3k. 214. Freitag, 1«. Scptcmbcr 1KW. Illhlgniig 115. MibacherMZeitung. "Whrl! n ?!^ ^'^.' Mlt P ° s« v»IseI, duI! 8 : ganzjähri« fi, ,5, blllbi«l,r Fi-lertags Die »d««u«Nr,t ,'i»V'. ^^"«rig fi,55N. ss,»s die Zusl.-llimn <„» Han« na»zjnhlin si >, - InserNonsgebür: Für 3 , « bl« l, Ubr »!>?„,!»!«>«!! Amtlicher Theil. M^- l- und l. Apostolische Majestät haben mit mW' " Entschließung vom 18. August d. I, aller-0td7ntt'M ^statten geruht, dass der l. und k. außer-Gs.f M Gesandte und bevollmächtigte Minister Theodor G^lchy zu gich und von Väsonykeö das l)td^/? ^ königlich württembergischen Friedrich-voln ^ /?"e lenes des großherzoglich badischen Ordens Pbili?A"'^wen und des großherzoglich hessischen Ge2 ^bens und der l. und k. außerordentliche Everi l ""^ bevollmächtigte Minister Albert Gio5,//'y ^°" Szäszvaros und Töti das «strong des königlich italienischen Ordens der 3KdlHi^"^"lien. und den kaiserlich ottomanischen diltfep l "lden "^ Classe annehmen und tragen Nller^s/' ""b k. Apostolische Majestät haben mit b«ln IZ. 7 ^"schlikßung vom 6. September d. I. ^editans. ^'Stellvertreter der priv. österreichischen Aosla Mt für Handel und Gewerbe in Wien Julius «<^i d°s Ritterkreuz des Franz Josef. Ordens """vlgst zu verleihen geruht. RerMs/' und k. Apostolische Majestät haben mit den auü'"^"tschließnng vom 2. September d. I. ^che^eullichen Professor für darstellende und ?^s Hl' "^rie an der Bergakademie in Leoben ^Lchrs"^°tsch zum ordentlichen Professor für v '«Her allergnädigst zu ernennen geruht. ______Ledebur m. p. ^"hilchs/'/") k. Npostolifche Majestät haben mit »bine k! Erschließung vom 1. Juli d. I. Ma- »>!'adelia > , "t.Phalle ^ Ehrendame des l"nn allp. .^'^" Damenstiftes Maria Schul in ""gnädigst zu ernennen geruht. ^chf/'/"d k Apostolische Majestät haben mit 3? in d°! c3"^ließnng vom 9. September d. I. Ma b":^ Selcherei der Firma F. H. Hofmann in ^°»el i., «."wadt bediensteten Arbeiter Josef °Mgen «'Anerkennung seiner mehr als fünfzig, demselben Gewerbe-Unternehmen ? silberne m^en «nd belobten Berufsthätigkeit Nttuht. "' Verdlenstlreuz allergnädigst zu verleihen Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 9. September d. I. den in der Zuckerfabrik der Firma Michael B. Teller in Kuttenberg bediensteten Arbeitern Georg Forst, und Franz Stein in Anerkennung ihrer vieljährigen, einem und demselben Fabriksunternehmen zugewendeten treuen und belobten Berufsthätigkeit das silberne Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Heute wird das XXX. Stück deS LandesgrsetMtles für Kram ausgebe» und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 40 die Kundülachuiiss der l. l. Landesressiermla. für Krain vom 10. Seftleml'er 18W, Z. 1A.4l3, betreffend die Regelung der ViehbeschlNl auf den Eisenbahnstationen im Herzog» thunie Krain. Diese Kundmachung tritt mit dem 1. October 189l! in Wirlsllmlcit. Von der Redaction des Landesgeschblattes für Krain. Laibach am 18. September 1896. Nichtamtlicher Theil. Aus dem Ichwarzen Welttheile. Die großbritannische Regierung hat den amtlichen Schriftwechsel über die Eclaverei in Zanzibar vom Februar 1895 bis zum Juni d. I. als parlaimn-tarischrs Schriftstück veröffentlicht. In, Febrnar des laufenden Jahres äußerte sich der britische diplomatische Agent in Zanzibar, Hardinge. dahin, dass cine weitere Einmischung in das muhamedanische Institut der Sclaverei wahrscheinlich zu einem allgemeinen Aufruhr führen würde. Neue Maßregeln zur Unterdrückung der Sclaverei sollten deshalb wenigstens bis zum Juni verschoben werden. Dann käme er nach England, wo er gemeinsam mit den Beamten des Foreign Office einen geeigneten Plan ausarbeiten könne. In einer weiteren Depesche sagt der diplomatische Agent, dass eine Ausfuhr von Sclaven aus Britisch. Ost - Afrika thatsächlich nicht mehr bestehe. Infolge der Gründung der europäischen Schutzhcrrschaften sei den Sclaven-jagden und Einfällen bewaffneter Banden von der Küste in die Dürfer des Innern ein Ende geseht worden. Im Vergleiche mit den Zuständen vor zehn Jahren haben sich die Verhältnisse in Bezug auf den Sclavenhandel in Ost-Afrika entschieden gebessert. Arabien und die Landstriche am Rothen Meere seien natürlich ausgeschlossen. Der Sclavenhandel gehe mehr und mehr in die Hände der Verbrecherclasse über. An die Stelle der groß?n Sclavenjagden treten Entführn«» gen, und auch diese könnten wahrscheinlich bei einem brssereu Küstenwachsystem ganz unterdrückt werden. Die Regierung von Zanzibar sei sich ihrer Pflicht in dieser Beziehung wohl bewusst und thue ihr bestes. In der Jahresversammlung der französischen centralafrilanischen Gesellschaft, welche vor kurzem ab» gehalten wurde, hat der Präsident Herr Tharel Beschwerden gegen das Vorgehen der privilegierten englischen «Niger Company» vorgebracht, welche sich hauptsächlich darauf beziehen, dass diese Gesellschaft die gesetzlich bestimmte Freiheit der Schiffahrt auf dem Niger beeinträchtige und sich willkürliche territoriale Uebergriffe auf französisches Grbiet zuschuldm kommen lasse. Wenn diese Anklagen gerechtfertigt sind, liegt eine Verletzung der Generalacte der Berliner Conferenz vom Jahre 1885 vor. Artikel 26 dieser von allen Großmächten unterzeichneten Acte bestimmt, dass die Schiff» fahrt auf dem Niger und allen seinen Verzweigungen und Auslaufen für alle Nationen frei sein soll. Artikel 26 dehnt diefe Bestimmung auch auf alle Nebenflüsse des Niger aus, und Artikel 30 oerpflichtet England ausdrücklich, diese mit Bezug auf die Freiheit der Schisfahrt auf dem Niger und seinen Nebenflüssen aufgestellten Grundsähe, insoweit sich die bezeichneten Wasserstraßen unter britischer Souveränetät oder britischem Protectorate befinden oder befinden werden, zur Anwendung zu bringen. Da nun die «Royal Niger Company» ein Mandatar drr englischen Regierung ist, kann es, wie man aus Paris schreibt, keinem Zweifel unterliegen, dass diese Gesellschaft zur Einhaltung der Vorschriften der Berliner Acte verpflichtet ist. In territorialer Beziehung wird französischerseits die end» liche Abgrenzung der respectiven Einflusssphären zwischen den Hinterländern von Dahomey und der englischen Colonie von Lagos gefordert und gegen die «Niger Company» der Vorwurf erhoben, dass sie das zwischen Frankreich und England im Jahre 1890 abgeschlossene Arrangement nicht einhalte, welchem zufolge der Niger bis zur Station Say als französischer Fluss anerkannt wurde. Bei der Regeluug dieser Fragen wird auch Deutschland in Betracht kommen müssen, da hinsichtlich der Grenzen des in deutschem Besihe befiudlichen Togo«Landes gleichfalls Meinungs - Verschiedenheiten aufgetaucht sind. Feuilleton. " "llenische Reise» eines train. Cavaliers M!1 bis Kl51). Aon P. von «adie». ^ lei,!e Lus^.?^ unternahm dann unser Freiherr "Mhrt zur Theilnahme an dem deMching .u^'?."'bt er - wird der Earneval ^/l.^n^H °uf da« herrlichst zngebracht. Vn, °"s denen vmbliegendeu ("°b""n) derowegen wir ein ""??' "och b",, Wlten hmunter bei Tag____ <Ä!c,n^ntTi^ bett nach Venedig, nahmen <^ bis 27^ dem we'ßen Löwen und blieben ;ll° mehr als eine Woche. V^ der Ankunft, ausgiengen, ^n ^ben Och? n^ '^^'"?' der ma^rirten, l'e^Mnd, w3 ^"''^^ne» sie laufften (liefen z<>ff^ den ritzen ?He"' daz" (daneben) ^ Hornochsen Sbtt Niuro'"' die bisweilen von ^3 "an e "^ d"°b^""" ^tödtet wurden, VD°"dr^^ da« nichts ^e " Z?idern ä "fa ae^"^ " 0°"'"" Wer- zu, wie in dem Schlaraffenland, alleinig (nur) daß einem die gebratenen Tauben nit ins Maul flieheten, dann alles wol (theuer) mußte bezalt werden. Giengen denselben Abend zu 3t. ^ean 6 l^aolo die Opere zu besehen so von Ui-aäamanle ex 0vi6io ^elllmoi-pko.