) Absichten. Ein Pole, der in letzter Zcit ^^ '^"N'cich bereiste, dcr Landessprache vollkommen N'hn? war und mit ocm Niittelslande öfters in Äc-slc» ^ kam. die politischen Schriften dcr hervorragend-lie,,) ^^»lichtcitcn (welche sich junges Rnßland bcncn-en'ci,', ^lichailow, Pisarcw, ?lckrasow, Hcrzcn u. a., Ptts5„.^u»dlichcn Studium nntcrzog. ja mit einigen !'"'ftc , /"'^'Wc' theilt nns sehr schätzcnswcrthc Aus-'chc„ mit ^'^^^ ^'uc" dc»kc»dcn. gefühlvollen Mcip Der «>!"""' uiid Enllüstnng crfüllc» müfscn. '^schcn »!> i^^list leitet scincn Ursprnng ab vmu late,-".'^lichl^I .("'^,ls). Es erscheint zwar als cinc Un->' Das,!' l« cin Unding, daß cinc politische Partei ^ ist «' "^/hre Zl,k»»ft ans (»!!»,) nichts richtet, "asscn dc- "°? lo. Dcr Nihilismns, welcher in aller. s?>" ^hnna«?', " "'ssischcn Bcvölkcrnng scinc zahlrci-d. ' ^r .«,> ^"' bezweckt nichts anderes, als den Um-^ ^laal^" ,^'U'«crlichcn ^rdnnng nnd dcr vorhan-., dichten „ ^^Unngcn. ohne ctwas audcrcö als das H ^»dclt , M'"^! Der Nihilist, schreibt Pisa-cia?'"' riclu,t ., ^ '^'" bliebt odcr am gccignctstcn "' ^erechm, ^ ^ ""^ ^"' Persönlichen Willcn nnd u,g ^ hco^. innerlich noch äußerlich duldet der Nihilist cincn Lcnkcr oder Regulator seines Thnns nnd Handelns, cr sieht kcincn höheren Plan nnd kein edleres Zicl als das Vernichten. Dcr Nihilist blickt mit cincr gewissen hochmülhigcn Verachtung auf diejenigen, die höher gestellt si»d. hingcgcn läßt cr scinc Äiacht dcn ihm Untergebenen fühle». Er liebt nichts nnd niemand, weil cr cs als übcrflnssig erachtet, sich an jemand oder ctwaS zu binden. E-ci» Ey»ismus hat zwei Seiten, die innerliche nnd änßcrlichc, dcr Eynismns des Gefühls nnd Gedankens und dcr Ey»i fordeUichcu außerordentlichen Miltcl bewillig h^t. Sie wird l'ei der Ausführung des E.'atS mit ^wissendster Sorgfalt und Spa'simkcit zn Werke gchrn nnd die Notl,wc»digk'it der W-cderhclstlllun^ des Gleichgewichts der Staatseinnahmen nnd Aufgaben zur Richtschnur ihrer lnostigen Voil^gc» machcn. Dcn Dank Tr. Mcjcslät des Königs spricht Ihnen die Staats, cgieniug dafür uns, daß Sie dem Gesetze, dnrch welches die Auseinandersetzung mit der Sladt Franlfnit ain Ma,n gcordnct wild, bcicitwillig Ihre Zuslimnmng r, theilt nnd die Regierung daduich in dcn Sl^nd gesetzt h^ibcn, diese Angelegenheit ans ciüem von der Erörterung strciligcr Rechlsfiagen absehende» Wege zum Abschlüsse zu dringen. Dic-Poill'gm behufs Földerunc« der R'chtspflegc nnd der il^cchtSs.cmcinschast in allen Theilen der Monarchie haben theilw'.isc dic Zustimmnng der beiden Häuser gesunden. In Betreff weiterer, »lcich wünschcuswerlhcr Re-formcn darf dic Regierung für die nächste Session die Er^iclung eines alUcitigcu Eiuoelnehmci'S hoffen. Dnrch Ihrc angestrciule Thätigkeit ist es ferner möglich gewesen, namhafte Verbesserungen in der Gsctz. gebung für cinz^luc Piovinzcn hl.rbcizufül'rcn. Das Bestreben der Staatsrcgieruug, hi bei dcn Wünschen dieser Prov »zc,i eine mit dem allgemeinen I»tcressc vcrciii' bare Nncksichln^hmc zn Theil werden zu lassen, hat seitens beider Hänscr des Landlaacs bcrmlu'lligc Unterstützung gefunden. Wenn die Berathungen a„f dcm Gebiete dcö Unter' richtswesenS zu einem abschließenden Ergebnisse nicht gefühlt haben, so wird die Staatsicgiernn^ sich hicdnrch um so mehr veranlaßt finden, die Zeit bis zur nächsten Session zur weiteren Klärnng der Frage zu benutzen, mn demnächst mit cincr umfassenderen Vorlage an dcn Landtag treten ^n können. I» Bctrcff der Foltb'ldung unserer corpurativen OlgamsaUoncn hu die Staciisre^iernnz dic beabsichtigte Borlcige iniLnusc dicsc» S hinnit die Sitzung dcr beiden Häuser des Landtags für geschlossen. Das Duch Vllimcrs. ! Paris. 28. Februar. (A. A. Ztg.) Wir erhalten! die Probcbogcn des deninächst in Paris erscheinenden in den engen Rahmen des Dcspotismns; wcder der Wohlstand, denn dirscn kennen wir nicht; weder die Religion, welche bei uns keine moralische Macht, sondern ein administratives Werkzeug ist. Wir bedauern nicht wie dic übrigen Völker Europa'S, unsere Vergangenheit in Trümmer aufgehen zu lassen, darum ist unsere Zukunft herrlich und groß. Abcr mit dcm Vernichten des feit Jahrhunderten Bestehenden und Geheiligten gcht cs nicht so leicht, wen« dlte der Fremde lächelnd ein. — Leichter, Freund, als Sie es glauben. Nirgends hat der Nihilismus einen besseren und fruchtbarercu Vodcn, als eben im despotischen Rußland, da will ich Ihnen ein kleines Beispiel anführen. Palastrevolutionen sind bei uns an der Tagesordnung, das weiß dic ganze Welt. Gesetzt dcn Fall, er stirbt der Ezar, gleichviel cincs natürlichen oder un. natürlichen Todes; was ist leichter, als unter die rohe, aufgeregte Voltsmasse zu verbreite», die Großen haben den Ezar umgebracht (gedenken Sie noch an das Attentat des Kmalazoff?), m» die Leibeigenschaft und Knechtschaft dcö BaucrS zurückzuführen. In der Armee sagt mau wieder, cs haben dic Generale den Hospodar crmordtt, nm die Palti und die langjährige knechtische Dicustzcit. nach der sie sich so sehr sehnen, einzuführen; dann ist die Furie los und die Schrcckcnstagc dcr französischen Revolution werden ans dcm Gedächtnisse verschwinden! Der Bauer zittert vor dem Gedanken, dic Freiheit wieder zu verlieren, und dcr Soldat vor Paiti. Ob das heutige Nusscureich, ein wahrhafter Koloß auf irdcucn Füßen, berufen oder in der Lage ist, iu die Geschicke uud