^tr^4rei allergnädigst zu verleihen geruht. y Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit "llerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Obersten, über-^tnplet im Uhlanenregiment Fürst zu Schwarzenberg ^r. 2. und Vorstande der dritten Abtheilung des Neichs-"Negsministeriums Johann Latscher den Adelstand ^ergnädigst zn verleihen geruht. Kichtamtlicher Hljeil. Zur Situation. St. Pe t ersb u rss, 13. Februar. Seit lauqer Zeit schon hatte in den Kreisen der ^lssischeu Diplomatie kein solcher Zustand vollständiger Erwartung geherrscht, als gegenwärtig. Weder die ^sseluug der bulgarischen Angelegenheiten noch der lNtische Zustand der deutsch-französischen Beziehungen >Hei,l.en auch nur die geringste Beunruhigung hervorzurufen und ebensowenig irgend eine Maßregel zu zei« ^Ieu, welche angethan wäre, Rusölaud in einer dieser klagen stärker zu engagieren als in der anderen. Für leben Umsichtigen muss es unzweifelhaft klar sein. dass l^l ^ssische Regierung und ihre Berather diesmal entflossen sind, den Ereignissen ihre natürliche Entwick» ^ng z>, lassen, um, weuu der für Russland günstige "Ugmblick gekommen, Vortheil daraus zu ziehen, . Der russischen Regierung erscheint übrigens die Angehendste Vorsicht geboten 'angesichts ihrer Stellung, selche einerseits von dem festen Wunsche nach Erhal- 'lllg des Friedens umgrenzt wird. anderseits aber die "leglerung zwingt, auf die nationalen Gefühle Rücksicht «!' nehmen, da letztere sie andernfalls mit uuwiderstch- lcher Gewalt fortreißen uud sie zwingen könnten, mankreich für den Fall eines Krieges dieses Landes ^Deutschland zu unterstützen. Diese Sympathien a/. langen allerorten zum Ausdruck: in militärischen Kreisen, in der Beamtenwelt, in den Spalten der Presse und sogar bei der großen Masse des Publicums; sie wachsen lind accentuiereu sich schärfer mit deu Schwierigkeiten, welche Nusslaud im Oriente bereitet werden. Das begreift sich nnfchwer. Diese Schwierigkeiten beweisen der öffentlichen Meinung Russlands das Vorhandensein einer gegen sie gerichteten Gegnerschaft oder richtiger Feindseligkeit, sie machen ihr die Isolierung deutlich, welcher Russland ausgesetzt ist, und erzeugen den Wunsch, aus dieser Vereinsamung herauszutreten. Wenn daher die europäischen Regierungen ernstlich nnd ausrichtig den Frieden wünschen, kann man ihnen zur Erreichuug dieses Zweckes keiueu bessereu Rath gebeu. als Russlaud nicht durch neue orientalische Ver-Wicklungen znm Aeüßcrsten zu treiben. Durch das Beharren auf der gefährlichen, vorstehend augedeuteten Bahn würden gewisse europäische Cabinete unglücklicherweise unser Land dazu zwingen, einen ä'ußereu Stützpunkt zu suchen, mit Hilfe dessen es kräftiger und erfolgreicher als bisher, seinc Rechte geltend zu machen in der Lage wäre. Mit einem Worte, die Annäherung zwischen Russland und Frankreich, welche zu verwnk' lichen man hier noch znrückscheut, der aber seit einiger Zeit durch mancherlei Umstände uud Ereignisse der Boden geebnet wurde, würde dann eine vollendete Thatsache werden. Um zu dieser Schlußfolgerung zn gelangen, braucht man nur eiuige russische Zeitungen zur Hand zu nehmen, nnd zwar nicht etwa bloß Blätter wie 'Nu-voje Vreinja» oder «Novosli,. welche die öffentliche Meinung des Landes wiedersviegeln, souderu auch die «Moskovskija Vjedomosti», dereu mächtiger Einfluss au hoher Stelle ja bekannt ist. Alle stimmen ohne Partei-Unterschied darin überein. 5ass Rnssland seine Blicke unverwandt nach dem Rhein gerichtet halteu muss, um gegebeueu Falles eine neuerliche Nieder-schmetterung Frankreichs zu verhindern, deren mwus-weichliche Folge die wäre, ganz Europa, Russland mit in'ugriffen, dem von Berlin ausgehenden Willen zu unterjochen. Dieselben Stimmen verlangen. Russlaud dürfe uicht seiuc ganze Aufmerksamkeit durch die Angelegenheiten des Orients gefangennehmen uud sich ebensowenig nach dieser Seite die Hände biudeu lassen; im Gegentheile können dieselben nölhigenfalls vorläufig beiseite gelassen werden, da man sie später er« folgreicher verfechten können wird. wenn man nicht zn besorgen braucht, dass ein siegreiches Dentschland in den W>'g tritt, welches sicherlich weder einen militärischen noch selbst einen diplomatischen Erfolg Rufs» lands zulassen würde. Die russische Regierung, welche ebensosehr von dem Wunsche nach Erhaltung des Friedens als nach Wahrung ihrer nationalen Interessen beseelt ist, muss daher trachten, dass kein bewaffneter Streit zwischen Frankreich und Deutschland zum Ausbruch gelauge. aber auch zugleich dafür sorgen, dass dem Deutschen Reiche in seinem nationalen Gegner ein entsprechendes Gegengewicht geboten, und dass dasselbe durch Frankreich derart in Schach gehalten werde, dass es nicht in Europa eine allzu mächtige Präponderanz auszuüben vermöge. Um anf möglist sicherem Wege dieses doppelte Ziel zu erreichen, muss die russische Regiernug vor allem dem Zuge der nationalen Strömungen widerstehen : sie muss aber auch - - indem sie iu keiner Art den Absichten des Berliner Cabinetcs zu dienen sich hergibt — sich gleichzeitig sorglichst davor hüten, Frankreich auch nur im geringsten zn ermuthigen. Aus dieser Nothwendigkeit folgt ihre gegenwärtige zuwartende Haltung. Es wäre vielleicht zu gewagt, zu behaupten, die russische Regierung schmeichle sich mit der Hoffnung, dass sie durch ihre Haltung unzweifelhaft das dargestellte doppelte Ziel erreichen werde. Es wäre vielmehr richtiger zn sagen, dass die russische Regierung sich im Falle einer Katastrophe nichts vorzuwerfen haben will, dass sie aber den Nubbruch eiues französisch'deutschen Krieges, ebenso wic die gesammte öffentliche Meinung iu Russland, als eine wahrscheinliche Eventualität einer nahen Z'ikunst im Ange behalte, Man schreibt allerdings der Berliner Regierung nicht gerade absolut kriegerische Gesiunnngen zn; man kennt iu dieser Richtung zu sehr die Gefühle des Kaisers Wilhelm, und man begreift vollständig die Vorsicht, die ihm durch sein hohes Alter auferlegt wird. Das Spiel, das es hiebe« zu unternehmen gälte, wäre überdies ein so gewagtes, dass Fürst Bismarck trotz all seiner Kühnheit es sich gewiss zweimal überlegen würde, ehe er sich in dasselbe einließe. Iu gleicher Weise ist es hier bekannt, dass die französische Regieruug sich uou ähnlichen vorsichtigen Erwägilngen leiten läsöt und dass sie durchaus nicht Feuilleton. Alice aus dem Maskenball. .. Sie war eine hübsche, üppig aufblühende Vlon» me von 17 Jahren uud wirklich eiu seltenes Mäd- 3."