Laibacher Zeitung. . k SV». Mittwoch an» V» December «85T. ., ., ,, , ^ . .. ,,,,,!,n„t ,»i< A>!>1mih!»c dcr Zoll»- u»d ss.irrt>ii,f. tä,,lich, «!!!' sutt.t m„!,!lt !»e» Äl'ilagc» !M Co », vt o ir q ., n , i ä hr! g ll >!., l, >1! bj ä s» r! q 7» il. »ft sr. »lit i).. ..v>>,,'s>c„,> '^"'"^^„^, ^i„.i 1.s!„»,, ni's H^»^ not' halbjährig 30 sr. >!>.s,r z» euliicht,». Mit der 'l^s! pl'rtl'- Kr.„ ^'»„ft >n> ^^^ ^,,„.^,„5 »Nr gednicklcr Nl'N^ !.', ji.. s, a ! b ,'>> h ri g 7 sl. Z<» kr, — I» i crat > on s^el'iili r si» nne Si^ilteü^il, oder dlü 3lm,m ^»ssll'sii, fi.r li». ''',', "'!^^i!t,,,'/'< lr s>>r ,w,»»a!'^ ^ sr,. 'ür vrs!»,»l,g. 5, fr. (5. M. I»,.r<,tc !'i5 12 Z.l!t» fl'st.» l fl. s»r 3 Mal. .'»<» fr. ,,'ir 2 M.i! n»b 40 lr. fiir l Mal lmzüschall.., ^' ^ ' „ (,^l'»hrc» ist »ach dc>» , provismisch.» Ar,'^ vl'i» <>. '.'^'v.»,l'.r »«.''l) s,,r I»s.rl!mi^!stä,!,l'!l" »mh !0 lr. si>r line j.'dcH»!al>> <5i>,!cha!l»»q hinz» z„ rech»s». <^e. k. k. apostol. Majestät haben allergnadigst zu gestatten gernht, dasi der Arcieren-Lcibgarde lind Rittmeister Friedrich Freiherr v. Neinenstein das ihin verliehene Ehrenkrenz des Iohanniter-Ordens tragen dürfe. Nichtamtlicher Theil. Das Eontillcukalsystcm. N. ('. Wählend die Frage: „ob Zollverein oder Zolleinignng Deutschlands", noch in der Schwebe ist, nnd anderer SeilS hier und da die Vesorgniß sich regt, ol> das welthistorische Drama, zu dessen Fort-sel.ning nach einem beinahe vierzigjährigen Zwischenacte jüngst in Paris der Vorhang gelüftet wnrde, sich wieder über die Gränzen Frankreichs ansdehnen werde, dürfte ein ^iückblick anfdas ehemalige Continental-Sy-stem an der Zeil sein. Der Schöpfer desselben, der kriegerische Imperator Napoleon, sprach sich darüber folgender->mis;en ano: „Ein großer Gedanke fiel mir ei». Ich wollte der Welt die Wohlfahrt verzeichnen, nnd de» Anfang mit Enropa machen. Ich glanl'te die Enro-päcr reif gem'.g, mich zn verstehen und zu unterstüz-zen. Ich erklärte mein System der Continental-blokade; die andern Mächte schwuren, dabei mitzuwir-ken. Wenn dieser völlig entschiedene Wille, alle Manufacture« und Colonialerzengnisse Englands zurückzustoßen, vom Norden bis zum Süden aufrecht erhalten worden wäre, so war Englands Herz getroffen. England fühlte die Größe der Gefahr, und sparte nichtS, sie abzuwenden. Mau würde ein Königreich für daS kanfen können, waS eS ihm kostete, mein Blokade-System zn vernichten. Wenn ich bedenke, daß man einer mehr oder weniger gezuckerten Tasse Kaffeh wegen die Hand znrückstieß, welche die Welt befreien wollte, so kann ich nichts als ansrnftn: O Völker, wie sehr verdient Ihr Eure Fesscln und Eure Schande!" Die Geschichte des Continental-Systems beginnt eigentlich schon mit den Geseyen v. !l). Vrnmaire Jahr V, und vom 22. Bentosc Jahr Xll, mit denen die Cm-fnhr der Colonial- und Manufacturwaren, welche von den englischen Veslyungen und Fabriken sowohl zu 5,'and als zn Wasser nach Frankreich kamen, bei Verfall der Waren, dreifacher Geldstrafe, bei Arrest und sogar bei Todesstrafe im Falle der bewaffneten Znsammcnrottnug dcr Schwarzer, verboten wurde. Diesen Decrettli folgteu jene ans Verliu v. 21. November 1«W und ans Mailand v. 23. Nov. 18lN; aUe Schiff.», welche ans was «mmer für einem Grnnde England auch nur berührten, und dann in einen Hafen Frankreichs einliefen, wurden sammt der Ladung als conjiocirt erklärt. .Hierauf decrctirte Napoleon am 17. December des lefttgenannten Iah-reS, eben auch aus Mailand: „In Erwägung der. von der britischen Regierung nuter dem 11. November verordneten Maßregeln, wodurch die Schiffe der Neutraleu, Befreundeten und sogar der Miirten Englands nicht nur einer Untersuchung von Seite der englischen Kreuzfahrer, sondern sogar einer gezwungenen Landung m England, und einer willkürlichen, durch die englische Gesengebnng zu bestimmende Auflage von soviel Percent der i,'ad>mg unterworfen wurd.'i,; im ^lnbetrachte, dasi die englische Negierung hierdurch die Schiffe aller Nationen von Enropa de-nalionallsirt hat, dann, daß es sonach keiner Macht frei steht, seine Unabhängigkeit und seine Rechte zu wahren, während alle Fürsten von Enropa die Souvcrai-nität und Unabhängigkeit ihrer Flaggeu aufrecht zu halcen berechtiget sind, nnd daß endlich, wenn man ans einer nicht zu entschuldigenden Schwäche, welche in den Augen cer Nachwclt ein unvertilgbarer Schand» fleck wäre, eine solche Tyrannei angehen, nnd durch die That einweihen ließe, die Engländer sie zum Gesefte erheben würden, wie sie die Dnldnng der