^o» agirt wurde so sammt dem ^lieatro 35000 Duoati gelostet, das Theatrum hat eine mächtige Länge in sich mit künstlichen Fällen (Wasserfällen) aufziehung, Herablassung (also großem scenischen Apparat) erbaut; dieses Wert (die Oper) ist gesungen worden von den vornembsten Musicij, so zu finden gewesen. es agirten auch viel Frauenzimer auf das allerlöblichst, so mit den köstlichsten Kleidern angethan von Gold und Silber, das Theater (die Scene) ward 18mal vertut (verändert) alle Zeit auf eine andere Manier, es ist eine solche Sache, desgleichen in der Welt nicht gehalten wird. währet bei 6 Stunden und kostet eiuem jeden eine halbe Cron, denen, die in der Höhe waren, aber mehr (daraus geht hervor, dass Iurilfch und seine Begleiter die Plätze im Parquet hatten). Drs andern Tages besuchte er wieder eine Theater« Vorstellung, diesmal die bei St. Cissian neben seinem Einkehr-Gasthause zum «weißen Löwen», «so über alle massen auch schön gnagirt (dargestellt) wurde, denen andern nit ungleich, aber mcht mit solcher Majestät (Würde), die Schauspieler (auch dieser Bühue) wurden aber doch auch stattlich bezalt.. Auf dem Marcusplah fah er diesmal unterschiedliche Curiositäteu, -unter andern war ein Pferd zu sehen, darauf ein Mohrenkomg gesessen, den Rachen lckNn «..ssuerrend. der Vlohr vetlehret die Augen wunder» lich. und ein Knecht schüttelte den Kopf und die Hand. — das ganze ein Automatenwerl («alles in Uhrwerk gemacht»). Den andern Tag hatten die Fleischhacker ihren Aufzug, und musste einer unter ihnen auf einer aufgerichteten Bühne im Beisein des Herzogs (Dogen) von Venedig einem Ochsen mit einem Streich den Kopf abhauen. Am 27. Februar verließ Freiherr von Iuritsch Venedig, um noch vierzehn Tage in der Universitätsstadt Padua zuzubringen; am 10. März nahm er von Padua uud allen seinen Bekannten daselbst Abschied und gieng wieder zu Schiff nach Venedig, wo er sich jedoch nur einen Tag aufhielt, und^trat, nachdem er mit dem Courier von Florenz einen Pact betreffs der Fahrt bis Bologna abgeschlossen, die Weiterreise über Malamocco, Zoiggaro, St. Crispino nach Ferrara an. Gerade hundert Seiten seines Tagebuches widmet Freiherr von Iuritsch der Schilderung seiner Reise von Ferrara Über Bologna. Imola, Castelliln, Nolognese, Taruja, Cesena, Rimini, Pesaro, Fano, Simgnglia («Senogallia»), Ancona, Lorelo, Rneanati, Macerata. Tolentino. Alla Mucia, Casa nuova, Foligno, Assissi, Spoleto, Teruo, Narni, Aorgetto, Castellnuooo, Alla prima Porta nach der «ewigen Stadt». Bei Ferrara hebt unser Reisender hervor, dass «diese löbliche Stadt von denen vorsichtigen (weit-! aussehenden) Fürsten des uralten Hauses d'Este mit allerhand Notdürsten, schönem Adel, gebäuden reicher Bürgerschaft geziert worden». Bei Bologna rühmt er b^onderl die auLnehmend saubere Ausstattung des Laibacher Zeitung Nr. 214. 1842 18. September 1896^ Vorgänge in Constantiuopel. Die Nachricht, dass der russische General Cihacev mit Erlaubnis des Sultans die Befestigungen an den Dardanellen inspicieren durfte, erregt die Aufmerksamkeit der Wiener Presse. Das «Wiener Journal» erblickt darin den Veweis dafür, dass Russland auf der Seite des Sultans stehe, der jetzt von England am stärksten bedrängt wird. Werde es England wagen können, isoliert gegen die Türkei vorzugehen? Mit Russland gehe vor allen un« bedingt Frankreich und auch Deutschland. Auf eine Mitwirkung bei einer Action hätte also England durchaus nicht zu rechnen, und es müsste befürchten, sofort wenigstens mit Russland und Frankreich zusammenzustoßen, wenn es allein den Versuch eines activen Einschreitens in der Türlei unternehmen wollte. Die Inspectionsreise des Generals Cihakv stelle die Situation vollkommen klar. Das' «Neue Wiener Journal» schreibt zu dem gleichen Gegenstande: Das Vertrauen in die Absichten Russlands in der augenblicklichen Situation muss auf der Pforte sehr hoch gediehen sein, wenn man dem gewaltigen Nachbar Einblick in Dinge gewährt, die sonst selbst der Verbündete dem nächsten Freunde mit allen Schleiern zu verhüllen bestrebt ist. Das ist nicht mehr Bundestreue, das ist Unterordnung in der Erwartung eines Schutzes im Falle der schlimmsten Noth. Die Türkei, der man niemals übermäßige Vertrauensseligkeit zum Vorwurfe gemacht, wird wohl wissen, warum sie sich so unter russische Pattonanz begeben hat. Man weiß auch weiterhin, dass Russland gegenwärtig laum einen Schritt in der orientalischen Frage unter« nimmt, der nicht im Einvernehmen mit den Dreibund' mächten gethan, der nicht der nachträglichen Zustimmung Frankreichs sicher wäre. Der Vetsuch, andere mitzureißen, durch den Vorbedacht oder die Gemüthswallung irgend einer Continentalmacht angesichts der armenischen Leiden eine Thatsache zu schassen, welche zu Weiterungen führen könnte, darf heute schon als vollkommen missglückt betrachtet werden. Und nun reckt sich vor der Einfahrt zum Goldenen Horn gar noch der Riesenfinger Russlands aus. Man wird das in England verstehen — zum Heile des Erdtheiles. Politische Ueberficht. Laib ach, 17. September. Se. Majestät der Kaiser, welcher heute früh von den Manövern in Galizien in Wien eintrifft, wird morgen vormittags Se. Excellenz den neuernannten Hofmarschall Grafen Beta Cziraky in Eid nehmen. Am 20. d. M. früh begibt sich Se. Majestät zu den Ma-növern nach Czakathurn und trifft am 23. d. M. wieder in Wien ein. Am 25. d. M. früh fährt Seine Majestät zur Eröffnung des Eisernen-Thor-Canales nach Orsova und von dort zum Besuche des Königs von Rumänien nach Bukarest. — Ihre Majestät die Kaiserin bleibt bis zum 20. d. M. in Lainz und reist dann nach Ischl, wo sie sich bis Ende September aufhalten wird. um sich dann zu mehrwöchentlichem Aufenthalte nach Budapest zu begeben. Die Landtagswahlen in Vorarlberg wurden bereits ausgeschrieben. Dieselben finden statt: in den Landgemeinden am 20. October, in den Städten (inclusive Stadt Dornbirn) am 22. October und in der Handels« und Gewerbekammer Feldlirch am 24sten October. Das «Vaterland» ist in der Lage, den Wortlaut der Punctationen desCompro misses im ober« österreichischen Großgrundbesitze mitzutheilen. Diese Punctationen wurden von den conser vativen Großgrundbesitzern am 9., von den liberalen am 10. September angenommen. Die Absicht, den preußischen Landtag für Ende October oder Anfangs November einzuberufen, scheint, wie die «Berl. Pol. Nachr.» mittheilen, neuerdings aufgegeben worden zu sein. Man glaubt, unbeschadet der rechtzeitigen Erledigung der die schließliche Gestaltung des preußischen Staatshaushalts-Etats beeinflussenden großen Gesetzrsvorlagen, die Einberufung des Landtages für die erste Woche des Jänner in Aussicht nehmen zu können. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Rom zugehenden Meldung verlautet daselbst in politischen Kreisen, dass die zwischen Rom und Paris bezüglich des italienisch-tunesischen Handelsvertrages schwebenden Verhandlungen nunmehr einen günstigen Verlauf nehmen und ein befriedigendes Ergebnis erwarten lassen. Inbetress des von der englischen Polizei entdeckten Dynamitardcn^Complotes schreibt die «Neue freie Presse»: Unsere Vermuthung, dass Fenier und Nihilisten zu doppeltem Anschlag zusammenwirkten, erhält eine gewisse Bestätigung durch eine Londoner Nachricht, in welcher es heißt, die Bomben hätten während des Besuches des russischen Kaiserpaares in Balmoral geworfen werden sollen. Die Leistung drr englischen Polizei wird überall rühmend anerkannt. Gleichzeitig äußert sich in der europäischen Presse vielfach der Wunsch, die französische Polizei möchte sich ebenso gewandt und findig erweisen, falls dem Zar von anarchistischer Seile in Paris Gefahr drohen sollte. Eine officielle Depesche aus Manila meldet, dass die eingetroffenen Verstärkungen 6000 Mann betragen. Es bestehe der Plan, den Aufstand in Cavite zu localisieren und die Insurgenten sodann einzuschließen, um sie zu vernichten. Die als Verstärkungen für die Philippinen bestimmten Truppen sind nach Cartagena abgegangen. In Barcelona wurden 13 Anarchisten auf freien Fuß geseht. — Eiue Depesche aus Cuba meldet, dass die Gendarmerie ein Gefecht mit einer von Delgado befehligten Bande hatte. 15 Insurgenten wurden getödtet, 25 gefangen genommen nnd 50 Pferde erbeutet. Einer der «Pol. Corr.» aus Petersburg zugehenden Meldung zufolge dürfte bereits in der nächsten Reichsrathssession eine Vorlage zur Verhandlung gelangen, mittelst welcher im Ministerium des Innern ein besonderes Departement für die Angelegenheiten der inneren Colonisation und der Niederlassungen im allgemeinen errichtet werden soll. Diese Vorlage steht mit jenen Erhebungen in Verbindung, welche inbetreff der Ueberhandnahme der deutschen Niederlassungen in einigen Gouvernements zu dem Zwecke gepflegt wurden, um die weitere Zunahme dieser Niederlassungen hintan« zuhalten. Das diesjährige Recrutencontingent wurde für das gefammte Reich mit 279.000 Mann festgestellt. Aus Constantinopel wird vom 16. d. M. gemeldet: Eine officielle Verlautbarung des Ministerrathes wendet sich gegen die Personen, welche falsche Gerüchte colportieren, Beunruhigung erzeugen und die Schließung von Geschäften veranlassen und zählt die ergriffenen Maßregeln des Militärs, der Gendarmerie und der Polizei auf. Sie erklärt, dass die bewaffneten Conspirateure strengstens bestraft werden und dass d fremden Conspirateure und fremden betheiligten UN ihanm durch die Intervention der Botschafter a" gewiesen werden. Militär und Polizei erfi'lllen v Pflicht. Es sei kein Grund zur Beunruhigung"" Handen. Die Versammlungen Einheimischer ""b u^em werden strengstens verboten. Hmte erließ die P , eine Collectivnote an die Botschafter. Gestm' <">" in Pera, Galata und Stambul eine Panik aus » bedentender Ursache. Durch die gule Halt"W.^ Militärs und der Polizei wurde die Rnhc bald M^ hergestellt. — Wie man aus Constant!»^ ferner berichtet, ist ein kaiserliches Iradl z Extrazulage von zwei türkischen Pfund. Es sel ol .^ erstemal, dass christliche Zöglinge in «ine "^ Militärschnle aufgenommen werden, denn ovales ^, den bestehenden Gesetzen dem Eintritte von Eh"!"^ die Militär-Vorbereiwngsschulm kein Hindernis w"^ stehe, sei derselbe bisher principiell nicht gestattet w ^ Die jetzige Verordnung des Sultans sei all" " ck. scheinlichleit nach darauf berechnet, den üblen ^'^ den die letzten Ereignisse in Constantinopel yr gerufen haben, zu verwischen. ^-s Tagesneuigleiten. ^ — (Erdsenlungen in Ärüx) ^r ^ Stand im Bruchterrain dauert an, die Wass"!^" ^sse unverändert, und Erweiterungen der bestehende ^ sowie Nachsenlungen werden nicht wahrgfnomin"'' ^. Bewegung der Erdmassen «zu Tagr» herlM D^-licherweise andauernder Stillstand, der Zufluss >" ^ und Anna-Hilfsschacht bleibt minimal, die V ^ ^ Vrunncnwafser im VerbruchSterrain ist constaw ., ^ Fertigstellung de« Vahngeleises wird T°g und ^"s arbeitet. Die bisher intacte Iohnsdochr W°!^ Fec soll mit der neuen provisorischen Straße e° — (Einbruch in e ine C isenba h"''^c" In der Nacht vom 14. auf den 15. d. M' ^ Einbrecher durch das Fenster in die Kanzle» " ,he!>«' bahnsiation Slatina in Kroatien, schleppte« die " ^c" casse weg und öffneten dieselbe im Freie« "' ^Mc und Stemmeisen. Die Einbrecher, von dene« >" ^ sl, leine Spur hat, stahlen 1400 fl., darunler Privatgelder des Stationschess. , Mc'"' — (Dynamlt-Diebstahl.) ^ ^ stimmenden Meldungen hat die Gendarmes ^A'< welche in der Station der Donau-DampW'' ^i,, ^ sellschaft G.even 15 Kisten Dynamit aestohl" " ^t ^ reits festgenommen. Es sind Arbeiter, "^e ^ Aufsicht in den Dynamit-Magazinen der ^ ^a'' , R^ulicrungs-Unternehmung betraut waren- V' ^l dass sie das Dynamit seit längerer geit in w tien entwendeten. . 0N8U3 prooeäeri» 6e ^dlilamo lus 6is 17. i^sbl'. ^uno 1507.» Der weltberühmten Universität von Bologna gedenkt Iuritsch mit den Worten: Bemerkte Universität ist unter den vornembsten Gebäuden eines in ganz Italien; bei keiner Universität sind so vortreffliche Leut gefunden wordcn und floriert als hier. Ueber das Leben in Bologna bemerkt unser Freiherr: «Was anlangt die Notdurfft an Essen und Trinkhen ist alles in eopia (Menge) darumb wird's genannt Uologn» ßrassa ^gg ^i^ so ist auch ein gutes Weingewäche, man macht vortreffliche Sachen von QuweMäM, ^ auf königliche Tafeln gesetzt werden, ")Iwchln werden die köstlichsten (schönsten) ssrauen- Zurch ein Wort. Novelle von Friedrich Noß. (38. Fortsetzung.) Ob Barbara ihre Gedanken ahnen mochte. Sie riss sie schnell aus allen ihren Himmeln, indem sie, sich erhebend, auf sie zutrat und ihr erklärte: «Die alte Gnnda rief nach Rupert, den gleichzeitig die Unruhe hertrieb. Er hat die ganze Nacht mit mir hier Wache gehalten, aber so zweifellos die alte Gunda ihm auch etwas sagen möchte, sie hat nicht mehr die Sprache dazu!» Ernst, fast durchdringend fah Barbara die Mutter an. Eine derselben nur zu deutliche Mahnung lag in ihrem Blick. Aber Barbaras letzte Worte ließen sie gleichzeitig wie befreit aufathmen. Wenn Gunda nur nicht fprechen und nichts ver. rathen konnte, mochte ja noch alles gut werden. Von Barbara fürchtete sie nichts. Sie machte sich sehr befolgt um die Kranke zu schaffen; sie that — offenbar recht sichtlich vor Ruperts Augen — alles, um sich als Samaritanerin zu beweisen. Mit sehr gemischten Gefühlen ließ Barbara sie gewähren. Sie las in der Mutter Seele, und nur grüßer und größer ward der Kampf in ihrem eigenen Innern. Kaum war sie sich klar bewusst, wie die folgenden Stunden vergiengen. Umsonst redete die Mutter ihr zu, ihr wie tagszuvor die Ablösung am Kran überlassen. Platz). Sie war entschlossen, nicht von 'hr ^ yHc weichen, und selbst die Crmahnung des a ß„M^. der gegen Mittag kam, änderte an "1"".