- Sie wusste nämlich noch sehr wenig von den ^lngen der Welt. weil sie weder im Kloster erzogen rocn war. noch eine Töchterschule besucht hatte. Dafür hatt s^ ^'" Numaue gelesen, auch das Theater do,/ n !"^M' und sie war sehr, sehr ungeduldig, in d m^" schiüm, Diugen, die auf der Bühne und zu /!'"^""ueu sich ereignen, etwas anzutreffen, etwas daz "^tiach 'hr juua.es Herz aber am heftigsten brannte, wo i ? "" Maskenball, ein wirklicher' Maskenball, alle 3) ^ ^ interessantesten Sachen passierten, wo chrn?^"""c 'hre schönsten Capitel fanden, ohne wel-Nam s ^ ^"" richtiges Abenteuer denken ließ. Die benle, f'^ """ freilich erklärt, sie dürfe daran nicht wusste -^"^ Mädchen sei derlei unpassend. Alice t»innen l^c ^"^ besser, alle ordentlichen Romanhel« ""r a. c '"chm heimlich Maskenbälle, und sie wartete sten Tra Gelegenheit, ihren Wunsch, ihren schön-willlich»^' ^"" ""^ "lit geheimem Bangen, zn ver« Gelenk Fasching ^"' "lio mit ihm die verführerische Nach V?^ Papa und Mama mnssten unvermuthet l'ch ^ ' G"te reisen, wo die Wirtschaftsgebäude plötz- ^chill w fernen «Einfall» gehabt ' hatten. Die "l gelHi^/ ""s Urlaub, das 'Stubenmädchen ins » >"Mt, da« «Fräulein, aber, unter welchem Gattuugsuameu die «Stütze der Hausfrau» gemeint war, gehörte mit zu der großen Verschwörung. Ein Commissionär hatte nachmittags zwei Rosa-Dominos besorgt, und als die Dienstboten sich entfernt hatten, war der große Augenblick gekommen. Alice hatte allerdings starkes Herzklopfen, denn die Heimlichkeit des Unternehmens imponierte ihr selbst ganz ungeheuer. Sie musste etwas Besonderes crlebeu — sie fühlte es. Weshalb pochte ihr Herz so sehr? Alleldiuqs, sie versündigte sich gegen die gute Mama, sie versündigte sich aber anch gegen ihr «Ideal», denn Alice hatte ein Idcal, nud dasselbe war kein Gerin, gerer, als ihr Klavierlehrer. Er sah so interessant aus mit seinem bleichen Autlitz und den lang herabwalleu den Haaren, er spielte su himmlisch, er spruch so poetisch, und er war so berühmt; denn er gab jeden Winter eiu Concert, in welchem sehr viele vornehme Damen erschienen, die ihn stürmisch applandierten. Das Billet kostete zwei Gulden! Seine Compositioneu warcu hohen Aristokratinnen gcwidmet — er war auch gar zn interessant, uud man zahlte ihm einen Gulden fünfzig Kreuzer per Stunde. Alice ertappte sich oft bei eiuer schwindelnden Vorstclluug: sie dachte sich als seiue Braut. Er begeguete ihr so artig, nnd sie — sie schwärmte für ihn; aber er war zu berühmt, zu hoch für sie, und — wenn er es erfahren hätte, dass sie heimlich eiueu Maskenball besuchte — gewiss, er würde sie verachten! Trotz alledcm saß Alice in dem Rosa-D.inlino, mit dem gleich gekleideten «Fräulein» — eine Reminiscenz an das Lnstspiel von Labiche: «Die Nosü'Do-minoK» — um 10 Uhr in einem Lohnwagen uud betrat bald darauf den Ballsaal. Sie hatte aus den Zei- tungsannonce» ein Etablissement gewählt, welches dort einen «Elite-Maskenball, Rendezvous der schönen Welt», ankündigte. Man tanzte eben. Zuerst sah sie eigentlich gal nichts, es schwindelte ihr, als sie die drehenden Paare erblickte. Ihre Begleiterin zog sie auf die Gallerie, lind endlich erwachte Alicens Neugier. Sie sah mit ungeduldiger Spannung, mit aller Kraft der Seele. Was sie sah. war eigentlich gar nicht so schön, als sie es sich vorgestellt hatte, es war gar nicht wie ein richtiger Maskenball. Da stand nnter dem Kronleuchter in der Mitte ein dichter Knänel un-maskierter Herren in schwarzen Fräcken lind mit gelangweilten Gesichtern, wie überall. Andere lungerten in verschiedenen Ecken umher, aber alle. alle im Frack, gauz unmaskiert. Wo sollten da eigentlich die Abenteuer herkommen, und was war das für ein Maskenball? Es gab überhaupt wenig Leute. Das Parket lag zur uolleu, breiten Ansicht da, und die Gäste bewegten sich flau und fad an den Wänden hin. Alice lugte vorerst nur nach Herren aus. Da waren ein nicht grausiger Indianer, zwei Tiroler, ein lila, etwas verschossen aussehender Domino und ein polnischer Jude, sämmtlich schwarz verlarvt; nichl eiimml ein Pierctto oder ein Arlequino war da, und sie hatte so gern einen gesehen. Die anwesenden Damen, es waren uicht eben viele, hatten zum Theil Costume, ails deuen sie nicht klug werden konnte. ^ "l) "gent,ch nur aus, wic en/ unmoderner, troussierter Rock und eine alte Mantille. oder wie eine unmoderne Mantllle und ein alter Rock; rs musste aber doch irgend etwas bedeuten. Dann gab es auch ein paar Donnnos. em paar Aauernmädchen mit rothen Rocken, schwarzen, flitterbenähten Mieder» und Florschürzchen und einige Laibacher Zeitung Nr. 40 332 19. Februar 1887. beabsichtigt, gegenüber dem eigenen Lande sowie vor dem Auslande die schwere Verantwortlichkeit für einen Angriff anf sich zu nehmen. Gleichzeitig nimmt man aber hier wahr, dass Fürst Bismarck sich anf einer abschüssigen Bahn bewegt, anf der ihn gegen seinen eigenen Willen die Sorge um Deutschlands n»d sein eigenes Prestige leicht zn irgend einem bedauerlichen äußersten Schritte hinreißen könnte, nm dadurch das eine nnd das andere zu retten, falls sie plötzlich ernsthaft bedroht werden sollten. Man begreift hi« ferner, dass, was ihn vor allem beunruhigt, nicht gerade die französischen Rüstuugen an sich sind, denn dieselben werden durch die Rüstuugen Deutschlands vollständig anfgewogcn, sondern vielmehr das angen-schcinliche Bestreben Frankreichs, seine frühere Stellung als präponderiereude Großmacht wieder zu gewinnen. Wenn nun Fürst Bismarck auch hoffen darf, Frankreich gegenwärtig an der Erreichung dieses Zieles zu hindern, so muss er sich mit Besorgnis fragen, ob Deutschland dies auch in einigen Jahren imstande sein werde. Die Besorgnis, das Werk seines Lebens, die Einheit Deutschlands, sterbend nahen Gefahren ausgesetzt zurücklassen zu müssen, wo vielleicht kein genug kräftiger Arm da sein wird, um der Gefahr siegreich zu begegnen, diese Besorgnis vermag vielleicht gleichfalls, von den Umständen unterstützt, deu Fürsten Bismarck antreiben, noch einmal das Waffenglück zu versucheu, um Frankreich niederzuwerfen, so lange er Deutschland für stärker hält. Aus den dargestellten Erwägungen ist es zn erklären, dass man hier. ohne irgend jemand»'» ruhestörender Projects zu verdächtigen, nicht in der Lage ist, die gegenwärtige Situation optimistisch zu beurtheilen, umsoweniger, als von Berliu aus das sehr gefährliche Spiel unternommen wurde, die Volkslridenschafteu auf beiden Seiten des Rheins im Interefse der deutschen Wahlcampagne durch alarmierende Darstelluugen zu entfachen, nud weil die Erhaltung des Friedens als materiell unmöglich gilt, wenn derselbe in der