Umgestaltungen Europa's mit Energie einzugreifen? Möge sich dcr denkende Leser nach dcm entworfenen Bilde ciu Urtheil darüber bilden. (Deb.) Buchs von Emil Ollivier „Der 19. Januar," denen wir für heute dcn nachstehenden, auf die im Titel des Bnchs bezeichnete Episode des zweiten Kaiserreichs bezüglichen Auszug cutuchmcn. „Gegen Ende des December," so beginnt der Verfasser sein !3. Eapitel, „erhielt ich in La Moutte bei Saint Tropcz ciu Billet, iu welchem Graf Walcwski mich bat, mit ihm über die in dcr Geschäftsordnung dcr Kammer vorzunehmenden Reformen zu sprechen. Am 31. December war ich in seinem Eabinct. Dic Loyalität war dcr hervorragende Zug im Eharaktcr des Giafcn Walewski. Er war ein Ehrenmann iu dcr vollcn Bc-deuluug des Wortö i mau konnte fich auf sein Wort verlassen, uud wcm er die Haud eutgcgcustrccktc, dcr brauchte wedcr Doppclsinn noch Verrath zu fürchteu. . . . Statt mir vou dcr Geschäftsordnung zu sprechen, sagte mir Hr. v. Walcwsti: er sei mit mir überzeugt, daß daö Kaiserreich sich ohue Freiheit nicht erhalten uud bcfcsti-gcu köuue; daß dcr Kaiser, mit dcm cr in Eompicgnc lange Unterredungen gehabt, ebcuso dcnlc, uud daß demgemäß dic folgenden Maßregeln bcfchlosscu wordcu scien: Verweisung dcr Minister an dic Kammer als Regie» ruugscommissärc; dic Aufhcbuug dcs Staatsministeriums, oder vielmehr dcsseu Reduction auf das, was cs früher gewesen; dic Zurücknahme dcr Adrcssc uud Ersatz derselben durch das Intcrpcllalionörccht; ein Decret, welches uutcr Beibehaltung des gegcuwürtigcu Prcßrcgimc's die Unterdrückung uou Zeitungen von gewissen Garan ticn abhängig machte, wic z. B. die Intervention dcö Staatsraths." Ollivicr crwicdertc: daß dieses Programm hiutcr scincu Wünschen zurückbleibe; Walcwski abcr bestand darauf, daß cr doch bei Durchführung desselben helfen solle, „und um Ihucn die Füße iu die Schüssel zu stellen, werde ich Ihncu sagen (indem cr diese Worte sprach, bctoutc cr jcdc Sylbc uud sah mir ius Auge), daß dcr Kaiser mich beauftragt hat, Ihncu das Ministerium des öffentlichen Unterrichts anzubieten, unter all-gcmeincr Abordnung iu dic Kammer als Rcgicruugö-rcdncr." Ich nutwortetc ihm ohne Zögern: wenn ich in dic Geschäfte cintrclcu wollte, fo würde kciu Ministerium meinen Ncigungcn und mcincn Studien bcsscr zusagen als daö dcs öffentlichen Unterrichts, und im übrigen würde ich, wcuu ich cs für nöthig hielte, um mcincu Idccu uützlich zu sein, selbst dic Fuuctioncn ciues Fcldwächtcrs übcruchu'.cn. „Aber ich biu fcst cut-schlossen, nicht Miuislcr zu wcrdcn, und kaun Ihucn i mciuc Uuterstützung nnr als Abgeordneter zusagen, und 'dieselbc wird wirksamer sein als dicjcnigc, wclchc ich Ihnen als Minister lcistcn könnte/' Am folgenden Tag richtete Ollivicr daranf cin Schreibcn an dcn Grafen Walewsli, worin er, bei reiferer Ucbcrleguug, auch scinc Bereitwilligkeit in die Geschäfte eiuzutrcteu aussprach, abcr dafür drei Bedingungen anfstclltc: 1) Verzicht auf das Militärgcsctz, 2) Abschaffung dcs Art. ^4 der Verfassung und anerkannte Möglichkeit für cincu 'Minister, Abgcorduclcr zu bleiben; 3) Abschaffnng der willtürlichcu Gewalt iu Angelegenheiten dcr Presse, nnd !Gründung irgendeines gesetzlichen Regime's für dieselbe, j Er entwickelte dcS längeren di^ Nothwendigkeit dieser drci iPuuklc. In cincr ucucu Uulcrrcdung sagtc ihm darauf , Walcwsti: „Im Princip uchmc ich Ihrc Idccu an. Das Rcorganisationsgcsctz für dic Armcc ist bciuahc aufgegeben ; dcr Kaiser ist entschlossen, etwas für dic Presse zu thun; au Ihucn ist cs nun zu erlangen, daß cr viel thue und bis zum gesetzlichen Regime gehe; Ihre Gründe für Abschaffung dcs Art. 44 erscheinen mir gc^ wichtig, abcr ich glanbe nicht, daß es klug seiu würde, diese Reform als eine absolntc Bedingung aufzustellen." Graf Walcwoti fprach nun mit dcm Kaiscr, dcr sich einigc Tage Bedenkzeit und die Sammlung dcr Olli-vicr'schcn Reden ansbat nm dieselben durchznlcscn. Olli» vicr schickte sie, nachdem cr zuvor dic Stellen angcstri-jchen, die ihm die wichtigsten dünkten. Es wurde nuu verabredet, daß cr beim Kaiscr ciuc Auoicuz haben solle; aber schon am 0. Jänner schrieb cr an den Grafen Wa-lcwsti: „AllcS ist so offcn zwischen unS verhandelt worden, daß ich cö für mciuc Pflicht halte, Ihncu zu sagen, daß ich nach vielem Nachdenken und vielem Zweifel mich in Wahrheit nicht entschlicßcn tauu, dcm Kaiser bei dcr vou ihm vorbcrcitctcu Wandlung als Untcrrichtsministcr (daS wünschcnswcrthcste aller Ministerien) zn hclfcu. Iu meiner Eigenschaft als Abgeordneter werde ich ihm dagegen meine eifrigste Mitwirkung leihen. Wic ich Ihnen bereits gesagt, da ein Fachminis"rium leine Politik lcuuzcichnct, so ist mciu Eintritt m dic Gcschüftc uicht uuumgäuglich. Wcnn ich denselben ohne Nothwendigkeit vornehme, so würde ich scheinbar jenen Recht geben, dic mcin Verhalten seit mehreren Jahren dcm Wunsche znschrcibcu, Minister um jcdcu Prcis lind vou was immer zu scin. Die Uncigcuuützigkcit war bisher meine bcstc Waffc uud ich darf mich derselben nicht berauben. In dcr Politik entstammt die unwiderstehliche Gewalt mehr dcm Eharaktcr als dem Talcut. In dic-sem Sinn werde ich zum Kaiscr sprechen. Nach mehr-maligcn Aufschub fand die Audienz am 10. Jänner statt, deren Bericht Ollivicr durch cin lnrzcö Charakterbild deS Kaisers einleitet: „Mau hat sich eine falsche Vorstellung von der Person des Kaisers gemacht; man denkt