^ „ol" nichts. Apathisch ließ sie die Worte an ' ^ gehen und that sie alles. c, Mi^ü'. hie Eben hatte Rupert, der ab- ""° H st^ d'' Krankenzimmer wieder verlassen ^ ^ c^ide" 1^ Sonne tief im Westen vor dem ^"^N ""l d^ plötzlich riss die alte Gunda weit die "^ ^^ mit knöchernem Griff umklammerte ^ ,iiied" .,„d Barbaras, einige undeutliche Laute «mc M^M. ihre Lippen, dann ward der Blick selt"" ^l° ^ starr, die Hand. welche die Barbaras Y'^ scho'^,, und erschreckt löste das junge Mad^" he ,V' leblosen Finger von den ihren «"» D^r "^^ Gunda die Hände gefaltet auf die wrM'- sel"^« Blick, der sie dabei traf, sollte der l^ ^y lich schlössen sich die Lider, und st« " . d>e für immer. „, ^ uw ' l^F Mit dem letzten Blick vor Mh^-> ' alte Gunda sie angesehen hatte nnd v' ^e v ^ bare Mahnung war, die sie nie -" können, sank Barbara neben de" "» ^e ' unablässig und aus tiefster Seele v"e p, nie im Leben gebetet hatte. . -^ ams' So überhörte sie, dass dtt ^ ein leiser Schritt hinter ihr he"""' ' «Barbara!» Laibacher Zeitung Nr. 214. Ift48 18, September 1896 , ^(KünstllcherRegen.)Inber«Vossisch.Itg.. esen wir: Einen hübschen Versuch, in einem Glase lilnstlichen Regen zu erzeugen, theilt Professor Leo Errera " Brlls-el mit. Man nehme ein cylinbrisches Glasgesäss Von etwa 20 Centimeter Höhe und 10 Centimeter Durch, wesser, Me es zur Hälfte mit starkem (92procentigen) «llohol, bedecke es mit einer Unterlasse au« Porzellan und erwärme eS im Wasserbade. Man muss ziemlich lange erwärmen, damit die Flüssigkeit, das ganze Gefäß und oie Untertasse eine erhöhte Temperatur erlangen unb sich ein gewisses Gleichgewicht zwischen ihnen her-stellt, doch darf man es nicht zum Kochen des Alkohols lammen lassen. Nimmt man das Ganze vom Wasserbade ^eg. wobei man Sorge trägt, die Flüssigkeit nicht zu ^hr zu bewegen, und stellt es auf einen Holztisch, so l'ehl man nach einigen Minuten, wenn die Untertasse Milgend abgekühlt ift, wie die sich reichlich entwickelnden Moholbtimpfe in der Nachbarschaft der Untertasse sich tu verdichten beginnen. Vald bilden sich deutlich sichtbare Pulken, und diese lösen sich ihrerseits in feine Regen-ltopschen auf, die in unzählbaren Mengen senkrecht und "gelmähig auf die Flüssigkeit zurückjallen. M,t dem Vorizontalmikrosloft gemessen, haben die Tröpfchen durch. Mlltlich 40 bis 50 Tausendstel Millimeter Durchnusscr; Me sind größer, andere kleiner. Dieses interessante Schauspiel kann beinahe eine halbe Stunde dauern. Im «n,ange steigen die Dämpfe bis an die Unterlasse heran; °ver in dem Maße, wie das Ganze erlallet, senkt sich ""urlich da« Niveau, in dem die Verdichtung der Dämpfe / "ch geht, mehr und mehr, und man nimmt nun °ethalb der Wollenzone eine völlig klare Zone wahr. , ," hat auf diese Weise im kleinen den ganzen Wasser-^sltti^ ber Atmosphäre vor sich; die verdunstende ""Weit stellt das Meer dar; ganz oben ift blauer vlmmel; darunter sind die Wollen, die sich in wirklichen A 2en auslösen, und dieser lehrt in das Meer zurück, bild l""^ """ °"!ia!t durch Wasser durch Alkohol ge-Ge?«li ^"" man gleich nach dem Wegnehmen des ^ Ms „om Wasserbab die warme Untertasse durch eine Glol ^ ^ werden die Temperaturunterschiede in dem dez m ^ bedeutender, und man beobachtet eine Steigerung H Vorganges: es treten Wirbelwinde und förmliche Anbogt« auf. AelHz^ (Kartentelegramme.) Von der deutschen Allt?» . N ^^ gegenwärtig die Einführung sogenannter o^ Gramme erwogen. Es ist beabsichtigt, aus Wunsch TnH^veschen auf ftostlartenähnlichen Formularen den fllr 15 A" zuzustellen. Die Kartentelegramme würden losten ^°lte (bie Adresse mitgerechnet) nur 50 Pfennige l°ll i^. ^liMof Nansen.) Für Frithjof Nansen "rich? an der Universität Christiania eine Professur JH. ""or». Man brachte eine solche für Norbpolar. °ber eN " Vorschlag; der berühmte Reisende selbst sicher w^' ^" solche für Biologie vorzuziehen, in Neist,>,s ssenschaft " früher thälig gewefcn ist und zum in N ^ °"l der bekannten deutschen biologischen Station Etat w ! ^"bellet hat. In den nächsten norwegischen °'NMpm ^"" °uch die Kosten für eine solche Professur " >'r"t werden. bei Geheimnis der Verstorbenen belastet, Elches s/^ ""t sich ins Grab genommen hatte nnd ^lten lon^°^^ ^"" " d°ch nicht verschwiegen . A "" ;baz fühlte sie schon M '^ande a)^c ^ ""^ ^ie um alles in der Welt nicht ? der am ?"/- ^^ ^' wu"er oder g.gen Nupert ^°n vA?"^'? 5"""'°" "ur ein einziges Wort V" H^H ben sie entfachen nnd den es " offenbarte ^ ^^^ " l°bald sie die Wahr- !?K^°ls s!° ^'» ^/schlagen Barbara sich auch ^' da w.M^? "' '^"r Kammer auf ihrem Lager ^ '"cht ^mm d^Maf. der ihr sö nüthig war, He« öfterer Gedanken ver-' "ten Gu"o« ^"' .7'?. "U' «en die Worte '''dlich die^ ^ ^'^ "" ^" ^""' bis ^ N'e ein >I sZwanden vor Erschöpfung. l^" Httm^ ""' 'br «lies, als sie ""geMMenen Morgen erwachte. Aber nur und Hunderle von «Prospector««» dringen in das neue Gebiet ein. Der Fund soll der reichste sein, der jemals im Staate gemacht worden ist. Das obenliegende Erz, von dem verschiedene Wagenladungen verschifft worden sind, hat 400 bis 500 Dollars per Tonne ergeben, und das Resultat von 12 Wagenlabungen hat nahe an 100.000 Dollars gegeben. Das Gebiet, aus dem gearbeitet wird, liegt in der Mayflowers - Gruppe und gehört Charles Prenitt, S. M. Fair und E. M. Clark. Diese sind überzeug«, das« da« Erz von einer guten Ader stammt. Das Erzlager wird von bewaffneten Leuten bewacht. Natürlich herrscht große Aufregung in den Mlnenlreiscn des Staates Montana. — (Tausendmeilen.Hefte ln England.) Auf der englischen Nord»Eaftern«Vahn werden seit kurzem Tausendmeilen-Hche (gleich 1609 Kilometer) ausgegeben. Die Ausgabebedingungen stützen sich aus die anderwärts bestehenden Einrichtungen und die Ergebnisse, die Holland, Vaben und Amerika damit erzielt haben. Die Hefte werden nur für die erste Classe ausgegeben; ihr Preis beträgt 5'/, Pf. St., was einer Herabsetzung des normalen Fahrpreises um 20 Procent entspricht. Jedes Heft enlhält tausend Abschnitte, je einen für die Meile. Diese Hefte können nicht allein vom Käufer, fondern auch von dessen Familienmitgllidern unb Gästen benutzt werben, fofern ihre Eigenschaft als solche vom Inhaber persönlich dargellM wird. Vor Beginn der Reise wird das Heft bei der Casse vorgewiesen, so dass der Beamte die der Länge der Reise enlsprechende Anzahl von Abschnitten austrennen und dasür eine ober mehrere gewöhnliche Karten erster Classe verabfolgen kann. Das Buch gilt zwölf Monate vom Tage der Ausstellung an. Damit es nicht auch für den Vororleverlehr benützt werden kann, ift die Mindestzahl der jedesmal zu verwendenden Abschnitte auf zrhn festgesetzt. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Controlsversammlung. )Die Controls« Versammlung der Urlauber und Reservisten findet sür die Stadt Lalbach ftatt: Am 12. October für die Mannfchast des Infanterieregiment« Nr. 17, am 13. October für die Mannschaft der übrigen Infanlerieregimenter; am 14. October für die Mannschaft der Iäger«Bataillone und am Ib. October sür die Mannfchaft der übrigen Truppenlörper. Die Versammlung beginnt jedesmal um 9 Uhr vormittags in der Peters-Kaserne. Die Nachtrags-Conlrolsoersammlung wurde auf den 10. November festgesetzt. — (Nemerlungen zum Schulanfang.) Eines Tages sagte der verstorbene Alexander Dumas: «Schade, dass die Kinder erwachsene Menschen werben!» Er war bekanntlich ein großer Kinderfreunb unb konnte fich daher den Wunsch nicht versagen, dass das Paradies jugendlicher Unschuld unb Naivetät ewig bestehen bleibe. Eine weitergehende Entwickelung dieses schönen Gedankens hätte ihn freilich zur Einsicht gebracht, dass im Grunde genommen diese Forderung stets erfüllt wirb. Solange die Menschheit besteht, hat es immer Kinder gegeben, unb das wird vermuthlich auch