That, wie der Statthalter vou Elsaß-Lothringen erklärt hat, von dem definitiven Verzichte Frankreichs auf die im Jahre 1871 verlorenen Provinzen abhängig gemacht werden soll. Die Intentionen sind vielleicht anf der einen wie anf der anderen Seite ganz gute, der Weg iu die Hölle ist aber bekanntlich auch mit guteu Vorsähen gepflastert, und die gegenwärtigen Umstände sind ziemlich ungünstige. Graf Moltke scheint somit vollständig im Rechte ^u sein. wenn er die Lage als sehr kritisch ansieht. Diese Perspective kann Russland nur bestimmeu, iu seiner zuwarteudeu Haltuug zu verharren, namentlich die Entwirrnng der orientalischen Krise nicht zu überstürzen, da der Eintritt von Ereignissen möglich ist. welche in den allgemeinen Angelegenheiten Enropas und demzufolge auch in der Art der Lösuug der orientalischen Krise eine radicale Aendcruug herbei führen können. ?. <Ü. Politische Ueverlicht. (Verhandlungen des Reichsrathes.) Aus Wieu schreibt man nus unterm 17. Februar: In der heutigen Sitzuuq des Herrenhauses widmete der Präsident dem oerstorbeueu Hrrreuhausmit-gliede Fürst-Großprior Grafcu Lichnowsky einen ehren- den Nachrnf. Eine Zuschrift des Ministerpräsidenten gab die Einberufung der Delegatioueu für den 1. März zu einer außerordentlichen Session bekannt. Revertera begründete seinen Antrag, die Regieruug ,'^ir Einbrin-gnng eines Sparcassengesetzes aufzufordern. Der Neduer führte aus. die Spmcassen, welche im Laufe der Zeit reine Geschäftsiustitute geworden feien, müsfeu auf eine gesetzliche Basis gestellt werden; heute siud die Spar-casseu große Creditiustitute, die über mehr als eine Milliarde verfügen; ob diese Milliarde nach cinheit lichen Principien verwaltet wird oder nicht, ob die Sparcasseu deu Geldmarkt iu Verwirruug bringen oder zur Orduuug detzselbeu beitragen, sei eine Frage voi. größter Wichtigkeit. Neduer hob hervor, das? 00pCt. der Sparcasseucavilalieu iu Hypotheken liegen, so dass viele Sparcasseu im Momente einer Krise Staatslu'lfe brauchen würden. Das Haus beschloss die Zuweisung des Autrages Revcrtera's nn eine üenugliedrige Com-missiou. I» dieselbe wurden gewählt: Graf Bellegarde, Dumba, Eudcr. Graf Falkeuhayu, Graf Hoyos, Varou Königswarter, Graf Franz Kuefstein, Reuertera nud Fürst Wiudischgrätz. Freiherr vou Kubin legte die Pa-graphe 45 bis 47 des Unfallversicheruugsgesetzes in einer nenen, deu Anträgen Belcl>di's angepassten Fassung vor, wonach der Schadeuersatz auch dann geltend gemacht werden kauu, weuu nicht bloß das Betrielis-uuteruehmeu deu Betriesmlfall voisätzlich herbeigeführt hat, soudern auch, wenn ein grobes Verschulden "es Unternehmers vorliegt. Die neue Fassung wurde ohne Debatte angenommen. Der Tag der nächsten Sitzung des Herrenhauses ist noch unbestimmt. ( Arbeiterkammern) In der vorgestern abgehaltenen ersten Sitzuug des Ausschusses für die Ärbeiterlammern war der Haudelsminister Marquis vou Vacquehem erschienen, um die Stclluug der Regieruug zu dein Gesetzentwürfe zu präcisieren. Der Haudelsmiuister erklärte, er könne die politische Seite der Frage, als in seinen Ressort nicht gehörend, nicht berühren, was aber die Frage der Errichtung der Arbeiterkammeru iu jener Nichtuug betreffe, die iu seinen Ressort falle, so müsse er heute schon darauf hinweisen, dass der gestellte Antrag in vielen Pnnlten den Wir kuugskreis der Handelskammern uud den Wirkungskreis der gewerblichen Schiedsgerichte taugiere. Im weiteren Verlaufe seiner Auseiuaudersetzuugen verwies der Minister anch auf die Thätigkeit der Gewerbc-Iuspectoren. welche gleichfalls durch dieses Gesetz berührt werde. Die Abgeordnete» Exner und Mauthner traten anfs wärmste für die Vorlage ein, da die Verhältnisse dazu drängen, dass auf diesem Gebiete etwas geschaffen werde. Abg. Suklje bekämpfte die Bestimmungen der Vorlage über das Wahlrecht der Arbeiterkammern. Abg. Pernerltorfer beantragte, deu Minister des Innern einzuladen und eine Enquete einzuberufen. Schließlich wurde beschlossen, zur nächsten Sitzung eiueu Vertreter des Ministeriums des Iuueru ciuzuladeu. (Im Sprachen-Ausschusse) des Abgeordnetenhauses wurde vorgestern mit allen gegen drei Stimmen beschlossen, ein Subcomi<<5 znr Prüfling des Scharschiuid'scheu Autrages eiuzusetzcu. In dasselbe wurdeu gewählt die Abgeordnete»: Czartoryski. Czer-kawiki, Poklukar, Liechtenstein, Rieger. Trojan, Ple-ner, Chlumccly uud Pickert. (Zur Aufhebung der Mauten.) Der kärutuerische Laudeslinsschusö hat, um ein eiuhcitlicheö Vorgehen zur Aufhebung der ärarischen Weg- w Biuckeuinauten zu ermöglichen, sämmtliche Landesali ichüssc um die, Mittheilung ersucht, ob und welc Stritt'' von ihnen wegen Beseitiguug der Mauten Aussicht gem'mmeu worden siud. (Galiz i e n.) Der Uuterrichtsminister von Ganti begibt sich in der ersten Hälfte des Monates Api nach Krakau zur Inspicierung der dortigen Hoch- »> Mittelschulen. Die Bereisung der anderen Städ Galizieus ist erst für eiueu späteren Zeitpunkt in All ficht genommen. (Ungarn.) Der Fiuauzauöschus« des uugarisäil Abgeordnetenhauses hat die Creditvorlage für Lan wehr uud Landsturm einstimmig augeuounncn. Im Ve lauf der Verhandlung sprach der ^inisterpräsidc abermals die Hoffnung aus, dass der Friede zu b wählen seiu werde. In der vorgestrigen Sitzung d« Abgeordnetenhauses wurde die Generaldebatte üb das Bndget des Cu>tils< und UuterrichtsministeriiM beendigt. (Zur bulgarischen Frage.) Die Meldm ans Sofia, dass die bulgarische Deputation sich z> Heimkehr anschicke, lässt eine doppelie Deutung z Man kaun ans derselben schließen, dass eine Versta digung mit der Pforte erzielt, aber auch, dass eii solche gescheitert sei. Ersteres hat vorgestern, wie b kannt, die Agence Haoas gemeldet, aber die Best tiguug ist ausgebliebe»; der Anschein spricht im Oege> theil dafür, dass Cankov noch in letzter Stunde dur seine Hartnäckigkeit die Verständigling vereitelt hat. ^ ist indessen bemerkenswert, dass die Eventualität eiiü Scheiterns der Verhandlungen in Cunstantinopel n? in Petersburg und Sofia ohne besondere Beunrnh gung erörtert wird; nur eine Verschleppung, nicht ei> Verschlimmerung will mau voraussehen. (Militärverschwörung in Russlallt Der Petersburger Correspondent der «Times» tel graphiert unterm 15. d. M.: Mit Bezug auf d Militärverschwörung verlautet, dass im gauzeu 25 A dettcu uud Osfieiere verhaftet wordeu siud. Die Aki demie des großeu Geueralstabes uud fast sämmtlic! Militär- und Marineschulen sind comvromittiert. Au sollen mehrere Studcuteu der Uuivrrsität dariu ue wickelt seiu. Auf deu Zareu uud den Hof hat die En deckung