Negierungen benüftten, um den schändlichen Grnndsa») anfzn-stellen, daß die Flagge nicht dle Ware decke, nnd um ihrem Rechte der Blokade eine willkürliche, die Souveränität aller Staaten antastende Ausdehnung zu geben, so haben Wir verordnet und verordnen wie folgt: Art. 1. Jedes Schiff, von welch' immer einer Nation, welches die Untersuchuug eines englischen Schiffes znlasit, oder einer Reise nach England sich unterwirft, oder der englischen Regierung waS immer für eine Auflage entrichtet, ist eben dadnrch denacio-nalisirt, deü Schnlzes seiner Flagge verlustig, uud als englisches Elgeuthnm erklärt. Art. 2. Weun so-geartet, du,ch die willkürlichen Maßregeln der englischen Regierung denatio.mlisirte Schi,fr ln unsere oder uusVrer Alliirten Häfen einlaufe«, sie mög.',, i» die Gewalt unserer Kreuzfahrer oder der Kriegsschiffe fallen, werden als gute Prise erklärt- Art. 3. Die britischen Inseln sind zu Wasser und zn Land in Vloka-destand geseyt; die Schiffe aller Nationen und jeder Ladung, welche von englischen Häfen oder Colonien oder von Landern, die von den Englandern besept sind, kommen, oder dahin gehen, sind wegen Ueber-tretung des gegenwärtigen Decretes als gute Prise erklärt, sie werden von unsern Kriegsschiffen oder Kreuzfahrern gecapert, und den Capern znerkannt. Art. 4. Diese Maßregeln, welche eine Nepressalie sind für das, von den Engländern, die ihre Geseyge-bnng jener von Algier annähern, angenommene barbarische System, haben anf alle jene Nationen keinen Vezng, welche den Englandern Achlnng ihrer Flaggen abdringen. Sie behalten dagegen so lange ihre Wirksamkeit, als diese Negierung nicht zu dcu Principien deö Völkerrechtes zurückkehrt, welches das Verhallen der civilisirten Staaten während deS Krn, ges regelt. Die Bestimmungen deS gegenwärtigen Decretes sind aber null und nichtig, sobald die englische Regierung zum Völkerrechte zurückkehrt, welches zugleich daö der Gerechtigkeit und der Ehre ist. Art. i'l. Alle unsere Minister sind mit dem Vollzüge dieses Decretes beauftragt, welches in das Bulletin der Geselle anfa/nommen wird." Es fehlte nicht an Versnchen, das strenge Con-tinentalsystem wo möglich zu umgeheu, und während z. V. die Einfuhr der Colonialwaren ans Brasilien, Cayenne, Snrinam, ans der Levante u. s. w. nach einem eigenen, sehr hohen Tarife, gegen Licenzen, die vom Kaiser ftlbst unterfertigt waren, und gegen dem gestaltet wurde, daß ein Drittel der Schiffolaonng in Seesalz, die Gegenfracht aber in inländischen Waren bestehen mnßte. fnhr man, stall nach der Levante, nach Malta um Ladung, nnd auf ähuliche Weise ka-meu aus den befrenndeten oder alliirten Staaten statt eigener, vielmehr englische Erzengnisse ins französische Reich; die Anordnuug der Ursprungszeugnisse reifte nilbl zn, daher sah sich Napoleon zn einer äußersten, strengen Maßr>gel genöthigt; er befahl nämlich am 19. October 181l), daß alle betretenen englischen Waren öffentlich verbrannt werden sollen. Und so hatte sich in die Geftpgebung der Con-linentalsperre immer mehr und mehr Haß und Erbitterung eingcschlichen, und es wurde dasselbe zn politischen oder kriegerischen Zwecken benüpt. Die primitive Absicht Napoleons war, nach seinem eigenen Geständnisse, die Macht England's, die er dem Handel jenes Inselstaates mit dem Conlinente zuschrieb, zn brechen; der britische Handel mit den Staaten des Continents gerieht auch wirklich bedentend in Stoctnnq, allein Englands Waren und Capitalien fanden nach andern Welttheilen den Answeg, und somit waren dnrch das Connnentalsystem die Nationen des Continences weit empfindlicher als England selbst getroffen, denn der Seehandel der europäischen Staaten lag gänzlich darnieder; Triest z. V. weiß davon zu erzählen. Andererseits ist nicht zu läugnen, daß das Continental-System das Entstehen und Aufblühen eigener Fabriken am Festlande begünstigte, und es gingen nicht wie vor und nach Millionen anf Niemehrwiedersehen über'S Meer. Nichtsdestoweniger wurde dieseS System von Groß und Klein, von Manchen auch uru „einer mehr oder weniger geznckel-ten Tasse Kassel) wegen" angefeindet, und trug nicht tveuig zil dem Hasse der Völker bei, der den Sturz des Kaisers herbeiführte. Insbesondere hatte jenes öffentliche Verbrennen der englischen Ware», für die Menge etwas äußerst Gehässiges, und wir kannten einen goltesfürchtigen und pstichtergebene» Man», der sich durch deu Vollzug jenes GcsepeS die allgemeine Abneigung und Verfolgung bis zum Tode zugezogen hatte. Werfen wir nun noch einen Blick auf den