in Zukunft der Fall sein. Und nicht nur das: auch die Erwachsenen, die Alten, werden sich fort und fort erfreuen am Leben unb Wachfen der Kinder, sich verjüngen bei der Betrachtung ihrer zu schnell wurde ihr alles wieder lebendig klar, die ganze gransame Wirklichkeit. Wie die alte Gunda nach dem Tode des Vauern, war jctzt Barbara der Mutter ein Räthsel. Aber sie schüttelte nur den Kopf darüber; sie wagte es nicht, etwas zu sagen, aus Furcht, einen Sturm herauf» znbeschwijren, der besser schlafend blieb. Für sich aber zerbrach sie sich desto mehr den Kopf über der Tochter verändertes Benehmen. Es war doch jetzt alles aus. Der alten Gunda Tod machte ja aller Gefahr ein Ende. Was konnte dieselbe Barbara denn nnr gesagt haben, dass dieselbe so vollständig wie ausgetauscht erschien? . Indes wortlos gmigen beide nach wie vor an« einander vorüber, aber desto unerträglicher ward mit jedem Taae der Zwiespalt m Barbaras Innern, bis ein Entfchluss in ihr Wurzrl schlug. Nein so lebte sie mcht weiter. Dich's Dasein er« trug sie nicht länger. Sie musste die Last, die auf ihrer Seile lag, davonwalzen; ste musste das Geheimnis loswerden, an dem sie wie an einer Kette schleppte, und ob es gleich die e,gene Mutter galt. Auch das «Wie» stand gleichzeitig in ihr fest. 55reilicb sie würde sich ftlber opfern müssen. Aber was aalt ibr das? Sie lächelte wehmüthig. Was konnte das L-ben für sie denn noch an Glück bergen angesichts der Und mit dieser Entsagung machte sie sich an d.e sich selbst gestellte'Aufgabe schrieb sie den schwersten er lesen wurde, um-was? Auch sie zu verdammen? (Fortsetzung folgt.) harmlosen Spiele und herzerfreuenden Venus« finden in der Erinnerung an ihre eigene sorgenlose Kindheit. Diese Bemerkungen find beim Veginn ber Schule wohl angebracht; denn in dem Bestreben, die Kinder zu guten und tüchtigen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft zu erziehen, zeigt fich am besten die innige Liebe zu den Kindern, die hier in vollem Umfange zum Ausdrucke kommt. Wohl den Eltern, wenn sie von ihren Spröss» lingrn sagen können, dass diese ebenso schön durch die Wrlt kommen werden wie sie selbst, dass sie gewisser-maßtn nur ihr eigenes Leben fortsehen. Und die schönste Aeußerung aus dem Munde der gut erzogenen Kleinen ist jedenfalls, wenn sie sagen, dass sie fich von ganzem herzen sehnen, heranzuwachsen, groß und gut zu werden wie ihre Väter und Mütter. * (Der Herbst!) Der Herbst naht und regt den Menschen zu mancherlei Betrachtungen an. Wie deutlich wird er fich bewusst de<- Nehnlichleit, die besteht zwischen der Natur und dem Menschenleben. Hier und bort der Wechsel, ein Blühen, Reifen, Wellm, Vergehen. Wie gut es doch ist. daf« diescr W-chsel, dichs Sich' entwickcln des einen aus dem andern hier wie dorl einem ewigen höheren Gesetze unterworfen ift, dass menschliche Kraft ohnmächtig daran zerschellt. Es fällt Blatt um Blatt Hernleber, ein jedes bedeutet eine zerstörte Hoffnung, eine Enttäuschung, einen Schmerz, aber auch eine wertvolle Crsahrung, die, richtig verwendet, uns und anderen zum Heile gereicht. Der Herbst naht, wir blicken heileren Auges und zusrlcdcnen Gemüthrs zurück, wir möchten zwar um die Welt nicht verzichten aus die Freuden, die uns der Frühling, aber auch nicht aus die Kämpfe, die uns der Sommer in Natur — unb Leben gebracht. Mit vollen gügen wollen wir aber die herrlichen Herbsttage nach dem unfreundlichen, regenreichen Sommer genießen, denn nur zu bald ziehen sie vorüber, und wer weiß, was der Winter bringt. — (Durch den Zug überfahren.) Der 71 Jahre alte Besitzer Iarc aus Vai? bei Zwischen-wässern gieng gestern früh auf der Bahnstrecke, um zu seiner Wiese zu gelangen. Iarc, der taub war, hörte da« Herannahen des von Laibach verkehrenden Postzuges nicht, der Maschinführer konnte ihn aber des dichten Ncbel» halber nicht bemerken, und so wurde Iarc vom Zuge überfahren und förmlich zermalmt. — (Vom Radfahrsporl.) Das Tourenfahrcn zu htben durch Verbesserung ber Slrah?noerhältniss-, Beseitigung von Iollschwierigleiten und Schaffung guter Führerbücher ift wohl eine Hauptaufgabe des Sportes; nirgends wird dieselbe aber mit solchem Eifer und so großen Mitteln gelöst, als durch den belgischen Tourenclub, welcher sich das erhabene Ziel gesetzt hat, sür die Straßen das zu sein, was der Deutsche und Oefterreichische Alpenverein für die Berg>elt ift. Sein Wirken wird in Belgien von den höchsten Kreisen anerkannt unb unler-ftüht, so dass er heuer sein zehnlausenbftes Mitglied erwarb; er stellt Gafthöfe des Clubs selbst in den kleinsten Orten aus, hat überall seine Vertrauensmänner (Olts-fahrwarle), welche dem radfahrenden Elubgenossen mit Ralh und That an die Hand gehen; sogar aus den Eisenbahnen und Dampfschiffen hat er Ermäßigungen, auch sür den Besuch der berühmten Grotten von Han, und veröffentlicht jährlich ein sehr genaues Handbuch über Belgien; dreihundert Wegweiser unb Warnungstaseln stellte der Club aus den Straßen auf, so dass ein Irrefahren fast unmöglich ift, und nun geht er mit voller Energie an den Bau eigener Radfahrpfabe mbcn den Reichsftraßen, welche den officiellen Titel «II:» vmc.» c)'c1:ld^». tragen sollen; von Brüssel nach Lütlich (43 Kilometer), Vrüssel-Namur (19 Kilometer), Ostende« Vrügge.Vent wirb man schon nächftl« Jahr radfahren können, als ob man nur auf Parlwegen spazieren führe — ein geradezu idealer Zustand für Sporlsleute. Mit den BeHürden der Nachbarländer wurden Verträge ab-geschlossen, so das« gegenseitige Zollfrciheit bei Ulber-schreitung ber Grenzen bewilligt ift, was den Sportverkehr zwischen Aachen und Brüssel bedeutend gehoben hat. Die Zahl der Radfahrer in Wien beträgt nach ber Polizeilichen Numerierung bei 14 600.— Die Amerikaner behaupten, dass einer ihrer Rennfahrer die englische Meile, also 1609 Meter, in einer Minute uno drei Secunden zurückgelegt habe; diese Leistung soll er seinem etwas außergewöhnlichen Schrittmacher zu danken haben, nämlich einer Locomotive, welcher er auf einem eigens für ihn zwifchen den Schienen errichteten hölzernen Lauf-hrelle ganz knapp nachgefahren sei. Damit er nicht aus der geraden Richtung käme, was gleichbedeutend mit einem lebensgefährlichen Sturze gewefen wäre, wurde mitten auf dem Brette ein weiß-r Strich gezogen, nach dem vr sein Rad gelenkt hielt. Es ift aber dieser Rccord im Vergleiche zu den Leistungen der besten europäischen Renn-sahrer so rirfig voraus, dass wir ihn auch bezweifeln und nur als amerikanisches Curiosum verzeichnen. —Ein großes SportSfeft plant der Wiener Eycliften - Club für den Winter; eine Akademie, welche alles bisher Gesehene ln den Schatten stellen soll. — Vor einigen Tagen be» suchten den Laibacher Vicycle.Club drei Herren unb zwei Damen aus Salzburg, welche ein» GesellschastKradsahrt Salzburg, Laibach, Trieft, Venedig, Mailand, SlMchoch, Salzburg zu vollfthren i« B?Me sind. <)—l. Laibacher Zeitung Nr. 214. 