den allcrpeinlichstcn Eindruck gemacht. Es wi' mit Bestimmtheit versichert, dass sich uuter den Ve hafteten sieben Marine-Ofsiciere besindeu. (Die Krisis in Italic u.) Die Pourparle' betreffs Lösung der Krise, welche noch mehrere Ta« dauern dürfte, danern fort. «Fanfnlla» rcproducic unter Vorbehalt das Gerücht, wonach folgende Ve äuderuugeu gewärtigt werden: Grimaldi soll Arbeit' minister. Luzzatti Haudelsmiuister, Vertolö Viale Krieg minister, Auriti Iustizmiuister werden. — «Popo> Romano» dementiert das verbreitete Gerücht, dass di König die Demission des Cabiuets nicht augeiuin men habe. (Serbien.) Ans Belgrad wird telegraphs Der Kriegsminister Horvatomc hat seine Demissic überreicht; der Kuuig nahm dieselbe an und eruanN deu Bauteuminister Topalovic zum Kriegsmiuister st'W Michael Bogicevic. Oberl'ürgermeister von Belgrad, z" Äauteniuiüistel'. Koka Milovauovic lehnte das Po^ fcuille d^s Kriegsministers uud Oberst Beuiczky dc des Bautemniulsters ab. D s iveitereu wird gemeldt «Kinder» und «Schulmädchen». Nuu hatte Alice aber auch alles gesehen. Sie mochte sich aber noch nicht zugestehen, dass eigeutlich gar nichts daran war — wozu war sie deuu heimlich hergekommen? Es musste doch noch etwas Wnnderbares geschehen! Eben begann die Tanzmusik vou ucuem, uud Alice gicng jetzt ziemlich resolut vou der Gallerie iu den Saal hinab. Sogleich kam einer der Tiroler auf sie zu und forderte sie zum Tanze auf. Es war ihr mit ememmale recht unheimlich zumuthe. So eiu Mensch mit einer Sammtmaske, nnd man weiß gar nickt, wie er aussieht! Die Mama hatte recht - diese Maskenbälle siud unpasseud. Der Tiroler tauzte recht lange und sonderbar wild mit ihr, dann dankte sie. «Bist 'n fesches Mädel,» sagte er. «Du auch,» er widerte sie rasch und erschrak über die dumme Antwort. «Du bist auch fesch,» hatte sie sagen wolleu. Der Tiroler lachte uud gicng; gewiss würde er überall sageu, wie eiufältig der Rosa Domino sei. Es hatte gar nicht gut angefaugeu. Das Herz klopfte ihr wieder sehr. Es kam noch rin Herr uud tauzte mit ihr, aber es passierte gar nichts daoei, und noch einer. Dann schwieg die Musik nnd sie wuftte wieder nicht, was sie anfangen sollte. Sie hörte, wie der dunkel-lila Herren-domiuu zu einem Bauermädcheu sagte: eue unter dem Kronleuchter staud, uud frug >^ «Liebcu Sie dic rose Farbe?» Der Fremde nu'") ein dummes Gesicht und frug: «Wie?» Sie crsch^ ohne zu wissen, warum uud kehrte rasch um. , Dort am Pfeiler stand ein anderer junger M"^ mit ungcmein gutmüthigem Gesicht, offeueu bla^ Augen lind ein paar Narben auf der Nase. ^ wandte sich jetzt an ihn: «Lieben Sie die rose Fa^'^ — «O, es ist meine Lieblingsfarbc.» erwidert, sichtlich geschmeichelt, «uud iu diesem Augeublickc'A, gar —», hier blieb er steckeu, aber er gefiel "^ dennoch. Sie waren bald in ein sehr eifriges Gl'sp^,,, über Farben und daun über die auwesenden ^!?» vertieft. «Wissen Sie nicht, wer der Indianer "l frug sie. «Wie kann man ein so schreckliches C^ .e wählen!» — e>, h.lm d.r Nc»Iion sind. Eine gro^e M wohlfeiler Ausgaben — man l.hou^et in 700NW ^lemplareu wurde vc'anstt'l'el. D'e bi hcrigeu Aus^ «aben der Werke Pl>^i,?s ecrc.ch e.i höchstens die Anzahl °n li0 00l> Exemplaren, ur-d 'n den ätzten Jahren war <^. kaum möglich, ei»e vollstäud^.e Aucgabe zu beschaffe». ^ nun crsch!enc>ien woh!',e!leu A!'ög?beil — sieben und M Väude für nur 1 Nubcl ;iU Kope'e.l — machen die Achtungen avch dem Uubemi.lclteu zugänglich. Die Firma ^uvorin fetzte an Eirem Tl-ge 10 000 Exemplare ab, ^°n mehr als die Hälfte !n der Residenz. M» Alice war wie vom Donner gerührt; das war ^ «schöne Welt» hier! Aber sie konnte dem jungen lllllue nicht zürnen, er sagte so treuherzig die Wahrsie ^ ^^ ^'" Nomauheld war er uicht. Eben dachte 'bei sich, ,yie s'e den Treiiherzigcu los werden sollte. d>» ^ ^ wie ein Vlch durchzuckte. Dort drüben, an a.,c ^""le gelehnt, stand ihr .Ideal» — hier — auch ^'' m,em Maskenbälle! O, sie wl'sste alles - ein ^ '^ezvous mit einer vornehmen Dame — ihre Ah' sy s^Wc sie uicht betrogen. Deshalb hatte ihr Herz dp/^sl'9 ^klopft — sie sollte erfahren, dass eine an« ^ 'hn liebte. Illn ^^ '5^'al» gähnte jetzt sehr ungeniert, offenbar ^^llte es sich, wie alle Leute hier. Erwartete, W kl memanden? Warum war er dann gekommen? es? !""^ außer sich, ihm nahe zu sein, ohne dass er lina ^' ^ sprang auf, ohne weiter an den Iiing-sriw ^^ ^er Werkstatt zu denken nnd näherte sich von '"arts dem Angeschwär.nten. ^at s- 'lv' konnte sie sich kein Herz fasscn. endlich sjf ^ m,f il,n ^n: «Sie lieben die Musik?, flüsterte N">m !ah etwas erstaunt auf. «Du meinst die Tai'z-er as' .!^^'r Domino — ich tanze nicht.» erwiderte Alice 3"'ütl)ig. '^' wie interessant er ist., dachte ^ttlicl ^^^' ^' *^"u. ich meine die echte, die lcl) li ^ ^"s'k — u, spvech.u Sie mir von ihr. denn siezh.^slr. wie Sie!» Sie bemerkte gar nicht, da^s ^^t «?^'N gesprochen hatte, nnd er osiendar auch ^ (>n ^' ^'^'" Domino.» sagte er, «hier ist nicht ^tt>, 'c'^ schwärmen. Du vnlangst von mir gran-tlihz eis^ ^^ Ausübung einer Amtspflicht, wo ich mich ^"luiisirren udcr langweilen will. Schwärme in " l>„,3"^" f"r die .göttliche Musik», und wenn es ''' "uu, dort thue ich mit.. — (Die Sonne bringt es an den Tag.) Welch ein gefährlicher Herr der Moment-Photograph ist, der das schnellwirkcnde Sonnenlicht benützt, um den nichts ahnenden Straßenpassanteu und harmlosen Zuschauer von öffentlichen Veranstaltungen, Paraden u. dgl, gegen feinen Willen und sen Wollen auf die Glasplatte zu banucu, hat dicfertage ein armes Vackfifchchen in Berlin erfahren müssen. Steht da jüngst vor einem Schaufcustcr eine ältere Dame und schenkt eiucm die Friedrichsstraße darstellenden Vilde eine besondere Aufmerksamkeit. Kein Wunder, deuu das scharfe Mutterauge hatte auf der Photographie die Gestalt ihrer heranwachsenden Tochter erkannt, welche mit einem Herrn in. wie es fchien, recht vertraulichem Geplauder begriffen zu sehen war. Ernst schüttelte die Mutter den Kopf, um dann den Laden zu betreten . . . Eine halbe Stunde später hatte ein rosiges Backfischchen ein peiulichcs Verhör zu bestehen. Sie leugnete. «Ich weiß es bestimmt!» ruft die Mama drohend. Else beharrte bei ihrem Leugnen. Da zieht die Mama aus ihrer Tasche jene unselige, heimtückische Moment-Photographie hervor uud — schöu Elschcn verstummt; der junge Elavierlehrer aber empficng bald darauf seine Kündigung. — (Aus Nizza.) Man schreibt aus Paris uuterm 12. d. M.: Im heutigen Ministerrath benchtetc Herr Goblet über die Vorgänge in Nizza, wo die Polizei sich genöthigt