sich denselben düster, unbeweglich, und so erscheint cr in der That bei den öffentlichen Festlichkeiten. In sclncm Eabinct ist cr ein andcrcr, da ist seine Physiognomie offcn, und ob- schon er nie eine gewisse Zurückhaltung, dic beinahe aussieht wic Schüchternheit, aufgibt, ist doch sein 6>N' pfang ciu herzlicher, uou cincr Einfachheit, dic gewinm, nnd cincr Artigkeit, die besticht. Er hört zu wic jemand, dcr sich das Gehörte ciuprügcn will; hat cr nichts scW'' gcndcs zn erwiedern, so läßt cr rcdcn; cr unterbrich nur, um in gewählten Ausdrückcu ciucu ernsten Ei»w>u, zu machen. Scin Geist ist durch kcin dickeS Vorurthcn beschwert; man kaun ihm alles sagen, selbst was gcgc>> scinc Meinung gcht, selbst dic Wahrheit, vorausgesetzt, da!! mau sich mitSanflumlh cuiSdrückcund mit ciucm sympathy schcn Gefühl für fcinc Pcrson. Scinc Sinueswcchscl, dicuicle' als Verheimlichung crschicncn sind, sind nur dic natiN' lichen Bewegungen cincr für Eindrücke lcicht cmpfäM'' chcn Seele. Man könnte behaupten, daß er mir dc«l Großcn zugänglich sci, wcuu cr nicht zuweilen das Eff^ volle mit dem Großcn verwechselt hätte. Scinc ^ schlüsse bilden sich langsam, und cs mißfällt ihm nich^ daß sic ihm wic einc Nothwendigkeit dcr Umstände aül-gedrängt wcrdcn. Wcnn man ihn nicht scheu mach^ würde cr sich an die Freiheit gewöhnen." Die Einzel' hciten sciuer Unterredung mit dem Kaiscr wiederhol Olliuicr nicht. „Als alle Fragcu erschöpft waren, sa,A nur dcr Kaiscr: Uud Sie? Es schciut, daß Sic nw in dic Geschäfte einzutreten wünschen. — Es ist wah^ Sire, und ich bitte Sie, cs nicht von mir zu verlange»'. Am folgenden Tag richtcte Olliuicr ciucn ^MI an dcu Kaiscr, auf welchen cr daö nachstchcndc cige»' händige Antwortschreiben erhielt: „Paris, 12. Jänner. Ich daukc Ihucn, utt"' Herr, für dcn Brief, welchen Sic mir gcschricbcu habc^ und der cin ebcnso wahrcs wie genancs Ncsunw lMp'^ Uutcrrcdung enthält. Unsere Unterhaltung hat mir de" angcuchnlstcn Eindruck zurückgclasscu, denn cs ist s"' mich eine großc Genugthuung, mit einem Manu zu red^' dcsscu crhabcnc und patriotische Gefühle übcr dcu klci^" Iutcresscu dcr Persoucn oder dcr Partei schweben. ^1 gleich entschlossen, die Bahn zu verfolgen, deren Zicl '" vor wenigen Monaten Walcwsti vorgezcichnct ha^ möchte ich noch mit Ihncn und iltouhcr übcr dic Ei»^ hcitcu dcr AuSführuug sprechen. Glauben Sic sichert' daß, was lnich zurückhält, nicht dic Ungewißheit, ü^ cinc lccrc Eitelkeit auf mciuc Prärogative ist, sonvc^ dic Furcht, mir dic Mittel zu bcuchmcn, um iu dics^ vou so ucrschiedeucn Leidenschaften durchwühlten LM dic moralische Ordnung, dicse wichtigste Basis ^ Freiheit, wicdcrhcrzustclleu. Was mich bezüglich ci'^ Gesetzes übcr die Prcssc beunruhigt, ist uicht dcr P>'"','' l dic Kraft zu findcu, wclchc strafcu wird, sondern t> l Art in einem Gesetze die Vergehen zn dcfinircn, liM ciuc strafe verdienen. Dic gefährlichsten Artikel kiin^ jcdcr Verurthcilung entschlüpfen nnd dic unbcdculcndltc dcr Strcngc dcö Gesetzes verfallen. Hier ist immer t" Schwierigkeit gewcscn. Dcsfcnnngcachtet, um anf ^'^ Geister dnrch cutschcidcndc Äiaßrcgcln Eindruck zu ma^" möchtc ich nnt ciucuuual dasjcuige errichten, was >^. dic Krönung dcS Gebäudes genannt hat; ', möchtc cs thun, um nicht mchr darauf zurücktoni»^ zu müssen, denn es ist für mich und namentlich fiU'^ Land von Wichtigkeit, dcfiniliu sixirt zu scin. 6^,'! nothwendig, entschlossen das Zicl vorzuzcichucu, das ' crrcichcn will, ohne dcn Anschein zu habcn von I^. zu Jahr zu Zugestäudnissen getrieben zu werden, de" mau fällt immer, wic Hr. Guizot gcfagt hat, anf ^ Scile, auf wclchc man fich ucigt, und ich will aust^ nnd festen Schrittes gehcu, ohuc bald uach rcchtS "^ bald uach links zu schwaukcu. Sic schcu, daß icl) "> großem Frcimuth zu Ihnen rcdc, denn Sic habe" >" cin volles Vertrauen eingeflößt, und mcine Eingcl'i»^. wcrdcn mir immcr um fo bcfscr crschciueu je inchr ^ l mit den Ihrigen übereinstimmen werden. Glauben ^ l au meinc Gefühle. Napoleon-, Drr Ausstmld aus dcr Ml Culw, welchen einc Reihe uou Telegrammen bcrcils als sc'"^, Endc nahe bezeichnete, scheint »ach der lltzlcn amelu ^ schen Post noch immcr cinc bcdcntcndc AusdchiNl"^ ^ l,abcn. Officiell wiid cingestandcn, daß dic I"!"''^. tcn Herren dcs ganzen Gcbictes um Puerto P'^'H mit Ausnahme der Hauptstadt selber, sind. Son>t ^ die Regierung nichts verlauten; bezeichnend >>l/6 ,-cß> daß der Gcncralcnpilan Dulcc die Amnestic, die ^ ^ und Versa,iimlungsfrcihcit wieder aufgehoben h^t' „s dcr Nähe uon Eolon habe» die Aufständischen M ^< Führung mrxu-auischcr Officicrc gozcigt. In dcn <-' ,y Gebirgen sollen 2000 Vl'ann das Zeichen zum AlM^^ erwarten. In Trinidad hatte dcr amerikanisch'-' ^ ,^c' sciu Amt aufgegeben und sich dcn Insingü'tcn/ ^ schlössen. Die amerikanischen Untcrthancu in ^'^'^^c»' hallen ihrc Rcgicruüg um cin ltriegssänff '" ,,!cü' Schutz angcgangcn, aber abschlägigen Äcschcid l"l>^'^ l In Puerto Principe droht eine Hungersnolh ""^ ^ f chcn, und im Hospital vou Nucvitas liegen ü^ .^ ftcdcrlranlc Soldaten. Iu Santiago war die ^ ^ misgebrochcu, und bci Espililu Santo hatte c^^» sammci'stoß zwischen 5cn Insm'gcntcu und dcu ^^d".! Tllippcn stattgefundcu, bci welchem erstere dcn ^^ i,i uontrngcn. Bc;cichnc!'d fiir dic Zustäudc aus Zll' übrigens folgende romantisch.'Geschichte: Scno ^gv, dama, dic junge Tochter cincs cnbanischc" ^.