1844 18. September 1896^ — lNach achtzehn Jahren entdeckt.) Vor achtzehn Jahren wurde drr Besitzer Johann Uch, outgo Span, von Vopovlje, Gerichtsbezirl Stein, während er in einer geschäftlichen Angelegenheit vom Gafthause des Caspar Vlobocnil von Lahovlc nach Vopovlje nach Hause gieng, auf dem Gemlindewege von Lahovic plötzlich überfallen. Er eihielt mit einem Holzprügel einen Schlag auf den Kops, den er mit der rechten Hand parierte, wobei er einen Knochenbruch des Ellbogengelenles erlitt, an dessen Folgen er noch gegenwärtig leibet. Der unbekannte Thäter raubte ihm einen Beutel mit Tabal, ein Messer und einen Geldbeutel mit einer Barschaft von 1 fl. 4 lr. Der Gendarmerieposten in Stein brachte nun in Erfahrung, dass diesen Raub der gegenwärtige Kaischler Michael Gasperlin. vulgo Mihcc, aus Salloch verübt habe. Michael Gasperlin ist ein öfter abgestraftes Individuum nnd gegenwärtig beim l. l. Bezirksgerichte in Stein wegen Diebstahles inhaftiert. Die gerichtlichtn Erhebungen wegen Raubes wurden eingeleitet. —1. — (Vergiftung der Gattin.) Der 29jährige verheiratete Häusler Marcus Kurja wurde am 29. Mai l. I. vom Kreisgerichte in Cilli zum Tode verurtheilt, weil er am 1. Februar seiner Gallin Arsenik ins Essen gab, woraus fi? den zweiten Tag starb; er wollte sich ihrer entledigen, um eine andere heiraten zu können. Se. Majestät der Kaiser begnadigte den Ver° urtheilten zu zwanzig Jahren schweren Kerlers. — (Einweihung der neuen Lourdes» Kapelle auf der Krebarica.) Die Einweihung der neuen Lourdes'Kapelle auf der Krederica (2500 m) am Triglav, erbaut vom Pfarrer Aljaz mittelst wohl» thätiger Beiträge, findet mit nachfolgendem Hochamt und Festpredigt am 30. September statt. Tagsvorher, am 29. d., versammeln sich die Theilnehmer um halb 11 Uhr im Oafthause «Schmerz», um 11 Uhr wird der Aufstieg unternommen. Sollte der Ausstieg wegen zufälligen großen Schneefalles nicht leicht möglich sein, dann findet diese Feierlichkeit im Juli nächsten Jahre« statt. — (Von der technischen Hochschule in Graz.) Realschul'Nbiturienten, lmlche das Lehramt in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern an Real« schulen anstreben, lönnen den Studien auch an der technischen Hochschule, obliegen und lönnen bei Candldalen für das Lehrawt der darstellenden Geometrie in Verbindung «it Mathematik drei, bei Candidate« des Lehrfaches Mathematik und Physik zwei als ordentliche Hörer der Ingenieur»Hochbau- oder Maschinenbau-Fachschule oder der! allgemeinen Abtheilung zugebrachte Studienjahre in das behufs Zulassung zur Lehramtsprüfung vorgeschriebene Quadriennium eingerechnet werden. Bei Candidate« des Lehrfaches der Chemie lönnen drei Studienjahre, welche sie als ordentliche Studierende in der chemischen Fach-l schule zugebracht haben, in das Quadriennium eingerechnet werden. — (Vrantwein«Besteuerung.) Die «Austria» veröffentlicht den folgenden Nachweis über die Vranlwein-Besteuerung in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern für die Monate September 189b his inclusive Juni 1896: 1.) Laut amtlicher Conftatierung wurden in den der Tonsumabgabe unterliegenden Brenne« reien erzeugt: 128,181.647 Heltolitergrade Alkohol. 2.) Gegen Entrichtung der Produclions-Abgabe wurden,! in den derselben unterliegenden Brennereien angemeldet, 1,227.899. 3.) In Raffinerien und Freilagern aus den ^ Ländern der ungarischen Krone oder aus Bosnien und der Hercegovina wurden unter dem Bande der Consum« abgäbe eingebracht 809.611. 4.) Gegen Entrichtung der Consumabgabe aus Brennereien, Raffinerien oder Frei» lagern wurden weggebracht 79,677.675. 5.) Unter dem! Bande der Consumabgabe wurden weggebracht: 2) für Unternehmungen in den Ländern der ungarischen Krone oder in Bosnien und der Hercegovina 4.690.026, b) zur Ausfuhr über die Zollinie 12,831.453, c) zur anderweitigen abgabesreien Verwendung 12,681.216 Helto-litergrabe Alkohol. 6.) Die berechnete Consumabgabe beträgt 27,888.47? fl. 5 kr.; die bei der Anmeldung fällige Productionsabgabe beträgt 429.764 st. 65 kr.; zusammen 28,318.241 fl. 70 lr. — (K. l. priv. Südbahn - Gesellschaft.) Einnahmen vom 3. bis 9. September 1896: 971.018 fl., in derselben Periode 1895: 965.554 fl.. Zunahme 1896: 5464 st.; Gesammteinnahmen vom 1. Jänner bis 9. Sept. 1896: 30,568.210 fl., in derselben Periode 1695: 29.825.018 fl., Zunahme 1896: 743.192 fl.; Einnahmen vom 3. bis 9. September 1896 per Kilometer 446 fl., in derselben Periode 1895: 443 fl., daher 1896 mehr um 3 fl. oder 0 7 pEt.; Gesammteinnahmen per Kilometer vom 1. Jänner bis 9. September 1896: 14.029 fl., in derselben Periode 1895: 13.688 fl., daher 1896 mehr um 341 fl. oder 2 5 pEt. Die Einnahmen des Vorjahres find nach den Ergebnissen der definitiven Rechnungslegung eingestellt. — («Laibacher Schulzeitung'.) Inhalt von Nr. 9, ausgegeben am 15. September: «Iur Gc-Ichichte der deutschen Grammatik», von Dr. Fr. Rledl; «Pädagug^ch« Central« und Provinzpressc.; «Die Tchul- .V««^,.."^"^"' 'A" Stadt und Land»; Uu" ^ """ ' '*"««'' 2«h«mitlel. und Zeitung«! — (Vom Blitze getroffen.) Dcr bci der Firma Tönnies bedienftete Schlosserlehlling Hall> ich hat zwar das Landesspital bereits verlassen, ist jedoch laut ärztlichen Zeugnisses noch nicht vollkommen hergestellt und derzeit arbeitsunfähig. Neueste Nachrichten. Die Vorgänge in der Türkei. (Qiiginal-Telegrammc,) Conftantinopel,17. September. Der Sultan verlieh dem Generalgouverneur von Kreta Berowitsch Pascha dm Großcotdon des Osmanje-Ordens. Weiters wurden verschiedene Decorationen an muhamedanische und christliche Notable verliehen. Constantinovel, 17. September. In einem gestern abgehaltenen außerordentlichen Ministerrath erklärte der Finanzminister die Beschaffung von zweieinhalb Millionen Pfd. St. für unbedingt nothwendig. London, 17. September. Ein Schreiben des Herzogs von Argyll gibt der Ansicht Ausdruck, es wäre nicht schwer, die türkische Frage zu regeln, wenn die Mächte diese Aufgabe ohne egoistische Absichten unternehmen. Was bereits für mehrere Theile des ottomanischen Reiches in der Vergangenheit geschehen sei, könnte für das ganze Reich geschehen, wenn man vor allem an das Glück der Bevölkerung dächte. Als' dann wäre der europäische Frieden besser garantiert als gegenwärtig. London, 17. September. Reuters Office erfährt, dass die Verdächtigungen der contmentalen Presse, die England egoistische und perfide Pläne imputiert, in den officiellen Kreisen Londons Erstaunen hervorgerufen haben. Indessen hat die englische Politik in dieser Beziehung keine Aenderung erfahren. England fählt, wie bisher, fort, im vollkommenen Einverständnisse mit den anderen Mächten zu handeln; wenn jedoch die Mächte keine Mittel fänden, gemeinschaftliche Maßregeln an« zunehmen, um den infolge der schlechten türkischen Verwaltung unausgesetzt sich ereignenden Mcheleien ein Ende zu bereiten, bliebe der englischen Regierung als einzige Richtschnur ihrer Haltung, sich entfernt zu halten, in der Hoffnung, dass die Situation sich bessern werde. Paris, 17. September. Die Agence Havas meldet aus Athen: Eine neue aus 140 Mann bestehende Bande tauchte in der Ortschaft Zaumba im Innern Macedonians auf. Truppen verfolgen die Insurgenten.! Wie versichert wird, kam es zn neuen Zusammenstößen zwischen den Truppen und den Aufständischen. Etwa hundert der letzteren sind im Kloster St. Denis blockiert. Helegratnine. Wien, 17. September. (Orig.-Tel.) Prinz Mirko von Montenegro fuhr vormittags beim Ministerium des Aeußern vor und gab seine Karte für den Grafen Goluchowski ab. Budapest, 17. September. (Olig.