Ursprung des deutschen Zollvereins zurück, lind wir werden finden, daß die kleineren Staaten, welche ein selbss-ständigeS Zollsystem nicht aufrecht halten konnten, der Nothwendigkeit sich fügen, und als die Schwächeren an den StätkVren, an Preußen'S Zollsystem sich anschließen mußten, die Vereinsländer aber insgesammt haben eS unzweifelhaft dem Continentalsystemc zn verdanken, daß ihr Fabrikswesen zu einer Höhe stieg, die es möglich machte, den Zollverein in'S Leben zn rufen, welchem Mlverkennbar die Absicht zum Grnnde liegt, die Industrie und deu Handel der Vereinsstaaten von der Suprematie England's zu emancipiren, dieses aber war anch die ursprüngliche Tendenz des Continental-Systems. Oesterreich Trieft. 27. December. Die „Trieste,- Zeitung" bringt nenesle Nachrichten ans Ostindien. Der vorgestern Abends nach 12ttstündiger Reise mit 7 Passagieren aus Alerandrien eingetrossene Lloyddampfer „Egitto" brachte unS Nachrichten ans Calcutta vom 22. November nnd aus Bombai vom !l. December. Die Mittheilungen oom Kri/gSschan vlane in Birma gehen bis zum 18. Nov.; sie wiederholen die alten Klagen über unnüpe Zögernng nnd ulwklhällnißmäßige Kosten - Uebelstände, die man ziemlich einstimmig dem. wie eS scheint, dnrch sein Alter geistig und körperlich schon etwas herabgekommenen General Godwin zur Last legt. Derselbe sollte am 1!1. mit 4 Dampfern und 12W Mann nack Pegu aufbrechen, das, ebenso wie Prome, schon ein Mal beseht, dann aber wieder v.rlassen worden war. Ei» 1274 neuer Ueberläufer von Bedeutung hatte sich in dem Sohne des frühere» Statthalters von Rangun gemeldet, der mit seinem Weibe sich den Engländern ergab — wahrscheinlich, um seinem Vater die Wege zu ebnen. In Ostindien selbst kann als das bemerkenswertheste Ereign iß die erste Fahrt hervorgehoben werden , welche am 18. Nov. auf der Eisenbahn von Bombai nach Tanua Statt fand, eine Strecke vo» ungefähr 20 engl. Meilen, die, zum großen Erstaunen der Eingebornen, in '/^ Stnnden zurückgelegt wurde. Der nene Oberbefehlshaber, Lord Frederick Fitzcla-rence, traf am 27. Nov. von Suez am Orte seiner Bestimmung ein, uud unternahm sogleich eine In-spectiousreise. DaS nenlich erwähnte Gerücht von einer Erhebung in Afghanistan, der sich die Bevölkerung von Scind anschließen wolle, laßt sich auf eine Nachricht der „Delhi Gazette" zurückführen, der zufolge Dost Mahomed — so erzählen wenigstens die Eingebornen — sich mit den Brüdern von Kandahar vereinigt habe und auf Khelat rücke. Der bvchw. Herr I. Mullens von der Londoner Missiousgcsellschaft hat im „Calcutta Review" einen Ueberblick dcS Zustandes der christlichen Gemeinden in Indien veröffentlicht, der vielleicht die ersten authentischen und überhaupt manche interessante Nachrichten über die Mittel, so wie über die Erfolge der protestantischen Propaganda in Ostindien enthalt. Herrn Mullens zufolge gibt es dort 22 MissionSgesell-schaften mit 443 Missionaren, unter denen sich 48 ordinirte Eingeborne und 698 eingeborne Katechisten befinden. Diese Ageuteu sind auf 313 Stationen vertheilt und haben 33! Kirchen für die Eingebornen gegründet, welche 18.410 Communicanten und im Ganzen 112.191 eingeborue Gemeindeglieder zahlen. Die Missionäre unterhalten 1347 Volksschulen mit 47.1504 Schülern. 93 Pensionate mit 21.414 Zöglingen; sie überwachen ferner 120 mittlere und höhere Schnlen (mit engl. Unterrichtssprache), die 14..^02 Schüler zählen. Dazu kommen 347 niedere Mädchen» schulen mit 11.Ü19 Schülerinnen nnd 16!i Mädchen-pensionate mit 277!) Zöglingen. Für Europäer werden 71 kirchliche Stellen unterhalten. Die Gesammt-kosien belaufeu sich jährlich auf 190.000 Pfd.. wovon 33.000 in Ostindien selbst beigesteuert werden. In Ceylon ist eine Commission niedergesetzt worden, um zu untersuchen, welchen Nntzen die Einführung electrischer Telegraphen für die Insel haben könnte, und wie sie auf die angemessenste Weise zu bewerkstelligen sei. Die „Triester Ztg." bringt uuter Anderm folgende neueste Nachrichten aus der Levante mittelst des Lloyddampfers „Asia" : Die Pforte beschäftigt sich ernstlich mit Erspa-rungsplänen. Ob sie zum Ziele führen, wird die Folge lehren. Vor der Hand ist eine Gehaltsvermindernng für sämmtliche Beamten beschlossen, um jährlich 30 bis 40 Millionen Piaster zu ersparen. Abzüge sollen nicht gemacht werden, allein mau will den Gehalt jedes, einen höheren Posten übernehmenden Beamten bloß um etwas vermehren, dagegen einige hundert höhere Functionäre pensiouiren, eine Maßregel, die jedenfalls Unannehmlichkeiten verursachen wird. ohne das gewünschte Ziel zu erreichen. Iu Betreff der Bank vernimmt man, das; die Pforte einer Gesellschaft oder mehreren europäischen Bankiers gegen Garantie jährlich einen Zuschuß geben, sich sonst aber nm keine Bankaugelegcnheit kümmern wolle; fände sich bis zum 12. März 18.