sc?h, d?s in, dortige.» Cursaal eingerichtete Glücksspiel der mechanischen Rennpferde zn verbieten, weil das-i'elbe durch cire Reihe von Zusammenstelluugcn in ein Hazardspicl so gefährlicher Art wie die Roulette um-gewaudett lvovd,',, war. Infolge diefes Verbotes schloffen die Pächter den Cursaal und das zum Theil von ihnen unterhattene Theater. Es herrscht hierüber etwas Auf-,-eguu? in Nizza, da man s.'irchlct, es möchte ein Theil der Fremde» abreisen. Die Negierung wird Maßregeln ergreife!,, dass das Theater wieder eröffnet wird. — (Bcrgführercur s.) In Innsbruck soll dem-uächst auf Vcraulafsuug der dortigen Section des Dcu'-schen uud Oesterrcichische» Alpeullereius ciu Lchrcurs für Bergführer abgehalten werden. — (Tclephou.) Diesertage wurde mit den telephonischen Svrcchvcrsuchen im Postamte zn Brunn nach der Telcphon-Sprechzellc in Wien begonnen. Die Proben fielen befriedigend aus. — (Tödliche Liebe.) Aus Prag wird ge-meldel, dass dort vorgestern der im Restauraut Piwald bcdieustete, 24 Jahre alte Kellner Franz Kreist aus Dechau bei Podersam 0 Uhr früh seiuc Geliebte, die mit ihm im felbeil Restaurant bedieust^e Magd Anna Vydrhcl, uud dcinu sich selbst evschoss. Beide blieben todt. — (Eine seltcue Fainilic) Ein in Pcrnam-buco erscheinendes Blail erzählt, dass ein in Cabaruiras lebender Manu Namens Ioaquim Marreiro 7i) Jahre verheiratet gewesen ist. Er zählt 103 uud seine Gattin !17 Jahre. Das Ehepaar hatte 23 Kinder, von denen 0 Söhne uud 5 Töchter noch am Leben sind und durch welche sie die Ahucu eiucr gruf)eu Familie gewordeu. die bereits 12l> Eittcl und 01 Urenkel zählt. Die ganze Familie besteht nunmehr aus 233 Personen. - (Ein unterseeischer Tunnel.) Italieu uud Sicilieu sollcu durch einen unterseeischen Tuuuel ver-buudcu werde.,. Die Tiefe des Meeres ist daselbst uicht so bedeutend, als man ursprünglich geglaubt hatte, es zieht sich vielmehr in einer Tiefe von 160 Metern ein Alice hatte keine Zeit. sich über diese Worte ge-oinvnd zu eulsetzeu. denn eine weibliche Maske gieng eben auffallend nahe vorbei nnd gab offenbar ein Zeichen. Sie trug ein Kindercostüm, kurzes Nöckchm. weiße Kinderschürze, hängende Zöpfe. Kinderhäubchen; es war eine kleine, gcdrnugene Gestalt mit rnnden Waden nud üppigem Bnscn. ,Entschuldige mich, RosaDomino.' sagte das Ideal kurz nnd wandte sich, um dem «Kinde» zu folgen. Alice verlor sie nicht aus den Augen — gewiss, es war eine Prinzessin! O, sie hatte es ja gewusst! Fast sinnlos vor Eifersucht uud Errcgm,g näherte sie sich den beiden unbemerkt. Sie sprachen lebhaft, das «Ideal» lachte so heftig, wie fie es nie an ihm gesehen hatte. Jetzt stiegen die beiden auf die Oallerie. Alice folgte. Bei der Windung der Treppe hörte sie folgende Worte der Dame: «Du — fass' mich nicht um die Taille, du kecker Mensch!» — «Thn' doch uicht so. mein ÜuiLchl'n! W,llst du nicht soupieren?» — .Ja, Hunger hält' ich. aber fidel muss man sein! Ich komme die ganze Woche nicht cms. außer wenn ich die Wäsche anstragen m»ss.» — «Hcute wollen wir also fidel fein.» sagte das Ideal. Alice hörte noch emeu schallenden Kuss, dann kehrte sie nm . . . Im Wagen bemerklc sie, dass ihr Portemonnaie fthle. Sie erinnerte sich, dass einer ihrer Tänzer sich auffallend an sie gedrängt hatte. Und das Taschchen enthielt ihr ganzes Nadelgeld! Alice hat plötz'ich'alle Lust zum Clauierspicl verlöre», und der Clavierlehrcr wurde verabschiedet. Ihre Seele ist um mehr als ein «Ideal» ärmer geworden. F. von Kapff 6 sscnt h e r. Höhenrücken hin. Die Kosten follen sich auf 71 Millionen Francs belaufen, und das Werk könnte in vier bis sechs Jahren fertiggestellt sein. — (Mildernder Umstand.) «Wie singt denn eigentlich Frau X, bei der du gestern zum Diner warst?» — «O, sie sang gerade zum Kalbsbraten, und der war vortrefflich!» Dornen und Disteln. Nil» ist cms ihn c>nr fein Vcrlass, Dies lund zuv traurigen Klarheit, — Er macht sich nämlich jetzt deu Spass Und spricht manchmal bic Wahrheit. A» einen Z>icl)ter. Mit Goethe stlilz du rufst: «Gelegenheit Schuf die Gedichte meiner Liebe...» Der Leser denkt zur selben Zeit -Gelegenheit macht Diebe. Ginern ,nc»5ernen Ktnr»nev. Wo ist die Aulorimt. Die er nicht leugne? — Halt! Eine tennt er doch, Es ist die eig'ne! Ginern H'bil'^fophsn. «Was da ist. sei gut!» Dein Nilch verficht die Lehre. Ich hätt' es gern geglaubt, Wenn nur dein Vuch nicht wäre. Hllert dev Grfclhrung. Wer an Erfahrung reich, Hat ein's vielleicht gewonnen, Dass einen dummen Streich Er zweimal nicht begonnen. Local- und Prouinzial-Nachnchten. — (Aus dem Reichsrathe,) Das Abgeordnetenhaus sehte gestern die Specialdebatte über das Kran-kenvcrsicherungsgcseh fort, Im Einlaufe befauden fich Zuschriften der Abgeordneten Dr. Bareuther und Dr. For-egger, in welchen dieselben die Niederlegung ihrer Mandate auzeigcu. Also doch! Zu Vegiuu der Sitzung beantwortete der Herr Ministerpräsident die Iuter-pellalion des Abgeordneten Grafen Voos-Waldeck über die Aubriugung des böhmischen Landeswappens auf einem Grenz steine an der böhmisch baierlschen Grenze. Aus der Antwort des Ministers geht unzweideutig hervor, dass sich die Herren Interventen — sagen wir — geirrt haben. Das hinderte den interpellierenden Grafen nicht, die Eröffnung einer Debatte über die Aulivort des Ministers zu beantragen. Das Haus mochte jedoch denken, dass es in einer Zeit, wie der jehigeu, für eruste Mäuner etwa"! Dringenderes zu thun gebe, als gewisse deutsch nationale Empfindlichkeiten auf ihre Verechtiguug zn prüfeu, und lehnte deu Autrag ab. Auf eiue Auslage des Abgeord ueteu Gödel-Lanoy erttärte der Präsideut, das Mi-litärwitweu-Versorgungsgesetz werde sofort nach Beendigung der Delcgatioussessiou auf die Tagesordnung gefetzt werden. Die nächste Sitzung findet Montag statt. — (Personalnachrich t.) Landespräsident Baron Winkler wurde vorgestern vormittags von Sr. Majestät dem Kaiser iu Audienz empfangen, — (Die slovenischeu Abgeordneten) haben in ihrer vorgest^gcu Conferenz beschlossen, im Vudgetauösckmsse des Abgeordnetenhauses eine Resolution, bc^cesseuo d!e Elusi'hrul'g d.'r sloveuischen Sprache in den Kärntner Volt.fch'.'