^i^ wohntc in dcr Loge ihres Vaters einer Theatclvo > 389 , als zufällig das cubanischc NcvolntionSlicd gesnn- « > Winde, Da bemerkte man ai, dcr linken Blust dcr scl?' ^^'"^ ^ amcrikanischc Cocardc mit der Um- ,, 'l,' ,,^'ange lelie dic Ncpndlit' Lnda", und biach '' el'."" wntticnden Aeifallcstnim aus. Dic Dame mi« k^' >'" ^'^ dankend zn ocineigcl,, als ci»e Kngcl dem Neuoluer einct« Spaniers ihrcm Lben cinZicl I^ic. Dcr Spanier wnrde sofort uon cincm Amcrila- >, ^ ^ ^'^ ^^^ "^^' Scnorita Aldama innchalle, '"Ngcschosscn, ni,d bald wlir das ganze Theater cinc ccnc dcr s,,ößtcn Berwiirnng, als spanische Tlnppe» nhicncn, in das Gedränge hincinfencrlcn und liald daö "-^citcr ränintcn. Die Znllilt5rcl»c des Präsidenten Vrant. Der Telegraph hat bereits einige Stellen aus dcr "u 4. d. Bl. in Washington bei dcr Vccidung dcs Gc-l'erals Grant als Präsidenten gehaltenen Antrittsrede ^selben mitgetheilt. Wir glauben den nachstehenden -"Atlant dieser Rede des besonderen Interesses wegen '"Ulhcilcn zu sollen: ^ ^ „Mitbürger! Eure Abstimmung hat mich zum ^l'äsidcntcn erwählt. Ich habe den von dcr Verfassung "Mschrickcncn ^id ohne inneren Vorbehalt geleistet, lu>l dem Entschlüsse nach besten Kräften alles, was mci-^ Amtcs isl, zu thu». Die Verantwortlichkeit meiner ^tcllimg fühle ich, doch ich übernehme sie ohne Furcht, ^ Amt ist mir ohnc mein Zuthun übertragcu. Ueber '^wichlig^,, Fragen beabsichtige ich jederzeit dem Con-^lß meine Ansichten anszusprcchcn. Wcnn ich es rath' '""' halte, gedenke ich mein Veto cinznlcgcn, um Viaß-s^ü', gcgcn welche ich bin, abzuwenden, doch ^sM, f^^, ^^-^ ^1 cmpichlcu, welches mit dem ^ltowillen in Widerspruch steht. Gesetze siud besli.nmt, g> . ^llc zu herrschen. Sowohl übcr diejenigen, deren ^lfall sie haben, als über diejenigen, welchen sic wi-,^>ttcbcn. Ich kenne keine Methode, die Zurückuahmc schäo-^icr Gesetze zu sichern, w.lchc so wirtsan, wäre, als ^>'alic Dnrchfühvnng derselben. Viele Fragen werden '^ U' den nächsten vier Jahren erheben. Es ist wün-^"üwcrlh, daß sie mit Nnhc, ohne Vornrthcil crwo-^ wcrdcn, da das größte Gnt dcS Vollcs uud die ^hrzahl desselben aufs innigste davon berührt wird. ,, ^s beansprucht Sicherheit dcr Person, des Clgcn- >l»>,s, ^. religiösen uud politischen Aieinnng überall ll ^ande. Alle Gesetze, welche diese Absicht fördern, wcr-^ do>, illir nach besten Kiäslen unterstützt wcrdcn. Zin 'uinung dcr Union hat ein.' große Staatsschuld auf-^'winincn wcrdcn müssen, dcrcn T>lgung zugleich mi! l Nilckkchr zur Mctallwähruug, sobald dieselbe ohnc , ^"biglmg deS Landes erfolgen kann, ins Angc gefaßt ^M muß. Um dcr Äiationalchre willen sollte jeder „^lar Ncgicrungsschuld in Gold bezahlt wcrdcn, wcnn m^ un (^ontractc andere Vcst,mmungcn festgesetzt sind. zi °^ inan nnr wissen, daß anch hinsichtlich lcincs ein-sj.^" ^I'cnnnigs der Staatsschuld cinc Repudiation statt» ^, ^' so wird das schon viel zur Stärkung des Staats->^s s bcitlllgcn, wclchcr dcr beste in dcr Wclt sein l>ii>-' ^'"b es wird uns schießlich in den Sland setzen, >^ ,^ch>Ud durch VondS zu ersetzen, für welche wir ^'^^ Zinsen zahlen als wir jetzt zu zalilen haden. s, ^' soUcn cinc ehrliche Erhebung dcr Steuern uud dc»"^ ^echcnschaftöadlcgnng an das Schatzamt für je ll, °^" uud die größtmögli ch st e C i n s ch r ä n-d„/6 in dc„ Ausgaben kommen. Wer zweifelt Kl,?"' ^^ cs thunlich scin wird, jedcn Dollar abzu->by ".' l'nd zwar mit gioiMer Geqnemlichteit als jetzt, ü,^ '!' sin- unnützen L»j,nS zn zahlen haben. Dei dar-^lis^ ^"dc Verl^hr muß w,rder gehoben und dic In-^,,.'° crmuthigi werden. Die jungen Männer dkscs tiy„ ^ habcn ein bcsun'crcS Iütocsse daian, die Na-tc»tz ?'^ anfrcchtznerhaltcn. Aügclll'lickc des Nachdcn-bc« 3'" unseren tünfligcu ycbictcudcn ^inslaß untcl stcr», "ioncn solllen sic mil Naiionalstolz begei« tilgt' ^" "clchcr Weise dic öffcntlichc Schuld gebe,, 's,°'c Mclallzahlung wieder aufgenommen nicr 9ikßt . 'st "icht so wichlia, als daß dcr Plan dazu ^lhrw ^ Geeinigte Eulschlilßung zum Handeln ist dc!,^erth, ^ls gcthcillcr Rath über die Art des Hau-jcht,', ^>>,c Gesetzgebung über dicftn Ge^cn,tand mag d°ch seicht nicht nolhwcndig noch scldsl ralhsam scin, iüi ^ wird cs wc,dcn Sobald das Gcsctz übc.all del ili ?,^ '" "oller Kraft wiederhergestellt uuo lcr H«n° ^c>nm ' .^wohnlcs Geleise acdracht ist, wird cs mcm sl'l ^/^" W", die Gesetze gcticnlich nn.'znfühlcn und sor^ ^^lmäßi^^ Erhebnng aller Staatseiuuahmcu zn ^^mie ^ "crde „ach bcstem Elincsscu !,nr solche ?"'l»'tt -^""cn welche zur Ansführnna di.ses Planes ftti^e ^' V't'cffö der an^wärligen Polilit bead. " ^ici,?. «? den anderen Nationen auf dem <5»kc °"«" uca^^igte.t zu vettehven, w.c sic Prioatpcr« , " »csi?, ^'"""der bcobachlcn müssen. Ich beabsichügc "°gcn s^^l, Sch,,^ ^^,„ h,^. ,^l,!icnden Äürgcrn, !>" ^wnlii,^'"A^'°lc"c oder vou fremder Ablu»fl sci", i/ ''Ncnd'di.^^^ °'^"d 'hrc Rechte gesäh'dcl sind, «7 ^'cNcclu. !) '^c unseres i^ndcs weht, bcabstchügc !