^4 kein Unternehmer zu dleser Bedingung, so würde die Bank alsdann ihre Wirksamkeit einstellen. — Die Vorfälle in Montenegro scheinen der Pforte große Sorgen zu bereiten. Omcr Pascha soll mit der ganzen bosnische» Heeresmacht die „Nebellen" züchtigen, wahrend die mouteuegrische Küste vou der Seeseite blokirt wird. ") Wien, 26. December. Se. k. k. apostolische Majestät haben die von dem Secretär-Dolmetsch der k. k. Internnntiatnr in Constantmopel, Ottokar Maria Freiherrn v. Schlechta, metrisch ans dem persischen *) Audcrcu Acnchtnl zufolge hatte dic Pfurtc l'crcits die Nord-albancsischc H»,stc von Dukiguo aufwärts in Vlvlabczustand erklärt. übersetzten Werke: „Ibu Iemius Bruchstücke" und „der Fruchtgarten des Saadi" allergnädigst anzunehmen und demselben die große goldene Medaille für Kunst uud Wissenschaft znsenden zn lassen geruht. Verona, 20. December. Gestern hat die feierliche Uebergabe der Section für den lombardisch-vene-tianischeu Eisenbahnbetrieb an den k. k. Ministerialrath und Gcueral'Inspector der Communicationen, Herrn Ritter v. Bö king, als an den hierzn dclegirten Miuisterialcommissär, Statt gefunden. Der Herr Mi-uisterialrath uud Oberdirector Ritter N e g r e l l i-Moldelbe stellte das VetriebSpersonale vor und hielt eiue der Veranlassung angemesseue Anrede. Veuls ch l a n d. Berlin, 21. December. Die erste Kammer hat gesteril bei Berathung der Verordnung vom 4. August, über die Wahleu zur ersten Kammer, uochmals ihre verfassungsmäßige, sechsjährige Dauer anerkannt uud schließlich die Commissionsauträge, welche die Nothwendigkeit uud Dringlichkeit der Verordnung, unbeschadet der nach Art. 97 auf „sechs Jahre erfolgten Wahl der Abgeordneten" anerkennen, sich aber die Ve-rachung und Veschlnßfassung über die als nothwendig sich ergebenden Abänderungen auf den Zeitpunct vorbehalten, wo über die k- Vorlage wegen Neubildung der ersten Kammer entschieden sein wird, angenommen. Der Widerstand der Minorität war schwach und erftlglos. Heute beschäftigte sich die erste Kammer mit Wahl-prüfmigen und dem Comnujsionsberichte über die zweijährige Berufung der Kammeru und die Verlängerung der Legislaturperiode der zweiten Kammer. Niederlande. Haag, 19. December. Bekanntlich hat die zweite Kammer eii: Ameudement angenommen, wodurch i» dem Budget des Auswärtigen die für ReprösentationS-kosten nnd Tafelgeld des Ministers bestimmte Snmme von 6000 st. gestrichen wurde. Ein Gleiches war im vorigen Jahre geschehen, und der damalige Minister, van SonSbeeck, ei» Mann von großem Vermögeii, hatte erklärt, feriieihiil ans eigenen Mitteln dasjenige thnn zn wollen, was er für die Ehre der Negierung und die Würde seiner Stellung den Vertretern fremder Mächte gegenüber für unumgänglich nothwendig erachte; uud wirklich hat derselbe bis zu seiner Entlassung immerfort ein glänzendes Haus gemacht, ohne von dem Staate die geringste Vergütung dafür zu erhalten. Die Regierung hatte geglaubt, diese Frage anf's Neue der Decision der Kammern unterbreiten zu müssen , indem der Fall denkbar sei, daß daS Portefeuille des Auswärtigen einem Manne anvertrant werden müßte, welcher zwar alle nöthigen Eigenschaften, nur kein unabhängiges Vermögen besäße. Der mittlerweile anfgetretene nene Minister, van Znylen van Nyevelt, hat sich bei der Erörterung dieser Frage in der zweiten Kammer um so mehr neutral gehalten, als er im vorigen Iakre, als Mitglied der Kammer, diese Ausgabe hatte bestreiten helfen und somit hat denn auch die Ansicht, daß alle Slaatsansgaben für Repräsentation des auswärtigen Ministers unnütz seien, die Oberhand behalteu. Die erste Kammer ist jedoch nicht dieser Meinung; bei den Vorberathuugen in den Sectio-nen hat die Mehrzahl die Absicht ausgesprochen, deßhalb das ganze dritte Capitel verwerfen zu wollen. Die Regierung hat sich in ihrer Beantwortung des vorläufigen Commissionebcrichces auf eine nähere Erörterung dieses Punctes nicht eingelassen, sondern einfach bemerkt, daß sie zu dem wiederholten Autrage auf Bewilligung der fraglichen Summe unter Anderem anch durch die im vorigen Jahre ausgesprochene Meinung der Majorität der ersten Kammer bewogen worceu sei. I r a n k r e i ch. Paris, 2l. December. Ma» versichert, daß die Entschädigung