^,,, -, l beanttc-geu. — (Ermordung eines U niver si täts-'P r o f e s s o r s.) Der Professor der Chemie an der Grazer Universität, Dr. Leopold von Pebal, wurde vorgestern zwischen 7 m'd 8 Uhr abends im Hausflur des Gebäudes des chemischen Iustnuts, als er vou einem Besuche heimkehrte, von einem Individuum überfallen, welches ihm zwei Stichwunden versch'e. Der Professur schleppte fich iu die Wohuuug des Laboranten, wo er bald darauf verschied, uachdem er vorher mit Bestimmtheit geäußert halte, dass ein vou ihm entlassener Dieuer Nameus Nebel aus Rache deu Mord vollführt habe. Iu später Nacht-stuude eruierte dic Polizei oeu Mörder iu einem Gasthanse zu Eggenberg be^ Graz. Cr halte kurz zuvor Gift genommen uud starb vor den Augen der Polizei-Organe. (Der Verein der Aerzte iu.ftraiu) hält am nächsten Mitllvoch l', Uhr abends seine Monatssitzuug ab mit folgender Tagesordnnng: ^V. Innere Augelegen-heilen, darunter Verleihung der Löschner-Stiftnng, daher dic Gegenwart von mindestens zwölf Mitgliedern erforderlich. N. Vortrage: 1,) Primararzt Dr, Vosu jal: über die Cholera Epidemie im Zwangsarbeitshause,-2.) Discussion über die Cholera. Nach der Sihuna gesellige Zusammenkunft iu der Bahuhof-Restauratiull. — (GemeindeWahl.) Bei der jiingst stattgehabten Neuwahl des Gelneiudeumstandes der Orts-gemc'.nde Heil. Kreuz iu der BezirkshmiptmauuMst Gurtfeld wurdeu Iohauu Vartelj aus Sch"t>m zum Gemeindevorsteher, Johann Keriu aus Heil. Kreuz Auton Prah aus Verhoustavas uud Josef Pavlomc aus Puschendorf zn Gemcmderäthcu gewählt. - (Schloss brand) Aus Graz wnd unterm Gestrigen telegraphisch gemeldet: Der nordwestliche Theil des fürstlich Schwarzeuberg'schen Schlosses Murau in Laibacher Zeitung Nr. 4« 334 19. Februar 1887. Obersteier steht seit heute 4 Uhr morgens in Flammen. Das Schloss hat zwei Stockwerke, eine Schloss^Capelle qun im Erdgeschoß ein Archiv mit wertvollen Acten. Das Archiv ist jedoch gut verwahrt und dürfte gerettet werden. Der Eigenthümer gestattete niemals einen Einblick in dasselbe. — (Theaterbrand.) Die Glut im Innern des abgebrannten Thcatcrgcbäudes konnte auch gestern noch nicht vollkommen gelöscht werden. Die unter dem Schutt angehäuften brennbaren Materialien nähren die Glut, und immer noch steigt Rauch aus dem Trümmerhaufen auf, doch ist jede Gefahr für die benachbarten Häuser ausgeschlossen. Gestern vormittags nahm auf der Brandstätte eine Commission, bestehend aus Vertretern der Landesregierung, des Laudcsausschusses und des städtischen Magistrats, den Local-Augenscheiu vor. Die der Commission zugezogeueu Ingenieure erklärten, dass der Brand infolge der durch das Herabfallen der eisernen Courtiue erfolgten Erschütterung nicht zum Ausbruche gekommen sein könne, da die Mauer zwischen dem Ofen und dem Logengang selbst nach dem Brande noch gut erhalten ist. Ueber die Entstehungsursachc des Brandes wird Positives wohl kaum ermittelt werden können. — Director Schulz erleidet durch den Brand einen Schaden von über 2000 st. Auch einzelne Mitglieder der Bühne, namentlich Dame»«, erleiden namhaften Schaden, da einige kostbare Garderobestücke vom Feuer verzehrt oder uu-brauchbar gemacht worden sind. Auch sämmtliche Musikinstrumente der Thcaterkapelle sind in dem Brande zugrunde gegangen. — Director Schulz sollte am ü. März sein 25jähriges Director-Jubiläum feiern. — Wie wir vernehmen, wird das Officierscorvs der hiesigen Garnison zum Besten des nothleidenden Theaterpersonales ein Concert veranstalten. — (Familien-Abend.) In Anbetracht der großen Nothlage, in welche das Theaterpersonale infolge des Theaterbrandes gerathen ist, veranstaltet der Laibacher deutsche Turnverein unter Mitwirkung der ersten Kräfte der landschaftlichen Bühne am Faschings-Dienstag in den Sälen der «Alten Schießstätte» einen Familien-Abend. Das Programm besteht aus folgenden Nummern: 1.) «Alpenstimmen aus Oesterreich», zweite Serie, für Chor und Solo mit Clavierbeglcituug von Nud. Weiu-wurm. 2.) «Meine Muttersprache», Chor mit Varitonsolo von E. Cugelsberg. 3. a) «Ich hatte einst ein schönes Vaterland» von A. Lassen; K) «O wunderschöne Frühlingszeit» von I.Wendel, Lieder mit Clavierbegleitung, gesungen von Herrn Franz Negro. 4.) «Der deutsche Sang», Chor von E. Schmölzer. 5.) ttranä Vul8o von Luigi Venzano, gesungen von Fräul. Hildegard Iano ^ wicz. 6.) «Waldandacht», Chor mit Tcnorsolo von Franz Abt. 7.a) «Lied an den Abendstern» aus der Oper «Tannhäuser» von Richard Wagner- !)) «Falkouierlied» von Chr. Seidl — Lieder mit Klavierbegleitung, gcsungeu von Herrn A. Schertet. 8. a) «Zwa schneeweiße Täu-derl», Chor im steirischcn Voltston von I. Gauby; li) «Altniederländischcs Lied», Chor von Ed. Kiemser. 9.) «Lasscu's geh'n» von Karl Arthur, vorgetragen von Fräulein Dora Donato. 10,) «Das Stcirerland», Chor von E. Schmölzer. 11.) Couplets, vorgetragen von Herrn Ernest Greisnegger. 12.) «Gailthaler Iägerinarsch», Chor nach Kärntner Volksweisen mit Clavierbegleitung von Th. Koschat. Die Chöre werden von der Sänger-runde des Vereines vorgetragen werden. Die Clavierbegleitung hat das Vereinsmitglied Herr Th. Luka übernommen. Eintritt für die Person 1 st. Ucberzahlungen werden mit Dank angeuommen. Allfang 8 Uhr. — (Zur Hilfsactio n.) Wir erhalten folgende Zuschrift: «Die hungernden und frierenden Sänger des Waldes finden ihre Fürsprecher und Helfer. Verlassen wir auch unfere unverschuldet ins Elend gerathenen Nebcn-menschen nicht. Für die wackeren Chor- und Orchestermitglieder übersenden anbei den Betrag von 31 st. mehrere Freunde der Oper.» — Wir werden diesen Betrag mit anderen zugleich au das Unterstühuugs-Comitc abführen. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib.Zeitnng. Budapest, 18, Febrnar. Das Antisemiten , 22,50. Rohzucker, 88" E., prompt Frachtlngu Prerau, fl. 22,45 boü., 22,35, 22,50. Rohzucker, 8ö" K., piompt FrachtbasiB Aussig, ft. 22,10, 'J3,16. Raffinade, Ia., prompt ul; \Vi,n, fl. SO.siO, 31. Molis, prompt ab Wien, fl. 29,25, 29,76. F i 1 i'ta , Iia., piompt ab Wien, 11. 27,25 bez. Pilt'tH, CButrifugul, prompt ab 'Priest, fl. 17,87'/* bez., 17,87'/,, 18 ; pr. Mni-Amjuut ab Triost, fl. 18,75 bez., 18,75, 19. Ooncassi'i, prompt ab Triost, fl. 18,25 bez. Traubenzucker, prompt tib Wiou, fl, 23,50 bo». Spiritus, pr. 10 000 Ltr. %, fest, prompt ab Wion, fl. 28,85. Kiibtfl, '»r. 100 Ko., ruhig, prompt u\i Wiou, fl. 27, 27,60; pr. Hcrbdt ab Wio'i, II. 28, 28,50. Leinöl, pr. 100 Ko., unverändert, englisches, prompt ab Wien, fl. 38, 33,25. Oelsanten, pr. 100 Ko., ruhig, Kohlrep«, pr. Aug. - Septb. Rb Wieu, st. 11,80, 11,90. Petroleum, pr. !00Ko., ruhig. Galiziaohog, stand, white, prompt ah Wiou, sl. 20 boz., 20, 20,25; Galizisoheti, stand, white, prompt ab böhm. Stat., 11.20,40 bez. Marko Wagomann, waeBerholl, p ompt ab Wiou, 11. 20 ho/.., 20, 20,26. Kaukaiiiohos, prompt ub Triost, sl. 0,75 bez., e,70, 6,80. K a uk a s iac h. - F i um au e r , prompt »h Fiumo, 11. 