^^dre ei. ^ '^"" '^'°^ten, doch g'c.chc Achtung ^'lltt dc« m" ä" fordern. Wcnn andere von dic- "crlchrs mit uns abwcichcu sollten, so können wir veranlaßt werden, ihiem Vorgänge zu folgen. Die angemessene Gehundlnng dcr Indianer verdient die sorgfältigste Erwägnng, Ich beabsichtige jedes Vcr< fahren zu begünstigen welches ihrc Cwilisirung, ihrc Octchrnng zum Christculhum und schließlich dic Vcr-lelhuüg des Büigclrechis an sie znm Ziele hat. Ich hoffe und wünsche die cndlichc Annahme deS Amende' mcnts zur Constitution, wodurch das allgemeine Stimm-recht gesichert wird. Schließlich biltc ich darnm, daß iin ganzen ^audc ciucr gegen dcn andern gcduloigc Nachsicht üde uud daß jeder Bürger dcn festen Entschluß fass/, scin möglichslcs zu lhlin, nm das Glück dcr Unioil zn befestigen, und ich stehe zu Gott, daß er sc.ncn Sc-gcll dazu gcbc. Oesterreich. Wie», 0. März. (Die Abberufung dcS Herrn v. Useoom uon Florenz) erregt aller-wärts das größte Aufsehen; doch scheint man in Vcrliu gute Gründe zu habcu, dcn Schleier nicht zu lüften, wclchcr die Motive dieser Abberufung noch bedeckt. Der N. Fr. Pr. geht über dicsc Angelegenheit cinc Version zu, dic viel für sich hat uud zugleich die Beziehungen zwischen Frankreich und Preußen illnstrirt. Vor einiger Zcit nämlich soll der französische Minister des Allöwär-ligcn, Hcrr v. ^avalcttc, clue Gclcgcnhcit wahrgenommen haben, dem preußischen Geschäftsträger in Paris, Prinzen uon Solms, ziemlich uuucrblümt zu crtlärcn, daß Hcrr u. Uscdom in Florcnz eine Fraullcich sowohl als dcr ilalicuischcn ilicgicruug durchaus mißlicbige diplomatische Thätigkcit entfalte, ^aualctlc hob hervor, daß Uscdom nicht uur ciuen Oesterreich, soudcru auch ciucu Frauk-rcich feindlichen Einstnß ausübe, sowie er auch durch seinen Verkehr mit dcn Koryphäen dcrActionspartci der ltalicnischcn Regierung mannig,ache Verlegenheiten bereite. Als dcr Prinz von Solms dies bezweifelte uud vou fal-scheu Gerichten sprach, berief Lavalette sich auf eine ganze Rcihc von Berichten, welche dicsc Thatsachen erhärtende Mitthcilnngcn enthalten, und schloß mit dcr Bcmertung, duß unter solchen Umständen dic fcrucrc Anwesenheit dcö Hcrrn v. Uscdom in Florcnz auf die gutcu Beziehungen zwischen Paris uud Berlin nur com-plomittireuo zurückwirken könne. Daraufhin wäre in Berlin die Abbcrnfuug Uscdom's beschlossen worden, uud damit mau in Paris ja gewiß jcdcn Verdacht fallen lasse, wurde Hcrr 0. Uscdom uorlänfig aus dein diplomatischen Dienste gänzlich entfernt und zur Disposition gestellt. KMSneuiglmtm. — (D c r S u p c r i lit >! li d cut dcrWicucr Uliita-rischcu Gc>ncl,idc), Hn'r Forstinr, i>! vom Prcsbylniinn nsilcht wordrn, während dcr Dauor einer gegen ihn wegen Uu-sittlichtcit cingclcltct:n Uütcrsnchuli^ sich all,'r gcisllichen Fanclio-licn zu enthalten. — (Sch nee sl ucm.) Fast aus allen Theilen vei Monaichie wild gem^l^t, daß am 2. u,id 3. d.M. ein Stuim wüthete, der eine vrdeulendr Kellte u>'d Schnee brachte und namhaften Schaden aniichtele. — (Für die Hinterbliebenen dei „Na-dc^lu.") Dci üslcrrlichische palliotische Hillöuelcin in Trieft hat in der am 2. d. Hl, aligthallenen PllNalsijMiig beschluss.n, für die Ops^i dei Katastiophe del Fc,gatle „!)ia-. del;ly" nicht nur einen Theil der vorhandenen Mittel zu uenvcnocn, sundern zu diesem Vehuse auch eine specielle Sammlung einzuleiten, dercn Ei-qednih abgsooderl verrechnet und ausgovilsen u»d ausschließlich für dcn obenel-wähnlcn Zwect verwendet weirrn wird. — (Uebel den Einfluß des Grafen Vi>?-niarcl) cizählt die „Tagc^pcst:" Allslilig wollte man, als cs sich um die Entschädigung an Flanifült handelte, daß dcn Fcankiullcrn drei Vtillionen gegcven werden. König, Augeoldültenhalls u»d die Slact F,a»Iiult stimmten sllosl darin übereil,. Aber Graf Nismarct, w.lcher die Stadt Fcanljmt üdeihaupt und namentlich seit seiner Anilnsenhril als Aunde^taaMitglieo glimmig haht, sllüudte sich aus allen Kcäften gegen die dni M'llwnen uno drohte mit sei-nun NucttrNt. König Wilhelm b.fand sich nun in einei eigenthümlichen Lage. Der Stadt Frcu'tsmt woUte er die dlci Millionen nicht verweia/ln, w»il er die Gerechtigkeit dieser Fordeiung einsah. Aus Staatsmitteln durften, abet die drei Millionen nicht gezahlt weiden, weil der allmächtige Vismarct ls nicht wollte. So zahlte der Koma, di« dritte Million aus semer Piivatcass,'. — (Das S t r a sjc li ft j l ast c r g c st n h l c n.) Vor einigen Ta^cn fing fliih Morgens ciu nillielannler Man» in einer dcr noch nicht mit Namen versehenen, aber bereits geftslasttrtcn Straßen vor dem Nosenihaler Thore in Berlin in emsiger Hnsl cm, daö Pflaster nnf;nrcißen. Diichl lange nachher fnhr ein Wa-gcn an die ansgerisscneii Steine nnd d^r Führer dcü isespannö lud dicic ans. Beide cntfcrnwl sich mit dnn lielaoenen Wagen und dcr^liigr, dcr die Steine aufgerissen, dirigirle den Kutscher vor ein Grundstilct in Mr Gegend, wo Steinsetzer mit der Pfla-slcrmig des Hofes beschäftigt waren. Hier bot er dem Polier dic Steine zmn Kanfc an. Ta dieselben jcd ch dem Sachuerständigcn zn lhencr waren, er anch mit cincin Uuliekanntcn ein derartiges Gcschäst nicht eingehen mochte, so eiitfcnilc sich der öuecnlant, ohne zurilcrzlitchren. — (Lamartine'S V c st a l t nii g) Mittwoch Nachmittags gingen die sterblichen Uehcrrestc i!a>nav!inc'<<, dic bereits am Morgen in einem geschlossenen Wagen nach dcm Lyoncr Bahnhof gebracht wurden waren, auf der Eisenbahn nach Macon al>. Eine große Anzahl uon Verwandten nnd Freunden deS Verstor-Iicnen hatte sich ans dem Bahnhöfe ciugefiinden, nm dem Dahin-n/schiedenen die letzte Ehre zu erweise». Unter den Anwesenden wnrrltc man Emil Angier, 'Henri Martin, Garnier-PagcS, Glais-Bizoin, ^. Ratiöbonne:e. Mit einen, frilhcren Zuge war eine der Nichten oeS Verstorbene», dic in Macon ansässige Gräsin dc