der Mitglieder des legislativen Körpers ans 2ii00 Fr. monatlich in der Sessionsperiode bereits festgestellt sei, auch deu Vureanr das Recht der Wahl des Präsideuteu uud der Secretare eingeräumt wer-deu wird. Der Kaiser hat jedem seiner Adjutanten, Ordonnanzoffiziere nnd mehreren anderen Personen seines Hauses eine goldene Medaille mit seinem Bilde und dem k. Adler so wie dem Namen des Besitzers gegeben. Diese Medaille, welche bloß persönlich ist, dient den Trägern zum Eintritt in alle öffentlichen Gebäude und Monumente, so wie zu allen öffentlichen Feierlichkeiten. Aus einer Zusammenstellung der Abstimmung über das Kaiserreich vom 2l. und 22. November d. I. in Vergleich mit der Anzahl der eingeschriebenen Wähler ersieht man, daß auf je 100 der Letztern die bejahenden Stimmen in den 86 Departements zwischen 48 »nd 96 Piocent schwankten. Die meisten I(, ergaben sich in Corsica mit 9ii, die wenigsten im Departement der Rhone-Mündnngeu mit 48 pCt. Im Seine Departement beliefen sie sich, Paris inbegriffen, auf 6«, in der Vendee auf .'i7 pCt. S" p a n i e n. Madrid, 1.'!. December. Die heutige „Gazeta de Madrid" veröffentlicht die Liste der uenernannten Minister. V r n si li e n. Nio dc Janeiro, 14. November. Der „Correo Mercantil" theilt mit, daß die Regierung in Gemäßheit des Gesetzes vom 18. September 18.'ll einen Contract mit dem Hrn. Ios<> Rodrignes Ferreira abgeschlossen habe wegen Errichtung einer regelmäßigen Dampfschissfahrt zwischen Rio de Janeiro nnd Santa Catharina, wobei Paranagna und San Francisco angelaufen werden sollen; die Snbvention beträgt 18 Contos jährlich, nnd das Privileginm ist ans zehn Jahre ertheilt worden. Zugleich ist mit Herrn Fer-reria über Beförderung der Posten zwei Mal mo-uailich zwischen Rio nnd Santos gegen eine Subvention von ü00 MilreiS pr. Monat ein Contract abgeschlossen worden, s» wie auf 111 Jahre wegen einer regelmäßigen Dampfschiff - Verbindung zwischen Nio m,d Caravellas, verschiedene Häfen der Provinz Espirito Santo anlaufend, mit einer Subvention von 18 Contos jährlich. Anch über eine besondere Küsten - Dampfschifffahrt , unabhängig von der Post-Dainpfschiff-Beförderung zwischen Maceio und Santa Calharina, ist ein Contract abgeschlossen worden; endlich ist die Regiernng in Unterhandlung über eine Dampfschiff^verbindnng zwischen Meceio »nd Ceara. Nettes ttttd Nettestes. Laibach, 28. December. Heute Nachmittags um 6 Uhr ist Ee. köniql. Hoheit der Herzog von Parma hier eingetroffen und habe» mit dem Abendtrain die Reise nach Wien fortgesetzt. T elegeaphische Depeschen. " Turin, 24. December. Der Instizminister hat im Senate ein kgl. Decret vorgelesen, wodurch das Ehegesetz förmlich zurückgenommen wird. Der Gemeinderath von Magdalena, Provinz Tempio, ist wegen offener Widersetzlichkeit gegen die Maßnahmen der Regierung aufgelöst worden. Der Senat hat die Finanzvorschläge für 18Ii3 mit 4.'i gegen 6 Stimmen genehmigt. ' Livorno, 24. December. Der k. k. österr. Generalconsul Ritter v. Tausch ist gestorben. — Paris. 27. December. Morgen wird der päpstliche Nmnius sein Crcditiv überqcl'en. Vonnet, Erzbischof von Vordeanr. wird als künftiger Unterrichts-minister bezeichnet. " (sonstantinopel, 19. December. Eine türkische Flottille mit Mannschaften und Kriegsmmntion ist gegen Montenegro ausgelaufen. Dieselbe wird bei Klech und Castelnnovc, in Albanien landen; nnter Einem wird Omer Pascha au der Spitze seines Ar-meecorpS den Marsch gegen das Gebirge antreten. — Die Wiedere, Hebung Reschid Pascha's znm Posten deS Großoeziers scheint nahe bevorstehend; vorlängst sollte sein Sohn von einem Posten, welchen er in der Administration bekleidet, abgesetzt werden; der Sultan verweigerte jedoch seine Unterschrift z» diesem Acte. — 'Nachträglich zn den in der heiligen Grabsache bereits reröffe'ttlichten. „nd zn Gunsten der Griechen abgefaßten Firman, haben indeß die Lateiner anch noch eine Vegilnstiqung erwirkt; es soll nämlich der Schlüssel zur Kirche von Bethlehem anS« schließend ihrer Obhut anvertraut werden. 1273 Scene auö dem califormschen (Holdsu cli er - ^ebeu. (Schlusi.) Endlich brach der Morgen an. Um l> Uhr kamen die ehrenvollen Richter der Lynch, welche mich verurtheilt hatten, geführt vom Sheriff. Sie traten ein; vor der Thür des Stoie aber versammelte fich ein großer Haufe von Zuschauern — wie sich von selber versteht, Amerikaner. Der noch halb trunkene Sheriff führte mich hinaus zu einem etwa zwanzig Schritt entferntcil Vanme. An diesen Banm wnrde ich gestellt, wahrend sich vor mir ein Halbkreis bildete. AuS diesem Halbkreise trat der Sheriff vor, affectirte die Haltung eineö Geistlichen, ließ sich eine grosie englische Bibel reichen und las mir da>ans ein Capitel — ich weiß uicht mebr welches — mit weithin tönender Stimme vor. Dann aber gab er plötz-lich die mühsam affectirte Verstellung aus uud rief, die Vibel zurückreichend, mit hohnlachender Stimme: )/!'l!lU, ix l»I! I»lm1»l^ ! V<»n lülio >>"»!