-Tel.) Der internationale Fnedenscongress wurde heute vormittags bei sehr zahlreicher Betheiligung eröffnet. Der Minister des Innern Perczel begrüßte den Congress namens der Rcgierung, welche den Bestrebungen des Congresses mit Interesse folge. Der Minister sprach den Wunsch aus, dass die Ideen des Congresses zum Siege gelangen mögen. Oberbürgermeister Rath begrüßte den Congress namens der Hauptstadt. Passy (Paris) und Baronin Suttner, stürmisch acclamiert, dankten für die Begrüßung. Nach Constituierung der Sectionen be« suchten die Mitglieder des Congresses die Ausstellung. Venedig, 17. September. (Orig.-Tel.) Prinzessin Olga von Montenegro verbrachte eine vollkommen ruhige Nacht. Ihr Zustand ist jedoch noch immer ein sehr ernster. Berlin, 17. September. (Orig.-Tel.) Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist nach Aussee abgereist. Kopenhagen, 17, September. (Orig.-Tel.) Der Kaiser und die Kaiserin von Russland gedenken Sonntag nach England abzureisen. Vor ihrer Abfahrt findet in der russischen Kirche ein Gottesdienst und an Bord der kaiserlichen Jacht ein Avschieds«Dejeuner statt. Die Prinzessin von Wales reist Montag an Bord der Osborue ab. Kopenhagen, 17. September. (Orig.-Tel.) Das russische Schiff «Standart» kehrte heute von der Probefahrt in der Nordsee zurück und brachte die aus 18 Personen bestehende Besatzung des norwegischen Dampfers «Corisante» mit, den es sinkend angetroffen hatte. Kopenhagen, 17. September. (Orig.-Tel.) Die Polizei verhaftete heute früh einen mit dem Dampfer aus Stettin eingetroffenen Reisenden, der aus Leipzig gebürtig und Anarchist sein soll. Haag, 17. September. (Orig.«Tel.) Der Finanz, minister legte das Budget der Generalstaateu für 1898 vor. welchcs mit einem Deficit von 3'/, Millionen abschließt. Das ordentliche Budget weist einen wehr-betrag von 4 Millionen auf. Rom, 17. September. (Orig.-Tel.) Aute ^ mittags um 4 Uhr wurde in Messina und n, >"G di Calabria ein ziemlich heftiger, fechs Secunden > dauernder Erdstoß verspürt, welcher jedoch keinen LM" anrichtete. ^ . .^. Rom, 17. September. (Orig.-Tel.) Die '^PM' ' meldet officiös, dafs der Uebertritt der Pnnzesstn v" ^ von Montenegro zum römisch - katholifchen Mau"" der Basilica des heiligen Nikolaus zu Bari Mls" Angouleme, 17. September. (Orig.-Tel.) Pl^",, Faure gab zum Besten der fremden Osftc>er ,^ Dejeuner und brachte hiebei einen Toast ^'^c welchem er die fremden Osficiere begrüßte "no ^ Hoffnung Ausdruck gab, dass dieselben eine "^'^ Erinnerung an die Aufnahme ihrer Kam ^ in der französischen Armee bewahren werden, ^e ^ sideut trank schließlich auf den General CaM', ^ Officiere und die Armee, auf die Seele, das Herz das Band der Nation. ^ecl London, 17. September. (Orig.-Tel.) «"^ Office meldet aus Sydney: Nach hier emgw^. Meldungen organisierte der englische Resident ^ ford eine Expedition zur Bergung der Leichen " ^ österreichisch-ungarischen Kriegsschiffe «AlMo» ^ tödteten Perfonen, die jedoch leinen El'^WL Admiral Bridge gab dem englischen Kreuzer " ^ rooma» den Befehl, nach den Salomons - I^e zugehen. . ^ London, 17. September. (Orig.-Tel.) ^^ ,M der Dynamitverbrechen in Glasgow Verhafteten ^ Hieher überführt. Bell erschien vormittags v° ^ Gerichtshöfe Bowstreet. Der Angeklagte "l^'^ heiße Eduard Ivory, sei Gastwirt in Newyol ^ amerikanischer Unterthan. Die Verhandlung w" eine Woche vertagt. . ga^ Sofia, 17. September. (Orig.-Tel.) ^ Df' Balcaniqne meldet: Die Behörden verfolge" w ,^e merksamkeit die immer noch im Wachsen ^» F Einwanderung der Armenier. Bisher sind "^ece" 2600 Armenier in den Häfen des Schwarz" ^s' und in Rustschuk eingetroffen, und alle sl"^^' landspässen versehen. Die Regierung hat den A M>^ um ihnen die Möglichkeit zu erleichtern, ^^1 mittel zu finden, freie Fahrt auf den "^^»1 Eisenbahnen nach Warna, Burgas und bewilligt. Hilfcomite's sind in Bildung begMi^^ '"^M'' lieutenant z. D.: Erinnerungen eincs Veteran^ ^ ^ ^ linger: Schwarzwald.Oeschichteen. Professor 6"'-^/ W'^'' Land und Leute. Mit reichem Vildcrschmucl. " ^ a.'^cM Krone, lönnen wir hellte nur eine lnrze E'''PU,,,,l Mp ^ ^ lassen unter Vorbehalt einer fpätcrcn a"^",^^, l3cha"^,ni<' In Form einer romantischen Erzählnug. ,^,'Mrlc "^B alte Persien ist, behandelt Perfall in dKM'' ,„,O"'" M moderne Ideen und Conflicte, vor allein 0^ <,M ,,.l,!> Kraft des monarchischen Gcdanlens. ssegen"" vcM^!!"!, gischen Umtriebe, welche in der Figur des ^ seü',, >. ?', Selbst ein Königssohn, ohne sich dessen bew"!"^ Pr, H erfüllt von dem modernen Freiheitsgcdanlci > ^,„ 5 ''^> Königthums als Vollsmann feindlich 9^""",/ u""''^ ''„ täuscht, die Ohnmacht seines Slrebens cm^ „„0 ^,. gegenüber einsehend, im Angesichte des ^ .^sen, gestammten Krone, die mystische Kraft zu "u ^ Symbole inncwohnt. b,'rch,°',„l>e" Alles in dieser Rnbrit Besprochene «" ^. V" Buchhandlung Ig. v 0 n KlcinmaYr » " bezogen werden. ^^"^^ Meteorologische 1». > 7 U. Mg., 7^-5^14-0! SO. schw"^elat'll ^^ Das Tagrsmittel der gestrige" ^^^<»l« 2-9° über dem Verantwortlicher Redacteur: IOf.^d. Mtter von Ml"" ^ Lailiach^r Zeitung Nr. 214. 1,^5 1« September 1890. Ignaz Nesch qibt in seinem und im Name» seiner Geschwister Karl, Dthmar, Amalie und Fan«tl die traurige Nachricht von dem Hinscheiden ihres innigstgeliebten Vaters, Schwiegrr- und Groß» Vaters, des Herrn F. W. Nesch Buchbinders und Hausbcsihers in Krainburg welcher heute um halb 5 Uhr früh, nach kurzem «eiden, versehen mit den Tröstungen der hl. Religion, m, 85. Lebensjahre sanft im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet Freitag, den l8. d. M., um 5 Uhr nachmittags statt. Die hl. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelcse». Krainburg am 17. September 1896. Die trauernden Hinterbliebenen. IgnaolJ Resoh daje v svojem in v imenu hratov in sesler Karla, Otmarja, Amallje in Franjloe žalostno vest o smrti njih iskreno ljubljenega oèeta, tasta in deda, gospoda F. V. Rescha knjigoveza in liišnega poseslnika v Kranji ki je danes o polu petih zjutraj, po kratki bo-lezni, previden se svetotajstvi za uniirajoèe, v 85. lefu svoje döbe blaženo v Gospodu zaspal. Pogreb bode v petek, dne 18. t. m., ob petih popoludne. Sv. zadušue maše brale se bodo v raznih cerkvah. V Kranji dne 17. septembra 1896. Žalujoèi ostali. Die Buchhandlung | Ig.v.Kleinmayr & Fed. Bamberg 1 Laibach S Oongrecsplatz Nr. 2 gj empfiehlt ihr (3961) 11—5 | vollständiges Lager | •ämmtlloher in den hiesigen und auswärtigen % Lehranstalten, insbesondere im k. k. Über- und aj k. k. Untergymnasium , der k. k. Oberrealschule Sj und den k. k. Lelirer- und Lehrerinnen-Bildungs- ä anstalten dahier, den Privat- wie den Volks- und ä Bürgerschulen eingeführten S Schulbücher I in neuesten Auflagen, geheftet und in dauer- S haften Schulbänden, zu den billigsten Preiaen. *( Die Verzeichnisse der eingeführten Lehr- m bücher werden gratis abgeg«ben. ffi Course an der Wiener Börse vom N. September l896. ^ ^ 0^^ 2°«^.« Slllat«.Hnl«h,n. «eld Vllr, 'n6t°t??^"'^'l . . . ,0,55 10,75 " E!lb^ ^'' srbr.!ar-«„n„sl ,ni 55 l«l 75 '^er'io/ a,." «pr»'0c» n, ,44-s.N ,45 5N 'b«u«r z°, " Y°»ze b<>» 1. ,45 z»b'l45 75 b<», ^'°°M°,s , . ion l. ,90 - ,81 - ^» Dnn, n',',^ - . bU ft. 18»-. ,81-- "/° Lest ^°'d«'tt,. steuerlrri 128 4t.,»» s.5 «n>tr,r7. ^ <" Nron.nwühr.. °'°' V" Ultimo . . ,<>i'»««<>,-40 »U,,i, '">«!bnn««n. "'»<»<'ttr, N°m. . 