Picrrccloö, in Begleitung uon E. Olliuicr, Victor dc La-prade und Edmnnd Tr^icr abgefahren, um in St. Point die nöthigen Vorbereitnngm zum Empfange dcr Leiche zu treffen. Mit dem Lcichciiznge selbst gingen der Ncfft Lamartiiic's nnd einige inner alten Frmnde. Doiiucrötag lain dcr Zug in Macon a», uud von da sollte die Leiche nach dcm U0 Kilometres entfernte» St. Point gebracht wcrdcn, Tcr Trauer,,otteSdicusi findet in der llriuen Kirche uon St. Point statt. Auf dcm Fricdhufc drö Dörfchens ist die Familiengruft, welche dic sterbliche» llcberrrstc der Mütter, sowie drr Gattin nnd der Tochter Lamartine'« birgt. Dcr Leichmzug hält - wie das „Journal de Debate." dem wir dicsc Einzclhei cn cntmhmeli, berichtet — unterwegs am Schlosse Monceau au, dcm riebliugsanscnthalte dcö Verstorbenen, dort. wo er am Eingänge einen Brunnen hatte errichten lassen mit der Inschrift: ,,,X <>m !,nil ü «<» zo!<. ^. ^ ll.^v,'." Auch dic bcidc,! Allcu, die bcc>itS seit 35> Jahren in Dicnstm Lnmar-tine's waren, bcfindm sich nulcr dc»c», welche ihrem Hcrrn das Gelcitc bis zur letzten Ruhestätte gebe» — Nie der „Figaro" versichert, hat Lamartine den, zahlreichen Snbscril'enlen feines' ,,<^mn'8 do lillöl-ütui-o" ein Zeichen b?r Dantbarlcit filr ihre An-hiinglichfci! in Form rincs 300 Zcilcu starlen Gedichtes hinterlassen, dns uuu uach scincm Todc nntcr dcm Tilcl: „<".!»l»!l cl» <-)6l!«" (dcr Schwanengcsang) erscheinen wird. .. (Die Eiuillistc dcr Königin Victoria) belauft sich auf N«5.000 Pfuud Sicrliug per Jahr. Diese Summe erhält sie jedoch uicht alljährlich ausbezahlt, wie aus der Natur dcr scchö Classe», i» welche sie zerfällt, hc'vorgeht. Elasft I re« präsentirt deil allmonatlich i» dic köliigliche Priuatschatulle ge^ zahlten Betrag uou 5000 Piund Sterlina oder 00.000 Pfund Sterling pcr Jahr; Classe II wcist ^l.2«0 Pfnnd Sterling jährlich filr Gehalle uud Pensionen der gegcnwärliqeu uud frithe-reil Vedieiistclcii des tijilialiche» Haushallcö aus; Classe III mit 172,500 Pflüid Sterling dient zur Deckung dcr königlichen HauS-haltslostcii; Classe IV dient fast anoschlichlich zu wohlthätigen Zwecke», und voll dcm Gesammtbetragc, pcr 1žj.00l> Pfund Sterling werden 9000 zu dcn sogenannte» „Noyal Bounty Grants" verwendet, welche unter dcr Verwaltung des jedesmaligen Premiers stehen und bedürftigen Schriftsteller», Vcrwandtcn von verstorbc> »en Officicre» und uni deu Staat besonders verdiculcu PersoNeu zugute lommcn. Vou dcr uämlichen Classe stammen auch die 200» Pfuud Sterling jährlich hcr, wclchc dcr Vischof uou Orsord als Lord Groß-Almosenier au Almosen vertheilt, und ferner die Summe von 1200 Pfuud Sterling sllr Pmsioucu an bcoilrstige Damcu, dcrcu Vergebung dcr Gemaliu dcs jcdcsmaligru Premiers oblicgt; O'lasse V uuifasjt Pensioneu an vcroiciitr Gelehrte »lid andere nm das Vattrlaud desondcrS ucrdieute Personen. Die letzte Clnssc mit 8040 Pfuud Slrrliug dient als Reservefonds für die vorhcrgchendcu, —- (In Nussisch-Polen) greift der Hungertyphus mehr und mchr um sich und hat auch im Gouvernement Wilna bereits cmr,, ausleckenden Chcnaltec angenommen. Ur'ache der Noth sind die schlechten Ecnten un^ andere wiithschaslliche MWaude, diese aber find zum größten Theil durch das rnclsichtslose 3lussificiru»gssysl und man habe nichts !: In Lud' liü ist eine Commiss'on zur Untecsuchuna des näheren Thatbestandes der Flucht des Pralatt:! Sosnowsti cingcseht worden. Medrece Pelsonc» sind, als der Unterstützung dieser Flucht verdächtig, bereits ringelnacht worden. (5ln russischer Polizeicommlssär hat sich incognito nach Lemverg begeben, um daselbst witcle auf diese Flucht bezüglichen Daten aus-zusor scheu. ___ Gin Statthalter an einen Grzbischof. Senuor Jos^ Peris y Valero, Gonoerucnr dcr spanischen Provinz Valcnzia, richtet au dc» Erzbischof der Stadt Valeuzia eiu höchst energisches Schreiben, woriu er sich ülirr das Treiben dcr Psarnr bctlagt, „die von dcm Lehrstuhlc des heilige» Geistes, deu sie iu eiue Deuiagogcn-'Triliüue verwandelt habe», her-uutergesticgeu siud bi.« zu dcm häuslichen Herde, um das religiös: Gesilhl dcr Glänbigcu durch boshafte Auslcguug dcr Hand-luugcu nud Gcdanten dcr Negieriing zur Empörung aufzurcizeu." Im iveitcre» Verlause des Actenstitckes heißt es: „Es ist nöthig, daß die Kanzel uicht zur Triliiine werde, sondern bleibe, was sic sein s^ll: ciu Lehrstuhl, oo» wo herab das Volt iu der evangelische» Wahrheit, »icht aber im Ungehorsam gegen die Rc-gieruua. untcnichtct werde." Der Statthalter habe geglaubt, daß die Priester, ergebeu dcil Vorschristc» ihres g^istlichcu Oberhauptes, nicht das scandalöse Schnuspicl off/ilc» Uügehursnms gebcn würden, aber dcm sei leider nicht so; ja uoch mehr, der Kirchensürst habc „trotzdem weder Befehl, uoch Warnung, noch irgend welche gütliche Mahnung erlassen, um diciein'sM zn ihnr Pflicht zurilckznwciscn, dic sowohl 390 <Ü8 Minister riueS Frudeiisgotlcs, wic als Priester em« Religion der Eintracht sich gegen dieselbe versündigt habcu." Der Statthalter sieht sich i» stolge dessen genoihigt, sich aller ferneren Rücksichten siir enthoben zn crtlareu, sallö nicht der Erz-bischof selbst denen Einhalt thut, „welche dic Kanzel in eine Tri-bllne schwärzester Vcrlcuttlduugeu und staatögesährlichstcr Wühlereien verwandeln." ____________ Locale s. Gurkfeld, 9. März. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin pas-sirlcn f>cslcrn auf der Ncise von Ofen nbcr Steindruck nach Ägram die Eisenbahnstation Vidcm-Glirlfcld. Ueber Anstichen der Bingercorps vom benachbarten Gurkfeld, dann Landstraß nnd Nudolfswcrlh war denselben von Sr. Maicslät allcr^iädicist bewilligt worden, sich in der Station aufzustellen, und cin tnrzcr Aufenthalt dcö Hofrcisczna.es daselbst bestimmt. Pöllcrsalvcn nnd Frcudcn-fcucr auf den Veiten des Savcthalcs verkündeten um ? Uhr ü Äiiu. das Herannahen dcö Hofzngcs in die Station Bidcm. wo dic vereinigten Bürgcrcorfts mit der Nudolfinvcrthcr Mnsikbandc, über 2(X) Mann stark, sich in Reih' und Glied aufgestellt und eine nnnbcrsch-barc Ntcnschcnmcngc aus allen Orten und Thälern der Umgegend sich versammelt hatte, nm das geliebte Herr-schcrpaar zn scheu. Als bcim Anfahren dei« HofzngcS die Ätnsikbaudc die Vollohyinnc anslimmtc nud Se. Maj. der Kaiser in ungarischer Maischalls - Uniform den Waggon verließ, brach dic versammle Bolksmcngc iu ein tatlscndstimm'qeö wiederholtes Hoch nnd Zivio ans, uud die begeisterten N»fe wollten kein Ende nch» ine», als der Kaiser die Reihen dcö Aiirgerem'ps freundlich giüßend hiiwbschritt. Der Herr Landcsvräsidcnt Corrad o. Eybcsscld, welcher von ^aibach ans diesem Anlaß erschienen war, stellte Seiner Majestät die Kommandanten der einzelnen Corps vor, worauf der Kaiser einige huldvolle Worte an die Einzelnen richtete und sich schr wohlgefällig über das Aussehen und die gute Haltung der Äürgcrmilizcn aussprach Als endlich Sc. Majestät auch, der Bitte des Rudolphs-werther Bürgercorpe willfahrend, Seinen a. h. Namen in das Gedcutbnch desselben eintrng, und mit dem sichtlichen Ausdruck freudiger Bewegung über den übcrraschcud lebhaften uud herzlich begeisterten Empfang wicdcr den Hofwagcn bestieg, ertönte aberuials cin donncrähnlichcr, nicht endcnwollcndcr^ivio- und Hochruf, dcfseu gewaltiges Echo von allen Vcrgeu des sonst so stillen Thales wicderhalite. Die »nr wcxige ^iiiuiten dauernde Sccuc machte ans alle Anwesenden eine wahihaft crhcbcndc Wi>knug nnd war d^r schünsti und gelungenste Ausdruck jcuer Ein» mnthi^leit ia Treue ur>d Anhäu^lichlcit für d'. >»^!. HoUub, psusiünittkl l. l. Sladsalzt. D>ls>lbc übte bräunt« lich die homöapatische Praris au^. — (Einbruch.) Gcslcrn Abends wurden in dem Hause Nr. l15. Vahnhosgasse. aus dem Elallc Kl^idui^c« slücte, welche dcm dortigen Knechte gebü'ten, entwendet. Der Eindiuch geschah durch lin Fenster des N^chbcxhauseö. — (Dic fürstlich Auersverg'sche Eisen-w c lks d i l c ct i o >i in Hos) hat von dcm Vezirlsstrahcn-ausschusse iü Sechtzhauö (Wien), die He>ltll!ung des eisernen Obttbaucs bei der neu zu erbauenden Viücte über dc>> Wienfluh in dei Slicgcrgasse zu (Äaudeuzdosf d's Ende Slplemdcr d. I. übernommen. Es kommen hklxi schmird-eisclne Flachschieiie» in Anwendung. — (Die u o m G y m n asl i ler u n d V a u chrc d u cr Herrn Noval) anö Wien im „Hotel Elefant" arlan^irte Wohl-tha'tiglcilö.Vorstelluiig war von ciium sehr zahlreichen nnd g>-wähllcn Publicum besucht und fanden ne Leistungen deS Genanu- !cu, sowie die Musttpicccn der unentgeltlich beigestellten Capellc des Infanterie-Regiments Graf Huyn den lebhaftesten nnd verdienten Beifall. — (Die schöne H l mm e löe r s ch ci n u n g der Nebensonnen und Sonnenhüfc) tritt besonders in dieser Jahreszeit — März und April — cin, sie wild durch die in den hohen Luftschichten schwebenden lMkriställchen, welche unö als dünner Woltcnschleier erscheinen, heivorge-bracht. An Tagen, an denen der Himmel mit einer dünnen Wolkenschichlc bedeckt ist, zeige» sich Andeutungen jenes Phä-nomenS, obwohl dessen vollständige Entwiclclung zu dcn opti- ^ schen Seltenheiten gehört. Auch am vorgeslligen Tage, dessen ^ Aewüllilngscbaratter di^em Phänomen sehr günstig wae, zeigte sich um halb 8 Uhr '. Trulct, aus dcm Orden dcr Miuoriten, von dcm h. Stuhl den Auftrag erhalten habe, mit den französischen Älschofcn in Bezug ans das bevorslchcnde Eonril zn verhandeln, lind daß in einer dcr Sitzungen, welche die Aufgabe haben, das Matcrialc für das gedachte Eoncil vorzubereiten, sich eine Differenz über die Disciplinarartitcl ergeben habe, werden vom „G. di Roma" demcntirt. Es hatte nämlich in Ron, sich in geistlichen Kreisen das Gerücht verbreitet, man wolle bei dein Regnlarclcruö strenge Rcsormcn ciuführcn und alle Religiösen einer nnd derselben Rcgcl uuterwcrfcn. Eiucr Eorrcspoudcuz des „Pungolo" zufolge soll die El'ucnuung dcr Eardinälc (bekanntlich sind 15) Eardi-! nalshütc zu vergebcu) jcdcufalls im Äiouate März er-! folgen, nur ist noch nicht entschieden, ob vor odcr nach Ostern. Blos 2 ßardinalshütc sollen bis zum Concil disponibel bleiben. Die „Patrie" glaubt zu wissen, daß die französische Rcgicluug, gestützt auf die in den ücidcnbelgischen Kammern abgegebenen Erklärungen dcr Minister des Königs Leopold I!. sich aus freien Stücken erboten habe, mit Vclgien iu Betreff dcr Bahnangclegcn! 