<'!liiüss !<» !> !>>!<, ^»<> !>> rr!" -^ " Schaar der Deutschen, Franzosen und Spanier hatte sich nämlich leise uud uubeachtet genähert. Der Anführer derselben trat vor den ziemlich verblüff-till Sheriff uud rief, ih,, barsch anfahrend: WaS geht hier vor? Wir sl»d im Begriff, einen „damuet Deutsch-mann" zn hängen! war die etwas trotzige Autwort. „Wer hat hier gerichtet?" fragte der Anführer weiter. Wir! war der lacouische Bescheid. Ihr habt falsch gerichtet! fuhr mein Landsmann fort, denn ein solcher war er und führte den Namen Vrann. Ihr habt falsch gerichtet und nicht nach unseren Gesetzen. Wenn Ihr einen Druschen richten wollt, so musi die Jury zur Halste ans Deutschen, zur Hälfte ans Amerikanern bestehen. Seit Ihr damit nicht einverstanden, so entreißen wir Euch den Gefangenen ohne Weiteres! Daß die Amerikaner hockst unangenehm über-rascht waren, brauche ich wohl nicht erst besonders zu bemerken. Dennoch machten sie Miene, mich nicht so ohne alle Umstände frei zu geben; vielmehr hiel--ten sie für möglich, nngeachtet der anders zusammen--gesetzten Inry es dennoch zn erreichen. Der Uebermacht also nachgebend (denn an hundert nüchlerue, gut bewaffnete Freunde von mir hatten sie umringt) uud anch ihres ungerechten Gerichtsverfahrens sich schämend traten sie zusammen und wählten sechs Richter anS ihrer Mitte. Eben so thaten meine Befreier, Die neue Inry nahm vor dem Store an einem lau-geu Tische Platz, zn dem ich jetzt trete» mnßte. Nliu wnroen der Ordnung gemäß znerst meine Ankläger verhört, uud darauf kam die Reihe au mich. Bald ergab sicb, daß ich der Angefallene gewesen war, uud nnr jene Nolhhilfe gebraucht hatte, di? hier im Gebirge dnrchans erlaubt ist. Zwauzig Minnten lang dauerte die Sitzung der Jury, danu war ich völlig freigesprochen. Selbst die sämmtlichen sechs amerikanischen Mitglieder der Jury halteu sich aus eimm Reste vou Schamgefühl nicht geweigert, über mich das „?<<»!. ftiiill) !" (Nicht strafbar) ansznsprechen. Im Triumphe wurde ich vou me^ueu Befreiern in die Score zurückgeführt, woselbst »ach einigen Stunden die unangenehme Entdeckung gemacht wnrde, daß kein Getränk mehr zn haben sei. Ich nahm unter den wärmsten Danksagnngen von meinen Rettern Abschied, bestleg dann mein Thier nnd ritt, nachdem mir auch die fiicher abgenommenen Waffen wieder überliefert waren, nach unserm Camp zurück. Hier kounte ich bereits nach drei Viertelstunden mein überstandenes At'.'„t>,'lll'l' de» Albeitsgenossen erzählen, die in ih>er Emsamlvit kei„ Wort l'o„ ,ne„„. Todesgefahr vernommen, und den Grnnd meines l.nigeren AuSblci-bens lediglich der Anziehungskl'afc dcr Flasche zugeschrieben hatten. Zur Erkläruug der mir zu Theil gewordcueu nu-. vermutheten Rettnng sei noch Folgendes hier bemerkt: Es war von vorn herein die Absicht dee» Carpns gewesen, mich zu befreieu. Aus Vorsicht indessen hatte er jeden Schein eines solchen Planes vermieden, mich anch anS dem nämlichen Grunde im Store keiuer Antwort und auch selbst keines Blickes gewürdigt ; ans Vorsicht war er endlich, so lauge man ihn vom Store aus uoch mit den Blicken verfolgen konnte, langsam schlendernd dahin geritten. Sein listiger Ver-snch, die Amerikaner zn tänschen, gelang vollkommen. Dann aber, jenseits des Berges, war er in gestrecktem Galopp nach Engels-Diggins, welcher Ort zehn (englische) Meilen von Casens-Fleet entfernt ist, von da nach Morpheus-Creek und anderen Minen geritten uud hatte, die Nacht zu Hilfe uehmend, die Reiterschaar zusammengebracht; denn in Engels'Dig-gius und Morphens-Creek arbeiteten nur Ausländer, namentlich Deutsche. Die Schaar hatte sich so frühzeitig anf den Weg gemacht, daß sie um halb vier Uhr in Kasens.Fleet sehr wohl hätte eintleffen kön-, nen. Um indeß der Sache der Befreinng rechten Pomp zu geben, und den Amerikanern mit Eclat die verdiente Ueberraschung zu bereiten, hatte man es vorgezogen, hinter dem nächsten Berge einstweilen Halt zn machen, dort den Anfang der Elecntion abzuwar-ten und nun zur Rettnng eilig hervorzubrechcu. Im schlimmsten Falle kouuten sie binnen drei bis vier Minuten