99s.0 1U0N0 k"'°ze.^ '""..Nr.,,«. Neid Na« »o« Vtoatt zur Zablnn« übernommene Mlt»»b.»Vslo».» vbllnatloueu. ^lilabsthba!,» «00 u, »OW Vl. siir UO» M. 4»/„..... ,,? — l,7'80 (tülabethbahn, 4f>0 u.»0»N M, «00 M, 4. per Ultimo .... ILL ll0 ,2ü 40 d»n, Montt!n lrroumwHhr., 4°/^, stfuerflfl f,!rl!O0N>r<,!,ln Nom, 99 3l) 99 50 4"/„ d»0, b!o, psr Ullimo . . 9» »<1 98 50 dlo.Gt. /,"^ ,«8 15 ,24 ll> dto. dto. Silber 100 st,, 4>/,"/i, l»l 75 ,02'— d!o. Ntan<« ObK«. d<0, dto, k 50 fl. «. W. 154 50 155 50 Tl»r!K N>'s»,L°se 4"/„ l00 fl. . 13«'—,39 50 Glund»ntl.' Völigalion»« (f»r 100 fl, TM.), 4"/„ lroalllche »mb slavoiillche . 87 50 98 — 4°/, migarilche (,00 fl, ü.W.) . 975« 98'bN And»« 3ss»ntl. Hnl»h»n. Dunll!!°M<>!,,.U!,ls b«/^ .... ,28-. 1»9— dto. 'Nnlrlhe l«7« . . 108 25 «0» Lb «„lehc» drr Elabl «üiz. . , 112'— —' — «„lrdeii b, Ltablgcmslnde Wien 10470 10570 «»lcucn d, Stadtssemslüde Wie» (Lilbor odrr Ould).... 12N-75 127 75 Prämien Vlnl. d, Ltaktssm. W!en IL5 50 is,«-— UörsslillU «nlrhrn. vcrlotb. 5"/„ 101'50 -- -- 4'^ Kraix« LankelNnlehen . 8» 75 »8 75 »elb Ware ßs»nl»bri»s» «ür l«o fl.). Uodcr.aN«. «ft. «N50I. «.«»/„». — - —-- dto. „ „ ln 50 „ 4°/° 99 35 100 »5 dto. Präm,^GchIdv. »°/<>, I.tm, I,b — 11« - bto. b<°, »»/„, ll. »M. ,,7 75!,,8-50 N^fterr Lllnbsi.Hyp-Anfi, 4"^„ ,00- -^,0080 0efi..ung, «anl verl, 4°/» . . ,c»u 80!,<>,— dt°. dt°. «»jähr, ., 4«/„ . ,00-20 1«!'- Oparmsse, l.est,»!»I. l>',,°/„ t>> 10,50 -' Mrillliläl»« ybligal, sserdinoi'd» Nordbal,» »m >««« ,0<85 ,02 N5 Oesterr. Nordwfstbnhi! . , , ,10 80 11,80 Vtalltsbahn ....,, 2»4 —LL5 — Vübbllyn il 8«/n..... ,?> 8«,l?2 80 blo, ^ 5«/„..... ,28-50 1Ü950 Ung, galiz, «ahn . . , ,07«0 ,08 «0 4°/„ Unterlrawer Vahns« «9 b0 l0U — (per Vtüll). Nudllpefi'Vafllica (Dombau) . 0 70 «90 Irebitloje ,00 st...... 19? — 198 — «larl, «oss 4« st. «W. . . . 5?-- 58 — 4"/„Do«au.DamPfjch,l<><>st,c 20 st, «Vl, . . 00— «2- Wlndilchgrilv Lo!e »« st, CM. . d. Bobencrroltanstall,!. «m. . lS25 1650 bto, bto, II, !tm ,««». . , »5— 87- Uaibllä!« Ln!e...... »2 75 23 50 <»eN, ware V°bcr..«lnft,.OeN,,»0<'fi.V.4<»°^ ^l»3 — 455, — Crdt.Nnft, s, Hand, u,», l«N fi. > —— -- dlo, blo, per Ullimo Ltplbr. 3b? — »»7 50 Ired ft...... 8<»Ü 50 «9»-50 Verlekrsbllnf. «ll«,, 14',' st , ,79'— ,80 — Hellen von Hl»n«porl» Knt»rn»hmung»n (per btüs», «lbr,cht»Vahn »<»n fi, Hllber . — — -- Nujfig'Tevl, , Ü00 fl, «M. 1500 1510 bto, blo, M. U) 200 fl. . 54»'— 544'— Donau ' Dllmpflchiffahr!«»Gel., Oesterr., ^>0» fl. lM. , , . bvk'- 5ll — D»l'Vode»bachellt, «« »<><>fl E, b?üN «8 50 ss,lb°, sltt, U) »00 fl, S. 878-50 878 l»0 Praa-Düler Kssnb, 15«fl, 2. , 95—^ gh„ Giall!»e!Iel,bal,n 200 fi. E. . . »Ü5 — 3L5.-5U Ludbai,!, 200 fi. S..... 10175 10275 Lubnordd. Verb.'V. 20» st. »M. 217 — 219 Iramwll!)'ts., Wl.,I70st. ö. W, 485'- - 487 — dto. «m. «»»7.200«I, . . . — — — — Tramway ^fj., Hs„, W^^ ^^^ ritäli «cli^! »<»<> ft. ... ,03 75 ,0485 ll„y. ssaüz Eiltnb, llliofi. bilbel 808 50 207- lln?,<»,ltl, sNanb^»»'«»0s<.K,, 80»--' 20« 50 «l<„»l,»«l'ckl-l Ve>. «3— <«; » !be.' stils), «aügrl. N2s>. °N., 100 st. . . «9'bV »0 50 »^>,i!er Eüen. und stahl-Fnd. in Wien !l,w.'Ht!!,g., «rNe, 80 st. ,,750 ,,8 50 ,,!tlbsmi!bl", P<^!er<. -^. ». «. 5150 58 — U0» — ,,3Ol«g!mü!,!", Püvleli., MX» st. 80« — 207 — „Etlurerm.''. -st,»letUon dielUnier «A Z.» an die Admini-J^-^^Ü?^_Zeitnng erbeten. u *«a meisten Provinzial-K0ncessio • S^ädten 5?lticbenSerr8>In,UbeslenEinnahn>cn bereits ^ Nr, 2823, ^.t«teu-Versteiger..na. """" qema^?"^"^^ ^"fl'n wird ^""h (d'ur/^'Fluchen des Josef ^^ühten ^ M'' ^"ichtlich auf 1W fl. Großlack ,_ ^2 ^?"r berste auf den "nd die ^ ./- October . ^wetteaufdeu Nes^l' ^°?ember 1896 ^d^'V^u Amtskauzlei N?1 b ^ die VX"ae. ««geordnet wordeu. ' d" erst 7^?"ät sammt Zuaehör ''ten Feilbietung nur unl oder über dem Schätzungswerte, bei der zweiten, aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. Die Licitations-Vedingnisse, wornach insbesondere jeder Licitaut vor gemachtem Anbote ein 10"/<, Vadium zu Handen der Licitations-Commission zn erlegen bat sowie das Schätzungsprotokoll und der Gruudbuchs-Extwct'können in der dies-gerichtlichcn Registratur eingesehen werden. K. l. Bezirksgericht Treffen am 25sten August 1896. (3944) 3—2 "NrTT^o. Einleitung zur Amortisierung. Vom k. k. Landesgerichte in Laibach wird bekannt grmacht, dass über Ansuchen des Michael Pirc, Handelsmannes und Realitätenbesitzers in Col, hinsichtlich der ihm von der k. k. Finanzdirection in Laibach ob der als Caution für die Pachtung der Straftenmautstelle in Kalce während der Zeit vom 1. Jänner 1693 bis Ende December 1895 erlegten Papier-Rente Nr. 268.749 per 100 st. ausgestellten, nun angeblich in Verlust gerathenen Cautions. Widmungs-Urkunde vom 7. December 1892 das Amortisations, verfahren eingeleitet werde. Es wird daher der Inhaber tneser Cautionewidmungsurkunde anfgefordert, binnen einem Jahre, sechs Wochen nnd drei Tagen diese Urkunde anher vorzulegen, widrigenfalls dichlbe nach fruchtlosem Verlaufe diefer Frist als rechtsmlgiltig erklärt werden wird. Laibach am 5. September I896. (3976) 3-1 St. 7043. Razglas. Neznano kje bivajoèemu tabular-nemu upniku Francelu Kirnu iz Celj št. 11 in ne/nanim dedièem in prav-nim naslednikom tabularnega upnika Jakoba Kirna iz Celj fit. 11 postavil se je France Gärtner iz Bistrice kura-lorjera ad aclum in sta se zadnjemu dostavilfi dražbena odloka z dne 18. avgusta 1896, st. 6142. C. kr. okrajno sodifiöe v Ilir. Bistrici dne 7. septembra 1896. ÖÖmyS^l St. 18.267. Razglas. C. kr. za m. del. okrajno sodisèe v Ljubljani naznanja, da se je vsled tožbe J. C. Juvanèièa, trgovca v Siški (po dr. Supanu, odvetniku), proti Ka-rolu Wenzelu, lovcu pri Haspergu, sedaj neznano kje (po kuratorju na öin), zaradi 41 gld. in 80 kr. av. velj. de praes. 22. avgusta 1896, fit. 17.408, slediijim poslavil gospod dr. Majaron v Ljubljani «krbnikom na èin in da se je za malotno razpravo doloèil dan na 2 8. oktobra 1896 ob 8. uri dopoldne, pri tem sodifièi. C. kr. za tn. del. okrajno sodiSèe v Ljubljani dne 3. septembra 1896. (4012) 3-1 Nr. 7797. Curatels-Verhiingunz. Das k. t. Kreisgericht in Nudolfswert hat mit Beschluss vom 25. August 1896, Z. 1082, über Margareth Lackner in Mosel Nr. 35 ob periodischen Wahnsinnes die Curatel verhängt. Zu deren Curator wurde Johann Ionke von Obermösel bestellt. K. l. Bezirksgericht Gottschee am 30sten August 1896. (4015) 3—1 Nr. 7803. Efec. Fahrnisscn-Versteigermlg. Vom k. k. Landes, als Handelsgerichte Laibach wird bekannt gemacht: Es sei Über Ansuchen des Johann Schitz (durch Dr. S. Sachs in Wien) die executive Feilbietung der dem Franz Petrik, Kaufmann in Laibach, gehörigen, mit gerichtlichem Pfandrechte belegten und auf 643 si. 67 kr. geschätzten Fahrnisse, als: Kleiderstoffe, bewilligt und hiezu zwei Feilbictungs-Tagfatzungen, die erste auf den 12. October und die zweite auf den 2 6. October 1696, jedesmal von 9 bis 12 Uhr vor-, und „öthigenfalls von 3 bis 6 Uhr nachmittags, m La>bach, Domplatz Hails-Nr. 4, mit dem Beisätze angeordnet worden, dass die Pfandstücke bei der ersten Feilbietung nnr um oder über dein Schätzungswerte, bei der zweiten Feilbietung aber auch untcr demselben gegen sogleiche Bezahlung nnd Wegschaffung hintangegeben werden. Lalbach am 12. Srpwnbec 18W.