'ten in Unterhandlung zn treten und dicsc Frage zu Guustcn dcr beiderseitigen Iutcrcsscn zur Lösung zu bringen. Das belgische Cabinet konnte einem so loyalen El'tgcgcnkom-mcu nicht widerstehen nnd erklärte sich zur A> >,ahme dieses Vorschlages bereit, indem es sich blos vorbehielt, dic zu verhandelnden Punkte selbst bestimmen zu dürfen. Dessenungeachtet ist man bisher noch nicht weiter als vorher, denn jedesmal wcun dcr frauzösischc Vertreter iu Brüssel die Frage wicdcr anregte, erhielt er stets ausweichende Autwortcn. Da uuu die gcwüuschtc Lösuug uicht herbeigeführt werden konntc, so ist der französische Minister nach Paris zurückgekehrt, nm sich wcgcn der von ihm ferner zu beobachtenden Haltnug mit feiner Rc-gicruug in's Eilwcrnchmcn zu setzen. — Man würde indeß irren, sagt das „Journal dcs Debuts", wcnn mau glaubcu könnte, daß die zwischen beiden Regierungen obschwcbcndc Differenz den Weltfrieden bedrohe nnd die französifchc Regierung ihre Ucbcrlcgcnhcit dazu benutzen wcrdc. ohne irgend einen Rcchlsgrnnd, ihren Wil- len einem Staate anfzndlängcn, welcher ihr nicht du Spitze zu bieten vcrmöchic. , In Barcelona ist dcr 28. Februar als der ^' meustag Valdomcro (Baitholomäus) Cspartcio's f""' lich bcgangcu woidcu; in öffentlichem Auszüge wurde! Fahnen mit dcr I»schrift hcrnmgclraa.cn: „Espalttro, Haupt dcs Staatcs." Am Abend wurdcn m cll'cl« Theater Reden gchallcn uud eine Adresse an die Haltes beschlossen, daß der greise Feldherr an die EP>H dcs Staats s>cslellt wcrdc, möge 5ic Form monarchy odcr rcpublicanisch sciu. Telegvafthiscl)« ^«ychselcollrse vom 7. Mär;. 5perc. Metalliques 62.10. - 5pcrc. M'lallic,nc« nnt Mau "' Noueinber-Ziiisen >>(!. — Vaulactieu,-^',. - Credllaciicn '^'.^'.o"- ^ London 1-^3.^5. — Silber 121.5.0. — K. t. Dncaten l>8", ........... „.,.,.,.............._________..........__»«.^ Kandel und MkswirtiMstliches. B.vorstehende Emissioncn. Für die nächstfolg"'^" TUochc» st^hl eiln- stattliche Reihe von Emissionen bevor. .^ , Aüsana. dürste mit dcn Papieren der ^'a i l, a ch - T ar u U B a h ii, sowie dl-r rmnäinschen Bcilnic,! gemach! werden, F^» harrt dic üstcrrrichisch-egyplischc VanI ihrer Inaiiciuririing-Vicinal-Bahiieu solle» iwä, iu dirscm Jahre in Angriff !1"^. me» werden uni nahmen disselticu vorläufig 5 Millionen iu ' ,^ !sprnch! dann folgl die Anflage der Äclien der allgemeinen ^!1^V ! Bank, eine Serie der niigai'ischcn ^stbahii-Piioritätc», ^id^u die Hiiian^glibe der Papiere für Kaschan Oderuerg lind M^' !Niinb, Bei allen dilsen Cinissiouen ist die nnglo-österrciäM I Aaut in l)^rvllnac,elidcr Weise t>«,thcil!gl. ___^. ! AllgekollNttcne Fremde. ! Am 7. März, ,,. !Sladt Wien. Dic Hcnen: Parteline, Kaufm., Frnn ^" > mid ssran Iatlilsch, uon O^ttschee. Wcidmann, KaU!>"" > uon Wien - Killer, AcsilM, uon ^Itenmartll. sslesV.llt. Die Herren: Remark, Privatier. — Spitzer, Kau!'"'' rwn Wien - Keintscher nnd Blczic, Priuaticr, von Tl'l'' I Glaser, c^'schäftSm., vnu Stcicimark. - Die F"«"'' > Det.'la, Gutsbesitzerin, und Koschir, k. k. Bczirlöhauptmm!»«' i Galtiii, von Warieubcrg. ! ^ ^ ^ 4 Z« 3 D I ^ 2 ^ 5Z" ^ Z ^ Z ^ t: ^ IZ i '" HU ^ -? i « ß i; z> « «- ^ '« ^ ,5 ß? ! 2! 3? « Z « " ^l , ^ ^ ! 6 n, M.;. 324.,.<.^ — »,3 O)i schwnch z.Hälfte lil'w. «. 2 „ N. 32^.07 I- 2.4 ^^. schwcich dimn bew. N,o«> jw.. Ab. :l24.«,! -. 2.Z N. schwach heiter l Kalirr. senniger Tag. Nordwind schwach. In de:i ÄlP, Hchneegestölier, auch in dcr Ebene Nachmittag cinigc Schncefl^ len. Avendroth. Dal, <;. März. Dic Börse verkehrte im allgemeinen in etwas matterer Haltung. Fonds nnd Acticn stellten sich billiger, während Devisen und Saluten muM^ INljlttUNM)l. schlössen. Geld minder flüssig. Umsatz umfangreich. Allgemeine Staatsschuld. Für 100 sl. Geld Waare Einheitliche Staatsschuld zn 5> PCt.: il> Noten verzinel. Mai.N^ormucr -.— —.— „ „ » F^bruar-Augnst 03.15 «3.80 „ Silber „ Iäniicr^Iuli . . . - —... „ „ April-Ociouer. 7C.80 70.40 ^n dsteir. Währ, . . zu 5pCt. 5>9,«0 5>i),W drno v. I, 1«6« . . 5 „ U4.U0 «4,70 dmo rückzahlbar l?)- 5 „ "«,:i0 9«.75 detto ,. (V- -'' « "-^ l>7.75> Silber'Anl. 18';4 (L.St.) 5i „ 7.^.5l> ,,!.2,> „ 1865 (Frc.,) 5 .. 77.50 78- Metllüiqucs . . .zn4'/, Pl^t. 5«'-- 5»-^ Mi,«erlös v.J. 183^ 208.— 209. - Mit Perlos, v I, !854 zu 25>0 st. . . „ 4 „ 9450 9 st. . . „5. ,. N>6 50 106.75 Mi'Veros.,' I. I864 zu 100 st...... 12?.30 127.40 Como-Mütenich zl: 4 pr. Stttcl.....23,50 24.— Staalö-Domäueu-Pfaiiobricfc zu 120 sl, o W. (30!, ,^r. 5 pCt.) m Silber pr. Stück . . . 118. 118.50 Grund0 Tem.V, m, d.V.-E. 186? „ 5 „ 75'/^ 7,;/^ Actien (pr. Stils), Natioiilllbülll......731.— 732,— Naiser Ferdinands-Nordbahu zu 1000 st. CM . , . 2320.-2325 — Credit-Anstalt zu 200 st. °. W 297.80 ^97 90 N, verloCbar zu 5"/« l00 80 101. -C. M. j Nalloualb.aufö.W. verloöb.5 .. 96.- 96 25 Ung. Bod.-Ereb.-Nust. zn 57.,. ^^-" ^-^ Nllg. ost Boden-Credit ^:nslaU vn-l^bar zu 5"/, in Silber 10Ü.75 107, dto.in33I.rückz.zu5pEt.ino.W. 90,— 90 25 Uose (pi. Gtücl.) Ered.-A.f.H u.O.z.100st.ö.W. 169.25 K)9.75j D°n.-Dmpfsch,-G.z.l00st EM 9,!.50 97.50 ^ Sludtgem. Ofen „ 40 „ ij. W 37.! () 38.— ^ Salm „ 40 „ „ . 42,50 43.50 l Palffy zu 40 fl, 8. M. 36. - A.. Elari, .. 40 „ ., . 37,50 ^59 ! St. Genoie „ 40 „ „ . 33,— A^ Windischgrätz „ 20 „ „ . 22,50 «<> Waldstiin „ 20 „ „ . 24 5" ^ Keglevich „ 10 „ „ . 16.--- ^ Rudolf-Stiftnng 10 „ ,/ . 15-50 Wechsel (3 M°u) ^ Augsburg fllr 100 si, südd. W. 1«^,60 1^^ Fraulsur: a,M. '00 st. detlo 10^-^ ^,„F Hamburg, für 100 Mart Vci"l^ 9" b" !,g.ll' ^oudou für 10 Pf, Sterling . 123--''^,0) Pari« filv 100 FraucZ . . . 49." ^ Cours der Geld sort"» i Geld 2v°°"l. ^ K. Miluz-Ducütcn . 5 fl. 80 lr. 5 si. ^„, - Napolconsd'ur . . 9 „ 85 „ » <> ^. . , Nuss. In!pürinl^ . „ - " "7 " ß2l " j Vercin>?thnler . . 1 .. 82 „ l ,> ^ , ^ Silber . . 121 „ ^- .. '"^ " --------- 1 P^' Krainlsche ualnoUrmlg: 86 50 Geld, 90^"