ja auf dem Rlchtplatze sein. So ist daS Leben bei uns im Goldlande Cali-fornien. Selten mangelt auch in den ernstesten, ängstlichsten Angelegenheiten der mehr als alles Gold werthe — Hnmor! K. Z. L lt er a r i scheS. Die Redaction des „Illnstrirten Familienbuches," beransgeqeben vom „Oestcrreichischrn Lloyd" in Triest, h«lt abermals eine Preisausschreibung erlassen ; dießmal nicht im Interesse der belletristischen Literatur, sondern, um auch in dem belehrenden Theile der genannten Zeitschrift eben so Ausgezeichnetes, wie in den unterhaltenden bringen zn können. Es ist, außer dem üblichen Honorar vou 40 st. C. M. per Druckbogen, ein erster Preis von fünf nnd zwanzig, und eiu zweiter Preis vo» fünfzehn Ducaten iu Gold ausgesetzt worden für die zwei besten geschichtlichen oder historisch-biographischen Aufsätze, welche iu gnt lesbaren Reinschriften bis zum AI. März Ikii.'l portofrei an die Hanpt-Agentnr des Oesterreichifchen Lloyd zu Wien, Hoher Markt Nr. 388, eingesandt werden, und zwar so, daß daS Manuscript nur mit einem Motto bezeichnet, der Name deS Verfassers aber in einem versiegelten, mit demselben Motto bezeichnete» Briefe enthalten ist, wie solches bei PreiS-bcwerbungen üblich ist. Der Umfang der einzureichenden Arbeiten darf höchstens anderthalb gewöbnliche Grosi-Octav-Druckbogeu, oder einen Groß-Quarlbogen der genannten Zeitschrift umfassen, »nd es werden im Hinblick auf den Leserkreis Schilderungen einzelner wichtiger Ereignisse, oder Charakteristiken und Parallelen, sowie Darstellnngen interessanter Persönlichkeiten und Znstände am willkommensten sein, zumal derartige Stoffe dem Autor die beste Gelegenheit zur Entwickelung einer leicht faßliche» und dabei doch geistreichen nud gediegenen Darstellung bieten. Ausgeschlossen sind: Bloße chronologische Aufzählungen, Mittheilungen von Urkunden, sowie Schriften über kirchliche und politische Streitfrage». DaS PreiSrich-teramt haben die HH. Professor Albert Jäger, Theodor Georg v Kara j an und Dr. Ferdinand Wolfs, sämmtlich Mitglieder der kaiseilichen Aca-demie der Wissenschaften in Wien, übernommen. Ihre Entscheidung wird am 1. Juni 18N3 durch die Zeitungen veröffentlicht werden. Sowohl die beiden gc» krönten, als auch die sonst etwa zum Abdruck gegen eas ql'wbhliliche Honorar geeignet erscheinenden Auf-säne bleiben zw.i Jahr lang, also bis zum 1. Juli 18':/;, ausschließliches Eigenthum deS „Il/ustrirten Familienbuches." M i s c e l l e u sIn der kaiserlichen Zelle im Hlosler Sau Inste) wo Kaiser Carl V. als Mönch fti„ lhateureicheS Lebeu eudete, hat man bei Gelegenheit des Umbaues einen verborgenen Wandschrank entdeckt, worin außer einigen Uhren anch die Correspondenz vorgefunden wurde, die er mit dem Italiener Ina-nnelo, einem Baumeister uud Tausendkünstler damaliger Zeit, gepflogen hat. In einem Briefe beklagt sich der lebensmüde Kaiser über seinen Sohn Philipp, der den Inanuelo nach Toledo verbannt hatte nnd ihm die Freude nicht gönnte, sich mit seinem Freunde die Zeit zn verkürzen. Der Tansendkünstler war dem Kaiser beim Fabriciren der Uhren behilflich; eine der vorgefundenen Uhren soll sogar viel Aehnlichkeit mit unseren heutigen Cylinderuhren haben. ES ist dieß eiue 4 Zoll hohe und 1 Zoll breite Wanduhr, ganz vou Messing, die, wie aus den vorgefundenen Papieren zn entnehmen ist, der Kaiser ohne Hilfe seines Freundes allein verfertigt hat. sie aber nicht vollen» dete, weil dessen Rath und thätige Unterstützung ihm dabei abging. Die vorgefundenen Papiere sind in daS Archiv von SimancaS, die Uhren nach Badajoz, als dem Hauptort von Estremadnra, in's dortige Musen», gebracht worden. Das Kloster San Inste, daS im Jahre 1836 aufgehoben wurde, ist jetzt eine Tuchfabrik. Der jetzige Besitzer hat auS Pietät die ehemalige kaiserliche Zelle, wie die Mönche ,S gethan, verschont. Allein die Umstände zwangen ihn, eS abbrechen zu lassen, wodurch die verborgenen Schätze an'S Tageslicht gefördert wurden. Die Wände d«e-ser Zelle waren ganz mit Eichenholz bedeckt, der Schrank stack darin verborgen, und ließ sich durch eine geheime Feder öffnen. Druck und Verlag von ). v. . ft. Litter» ü. ........... l09 ,/2 Lombard. Anlehen ,,, ... ..... . »,'.',- l<^ V^ Va»f-Actie>l. vr. Stück 1350 ft. t« - » (5. M. Actiei, dcr österr. D^xau-DaniDi'schifffahlt zu 500 ff. C. M...... 7^2 sl. in (5. Vl, Wechsel - Eours vom 2^. December 8 >2. A»göl l.rg, für n»tt O'»!dl!l llur., Ould. l 12 l/2 Vs. Nso. if,a»sfl»i a,M., «sm <2<»s!. si'idd. Vcr ) m>S-Währ. i,.,2^ !