0,60, 6,55, 6,05. Fcttwili'OU , pr. 100 Ko., fo8t. Schweinfett, Stadt w., proirpt, 1. Ko-atcii, ah Wien, fl. 66 boz., 6/j«or Cops, mittel, Lieforuug ab böhm. Stat., 44 kr., 45 kr. "VMor Cops, Prima, Lioferung ab böhm. Stat., 48, 49 kr. SO.'r M-dio, GrlliiBtprn, Liüferuvg franco Wiun, 60 kr. 3 °/„ boz. 36or Warp npo, 11a., Lieferung ab böhm. Stat., 64'/j, 66 kr. 36or WarpcopB, Ia., Lieferung ah hfihrn. 8tat., 57 kr. bez., 57, 6"i/2 kr, 42er Pincopa, Ha., Lioforun« ab böhtn. Stat., SS'/j, 64 kr. 42er Pincops, Ia., Lieferung ab böhm. Stut , öO'/j, 57 Vr. 60er Pincops, Lieferuiijf ab böhm. Stat., 68'/^ kr. bez. • Feh 1 e rb or ich tigung. Dio gestrige Kaffeosiotiz a fl. 79' /, bezog sich auf Santos ordiniir. Angekommene Fremde. Am 17. Februar. Hlltcl stadt Wien. Lotter, Kaufm.. Nilruberg. — Herzfeld. Kanfm, Nizza. — Keßler, Wahrina., Sturm, Schild, Fuchs, ssrih, Ehmanil llnd Duldncr, Kaufleute, Wien. — Ledncr, Kaufn,., Prag. — Müller, Kausm.. Remschcid. — Kopstcin, Kaufm,, Siffel. Hotel Elefant. Ausch, Vahninfpcctor - Peillinger Emilie, Direc-tors^Gattiu, sammt Familie; Grnnwald, Ulmann, Prais'ch, Kimmerer uild Weih, Kaufleute, Wien. — Viertl, Reisender, famint Fran, Böhmen. — Turnsek, Reisender, Mähren. — Suschuil, Kaufm,, Graz. — Kuteman, Kausm,, Trieft. — Sperl, Fa!'rif«leitrr, Fiume. Hotel Vairischcr Hof. Neubaner, Privatier, Abbazia. Rasthof Tiidbahllhof. Potorut,, Major. Cilli. — Erzen, Besitzer, Veldes. — Gollob und KoZir, Besitzer, Krainburg. Verstorbene. Den 15. Februar. Johann Maeel, Arbeiters-Sohn, 4 I. 7 Mon, Ilouca 33, Bronchitis. Den 16, Fedruar. Eduard Pozgaj, Diurnistens-Sohn, 2 I. 5 M., Bahnhofgasse 28, Lungenentzündung. — Maria Hlof, Magd, 31 I., Polanastraße 32, H.r^lappenfeyler. —' Albin Spiller, Vriefträgers.Sohn, 16 Tage, Petersstraße 60. Atrophie. — Anton Koceli, Affecuranzbeamter, 46 I,, Deutfche Gaffe 8, Auszehrung. Den 17. Februar. Aloifia Iufchel, Näherin, 24 I, Pcl.rsstraße 13, Balichfellrntzündung. Im Spitale: Den 14. Fcbruar. Elifabeth Hrovatin, Magd, 46 I>, Auszehrung. Den 15. Februar. Paul Hrivar, Schuster, 47 I, Auszehrung. Den 16. Fcbruar. Franz Maru, Lederer, 50 I-, Auszehrung. Den 18. ssebruar. Helena Sever, Inwohnerin, 72 I, Marasmns. — Jakob Iurmaun, Bergknappe, 65 I., Hydro-pericardium. Meteorologische Veubnchtnnsscn in ^aibach. " 'N'T 3« " 3^l «'ind «lnsichl -^ ö "" Nter"1^^ 18 2 » 3l. 737.01 ! - 7.8 NO schwach heiter > 0.00 9 . Ab. 736.79 > —13.4 NO. schwach ! heiter ! Anhaltend hcitcr, große Kälte. Das Tagesmittel der Wärmt —13,5", !.»: l3,2" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. Ostgalizien (Grzymalow) am 22. Matz l885. Herrn Inl. Tchanmann, Apotheker, Stockerau. Fast dnrch 25 Jahre habe ich an Magenkatarrh und an d^int verbundenen Uebeln qualvoll gelitten. Nachdem alle Curalio»5' mittet, welche ich laut ärztlicher Anordnung und der in den A'>' tnngen veröffentlichten Ankündigungen versuchte, nicht? geholfen hatten, gab ich fchon jede Hoffnung auf, und in Jahren lwrgeiiiclt/ zitterte ich, abgemagert, geschwächt und schrecklich au seyend/ vor dem mit Melancholie verbundenen traurigsten Ende. Doch dec Erfolg Ihres Magcnfalzes, den ich an H . . . . bemerkte, verleitete mich noch, dies Mittel zu versuchen. Und Ihr Magen-falz hat an mir Wunder gewirkt. Jetzt bin ich bei Kiästen, '"' Gesichte roth - gar nicht mager — bei bestem Appetit »nd Ver-dauen, am Körper und am Geiste erfrischt, und kenne keines uon meineu Leiden mehr. Jeder Dank ist zu wenig. Aber d^r all" wissende Vater unser möge Ihnen jene Wohlthat, welche 2>e den Leidenden erwiesen, tausendfach vergüten. — Mit der Vitte nm zwei Schachteln für mich nnd um zwei Schachteln für meinen Sohn Paul, wohnhaft in Lemberg, Klempnrrgasse (Älacharska Ulica) Nr. 2, Stock II. (beides gegen Postnachnahme), verbleibe >ch Ihr dautschuldigster Diener Anton Dziopinsti m. r>, enicr. Aürgerschullehrer. Zu haben beim Erzeuger, lllildschaftlicheil Apotheker '" Ttllllcrau, ferner in asleu renommierten Apolheten Oesterrei"!' Ungavncli iu Laibach bei den Herren Apothekern G> PiccB, E-. Virschih, Nl>. v. Trillaczy und Jos. Suoboda. Preis einer Schachtel 75> lr. — Verfandt von mindesten» zwei Schachteln gegen Nachnahme. (4l5l) W Danksagung. ^ ^O Anlässlich des am heutigeil Morgen ^^) umsichtiges, energisches uud aufopferu- ^^ -^^ de^ Eiilgreifeu, sowie das k. k. Militär ss^> ^^ durch seine unermüdliche Vctheiligllng ^5 ^G au deu Rettuugsarbeiten meiu au ^^ ^^ das Theater uumittelbar augreuzeudes ^> ^D Haus vor sicherer Vernichtung bewahrt. I? ^V Meiil Erstes nach diesen Stunden ^ -^^ großer Gefahr und Aufregung ist es, ^> ^^ der löblichen freiwilligen Fcncrwehr ÄL ^V nnd dem k. t. Militär meinen auf- ^ ><^ richtigsten uud N'ärmsteil Dank öffent- ^ ^^ lich ansznsprechen. (856) 2<^ >>^ Laib ach am 17. Febrnar 1887. I^ ^ Michael Aastner. N >» Allen unsere,! werten Verwandten und Beka»N' > » ten, welche uns bei dem Ableben unseres innigf^ > « geliebten, unvcrgcsslichcu Gatten, bcziehungswe>!^ > W Vaters, Sohnes und Bruders, Herrn > » Anton Koceli ! M ihre Theilnahme in so herzlicher Weise bezeigt^ > ! ! M sür die zahlreiche Vcgleituug zur lchten RuhcstaU ^^ nnd fnr die schönen Kranzjpcnden sprechen wir U> ^^> ^M fern aufrichtigsten und herzlichsten Dank aus-W Laibach, 18. Februar 1887. W Die trauernd Hinterbliebene ll>W ^aibachcr Zeitung Nr. 40 335 19. ^war 1887. Course an der Wiener Börse vom 18. Februar 1887. N°« dem oM^n Eours°i°tte. «veld Ll,'are Staats-Anlehen. A,"""te 77,°.. 7° l«8<,,^ ?/» Staatslose 25a fi. ii!5^ l'/e — '8«<^r «°/ si""«« 500 „ !«U?5l81l 'b«^r ki.° Mnftel 100 „ 133—l,»3f,,, !«64ci ^laatsiosc . . ,«0 „ ie5?s,,8«, 75 "»'"tei.teilscheine . . p« Et. -'____- ^lf»e?/^^°ldrente. steuerfrei . ,09>—,09-?<, li. ^otenrcnte, steuerfrei . vß — ««Hu "?' A,°?"l,te ^°/° , . . . 9«, 05 LL «5 " i"p'"renle b°/„ .... «e 15 »« 3,' «>!e!!d.-Anl. ixu fl.ö.W.S. ,47 50^4«- ^ Idahn.Piionläleu . . 0Ü'5(>! W - ' ^l">n«-Obl.(U,,g.Oflbahn)-------!i2u,_ " «. ", ,. vom I, 1876 . ——,,4- th'ci^""^ «>»l. i^ ,oc>sl. ö. w. 1,« 5011? - ^ 'undrntl. - Obligationen 5/° b°hm,,che.......log. _.^ :Z>V^ ^ ^, ^, ^'«« ^^N"!^' , , ^ ^- ^- Oeld Ware 5°/„ Temeser «anat . . . . 104 —l0«,5<> 5°^ ungarische......io4.-104 50 Andere öffentl. Nnlehen. Ionau°Reg.»^ose b"/« 100 fl. . —'— ^'-^ dlo. Anleihe 1878. steuerfrei . !N5 25l05?5 Aüleben d. eladlg^mcindc Wien 104 ?s> »0b 25 Anlehen t-, Ctadlqemcinbc Wien lEilder und Vold) . . . . »23'—181 - Plämien'Anl. d. Et.btgem. wie» 121— l«l 25 Pfandbriefe (für 100 fi.) '^odencr. allg, ösierr. 4>/»<>/a Gold. 125 75128 25 d<0. in 50 ,, „ 4'/, °/o l0N 25 101 — dto. in 50 „ „ 4°/<> . »n s>u »7 - tto. Prämicn^schulbverschr.»