/>i fl. ssofi, kwld.) l l < l/2 Vf. 2 !l).'.'»a>, H.imlinz,. ji,r l,a'. iÜvonw. fin 300 Tos.nilifchl ^irc. <«»!d «10 Vf. « M<'i>a'. London, fnr , Pfund Slerlm. G»ld.» ^ ,^ ,^ ^'. ,^ ^.^^^ M!iil.i!,b, für :i<)0 ., U!»>d, Bf. 2 ilii^n t. Vi.nftllle, snr :l0<» ^».i»s.». . a'ull', l30!/2Bf. 2 Mo».,!. >l!.N!S, für 3(»0 5Wn,l.u . . li'ulk. l30 3/l-Af. 2M,»,,l. K. K. Miuiz-Dncat,'» . . . . . l71/2 pi. Ccnl.Agia. Gold- und Si!l',r«^o»rs, von» 2?, Dec. !852. Kais. Mün^Dnait.» Agio .... — 177/8 octto Rand- dto «, .... - 17 l/2 , (^«lcl <»I »»»rcu „ . . . . — <7 , ^> N»ipi,'lco»sd'or's „ .... -^ 8.57 Sonvclailiod'or's „ . . . . — l'>.^0 Rusi. Ixivlrial „ . . . . — ^.20 Flicdr ichsdVr's!' ...... — 9.<8 E»^l. SovnaixHs ...... — l<6 Sitt'.»iqio ........ — 12 l/2 Getreid - Durchschnitts - Preise ______ in Laibach am 24. December »852. Marktpreise MagKs-Ein Wiener Me hen ^""'* Wcizcn ... __ __ I ^ 36 Kukurutz ... — ^ ! 3 4lj Halbflucht . . — — s g 58 Korn .... __ — 3 38 Velste . . . . — — 3 l2 Hirse .... — — 2 47 Heidel, ... __ — > 2 '^6'^ Hafer ....__ — l 44 ! fremden-Hnzeige der hie» 2l«lgeko,u>»,en»>' und Abgereisten Din 27. December l852. Hr. Alex Fmst Mustafi», »uss. Rittmeistel-; — H>-. Glimm. luss. Cl-'llegic» ?lssessol; — Hr. Kull'a,,, Finanz Secretär; __ Hi. de Mule, engl. Piivatie»',— ,md Hr, Maiei' Maoenbel^, Handelsmalm, alle 5 vox Trieft »ach Wien. — Hr Baron Dicklnan», Privatier, von Klaqeofurt nach Gratz. __ Hr. Zim- mcrmaim, Cailieial'Coinipist, vooGrah »ach Trieft. __ Hr. Schmaida, Profess»!', von Wien li^ch driest. — Hr. p. Flldall, Privatier, vci, Gray »ach Triest, — Hr. A>»old, Privatier, von T>iest. ^ Hr. Saloadori, Handelsagent, vc>n Pesth »ach Villach. Z, l^l. Drnesice - Anzeige. Morgen, Donnerstag am 30. Dec., smdet zum Vortheile des Schauspielers und Negissems Herr» Richter die Vorstellung von C.'.rl o. Holtei's rlihm. lichst liekainucn „Lurberbaum und Bettelstab" Statt. Das verehiungswüldl^e PudlikulN wi>o u»' so mehr auf ti»se Theatelvorstcllunq aufmerksam ge macht, als einerseits der Herr Benesiciant in so manchen Darstellungen Befriedigendes leistete, anceler-seits aber dieses Schauspiel in der That unter die besten der neuern Zeit gelichtet wird. Wir wün scl'en dem The.'tclpudlikum einen recht angenehmen Adend, und dem Bcnesicianten ein recht voll»s Haus. Ein Lehrling wlrd in elne Buchdruckers! aufgenommen, welcher wmlgftcns dle lV. Nor-malschulclasse nut gutcm Fortgang freqmntirt dat. Die Bedlnglnsse sind im hiesigen Zeitungs- Comptolrzu erfahren. Z. '824. (2) 1000 Gulden, oder Thcilbetrage zu 500 st., sind auf längere Zeit unaufkünddar, gegen Pupillarsichechett auszuleihen. Nähere Auskunft ertheilt Josef Maverhold. jrf. 1697. (3; b }u:> {.<(,¦!),[!.,>;., , %s* (diontini>{inif'&ti Artikel &i It e u j a I) r g zal)lungcn zu l2, l5, l«, 24, 30, 3« kr. bis 3 sl. — Mit wisi^iischaft lichem Texte von I bis 10 fi. Viicher in eleganten lleinwandeindänden mit ge-schmackvoller Vergoldung, größtentheils mit Gold-schmtt, vorzüglich zu Gcschenlcil >ür Erwachsene passclw. Dergleichen sind: Alex. v. Humbold, ein biograph. Denkmal 2 st. — liiamshorn, GeschichtS-dildir ans der Frauenwelt, mit 6 Porträts 3 st. — Kleine (Hompositionsleyrc fur Freunde uno Freundinen der Tonkunst 3 fi. — F.uchterslebe!,, zur Diätetik der Seele 2 fi. — /Vllxlm lil-iczu« 4 ft — Böttgcr. Hi. — .Rank der poetische Pilger 5 st. — Puilnz. W>»s sich orr Wald erzählt, 1 fi 42 kr, — H.«pff. deuüche Dich^ teihalle >ür die Iugcno, 2 fi. 42 kr. u. a. m. 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Wiener.-Wuth,cha!tökall>,der 2i kr. — Vogl's Volkscalender 3U tr. — .'an-sa's römisch-katholischer Kalender 27 kr. — Nic-rilz deutscher j^olkskalendel 40 kr. — Wcbel's illustrirter Volköl'alender 48 kr. -- Illustliller Kalender I fi. 54 kr. — Schreibkalencer für No^ tare, Advocatcn, Beamte u. ^auficute 48 tr. -leipziger Iugcndkalender 54 kr. — Kalendrisches Tagebuch zur Vormerkung aller gerichtlichen Gc genstände 48 kr. — Großer steiermärkischcr Na tionalkalender l fi. Taschenbücher für l853, in elcgant.n Seiden, u. Papier. Einbänden von l fi l2 kr. bis 6 fi. -Dergleichen sind: Iduna, in Scidenband l fi 3nton, « verschie-cc!,(nilge Stücke enthaltend, 30 kr. Gescllschaftbspiele, als: Ziehkaiten 5 kr. — Aus-schlagkalten l<> kr. — ?,rag. und Antwl.utlarten »0 kr. — Hammer und Glocke sammt Würfel !8 tr. — Der Li.bcspropliet für Damen 30 kr. — LoM'spiel 48 kr. und l fi. 30 kr. — Tombola, mit 25 Tafeln, Kugeln u. 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