°/o 99?5icoz!^ ^esl.HyPothelcnbanl l«j.5'/,°/° 1«> ^10175 Olsi.'ung. Bunl verl. t»«/« . . 101 cn io^ - bto. „ i«2io i0l,5U bto. „ 4°/n . . «8— U8b0 llng, alla. Bodencredit-Ncticnges. », Pefl in I. I««9 vr»l. 5'/,°/° -^'--------^ PlioritätO'Obligatisnen (füi ll)U fi.) «ilisabelh Wcslbahn 1. Emission —>— — — herb»lllnbe°i>iolbbahn >n Silber 9800100 — ^ranz«Ic>lI»Dahi>..... —>— — — i^alizisuc zian ° 5'udwig » Vahn Em.lv»! »UU f>. E. l'/,°/» . 98 l» 08 75 Qefierr. ^iorlNestdahn . . . 105 30 lub »" «:>et'!,»dU!»cl....... ——! — — «seld A!ac>' Staat«bahn 1. Emission . . ige 50 — — Südbahn <»> 8 °/„.....,52 —!54- „ 5 5°/».....128 — I«N 25 Nng.-galiz. Bahn.....u« 30 »e 80 Diverse Lose (Per Sti!0 Ofeutl ^,'ose 4N sl..... 47 z5 47 75 Palfsy-Vose 40 N..... 42 l>N 43 5" Noiben Kreuz, öst. Ges. r. w fl. 14— 14 20 «udolf-Vose iu ft..... lg ^ 1850 Eaim-^'ose 40 sl...... 54-75 Kb 2s, Et,»Genl'i««Vose 4« sl, . . . 54 — K6— Waldstein-Vose l<0 sl. . . 24-— »5-. Windlschgrälj^'ose 20 sl. . .4,-43 — Vnnl-Nctien (pcl Slucl). Nnglv'Oestell. Äant li00 sl, . in« 7k i03 »', «anlucrem, Wicner, K,» fl. . 94.^ 94 5« Bdnc».'Ä!,st,,Qeft.!i0usl,S.4<»°/, <,Iz,>-,oz8» 50 6tdl.°Ans,,f.Hanb.u.O. »uusl. 271 eal!?4— «ircditl'ünl, NUg llng, üuo sl. . »7g,. 279 hs, Deposneiidanl, All,,, 2W fl, , ,ßg _ i?l-— üoc»,U!pte»Oel.,z«ledciöst.50<>zl. 54»'— L46 — ^ypoihelrnd., oft. z!0u sl. 25"/<,2. 5«__ — V^nterd., oft. .uusl. G.bo",o E. ««2 K0 2L3 - Oeslc«..Unü. Baul . . . , ^»45—847-— Ui!l»i!l>an: üuu ,>.....zy, 25 «a<'?5 ^«l^lvr,!,li, viu,j. ,l,i fi, , 14U-50150-5U Actien v!in Danöport-Nn^rnehmungen. (per Stücl). Mbiecht«Vahn zoo fl. Silber . —-_____— Nlsölb-ssiiim.'Vahn 200 fl. Silb. »77'—177 25 Nussia Wcstbahn »00 sl. . . . L,v>—^«7 - Vuschtiehraber Eisd. 500 fl. CM. 745. —755 - „ Mt.U)»0NN. , 195-197 — Donau « Dampfschiffahrt« - Ges. Oefterr.5.00 fl. 50 i?n 50 Dur>Vobenbacher iM. «330 283»! ssran»>°Iosef. < ahn «00 sl. Silber-------____ ssiwflirchcn'^>irc!cr.'7!l,'.^uu !l. s. —-— —- — l.'cmb«g ^zernowitz'^asfu «iifen» bahu.Oesellichail ^u») fl. ö. W. «12 50 213 50 Uloyb,öst, u»g„ Tricst5U0fl.!2,Ul. 5^8 -5,2 . Oesterr, Vlordwcstd. ^0 fl. Silb. 15« _ i<>^ 5» bto. (lit.ü) 20^ ,l. Eilver . 148 7514!) — Pr»g°Dul>!l «iljcnb, 150 fl. Oilb. «5 75^ „y ^ Nudolj« .lyn «uo fl. Sllver . i80'?5^iUl ll5 HleveilvUrg.l je»!?. üuo sl. . _ _l ^_!. Htaal.'c,, .^.>^u ^>» >l, ä. W, . 840 25^40 75 Kübbahn L00 fl. Silber . . . 88 50 89 2K Süd««ordd »Verb., '!,2no fl. r. i?0sl. ö. W. 2>>7 — 2 «75.0 , Wr., neu lao fl. 94 - 95 — TranSport«Gesellsch.ift lon fl. . — — — — llnss.-nallz, Eisciis, Lno fl. Silber l6l 75 18» «5 Una, Norboftbabii Ü0» fl. Silber »57 75 158 50 Ung.Westb.(«aab,Gra,)W0fl.G, i«0 — 161 — Inbuftrie.Actien (per «Ltilcl). Egybi und KlndbclH, Eisen« und «?lahl-Ind, >n Mcn lill sl. , —-— -, » Hlsenbabmv.'Veih», l. «u fl, «O/a »g — 8»5l> „Hlbemuhl", Papi.lf. u. Ä.'G. «4-- «5 — ^tonlan-G^selljch., öflerr.-alpine ü3ü5> «3ko Präger «Hlseu-Ind.'Äes. 200 sl. . i80.—182 — <-al^o»T>>lj, Hiscnraff. 10» sl. . —- - — — trifailer »ohlenw,«Hcs. 70 fl. . — — —>— Wassens.O., Och. mW. lOvfl. —-------.— Devisen. Deutsche Plätze......«2 90 «3'10 Bonbon.........lz<< 50 129 — Pari« .........5057. 50 6L Petersburg .......—-^. —-— Valuten. Ducaten........ g «4 g<)g 20.ifranc«'Stü^t''>'ffll'^'11 1 Flasohe 20 kr., 1 Dutzend Flaschen 2 fl., ILWBw^wftiBI—B 5 Dutzend Flaschen nur 8 fl. Apotheke Trnköczy I neben dem Rathhause in Laibach. (ioo) 7 1 &MP" "V7"ird tä-grlicli. per Post versendet, "•ß I Ausgezeiohnet durch das Lob Seiner Majestät des Kaisers! ^ Erfrischende ozonreiche Waldluft im Zimmer ga£- nur durch Apotheker Ghyllany's —^ ^ ^ H Waldbouquet. 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Popp ii, Heide (Holstein), dnrch dessen einfache (5nr ich, Gott sei Dank, meine frühere Gesimdheil in kurzer Zeit wieder cvlanqte. Herrn P. danke ich uon ssanzem Herzen fnr die so erfolgreiche Ae-mühllng nnd einpfehle dellselben allen Ver-daml»a,5leidendell aufs wärmste. (28) 3—3 Ludwia Presst, Wien, VI., Gnmftcndurfer strahc ^, III. Sliege. II. Stock, Thiir 2li. 1/10. 83. Wird beglaubigt dnrch W. Piehl. I. I. F. PoppS Politlinik in Heide (Holstein) versendet auf Verlangen die belehrende Schrift „Magcn-DallillatlNlh" gegen vorherige Einsendung von 10 lr. Wasserdichte (u ' u Wagendecken in verschiedenen Grössen und Qu alitäten sind zu billigsten Preisen stets vornit liig bei It. ]Raii^iii«>-(^i- Spediteur der k. k. piiv. Südbalm Laibach, Wienerstraßse Nr. 15 Danksagung. Herr Michael Kastner spendete unter verbindlichen Dankesausdrücken der Laibacher freiwilligen Feuerwehr zur Förderung ihrer Vereinszwecke den Betrag von dreihundert Gulden. Für diese zur theilweisen Deckung^der durch den Theaterbrand erwachsenen Kosten und nothwendig gewordenen Ersatzanschaf-fungen hochwillkommene Spende spricht hiemit öffentlich derl Dank aus der Ausscünss der Laib, freiw. Tcnerwelir. Laibach am 19. Februar 1887. I^'M iili ZilieiftI tliuill'er ljt.^V welches der vielen, iu den Leitungen an«1 geprieseneil Heüiniltel er gegen sein Leiden nehmen soll, dev sckneibe eine Correspondenz» larte an Nichti-rS Verlags-Anslalt in Leipzig und verlange die Broschüre „zirautcusrcund". Ill diesem Äiichelchm isl nicht nur eine Anzahl der l'cstcu m»d bcwährtcslen Hausulittel ausführlich beschrieben, sondern es sind auch ^ erläuternde Krankenberichte beigedrnctt wordeil. Tiesc Berichte beweisen, dah jchr oft cin ri«fnches Hauöllliltel ge-«iizjl, um selbst eine scheinbar uuhcilliarc «nnilhcit noch glücklich geheilt ,^n sel>en. Wenil den, >lrlN'.ten nur das richtige Mittel zu Gebute slcht, dann ist sogar bei schwerem Leiden noch Heilung zu erwarten und darum sollte lein Kranler versäumen, sich den „zlraulenfrennd" lominen ,^u lassen. An Hand dieses lesenswerten Buches wird er viel letter eine richtige Wahl treffen können. Durch Zusendung der Broschüre erwachsen dem Besteller keinerlei Kosten. (4443) 31—12 >g CACAO BL und Jfcfcj lBlMl CHOGOLADE Victor gjj^j Schmidt & Söhne welche auf der ersten Wiener Kochkunst-Ausstellung mit dem höchsten Preise, deir Lhrendiplom, ausgezeichnet wurden, sind nur echt mit unserer behördlich registrierten Schulzmarke und Firma. Zu haben bei allen renommierten Herren Kaufleuten und Dnlicalossenhandlern, in Laibach bei Herrn Peter LaSSnik. — Versendung in die Provinz per l'oslnaohnahme. u . IP VICTOR SCHMIDT & SOHNE k. k. landesbef. Fabrikanten. Kubnk und Central-Versandt Wien, IV., Alle«Kiuwe Nr 48 QiHclist dem Sudbahnhofe).